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Title:
SACK FEEDING DEVICE WITH ADAPTIVE KNIFE BLOCK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/135931
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sack feeding device, in particular for a stationary industrial sewing machine, welding device or the like for production of sack closures, consisting of a supporting plate (20) arranged substantially horizontal, a through-slit (21) extending in the longitudinal direction of the supporting plate (20), a conveyor device (6) arranged on both sides of the through-slit (21) for engaging the sacks below the sack edges to be sewn or to be closed and for feeding the sacks to a sewing unit, welding device, or the like, a gearbox (1) arranged on the supporting plate (20) close to the entry region (22) of the through-slit (21) and connected to a drive motor (3), the output shaft (4) of said gearbox being operatively connected to the conveyor device (6) and setting it in motion, and two cutting blades (11, 14) arranged opposite one another, which are drivable and rotate around substantially vertical axes. A sack feeding device of this type is to be equipped such that it can function with and also without cutting knives, without extensive assembly work. This is achieved in that the rotating cutting knives (11, 14) are mounted in a separately designed knife block (2) and the knife block (2) with the cutting knives (11, 14) can be displaced relative to the gearbox (1) between an active and an inactive operating position and can be fixed in a predefined operating position.

Inventors:
ÖZDEMIR YAKUP (DE)
Application Number:
PCT/EP2015/054947
Publication Date:
September 17, 2015
Filing Date:
March 10, 2015
Export Citation:
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Assignee:
UNION SPECIAL GMBH (DE)
International Classes:
B26D7/06; B26D1/24; B26D5/02; B26D7/27; B65H35/02; D05B13/00
Foreign References:
DE20206497U12002-08-14
GB2092940A1982-08-25
US1210218A1916-12-26
Attorney, Agent or Firm:
LIPPERT, STACHOW & PARTNER (DE)
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Claims:
Sackzuführvorrichtung mit adaptivem Messerblock

Patentansprüche

1. Sackzuführvorrichtung, insbesondere für eine stationäre Industrienähmaschine, Schweißeinrichtung oder dergleichen zur Anfertigung von Sackverschlüssen, bestehend aus

- einer im Wesentlichen horizontal angeordneten Tragplatte (20),

- einem sich in Längsrichtung der Tragplatte (20) erstreckenden Durchgangsschlitz (21),

- einer zu beiden Seiten des Durchgangsschlitzes (21) angeordneten Fördereinrichtung (6) zum Ergreifen der Säcke (27) unterhalb der zuzunähenden bzw. zu verschließenden oberen Sackränder (28) und zum Zuführen der Säcke (27) zu einer Näheinheit, Schweißeinrichtung oder dergleichen,

- einem nahe dem Eingangsbereich (22) des Durchgangsschlitzes (21) auf der Tragplatte (20) angeordneten, mit einem Antriebsmotor (3) verbundenen Getriebekasten (1), dessen Ausgangswellen (4) mit der Fördereinrichtung (6) in Wirkverbindung stehen und diese in Bewegung versetzen, sowie

- zwei einander gegenüberliegenden, antreibbaren, um im Wesentlichen vertikale Achsen rotierenden Schneidmessern (11, 14), dadurch gekennzeichnet ,

- dass die rotierenden Schneidmesser (11, 14) in einem separat ausgebildeten Messerblock (2) gelagert sind und

- dass der Messerblock (2) mit den Schneidmessern (11, 14) relativ zu dem Getriebekasten (1) zwischen einer aktiven und einer inaktiven Arbeitsposition bewegbar und in seinen vorgegebenen Arbeitspositionen fixierbar ist .

Sackzuführvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass der Messerblock (2) relativ zu dem Getriebekasten (1) in vertikaler Richtung zwischen einer unteren und einer oberen Arbeitsposition verschiebbar angeordnet ist.

Sackzuführvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge kennzeichnet , dass der Messerblock (2) mit einem Profilträger (17) mit mindestens einer vertikalen Führungsnut (25) ausgestattet ist, dass an dem Getriebekasten (1) ein mit einem Klemmhebel (15) versehenes Winkelstück (16) angeordnet ist und dass der Klemmhebel (15) ein in die Führungsnut (25) eingreifendes Befestigungselement aufweist, welches in der Führungsnut (25) durch Betätigung des Klemmhebels (15) fixierbar ist.

Sackzuführvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , dass im Bereich von mindestens einer der beiden Messerachsen ein drehbares Kraftübertragungselement vorgesehen ist, das mit Hilfe der Fördereinrichtung (6) antreibbar und wahlweise mit der entsprechenden Messerachse kuppelbar ist.

Sackzuführvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , dass das untere Stirnende von mindestens einer der Messerachsen mit ei- nem oberen Teil (10) einer formschlüssigen Steckverbindung versehen ist, dass das drehbare Kraftübertragungselement als komplementärer unterer Teil (9) einer formschlüssigen Steckverbindung ausgestattet ist und dass die oberen und unteren Teile (9, 10) der Steckverbindung in der unteren Betriebsposition des Messerblocks (2) miteinander kuppelbar sind.

6. Sackzuführvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet , dass nur eine der beiden Messerachsen mit Hilfe des Kraftübertragungselements angetrieben wird, während die zweite Messerachse über ein Zahnradgetriebe (Zahnräder 12, 13) mit der ersten Messerachse in Verbindung steht.

7. Sackzuführvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , dass die im Bereich des Durchgangsschlitzes (21) der Tragplatte (20) angeordnete, als Nähzuführung dienende Fördereinrichtung (6) zwei endlose Treibelemente aufweist, die mittels je einer Ausgangswelle (4) des Getriebekastens (1) antreibbar sind .

8. Sackzuführvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , dass die endlosen Treibelement als Gliederketten (24) ausgebildet sind, deren einander zugewandte Trums zum Transport des Nähgutes dienen.

9. Sackzuführvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , dass die endlosen Gliederketten (24) durch auf den Ausgangswellen (4) des Getriebekastens (1) sitzende Zahn- oder Kettenräder (5) antreibbar sind.

10. Sackzuführvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge kennzeichnet , dass die Drehbewegung des unteren Teils (9) der formschlüssigen Steckverbindung über ein Übertragungselement von dem endlosen Treibelement (Gliederkette 24) ableitbar ist.

Sackzuführvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet , dass als Übertragungselement ein Zahn- oder Kettenrad (7) vorgesehen ist, das mit der entsprechenden Gliederkette (24) in Verbindung steht und die Linearbewegung der Gliederkette (24) in eine Drehbewegung des unteren Teils (9) der Steckverbindung umsetzt.

Description:
Sackzuführvorrichtung mit adaptivem Messerblock

Die Erfindung betrifft eine Sackzuführvorrichtung, insbesondere für eine stationäre Industrienähmaschine, Schweißein- richtung oder dergleichen zur Anfertigung von Sackverschlüssen, bestehend aus einer im Wesentlichen horizontal angeordneten Tragplatte, einem sich in Längsrichtung der Tragplatte erstreckenden Durchgangsschlitz, einer zu beiden Seiten des Durchgangsschlitzes angeordneten Fördereinrichtung zum Er- greifen der Säcke unterhalb der zuzunähenden bzw. zu verschließenden Sackränder und zum Zuführen der Säcke zu einer Näheinheit, Schweißeinrichtung oder dergleichen, einem nahe dem Eingangsbereich des Durchgangsschlitzes auf der Tragplatte angeordneten, mit einem Antriebsmotor verbundenen Getriebekasten, dessen Ausgangswellen mit der Fördereinrichtung in Wirkverbindung stehen und diese in Bewegung versetzen, sowie zwei einander gegenüberliegenden, antreibbaren, um im Wesentlichen vertikale Achsen rotierenden Schneidmessern . Es sind Sackzuführungen für Sackverschlüsse-bekannt, die stationär angeordnete Schneidmesser aufweisen. Diese sind in die Getriebeeinheit integriert und werden unmittelbar von dem Getriebe, welches auch zur Betätigung der Fördereinrichtung dient, angetrieben. Die bekannte Vorrichtung kann also lediglich dazu benutzt werden, das Nähgut in der Sackzuführung aufzunehmen, in der anschließenden Einheit zu beschneiden und dann in der nachfolgenden Näheinheit zuzunähen.

