Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SOLE CONSTRUCTION FOR A SPORTS SHOE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/109293
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sole construction (1) for a sports shoe, more particularly a cross-country ski- or telemark boot, the sole construction (1) extending substantially between a connection face (2) for connection to the sports shoe and a standing face (3) for standing on a surface, a part of the standing face (3) forming a contact face (4) for making contact with a ski or ski binding, the sole construction having: a structural component (5) made of a first material, a section of the surface of the structural component (5) forming the connection face (2); a covering (6) made of a second material, the covering (6) covering the structural component (5) at least partially towards the standing face (3); a connection element (7) for co-operating with a retaining device, more particularly the ski binding; standing projections (9) towards the standing face (3), the standing projections (9) being interrupted by at least one transverse groove (14) from the standing face (3) in the direction of the connection face (2); wherein in a cored-out region (11) of the sole construction (1), depressions (12) are provided in standing projections (9) and extend from the standing face (3) in the direction of the connection face (2) and form cavities (13) open towards the standing face (3).

Inventors:
PÖLZLEITNER AXEL (AT)
KOGLER HANNES (AT)
Application Number:
PCT/EP2019/082546
Publication Date:
June 04, 2020
Filing Date:
November 26, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
FISCHER SPORTS GMBH (AT)
International Classes:
A43B5/04; A43B13/12
Domestic Patent References:
WO2013058658A12013-04-25
Foreign References:
EP2962587A12016-01-06
US20120151801A12012-06-21
EP2732715A12014-05-21
US20130340295A12013-12-26
EP1559337B12011-08-24
EP3195748A12017-07-26
DE202011110458U12014-02-05
Attorney, Agent or Firm:
SONN & PARTNER PATENTANWÄLTE (AT)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche :

1. Sohlenaufbau (1) für einen Sportschuh, insbesondere einen Langlauf- oder Telemarkschuh,

wobei der Sohlenaufbau (1) sich im Wesentlichen zwischen ei ner Verbindungsfläche (2) zur Verbindung mit dem Sportschuh und einer Standfläche (3) zum Stand auf einer Oberfläche erstreckt, wobei ein Teil der Standfläche (3) eine Kontaktfläche (4) zum Inkontaktkommen auf einem Ski, insbesondere einem Langlauf- oder Telemarkski, bzw. einer Skibindung, insbesondere einer Langlauf oder Telemarkskibindung, bildet, aufweisend

eine Strukturkomponente (5) aus einem ersten Material, wobei ein Abschnitt der Oberfläche der Strukturkomponente (5) die Ver bindungsfläche (2) bildet,

einen Belag (6) aus einem zweiten Material, wobei der Belag (6) die Strukturkomponente (5) zumindest teilweise zur Standflä che (3) hin bedeckt,

ein Verbindungselement (7) um mit einer Haltevorrichtung, insbesondere der Skibindung, zusammenzuwirken,

Standvorsprünge (9) zur Standfläche (3) hin, wobei die

Standvorsprünge (9) von zumindest einer Quernut (14) von der Standfläche (3) in Richtung der Verbindungsfläche (2) unterbro chen sind und untere Oberflächen der Standvorsprünge (9) im We sentlichen in der Standfläche (3) liegen,

dadurch gekennzeichnet, dass

in einem Auskernungsbereich (11) des Sohlenaufbaus (1) Ver tiefungen (12) in Standvorsprüngen (9) vorgesehen sind, die sich von der Standfläche (3) in Richtung der Verbindungsfläche (2) erstrecken und zur Standfläche (3) offene Hohlräume (13) bilden.

2. Sohlenaufbau (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Standvorsprung (9) ein zur Verbindungs fläche (2) hin offener Hohlraum (10) ausgebildet ist.

3. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auskernungsbereich (11) jenen Bereich der Standfläche (3) umfasst, der nicht Teil der Kontakt fläche (4) ist.

4. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Standvorsprünge (9) von zumin dest einer, vorzugsweise zwei, Längsnut (en) (15) von der Stand fläche (3) in Richtung der Verbindungsfläche (2) unterbrochen ist bzw. sind.

5. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Quernuten (14) und/oder die Längsnuten (15) einen sich in Richtung der Verbindungsfläche (2) hin verjüngenden Querschnitt aufweisen.

6. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Material eine größere Härte aufweist als das zweite Material.

7. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) eine mit der Strukturkomponente (5) verbundene Querachse (8) aufweist.

8. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die Seitenflächen (16), die den Sohlenaufbau (1) in beide Querrichtungen begrenzt, jeweils soh lenaufbauseitig einen Winkel zur Standfläche (3) aufweisen, der kleiner als 90°, bevorzugt zwischen 70 und 88°, besonders bevor zugt zwischen 75 und 85°, ist.

9. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass zumindest eine, vorzugsweise beide, von der Standfläche (3) und den Seitenflächen ( 16) , die den Soh lenaufbau (1) in beide Querrichtungen begrenzt, gebildete Kan tein) (17) abgerundet ist bzw. sind, wobei vorzugsweise die Run dung einem Kreisbogen eines Kreises mit einem Radius von zwi schen 0,3 und 2,5 mm, bevorzugt zwischen 0,5 und 1,5 mm, ent spricht .

10. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass standflächenseitige Kanten (18), insbesondere Querkanten, der Standvorsprünge (9) und/oder Ver tiefungen (12) Radien von weniger 0,5 mm, bevorzugt weniger als 0,3 mm, besonders bevorzugt weniger 0,2 mm, aufweisen.

11. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Standfläche (3) abgewandte Kan ten (19) der Standvorsprünge (9) und/oder der Vertiefungen (12) Radien von mehr als 0,3 mm, bevorzugt mehr als 0,5 mm, noch mehr bevorzugt mehr als 0,7 mm aufweisen.

12. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Quernut (14) ei nen sich von Seitenflächen (16) des Sohlenaufbaus (1), die den Sohlenaufbau (1) in beide Querrichtungen begrenzt, nach innen verbreiternden Querschnitt aufweist.

13. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag (6) die Strukturkomponen te (5) zur Standfläche (3) hin im Wesentlichen vollständig be deckt und/oder dass der Belag (6) eine Dicke von 1 bis 3 mm, be vorzugt von 1,5 bis 2,5 mm, aufweist.

14. Sohlenaufbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine an eine Seitenfläche (16) an grenzende untere Oberfläche zumindest eines der Standvorsprünge (9) eine Neigung nach oben aufweist und einen Winkel zur Stand fläche (3) einschließt, der größer als 0°, bevorzugt zwischen 0,3 und 10°, besonders bevorzugt zwischen 0,5 und 5°, ist, wobei dies vorzugsweise außerhalb einer, bevorzugt zwei, im Wesentli chen in Längsrichtung laufenden Kante (n) (20) der Standvorsprün ge (9) ausgeht.

15. Sportschuh, insbesondere Langlauf- oder Telemarkschuh, ge kennzeichnet durch einen Sohlenaufbau (1) nach einem der vorher gehenden Ansprüche, wobei vorzugsweise der Sohlenaufbau (1) an der Verbindungsfläche (2) mit dem Rest des Sportschuhs verklebt ist .

Description:
Sohlenaufbau für einen Sportschuh

Die Erfindung betrifft einen Sohlenaufbau für einen Sportschuh, insbesondere einen Langlauf- oder Telemarkschuh, wobei der Soh lenaufbau sich im Wesentlichen zwischen einer Verbindungsfläche zur Verbindung mit dem Sportschuh und einer Standfläche zum Stand auf einer Oberfläche erstreckt, wobei ein Teil der Stand fläche eine Kontaktfläche zum Inkontaktkommen auf einem Ski, insbesondere einem Langlauf- oder Telemarkski, bzw. einer Ski bindung, insbesondere einer Langlauf- oder Telemarkskibindung, bildet, aufweisend eine Strukturkomponente aus einem ersten Ma terial, wobei ein Abschnitt der Oberfläche der Strukturkomponen te die Verbindungsfläche bildet, einen Belag aus einem zweiten Material, wobei der Belag die Strukturkomponente zumindest teil weise zur Standfläche hin bedeckt, ein Verbindungselement um mit einer Haltevorrichtung, insbesondere der Skibindung, zusammenzu wirken, Standvorsprünge zur Standfläche hin, wobei die Standvor sprünge von zumindest einer Quernut von der Standfläche in Rich tung der Verbindungsfläche unterbrochen sind und untere Oberflä chen der Standvorsprünge im Wesentlichen in der Standfläche lie gen. Weiters betrifft die Erfindung einen Sportschuh, insbeson dere einen Langlauf- oder Telemarkschuh.

