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Patent Searching and Data


Title:
SEQUENTIALLY-FIRED GAS TURBINE UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/038253
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the conversion of a sequentially-fired gas turbine unit, essentially comprising at least one compressor, a high pressure combustion chamber, a high pressure turbine, a low pressure combustion chamber and a low pressure turbine. The rotating parts of the compressor, high pressure turbine and low pressure turbine are arranged on a common rotor and on conversion all claimed considerations associated with said gas turbine unit can be advantageously simplified. The converted gas turbine unit comprises a reduced compressor (2), the original high pressure combustion chamber (3), the original low pressure combustion chamber (5) and the original low pressure turbine (6), whereby a reduction of the compressor is achieved by means of removing, without replacement, a number of the terminal high pressure stages, in relation to the direction of flow or by removing the same from drive and the original high pressure turbine is removed from function without replacement. The high pressure turbine is just a transfer channel (4) between the high pressure combustion chamber (3) and the low pressure combustion chamber (5). The hot gases flow from said high pressure combustion chamber (3) through said transfer channel (4) directly into the low pressure combustion chamber (5).

Inventors:
BRUNNER PHILIPP (CH)
GRAF PETER (DE)
HAEHNLE HARTMUT (DE)
KNORR MANFRED (DE)
MARMILIC ROBERT (CH)
MUELLER PETER PAUL (CH)
RUFLI PETER (CH)
SKULICZ ANDREW (CH)
TSCHIRREN STEFAN (CH)
WUNDERLE HELMAR (DE)
Application Number:
PCT/IB2002/004457
Publication Date:
May 08, 2003
Filing Date:
October 28, 2002
Export Citation:
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Assignee:
ALSTOM SWITZERLAND LTD (CH)
BRUNNER PHILIPP (CH)
GRAF PETER (DE)
HAEHNLE HARTMUT (DE)
KNORR MANFRED (DE)
MARMILIC ROBERT (CH)
MUELLER PETER PAUL (CH)
RUFLI PETER (CH)
SKULICZ ANDREW (CH)
TSCHIRREN STEFAN (CH)
WUNDERLE HELMAR (DE)
International Classes:
F02C6/00; (IPC1-7): F02C6/00
Foreign References:
EP0620362A11994-10-19
US6199363B12001-03-13
US4872307A1989-10-10
DE4015732A11990-12-06
US20010032450A12001-10-25
EP0321809A11989-06-28
Attorney, Agent or Firm:
ALSTOM TECHNOLOGY LTD (Brown Boveri Str. 7/699/5, Baden, CH)
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Claims:
Patentansprüche
1. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe, im wesentlichen be stehend aus mindestens einem Verdichter, einer HDBrennkammer, einer HDTurbine, einer NDBrennkammer, einer NDTurbine, wobei die rotie renden Teile von Kompressor, HDTurbine und NDTurbine auf einem ge meinsamen Rotor angeordnet sind, wobei der Umbau dergestalt vorge nommen wird, dass jene mit dieser Gasturbogruppe im Zusammenhang stehenden Betriebsprozesse, welche aufgrund des hier zugrundeliegenden Betriebskonzeptes tendentiell einen überdurchschnittlichen technischen Aufwand bedingen, aufgehoben resp. ersetzt werden, dadurch gekenn zeichnet, dass sich die Gasturbogruppe aus einem reduzierten Verdichter (2), aus der ursprünglichen HDBrennkammer (3), aus der ursprünglichen NDBrennkammer (5) und aus der ursprünglichen NDTurbine (6) zusam mensetzt, wobei die Reduktion des Verdichters dahingehend geschieht, dass eine Anzahl der ursprünglichen in Strömungsrichtung endseitigen Hochdruckstufen ersatzlos aufgehoben oder ausser Kraft gesetzt sind, dass die ursprüngliche HDTurbine ihrer Funktion nach ersatzlos aufgeho ben ist, dass an Stelle der aufgehobenen HDTurbine ein Uebergangska nal (4) als Verbindungsstück zwischen der ursprünglichen HD Brennkammer (3) und der ursprünglichen NDBrennkammer (5) vorgese hen ist, dergestalt, dass die Heissgase aus der ursprünglichen HD Brennkammer über diesen Uebergangskanal (4) direkt in die ursprüngli chen NDBrennkammer (5) strömbar sind, und dass die Heissgase an schliessend stromab der ursprünglichen NDBrennkammer (5) die ur sprüngliche NDTurbine (6) beaufschlagen.
2. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Uebergangskanal in Form eines Mi schers ausgelegt ist.
3. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach den Ansprü chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der verdichteten Luft aus dem Verdichter direkt in den Uebergangskanal einleitbar ist.
4. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Uebergangskanal als Diffu sor ausgebildet ist.
5. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichter durch die ersatzlos Entfer nung einer Anzahl von Stufen im Hochdruckteil bis zur Hälfte und mehr seines ursprünglichen Verdichterniveaus betriebbar ist..
6. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte thermische Leistung aus dem Betrieb der ursprünglichen HDBrennkammer und NDBrennkammer un verändert bleibt, oder die individuelle oder gesamte Leistung veränderbar ist.
7. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ursprüngliche HDTurbine aufgehoben und weitgehend auf Durchmesser des Rotors reduziert wird, dergestalt, dass hierdurch Platz für den Uebergangskanal geschaffen wird, so dass eine optimale Ueberleitung der Strömung der Heissgase aus der ursprüng lichen HDBrennkammer zu der ursprünglichen NDBrennkammer sicher gestellt ist.
8. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Kühlung der thermisch belasteten Komponenten der ursprünglichen HDBrennkammer, NDBrennkammer und NDTurbine notwendige Luft vorzugsweise am Ende des nunmehr vorliegenden Verdichters abgezweigt wird, und dass diese Kühlluft ohne weitergehende Druckanpassungen direkt in die zu kühlenden Komponen ten einleitbar ist.
9. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach den Ansprü chen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das ursprüngliche Gehäuse der Gasturbogruppe in seinen äusseren Dimensionen und geometrischer Ausgestaltung unverändert bleibt.
10. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe, nach den Ansprü chen 18, dadurch gekennzeichnet, dass die ursprüngliche Länge und Grösse des Rotors (1) unverändert bleiben.
11. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach einem oder mehreren der Ansprüche 110, dadurch gekennzeichnet, dass die umge baute Gasturbogruppe betriebskompatibel mit einem der ursprünglichen Dampfund/oder KombiKreisläufe ist, und dass eine Kühlung der zu Kühl zwecken abgezweigten Luft entfällt.
12. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe, im wesentlichen be stehend aus mindestens einem Verdichter, einer HDBrennkammer, einer HDTurbine, einer NDBrennkammer, einer NDTurbine, wobei die rotie renden Teile von Verdichter, HDTurbine und NDTurbine auf einem ge meinsamen Rotor angeordnet sind, wobei der Umbau dergestalt vorge nommen wird, dass jene mit dieser Gasturbogruppe im Zusammenhang stehenden Betriebsprozesse, welche aufgrund des zugrundegelegten Be triebskonzeptes tendentiell einen überdurchschnittlichen technischen Auf wand bedingen, aufgehoben resp. ersetzt werden, dadurch gekennzeich net, dass die Gasturbogruppe nunmehr noch aus einem druckmässig re duzierten Verdichter (2), aus einer neuen oder gegenüber der ursprüngli chen erweiterten Brennkammer (21) und aus der ursprünglichen ND Turbine (6) besteht, wobei die Reduktion des Verdichters dahingehend vorgenommen wird, dass eine Anzahl der in Strömungsrichtung endseiti gen Hochdruckstufen ersatzlos aufgehoben oder ausser Kraft gesetzt sind, dass die ursprüngliche HDTurbine und die nachgeschaltete ursprüngliche NDBrennkammer ihren Funktionen nach ersatzlos aufgehoben sind, der gestalt, dass zwischen dem reduzierten Verdichterteil und der ursprüngli chen NDTurbine die neue Brennkammer (21) angeordnet ist, welche strömungsoptimal die ursprüngliche NDTurbine (6) beaufschlagt und e benso strömungsoptimal mit der verdichteten Luft aus dem reduzierten Verdichter (2) aufgeladen ist.
13. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der neuen Brennkammer ein neues Gehäuseteil (23) mit einer neuen Strömungsgeometrie vorgesehen ist, und dass sich das Ge häuse zwischen dem Ende des Verdichters bis zum Ausgang der NDTurbine konzipiert ist.
14. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach den Ansprü chen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse in Abhän gigkeit der Grösse der neuen Brennkammer (21) ausgelegt ist.
15. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die neue Brennkammer mindestens derje nigen Leistung entspricht, welche vor dem Umbau von den beiden Brenn kammern erbracht wurde.
16. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die neue Brennkammer mit Vormischbren nern (24) bestückt ist, deren Zahl und Leistung der thermischen Gesamt leistung der Gasturbine entspricht.
17. Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe, nach einem oder mehreren der Ansprüche 1216, dadurch gekennzeichnet, dass die umge baute Gasturbogruppe mit einer einzigen Brennkammer betriebskompati bel mit einem der ursprünglichen Dampfund/oder KombiKreisläufe einer ungebauten Gasturbogruppe ist.
18. Verwendung der umgebauten Gasturbogruppe nach den Ansprüchen 1 und/oder 12 für eine eigenständige singlebefeuerte Gasturbogruppe mit definierten Leistungen oder als Gasturbogruppe eines nachgeschalteten optimierten Kombiprozesses oder Dampfkreislaufes.
Description:
Sequentiell befeuerte Gasturbogruppe Technisches Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft einen Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe gemäss dem jeweiligen Oberbegriff der Ansprüche 1 und 12.

