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Patent Searching and Data


Title:
SET CONSISTING OF MULTIPLE DRILL SHAFT SECTIONS FOR CONSTRUCTING A DRILL BIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/108462
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a set consisting of multiple drill shaft sections (12) for constructing a drill bit (10), having a first drill shaft section (12) with a first drill shaft (18) and a first coupling piece (19) and having a second drill shaft section with a second drill shaft and a second coupling piece. The first coupling piece (19) has a continuous first inner bore with a first opening diameter, and the second coupling piece has a continuous second inner bore with a second opening diameter. The first opening diameter is larger than the first inner diameter of the first drill shaft, and the second opening diameter is larger than or equal to the second inner diameter of the second drill shaft.

Inventors:
MUELLER MATTHIAS (CH)
AMMAN CHRISTOPH (LI)
HOOP MATTHAEUS (LI)
Application Number:
PCT/EP2016/080559
Publication Date:
June 29, 2017
Filing Date:
December 12, 2016
Export Citation:
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Assignee:
HILTI AG (LI)
International Classes:
B23B51/04; B28D1/04
Domestic Patent References:
WO2013093060A12013-06-27
WO2014096360A12014-06-26
WO2014096366A12014-06-26
Foreign References:
DE3533929A11986-11-13
EP1447195A12004-08-18
US20090279971A12009-11-12
EP0314123B11996-03-27
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Claims:
Patentansprüche

1 . Set aus mehreren Bohrschaftabschnitten (12, 32; 41 , 42) zum Aufbau einer Bohrkrone (10), aufweisend:

einen ersten Bohrschaftabschnitt (12) mit einem ersten Bohrschaft (18), der eine Querschnittsform mit einem ersten Außendurchmesser (dAi) und einem ersten Innendurchmesser (du) aufweist, und einem ersten Kupplungsstück (19), das eine durchgehende erste Innenbohrung (41 ) mit einem ersten Öffnungsdurchmesser (di) aufweist, und

einen zweiten Bohrschaftabschnitt (32) mit einem zweiten Bohrschaft (38), der eine Querschnittsform mit einem zweiten Außendurchmesser (dA2) und einem zweiten Innendurchmesser (d|2) aufweist, und einem zweiten Kupplungsstück (39), das eine durchgehende zweite Innenbohrung (43) mit einem zweiten Öffnungsdurchmesser (d2) aufweist, wobei der zweite Innendurchmesser (d|2) des zweiten Bohrschaftes (38) grösser als der erste Innendurchmesser (du) des ersten Bohrschaftes (18) ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Öffnungsdurchmesser (di) der ersten Innenbohrung (41 ) grösser als der erste Innendurchmesser (du) des ersten Bohrschaftes (18) ist und der zweite Öffnungsdurchmesser (d2) der zweiten Innenbohrung (43) grösser oder gleich dem zweiten Innendurchmesser (d|2) des zweiten Bohrschaftes (32) ist.

2. Set nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Kupplungs- stück (19, 39) eine im Wesentlichen identische Geometrie aufweisen.

3. Set nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kupplungsstück (19) aus einem ersten Kupplungsmaterial und das zweite Kupplungsstück (39) aus einem zweiten Kupplungsmaterial hergestellt ist.

4. Set nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Kupplungs- stück (19, 39) als erstes Kupplungsteil ausgebildet sind.

5. Set nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen dritten Bohrschaftabschnitt (51 ) mit einem dritten Bohrschaft (54), der eine Querschnittsform mit einem dritten Außendurchmesser (dA3) und einem dritten Innendurchmesser (dB) aufweist, und einem dritten Kupplungsstück (55), das eine durchgehende dritte Innenbohrung (61 ) mit einem dritten Öffnungsdurchmesser (d3) aufweist, wobei der dritte Innendurchmesser (d|3) grösser als der zweite Innendurchmesser (d|2) ist, der dritte Öffnungsdurchmesser (d3) der dritten Innenbohrung (61 ) grösser oder gleich dem dritten Innendurchmesser (dB) des dritten Bohrschaftes (53) ist und das dritte Kupplungsstück (55) vom ersten und zweiten Kupplungsstück (19, 39) verschieden ist.

