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Title:
SETTING A COMMUNICATION PARAMETER OF A COMMUNICATION MODULE OF A CHARGING STATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185247
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for setting at least one communication parameter of a communication module (28) of a charging station (10), used for communication, in particular wired communication, via an interface (18) of the charging station (10). The invention addresses the problem of enabling the at least one communication parameter to be set in the simplest manner possible, with significant reliability and great security. It is proposed according to the invention that: - a calibration device (56) is coupled to the interface (18), - authentication data is transmitted from the calibration device (56) to the communication module (28), - a value for the at least one communication parameter is transmitted from the calibration device (56) to the communication module (28), and - the at least one communication parameter is set by the communication module (28) depending on an evaluation of the authentication data by the communication module (28) according to the value transmitted.

Inventors:
BODE SEBASTIAN (DE)
KRENZ ALBERT (DE)
LINZMAIER KLAUS-PETER (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/054275
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
February 21, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG (DE)
International Classes:
B60L53/14; B60L53/16; B60L53/30; B60L53/60; B60L53/66; H02J50/80
Foreign References:
EP2958345A12015-12-23
DE102011010809A12012-08-09
JP6172057B22017-08-02
JP2013247688A2013-12-09
JP2013046477A2013-03-04
DE102011056501A12013-06-20
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Einstellen von wenigstens einem Kommunikati onsparameter eines Kommunikationsmoduls (28) einer Ladestati on (10), das zum, insbesondere leitungsgebundenen, Kommuni zieren über eine Schnittstelle (18) der Ladestation (10) dient, bei dem:

ein Kalibriergerät (56) mit der Schnittstelle (18) gekop pelt wird,

Authentifizierungsdaten von dem Kalibriergerät (56) an das Kommunikationsmodul (28) übermittelt werden,

ein Wert für den wenigstens einen Kommunikationsparameter von dem Kalibriergerät (56) an das Kommunikationsmodul (28) übermittelt wird, und

der wenigstens eine Kommunikationsparameter vom Kommunika tionsmodul (28) abhängig von einem Auswerten der Authenti- fizierungsdaten durch das Kommunikationsmodul (28) ent sprechend dem übermittelten Wert eingestellt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kalibriergerät (56) ein Kommunikationssignal des Kommuni kationsmoduls (28) empfängt und den Wert für den wenigstens einen Kommunikationsparameter abhängig von dem empfangenen Kommunikationssignal ermittelt.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationssignal wenigstens ein Datentelegramm (44) umfasst und der Wert anhand des wenigstens einen Datenteleg ramms (44) ermittelt wird.

4. Verfahren zum Einstellen von wenigstens einem Kommunikati onsparameter eines Kommunikationsmoduls (28) einer Ladestati on (10), das zum, insbesondere leitungsgebundenen, Kommuni zieren über eine Schnittstelle (18) der Ladestation (10) dient, bei dem:

ein Kalibriergerät (56) mit der Schnittstelle (18) gekop pelt wird, Authentifizierungsdaten von dem Kalibriergerät (56) an das Kommunikationsmodul (28) übermittelt werden,

ein Kommunikationssignal des Kommunikationsmoduls (28) vom Kalibriergerät (56) empfangen und ausgewertet wird, um ab hängig von dem empfangenen Kommunikationssignal wenigstens einen Signalparameter zu ermitteln,

der wenigstens eine Signalparameter vom Kalibriergerät (56) an das Kommunikationsmodul (28) übermittelt wird, und das Kommunikationsmodul (28) den wenigstens einen Kommuni kationsparameter abhängig von dem wenigstens einen Signal parameter und einem Auswerten der Authentifizierungsdaten einstellt .

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationssignal wenigstens ein Datentelegramm (44) umfasst und der Signalparameter anhand des wenigstens einen Datentelegramms (44) ermittelt wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert und/oder ein Ändern des Werts des wenigstens einen Kommunikationsparameters an eine Zentra le übermittelt wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellen des wenigstens einen Kom munikationsparameters automatisiert erfolgt, wenn das Kalib riergerät (56) authentifiziert ist.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellen des wenigstens einen Kom munikationsparameters durch das Kalibriergerät (56) überwacht wird .

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppeln des Kalibriergeräts (56) mit der Schnittstelle (18) verriegelt wird.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (18) zumindest teilweise durch ein Ladekabel der Ladestation (10) und/oder das Kalibriergerät (56) zumindest teilweise durch einen Lade stecker bereitgestellt wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das leitungsgebundene Kommunizieren zumindest teilweise über wenigstens zwei elektrische Leitungen (24, 26) des Ladekabels (18), mittels welcher zumindest teilweise auch eine Ladespan nung der Ladestation (10) bereitgestellt wird, und/oder eine Pilotleitung des Ladekabels erfolgt.

12. Kalibriergerät (56) zum Einstellen von wenigstens einem Kommunikationsparameter eines Kommunikationsmoduls (28) einer Ladestation (10), das zum, insbesondere leitungsgebundenen, Kommunizieren über eine Schnittstelle (18) der Ladestation (10) dient, wobei das Kalibriergerät (56) ausgebildet ist: mit der Schnittstelle (18) gekoppelt zu werden,

Authentifizierungsdaten an das Kommunikationsmodul (28) zu übermitteln, und

einen Wert für den wenigstens einen Kommunikationsparame ter an das Kommunikationsmodul (28) zu übermitteln, damit das Kommunikationsmodul (28) den wenigstens einen Kommuni kationsparameter abhängig von dem übermittelten Wert und einem Auswerten der Authentifizierungsdaten durch das Kom munikationsmodul (28) einstellt.

13. Kalibriergerät (56) zum Einstellen von wenigstens einem Kommunikationsparameter eines Kommunikationsmoduls (28) einer Ladestation (10), das zum, insbesondere leitungsgebundenen, Kommunizieren über eine Schnittstelle (18) der Ladestation (10) dient, wobei das Kalibriergerät (56) ausgebildet ist: mit der Schnittstelle (18) gekoppelt zu werden,

Authentifizierungsdaten an das Kommunikationsmodul (28) zu übermitteln,

ein Kommunikationssignal des Kommunikationsmoduls (28) zu empfangen und auszuwerten, um abhängig von dem empfangenen Kommunikationssignal wenigstens einen Signalparameter zu ermitteln, und

den wenigstens einen Signalparameter an das Kommunikati onsmodul (28) zu übermitteln, damit das Kommunikationsmo dul (28) den wenigstens einen Kommunikationsparameter ab hängig von dem wenigstens einen Signalparameter und einem Auswerten der Authentifizierungsdaten einstellt.

14. Kommunikationsmodul (28) für eine Ladestation (10), wobei das Kommunikationsmodul (28) zum, insbesondere leitungsgebun denen, Kommunizieren über eine Schnittstelle (18) der Lade station (10) dient und zum Einstellen von wenigstens einem Kommunikationsparameter ausgebildet ist:

Authentifizierungsdaten eines mit der Schnittstelle (18) koppelbaren Kalibriergeräts (56) zu empfangen,

einen Wert für den wenigstens einen Kommunikationsparame ter von dem Kalibriergerät (56) zu empfangen, und

den wenigstens einen Kommunikationsparameter abhängig von einem Auswerten der Authentifizierungsdaten entsprechend dem empfangenen Wert einzustellen.

15. Kommunikationsmodul (28) für eine Ladestation (10), wobei das Kommunikationsmodul (28) zum, insbesondere leitungsgebun denen, Kommunizieren über eine Schnittstelle (18) der Lade station (10) dient und zum Einstellen von wenigstens einem Kommunikationsparameter ausgebildet ist:

Authentifizierungsdaten eines mit der Schnittstelle kop pelbaren Kalibriergeräts (56) zu empfangen,

ein Kommunikationssignal auszusenden, damit das Kalibrier gerät (56) das Kommunikationssignal empfängt und auswer tet, um abhängig von dem empfangenen Kommunikationssignal wenigstens einen Signalparameter zu ermitteln,

den wenigstens einen Signalparameter vom Kalibriergerät (56) zu empfangen, und

den wenigstens einen Kommunikationsparameter abhängig von dem wenigstens einen Signalparameter und einem Auswerten der Authentifizierungsdaten einzustellen.

16. Ladestation (10) mit einem Ladeanschluss (14, 18) zum Be reitstellen von elektrischer Energie, einen mittels einer Steuereinheit (16) steuerbaren und mit dem Ladeanschluss (14, 18) elektrisch gekoppelten Energiewandler (22) sowie ein mit der Steuereinheit (16) kommunikationstechnisch gekoppeltes Kommunikationsmodul (28), das zum, insbesondere leitungsge bundenen, Kommunizieren über eine Schnittstelle (18) der La destation (10) unter Nutzung wenigstens eines Kommunikations parameters dient, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunika- tionsmodul (28) nach einem der Ansprüche 14 oder 15 ausgebil det ist.

Description:
Beschreibung

Einstellen eines Kommunikationsparameters eines

Kommunikationsmoduls einer Ladestation

Die Erfindung betrifft Verfahren zum Einstellen von wenigs tens einem Kommunikationsparameter eines Kommunikationsmoduls einer Ladestation, das zum, insbesondere leitungsgebundenen, Kommunizieren über eine Schnittstelle der Ladestation dient. Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch Kalibriergeräte zum Einstellen von wenigstens einem Kommunikationsparameter eines Kommunikationsmoduls einer Ladestation, das zum, insbe sondere leitungsgebundenen, Kommunizieren über eine Schnitt stelle der Ladestation dient. Weiterhin betrifft die Erfin dung Kommunikationsmodule für eine Ladestation, wobei das Kommunikationsmodul zum, insbesondere leitungsgebundenen, Kommunizieren über eine Schnittstelle der Ladestation dient. Schließlich betrifft die Erfindung auch eine Ladestation mit einem Ladeanschluss zum Bereitstellen von elektrischer Ener gie, einem mittels einer Steuereinheit steuerbaren und mit dem Ladeanschluss elektrisch gekoppelten Energiewandler sowie ein mit der Steuereinheit kommunikationstechnisch gekoppeltes Kommunikationsmodul, das zum, insbesondere leitungsgebunde nen, Kommunizieren über eine Schnittstelle der Ladestation unter Nutzung wenigstens eines Kommunikationsparameters dient .

