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Patent Searching and Data


Title:
SHOCK WAVE APPARATUS AND METHOD FOR TREATING A HUMAN OR ANIMAL BODY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/127035
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a shock wave apparatus (10) for treating a human or animal body, having: a pneumatic drive (14) for creating a shock wave (16) for coupling into the human or animal body; at least one compressor (18, 34, 36) for creating source gas; a hand piece (12) into which the source gas can be introduced and by means of which a shock wave (16) is created; and a pressure control device (32) for setting a shock wave creation pressure (PD) for creating the shock wave (16), wherein the at least one compressor (18, 34, 36) for creating source gas can be set in stages to at least two power levels (Li), and the pressure control device (32) controls the shock wave creation pressure (PD_i) by adjusting the source gas pressure (Ps_i) at each power level Li. Each power level (Li) is preferably determined by a range of shock wave creation pressure values (PD_Bi) and frequencies (fBi) of the activation of the shock waves (16). The selection of a power level (Li) is preferably made using a table in which the respective ranges of shock wave creation pressure values (PD_Bi) and frequencies (fBi) are stored.

Inventors:
EVANS GARY (FR)
SUMI NICOLAS (CH)
Application Number:
PCT/EP2019/085333
Publication Date:
June 25, 2020
Filing Date:
December 16, 2019
Export Citation:
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Assignee:
FERTON HOLDING SA (CH)
International Classes:
A61B17/22
Foreign References:
EP3135268A12017-03-01
EP2381864B12012-09-05
EP2529792A12012-12-05
US20170156973A12017-06-08
EP2529792A12012-12-05
EP2381864B12012-09-05
Attorney, Agent or Firm:
MÜLLER SCHUPFNER & PARTNER (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Druckwellengerät (10) zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers mit einem pneumatischen Antrieb (14) zur Erzeugung einer Druck welle (16) zur Einkopplung in den menschlichen oder tierischen Körper, mit mindestens einem Kompressor (18, 34, 36) zur Erzeugung von Quellengas und

mit einem Handstück (12), in welches das Quellengas einleitbar ist und mit tels welchem eine Druckwelle (16) erzeugt wird, und

mit einer Druckregulierungsvorrichtung (32) zur Einstellung eines Druckwel lenerzeugungsdrucks (PD) zur Erzeugung der Druckwelle (16),

dadurch gekennzeichnet, dass

der mindestens eine Kompressor (18, 34, 36) zur Erzeugung von Quellengas stufenweise auf mindestens zwei Leistungsniveaus (L) einstellbar ist, und die Druckregulierungsvorrichtung (32) den Druckwellenerzeugungsdruck (PDJ) durch Anpassung des Quellengasdrucks (Psj) auf jedem Leistungsni veau Li regelt.

2. Druckwellengerät (10) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

jedes Leistungsniveau (ü) durch einen Bereich an Druckwellenerzeugungs druckwerten (PD_BI) und Frequenzen (fei) der Aktivierung der Druckwellen (16) bestimmt ist.

3. Druckwellengerät (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Auswahl eines Leistungsniveaus (ü) anhand einer Tabelle erfolgt, in der die jeweiligen Bereiche an Druckwellenerzeugungsdruckwerten (PD_BI) und Frequenzen (fei) hinterlegt sind.

4. Druckwellengerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

der mindestens eine Kompressor (18, 34, 36) von einem ersten Betriebszu stand mit einem ersten Leistungsniveau (Li) in einen zweiten Betriebszu stand mit einem zweiten Leistungsniveaus (L2) schaltbar ist, um durch die Druckregulierungsvorrichtung (32) einen zweiten Druckwellenerzeugungs druck (PD_2) einzustellen, sobald der im ersten Betriebszustand erzeugte Druckwellenerzeugungsdruck (PD ) bei einer bestimmten Frequenz (fi) nicht mehr erreicht wird.

5. Druckwellengerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Druckregulierungsvorrichtung (32) einen Druckminderer oder ein Ablass ventil aufweist, das insbesondere ein Ventil wie beispielsweise ein Mag netventil, aufweist, wobei der Druckminderer und/oder das Ablassventil ein Proportionalventil umfasst.

6. Druckwellengerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Druckregulierungsvorrichtung (32) mindestens einen Drucksensor (50) zum Bestimmen eines Druckwellenerzeugungsdrucks PDJ aufweist.

7. Druckwellengerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

mindestens zwei Kompressoren (34, 36) mit einem oder mit je einem Motor (38, 40) zur Ansteuerung der Kompressoren (24, 36) verbunden ist/sind.

8. Druckwellengerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen dem mindestens einen Kompressor (18, 34, 36) und der Druckre gulierungsvorrichtung (32) eine Kühlfalle (46) zum Auffangen von abgekühl tem, kondensiertem Quellengas angeordnet ist.

9. Druckwellengerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen dem mindestens einen Kompressor (18, 34, 36) und der Druckre gulierungsvorrichtung (32) ein Überdruckventil (44) bzw. Ablassventil zum Ableiten eines Überdrucks des Quellengases vorgesehen ist.

10. Druckwellengerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Druckwellengerät (10) mittels eines ansteuerbaren Entlüftungsventils (48), insbesondere eines Magnetventils, entlüftbar ist.

11. Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers mit Druckwellen (16), erzeugt mit einem Druckwellengerät (10), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

Einschalten des mindestens einen Kompressors (34, 36) zur Erzeugung von Quellengas,

Durchleiten des Quellengases von dem mindestens einen Kompressor (34, 36) zu dem Handstück (12),

dadurch gekennzeichnet, dass

der mindestens eine Kompressor in einen diskret ansteuerbaren Betriebszu stand, dem ein diskretes Leistungsniveau L zugeordnet ist, eingestellt wird, wobei der Druckwellenerzeugungsdruck durch Anpassung eines ersten Quel lengasdrucks innerhalb des Leistungsniveaus L durch eine Druckregulie- rungsvorrichtung (32) bei einer bestimmten Frequenz (f) geregelt wird, und wobei der Druckwellenerzeugungsdruck (PD) durch Erhöhung oder durch Minderung des Leistungsniveaus L geregelt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11 , wobei das Verfahren ferner die Schritte um- fasst:

Schließen eines Entlüftungsventils (48), und/oder ein zumindest teilweises Öffnen oder ein zumindest teilweises Schließen ei ner Druckregulierungsvorrichtung (32) zum Durchleiten des Quellengases von dem mindestens einen Kompressor (34, 36) zu einem Handstück (12).

13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei nach einem Erfassen des tat sächlich erzeugten Druckwellenerzeugungsdrucks (PDJ) geprüft wird.

ob der erfasste Druckwellenerzeugungsdruck (PDJ) einem gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck (PDJ) entspricht und in Abhängigkeit einer Dif ferenz zwischen erfasstem Druckwellenerzeugungsdruck (PD-I) und ge wünschtem Druckwellenerzeugungsdruck (PDJ) a) der Zustand der Druckregulierungsvorrichtung (32) unverändert bei behalten wird, sofern die Differenz etwa Null ist; b) die Druckregulierungsvorrichtung (32) zumindest teilweise geöffnet wird, sofern die Differenz positiv ist, d.h. der erfasste Druckwellener zeugungsdruck (PDJ) über dem gewünschten Druckwellenerzeu gungsdrucks (PDJ) liegt, und c) die Druckregulierungsvorrichtung (32) zumindest teilweise geschlos sen wird, sofern die Differenz negativ ist, d.h. der erfasste Druckwel lenerzeugungsdruck (PDJ) unter dem gewünschten Druckwellener zeugungsdrucks (PDJ) liegt.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei eine Kompressord rehzahl des mindestens einen Kompressors (18, 34, 36) stufenweise erhöht oder erniedrigt wird, wenn für den maximalen Quellengasdruck PSJM) ^ PDJ oder für den Druckwellenerzeugungsdruck PDJ ^ Ps_o-i) gilt, wobei ein Erhö hen oder ein Erniedrigen der Kompressordrehzahl abhängig von dem einge stellten Leistungsniveau (U) ist, das sich durch einen Bereich an Druckwel lenerzeugungsdruckwerten (PD_BI) und Frequenzen (fßi) der Aktivierung der Druckwellen (16) bestimmt.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14, wobei die Einstellung des Leistungsniveaus (ü) und/oder die Regelung des Druckwellenerzeugungs drucks (PDJ), insbesondere während einer Behandlung, verändert werden kann.

Description:
Druckwellengerät und Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Druckwellengerät zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers mit einem pneumatischen Antrieb zur Er zeugung einer Druckwelle zur Einkopplung in den menschlichen oder tierischen Körper und ein Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Kör pers mit Druckwellen mit einem hierin beschriebenen Druckwellengerät.

Druckwellengeräte zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Körpers mit Druckwellen, bei denen das Aufeinanderprallen eines beschleunigten Schlagteils auf einen Prallkörper eine Druckwelle erzeugt, sind an für sich bekannt.

Aus der EP 2 529 792 oder der EP 2 381 864 B1 sind beispielsweise Druckwellen geräte zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Körpers bekannt. Die Druckwellengeräte weisen einen pneumatischen Antrieb zur Erzeugung einer Druckwelle auf. Diese wird hier durch ein Schlagteil erzeugt, das pneumatisch be schleunigt wird und gegen ein Übertragungselement schlägt, das die Druckwelle durch Berührung in den Körper einkoppelt. Die Druckwellengeräte weisen daher einen Kompressor als Teil des pneumatischen Antriebs zur Erzeugung von Quel lengas auf, wobei der Kompressor einen Kompressormotor aufweist. Die Druck- wellengeräte weisen eine Einrichtung zur Einstellung des Druckwellenerzeugungs drucks z. B mittels der Drehzahl des Kompressormotors auf, d.h. eine Einrichtung zur Einstellung des beschleunigenden Gasdrucks. Bei dem Druckwellengerät der EP 2 381 864 B1 arbeitet der Kompressor kontinuierlich bei unterschiedlichen Leistungen, um in einem Handstück durchstimmbar Druckwellen unterschiedlicher Stärke bereit stellen zu können, was zu einem frühzeitigen Verschleiß des Kom pressors führt und mit verschieden lauten Geräuschkulissen verbunden ist.

