Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SHOWER GEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/063032
Kind Code:
A1
Abstract:
Aqueous detergents in the form of a gel, containing: (A) 5-20 wt.% ionic water-soluble surfactants, (B) 5-15 wt.% non-ionic hydrophilic water-soluble surfactants, (C) 5-10 wt.% non-ionic, lipophilic, water-dispersible surfactants, (D) 0.5-2 wt.% solubilized water-insoluble oil constituents, whereby the total amount of surfactants (A+B+C) is 20-30 wt.% and the weight ratio between the oil constituents and the surfactants, i.e. (D):(A+B+C), ranges from 1:10 to 1:50. The inventive detergents exhibit strong structural viscosity and have a flow point of at least 5 Pa at 25 °C for a viscosity of at least 5 Pa.s (D=10s?-1¿). The rheological properties of said detergents make them particularly suitable for dosing from plastic bottles and pump dispensers, in addition to distribution on the skin.

Inventors:
BITTER INGRID
SCHOLZ WOLFHARD
Application Number:
PCT/EP1999/003494
Publication Date:
December 09, 1999
Filing Date:
May 21, 1999
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HENKEL KGAA (DE)
International Classes:
C11D1/83; C11D17/00; (IPC1-7): C11D1/83; A61K7/50; C11D17/00
Domestic Patent References:
WO1994016680A11994-08-04
Foreign References:
US5393450A1995-02-28
EP0217250A21987-04-08
DE3714455A11988-11-10
EP0681832A21995-11-15
GB2143841A1985-02-20
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 018, no. 400 (C - 1230) 26 July 1994 (1994-07-26)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Gelförrniges, wäßriges Reinigungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt von (A) 520 Gew.% ionischer, wasserlöslicher Tenside (B) 515 Gew.% nichtionischer, hydrophiler, wasserlöslicher Tenside (C) 510 Gew.% nichtionischer, lipophiler, wasserdispergierbarer Tenside (D) 0,52 Gew.% solubilisierter, wasserunlöslicher Ölkomponenten und durch einen Gesamtgehalt an Tensiden (A + B + C) von 2030 Gew.% und einem Gewichtsverhältnis von Ölen zu Tensiden (D) : (A + B + C) = l : 10 bis l : 50.
2. Gelformiges, wäßriges Reinigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens 60 Gew.% Wasser darin enthalten sind.
3. Gelförmiges, wäßriges Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche l oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als ionische Tenside Ethersulfatund EthercarboxylatNatrium salze im Gewichtsverhältnis l : 2 bis 2 : 1 enthalten sind.
4. Gelförmiges, wäßriges Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als hydrophile wasserlösliche Tenside Alkyl (oligo)glycoside und Monofettsäureester von Glycerinoxethylaten oder Oxethylaten von Glycerinmonofett säureestem im Gewichtsverhältnis l : 2 bis 2 : l enthalten sind.
5. Gelförmiges, wäßriges Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als weitere Komponenten Elektrolytsalze, kationische, haarkon ditionierende Polymere und antimikrobielle, konservierende Stoffe enthalten sind.
6. Gelförmiges, wäßriges Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es bei 25° C eine Viskosität von wenigstens 5 Pas bei einer Schergeschwindigkeit von 10 s'und eine Fließgrenze von wenigstens 5 Pa aufweist.
Description:
,, Duschgel" Die Erfindung betrifft ein gelförmiges Körperreinigungsmittel, das sich aus einer flexiblen Kunststoffflasche oder aus einem Pumpspender durch leichten Druck entnehmen läßt, aber im Ruhezustand auf der Handfläche nicht fließt und von der Körperoberfläche nicht abläuft.

Flüssige Körperreinigungsmittel auf Basis von stark schäumenden, synthetischen Tensiden und Tensidgemischen haben die stückformige Toilettenseife nicht nur wegen der höheren Beständigkeit gegenüber den Härtebildnem des Wassers, sondern auch wegen ihrer leichten Verteilbarkeit auf der Haut und wegen ihres neutralen oder schwach sauren pH- Wertes und der damit verbundenen besseren Hautverträglichkeit weitgehend verdrängt. Die Produkte werden in der Regel auf Basis anioscher Tenside oder von Gemischen aus anionischen und zwitterionischen Tensiden formuliert und durch Zusätze von lipophilen nichtionischen Tensiden, z. B. von Fettsäurealkanolamiden und von Elektrolytsalzen in der Viskosität so angehoben, daß sie nicht vorzeitig von der Hand oder von der Haut ablaufen, sondern sich leicht verteilen lassen. Durch Zusatz von Ölkomponenten und Duftstoffölen werden solche Systeme leicht in ihrer Struktur gestört, so daß die Viskosität absinkt und die Ölkomponenten zur Trübung und Separation führen.

