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Title:
SEALING GROMMET AND CABLE FEEDTHROUGH COMPRISING A SEALING GROMMET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/138975
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sealing grommet (2) for a sealed feedthrough of a strand-shaped element through a wall (22), in particular for a cable feedthrough for the motor vehicle sector, which is configured for insertion in the installation direction (M) in an opening bordered by the wall (22) having a predetermined opening width (DÖ1) and comprises a grommet body (4) having a push-through region (DB) extending in the installation direction (M), which is fed through the opening in the installation direction (M) during installation, so as to engage same behind the wall (22) in the installed state, wherein an auxiliary element (6) facilitating the insertion in the opening is further provided with a circumferential-side sliding region comprising at least one sliding surface (16), and wherein the at least one sliding surface (16) lies, at least partially, on a circumferential-side surface of the push-through region (DB).

Inventors:
KÄFER BERND (DE)
GRÖTSCH MATTHIAS (DE)
HEIN GERHARD (DE)
SAUDER JÖRG (DE)
Application Number:
PCT/EP2015/080989
Publication Date:
September 09, 2016
Filing Date:
December 22, 2015
Export Citation:
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Assignee:
LEONI BORDNETZ-SYSTEME GMBH (DE)
International Classes:
H02G3/22; B60R16/02
Foreign References:
DE10332035A12004-02-26
US7105750B12006-09-12
DE102005025780A12006-12-14
DE10358002B42011-07-28
DE102007051836A12009-05-14
Attorney, Agent or Firm:
FDST PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Dichtungstülle (2) für eine abgedichtete Durchführung eines strangförmigen Elements durch eine Wandung (22), insbesondere für eine Kabeldurchführung für den Kraftfahrzeugbereich, welche zum Einsetzen in Montagerichtung (M) in eine durch die Wandung (22) begrenzte Öffnung mit einer vorgegebenen Öffnungsweite (DÖI ) ausgebildet ist und einen Tüllenkörper (4) mit einem sich in Montagerichtung (M) erstreckenden Durchsteckbereich (DB) aufweist, der bei der Montage in Montagerichtung (M) durch die Öffnung hindurchgeführt wird, derart, dass dieser die Wandung (22) im montierten Zustand hintergreift,

dadurch gekennzeichnet,

dass weiterhin ein das Einsetzen in die Öffnung erleichterndes Hilfselement (6) mit einem zumindest eine Gleitfläche (1 6) umfassenden umfangsseitigen Gleitbereich vorgesehen ist, wobei die zumindest eine Gleitfläche (16) auf einer umfangsseitigen Oberfläche des Durchsteckbereichs (DB) zumindest teilweise aufliegt.

2. Dichtungstülle (2) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Tüllenkörper (4) im Durchsteckbereich (DB) eine maximale um- fangsseitige Ausdehnung (DT2) aufweist, die größer oder gleich der Öffnungsweite ( D01 ) der Öffnung ist, so dass die Gleitfläche (16) beim Einsetzen an der die Öffnung begrenzenden Wandung (22) entlang gleitet.

3. Dichtungstülle (2) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass sich der Tüllenkörper (4) im Durchsteckbereich (DB) entgegen der Montagerichtung (M) konisch erweitert.

4. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitbereich und insbesondere das ganze Hilfselement (6) aus einem härteren Material hergestellt ist als der Tüllenkörper (4).

Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Hilfselement (6) derart aus Umfangssegmenten (6a,6b) zusammengesetzt ist, dass diese bei der Montage umfangsseitig an den

Tüllenkörper (4) anlegbar und nachfolgend aneinander befestigbar sind.

Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass diese aus zwei einstückigen Bauteilen besteht, nämlich dem

Tüllenkörper (4) und dem Hilfselement (6).

7. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Hilfselement (6) eine konische Grundgeometrie aufweist.

8. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Hilfselement (6) zumindest im montierten Zustand eine konische Grundgeometrie mit einem ersten Abschnitt (A1 ) und mit einem sich daran entgegen der Montagerichtung (M) anschließenden zweiten Abschnitt (A2) aufweist, wobei der erste Abschnitt (A1 ) einen maximalen Durchmesser (DDi ) aufweist, der insbesondere kleiner ist als die Öffnungsweite (DÖI ) der Öffnung, und wobei der zweite Abschnitt (A2) einen maximalen Durchmesser (DD2) aufweist, der größer ist als der maximale Durchmesser (DDi ) des ersten Abschnitts (A1 ) und insbesondere größer als die Öffnungsweite (D01 ) der Öffnung.

9. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfselement (6) ringförmig ausgestaltet ist und mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Finger (14) aufweist, die im montierten Zustand auf dem Durchsteckbereich (DB) aufliegen.

10. Dichtungstülle (2) nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass jeder Finger (14) eine Gleitfläche (1 6) ausbildet.

