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Patent Searching and Data


Title:
SPARK EROSION MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1989/003270
Kind Code:
A1
Abstract:
A spark erosion machine has a wire electrode and an optical measuring device for measuring the deviation of the electrode. The measuring device contains a light source (10) which produces a homogenous beam of parallel rays. A sensor arrangement (1, 11) for measuring the light beam produced by the light source and attenuated by the wire electrode (9) is designed so that it absorbs a quantity of light reversibly dependent on the relative position of the wire electrode (9). An evaluation circuit connected downstream of the sensor arrangement emits an electric signal which indicates the deviation of the wire electrode from its straight position. By means of this electric signal, the relative position between the guide heads of the wire electrode and the workpiece can be corrected so as to prevent machining defects due to deviation of the wire electrode.

Inventors:
BELTRAMI IVANO (CH)
WEHRLI PETER (CH)
BERTHOLDS AXEL (CH)
Application Number:
PCT/CH1988/000185
Publication Date:
April 20, 1989
Filing Date:
October 11, 1988
Export Citation:
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Assignee:
AGIE AG IND ELEKTRONIK (CH)
International Classes:
B23H7/02; B23H7/04; G01D5/34; (IPC1-7): B23H7/04; G01D5/34
Foreign References:
FR2565216A11985-12-06
FR1580820A1969-09-12
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Claims:
FunkenerosionsmaschinePatentansprüche
1. Funkenerosionsmaschine mit einer Laufdrahtelektrode (9) und einer optischen Meßeinrichtung zur Messung der Auslenkung der Laufdrahtelektrode, wobei die Meßeinrichtung eine Lichtquelle (10), eine Sensoran¬ ordnung (1, 11) zur Messung des durch die Laufdrah¬ telektrode (9) abgeschatteten Lichtstrahls (32) der Lichtquelle und eine der Sensoranordnung nachge schaltete Auswerteschaltung (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung (1, 11) so ausgebildet ist, daß sie eine von der relativen Lage der Laufdrahtelektrode (9) umkehrbar eindeutig abhängige Lichtmenge absorbiert.
2. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine das Licht absorbierende wirksame Fläche der Sensoranordnung (1) eine sich streng monoton ändernde geometrische Gestalt hat.
3. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Licht absorbierende Fläche der Sensoranordnung (1) die Form eines Dreieckes hat.
4. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranord¬ nung (1) eine Mehrzahl von Sensorelementen (2, 11; 25, 33; 38, 39) aufweist.
5. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale der Sensorelemente (2, 25) optisch zu einem Gesamtsignal aufsummiert werden.
6. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Sensorelement (2, 11; 25, 33; 38, 39) ein photoelektrisches Wandlerelement (11) aufweist und daß die Auswerteschaltung (1416) eine Summationsschaltung (14, 15) für die Ausgangs¬ signale der photoelektrischen Wandlerelemente (11) zum Erzeugen des die relative Lage der Laufdrah¬ telektrode (9) anzeigenden Signales aufweist.
7. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (10) ein Strahlenbündel (32) mit parallelem, homogenem Licht erzeugt und einen Schatten (8) der Laufdrahtelektrode auf die das Licht absorbierende wirksame Fläche der Sensoranordnung (1) wirft.
8. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von photoelektrischen Sensorelementen (2), deren Abmessungen kleiner als die Breite des Schattens (8) der Laufdrahtelektrode (9) sind, vorgesehen ist, und daß die photoelektrischen Sensorelemente (2, 11) in der Weise angeordnet sind, daß einem senkrecht zur Meßrichtung (x) verlaufenden Abschnitt der Sensoranordnung (1), der eine vorgegebene Länge in Meßrichtung hat, eine Anzahl von Sensorelementen (2, 11) zugeordnet ist, die vom Ort des Abschnittes in Meßrichtung (x) abhängt.
9. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung (1) eine über ihre Fläche im wesentlichen gleichbleibende Anzahl von Sensorelementen (2, 11) je Flächeneinheit aufweist und daß die Breite der Sensoranordnung (1) senkrecht zur Meßrichtung (x) vom Ort der Meßrich¬ tung (x) abhängt.
10. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Sensorelemente (2, 11) je Flächeneinheit von deren Ort in Meßrich¬ tung (x) abhängt.
11. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranord¬ nung (1) zwei Gruppen (6, 7) von Sensorelementen (2, 11) aufweist, die in der Weise angeordnet sind, daß ein senkrecht zur Meßrichtung (x) verlaufender Abschnitt mit einer vorgegebenen Länge in Meßrich¬ tung der ersten Gruppe (6) eine Anzahl von Sensor¬ elementen aufweist, die eine bestimmte Abhängigkeit vom Ort des Abschnittes in Meßrichtung (x) hat und daß ein senkrecht zur Meßrichtung (x) verlaufender Abschnitt mit einer vorgegebenen Länge in Meßrich¬ tung (x) der zweiten Gruppe (7) eine Anzahl von Sensorelementen (2, 11) aufweist, die eine gegenüber der bestimmten Abhängigkeit umgekehrte Abhängigkeit vom Ort des Abschnittes in Meßrichtung (x) hat.
12. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Gruppen (6, 7) die Form eines dreieckigen Feldes von Sensorelementen (2, 11) hat und daß die dreieckigen Felder gegen¬ sinnig zueinander ausgerichtet sind.
13. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorele¬ mente Lichtleitfasern (2) und photoelektrische Wandlerelemente (11) umfassen, daß die der Laufdrah¬ telektrode (9) zugewandten Enden der Lichtleitfasern (2) durch ein diese Lichtleitfasern (2) im wesentli¬ chen parallel zueinander festlegendes Führungsteil (3) gehalten sind und daß an die anderen Enden der Lichtleitfasern (2) die photoelektrischen Wandler¬ elemente (11) angeschlossen sind.
14. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die photoelektrischen Wandler¬ elemente Photodioden (11) sind.
15. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteschaltung (12) Additionsschaltungen (14, 15) und eine Subtraktions¬ schaltung (16) aufweist, daß jede der Additions¬ schaltungen (14, 15) jeweils die Ausgangssignale der Sensorelemente (2, 11) von je einer Gruppe (6, 7) aufaddiert und daß die Subtraktionsschaltung (16) ein die relative Lage der Laufdrahtelektrode anzeigendes elektrisches Signal erzeugt, das die Differenz der Ausgangssignale der Additionsschaltun¬ gen (14, 15) bildet.
16. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlengang vor den photoelektrischen Wandlerelementen (11) eine optische Einrichtung (2, 25, 33; 38, 39) vorgesehen ist, die einen Ausschnitt des Lichtstrahles (32) zu den photoelektrischen Wandlerelementen durchläßt, und daß der Ausschnitt des Lichtstrahles die sich streng monoton ändernde geometrische Gestalt hat.
17. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung ein Bündel von Lichtleitfasern (2) ist.
18. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung eine dreieckförmige Linse (25) ist.
19. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung eine optische Linse (25) mit dreieckförmiger Maske (40) ist.
20. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 16, 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung eine zylindrische Linse (23, 25) ist, deren Brechungsindex sich in Abhängigkeit vom Radius zur optischen Achse (29) im wesentlichen parabolisch ändert.
21. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Linse (25) einen dreieckför¬ migen Querschnitt hat.
22. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsebene (26) der Linse mit einer dreieckförmigen Maske abgedeckt ist.
23. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsebene (26) der zylindrischen Linse mit mindestens einem dreieckför¬ migen Wellenlängenfilter abgedeckt und der Rest durch eine Maske (40) abgedunkelt ist.
24. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lichtleiter (30) an den Fokus (28) der Linse angekoppelt ist und daß der Fokus in der ebenen Austrittsfläche (27) der Linse liegt.
25. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 20, 23, 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintritts¬ ebene (26) der zylindrischen Linse (25) mit zwei dreieckförmigen Filtern (38, 39) abgedeckt ist, daß diese Filter (38, 39) unterschiedliche Wellenlängen des Lichtes durchlassen, daß der übrige Bereich der Eintrittsfläche der Linse (25) mit einer Maske (40) abgedeckt ist, daß die Lichtquelle (10) Licht mit mindestens den beiden durch die Filter (38, 39) bestimmten Wellenlängen emittiert und daß zwischen dem Ausgang der Linse und den photoelektrischen Wandlerelementen (11) ein Strahlteiler (35) vorgesehen ist, der das Licht in Licht mit den einzelnen Wellenlängen aufspaltet und diese separat zu je einem zugeordneten Wandlerelement (11) durchläßt.
26. Funkenerosionsmaschine nach Anspruch 25, dadurch .gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorgesehen sind, die eine durch chromatische Aberration bedingte Fehlanpassung an mindestens eine der beiden Wellenlängen korrigieren.
27. Funkenerosionsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des parallelen, homogenen Strahlenbündels (32) eine punktförmige Lichtquelle (10) und eine daran angeschlossene zylinderförmige Linse (34) mit einem sich parabolisch ändernden Brechungsindex vorgesehen ist.
Description:
Funkenerosionsmaschine

