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Patent Searching and Data


Title:
SINGLE-LAYER OR MULTILAYER TUBULAR FOOD PACKAGING FILM THAT CAN BE SMOKED, AIR-DRIED, AND PEELED, ESPECIALLY PEELED IN A FULLY AUTOMATIC MANNER, AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/094309
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a single-layer or multilayer tubular food packaging film that can be smoked, air-dried, and peeled, especially peeled in a fully automatic manner, particularly a sausage casing for smoked and/or air-dried sausages or meat. Said polymer-based food film is produced from a homogeneous plastic melt in a (co-)extrusion film blow molding plant using extruded plastics that are fed to a nozzle of a blow head and is biaxially stretched in a triple bubble process, the homogeneous plastic melt being produced from a plastic mixture of PS or a mixture of various PS and PVOH and/or PEBA. The invention further relates to a method for producing the food film.

Inventors:
SCHIFFMANN JUERGEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2009/007683
Publication Date:
August 26, 2010
Filing Date:
October 27, 2009
Export Citation:
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Assignee:
KUHNE ANLAGENBAU GMBH (DE)
SCHIFFMANN JUERGEN (DE)
International Classes:
A22C13/00; B32B27/30
Domestic Patent References:
WO2007090934A12007-08-16
Attorney, Agent or Firm:
KUHNEN & WACKER (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrocken- bare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie, insbesondere Wursthülle für geräucherte und/oder luftgetrocknete Wurst- oder Fleischwaren, wobei die Nahrungsmittelfolie auf einer (Co-) Extrusions- Blasfolienanlage mittels einer Düse eines Blaskopfs zugeführter, (co-) extrudierter Kunststoffe aus einer homogenen Kunststoffschmelze hergestellt und im Tripple-Bubble-Verfahren biaxial verstreckt ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die homogene Kunststoffschmelze aus einer Kunst- stoffmischung aus

Polystyrol oder einer Mischung verschiede- ner Polystyrole, und

Polyvinylalkohol, und/oder

Polyetherblockamid hergestellt wird.

2. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunst- stoffmischung

in einer ersten Variante einen Anteil an Polystyrol oder einer Mischung verschiedener Polystyrole von 50 bis 99 Gew.-%, und einen Anteil an Polyvinylalkohol von 1 bis 50 Gew.-% aufweist; oder

in einer zweiten Variante einen Anteil an Polystyrol oder einer Mischung verschiedener Polystyrole von 70 bis 99 Gew.-%, und einen Anteil an Polyetherblockamid von 1 bis 30 Gew.-% aufweist; oder

in einer dritten Variante einen Anteil an Polystyrol oder einer Mi- schung verschiedener Polystyrole von 20 bis

98 Gew.-%, einen Anteil an Polyvinylalkohol von 1 bis 50 Gew.-%, und einen Anteil von Polyetherblockamid von 1 bis 30 Gew.-% aufweist .

3. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach Anspruch 2, dritte Variante, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmischung einen Anteil an Polystyrol oder einer Mischung verschiedener Polystyrole von 55 bis 90 Gew.-%, insbesondere von 60 bis 75 Gew.-

%, einen Anteil an Polyvinylalkohol von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere von 15 bis 25 Gew.- %, und einen Anteil von Polyetherblockamid von 1 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 5 bis 10 Gew.-% aufweist.

4. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeich- net, dass die Nahrungsmittelfolie eine Folienstärke im Bereich von 10 bis 50 μm, vorzugsweise von 15 bis 25 μm, vorzugsweise bei einem Kaliber bis 90 mm, insbesondere bei einem Kaliber im Bereich von 15 bis 40 mm, aufweist.

5. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich- net, dass die Nahrungsmittelfolie eine Wasserdampf- durchlässigkeit von wenigstens 0,5 kg/(m2-Tag), vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 0,75 kg/(m2-Tag), bei einer Folienstärke von 20 μm aufweist.

6. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nahrungsmittelfolie eine Sauerstoff- durchlässigkeit von wenigstens 4.000 cm3/ (m2-Tag) , vorzugsweise im Bereich von 4.000 bis 6.000 cm3/ (m2-Tag) , aufweist.

7. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrocken- bare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nahrungsmittelfolie ein Elastizitätsmodul von wenigstens 3.000 N/mm2, vorzugsweise im Bereich von 3.000 bis 3.600 N/mm2, aufweist.

8. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nahrungsmittelfolie eine, vorzugsweise automatische, Schälbarkeit in einer Geschwindigkeit von wenigstens 0,4 m/s bis 1,0 m/s, insbesondere von wenigstens 0,5 m/s bis 0,7 m/s, aufweist.

9. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich- net, dass die Kunststoffmischung wenigstens ein Si- licat aufweist.

10. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmischung wenigstens einen Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Maisstärke, Cellulosepulver und Mikroglasku- geln, aufweist.

11. Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeich- net, dass die Kunststoffmischung wenigstens einen Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Kreide, Talkum, Salzen und anderen Mineralstoffen, aufweist.