Stand der Technik Aus EP-0 620 362 B1, welche Druckschrift einen integrierenden Bestandteil die- ser Beschreibung bildet, ist eine Gasturbogruppe bekannt geworden, welche im wesentlichen bestehend aus einer aus mindestens einem Verdichter bestehen- den Verdichtereinheit, aus einer stromab der Verdichtereinheit wirkenden ersten Brennkammer, aus einer stromab der ersten Brennkammer wirkenden ersten Turbine, aus einer stromab der ersten Turbine wirkenden zweiten Brennkammer, aus einer stromab der zweiten Brennkammer wirkenden zweiten Turbine besteht.

Die erste und die zweite Brennkammer weisen dabei eine ringförmige Konfigura- tion auf, wobei die zweite Brennkammer als selbstzündende Brennkammer be- trieben wird, und wobei in dieser Brennkammer wirbelerzeugende Elemente an- geordnet sind, welche dergestalt ausgebildet sind, dass es dort zu einer Verwir- belung der Heissgase kommt. Dabei zeichnet sich der Betrieb dieser Gasturbo- gruppe dadurch aus, dass die Entspannung der Heissgase in der ersten Turbine so minimiert wird, dass diese teilentspannten Heissgase in die nachgeordnete stromauf der zweiten Turbine wirkende zweite Brennkammer mit einer Tempera- tur einströmen, die oberhalb der Selbstzündungstemperatur eines dort einge- düsten Hauptbrennstoffes liegt. Die Vorteile dieser Gasturbine sind zwischenzeit- lich in der Fachwelt notorisch und sie reichen von einer Minimierung der Schad- stoff-Emissionen, insbesondere was die Nox-Emissionen betrifft, bis hin zu einer im Quervergleich höheren spezifischen Leistung bei einem Spitzenwirkungsgrad der Anlage. Es hat sich des weiteren gezeigt, dass diese Gasturbogruppe insbe- sondere prädestiniert ist, stromauf eines Dampfkreislaufes oder einer Kombi- schaltung zu wirken. Zusammenfassend lässt sich demnach feststellen, dass die- se Gasturbogruppe alle Requisiten und Voraussetzungen mitbringt, um an der Spitze dieser Technologie gewichtige wegweisende Akzente zu setzen.