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Funkenerosionsmaschine mit einer Laufdrahtelektrode und einer optischen Meßein¬ richtung zur Messung der Auslenkung der Laufdrahtelektro¬ de, wobei die Meßeinrichtung eine Lichtquelle, eine Sensoranordnung zur Messung des durch die Laufdrahtelek¬ trode abgeschatteten Lichtstrahls der Lichtquelle und eine der Sensoranordnung nachgeschaltete Auswerteschaltung aufweist.

Eine derartige Elektroerosionsmaschine ist aus der DE-PS 28 26 270 bekannt. Diese bekannte Anordnung weist für jede Meßebene eine Lichtquelle sowie zwei in Richtung des Lichtstrahles hinter der Laufdrahtelektrode angeordnete

Sensorelemente auf. Diese Sensorelemente liegen seitlich im Abstand zueinander. Solange sich die Laufdrahtelektrode in einer Null-Lage befindet, fällt deren Schatten zwischen die beiden Sensorelemente, so daß beide beleuchtet sind und ein elektrisches Signal erzeugen. Bei einer Auslenkung der Laufdrahtelektrode um ein vorbestimmtes Mindestmaß, wird eines der beiden Sensorelemente von der Laufdraht¬ elektrode abgeschattet, so daß aus dem sich ändernden Ausgangssignal dieses Sensorelementes auf die Verschiebung des Erosionsdrahtes aus der Null-Lage geschlossen werden kann. Mit dieser bekannten Anordnung kann man primär feststellen, ob sich die Laufdrahtelektrode in ihrer Null-Lage befindet oder nicht. Eine präzise Messung der Auslenkung ist jedoch bestenfalls nur in einem sehr engen Meßbereich möglich, dort allerdings nicht erforderlich, da eine Regelung der Läge des Erosionsdrahtes nur bezüglich der Null-Lage des Sensors erfolgt, womit aber Schneidfehler nicht vermieden werden.

Eine ähnliche Elektroerosionsmaschine ist aus der JP-OS 51-137 193 bekannt. Dort besteht die Sensoranordnung aus einer Gruppe von parallel nebeneinander liegenden Lichtleitfasern, die von einer Lichtquelle mit Licht versorgt werden. Auch hier liegt die Laufdrahtelektrode zwischen der Lichtquelle und den Lichtleitfasern. An jede Lichtleitfaser ist ein photoelektrisches Wandlerelement angeschlossen, das seinerseits jeweils an eine Summations- schaltung angeschlossen ist, die ein Ausgangssignal erzeugt, wenn zumindest eine vorbestimmte Anzahl von Lichtleitfasern von der Lichtquelle bestrahlt wird. Solange die Laufdrahtelektrode in einer Soll-Lage ist, deckt ihr Schatten eine so große Anzahl von Lichtleitele- menten ab, daß die Su mationsschaltung nicht anspricht. Wenn die Laufdrahtelektrode aus dem Erfassungsbereich dieser Sensoranordnung ausgelenkt wird, werden sämtliche Lichtleitfasern von der Lichtquelle beschienen, so daß es zu einem Ansprechen der Summationsschaltung kommt. Das Ausgangssignal der Summationsschaltung gibt also ebenfalls

nur an, ob die Laufdrahtelektrode innerhalb ihres Sollbereiches liegt oder nicht.

Optische Meßeinrichtungen, die die Kontur eines Gegenstan¬ des abtasten, sind auf anderen Gebieten der Technik bekannt, beispielsweise aus der DE-OS 19 30 111, US-PS 3,901,604, DE-OS 26 46 674. Dort wird allerdings nicht im Schattenwurf erfahren gearbeitet. Vielmehr wird entweder die Auslenkung eines Lichtstrahles gemessen (US 3,901,604) oder es wird eine an dem zu messenden Gegenstand aufge¬ brachte Markierung optisch abgetastet (DE-OS 26 46 674, DE-OS 19 30 111), wobei diese Markierung gegenüber dem Hintergrund des zu vermessenden Gegenstandes ein anderes Absorptions- bzw. Reflektionsver ögen hat.

