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Title:
SENSOR UNIT FOR A VEHICLE, AND VEHICLE HAVING A SENSOR UNIT OF THIS TYPE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/001095
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sensor unit (10) for a vehicle (100), in particular for an autonomous or semiautonomous vehicle, the sensor unit (10) having an environment sensor (20) for capturing environment data (22) of the vehicle (100), the sensor unit (10) being able to be connected to a processing unit (105) of the vehicle (100). One aspect consists in the fact that the sensor unit (10) has a data storage unit (30) and an internal processing unit (40), the internal processing unit (40) being designed to determine a possible disconnection between the sensor unit (10) and the processing unit (105) of the vehicle (100) at a time point, to capture the environment data (22) by means of the environment sensor (20), and to store the captured environment data (22) in the data storage unit (30) depending on the possible disconnection. The invention also relates to a vehicle (100), comprising a sensor unit (10) according to the invention and a processing unit (105), the sensor unit (10) being connected to the processing unit (105) of the vehicle (100).

Inventors:
EWERT MARLON RAMON (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/065001
Publication Date:
January 07, 2021
Filing Date:
May 29, 2020
Export Citation:
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Assignee:
BOSCH GMBH ROBERT (DE)
International Classes:
B60W50/02; B60K28/14; B60W50/023; G07C5/08
Foreign References:
EP1901554A12008-03-19
EP2000394A22008-12-10
DE102018006191A12019-02-14
US20170001637A12017-01-05
EP1803622A12007-07-04
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Claims:
Ansprüche

1. Sensoreinheit (10) für ein Fahrzeug (100), insbesondere für ein autonomes oder teilautonomes Fahrzeug, wobei die Sensoreinheit (10) einen Umfeldsensor (20) zur Erfassung von Umfelddaten (22) des Fahrzeugs (100) aufweist, und wobei die Sensoreinheit (10) mit einer Verarbeitungseinheit (105) des Fahrzeugs (100) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (10) eine Daten-Speichereinheit (30) und eine interne

Verarbeitungseinheit (40) aufweist, wobei die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, einen möglichen Verbindungsabbruch zwischen der

Sensoreinheit (10) und der Verarbeitungseinheit (105) des Fahrzeugs (100) zu einem Zeitpunkt zu bestimmen, die Umfelddaten (22) mittels des Umfeldsensors (20) zu erfassen und in Abhängigkeit von dem möglichen Verbindungsabbruch die erfassten Umfelddaten (22) in der Daten-Speichereinheit (30) abzuspeichern.

2. Sensoreinheit (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, Bewegungsdaten (52) des

Fahrzeugs (100) zu empfangen und in Abhängigkeit von den Bewegungsdaten (52) den möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen.

3. Sensoreinheit (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Sensoreinheit (10) einen Bewegungssensor (50) zur Erfassung von

Bewegungsdaten (52) des Fahrzeugs aufweist und die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, Bewegungsdaten (52) von dem Bewegungssensor (50) zu empfangen.

4. Sensoreinheit (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der

Bewegungssensor (50) einen Beschleunigungssensor und/oder einen

Drehratensensor aufweist. 5. Sensoreinheit (10) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, die

Bewegungsdaten (52) zusätzlich zu den Umfelddaten (22) in der Daten

speichereinheit (30) abzuspeichern.

6. Sensoreinheit (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, Bewegungsdaten (52) des Fahrzeugs (100) von der Verarbeitungseinheit (105) des Fahrzeugs (100) und/oder einer weiteren Einheit (107) des Fahrzeugs (105) zu empfangen.

7. Sensoreinheit (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, die

Bewegungsdaten (52) mit einem vorgegebenen Schwellenwert zu vergleichen und einen möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen, falls wenigstens ein Wert der Bewegungsdaten (52) größer als der Schwellenwert ist.

8. Sensoreinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, ein Signal (120) von der Verarbeitungseinheit (105) des Fahrzeugs (100) und/oder von einer weiteren Einheit (107) des Fahrzeugs (100) zu empfangen, wobei das Signal (120) eine Information über einen möglichen Verbindungsabbruch aufweist, und wobei die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, in

Abhängigkeit von dem Signal (120) den möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen.

9. Sensoreinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (10) eine Energie-Speichereinheit (60) aufweist, welche insbesondere einen Kondensator und/oder eine Batterie aufweist.

10. Sensoreinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (10) mit einem ersten Stromkreis (111) des Fahrzeugs (100) und zusätzlich mit einem zweiten Stromkreis (112) des Fahrzeugs (100) verbindbar ist.

11. Sensoreinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, über eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Zeitpunkt des möglichen

Verbindungsabbruchs Umfelddaten (22) zu erfassen und in der Daten

speichereinheit (30) abzuspeichern.

12. Sensoreinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die interne Verarbeitungseinheit (40) dazu eingerichtet ist, die erfassten Umfelddaten (22) jeweils mit einem Zeitstempel abzuspeichern.

13. Fahrzeug (100), welches insbesondere autonom oder teilautonom ausgestaltet ist, wobei das Fahrzeug (100) eine Sensoreinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 und eine Verarbeitungseinheit (105) aufweist, und wobei die Sensoreinheit (10) mit der Verarbeitungseinheit (105) des Fahrzeugs (100) verbunden ist.

Description:
Beschreibung

Sensoreinheit für ein Fahrzeug sowie ein Fahrzeug mit einer solchen

Sensoreinheit

Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von Sensoreinheit für ein Fahrzeug, insbesondere für ein autonomes oder teilautonomes Fahrzeug, wobei die Sensoreinheit einen Umfeldsensor zur Erfassung von Umfelddaten des Fahrzeugs aufweist, und wobei die Sensoreinheit mit einer Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs verbindbar ist.

Solche Sensoreinheiten sind dem Fachmann bereits bekannt, wobei hierbei typischerweise Umfelddaten mittels des Umfeldsensors erfasst und an eine Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs weitergeleitet werden. Die

Verarbeitungseinheit kann dann anhand der Umfelddaten beispielsweise Fahrfunktionen steuern oder den Fahrzeugführer vor Gefahren warnen.

Ein autonomes beziehungsweise teilautonomes Fahrzeug steuert das Fahrzeug alleine beziehungsweise unterstützt den Fahrzeugführer bei der Steuerung des Fahrzeugs. Hierfür wird beispielsweise von einem zentralen Steuergerät auf die Umfelddaten von entsprechenden Sensoreinheiten zurückgegriffen, um beispielsweise den Straßenverlauf, andere Verkehrsteilnehmer oder Hindernisse zu erkennen und entsprechend darauf reagieren zu können. Ein entsprechendes Fahrzeug kann dann als Reaktion beispielsweise auf Aktuatoren des Fahrzeugs, wie zum Beispiel die Lenkung und/oder die Bremse, einwirken.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von Sensoreinheit für ein Fahrzeug, insbesondere für ein autonomes oder teilautonomes Fahrzeug, wobei die Sensoreinheit einen Umfeldsensor zur Erfassung von Umfelddaten des Fahrzeugs aufweist, und wobei die Sensoreinheit mit einer Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs verbindbar ist. Ein Aspekt der Erfindung besteht darin, dass die Sensoreinheit eine Daten speichereinheit und eine Verarbeitungseinheit aufweist, wobei die

Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, einen möglichen Verbindungsabbruch zwischen der Sensoreinheit und der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs zu einem Zeitpunkt zu bestimmen, die Umfelddaten mittels des Umfeldsensors zu erfassen und in Abhängigkeit von dem möglichen Verbindungsabbruch die erfassten Umfelddaten in der Daten-Speichereinheit abzuspeichern.

Unter Sensoreinheit für ein Fahrzeug ist zu verstehen, dass die Sensoreinheit in oder an dem Fahrzeug angeordnet und entsprechend mit der

Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs verbunden werden kann.

