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Patent Searching and Data


Title:
SECURED STORE FOR BULK MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/068097
Kind Code:
A3
Abstract:
Stores (1) for materials stored in the form bulk materials can be prevented from dispersing by depositing a slurry consisting of a sealing material, which dries thereon to form a thin, hard and crusty surface.

Inventors:
STRUNK JOACHIM (DE)
Application Number:
PCT/DE2005/000027
Publication Date:
June 05, 2008
Filing Date:
January 12, 2005
Export Citation:
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Assignee:
RAG AG (DE)
STRUNK JOACHIM (DE)
International Classes:
B09B3/00; B09B1/00; B65G3/02; B65G69/18
Foreign References:
US6096373A2000-08-01
US6409818B12002-06-25
EP0706958A11996-04-17
US4028130A1977-06-07
Attorney, Agent or Firm:
SPARING, Rolf, K. et al. (Düsseldorf, DE)
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Claims:

PATENTANSPRüCHE 1. Gegen Abwehungen gesicherte Lager für Schüttgut, dadurch gekennzeichnet, dass das abgelagerte Schüttgut mit einer Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials bedeckt ist, das zu einer dünnen, harten und krustigen Oberfläche antrocknet.
2. Gegen Abwehungen gesicherte Lager für Schüttgut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um Materialien der Grundstoffindustrie handelt.
3. Gegen Abwehungen gesicherte Lager für Schüttgut nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschlämmung aus 3 bis 20 % des Versiegelungsmaterials in Wasser besteht.
4. Gegen Abwehungen gesicherte Lager für Schüttgut nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Versiegelungsmaterial eine wässrige Aufschlämmung von Zement oder Kalk verwendet wird.
5. Gegen Abwehungen gesicherte Lager für Schüttgut nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Versiegelungsmaterial organische Bindemittel verwendet werden.
6. Gegen Abwehungen gesicherte Lager für Schüttgut nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Versiegelungsmaterial Klärschlamm verwendet wird.
7. Verfahren zur Sicherung von Lagern für Schüttgut gegen Abwehungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des gelagerten Schüttguts

mit einer Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials besprüht wird bis eine gleichmäßige Bedeckung erreicht ist und dann durch Trocknung der Aufschlämmung eine dünne, harte und krustige Oberfläche entsteht.

8. Verwendung einer Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials, die durch Trocknung eine dünne, harte und krustige Oberfläche bildet, zur Sicherung von Lager für Schüttgut gegen Abwehungen.
9. Vorrichtungen zum Auftragen einer wässrigen Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials auf die Oberfläche eines Lagers für Schüttgut, dadurch gekennzeichnet, dass das Versiegelungsmaterial über ein Verteilerrohr verteilt wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Versiegelungsmaterial über ein Verteilerrohr, das auf den Laufschienen für die Rückladevorrichtung des Schüttguts fährt, verteilt wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Versiegelungsmaterial über ein Verteilerrohr, das auf Rädern in einer Zwangsführung fährt, verteilt wird.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerrohr ohne Zwangsführung fährt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerrohr über die gesamte Oberfläche des abgelagerten Schüttguts bewegt wird.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüchen 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilerrohr selbst als Trägerkonstruktion dient.

15. Vorrichtung nach einem der Ansprüchen 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fachwerkträgerkonstruktion verwendet wird, in der das Verteilerrohr separat geführt wird.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Versiegelungsmaterial in einem Behälter in dem Fahrgestell des Verteilerrohrs angebracht ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter für das Versiegelungsmaterial mit einem Rührwerk ausgestattet ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Versiegelungsmaterial durch einen Schleppschlauch dem Verteilerrohr zugeführt wird.
Description:

Gesicherte Lager für Schüttgüter Die Erfindung betrifft gegen Abwehungen gesicherte Lager für als Schüttgüter gelagerte Materialien durch Aufbringung einer Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials, ein Verfahren zu ihrem Aufbau und Vorrichtungen zur Aufbringung des Versiegelungsmaterials.

Im Rahmen der Erfindung werden Schüttgüter in der Regel als kurzzeitige Lager beispielsweise zwischen den einzelnen Schritten von Produktionsverfahren deponiert. In der Technik werden solche Lager manchmal auch Halden genannt.

In vielen Bereichen der Grundstoffindustrie ist die Bevorratung oder Mischung von Schüttgütern in Lagern üblich. Beispielsweise seien genannt : Kokereien, Hüttenwerke, Sinteranlagen, Asphaltmischwerke, Kraftwerke und Umschlagplätze. Dabei werden entweder zur Vorratshaltung oder zur Mischung verschiedener Schüttgüter vor weiterer Verwendung oder zur Bereitstellung von Lieferungen Lager angelegt. In Lagern und/oder Mischbetten werden beispielsweise Kohle, Koks, Grus, Eisenerz und Kalksteinsplitt aufgeschüttet.