1 1 . Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Hilfselement (6) ringförmig ausgestaltet ist und mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Versteifungsstege (18) aufweist, wobei insbesondere jeder Versteifungssteg (18) eine Gleitfläche (16) ausbildet.

12. Dichtungstülle (2) nach den Ansprüchen 8, 9 und 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Versteifungsstege (18) im ersten Abschnitt (A1 ) und die Finger (14) im zweiten Abschnitt (A2) des Hilfselements (6) ausgebildet sind, und dass der erste Abschnitt (A1 ) auf einem Ringsteg (RS) des Tüllenkörpers (4) aufliegt.

13. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Hilfselement (6) abnehmbar oder in Montagerichtung (M) von dem Tüllenkörper (4) abziehbar ist, derart, dass nach erfolgter Montage das Hilfselement (6) nach Art einer wiederholbar abnehmbaren Montagehilfe entfernbar ist.

14. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass diese im montierten Zustand mit Hilfe des Hilfselements (6) in der Öffnung verrastet ist.

15. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Hilfselement (6) ringförmig ausgestaltet ist und mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Finger (14) aufweist, wobei die Finger (14) Widerhaken bilden, sobald das Hilfselement (6) zusammen mit dem

Tüllenkörper (4) in der Öffnung verrastet ist.

1 6. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Hilfselement (6) mittels einer formschlüssigen Verbindung (10,12) und insbesondere mittels einer Spundung (10a,12a) oder einer Rastverbindung (10b, 12b) am Tüllenkörper (4) befestigt ist.

17. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Tüllenkörper (4) entgegen der Montagerichtung (M) angrenzend an den Durchsteckbereich (DB) einen ringnutartigen Wandungssitz (WS) zur Aufnahme der Wandung (22) aufweist, wobei insbesondere weiterhin entgegen der Montagerichtung (M) nachfolgend zum Wandungssitz (WS) eine tellerförmige Dichtlippe (21 ) ausgebildet ist.

18. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Tüllenkörper (4) aus Gummi hergestellt ist.

19. Dichtungstülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Tüllenkörper (4) als Schaumteil (4) ausgebildet ist.

20. Kabeldurchführung (1 ) durch eine Wandung (22) mit einer Öffnung in der Wandung (22) und mit einem in die Öffnung eingesetzten Tüllenkörper (4) nach einem der vorherigen Ansprüche und insbesondere mit einer in die Öffnung eingesetzten Dichtungstülle (2) nach einem der vorherigen Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Dichtungstülle und Kabeldurchführung mit einer Dichtungstülle

Die Erfindung betrifft eine Dichtungstülle für eine abgedichtete Durchführung eines strangförmigen Elements durch eine Wandung, insbesondere für eine Kabeldurchführung für den Kraftfahrzeugbereich, welche zum Einsetzen in Montagerichtung in eine durch die Wandung begrenzte Öffnung mit einer vorgegebenen Öffnungsweite ausgebildet ist und einen Tüllenkörper mit einem sich in Montagerichtung erstreckenden Durchsteckbereich aufweist, der bei der Montage in Montagerichtung durch die Öffnung hindurchgeführt wird, derart, dass dieser die Wandung im montierten Zustand hintergreift. Sie betrifft außerdem eine Kabeldurchführung mit einer entsprechenden Dichtungstülle.

Zur Abdichtung einer Kabeldurchführung ist es üblich, über die entsprechenden Kabel oder über einen entsprechenden Kabelstrang eine Tülle oder Dichtungstülle aus einem elastischen Material, wie zum Beispiel Gummi oder einem PU-Schaum, zu stülpen und diese Tülle mitsamt den Kabeln bzw. dem Kabelstrang in den entsprechenden Wandungsdurchbruch der Kabeldurchführung einzusetzen.

Eine solche Tülle ist beispielsweise in der auf die Anmelderin zurückgehenden DE 10 2005 025 780 A1 beschrieben. Diese wird durch Umspritzen, Umgießen oder Umschäumen eines Kabelstranges direkt am Kabelstrang ausgebildet und zudem nicht einfach nur in einen Wandungsdurchbruch gesteckt, sondern mit Hilfe eines die Tülle ergänzenden formstabilen Spannelements gegen den Durchbruch verspannt. Aus der DE 103 58 002 B4 ist eine weitere Dichtungstülle zu entnehmen, die mittels einer Befestigungshilfe, hier mittels eines Verrastelements, in einem Wandungsdurchbruch fixiert wird. Zudem weist diese Dichtungstülle ein Versteifungselement auf, mit dem sichergestellt wird, dass die Grundform der Dichtungstülle auch im verbauten Zustand erhalten bleibt und Verformungen lediglich im Bereich außenliegender Dichtlippen auftreten. Die Abdichtung erfolgt somit vor allem durch die Dichtlippen.