Bei der Anwendung von stationären Nähmaschinen für Sackverschlüsse kommt es häufig auch vor, dass die oberen Sackrän- der nicht beschnitten zu werden brauchen oder nicht beschnitten werden sollen. In solchen Fällen muss dann eine andere stationäre Sackzuführung verwendet werden, die keine eingebauten Schneidmesser aufweist.

Es ist also bisher erforderlich, für die beiden Anwendungsgebiete zwei unterschiedliche stationäre Maschinen vorzuhalten .

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine solche Sackzuführvorrichtung derart zu gestalten, dass sie sich zur Anwendung beider genannter Verfahren eignet, d.h., dass sie ohne größere Rüstarbeiten sowohl mit Schneidmessern als auch ohne Schneidmesser arbeiten kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die rotierenden Schneidmesser in einem separat ausgebildeten Messerblock gelagert sind und dass der Messerblock mit den Schneidmessern relativ zu dem Getriebekasten zwischen einer aktiven und einer inaktiven Arbeitsposition verschiebbar und in seinen vorgegebenen Arbeitspositionen fixierbar ist.

Gemäß der Erfindung hat also der Anwender die Möglichkeit das Nähgut vor dem Einlaufen in die Näheinheit oder die Schweißeinrichtung zu beschneiden oder aber völlig auf eine Beschneidung des Näh- bzw. Schweißgutes zu verzichten. Eine solche Vorrichtung eignet sich insbesondere für solche Fälle, bei denen der Anwender für unterschiedliche Arbeitsgänge nur eine einzige Maschine aufstellen möchte.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Messerblock relativ zu dem Getriebekasten in vertikaler Richtung zwischen einer unteren und einer oberen Arbeitsposition verschiebbar angeordnet. Eine solche Bauweise hat den Vorteil, dass die Maschine äußerst platzsparend eingesetzt werden kann, da keine seitliche Verschiebung oder Verschwen- kung des Messerblocks erforderlich ist. Der Messerblock kann mit einem Profilträger mit mindestens einer vertikalen Führungsnut ausgestattet sein, während an dem Getriebekasten ein mit einem Klemmhebel versehenes Winkelstück angeordnet ist. Der Klemmhebel weist dabei zweckmäßig ein in die Führungsnut eingreifendes Befestigungselement auf, welches in der Führungsnut durch Betätigung des Klemmhebels fixierbar ist.

Um die Messer anzutreiben, kann ein gesonderter Antrieb vorgesehen sein, der direkt mit den Messern verbunden ist. vorzugsweise wird aber der Messerantrieb von der ohnehin vorhandenen Fördereinrichtung bewirkt. Dies erfolgt dadurch, dass im Bereich von mindestens einer der beiden Messerachsen ein drehbares Kraftübertragungselement angeordnet ist, das mit Hilfe der Fördereinrichtung antreibbar und wahlweise mit der entsprechenden Messerachse kuppelbar ist. Dabei kann das untere Stirnende von mindestens einer der Messerachsen mit einem oberen Teil einer formschlüssigen Steckverbindung versehen sein, während das drehbare Kraftübertragungselement als komplementärer unterer Teil der formschlüssigen Steckverbindung ausgebildet ist, wobei die oberen und unteren Teile der Steckverbindungen in der unteren Betriebsposition des Messerblocks miteinander kuppelbar sind.

