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Patent Searching and Data


Title:
SAFETY CATCH AND BRAKE BLOCK, IN PARTICULAR FOR LIFT CARS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/031852
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention concerns a safety catch which comprises a first brake block (47), two spring assemblies (50, 51), two guide bolts (52, 53) disposed centrally relative to the latter, and a second brake block (15). The lower part (48) of the brake block has an inclined plane (75) on which the upper part (49) is slidingly mounted. In the catch position, the upper part (49) abuts the two bolts (52, 53). The upper part (49) is provided with cross-grooves (57). The second brake block (15) takes the form of a wedge and is provided with cross-grooves (68) on the side abutting the rail (14). The wedge is brought into its catch position by a lever and a toothed roller (76) via an inclined guide (58). The invention ensures a more stable and simpler design which has increased safety. The safety catch according to the invention produces twice as much braking force as a known device of approximately the same size.

Inventors:
PERROUD ERVIN (CH)
Application Number:
PCT/CH1997/000075
Publication Date:
September 04, 1997
Filing Date:
February 28, 1997
Export Citation:
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Assignee:
COBIANCHI LIFTTEILE AG (CH)
PERROUD ERVIN (CH)
International Classes:
B66B5/22; (IPC1-7): B66B5/22
Domestic Patent References:
WO1985002169A11985-05-23
Foreign References:
US3249179A1966-05-03
DE486449C1929-11-18
US5366045A1994-11-22
EP0498597A21992-08-12
EP0440839A11991-08-14
US3762512A1973-10-02
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Claims:
Patentansprüche
1. Bremsfangvorrichtung (10), insbesondere für Aufzugskabinen (7) mit einer durch mindestens ein Federpaket (50, 51) belastbaren ersten Brems¬ backe (47) und einer keilförmigen, an einer Schrägführung (58, 96) eines Ge häuses (43) gleitbar gelagerten zweiten Bremsbacke (15) und mindestens eine in einer Öffnung der zweiten Bremsbacke (15) vorgesehene, zum Zusammen¬ wirken mit der Schrägführung (58, 96, 98) des Gehäuses (43) und einer Schiene bestimmte Zahnrolle (76), dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bremsbacke (47) einen Oberteil (49) und einen durch eine schiefe Ebene (75) vom Oberteil getrennten Unterteil (48) umfasst und die Verschiebung des Oberteiles (49) durch Bolzen (52, 53) begrenzt und der Oberteil durch die Bol¬ zen (52, 53) geführt ist und die erste und zweite Bremsbacke auf den einander gegenüberliegenden Seiten mit Querrillen (57, 68) versehen sind.
2. Bremsfangvorrichtung nach Patentanspruch 1 , dadurch gekenn zeichnet, dass eine Haltevorrichtung (71 , 72) für eine Druckfeder (69) zur Rückführung des Oberteiles (49) in seine Ausgangslage im Unterteil (48) der ersten Bremsbacke (47) integriert ist.
3. Bremsfangvorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberteil (49) durch einen Stift (73) über die Haltevor richtung (71 , 72) mit dem Unterteil (48) verschiebbar verbunden ist.
4. Bremsfangvorrichtung nach einem der vorangehenden Patentan¬ sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die keilförmige zweite Bremsbacke (15) über ein Verbindungsglied (82) mit einer dritten keilförmigen Bremsbacke (80) verbunden ist.
5. Bremsfangvorrichtung nach Patentanspruch 4, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass im Gehäuse (43) eine Schrägführung (96) für die keilförmige zweite Bremsbacke (15) und eine Schrägführung (97) für die keilförmige dritte Bremsbacke (80) vorgesehen ist.
6. Bremsfangvorrichtung nach Patentanspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (43) eine Schrägführung (98) zum tragen¬ den Abstützen einer Rolle (83) der keilförmigen dritten Bremsbacke (80) oder zum Zurückweichen der Rolle (76) der keilförmigen zweiten Bremsbacke (15) vorgesehen ist.
7. Bremsfangvorrichtung nach einem der Patentansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte keilförmige Bremsbacke (80) mit einer Trag rolle (83) versehen ist.
8. Bremsfangvorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Rollenhalter (89) mit einem Führungsbolzen (92) gegen den Druck einer Feder (93) verschiebbar angeordnet ist.
9. Bremsfangvorrichtung nach einem der Patentansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte keilförmige Bremsbacke (80) mit einem Bremsbelag (84) versehen ist.
10. Bremsbacke für eine Bremsfangvorrichtung, insbesondere für Aufzugskabinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsbacke (47) einen Oberteil (49) und einen durch eine schiefe Ebene (75) vom Oberteil getrennten Unterteil (48) umfasst und die Verschiebung des Oberteils (49) durch Bolzen (52, 53) begrenzt und der Oberteil durch die Bolzen (52, 53) geführt ist und die Bremsbacke mit Querrillen (57) versehen ist.
11. Bremsbacke nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hartevorrichtung (71 , 72) für eine Druckfeder (69) zur Rückführung des Oberteiles (49) in seine Ausgangslage im Unterteil (48) der Bremsbacke (47) integriert ist.
12. Bremsbacke nach Patentanspruch 10 oder 11 , dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Oberteil (49) durch einen Stift (73) über die Haltevorrichtung (71 , 72) mit dem Unterteil (48) verschiebbar verbunden ist.
Description:
Bremsfangvorrichtung und Bremsbacke, insbesondere für Aufzugskabinen