6. Set nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen vierten Bohrschaftabschnitt (52) mit einem vierten Bohrschaft (56), der eine Querschnittsform mit einem vierten Außendurchmesser (dA4) und einem vierten Innendurchmesser (dw) aufweist, und einem vierten Kupplungsstück (57), das eine durchgehende vierte Innenbohrung (63) mit einem vierten Öffnungsdurchmesser (d4) aufweist, wobei der vierte Innendurchmesser (dw) grösser als der dritte Innendurchmesser (dB) ist und der vierte Öffnungsdurchmesser (d4) der vierten Innenbohrung (63) grösser oder gleich dem vierten Innendurchmesser (dw) des vierten Bohrschaftes (56) ist.

7. Set nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte und vierte Kupplungs- stück (55, 57) eine im Wesentlichen identische Geometrie aufweisen.

8. Set nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Kupplungsstück (55) aus einem ersten Kupplungsmaterial und das vierte Kupplungsstück (57) aus einem zweiten Kupplungsmaterial hergestellt ist.

9. Set nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte und vierte Kupplungs- stück (55, 57) als zweites Kupplungsteil ausgebildet sind.

Description:
Set aus mehreren Bohrschaftabschnitten zum Aufbau einer Bohrkrone Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Set aus mehreren Bohrschaftabschnitten zum Aufbau einer Bohrkrone gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Bohrkronen bestehen aus mehreren Bohrkronenabschnitten, die als Schneidabschnitt, Bohr- schaftabschnitt und Aufnahmeabschnitt ausgebildet sind. Der Schneidabschnitt umfasst einen Ringabschnitt und ein oder mehrere Schneidsegmente, die mit dem Ringabschnitt verschweißt, verlötet, verschraubt oder in einer anderen geeigneten Befestigungsart befestigt sind. Die Schneidsegmente sind ringförmig angeordnet und bilden in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse einen Schneidring mit einem Innendurchmesser, einem Außendurchmesser und einer Segmentbreite. Der Bohrschaftabschnitt umfasst einen zylinderförmigen Bohrschaft, der in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse eine Ringform mit einem Innendurchmesser, einem Außendurchmesser und einer Schaftbreite aufweist. Der Aufnahmeabschnitt umfasst einen Deckel und ein Einsteckende, über das die Bohrkrone in der Werkzeugaufnahme eines Kernbohrgerätes befestigt wird. Für die Größenverhältnisse zwischen dem Bohrschaft und dem Schneidring gilt, dass der Innendurchmesser des Bohrschaftes grösser als der Innendurchmesser des Schneidringes ist, der Außendurchmesser des Bohrschaftes kleiner als der Außendurchmesser des Schneidringes ist und die Schaftbreite des Bohrschaftes kleiner als die Segmentbreite des Schneidringes ist.

Der Bohrschaftabschnitt ist über eine erste Verbindung mit dem Aufnahmeabschnitt und über eine zweite Verbindung mit dem Schneidabschnitt verbunden. Die erste Verbindung und die zweite Verbindung können als lösbare Verbindungen oder als nicht-lösbare Verbindungen ausgebildet sein. Bekannt sind Bohrkronen mit einer lösbaren ersten und einer lösbaren zweiten Verbindung, Bohrkronen mit einer lösbaren ersten und einer nicht-lösbaren zweiten Verbindung, Bohrkronen mit einer nicht-lösbaren ersten und einer lösbaren zweiten Verbin- dung und Bohrkronen mit einer nicht-lösbaren ersten und einer nicht-lösbaren zweiten Verbindung. Bei Bohrkronen mit einer lösbaren zweiten Verbindung sind der Ringabschnitt und der Bohrschaft lösbar verbunden, beispielsweise über kombinierte Steck- und Stiftverbindungen mit einem losen Stiftelement, wie sie in WO 2013/093060 A1 beschrieben sind, oder über kombinierte Steck- und Stiftverbindungen mit einem festen Stiftelement, wie sie in WO 2014/096360 A1 und WO2014/096366 A1 beschrieben. Bei Bohrkronen mit einer nicht- lösbaren zweiten Verbindung können der Ringabschnitt und der Bohrschaft monolithisch ausgebildet sein und die gleichen Innen- und Außendurchmesser aufweisen; alternativ kann der Ringabschnitt stoffschlüssig mit dem Bohrschaft verbunden sein.

