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Title:
SANITARY ASSEMBLY FOR GENERATING A TEMPORALLY VARYING WATER JET, AND ASSOCIATED METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/152443
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to avoid water wastage, but also to improve hygiene, a sanitary assembly (1) is proposed that combines a throughflow decelerator (4), preferably in the form of a deceleration valve (23), with an upstream pressure limiter (3) to form a compact unit that can be mounted on existing fittings (6) in order to allow temporal variation of a water jet (2) flowing out of the assembly (1). This temporal variation can consist, independently of a water inlet pressure (8) present in the fitting (6), of always ensuring a uniform time span in which a flow of water flowing through the assembly (1) surges up to a maximum throughflow rate.

Inventors:
SCHÜRLE HOLGER (DE)
TEMPEL MARC (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/082942
Publication Date:
July 21, 2022
Filing Date:
November 25, 2021
Export Citation:
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Assignee:
NEOPERL GMBH (DE)
International Classes:
E03C1/08; E03C1/084
Foreign References:
DE202016101941U12017-07-17
DE2541009A11977-03-17
Attorney, Agent or Firm:
MERTZLUFFT-PAUFLER, Cornelius et al. (DE)
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Claims:
34

Ansprüche Sanitäre Baugruppe (1) zur automatischen Erzeugung eines zeitlich variierenden austretenden Wasserstrahls (2) , dadurch gekennzeichnet, dass die Baugruppe (1)

- einen eingangsseitig angeordneten Druckbegrenzer (3) und

- einen Durchflussverzögerer (4) , der stromabwärts auf den Druckbegrenzer (3) folgt, umfasst. Sanitäre Baugruppe (1) nach Anspruch 1, wobei der Druckbegrenzer (3) und der Durchflussverzögerer (4) in einem gemeinsamen Gehäuse (5) zu der Baugruppe (1) zusammengefasst sind,

- besonders bevorzugt wobei das Gehäuse (5) zur Montage an einer sanitären Auslauf armatur (6) eingerichtet ist. Sanitäre Baugruppe (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Druckbegrenzer (3) , in Abhängigkeit einer Druckdifferenz (7) , die zwischen einem internen Betriebsdruck (10) und atmosphärischem Druck (9) herrscht, automatisch einen eingangsseitig an der sanitären Baugruppe (1) anliegenden Wassereingangsdruck (8) auf den internen Betriebsdruck (10) reduziert,

- vorzugsweise wobei der Druckbegrenzer (3) hierzu, angetrieben durch die Druckdifferenz (7) , einen eingangsseitigen Durchströmungsquerschnitt (11) reduziert. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

- wobei der Druckbegrenzer (3) als ein Druckreduzierventil (12) mit einem beweglich gelagerten, vorzugsweise axial entlang einer Verschieberichtung (13a) verschieblichen, Ventilkörper (14) ausgestaltet ist,

- vorzugsweise wobei der Ventilkörper (14) gegen die Rückstellkraft eines Rückstellelements (15a) von einer 35

Offenposition (16) in eine Schließposition (17) bewegbar ist und/oder

- wobei der Ventilkörper (14) angetrieben durch die Druckdifferenz (7) und entgegen der Rückstellkraft eines Rückstellelements (15) in einer Schließbewegung (57) verstellbar ist, die einen, insbesondere den, eingangsseitigen Durchströmungsquerschnitt (11) reduziert. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Druckbegrenzer (3) einen, vorzugsweise zentral angeordneten, Durchströmungskanal (18) aufweist, der in eine variable Durchflussöffnung (19) mündet,

- vorzugsweise wobei eine Querschnittsfläche der Durchflussöffnung (19) mittels einer Schließbewegung (57) des Ventilkörpers (14) reduzierbar ist. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Druckbegrenzer (3) eine, vorzugsweise zentral angeordnete, Luftkammer (20) aufweist, die mit der Außenwelt über eine Belüftungsleitung (21) kommuniziert,

- insbesondere wobei die Druckdifferenz (7) zwischen einer Fluidkammer (51) und der Luftkammer (20) über den Ventilkörper (14) hinweg abfällt,

- vorzugsweise wobei das Rückstellelement (15a) in der Luftkammer (20) angeordnet ist. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Durchflussverzögerer (4) als ein Verzögerungsventil (23) mit einem beweglich gelagerten,

- vorzugsweise axial entlang einer Verschieberichtung (13b) gegenüber einem Ventilsitz (41) verschieblichen,

Ventilkolben (24) ausgestaltet ist,

- vorzugsweise wobei der Ventilkolben (24) gegen die

Rückstellkraft eines Rückstellelements (15b) in einer Öf fnungsbewegung (39) von einer Schließstellung (25) über eine Zwischenstellung (27) in eine Offenstellung (26) bewegbar ist. Sanitäre Baugruppe (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei während der Öf fnungsbewegung (39) ein Durchfluss durch das Verzögerungsventil (23) durch einen variablen Öf fnungsspalt (40) begrenzt ist,

- insbesondere wobei der variable Öf fnungsspalt (40) zwischen dem beweglichen Ventilkolben (24) und einer den Ventilkolben (24) umgebenden Innenwandung (42) besteht. Sanitäre Baugruppe (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der variable Öf fnungsspalt (40) während einer Übergangsphase (43) der Öf fnungsbewegung (39) , insbesondere die die Zwischenstellung (27) umfasst, einen konstanten Durchflussquerschnitt (46) definiert,

- insbesondere wobei hierzu die Innenwandung (42) des Ventilsitzes (41) , zumindest in einem für die Übergangsphase (43) relevanten Zwischenabschnitt (44) , in Richtung der Verschieberichtung (13b) verläuft,

- vorzugsweise sodass eine Durchflussrate durch die Baugruppe (1) während der Übergangsphase (43) konstant bleibt . Sanitäre Baugruppe (1) nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Innenwandung (42) eine taillenförmige Formgebung aufweist, die mindestens eine Engstelle definiert,

- insbesondere sodass der variable Öf fnungsspalt (40) im Bereich der mindestens einen Engstelle ein Minimum annimmt. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Innenwandung (42) als eine rotationssymmetrische Fläche, vorzugsweise als eine zylindrische oder hyperboloide Fläche, ausgestaltet ist und/oder - wobei eine den variablen Öf fnungsspalt (40) mit definierende Außenfläche (45) des Ventilkolbens (24) komplementär zu dem Zwischenabschnitt (44) der Innenwandung (42) ausgestaltet ist und/oder in Richtung der

Verschieberichtung (13b) ausgerichtet ist,

- vorzugsweise sodass der variable Öf fnungsspalt (40) zumindest während der Übergangsphase (43) einen konstanten, vorzugweise ringförmigen, Durchflussquerschnitt (46) definiert . Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei der Ventilkolben (24) über ein Ende (47) der Innenwandung (42) hinaus bewegbar ist, um so in der Offenstellung (26) eine maximale Durchflussrate durch die Baugruppe (1) zu definieren, und/oder

- wobei die Innenwandung (42) und/oder die Außenfläche (45) des Ventilkolbens (24) derart ausgestaltet sind, dass sich nach der Übergangsphase (43) aber noch vor Erreichen der Offenstellung (26) am Ende der Öf fnungsbewegung (39) der variable Öf fnungsspalt (40) zunehmend vergrößert, sodass eine Durchflussrate durch die Baugruppe (1) am Ende der

Öf fnungsbewegung (39) bis zu einem Maximalwert anschwillt,

- insbesondere wobei dieser Maximalwert nach Erreichen der Offenstellung (26) beibehalten wird. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 12, wobei das Verzögerungsventil (23) einen, vorzugsweise hydraulischen, Dämpfer (28) aufweist, der eine

Öf fnungsbewegung (39) des Ventilkolbens (24) dämpft beziehungsweise bremst,

- vorzugsweise wobei das Rückstellelement (15b) , gegen das der Ventilkolben (24) arbeitet, in den Dämpfer (28) integriert ist und/oder

- wobei der Dämpfer (28) über ein geschlossenes Fluidsystem (38) und/oder ein separates Dämpfungsfluid (29) , 38 vorzugweise mit einer Viskosität von mindestens 1000 mm2/s, bevorzugt mehr als 3000 mm2/s, besonders bevorzugt mehr als 4000 mm2/s, bei 25°C, verfügt,

- insbesondere sodass bei einem eingangsseitigen Wassereingangsdruck (8) von mindestens 1 bar die Übergangsphase (43) mindestens 10 Sekunden lang dauert. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Durchflussverzögerer (4) als eine sanitäre Ventilanordnung ausgestaltet ist, die zu einer zeitverzögerten und selbsttätigen Öffnung eines Wasserdurchflusses durch die Baugruppe (1) in Reaktion auf eine Auslösebetätigung eingerichtet ist. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der der Ansprüche 1 bis 6 oder nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Durchflussverzögerer (4) , insbesondere die sanitäre Ventilanordnung, ein Pilotventil umfasst, welches mittels eines Betätigungselements aktuierbar ist,

- insbesondere wobei das Pilotventil ein Hauptventil ansteuert, welches den Wasserdurchfluss durch die Baugruppe (1) zeitverzögert, in Reaktion auf die Betätigung des Pilotventils, öffnet. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder 14 oder 15, wobei der Durchflussverzögerer (4) , insbesondere die sanitäre Ventilanordnung einen, vorzugsweise hydraulischen, Dämpfer (28) umfasst,

- vorzugsweise wobei der Dämpfer (28) eine Öf fnungsbewegung eines, insbesondere des, Hauptventils oder eines, insbesondere des, Pilotventils dämpft beziehungsweise abbremst, insbesondere wobei der Dämpfer (28) 39

- durch das Pilotventil selbst gebildet ist oder

- als separates Bauteil auf Basis eines separaten Dämpfungsfluids (29) ausgestaltet ist.

17. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Baugruppe (1) einen Strahlregler (30) zur Formung des austretenden Strahls (2) umfasst, der stromabwärts auf den Durchflussverzögerer (4) folgt,

- vorzugsweise wobei der Strahlregler (30) von einem internen Gehäuse (32) des Durchflussverzögerers (4) in Position gehalten ist.

18. Sanitäre Baugruppe (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Druckbegrenzer (3) als auch der Durchflussverzögerer (4) jeweils mit einem eigenen internen Gehäuse (31, 32) , vorzugsweise mit integriertem Vorsatzsieb (37) , ausgestaltet sind, das von dem gemeinsamen Gehäuse

(5) in Position gehalten ist,

- insbesondere sodass die Baugruppe (1) modular auf gebaut ist und der Druckbegrenzer (3) und/oder der Durchflussverzögerer (4) auch in andere Baugruppen modular einsetzbar ist/sind.

19. Verfahren zur automatischen Erzeugung eines zeitlich variierenden aus einer sanitären Baugruppe (1) austretenden Wasserstrahls (2) , insbesondere unter Verwendung einer Baugruppe (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

- dass ein, insbesondere der, Druckbegrenzer (3) unabhängig von einem eingangsseitig anliegenden Wassereingangsdruck (8) einen gleichbleibenden Betriebsdruck (10) am Eingang eines, insbesondere des, Durchflussverzögerers (4) automatisch einregelt. 40 Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei, insbesondere mittels der Baugruppe (1) , unabhängig von dem eingangsseitig anliegenden Wassereingangsdruck (8) ,

- eine Zeitspanne festgelegt wird, in welcher eine gewünschte zeitliche Variation des austretenden Wasserstrahls (2) abläuft und/ oder

- eine maximale Flussrate des Wasserstrahls (2) gewährleistet werden kann. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, wobei der Druckbegrenzer (3) den Betriebsdruck (10) einregelt, indem er eine Durchflussöffnung (19) zeitlich variiert,

- insbesondere in Reaktion auf eine momentane Druckdifferenz (7) zwischen einem internen Betriebsdruck (10) und atmosphärischem Druck (9) . Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, wobei der Durchflussverzögerer (4) zur Erzeugung des zeitlich variierenden Wasserstrahls (2) automatisch, vorzugsweise und rein mechanisch, eine Durchflussrate durch die Baugruppe (1) zeitlich variiert,

- insbesondere in Reaktion auf einen eingangsseitig in den Durchflussverzögerer (4) einströmenden Wasserstrom,

- vorzugsweise wobei der Durchflussverzögerer (4) eine Flussrate des austretenden Wasserstrahls (2) zeitlich anwachsen lässt bis zu einem Maximalwert,

- besonders bevorzugt wobei, nach einem anfänglichen Ansteigen, die Durchflussrate durch die Baugruppe (1) von dem Durchflussverzögerer (4) während einer Übergangsphase (43) , vorzugsweise von wenigstens 10 Sekunden, konstant gehalten wird, bevor die Durchflussrate gegen Ende einer

Öf fnungsbewegung (39) des Durchflussverzögerers (4) auf den Maximalwert anschwillt. 41 Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, wobei ein Ansteigen einer, insbesondere der, Durchflussrate durch die Baugruppe (1) von dem Durchflussverzögerer (4) mittels einer hydraulischen Dämpfung zeitlich hinausgezögert wird, - vorzugsweise wobei die Dämpfung von einem separaten hydraulischen Dämpfer (28) erzeugt wird,

- besonders bevorzugt der ein abgeschlossenes Fluidsystem (38) mit einem Dämpfungsfluid (29) mit einer Viskosität von mindestens 1000 mm2/s, bevorzugt mehr als 3000 mm2/s, besonders bevorzugt mehr als 4000 mm2/s, bei 25°C verwendet . Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, wobei der Durchflussverzögerer (4) während einer, insbesondere der, Übergangsphase (43) eine Flussrate des Wasserstrahls (2) auf weniger als 50%, vorzugsweise auf weniger als 25%, eines mit dem Durchflussverzögerer (4) einstellbaren Maximalwerts der Flussrate begrenzt.

Description:
Sanitäre Baugruppe zur Erzeugung eines zeitlich variierenden Wasserstrahls sowie zugehöriges Verfahren

Die Erfindung betri f ft eine sanitäre Baugruppe zur automatischen Erzeugung eines austretenden Wasserstrahls , der zeitlich variiert , insbesondere in Bezug auf eine momentane Durchflussrate (bspw . in 1/min) .

Die Erfindung betri f ft ferner ein Verfahren zur automatischen Erzeugung eines zeitlich variierenden Wasserstrahls , der aus einer sanitären Baugruppe austritt . Zur Umsetzung des Verfahrens kann insbesondere eine erfindungsgemäße sanitäre Baugruppe eingesetzt werden .

Häufiges Händewaschen ist nicht zuletzt in Zeiten von Pandemien oftmal s erforderlich, wobei es bei im Stand der Technik bekannten sanitären Baugruppen häufig störend ist , dass gerade während des gründlichen Einsei fens permanent Wasser läuft , sodass unnötigerweise viel Wasser verbraucht wird . Wünschenswert wäre es etwa, dass zunächst wenig Wasser und anschließend mehr Wasser ausläuft , und zwar j eweils abgestimmt auf die Erfordernisse beim Einsei fen der Hände und beim anschließenden Abspülen der Sei fenlösung .

Bereits bekannte durchflussverzögernde Strahlregler verfolgen lediglich den Zweck, ein Wasserspritzen beim schlagartigen Öf fnen der Armatur zu vermeiden . Dies wird dadurch erreicht , dass der Durchf luss durch den Strahlregler nach Öf fnen der Armatur anfänglich stark reduziert ist , dann j edoch innerhalb weniger Sekunden bis zum endgültigen maximalen Durchfluss anschwillt . Solche vorbekannten durchflussverzögernde Strahlregler öf fnen somit vergleichsweise schnell innerhalb weniger Sekunden . Sie zeigen zudem ein druckabhängiges Verhalten in Bezug auf die Geschwindigkeit , mit der der anfängliche Durchfluss ansteigt . Diese Anstiegsgeschwindigkeit steigt typischerweise mit zunehmendem eingangsseitigen Druck an, das heißt die Zeitdauer des Anstiegs verkürzt sich mit zunehmendem Druck .

Die Erfindung hat es sich daher zum Ziel gesetzt , eine sanitäre Baugruppe sowie ein zugehöriges Verfahren bereit zu stellen, mit denen sich j eweils einfach und reproduzierbar eine zeitliche Variation des Wasserstrahls , der aus der Baugruppe austritt , automatisiert erzeugen lässt , das heißt ohne dass hierfür der Benutzer kompli zierte Bedien- / Regelungsschritte durchführen muss .

Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß bei einer sanitären Baugruppe die Merkmale von Anspruch 1 vorgesehen . Insbesondere wird somit erfindungsgemäß zur Lösung der Aufgabe bei einer sanitären Baugruppe der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass die Baugruppe einen eingangsseitig angeordneten Druckbegrenzer und einen Durchflussverzögerer, der stromabwärts auf den Druckbegrenzer folgt , umfasst .

Mittels des Durchflussverzögerers kann das Erreichen eines maximalen Durchf lusses ( in 1/min) nach dem Anschalten der Baugruppe ( d . h . Öf fnen des Hahns und damit Freigeben des Durchflusses ) zeitlich hinausgezögert werden . Dadurch kann erreicht werden, dass in einer ersten Phase nach dem Anschalten der Wasserverbrauch der sanitären Baugruppe reduziert ist im Vergleich zu einem Wasserverbrauch, wie er nach Erreichen des maximalen Durchflusses resultiert .

Der dem Durchflussverzögerer in Strömungsrichtung vorgeschaltete Druckbegrenzer sorgt dafür, dass unabhängig von Schwankungen eines eingangsseitig an der sanitären Baugruppe anliegenden Wasserdrucks , stets konstante Druckbedingungen am Eingang des Durchflussverzögerers herrschen . Im Unterschied zu einem Mengenregler, der lediglich einen Durchfluss in 1/min reguliert , gibt der Druckbegrenzer den eingangsseitigen Wassereingangsdruck also nicht weiter, sondern passt diesen an . Dadurch wird erreicht , dass eine Zeitdauer, um die der Durchflussverzögerer das Erreichen der maximalen Durchflussrate verzögert , genauer, das heißt insbesondere reproduzierbarer , kontrolliert werden kann als ohne Verwendung des Druckbegrenzers .

Mit anderen Worten dient der Druckbegrenzer dazu, unabhängig von der Restriktion des Durchflusses durch nachfolgende Komponenten einen konstanten Wasserdruck ( als Eingangsgröße für den Durchflussverzögerer ) einzuregeln . Der Druckbegrenzer ( der auch als Druckreduzierer aufgefasst werden kann) begrenzt den auf seiner Zuströmseite steigenden oder schwankenden Wassereingangsdruck auf einen an seiner Abströmseite herrschenden ( inneren) konstanten Betriebsdruck, beziehungsweise vergleichmäßigt diesen Betriebsdruck . Als Referenz für den inneren Betriebsdruck kann dabei der atmosphärische Druck genutzt werden, wie noch genauer erläutert wird . Das Einregeln des Betriebsdrucks auf der Abströmseite auf beispielsweise 1 bar kann der Druckbegrenzer beispielsweise durch eine ( automatische ) Reduktion eines Durchf lussquerschnitts erreichen .

Durch die Druckminderung und Vergleichmäßigung auf beispielsweise 1 bar mittels des Druckbegrenzers wird erreicht , dass der nachfolgende Durchflussverzögerer über einen gleichbleibenden Zeitraum hinweg ein bestimmtes vorgegebenes Volumen an Wasser zur Verfügung stellt , und zwar unabhängig davon, ob der Wassereingangsdruck nun hoch oder niedrig ist . Dieses Volumen kann gerade so eingestellt werden, dass es etwa zum Einsei fen der Hände über den vorgegebenen Zeitraum hinweg ausreicht .