12. Verfahren zur Herstellung einer ein- oder mehrschichtigen, räucherbaren, lufttrockenbaren, schäl- bare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolie, insbesondere Wursthülle für geräucherte und/oder luftgetrocknete Wurst- oder Fleischwaren, wobei die Wurst- oder Fleischwaren vor dem Räuchern und/oder Lufttrocknen in die Nahrungsmittelfolie eingefüllt werden,

wobei die Nahrungsmittelfolie im Düsenblasverfahren und unter anschließender biaxialer Verstreckung im Tripple-Bubble-Verfahren aus einer homogenen Kunststoffschmelze hergestellt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kunststoffschmelze aus

Polystyrol oder einer Mischung verschiedener Polystyrole, und - Polyvinylalkohol, und/oder

Polyetherblockamid hergestellt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste, zweite oder dritte Variante der

Kunststoffmischung ausgewählt wird,

wobei die erste Variante einen Anteil an Polystyrol oder einer Mischung verschiedener Polystyrole von 50 bis 99 Gew.-%, und einen Anteil an Polyvinylalkohol von 1 bis 50 Gew.-% aufweist; oder

wobei die zweite Variante einen Anteil an Polystyrol oder einer Mi- schung verschiedener Polystyrole von 70 bis

99 Gew.-%, und einen Anteil an Polyetherblockamid von 1 bis 30 Gew.-% aufweist; oder

wobei die dritte Variante einen Anteil an Polystyrol oder einer Mischung verschiedener Polystyrole von 20 bis 98 Gew.-%, - einen Anteil an Polyvinylalkohol von 1 bis

50 Gew.-%, und einen Anteil von Polyetherblockamid von 1 bis 30 Gew.-% aufweist .

14. Verfahren nach Anspruch 13, dritte Variante, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Nahrungsmittelfolie ein Anteil an Polystyrol oder einer Mi- schung verschiedener Polystyrole von 55 bis

90 Gew.-%, insbesondere von 60 bis 75 Gew.- %, ein Anteil an Polyvinylalkohol von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere von 15 bis 25 Gew.- % , und ein Anteil von Polyetherblockamid von 1 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 5 bis 10 Gew.-% zugeführt wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Folienstärke der Nahrungsmittelfolie im Bereich von 10 bis 50 μm, vorzugsweise von 15 bis 25 μm, vorzugsweise bei einem Kaliber bis 90 mm, insbesondere bei einem KaIi- ber im Bereich von 15 bis 40 mm, eingestellt wird.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmischung derart gewählt wird, dass die Nahrungsmittelfolie eine Wasserdampfdurchlässigkeit von wenigstens 0,5 kg/ (m2- Tag), vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 0,75 kg/(m2-Tag), bei einer Folienstärke von 20 μm aufweist.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmischung derart gewählt wird, dass die Nahrungsmittelfolie eine Sauerstoffdurchlässigkeit von wenigstens 4.000 cm3/ (m2-Tag) , vorzugsweise im Bereich von 4.000 bis 6.000 cm3/ (m2 -Tag) , aufweist.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmischung derart gewählt wird, dass die Nahrungsmittelfolie ein Elastizitätsmodul von wenigstens 3.000 N/mm2, vorzugsweise im Bereich von 3.000 bis 3.600 N/mm2 aufweist.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, da- durch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmischung derart gewählt wird, dass die Nahrungsmittelfolie in einer Geschwindigkeit von wenigstens 0,4 m/s bis 1,0 m/s, insbesondere von wenigstens 0,5 m/s bis 0,7 m/s, vorzugsweise automatisch, schälbar ist .

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffmischung wenigstens ein Silicat zugesetzt wird.

21. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffmischung wenigstens ein Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Maisstärke, Cellulosepulver und Mikroglaskugeln, zugesetzt wird.

22. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffmischung wenigstens ein Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Kreide, Talkum, Salzen und anderen Mineralstoffen, zugesetzt wird.

Description:
Beschreibung

Ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie für Lebensmittelverpackungen sowie Verfahren zu deren Herstellung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie für Lebensmittelverpackungen, insbesondere Wursthülle für geräucherte und/oder luftgetrocknete Wurst- oder Fleischwaren, wobei die Nahrungsmittelfolie auf Polymerbasis auf einer (Co- ) Extrusions-Blasfolienanlage mittels einer Düse eines Blaskopfs zugeführter (co-) extrudierter Kunststoffe aus einer homogenen Kunststoffschmelze hergestellt und im Tripple-Bubble-Verfahren biaxial verstreckt ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zu deren Herstellung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 12.

Räucherbare Wursthüllen sind aus der Praxis und dem Schrifttum bekannt. So offenbart die Druckschrift DE 199 42 835 Al eine Wursthülle aus einem künstlichen Wursthüllenmaterial, wobei hierfür ein gas- und Sauerstoffdurchlässiges, weiches Kunststoffmaterial verwen- det wird. Das in der DE 199 42 835 Al beschriebene Wursthüllenmaterial weist eine unregelmäßig gekrümmte Wurstform mit geschweißten Längsnähten auf. Diese Wursthülle soll räucherbar sein und eine ausreichend hohe Festigkeit aufweisen. Weiterhin ist aus der Druckschrift DE 198 30 389 Al eine Folie für lufttrocknende, räucherbare Lebensmittel bekannt .

Ferner offenbart die Druckschrift DE 101 25 762 Al ein Formteil mit einer unregelmäßigen äußeren Kontur, das aus einer doppelt gelegten Folienmaterialbahn aus einem schweißbaren Kunststoff in einer die Materialbahnen verschweißenden und abtrennenden Trennschweißvor- richtung hergestellt wird. Dieses trenngeschweißte Formteil soll eine räucherbare Wursthülle ergeben, die eine ausreichend hohe Festigkeit aufweisen soll.