Der Stand der Technik offenbart eine Anzahl derartiger Sohlen aufbauten. Diese sollten derart gestaltet sein, dass bspw. Lang laufschuhe im Zehenbereich an einer Skilanglaufbindung fixiert werden können, sodass eine seitliche Stabilität zur Skiführung erreicht wird, und zugleich die Ferse angehoben werden kann. Da für sind Langlaufsohlen im Allgemeinen im vorderen Bereich fle xibel gestaltet, damit ein Abrollen des Fußes möglich ist. Zu gleich sollten die Sohlen derart gestaltet sein, dass sie seit lich und torsional eine gewisse Stabilität aufweisen, um Steuer kräfte besser auf den Ski übertragen zu können. Es sollten al lerdings nicht nur diese Erfordernisse erfüllt werden, sondern gleichzeitig sollten Sohlenaufbauten auch leichtgewichtig ge staltet und wirtschaftlich günstig herzustellen sein. Varianten solcher Sohlenaufbauten werden z.B. von der EP 1559337 Bl und der EP 3195748 Al vorgeschlagen.

Sohlenaufbauten für einen Sportschuh, insbesondere einen Lang- lauf- oder Telemarkschuh erfüllen jedoch nicht nur bspw. den Zweck als Verbindungsmittel zu einer Skibindung und damit zum Skilauf, sondern sollten auch außerhalb der Verwendung im Ski lauf, bspw. abseits der Loipe und ohne Verwendung auf einem Ski, gut zum Gehen geeignet sein. Dabei vorteilhaft sind unter ande rem eine breite Standfläche, gute Abrolleigenschaften, ausrei chende Traktion und Rutschfestigkeit und eine gute Verschleiß festigkeit auf verschiedensten Untergründen wie Schnee, Eis, As phalt, Schotter, Fels, Fliesen etc.

Die EP 1 559 337 Bl offenbart eine Laufsohle für einen Sport schuh, bestehend aus einem hinteren, einen Schuhabsatz umfassen den Abschnitt und einem vorderen Abschnitt. Dabei ist die Lauf sohle durchgehend aus relativ hartem Material hergestellt und laufseitig mit einem Laufbelag aus relativ weichem Material ver sehen. Laufseitig sind Längs- und Quernuten ausgebildet, wobei der Grund der Längs- bzw. Quernuten durch den vorderen und ggf. auch hinteren Abschnitt der aus relativ hartem Material beste henden Laufsohle definiert ist.

Weiters zeigt die DE 20 2011 110 458 Ul einen Schuh mit einem äußeren Sohlenaufbau, der einen Kern aus einem ersten Material umfasst, wobei der Kern eine Platte, die eine Verbindungsfläche begrenzt, und Vorsprünge, die von der Platte in Richtung einer freien Fläche vorragen, umfasst. Der äußere Sohlenaufbau umfasst einen Überzug aus einem zweiten Material, der teilweise die Platte und die Vorsprünge bedeckt. Weiters weist der äußere Soh lenaufbau eine umfängliche Lippe auf, die entlang einer latera len Seite, einem hinteren Ende und einer medialen Seite ver läuft, wobei die Lippe ein Unterabschnitt des Überzugs ist.

Nachteiligerweise benötigen diese Sohlenaufbauten einen hohen Materialeinsatz und weisen damit verbunden ein hohes Gewicht auf. Darüber hinaus haben diese eine zu geringe Laufsohlenstruk- tur, welche eine unzureichende Rutschfestigkeit mit sich bringt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sohlenaufbau für einen Sportschuh und einen Sportschuh zu schaffen, der zumindest einen der oben angeführten Nachteile vermeidet oder verringert und/oder möglichst viele der oben angeführten vorteilhaften Ei- genschaften aufweist. Insbesondere soll ein Sohlenaufbau bzw. Sportschuh vorgeschlagen werden, der bei guten Skilaufeigen- schaften bei Verwendung auf einem Ski und mit geringem Gewicht verbesserte Geheigenschaften auf normalen Untergrund, d.h. ohne Ski, aufweist.

Dies wird erzielt durch einen Sohlenaufbau wie eingangs be schrieben, wobei erfindungsgemäß in einem Auskernungsbereich des Sohlenaufbaus Vertiefungen in Standvorsprüngen vorgesehen sind, die sich von der Standfläche in Richtung der Verbindungsfläche erstrecken und zur Standfläche offene Hohlräume bilden. Weiters wird dies erzielt durch einen Sportschuh, insbesondere einen Langlauf- oder einen Telemarkschuh, der einen erfindungsgemäßen Sohlenaufbau aufweist.