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bremsfangvorrich¬ tung, insbesondere für Aufzugskabinen mit einer durch mindestens ein Feder- paket belastbaren ersten Bremsbacke und einer keilförmigen, an einer

Schrägführung gleitbar gelagerten zweiten Bremsbacke und mindestens eine in einer Öffnung der zweiten Bremsbacke vorgesehene, zum Zusammenwirken mit der Schrägführung und einer Schiene bestimmte Zahnrolle.

Im weiteren bezieht sich die Erfindung auf eine Bremsbacke für eine Bremsfangvorrichtung.

Bei einer bekannten Bremsfangvorrichtung für Aufzugskabinen weist die eine Bremsbacke zwischen Unterteil und Oberteil zwei schiefe Ebenen auf, wobei es sich um eine geschweisste Konstruktion handelt. Die ganze Kraft wird stirnseitig durch eine geschweisste Konstruktion aufgenommen. Diese be- kannte Bremsbacke ist etwas aufwendig einzustellen und hält höheren Lasten weniger stand. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und eine Bremsfangvorrichtung zu schaffen, die eine einfachere, stabilere Konstruktion aufweist und höhere Si¬ cherheit bietet. Die Bremsfangvorrichtung gleicher Grosse wie eine vorbe- kannte, soll etwa die doppelte Leistung aufweisen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass die erste Bremsbacke einen Oberteil und einen durch eine schiefe Ebene vom Oberteil getrennten Unterteil umfasst und die Verschiebung des Oberteiles durch Bolzen begrenzt und der Oberteil durch dieselben geführt ist und die erste und zweite Bremsbacke auf den einander gegenüberliegenden Seiten mit Querrillen versehen sind.

Ein Vorteil der erfindungsgemässen Bremsfangvorrichtung liegt darin, dass das Lösen aus dem Fang problemlos vor sich geht, wobei sich bei bekannten Konstruktionen Schwierigkeiten ergeben können. Mit dem Antriebs¬ motor für den Lift bringt man die Bremsfangvorrichtung aus dem Fang. Mit der Bremsfangvorrichtung kann eine doppelt so hohe Leistung erzeugt werden wie mit einer bekannten Vorrichtung etwa gleicher Grosse.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform einer Bremsfangvorrichtung ist eine keilförmige dritte Bremsbacke vorgesehen. Diese weist den Vorteil auf, dass die Bremsfangvorrichtung sowohl für den herkömmlichen Fang nach unten als auch für den Fang nach oben verwendet werden kann.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Im folgenden werden anhand der beiliegenden Zeichnung zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie deren Verwendung und der Stand der Technik näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 einen Schnitt gemäss Linie I-l der Fig. 3, darstellend die