Zum technischen Hintergrund wird auch noch auf folgende Druckschriften hingewiesen: JP-AS 58-217225, JP-OS 60-29231, JP-OS 57-178618, JP-OS 60-221221 und JP-OS 59-142021.

Seit einiger Zeit sind auf dem Markt zylindrische Linsen mit einer parabolischen Verteilung des Brechungsindex bekannt. Diese Linsen haben im Prinzip dieselben optischen Eigenschaften wie herkömmliche sphärische Linsen mit dem zusätzlichen Vorteil, daß ihre Endflächen eben sind. Diese Linsen werden bevorzugt zur Einkopplung von Licht in Lichtleitfasern verwendet (vgl. Firmendruckschrift der Firma TS-Optoelectronic, 8000 München 22 mit dem Titel "Selfoc" )•("Selfoc" ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Nippon Sheet Glass Co., Ltd.)

Bei der Funkenerosion wird die Laufdrahtelektrode zwar zwischen einem oberen und einem unteren Führungskopf durch Antriebs- und Bremsrollen gespannt, gleichwohl wird sie durch von Funkenentladungen herrührenden Kräften verbogen bzw. ausgelenkt. Je höher die Schnittgeschwindig¬ keiten beim Drahterodieren sind, desto größer werden die

auf die Laufdrahtelektrode wirkenden Kräfte, die eine Auslenkung hervorrufen. Durch diese Auslenkungen, die heute in der Größenordnung von 200 bis 400 μm liegen, wird die Genauigkeit der Schnittlinien beeinträchtigt. Dies macht sich besonders dann bemerkbar, wenn gekrümmte Konturen erodiert werden sollen und insbesondere, wenn eine möglichst präzise Ecke geschnitten werden soll. Es ergeben sich dann die bekannten "Eckenfehler". Diese Eckenfehler werden im wesentlichen dadurch bedingt, daß die Laufdrahtelektrode entgegengesetzt zur Vorschubrich¬ tung ausgelenkt wird.

Bisher hat man versucht, diese Eckenfehler dadurch zu verringern, daß man die mechanische Zugspannung der Laufdrahtelektrode vergrößerte oder daß die Vorschubge¬ schwindigkeit beim Schneiden von Ecken verringert wurde, eventuell bei gleichzeitiger Änderung weiterer Parameter wie z.B. der Generatorleistung. Da andererseits heute immer höhere Schnittgeschwindigkeiten verlangt werden, ist dieses Verlangsamen des Vorschubes nicht mehr hinnehmbar.

Wesentliches Ziel der Erfindung ist es, die Elektroerosi- onsmaschine dahingehend zu verbessern, daß Eckenfehler auch bei hoher Schnittgeschwindigkeit vermieden werden. Dabei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß Auslenkungen der Laufdrahtelektrode unvermeidbar sind. Daher ist es ein weiteres Ziel der Erfindung, diese Auslenkungen möglichst präzise zu erfassen und dann die Vorschubdaten für die Relativbewegung zwischen Werkstück und Laufdrahtelektrode entsprechend diesen Auslenkungen zu korrigieren.

Dabei ist zu beachten, daß die schädlichen Auslenkungen im Inneren des Werkstückes auftreten, wo eine meßtechni¬ sche Erfassung nicht möglich ist. Die Erfindung mißt daher die Auslenkung der Laufdrahtelektrode in einem Bereich zwischen einer Drahtführung und dem Werkstück.

Aus der dort gemessenen Auslenkung kann man dann auf die im Inneren des Werkstückes auftretende maximale Auslenkung der Laufdrahtelektrode rückschließen.

Die oben genannten Ziele bzw. Aufgaben werden erfindungs¬ gemäß dadurch gelöst, daß die Sensoranordnung so ausgebil¬ det ist, daß sie eine von der relativen Lage der Laufdrah¬ telektrode umkehrbar eindeutig abhängige Lichtmenge absorbiert.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung hat eine das Licht absorbierende wirksame Fläche der Sensoran¬ ordnung eine sich streng monoton ändernde geometrische Gestalt. Hierdurch wird ein umkehrbar eindeutiger Zusammenhang (in mathematischem Sinn) zwischen der Auslenkung der Laufdrahtelektrode und der absorbierten Lichtmenge erreicht.