Ladestationen, Kommunikationsmodule sowie auch Kalibrierge räte sind im Stand der Technik umfänglich bekannt, sodass es eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises hierfür nicht bedarf. Ladestationen dienen insbesondere dazu, elektrische Einrichtungen, die einen elektrischen Energiespeicher für ih ren bestimmungsgemäßen Betrieb aufweisen, zumindest zeitweise mit elektrischer Energie versorgen zu können, damit deren elektrischer Energiespeicher aufgeladen werden kann. Dies be trifft nicht nur, aber insbesondere elektrisch antreibbare Kraftfahrzeuge . Ein elektrisch antreibbares Kraftfahrzeug ist ein Kraftfahr zeug, das eine elektrische Antriebseinrichtung für seinen be stimmungsgemäßen Fährbetrieb aufweist. Umfasst das Kraftfahr zeug ausschließlich die elektrische Antriebseinrichtung als Antriebseinrichtung, handelt es sich hierbei um ein Elektro fahrzeug. Ist stattdessen ergänzend eine weitere Antriebsein richtung vorgesehen, beispielsweise eine Verbrennungskraftma schine oder dergleichen, handelt es sich bei dem elektrisch antreibbaren Kraftfahrzeug um ein Hybridfahrzeug.

Während des bestimmungsgemäßen Betriebs der elektrischen Ein richtungen, insbesondere der elektrisch antreibbaren Kraft fahrzeuge, wird elektrische Energie verbraucht, die durch ei nen jeweiligen elektrischen Energiespeicher der elektrischen Einrichtung beziehungsweise des elektrisch antreibbaren

Kraftfahrzeugs bereitgestellt wird. Der elektrische Energie speicher ist deshalb in der Regel als Akkumulator ausgebil det .

Insbesondere bei elektrisch antreibbaren Kraftfahrzeugen ist der Akkumulator häufig als eine Hochvoltbatterie ausgebildet. Elektrisch antreibbare Kraftfahrzeuge sind deshalb ebenso wie auch andere elektrische Einrichtungen der gattungsgemäßen Art regelmäßig mit einer Ladestation elektrisch zu koppeln, so- dass dem jeweiligen elektrischen Energiespeicher elektrische Energie zugeführt werden kann, um nach Beendigung der ener gietechnischen Kopplung mit der Ladestation den bestimmungs gemäßen Betrieb fortführen zu können.

Ladestationen sind in der Regel stationär beziehungsweise ortsfest angeordnete Einrichtungen, die dazu ausgebildet sind, mit den elektrischen Einrichtungen, insbesondere den elektrisch antreibbaren Kraftfahrzeugen, energietechnisch ge koppelt zu werden. Die energietechnische Kopplung kann bei spielsweise als leitungsgebundene energietechnische Kopplung ausgebildet sein, indem zum Beispiel ein Ladekabel der Lade station mit der elektrischen Einrichtung beziehungsweise dem elektrisch antreibbaren Kraftfahrzeug elektromechanisch ge- koppelt wird. Darüber hinaus ist es natürlich auch möglich, eine drahtlose energietechnische Kopplung, beispielsweise un ter Nutzung eines magnetischen Wechselfeldes oder derglei chen, bereitzustellen.

Für den bestimmungsgemäßen Betrieb der Ladestation ist es in der Regel erforderlich, eine Kommunikation zwischen der Lade station und der elektrischen Einrichtung beziehungsweise dem Kraftfahrzeug zu ermöglichen. Hierdurch kann der Ladevorgang in gewünschter Weise gesteuert werden. Die Kommunikation fin det in der Regel über eine entsprechende Kommunikationslei tung statt. Diese kann insbesondere bei einer leitungsgebun denen energietechnischen Kopplung in das die leitungsgebunde ne energietechnische Kopplung bereitstellende Ladekabel der Ladestation integriert sein. Die Kommunikation kann aber ge legentlich auch drahtlos beispielsweise unter Nutzung von Nahfunk, Infrarot, Ultraschall und/oder dergleichen reali siert sein.

Um eine zuverlässige Kommunikation erreichen zu können, sieht die Ladestation das Kommunikationsmodul vor, welches es er möglicht, unter Nutzung von wenigstens einem Kommunikations parameter die gewünschte Kommunikation so einzustellen, dass eine zuverlässige Kommunikation zumindest während eines Lade betriebs gewährleistet werden kann. Da die Kommunikation je doch von einer Reihe von Umweltparametern abhängig sein kann, zum Beispiel auch einem Aufstellort der Ladestation, einer Länge des Ladekabels, aber auch Eigenschaften des an das La dekabel angeschlossenen Kraftfahrzeugs und/oder dergleichen, reicht es in der Regel nicht aus, den wenigstens einen Kommu nikationsparameter bei der Herstellung der Ladestation bezie hungsweise des Kommunikationsmoduls für die Ladestation auf einen vorbestimmten Wert zu kalibrieren, weil die Funktiona lität in Bezug auf die Kommunikation unter anderem auch von einer Einbauposition des Kommunikationsmoduls in der Ladesta tion, einer Art und einer Länge des Ladekabels beziehungswei se der Kommunikationsschnittstelle sowie auch einer Impedanz einer Erdverbindung und/oder dergleichen abhängig sein kann. Es ist deshalb in der Regel vorgesehen, dass das Kommunikati onsmodul hinsichtlich des wenigstens einen Kommunikationspa rameters einstellbar ausgebildet ist.

Im Stand der Technik sind für das Einstellen des wenigstens einen Kommunikationsparameters zwei unterschiedliche Methoden bekannt. Eine erste Methode, auch Bauartkalibrierung genannt, sieht vor, dass eine Kalibrierung pro Bauart einmalig durch geführt wird und alle Ladestationen derselben Bauart bezüg lich ihrer wenigstens einen Kommunikationsparameter auf den gleichen Wert eingestellt werden. Solange Toleranzen, insbe sondere in Bezug auf eine Mechanik, eine Länge von in der La destation installierten Leitungen, insbesondere Erdleitungen und des Ladekabels, hierbei gering sind, kann hierdurch eine hinreichend brauchbare Kalibrierung über die Baureihe hinweg erreicht werden.

Eine zweite Methode, auch Stückkalibrierung genannt, sieht vor, dass die Kalibrierung individuell für eine jeweilige La destation durchgeführt wird, wodurch Toleranzen oder sogar auch Unterschiede bei einer Nutzung unterschiedlicher Kompo nenten einfach berücksichtigt werden können. Bei der Stückka librierung überwiegen logistische Vorteile. Jedoch kann

Stückkalibrierung nicht mit herkömmlichen Kalibriermitteln erfolgen, bei denen Werte für den wenigstens einen Kommunika tionsparameter zum Beispiel in ein Rechnerprogramm der Lade station integriert werden müssen. Vielmehr ist es erforder lich, dass der wenigstens eine Kommunikationsparameter auf einfache Weise und mit großer Zuverlässigkeit durch Montage beziehungsweise Wartungspersonal entweder bei der Fertigung der Ladestation oder auch nach der Fertigung der Ladestation eingestellt werden kann. Dies soll auch bei einer Wartung der Ladestation, wenn sie im bestimmungsgemäßen Betrieb genutzt wird, möglich sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein möglichst ein faches Einstellen des wenigstens einen Kommunikationsparame- ters bei großer Zuverlässigkeit und großer Sicherheit zu er möglichen .

Die Erfindung schlägt zur Lösung der Aufgabe Verfahren, Kali briergeräte, Kommunikationsmodule sowie eine Ladestation ge mäß den unabhängigen Ansprüchen vor.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich durch Merkmale der abhängigen Ansprüche.

Bezüglich eines gattungsgemäßen Verfahrens wird gemäß einem ersten Aspekt insbesondere vorgeschlagen, dass ein Kalibrier gerät mit der Schnittstelle gekoppelt wird, Authentifizie- rungsdaten von dem Kalibriergerät an das Kommunikationsmodul übermittelt werden, ein Wert für den wenigstens einen Kommu nikationsparameter von dem Kalibriergerät an das Kommunikati onsmodul übermittelt wird, und der wenigstens eine Kommunika tionsparameter vom Kommunikationsmodul abhängig von einem Auswerten der Authentifizierungsdaten durch das Kommunikati onsmodul entsprechend dem übermittelten Wert eingestellt wird .

Gemäß einem zweiten Aspekt wird für ein gattungsgemäßes Ver fahren insbesondere vorgeschlagen, dass ein Kalibriergerät mit der Schnittstelle gekoppelt wird, Authentifizierungsdaten von dem Kalibriergerät an das Kommunikationsmodul übermittelt werden, ein Kommunikationssignal des Kommunikationsmoduls vom Kalibriergerät empfangen und ausgewertet wird, um abhängig von dem empfangenen Kommunikationssignal wenigstens einen Signalparameter zu ermitteln, der wenigstens eine Signalpara meter vom Kalibriergerät an das Kommunikationsmodul übermit telt wird, und das Kommunikationsmodul den wenigstens einen Kommunikationsparameter abhängig von dem wenigstens einen Signalparameter und einem Auswerten der Authentifizierungsda ten einstellt.

Bezüglich eines gattungsgemäßen Kalibriergeräts wird gemäß dem ersten Aspekt insbesondere vorgeschlagen, dass das Kalib- riergerät ausgebildet ist, mit der Schnittstelle gekoppelt zu werden, Authentifizierungsdaten an das Kommunikationsmodul zu übermitteln, und einen Wert für den wenigstens einen Kommuni kationsparameter an das Kommunikationsmodul zu übermitteln, damit das Kommunikationsmodul den wenigstens einen Kommunika tionsparameter abhängig von dem übermittelten Wert und einem Auswerten der Authentifizierungsdaten durch das Kommunikati onsmodul einstellt.

Bezüglich des zweiten Aspekts wird für ein gattungsgemäßes Kalibriergerät insbesondere vorgeschlagen, dass das Kalib riergerät ausgebildet ist, mit der Schnittstelle gekoppelt zu werden, Authentifizierungsdaten an das Kommunikationsmodul zu übermitteln, ein Kommunikationssignal des Kommunikationsmo duls zu empfangen und auszuwerten, um abhängig von dem emp fangenen Kommunikationssignal wenigstens einen Signalparame ter zu ermitteln, und den wenigstens einen Signalparameter an das Kommunikationsmodul zu übermitteln, damit das Kommunika tionsmodul den wenigstens einen Kommunikationsparameter ab hängig von dem wenigstens einen Signalparameter und einem Auswerten der Authentifizierungsdaten einstellt.

Bezüglich eines gattungsgemäßen Kommunikationsmoduls wird ge mäß dem ersten Aspekt insbesondere vorgeschlagen, dass das Kommunikationsmodul zum Einstellen von wenigstens einem Kom munikationsparameter ausgebildet ist, Authentifizierungsdaten eines mit der Schnittstelle koppelbaren Kalibriergeräts zu empfangen, einen Wert für den wenigstens einen Kommunikati onsparameter von dem Kalibriergerät zu empfangen und den we nigstens einen Kommunikationsparameter abhängig von einem Auswerten der Authentifizierungsdaten entsprechend dem emp fangenen Wert einzustellen.