Bremsfangvorrichtung in der Liftanordnung,

Fig. 2 einen Schnitt gemäss Linie ll-ll der Fig. 3,

Fig. 3 einen Schnitt gemäss Linie HI-HI der Fig. 2,

Fig. 4 einen teilweisen Längsschnitt durch eine bekannte Brems- backe,

Fig. 5 eine Draufsicht gemäss Pfeil A der Fig. 4 auf die bekannte Bremsbacke,

Fig. 6 eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, der Bremsfangvor¬ richtung in Ruhestellung,

Fig. 7 eine Ansicht von oben, teilweise geschnitten,

Fig. 8 eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, der Bremsfangvor¬ richtung in Fangstellung,

Fig. 9 eine Ansicht von oben, teilweise geschnitten,

Fig. 10 eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, der Bremsfangvor¬ richtung in Zwischenstellung mit doppelter Backe am Anschlag,

Fig. 11 eine Ansicht von oben, teilweise geschnitten,

Fig. 12 einen Längsschnitt durch die Bremsbacke,

Fig. 13 eine Draufsicht auf die Bremsbacke,

Fig. 14 eine Ansicht gemäss Pfeil B der Fig. 12,

Fig. 15 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines zweiten Aus¬ führungsbeispieles der Bremsfangvorrichtung mit dem Fang nach oben und unten in Ruhestellung,

Fig. 16 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Bremsfangvor¬ richtung im Fang nach oben,

Fig. 17 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss Fig. 15,

Fig. 18 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss Fig. 16,

Fig. 19 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Bremsfangvor- richtung mit dem Fang nach unten,

Fig. 20 eine Ansicht gemäss Linie XX-XX der Fig. 19,

Fig. 21 eine Ansicht der dritten keilförmigen Bremsbacke,

Fig. 22 einen Längsschnitt durch die dritte keilförmige Bremsbacke.

Fig. 1 ist ein Schnitt gemäss Linie I-l der Fig. 3 und stellt eine Liftanordnung mit zwei Bremsfangvorrichtungen dar. Zuoberst befindet sich ein Motor 1 sowie ein Getriebe 2, ein Rad 3 für die Aufzugsseile 4 sowie ein Ge¬ schwindigkeitsbegrenzer 5, 6. Das Seil 4 ist einerseits an der Kabine 7 und an-

dererseits am Gegengewicht 8 befestigt. An einem um die Kabine 7 geführten Doppelrahmen 9 sind oben auf beiden Seiten der Kabine je eine Bremsfang¬ vorrichtung 10 angeordnet. Die zwei Bremsvorrichtungen können auch unter¬ halb der Kabine angebaut werden und sind jeweils mit einem Vierkantrohr mit- einander verbunden. An einer der Bremsfangvorrichtungen ist der Auslösehe¬ bel 11 montiert. Dieser ist an einem Stahlseil 12 befestigt, das über den Ge¬ schwindigkeitsbegrenzer 5, 6 läuft und mit einem Gewicht 13 stets gespannt ist. Bei jeder Kabinenbewegung läuft dieses Seil mit der gleichen Geschwindigkeit mit. Überschreitet die Kabinengeschwindigkeit die am Begrenzer eingestellte Geschwindigkeit, blockiert dieser den Reglerseilumlauf. Die Kabine bewegt sich weiter abwärts und stösst so den am Reglerseil 12 über den Hebel 11 befestig¬ ten Keil der Bremsfangvorrichtung in die Bremsposition. Die Fangvorrichtung geht in den "Fang" und bremst die Kabine 7 bis sie stoppt. Die beiden Brems¬ backen jeder Fangvorrichtung drücken auf den zwischen Ihnen befindlichen Steg der entsprechenden Schiene 14. Um die Kabine wieder "aus dem Fang" zu holen, wird sie nach oben bewegt, der eingestossene Keil 15 wird dadurch in seine Ausgangsposition gebracht, der Geschwindigkeitsbegrenzer 6 de¬ blockiert.