Eine abgewandelte Ausführung einer entsprechenden Tülle ist der

DE 10 2007 051 836 A1 beschrieben. Diese ist für zwei Kabel ausgebildet, die in einem vorgegebenen Abstand zueinander beispielsweise durch eine Gehäusewandung geführt werden sollen. Sie ist als formstabile Baugruppe ausgebildet und dient in erster Linie zur Führung der zwei Kabel und als Befestigungslösung oder Haltevorrichtung. Die eigentliche Abdichtung wird mit Hilfe einer umlaufenden Dichtung realisiert.

Unabhängig von der Ausgestaltung einer solchen Tülle gestaltet sich das Einsetzen, Einstecken oder Einpressen in eine Öffnung oder einen Wandungsdurchbruch in der Regel schwierig, da beim Einsetzen häufig relativ hohe Kräfte aufzubringen sind.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine vorteilhafte Möglichkeit zur Abdichtung einer Kabeldurchführung anzugeben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Dichtungstülle mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch eine Kabeldurchführung mit den Merkmalen des Anspruchs 19. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den rückbezogenen Ansprüchen enthalten. Die im Hinblick auf Dichtungstülle angeführten Vorteile und bevorzugten Ausgestaltungen sind sinngemäß auch auf die Kabeldurchführung übertragbar und umgekehrt.

Eine entsprechende Dichtungstülle ist dabei für eine abgedichtete Durchführung eines strangförmigen Elements durch eine Wandung und insbesondere für eine Kabeldurchführung für den Kraftfahrzeugbereich ausgelegt und als Einsatz für eine Öffnung, eine Materialaussparung oder einen Wandungsdurchbruch ausgestaltet.

Da derartige Öffnungen, Materialaussparungen oder Wandungsdurchbrüche häufig einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen oder eine gewisse Rotationssymmetrie zur Einführrichtung oder Einsetzrichtung der Dichtungstülle, weist auch eine hier vorgestellte Dichtungstülle typischerweise einen solchen kreisförmigen Querschnitt oder eine gewisse Rotationssymmetrie auf. Das nachfolgend beschriebene Konzept lässt sich jedoch ohne Weiteres auch auf Öffnungen mit einer abweichenden Geometrie, beispielsweise auf Öffnungen mit ovalem oder mehreckigem Querschnitt, übertragen. Für solche Ausführungsvarianten, die je nach Anwendungszweck als ebenfalls vorteilhafte alternative Ausführungen anzusehen sind, ist dann nicht mehr der eine Durchmesser eine charakteristische Größe, stattdessen sind dann häufig mehrere umfangsseitige Ausdehnungen kennzeichnend für die Dichtungstülle und/oder die Bestandteile der Dichtungstülle.

Unter einer umfangsseitigen Ausdehnung ist dabei im Sinne dieser Anmeldung eine Ausdehnung entlang einer für die jeweilige Geometrie charakteristischen Achse quer zur Einführrichtung, Einsetzrichtung oder Montagerichtung der Dichtungstülle zu verstehen, der eine charakteristische Öffnungsweite der Öffnung zugeordnet ist. Weist die Öffnung beispielsweise einen rechteckigen Querschnitt auf, dann lässt sich die Öffnung durch zwei Öffnungsweiten charakterisieren, die typischerweise als Höhe und Breite der Öffnung bezeichnet werden. Eine für eine solche Öffnung ausgelegte Dichtungstülle weist zwangsläufig ebenfalls zwei charakteristische Ausdehnungen und somit zwei charakteristische Achsen quer zur Montagerichtung der Dichtungstülle auf, also eine Höhe und eine Breite. Bei der Betrachtung von Relationen wird dann stets die Höhe der Dichtungstülle der Höhe der Öffnung gegenübergestellt und die Breite der Dichtungstülle der Breite der Öffnung.

Die Dichtungstülle ist dabei bevorzugt für eine Öffnung mit definierter Geometrie und definierter Öffnungsweite oder definierten Öffnungsweiten ausgelegt und zum Einsetzen in Montagerichtung in eine solche durch eine Wandung begrenzte Öffnung mit vorgegebener Öffnungsweite ausgebildet.

In jedem Fall umfasst die Dichtungstülle hierbei ein Tüllenkörper, mittels dessen die Öffnung abdichtbar ist, sowie ein Hilfselement, welches in erster Linie dazu dient, das Einsetzen der Dichtungstülle und somit des Tüllenkörpers in die Öffnung zu erleichtern. Hierfür weist das Hilfselement einen zumindest eine Gleitfläche umfassenden umfangsseitigen Gleitbereich auf, wobei die zumindest eine Gleitfläche eine umfangsseitige Oberfläche des Tüllenkörpers zumindest teilweise abdeckt oder auf einer umfangseitigen Oberfläche aufliegt, die in einem Bereich liegt, in dem der Tüllenkörper typischerweise eine maximale umfangsseitige Ausdehnung aufweist, die größer oder in etwa gleich der vorgegebenen, dazugehörigen Öffnungsweite der Öffnung ist. Dieser Bereich, nachfolgen als Durchsteckbereich bezeichnet, wird bei der Montage, also dem Einsetzen in die Öffnung, in Montagerichtung durch die Öffnung hindurchgeführt und hierbei gleitet dann die Gleitfläche anstelle der darunterliegenden umfangsseitigen Oberfläche des Tüllenkörpers an der die Öffnung begrenzenden Wandung entlang.