EP 0 314 123 B1 offenbart eine Bohrkrone mit einer lösbaren ersten Verbindung zwischen dem Bohrschaftabschnitt und dem Aufnahmeabschnitt. Der Bohrschaftabschnitt umfasst ne- ben dem zylinderförmigen Bohrschaft ein Kupplungsstück, das mit dem Bohrschaft auf der dem Schneidabschnitt abgewandten Seite verbunden ist. Das Kupplungsstück umfasst eine durchgehende Innenbohrung mit einem Öffnungsdurchmesser und ein erstes Verbindungselement. Der Aufnahmeabschnitt umfasst neben dem Deckel und Einsteckende ein Kupplungsgegenstück, das ein zweites Verbindungselement aufweist. Das erste Verbindungsele- ment des Kupplungsstücks und das zweite Verbindungselement des Kupplungsgegenstücks bilden die lösbare erste Verbindung der Bohrkrone, die als Bajonett-Verbindung ausgebildet ist. Die aus EP 0 314 123 B1 bekannte Bohrkrone weist Nachteile auf, wenn der Bohrkern in der Bohrkrone steckt und nach dem Kernbohren vom Bediener aus der Bohrkrone entfernt werden muss. Darstellung der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgegenüber darin, ein Set aus mehreren Bohrschaftabschnitten zum Aufbau einer Bohrkrone dahingehend weiterzuentwickeln, dass das Entfernen eines Bohrkerns, der in der Bohrkrone steckt, für den Bediener vereinfacht wird. Dabei soll der Fertigungsaufwand bei der Herstellung der Bohrschaftabschnitte mög- liehst gering sein.

Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Set aus mehreren Bohrschaftabschnitten erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der erste Öffnungsdurchmesser di der ersten Innen- bohrung grösser als der erste Innendurchmesser du des ersten Bohrschaftes ist und der zweite Öffnungsdurchmesser d 2 der zweiten Innenbohrung grösser oder gleich dem zweiten Innendurchmesser d| 2 des zweiten Bohrschaftes ist, wobei die kleinste Abmessung einer Innenbohrung als Öffnungsdurchmesser der Innenbohrung definiert ist. Das erfindungsgemäße Set umfasst einen ersten und zweiten Bohrschaftabschnitt, die sich im Innendurchmesser der Bohrschäfte voneinander unterscheiden. Die Bohrschaftabschnitte umfassen jeweils einen zylinderförmigen Bohrschaft und ein Kupplungsstück, das mit dem Bohrschaft verbunden ist. Der erste Bohrschaftabschnitt weist ein erstes Kupplungsstück mit einer durchgehenden ersten Innenbohrung und der zweite Bohrschaftabschnitt ein zweites Kupplungsstück mit einer durchgehenden zweiten Innenbohrung auf. Das erste und zweite Kupplungsstück werden dazu genutzt, den Bohrkern aus der Bohrkrone zu entfernen.

Die Schneidsegmente bilden einen Schneidring mit einem Innendurchmesser und einem Außendurchmesser. Der Innendurchmesser des Schneidrings legt den Durchmesser des Bohrkerns und der Außendurchmesser des Schneidrings den Durchmesser des Bohrlochs fest. Die Innenbohrungen des ersten und zweiten Kupplungsstücks sind so gestaltet, dass die Öffnungsdurchmesser der Innenbohrungen grösser als der Durchmesser des Bohrkerns sind. Um ein Verklemmen des Bohrkerns in der Innenbohrung zu verhindern, ist der erste Öffnungsdurchmesser di der ersten Innenbohrung grösser als der erste Innendurchmesser du des ersten Bohrschaftes und der zweite Öffnungsdurchmesser d 2 der zweiten Innenbohrung ist grösser oder gleich dem zweiten Innendurchmesser d| 2 des zweiten Bohrschaftes.