Es ist bekannt, dass bei einem Druckwellengerät der Kompressor entsprechend des zu erzeugenden Gasdrucks für die Druckwelle angesteuert wird. Hierbei ist in der Regel der Kompressor solange in Betrieb, bis ein vorgegebener maximaler Quellengasdruckwert, der bei einigen Varianten in einem Druckreservoir gespei chert wird, erreicht ist. Nach einem Erreichen des Quellengasdruckwertes wird der Kompressor in der Regel abgeschaltet, um einem Erzeugen eines Überdrucks ent gegen zu wirken. Dies hat zur Folge, dass während einer Behandlung der Kom pressor immer wieder seinen Betrieb aufnimmt, wodurch eine Hintergrundge räuschkulisse erzeugt wird, welche mal lauter und mal leiser ist. Dies hat wiede rum zur Folge, dass ein Patient dies aktiv wahrnimmt und sich in seinem Wohlbe finden während der Behandlung durch die Hintergrundgeräuschkulisse gestört fühlt. Auch verschleißt der Kompressor relativ schnell.

Bei Druckwellengeräten ist es wünschenswert, dass diese über eine bestimmte Zeitdauer in einem Handstück einen konstanten Druck, insbesondere in Bereichen unterschiedlicher Flussraten, liefern, welcher von einem Nutzer nach Bedarf ein stellbar ist. Insbesondere ist es wünschenswert, dass ein konstanter Druck für ei nen Flussratenbereich, welcher durch eine Schaltfrequenz eines entsprechenden Ventils, wie beispielsweise einem Magnetventil des Handstückes, bestimmt ist, von dem Druckwellengerät bzw. dem pneumatischen Antrieb bereitgestellt wird. Dies ist ein Leistungsbereich oder Lastbereich. Das gilt ebenso für wechselnde Drücke bei fester Schaltfrequenz oder einer Kombination beider Einstellungen. Ferner ist es wünschenswert, dass eine akustische Hintergrundkulisse des Druck wellengerätes während des Betriebes desselben minimiert bzw. konstant ist, wodurch das Wohlbefinden des menschlichen oder tierischen Patienten gesteigert werden kann, da eine Wahrnehmung der Geräuschkulisse bei Monotonie dersel ben bei dem Patienten in den Hintergrund tritt. Schließlich soll die Lebensdauer des Kompressors verlängert werden. Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vor liegenden Erfindung, ein Druckwellengerät bereitzustellen, bei dem das Hinter grundgeräusch während des Betriebes des Druckwellengerätes reduziert bzw. konstant wenig wahrnehmbar ist, unabhängig davon, welche Last das Druck wellengerät gerade abruft. Die Last ist im wesentlichen abhängig von der Fre quenz des Druckwellengeräts, d.h. mit welcher Schaltfrequenz ein Ventil des Handstückes betrieben wird (Menge an Luft) sowie dem Druck, bei dem das Druckwellengerät betrieben wird (zur Verfügung stehende Geschwindigkeit für das zu beschleunigende Schlagteil). Ferner ist es eine Aufgabe der vorliegen den Erfindung, ein Druckwellengerät bereitzustellen, welches einen regulierten oder regulierbaren, insbesondere veränderlich konstanten Druck liefert.

Diese Aufgaben werden gelöst mit einem Druckwellengerät gemäß Anspruch 1 und einem Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Kör pers mit Druckwellen gemäß Anspruch 1 1 . Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Erfindungsgemäß umfasst das Druckwellengerät zur Behandlung eines mensch lichen oder tierischen Körpers einen pneumatischen Antrieb zur Erzeugung einer Druckwelle zur Einkopplung in den menschlichen oder tierischen Körper. Ferner umfasst das Druckwellengerät mindestens einen Kompressor zur Erzeugung von Quellengas (oder„Quellgas“) mit mindestens zwei einstellbaren Leistungsniveaus sowie ein Handstück, in welches das Quellengas über eine Verbindungsleitung einleitbar ist und mittels welchem ein Schlagteil beschleunigt werden kann, um die Druckwelle in den menschlichen oder tierischen Körper einzukoppeln. Zudem um fasst das Druckwellengerät eine Druckregulierungsvorrichtung zur Einstellung des Quellengasdrucks auf einen Druckwellenerzeugungsdruck zur Erzeugung der Druckwelle. Der Druckwellenerzeugungsdruck ist der Druck, der unmittelbar auf das Schlagteil wirkt. Das Druckwellengerät weist ein Handstück auf, in welches das Quellengas einleit bar ist und mittels welchem eine Druckwelle erzeugt wird, sowie eine Druckregu lierungsvorrichtung zur Einstellung eines Druckwellenerzeugungsdrucks zur Er zeugung der Druckwelle, wobei mindestens ein Kompressor insbesondere eines Kompressorsystems zur Erzeugung von Quellengas stufenweise auf mindestens zwei Leistungsniveaus einstellbar ist, jedes Leistungsniveau durch einen Bereich an Druckwellenerzeugungsdruckwerten (PD_BI) und Frequenzen (fei) bestimmt ist, und die Druckregulierungsvorrichtung den Druckwellenerzeugungsdruck (PDJ) durch Anpassung des Quellengasdrucks (P sj ) auf jedem Leistungsniveau ü regelt.

Erfindungsgemäß weist das Druckwellengerät mindestens ein Kompressorsystem auf, welches zur Erzeugung verschiedener Leistungsniveaus stufenweise in ver schiedenen Betriebszuständen betreibbar ist. Die Auswahl der unterschiedlichen Leistungsniveaus kann dabei entweder durch eine Voreinstellung abhängig von den eingestellten Betriebsparametern des Druckwellengerätes (Druckwellenerzeu gungsdruck- und Frequenz-Bereich) erfolgen oder das Leistungsniveau wird von dem Druckwellengerät selbständig gewechselt, wenn die Druckregulierungsvor richtung zur Einstellung des Quellengasdrucks auf einen Druckwellenerzeugungs druck und/oder zur Einstellung der gewünschten der Flussrate, d.h. der Frequenz der Ventilöffnung zur wiederholten Beschleunigung des Schlagteils, nicht mehr in der Lage ist dem Druckwellengerät den erforderlichen Druckwellenerzeugungs druck und/oder die benötigte Flussrate bereitzustellen.

Mit anderen Worten: Das erfindungsgemäße Druckwellengerät weist ein Kompres sorsystem auf, welches zur Erzeugung verschiedener Leistungsniveaus stufen weise in verschiedenen Betriebszuständen betreibbar ist, wobei die Druckregulie rungsvorrichtung den Druckwellenerzeugungsdruck durch Anpassung eines ersten Quellengasdrucks innerhalb eines ersten Leistungsniveaus, d.h. innerhalb eines ersten bestimmten Flussratenbereichs, einstellt, insbesondere reduziert, und wo bei die Druckregulierungsvorrichtung das Kompressorsystem in einen zweiten Be triebszustand mit einem zweiten Leistungsniveau schaltet, um den Druckwellener- zeugungsdruck einzustellen, insbesondere zu reduzieren, sobald die Druckregulie rungsvorrichtung nicht mehr in der Lage ist den erforderlichen Druckwellenerzeu gungsdruck und/oder die erforderliche Flussrate bereitzustellen

Der Druckwellenerzeugungsdruck ist der Druck, mit dem das Schlagteil des Druckwellengeräts beschleunigt wird. Die Flussrate ist die Frequenz der Ventilöff nung am Handstück des Druckwellengeräts , d.h. die Anzahl an erzeugten Druck wellen pro Zeiteinheit. Ein bestimmter Leistungsbereich setzt sich aus gewünsch tem Druckwellenerzeugungsdruck bei bestimmter Flussrate zusammen. Je höher der gewünschte Druckwellenerzeugungsdruck innerhalb eines bestimmten Leis tungsbereichs sein soll, desto niedriger ist die Flussrate und vice versa. Innerhalb eines bestimmten Leistungsbereichs existiert des weiteren ein erster maximaler Druckwellenerzeugungsdruck bei minimaler Flussrate und eine maximale Fluss rate bei minimalem Druckwellenerzeugungsdruck. Soll also ein Druckwellenerzeu gungsdruck erzeugt werden, der diesen maximalen Druckwellenerzeugungsdruck in dieser bestimmten Leistungsstufe übersteigt oder soll eine Flussrate erzielt wer den, die die maximale Flussrate in dieser bestimmten Leistungsstufe übersteigt, so wird von dem Druckwellengerät das Leistungsniveau selbständig gewechselt.

Jedes Leistungsniveau (ü) wird durch einen Bereich an Druckwellenerzeugungs druckwerten (PD_B I ) und Frequenzen (fei) der Aktivierung der Druckwellen be stimmt. Die Auswahl eines Leistungsniveaus (ü) erfolgt mit Vorteil anhand einer Tabelle, in der die jeweiligen Bereiche an Druckwellenerzeugungsdruckwerten (PD_B I ) und Frequenzen (fei) der Aktivierung der Druckwellen hinterlegt sind.