Des Weiteren ist aus der Druckschrift DE 35 26 394 C2 eine Rohwursthülle bekannt, die aus einem in Längsrichtung zu einem Schlauch zusammengefügten, bindemittelfreien Spinnwirrvlies aus wenigstens einem Polyamid (kurz: PA) hergestellt sein soll. Diese Rohwursthülle soll räucherbar sein.

Dabei wird in der Druckschrift DE 35 26 394 C2 auch auf das Dokument DE 30 29 028 Al verwiesen, das eine faservliesverstärkte Kunstdarmhülle offenbart, welche räucherbar sein soll. Das hierfür verwendete Faservlies kann auf PA-Basis ausgebildet sein. Besonders geeignet seien Spinnvliese auf Basis von PA und Polypropylen (kurz: PP) . Derartige Spinnvliese sind mit einer Be- schichtungslösung zu imprägnieren. Als Beschichtungsma- terialien wiederum eignen sich gemäß der Druckschrift DE 30 29 028 Al alle filmbildenden Polymere, die als Pulver aufgestäubt und anschließend thermisch zu einem Film verschmolzen werden können. Zudem sind solche filmbildende Polymere geeignet, die als Beschichtung in Form einer Schmelze, Lösung, Suspension oder Dispersion aufgebracht und durch eine anschließende Trocknung ver- filmt werden können. Dabei würden sich unter anderem als Beschichtungsmaterialien molekulardisperse oder kolloidale Lösungen oder Suspensionen verschiedener Polymere oder Mischungen derselben, wie beispielsweise Polyvinylalkohol (kurz: PVOH), eignen.

Das Dokument DE 42 20 957 Al offenbart eine Verpackungshülle mit einem flexiblen Trägermaterial, welches mit einer Schaumschicht versehen ist. Als Beschich- tungsmaterial soll hierfür vollverseifter PVOH Verwendung finden. Der Schaum dieser Substanz sei wasserfest, fettdicht und für Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid im Wesentlichen undurchlässig. Lediglich Wasserdampf könne ungehindert durch die Schaumschicht aus vollverseiftem PVOH durchdringen. Vollverseifter PVOH sei daher für Wursthüllen und insbesondere für Rohwürste geeignet. Auch seien Kombinationen von PVOH mit anderen Kunststoffdispersionen denkbar.

Dagegen offenbart das Dokument WO 00/75220 Al eine Folienhülle auf Basis eines extrudierten, schlauchförmigen Kunststoffgemischs, bestehend aus PA und PoIy- etherblockamid (kurz: PEBA) . Die angeführte Mischung bringt zwar in der Theorie eine erhöhte Wasserdampf- und Sauerstoffdurchlässigkeit bzw. -permeation gegenüber herkömmlichen PA-Mischungen und somit auch eine begrenzte Räucherbarkeit . Aber in der Praxis fehlt jedoch die gewünschte und erforderliche Oberflächeneinfärbung der Wurst- oder Fleischwaren völlig.

Nach den praktischen Erfahrungen der Anmelderin ist die Räucherbarkeit stark abhängig vom PEBA-Anteil, jedoch ist diese selbst bei hohen PEBA-Konzentrationen nicht ausreichend. Nachteilig ist ferner, dass PEBA ein teures und weiches Material ist. Dies führt dazu, dass Mischungen mit einem entsprechend hohen PEBA-Anteil zwar eine bestimmte Räucherbarkeit erlauben. Aber aufgrund der hohen Kosten und insbesondere aufgrund der viel zu geringen Steifigkeit sowie Festigkeit wird ei- nerseits das insbesondere für Wurstwaren erforderliche Raffen der Folie erschwert oder sogar unmöglich gemacht. Andererseits verbietet die geringe Formstabilität die Verwendung dieser Folienhülle für Roh- oder Hartwurst und insbesondere für Salami. Darüber hinaus macht die geringe Schälbarkeit dieser Folienhülle die Verwendung für Siedewurst, wie beispielsweise Hot Dogs , unmöglich.

Demgegenüber offenbart die Druckschrift DE 102 95 683 T5 eine Wursthülle aus einem Gemisch aus PA und einem geringen Anteil an PVOH. Diese Mischung erlaubt zwar im Gegensatz zur Folienhülle gemäß dem Dokument WO 00/75220 Al eine bestimmte, wenn auch nicht optimale Oberflächeneinfärbung der Wurst- oder Fleisch- waren. Die erforderliche Sauerstoff- bzw. Gasdurchlässigkeit ist jedoch deutlich zu gering. Die Wasserdampf- durchlassigkeit ist im Vergleich zu PA- oder PA/PEBA- Mischungen zwar höher, aber dennoch zu gering für den Einsatz als räucherbare Nahrungsmittelfolie. Eine Ver- besserung der Oberflächeneinfärbung sowie der Durchlässigkeit für Sauerstoff und/oder Wasserdampf und damit der Räucherbarkeit könnten bei diesem Folienaufbau nur mittels einer drastischen Wandstärkenreduktion erreicht werden. Dies würde sich aber wiederum im gleichen Maße negativ auf die Steifigkeit und/oder Festigkeit und somit auf die Raffbarkeit auswirken, was der Verwendung für Roh- bzw. Hartwurst entgegensteht. Eine Verwendung für Siedewurst, wie z.B. Hot Dogs, ist aufgrund der mangelhaften Schälbarkeit nicht möglich. Schließlich offenbaren die Dokumente DE 103 02 960 Al, DE 103 20 327 Al und DE 103 23 417 B3 Nahrungsmittelhüllen, welche ebenfalls auf PA basieren. Zur Verbesserung der Räucherbarkeit werden hierbei dem Grundstoff PA zum Teil eine Mehrzahl weiterer Komponenten wie PVOH und PEBA beigemischt. Das daraus resultierende Gemisch ist hinsichtlich der Oberflächeneinfärbung, der Durchlässigkeit von Sauerstoff und Wasserdampf für einige Anwendungen im Wurstbereich begrenzt nutzbar. Nachteilig bei diesem Folienaufbau ist jedoch die mangelnde Steifigkeit und Festigkeit, da hierbei dem relativ steifen Basismaterial PA zum Teil gleich zwei weiche Komponenten (PVOH, PEBA) zum Erreichen der Räucherbarkeit und Oberflächeneinfärbung beigemengt werden. Selbst eine Zumischung geringer Mengen der beiden Zusatzkomponenten verringert die Steifigkeit und/oder Festigkeit der Folie auf ein für die meisten Anwendungen zu geringes Niveau. Außerdem wäre eine höhere Beimischung der Zusatzkomponenten oder eine Wand- Stärkenreduktion zur Verbesserung der unzureichenden Räucherbarkeit und Oberflächeneinfärbung erforderlich. Dies wirkt wiederum der Raffbarkeit sowie der für die meisten Anwendungen benötigten Festigkeit negativ entgegen .