Bevorzugt weisen das erste und zweite Kupplungsstück eine im Wesentlichen identische Geometrie auf. Der erste und zweite Bohrschaftabschnitt des erfindungsgemäßen Sets unterscheiden sich im Innendurchmesser der Bohrschäfte, wobei der zweite Innendurchmesser d| 2 des zweiten Bohrschaftes grösser als der erste Innendurchmesser du des ersten Bohrschaftes ist. Wenn das erste und zweite Kupplungsstück eine identische Geometrie aufweisen, kann ein identisches Kupplungsstück für das erste und zweite Kupplungsstück verwendet und der Fertigungsaufwand reduziert werden. Die Anpassung des Kupplungsstücks an den Innen- und Außendurchmesser des Bohrschaftes kann beispielsweise über einen Zwi- schenring erfolgen.

Besonders bevorzugt sind das erste Kupplungsstück aus einem ersten Kupplungsmaterial und das zweite Kupplungsstück aus einem zweiten Kupplungsmaterial hergestellt. Die Auswahl eines geeigneten Kupplungsmaterials hängt unter anderem von den Belastungen des ersten und zweiten Kupplungsstücks ab. Die Verwendung von Kunststoff als Kupplungsma- terial bietet ein geringeres Gewicht als Stahl, hat aber den Nachteil einer geringeren Festigkeit. Wenn der erste und zweite Bohrschaftabschnitt unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sind, bietet sich die Verwendung von verschiedenen Kupplungsmaterialen an.

Besonders bevorzugt sind das erste und zweite Kupplungsstück als erstes Kupplungsteil ausgebildet. Wenn das erste und zweite Kupplungsstück eine identische Geometrie aufwei- sen und aus dem gleichen Kupplungsmaterial hergestellt sind, kann für das erste und zweite Kupplungsstück ein identisches Kupplungsstück verwendet werden. Um den Fertigungsaufwand für das erste und zweite Kupplungsstück zu reduzieren, kann der erste und zweite Bohrschaft, die sich im Innendurchmesser unterscheiden, mit dem identischen Kupplungsstück verbunden werden, das als erstes Kupplungsteil bezeichnet wird. In einer bevorzugten Weiterentwicklung weist das Set einen dritten Bohrschaftabschnitt mit einem dritten Bohrschaft, der eine Querschnittsform mit einem dritten Außendurchmesser d A 3 und einem dritten Innendurchmesser d B aufweist, und einem dritten Kupplungsstück, das eine durchgehende dritte Innenbohrung mit einem dritten Öffnungsdurchmesser d 3 aufweist, wobei der dritte Innendurchmesser d B des dritten Bohrschaftes grösser als der zweite Innen- durchmesser d| 2 des zweiten Bohrschaftes ist, der dritte Öffnungsdurchmesser d 3 der dritten Innenbohrung grösser oder gleich dem dritten Innendurchmesser d B des dritten Bohrschaftes ist und das dritte Kupplungsstück vom ersten und zweiten Kupplungsstück verschieden ist.

Bevorzugt weist das Set einen vierten Bohrschaftabschnitt mit einem vierten Bohrschaft, der eine Querschnittsform mit einem vierten Außendurchmesser d A4 und einem vierten Innen- durchmesser d w aufweist, und einem vierten Kupplungsstück, das eine durchgehende vierte Innenbohrung mit einem vierten Öffnungsdurchmesser d 4 aufweist, wobei der vierte Innendurchmesser d w des vierten Bohrschaftes grösser als der dritte Innendurchmesser d B des vierten Bohrschaftes ist und der vierte Öffnungsdurchmesser d 4 der vierten Innenbohrung grösser oder gleich dem vierten Innendurchmesser d w des vierten Bohrschaftes ist.

In einer bevorzugten Weiterentwicklung weisen das dritte und vierte Kupplungsstück eine im Wesentlichen identische Geometrie auf. Der dritte und vierte Bohrschaftabschnitt des erfindungsgemäßen Sets unterscheiden sich im Innendurchmesser der Bohrschäfte, wobei der vierte Innendurchmesser d w des vierten Bohrschaftes grösser als der dritte Innendurchmesser d| 3 des dritten Bohrschaftes ist. Wenn das dritte und vierte Kupplungsstück eine identische Geometrie aufweisen, kann ein identisches Kupplungsstück für das dritte und vierte Kupplungsstück verwendet und der Fertigungsaufwand reduziert werden. Die Anpassung des Kupplungsstücks an den Innen- und Außendurchmesser des Bohrschaftes kann beispielsweise über einen Zwischenring erfolgen.