Aus DE 37 14 455 Al ist z. B. ein gelförmiges Schaumbadkonzentrat bekannt, das aber einen sehr hohen Tensidgehalt von mehr als 45 Gew.-% aufweist. Aus US 4,668,422 ist ein flüssiges Körperreinigungsmittel bekarmt, das keine Aniontenside aufweist. Aus DE 35 34 733 A1 ist eine stark schäumende Tensidzubereitung bekannt, die einen hohen Gehalt an anionischen Tensiden und solubilisierten Ölkomponenten aufweist, aber bezüglich der rheologischen Eigenschaften noch nicht voll befriedigt.

Es bestand daher die Aufgabe, ein gelförmiges Körperreinigungsmittel vorzuschlagen, das sowohl einen deutlichen Anteil an stabil emulgierten oder solubilisierten Ölkomponenten als auch eine gelförmige Struktur aufweist, dabei sollte der Tensidgehalt und die Art der Tenside so gewählt werden, daß auch bei unverdünnter Anwendung auf der Haut oder Schleimhaut keine Reizung oder übermäßige Entfettung beobachtet wird.

Diese Aufgabe wurde gelöst durch ein gelfdrmiges, wäßriges Reinigungsmittel, das einen Gehalt von (A) 5-20 Gew.-% ionischer, wasserlöslicher Tenside (B) 5-15 Gew.-% nichtionischer hydrophiler, wasserlöslicher Tenside (C) 5-10 Gew.-% nichtionischer lipophiler, wasserdispergierbarer Tenside (D) 0,5-2 Gew.-% solubilisierter. wasserunlöslicher Ölkomponenten und einen Gesamtgehalt an Tensiden (A + B + C) von 20-30 Gew.-% sowie ein Gewichtsverhältnis von Ölkomponenten zu Tensiden (D) : (A + B + C) von 1 : 10 bis 1 : 50 aufweist.

Als gelförmig werden dabei solche wäßrigen Zubereitungen verstanden, die ein stark strukturviskoses Verhalten, eine Viskosität bei 25° C von wenigstens 5 Pas bei einer Schergeschwingkeit von lOs-'und eine Fließgrenze von wenigstens 5 Pa aufweisen. Solche Zubereitungen lassen sich zwar aus Pumpspendern, flexiblen Kunststoffbehältem oder Tuben durch leichten Druck auf die Behälterwand entnehmen, sind aber im Ruhezustand, d. h. ohne Einwirkung von Scherkräften, wenig fließfähig und laufen in kleinen Portionen von senkrechten Flächen nicht ab.

Unter dem Einfluß von Scherkräften nimmt die Viskosität jedoch stark ab, so daß sich solche Zubereitungen sehr gut mit der Hand auf der Körperoberfläche oder auf dem Haar verteilen lassen.

Als ionische wasserlösliche Tenside (A) eignen sich bevorzugt anionische, stark schäu- mende Tenside sowie zwitterionische Tenside (Betaintenside). Geeignete anionische Tenside sind vor allem Alkylsulfate in Form ihrer Alkanolammoniumsalze und Alkylethersulfat-Tenside. Eine weitere Gruppe sehr geeigneter anionischer Tenside ist die der Ethercarboxylate. Ganz allgemein lassen sich die bevorzugt geeigneten anionischen Tenside durch die allgemeine Formel I Rl-O-(CH2-CH2-O) x-A (-) M (+) (I) darstellen, in der R'eine Alkylgruppe mit 12-18 C-Atomen oder eine Gruppe R'COOCH2CH2-oder R-CONH-CH,-CH2-, x = 0 oder 1-4, A eine Gruppe-S03 oder -CH2-COO (-), M (+) ein Alkali-, Magnesium-, Ammonium-oder Alkanolammonium-Ion und R'eine Alkylgruppe mit 12-18 C-Atomen ist.

Besonders bevorzugt sind solche erfindungsgemäßen Reinigungsmittel, in denen als ionische Tenside Ethersulfat-und Ethercarboxylat-Natriumsalze im Gewichtsverhältnis 1 : 2 bis 2 : 1 enthalten sind.

Geeignete Ethersulfat-Tenside sind im Handel erhältlich, z. B. unter dem Warenzeichen Texapon@N. Geeignete Ethercarboxylat-Tenside sind ebenfalls im Handel, z. B. unter dem WarenzeichenAkypo@.