Die Druckregulierungsvorrichtung ist zur Einstellung unterschiedlicher Druckwel lenerzeugungsdrücke PD zur Erzeugung der Druckwelle ausgebildet,. Hierzu ist beispielsweise unmittelbar vor oder an einem Einlass des Handstücks die Druck regulierungsvorrichtung zum Anpassen des Quellengasdrucks, insbesondere zum Bereitstellen eines im Wesentlichen konstanten, vorbestimmten Druckwellener zeugungsdruck PD, in dem Handstück angeordnet. Mit anderen Worten: Während der Kompressor und/oder die Kompressoren in einem diskret ansteuerbaren Be triebszustand ein bestimmtes Leistungsniveau bei konstanter Drehzahl abdecken, in dem ein aktueller Quellengasdruck beispielsweise betriebsbedingten bzw. last abhängigen Schwankungen unterliegt, ist es vorgesehen, dass eine Einstellung des Druckwellenerzeugungsdrucks mittels der Druckregulierungsvorrichtung bei konstanter Drehzahl erfolgt. Vorzugsweise ist das Kompressorsystem derart aus gelegt, dass die diskret einstellbaren Leistungsniveaus nicht überlappen. Das Kompressorsystem kann beispielsweise aus einem einzelnen oder mehreren Kompressoren bestehen.

Es ist ferner denkbar, die Druckregulierungsvorrichtung in den pneumatischen An trieb oder an einer beliebigen Position in der Verbindungsleitung anzuordnen. Vor liegend ist unter dem Begriff "im Wesentlichen konstanten Druckwellenerzeu gungsdruck" ein Gasdruck zu verstehen, welcher höchstens um ± 0 bis 0,5 bar von dem vorbestimmten Druckwellenerzeugungsdruck PD, also dem vorgegebe nen Sollwert des Gasdrucks für die zu erzeugende Druckwelle, abweicht. Vor zugsweise ist die Druckregulierungsvorrichtung dazu ausgelegt, dass die Abwei chungen von dem gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck, d. h. eine Einstell genauigkeit des Druckwellenerzeugungsdrucks, stets kleiner sind als 0,2 bar, be vorzugt kleiner als 0,15 bar und besonders bevorzugt kleiner als 0,1 bar. Dadurch läßt sich eine für eine betriebssichere Nutzung des Druckwellengeräts erforderli che Einstellgenauigkeit realisieren.

Gleiches gilt sinngemäß für die entsprechenden Flussraten, die bei bestimmten Druckwellenerzeugungsdruckwerten zur Verfügung stehen müssen.

Vorzugsweise umfasst das Kompressorsystem mehrere Kompressoren, zwischen denen, beispielsweise zum Einstellen eines gewünschten Leistungsniveaus, ge wechselt wird. Mit anderen Worten: der einzelne Kompressor wird nicht in einem bestimmten Betriebszustand betrieben, um den Quellengasdruckbereich anzu steuern bzw. festzulegen, sondern es wird zwischen den Kompressoren gewech selt (oder diese werden einzeln zugeschaltet), die jeweils für die Erzeugung eines einzelnen Betriebszustands mit einem entsprechenden Leistungsniveau verant wortlich sind. Das jeweilige Leistungsniveau definiert sich gemäß der Erfindung aus den Betriebsparametern Druck und Frequenz (Flussrate) des Druckwellenge räts, die den Verbrauch (Luftmenge pro Zeiteinheit) an pneumatischen Mitteln des Druckwellengerätes bestimmen. .

Durch die Druckregulierungsvorrichtung kann ein vorgegebener Druckwellener zeugungsdruck PD eingestellt werden, beispielsweise bevor der Gasdruck in das Handstück geleitet wird, um dort ein Schlagteil zu beschleunigen und eine Druck welle zu erzeugen. Dies hat den Vorteil, dass ein Druckwellenerzeugungsdruckbe reich für ein bestimmtes Leistungsniveau, z.B. einen bestimmten Flussratenbe reich, bereitgestellt werden kann, und zwar unabhängig von einer konkret genutz ten Schaltfrequenz eines Ventiles, wie beispielsweise einem Magnetventil, im Handstück also unabhängig von der Aktivierungsdauer des Druckwellenerzeu gungsdrucks und/oder unabhängig von einer Kompressorleistung eines Kompres sors bzw. einen aktuell veranlassten Quellengasdruck durch den oder die Kom pressoren.

Ferner können ein oder mehrere entsprechende Kompressoren zur Erzeugung desQuellengasdrucks in einem bestimmten Leistungsbereich, bevorzugt während einer Behandlung, durchgängig betrieben werden, so dass eine monotone Hinter grundgeräuschkulisse hörbar ist. Ferner kann der Betriebszustand der Kompres soren derart ausgewählt sein, dass sich eine besonders vorteilhafte Geräuschku lisse einstellt. Insbesondere lassen sich nur solche Drehzahlen auswählen, bei de nen starke Vibrationen oder Resonanzen nicht auftreten. Im Falle diskret einstell barer Drehzahlen läßt sich die Vibration der Druckerzeugungseinrichtung gezielt durch konstruktive Maßnahmen unterdrücken. Dabei wird die Drehzahl des oder der Kompressoren im Wesentlichen durch dessen Spannung bzw. Betriebsspan nung festgelegt, die diskret einstellbar ist. Ebenso ist es denkbar, dass eine elekt rische Steuerung die Drehzahl des Kompressors auf einen von mehreren fest vor wählbaren Werten fixiert. Die diskreten Leistungsniveaus des oder der Kompres soren sind dabei festen Drehzahlen des oder der Kompressoren zugeordnet. Hierdurch kann insbesondere eine subjektive Wahrnehmbarkeit der Hintergrund geräuschkulisse während des Betriebes des Druckwellengerätes reduziert wer den, wodurch wiederum das Wohlbefinden eines Patienten während der Be handlung gesteigert werden kann. Durch die konstante Drehzahl wird dieser weniger belastet als beim wiederholten Ein-/Ausschalten bzw. als bei wieder holten Drehzahländerungen. Mit anderen Worten: Der oder die Kompressoren arbeiten bei fester Spannung mit fester Drehzahl, die Lastunterschiede (Druck und Flussrate) bewirken lediglich eine unterschiedlich hohe Stromaufnahme der Motoren.

Bevorzugt weist die Druckregulierungsvorrichtung ein Ablassventil auf, das insbe sondere ein Ventil, insbesondere ein Magnetventil, aufweist. Beispielsweise um fasst die Druckregulierungsvorrichtung ein Proportionalventil. Ein Proportionalven til läßt beispielsweise stetige bzw. kontinuierliche Übergänge zwischen einem voll ständig geöffneten und einem vollständig geschlossenen Zustand zu. Dabei kann es sich beispielsweise um ein elektromagnetisch gesteuertes oder ein mediumge steuertes Proportionalventil handeln.

Die Druckregulierungsvorrichtung wird in vorteilhafter weise dazu eingesetzt, um an bzw. in dem Handstück einen konstanten Druck, nämlich den Druckwellener zeugungsdruck PD zur Erzeugung der Druckwelle, bereitzustellen, so dass gleich mäßige Druckwellen über das Handstück in den zu behandelnden Körper einleit bar sind.

Allgemein versteht man unter einem Druckminderer ein Druckventil zum Einbau in ein Schlauch- oder ein Leitungssystem, wobei das Druckventil trotz unterschiedli cher Drücke auf einer Eingangsseite (Eingangsdruck), vorliegend dem Quellen gasdrucks P s entsprechend, dafür sorgt, dass auf der Ausgangsseite, welche vor liegend in das Handstück führt, ein bestimmter Ausgangsdruck, vorliegend dem Druckwellenerzeugungsdruck PD entsprechend, nicht überschritten wird. Durch das Vorsehen einer Druckregulierungsvorrichtung wird der Quellengasdruck P s auf den benötigten Druckwellenerzeugungsdruck PD zur Erzeugung der Druckwelle gewandelt. Ein Druckminderer hat somit den Vorteil, dass gleichmäßige Druckwel len in dem Druckwellengerät erzeugt werden können.

Gemäß einer Ausführungsform des Druckwellengerätes weist die Druckregulie rungsvorrichtung mindestens einen Drucksensor zum Bestimmen eines Druckwel lenerzeugungsdrucks PD auf. Hierdurch kann in einfacher Weise überprüft werden, ob die Druckregulierungsvorrichtung eine entsprechende Regulierung, insbeson dere eine Druckminderung, vorgenommen hat. Vorzugsweise ist die Druckregulie rungsvorrichtung als Regelkreis ausgelegt. Es ist denkbar, einen weiteren Druck sensor vorzusehen. Durch Anordnung eines weiteren Drucksensors kann der Gas druck, d.h. der Quellengasdruck, insbesondere vor Eintritt in das Handstück, zu Überprüfung erfasst werden. Abhängig von dem erfassten Quellengasdruck und/o der abhängig von dem erfassten Druckwellenerzeugungsdruck PD - je nachdem wo der mindestens eine Drucksensor angeordnet ist - kann ein, insbesondere in einer Steuerung hinterlegter, Druckwellenerzeugungsdruck PD eingestellt werden.

Insbesondere ist es vorgesehen, dass das Kompressorsystem derart angesteuert bzw. konfiguriert ist, dass das diskrete Leistungsniveau stets einen Quellengas druck bereitstellt, der auf den gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck redu ziert werden kann, um sicherzustellen, dass dieser am Handstück zuverlässig und unabhängig von der Schaltfrequenz des Druckwellenerzeugungsdrucks bereitge stellt werden kann. Mit anderen Worten: es wird vermieden, dass der bereitge stellte Quellengasdruck nicht ausreicht, um den gewünschten Druckwellenerzeu gungsdruck zu allen Zeiten, d.h. innerhalb eines Flussratenbereichs, zu realisie ren.

Gemäß einer Ausführungsform des Druckwellengerätes ist in einer Steuerung zu einem Leistungsniveau ü mit i>1 ein vorbestimmter Bereich an Druckwellenerzeu gungsdruckwerten Pü j und ein vorbestimmter Bereich an Schaltfrequenzen f, mit i>1 hinterlegt, also eine Drucktabelle, wobei die Druckregulierungsvorrichtung dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit des gewünschten Druckwellenerzeugungsdrucks P D J , z.B. für einen gewünschten Bereich an Schaltfrequenzen f, das notwendige Leistungsniveau U des Kompressorsystems einzustellen.