Damit sind aus dem Stand der Technik zwar räucherbare Nahrungsmittelhüllen auf Polymer- und insbesondere auf PA-Basis mit PVOH und PEBA bekannt. Jedoch erlauben deren geringe Steifigkeit und damit geringe Raffbarkeit sowie eine in aller Regel unbefriedigende Formstabilität nur einen beschränkten Einsatzbereich. Darüber hinaus eignen sich die für die Rauchaufnahme zu geringe Durchlässigkeit für und Absorption von Wasserdampf und das zu hohe Kostenniveau aufgrund des relativ hohen Preises für PA sowie der für die Steifigkeit benötigten höheren Materialstärke nur beschränkt für die vorgesehenen Einsatzzwecke.

Ferner ist aus dem Stand der Technik zur Verbesse- rung der mechanischen Eigenschaften von Nahrungsmittel- folien bei der Großserienfertigung der Einsatz von Netzen, flexiblen Trägermaterialien oder Spinnwirrvliesen bekannt. Diese müssen gerade im Falle von Faser- oder Spinnvliesen häufig aufwändig verdichtet oder beschich- tet werden. Hierdurch kann jedoch deren geringe Steifigkeit nicht ausreichend erhöht werden, wodurch das Raffen stark erschwert wird und insbesondere ein netzloses Raffen von kleinen Kalibern schlichtweg unmöglich ist. Demzufolge sind derlei bekannte Wursthüllen bis heute nicht maschinell weiterverarbeitbar .

Darüber hinaus weisen die vorstehend beschriebenen Nahrungsmittelhüllen eine viel zu hohe Bräthaftung sowie eine deutlich zu geringe Reiß- und/oder Spleißnei- gung in Maschinenrichtung und/oder in Längsrichtung der Wurst auf. Hierdurch wird eine mangelhafte oder überhaupt keine Schälbarkeit , insbesondere bei Verwendung von Stütznetzen, Fasern oder Spinnfließen, verursacht.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie für Lebensmittelverpackungen vorzuschlagen, die in großen Mengen kostengünstig aus einer Kunststoffschmelze in industrieller Massenproduktion hergestellt werden kann, wobei die Nahrungsmittelfolie die Kernparameter wie Räu- cherbarkeit, welche durch die Sauerstoff- und Wasserdampfdurchlässigkeit sowie die Sauerstoff- und Wasser- dampfabsorption bestimmt wird, Oberflächeneinfärbung des Füllgutes, Steifigkeit und/oder Festigkeit (Formstabilität) und insbesondere Schälbarkeit verwirklicht, die nachfolgend maschinell weiterverarbeitbar und vollautomatisch schälbar ist. Ferner ist es eine Aufgabe, ein hierfür geeignetes Verfahren anzugeben.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1 als auch in verfahrenstechnischer Hinsicht durch die Merkmale des Anspruchs 12.

Erfindungsgemäß wird hierbei eine ein- oder mehrschichtige, räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie, insbesondere Wursthülle für geräu- cherte und/oder luftgetrocknete Wurst- oder Fleischwaren, vorgeschlagen, wobei die Nahrungsmittelfolie auf einer (Co-) Extrusions-Blasfolienanlage mittels einer Düse eines Blaskopfs zugeführter, (co-) extrudierter Kunststoffe aus einer homogenen Kunststoffschmelze her- gestellt und im Tripple-Bubble-Verfahren biaxial verstreckt ist. Dabei wird die homogene Kunststoffschmelze aus einer Kunststoffmischung aus Polstyrol (kurz: PS) oder einer Mischung verschiedener PS und PVOH und/oder PEBA hergestellt.

Damit wird in vorteilhafter Weise nicht nur die großtechnische Herstellung von räucherbaren, lufttrockenbaren, schälbaren, insbesondere vollautomatisch schälbaren, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolien für Lebensmittelverpackungen erstmals im Düsenblasverfahren und anschließender biaxialer Verstreckung im Tripple- Bubble-Verfahren ermöglicht. Sondern es kann gänzlich auf die vorstehend diskutierten, als bei der Großserienfertigung besonders nachteilig empfundenen Netze, flexible Trägermaterialien oder Spinnwirrvliese ver- ziehtet werden. Mit der erfindungsgemäßen Nahrungsmittelfolie wird somit erstmals eine bisher nicht verfügbare, schälbare und erst recht nicht verfügbare, vollautomatisch bzw. vollmaschinell schälbare Nahrungsmit- telfolie bereitgestellt.