Fig. 2 zeigt einen Schnitt gemäss Linie ll-ll der Fig. 3.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt gemäss Linie lll-IH der Fig. 2. Aus dieser

Figur ist noch das Vierkantrohr 16 ersichtlich, welches die beiden Bremsfang¬ vorrichtungen 10 und 17 miteinander verbindet.

In Fig. 4 ist ein teilweiser Längsschnitt durch die Bremsbacke ge¬ mäss dem Stand der Technik dargestellt. In Ausnehmungen 18 und 19 einer Rückwand 20 sind auf schiefen Ebenen 21 und 22 der Rückwand durch

Druckfedern 23 und 24 belastete Keile 25 und 26 gelagert. Die Keile sind mi+ Schutzblechen 27 und 28 versehen. Auf der den Keilen gegenüberliegende Seite der Rückwand sind Federpakete 29 und 30 angeordnet, die mit Halte- >l- zen 31 und 32 in der Rückwand eingelassen sind. Das Federpaket 29 und das Federpaket 30 sind in einer entlasteten Position gezeigt. An die Haltebolzen 31 und 32 schliesst sich ein Gewindeansatz 33 und 34 an. Die beiden Keile 25 und 26 haben einen Anschlag 35 resp. 36 an der Rückwand. Beim Holen der

Kabine "aus dem Fang" werden die Keile 25 und 26 in Richtung der Halterun¬ gen 37 und 38 der Druckfedern verschoben.

In Fig. 5 ist eine Draufsicht gemäss Pfeil A der Fig. 4 auf die Brems¬ backe dargestellt. Sie besteht aus einer Schweisskonstruktion mit zwei Längs- flacheisen 39 und 40 und zwei Querflacheisen 41 und 42.

In Fig. 6 ist eine Seitenansicht teilweise im Schnitt einer erfindungs¬ gemässen Bremsfangvorrichtung 10 in Ruhestellung dargestellt. Ein Gehäuse 43 ist durch zwei Stangen 44 und 45 in zwei in dieser Figur nicht dargestellten Seitenplatten gehalten, die oberhalb der Liftkabine angeordnet sind. Die eine Stange 45 ist mit einer Feder 46 zur schwimmenden Aufhängung des Gehäu¬ ses 43 innerhalb der Seitenplatten versehen. In einer der Seitenplatten ist eine Anschlagschraube 77 für das Gehäuse 43 vorgesehen. Eine erste im Gehäuse montierte Bremsbacke 47 umfasst einen Unterteil 48 und einen Oberteil 49. Unterhalb des Unterteils 48 sind zwei Federpakete 50 und 51 angeordnet, in- nerhalb welcher zentrisch je ein Führungsbolzen 52 und 53 angeordnet ist. Die Führungsbolzen 52 und 53 erstrecken sich durch den Unterteil 48. Der Unterteil 48, ausgebildet als schiefe Ebene 75, wird in seiner Position fixiert durch die beiden Führungsbolzen 52 und 53 und eine Schraube 54. Der obere Teil 49 ist das eigentliche Bremsbackenelement und wird durch einen in dieser Figur nicht dargestellten Schwerspannstift im unteren Teil beweglich fixiert und wird in sei¬ ner Bremsposition gehalten durch eine geführte Druckfeder 69 und durch den Führungsbolzen 53. Der Führungsbolzen 53 des Unterteils 48 liegt unten an einer ihm gegenüberliegenden Ausnehmung 55 des Oberteils 49 an. Der Füh¬ rungsbolzen 52 liegt in dieser Position der Ausnehmung 56 des Oberteils 49 nicht an. Der Oberteil 49 ist auf seiner der Schiene 14 zugekehrten Seite mit Querrillen 57 (quer zur Längsrichtung der Schiene) versehen, die die Brems¬ kraft erhöhen. An dem der ersten Bremsbacke entgegengesetzten Ende des Gehäuses 43 ist das Gehäuse als Schrägführung 58 für die zweite keilförmige Bremsbacke 15 ausgebildet. Mit zwei Schrauben 59 ist eine Deckplatte 60 am Gehäuse 43 befestigt. Die keilförmige Bremsbacke 15 weist an der der Deck¬ platte 60 benachbarten Seite eine Nut 61 auf, in welcher zwei in die Deckplatte eingeschraubte Schrauben 62 eingreifen. Innerhalb des Keils ist eine Zahnrolle angeordnet. Die Ausbildung der zweiten Bremsbacke als Keil mit Zahnrolle ist