Wie hierin vorgeschlagen, wird mittels eines oder mehrerer Kompressoren zu nächst ein innerhalb eines bestimmten Leistungsniveaus liegender erster Quellen gasdruck P s _i mit i>1 erzeugt, welcher insbesondere anschließend von einem Drucksensor erfasst werden kann. Der erfasste Quellengasdruck P sj kann mit vor gegebenen bzw. gewünschten Druckwellenerzeugungsdrücken P D J, welche in ei ner Steuerung hinterlegt sind, abgeglichen bzw. verglichen werden. Jedem Quel lengasdruckwert P sj ist dabei, insbesondere bei einer vorgegebenen Frequenz des Druckwellengeräts, d.h. zeitabhängige Anzahl der Hübe des Schlagteils, zur Erzeugung der Druckwellen, ein Bereich an Druckwellenerzeugungsdrücken P D J zugeordnet. Eine solche Zuordnung erfolgt insbesondere in Abhängigkeit einer eingestellten Frequenz an dem Druckwellengerät. Der Druckwellenerzeugungs druck P D J ist somit variabel, wobei variabel vorliegend so zu verstehen ist, dass anhand eines bestimmten vorgegebenen, insbesondere eingestellten, Quellengas druckbereichs bzw. Lastbereichs, der jeweils einen maximalen Quellengasdruck wert P sj ,hat, ein gewünschter Druckwellenerzeugungsdruck P D J eingestellt wer den kann, welcher einem bestimmten Bereich an vorgegebenen, gewünschten Druckwellenerzeugungsdrücken P D J zugeordnet ist, und ein anderer bestimmter Quellengasdruckbereich bzw. Lastbereich, der jeweils einen anderen maximalen Quellengasdruckwert P sj±i , hat, einem anderen Bereich an Druckwellenerzeu gungsdrücken P D I zugeordnet ist.

Abhängig von den bestimmten, stufenweise vorgegebenen Lastbereichen bzw. Leistungsniveaus üwird mittels der Druckregulierungsvorrichtung, bei bestimmten Flussraten, der gewünschte Druckwellenerzeugungsdruck P D J oder ein anderer gewünschter Druckwellenerzeugungsdruck P D I auf einem anderen Leistungsni veau L i ±i eingestellt.. Dies hat den Vorteil, dass gleichmäßige Druckwellen mit ei nem gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck P D J während einer Behandlung erzeugbar sind, und zwar mittels stufenweise angesteuerter, diskreter Leistungsni veaus Li . Der bzw. die Kompressoren arbeitet somit in diskreten Stufen. Bevorzugt weist das Druckwellengerät mindestens zwei Kompressoren auf. Jeder der mindesten zwei Kompressoren kann dabei mit einem gleichen oder einem un terschiedlichen Drehzahllevel betrieben werden, insbesondere bei verschiedenen Leistungsniveaus. Hierdurch können die Kompressoren auf verschiedenen, insbe sondere diskreten, Leistungsniveaus betrieben werden. Vorliegend kann ein dis kretes Leistungsniveau bei einem vorgegebenen Quellengasdruck und einer vor gegebenen Flussrate realisiert sein. Durch die mindestens zwei Kompressoren wird insbesondere erreicht, dass ein Rauschen, also eine Hintergrundgeräuschku lisse, des Druckwellengerätes reduziert wird, insbesondere wenn das Druckwel lengerät in einem Bereich einer geringen Flussrate und/oder bei einem geringen Quellengasdruck genutzt wird. Denn zur Erzeugung eines bestimmten Quellen gasdrucks P s _i können beispielsweise zwei oder mehrere Kompressoren einge setzt werden, welche jeweils bei einer geringeren Leistung betrieben werden.

Bevorzugt sind die mindestens zwei Kompressoren mit einem oder mit je einem Kompressormotor zur Ansteuerung der Kompressoren verbunden. Der Kompres sor bzw. jeder Kompressor kann somit durch den entsprechenden Motor bei einer vorgegebenen Leistung oder einer vorgegebenen Frequenz angesteuert werden, wodurch ein vorbestimmtes Leistungsniveau an dem entsprechenden Kompressor einstellbar ist. Hierdurch kann vorteilhafterweise ein stetig wechselnder Lärm des Druckwellengerätes reduziert werden und der Verschleiß reduziert sich durch ei nen konstanten Betrieb.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Druckwellengerätes ist, insbe sondere zwischen dem mindestens einen Kompressor und der Druckregulierungs vorrichtung, eine Kühlfalle zum Auffangen von abgekühltem, kondensiertem Quel lengas angeordnet. Durch die Kühlfalle kann folglich kondensiertes Gas, insbeson dere kondensierte Luft, aufgefangen werden. Hierdurch wird verhindert, dass kon densiertes Gas, d. h. eine Flüssigkeit, in das Handstück geleitet wird. Hierdurch wird lediglich Quellengas in das Handstück geleitet. Somit kann langfristig vermie den werden, dass sich in dem Handstück Feuchtigkeit absetzt und somit beispiels weise zur Schimmelbildung, Korrosion oder dergleichen führt.

Weiter bevorzugt ist, insbesondere zwischen dem Kompressor oder den Kompres soren und der Druckregulierungsvorrichtung, ein Überdruckventil zum Ableiten ei nes Überdrucks des Quellengases vorgesehen. Hierdurch kann vermieden wer den, dass das Druckwellengerät durch einen erzeugten Überdruck beschädigt o- der gar zerstört wird. Vor allem bei einem Gasdruck größer als 5 bar, bevorzugt bei einem Druck bis zu 25 bar, kommt das Überdruckventil zum Einsatz.

Bevorzugt ist jeder Kompressor dazu ausgebildet, stufenweise verschiedene, ins besondere diskrete, Volumenströme zu erzeugen, um verschiedene Quellengas drücke und/oder Flussraten des Quellengases zu generieren. Jeder Kompressor kann folglich hinsichtlich seiner Kompressorleistung eingestellt bzw. geregelt wer den, so dass jeder Kompressor stufenweise verschiedene Volumenströme erzeu gen kann und damit verschiedene Quellengasdrücke und/oder Flussraten des Quellengases generieren kann. Die Kompressorleistung dient somit zur Erzeu gung eines Quellengases bei einer gestuften, d.h. diskreten Drehzahl des Kom pressormotors, Bevorzugt weist jeder Kompressor einen eigenen Kompressormo tor auf. Insbesondere weist jeder Kompressor einen Gleichstrommotor (DC-Motor) auf. Hierdurch kann jeder Kompressor bei fester Drehzahl (also fester vorgegebe ner Spannung) aber unterschiedlicher Stromaufnahme bei unterschiedlichen Druckwerten und/oder unterschiedlichen Flussraten innerhalb eines Leistungsni veaus betrieben werden. Dies hat den Vorteil, dass ein Hintergrundrauschen des Druckwellengerätes insgesamt reduziert werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Druckwellengerätes ist das Druckwellengerät derart konfiguriert, dass das Druckwellengerät nach einem, ins besondere jedem, Gebrauch des Druckwellengeräts mittels eines ansteuerbaren Entlüftungsventils, insbesondere eines Magnetventils, entlüftbar ist. Über das Ent- lüftungsventil kann in vorteilhafter Weise ein in einem Kreislauf des Druckwellen gerätes zurückgebliebenes Quellengas aus dem Kreislauf entfernt werden. Das Entlüftungsventil arbeitet bevorzugt autark. Es ist jedoch denkbar, dass das Entlüf tungsventil durch eine Steuerung zusätzlich angesteuert werden kann. Insbeson dere kann durch ein solches Entlüftungsventil vermieden werden, dass sich Quel lengas in dem Kreislauf bzw. dem Druckwellengerät langfristig absetzt und ggf. kondensiert. Hierdurch kann in einfacher Weiser dem Wachstum von Bakterien o- der dergleichen entgegengewirkt werden.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behand lung eines menschlichen oder tierischen Körpers mit Druckwellen, insbesondere erzeugt mit einem hierin beschriebenen Druckwellengerät, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

Einschalten des mindestens einen Kompressors zur Erzeugung von Quellen gas,

Durchleiten des Quellengases von dem Kompressor zu dem Handstück, wo bei der mindestens eine Kompressor in einen diskret ansteuerbaren Be triebszustand, dem ein diskretes Leistungsniveau L zugeordnet ist, einge stellt wird,

wobei der Druckwellenerzeugungsdruck durch Anpassung eines ersten Quel lengasdrucks innerhalb des Leistungsniveaus L durch eine Druckregulie rungsvorrichtung bei einer bestimmten Flussrate geregelt wird,

und wobei der Druckwellenerzeugungsdruck durch Erhöhung oder durch Minderung des Leistungsniveaus L geregelt wird.

Mit Einschalten des Kompressors oder der Kompressoren kann ein erster Druck des Quellengases P sj mit i>1 innerhalb eines diskreten Leistungsniveaus L einge stellt werden. Die möglichen vorgegebenen bzw. gewünschten Druckwellenerzeu gungsdrücke P Dj mit i>1 , welche jeweils einem bestimmten diskreten Leistungsni veau Li bei einer bestimmten Flussrate bzw. Frequenz f, zugeordnet sind, können insbesondere in einer Steuerung hinterlegt sein und einem Nutzer beim Einschalten des Druckwellengerätes zum individuellen Auswahlen angezeigt werden. Es ist fer ner möglich, dass ein Nutzer einen vorgegebenen Druckwellenerzeugungsdruck PDJ manuell eingibt. Hierbei kann dann zunächst ein erster Quellengasdruck P s j bei einem ersten Leistungsniveau U erzeugt werden, welcher mittels der Druckre gulierungsvorrichtung auf einen ersten Druckwellenerzeugungsdruck PDJ reduziert werden kann . Der eingestellte Druckwellenerzeugungsdruck PDJ kann dann zu ei nem Einlass des Handstückes strömen.