Bevorzugt sind das dritte Kupplungsstück aus einem ersten Kupplungsmaterial und das vierte Kupplungsstück aus einem zweiten Kupplungsmaterial hergestellt. Die Auswahl eines geeigneten Kupplungsmaterials hängt unter anderem von den Belastungen des ersten und zweiten Kupplungsstücks ab. Die Verwendung von Kunststoff als Kupplungsmaterial bietet ein geringeres Gewicht als Stahl, hat aber den Nachteil einer geringeren Festigkeit. Wenn der dritte und vierte Bohrschaftabschnitt unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sind, bietet sich die Verwendung von verschiedenen Kupplungsmaterialen an. Besonders bevorzugt sind das dritte und vierte Kupplungsstück als zweites Kupplungsteil ausgebildet. Wenn das dritte und vierte Kupplungsstück eine identische Geometrie aufweisen und aus dem gleichen Kupplungsmaterial hergestellt sind, kann für das dritte und vierte Kupplungsstück ein identisches Kupplungsstück verwendet werden. Um den Herstellungs- aufwand für das dritte und vierte Kupplungsstück zu reduzieren, kann der dritte und vierte Bohrschaft, die sich im Innendurchmesser unterscheiden, mit dem identischen Kupplungsstück verbunden werden, das als zweites Kupplungsteil bezeichnet wird.

Ausführungsbeispiele

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematischer und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail der im Folgenden gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsform oder beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei gegebenen Bemessungsbereichen sollen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar und beanspruchbar sein. Der Einfachheit halber sind nachfolgend für identische oder ähnliche Teile oder Teile mit identischer oder ähnlicher Funktion gleiche Bezugszeichen verwendet.

Es zeigen:

FIG. 1 eine Bohrkrone mit einem Schneidabschnitt, einem Bohrschaftabschnitt und einem Aufnahmeabschnitt; FIGN. 2A, B ein Set aus dem Bohrschaftabschnitt der FIG. 1 (FIG. 2A) und einem weiteren

Bohrschaftabschnitt (FIG. 2B) zum Aufbau der Bohrkrone der FIG. 1 ;

FIGN. 3A, B einen Längsschnitt durch den Bohrschaftabschnitt der FIG. 2A entlang der

Schnittlinie A-A in FIG. 2A (FIG. 3A) und einen Längsschnitt durch den weiteren Bohrschaftabschnitt der FIG. 2B entlang der Schnittlinie B-B in FIG. 2B (FIG. 3B);

FIGN. 4A, B ein Set aus einem dritten Bohrschaftabschnitt (FIG. 4A) und einem vierten

Bohrschaftabschnitt (FIG. 4B) zum Aufbau einer weiteren Bohrkrone; und FIGN. 5A, B einen Längsschnitt durch den dritten Bohrschaftabschnitt der FIG. 4A entlang der Schnittlinie A-A in FIG. 4A (FIG. 5A) und einen Längsschnitt durch den vierten Bohrschaftabschnitt der FIG. 4B entlang der Schnittlinie B-B in FIG. 4B (FIG. 5B). FIG. 1 zeigt eine Bohrkrone 10, die einen Schneidabschnitt 11 , einen Bohrschaftabschnitt 12 und einen Aufnahmeabschnitt 13 aufweist. Der Bohrschaftabschnitt 12 ist über eine lösbare erste Verbindung 14 mit dem Aufnahmeabschnitt 13 und über eine weitere Verbindung 15 mit dem Schneidabschnitt 1 1 verbindbar. Die weitere Verbindung 15 kann als lösbare oder nicht-lösbare Verbindung ausgebildet sein. Eine Verbindung wird als lösbar bezeichnet, wenn die Verbindung vom Anwender zerstörungsfrei gelöst werden kann, wie beispielsweise eine Steckverbindung, eine Stiftverbindung oder eine Gewindeverbindung. Eine Verbindung wird als nicht-lösbar bezeichnet, wenn der Anwender die Verbindung nur durch Zerstörung der Verbindungsmittel lösen kann, wie beispielsweise eine Lötverbindung, eine Schweißverbindung oder eine Klebeverbindung. FIG. 1 zeigt eine Bohrkrone, bei der die weitere Verbin- dung 15 als nicht-lösbare Verbindung ausgebildet ist.