Für eine einfache Montage der Baugruppe ist es vorteilhaft , wenn der Druckbegrenzer und der Durchflussverzögerer in einem gemeinsamen Gehäuse zu der Baugruppe zusammengefasst sind . Dadurch lässt sich insbesondere erreichen, dass die Baugruppe als Ganzes einfach an bestehenden Wasserauslässen montiert werden kann . Daher ist es auch besonders zu bevorzugen, wenn das besagte Gehäuse zur Montage an einer sanitären Auslauf armatur eingerichtet ist . Zur Montage an einer Auslauf armatur kann das Gehäuse daher beispielsweise über ein Gewinde ( entweder als Außen- oder Innengewinde ausgestaltet ) oder über eine Haltevorrichtung, beispielsweise in Form eines Rast-Mechanismus , verfügen, j e nach Ausgestaltung der Auslauf armatur .

Die Baugruppe kann somit insbesondere zum Anschrauben an bestehende sanitäre Armaturen, insbesondere an Hochdruck- Armaturen, ausgelegt sein . Hierfür kann die Baugruppe eingangsseitig ein Innen- oder Außengewinde aufweisen .

Durch die Erfindung wird eine sanitäre Baugruppe bereitgestellt , mit der beim Händewaschen während der Bef euchtungs- und Einsei fphase Wasser gespart werden kann, aber dennoch beim nachträglich erforderlichen Abspülvorgang, also dann, wenn die Sei fenlösung mit frischem Wasser von den Händen herunter gespült werden soll , ein für diesen letzten Schritt komfortabel hoher Durchfluss ermöglicht ist .

Durch die Erfindung wird somit einerseits Wasser gespart . Zum anderen erhält der Benutzer auch durch die festgelegte im Wesentlichen gleichbleibende Dauer des Anschwellens des Wasserstrahls einen Hinweis darauf , wie lange das Einsei fen der Hände dauern sollte ( etwa um eine einwandfreie Handhygiene sicherzustellen) . Neben der Schonung von Ressourcen liefert die Erfindung somit auch einen Beitrag zur Verbesserung der Hygiene . Beispielsweise kann mit einer erfindungsgemäßen Baugruppe erreicht werden, dass nach dem Öf fnen der Armatur der Durchfluss zunächst für einen Zeitraum von ca . 20 Sekunden auf 1-2 1/min begrenzt ist , und dass anschließend die Baugruppe automatisch auf einen gewünschten, beispielsweise mittels des Druckbegrenzers zu einem minimalen Strömungswiderstand bei geöf fnetem Ventilkolben eingestellten Maximaldurchflus s umschaltet . Während der ersten 20-Sekunden- Phase limitiert dabei der Durchflussverzögerer den Durchfluss auf unter 2 1/min . Der Druckbegrenzer sorgt hingegen dafür, dass die Dauer der ersten Phase stets ca . 20 Sekunden beträgt , unabhängig davon, wieviel Wasserdruck gerade am Eingang der Armatur anliegt .

Mit einer erfindungsgemäßen Baugruppe ist es somit möglich, eine Flussrate ( gemessen in 1/min) des austretenden Wasserstrahls über eine vorgegebene Zeitspanne zeitlich zu variieren . Insbesondere ist es so möglich, die Flussrate des austretenden Was serstrahls kontinuierlich oder auch diskontinuierlich ( also beispielsweise mit zwischenzeitlichem vorübergehenden Abfall ) ansteigen zu lassen . Hierbei kann die Zeitspanne des Anstiegs ( erste Phase ) bis zu einer maximalen (und dann dauerhaften) Flussrate ( in der zweiten Phase ) im Bereich weniger Sekunden bis zu wenigen Minuten liegen .

Erfindungsgemäß kann die Aufgabe auch durch weitere vorteilhafte Aus führungen gemäß den Unteransprüchen gelöst werden .

Zur Ausgestaltung des Druckbegrenzers wird Folgendes vorgeschlagen : Der Druckbegrenzer kann beispielsweise gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung so ausgestaltet sein, dass er in Abhängigkeit einer Druckdi f ferenz , die zwischen einem internen Betriebsdruck und atmosphärischem Druck herrscht , automatisch einen eingangsseitig an der sanitären Baugruppe anliegenden Wassereingangsdruck auf den internen Betriebsdruck reduziert . Mit anderen Worten arbeitet der Druckbegrenzer hier also als ein Druckreduzierer . Anders betrachtet , kann auch gesagt werden, dass der Druckbegrenzer in diesem Fall gegen atmosphärischen Druck arbeitet . Hierzu kann eine Entlüftung zur Umgebung vorgesehen sein, etwa durch eine Bohrung im Gehäuse der Baugruppe .

Eine bevorzugte Ausgestaltung, die einfach implementierbar ist , schlägt ferner vor, dass der Druckbegrenzer zur Regelung des internen Betriebsdrucks , angetrieben durch die Druckdi f ferenz , einen eingangsseitigen Durchströmungsquerschnitt reduziert . Denn der interne Betriebsdruck stellt sich im Betrieb dynamisch ein, wobei eingangsseitig ein Zustrom durch den Druckbegrenzer geregelt wird, während ein Abstrom, der den internen Betriebsdruck mitbestimmt , durch den Durchflussverzögerer festgelegt ist .

Der Druckbegrenzer kann somit insbesondere als ein Druckreduzierventil ausgestaltet sein, etwa mit einem beweglichen gelagerten, vorzugsweise axial entlang einer Verschieberichtung verschieblichen, Ventilkörper .

Bei der letztgenannten Ausgestaltung ist es vorzuziehen, wenn der Ventilkörper gegen die Rückstellkraft eines Rückstellelements von einer Of fenposition in eine Schließposition bewegbar ist . Das Rückstellelement kann vorzugsweise als eine Druckfeder ausgestaltet sein .

Alternativ oder ergänzend kann der Ventilkörper - insbesondere angetrieben durch die Druckdi f ferenz und entgegen der Rückstellkraft eines Rückstellelements - in einer Schließbewegung verstellbar sein, die einen, insbesondere den zuvor erwähnten, eingangsseitigen Durchströmungsquerschnitt reduziert . Diese Reduktion kann beispielsweise dazu führen, dass der Ventil körper eine Öf fnung, die den eingangsseitigen Durchströmungsquerschnitt definiert , vollständig verschließt oder zumindest auf ein Minimum ( dynamisch) begrenzt .

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung kann der Druckbegrenzer einen, vorzugsweise zentral angeordneten, Durchströmungskanal aufweisen, der in eine variable Durchflussöf fnung mündet . Diese Durchflussöf fnung kann gerade den besagten eingangsseitigen Durchströmungsquerschnitt definieren . Bei einer solchen Ausgestaltung kann somit eine Querschnitts fläche der Durchflussöf fnung mittels einer Schließbewegung des Ventilkörpers reduzierbar sein und zwar entweder auf ein Minimum ( teilweises Schließen) oder auf Null (vollständiges Schließen) .

Um den internen Betriebsdruck in Bezug auf einen herrschenden atmosphärischen Druck einstellen zu können, kann der Druckbegrenzer ferner eine , vorzugsweise zentral angeordnete , Luftkammer aufweisen, die mit der Außenwelt über eine Belüftungsleitung kommuni ziert . Bei einer solchen Ausgestaltung kann die zuvor erwähnte Druckdi f ferenz zwischen einer Fluidkammer und der Luftkammer über den Ventilkörper hinweg abfallen . Ferner ist es dabei vorzuziehen, wenn das Rückstellelement in der Luftkammer angeordnet ist , da dann weniger Dämpfung besteht , sodass die Regelung schneller ansprechen kann .

Insbesondere um ein ( automatisches ) sanftes Anschwellen des Wasserstroms nach Öf fnen der Armatur während der ersten Phase zu ermöglichen, werden folgende weitere mögliche Ausgestaltungen vorgeschlagen :

Der Durchflussverzögerer kann beispielsweise als ein Verzögerungsventil mit einem beweglich gelagerten Ventilkolben ausgestaltet sein . Der Ventilkolben kann vorzugsweise axial entlang einer Verschieberichtung gegenüber einem Ventilsitz verschieblich sein . Ferner ist es bevorzugt , wenn der Ventilkolben gegen die Rückstellkraft eines Rückstellelements in einer Öf fnungsbewegung von einer Schließstellung über eine Zwischenstellung in eine Of fenstellung bewegbar ist .

Bei einer solchen Ausgestaltung kann während der

Öf fnungsbewegung ein Durchfluss durch das Verzögerungsventil durch einen variablen Öf fnungsspalt begrenzt sein . Dieser Öf fnungsspalt kann beispielsweise zwischen dem beweglichen Ventilkolben und dem erwähnten Ventilsitz bestehen . Der Öf fnungsspalt kann zudem auch zwischen dem beweglichen Ventilkolben und einer ( statischen) den Ventilkolben umgebenden Innenwandung bestehen . Dies gilt insbesondere für die erwähnte Zwi schenstellung .

Wie im Folgenden genauer erläutert wird, kann eine Verzögerungsphase ( erste Phase ) , in welcher der Durchflussverzögerer die Durchflussrate unterhalb einer gewünschten maximalen Durchflussrate hält , zeitlich ausgedehnt werden . Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der variable Öf fnungsspalt während einer Übergangsphase der Öf fnungsbewegung einen konstanten Durchflussquerschnitt definiert . Die Übergangsphase kann insbesondere die zuvor erwähnte Zwischenstellung umfassen .

Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die besagte Innenwandung, zumindest in einem für die Übergangsphase relevanten Zwischenabschnitt , in Richtung einer, insbesondere der zuvor erwähnten, Verschieberichtung des Ventilkolbens verläuft . Dadurch kann erreicht werden, dass eine Durchflussrate durch die Baugruppe während der Übergangsphase konstant bleibt . Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass die Innenwandung als eine rotationssymmetrische Fläche , insbesondere als eine zylindrische oder hyperboloide Fläche , ausgestaltet ist . Ferner kann vorgesehen sein, dass eine den variablen

Öf fnungsspalt mit definierende Außenfläche des Ventilkolbens komplementär zu dem Zwischenabschnitt der Innenwandung ausgestaltet und/oder in Richtung der Verschieberichtung ausgerichtet ist . Denn dadurch kann insbesondere erreicht werden, dass der variable Öf fnungsspalt zumindest während der Übergangsphase einen konstanten, vorzugweise ringförmigen, Durchflussquerschnitt definiert .