Bezüglich eines gattungsgemäßen Kommunikationsmoduls wird ge mäß dem zweiten Aspekt insbesondere vorgeschlagen, dass das Kommunikationsmodul zum Einstellen von wenigstens einem Kom munikationsparameter ausgebildet ist, Authentifizierungsdaten eines mit der Schnittstelle koppelbaren Kalibriergeräts zu empfangen, ein Kommunikationssignal auszusenden, damit das Kalibriergerät das Kommunikationssignal empfängt und auswer tet, um abhängig von dem empfangenen Kommunikationssignal we nigstens einen Signalparameter zu ermitteln, den wenigstens einen Signalparameter vom Kalibriergerät zu empfangen und den wenigstens einen Kommunikationsparameter abhängig von dem we nigstens einen Signalparameter und einem Auswerten der Au- thentifizierungsdaten einzustellen.

Schließlich wird für eine gattungsgemäße Ladestation insbe sondere vorgeschlagen, dass das Kommunikationsmodul gemäß der Erfindung ausgebildet ist.

Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, dass der wenigstens eine Kommunikationsparameter auf einfache Weise mittels des Kalibriergeräts eingestellt werden kann. Zu diesem Zweck soll das Kalibriergerät über die Schnittstelle der Ladestation mit dem Kommunikationsmodul in Kommunikationsverbindung gebracht werden, sodass das Kommunikationsmodul einen Wert für den we nigstens einen einzustellenden Kommunikationsparameter erhal ten kann. Damit nicht jedes beliebige Kalibriergerät genutzt werden kann, um den Wert des Kommunikationsparameters einzu stellen und damit auf die Funktion der Ladestation einwirken zu können, sieht die Erfindung die Authentifizierungsdaten vor. Durch die Authentifizierungsdaten kann sichergestellt werden, dass nur Kalibriergeräte zum Einstellen des wenigs tens einen Kommunikationsparameters genutzt werden können, für die eine vorgegebene Berechtigung vorliegt. Zu diesem Zweck kann ein geeignetes Authentifizierungsverfahren genutzt werden .

Es ist also gemäß der Erfindung nicht erforderlich, die Lade station über eine dauerhafte Kommunikationsverbindung mit ei ner Zentrale zu verbinden, um den wenigstens einen Kommunika tionsparameter einstellen zu können. Dies erweist sich insbe sondere dann als vorteilhaft, wenn die Ladestation abseits von einem Kommunikationsnetzwerk angeordnet ist und eine ent- sprechende Kommunikationsverbindung einen erhöhten Aufwand benötigt oder sogar nicht realisiert werden kann.

Darüber hinaus kann durch die Erfindung auch ein unberechtig ter Zugriff über ein Kommunikationsnetzwerk auf die Ladesta tion vermieden werden, weil eine permanente Kommunikations verbindung nicht vorzuliegen braucht. Vielmehr sieht die Er findung vor, dass hierfür das Kalibriergerät genutzt wird.

Das Kalibriergerät ist vorzugsweise eine tragbare Einheit, die zur Ladestation transportiert werden kann, um sie mit der Ladestation über deren Schnittstelle in Kommunikationsverbin dung zu bringen. Dadurch eignet sich die Erfindung natürlich insbesondere für den Fall, dass die Ladestation bereits an ihrem bestimmungsgemäßen Ort aufgestellt ist. Dem Grunde nach kann die Erfindung jedoch auch für eine Fertigung der Lade stationen beziehungsweise des Kommunikationsmoduls vorgesehen sein. In diesem Fall braucht das Kalibriergerät natürlich nicht zu der Ladestation beziehungsweise dem Kommunikations modul transportiert zu werden. Gleichwohl kann das Kalibrier gerät insgesamt eine kompakte, leicht handhabbare, insbeson dere tragbare Einheit sein, die eine geeignete Geräteschnitt stelle aufweisen kann, die mit der Schnittstelle der Ladesta tion in Kommunikationsverbindung gebracht werden kann.

Die Schnittstelle kann zum Beispiel durch eine Steckverbin dung oder dergleichen gebildet sein, mittels der eine lei tungsgebundene Kommunikationsverbindung hergestellt werden kann. Darüber hinaus kann natürlich auch vorgesehen sein, dass die Schnittstelle als leitungsgebundene Kommunikations verbindung über Leitungen des Ladekabels der Ladestation rea lisiert werden kann. In diesem Fall kann die Schnittstelle an die Leitungen des Ladekabels angepasst ausgebildet sein.

Das Einstellen des wenigstens einen Kommunikationsparameters braucht nicht das Ändern eines Rechnerprogramms oder einer Hardware der Ladestation zu umfassen. Insbesondere kann vor gesehen sein, dass lediglich ein Wert für den wenigstens ei- nen Kommunikationsparameter in einer Speichereinheit des Kom munikationsmoduls beziehungsweise der Ladestation gespeichert ist, der entsprechend eingestellt wird. Auf ein etwaiges Rechnerprogramm sowie auch auf etwaige weitere Hardware des Kommunikationsmoduls beziehungsweise der Ladestation braucht deshalb nicht zugegriffen zu werden. Dadurch kann eine beson ders einfache Realisierung der Erfindung erreicht werden.

Der wenigstens eine Kommunikationsparameter kann zum Beispiel ein Träger bei drahtlosen Kommunikationsverfahren wie Nah funk, Infrarot, Ultraschall und/oder dergleichen oder bei ei nem Trägerfrequenzverfahren, insbesondere in Bezug auf eine leitungsgebundene Kommunikation, sein, der für die Kommunika tion genutzt werden soll. Darüber hinaus kann der wenigstens eine Kommunikationsparameter natürlich auch eine Sendeleis tung, insbesondere eine Amplitude und/oder dergleichen, um fassen. Ferner kann der Kommunikationsparameter auch eine et waige Codierung betreffen, die für die Kommunikation genutzt werden soll. So ist es möglich, die Codierung in geeigneter Weise bedarfsgerecht einstellen zu können, sodass die Zuver lässigkeit der Kommunikation, aber auch eine Sicherheit der Kommunikation, eingestellt werden können. Beispielsweise kann der Kommunikationsparameter auch eine Frequenz betreffen, die zur Nutzung der Kommunikation ausgewählt werden soll. Natür lich können auch mehrere Träger und/oder Frequenzen mit einem Kommunikationsparameter eingestellt beziehungsweise ausge wählt werden. Auch weitere Kombinationen, die dem Einstellen der Kommunikation dienen können, können von dem wenigstens einen Kommunikationsparameter erfasst sein.

Das Kommunikationsmodul ist eine, insbesondere elektronische, Einheit, die dazu dient, eine Kommunikation zumindest mit dem Kalibriergerät zu ermöglichen. Das Kommunikationsmodul ist vorzugsweise Bestandteil der Ladestation und kann zum Bei spiel in einem Gehäuse der Ladestation angeordnet sein. Al ternativ oder ergänzend kann das Kommunikationsmodul aber auch zumindest teilweise separat von der Ladestation angeord net sein. Darüber hinaus kann natürlich vorgesehen sein, dass das Kom munikationsmodul auch dazu genutzt werden kann, dass eine La destation mit einem an die Ladestation angeschlossenen Kraft fahrzeug kommunizieren kann. Die Kommunikation kann vorzugs weise über das Ladekabel erfolgen. Dabei besteht die Möglich keit, dass die Kommunikation über wenigstens zwei elektrische Leitungen des Ladekabels erfolgen kann. Darüber hinaus kann sie natürlich auch unter Nutzung einer Pilotleitung ermög licht sein, die häufig vom Ladekabel umfasst ist. Natürlich können auch Kombinationen hiervon vorgesehen sein.

Die Schnittstelle der Ladestation kann somit in der Regel ei ne Schnittstelle für eine leitungsgebundene Kommunikation sein, die entweder eine eigene Hardwareschnittstelle sein kann oder auch mit anderen Einheiten der Ladestation, zum Beispiel einem Ladecontroller oder dergleichen, kombiniert sein kann. Das Kommunikationsmodul braucht deshalb nicht aus schließlich für die Kommunikation mit dem Kalibriergerät aus gebildet zu sein.

Um die leitungsgebundene Kommunikation zwischen dem Kommuni kationsmodul und dem Kalibriergerät zu ermöglichen, ist vor gesehen, dass das Kalibriergerät mit der Schnittstelle gekop pelt wird. Die Kopplung kann vorzugsweise elektromechanisch erfolgen, beispielsweise über eine Steckverbindung oder der gleichen. Natürlich kann auch eine drahtlose Kopplung, bei spielsweise basierend auf Nahfunk in einem Nahbereich

und/oder dergleichen, vorgesehen sein, sodass Störungen auf grund von ungünstigen Kontaktübergangswiderständen und/oder dergleichen vermieden werden können. Der Nahbereich meint in diesem Zusammenhang einen Bereich von einem oder mehreren cm bis hin zu einer Kommunikationsreichweite von etwa 5 m.

Besonders vorteilhaft erweist es sich jedoch, wenn das Kalib riergerät als Steckverbinder ausgebildet ist, der mit einem entsprechend komplementär ausgebildeten Steckverbinder des Ladekabels, welches dem Anschließen an ein Kraftfahrzeug dient, elektromechanisch lösbar verbunden werden kann. Da durch kann nämlich die Schnittstelle in das Ladekabel inte griert sein, und es braucht somit keine separate Schnittstel le an der Ladestation vorgesehen zu sein.

Damit die Ladestation, insbesondere das Kommunikationsmodul, weiß, dass ausgetauschte Daten aus einer zuverlässigen Quelle stammen und für die weitere Nutzung freigegeben sind, ist es vorgesehen, dass das Kalibriergerät nach einem Koppeln mit der Schnittstelle Authentifizierungsdaten an das Kommunikati onsmodul übermittelt. Anhand der Authentifizierungsdaten kann das Kommunikationsmodul ermitteln, ob das Kalibriergerät für das Einstellen des wenigstens einen Kommunikationsparameters zugelassen ist, also eine gültige Berechtigung hierfür auf weist. Dadurch kann vermieden werden, dass durch unberechtig te Dritte Manipulationen bezüglich des wenigstens einen Kom munikationsparameters vorgenommen werden und somit die be stimmungsgemäße Funktionalität der Ladestation beeinträchtigt sein kann.

Das Kommunikationsmodul kann zum Beispiel einstückig mit ei ner Steuereinheit der Ladestation ausgebildet sein. Die Steu ereinheit kann dazu dienen, die vorgegebene Ladefunktionali tät der Ladestation bereitzustellen, indem zum Beispiel ein Ladecontroller und/oder dergleichen entsprechend gesteuert wird .