Moderne Großkokereien mit einem großen Tagesdurchsatz z. B. beziehen in der Regel mehrere Kohlekomponenten verschiedener Qualität und mischen diese als Schüttgut zur Einsatzmischung im Rahmen der Lagerung zusammen.

Eine übliche Art der Mischung ist die übereinanderschichtung der Komponenten in Längs-Mischbetten nach der sogenannten Chevron-Methode (Zement-Kalk-Gips, Heft 8/1983) oder in Aufschüttungen in Form von "nierenförmigen"Mischbetten.

Bei der Chevron-Methode werden die einzelnen Komponenten durch den auf Schienen fahrenden, mit einer Bandschleife ausgerüsteten Absetzer schalenförmig übereinander geschichtet. Oft werden die Kohlemengen für eine

Woche oder mehr in einem Mischbett abgelegt. Die fertige Mischung wird danach mit einer Kratzerkette abgetragent und z. B. auf ein Förderband zur weiteren Verwendung geschoben. Das abgelagerte Schüttgut liegt in der Regel einige Zeit bis es wieder abgebaut wird. Durch Witterungseinflüsse trocknet dabei das Schüttgut aus und feinkörnige Teile können durch den Wind abgeweht werden.

Dies führt nicht nur zu Umweltproblemen sondern auch zu einem Verlust an dem abgelagerten Schüttgut.

Dieses Problem versucht man, durch Befeuchtung des abgelagerten Schüttguts mit längs der Lager aufgestellten Wassersprühern zu lösen. Das Befeuchten wirkt jedoch nur kurzfristig, da das Wasser in die unteren Schichten versickert und dort zu einer unter Umständen unerwünschten Erhöhung des Wassergehalts im Material führt. An der Oberfläche trocknet das Schüttgut schnell wieder ab und kann wieder abgeweht werden. Eine überdachung und/ oder Einrüstung des gesamten Lagers kommt aus wirtschaftlichen Gründen meist nicht in Frage.

Es ist bekannt, unterschiedliche Materialien (z. B. Abfallprodukte) langfristig in Halden abzulegen und diese Halden dauerhaft zu versiegeln. Das Versieglungsmaterial wird in der Regel in die Halde eingearbeitet, so dass der Schutz auch bei einer möglichen Bepflanzung nicht verloren geht.

So sind aus der DE 196 32154 C5 Haldenabdeckungen bekannt, die aus hydraulisch und puzzolanisch abgebundenen Gemischen mineralischer Reststoffe bestehen. Es handelt sich hierbei um langfristige Endlager für Rückstände. Um die Lagerung zu gewährleisten werden die Abdeckungen streifenförmig in unterschiedlichen Verdichtungszuständen eingebaut.

Aus der DE 36 20 814 A1 sind ebenfalls Deckmaterialien für Halden bekannt, die aus einer homogenen Mischung aus Flug-und Grobasche von Stein-bzw.

Braunkohlefeuerungen und aus Entkarbonatisierungsrückständen der Kühlturmzusatzwasseraufbereitung von Kraftwerken besteht.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Vermeidung von Abwehungen von abgelagertem Schüttgut.

Es wurden gegen Abwehungen gesicherte Lager für Schüttgut gefunden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass das abgelagerte Schüttgut mit einer Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials bedeckt ist, das zu einer dünnen, harten und krustigen Oberfläche antrocknet.

Die erfindungsgemäßen Lager für Schüttgüter sind für eine kurzzeitige Deponie der Schüttgüter angelegt. In der Regel erfolgt die Lagerung für weniger als 6 Monate, bevorzugt für 1 Tag bis 8 Wochen, insbesondere bevorzugt für 3 bis 21 Tage.

Bevorzugt sind die erfindungsgemäßen Lager für Schüttgut in Längsbettform angelegt.

Die erfindungsgemäßen gegen Abwehungen gesicherten Lager für Schüttgut sind auch bei starkem Wind gegen Abwehungen gesichert und bleiben auch bei extremen Klimaeinflüssen, z. B. starkem Regen, Schnee oder Eis, stabil.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei dem Schüttgut bevorzugt um Materialien der Grundstoffindustrie, die feinkörnige Anteile enthalten, die vom Wind abgeweht werden können.

Bevorzugt sind Kohle, Koksgrus, Fein-Eisenerz und Kalksteinsplitt.