Ein Mittel zur Gewichtsreduktion ist das Auskernen des Sohlen aufbaus. Auskernungen werden in der Regel von der Verbindungs fläche in Richtung Standfläche vorgenommen. So können Standvor sprünge Auskernungen aufweisen, d.h. dass sie offene Hohlräume zur Verbindungsfläche aufweisen. Die Verbindungsfläche kann so mit von diesen Hohlräumen unterbrochen sein, andererseits kann die Verbindungsfläche auch einen, mehrere oder alle dieser Hohl räume abdecken. Bei dem erfindungsgemäßen Sohlenaufbau weist al lerdings der Sohlenaufbau in einem Auskernungsbereich des Soh lenaufbaus (auch oder nur) Auskernungen der Standvorsprünge in Form von Vertiefungen oder Auskernungsvorsprüngen von der Stand fläche in Richtung der Verbindungsfläche auf. Somit weist der Sohlenaufbau standflächenseitig als Auskernungen nicht nur zu mindest eine Quernut auf, sondern auch die Standvorsprünge selbst sind ausgekernt. Somit können vorteilhafterweise auch solche Bereiche entkernt werden, die verbindungsflächenseitig wegen des vorliegenden Hinterschnitts nicht erreicht werden kön nen oder zumindest produktionstechnisch nicht einfach ausgekernt werden können. Weiters kann somit vorteilhafterweise einfach die notwendige Verbindungsfläche im Randbereich des Sohlenaufbaus verbindungsflächenseitig erhalten bleiben. Die offenen Hohlräume der Vertiefungen sind insbesondere zur Verbindungsfläche hin be grenzt. Die seitliche Begrenzung der Vertiefungen, d.h. ihre Seitenwände, können von der seitlichen Begrenzung, d.h. den Sei tenwänden oder einem Teil der Seitenwände, der Standvorsprünge gebildet sein. Die Vertiefungen bzw. die von ihnen gebildeten offenen Hohlräume durchbrechen insbesondere untere Oberflächen der Standvorsprünge.

Das Fertigen des Sohlenaufbaus aus zumindest zwei Materialien verbessert das Gehverhalten, insbesondere die Rutschfestigkeit, und die Langlebigkeit. Der Abschnitt der Oberfläche der Struk turkomponente, der die Verbindungsfläche bildet, kann, insbeson dere bis auf einen Randbereich, im Wesentlichen plan sein. Vor zugsweise bedeckt der Belag die Strukturkomponente auch zu den seitlichen Rändern hin. Zur Verbesserung der Gehfähigkeit bzw. zur Erhöhung der Rutschfestigkeit kann die Oberfläche des Bela ges z.B. mattiert ausgeführt geführt. Der Belag kann beispiels weise mit Rautiefen mit einem Mittelrauwert von 20 bis 200 m, insbesondere 60 bis 120 m ausgeführt sein. Es kann auch eine ge ometrische Struktur gezielt eingebracht sein, z.B. ein Muster von sich kreuzenden Rillen mit einer Rillentiefe von zwischen 0,5 und 1 mm, oder ähnlichen Mustern, wie sie aus Anwendungen von Straßenschuhen bekannt sind.