Ein Fahrzeug kann insbesondere ein Kraftfahrzeug sein, beispielsweise ein PKW oder ein LKW. Dieses Fahrzeug kann insbesondere autonom oder teilautonom ausgestaltet sein.

Der Umfeldsensor zur Erfassung der Umfelddaten des Fahrzeugs kann hierbei beispielsweise einen Ultraschallsensor, optisch-bildgebenden Sensor,

Radarsensor, Lidarsensor und/oder Positionsbestimmungssensor aufweisen. Insbesondere können auch mehrere, verschiedene solcher Sensoren in dem Umfeldsensor integriert sein.

Unter Umfelddaten sind Messwerte zu verstehen, welche im Umfeld des Fahrzeugs zu einem gewissen Zeitpunkt beziehungsweise während einer gewissen Zeitspanne erfasst werden. Anhand dieser Umfelddaten kann auf das Umfeld des Fahrzeugs geschlossen werden, beispielsweise ob sich Hindernisse oder andere Verkehrsteilnehmer in der Nähe des Fahrzeugs befinden.

Unter Verbindung zwischen der Sensoreinheit und der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs ist hierbei eine Datenverbindung zu verstehen, sodass insbesondere die mittels des Umfeldsensors erfassten Umfelddaten an die

Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs übermittelt werden können und somit eine kommunikationstechnische Verbindung zwischen diesen beiden Einheiten vorhanden ist. Insbesondere kann die Verbindung als drahtgebundene Verbindung ausgestaltet sein. Alternativ könnte die Verbindung jedoch auch drahtlos sein, beispielsweise indem die Sensoreinheit und die Verarbeitungseinheit jeweils mittels einer WLAN-Einheit und/oder Zigbee-Einheit und/oder Bluetooth- Einheit und/oder LoRa-Einheit und/oder Mobilfunk-Einheit ausgestattet sind.

Unter Verbindungsabbruch ist hierbei zu verstehen, dass kein Datenaustausch zwischen Sensoreinheit und Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs mehr durchgeführt werden kann. Unter möglichem Verbindungsabbruch ist ein Verbindungsabbruch zu verstehen, welcher mit einer entsprechenden

Wahrscheinlichkeit vorhanden ist und somit nur möglicherweise vorhanden ist.

Ein möglicher Verbindungsabbruch kann beispielsweise aufgrund eines Unfall des Fahrzeugs entstehen. Alternativ kann auch ein technischer Fehler für solch einen Verbindungsabbruch sorgen. Alternativ kann auch eine elektromagnetische Störung zu einem Verbindungsabbruch führen. Einen solch möglichen

Verbindungsabbruch kann die interne Verarbeitungseinheit beispielsweise prüfen, indem ein Ping von der Sensoreinheit an die Verarbeitungseinheit gesendet wird. Wird innerhalb einer gewissen Zeitspanne nach dem Aussenden des Pings keine Antwort von der Verarbeitungseinheit empfangen, kann die interne Verarbeitungseinheit davon ausgehen, dass möglicherweise ein

Verbindungsabbruch vorliegt.

Die Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs kann beispielsweise als zentrales Steuergerät ausgestaltet sein und das Fahrzeug in Abhängigkeit von den empfangenen Umfelddaten entsprechend steuern.

Die interne Verarbeitungseinheit der Sensoreinheit kann beispielsweise ein Mikrocontroller, ein ASIC oder eine Neuromorphic Computing Unit sein.

Unter Daten-Speichereinheit ist insbesondere ein elektronisches

Speichermedium zu verstehen, beispielsweise ein ROM oder RAM.

Die Daten-Speichereinheit kann auch in die interne Verarbeitungseinheit der Sensoreinheit integriert sein.

Vorteilhaft ist hierbei, dass bei einer möglichen Unterbrechung der Verbindung zwischen der Sensoreinheit und der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs die mittels des Umfeldsensors erfassten Umfelddaten sicher in der Daten speichereinheit abgespeichert sind und nicht verloren gehen. Hierdurch können die entsprechend abgespeicherten Umfelddaten auch trotz möglichem

Verbindungsabbruch noch ausgewertet werden.