Versiegelungsmaterial im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind im allgemeinen Aufschlämmungen von inerten feinkörnigen Stoffen, die mit dem gelagerten Schüttgut nicht reagieren. Das Versiegelungsmaterial soll nach dem Trocknen eine dünne, harte und krustige Oberfläche bilden.

Erfindungsgemäß werden im allgemeinen Aufschlämmungen (Suspensionen) oder Lösungen, bevorzugt wässrige Aufschlämmungen, des Versiegelungsmaterials eingesetzt.

Es ist dabei möglich, vor der Anwendung die Aufschlämmung in an sich bekannter Weise herzustellen oder man setzt eine schon bestehende Aufschlämmung ein, wie sie bei anderen Prozessen anfällt. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung besteht die wässrige Aufschlämmung bevorzugt aus 3 bis 20 Gew. % des Versiegelungsmaterials, welches im allgemeinen feinteilig ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann als Versiegelungsmaterial eine wässrige Aufschlämmung von Zement oder Kalk verwendet werden.

Unter Zement im Rahmen der Erfindung versteht man ein feingemahlenes hydraulisches Bindemittel, welches überwiegend aus Calciumsilikaten, -aluminaten und-ferriten besteht, wie es in der Bauindustrie verwendet wird (DIN 8580).

Es sind alle Zementarten geeignet, insbesondere Portlandzement (CEMI), Portland-Komposit-Zement (CEMII) und Hochofenzement (CEMIII).

Unter Kalk im Rahmen der vorliegenden Erfindung versteht man"gebrannten Kalk", der im wesentlichen aus Calciumoxiden bzw. Hydroxiden besteht.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können als Versiegelungsmaterial organische Bindemittel, insbesondere bevorzugt Polyalkohole verwendet werden.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann als Versiegelungsmaterial Klärschlamm verwendet werden.

Klärschlamm im Rahmen der vorliegenden Erfindung entsteht im wesentlichen durch ganz oder teilweisen biologischen Abbau von Haus-und Industrieabwasser in Kläranlagen und/oder Abwasserreinigungsanlagen.

Insbesondere bevorzugt ist der unausgefaulte Klärschlamm aus Industrieabwasserreinigungsanlagen oder kommunalen Kläranlagen.

Besonders geeignet ist auch Klärschlamm aus biologischen Abwasseranlagen von Kokereien. Es kann auch ausgefaulter Klärschlamm genutzt werden.

Der erfindungsgemäß eingesetzte Klärschlamm weist bevorzugt einen Trockensubstanzgehalt im Bereich von 4 bis 10 Gew. % auf.

Um möglichen hygienischen Problemen zu begegnen, kann der Klärschlamm vor dem Auftragen durch Zugabe von Bioziden mikrobiell unbedenklich gestellt werden.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist eine Versiegelung des abgelagerten Schüttguts mit Klärschlamm und/oder Polyolen besonders bevorzugt.

Die Dicke der Versiegelung im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann in weiten Grenzen schwanken. Die Dicke liegt bevorzugt im Bereich von etwa 0,5 bis etwa 5 mm.

Es wurde auch ein Verfahren zur Sicherung von Lagern für Schüttgut gegen Abwehungen gefunden, bei dem die Oberfläche des gelagerten Schüttguts mit einer Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials besprüht, wird bis eine gleichmäßige Bedeckung erreicht ist und dann durch Trocknung der Aufschlämmung eine dünne, harte und krustige Oberfläche entsteht.

Zur Aufbringung der Aufschlämmung des Versiegelungsmaterials sind grundsätzlich alle Vorrichtungen anwendbar, die ein gleichmäßiges Auftragen ermöglichen.

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Versiegelungsmaterial großflächig auf der Oberfläche des Lagers aufgetragen.

In der Regel wird das Versiegelungsmaterial aus einem Vorratsbehälter, in dem gegebenenfalls auch die Aufschlämmung hergestellt werden kann, in ein Sprühsystem gepumpt, durch das das Versiegelungsmaterial gleichmäßig über das Lager des Schüttguts verteilt wird.

Das Trocknen der Oberfläche erfolgt in der Regel an der Atmosphäre durch die Außentemperatur und den Wind. Es ist selbstverständlich auch möglich, den Trocknungsvorgang durch Zuführen und gegebenenfalls Absaugen von erwärmter Luft zu beschleunigen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es besonders bevorzugt, das Versiegelungsmaterial mit Vorrichtungen aufzubringen, die sich in Vorrichtungen zum Aufbau und Abbau von Lagern und/oder Mischbetten integrieren lassen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher auch Vorrichtungen zum Auftragen einer Aufschlämmung eines Versiegelungsmaterials auf die Oberfläche eines abgelagerten Schüttguts, dadurch gekennzeichnet, dass das Versiegelungsmaterial über ein Verteilerrohr auf das Lager aufgetragen wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann das Versiegelungsmaterial über ein Verteilerrohr, das auf den Laufschienen für die Rückladevorrichtung des Schüttguts fährt, auf das Lager aufgebracht werden.