Dabei gilt es zu bedenken, dass für entsprechende Tüllenkörper geeignete Mate- rialen typischerweise hohe Reibungskoeffizienten aufweisen, weswegen beim Einsetzen oder Einfügen entsprechender Tüllenkörper hohe Reibungskräfte auftreten, die dann beim Einsetzen überwunden werden müssen. Das Hilfselement dagegen weist einen Gleitbereich auf, der dem Begriff entsprechend ein leichtgängigeres Gleiten ermöglicht und hierfür einem vergleichsweise geringen Reibungskoeffizienten aufweist, so dass die auftretenden Reibungskräfte beim Einsetzen der Dichtungstülle im Vergleich zu einer klassischen Dichtung oder einem klassischen Tüllenkörper ohne ein entsprechendes Hilfselement reduziert sind, was das Einsetzen der Dichtungstülle in eine entsprechende Öffnung erleichtert. Dass heißt also, dass die bei der Montage der Dichtungstülle aufzubringenden Montagekräfte bei der hier beschriebenen Dichtungstülle reduziert sind. Der Reibungskoeffizient des Gleitbereichs für Gleitreibung ist dabei vorzugsweise kleiner 0,6 und weiter bevorzugt kleiner 0,2 bei üblichen Wandungsmaterialien rund um die Öffnung oder Materialaussparung. Der Gleitbereich des Hilfselements wird hierbei zweckdienlicherweise durch die Oberfläche oder Teile der Oberfläche des Hilfselements ausgebildet und dementsprechend wird der verringerte Reibungskoeffizient bevorzugt durch eine geeignete Wahl eines Materials für das Hilfselement vorgegeben. Das Material des Hilfselements ist dabei typischerweise härter als das Material des Tüllenkörpers und die Oberfläche des Hilfselements ist in zumindest den Bereichen, die den Gleitbereich ausbilden, bevorzugt glatt gestaltet.

Für eine einfache Fertigung der Dichtungstülle ist es zudem günstig, wenn das Hilfselement einteilig und einstückig ausgestaltet ist, also zum Beispiel als einstückiges Spritzgussteil oder Gussteil ausgestaltet ist.

Alternativ ist das Hilfselement aus zumindest zwei Hilfselementteilen aufgebaut, die dann vor oder während der Montage zusammengesetzt und typischerweise aneinander befestigt werden, also zum Beispiel miteinander verschweißt oder ineinander gesteckt werden. Günstig ist dabei insbesondere eine Ausgestaltung, bei der das Hilfselement aus zwei insbesondere halbschalenartigen Umfangssegmen- ten aufgebaut und zusammengesetzt ist, so dass diese bei der Montage, also der Verbindung mit dem Tüllenkörper, umfangsseitig, also nicht in Einführrichtung oder Einsetzrichtung der Dichtungstülle, auf den Tüllenkörper aufgesteckt oder an den Tüllenkörper angelegt und nachfolgend aneinander befestigt werden können. Auf diese Weise gestaltet sich auch die Montage der Dichtungstülle relativ einfach und kraftaufwandsarm. Die einzelnen Teile des Hilfselements werden hierbei zur Befestigung aneinander zum Beispiel miteinander verschweißt oder mittels einer Steckverbindung miteinander verbunden

In den Fällen, in denen das Hilfselement einteilig und einstückig ausgestaltet ist, besteht die Dichtungstülle weiter bevorzugt aus genau zwei einstückigen Bauteilen, nämlich dem Tüllenkörper und dem Hilfselement. Auf diese Weise ist die Dichtungstülle einfach gehalten, was unter anderem die Mehrkosten gegenüber einem einfachen klassischen Tüllenkörper in Grenzen hält. Der Tüllenkörper ist - unabhängig von der Ausgestaltung des Hilfselements - vorzugsweise auf alle Fälle einstückig ausgebildet.

Von Vorteil ist es des Weiteren, wenn die Dichtungstülle und insbesondere der Tüllenkörper als Radialdichtung und bevorzugt als Tülle für eine Kabeldurchführung ausgebildet ist und zwar insbesondere dann, wenn die Dichtungstülle für den Kraftfahrzeugbereich oder generell für Serienproduktionen vorgesehen ist. Gerade hier wirken sich auch kleinere Verbesserungen oder Erleichterungen bei einzelnen Fertigungsprozessschritten besonders günstig aus.