Die Längsrichtung des Sohlenaufbaus läuft von einem Fersenab schnitt zu einem Zehenabschnitt; die Querrichtung quer zur Längsrichtung. Die zumindest eine Quernut verläuft im Wesentli chen in Querrichtung des Sohlenaufbaus, sie kann allerdings ge bogen sein. Eine Quernut kann über ihren Verlauf Winkel zwischen -30° und 30°, bevorzugt zwischen -15° und 15°, zur Längsrichtung aufweisen. Die zumindest eine Quernut kann eine Flexkerbe sein bzw. als Flexkerbe dienen. Die zumindest eine Quernut kann dazu dienen, die Flexibilität, d.h. die Biegsamkeit, des Sohlenauf baus in Längsrichtung zu verbessern. Vorzugsweise ist eine Viel zahl von Quernuten vorgesehen, die die Standvorsprünge von der Standfläche in Richtung der Verbindungsfläche unterbrechen, wo bei beispielsweise alle 1 bis 4 cm eine Quernut vorgesehen sein kann. Im Auskernungsbereich weisen die Vertiefungen im Quer schnitt quer zur Standfläche vorzugsweise einen Flächeninhalt auf, der mehr als 50%, bevorzugt mehr als 50%, des Flächenin halts des jeweiligen Standvorsprungs entspricht. Die von den Au ßenflächen der Standvorsprünge bis zu den Vertiefungen gebilde ten Seitenwände sind bevorzugt dünner als 5 mm, besonders bevor zugt dünner als 3 mm. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in zumindest einem Standvorsprung zur Verbindungsfläche hin ein zur Verbindungsflä che hin offener Hohlraum ausgebildet. Vorzugsweise ist in allen Standvorsprüngen ein offener Hohlraum ausgebildet. Der Hohlraum kann im Wesentlichen von der Standfläche (bis auf die Dicke des Belags und der Strukturkomponente) bis zur Verbindungsfläche reichen. Insbesondere bei Standvorsprüngen, die Vertiefungen aufweisen, können die offenen Hohlräume zur Verbindungsfläche eine geringere Ausdehnung nach unten aufweisen. Insbesondere kann eine obere Begrenzung der (bzw. mancher der) offenen Hohl räume zur Standfläche der Vertiefungen gebildet sein von einer unteren Begrenzung der offenen Hohlräume zur Verbindungsfläche hin der (entsprechenden) Standvorsprünge. Eine obere Begrenzung der (bzw. mancher der) offenen Hohlräume der Vertiefungen kann auch in der Verbindungsfläche liegen. Die Begriffe unten und oben beziehen sich auf die übliche Gebrauchsstellung des Sohlen- aufbaus in Verbindung mit einem Schuh; d.h. unten bedeutet in Richtung des Untergrunds, bei stehendem Schuh, oben bedeutet in Richtung des restlichen Schuhaufbaus bzw. des Trägers.

Es ist vorteilhaft, wenn der Auskernungsbereich jenen Bereich der Standfläche umfasst, der nicht Teil der Kontaktfläche ist bzw. nicht von der Kontaktfläche umfasst ist. Die Kontaktfläche ist insbesondere ein in Querrichtung des Sohlenaufbaus mittiger Abschnitt. Die Kontaktfläche weist eine Breite in Querrichtung des Sohlenaufbaus von bevorzugt zwischen 2 und 10 cm, besonders bevorzugt zwischen 4 und 8 cm, noch mehr bevorzugt zwischen 4,5 und 5,5 cm, auf. Dadurch, dass die Standvorsprünge im Bereich der Kontaktfläche keine Vertiefungen bzw. Auskernungsvorsprünge aufweisen, kann der Stand auf dem Ski bzw. der Skibindung ver bessert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist bzw. sind die Standvor sprünge von zumindest einer, vorzugsweise zwei, (im Wesentlichen in Längsrichtung des Sohlenaufbaus verlaufenden) Längsnut (en) von der Standfläche in Richtung der Verbindungsfläche unterbro chen. Somit kann die Rutschsicherheit des Schuhs in Querrichtung verbessert werden. Vorzugsweise liegen die Längsnuten im Bereich der Kontaktfläche . Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Quernuten und/oder die Längsnuten (und/oder die offenen Hohlräume der Ver tiefungen) einen sich in Richtung der Verbindungsfläche hin ver jüngenden Querschnitt auf. Einerseits kann somit die Produktion vereinfacht werden, da der Sohlenaufbau direkt entformbar ist. Andererseits verfängt sich somit weniger Schmutz in den Ausneh mungen an der Unterseite. Beim Abbiegen des Sohlenaufbaus weiten sich die Ausnehmungen zudem auf, was weiters das Auswerfen von Verschmutzungen begünstigt.

In einer vorzugsweisen Ausführungsform weist das erste Material eine größere Härte auf als das zweite Material, insbesondere be zogen auf die Shore-D-Härte und die Shore-A-Härte, wobei insbe sondere das erste Material eine nach Shore-D zu bestimmende Här te und das zweite Material eine nach Shore-A zu bestimmende Här te aufweist. Vorteilhafterweise ist das erste Material dafür vorgesehen, für eine ausreichende laterale Festigkeit und Torsi onssteifigkeit zu sorgen und der Einbettung des Verbindungsele ments zu dienen. Das erste Material kann bspw. eine Shore-D- Härte von zwischen 40 Shore-D und 80 Shore-D, bevorzugt zwischen 50 Shore-D und 60 Shore-D, noch mehr bevorzugt zwischen 53 Sho- re-D und 56 Shore-D, aufweisen. Das zweite Material kann bspw. eine Shore-A-Härte von zwischen 50 Shore-A und 100 Shore-A, be vorzugt zwischen 65 Shore-A und 85 Shore-A, noch mehr bevorzugt zwischen 70 Shore-A und 80 Shore-A, aufweisen. Somit sorgt die Strukturkomponente aus dem ersten Material für die notwendige Steifigkeit. Vorzugsweise weist die Strukturkomponente das Ver bindungselement auf. Der Belag aus dem zweiten, weicheren Mate rial erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Standfläche bzw. die gesamte Unterseite des Sohlenaufbaus und verbessert die Standfestigkeit .