Der Schneidabschnitt 1 1 umfasst einen Ringabschnitt 16 und mehrere Schneidsegmente 17, die mit dem Ringabschnitt 16 verbunden sind. Die Schneidsegmente 17 sind mit dem Ringabschnitt 16 verschweißt, verlötet, verschraubt oder in einer anderen geeigneten Befestigungsart am Ringabschnitt 16 befestigt. Der Bohrschaftabschnitt 12 umfasst einen zylinder- förmigen Bohrschaft 18 und ein Kupplungsstück 19, das mit dem Bohrschaft 18 verbunden ist. Der Aufnahmeabschnitt 13 umfasst ein Kupplungsgegenstück 20 und ein Einsteckende 21 , über das die Bohrkrone 10 in einer Werkzeugaufnahme eines Kernbohrgerätes befestigt wird.

Im Bohrbetrieb wird die Bohrkrone 10 vom Kernbohrgerät um eine Bohrachse 22 angetrie- ben und in einer Bohrrichtung 23 parallel zur Bohrachse 22 in das zu bearbeitende Werkstück 24 bewegt. Die Bohrkrone 10 erzeugt im Werkstück 24 einen Bohrkern 25 und ein Bohrloch 26 mit einem Bohrlochdurchmesser D. Die lösbare erste Verbindung 14 zwischen dem Kupplungsstück 19 des Bohrschaftabschnittes und dem Kupplungsgegenstück 20 des Aufnahmeabschnittes 13 kann dazu genutzt werden, den Bohrkern 25 aus der Bohrkrone 10 zu entfernen. Um den Bohrkern 25 zu entfernen, wird der Aufnahmeabschnitt 13 vom Bohrschaftabschnitt 12 entfernt und der Bohrkern 25 durch das Kupplungsstück 19 geschoben.

FIGN. 2A, B zeigen ein Set aus dem Bohrschaftabschnitt 12 der FIG. 1 (FIG. 2A) und einem weiteren Bohrschaftabschnitt 32 (FIG. 2B) zum Aufbau der Bohrkrone 10. Der Bohrschaftabschnitt 12 wird im Weiteren als erster Bohrschaftabschnitt und der weitere Bohrschaftab- schnitt 32 als zweiter Bohrschaftabschnitt bezeichnet. Zur Unterscheidung der Bohrschaftab- schnitte 12, 32 werden die Komponenten des ersten Bohrschaftabschnittes 12 als erste Komponenten und die Komponenten des zweiten Bohrschaftabschnittes 32 als zweite Komponenten bezeichnet.

Der Aufnahmeabschnitt 13 ist mit dem ersten Bohrschaftabschnitt 12 und dem zweiten Bohr- schaftabschnitt 32 verbindbar. Der erste Bohrschaftabschnitt 12 umfasst den ersten Bohrschaft 18 und das erste Kupplungsstück 19, das mit dem ersten Bohrschaft 18 verbunden ist. Der zweite Bohrschaftabschnitt 32 umfasst einen zweiten Bohrschaft 38 und ein zweites Kupplungsstück 39, das mit dem zweiten Bohrschaft 38 verbunden ist. Der erste und zweite Bohrschaft 18, 38 unterscheiden sich im Innen- und Außendurchmesser des Bohrschaftes 18, 38, im Innendurchmesser und in der Schaftbreite des Bohrschaftes 18, 38 oder im Innendurchmesser, Außendurchmesser und in der Schaftbreite des Bohrschaftes 18, 38.