Zweckdienlicherweise sind der Tüllenkörper und das Hilfselement hinsichtlich ihrer geometrischen Gestaltung an die Geometrie der Öffnung und im Falle einer Kabeldurchführung auch an die Geometrie des vorgesehenen Kabelstrangs ange- passt. Dementsprechend ist das Hilfselement beispielsweise bevorzugt ringförmig ausgestaltet, sofern die Dichtungstülle für eine runde Öffnung ausgelegt ist.

Weiter weist der Tüllenkörper vorzugsweise zumindest im Durchsteckbereich eine konische Grundform auf, wobei sich der Tüllenkörper bevorzugt entgegen der Montagerichtung konisch erweitert.

Alternativ oder ergänzend hierzu weist auch das Hilfselement zumindest im montierten Zustand der Dichtungstülle bevorzugt eine konische Grundgeometrie auf, so dass sich das Hilfselement in eine entsprechende Öffnung, Materialaussparung oder Wandungsdurchbruch leichter einfügen und insbesondere regelrecht einfädeln lässt. Hierbei gilt es zu bedenken, dass Tüllenkörper oder Dichtungen nach dem Stand der Technik typischerweise derart ausgelegt sind, dass diese zumindest in bestimmten Bereichen komprimiert werden müssen, damit diese in die vorgesehene Öffnung eingesetzt werden können. Die für das Einsetzen notwendige Kompression bedingt dabei in der Regel einen relativ hohen Kraftaufwand, wodurch das Einsetzen des Tüllenkörpers in eine entsprechende Materialaussparung relativ aufwendig und mitunter recht schwierig ist. Durch eine konische Grundgeometrie des Hilfselements erfolgt die notwendige Kompression quasi allmählich mit der Einführung der Dichtungstülle in die Öffnung, was das Einsetzen wiederum erleichtert.

In vorteilhafter Weiterbildung ist das Hilfselement konisch gestaltet mit einem ersten und mit einem sich entgegen der Montagerichtung daran anschließenden zweiten Abschnitt, wobei der erste Abschnitt einen maximalen Durchmesser oder eine maximale umfangseitige Ausdehnung aufweist, der bzw. die kleiner ist als die Öffnungsweite der Öffnung, und/oder wobei der zweite Abschnitt einen maximalen Durchmesser bzw. eine maximale umfangseitige Ausdehnung aufweist, der bzw. die größer ist als die Öffnungsweite der Öffnung. Der zweite Abschnitt ist dabei zweckdienlicherweise nach Art eines Federelements radial komprimierbar.

Günstig ist es weiter, wenn das Hilfselement zumindest teilweise auf einer Dichtlippe, einem Dichtring oder einer Dichtlamelle im Durchsteckbereich des

Tüllenkörpers aufliegt und auf diese Weise insbesondere das Einführen oder Einsetzen der Dichtlippe, des Dichtrings bzw. der Dichtlamelle erleichtert.

Zu Gunsten einer einfachen Herstellung der Dichtungstülle ist es weiter von Vorteil, wenn das Hilfselement auf den Tüllenkörper aufgesteckt ist. Gemäß einer Ausführungsvariante ist die Dichtungstülle zudem bevorzugt gebildet durch zwei separate Teile, die insbesondere lediglich form- oder reibschlüssig, nicht jedoch stoffschlüssig miteinander verbunden sind.

In vorteilhafter Weiterbildung ist das Hilfselement über eine Dichtlippe des

Tüllenkörpers gestülpt, wobei das Hilfselement einerseits und die Dichtlippe des Tüllenkörpers andererseits bevorzugt ringförmig und/oder konisch ausgestaltet sind.

Des Weiteren weist das Hilfselement unabhängig davon, ob dieses mehrteilig oder einteilig ausgebildet ist, bevorzugt zumindest zwei geometrische Grundelemente oder Grundkörper auf, die sich insbesondere hinsichtlich ihrer Funktion unterscheiden. So weist das Hilfselement gemäß einer Ausführungsvariante eine Basis, insbesondere eine ringförmige Basis, auf. An dieser Basis sind weiter bevorzugt mehrere, insbesondere mehr als zehn, Stege, Zähne oder Finger angeformt oder befestigt, die den Gleitbereich ausbilden oder zumindest mitausbilden. Dabei sind die Finger, sofern vorgesehen, und/oder die Stege, sofern vorgesehen, weiter bevorzugt über den Umfang der ringförmigen Basis des Hilfselements verteilt angeordnet und die nach außen gerichteten Oberflächen der Finger und/oder der Stege bilden einen aus mehreren Gleitflächen zusammengesetzten Gleitbereich aus.

Außerdem ist es günstig, wenn die Versteifungsstege im ersten Abschnitt und die Finger im zweiten Abschnitt des Hilfselements ausgebildet sind und wenn der erste Abschnitt auf einem Ringsteg des Tüllenkörpers aufliegt und der zweite Abschnitt auf einer Dichtlippe im Durchsteckbereich Tüllenkörpers.