Während das Quellengas zu dem Handstück strömt, wird, insbesondere von einem Drucksensor, der Gasdruck erfasst. Abhängig davon, wo der Drucksensor angeord net ist, erfasst dieser entweder den Quellengasdruck (vor Passage der Druckregu lierungsvorrichtung) oder den Druckwellenerzeugungsdruck (nach Passage der Druckregulierungsvorrichtung) oder es werden mit zwei Sensoren beide Drücke ge messen. Je nach Anordnung des mindestens einen Drucksensors wird folglich der Quellengasdruck P sj oder der Druckwellenerzeugungsdruck PDJ erfasst. Die Druck regulierungsvorrichtung wird je nach erfasstem Quellengasdruck P sj des Quellen gases bzw. des Druckwellenerzeugungsdrucks PDJ angesteuert. Hierdurch wird folglich erreicht, dass das Handstück einerseits stets mit einem konstanten Druck wellenerzeugungsdruck PDJ versorgt wird, so dass gleichmäßige Druckwellen an einem Ende des Handstückes zu Übertragung in den menschlichen oder tierischen Körper erzeugt werden können, andererseits der oder die Kompressoren nicht stets unter Volllasst sondern nur in einem Bereich, d.h. auf dem diskretenLeistungsniveau Li konstant arbeiten, in den der benötigte Druckwellenerzeugungsdruck PDJ fällt.

Bevorzugt umfasst das Verfahren ferner die Schritte:

Schließen eines Entlüftungsventils, und/oder

ein zumindest teilweises Öffnen oder ein zumindest teilweises Schließen ei ner Druckregulierungsvorrichtung bzw. ein Regeln der Druckregulierungsvor richtung zum Durchleiten des Quellengases von einem Kompressor zu einem Handstück. Bei einem Schritt wird das Entlüftungsventil geschlossen, um zu vermeiden, dass ein, insbesondere in dem mindestens einen Kompressor, erzeugtes Quellengas, welches zur Erzeugung der Druckwelle vorgesehen ist, also der Quellengasdruck P sj mit i>1 , aus dem Druckwellengerät entweicht. Ferner kann die Druckregulie rungsvorrichtung wenigstens teilweise geöffnet oder teilweise geschlossen werden, so dass ein erzeugtes Quellengas , nach einer Druckminderung oder einer Drucker höhung, und damit ein Druckwellenerzeugungsdruck P D J , zu dem Handstück strö men kann.

Bevorzugt wird nach einem Erfassen des tatsächlich erzeugten Druckwellenerzeu gungsdrucks geprüft, ob der erfasste Druckwellenerzeugungsdruck einem ge wünschten bzw. vorbestimmten Druckwellenerzeugungsdruck entspricht und in Abhängigkeit einer Differenz zwischen erfasstem Druckwellenerzeugungsdruck und gewünschtem Druckwellenerzeugungsdruck a) wird der Zustand der Druckregulierungsvorrichtung unverändert beibehalten, sofern die Differenz etwa Null ist; b) wird die Druckregulierungsvorrichtung zumindest teilweise geöffnet bzw. wird der Quellengasdruck P sj reduziert, sofern die Differenz positiv ist, d.h. der erfasste Druckwellenerzeugungsdruck über dem gewünschten Druckwellen erzeugungsdruck liegt, und c) wird die Druckregulierungsvorrichtung zumindest teilweise geschlossen bzw. wird der Quellengasdruck P sj erhöht, sofern die Differenz negativ ist, d.h. der erfasste Druckwellenerzeugungsdruck unter dem gewünschten Druckwellen erzeugungsdruck liegt.

Vorliegend wird der Quellengasdruck P sj erhöht oder erniedrigt oder beibehalten, je nachdem was eine Auswertung der Differenz zwischen dem erfassten Druck wellenerzeugungsdruck und dem gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck ergibt. Der erfasste Druckwellenerzeugungsdruck P D J resultiert aus dem an dem mindestens einen Kompressor erzeugten Quellengasdruck P sj. Jeder Druckwel lenerzeugungsdruck PDJ ist dabei einem Leistungsniveau U, also einem konstan ten Drehzahlberich des oder der Kompressoren, zugeordnet.

Wird bei einem Erfassen des Druckwellenerzeugungsdrucks PDJ festgestellt, dass dieser über einem gewünschten, d.h. einem vorgegebenen Druckwellenerzeu gungsdruck PDJ liegt, so wird die Druckregulierungsvorrichtung zumindest teil weise geöffnet oder weiter geöffnet, um Quellengas abzulassen, wodurch der Druckwellenerzeugungsdruck PDJ reduziert wird. Wird ein Druckwellenerzeu gungsdruck PDJ unterhalb des gewünschten Druckwellenerzeugungsdrucks PDJ erfasst, so wird die Druckregulierungsvorrichtung zumindest teilweise geschlossen oder weiter geschlossen, um einen höheren Druckwellenerzeugungsdruck PDJ ZU erzeugen. Wird hingegen ein Druckwellenerzeugungsdruck PDJ im Wesentlichen gleich dem gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck PDJ erfasst, so wird der Zustand der Druckregulierungsvorrichtung unverändert beibehalten.

Durch Öffnen oder Schließen der Druckregulierungsvorrichtung, insbesondere des Proportionalventils, allein kann folglich der gewünschte Druckwellenerzeugungs drucks PDJ, eingestellt werden, wobei ein Öffnen oder Schließen der Druckregulie rungsvorrichtung nicht voraussetzt, dass der von dem mindestens einen Kompres sor erzeugte Quellengasdruck P sj geändert werden muss. Der Quellengasdruck Ps j kann bei Bedarf jedoch geändert werden, insbesondere durch Einstellen des mindestens einen Kompressors auf einen anderen Leistungslevel. Der„Bedarf“ ergibt sich dann, wenn die Differenz so groß ist, dass der gewünschte Druckwel lenerzeugungsdruck PDJ nur erreicht werden kann, wenn eine andere (höhere o- der niedrigere) Stufe des Quellengasdrucks P sj eingestellt wird. Gleiches gilt sinngemäß bei Änderungen der Flussraten.

Vorliegend ist unter dem Begriff "im Wesentlichen gleich" bzw. unter dem Begriff eine "Differenz etwa Null "ein Druckwellenerzeugungsdruck PDJ ZU verstehen, wel cher höchstens um ± 0 bis 0,5 bar von dem vorgegebenen Druckwellenerzeu- gungsdruck PDJ, also dem vorgegebenen Sollwert des Druckwellenerzeugungs drucks PDJ, abweicht. In der Steuerung kann beispielsweise zu einem Quellengas druck Ps j ein Bereich an einstellbaren Druckwellenerzeugungsdrücken PDJ , insbe sondere in Abhängigkeit einer Frequenz, hinterlegt sein. Hierdurch wird in einfa cher Weise ein Stufenmodell für den zu erzeugenden Quellengasdruck P sj reali siert.

Ein "Öffnen" oder "Schließen" der Druckregulierungsvorrichtung ist vorliegend nur beispielhaft erläutert. Es ist denkbar, dass die Druckregulierungsvorrichtung ge rade in umgekehrter Richtung arbeitet, so dass ein Öffnen oder Schließen der Druckregulierungsvorrichtung gerade das Gegenteil, wie hierin beschrieben, be wirkt. Unter„Öffnen7“Schließen“ fallen auch andere Regelungen zur Einstellung eines Drucks.

Bevorzugt wird das mindestens eine Leistungsniveau stufenweise erhöht oder er niedrigt, wenn für den auf einer bestimmten Leistungsstufe LM maximalen Quel lengasdruck P s _(i-i) ^ PDJ gilt oder für den erforderlichen bzw. benötigten Druckwel lenerzeugungsdruck PDJ ^ Ps_ö-i) gilt, wobei für ein Erhöhen oder ein Erniedrigen des Leistungsniveaus die Anpassung der Kompressordrehzahl(en) und/oder die Hinzunahme weiterer Kompressoren oder das Abschalten einzelner Kompresso ren erfolgt. Es ist denkbar, eine Zuordnung eines Bereiches an möglichen Druck wellenerzeugungsdrücken PD bei einer bestimmten Flussrate bzw. Frequenz f o- der für einen bestimmten Frequenzbereich in einer Steuerung zu hinterlegen, um das Leistungsniveau L zu definieren. Ferner kann in der Steuerung eine einzustel lende Spannung U hinterlegt sein, mit welcher der mindestens eine Kompressor betrieben werden muss, um den erwünschten Quellengasdruck P s bei einem ein gestellten Leistungsniveau zu erreichen, um den gewünschten Druckwellenerzeu gungsdruck PD bei gewünschter Frequenz zu erreichen. Insbesondere läßt sich für ein durch den Anwender ausgewähltes Paar aus Druckwellenerzeugungsdruck und Frequenz eine Spannung am Kompressor auswählen. Beispielsweise ist es vorstellbar, dass eine Kontrolleinrichtung anhand des gewünschten Druckwellen erzeugungsdrucks und der eingestellten Frequenz, die vom Anwender an einer Mensch-Maschinen-Schnittstelle eingegeben werden, automatisch die Spannung am Kompressor einstellt, die einen Leistungsbereich veranlasst, der wiederum den gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck umfasst. Dadurch ist es in vorteilhafter Weise möglich, einen Betriebszustand für den Kompressor auszuwählen, der be sonders vorteilhaft ist für einen geringen Verschleiß und eine geringe Geräuschku lisse, da der oder die Kompressoren bei fester Spannung stets mit konstanter Drehzahl innerhalb einer Leistungsstufe L betrieben werden. Insbesondere ist es auch vorstellbar, dass der Kompressor für die diskret ansteuerbaren Spannungen entsprechend optimiert bzw. ausgelegt wird, um einen vergleichsweise leisen Be trieb und eine hohe Lebensdauer sicherzustellen.