Die Vorrichtung kann am Beispiel von nach der Chevron-Methode übereinander geschichteten Schüttgut erläutert werden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auf den Laufschienen der Rückladevorrichtung für das Schüttgut fahren. Deshalb müssen bei der Zwei- Mischbetten-Technik der Chevron-Methode zwei Vorrichtungen jeweils ganz am Ende der Laufschienen aufgestellt werden. Das jeweils aufgeschüttete Mischbett wird erfindungsgemäß in einer einmaligen oder zweimaligen Fahrt des Rohrs zur Verteilung des Versiegelungsmaterials bedeckt werden. Das ist in kurzer Zeit möglich und behindert die weitere Verarbeitung nicht.

Mischbetten nach der Chevron-Methode werden in der Regel im wöchentlichen Rhythmus auf-und abgebaut. Dabei wird das neue komplett aufgebaute Mischbett vor Beginn des Abbaus versiegelt. Beim dem Abbauen ist dann nur die jeweils relativ kleine Anschnittfläche unversiegelt.

In der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das Verteilerrohr bevorzugt als Sprühbogen ausgebildet, der auf den Laufschienen bewegt werden kann.

In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäße Vorrichtung ist es möglich, durch eine andere Zwangsführung, z. B.

Gummiräder in einer Führung aus Beton (z. B. eine Rille im Beton) zu leiten.

In einer anderen bevorzugten alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch auf eine Zwangsführung verzichtet werden. So ist es möglich die erfindungsgemäße Vorrichtung auf Gummirädern auf glattgeschobenen oder verdichtetem Untergrund zu fahren.

Eine besondere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerkonstruktion (Hohlträger) selbst als Verteilerrohrleitung ausgebildet ist.

An die Trägerkonstruktion werden dann Rohrgestänge mit am Ende befindlichen Flachstrahl-und/oder Vollkegeldüsen abgehängt, mit denen die gesamte Oberfläche des Schüttgutlagers versiegelt werden kann. Anzahl und Strahlrichtung der Düsen hängen von der Form des jeweiligen Lagers ab.

Um die statisch schwierige Konstruktion günstiger zu gestalten, können in den Fahrgestellen bevorzugt die Behälter für das Versiegelungsmaterial angebracht werden.

Die Größe der Behälter für das Versiegelungsmaterial hängt im wesentlichen von der zulässigen Achslast der Fahrgestelle der Trägerkonstruktion auf der Laufschiene ab. Im allgemeinen ist es möglich, Behälter für das zu versprühende Versiegelungsmaterial in einer Größe von 10 m3 bis 20 m3 anzubringen.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann das Versiegelungsmaterial durch einen Schleppschlauch dem Verteilerrohr zugeführt werden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann durch alle möglichen Antriebsaggregate bewegt werden. Beispielsweise seien Elektromotore, Dieselmotore und Hybridantriebe genannt.

Die Trägerkonstruktion kann bevorzugt z. B. durch einen leicht steuerbaren Elektromotor bewegt werden, der im Fahrgestell angebracht ist. Die Stromzufuhr erfolgt in an sich bekannter Weise über ein Schleppkabel oder eine Schleifleitung. Gegebenenfalls kann die Vorrichtung noch durch ein Rührwerk, gegebenenfalls einen Biozidtank mit Dosiervorrichtung, einen Kollisionsschutz, Fahrerstand und eine Beheizung ergänzt werden.

Auch ein diesel-/dieselelektrischer Antrieb ist in einer alternativen bevorzugten Ausführungsform möglich.

Die Antriebsaggregate können beispielsweise mit den Sprühmittelbehältern in den Fahrgestelle untergebracht werden.

Die im Rahmen der Erfindung verwendete Antriebs-und Regelungstechnik ist an sich bekannt.

Die Behälter der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden in der Regel am Ende eines Sprühvorgangs im Ruhezustand aufgefüllt.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Fachwerkträgerkonstruktion verwendet wird, in der das Verteilerrohr separat geführt wird.

Die Trägerkonstruktion ist hierbei als Fachwerkträger ausgestaltet, der über zwei Fahrgestelle in der oben angegeben Weise auf den Laufschienen bewegt wird. In dem Fachwerkträger befinden sich separate Verteilerrohrleitungen zu Flachstrahl-und/oder Vollkegeldüsen.