Es hat sich nun im Verlauf der vielen operierenden Betriebsstunden bei einer grösseren Anzahl Gasturbogruppen dieser Konzeption gezeigt, dass etwelche Betriebsprozesse im Zusammenhang mit der sequentiellen Verbrennung zusätz- liche redundante Betriebssysteme vonnöten sind, welche, absolut nicht überra- schend, einen zusätzlichen technischen Aufwand auslösen, um den Betrieb die- ser Gasturbogruppe über die Garantien sicher und einwandfrei zu gewährleisten.

Darstellung der Erfindung Hierin will die Erfindung eingreifen. Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen ge- kennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Gasturbogruppe der ein- gangs genannten Art Vorschläge einzubringen, welche dahingehend zusammen- gefasst werden können, dass einerseits die aus der ursprünglichen Gasturbo- gruppe hervorgehenden gewichtigen Vorteile sicher übernommen werden kön- nen, dies im Sinne eines gezielten und intelligenten Umbaues der ursprünglichen Gasturbogruppe, dergestalt, dass der Betrieb dann mit einem ordentlichen tech- nischen Aufwand aufrecht zu erhalten. Es ist klar, dass mit dieser neuen Gastur- bogruppe, welche, wie gesagt, durch einen gezielten und intelligenten Umbau der ursprünglichen zustande kommt, weitere brachliegende Marktsegmente abge- deckt werden können. Statt Umbau lässt sich der finale Zweck der Erfindung auch ohne weiteres als Umwandlung oder Ueberführung verstehen. Richtig ist, dass die hier vorgeschlagene Lehre zum technischen Handeln erfindungsgemäss die vorteilhafte Entstehung eines neuen Schutzrechtsgegenstandes ermöglicht.

Erfindungsgemäss wird dies grundsätzlich damit erreicht, dass die Gasturbo- gruppe nunmehr nur noch mit einem reduzierten Verdichter, mit der ursprüngli- chen HD-Brennkammer (Hochdruck-Brennkammer), mit der ursprünglichen ND- Brennkammer (Niederdruck-Bremmkammer) und mit der ursprünglichen ND- Turbine (Niederdruck-Turbine) betrieben wird. Dies ist so zu verstehen, dass die Reduktion des Verdichters dahingehend geschieht, indem mindestens ein Teil der in Strömungsrichtung endseitigen Hochdruckstufen ersatzlos ausser Kraft ge- setzt wird, demnach wird der Verdichter auf einem tieferen Verdichterniveau be- trieben. Die ursprüngliche HD-Turbine (Hochdruck-Turbine) wird infolgedessen ersatzlos aufgehoben werden, wobei an ihrer Stelle ein Uebergangskanal als Verbindungsstück zwischen der ursprünglichen HD-Brennkammer und der ur- sprünglichen ND-Brennkammer disponiert ist. Damit wird offensichtlich, dass die Heissgase aus der ursprünglichen HD-Brennkammer über diesen Ueber- gangskanal direkt in die ursprünglichen ND-Brennkammer strömen, und dass diese Heissgase anschliessend stromab der ursprünglichen ND-Brennkammer die ursprüngliche ND-Turbine beaufschlagen.