Bevorzugt weist das Verbindungselement eine mit der Strukturkom ponente verbundene Querachse auf. Solche Querachsen haben sich zur Verbindung mit der Skibindung bewährt und ermöglichen eine gute Kraftübertragung. Weiters wird die Kraftübertragung durch die Verbindung der Querachse mit der Strukturkomponente verbes sert, insbesondere wenn das erste Material härter ist. Gemäß einer vorzugsweise Ausführungsform weisen die Seitenflä chen, die den Sohlenaufbau in beide Querrichtungen begrenzen, jeweils sohlenaufbauseitig einen Winkel zur Standfläche auf, der kleiner als 90°, bevorzugt zwischen 70 und 88°, besonders bevor zugt zwischen 75 und 85°, ist. Dadurch kann eine bremsende Wir kung der Seitenflächen bspw. bei Schrägstellung des Skis und da mit des Sohlenaufbaus verhindert werden. Dabei sollten die Sei tenflächen im Wesentlichen glatt sein, damit sie bei Berührung mit Untergrund oder Schnee beim Skifahren oder -laufen (z.B. bei Schrägstellung des Skis) keine bremsende Wirkung entfalten. Die Seitenflächen können von der zumindest einen Quernut unterbro chen sein; sie können allerdings auch die zumindest eine Quernut begrenzen und durchgehend sein. Es kann auch nur die Seitenflä che, die den Sohlenaufbau innenristseitig begrenzt, oder die Seitenfläche, die den Sohlenaufbau außenristseitig begrenzt, sohlenaufbauseitig einen Winkel zur Standfläche aufweisen, der kleiner als 90°, bevorzugt zwischen 70 und 88°, besonders bevor zugt zwischen 75 und 85°, ist.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist bzw. sind zumin dest eine, vorzugsweise beide, von der Standfläche und den Sei tenflächen gebildete Kante (n) abgerundet, wobei vorzugsweise die Rundung einem Kreisbogen eines Kreises mit einem Radius von zwi schen 0,3 und 2,5 mm, bevorzugt zwischen 0,5 und 1,5 mm, ent spricht. Somit kann der Widerstand, der der Sohlenaufbau gegen über einem Untergrund, bspw. einer Loipe, ausüben kann und somit seine bremsende Wirkung verringert.

Es ist vorteilhaft, wenn standflächenseitige Kanten, insbesonde re (im Wesentlichen in Querrichtung verlaufende) Querkanten, der Standvorsprünge und/oder Vertiefungen (und/oder der Quernuten) Radien von weniger 0,5 mm, bevorzugt weniger als 0,3 mm, beson ders bevorzugt weniger 0,2 mm, aufweisen. Hierdurch kann die Traktion des Sohlenaufbaus mit dem Untergrund bspw. beim Gehen (ohne angeschnallten Ski) verbessert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform weisen der Standfläche ab gewandte Kanten der Standvorsprünge und/oder der Vertiefungen (und/oder der Quernuten und/oder der Längsnuten) Radien von mehr als 0,3 mm, bevorzugt mehr als 0,5 mm, noch mehr bevorzugt mehr als 0,7 mm auf. Dadurch sind die jeweiligen Ausnehmungen selbst reinigend; Schmutz kann sich schlechter in ihnen verfangen, dem Haften von Steinen wird entgegengewirkt und Verschmutzungen kön nen leichter, bspw. beim Abbiegen der Sohle, ausgeworfen werden.

Es ist vorteilhaft, wenn die zumindest eine Quernut einen sich von den Seitenflächen des Sohlenaufbaus , die den Sohlenaufbau in beide Querrichtungen begrenzen, nach innen verbreiternden Quer schnitt aufweist. Somit können bremsende Kanten an den Seiten flächen des Sohlenaufbaus vermieden werden. Die Quernuten können somit zu den Seitenflächen hin verjüngt sein, d.h. einen jeweils ungefähr von der Mitte des Sohlenaufbaus zu den Seitenflächen hin abnehmenden Querschnitt aufweisen. Hierdurch können Kanten an den Seitenflächen reduziert werden, bei aufrechter Wirkung der zumindest einen Quernut auch im Randbereich.