Um das Authentifizieren realisieren zu können, kann vorgese hen sein, dass eine spezielle Funktionalität, die im Kommuni kationsmodul beziehungsweise der Steuereinheit zur Verfügung gestellt wird und von einer zentralen vertrauenswürdigen Stelle signiert ist, auch ein Berechtigungsmodul umfasst, welches eine oder mehrere Regeln eines Regelsatzes umfasst, durch welche Instanzen bestimmt sein können, durch welche der wenigstens eine Kommunikationsparameter manipuliert bezie hungsweise eingestellt werden darf. Die Funktionalität kann zum Beispiel durch eine elektronische Hardwareschaltung, aber auch durch ein auf einer Rechnereinheit ablaufendes Rechner- Programm sowie Kombinationen hiervon bereitgestellt werden. Beispielsweise kann die Ladestation beziehungsweise die Steu ereinheit oder auch das Kommunikationsmodul, hierfür ein ge eignetes Rechnerprogramm umfassen, welches unter anderem auch einen Paketmanager aufweist. Soll beispielsweise eine bereits in Betrieb genommene Ladestation vor Ort hinsichtlich der Funktionalität der Schnittstelle eingestellt werden, zum Bei spiel bei einer Powerline-Kommunikationsverbindung eine Ein stellung von Dämpfungswerten für bestimmte Träger oder der gleichen, kann ein bestimmtes Servicepersonal ein geeignet ausgerüstetes Kalibriergerät an den Ort der Ladestation brin gen und das Kalibriergerät an die Schnittstelle der Ladesta tion anschließen. Dabei kann zum Beispiel als bekannt ange nommen werden, dass minimale und maximale Werte für den we nigstens einen einzustellenden Kommunikationsparameter zum Beispiel aus anderen Ladestationen des gleichen Typs bekannt sein können, beispielsweise Dämpfungswerte oder dergleichen.

Um das Einstellen ausführen zu können, kann vorgesehen sein, dass zum Beispiel automatisch entsprechende Daten, beispiels weise als Datei oder dergleichen, generiert und signiert wer den und dann auf dem Kalibriergerät gespeichert werden. Das Kalibriergerät kann dann diese Daten entsprechend bereitstel len. Die Daten enthalten dabei vorzugsweise kein Rechnerpro gramm, welches der Steuerung der Ladestation und/oder der Kommunikationsmoduls dient, sondern zum Beispiel ein Prüfmo dul, Werte für den einzustellenden wenigstens einen Kommuni kationsparameter und/oder dergleichen. Ist ein Prüfmodul vor handen, kann dieses zum Beispiel als ein Skript realisiert sein, das im Rahmen der Paketinstallation aus einer durch das Kalibriergerät bereitgestellten und von diesem mittels Signa tur kryptografisch gesicherten Datei Konfigurationsparameter, das heißt, Werte für den wenigstens einen einzustellenden Kommunikationsparameter, einliest, gegen in den Daten hinter legte Plausibilitätsdaten prüft, die zum Beispiel aus den mi nimalen und maximalen Werten abgeleitet sein können, und bei erfolgreicher Prüfung übernimmt. Das Prüfmodul kann daher vorzugsweise dazu dienen, die Authentifizierung des wenigs- tens einen Kommunikationsparameters zu unterstützen oder zu ermöglichen oder dergleichen.

Im Rahmen einer Signaturprüfung der Datei kann das Skript zum Beispiel auch prüfen, ob das vom Kalibriergerät zur Signatur verwendete Zertifikat gültig ist und einen Zugriff durch die ses Kalibriergerät zu einem vorgegebenen Zeitpunkt oder der gleichen zulässig ist. Zu diesem Zweck kann die Datei zum Beispiel einen Hash-Wert, einen privaten Schlüssel des Kali briergeräts, öffentliche Schlüssel, die zum Beispiel im Zer tifikat enthalten sein können, und/oder dergleichen umfassen. Dadurch kann die Prüfung ermöglicht werden, und zwar ohne, dass das Kommunikationsmodul und das Kalibriergerät Online mit einem Kommunikationsnetzwerk in Kommunikationsverbindung stehen müssen. Diese Daten sind vorzugsweise in dem Prüfmo dul, welches speziell für diese eine Ladestation generiert wurde, fest hinterlegt, sodass die Prüfung Offline erfolgen kann, indem nämlich lediglich das Kalibriergerät an die

Schnittstelle der Ladestation angeschlossen wird. Das Prüfmo dul kann aber auch generisch ausgeführt sein und beispiels weise nur die für die Identifikation und Autorisierung des Kalibriergeräts notwendigen Informationen beinhalten.

Ergibt die Prüfung, dass die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, kann das Einstellen der Kommunikationsparameter abge brochen werden. Für das Wertungspersonal kann dann die Mög lichkeit bestehen, einen neuen Auftrag mit zum Beispiel er weiterten Rechten anzufordern. Hierzu kann es dann erforder lich sein, das Kalibriergerät mit neuen Daten, vorzugsweise mit erweiterten Rechten, auszurüsten, das heißt, zum Beispiel mit einem weniger eingeschränkten Prüfmodul oder dergleichen. Natürlich kann das Einstellen des wenigstens einen Kommunika tionsparameters dabei auch von einem Vorhandensein von weite ren Berechtigungsnachweisen abhängig sein.

Der Gedanke dieser Ausgestaltung der Erfindung liegt insbe sondere darin, unveränderliche, aber parametrierbare Funktio nalitäten des Kommunikationsmoduls beziehungsweise der Steu- ereinheit gemeinsam mit einer Prüfeinrichtung ladestations seitig bereitzustellen, sodass Konfigurationsmöglichkeiten mittels des Kalibriergeräts so weit eingeschränkt werden kön nen, dass hohe Sicherheitsanforderungen eingehalten werden können. Dabei erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Daten für das Kalibriergerät automatisch erstellt werden, wobei dann auch Daten bezüglich des Kalibriergeräts, mittels dem ein Auftrag bearbeitet werden soll, bei der Erstellung be rücksichtigt werden. Hierdurch kann erreicht werden, dass auch bei Ladestationen, die keine Möglichkeit haben, Berech tigungen Online zu prüfen, eine Prüfung von Berechtigungen erreicht werden kann, ohne dass die Ladestation von sich aus für eine solche Art von Prüfung eingerichtet zu sein braucht.

Die Einbeziehung weiterer Berechtigungsnachweise kann zum Beispiel die Prüfung auf Szenarien erstrecken wie:

Änderungen sind nur gemeinsam durch zwei Personen möglich, Änderungen sind abhängig davon, dass eine Quittung für ei ne vorherige erfolgreiche Übermittlung von Daten vorliegt, Änderungen sind nur in bestimmten Anlagenzuständen der La destation zulässig,

Änderungen sind abhängig davon, dass ein bestimmter Zu stand einer Funktionalität der Ladestation erreicht ist, zum Beispiel eine aktuelle Rechnerprogrammversion, wodurch Sicherheitslücken im Zusammenhang mit dem wenigstens einen Kommunikationsparameter geschlossen werden, und/oder der gleichen .

Das Einstellen des wenigstens einen Kommunikationsparameters kann zum Beispiel durch einen Paketmanager realisiert sein, der im Zuge der Installation im Paket enthaltene Skripte aus führt. Mindestens ein Skript kann das Prüfmodul umfassen. Der Paketmanager kann somit die Installation ausführen, damit auch das Skript ausgeführt werden kann. Damit kann mittels des Skripts auch das Überprüfen der wenigstens einen Regel des Regelsatzes sowie der weiteren Bedingungen realisiert werden . Das Kalibriergerät kann eine separat tragbare Einheit sein, beispielsweise ein Laptop, ein PDA, aber auch lediglich eine elektronische Speichereinheit oder dergleichen. Vorzugsweise weist das Kalibriergerät ein Gehäuse auf, das eine zur

Schnittstelle der Ladestation komplementäre Schnittstelle aufweist, sodass die bestimmungsgemäße lösbare Kommunikati onsverbindung zwischen dem Kalibriergerät und der Ladestation beziehungsweise deren Schnittstelle hergestellt werden kann. Die Authentifizierungsdaten können zum Beispiel Daten sein, die in der Datei beziehungsweise Authentifizierungsdatei ent halten sein können. Ist die Authentifizierung erfolgreich durchgeführt, kann der wenigstens eine Kommunikationsparame ter entsprechend eingestellt werden.

Gemäß dem ersten Aspekt kann vorgesehen sein, dass ein Wert für den wenigstens einen Kommunikationsparameter von dem Ka libriergerät an das Kommunikationsmodul übermittelt wird. Der Wert kann dann durch das Kommunikationsmodul und/oder die Steuereinheit entsprechend für den einzustellenden Kommunika tionsparameter übernommen werden. Das Übermitteln des Werts für den wenigstens einen Kommunikationsparameter kann vor dem Authentifizieren oder nach dem Authentifizieren erfolgen. Im Grunde nach kann der Wert natürlich auch zusammen mit Authen tifizierungsdaten übermittelt werden.

Der wenigstens eine Kommunikationsparameter wird dann vom Kommunikationsmodul abhängig von einem Auswerten der Authen tifizierungsdaten durch das Kommunikationsmodul entsprechend dem ermittelten Wert eingestellt.

Gemäß einer Weiterbildung des ersten Aspekts wird vorgeschla gen, dass das Kalibriergerät ein Kommunikationssignal des Kommunikationsmoduls empfängt und den Wert für den wenigstens einen Kommunikationsparameter abhängig von dem empfangenen Kommunikationssignal ermittelt. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Funktionalität der Ladestation, insbesonde re des Kommunikationsmoduls, bei der Ermittlung des Werts für den wenigstens einen Kommunikationsparameter in Betracht ge zogen werden kann. Besonders vorteilhaft erweist sich dies, wenn die Schnittstelle zugleich durch das Ladekabel bereitge stellt wird und somit die Funktionalität in Bezug auf den Aufbau des Ladekabels und das Zusammenwirken mit dem Kommuni kationsmodul berücksichtigt werden soll. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Wert für den wenigstens einen Kom munikationsparameter eine Dämpfung, eine Leistung, insbeson dere eine Amplitude eines Trägers, aber auch eine Trägerfre quenz und/oder dergleichen betrifft. Darüber hinaus kann der Wert natürlich auch eine grundsätzliche Nutzung eines Trägers beziehungsweise einer Trägerfrequenz angeben, beispielsweise indem ein oder mehrere ausgewählte Träger ausschließlich für die Kommunikation genutzt werden sollen.

Grundsätzlich kann natürlich vorgesehen sein, dass bei mehre ren Kommunikationsparametern auch entsprechend mehrere Werte übermittelt werden können. Natürlich kann für einen oder meh rere Kommunikationsparameter auch lediglich vorgesehen sein, dass ein einziger Wert übermittelt wird. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass Kommunikationsparameter gruppiert sind und ein Wert eine jeweilige Gruppe von Kommunikationsparame tern betrifft. Dies kann zum Beispiel dafür realisiert sein, dass bestimmte vorgegebene Frequenzbereiche für die Kommuni kation des Kommunikationsmoduls genutzt werden sollen. Die Frequenzbereiche brauchen nicht aneinander anzugrenzen, son dern können auch durch nicht genutzte Frequenzbereiche ge trennt sein.