FIGN. 3A, B zeigen einen Längsschnitt durch den ersten Bohrschaftabschnitt 12 der FIG. 2A entlang der Schnittlinie A-A in FIG. 2A (FIG. 3A) und einen Längsschnitt durch den zweiten Bohrschaftabschnitt 32 der FIG. 2B entlang der Schnittlinie B-B in FIG. 2B (FIG. 3B). Der erste Bohrschaft 18 weist in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse 22 eine ringförmige Querschnittsform mit einem ersten Innendurchmesser du, einem ersten Außendurchmesser d A i und einer ersten Schaftbreite bi auf. Das erste Kupplungsstück 19 weist eine erste Innenbohrung 41 und ein erstes Verbindungselement 42 auf. Das erste Verbindungselement 42 ist in Form von L-förmigen Schlitzen ausgebildet und die erste Innenbohrung 41 ist durchgehend mit einem ersten Öffnungsdurchmesser di ausgebildet. Um ein Verklemmen des Bohrkerns 25 in der ersten Innenbohrung 41 zu verhindern, ist der erste Öffnungsdurchmesser di grösser als der erste Innendurchmesser du des ersten Bohrschaftes 18 (di > du).

Der zweite Bohrschaft 38 weist in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse 22 eine ringförmige Querschnittsform mit einem zweiten Innendurchmesser d| 2 , einem zweiten Außendurchmesser dA2 und einer zweiten Schaftbreite b 2 auf. Das zweite Kupplungsstück 39 weist eine zweite Innenbohrung 43 und ein zweites Verbindungselement 44 auf. Das zweite Verbindungselement 44 ist in Form von L-förmigen Schlitzen ausgebildet und die zweite Innenbohrung 43 ist durchgehend mit einem zweiten Öffnungsdurchmesser d 2 ausgebildet. Um ein Verklemmen des Bohrkerns 25 in der zweiten Innenbohrung 43 zu verhindern, ist der zweite Öffnungsdurchmesser d 2 grösser als der zweite Innendurchmesser d| 2 oder gleich dem zweite Innendurchmesser d| 2 des zweiten Bohrschaftes 38 (d 2 > d| 2 ).

Die erste und zweite Innenbohrung 41 , 43 sind im Ausführungsbeispiel aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt und bestehen jeweils aus einem zylinderförmigen Abschnitt, ei- nem kegelstumpfförmigen Abschnitt und einem weiteren zylinderförmigen Abschnitt, wobei die kleinste Abmessung der Innenbohrung als Öffnungsdurchmesser definiert ist. Das erste und zweite Verbindungselement 42, 44 sind in Form von L-förmigen Schlitzen ausgebildet, die mit passenden Stiftelementen eines Kupplungsgegenstücks verbindbar sind. Das erste Kupplungsstück 19 des ersten Bohrschaftabschnittes 12 und das zweite Kupplungsstück 39 des zweiten Bohrschaftabschnittes 32 weisen eine identische Geometrie auf und der erste Öffnungsdurchmesser di des ersten Kupplungsstücks 19 entspricht dem zweiten Öffnungsdurchmesser d 2 des zweiten Kupplungsstücks 39. Die erste und zweite Innenbohrung 41 , 43 sind so gestaltet, dass die Öffnungsdurchmesser di, d 2 grösser als der Durchmesser des Bohrkerns 25 sind.

Das erste Kupplungsstück 19 ist aus einem ersten Kupplungsmaterial und das zweite Kupplungsstück 39 aus einem zweiten Kupplungsmaterial hergestellt. Die Verwendung von Kunststoff als Kupplungsmaterial bietet ein geringeres Gewicht als Stahl, hat aber den Nachteil einer geringeren Festigkeit. Die Auswahl eines Kupplungsmaterials hängt unter anderem von den Belastungen des ersten und zweiten Kupplungsstücks 19, 39 ab. Alternativ können das erste und zweite Kupplungsstück 19, 39 aus dem gleichen Kupplungsmaterial hergestellt werden. Wenn das erste und zweite Kupplungsstück 19, 39 die gleiche Geometrie aufweisen und aus dem gleichen Kupplungsmaterial hergestellt sind, kann ein identisches Kupplungsstück für den ersten und zweiten Bohrschaftabschnitt 12, 32 verwendet werden, das im Fol- genden als erstes Kupplungsteil bezeichnet wird. Wenn das erste Kupplungsteil aus Kunststoff hergestellt werden kann, werden die Fertigungskosten für das erste und zweite Kupplungsstück 19, 39 reduziert, da die Kosten pro Stück mit zunehmender Stückzahl sinken.