In einer bevorzugten Ausführungsform bedeckt der Belag die

Strukturkomponente zur Standfläche hin im Wesentlichen vollstän dig und/oder weist der Belag eine Dicke von 1 bis 3 mm, bevor zugt von 1,5 bis 2,5 mm, auf. Somit kann das Gewicht weiter re duziert bzw. die Traktion mit dem Untergrund verbessert werden. Weiters kann der Belag eine Abnützung der Strukturkomponente verhindern .

Es ist vorteilhaft, wenn eine an eine Seitenfläche angrenzende untere Oberfläche zumindest eines der Standvorsprünge eine Nei gung nach oben aufweist und einen Winkel zur Standfläche ein schließt, der größer als 0°, bevorzugt zwischen 0,3° und 10°, besonders bevorzugt zwischen 0,5° und 5°, ist, wobei dies vor zugsweise von einer, bevorzugt zwei, im Wesentlichen in Längs richtung laufenden Kante (n) der Standvorsprünge ausgeht. Hier durch kann bei einer Verkippung des Sohlenaufbaus eine Traktion mit dem Untergrund vermieden werden bzw. können größere Winkel der Schrägstellung des Skis ermöglicht werden.

Bezugnehmend auf den erfindungsgemäßen Sportschuh ist es vor teilhaft, wenn der Sohlenaufbau an der Verbindungsfläche mit dem Rest des Sportschuhs verklebt ist. Dies ermöglicht eine beson ders stabile Verbindung zum Sohlenaufbau. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einer in Figuren dar gestellten bevorzugten Ausführungsform näher erläutert, die für die Erfindung nicht beschränkend sein soll. Die Figuren zeigen im Einzelnen:

Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform eines Sohlenaufbaus von schräg oben;

Fig. 2 dieselbe Ausführungsform des Sohlenaufbaus wie Fig. 1 von oben;

Fig. 3 dieselbe Ausführungsform des Sohlenaufbaus wie Fig. 1 in einem Querschnitt;

Fig. 4 dieselbe Ausführungsform des Sohlenaufbaus wie Fig. 1 in einem Schnitt entlang der Ebene B-B aus Fig. 2;

Fig. 5 dieselbe Ausführungsform des Sohlenaufbaus wie Fig. 1 in einem Schnitt entlang der Ebene A-A aus Fig. 2;

Fig. 6 dieselbe Ausführungsform des Sohlenaufbaus wie Fig. 1 von unten;

Fig. 7 dieselbe Ausführungsform des Sohlenaufbaus wie Fig. 1 von vorne; und

Fig. 8 dieselbe Ausführungsform des Sohlenaufbaus wie Fig. 1 von schräg unten.

Fig. 1 bis 8 zeigen dieselbe bevorzugte Ausführungsform eines Sohlenaufbaus 1 aus verschiedenen Perspektiven. Dabei zeigt Fig. 1 den Sohlenaufbau 1 von schräg oben, Fig. 2 von oben, Fig. 3 in einem Querschnitt in Querrichtung, Fig. 4 in einem Schnitt ent lang der Ebene B-B aus Fig. 2, Fig. 4 in einem Schnitt entlang der Ebene A-A aus Fig. 2, Fig. 6 von unten, Fig. 7 von vorne und Fig. 8 von schräg unten.