bekannt. Beim Einleiten des Bremsvorganges, wie in bezug auf Fig. 1 darge¬ legt, wird der Auslösehebel 11 um den Drehpunkt 63 in Richtung des Keils be¬ wegt und stösst diesen entlang der Schrägführung 58 so weit nach oben, bis der notwendige Bremsdruck an der Schiene erreicht ist. Eine am Hebel befe- stigte Lasche 64 wird mit Hilfe einer Druckfeder 65 und einem Bolzen 66 unten an den Keil gedrückt. Der Bolzen 66 ist innerhalb des Keils befestigt. Über ei¬ nen Vierkantansatz 67 kann der Auslösehebel 11 mit dem Vierkantrohr mit dem entsprechenden Auslösehebel der zweiten an der Kabine angebauten Brems¬ fangvorrichtung verbunden werden, so dass diese ebenfalls ausgelöst wird. Der Keil 15 ist auf seiner der Schiene 14 zugekehrten Seite mit Querrillen 68 (quer zur Längsrichtung der Schiene) versehen. Diese Anordnung der Rillen erhöht die Bremskraft auch der zweiten keilförmigen Bremsbacke 15. Der Oberteil 49 der ersten Bremsbacke und die zweite keilförmige Bremsbacke sind aus Spe- zialguss gefertigt. Es wird eine stabilere und einfachere Konstruktion mit höhe- rer Sicherheit als beim Stand der Technik gewährleistet. Mit der erfindungsge¬ mässen Bremsfangvorrichtung kann eine doppelt so hohe Bremskraft erzeugt werden wie mit einer bekannten Vorrichtung etwa gleicher Grosse.

Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf die Bremsfangvorrichtung gemäss

Fig. 6.

Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht der Bremsfangvorrichtung gemäss

Fig. 6, jedoch in Fangstellung. In dieser Position liegen die mit Querrillen ver¬ sehenen Oberflächen des Oberteils 49 der ersten Bremsbacke 47 sowie der keilförmigen zweiten Bremsbacke 15 unter dem Druck der teilweise zusam¬ mengedrückten Federpakete 50 und 51 an der Schiene 14 an. Der obere Teil 49 der ersten Bremsbacke 47 wird in seiner Bremsposition gehalten durch die beiden Führungsbolzen 52 und 53. Diese liegen im unteren Bereich gemäss Fig. 8 der Ausnehmungen 55 und 56 im Oberteil 49 an. Geht die Kabine wie in bezug auf Fig. 1 beschrieben in Fang, bleibt der Oberteil 49 während dem Bremsvorgang in der dargestellten Position. In dieser Figur ist im Bereich der keilförmigen Bremsbacke 15 noch die Zahnrolle 76 dargestellt.

In Fig. 9 ist eine Draufsicht auf die Bremsfangvorrichtung gemäss Fig. 8 dargestellt.