Nichtionische hydrophile, wasserlösliche Tenside (B) sind solche, die als lipophile Gruppe einen bevorzugt linearen Alkyl-oder Acylrest mit 8-22 C-Atomen und als hydrophile Gruppe einen Glycosidrest, einen Polyglycerinrest, einen Sorbitanrest oder einen Polyglycoletherrest oder mehrere dieser Reste enthalten, und deren HLB-Wert wenigstens bei 10 oder darüber liegt. Als HLB-Wert wird dabei ein Wert verstanden, der sich aus der Beziehung HLB = 0, 2 [100-L] ergibt, worin L der Gehalt an lipophilen Alkyl-oder Acylgruppen in Gew.-% des Gesamtmolekulargewichts bedeutet.

Geeignete hydrophile wasserlösliche Tenside sind z. B. Fettalkoholpolyglycolether, z. B. auf Basis von C, 2-C, 6-Fettalkoholen mit (im Mittel) 10-30 Glycolethergruppen, Alkyl- (oligo)-glycoside, z. B. auf Basis von C8-C, 4-Alkylgruppen mit (im Mittel) 1-4 Glycosidresten, Ethylenoxidanlagerungsprodukte an Sorbitanfettsäuremonoester oder Fettsäuremonoester von Glycerinoxethylaten.

Als nichtionische lipophile, wasserdispergierbare Tenside (C) werden erfindungsgemäß solche Tenside verstanden, die als lipophile Gruppe eine Alkyl-oder Acylgruppe mit 8- 22 C-Atomen und als hydrophile Gruppe einen Glycerylrest, einen Sorbitanrest oder einen Rest der Formel-O (C, X-H oder-NH (C2H2nO) X-H oder-N (C2H2nOH) 2, worin n = 2 oder 3 ist und x einen Mittelwert von l-3 hat.

Bevorzugte lipophile Tenside sind Anlagerungsprodukte von l-3 Mol Ethylenoxid an C, 0-C, 8-Fettalkoholez bevorzugt an C, 2-C, 6-Fettalkohole, deren Anteil an Homologen mit 1 bis 3 angelagerten Oxyethylgruppen wenigstens 70 Gew.-% des Homologengemisches ist.

Solche Produkte sind im Handel erhältlich, z. B. ArlyponF (Henkel KGaA). Weitere bevorzugt geeignete lipophile Tenside sind Fettsäurealkanolamide. Kokosfettsäuremono- ethanolamid ist z. B. im Handel als Comperlan LS (Henkel KGaA) erhältlich.

Die erfindungsgemäß geeigneten lipophilen nichtionischen Tenside sind in Wasser zu weniger als 1 Gew.-% löslich, d. h. bei 20° C stellen die 1 % igen wäßrigen Zubereitungen trübe Dispersionen dar. Ihre Löslichkeit steigt aber in Gegenwart wasserlöslicher Tenside stark an. Ihr HLB-Wert liegt-nach der oben angegebenen Beziehung-unterhalb von 10, bevorzugt unterhalb von 5.

Als wasserunlösliche Ölkomponenten (D), die in den erfindungsgemäßen, gelformigen Reinigungsmitteln bevorzugt klar solubilisiert vorliegen, können sowohl Duftstoffkomponenten bzw. ätherische Öle als auch schwerflüchtige, hautweichmachende Ölkomponenten, Fette oder Wachse oder Gemische solcher Komponenten enthalten sein.

Bevorzugt sind kosmetische Öle, die bei + 20° C noch flüssig sind, besonders gut für die erfindungsgemäßen gelförmigen Reinigungsmittel geeignet.

Besonders bevorzugte Ölkomponenten sind z. B. Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, 2-Hexyldecanol, 2-Octyl-dodecanol, Oleylalkohol, Kohlenwasserstoffe wie z. B. 1,3-Diisooctylcyclohexan oder Paraffinöle und deren Gemische mit Duftstoffölen bzw. ätherischen Ölen.

Bevorzugt wird der Gehalt an Tensiden möglichst niedrig gehalten, so daß in den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln bevorzugt wenigstens 60 Gew.-% Wasser enthalten ist.

Bevorzugt sind als nichtionische hydrophile, wasserlösliche Tenside (B) Alkyl- (oligo)- glucoside (B 1) und Monofettsäureester von Glycerinoxethylaten oder Oxethylate von <BR> <BR> <BR> <BR> Glycerinmonofettsäureestern (B2) im Gewichtsverhältnis B 1 : B2 = 1 : 2 bis 2 : I enthalten.