Der Sohlenaufbau 1 ist für einen Sportschuh, insbesondere einen Langlauf- oder Telemarkschuh, gedacht. Er erstreckt sich im We sentlichen zwischen einer Verbindungsfläche 2 zur Verbindung mit dem Sportschuh und einer Standfläche 3 zum Stand auf einer Ober fläche. Ein Teil der Standfläche 3 bildet eine Kontaktfläche 4 zum Inkontaktkommen auf einem Ski, insbesondere einem Langlauf oder Telemarkski, bzw. einer Skibindung, insbesondere einer Langlauf- oder Telemarkskibindung. Der Sohlenaufbau 1 weist eine Strukturkomponente 5 aus einem ersten Material auf, wobei ein Abschnitt der Oberfläche der Strukturkomponente 5 die Verbin dungsfläche 2 bildet. Weiters weist der Sohlenaufbau 1 einen Be lag 6 aus einem zweiten Material auf, wobei der Belag 6 die Strukturkomponente 5 zur Standfläche 3 bzw. zum Untergrund hin und zu den seitlichen Rändern hin bedeckt. Es ist ein Verbin dungselement 7 in Form einer mit der Strukturkomponente 5 ver bundenen Querachse 8 vorgesehen, um mit einer Haltevorrichtung, insbesondere der Skibindung, zusammenzuwirken. Der Sohlenaufbau 1 weist Standvorsprünge 9 zur Standfläche 3 hin auf, die teil weise offene Hohlräume 10 in Richtung der Verbindungsfläche 2 aufweisen. Es ist ersichtlich, dass untere Oberflächen der offe nen Hohlräume 10 der Standvorsprünge 9 in Richtung der Verbin dungsfläche 2 obere Oberflächen der offenen Hohlräume der Ver tiefungen bzw. Auskernungsvorsprünge 12 in Richtung der Stand fläche 3 begrenzen und umgekehrt, wobei jeweils die Höhe der La ge dieser Oberflächen unterschiedlich sind. Untere Oberflächen der Standvorsprünge 9 liegen im Wesentlichen in der Standfläche 3, allerdings sind in einem Auskernungsbereich 11 Vertiefungen 12 der Standvorsprünge 9 von der Standfläche 3 in Richtung der Verbindungsfläche 2 vorgesehen, wobei die Vertiefungen 12 zur Standfläche 3 hin offene Hohlräume 13 bilden. Der Auskernungsbe reich 11 umfasst insbesondere einen Teil der Standfläche 3, der nicht Teil der Kontaktfläche 4 ist. Dabei zeigt Fig. 4 einen Schnitt im Auskernungsbereich 11, Fig. 5 einen Schnitt im Be reich der Kontaktfläche 4, wo dementsprechend die Standvorsprün ge 9 keine Vertiefungen 12 aufweisen. Die Standvorsprünge 9 sind von Quernuten 14 von der Standfläche 3 in Richtung der Verbin dungsfläche 2 unterbrochen. Weiters sind die Standvorsprünge 9 von zwei Längsnuten 15 von der Standfläche 3 in Richtung der Verbindungsfläche 2 unterbrochen. Die Quernuten 14 und die

Längsnuten 15 weisen einen sich in Richtung der Verbindungsflä che 2 hin verjüngenden Querschnitt auf.

Das erste Material der Strukturkomponente 5 ist härter als das zweite Material des Belags. Somit kann die Strukturkomponente 5 dem Sohlenaufbau 1 die nötige Steifigkeit geben, während der Be lag 6 für eine gute Rutschsicherheit beim Gehen auf einem Unter grund sorgt. Die Seitenflächen 16, die den Sohlenaufbau 1 in beide Querrichtungen begrenzen, weisen jeweils sohlenaufbausei tig einen Winkel zur Standfläche 3 auf, der zwischen 70° und 90° liegt. Beide von der Standfläche 3 und den Seitenflächen 16 ge bildete Kanten 17 sind abgerundet, wobei die Rundung einem

Kreisbogen eines Kreises mit einem Radius von im Wesentlichen 1 mm entspricht. Die standflächenseitigen Kanten 18 der Standvor sprünge 9 und der Vertiefungen 12 sind relativ spitz und weisen Radien von im Wesentlichen 0,2 mm auf, um eine gute Traktion zu ermöglichen. Um das Hängenbleiben von Steinen und anderem

Schmutz zu vermeiden bzw. ihr Auswerfen zu begünstigen, haben andererseits der Standfläche 3 abgewandte Kanten 19 der Stand vorsprünge 9 und der Vertiefungen 12 Radien von ungefähr 0,6 mm. Die Quernuten 14 haben einen sich von den Seitenflächen 16 nach innen, d.h. jeweils Richtung Mitte des Sohlenaufbaus 1, sich verbreiternden bzw. vergrößernden Querschnitt.

Der Belag 6 bedeckt die Strukturkomponente 5 zur Standfläche 3 hin im Wesentlichen vollständig und hat eine Dicke von ca. 2 mm. Wie insbesondere in Fig. 6 und 8 zu sehen, weisen untere Ober flächen der Standvorsprünge 9 eine Kante 20 auf, wobei von die ser Kante 20 ausgehend in Richtung der Seitenflächen 16 die un teren Oberflächen der Standvorsprünge 9 nach oben geneigt sind mit einem Winkel von ungefähr 10°.