So können beispielsweise die Umfelddaten, sobald wieder eine Verbindung besteht, an die Verarbeitungseinheit zur Auswertung übermittelt werden. Diese kann dann beispielsweise mittels Übertakten der Verarbeitungseinheit die nun empfangenen Umfelddaten auswerten, um die entsprechende Lücke in der Informationsbeschaffung zu schließen.

Alternativ oder zusätzlich kann beispielsweise auch eine Auswerteeinheit die abgespeicherten Umfelddaten auslesen, um diese extern weiterverarbeiten zu können.

Zudem ist es auch denkbar, dass bei einem bestimmten, möglichen

Verbindungsabbruch zusätzlich zur Abspeicherung der Umfelddaten in der Daten-Speichereinheit noch versucht wird, die Umfelddaten auch weiterhin an die Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs zu übermitteln.

Zudem ist es möglich, die abgespeicherten Umfelddaten im Anschluss mit Umfelddaten von anderen Sensoreinheit zu fusionieren, um ein Gesamtbild des Fahrzeugumfelds zu erhalten.

In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensoreinheit ist vorgesehen, dass die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, Bewegungsdaten des Fahrzeugs zu empfangen und in Abhängigkeit von den Bewegungsdaten den möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen.

Unter Bewegungsdaten des Fahrzeugs sind Messwerte zu verstehen, welche die Bewegung des Fahrzeugs zu gewissen Zeitpunkt beziehungsweise während einer gewissen Zeitspanne darstellen. Als Bewegung kann hierbei beispielsweise eine Beschleunigung bzw. Abbremsung, eine Geschwindigkeit oder auch eine Drehung des Fahrzeugs verstanden werden.

Vorteilhaft ist hierbei, dass die Bewegungsdaten beispielsweise Rückschluss auf einen möglichen Unfall des Fahrzeugs geben können. Ein solcher Unfall kann insbesondere dazu führen, dass die Verbindung zwischen Sensoreinheit und Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs unterbrochen wird. Die in diesem Fall abgespeicherten Umfelddaten können später zum Beispiel Aufschluss über den Unfallhergang geben. Gemäß einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensoreinheit ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit einen Bewegungssensor zur Erfassung von Bewegungsdaten des Fahrzeugs aufweist und die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, Bewegungsdaten von dem Bewegungssensor zu empfangen.

Vorteilhaft ist hierbei, dass dies eine einfache und zuverlässige Möglichkeit darstellt, die Bewegungsdaten des Fahrzeugs zu erfassen.

Gemäß einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensoreinheit ist vorgesehen, dass der Bewegungssensor einen Beschleunigungssensor und/oder einen Drehratensensor aufweist.

Vorteilhaft ist hierbei, dass mittels eines Bewegungssensors und/oder eines Drehratensensors ein entsprechender möglicher Unfall des Fahrzeugs besonders einfach und zuverlässig erkannt werden kann.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, die Bewegungsdaten zusätzlich zu den Umfelddaten in der Daten-Speichereinheit abzuspeichern. Vorteilhaft ist hierbei, dass bei einer späteren Auswertung nicht nur auf die Umfelddaten, sondern auch auf die zugehörigen Bewegungsdaten

zurückgegriffen werden kann. Dies erleichtert wiederum beispielsweise die Rekonstruktion eines möglichen Unfalls.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, Bewegungsdaten des Fahrzeugs von der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs und/oder einer weiteren Einheit des Fahrzeugs zu empfangen.