Bei dieser Konstruktion braucht nur eine der beiden Messerachsen mit Hilfe des Kraftübertragungselements angetrieben zu werden, während die zweite Messerachse über ein Zahnradgetriebe mit der ersten Messerachse in Verbindung stehen kann .

Zweckmäßig weist die im Bereich des Durchgangsschlitzes der Tragplatte angeordnete, als Sackzuführung dienende Fördereinrichtung zwei endlose Treibelemente auf, die mittels je einer Ausgangswelle des Getriebekastens antreibbar sind.

Die endlosen Treibelemente können als Gliederketten ausge- bildet sein, deren einander zugewandte Trums zum Transport des Nähgutes dienen. Alternativ zu den Gliederketten können auch riemen- oder bandartige Treibelemente verwendet werden, die mit Hilfe von Zahnriemenrädern antreibbar sind.

Die endlosen Gliederketten werden vorzugsweise durch auf den Ausgangswellen des Getriebekastens sitzende Zahn- oder Kettenräder angetrieben.

Die Drehbewegung des unteren Teils der formschlüssigen

Steckverbindung wird vorzugsweise mittels eines Übertragungselements von dem endlosen Treibelement abgeleitet.

Als Übertragungselement kann ein Zahn- oder Kettenrad vorgesehen sein, das mit der entsprechenden Gliederkette in Verbindung steht und die Linearbewegung der Gliederkette in eine Drehbewegung des unteren Teils der Steckverbindung umsetzt .

Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft veranschaulicht und im Nachstehenden im Einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1: eine perspektivische Vorderansicht der erfindungsgemäßen Sackzuführvorrichtung, wobei der Messerblock seine entkoppelte bzw. inaktive Arbeitsposition einnimmt und wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit die folgenden Bearbeitungseinheiten weggelassen worden sind,

Fig. 2: die gleiche perspektivische Vorderansicht wie in

Fig. 1, wobei der Messerblock die gekoppelte bzw. aktive Arbeitsposition einnimmt und wobei die Tragplatte weggelassen und nur der in der Zeichnung hintere Teil der Fördereinrichtung dargestellt ist,

Fig. 3: eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1,

Fig. 4: einen Schnitt entlang der Linie A-A aus Fig. 3, Fig. 5: einen Schnitt entlang der Linie B-B aus Fig. 4,

Fig. 6: eine perspektivische Rückansicht der Vorrichtung, wobei der Messerblock seine gekoppelte bzw. aktive Arbeitsposition einnimmt,

Fig. 7: die gleiche Ansicht wie in Fig. 6, wobei der Messerblock seine entkoppelte bzw. inaktive Arbeitsposition einnimmt,

Fig. 8: eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung, ähnlich wie in Fig. 1, wobei der Messerblock seine gekoppelte bzw. aktive Arbeitsposition einnimmt und das Nähgut beschnitten wird, und

Fig. 9: die gleiche Ansicht wie Fig. 8, wobei der Messerblock allerdings seine entkoppelte bzw. inaktive Arbeitsposition einnimmt und das Nähgut folglich nicht beschnitten wird.

Nach Fig. 1 der Zeichnung weist die erfindungsgemäße Sackzuführvorrichtung die insbesondere in Verbindung mit einer stationären Industrienähmaschine zur Herstellung von Sackverschlüssen verwendet wird, eine horizontale Tragplatte 20 auf, durch deren mittleren Bereich sich ein Durchgangsschlitz 21 erstreckt.

Der Durchgangsschlitz 21 dient zur Aufnahme und zum Zuführen des in Fig. 1 nicht dargestellten Nähgutes, welches auf der rechten Seite der Tragplatte 20 in einen keilförmig erweiterten Eingangsbereich 22 eingeführt und dann zum linken Ende transportiert wird, wo es in einer in der Zeichnung nicht dargestellten Näheinheit verschlossen wird. Die Näheinheit ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Zeichnung weggelassen worden.