Erfindungsgemäss wird des weiteren vorgeschlagen, eine Variante dieser Gas- turbogruppe so umzubauen, dass daraus dann eine Gasturbogruppe angeboten werden kann, welche gewichtig die Vorteilen und Erkenntnissen des oben darge- stellten Umbaues fokussiert. Auch hier wird mit einem verdichtungsmässig redu- zierten Kompressor operiert, wobei dann aber eine neue Brennkammer vorgese- hen ist, zugleich wird die ursprüngliche ND-Turbine übernommen. Auch hier wird die Reduktion des Verdichters dahingehend vorgenommen wird, dass mindes- tens ein Teil der in Strömungsrichtung endseitig angeordneten Hochdruckstufen ersatzlos entfernt resp. aufgehoben wird. Die ursprüngliche HD-Turbine und die nachgeschaltete ursprünglichen ND-Brennkammer werden ersatzlos aufgehoben, dergestalt, dass zwischen dem reduzierten Verdichterteil und der ursprünglichen NDTurbine ebendiese neue Brennkammer angeordnet ist, welche strömungsop- timal die ursprüngliche ND-Turbine beaufschlagt und ebenso strömungsoptimal mit der verdichteten Luft aus dem reduzierten Verdichter aufgeladen wird. Da die neue Brennkammer durch den Wegfall der ursprünglichen ND-Brennkammer leistungsmässig angepasst werden muss, ergibt sich daraus, dass das Gehäuse entsprechend angepasst werden muss. in beiden Umbaufällen ist es grundsätzlich möglich, die ursprüngliche Länge und Grösse des Rotors beizubehalten. Zusätzlich ist die Wiederverwendung diverser Hauptkomponenten ohne einen zusätzlichen oder mit einem geringen Anpas- sungsaufwand möglich. Dies betrifft beispielsweise Rotor, Ansaugkanal, Ver- dichtergehäuse, Abgaskanal, Abstützung, etc. Somit ist auch gleichzeitig auf die starke Möglichkeit hingewiesen, die Umbauten im Sinne eines leicht vorzuneh- menden Retrofit zu handhaben.

Vorteilhafte und zweckmässige Weiterbildungen der erfindungsgemässen Aufga- benlösung sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.

Im folgenden wird anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung nicht erfor- derlichen Elemente sind fortgelassen. Die Strömungsrichtung der Medien ist mit Pfeilen angegeben.

Kurze Beschreibung der Zeichnung Die einzige Figur zeigt je hälftig die erfindungsgemäss vorgeschlagenen Umbau- ten.

Wege zur Ausführung der Erfindung, gewerbliche Anwendbarkeit Die einzige Figur zeigt eine Gasturbogruppe im zweifachen umgebauten Zustand.

Bei Bedarf ist die eingangs erwähnte Druckschrift, EP-0 620 362 heranzuziehen.

Zum Betrieb einer sequentiell befeuert sowie einer single-befeuerten Gasturbo- gruppe sind folgende Ausführungen allgemeiner Natur unumgänglich : Die nicht ersichtliche Bereitstellung des zum Betrieb der verschiedenen Brenn- kammern. oder Wärmeerzeuger notwendigen Brennstoffes kann beispielsweise durch eine mit der Gasturbogruppe zusammenwirkende Kohlevergasung bewerk- stelligt werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, den zum Einsatz gelan- genden Brennstoff aus einem Primärnetz zu beziehen. Wird die Versorgung eines gasförmigen Brennstoffes zum Betrieb der Gasturbogruppe über eine Pipeline bereitgestellt, so kann das Potential aus der Druck-und/oder Temperaturdifferenz zwischen Primärnetz und Verbrauchernetz für die Belange der Gasturbogruppe, oder allgemein der Schaltung, rekuperiert werden. Die vorliegende Gastur- bogruppe kann ohne weiteres mit einem nachgeschalteten, nicht ersichtlichen Dampfkreislauf mit Dampfturbine zu einer sogenannten Kombianlage erweitert werden.

Die Gasturbogruppe nach einer ersten möglichen Umbaumöglichkeit gemäss unterer Hälfte der Figur besteht aus einem Verdichter 2, einer dem Verdichter nachgeschalteten ersten HD-Brennkammer 3, einem nunmehr an Stelle der ur- sprünglichen HD-Turbine (siehe EP-0 620 362 B1) vorgesehenen Ueberganska- na 4, einer diesem Uebergangskanal 4 nachgeschalteten ND-Brennkammer 5 und einer dieser ND-Brennkammer 5 nachgeschalteten ND-Turbine 6. Die ge- nannten Strömungsmaschinen 2 und 6 weisen eine einheitliche Rotorwelle 1 auf.