Als weitere Einheit des Fahrzeugs kann beispielsweise ein Airbag-Sensor verstanden werden, welcher selbst bereits einen entsprechenden

Bewegungssensor zur Erfassung von Bewegungsdaten des Fahrzeugs aufweist. Die Bewegungsdaten können hierbei entweder direkt von der weiteren Einheit oder über die Verarbeitungseinheit an die Sensoreinheit übermittelt werden. Vorteilhaft ist hierbei, dass die Sensoreinheit entweder keinen eigenen

Bewegungssensor benötigt, wodurch die Herstellung der Sensoreinheit leichter und kostengünstiger ist, oder dass die interne Verarbeitungseinheit die

Bewegungsdaten des Bewegungssensors und die von extern empfangenen Bewegungsdaten miteinander vergleichen und entsprechend plausibilisieren kann.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, die Bewegungsdaten mit einem vorgegebenen Schwellenwert zu vergleichen und einen möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen, falls wenigstens ein Wert der

Bewegungsdaten größer als der Schwellenwert ist.

Der Schwellenwert kann hierbei so gewählt werden, dass ein Wert der

Bewegungsdaten nur im Extremfall, beispielsweise bei einem Unfall des

Fahrzeugs, den Schwellenwert überschreitet.

Vorteilhaft ist hierbei, dass dies eine einfache Möglichkeit darstellt, einen möglichen Unfall des Fahrzeugs und eine hiermit verbundene mögliche

Unterbrechung der Verbindung zwischen Sensoreinheit und Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs festzustellen.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, ein Signal von der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs und/oder von einer weiteren Einheit des Fahrzeugs zu empfangen, wobei das Signal eine Information über einen möglichen Verbindungsabbruch aufweist, und wobei die interne

Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit von dem Signal den möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen.

Das Signal kann beispielsweise lediglich die Information beinhalten, ob ein Verbindungsabbruch wahrscheinlich ist oder nicht beziehungsweise ob ein Unfall stattgefunden haben könnte oder nicht.

Vorteilhaft ist hierbei, dass für die interne Verarbeitungseinheit die Bestimmung eines möglichen Verbindungsabbruchs anhand des Signals vereinfacht ist und zudem schneller umgesetzt werden kann.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit eine Energie-Speichereinheit aufweist, welche

insbesondere einen Kondensator und/oder eine Batterie aufweist. Die Energiespeichereinheit ist insbesondere dafür vorgesehen, die

elektronischen Komponenten der Sensoreinheit mit elektrischer Energie zu versorgen. Insbesondere kann die Sensoreinheit dazu eingerichtet sein, nur bei einem möglichen Verbindungsabbruch auf diese Energie-Speichereinheit zurückzugreifen.

Vorteilhaft ist hierbei, dass bei einem möglichen Unfall oder bei einer sonstigen Unterbrechung der Spannungsversorgung insbesondere auch die

Energieversorgung der Sensoreinheit aufrechterhalten werden kann.

Üblicherweise ist die Sensoreinheit nämlich mit einem Stromkreis des Fahrzeugs verbunden, über welchen die verschiedenen elektronischen Komponenten des Fahrzeugs mit elektrischer Energie versorgt werden. Bei einem Unfall oder einer Elektromagnetischen Störung kann dieser Stromkreis jedoch unterbrochen und folglich die Sensoreinheit gegebenenfalls nicht oder nur sporadisch durch diesen Stromkreis mit elektrischer Energie versorgt werden.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit mit einem ersten Stromkreis des Fahrzeugs und zusätzlich mit einem zweiten Stromkreis des Fahrzeugs verbindbar ist.

Vorteilhaft ist hierbei, dass sollte der erste Stromkreis aufgrund eines Unfalls des Fahrzeugs und/oder aufgrund einer Elektromagnetischen Störung unterbrochen werden, die Sensoreinheit dennoch mittels des zweiten Stromkreises mit elektrischer Energie versorgt werden kann.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, über eine

vorbestimmte Zeitdauer nach dem Zeitpunkt des möglichen

Verbindungsabbruchs Umfelddaten zu erfassen und in der Daten-Speichereinheit abzuspeichern.