Es wird ferner vorgeschlagen, dass das Kommunikationssignal wenigstens ein Datentelegramm umfasst und der Wert anhand des wenigstens einen Datentelegramms ermittelt wird. Ein Datente legramm ist beispielsweise ein Kommunikationselement mit Da tenelementen, die zusammengefasst zu einer zu übermittelnden Einheit übermittelt werden. Das Datentelegramm basiert vor zugsweise auf digitalen Daten, die gemäß einer vorgegebenen Codierung und/oder Verschlüsselung bereitgestellt werden. Die Daten können dann als Dateneinheit übermittelt werden, bei- spielsweise unter Nutzung bestimmter Übermittlungsverfahren wie Blockcodierung oder dergleichen. Diese Weiterbildung nutzt die Eigenschaft, dass ein Datentelegramm eine ver gleichsweise kurze Zeitspanne erfordert und die Kommunikati onsbedingungen während des Übermitteins des Datentelegramms im Wesentlichen stationär sind. Wird als Kommunikationssignal das Datentelegramm genutzt, kann somit der Wert sehr genau ermittelt werden. Darüber hinaus besteht natürlich auch die Möglichkeit, eine Mehrzahl von Datentelegrammen, insbesondere unterschiedlichen Dateninhalts, für das Ermitteln des Werts zu nutzen, sodass das Ermitteln des Werts weiter verbessert werden kann. Zum Beispiel ist es möglich, zum Ermitteln des Werts auch statistische Verfahren ergänzend zu berücksichti gen, beispielsweise einen Mittelwert oder dergleichen.

Bezüglich des zweiten Aspekts wird das Kommunikationssignal des Kommunikationsmoduls vom Kalibriergerät empfangen und ausgewertet, um abhängig von dem empfangenen Kommunikations signal wenigstens einen Signalparameter zu ermitteln. Der Signalparameter kann zum Beispiel eine Empfangsfeldstärke, eine Dämpfung, eine Empfangsleistung, eine Empfangsfrequenz und/oder dergleichen sein. Natürlich können auch mehrere Sig nalwerte von einem Signalparameter umfasst sein, wobei der Signalparameter kontinuierlich oder auch zeitdiskret, insbe sondere zeitdiskret wiederholt, ermittelt werden kann.

Der wenigstens eine Signalparameter wird dann vom Kalibrier gerät an das Kommunikationsmodul übermittelt, woraufhin dann das Kommunikationsmodul den wenigstens einen Kommunikations parameter abhängig von dem wenigstens einen Signalparameter und einem Auswerten der Authentifizierungsdaten einstellt.

Das Kommunikationsmodul prüft also, ob das Kalibriergerät, das an die Schnittstelle angeschlossen ist, berechtigt ist, Signalparameter an das Kommunikationsmodul zu übermitteln. Liegt die Berechtigung vor, wertet das Kommunikationsmodul den wenigstens einen Signalparameter aus und stellt den we nigstens einen Kommunikationsparameter abhängig hiervon ein. Natürlich kann vorgesehen sein, dass zum Einstellen von einem einzigen Kommunikationsparameter mehrere Signalparameter ge nutzt werden. Darüber hinaus kann natürlich auch vorgesehen sein, dass bei mehreren Kommunikationsparametern für das Ein stellen eines jeweiligen der Kommunikationsparameter ein oder mehrere Signalparameter vom Kalibriergerät ermittelt und an das Kommunikationsmodul übermittelt werden. Auch hier kann vorgesehen sein, dass ein Signalparameter dazu genutzt werden kann, zwei oder mehrere Kommunikationsparameter einzustellen. Auch hier können statistische Verfahren herangezogen werden, um das Einstellen zu verbessern.

Für den zweiten Aspekt wird ergänzend vorgeschlagen, dass das Kommunikationssignal wenigstens ein Datentelegramm umfasst und der Signalparameter anhand des wenigstens einen Datente legramms ermittelt wird. Auch hier kann das zuvor bereits er läuterte Datentelegramm herangezogen werden, um den wenigs tens einen Signalparameter zu ermitteln. Natürlich können an hand des Datentelegramms auch zwei oder mehr Signalparameter ermittelt werden. Ebenso können auch mehrere Datentelegramme zum Ermitteln eines jeweiligen Signalparameters genutzt wer den .

Insgesamt wird ferner vorgeschlagen, dass der Wert und/oder ein Ändern des Werts des wenigstens einen Kommunikationspara meters an eine Zentrale übermittelt wird. Das Übermitteln kann ebenfalls mittels des Kalibriergeräts erfolgen. Zu die sem Zweck kann vorgesehen sein, dass das Kommunikationsmodul den eingestellten Wert an das Kalibriergerät übermittelt.

Wird zu einem späteren Zeitpunkt das Kalibriergerät mit der Zentrale in Kommunikationsverbindung gebracht, kann der ein gestellte Kommunikationsparameter vom Kalibriergerät an die Zentrale übermittelt werden. Diese Ausgestaltung hat den Vor teil, dass auch an der Zentrale die jeweilige Einstellung der Kommunikationsparameter der Ladestation verfügbar ist. Dies kann dazu dienen, voreingestellte Werte für die Herstellung von weiteren Ladestationen besser zu ermitteln. Darüber hin aus kann in einem Reparaturfall vorgesehen sein, dass zum Beispiel ein auszutauschendes Kommunikationsmodul bereits werksseitig mit den erforderlichen, aktuellen Kommunikations parametern ausgerüstet wird, sodass vor Ort lediglich noch der mechanische Austausch des Kommunikationsmoduls an der La destation zu erfolgen braucht. Dadurch kann die Wartung be ziehungsweise die Reparatur der Ladestation, insbesondere des Kommunikationsmoduls, weiter vereinfacht werden.

Gemäß einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass das Ein stellen des wenigstens einen Kommunikationsparameters automa tisiert erfolgt, wenn das Kalibriergerät authentifiziert ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass keine weiteren Ein griffe, insbesondere vom Wartungspersonal, vorgenommen zu werden brauchen, um das Einstellen des wenigstens einen Kom munikationsparameters ausführen zu können. Es braucht ledig lich die Kommunikationsverbindung zwischen dem Kommunikati onsmodul und dem Kalibriergerät hergestellt zu werden.

Gemäß einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass das Ein stellen des wenigstens einen Kommunikationsparameters durch das Kalibriergerät überwacht wird. Hierdurch ist es möglich, die Funktionalität des Einstellens in Bezug auf das Kommuni kationsmodul zu überprüfen. Dadurch kann sichergestellt wer den, dass die gewünschte Einstellung des Kommunikationsmoduls auch tatsächlich erreicht worden ist. Die Zuverlässigkeit kann dadurch weiter verbessert werden. Ergibt die Überwa chung, dass der Wert, auf den der wenigstens eine Kommunika tionsparameter eingestellt werden soll, nicht erreicht worden ist beziehungsweise nicht erreicht werden kann, kann eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben und/oder gespeichert werden, und zwar beispielsweise im Kalibriergerät und/oder auch im Kommunikationsmodul beziehungsweise der Steuereinheit der Ladestation. Gegebenenfalls können dann weitere Wartungs maßnahmen veranlasst werden. Das Überwachen kann vorzugsweise dadurch erfolgen, dass das Kommunikationsmodul nach dem Ein stellen des Werts des einzustellenden wenigstens einen Kommu nikationsparameters den aktuell eingestellten Wert an das Ka libriergerät übermittelt, das Kalibriergerät den vom Kommuni- kationsmodul übermittelten Wert mit dem an das Kommunikati onsmodul zuvor übermittelten Wert vergleicht und abhängig von dem Vergleich eine Fehlermeldung oder auch eine Erfolgsmel dung abgibt. Darüber hinaus kann auch vorgesehen sein, den nun infolge des veränderten Kommunikationsparameters verän derten Signalparameter erneut zu bestimmen und gegebenenfalls den Kommunikationsparameter erneut anzupassen, wodurch eine Funktionsweise eines Regelkreises erreicht werden kann. Da durch kann auch zumindest teilweise während des bestimmungs gemäßen Betriebs der Ladestation eine Anpassung an sich etwa ig verändernde Randbedingungen erreicht werden. Diese Weiter bildung kann zum Beispiel in Betracht gezogen werden, wenn das Kraftfahrzeug auch ein Kalibriergerät umfasst. So kann beispielweise auch vorgesehen sein, dass der Ladevorgang un terbrochen wird, um eine weitere Anpassung vornehmen zu kön nen .

Vorteilhaft erweist es sich ferner, wenn das Koppeln des Ka libriergeräts mit der Schnittstelle verriegelt wird. Das hat den Vorteil, dass eine sichere Kommunikationsverbindung zwi schen dem Kalibriergerät und der Schnittstelle erreicht wer den kann. Das Verriegeln erfolgt vorzugsweise mechanisch, in dem zum Beispiel ein Steckverbinder des Kalibriergeräts mit einem entsprechenden komplementären Steckverbinder der

Schnittstelle mechanisch verbunden wird. Die Verriegelung kann beispielsweise mittels Rastnasen, Bajonettverschlüssen, aber auch Schrauben und/oder dergleichen erfolgen.

Vorzugsweise ist die Schnittstelle zumindest teilweise durch ein Ladekabel der Ladestation und/oder das Kalibriergerät zu mindest teilweise durch einen Ladestecker bereitgestellt. Das hat den Vorteil, dass die Erfindung auf einfache Weise bei Ladestationen integriert werden kann. Ist nämlich die

Schnittstelle durch das Ladekabel gebildet, braucht keine se parate hardwareseitige Schnittstelle an der Ladestation mehr vorgesehen zu sein. Vielmehr reicht das Ladekabel dazu aus, mit dem Kommunikationsmodul in Kommunikationsverbindung tre ten zu können. In diesem Zusammenhang erweist es sich eben- falls als vorteilhaft, wenn das Kalibriergerät zumindest teilweise durch einen Ladestecker bereitgestellt wird. Da durch kann die Verbindung des Kalibriergeräts mit dem Kommu nikationsmodul insbesondere über das Ladekabel auf einfache Weise hergestellt werden. Besonders vorteilhaft erweist sich diese Ausgestaltung insbesondere dann, wenn ein Ladestecker des Kraftfahrzeugs zugleich auch das Kalibriergerät umfasst. In diesem Fall braucht nämlich dann lediglich das Ladekabel an den Ladestecker des Kraftfahrzeugs angeschlossen zu wer den, um die erfindungsgemäße Funktionalität realisieren zu können. Für diesen Zweck kann vorgesehen sein, dass ein Lade vorgang zunächst noch nicht aktiviert wird, sondern erst dann, wenn das Einstellen beendet ist.