Von Vorteil ist es zudem, wenn die Finger, sofern vorgesehen, Federelemente ausbilden, die beim Einsetzen der Dichtungstülle zunächst einfedern und nachfolgend wieder ausfedern, sobald die Dichtungstülle ihre Montageendposition in einer entsprechenden Öffnung erreicht hat. In vorteilhafter Weiterbildung bilden die Finger, die zum Beispiel als leisten- oder plattenförmig ausgestaltet sind, dann gemeinsam eine Federeinheit aus, die insbesondere eine konische Grundgeometrie zeigt.

Die Stege wiederum dienen günstigerweise zudem als Versteifungsstege für das Hilfselement, so dass mit deren Hilfe zumindest ein Bereich des Hilfselements, nämlich die Basis, eine relativ formstabile Struktur aufweist.

Weiter ist das Hilfselement gemäß einer Ausführungsvariante als reine Montagehilfe ausgebildet und dementsprechend wird das Hilfselement in diesem Fall nach dem Einsetzen der Dichtungstülle in eine entsprechende Materialaussparung vom Tüllenkörper entfernt und aus der Materialaussparung herausgenommen oder von dieser weggeführt. Hierbei ist es zudem günstig, wenn das Hilfselement als wiederverwendbare oder wiederholt einsetzbare Montagehilfe ausgebildet ist, die für mehrere Montageprozesse, also als Hilfe zum Einsetzen mehrere Tüllenkörper, eingesetzt werden kann. Alternativ wird das Hilfselement nach einem Einsetzen in eine entsprechende Materialaussparung nicht wieder entfernt und in einem solchen Fall bilden dann das Tüllenkörper und das Hilfselement eine Art Dichteinheit aus, insbesondere eine Kabeldurchführung.

In beiden Fällen wird das Hilfselement dabei bevorzugt beim Einsetzen der Dichtungstülle durch die Öffnung vollständig hindurch geführt. Dementsprechend ist das Hilfselement im Gegensatz zum Tüllenkörper im Montageendzustand vollständig außerhalb der Öffnung oder des Wandungsdurchbruches positioniert und trägt somit nicht zur Abdichtung oder Auffüllung der Öffnung nicht bei.

Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn die Dichtungstülle mit Hilfe des Hilfselements und/oder des Tüllenkörpers im Montageendzustand in der Öffnung quasi verrastet ist. Gemäß einer Ausführungsvariante bilden dabei die zuvor erwähnten Finger ein Rastelement aus, wobei die Finger im verrasteten Zustand eine widerhakenähnliche Wirkung bedingen, wenn versucht wird, die Dichtungstülle wieder aus der entsprechenden Öffnung, der Materialaussparung oder aus dem entsprechenden Wandungsdurchbruch herauszuziehen.

Insbesondere wenn das Hilfselement zur Fixierung oder Befestigung der Dichtungstülle in einer entsprechenden Öffnung beiträgt, ist es des Weiteren vorteilhaft, das Hilfselement und das Tüllenkörper miteinander zu verbinden, also beispielsweise miteinander zu verkleben. Alternativ ist die Verbindung als lösbare Verbindung und insbesondere als formschlüssige Verbindung ausgebildet, wobei das Hilfselement beispielsweise mittels einer Spundung am Tüllenkörper befestigt ist. Günstig ist auch eine Rastverbindung, wobei hier eine Kombination aus Spundung und Rastverbindung bevorzugt wird. In diesem Fall ist dann die entsprechende Nut der Spundung mit einem Hinterschnitt versehen und der Gegenpart weist einen entsprechenden Vorsprung auf, der nach Ausbildung der Spundung in den Hinterschnitt hineinragt. Weiter wird für die Herstellung des Tüllenkörpers bevorzugt ein Elastomer genutzt und/oder vulkanisierter Kautschuk verwendet. Hierbei ist es zudem günstig, wenn der Tüllenkörper aus einem einzigen Werkstoff hergestellt ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist der Tüllenkörper als Schaumteil ausgebildet und zum Beispiel aus einem Polyurethan (PUR) hergestellt.

Auch das Hilfselement ist bevorzugt aus einem einzigen Werkstoff hergestellt, wobei bevorzugt Kunststoffe wie beispielsweise Polyoxymethylen (POM) verwendet werden. Alternativ ist das Hilfselement aus einem Metall hergestellt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

FIG 1 in einer perspektivischen Ansicht eine Dichtungstülle aus einem

Tüllenkörper und einem Hilfselement,

FIG 2 in einer perspektivischen Ansicht das Hilfselement,

FIG 3 in einer Seitenansicht der Tüllenkörper,

FIG 4 in einer Schnittdarstellung der Tüllenkörper,

FIG 5 in einer teilweisen Schnittdarstellung eine alternative Ausgestaltung des Tüllenkörpers einer zweiten Ausführungsvariante der Dichtungstülle,

FIG 6 in einer teilweisen Schnittdarstellung eine dritte Ausführungsvariante der Dichtungstülle,