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass der Ventilkolben über ein Ende der Innenwandung hinaus bewegbar ist , um so in der Of fenstellung eine maximale Durchflussrate durch die Baugruppe zu definieren . Durch das Hinausbewegen kann somit der Durchflussquerschnitt drastisch erhöht werden, sodass ein gewünschter hoher Durchfluss durch den Durchflussverzögerer in der Of fenstellung möglich wird .

Die Innenwandung und/oder die Außenfläche des Ventilkolbens können ferner derart ausgestaltet sein, dass sich nach der Übergangsphase aber noch vor Erreichen der Of fenstellung am Ende der Öf fnungsbewegung der variable Öf fnungsspalt zunehmend vergrößert . Dadurch kann erreicht werden, dass eine Durchflussrate durch die Baugruppe am Ende der Öf fnungsbewegung bis zu einem Maximalwert , insbesondere kontinuierlich und ohne abrupte Sprünge , anschwillt . Bei einer solchen Ausgestaltung kann dieser Maximalwert dann nach Erreichen der Of fenstellung beibehalten werden .

Eine weitere mögliche Aus führung sieht vor, dass die Innenwand eine taillenförmige Formgebung hat , die mindestens eine Engstelle definiert . Fährt der Ventilkolben somit während der Öf fnungsbewegung an der Innenwand entlang, so verringert sich der variable Öf fnungsspalt im Bereich der mindestens einen Engstelle bis auf ein Minimum . Dies führt dazu, dass dann auch der Durchfluss durch den Durchflussverzögerer ein Minimum annimmt . Vor oder nach der Engstelle kann der variable Öf fnungsspalt hingegen größer sein . In diesen Abschnitten der Öf fnungsbewegung kann somit eine höherer Durchflussrate erzielt werden .

Beispielsweise kann bei einer taillierten Innenkontur der variable Öf fnungsspalt zunächst zu Beginn der Öf fnungsbewegung des Ventilkolbens relativ groß sein . Anschließend kann sich der Öf fnungspalt aufgrund der Taillenform der Innenwandung verringern, bis er ein Minimum in Höhe der Engstelle annimmt . Dies hat zur Folge , dass der Durchfluss durch den Durchflussbegrenzer und damit die Baugruppe am Anfang der Öf fnungsbewegung zunächst abnimmt ; nach Passieren der Engstelle wird der Öf fnungsspalt dann wieder größer, das heißt der Durchfluss nimmt wieder zu . Dadurch kann beispielsweise erreicht werden, dass der Durchfluss durch die Baugruppe nach Öf fnen der Sanitärarmatur zu Beginn - während des Einsei fens der Hände - zunächst vergleichsweise groß ist , um anschließend - wenn der Venti lkolben die Taille der Innenwand durchfährt - während des Einsei fens der Hände und des Verreibens der Sei fe in den Händen - nur noch ein vergleichsweise geringes Rinnsal durchzulassen . Nach Passieren der Taille kann der Durchfluss dann wieder anschwellen, sodass die Baugruppe am (und nach) Ende der Öf fnungsbewegung des Ventilkolbens einen komfortabel hohen Durchfluss zum Abspülen der Hände bereitstellt .

Die Innenwand kann somit einen sich konisch erweiternden Abschnitt aufwei sen, sodass sich in diesem Bereich der Öf fnungsbewegung des Ventilkolbens der variable Öf fnungsquerschnitt vergrößert und der Durchfluss durch den Durchflussverzögerer und damit durch die Baugruppe zunimmt . Dieser Abschnitt kann insbesondere so platziert sein, dass der Durchfluss am Ende der Öf fnungsbewegung bis zu einem Maximalwert anschwillt .

Das besagte Verzögerungsventil kann ferner einen, vorzugsweise hydraulischen, Dämpfer aufweisen, der eine Öf fnungsbewegung des Ventilkolbens dämpft beziehungsweise bremst . Dadurch kann die Öf fnungsbewegung zeitlich hinausgezögert werden . Hierbei ist es bevorzugt , wenn das Rückstellelement , gegen das der Ventilkolben arbeitet , in den Dämpfer integriert ist .

Es ist ferner vorteilhaft , wenn der Dämpfer über ein geschlossenes Fluidsystem und/oder ein separates Dämpfungs fluid verfügt . Beispielsweise kann das Dämpfungs fluid durch einen veränderlichen Strömungsquerschnitt strömen, um so eine Bremskraft zu entwickeln . Das Dämpfungs fluid kann bevorzugt eine Viskosität von mindestens 1000 mm 2 / s , bevorzugt mehr als 3000 mm 2 / s , besonders bevorzugt mehr als 4000 mm 2 / s , bei 25 ° C aufwei sen, um, beispielsweise mit durchströmten Öf fnungen im Zehntel-Millimeter-Bereich, eine ausreichend lange Verzögerung zu ermöglichen . Hierdurch können beispielsweise Aus führungen erreicht werden, bei denen, bei einem eingangsseitigen Wassereingangsdruck von mindestens 1 bar, die besagte Übergangsphase beispielsweise mindestens 10 Sekunden lang dauert .

Zur Formung des austretenden Strahls kann die Baugruppe ferner einen Strahlregler umfassen, der stromabwärts auf den Durchflussverzögerer folgt . Hierbei ist es bevorzugt , wenn der Strahlregler von einem internen Gehäuse des Durchflussverzögerers in Position gehalten ist .

Der Druckbegrenzer als auch der Durchflussverzögerer können j eweils mit einem eigenen internen Gehäuse , vorzugsweise mit integriertem Vorsatzsieb, ausgestaltet sein . Diese internen Gehäuse können j eweils von dem gemeinsamen Gehäuse der Baugruppe in Pos ition gehalten sein . Dies hat den Vorteil , dass dadurch die Baugruppe modular aufgebaut sein kann, sodass etwa Produktweiterentwicklungen im Durchflussverzögerer und/oder im Druckbegrenzer einfach, d . h . ohne größeren konstruktiven Aufwand (unter Beibehaltung der internen Gehäuse ) , in die Baugruppe übernommen werden können . Dies bedeutet , dass der Druckbegrenzer und/oder der Durchflussverzögerer gerade so ausgestaltet sein können, dass er/ sie auch in andere Baugruppen modular einsetzbar ist/ sind .

Zur Ausgestaltung des Durchflussverzögerers werden noch weitere mögliche Varianten vorgeschlagen, die ein automatisches Anschwellen (Auto-On) des Wasserstroms ermöglichen : Wie bereits ski z ziert wurde , kann der Durchflussverzögerer als eine sanitäre Ventilanordnung ausgestaltet sein, die zu einer zeitverzögerten und selbsttätigen Öf fnung eines Wasserdurchflusses durch die Baugruppe , insbesondere in Reaktion auf eine Auslösebetätigung ( z . B . ein Öf fnen der Armatur ) , eingerichtet ist .

Gemäß einer sehr zuverlässigen Ausgestaltung kann der Durchflussverzögerer, das heißt insbesondere die gerade erwähnte sanitäre Ventilanordnung, ein Pilotventil umfassen, welches mittels eines Betätigungselements aktuierbar ist . Das Pilotventil kann dabei ein Hauptventil ansteuern, welches den Wasserdurchfluss durch die Baugruppe zeitverzögert , in Reaktion auf die Betätigung des Pilotventils , öf fnet .

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Durchflussverzögerer, insbesondere die erwähnte sanitäre Ventilanordnung, einen, vorzugsweise hydraulischen, Dämpfer umfassen . Dieser Dämpfer kann so eingerichtet sein, dass er eine Öf fnungsbewegung eines , insbesondere des zuvor erwähnten, Hauptventils oder eines , insbesondere des zuvor erwähnten, Pilotventils dämpft beziehungsweise abbremst . Ferner werden Ausgestaltungen vorgeschlagen, bei denen der Dämpfer gerade durch das Pilotventil selbst gebildet ist oder aber als separates Bautei l auf Basis eines separaten Dämpfungs fluids ausgestaltet ist .

Schließlich kann die Baugruppe mindestens ein zuströmseitiges Filtersieb (vor dem Druckbegrenzer und/oder vor dem Durchflussverzögerer ) aufweisen .

Zur Lösung der genannten Aufgabe sind erfindungsgemäß die Merkmale des unabhängigen Verfahrensanspruchs vorgesehen . Insbesondere wird somit erfindungsgemäß zur Lösung der Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, dass ein Druckbegrenzer unabhängig von einem eingangsseitig anliegenden Wassereingangsdruck einen gleichbleibenden Betriebsdruck am Eingang eines Durchflussverzögerers automatisch einregelt . Dieses Verfahren lässt sich insbesondere auf eine erfindungsgemäße sanitäre Baugruppe anwenden, sodass der Druckbegrenzer der zuvor im Detail beschriebene sein kann; gleiches gilt in Bezug auf den Durchfluss verzöger er .

Von Vorteil ist bei diesem Verfahren, dass ein Durchfluss durch die Baugruppe und/oder eine Dauer der Durchflussreduzierung ( Zeitdauer der Übergangsphase ) unabhängig gemacht werden können von einem eingangsseitig an der Baugruppe anliegenden Wassereingangsdruck . Ferner lässt sich dieses Verfahren rein mit mechanischen Komponenten umsetzen, sodass auf eine elektronische Regelung verzichtet werden kann .