Insbesondere erweist es sich als vorteilhaft, wenn das lei tungsgebundene Kommunizieren zumindest teilweise über wenigs tens zwei elektrische Leitungen des Ladekabels, mittels denen zumindest teilweise auch eine Ladespannung der Ladestation bereitgestellt wird, und/oder eine Pilotleitung des Ladeka bels erfolgt. Dadurch braucht keine separate Schnittstelle mehr vorgesehen zu werden. Vielmehr kann hardwareseitig eine Installation der Ladestation genutzt werden, wie sie in der Regel ohnehin bei Ladestationen der gattungsgemäßen Art schon vorgesehen ist. Besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Kommunikation ausschließlich über die wenigstens zwei elektrischen Leitungen des Ladekabels erfolgt, weil dann näm lich die separate Pilotleitung beim Ladekabel zumindest für diesen Zweck entbehrlich sein kann. Jedenfalls können zumin dest die Qualität und Zuverlässigkeit der Kommunikation ver bessert werden.

Die für die erfindungsgemäßen Verfahren angegebenen Wirkungen und Vorteile gelten gleichermaßen für die erfindungsgemäßen Kalibriergeräte, die erfindungsgemäßen Kommunikationsmodule sowie die erfindungsgemäße Ladestation und umgekehrt. Inso fern können für Verfahrensmerkmale auch Vorrichtungsmerkmale und umgekehrt formuliert sein. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich anhand der folgen den Beschreibung von Ausführungsbeispielen. In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Merkmale und Funkti onen .

FIG 1 in einer schematischen Darstellung eine Ladestation, an der ein Kraftfahrzeug zum Zuführen von elektri scher Energie von der Ladestation zum Kraftfahrzeug angeschlossen ist,

FIG 2 eine schematische Diagrammdarstellung eines Datente legramms mit Datenelementen als Kommunikationssignal, wie es für die Kommunikation über ein zwei elektri sche Leitungen aufweisendes Ladeanschlusskabel gemäß FIG 1 mittels jeweiliger ladestationsseitiger und kraftfahrzeugseitiger Kommunikationsadapter genutzt wird,

FIG 3 eine schematische Diagrammdarstellung für ein Daten element des Datentelegramms gemäß FIG 2, und FIG 4 in einer schematischen Darstellung wie FIG 1 ein

Kalibrierstecker, der zum Einstellen von Kommunikati onsparametern an das Ladeanschlusskabel der Ladesta tion angeschlossen ist.

FIG 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Ladesta tion 10 zum Zuführen von elektrischer Energie zu einem mit der Ladestation 10 elektrisch gekoppelten Kraftfahrzeug 12, welches vorliegend ein Elektrofahrzeug ist. Das Kraftfahrzeug 12 kann jedoch dem Grunde nach auch ein Hybridfahrzeug oder ein konventionelles Kraftfahrzeug sein.

Die Ladestation 10 weist eine Ladeeinheit 14 auf, die dazu dient, die elektrische Energie für das Kraftfahrzeug 12 be reitzustellen. Zu diesem Zweck ist die Ladeeinheit 14 zum Er halten von elektrischer Energie an eine ladestationsexterne Energiequelle 20, hier ein öffentliches Energieversorgungs netz, angeschlossen, welches die elektrische Energie unter Nutzung einer elektrischen Wechselspannung bereitstellt . Die Ladeeinheit 14 weist vorliegend ferner einen Energiewandler 22 auf, der zum Wandeln der von der Energiequelle 20 erhalte nen elektrischen Energie dient. Zu diesem Zweck ist der Ener giewandler 22 vorliegend mit einer Gleichrichterfunktion und einem DC/DC-Wandler ausgebildet.

Die Ladestation 10 umfasst ferner eine mit der Ladeeinheit 14 kommunikationstechnisch gekoppelte Steuereinheit 16, die dazu ausgebildet ist, eine Kommunikationsverbindung zum Kraftfahr zeug 12 herzustellen und das Zuführen von elektrischer Ener gie abhängig von empfangenen Energiespeicherdaten des Kraft fahrzeugs einzustellen. Zu diesem Zweck kann mittels der Steuereinheit 16 der Energiewandler 22 in geeigneter Weise gesteuert werden.

Ferner umfasst die Ladestation 10 ein mit einem ersten Ende mit der Ladeeinheit 14 elektrisch gekoppeltes elektrisches Ladeanschlusskabel 18 als Ladekabel, das vorliegend genau zwei elektrische Leitungen 24, 26 zum Bereitstellen einer elektrischen Ladespannung aufweist, die vorliegend eine

Gleichspannung ist. Das Ladeanschlusskabel 18 weist an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende einen Steck verbinder 54 auf, der zum lösbaren elektromechanischen Kop peln einer einen geeigneten Steckverbinder umfassenden Lade anschlusseinheit 32 des Kraftfahrzeugs 12 dient.

Weiterhin umfasst die Ladestation 10 einen mit der Steuerein heit 16 kommunikationstechnisch gekoppelten und an die we nigstens zwei elektrischen Leitungen 24, 26 angeschlossenen Kommunikationsadapter 28 als Kommunikationsmodul zum Herstel len der Kommunikationsverbindung zum Kraftfahrzeug 12 über die zwei elektrischen Leitungen 24, 26.

Der Kommunikationsadapter 28 ist ausgebildet, eine an Lei tungseigenschaften des Ladeanschlusskabels 18 angepasste Mo dulation zu nutzen, zu welchem Zweck er einen entsprechend ausgebildeten, nicht dargestellten Modulator aufweist, mit tels dem entsprechend modulierte Kommunikationssignale auf die beiden elektrischen Leitungen 24, 26 aufgegeben werden können. Zu diesem Zweck werden entsprechende Kommunikations parameter genutzt, mittels denen die Kommunikationssignale hinsichtlich ihrer elektrischen Eigenschaften eingestellt werden können, vorliegend eine Frequenz und eine Amplitude. Darüber hinaus können alternativ oder ergänzend auch andere Kommunikationsparameter genutzt werden. Einige der Kommunika tionsparameter können auch fest vorgegeben sein, sodass sie nicht eingestellt werden können. Darüber hinaus umfasst der Kommunikationsadapter 28 einen an das Modulationsverfahren angepassten Demodulator, mittels dem empfangene Kommunikati onssignale demoduliert werden können. Auch hier können ent sprechende Kommunikationsparameter genutzt werden, beispiels weise eine Dämpfung und/oder dergleichen. Die Kommunikations signale können insbesondere ein Datentelegramm 44 mit Daten elementen 46 umfassen, wie im Folgenden noch anhand von FIG 2 weiter erläutert wird.

Vorliegend wird eine QAM-Modulation genutzt. Es können jedoch auch geeignete andere Modulationsverfahren zum Einsatz kom men. Auch hier kann vorgesehen sein, dass das jeweilige Modu lationsverfahren mittels einem oder mehreren Kommunikations parametern ausgewählt und/oder eingestellt wird.

Die Ladestation 10 ist vorliegend als Ladesäule an einem Ab stellplatz für das Kraftfahrzeug 12 aufgestellt, sodass das auf dem Abstellplatz abgestellte Kraftfahrzeug 12 mittels des Ladeanschlusskabels 18 energietechnisch, das heißt, insbeson dere elektrisch mit der Ladestation 10 lösbar gekoppelt wer den kann, sodass die Ladestation 10 elektrische Energie zum Kraftfahrzeug 12 zuführen kann.

Aus FIG 1 ist ferner ersichtlich, dass das Kraftfahrzeug 12 mittels des Ladeanschlusskabels 18 an die Ladestation 10 an geschlossen ist. Zu diesem Zweck weist das Kraftfahrzeug 12 die Ladeanschlusseinheit 32 mit einem komplementär zum Steck verbinder 54 ausgebildeten nicht bezeichneten Steckverbinder mit vorliegend zwei Anschlusskontakten 38, 40 auf, wobei die Ladeanschlusseinheit 32 zum elektrischen Anschließen des elektrischen Ladeanschlusskabels 18 der Ladestation 10 mit den zwei elektrischen Leitungen 24, 26 zum Bereitstellen der elektrischen Ladespannung ausgebildet ist.

Darüber hinaus weist das Kraftfahrzeug 12 eine elektrische Antriebseinrichtung 36 zum Antreiben des Kraftfahrzeugs 12 in einem bestimmungsgemäßen Fährbetrieb und einen mit der An triebseinrichtung 36 elektrisch gekoppelten elektrischen Energiespeicher 34 auf, der vorliegend als Lithium-Ion- Akkumulator ausgebildet ist.

Eine Bemessungsspannung des elektrischen Energiespeichers 34 beträgt vorliegend etwa 450 V. Bei dieser Spannung handelt es sich um eine Hochvoltspannung im Sinne der Normung, bei spielsweise der Norm ECE R 100. Beim Betrieb von elektrischen Anlagen mit Hochvolt sind bestimmte Normerfordernisse zu er füllen. Sowohl die Ladestation 10 als auch das Kraftfahrzeug 12 sind hierfür entsprechend ausgebildet.

Mit dem Energiespeicher 34 ist ferner die Ladeanschlussein heit 32 elektrisch gekoppelt. Hierzu ist ein jeweiliger An schlusspol des Energiespeichers 34 mit einem jeweiligen der Anschlusskontakte 38, 40 der Ladeanschlusseinheit 32 elekt risch gekoppelt, sodass dem Energiespeicher 34 bei einem An schluss des Kraftfahrzeugs 12 an die Ladestation 10, wie in FIG 1 dargestellt, elektrische Energie zugeführt werden kann. Dem Grunde nach besteht aber auch die Möglichkeit, dem Ener giespeicher 34 auf diesem Wege elektrische Energie zu entneh men .

Das Kraftfahrzeug 12 weist ferner eine Fahrzeugsteuereinheit 42 auf, die kommunikationstechnisch mit nicht weiter darge stellten Sensoren gekoppelt ist, mittels denen Zustandsgrößen und/oder Parameter des dem elektrischen Energiespeichers 34 erfasst werden können. Vorliegend umfassen die Zustandsgrößen einen Ladungszustand und eine Temperatur des Energiespeichers 34. Als Parameter werden eine elektrische Bemessungsspannung und eine Ladeleistung des Energiespeichers 34 erfasst. Die Fahrzeugsteuereinheit 42 ist ausgebildet, eine Kommunikati onsverbindung zur Ladestation 10 herzustellen und Energie speicherdaten über die Kommunikationsverbindung an die Lade station 10 zu übermitteln, um das Zuführen oder gegebenen falls auch ein Entnehmen von elektrischer Energie abhängig von den Energiespeicherdaten einzustellen.

Vorliegend umfassen die Energiespeicherdaten einen Ladungszu stand, eine Temperatur und eine Bemessungsleistung sowie eine Bemessungsspannung des elektrischen Energiespeichers 34. Da rüber hinaus können bedarfsweise jedoch weitere Zustandsdaten des elektrischen Energiespeichers 34 hinzugefügt werden oder auch einige von den zuvor genannten Energiespeicherdaten weg gelassen werden, wenn dies für die aktuelle Anwendung zweck mäßig beziehungsweise sinnvoll ist.