Vorteilhaft ist hierbei, dass insbesondere die Umfelddaten, welche nach einem möglichen Verbindungsabbruch erfasst werden, in der Daten-Speichereinheit abgespeichert werden. Diese Daten können für die Rekonstruktion eines

Unfallhergangs besonders relevant sein. Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass die interne Verarbeitungseinheit dazu eingerichtet ist, die erfassten

Umfelddaten jeweils mit einem Zeitstempel abzuspeichern.

Vorteilhaft ist hierbei, dass bei einer späteren Auswertung der Umfelddaten, diese korrekt ausgewertet können.

Der Zeitstempel kann beispielsweise global im Fahrzeug synchronisiert werden, solange die Verbindung zwischen Sensoreinheit und Verarbeitungseinheit vorhanden ist.

Die Erfindung betrifft zudem Fahrzeug, welches insbesondere autonom oder teilautonom ausgestaltet ist, wobei das Fahrzeug eine erfindungsgemäße Sensoreinheit und eine Verarbeitungseinheit aufweist, und wobei die

Sensoreinheit mit der Verarbeitungseinheit des Fahrzeugs verbunden ist.

Zeichnungen

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sensoreinheit, welche in einem Fahrzeug angeordnet ist.

Beschreibung von Ausführungsbeispielen

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sensoreinheit, welche in einem Fahrzeug angeordnet ist.

Dargestellt ist ein Fahrzeug 100. Solch ein Fahrzeug 100 kann insbesondere ein Kraftfahrzeug sein, welches insbesondere autonom oder teilautonom

ausgestaltet ist.

Das Fahrzeug 100 weist eine Verarbeitungseinheit 105 und eine Sensoreinheit 10 auf. Die Verarbeitungseinheit 105 kann beispielsweise als ein zentrales Steuergerät des Fahrzeugs 100 ausgestaltet sein, welches zum Beispiel die autonomen bzw. teilautonomen Fahrfunktionen des Fahrzeugs 100 steuert.

Die Sensoreinheit 10 weist einen Umfeldsensor 20 zur Erfassung von

Umfelddaten 22 des Fahrzeugs 100 auf. Der Umfeldsensor 20 kann

beispielsweise als Ultraschallsensor, optisch-bildgebender Sensor, Radarsensor, Lidarsensor und/oder Positionsbestimmungssensor ausgestaltet sein. Des Weiteren weist die Sensoreinheit 10 eine interne Verarbeitungseinheit 40 auf, welche dazu eingerichtet ist, Umfelddaten 22 mittels des Umfeldsensors 20 zu erfassen. Die interne Verarbeitungseinheit 40 kann beispielsweise als Mikrocontroller, ASIC oder Neuromorphic Sensor Processing Unit ausgestaltet sein.

Die Sensoreinheit 10 ist zudem mit der Verarbeitungseinheit 105 des Fahrzeugs 100 verbunden.

Anhand der Verbindung können die Umfelddaten 22 von dem Umfeldsensor 20 über die interne Verarbeitungseinheit 40 an die Verarbeitungseinheit 105 übermittelt werden. Es wäre jedoch auch denkbar, dass die Umfelddaten 22 direkt vom Umfeldsensor 20 an die Verarbeitungseinheit 105 übermittelt werden, was jedoch hier bildlich nicht dargestellt ist. Diese Verbindung ist hierbei als kabelgebundene Verbindung ausgestaltet, könnte alternativ oder zusätzlich jedoch auch drahtlos sein. Bei einer drahtlosen Verbindung können die

Sensoreinheit 10 und die Verarbeitungseinheit 105 beispielsweise je eine nicht dargestellte Kommunikationseinheit aufweisen, mittels welchen ein

Datenaustausch ermöglicht wird.

Des Weiteren ist die interne Verarbeitungseinheit 40 dazu eingerichtet, einen möglichen Verbindungsabbruch zwischen der Sensoreinheit 10 und der

Verarbeitungseinheit 105 des Fahrzeugs 100 zu einem Zeitpunkt zu bestimmen und in Abhängigkeit von dem möglichen Verbindungsabbruch die erfassten Umfelddaten 22 in eine Daten-Speichereinheit 30 der Sensoreinheit 10 abzuspeichern.