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens kann dabei die Druckregelung dadurch erfolgen, dass der Druckbegrenzer den Betriebsdruck einregelt , indem er eine Durchflussöf fnung zeitlich variiert , insbesondere in Reaktion auf eine momentane Druckdi f ferenz zwischen einem ( insbesondere dem zuvor mit Bezug auf die Baugruppe erläuterten) internen Betriebsdruck und atmosphärischem Druck .

Wie bereits erläutert wurde , kann der Druckbegrenzer hierzu insbesondere den Wassereingangsdruck reduzieren . Mit dem Verfahren wird somit ermöglicht , dass unabhängig von einer momentanen Höhe des Wassereingangsdrucks (vorausgesetzt der Wassereingangsdruck liegt in einem zulässigen Betriebsbereich, zum Beispiel zwi schen 1 und 8 bar ) stets ein konstanter interner Betriebsdruck am Eingang des Durchflussverzögerers gewährleistet werden kann . Dadurch wird erreicht , dass eine zeitliche Charakteristik des aus der Baugruppe austretenden Wasserstrahls , insbesondere eine Zeitdauer bis zum Erreichen einer eingestellten maximalen Durchflussrate , mit Hil fe des Durchflussverzögerers stets gleichbleibend gewährleistet werden kann . Das heißt , auch bei Schwankungen des Wassereingangsdruck bleibt die zeitliche Charakteristik konstant .

Eine bevorzugte Variante dieses Verfahrens sieht vor, dass , insbesondere mittels einer erfindungsgemäßen Baugruppe , unabhängig von dem eingangsseitig anliegenden Wassereingangsdruck, eine Zeitspanne festgelegt wird, in welcher eine gewünschte zeitliche Variation des austretenden Wasserstrahls ( etwa ein Anschwellen seiner Durchflussrate ) abläuft .

Das Verfahren lässt sich ferner ( alternativ oder ergänzend) so nutzen, dass , insbesondere mittels einer erfindungsgemäßen Baugruppe , unabhängig von dem eingangsseitig anliegenden Wassereingangsdruck, eine maximale Flussrate des Wasserstrahls stets gewährleistet wird . Denn die Baugruppe kann beispielsweise so ausgestaltet sein, dass der gesamte durch den Druckbegrenzer geleitete Wasserstrom den Durchflussverzögerer durchströmt , bevor das Wasser als ein zeitlich variierender Wasserstrahl aus der Baugruppe austritt . Bei einem solchen Verzicht auf einen Bypass begrenzt und bestimmt der Durchflussverzögerer somit die maximale Durchflussrate , mit welcher der Wasserstrahl austreten kann .

Der Durchflussverzögerer kann beispielsweise zur Erzeugung des zeitlich variierenden Wasserstrahls automatisch eine Durchflussrate durch die Baugruppe zeitlich variieren, wobei es dann bevorzugt ist , wenn diese Variation rein mechanisch realisiert ist , d . h . unter Verzicht auf j egliche Regelungselektronik . Die zeitliche Variation des Wasserstrahls , die der Durchflussverzögerer verursacht , kann insbesondere in Reaktion auf einen eingangsseitig in den Durchflussverzögerer einströmenden Wasserstrom erfolgen .

Eine bevorzugte Ausgestaltung, die sowohl der Vermeidung von Wasserverschwendung aber auch der Verbesserung der Hygiene dient , sieht vor , dass der Durchflussverzögerer eine Flussrate des austretenden Wasserstrahls zeitlich anwachsen lässt bis zu einem Maximalwert . Denn während der ersten Phase , in welcher die Flussrate ( langsam) anwächst , kann Wasser eingespart werden . Hierbei ist es besonders bevorzugt , wenn, insbesondere nach einem anfänglichen Ansteigen, die Durchflussrate durch die Baugruppe von dem Durchflussverzögerer während einer Übergangsphase , die vorzugsweise wenigstens 10 Sekunden beträgt , konstant gehalten wird, bevor die Durchflussrate gegen Ende einer Öf fnungsbewegung des Durchflussverzögerers auf den Maximalwert anschwillt . Denn diese Übergangsphase kann beispielsweise genutzt werden, um die Hände einzusei fen, wobei der begrenzte aber kontinuierliche Wasserstrom für eine ausreichende Befeuchtung der Hände sorgt .

Wie bereits erläutert wurde , kann ein Ansteigen einer, insbesondere der zuvor erläuterten, Durchflussrate durch die Baugruppe von dem Durchflussverzögerer mittels einer (vorzugweise hydraulisch ausgestalteten) Dämpfung zeitlich hinausgezögert werden . Hierbei ist es bevorzugt , wenn die Dämpfung von einem separaten hydraulischen Dämpfer erzeugt wird . Noch besser ist es , wenn dieser Dämpfer ein abgeschlossenes Fluidsystem mit einem Dämpfungs fluid aufweist , beispielsweise mit einer Viskosität von mindestens 1000 mm 2 / s , bevorzugt mehr als 3000 mm 2 / s , besonders bevorzugt mehr als 4000 mm 2 / s , bei 25 ° C . Denn dann kann die Übergangsphase besonders lange ausgedehnt werden, etwa auf 30 Sekunden und mehr .

Während einer, insbesondere der zuvor beschriebenen, Übergangsphase kann der Durchflussverzögerer beispielsweise eine Flussrate des Wasserstrahls auf weniger als 50% , vorzugsweise auf weniger als 25% , eines mit dem Durchflussverzögerer ( 4 ) einstellbaren Maximalwerts der Flussrate begrenzen, um Wasser einzusparen . Hieraus ist sowohl ersichtlich, wieviel Wasserersparnis ermöglicht wird und ferner, dass trotz anfänglicher Begrenzung ein ausreichender hoher und daher komfortabler Wasserdurchfluss mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbar ist .

Die Erfindung wird nun anhand von Aus führungsbeispielen näher beschrieben, ist aber nicht auf diese Aus führungsbeispiele beschränkt . Weitere Ausbildungen der Erfindung können aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Aus führungsbeispiels in Verbindung mit der allgemeinen Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Zeichnungen gewonnen werden .

Bei der folgenden Beschreibung verschiedener bevorzugter Aus führungs formen der Erfindung erhalten in ihrer Funktion übereinstimmende Elemente auch bei abweichender Gestaltung oder Formgebung übereinstimmende Bezugs zahlen . Es zeigt :

Fig . 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße sanitäre Baugruppe , wobei kein Wasserdruck anliegt und somit auch noch kein Wasser durch die Baugruppe strömt ,

Fig . 2a die Baugruppe aus Figur 1 , nun j edoch mit durch einen Wassereingangsdruck belastetem Druckbegrenzer,

Fig . 2b Details des Durchflus sverzögerers der Baugruppe aus Figur 2a,

Fig . 3 die Baugruppe der Figur 1 und 2 mit vollständig geöf fnetem Durchflussverzögerer bei niedrigem Wassereingangsdruck,

Fig . 4 die Baugruppe der Figuren 1 bis 3 , wobei nun der Durchflussverzögerer vollständig geöf fnet ist , der Wassereingangsdruck aber zugenommen hat ( im Vergleich zur Situation der Figur 3 ) ,

Fig . 5 eine weitere mögliche Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Baugruppe in einer Situation analog zu Figur 1 ,

Fig . 6 eine Außenansicht einer erfindungsgemäßen Baugruppe ,

Fig . 7 eine Außenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Baugruppe ,

Fig . 8 eine erfindungsgemäße Baugruppe montiert an einer Was s eraus lauf armatur,

Fig . 9 einen Längsschnitt durch die Situation der Figur 8 , die die inneren Komponenten der Baugruppe zeigt .

Die Figuren zeigen j eweils eine im Ganzen mit dem Bezugs zeichen 1 bezeichnete sanitäre Baugruppe , mit der sich automatisch ein zeitlich variierender Wasserstrahl 2 erzeugen lässt , der aus der sanitären Baugruppe 1 austritt . Hierfür umfasst die Baugruppe 1 , wie in dem Längsschnitt der Figur 1 gut zu erkennen ist , einen eingangsseitig angeordneten Druckbegrenzer 3 und einen in Strömungsrichtung nachgelagerten Durchflussverzögerer 4 . Bei der in Figur 1 gezeigten Ausgestaltung umfasst die Baugruppe 1 ferner noch einen Strahlregler 30 , der stromabwärts auf den Durchflussverzögerer 4 folgt .

Die Komponenten 3 , 4 und 30 der Baugruppe 1 sind in einem gemeinsamen Gehäuse 5 zusammengefasst und durch Dichtungen 36 nach außen abgedichtet . Mittels des in Figur 1 zu erkennenden Innengewindes 34 kann die Baugruppe 1 an einer sanitären Auslauf armatur 6 montiert werden, wie dies in den Figuren 8 und 9 illustriert ist . Alternativ hierzu kann, wie in Figur 5 illustriert , das Gehäuse 5 auch ein Außengewinde 35 (vgl . Figur 7 ) aufweisen, sodass dann die Baugruppe 1 in eine entsprechende Auslauf armatur 6 einschraubbar ist .

Der Druckbegrenzer 3 , dessen konstruktive Details in den Figuren 1-5 illustriert sind, dient dazu, den eingangsseitigen Wassereingangsdruck 8 , der in der in Figur 9 illustrierten Einbausituation am Eingang der sanitären Baugruppe 1 anliegt , auf einen gleichbleibenden Betriebsdruck 10 einzuregeln . Wie die Figur 1 illustriert , herrscht dieser interne Betriebsdruck 10 in der internen Fluidkammer 51 und damit am Eingang des Durchflussverzögerers 4 .

Wird die Sanitärarmatur 6 geöf fnet , so strömt Wasser entlang des in Figur 3 i llustrierten Strömungswegs 52 zunächst durch ein Vorsatzsieb 37 in eine Fluidkammer 22 des Druckbegrenzers 3 , von dort durch einen Durchströmungskanal 18 in eine weitere Fluidkammer 53 und von dort in die interne Fluidkammer 51 am Eingang des Durchflussverzögerers 4 . Nach Passieren des Durchflussverzögerers 4 tritt das Wasser schließlich aus dem Strahlregler 30 als ein geformter und zeitlich variierender Wasserstrahl 2 aus .