Weiter bevorzugt ist die Einstellung des vorgegebenen Druckwellenerzeugungs drucks bei dem vorgeschlagenen Verfahren, insbesondere während einer Behand lung, veränderbar. Wird beispielsweise während einer Behandlung der vorgege bene Druckwellenerzeugungsdruck verändert, so wird die Druckregulierungsvor richtung bei Überschreiten oder Unterschreiten eines dem geänderten Druck an gepassten Druckwellenerzeugungsdrucks weiter geöffnet bzw. weiter geschlos sen. Die Druckregulierungsvorrichtung wird also in Abhängigkeit von dem erfass ten Druck des Quellengases dann angesteuert, wenn der erfasste Druckwellener zeugungsdruck nicht mehr mit dem vorgegebenen oder dem geänderten vorgege benen Druckwellenerzeugungsdruck übereinstimmt, insbesondere nicht mehr im Rahmen vordefinierter Fehlerschranken des Druckwellenerzeugungsdrucks, über einstimmt.

Weiter bevorzugt erfolgt ein Öffnen und/oder Schließen der Druckregulierungsvor richtung auch in Abhängigkeit einer Frequenz, mit welcher das Druckwellengerät betrieben wird. Abhängig von der Flussrate, d.h. wie oft innerhalb einer Zeiteinheit das Schlagteil des Druckwellengeräts bei vorgegebenen Druckwellenerzeugungs druck beschleunigt wird, wird mehr oder weniger Luft verbraucht, die durch die Druckregulierungsvorrichtung geregelt wird. Erst wenn die Druckregulierungsvor richtung bei vorgegebenem Druckwellenerzeugungsdruck eine benötigte Flussrate bzw. Frequenz nicht mehr erreicht bzw. diese auch bei einer niedrigeren Leis tungsstufe erreicht werden kann, wird der oder die Kompressoren auf eine höhere oder niedrigere Leistungsstufe gesteuert.

Weiter bevorzugt ist in einer Steuerung zu einem Bereich von Druckwellenerzeu gungsdrücken P D J und einem Bereich an Frequenzen f, ein bestimmtes Leistungs niveau ü hinterlegt, dem eine feste Spannung zugeordnet ist, die eine bestimmte Drehzahl am Kompressor bzw. an den Kompressoren auslöst oder sukzessive Kompressoren zu- oder abschaltet, um ein Verfahren, wie hierin beschrieben, durchzuführen. Die Steuerung kann ferner dazu ausgebildet sein, die verschiede nen Ventile, insbesondere unter anderem das Entlüftungsventil, anzusteuern. In der Steuerung sind bevorzugt auch diskrete Werte des Quellengasdrucks P sj hin terlegt, welche zu einem vorgegebenen Druckwellenerzeugungsdruck P D J eine Spannung und/oder eine Frequenz zum Ansteuern der Kompressoren, und/oder eine Frequenz, beispielsweise bei welcher die Ventile in dem Handstück schalten oder der mindestens eine Kompressor betrieben werden soll, vorgegeben.

Weiter bevorzugt weist der mindestens eine Kompressor des Druckwellengerätes zum Ausführen des Verfahrens eine Mehrzahl an einstellbaren, stufenweisen Leis tungsniveaus auf, mit welchem der mindestens eine Kompressor betrieben wer den kann, um einen Quellengasdruck P sj zu erzeugen. Das jeweilige Leistungsni veau läßt sich insbesondere durch die Festlegung einer Spannung einstellen, die dem gewünschten Druckwellenerzeugungsddruck und der eingestellten Frequenz zugeordnet ist. Es ist denkbar, dass der mindestens eine Kompressor bei ver schiedenen Leistungsniveaus verschiedene Quellengasdrücke erzeugt, wie bei spielsweise bei sechs verschiedenen Leistungsniveaus einen Quellengasdruck Ps j von 2 bar, 5 bar, 8 bar oder 10 bar. Mittels der Druckregulierungsvorrichtung kann dann ein Druckwellenerzeugungsdruck PDJ von 0-2 bar, 2-5 bar, 5-8 bar o- der 8-10 bar bei bestimmten Frequenzen erzeugt werden. Eine Zuordnung der verschiedenen Leistungsniveaus, mit den maximal möglichen Quellengasdrücken P sj , zu dem entsprechenden gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck PDJ bei bestimmtzer Frequenz ist beispielhaft nachfolgender Tabelle zu entnehmen, wel che insbesondere eine Minderung des Quellengasdruckes auf den gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck wiedergibt:

Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Es versteht sich, dass einzelne in den jeweiligen Figuren gezeigte Ausführungsformen Merkmale aufweisen können, die auch in anderen Ausführungsformen zum Einsatz gelangen können, auch wenn dies nicht explizit genannt ist, und sofern dies nicht aufgrund technischer Gegeben heiten oder explizit ausgeschlossen wurde. Es zeigen:

Figur 1 ein Druckwellengerät gemäß der vorliegenden Erfindung,

Figur 2 ein Schaltbild des Druckwellengeräts gemäß Figur 1 ,

Figur 3 eine Alternative eines Schaltbildes des Druckwellengeräts gemäß Fi gur 1 ,

Figur 4 ein Ablaufschema eines vorgeschlagenen Verfahrens zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers mit Druckwellen, und

Figur 5 eine Visualisierung des hierin vorgeschlagenen Stufenmodells, welches ei nen Zusammenhang zwischen einem Druckwellenerzeugungsdruck P D J und einer Frequenz, mit welcher der mindestens eine Kompressor betrie ben wird, wiedergibt. Figur 1 zeigt ein Druckwellengerät 10 zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers (nicht dargestellt) mit einem pneumatischen Antrieb 14 zur Er zeugung einer Druckwelle 16 zur Einkopplung in den menschlichen oder tierischen Körper. Das Druckwellengerät 10, insbesondere der pneumatische Antrieb 14, weist mindestens einen Kompressor 18 zur Erzeugung von Quellengas bei einem Quellengasdruck P sj auf, wobei der Kompressor 18 einen Kompressormotor 20 umfasst. Es ist denkbar, dass statt einem Kompressor 18 mehrere Kompressoren 34, 36 (Fig. 2) von dem Druckwellengerät 10 umfasst sind. Ferner weist das Druckwellengerät 10 ein Flandstück 12 auf, in welches das Quellengas über eine Verbindungsleitung 22 in einen Einlass 24 des Flandstücks 12 einleitbar ist. Über das Flandstück 12 ist die Druckwelle 16 in den menschlichen oder tierischen Kör per einkoppelbar. Das Flandstück 12 weist ein länglich ausgebildetes Führungs rohr 26 auf, in und entlang welchem ein Projektil 28 durch das Quellengas bis zu einem Prallkörper 30 beschleunigt werden kann. Der Prallkörper 30 dient als ein Übertragungselement zum Übertragen der Druckwelle 16 von dem Flandstück 12 in den menschlichen oder tierischen Körper. Die Druckwelle 16 wird durch die be schleunigte Bewegung des Projektils 28 in dem Führungsrohr 26 erzeugt. Das Führungsrohr 26 dient folglich als Beschleunigungsstrecke für das Projektil 28. Die mittels des Druckwellengerätes 10 erzeugten Druckwellen 16 können bis zu 50 mm, in den menschlichen oder tierischen Körper eindringen.

In Figur 1 ist in Zusammenschau mit den Figuren 2 und 3 erkennbar, dass vor bzw. an dem Einlass 24 des Flandstücks 12 oder wahlweise am Antrieb 14 eine Druckregulierungsvorrichtung 32 zum Anpassen des Quellengasdrucks P sj , insbe sondere zum Bereitstellen eines im Wesentlichen konstanten Druckwellenerzeu gungsdrucks PDJ, in dem Flandstück 12 angeordnet ist. Mittels eines Reglers 19 ist der am Eingang vorbestimmte Druckwellenerzeugungsdruck bzw. der ge wünschte Druckwellenerzeugungsdruck und mittels einer Aktivierungstaste 21 ist die Frequenz des Einleitens von Quellengas, das das Projektil beschleunigt, ein stellbar. Mittels des Kompressors bzw. einem Kompressorsystem wird ein be- stimmtes Leistungsniveau U angesteuert, wwodurch ein erster Bereich von Druck wellenerzeugungsdrücken PDJ durch den Regler 19 und ein erster Bereich von Frequenzen f, durch die Aktivierungstaste 21 am Handstück 12 eingestellt werden kann. Hierbei bezeichnet der Quellengasdruck P sj einen Gasdruck, welcher von dem Kompressor 18 oder den mehreren Kompressoren 34, 36 erzeugt wird und vor einem Durchströmen der Druckregulierungsvorrichtung 32 vorherrscht. Ein Druckwellenerzeugungsdruck PDJ resultiert hingegen aus dem Quellengasdruck P sj nach einem Durchströmen durch die Druckregulierungsvorrichtung 32.

Die Figuren 2 und 3 zeigen jeweils eine Alternative eines Schaltbildes des Druck wellengeräts 10 gemäß Figur 1. Gemäß Figur 2 umfasst der pneumatische Antrieb 14 des Druckwellengeräts 10 statt eines Kompressors 18 mit einem Kompres sormotor 20 zwei Kompressoren 34, 36. Jeder Kompressor 34, 36 ist mit einem Kompressormotor 38, 40 verbunden, welcher den jeweiligen Kompressor 34, 36 antreibt. Die Kompressoren 34, 36 dienen folglich zum Komprimieren des Quellen gases, wobei das Quellengas nach seiner Komprimierung eine Kühlzone durch läuft, in welcher eine Kühlvorrichtung 42, insbesondere eine Kühlspule 42' ange ordnet ist. In der Kühlvorrichtung 42, insbesondere in der Kühlspule 42', wird das komprimierte Quellengas abgekühlt, bevor es über die Verbindungsleitung 22 in das Handstück 12 geleitet wird.