Ferner umfasst das Kraftfahrzeug 12 einen mit der Fahrzeug steuereinheit 42 kommunikationstechnisch gekoppelten und an die zwei Anschlusskontakte 38, 40 angeschlossenen Kommunika tionsadapter 30 zum Herstellen der Kommunikationsverbindung zur Ladestation 10 über die zwei elektrischen Leitungen 24,

26 des Ladeanschlusskabels 18.

Der Kommunikationsadapter 30 ist im Wesentlichen gleich wie der Kommunikationsadapter 28 der Ladestation 10 ausgebildet. Je nach Bedarf kann der Kommunikationsadapter 30 jedoch auch abweichend hiervon ausgebildet sein, um zum Beispiel kraft fahrzeugspezifische Eigenschaften berücksichtigen zu können. Sowohl der Kommunikationsadapter 28 als auch der Kommunikati onsadapter 30 sind ausgebildet, eine galvanische Trennung zwischen der Kommunikationsverbindung zur Steuereinheit 16 beziehungsweise Fahrzeugsteuereinheit 42 und den elektrischen Leitungen 24, 26 herzustellen. Die Kommunikationsadapter 28, 30 können zu diesem Zweck geeignete Übertrager aufweisen, die es erlauben, ein Kommunikationssignal auf die elektrischen Leitungen 24, 26 zu geben, ohne eine galvanische Verbindung beziehungsweise eine elektrisch leitende Verbindung herstei len zu müssen. Zu diesem Zweck kann vorgesehen sein, dass die Kommunikationsadapter 28, 30 eine vorgegebene Modulation nut zen .

Über den gleichen kommunikationstechnischen Kopplungsweg kön nen natürlich auch Kommunikationssignale durch die Kommunika tionsadapter 28, 30 empfangen werden. Empfangene Kommunikati onssignale können mittels der Demodulatoren demoduliert und gegebenenfalls auch decodiert und falls erforderlich auch entschlüsselt werden. Infolgedessen kann zum Senden vorgese hen sein, dass die Kommunikationsadapter 28, 30 einen jewei ligen entsprechenden Codierer und gegebenenfalls auch einen jeweiligen entsprechenden Verschlüsseler umfassen, um die zu übertragenden Daten in geeigneter Weise für die Kommunikati onsverbindung bereitstellen zu können.

Als Modulation können unterschiedlichste Modulationsverfahren dem Grunde nach vorgesehen sein, so zum Beispiel Amplituden modulation, Frequenzmodulation, Kombinationen hiervon, digi tale Modulationen und/oder dergleichen.

Um die Kommunikation auf den elektrischen Leitungen 24, 26 zu verbessern, ist vorliegend vorgesehen, dass der Energiewand ler 22 eine galvanische Trennung bereitstellt . Die Leitungen 24, 26 sind somit gegenüber einem nicht dargestellten Erdpo tential elektrisch getrennt. Hierdurch kann eine unerwünschte kapazitive Kopplung reduziert werden, die die Kommunikation über die elektrischen Leitungen 24, 26 beeinträchtigen könn te .

Ferner ist vorliegend vorgesehen, dass die Kommunikations adapter 28, 30 ausgebildet sind, eine digitale Kommunikation auf Basis eines gesicherten Protokoll-Standards zu nutzen. Dies wird im Folgenden anhand von FIG 2 und 3 weiter erläu tert, welche als Kommunikationssignal eine schematische Dar stellung eines Datentelegramms 44 mit Datenelementen 46 zei gen, das von den Kommunikationsadaptern 28, 30 zur Kommunika tion über die elektrischen Leitungen 24, 26 untereinander ge nutzt werden kann. Damit auch ohne das Erfordernis der Pilotleitung eine Be triebssicherheit in Bezug auf die Kommunikation während des Aufladens beziehungsweise während des Zuführens von elektri scher Energie von der Ladestation zum Kraftfahrzeug gewähr leistet werden kann, ist vorzugsweise eine Assoziierung der Ladestation 10 zum Kraftfahrzeug 12 sicherzustellen. Darüber hinaus sollte eine Signalisierung zumindest des Ladezustands vorzugsweise unter mit einer Unterbrechung des Zuführens der elektrischen Energie bei einem Fehler oder beim Lösen des La deanschlusskabels 18 von der Ladeanschlusseinheit 32 ermög licht werden. Ferner soll das Übersprechen nicht nur be herrscht werden können, sondern vorzugsweise zumindest deut lich reduziert werden können. Dadurch kann auch eine Latenz bei der Kommunikation über die Kommunikationsverbindung redu ziert und eine tatsächlich zur Verfügung stehende Bandbreite bei der Kommunikation erhöht werden.

Dabei kann die sichere Assoziierung zwischen der Ladestation 10 und dem Kraftfahrzeug 12 dadurch erreicht werden, dass die Kommunikationssignale nicht mehr erdbezogen unter Nutzung der Pilotleitung, sondern auf beliebige elektrische Leitungen des Ladeanschlusskabels 18 aufgegeben werden, vorliegend auf die elektrischen Leitungen 24, 26. Erfolgt das Laden mittels ei ner Ladespannung die eine Gleichspannung ist, können hierzu eine Plus-Leitung und eine entsprechend zugehörige Minus- Leitung benutzt werden. Beim Nutzen einer Ladespannung, die eine einphasige Wechselspannung ist, kann dies eine Phasen- Leistung und eine zugehörige Null-Leitung sein. Wird eine mehrphasige, beispielsweise dreiphasige, Wechselspannung als Ladespannung genutzt, kann vorgesehen sein, dass die Kommuni kation über wenigstens zwei Phasen-Leitungen erfolgt. Eine Erdleitung braucht deshalb für die Kommunikation nicht be nutzt zu werden.

Eine Dämpfung des Übersprechens kann dadurch reduziert wer den, dass im Fall eines Ladens mit einer Gleichspannung ein Energiewandler beziehungsweise ein Umrichter oder auch eine Stromquelle mit einer geringen Koppelkapazität zwischen einer Wechselspannungsseite der Energiequelle 20 und einer Gleich spannungsseite, hier des Ladeanschlusskabels 18, realisiert wird, zum Beispiel in dem vor Beginn des Startens des Lade vorgangs beziehungsweise des Zuführens von elektrischer Ener gie die Verbindung des Ladeanschlusskabels 18 mit der Ener giequelle 20 ohnehin durch ein nicht dargestelltes Schütz ge trennt ist. Wird eine Wechselspannung als Ladespannung ge nutzt, kann in eine Zuführung zum Ladeanschlusskabel 18 eine Hochfrequenz-Filterung vorgesehen werden, beispielsweise an einer Energiezuführung beziehungsweise einen Anschluss für die ladestationsexterne Energiequelle 20 oder dergleichen.

Die Hochfrequenz-Filterung kann zum Beispiel ein Filter für leitungsgebundene Funkstörungen umfassen. Dadurch kann ein Assoziierungsmechanismus, beispielsweise Session Layer

Attenuation Characterization (SLAC) aufgrund der geringeren Dämpfung eindeutigere Ergebnisse liefern.

Die sichere Übermittlung von Ladungszuständen des elektri schen Energiespeichers 34 kann durch Anwenden von Mechanismen in der Automatisierungstechnik erreicht werden, bei denen die entsprechenden Zustandsdaten, wie im Folgenden noch anhand von FIG 2 und 3 weiter erläutert wird, übertragen werden.

FIG 2 zeigt in einer schematischen Darstellung ein Datentele gramm 44, wie er zur Herstellung der Kommunikationsverbindung zwischen den Kommunikationsadaptern 28, 30 über die elektri schen Leitungen 24, 26 zum Einsatz kommen kann. Das Datente legramm 44 umfasst hier eine Abfolge von mehreren Datenstrom segmenten S, die Standarddaten umfassen, inklusive Sicher- heitprozessdateneinheiten (Englisch: protocol data unit,

PDU) , die der gesicherten Kommunikation über die elektrischen Leitungen 24, 26 dienen. Mehrere aufeinanderfolgende der Da tenstromabschnitte S trennen Datenelemente 46, die in ihrer Struktur in FIG 3 schematisch dargestellt sind.

Vorliegend ist ein kontinuierlicher Datenstrom vorgesehen, der bidirektional erfolgt. Aufgrund der gewählten Modulation kann die bidirektionale Kommunikationsverbindung zeitgleich hergestellt werden, sodass eine Vollduplex-Kommunikationsver bindung zur Verfügung steht.

FIG 3 zeigt in der schematischen Darstellung eines der Daten elemente 46 gemäß FIG 2, bei welchem Zustandsinformationen des elektrischen Energiespeichers 34 als F-Input/Output-Daten 48 übermittelt werden können. Die F-Input/Output-Daten 48 können zum Beispiel bis zu 123 Bytes umfassen. Ein Status- /Kontrolldatum 50 folgt den F-Input/Output-Daten 48 unmittel bar. Dieses kann ein Byte Daten umfassen.

Unmittelbar anschließend können Fehlerkorrekturdaten wie zum Beispiel Fehlerkorrektur-Bytes 52 folgen, die beispielsweise drei oder auch vier Bytes umfassen können. Mittels der Feh lerkorrektur-Bytes 52 kann eine fehlertolerante Codierung der Daten erreicht werden, sodass bei Empfang des Datenelements 46 empfangsseitig geprüft werden kann, ob die F-Input/Output- Daten 48 verfälscht sind oder nicht. Darüber hinaus kann auch eine gewisse Anzahl von Fehlern korrigiert werden.

Dies ermöglicht es, eine hochgesicherte Kommunikationsverbin dung zu erreichen. Darüber hinaus können die zu übertragenden Daten des Datentelegrams 46 natürlich auch zusätzlich ver schlüsselt sein, um die Sicherheit, insbesondere in Bezug auf unzulässige Eingriffe in die Kommunikation besser zu schüt zen. Hierzu können entsprechende Verschlüsselungsalgorithmen vorgesehen sein.

Um eine hohe Sicherheit bezüglich der Kommunikationsverbin dung erreichen zu können, kann eine Überwachungszeit vorgese hen sein, die vorliegend kleiner als etwa 20ms, beispielswei se etwa 16ms oder auch etwa 8ms oder auch weniger beträgt.

Nach Ablauf der Überwachungszeit kann ein Sicherheitsfehler erkannt werden und sicherheitskritische Einstellungen, bei spielsweise die Energiezuführung von der Ladestation 10 zum Kraftfahrzeug 12, abgeschaltet werden. Die erfindungsgemäße Auslegung des Systems gewährleistet eine gute Verfügbarkeit in Bezug auf die zu übertragenden Daten.

Dadurch kann es bei Verlust einzelner Datenelemente zwar zu geringfügig erhöhter Übertragungslatenz und/oder zusätzlicher Verarbeitungszeit in den Kommunikationsadaptern 28, 13 kom men, jedoch können ein Time-Out-Fehler und ein daraus folgen der Abbruch der Energiezuführung von der Ladestation 10 zum Kraftfahrzeug 12 weitgehend vermieden werden.

Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit der Kommunikationsver bindung kann auch ein Stromsollwert für die Zuführung der elektrischen Energie von der Ladestation 10 zum Kraftfahrzeug 12 übertragen werden, vorzugsweise unter Nutzung der oben be schriebenen sicheren Kommunikation, beispielsweise im glei chen Datenelement 46 mit dem zuvor beschriebenen kurzen Zyk lus. Im Gegensatz zu im Stand der Technik genutzten Zyklus zeiten von zum Beispiel etwa 60s kann bei der Wahl der erfin dungsgemäßen Zykluszeit eine sichere Direktverbindung als Kommunikationsverbindung zwischen der Ladestation 10 und dem Kraftfahrzeug 12 realisiert werden.

Das in FIG 2 dargestellte Datentelegramm 44 kann unter Nut zung von Framing realisiert werden, wie es beispielsweise aus Ethernet bekannt ist, in dem zum Beispiel entsprechende

Ethernet-Frames genutzt werden. Unter Berücksichtigung des OSI-Schichtmodells ist es mit der Erfindung möglich, einen Ausfall der Kommunikation aufgrund des Überschreitens der Überwachungszeit auf Schicht 7 erkennen zu können. Insgesamt ermöglicht es die Erfindung auch, die Reihenfolge der Daten elemente 46 überwachbar zu machen.

Insgesamt können die Kommunikation zwischen der Ladestation 10 und dem Kraftfahrzeug 12 und auch das Ladeanschlusskabel 18 vereinfacht werden. Die im Stand der Technik übliche Pi lot-Leitung, die bei erdbezogener Kommunikation störanfällig ist, kann vollständig eingespart werden. Darüber hinaus er laubt es die Erfindung, auch bestehende Kommunikationskonzep- te basierend auf zum Beispiel Profinet/Profisafe zu nutzen beziehungsweise importieren und dadurch Simatic-kompatible Lösungen zu ermöglichen.

Insgesamt ist die Erfindung jedoch nicht auf das leitungsge bundene Laden beschränkt und kann dem Grunde nach auch bei einer drahtlosen energietechnischen Kopplung, zum Beispiel induktives Laden oder dergleichen, angewendet werden. In die sem Fall kann natürlich auch die Kommunikationsverbindung zwischen der Ladestation und dem Kommunikationsmodul draht los, beispielsweise basierend auf Nahfunk, Infrarot, Ultra schall und/oder dergleichen realisiert sein.

FIG 4 zeigt in einer schematischen Darstellung wie FIG 1 die Ladestation 10, wie sie zuvor bezüglich des Ladens des Kraft fahrzeugs 12 erläutert wurde. Im Unterschied zur Darstellung gemäß FIG 1 ist bei der Darstellung gemäß FIG 4 nunmehr an dem Ladeanschlusskabel 18 anstelle des Kraftfahrzeugs 12 be ziehungsweise seiner Ladeanschlusseinheit 32 ein Kalibrier gerät 56 an den Steckverbinder 54 angeschlossen. Das Kalib riergerät 56 weist ebenfalls Anschlusskontakte 38, 40 auf, die die entsprechenden Leitungen 24, 26 des Ladeanschlusska bels 18 kontaktieren. Auch hier ist eine lösbare elektrome chanische Steckverbindung vorgesehen.

Das Kalibriergerät 56 ist eine tragbare Einrichtung, die eine Steuereinheit 58 umfasst, die mit den Anschlusskontakten 38, 40 elektrisch gekoppelt ist. Die Steuereinheit 58 dient dazu, Authentifizierungsdaten in Form einer Datei zu speichern und gemäß einem vorgegebenen Kommunikationsstandard über das La dekabel 18 mit dem Kommunikationsadapter 28 der Ladestation 10 in Kommunikationsverbindung zu treten. Zu diesem Zweck nutzt das Kalibriergerät 56 den gleichen Kommunikationsstan dard, wie er bereits zuvor bezüglich des Ladevorgangs des Kraftfahrzeugs 12 an der Ladestation 10 erläutert wurde. Auf die diesbezüglichen obigen Ausführungen wird deshalb ergän zend verwiesen. Das Kalibriergerät 56 dient zum Einstellen der vorgenannten Kommunikationsparameter des Kommunikationsadapters 28, um ei ne zuverlässige Kommunikation während des bestimmungsgemäßen Betriebs der Ladestation 10 zu ermöglichen. Bezüglich der möglichen Kommunikationsparameter des Kommunikationsadapters 28 wird ebenfalls auf die obigen Ausführungen verwiesen. Das Ladekabel 18 stellt somit zugleich auch eine Schnittstelle bereit, die mit dem Kalibriergerät 56 gekoppelt werden kann, um die gewünschte Einstellung der Kommunikationsparameter vornehmen zu können.

Sobald das Kalibriergerät 56 mit dem Ladeanschlusskabel 18 und somit auch mit dem Kommunikationsadapter 28 elektrisch gekoppelt ist, werden von der Steuereinheit 58 die Authenti- fizierungsdaten an den Kommunikationsadapter 28 übermittelt.

Sobald die Authentifizierungsdaten vom Kommunikationsadapter 28 empfangen und verifiziert worden sind, sendet der Kommuni kationsadapter 28 ein vorgegebenes Datentelegramm 44, wie es oben bereits zur FIG 2 erläutert worden ist. Das Kalibrier gerät 56, insbesondere die Steuereinheit 58, empfängt das Kommunikationssignal, wertet das Kommunikationssignal hin sichtlich der relevanten Kommunikationsparameter aus und er mittelt hieraus dann Signalparameter. Die ermittelten Signal parameter werden sodann vom Kalibriergerät 56 an den Kommuni kationsadapter 28 übermittelt.

Der Kommunikationsadapter 28 empfängt die Signalparameter und stellt seine entsprechenden Kommunikationsparameter abhängig von den Signalparametern ein. Das Auswerten der Authentifi- zierungsdaten ist zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgt. Natür lich kann auch vorgesehen sein, dass das Datentelegramm 44 bereits vor dem Authentifizieren des Kalibriergeräts 56 vom Kommunikationsadapter 28 ausgesendet wird. In diesem Fall sollte dann vorzugsweise vor dem Durchführen des Einstellens der Kommunikationsparameter durch den Kommunikationsadapter 28 die Authentifizierung des Kalibriergeräts 56 durchgeführt beziehungsweise geprüft werden und das Einstellen abhängig vom Auswerten der Authentifizierungsdaten des Kalibriergeräts 56 erfolgen. Darüber hinaus ist es natürlich auch möglich, andere Abwandlungen hiervon vorzusehen.

Zum Auswerten der Signalparameter sieht der Kommunikations adapter 28 vor, dass hieraus Werte für die Kommunikationspa rameter ermittelt werden. In dieser Ausgestaltung braucht das Kalibriergerät 56 also im Wesentlichen eine Empfangseinheit, die es erlaubt, aus dem Datentelegramm 46 die entsprechenden Signalparameter zu ermitteln, sodass der Kommunikationsadap ter 28 aus den Signalparametern die gewünschten Werte für die Kommunikationsparameter ermitteln kann. Entsprechend ist eine Sendeeinheit umfasst, damit die Signalparameter vom Kalib riergerät 56 an den Kommunikationsadapter 28 übermittelt wer den können.

Das Einstellen der Kommunikationsparameter des Kommunikati onsadapters 28 erfolgt vorliegend automatisiert, sobald näm lich das Kalibriergerät 56 authentifiziert ist. Es braucht also keine weitere nutzerseitige Eingabe erfolgen, beispiels weise von Wartungspersonal oder dergleichen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit dem Kalibrier gerät 56 zu überwachen, ob der Kommunikationsadapter 28 die Kommunikationsparameter wie vorgegeben eingestellt hat. Zu diesem Zweck kann vorgesehen sein, dass das Kalibriergerät 56 ein Abfragesignal an den Kommunikationsadapter 28 aussendet, dieser das Abfragesignal empfängt und auswertet und die aktu ellen eingestellten Kommunikationsparameter als Antwort an das Kalibriergerät 56 zurückübermittelt. Die Steuereinheit 58 des Kalibriergeräts 56 kann dann die empfangenen eingestell ten Werte der Kommunikationsparameter mit Werten für die Kom munikationsparameter vergleichen, die die Steuereinheit 58 anhand der Signalparameter selbst ermittelt hat. Dadurch kann die Einstellfunktionalität des Kommunikationsadapters 28 überwacht werden. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass gemäß einem weiteren Aspekt das Kalibriergerät 56 das Datentelegramm 44 auswertet und hieraus Werte für die Kommunikationsparameter ermittelt. Es braucht an dieser Stelle also kein Signalpara meter an dem Kommunikationsadapter übermittelt zu werden, und der Kommunikationsadapter 28 braucht aus diesen Signalparame tern dann nicht selbst Werte für die Kommunikationsparameter zu ermitteln. Stattdessen werden die Werte für die Kommunika tionsparameter durch die Steuereinheit 58 des Kalibriergeräts 56 ermittelt und gegenüber der vorhergehenden Ausgestaltung unmittelbar an den Kommunikationsadapter 58 übermittelt. Der Kommunikationsadapter 58 empfängt die Werte für die Kommuni kationsparameter und stellt seine Kommunikationsparameter entsprechend den vom Kalibriergerät 56 übermittelten Werten ein, sobald die Authentifizierung anhand der Authentifizie- rungsdaten, die vom Kalibriergerät 56 an den Kommunikations adapter 28 übermittelt worden sind, verifiziert worden sind. Auch hier kann eine Überwachungsfunktionalität wie zuvor er läutert vorgesehen sein.

Natürlich ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, eine leitungsgebundene Kommunikationsverbindung über die elektri schen Leitungen 24, 26 des Ladeanschlusskabels 18 zu reali sieren. Sie lässt sich natürlich gleichermaßen auch dann an wenden, wenn die Kommunikation unter Nutzung einer Pilot- Leitung des Ladeanschlusskabels 18 erfolgt.

Darüber hinaus ist es natürlich möglich, dass das Kalibrier gerät 56 auch einstückig mit der Ladeanschlusseinheit 32 des Kraftfahrzeugs 12 ausgebildet ist. Bei einer solchen Ausge staltung ist es dann möglich, dass aufgrund des Anschließens des Kraftfahrzeugs 12 an die Ladestation 10 bereits ein Ein stellverfahren gemäß der Erfindung durchgeführt werden kann. Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass während des Einstellvorgangs gemäß der Erfindung der Ladevorgang noch nicht erfolgt. Diese Ausgestaltung eignet sich deshalb insbe sondere auch für eine Erstinbetriebnahme einer gerade aufge stellten Ladestation 10. Die Beschreibung dient ausschließlich der Erläuterung der Er findung und soll diese nicht beschränken.