In Fig. 10 ist eine Seitenansicht der Bremsfangvorrichtung in Zwi¬ schenstellung dargestellt. Das "aus dem Fang-Heben" der Liftkabine wird durch die Erfindung stark erleichtert. Der Oberteil 49 gleitet auf der schiefen Ebene des Unterteils 48, bis der Führungsbolzen 53 seine Verschiebung am oberen Teil 70 der Ausnehmung 55 begrenzt. Dabei wird die Druckfeder 69 zusam¬ mengedrückt. In dieser Stellung sind die Federn 50 und 51 bereits entlastet. Die keilförmige Backe 15 wird weiter ausgerückt durch den Hebel 1 1 , Bolzen 66, Feder 65 und Lasche 64 mittels nicht dargestellter Rückzugfeder. Nach dem "Lösen aus dem Fang" bringt die Feder 45 die Fangvorrichtung wieder in die Ruhestellung und die Druckfeder 69 den Oberteil 49 wieder in seine Aus¬ gangslage zurück. Die identische Ausgangslage wird durch den Anschlag am Führungsbolzen gemäss Fig. 6 gewährleistet.

Aus Fig. 11 ist eine Draufsicht auf die Bremsfangvorrichtung gemäss Fig. 10 ersichtlich.

In Fig. 12 ist ein Längsschnitt durch die erste Bremsbacke 47 in Ru¬ hestellung mit Unterteil 48 und Oberteil 49 dargestellt.

Fig. 13 zeigt eine Draufsicht auf die Bremsbacke gemäss Fig. 12 mit den Seitenteilen 71 des Unterteils 48 und einem Anschlag 72 für die geführte Druckfeder 69. Im weiteren ist der Schwerspannstift 73 ersichtlich, der den obe- ren Teil 49 am unteren Teil 48 gleitbar fixiert. Der Schwerspannstift 73 ist in¬ nerhalb einer länglichen Öffnung 74 verschiebbar, wenn der Oberteil 49 gegen den Unterteil 48 längs der schiefen Ebene 75 verschoben wird. Der Unterteil 48 ist aus einem Stück gefräst.

Fig. 14 zeigt eine Ansicht gemäss Pfeil B der Fig. 12.

In den Fig. 15 bis 22 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfin¬ dung dargestellt, bei dem noch eine dritte keilförmige Bremsbacke vorgesehen ist, die dazu dient, dass die Bremsfangvorrichtung auch nach oben wirkt. Die erste und zweite Bremsbacke sind beim zweiten Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 15 bis 22 gleich ausgebildet wie beim ersten Ausführungsbeispiel.

Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, des zweiten Ausführungsbeispiels der Bremsfangvorrichtung 78. Die erste Bremsbacke 47 ist gleich ausgebildet wie beim ersten Ausführungsbeispiel, weshalb auf deren detaillierte Beschreibung verzichtet wird, da sie in der Beschreibung bezüglich den Fig. 1 bis 14 offenbart ist. Zusätzlich ist jedoch eine Halterung 79 für die Stangen 44 und 45 ersichtlich. Die zweite, keilförmige Bremsbacke 15 sowie eine dritte keilförmige Bremsbacke 80 sind in Ruhestellung befindlich. Die zweite keilförmige Bremsbacke 15 ist gleich ausgebildet wie beim ersten Aus¬ führungsbeispiel gemäss den Fig. 1 bis 14. Die Stangen 44 und 45 sind auf der linken Seite des Gehäuses 43 mit einer Halterung 81 verbunden. Die zweite keilförmige Bremsbacke 15 sowie die dritte keilförmige Bremsbacke 80 sind durch ein Verbindungsglied 82 gelenkig miteinander verbunden. Die zweite, keilförmige Bremsbacke 15 liegt an einer Schrägführung 96 des Gehäuses 43 und die dritte keilförmige Bremsbacke 80 an einer Schrägführung 97 des Ge¬ häuses 43 an.