FIGN. 4A, B zeigen einen dritten Bohrschaftabschnitt 51 (FIG. 4A) und einen vierten Bohrschaftabschnitt 52 (FIG. 4B), die ein weiteres Set aus Bohrschaftabschnitten zum Aufbau ei- ner Bohrkrone bilden. Die Komponenten des dritten Bohrschaftabschnittes 51 werden als dritte Komponenten und die Komponenten des vierten Bohrschaftabschnittes 52 als vierte Komponenten bezeichnet.

Der dritte Bohrschaftabschnitt 51 umfasst einen dritten Bohrschaft 54 und ein drittes Kupplungsstück 55, das mit dem dritten Bohrschaft 54 verbunden ist. Der vierte Bohrschaftab- schnitt 52 umfasst einen vierten Bohrschaft 56 und ein viertes Kupplungsstück 57, das mit dem vierten Bohrschaft 56 verbunden ist. Der dritte und vierte Bohrschaft 54, 56 unterscheiden sich im Innen- und Außendurchmesser des Bohrschaftes, im Innendurchmesser und in der Schaftbreite des Bohrschaftes oder im Innen- und Außendurchmesser und in der Schaftbreite des Bohrschaftes. Im Ausführungsbeispiel unterscheiden sich der dritte und vierte Bohrschaft 54, 56 im Innendurchmesser, im Außendurchmesser und in der Schaftbreite des Bohrschaftes.

FIGN. 5A, B zeigen einen Längsschnitt durch den dritten Bohrschaftabschnitt 51 der FIG. 4A entlang der Schnittlinie A-A in FIG. 4A (FIG. 5A) und einen Längsschnitt durch den vierten Bohrschaftabschnitt 52 der FIG. 4B entlang der Schnittlinie B-B in FIG. 4B (FIG. 5B).

Der dritte Bohrschaft 54 weist in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse eine ringförmige Querschnittsform mit einem dritten Innendurchmesser d| 3 , einem dritten Außendurchmesser d A 3 und einer dritten Schaftbreite b 3 auf. Das dritte Kupplungsstück 55 weist eine durchgehende dritte Innenbohrung 61 mit einem dritten Öffnungsdurchmesser d 3 und ein drittes Ver- bindungselement 62 auf. Der dritte Öffnungsdurchmesser d 3 ist grösser als der dritte Innendurchmesser d| 3 des dritten Bohrschaftes 54 (d 3 > d B ).

Der vierte Bohrschaft 55 weist in einer Ebene senkrecht zur Bohrachse eine ringförmige Querschnittsform mit einem vierten Innendurchmesser d| 4 , einem vierten Außendurchmesser d A4 und einer vierten Schaftbreite b 4 auf. Das vierte Kupplungsstück 57 weist eine durchge- hende vierte Innenbohrung 63 mit einem vierten Öffnungsdurchmesser d 4 und ein viertes Verbindungselement 64 auf. Der vierte Öffnungsdurchmesser d 4 ist grösser als der vierte Innendurchmesser d w oder gleich dem vierten Innendurchmesser d w des vierten Bohrschaftes 56 (d 4 > d w ). Im Ausführungsbeispiel stimmt der vierte Öffnungsdurchmesser d 4 mit dem vierten Innendurchmesser d w überein. Die dritte und vierte Innenbohrung 61 , 63 sind im Ausführungsbeispiel in Form eines Zylinders ausgebildet und der dritte und vierte Öffnungsdurchmesser d 3 , d 4 entsprechen dem Durchmesser des Zylinders. Das dritte und vierte Verbindungselement 62, 64 sind in Form von L-förmigen Schlitzen ausgebildet, die mit passenden Stiftelementen eines Kupplungsgegenstücks verbindbar sind.