Schließlich können die erfindungsgemäßen gelformigen Reinigungsmittel die für solche Zubereitungen üblichen Hilfs-und Zusatzmittel in den üblichen Mengen, bevorzugt in einer Gesamtmenge bis höchstens 5 Gew.-%, enthalten. Solche üblichen Hilfsmittel sind z. B. Konservierungsstoffe wie z. B. Natriumbenzoat, Salicylsäure, pH-Wert-Stellmittel wie z. B. Citronensäure oder Natriumcitrat, konditionierende Zusätze für Haarwaschmittel, z. B. kationische, wasserlösliche Polymere, Proteinderivate, Panthenol, Komplexbildner, Farbstoffe, Trübungs-oder Perlglanzmittel, Pflanzenauszüge, Antischuppenwirkstoffe, antimikrobielle oder desinfizierende Zusätze und Elektrolytsalze, z. B. Kochsalz zur Einstellung der Viskosität.

Die erfindungsgemäßen gelförmigen Reinigungsmittel eignen sich insbesondere als Duschgel oder Hautwaschgel zur Verpackung in Tuben und flexiblen Kunststoffbehältern, aus denen sie sich durch Druck auf die Wandung leicht dosieren lassen. Sie zeichnen sich durch eine gute Haut-und Schleimhautverträglichkeit, und ein besonders gutes und feinblasiges Schäumvermögen aus. Die Herstellung erfolgt bevorzugt, indem man die wasserunlöslichen Ölkomponenten mit dem lipophilen und dem hydrophilen nichtionischen Tensid vermischt und die Mischung gegebenenfalls bis zur Homogenität unter Rühren erwärmt und in die wäßrige Lösung der ionischen Tenside und der anderen wasserlöslichen Komponenten unter Rühren einarbeitet.

Die folgenden Beispiele sollen den Erfindungsgegenstand näher erläutern : Beispiele Es wurden folgende Duschgel-Formulierungen hergestellt : 1 2 Texapon N70 7 (5) 10 (7) Akyposoft KA 250 BVC 10 (5) 10 (5) Plantacare 1200 UP 8 (4) 8 (4) CetiolHE 6 6 Eumulgin HRE 455 0, 5 0, 2 ArlyponF 8 8 Isopropylmyristat 1 Parfümöl 1 ! Conditioner P7 0,66 (0,06) 0,8 (0,08) Natriumchlorid 1, 0 1,0 Citronensäure 0, 25 0, 25 Na-Benzoat 0, 4 0, 4 Salicylsäure 0, 2 0, 2 Wasser ad 100 ad 100 Viskosität (25° C) [Pa s] d = 10 s~'8, 8 16,7 Fließgrenze (25° C) [Pa] 6, 5 6, 5 Die Angaben beziehen sich auf Gew.-% telquel, bei wasserhaltigen Rohstoffen ist in Klammern der Anteil an Gew.-% Aktivsubstanz angegeben.

Die Viskosität wurde gemessen bei 25°C mit einem Haake-Viskosimeter RS 155 (Kegel- Platte-Meßsystem).

Es wurden die folgenden Rohstoffe (Handelsprodukte) eingesetzt : Texapon'N 70 (Henkel KGaA) : Fettalkohol-(Cl2/C, 4)-polyglycolether-(2EO)- sulfat, Na-Salz Akyposoft#KA 250 BVC (Chem Y) : Kokosfettsäureamid-polyglycolether-(6EO)- carboxylat, Na-Salz Plantacare'1200 UP (Henkel KGaA) : Alkyl-(Cl2/Cl4)-oligo-(1,4)-glucosid Cetiol@HE (Henkel KGaA) Glycerinpolyglycolether- (7, 4EO)-kokosfett- säure-(C8-C18)-monoester Eumulgin@HRE 455 (Henkel KGaA) : geh. Ricinusölpolyglycolether-(40EO), Lösung in Propylenglycol/H2O Arlypon F (Henkel KGaA) : Fettalkohol- (C, z/C, 4)-polyglycolether (2,5EO, narrow range) Conditioner P7 (Sigma) : Acrylamid-Dimethyldiallylammonium- chlorid-Copolymer Herstellung der Duschgel-Beispiele Isopropylmyristat, Parfümöl, Eumulgin HRE 455 und Cetiol HE wurden gemischt. Die übrigen Komponenten wurden der Reihe nach in Wasser gelöst. Schließlich wurde die Mischung der Ölkomponenten und die wasserfreien Tenside in die wäßrige Lösung eingearbeitet. Zuletzt wurde das Arlypon F zugesetzt und durch Na-Cl die Viskosität eingestellt.