Was auf Seite 3 in bezug auf Fig. 1 für die Auslösung der Fangvor¬ richtung bei Übergeschwindigkeit Richtung abwärts beschrieben wurde, gilt ebenfalls für die Auslösung der Fangvorrichtung bei Übergeschwindigkeit Richtung aufwärts. In diesem Fall wird die dritte keilförmige Bremsbacke 80 so weit nach unten gedrückt (über den Hebel Position 11 , Fig. 1), bis die dritte keilförmige Bremsbacke 80 die Führungsschiene 14 berührt. Von diesem Punkt an wird die dritte keilförmige Bremsbacke von der Führungsschiene 14 unter Mithilfe der Rolle 83 über der Schrägführung 98 weiter ins Gehäuse 43 hinein¬ gedrückt, bis die dritte keilförmige Bremsbacke 80 in ihrer Endstellung gemäss Fig. 16 angelangt ist. Diese Bewegung der keilförmigen Bremsbacke 80 nach unten (ins Gehäuse hinein) hat aufgrund der schiefen Ebene der Auflagefläche der Bremsbacke im Gehäuse eine horizontale Verschiebung desselben zur Folge, die den Oberteil 49 der ersten Bremsbacke 47 und den Bremsbelag 84 der dritten keilförmigen Bremsbacke 80 in Kontakt mit der Führungsschiene 14 bringen und die Federpakete 50 und 51 zusammendrücken (Federkraft wird wirksam). Die Bestimmung der Federkraft, resultierend aus den Federpaketen 50 und 51 erfolgt mittels Unterlagen 85. Die Schrägführung 98 im Gehäuse 43 dient zum tragenden Abstützen der Rolle 83 der dritten keilförmigen Brems¬ backe 80. Die zweite keilförmige Bremsbacke 15 ist in der Fangstellung nach

oben gemäss Fig. 16 unterhalb des Gehäuses 43 und nicht in Kontakt mit der Schiene 14 befindlich. Die drei Schrägführungen 96, 97 und 98 sind in demsel¬ ben Gehäuse 43 befindlich.

Fig. 17 zeigt einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss Fig. 15.

Fig. 18 zeigt einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss Fig.

16.

Fig. 19 zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, des zweiten Ausführungsbeispieles der Bremsfangvorrichtung 78 und zwar in der Stellung im Fang nach unten. Diese Stellung wurde bereist im Hinblick auf das erste Ausführungsbeispiel beschrieben. Die zweite keilförmige Bremsbacke befindet sich im Gehäuse 43 mit der Zahnrolle 76 gegenüberliegend der Schiene 14. Die dritte keilförmige Bremsbacke 80 befindet sich oberhalb der zweiten keil¬ förmigen Bremsbacke 15 ohne Kontakt mit der Schiene 14. Die Wirkungsweise der ersten Bremsbacke 47 ist dieselbe wie beim ersten Ausführungsbeispiel. Die Schrägführung 98 innerhalb des Gehäuses 43 dient zum Zurückweichen der Rolle 76 der zweiten keilförmigen Bremsbacke 15.

Fig. 20 zeigt eine Ansicht gemäss Linie XX-XX der Fig. 19.

Fig. 21 zeigt eine Ansicht der dritten keilförmigen Bremsbacke und Fig. 22 einen Schnitt durch dieselbe. Die dritte keilförmige Bremsbacke 80 um¬ fasst eine Ausnehmung 86 zur längsverschiebbaren Aufnahme einer Tragrolle 83. Die Rolle ist mit einer Achse 88 in einem Rollenhalter 89 gehalten und in zwei seitlichen Schlitzen 90 und 91 der Bremsbacke 80 geführt. Der Rollenhal¬ ter 89 ist mit einem Führungsbolzen 92 verbunden, der gegen den Druck einer Druckfeder 93 in ein Führungsrohr 94 hinein verschiebbar angeordnet ist. Die mit der Schiene 14 in Kontakt kommende Unterseite 95 der Bremsbacke 80 ist mit einem Bremsbelag 84 und unter demselben mit einer Einstellunterlage 85 versehen. Die Rolle 83 muss eine bestimmte Position einnehmen, deshalb ist sie federbelastet. Die Rolle führt die keilförmige dritte Bremsbacke 80 und be- rührt die Schiene 14 nicht.




 
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