Alternativ ist es auch möglich, den Absetzer für das Schüttgut mit ausklappbaren Sprüharmen für das Versiegelungsmaterial zu versehen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Vorrichtung zum Auftragen der Versiegelungsmaterial mit einem oder mehreren Sprüharmen auszustatten. Bei einer Führung der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf den Schienen des Rückladers sind in der Regel zwei Sprüharme für das Versiegelungsmaterial vorteilhaft. Wird dagegen die erfindungsgemäße Vorrichtung auf einem separaten Gleis geführt, ist in der Regel ein Sprüharm ausreichend.

Die vorliegende Erfindung kann anhand der Figuren 1 bis 6 erläutert werden : Figur 1 zeigt eine Vorrichtung zum Aufbau und Abbau von Lagern (bzw. von Mischbetten) in der Aufsicht. Das abgelagerte Schüttgut wird mit einem Absetzer (2), der auf den Laufschienen (3) bewegt werden kann, auf das Lager (1) transportiert. über die Sprühdüsen (4) kann Wasser, aber auch

erfindungsgemäß Versiegelungsmaterial, verteilt werden. Auf den Laufschienen (11) kann der Rücklader (12) des Materials gefahren werden.

In Figur 1 wurde der Schnitt (A-A) der Figur 2 gekennzeichnet.

Figur 2 zeigt den Aufbau eines aufgeschütteten Mischbetts mit den verschiedenen Materialschichten (5) und (6) und den Absetzer (2) auf der Laufschienen (3) und die Laufschiene (11) des Rückladers in der Schnittdarstellung (A-A).

Das Transportband (13) bewegt das Schüttgut zur weiteren Verwendung.

Figur 3 zeigt ebenfalls eine Vorrichtung zum Aufbau und Abbau von Schüttgutlagern (bzw. von Mischbetten) (1) in der Aufsicht, aber erfindungsgemäß zusätzlich mit zwei Sprühbogen (7) zum Verteilen des Versiegelungsmaterials. Das abzulagernde Schüttgut wird mit einem Absetzer (2), der auf den Laufschienen (3) bewegt werden kann, auf das Lager (1) transportiert. Auf den Laufschienen (11) können der Rücklader (12) des Schüttguts und die Sprühbogen (7) über das Lager (1) gefahren werden.

Figur 4 zeigt eine besondere Ausgestaltung eines Sprühbogens, bei der erfindungsgemäß eine Trägerkonstruktion (Hohlträger) (9) als Verteilerrohrleitung ausgebildet ist. Das Schüttgut (5) wird über die Düsen (4) mit dem Versiegelungsmaterial besprüht. Das Versiegelungsmaterial wird aus dem Tank (8) durch den Sprühbogen (9) zu den Düsen (4) geleitet. Der Sprühbogen (9) ist mit den Fahrgestellen (10) verbunden und wird durch sie gefahren.

Figur 5 zeigt eine weitere besondere Ausgestaltung eines Sprühbogens (9), der als Fachwerkkonstruktion ausgebildet ist. Die Zuleitung mit den Düsen (9a) ist an der Fachwerkkonstruktion befestigt.

Das abgelagerte Schüttgut (5) wird über die Düsen (4) mit dem Versiegelungsmaterial besprüht. Das Versiegelungsmaterial wird aus dem Tank (8) durch den Sprühbogen (9) zu den Düsen (4) geleitet. Der Sprühbogen (9) ist mit den Fahrgestellen (10) verbunden und wird durch sie gefahren.

In Figur 5 wurde der Schnitt (B-B) in Figur 6 gekennzeichnet.

Figur 6 zeigt den Querschnitt (B-B) eines als Fachwerk ausgebildeten Sprühbogens (9).

Die erfindungsgemäßen Lager für Schüttgut sind gegen Abwehungen gesichert.

Durch die Versiegelung erfolgt keine Beeinträchtigung des abgelagerten Schüttguts.

BEZUGSZEICHENLISTE 1. Lager für Schüttgut 2. Absetzer 3. Laufschienen des Absetzers 4. Sprühdüsen 5. und 6. Schüttgutschichten 7. Sprühbogen 8. Tank für das Versiegelungsmaterial 9. Sprühbogen 9a. Zuleitung 10. Fahrgestell 11. Laufschienen des Rückladers 12. Rücklader 13. Transportband für abgebautes Schüttgut A-A Schnitt durch Figur 1 B-B Schnitt durch die Fachwerkkonstruktion in Figur 5