Diese Rotorwelle 1 selbst ist auf zwei Lagern 9,15 gelagert, welche kopfseitig des Verdichters 2 und stromab der ND-Turbine 6 angeordnet sind. Die Lager 9, 15 fussen auf im Fundament 19 eingebundenen Ankern 17,18. Der hier zum Einsatz kommende Verdichter 2 ist, wie bereits erwähnt, dahingehend umgebaut worden, dass Schaufelstufen im Hochdruckteil entfernt worden sind, dergestalt, dass die Verdichtung nunmehr bis zur Hälfte und mehr der ursprünglichen abge- senkt wird oder werden kann. Eine Zwischenkühlung im Verdichter oder allge- mein eine Kühlung im Verdichter durch eine nasse Kompression lässt sich von Fall zu Fall vorsehen. Die angesaugte Luft 7 strömt nach deren Verdichtung in ein Plenum 12, das sich den Verdichteraustritt anschliesst und gleichzeitig die HD- Brennkammer 3 einschliesst. Diese Brennkammer 3 ist als eine zusammenhän- gende Ringbrennkammer ausgebildet. Selbstverständlich kann die verdichtete Luft zur HD-Brennkammer 3 aus einer nicht gezeigten Luftspeicheranlage beige- stellt werden. Die Ringbrennkammer 3 weist kopfseitig, auf den Umfang verteilt, eine Anzahl von Brennern 11 auf, welche die Heissgaserzeugung sicherstellen.

An sich können hier Diffusionsbrenner zum Einsatz gelangen. Im Sinne einer Re- duzierung der Schadstoff-Emissionen aus dieser Verbrennung, insbesondere was die NOx-Emissionen betrifft, wird auf eine Diffusionsverbrennung verzichtet und stattdessen wird eine Anordnung von Vormischbrennern gemäss EP-PS-0 321 809 vorgesehen, wobei der Erfindungsgegenstand aus der letztgenannten Druck- schrift einen integrierenden Bestandteil dieser Beschreibung bildet. Die Brenn- stoffzuführung zu den einzelnen Vormischbrennern wird anhand einer Ringleitung 20 sichergestellt. Was die Anordnung der Vormischbrenner in Umfangsrichtung der Ringbrennkammer 3 anbelangt, so kann eine solche bei Bedarf von der übli- chen Konfiguration gleicher Brenner abweichen, und stattdessen können unter- schiedlich grosse Vormischbrenner zum Einsatz kommen. Dies geschieht vor- zugsweise so, dass jeweils zwischen zwei grossen Vormischbrennern ein kleiner Vormischbrenner gleicher Konfiguration angeordnet ist. Die grossen Vormisch- brenner, welche die Funktion von Hauptbrennern erfüllen, stehen zu den kleinen Vormischbrennern, welche die Pilotbrenner dieser Brennkammer sind, bezüglich der sie durchströmenden Brennerluft, also der verdichteten Luft aus dem Ver- dichter 2, in einem Grössenverhältnis, das fallweise festgelegt wird. Im gesamten Lastbereich der Brennkammer arbeiten die Pilotbrenner als selbstgängige Vor- mischbrenner, wobei die Luftzahl fast konstant bleibt. Die Zu-oder Abschaltung der Hauptbrenner erfolgt nach bestimmten anlagespezifischen Vorgaben resp.