Zwischen der Kühlvorrichtung 42 und dem Einlass 24 des Handstückes 12 ist fer ner ein Überdruckventil 44 zum Ableiten eines Überdrucks des Quellengases an geordnet. Das Überdruckventil 44 ist dazu ausgebildet, einen Druck, welcher ei nen vorgegebenen Druck, insbesondere einen maximalen Quellengasdruck P sj , übersteigt, automatisch aus der Verbindungsleitung 22 oder noch bevor das Quel lengas in die Verbindungsleitung 22 gelangt, abzulassen. Hierdurch kann vermie den werden, dass ein Überdruck in dem Handstück 12 entsteht. Das Überdruck ventil 44 ist beispielsweise dazu ausgebildet, einen Druck größer als z.B. 5 oder 10 bar, insbesondere aus der Verbindungsleitung 22, automatisch abzulassen. Selbstverständlich ist es denkbar, das Überdruckventil 44 auf eine andere Schalt- schwelle des Gasdruckes zu kalibrieren, bei der das Überdruckventil 44 ggf. Gas druck abläßt. Bevorzugt ist das Überdruckventil dazu ausgebildet, einen Gasdruck bis zu 25 bar Stand zu halten.

Besonders bevorzugt ist in der Verbindungsleitung 22 eine Kühlfalle 46 zum Auf fangen von kondensiertem Quellengas, also des Kondensats, angeordnet. Es ist denkbar, dass das Überdruckventil 44 zwischen Kühlvorrichtung 42 und Kühlfalle 46 angeordnet ist. Die Kühlfalle 46 kann ferner mit einem Ablass- oder Entlüf tungsventil 48, wie einem Magnetventil, verbunden sein. Durch das Entlüftungs ventil 48 kann insbesondere nach jedem Gebrauch des Druckwellengeräts 10 das Druckwellengerät 10 vom Kondensat befreit und entlüftet werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass kein restliches Kondensat und Quellengas in dem Druckwel lengerät 10 nach einer Behandlung verbleibt. Ferner ist erfindungsgemäß an oder vor dem Einlass 24 des Handstücks 12 eine Druckregulierungsvorrichtung 32, ins besondere ein Druckregler, angeordnet, welche den Quellengasdruck P sj in der Verbindungsleitung 22 auf einen vorgegebenen, d.h. gewünschten, Druckwert, d.h. einem Druckwellenerzeugungsdruck PDJ, einstellt, d.h. regelt. Es ist ferner denkbar, dass die Druckregulierungsvorrichtung 32 in dem pneumatischen Antrieb 14 angeordnet ist und der Gasdruck reguliert wird, bevor dieser in die Verbin dungsleitung 22 strömt.

Zur Überprüfung des über die Druckregulierungsvorrichtung 32 eingestellten Druckwellenerzeugungsdrucks PDJ ist ferner ein Drucksensor 50, beispielsweise in der Verbindungsleitung 22 oder an einer anderen geeigneten Position, angeord net. Der Drucksensor 50 ist dazu ausgebildet, den Druckwellenerzeugungsdruck PDJ, welcher nach Passieren der Druckregulierungsvorrichtung 32 in der Verbin dungsleitung 22 strömt, zu erfassen und einem Nutzer, z.B. an einer Anzeige, an zuzeigen.

Die Figuren 2 und 3 unterscheiden sich allein in der Ausgestaltung der Druckregu lierungsvorrichtung 32. Gemäß Figur 2 ist die Druckregulierungsvorrichtung 32 als ein Ventil, insbesondere als ein Magnetventil ausgebildet, welches einem Druck von beispielsweise bis zu 7 bar, bevorzugt bis zu 10 bar, standhalten kann. Ge mäß Figur 3 ist die Druckregulierungsvorrichtung 32 als ein Druckminderer ausge bildet, welcher beispielsweise einem Druck von bis zu 7 bar, bevorzugt bis zu 10 bar, standhalten kann. Ein Druckminderer ist im Wesentlichen ein beliebiges Druckminderungsventil, welches zum Einbau in ein Schlauch- oder Leitungssys tem ausgebildet ist, das trotz unterschiedlicher Drücke auf der Eingangsseite (Ein gangsdruck, vorliegend der Quellengasdruck P sj ) dafür sorgt, dass auf der Aus gangsseite ein bestimmter Ausgangsdruck (vorliegend der Druckwellenerzeu gungsdruck PDJ) nicht überschritten wird. Insbesondere unterscheidet sich ein Ab lassventil von einem Druckminderer dahingehend, dass dessen Aufgabe darin be steht einen Überdruck abzubauen. Dies geschieht beispielsweise, indem ein Ventil geöffnet wird und Gas oder Flüssigkeit z. B. in die Umgebung abgelassen wird. Dabei kann das Ventil aktiv gesteuert werden oder aber als selbstständige Einheit mittels eines Federmechanismus bei einem einzustellenden Druck selbstständig öffnen. Beim Druckminderer wird hingegen kein Medium entlassen. Durch den Fe dermechanismus im Druckminderer wird gerade immer so viel Öffnungsquer schnitt freigegeben, dass sich hinter dem Druckminderer ein vorab einstellbarer Druck einstellt.

Figur 4 zeigt ein Ablaufschema eines bevorzugten Verfahrens zur Behandlung ei nes menschlichen oder tierischen Körpers mit Druckwellen 16 mit einem Druck wellengerät 10 wie hierin beschrieben. Das Verfahren umfasst die Schritte:

Einschalten des mindestens einen Kompressors 18, 34, 36 zur Erzeugung von Quellengas,

Durchleiten des Quellengases von dem mindestens einen Kompressor 18,

34, 36 zu dem Handstück 12, wobei

der mindestens eine Kompressor 18, 34, 36 in einem Betriebszustand betrie ben wird, der bei einem ersten Leistungsniveau einen ersten Quellengas druck innerhalb eines Quellengasdruckbereich erzeugt,

ein gewünschter Druckwellenerzeugungsdruck PDJ durch Anpassung des ersten Quellengasdrucks erzeugt wird, indem eine Druckregulierungsvorrich tung 32 entsprechend geöffnet bzw. geschlossen wird. Bei dem hierin vorgeschlagenen Verfahren können ferner, wie in Figur 4 in einem ersten Schritt S1 dargestellt, zunächst Eingaben zum anzusteuernden Leistungs niveau gemacht werden, d.h. es wird ein maximal gewünschter Druckwellenerzeu gungsdruck und eine maximal gewünschte Frequenz eingegeben oder diese sind bereits zu dem entsprechenden Leistungsniveau im Druckwellengerät 10 hinter legt. Insbesondere läßt sich für einen anzusteuernden Druckwellenerzeugungs druckbereich bei einer bestimmten Frequenz (vorgegeben durch den Anwender) eine bestimmte Spannung, insbesondere eine von mehreren diskret auswählbaren Spannungen, für den Kompressor einstellen. Durch die Auswahl läßt sich insbe sondere ein verschleißarmer und geräuscharmer Betriebszustand für den Kom pressor auswählen. Nach Eingabe dieser Informationen kann in einem zweiten Schritt S2 das Verfahren als solches gestartet werden.

In einem dritten Schritt S3 wird zunächst die Druckregulierungsvorrichtung 32 ge öffnet, so dass der erzeugte Quellengasdruck P sj aus dem oder den Kompresso ren 34, 36 ungehindert durch die Verbindungsleitung 22 leitbar ist. In einem vier ten Schritt S4 wird zeitgleich oder anschließend das Entlüftungsventil 48, welches in einem geöffneten Zustand zum Entlüften der Kühlfalle 46 dient, geschlossen. In einem fünften Schritt S5 kann anschließend der mindestens eine Kompressor 18, 34, 36 mit der vorgegebenen Spannung U angesteuert werden. Die vorgegebene Spannung kann in einer Steuerung hinterlegt sein. Die für einen verschleißarmen und/oder geräuscharmen Betrieb optimale Spannung U ist bevorzugt in Bezug auf eine vorgegebene diskrete Leistungsstufe U hinterlegt. Nach Einschalten des min destens einen Kompressors 18, 34, 36 strömt folglich der erzeugte Quellengas druck über die Verbindungsleitung 22 zu dem Einlass 24 des Handstücks 12.

Beim Durchströmen der Verbindungsleitung wird das Quellengas durch die Druck regulierungsvorrichtung 32 von einem Quellengasdruck P sj auf den gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck P D J eingeregelt. Beispielsweise kann ein Quellen gasdruck P s _i von 2 bar, welcher insbesondere einem ersten Leistungsniveau Li des mindestens einen Kompressors 18, 34, 36 zugeordnet ist, einem ersten Be reich 1 an Druckwellenerzeugungsdrücken PDJ und einem ersten Bereich an Fre quenzen fi zugeordnet sein. Hierbei ist es nun denkbar, dass die Druckregulie rungsvorrichtung 32 eine Minderung durchführt, um einen Druckwellenerzeu gungsdruck PDJ in einem Bereich zwischen 1 bar < PDJ ^ 2 bar zu erreichen. Es ist ferner denkbar, dass neben einem ersten Bereich 1 noch ein zweiter und ein dritter Bereich 2, 3 vorgesehen sind, um zu einem zweiten oder dritten maximalen Quellengasdruck P sj einen gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck PDJ bei gewünschter Frequenz f einzustellen. Die Anzahl an Bereichen zum Einstellen des Druckwellenerzeugungsdrucks PDJ ist vorliegend nicht auf drei Bereiche 1 , 2, 3 beschränkt. Vielmehr können mehr oder weniger Bereiche vorgesehen sein. Die Anzahl der Bereiche ist insbesondere abhängig von der Anzahl an einstellbaren Leistungsniveaus des mindestens einen Kompressors.