Darüber hinaus können in besonders vorteilhafter Weise die bekannten PA-Mischungen substituiert werden, die aufgrund ihrer zu geringen Durchlässigkeits- und Absorptionswerten sowie der zu geringen Steifigkeit und der zu hohen Kosten nur bedingt Verwendung im Markt gefunden haben .

Verschiedene Untersuchungen und Tests mit der er- findungsgemäßen Nahrungsmittelfolie haben dabei mehrere Trends erkennen lassen. So ist für eine gute Formstabilität und Steifigkeit im Wesentlichen ein hoher Anteil an PS erforderlich. Im Gegensatz zu PA-basierenden Mischungen steht der hohe Anteil an PS mit der gewünsch- ten hohen Rauchdurchlässigkeit, der Oberflächeneinfärbung des Füllguts und der geringen Bräthaftung nicht entgegen. Denn ein hoher Anteil an PS verringert die mit der Wasserdampfabsorption und -durchlässigkeit einhergehende Rauchdurchlässigkeit sowie die Oberflächen- färbung deutlich weniger als ähnliche PA-Verbunde. Zudem bewirkt ein hoher PS-Anteil, dass die Nahrungsmittelhülle praktisch keine Bräthaftung aufweist.

Weiterhin zeigte sich, dass durch die Zugabe von PEBA die Wasserdampf- und Rauchdurchlässigkeit wesentlich verbessert und zugleich die Schälbarkeit weiter verbessert werden kann. Dabei erlaubt die Zugabe von PEBA eine abschließende Einstellung der gewünschten hohen Sauerstoff- oder Wasserdampf- und damit der Rauch- durchlässigkeit jedoch noch nicht. Auch die Oberflä- cheneinfärbung lässt sich alleine durch die Zugabe von PEBA noch nicht befriedigend abstimmen. Darüber hinaus verschlechtern sich durch eine fehlerhaft dosierte Zugabe von PEBA die Formstabilität und/oder die Steifig- keit, so dass diesbezüglich ein weiterer Zielkonflikt entsteht .

Es zeigte sich jedoch überraschend, dass durch die weitere Zumischung von PVOH erstmals eine Kunststoffmi- schung geschaffen wurde, die bei erfindungsgemäßer Auswahl und Dosierung der Mischungsanteile die gewünschte hohe Wasserdampf- und damit auch Rauchdurchlässigkeit aufweist. Ferner werden hierdurch eine hohe Oberflächeneinfärbung und eine wesentlich höhere Steifigkeit erzielt. Zudem wird die Bräthaftung weiter verringert. Die Formstabilität bleibt bei der erfindungsgemäßen Kunststoffmischung zudem optimal einstellbar.

Die erfindungsgemäße räucherbare, lufttrockenbare, schälbare, insbesondere vollautomatisch schälbare, schlauchförmige Nahrungsmittelfolie ist besonders gut für Siedewürste, wie beispielsweise Hot Dogs , geeignet. Sie liegt auch dann faltenfrei am Füllgut an, selbst wenn das Brät manuell, d.h. ohne oder mit nur geringem Druck und ohne Verwendung von geeigneten Füllmaschinen, abgefüllt wurde.

Mit der erfindungsgemäßen räucherbaren, lufttrockenbaren, schälbaren, insbesondere vollautomatisch schälbaren, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolie für Lebensmittelverpackungen hergestellte Fleisch- oder Wurstwaren, wie beispielsweise Siedewürste und insbesondere Hot Dogs, sind hervorragend räucherbar und können besonders gut luftgetrocknet werden. Zudem sind sie hervorragend manuell oder maschinell schälbar. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Nahrungsmittelfolie sind Gegenstand der Unteransprüche.

So kann die Kunststoffmischung der ein- oder mehrschichtigen, räucherbaren, lufttrockenbaren, schälbaren, insbesondere vollautomatisch schälbaren, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolie in einer ersten Variante einen Anteil an PS oder einer Mischung ver- schiedener PS von 50 bis 99 Gew.-%, und einen Anteil an PVOH von 1 bis 50 Gew.-% aufweisen; oder in einer zweiten Variante einen Anteil an PS oder einer Mischung verschiedener PS von 70 bis 99 Gew.-%, und - einen Anteil an PEBA von 1 bis 30 Gew.-% aufweisen; oder in einer dritten Variante einen Anteil an PS oder einer Mischung verschiedener PS von 20 bis 98 Gew.-%, einen Anteil an PVOH von 1 bis 50 Gew.-%, und - einen Anteil von PEBA von 1 bis 30 Gew.-% aufweisen.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist die Kunststoffmischung der dritten Variante - einen Anteil an PS oder einer Mischung verschiedener PS von 55 bis 90 Gew.-%, insbesondere von 60 bis 75 Gew.-%, einen Anteil an PVOH von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere von 15 bis 25 Gew.-%, und - einen Anteil von PEBA von 1 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 5 bis 10 Gew.-% auf .