Auf der Tragplatte 20· sind mehrere Montagebohrungen 23 dargestellt, an denen verschiedene Funktionseinheiten, wie Füh- rungsschienen, eine Umfalteinrichtung, eine Reiterbandapparatur, Lichtschranken oder dergleichen festgeschraubt werden können. Anschließend folgt dann die Näheinheit noch bzw. eine Schweißeinheit zum Schließen der Säcke bzw. Beutel.

Unmittelbar hinter dem Eingangsbereich 22 ist ein Getriebekasten 1 auf der Tragplatte 20 befestigt, an den ein Antriebsmotor 3 angeflanscht ist.

In Förderrichtung unmittelbar hinter dem Getriebekasten 1 ist ein Messerblock 2 vorgesehen, der relativ zu dem Getriebekasten 1 in der Höhe verstellbar ist und zwei runde, rotierbare Schneidmesser 11 und 14 trägt, wobei die Schneidmesser quer zur Förderrichtung des Nähgutes einander gegenüberliegend angeordnet sind. Dabei ist das eine Messer als Untermesser 11 und das andere als Obermesser 14 ausgebildet.

Wie insbesondere den Figuren 2 bis 5 zu entnehmen ist, ist zu beiden Seiten des Durchgangsschlitzes 21 eine Fördereinrichtung angeordnet, die zum Ergreifen der Säcke unterhalb der zuzunähenden bzw. zu verschließenden Sackränder und zum Zuführen der Säcke zu der der nachfolgenden Näheinheit bzw. zu anderen Bearbeitungseinheiten dient.

Die im Bereich des Durchgangsschlitzes 21 der Tragplatte 20 angeordnete, als NähgutZuführung dienende Fördereinrichtung 6 besteht aus zwei Gliederketten 24, deren einander zugewandte Trums das Nähgut ergreifen und durch die gesamte Vorrichtung führen.

Die endlosen Gliederketten 24 werden mit Hilfe des Motors 3 sowie die Ausgangswellen 4 des in dem Getriebekasten 1 vorgesehenen Getriebes angetrieben.

In Fig. 2 ist lediglich eine der beiden aus dem Getriebekasten 1 herausgeführten Ausgangswellen 4 dargestellt. Diese weist an ihrem unteren Ende ein Zahn- bzw. Kettenrad 5 auf, welches mit den einzelnen Gliedern der Gliederkette 24 kämmt und diese in Förderrichtung antreibt. Das Gleiche geschieht über die zweite in Fig. 2 nicht dargestellte Ausgangswelle 4, die gegenläufig angetrieben wird und mit einem entsprechenden Zahn- bzw. Kettenrad 5 die zweite Gliederkette 24 antreibt .

Für den Messerantrieb wird die lineare Bewegung der zur NähgutZuführung dienenden Fördereinrichtung 6 mittels eines Zahn- bzw. Kettenrades 7 in eine Drehbewegung umgesetzt. Das Zahn- bzw. Kettenrad 7, welches mit der in Fig. 2 dargestellten hinteren Gliederkette 24 kämmt, treibt eine Unterwelle 8 an, die an ihrem oberen, oberhalb der Tragplatte 20 befindlichen Ende den unteren Teil einer formschlüssigen Steckverbindung aufweist. Durch den Lauf der in der Zeichnung hinteren Gliederkette 24 wird der untere Teil der formschlüssigen Steckverbindung 9 ständig angetrieben, d.h., dass dieser, wenn die Fördereinrichtung 6 eingeschaltet ist, ständig rotiert.

Die Welle des üntermessers 11 weist an ihrem unteren Ende den oberen Teil 10 der Steckverbindung auf, der mit dem unteren Teil 9 der Steckverbindung formschlüssig kuppelbar ist .

Das Ein- und Auskuppeln erfolgt dadurch, dass der Messerblock 2 relativ zu dem stationär angeordneten Getriebekasten 1 auf und ab bewegbar ist.