FIG 7 in einer teilweisen Schnittdarstellung die dritte Ausführungsvariante der Dichtungstülle in einer Einbausituation mit zwei Wandungsdurchbrüchen,

FIG 8 in einer Seitenansicht eine vierte Ausführungsvariante der Dichtungstülle zusammen mit einem Kabel sowie

FIG 9 in einer Schnittdarstellung die vierte Ausführungsvariante der Dichtungstülle zusammen mit dem Kabel. Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Die nachfolgend exemplarisch beschriebenen Dichtungstüllen 2 sind für Kabeldurchführungen 1 für den Kraftfahrzeugbereich ausgestaltet und jeweils für runde Öffnungen mit definierter Öffnungsweite ausgelegt. Jede dieser Dichtungstüllen 2 umfasst dabei ein Tüllenkörper 4, der beispielsweise als Polyurethan-Schaumteil und somit als einstückiges Bauteil ausgebildet oder aus Gummi gefertigt ist. Auf den Tüllenkörper 4 ist, so wie in Fig. 1 dargestellt, ein Hilfselement 6 aufgesteckt, welches ebenfalls einstückig und einteilig ausgestaltet ist, jedoch aus einem härteren Material, zum Beispiel Polyoxymethylen, besteht.

Einer alternativen Ausführung entsprechend ist das Hilfselement 6 aus zwei halbringförmigen oder halbschalenförmigen Umfangssegmenten 6a,6b zusammengesetzt, die bei der Montage einer Dichtungstülle 2 umfangsseitig an den

Tüllenkörper 4 der Dichtungstülle 2 angelegt und nachfolgend miteinander verbunden werden. In Fig. 2 ist eine derartige Ausführung dargestellt, wobei die Schnittstelle zwischen den beiden Umfangssegmenten 6a,6b des Hilfselements 6 durch eine Trennlinie T angedeutet ist.

Weiter weist das Hilfselement 6 als einen geometrischen Grundkörper eine ringförmige, hohlzylinderartige Basis 8 auf, die im aufgesteckten Zustand auf einem Ringsteg RS des Tüllenkörpers aufliegt und an deren Innenseite eine ringförmige Feder 10 angeformt ist. Diese Feder 10a greift im aufgesteckten Zustand des Hilfselements 6 in eine Nut 12a am Tüllenkörper 4 ein, so dass der Tüllenkörper 4 und das Hilfselement 6 durch eine Spundung miteinander verbunden sind.

Eine alternative Verbindungsvariante ist in der Schnittdarstellung in Fig. 9 angedeutet, wobei hier am Tüllenkörper 4 eine Nut 12b mit einer Hinterschneidung ausgebildet ist. Ergänzend hierzu weist dann die dazugehörige Feder 10b einen komplementären Vorsprung auf, der in die Hinterschneidung hinein ragt, so dass in diesem Fall zwischen dem Tüllenkörper 4 und dem Hilfselement 6 eine Kombination aus Spundung und Rastverbindung ausgebildet ist. An die ringförmige Basis 8 des Hilfselements 6 gemäß Fig. 2 sind ähnlich wie bei einer Krone mehrere insbesondere plattenförmige Finger 14, Zähne oder Zacken angeformt, die leicht nach außen gebogen sind und dem Hilfselement 6 somit eine konische Grundgeometrie verleihen. Die nach außen gerichtete Oberfläche eines jeden Fingers 14 bildet eine Gleitfläche 1 6 mit einem geringen Reibungskoeffizienten aus. Die Gleitflächen 1 6 sind dabei nach Art einer Gleichteilung gleichmäßig über den Umfang des Hilfselements 6 verteilt angeordnet und sind zudem Teil eines Gleitbereichs oder einer Gleitgesamtfläche, durch die das Einsetzen der Dichtungstülle in eine dafür vorgesehene Öffnung erleichtert ist.

Teil dieses Gleitbereichs sind außerdem die nach außen gerichteten Oberflächen mehrerer Versteifungsstege 18, die ebenfalls gleichmäßig über den Umfang des Hilfselements 6 verteilt angeordnet und außenseitig an der Basis 8 angeformt sind. Die Versteifungsstege 18 sind hierbei nach Art kleiner Rampen ausgebildet und tragen somit zur konischen Grundgeometrie des Hilfselements 6 bei.

Aufgrund der konischen Grundgeometrie des Hilfselements 6 sowie aufgrund der Form des Tüllenkörpers 4 weist das Hilfselements 6 im aufgesteckten Zustand einen ersten durch die Finger 14 ausgebildeten Abschnitt A1 und einen zweiten durch die Basis 8 mit den Versteifungsstegen 18 ausgebildeten Abschnitt A2 auf, wobei der erste Abschnitt A1 einen maximalen Durchmesser D D i aufweist, der kleiner ist als der Durchmesser D01 der Öffnung, und wobei der zweite Abschnitt A2 einen maximalen Durchmesser D D2 aufweist, der größer ist als der Durchmesser D01 der Öffnung. In Fig. 7 sind die Relationen durch Strich-Punkt-Linien angedeutet. Die Durchmesser D D i und D D2 des Hilfselements 6 entsprechen dabei den dazugehörigen Durchmessern D D i und D D2 der Dichtungstülle 2.