Mittels eines Drucksensors 50, welcher beispielsweise vor oder an dem Einlass 24 angeordnet ist, wird der aktuelle Druckwellenerzeugungsdruck PDJ nach einem Passieren der Druckregulierungsvorrichtung 32 in der Verbindungsleitung 22 er fasst. Wird in einem siebten Schritt S7 durch Bildung einer Differenz zwischen er fasstem Druckwellenerzeugungsdruck PDJ und gewünschtem Druckwellenerzeu gungsdruck PDJ bestimmt, dass der erfasste Druckwellenerzeugungsdruck PDJ ei nem gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck PDJ entspricht, so bleiben die Einstellungen an der Druckregulierungsvorrichtung 32 unverändert und der Druck wellenerzeugungsdruck PDJ wird gemäß dem sechsten Schritt S6 in einem zeitli chen Abstand weiter erfasst. Wird in dem siebten Schritt S7 hingegen festgestellt, dass der gemessene Druckwellenerzeugungsdruck PDJ, insbesondere in der Ver bindungsleitung 22, den vorgegebenen Druckwellenerzeugungsdruck PDJ über schreitet, d.h. zu hoch ist, so wird in einem achten Schritt S8 die Druckregulie rungsvorrichtung 32 soweit geöffnet, dass ein erhöhter Druckwellenerzeugungs druck PDJ, insbesondere aus der Verbindungsleitung 22, entweichen kann (Ein Öffnen der Druckregulierungsvorrichtung 32 ist durch Schritt S8' wiedergegeben). Hierdurch kann vermieden werden, dass ein erhöhter Gasdruck, nämlich ein er höhter Druckwellenerzeugungsdruck PDJ , in das Handstück 12 eindringt und für die Behandlung unerwünscht ist.

Ferner wird gemäß dem sechsten Schritt S6 mittels des Drucksensors 50 der Druckwellenerzeugungsdruck PDJ in der Verbindungsleitung 22 erfasst. Wird in dem siebten Differenzbildungs-Schritt S7 festgestellt, dass der gewünschte Druck wellenerzeugungsdruck unterhalb des erfassten Druckwellenerzeugungsdruck PDJ , liegt, d.h. der vorbestimmte Druckwellenerzeugungsdruck PDJ ZU gering ist, so wird die Druckregulierungsvorrichtung 32 zumindest teilweise geschlossen (Ein Schließen der Druckregulierungsvorrichtung 32 ist durch Schritt S 9' wiedergege ben). Hierdurch wird erreicht, dass weniger Gas abgeblasen wird, so dass sich ein erhöhter Druckwellenerzeugungsdruck PDJ in der Verbindungsleitung 22, insbe sondere am oder vor dem Einlass 24 des Handstücks 12 einstellt.

Durch die Schritte S7 bis S9 wird erreicht, dass eine Druckanpassung während ei ner Behandlung automatisch erfolgt. Hierdurch wird folglich sichergestellt, dass die Druckwelle 16 wie vorgegeben bei einem gewünschten Druckwellenerzeugungs druck PDJ erzeugt werden kann. Ferner wird wiederum gemäß dem sechsten Schritt S6 mittels des Drucksensors 50 der Gasdruck, d.h. der Druckwellenerzeu gungsdruck PDJ und/oder der Quellengasdruck P sj , in der Verbindungsleitung 22 erfasst.

Falls es für die Behandlung mit Druckwellen notwendig ist, bzw. falls sich der ge wünschte Druckwellenerzeugungsdruck PDJ nicht (mehr) durch das Öffnen/Schlie ßen in den Schritten S8‘, S9‘ einstellen läßt, kann in einem zehnten Schritt S10 das Leistungsniveau des oder der Kompressoren in eine andere Stufe„geschaltet“ werden, d.h. die Drehzahl mit welcher der oder die Kompressoren für die Erzeu gung von Druckwellen 16 betrieben werden, wird in eine höhere oder niedrigere Stufe geschaltet. Nach einer solchen Modifizierung gemäß Schritt S10 kann in ei nem elften Schritt S11 eine Anpassung des Druckwellenerzeugungsdrucks PDJ gemäß der fünften bis zehnten Schritte S5 bis S10 erneut erfolgen. Figur 5 zeigt beispielshaft ein Betriebszustandsdiagramm. Für jedes Paar aus vor gesehener Frequenz f und vorgesehenem Druckwellenerzeugungsdruck PD ist eine Spannung bzw. Betriebsspannung am Kompressor vorgesehen. Die Graphen in Figur 5 zeigen vorgegebene erste und zweite Schaltschwellen 52, 54 für die Leistungssniveaus 1 , 2 und 3, , mit welchen eine Behandlung des menschlichen o- der tierischen Körpers mit Druckwellen 16 durchgeführt werden soll. Die Bereiche 1 , 2, 3 zwischen den Schaltschwellen 52, 54 sind den an dem mindestens einen Kompressor 18, 34, 36 einstellbaren diskreten Drehzahlen, d.h. Leistungsniveaus Li ,2,3 zugeordnet. Wird beispielsweise ein zweites Leistungsniveau L2 eingestellt, welches einem Bereich 2 zugeordnet ist, so ist in der Steuerung hinterlegt, dass ein bestimmter zweiter Bereich an Druckwellenerzeugungsdrücken Pü_ B 2 bei einer bestimmten Frequenzen f2 mittels der Druckregulierungsvorrichtung 32 eingeregelt werden kann.. Dies bedeutet, dass die Druckregulierungsvorrichtung 32 entweder zumindest teilweise geöffnet, oder teilweise geschlossen wird oder unverändert verbleibt. Wird beispielsweise eine dritte Leistungsstufe L3 eingestellt, welche ei nem dritten Bereich 3 zugeordnet ist, so ist in der Steuerung hinterlegt, dass bei der bestimmten Frequenz f2 ein bestimmter dritter Bereich an Druckwellenerzeu- gungsdrück PD_B3 oberhalb einer zweiten Schaltschwelle 54 ansteuerbar ist, d.h. die Druckregulierungsvorrichtung 32 kann dann zumindest teilweise geöffnet oder geschlossen werden, um den gewünschten Druckwellenerzeugungsdruck PDJ in nerhalb dieses dritten Druckbereichs PD_B3 einzustellen.

Wird beispielsweise eine erste Leistungsstufe Li eingestellt, welcher einem ersten Bereich 1 zugeordnet ist, so ist in der Steuerung hinterlegt, dass bei der bestimm ten Frequenz f2 ein bestimmter erster Bereich von Druckwellenerzeugungsdrücken PD_BI ansteuerbar ist.

Mit anderen Worten: Je nach vorbestimmter Frequenz f j lassen sich für jedes Leis tungsniveau ü bestimmte Bereiche an regelbaren Druckwellenerzeugungsdrücken PD_B I einregeln und je nach vorbestimmtem Druckwellenerzeugungsdruck PDJ las sen sich für jedes Leistungsniveau ü bestimmte Bereiche an regelbaren Frequen zen f ßi einregeln .

In einer Steuerung (nicht gezeigt) sind zu einer vorgegebenen Schaltfrequenz f und einem vorgegebenen Druckwellenerzeugungsdruck PDJ entsprechende Span nungseinstellungen U für den oder die Kompressoren 18, 34, 36 hinterlegt. Ge mäß Figur 5 ergibt sich somit, dass bei einer festen Frequenz f der Druckwellener zeugungsdruck PDJ innerhalb der Schaltschwellen 52, 54 in einer Leistungsstufe verändert wird (man bewegt sich entlang einer Vertikalen) oder bei einem festen Druckwellenerzeugungsdruck PDJ die Frequenz f verändert werden kann (man be wegt sich entlang einer Horizontalen). Abhängig von der Frequenz f und/oder von dem Druckwellenerzeugungsdruck PDJ wird das Leistungsniveau L durch den Be trieb des oder der Kompressoren 18, 34, 36 angepasst. Selbstverständlich um fasst die vorgeschlagene Lösung auch eine Bewegung entlang des Graphen der Figur 5, welche sich aus einer horizontalen und vertikalen Bewegung zusammen setzt, d.h. eine Veränderung von Druckwellenerzeugungsdruck P ü und Frequenz f.

Es versteht sich, dass die wenigen Bereiche 1 , 2, 3 und die Schaltschwellen 52,

54 der Figur 5 rein beispielhaft sind. Es ist denkbar, dass wesentlich mehr Berei che und Schaltschwellen in der Steuerung hinterlegt sind, und somit ein Stufenmo dul mit einer Mehrzahl an fest einstellbaren Stufen, d.h an diskreten gestuften Leistungsniveaus L hinterlegt ist. Ferner versteht sich von selbst, dass das Druck wellengerät 10 eine Mehrzahl an Kompressoren 18 aufweisen kann, wobei jeder oder viele Kompressoren 18 einen eigenen Kompressormotor 20 aufweisen kann/können. Die Verwendung mehrerer Kompressoren 18 vermindert die Ge räuschkulisse.

Bezugszeichenliste:

10 Druckwellengerät

12 Handstück

14 pneumatischer Antrieb 16 Druckwelle

18 Kompressor

19 Regler

20 Kompressormotor

21 Aktivierungstaste

22 Verbindungsleitung

24 Einlass

26 Führungsrohr

28 Projektil

30 Prallkörper

32 Druckregulierungsvorrichtung

34 Kompressor

36 Kompressor

38 Kompressormotor

40 Kompressormotor

42 Kühlvorrichtung

42' Kühlspule

44 Überdruckventil

46 Kühlfalle

48 Entlüftungsventil

50 Drucksensor

52 erste Schaltschwelle

54 zweite Schaltschwelle

1 -3 Bereiche

PDJ Druckwellenerzeugungsdruck

P s_i Quellengasdruck

Li Lastbereich bzw. Leistungsniveau bzw. Leistungsstufe

F Frequenz

P Druck

U Spannung

S1 -S11 Schritte