Wie aus den Figuren 1-4 zu erkennen ist , ist der Druckbegrenzer 3 als ein Druckreduzierventil 12 ausgestaltet mit einem bewegl ich gelagerten Ventilkörper 14 , der axial entlang der in Figur 1 illustrierten Verschieberichtung 13a verschieblich ist . Genauer ist der Ventilkörper 14 gegen die Rückstellkraft der in Figur 1 illustrierten Druckfeder 15a von der in Figur 1 i llustrierten Of fenposition 16 in die in Figur 2 gezeigte Schließposition 17 bewegbar .

Der Durchströmungskanal 18 ist zentral angeordnet und mündet in eine variable Durchflussöf fnung 19 . Da der Ventilkörper 14 gegenüber einem statischen Teil 50 des Druckbegrenzers 3 (vergleiche Figur 3 ) beweglich gelagert ist , kann er eine Querschnitts fläche der in Figur 1 illustrierten Durchflussöf fnung 19 mittels einer Schließbewegung 57 ( in den Figuren 1 und 2a von unten nach oben) reduzieren .

Der auf den Druckbegrenzer 3 folgende Durchflussverzögerer 4 ist als ein Verzögerungsventil 23 ausgestaltet mit einem beweglich gelagerten Ventilkolben 24 , der wie anhand des Vergleichs der Figuren 1-3 ersichtlich ist , axial entlang der in Figur 1 illustrierten Verschieberichtung 13b gegenüber dem in Figur 2a und 2b illustrierten Ventilsitz 41 verschieblich ist . Der Ventil kolben 24 wird dabei von dem internen

Betriebsdruck 10 angetrieben und arbeitet gegen die Rückstellkraft des als Druckfeder ausgestalteten Rückstellelements 15b (Vgl . Figur 2a ) . Ein vergleichsweise hoher Wasserdruck auf der Zuströmseite des Verzögerungsventils 23 würde dazu führen, dass der Ventilkolben 24 die in Figur 1 und 3 illustrierte

Öf fnungsbewegung 39 vergleichsweise rasch durchfährt , während demgegenüber ein geringer Wasserdruck dazu führen würde , dass die Öf fnungsbewegung 39 vergleichsweise lange dauert . Die Regelung des internen Betriebsdrucks 10 mit Hil fe des Druckbegrenzers 3 führt daher dazu, dass die Dauer für die Öf fnungsbewegung 39 stets gleich bleibt , unabhängig vom Wassereingangsdruck 8 .

Die Funktionswei se des Druckbegrenzers 3 lässt sich anschaulich anhand der Figuren 1-4 illustrieren : In der in Figur 1 gezeigten Situation liegt noch kein Wasserdruck 8 an dem Druckbegrenzer 3 an, wobei sich der Durchflussverzögerer 4 , genauer dessen Ventilkolben 24 , aufgrund der Rückstellkraft des Rückstellelements 15b in der in Figur 1 gezeigten Schließstellung 25 befindet , in welcher der Ventilkolben 24 dichtend an dem Ventilsitz 41 (Vgl . Figur 2b ) anliegt .

In der in Figur 2a illustrierten Situation wurde nun die Auslauf armatur 6 geöf fnet , sodass nun ein Wassereingangsdruck 8 am Druckbegrenzer 3 anliegt . Dadurch strömt Wasser durch die variable Durchflussöf fnung 19 in die Baugruppe 1 , wodurch der Wasserdruck in der internen Fluidkammer 51 zunächst ansteigt . Durch den Druckanstieg entsteht eine Druckdi f ferenz 7 zwischen dem momentanen internen Betriebsdruck 10 in der Fluidkammer 51 und atmosphärischem Druck 9 , welcher in der Luftkammer 20 des Druckbegrenzers 3 herrscht , die über eine Belüftungsleitung 21 mit der Außenwelt kommuni ziert . Diese Druckdi f ferenz 7 treibt den Ventilkörper 14 zu einer Schließbewegung 57 an (nach oben in Figur 2a ) gegen die Rückstellkraft der Druckfeder 55 . Durch die von der Druckdi f ferenz 7 angetriebene Aufwärtsbewegung des Ventilkörpers 14 entlang der Verschieberichtung 13a reduziert der Druckbegrenzer 3 nun aber den eingangsseitigen Durchströmungsquerschnitt 11 , der durch die variable Durchflussöf fnung 19 definiert wird, da sich die Durchflussöf fnung 19 aufgrund der Schließbewegung 57 des Ventilkörpers 14 verkleinert (vgl . dazu die Doppelpfeile in den Figuren 1 und 2a ) . Dadurch wird der Wasserzustrom in die Fluidkammer 51 verringert , sodass der interne Betriebsdruck 10 dort zunächst nicht weiter ansteigt . Wie die Figur 2a zeigt , fällt die Druckdi f ferenz 7 zwischen der Fluidkammer 51 und der Luftkammer 20 über den Ventilkörper 14 hinweg ab . Ebenso ist zu erkennen, das s die Druckfeder 55 , die als Rückstellelement 15a zum Zurückstellen des Ventilkörpers 14 fungiert , in der Luftkammer 20 angeordnet ist .

Gleichzeitig führt das anfängliche Ansteigen des Betriebsdrucks 10 in der internen Fluidkammer 51 dazu, dass der Durchflussverzögerer 4 in der in Figur 2a gezeigten Situation bereits teilweise geöf fnet wurde , sodass bereits ein begrenzter Durchfluss durch den Durchflussverzögerer 4 und damit ein Abflus s aus der Fluidkammer 51 auftritt , der den internen Betriebsdruck 10 in der Fluidkammer 51 weiter absenkt .

Das Absenken des internen Betriebsdrucks 10 führt nun j edoch wiederum dazu, dass die Kraft auf die Unterseite des Ventilkörpers 14 , die aus der Druckdi f ferenz 7 resultiert , abnimmt , sodass die Druckfeder 55 den Ventilkörper 14 nach unten zurückstel lt ( Öf fnungsbewegung) , wodurch die variable Durchflussöf fnung 19 wieder vergrößert wird . Eine Vergrößerung der Durchflussöf fnung 19 führt aber zu einer Zunahme des Wasserf lusses durch die Durchflussöf fnung 19 , wodurch sich der Betriebsdruck 10 gerade wieder erhöht . Hieraus wird ersichtlich, das s der Druckbegrenzer 3 somit den Betriebsdruck 10 einregelt und zwar auf einen Wert , der lediglich vom atmosphärischen Druck 9 und von der konstruktiven Ausgestaltung des Druckbegrenzers 3 , insbesondere von der Stärke des Rückstellelements 15a abhängt .

Somit regelt der Druckbegrenzer 3 den internen Betriebsdruck 10 dadurch ein, dass er die Durchflussöf fnung 19 zeitlich variiert und zwar j eweils in Reaktion auf die momentane Druckdi f ferenz 7 , die zwischen dem internen Betriebsdruck 10 und dem atmosphärischen Druck 9 herrscht . Ein Ansteigen des Betriebsdrucks 10 kompensiert der Druckbegrenzer 3 somit durch eine Verringerung des Zuflusses in die Fluidkammer 51 und ein Abfallen des Betriebsdrucks 10 durch eine Erhöhung des Zuflusses in die Fluidkammer 51 .

Mit zunehmender Zeitdauer bewegt sich währenddessen, angetrieben durch den eingeregelten Betriebsdruck 10 , der Ventilkolben 24 weiter in seiner Öf fnungsbewegung 39 nach unten bis zu der in Figur 3 gezeigten Of fenstellung 26 , in welcher eine maximale Durchflussrate erreicht ist . In dieser Situation fließt demnach maximal Wasser aus der Fluidkammer 51 ab, sodass sich dort der Betriebsdruck 10 absenkt . Dadurch verringert sich aber erneut die Druckdi f ferenz 7 , wodurch der Druckbegrenzer 3 , genauer dessen beweglicher Ventilkörper 14 , die variable Durchflussöf fnung 19 wieder mehr öf fnet , sodass wieder mehr Wasser durch den Druckbegrenzer 3 in die Fluidkammer 51 strömt , was den Betriebsdruck 10 wieder stabilisiert (Vgl . Figur 3 ) .

Steigt nun aber - bei vollständig geöf fnetem Durchflussverzögerer 4 , wie in Figur 4 gezeigt , der eingangsseitige Wassereingangsdruck 8 an, so schließt auch dann der Druckbegrenzer 3 wiederum selbsttätig, sodass auch in diesem Fall der interne Betriebsdruck 10 auf einen gewünschten vorgegebenen Wert eingeregelt bleibt . Dies hat unter anderem den Ef fekt , dass auch die maximale Durchflussrate durch die Baugruppe 1 , die durch den Durchflussverzögerer 4 in der in Figur 4 gezeigten Of fenstellung 26 begrenzt ist , unabhängig von Schwankungen des Wassereingangsdrucks 8 konstant gehalten werden kann .

Die Figur 5 zeigt wiederum eine Situation analog zu der der Figur 1 , bei welcher der Durchflussverzögerer 4 noch vollständig geschlossen ist und auch noch kein Wassereingangsdruck 8 am Druckbegrenzer 3 anliegt , sodass dieser vollständig entspannt/geöf fnet ist .

Wie die Figuren 1-3 illustrieren kann sich der Ventilkolben 24 des Durchflussverzögerers 4 in einer Öf fnungsbewegung 39 von der in Figur 1 oder - analog - in Figur 5 gezeigten Schließstellung 25 über die in Figur 2a gezeigte Zwischenstellung 27 bis in eine Of fenstellung 26 (vergleiche Figur 3 ) bewegen . In der Schließstellung 25 ( Figur 1 ) fließt zunächst kein Wasser durch den Durchflussverzögerer 4 . In der in Figur 3 gezeigten (maximalen) Of fenstellung 26 ist die Durchflussrate durch den Durchflussverzögerer 4 hingegen maximal . Während der Öf fnungsbewegung 39 ist hingegen ein Durchfluss durch das Verzögerungsventil 23 durch einen variablen Öf fnungsspalt 40 begrenzt , der in der Figur 2a und 2b illustriert i st und zwischen dem beweglichen Ventilkolben 24 und einer Innenwandung 42 , die den Ventilkolben 24 ringförmig umgibt , besteht .