In der in Fig. 2 dargestellten abgesenkten Position des Messerblocks 2 greifen der untere Teil 9 und der obere Teil 10 der formschlüssigen Steckverbindung ineinander, sodass das Untermesser 11 bei laufender Gliederkette 24 über das Zahnbzw. Kettenrad 7, die Unterwelle 8 sowie den unteren Teil 9 der formschlüssigen Steckverbindung angetrieben wird.

Zum Antrieb des Obermessers 14 dienen zwei Zahnräder 12 und 13, die an den oberen Enden der Messerachsen sitzen und mit- einander kämmen.

Das Obermesser 14 liegt auf dem Untermesser 11 auf, sodass das Nähgut in der in Fig. 2 dargestellten Position der Messer 11 und 14 an seinem oberen Ende beschnitten werden kann.

Wenn das zugeführte Nähgut gemäß den jeweiligen Vorgaben nicht beschnitten werden soll, wird der Messerblock 2 relativ zu dem Getriebekasten 1 nach oben verschoben, sodass die beiden Teile 9 und 10 der Steckverbindung voneinander getrennt und die Messer 11 und 14 in die in Fig. 1 dargestellte angehobene Position gebracht werden, in der sie sich außerhalb des Durchgangsbereichs des Nähgutes befinden.

In Fig. 6 und 7, die eine perspektivische Rückansicht der Vorrichtung zeigen, ist die Verstellbarkeit des Messerblocks 2 relativ zu dem Getriebekasten 1 in vertikaler Richtung zwischen einer unteren und einer oberen Arbeitsposition veranschaulicht .

Zur Erzielung der Verstellbarkeit ist der Messerblock 2 an seiner Rückseite mit einem Profilträger 17 versehen, der mit mindestens einer vertikalen Führungsnut 25 ausgestattet ist.

Der Getriebekasten 1 weist an seiner Rückseite ebenfalls einen Profilträger auf, der in den Figuren 6 und 7 mit der Positionszahl 18 gekennzeichnet ist. Der Profilträger 18 ist mit mindestens einer horizontalen Führungsnut 26 versehen. An der horizontalen Führungsnut 26 des zu dem Getriebekasten 1 gehörenden Profilträgers 18 ist mittels Schrauben 19 ein Winkelstück 16 befestigt, welches an der Rückseite des mit dem Messerblock 2 verbundenen Profilträgers 17 anliegt.

Durch den an dem Profilträger 17 des Messerblocks 2 anliegenden Schenkel des Winkelstücks 16 greift ein Klemmelement in die vertikale Führungsnut 25 des Profilträgers 17. Das in der Zeichnung nicht näher dargestellte Klemmelement ist an der zugänglichen Rückseite des Messerblocks 2 mit einem von Hand zu betätigenden Klemmhebel 15 versehen, sodass es leicht gelöst und festgestellt werden kann.

Im gelösten Zustand kann der Messerblock 2 in vertikaler Richtung auf und ab gefahren werden, wobei in Fig. 6 die gekoppelte bzw. aktive Arbeitsposition des Messerblocks 2 veranschaulicht ist, während Fig. 7 die entkoppelte . bzw . inaktive Arbeitsposition des Messerblocks 2 zeigt.

Bei der in Fig. 6 dargestellten Ansicht weist der Profilträger 17 auf der dem Winkelstück 16 zugewandten Seite zwei vertikale Führungsnuten 25 auf, wobei die zweite Nut zur zusätzlichen Fixierung des Messerblocks 2 an dem Winkelstück 16 dient.