Diese Ausführungsformen der Erfindung ermöglichen erstmals eine besonders einfache Herstellung einer räu- cherbaren, lufttrockenbaren, schälbaren, insbesondere vollautomatisch schälbaren, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolie im Düsenblasverfahren mit anschließender biaxialer Verstreckung im Tripple-Bubble-Verfahren, die dabei zum ersten Mal den Anforderungen einer räucherbaren schälbaren, insbesondere vollautomatisch schälbaren Wursthülle, beispielsweise für Hot Dogs und dergleichen, in vollem Umfang gerecht wird. Dabei erzielt die Nahrungsmittelfolie, d.h., die Wursthülle oder Lebens- mittelfolie, eine maximale Wasserdampfabsorption und Rauchdurchlässigkeit, wobei neben der Sauerstoffdurch- lässigkeit die Wasserdampfdurchlässigkeit und absorption für den Räucherprozess von Bedeutung sind. Zugleich wird eine hohe Steifigkeit erzielt, die für einen guten Raffprozess entscheidend ist. Die für einen optimalen Füllprozess geforderte gute Formstabilität wird mit dieser Nahrungsmittelfolie ebenfalls erzielt.

Zudem werden die geforderte besonders geringe Brät- haftung und die außerordentlich gute Schälbarkeit , die sich auf die späteren Verarbeitungsprozesse auswirken, mit der erfindungsgemäßen Nahrungsmittelfolie problemlos erzielt, da der Grundrohstoff PS im Gegensatz zu PA-basierenden Mischungen praktisch keine Bräthaftung zur Brätmasse eingeht.

Schließlich wird auch die gewünschte hohe Oberflächeneinfärbung des Füllguts, insbesondere der Wurstwaren, die das typische optische Erscheinungsbild von ge- räucherten Wurstwaren ausmacht, mit der erfindungsgemäßen Nahrungsmittelfolie in hervorragender Weise erreicht.

Zudem kann die Nahrungsmittelfolie eine Folienstär- ke bzw. -dicke im Bereich von 10 bis 50 μm, vorzugswei- se von 15 bis 25 μm, vorzugsweise bei einem Kaliber bis 90 mm, insbesondere bei einem Kaliber im Bereich von 15 bis 40 mm, aufweisen. Damit kann für die erfindungsge ¬ mäße Nahrungsmitttelhülle eine Folienstärke mit einer hinreichend hohen Festigkeit und Formstabilität gewählt werden .

In einer weiteren Aus führungsform kann die Nahrungsmittelfolie eine Wasserdampfdurchlässigkeit von wenigstens 0,5 kg/ (m 2 -Tag) , vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 0,75 kg/ (m 2 -Tag) , bei einer Folienstärke von 20 μm aufweisen (Meßmethode: ISO 15106-1) .

Zudem kann die Nahrungsmittelfolie eine Sauerstoff- durchlässigkeit von wenigstens 4.000 cm 3 / (m 2 -Tag) , vorzugsweise im Bereich von 4.000 bis 6.000 cm 3 / (m 2 - Tag) aufweisen (Meßmethode: ISO 15105-1) .

So weisen PA-basierende Mischungen zwar eine etwas höhere Wasserdampfdurchlässigkeit im Bereich von 0,8 kg/ (m 2 - Tag) bis 1,0 kg/ (m 2 - Tag) auf, aber deren Sau- erstoffdurchlässigkeit ist mit 100 bis 200 cm 3 /m 2 um ein Vielfaches geringer als die der erfindungsgemäßen Nahrungsmittelfolie.

Die außerordentlich hohe Sauerstoffdurchlässigkeit der erfindungsgemäßen Nahrungsmittelfolie, welche bis zu 50 mal höher als die vergleichbarer PA-Mischungen ist, sorgt bei gleichzeitig hoher Steifigkeit dafür, dass sich selbst extrem geringe Folienstärken realisieren lassen. So ist erstmals eine besonders dünne Folie herstellbar, was für das nachfolgende Räuchern und gegebenenfalls Lufttrocknen, aber in jedem Fall für den vollautomatischen Schälprozess, insbesondere für Siede- wurst oder Hot Dogs, vorteilhaft ist. Vorteilhaft ist es ferner, wenn die Nahrungsmittelfolie ein Elastizitätsmodul von wenigstens 3.000 N/mm 2 , vorzugsweise im Bereich von 3.000 bis 3.600 N/mm 2 , auf- weist (Meßmethode: ISO 527) . Im Vergleich hierzu weisen PA-basierte Mischungen ein Elastizitätsmodul von nur 400 bis 750 N/mm 2 auf (Meßmethode: ISO 527) . Ein derart hoher Elastizitätsmodul steht für eine die erforderliche Raffbarkeit bedingte, hohe Steifigkeit der erfin- dungsgemäßen Nahrungsmittelfolie. Zudem ist die Steifigkeit ein Maß für eine hervorragende Festigkeit der Nahrungsmittelfolie, welche beim vier- bis neunfachen der herkömmlichen, PA-basierten Mischungen liegt. Damit lassen sich besonders geringe Wandstärken der erfin- dungsgemäßen Nahrungsmittelfolie realisieren. Hieraus ergeben sich wiederum die Vorteile einer guten Räucher- barkeit als auch einer optimalen, maschinellen Weiter- verarbeitbarkeit der Nahrungsmittelfolie.

Darüber hinaus liegen die Kosten von PA-basierenden Mischungen wenigstens 30 bis 50 % über denen vergleichbarer PS-Mischungen.