In der in Figur 2b gezeigten Situation ist daher ein ringförmiger Durchflusskanal mittels des variablen Öf fnungsspalts 40 gebildet . Dieser Durchflusskanal weist eine zylindrische Form auf . Durch den aufgrund der Öf fnungsbewegung 39 des Ventilkolbens 24 entstandenen vergleichsweise schmalen Ringspalt fließt j edoch nur eine geringe Wassermenge , wodurch der Gesamtdurchf luss durch die Baugruppe 1 zunächst stark begrenzt wird . Die Wassermenge , die in der in Figur 2a gezeigten Situation durch die Baugruppe 1 fließen kann ist aber ausreichend, um einem Benutzer das Befeuchten und anschließende Einsei fen der Hände zu ermöglichen .

Nachdem der Ventilkolben 24 den zylindrischen Teilbereich der ringförmigen und zylindrisch ausgebildeten Innenwandung 42 passiert hat , nähert er sich der in Figur 3 gezeigten Of fenstellung 26 an . Wie in Figur 3 zu erkennen ist , kann der Ventilkolben 24 mithil fe des anliegenden Wasserdrucks über ein Ende 47 (vergleiche Figur 2B ) der Innenwandung 42 hinaus bewegt werden, um so in der Of fenstellung 26 eine maximale Durchflussrate durch die Baugruppe 1 zu definieren . In der maximalen Of fenstellung 26 (vergleiche Figur 3 ) gibt der Durchflussverzögerer 4 somit die größtmögliche Wassermenge ab zum abschließenden Abwaschen und Reinigen der Hände .

Wie die Figuren 2a und 2b zeigen, ist die Innenwandung 42 des Ventilsitzes 41 gerade so ausgestaltet , dass während einer Übergangsphase 43 (vergleiche Figur 2a ) der Öf fnungsbewegung 39 , die auch die in Figur 2a gezeigte Zwischenstellung 27 umfasst , der variable Öf fnungsspalt 40 (Vgl . Figur 2b ) gerade einen konstanten Durchflussquerschnitt 46 definiert . Dies hat zur Folge , dass in dieser Übergangsphase 43 eine konstante Durchflussrate durch den Durchflussverzögerer 4 und damit die gesamte Baugruppe 1 gewährleistet werden kann .

Der dem Verzögerungsventil 23 vorgeschaltete Druckbegrenzer 3 dient somit dazu, eine Zeitdauer einer ( anfänglichen) Übergangsphase 43 , in welcher der Durchfluss durch die Baugruppe 1 reduziert ist , unabhängig vom Wassereingangsdruck 8 stets konstant zu halten .

In Figur 2b ist ferner zu erkennen, dass der Ventilkolben 24 einen Abschnitt 56 an seiner Außenfläche 45 aufweist , der zusammen mit der Innenwandung 42 den variablen Öf fnungsspalt 40 definiert . Dieser Abschnitt 56 ist in der Verschieberichtung 13b (Vgl . Figur 1 ) wesentlich kürzer ausgebildet als der für die Übergangsphase 43 relevante Zwischenabschnitt 44 der Innenwandung 42 , der in Figur 2b illustriert ist . Genauer ist die axiale Länge b des Zwischenabschnitts 44 der Innenwandung 42 mehr als dreimal so lang wie die axiale Länge a des Abschnitts 56 (Vgl . Fig 2a ) . Dadurch wird erreicht , dass während der Übergangsphase 43 ein konstanter Strömungswiderstand (und damit eine gleichbleibende Durchflussrate ) mittels des Öf fnungsspalts definiert bleibt , auch bei fortlaufender Öf fnungsbewegung 39 des Ventilkolbens 24 . Denn der ringförmige Durchströmungskanal weist während der Übergangsphase 43 stets die Länge a und stets den gleichleibenden Durchflussquerschnitt 46 auf .

Die Innenwandung 42 verläuft zudem in dem Zwischenabschnitt 44 in Richtung der Verschieberichtung 13b . Dadurch wird erreicht , dass in mehreren Positionen entlang der Öf fnungsbewegung 39 , das heißt während der Übergangsphase 43 , der ringförmige Durchströmungskanal , der durch den Abschnitt 45 des Ventilkolbens 24 und die Innenwandung 42 gebildet ist , stets einen einheitlichen Strömungswiderstand bietet , sodass die resultierende Durchflussrate durch den Durchflussbegrenzer 4 und damit durch die Baugruppe 1 während der Übergangsphase 43 konstant bleibt und zwar unabhängig von der momentanen Position des Ventilkolbens 24 während der Übergangsphase 43 . Die Außenfläche 45 des Ventilkolben 24 , genauer der besagte Abschnitt 56 , i st also gerade komplementär zu dem Zwischenabschnitt 44 der Innenwandung 42 ausgestaltet (Vgl . Figur 2b ) . Im Ergebnis definiert somit der variable

Öf fnungsspalt 40 , das heißt der bewegliche Ventilkolben 24 und die statische Innenwandung 42 , zumindest während der Übergangsphase 43 einen konstanten und aufgrund der zylindrischen Geometrie ringförmigen Durchflussquerschnitt 46 als auch einen hieraus resultierenden konstanten Strömungswiderstand . Hierbei kann der Strömungswiderstand im Wesentlichen durch die axiale Länge des Abschnitts 56 sowie die Breite und Form des Durchflussquerschnitts 46 eingestellt werden .

In den Figuren nicht gezeigt sind weitere mögliche Ausgestaltungen bei denen sich der variablen Öf fnungsspalt 40 nach der Übergangsphase 43 aber noch vor Erreichen der Of fenstellung 26 am Ende der Öf fnungsbewegung 39 zunehmend vergrößert . Dies könnte beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Innenwandung 42 am unteren Ende nach außen hin abgeschrägt ist und/oder die Außenfläche 45 des Ventilkolbens 24 in dem für den Öf fnungsspalt 40 relevanten Abschnitt 56 (vergleiche Figur 2b ) nach innen abgeschrägt ist , sodass sich der Öf fnungsspalt 40 gegen Ende der Übergangsphase 43 vergrößert . Durch solche Ausgestaltungen kann erreicht werden, dass die Durchflussrate durch die Baugruppe 1 am Ende der Öf fnungsbewegung 26 bis zu dem gewünschten Maximalwert anschwillt . Nach Erreichen der Of fenstellung 26 kann der Maximalwert dann beibehalten werden .

Wie bereits beschrieben wurde sind auch Ausgestaltungen denkbar, bei denen die Innenwandung 42 eine taillenförmige Formgebung hat , die mindestens eine Engstelle definiert . In diesem Fall kann die Durchflussrate durch den Durchflussverzögerer 4 ein Minimum annehmen, wenn der Ventilkolben 24 die Engstelle passiert . Davor oder danach kann die Durchflussrate hingegen höher liegen .

Um die Zeitdauer der Öf fnungsbewegung 26 zu verlängern und damit das Anschwellen des Durchflusses durch die Baugruppe 1 bis zum Maximum hinaus zuzögern, weist das Verzögerungsventil 23 , wie in den Figuren 1-5 zu sehen ist , einen separaten Dämpfer 28 auf , der die Öf fnungsbewegung 26 des Ventilkolbens 24 dämpft und damit verlangsamt . Der Dämpfer 28 weist hierzu ein geschlossenes Fluidsystem 38 auf , dass mit einem separaten Dämpfungs fluid 29 , nämlich einem hoch viskosen Öl , befüllt ist . Der Ventil kolben 24 , der wie in den Figuren 1-5 zu sehen ist , aus mehreren Teilen besteht , umfasst ein Verbindungselement 54 mit dem der Ventilkolben 24 mit dem Dämpfer 28 gekoppelt ist . Ferner ist etwa in Figur 2a zu erkennen, dass das als Druckfeder 55 ausgestaltete Rückstellelement 15b, gegen das der Ventilkolben 24 arbeitet , gerade in den Dämpfer 28 integriert ist . Durch diese Ausgestaltungen wird erreicht , dass bei einem eingangsseitigen Wassereingangsdruck 8 von mindestens 1 bar die Übergangsphase 43 (vergleiche Figur 2a ) mindestens 10 Sekunden lang dauert .

Der Dämpfer 28 bremst oder dämpft die Bewegung des Ventilkolbens 24 von der Ruhestellung in die Of fenposition derart , dass der Ventilkolben 24 den Durchfluss des Wassers im Bereich des Ventilsitzes 41 nur langsam öf fnet und der Wasserstrom selbst bei schlagartig steigendem internen Betriebsdruck dementsprechend nur langsam anschwillt .

Die in den Figuren gezeigten Aus führungsbeispiele haben als Rückstellelement ein Rückstellelement 15b in Form einer Druckfeder, die in einem Dämpfergehäuse 59 des Dämpfers 28 angeordnet ist . In dem hier hülsenförmig ausgebildeten Dämpfergehäuse 59 ist ein Dämpferkolben 60 verschieblich geführt . Während seiner Schiebebewegungen im Dämpfergehäuse 59 verdrängt der Dämpferkolben 60 ein zähflüssiges Dämpfungs fluid 29 , vorzugsweise ein Öl und insbesondere ein trinkwassertaugl iches Silikonöl , von der einen Seite des Dämpferkolbens 60 auf die j eweils andere Seite des Dämpferkolbens 60 . Während der Dämpferkolben 60 das Dämpfungs fluid 29 während einer Schiebebewegung von der Ruhestellung in die Of fenposition durch zumindest einen Verbindungskanal 61 verdrängt , fließt dieses Dämpfungs fluid 29 demgegenüber bei einer Schiebebewegung des Dämpferkolbens 60 von der Of fenposition in die Ruhestellung durch wenigstens einen Rückströmkanal 66 . Der Verbindungskanal 62 hat zuströmseitig einen Kanaleinlass 62 , der an der dem Gehäuseboden des Dämpfergehäuses 59 zugewandten Kolbenstirnseite 63 des Dämpferkolbens 60 angeordnet ist . Der Verbindungskanal 61 hat abströmseitig einen Kanalabschnitt 64 zwischen dem Verbindungselement 54 und dem Dämpferkolben 60 .