Kriterien. Weil die Pilotbrenner im ganzen Lastbereich bei idealem Gemisch ge- fahren werden können, sind die NOx-Emissionen auch bei Teillast sehr gering, wobei eine zusätzliche Minimierung dieser Emissionen im Zusammenhang mit der Betriebsart dieser Gasturbogruppe steht. Diese Ringbrennkammer 3, unab- hängig ihrer Auslegung, wird und kann geometrisch so angeordnet werden, dass sie auf die Rotorlänge praktisch keinen Einfluss ausübt. Auf die sich daraus erge- benden Vorteile einer solchen Disposition, welche Disposition recht gut in der Fi- gur ersichtlich ist, wird weiter unten näher eingegangen. Die Heissgase aus die- ser KmgbrennKammer s aurcnsiromen nun einen ueaergangsKanal 4, aer vor- zugsweise als Diffusor ausgebildet ist, und gelangen dann direkt in die ursprüng- liche ND-Brennkammer 5 : Hier findet dann die weitere kalorische Aufbereitung der Heissgase statt, wobei die Art des Betriebes sowie die nachfolgende Beauf- schlagung der ursprünglichen ND-Turbine 6, was die thermodynamischen Kenn- werte in Relation zu einem nachgeschalteten Dampfkreislauf im Sinne der Be- schreibung in EP-0 630 362 betrifft, erfolgt. Der Uebergangskanal 4 bietet so- dann eine optimale Ueberleitung der Strömung der Heissgase aus der ursprüngli- chen HD-Brennkammer (Ringbrennkammer) 3 in die ursprüngliche ND- Brennkammer 5, wobei dieser Ueberleitungskanal 4 auch als Mischer ausgebil- det ist, in welchen aus thermodynamischen Ueberlegungen, ein Teil der Ver- dichterluft, unter Umgehung der Ringbrennkammer 3, eingeleitet wird. Die Küh- lung der thermisch belasteten Komponente der Gasturbogruppe geschieht nach bewährten Kriterien wobei die umgebaute Gasturbogruppe diesbezüglich mit ei- nem weiteren Vorteil aufwartet, nämlich, dass die bis anhin notwendige Kühlung der fertigverdichtete Kühlluft entfällt. Auch sonst erweist sich die umgebaute Gasturbogruppe betriebskompatibel mit einem der ursprünglichen Dampf- und/oder Kombi-Kreisläufe.

Ein weiterer Umbau einer sequentiell befeuerten Gasturbogruppe geht ebenfalls aus der Figur hervor, wobei hier die obere Hälfte angesprochen ist. Hier besteht die Gasturbogruppe nunmehr lediglich noch aus einem druckmässig reduzierten Verdichter 2, aus einer neuen Brennkammer 21 und aus der ursprünglichen ND- Turbine 6, wobei die Reduktion des Verdichters 2, analog oben, dahingehend vorgenommen wird, dass mindestens ein Teil der in Strömungsrichtung endseiti- gen Hochdruckstufen ersatzlos aufgehoben wird. Die ursprüngliche HD-Turbine und die nachgeschaltete ursprüngliche ND-Brennkammer werden ersatzlos auf- gehoben, dergestalt, dass zwischen dem reduzierten Verdichterteil und der ur- sprünglichen ND-Turbine im neuen ausgestalteten Plenum 22 die neue Brenn- kammer 21 angeordnet ist, welche strömungsoptimal die ursprüngliche ND- Turbine 6 beaufschlagt und ebenso strömungsoptimal mit der verdichteten Luft aus dem reduzierten Verdichter 2 aufgeladen wird. Es ist klar, dass das Gehäuse 23 in Abhängigkeit zur Grösse der neuen Brennkammer 21 ausgelegt werden muss, welche vorzugsweise mindestens jene Leistung erbringt oder erbringen kann, welche im Zusammenhang mit der früheren sequentiellern Verbrennung angeboten wurde, was sich folgerichtig auf die Anzahl und Grösse der einge- setzten Vormischbrenner 24 niederschlägt. So gesehen, kann davon ausgegan- gen werden, dass auch diese umgebaute Gasturbogruppe betriebskompatibel mit einem der ursprünglichen Dampf-und/oder Kombi-Kreisläufe ist.