Insbesondere ist die interne Verarbeitungseinheit 40 dazu eingerichtet ist, über eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Zeitpunkt des möglichen

Verbindungsabbruchs Umfelddaten 22 zu erfassen und in der Daten- Speichereinheit 30 abzuspeichern. Auch eine Vorausschauende zyklische Zwischenspeicherung der Umfelddaten vor dem Verbindungsabbruch in einem Ringspeicher ist denkbar.

Ferner ist die interne Verarbeitungseinheit 40 dazu eingerichtet, die erfassten Umfelddaten 22 jeweils mit einem Zeitstempel in der Daten-Speichereinheit 30 abzuspeichern. Insbesondere ist die interne Verarbeitungseinheit 40 dazu eingerichtet,

Bewegungsdaten 52 des Fahrzeugs 100 zu empfangen und in Abhängigkeit von den Bewegungsdaten 52 den möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen. Hierfür kann die Sensoreinheit 10 beispielsweise einen Bewegungssensor 50 aufweisen, welcher mit der internen Verarbeitungseinheit 40 derartig verbunden ist, dass diese die Bewegungsdaten 52 mittels des Bewegungssensor 50 erfassen kann. Der Bewegungssensor 50 kann beispielsweise einen

Beschleunigungssensor und/oder einen Drehratensensor aufweisen.

Zudem kann die interne Verarbeitungseinheit 40 dazu eingerichtet sein, die Bewegungsdaten 52 mit einem vorgegebenen Schwellenwert zu vergleichen und einen möglichen Verbindungsabbruch zu bestimmen, falls wenigstens ein Wert der Bewegungsdaten 52 größer als der Schwellenwert ist.

Alternativ oder zusätzlich kann die interne Verarbeitungseinheit 40 jedoch auch dazu eingerichtet sein, Bewegungsdaten 52 des Fahrzeugs 100 von der

Verarbeitungseinheit 105 und/oder von einer weiteren Einheit 107 des Fahrzeugs 100 zu empfangen. Die weitere Einheit 107 des Fahrzeugs 100 kann

beispielsweise ein Airbag-Sensor und/oder ESP-Sensor sein, welcher selbst mit einem entsprechenden, bildlich nicht dargestellten Bewegungssensor

ausgestattet ist.

Optional kann die interne Verarbeitungseinheit 40 zudem dazu eingerichtet sein, die Bewegungsdaten 52 zusätzlich zu den Umfelddaten 22 in der Daten speichereinheit 30 abzuspeichern.

Des Weiteren kann die interne Verarbeitungseinheit 40 auch dazu eingerichtet sein, ein Signal 120 von der Verarbeitungseinheit 105 des Fahrzeugs 100 und/oder von der weiteren Einheit 107 des Fahrzeugs 100 zu empfangen, wobei das Signal 120 eine Information über einen möglichen Verbindungsabbruch aufweist. Hierbei kann die interne Verarbeitungseinheit 40 dazu eingerichtet sein, in Abhängigkeit von dem empfangenen Signal 120 den möglichen

Verbindungsabbruch zu bestimmen. So kann beispielsweise die Auswertung von Bewegungsdaten 52 bereits durch die Verarbeitungseinheit 105 des Fahrzeugs 100 oder durch die weitere Einheit 107 des Fahrzeugs 100 erfolgt sein, welche dann entsprechend das Ergebnis dieser Auswertung in Form des Signals 120 an die interne Verarbeitungseinheit 40 übermittelt.

Optional weist die Sensoreinheit 10 zudem eine eigene Energie-Speichereinheit 60 aufweist, welche insbesondere einen Kondensator und/oder eine Batterie aufweist.

Alternativ oder zusätzlich ist die Sensoreinheit 10 mit einem ersten Stromkreis 111 des Fahrzeugs 100 und zusätzlich mit einem zweiten Stromkreis 112 des Fahrzeugs 100 verbunden.