Der Dämpferkolben 60 weist an seinem Außenumfang wenigstens eine umfangsseitig of fene Nut 65 auf , die mit dem Gehäuseinnenumfang des Dämpfergehäuses 59 den zumindest einen Rückströmkanal 66 umgrenzt . An dem Dämpferkolben 60 ist eine Ringdichtung 58 vorgesehen, welche Ringdichtung 58 während einer Schiebebewegung des Dämpferkolbens 60 von der Ruhestellung in die Of fenposition den zumindest einen Rückströmkanal 66 verschließt und so das Dämpfungs fluid 29 durch den vergleichsweise engen Kanaleinlass 62 zwingt . Der hohe Strömungswiderstand des Kanaleinlasses 62 bewirkt eine Dämpfung der Bewegung des Dämpferkolbens 60 .

Der Ventilkolben 10 steht mit dem Dämpferkolben 60 über das stangenförmige Verbindungselement 54 in Bewegungsverbindung . Dieses Verbindungselement 54 ist an seinem entgegen der Strömungsrichtung orientierten ersten Stangenende mit dem Ventilkolben 24 und an seinem, in die Strömungsrichtung weisenden zweiten Stangenende mit dem Dämpferkolben 60 verbunden . Die als Rückstellelement 15b dienende Druckfeder druckbeaufschlagt die Kolbenstirnseite 63 des Dämpferkolbens 60 und ist zwischen dieser Kolbenstirnseite 63 und dem geschlossenen Gehäuseboden des hier hülsen- oder topf förmigen Dämpfergehäuses 59 eingespannt . Auf der dem Gehäuseboden abgewandten Stirnseite weist das Dämpfergehäuse 59 eine zuströmseitige Gehäuseöf fnung auf , die mittels einer Abdeckung 67 verschlossen ist . Die Abdeckung 67 ist ringscheibenförmig ausgebildet und weist eine Ringscheibenöf fnung auf , welche das Verbindungselement 54 durchsetzt . Das Dämpfergehäuse 59 ist mittels eines ringscheibenförmigen Stopfens 68 abgedichtet , dessen Ringscheibenöf fnung ebenfalls von dem Verbindungselement 54 durchsetzt wird . Dieser Stopfen 68 ist in das Dämpfergehäuse 59 eingelegt und am Gehäuseinnenumfang des Dämpfergehäuses 59 lösbar gehalten . Der Stopfen 68 wird im Dämpfergehäuse 59 mittels der ringscheibenförmigen Abdeckung 67 gesichert . Dabei dichtet der Stopfen 68 zwischen dem Gehäuseinnenumfang des Dämpfergehäuses 59 und dem dessen Ringscheibenöf fnung durchsetzenden Verbindungselement 54 ab, so dass das im Dämpfergehäuse 59 befindliche zähflüssige Dämpfungs fluid 29 nicht unbeabsichtigt austreten und vom durchfließenden Wasserstrom mitgerissen werden kann .

Die Abdeckung 67 ist hier kappenförmig ausgebildet und umschließt mit einer randseitigen Stulpzone den die stirnseitige Öf fnung umgrenzenden Wandungsumfang der Gehäusewandung des Dämpfergehäuses 59 .

In Bezug auf den Strahlregler 30 ist noch erwähnenswert , dass dieser, genauer dessen Gehäuse 33 , von dem in Figur 1 erkennbaren internen Gehäuse 32 des Durchflussverzögerers 4 in Position gehalten ist . Der Druckbegrenzer 3 als auch der Durchflussverzögerer 4 besitzen j eweils ein eigenes internes Gehäuse 31 bzw . 32 , j eweils mit integriertem Vorsatzsieb 37 , und werden gerade von dem gemeinsamen Gehäuse 5 der Baugruppe 1 in Position gehalten . Diese Ausgestaltungen führen dazu, dass die Baugruppe 1 insgesamt modular aufgebaut ist , sodass der Druckbegrenzer 3 , der Durchflussverzögerer 4 , aber auch der Strahlregler 30 einfach ausgetauscht werden können, etwa wenn in diesen Elementen der Baugruppe 1 Weiterentwicklungen statt finden .

Die wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen Ausgestaltung liegen darin, dass aufgrund der Regelung des internen Betriebsdrucks 10 durch den Druckbegrenzer 3 eine Zeitspanne festgelegt werden kann, in welcher die gewünschte zeitliche Variation des austretenden Wasserstrahls 2 , die von dem Durchflussverzögerer 4 erzeugt wird, abläuft . Denn solange eingangsseitig am Durchflussverzögerer 4 ein gleichbleibender Betriebsdruck 10 herrscht , verändert sich die zeitliche Dauer der Öf fnungsbewegung 39 des Ventilkolbens 24 nicht . Aber auch die maximale Flussrate des Wasserstrahls 2 , die am Ende der Öf fnungsbewegung 26 des Ventilkolben 24 schließlich erreicht wird, hängt von dem internen Betriebsdruck 10 ab, den der Druckbegrenzer 3 einregelt . Dies bedeutet , dass auch die maximale Flussrate mittels der Baugruppe 1 unabhängig von dem eingangsseitig anliegenden Wassereingangsdruck 8 eingestellt werden kann, da der Druckbegrenzer 3 die Schwankungen des Wassereingangsdrucks 8 kompensiert .

Wie die Figuren 1- 8 zeigen, verfügt das Gehäuse 5 über ein Belüftungsloch 48 , um die Luftkammer 20 des Druckbegrenzers 3 über die Belüftungsleitung 21 zu belüften . Um zu verhindern, dass das interne Gehäuse 31 des Druckbegrenzers 3 aufwändig zu dem Belüftungsloch 48 ausgerichtet werden muss , ist an dem Gehäuse 31 eine umlaufende Ringnut 49 ausgestaltet . Zu dem gleichen Zweck i st auch an dem statischen Teil 50 des Druckbegrenzers 3 , durch welches die Belüftungsleitung 21 verläuft , eine umlaufende Ringnut 49 in gleicher Höhe wie die Ringnut 49 des Gehäuses 31 ausgebildet . Somit kann die Luftkammer 20 unabhängig von einer j eweiligen Rotationsposition des statischen Teils 50 oder des Gehäuses 31 in Bezug auf das Belüftungsloch 48 belüftet werden . Eine denkbare Alternative hierzu besteht darin, die Belüftungsleitung 21 innerhalb des Gehäuses 5 bis nach unten zum Mundstück des Strahlreglers 30 zu führen und so für eine ausreichende Be- und Entlüftung der Luftkammer 20 zu sorgen, deren Volumen sich bei Bewegung des Ventilkörpers 14 ändert . Zusammenfassend wird zur Vermeidung von Wasserverschwendung aber auch zur Verbesserung der Hygiene eine sanitäre Baugruppe 1 vorgeschlagen, die einen Durchflussverzögerer 4 , vorzugsweise in Form eines Verzögerungsventils 23 , mit einem vorgeschalteten Druckbegrenzer 3 zu einer kompakten Einheit kombiniert , die an bestehenden Armaturen 6 montiert werden kann, um einen aus der Baugruppe 1 auslaufenden Wasserstrahl 2 zeitlich variieren zu lassen . Diese zeitliche Variation kann darin bestehen, unabhängig von einem Wassereingangsdruck 8 , der in der Armatur 6 vorliegt , stets eine gleichbleibende Zeitspanne zu gewährleisten, in welcher ein durch die Baugruppe 1 fließender Wasserstrom bis zu einer maximalen Durchflussrate anschwillt ( Figur 1 ) .

Bezugszeichenliste

1 Sanitäre Baugruppe

2 austretender Wasserstrahl

3 Druckbegrenzer

4 Durchflussverzögerer

5 gemeinsames Gehäuse (von 1)

6 sanitäre Auslauf armatur

7 Druckdifferenz

8 Wassereingangsdruck

9 atmosphärischer Druck

10 (interner) Betriebsdruck

11 (eingangsseitiger) Durchströmungsquerschnitt

12 Druckreduzierventil

13a, 13b Verschieberichtung

14 Ventilkörper

15a, 15b Rückstellelement

16 Offenposition

17 Schließposition

18 Durchströmungskanal

19 (variable) Durchflussöffnung

20 Luftkammer

21 Belüftungsleitung

22 Fluidkammer

23 Verzögerungsventil

24 Ventilkolben

25 Schließstellung

26 Offenstellung

27 Zwischenstellung

28 Dämpfer

29 Dämpfungsfluid

30 Strahlregler

31 (internes) Gehäuse (von 3)

32 (internes) Gehäuse (von 4)

33 (internes) Gehäuse (von 30) Innengewinde Außengewinde Dichtung Vorsatzsieb Fluidsystem Öf fnungsbewegung Öf fnungsspalt Ventilsitz Innenwandung Übergangsphase ( von 39 ) Zwischenabschnitt (von 42 ) Außenfläche (von 24 ) Durchflussquerschnitt Ende (von 42 ) Belüftungsloch Ringnut statisches Teil (von 4 ) interne Fluidkammer Strömungsweg des Wassers ( durch 1 ) weitere Fluidkammer Verbindungselement Druckfeder Abschnitt von 24 Schließbewegung (von 14 ) Ringdichtung Dämpfergehäuse Dämpf er ko Iben Verbindungskanal Kanaleinlass Kolbenstirnseite Kanalabschnitt Nut Rückströmkanal Abdeckung Stopfen