Zugleich weist die erfindungsgemäße Nahrungsmittel- folie eine, vorzugsweise automatische, Schälbarkeit in einer Geschwindigkeit von wenigstens 0,4 m/s bis wenigstens 1,0 m/s oder über 1,2 m/s, insbesondere von wenigstens 0,5 m/s bis wenigstens 0,7 m/s, auf. Diese außerordentlich gute Schälbarkeit erlaubt ein vollautoma- tisches Schälen von wenigstens 200 Stück Siedewurst oder Hot Dogs pro Minute, was durch die außergewöhnliche Reiß- und Spleißneigung der Nahrungsmittelfolie bewirkt wird. Darüber hinaus weist die Nahrungsmittelfolie eine sehr gute Formbeständigkeit auf, so dass damit hergestellte Fleisch- oder Wurstwaren nach entsprechen- den Räucherschritten und gegebenenfalls auch länger ausgedehnten Lufttrocknungsphasen eine gewünschte, von der Wursthülle vorgeprägte Gestalt besonders gut ein ¬ halten.

Somit zeichnet sich die erfindungsgemäße Nahrungsmittelfolie durch eine besonders gute Raffbarkeit aus, die selbst bei kleinen Kalibern mit einem Durchmesser von unter 30 mm ein Verhältnis von gestreckter zu ge- raffter Länge von wenigstens 100 m im gestreckten Zustand und 20 cm in gerafftem Zustand zulässt.

In einer weiteren Ausführungsform kann die Kunst- stoffmischung wenigstens ein Silicat aufweisen. Hier- durch wird die Wasserdampf- und Rauchdurchlässigkeit erheblich gesteigert.

Darüber hinaus kann die Kunststoffmischung wenigstens einen Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, be- stehend aus Maisstärke, Cellulosepulver und Mikroglas- kugeln, aufweisen. Der Zusatz eines derartigen Füllstoffs führt ebenfalls zu einer erheblichen Steigerung der Wasserdampf- und Rauchdurchlässigkeit.

Die Kunststoffmischung kann zudem wenigstens einen Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Kreide, Talkum, Salzen und anderen Mineralstoffen, aufweisen. Ein derartiger Zusatz bewirkt eine Verbesserung der Durchlässigkeits- und Absorptionseigenschaften.

Die vorstehend diskutierte Aufgabe wird verfahrenstechnisch durch die Merkmale des Anspruchs 12 gelöst, wobei die vorstehend diskutierten Merkmale und Vorteile analog für das erfindungsgemäße Verfahren gelten. So werden beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung einer ein- oder mehrschichtigen, räucherbaren, lufttrockenbaren, schälbaren, insbesondere vollautomatisch schälbaren, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolie, insbesondere Wursthülle für geräucherte und/oder luftgetrocknete Wurst- oder Fleischwaren, die Wurst- oder Fleischwaren vor dem Räuchern und/oder Lufttrocknen in die Nahrungsmittelfolie eingefüllt. Dabei wird die Nahrungsmittelfolie im Düsenblasverfahren und unter an- schließender biaxialer Verstreckung im Tripple-Bubble- Verfahren aus einer homogenen Kunststoffschmelze hergestellt. Ferner wird die Kunststoffschmelze aus PS oder einer Mischung verschiedener PS und PVOH und/oder PEBA hergestellt.

Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei gelten für das erfindungsgemäße Verfahren alle für die vorstehend diskutierte, erfindungsgemäße Nahrungsmit- telhülle aufgeführten Vorteile in analoger Weise.

So kann eine erste, zweite oder dritte Variante der Kunststoffmischung ausgewählt werden, wobei die erste Variante - einen Anteil an PS oder einer Mischung verschiedener PS von 50 bis 99 Gew.-%, und einen Anteil an PVOH von 1 bis 50 Gew.-% aufweist; die zweite Variante einen Anteil an PS oder einer Mischung ver- schiedener PS von 70 bis 99 Gew.-%, und einen Anteil an PEBA von 1 bis 30 Gew.-% aufweist, oder die dritte Variante einen Anteil an PS oder einer Mischung verschiedener PS von 20 bis 98 Gew.-%, - einen Anteil an PVOH von 1 bis 50 Gew.-%, und einen Anteil von PEBA von 1 bis 30 Gew.-% aufweist .

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens kann zur Herstellung der Nahrungsmittelfolie nach der dritten Variante ein Anteil an PS oder einer Mischung verschiedener PS von 55 bis 90 Gew.-%, insbesondere von 60 bis 75 Gew.-%, - ein Anteil an PVOH von 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere von 15 bis 25 Gew.-%, und ein Anteil von PEBA von 1 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 5 bis 10 Gew.-% zugeführt werden.

So kann eine Folienstärke der Nahrungsmittelfolie im Bereich von 10 bis 50 μm, vorzugsweise von 15 bis 25 μm, vorzugsweise bei einem Kaliber bis 90 mm, insbesondere bei einem Kaliber im Bereich von 15 bis 40 mm, eingestellt werden.

Ferner kann die Kunststoffmischung derart gewählt werden, dass die Nahrungsmittelfolie eine Wasserdampfdurchlässigkeit von wenigstens 0,5 kg/ (m 2 -Tag) , vor- zugsweise im Bereich von 0,5 bis 0,75 kg/(m 2 -Tag), bei einer Folienstärke von 20 μm aufweist.

Zudem kann die Kunststoffmischung derart gewählt werden, dass die Nahrungsmittelfolie eine Sauerstoff- durchlässigkeit von wenigstens 4.000 cm 3 / (m 2 -Tag) , vorzugsweise im Bereich von 4.000 bis 6.000 cm 3 / (m 2 -Tag) , aufweist.