Diese Relation gilt sinngemäß auch für den Tüllenkörper 4, wobei hier der Abschnitt, auf dem im aufgesteckten Zustand der erste Abschnitt A1 des Hilfselements 6 aufliegt, einen maximalen Durchmesser aufweist, der kleiner ist als der Durchmesser D01 der Öffnung, und wobei der Abschnitt, auf dem im aufgesteck- ten Zustand der zweite Abschnitt A2 des Hilfselements 6 aufliegt, einen maximalen Durchmesser aufweist, der größer ist als der Durchmesser D01 der Öffnung.

Die Finger 14 liegen im aufgesteckten Zustand des Hilfselements 6 auf einer Dichtlippe 20 des Tüllenkörpers 4 auf und dementsprechend ist Hilfselement 6 zumindest teilweise über die Dichtlippe 20 des Tüllenkörpers 4 gestülpt. Die Dichtlippe 20 weist hierbei ein rampenförmiges Profil auf und erweitert sich konisch entgegen einer Montagerichtung M.

Beim Einsetzen der Dichtungstülle 2 in Montagerichtung M in einen entsprechenden Wandungsdurchbruch trifft die Dichtungstülle 2 mit der Dichtlippe 20 und den aufliegenden Fingern 14 auf eine ringförmige durch eine Wandung 22 begrenzte Öffnung, deren Durchmesser D01 kleiner ist, als der maximale Durchmesser D T2 der Dichtungstülle 2 im Bereich der Dichtlippe 20. Diese Dichtlippe liegt im Durchsteckbereich DB der bei der Montage durch die Öffnung hindurchgeführt wird. Beim Einpressen oder Durchpressen der Dichtungstülle 2 oder vielmehr des Durchsteckbereichs DB durch die Öffnung werden daher die Finger 14 eingefedert und komprimieren dabei die Dichtlippe 20, bis die Dichtungstülle 2 in diesem Bereich einen Durchmesser kleiner gleich dem Durchmesser D01 der Öffnung aufweist. Nach dem Durchtritt des Durchsteckbereichs DB durch diese Öffnung federn die Finger 14 wieder aus und die Dichtlippe 20 dehnt sich auf ihren ursprünglichen Umfang aus, so dass die Dichtlippe 20 einerseits und die Finger 14 andererseits die Öffnung hintergreifen, wodurch die Dichtungstülle 2, wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 angedeutet, in dem Wandungsdurchbruch verrastet ist.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 dient die Dichtungstülle 2 zur Ausbildung einer Kabeldurchführung durch zwei Wandungen 22, wobei die jeweiligen Öffnungen unterschiedlich große Durchmesser D01 , D0 2 aufweisen. Im Montageendzustand, angedeutet durch gestrichelte Linien, liegt dann an jeder der beiden Wandungen 22 eine tellerartige Dichtlippe 21 flächig an und eine der Wandungen 22 ist quasi zwischen zwei Dichtlippen 20, 21 , also einer tellerartigen Dichtlippe 21 und der Dichtlippe 20 mit dem rampenförmigen Profil, eingeklemmt. Diese Wan- dung 22 liegt dabei auf einem ring- oder zylinderförmigen Abschnitt des

Tüllenkörpers 4 auf, der als Wandungssitz WS zwischen der tellerartigen Dichtlippe 21 und der Dichtlippe 20 mit dem rampenförmigen Profil positioniert ist. Die beiden tellerartigen oder tellerförmigen Dichtlippen 21 dienen dabei nicht nur als Flüssigkeitsbarriere, sondern auch als Stützelemente, die flächig an den Wandungen 22 anliegen.

Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel beschriebenen Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

1 Kabeldurchführung

2 Dichtungstülle

4 Tüllenkörper

6 Hilfselement

6a,6b Umfangssegment

8 Basis

10a/1 Ob Feder

12a/12b Nut

14 Finger

1 6 Gleitfläche

18 Versteifungsstege

20 Dichtlippe

21 tellerförmige Dichtlippe

22 Wandung

M Montagerichtung

T Trennlinie

DB Durchsteckbereich

RS Ringsteg

WS Wandungssitz

A1 erster Abschnitt

A2 zweiter Abschnitt

D0 1 Durchmesser Öffnung 1 /Wandungsdurchbruch 1

D0 2 Durchmesser Öffnung 2/Wandungsdurchbruch 2

D D i Durchmesser Dichtungstülle im Abschnitt A1

D D2 Durchmesser Dichtungstülle im Abschnitt A2