Bei der Erstmontage muss zuvor der obere Teil 10 der formschlüssigen Steckverbindung zu dem unteren Teil 9 der formschlüssigen Steckverbindung fluchtend ausgerichtet werden. Der Messerblock 2 ist dadurch in den beiden in horizontaler Richtung verlaufenden Koordinaten festgelegt. Zur Einstellung der vertikalen Koordinate wird der Klemmhebel 15 gelöst und der Messerblock 2 so weit verschoben, bis er die gewünschte Höhe einnimmt. In dieser Position wird der Klemmhebel 15 per Hand wieder festgezogen, sodass der Messerblock 2 in der benötigten Höhe fixiert ist.

In den Figuren 8 und 9 sind noch einmal die untere und obere Arbeitsposition des Messerblocks 2 veranschaulicht.

Von der rechten Seite her wird das Nähgut in den erweiterten Eingangsbereich 22 des Durchgangsschlitzes 21 eingeführt, wobei es sich im vorliegenden Fall um Säcke 27 handelt. Die oberen Ränder der Säcke 27 können dabei mit einem vorgeschalteten Sackspreizer in eine vorgegebene Lage gebracht werden, sodass sie bequem in den Eingangsbereich 22 der Tragplatte 20 eingeführt werden können.

Bei der in Fig. 8 dargestellten Ansicht befindet sich der Messerblock 2 in seiner unteren Arbeitsposition, in der die Messer 11 und 14, wie oben beschrieben, angetrieben werden. Die oberen Ränder 28 der durchlaufenden Säcke 27 werden dabei beschnitten und die Abfallstücke 29 entfernt. In einer nicht dargestellten folgenden Näheinheit werden die oberen, beschnittenen Ränder dann geschlossen.

In der Darstellung gemäß Fig. 9 ist der Messerblock 2 in seine obere Position gefahren, in der die Messer 11 und 14 ihre inaktive Position einnehmen und aufgrund der getrennten Teile der Steckverbindung auch nicht angetrieben werden.

Wie aus der Zeichnung gemäß Fig. 9 ersichtlich, laufen die Säcke 27 in die Vorrichtung ein, werden unterhalb der Messer geführt und verlassen die Sachzuführvorrichtung unbeschnitten . In den nachfolgenden, in der Zeichnung nicht dargestellten Einheiten können die oberen Rändern dann je nach Bedarf umgefaltet und anschließend in der Näheinheit zugenäht werden.

Die neu entwickelte erfindungsgemäße Sackzuführvorrichtung bietet einen erheblichen technischen Fortschritt, da ent- sprechend ihrer Flexibilität das Nähgut der gewünschten Anwendung in ein und derselben Maschine entsprechend bearbeitet werden kann, wobei die oberen Sackränder wahlweise einerseits beschnitten werden und andererseits unbeschnitten bleiben können. Der Messerblock 2 kann durch einfache Hand- betätigung des Klemmhebels 15 sehr schnell in die gewünschte Arbeitsposition gebracht werden, wodurch keine aufwendigen Umrüstungen der Maschine erforderlich sind. Somit entfallen zusätzliche Rüstzeiten und Rüstkosten. Sackzuführvorrichtung mit adaptivem Messerblock

Bezugszeichenliste

1 Getriebekästen

2 Messerblock

3 Antriebsmotor

4 Ausgangswellen des Getriebekastens 1

5 Zahn- bzw. Kettenrad

6 Fördereinrichtung / Nähgutzuführungen

7 Zahn- bzw. Kettenrad

8 Unterwelle

9 unterer Teil der formschlüssigen Steckverbindung

10 oberer Teil der formschlüssigen Steckverbindung

11 üntermesser

12 Zahnrad

13 Zahnrad

14 Obermesser

15 Klemmhebel

16 Winkelstück

17 Profilträger

18 Profilträger

19 Schrauben

20 Tragplatte

21 Durchgangsschlitz

22 Eingangsbereich des Durchgangsschlitzes 21

23 Montagebohrungen

24 Gliederketten

25 vertikale Führungsnuten des Profilträgers 17

26 horizontale Führungsnuten des Profilträgers 18 Säcke

oberer Rand der Säcke 27 Abfallstücke