In einer weiteren Ausführungsform kann die Kunst- stoffmischung derart gewählt werden, dass die Nahrungs- mittelfolie ein Elastizitätsmodul von wenigstens 3.000 N/mm 2 , vorzugsweise im Bereich von 3.000 bis 3.600 N/mm 2 aufweist.

Weiter kann die Kunststoffmischung derart gewählt werden, dass die Nahrungsmittelfolie in einer Geschwindigkeit von wenigstens 0,4 m/s bis wenigstens 1,0 m/s oder über 1,2 m/s, insbesondere von wenigstens 0,5 m/s bis wenigstens 0,7 m/s, vorzugsweise automatisch, schälbar ist.

Darüber hinaus kann der Kunststoffmischung wenigstens ein Silicat zugesetzt werden.

Weiter kann der Kunststoffmischung wenigstens ein Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Maisstärke, Cellulosepulver und Mikroglaskugeln, zugesetzt werden.

Schließlich kann der Kunststoffmischung wenigstens ein Füllstoff, ausgewählt aus einer Gruppe, bestehend aus Kreide, Talkum, Salzen und anderen Mineralstoffen, zugesetzt werden.

Die vorstehend beschriebenen, bevorzugten und weitere Kunststoffmischungen wurden im Hause der Anmelderin einer Mehrzahl von Untersuchungen und Testreihen unterworfen, um die für die Herstellung der erfindungs- gemäßen räucherbaren, lufttrockenbaren, schälbaren, insbesondere vollautomatisch schälbaren, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolie für Lebensmittelverpackungen, wie beispielsweise Wursthüllen, optimalen Kunststoffmischungen zu bestimmen. Dabei wurden aus den Kunststoff- mischungen geeignete Kunststoffschmelzen und daraus wiederum die Nahrungsmittelfolien im Düsenblasverfahren hergestellt. Anschließend wurden die Folien im Tripple- Bubble-Verfahren biaxial verstreckt. Schließlich wurden die derart erzeugten und verstreckten Folien auf die vorstehend beschriebenen Eigenschaften untersucht.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der räucherbaren, lufttrockenbaren Nahrungsmittelfolie für Lebensmittelverpackungen beträgt der Anteil an PS vorzugsweise 50 bis 90 Gew.-%. Der Anteil an PVOH liegt zwischen 10 und 30 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 15 bis 25 Gew.-%. Dementsprechend beträgt ein etwaiger Anteil an PEBA 1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 10 Gew.-%. Die damit angegebenen Mischungsverhältnisse ergeben eine für Wursthülle und insbesondere Schäldärme besonders geeignete Nahrungsmittelfolie.

Die erfindungsgemäße Hülle oder Folie kann ein- oder mehrschichtig ausgebildet werden.

Des Weiteren ist vorgesehen, dass zum Räuchern natürlicher Rauch, flüssiger Rauch oder jede andere denkbare Einsatzform von Rauch oder Rauchersatzstoffen verwendbar ist.

Die vorstehend diskutierten Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung lassen sich unter Ausnutzung weiterer Synergieeffekte am besten auf einer Vorrichtung bzw. Anlage derselben Anmelderin zur Herstellung von schälbaren, schlauchförmigen Nahrungsmittelfolien für Lebensmittelverpackungen, wie beispielsweise Wursthüllen, im Düsenblasverfahren erzielen, wenn man dabei zusätzlich die in der Patentschrift DE 199 16 428 B4 der selben Anmelderin offenbarte Einrichtung zum raschen Abkühlen dünner thermoplastischer Schläuche nach deren Extrusion einsetzt. Hierzu kann auch eine ent- sprechende Weiterentwicklung gemäß der Patentschrift DE 100 48 178 B4 berücksichtigt werden.

Dabei wird die im Düsenblaskopf aus der Kunststoff- schmelze erzeugte, schlauchförmige Folie einer intensiven Kühlung unterzogen, wobei die amorphe Struktur der Thermoplaste aus der Kunststoffschmelze erhalten bleibt. Die im Düsenblaskopf aus der Kunststoffschmelze vertikal extrudierte, schlauchförmige Folie wandert zu- nächst ohne Wandberührung zur Abkühlung in die Kühlvorrichtung, wie dies im Detail in den Druckschriften DE 199 16 428 B4 und DE 100 48 178 B4 beschrieben ist. Hinsichtlich Einzelheiten der Verfahrensweisen, des Aufbaus und der Funktionsweise dieser auch als KaIi- briereinrichtung bezeichneten Kühleinrichtung wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den Inhalt der Druckschriften DE 199 16 428 B4 und DE 100 48 178 B4 vollinhaltlich Bezug genommen.

Die schlauchförmige Folie durchläuft danach in der Kühleinrichtung Abstützungen, gegen die sich die Folie infolge eines Differenzdrucks zwischen dem Inneren der schlauchförmigen Folie und dem Kühlmittel abstützt, wobei ein Flüssigkeitsfilm zwischen Folie und Abstützun- gen erhalten bleibt, so dass ein Ankleben der schlauchförmigen Folie ausgeschlossen ist. Der Durchmesser der Abstützungen nimmt dabei Einfluss auf den Durchmesser der schlauchförmigen Folie, weshalb diese Kühleinrichtung derselben Anmelderin auch als Kalibriereinrichtung bezeichnet wird.

Die vorstehend diskutierten Aspekte und Vorteile der Kunststoffmischung aus PS mit PVOH und/oder PEBA lassen sich am besten in Kombination mit dem Düsenblas- verfahren und der nachfolgenden raschen, intensiven Ab- kühlung mit der hier diskutierten Kalibriereinrichtung erzielen.