Eine besonders günstige Form der sich streng monoton ändernden geometrischen Gestalt ist die geometrische Gestalt eines Dreieckes, bei dem der Zusammenhang zwischen absorbierter Lichtmenge und Auslenkung der Laufdrahtelek¬ trode linear ist.

Die Erfindung läßt sich in verschiedenen Ausführungsformen realisieren. Ein erstes Ausführungsbeispiel verwendet unmittelbar photoempfindliche Elemente mit dreieckförmiger Gestalt. Ein zweites Ausführungsbeispiel verwendet ein Bündel von Lichtleitfasern, die in einer Auftreffebene des Lichtes zur Form eines Dreieckes zusammengefaßt sind. Ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht optische Einrichtungen vor, die einen dreieckföππigen Ausschnitt des Lichtbündels durchlassen. Ausgestaltungen dieses Ausführungsbeispieles verwenden eine dreieckförmige Blende, eine dreieckförmige Linse oder eine Linse mit

vorgeschaltetem dreieckförmigem Filter.

Eine Erhöhung der Meßempfindlichkeit erhält man dadurch, daß zwei oder mehrere Meßanordnungen von dem Lichtstrahl beschienen und von dem Schatten der Laufdrahtelektrode lokal abgedunkelt werden. Eine besonders platzsparende Variante verwendet hierbei zwei Dreiecke, die gegenläufig ausgerichtet sind. Werden rechtwinklige Dreiecke verwen¬ det, so liegen dabei ihre Hypotenusen aneinander bzw. parallel zueinander in der Eintrittsebenen der Sensoran¬ ordnung.

Da die Meßanordnung im Wirkungsbereich der Spülflüssigkeit der Elektroerosionsmaschine angeordnet ist, wo elektri¬ sche Phänomene der Funkenerosion elektrische Störungen verursachen und dort auch hohe Flüssigkeitsdrücke von bei¬ spielsweise 15 bar vorliegen, ist es besonders günstig, wenn keine elektrischen Bauelemente oder elektrische Leitungen in diesen Bereich führen. Aus diesem Grunde ist besonders bevorzugt, das Licht der Lichtquelle und auch das gemessene Licht der Sensoranordnung mittels Lichtleit¬ fasern zu- bzw. abzuführen, womit die elektrischen Bauteile weit außerhalb des Meßbereiches angeordnet werden können. Besonders günstig ist dann der Einsatz von zylindrischen Linsen mit parabolisch verteiltem Brechungs¬ index, da diese Linsen einerseits ein über Lichtleiter eingekoppeltes Licht zu einem parallelen, homogenen Lichtstrahl formen können und andererseits parallele, auftreffende Lichtstrahlen in ihrer ebenen Austrittsfläche fokussieren können, an die im Fokus ein Lichtleiter angekoppelt ist. Ist eine solche Linse für den Sensor dreieckförmig geschliffen und zwar so, daß ihre optische Achse und ihr Fokus noch im verbleibenden Körper vorhanden sind, so ist die im Fokus austretende Lichtmenge linear von der Lage des Schattens der Laufdrahtelektrode abhängig. Auch hier ist es möglich, zwei solcher Linsen aneinanderzulegen und zwar so, daß ihre optischen Achsen parallel zueinander laufen.

Bei einer anderen Variante der Verwendung solcher Linsen wird die Auftreffl che des Lichtes so abgedunkelt, b eispielsweise durch eine Blende oder einen Abdecklack, daß nur ein dreieckförmiger Bereich lichtdurchlässig ist.

Bei einer Variante mit zwei dreieckförmigen Bereichen werden auf der Auftreffebene des Lichtes zwei dreieckför¬ mige Filter angeordnet, die jeweils bestimmte Lichtwellen¬ längen durchlassen oder ausfiltern. Verwendet man dann eine Lichtquelle mit zwei auf die Filter abgestimmten Wellenlängen und am Ausgang dieser Linse einen Strahltei¬ ler für die beiden Wellenlängen, so erhält man zwei Teilstrahlen, deren Intensität wiederum ein direktes Maß für die Lage des Schattens der Laufdrahtelektrode ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind der nachfolgenden Figurenbeschreibung zu entnehmen. In den Figuren zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer photoelektrischen Sensoranordnung;

Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der photoelektri¬ schen Sensoranordnung;

Fig. 3 eine schematische Darstellung der photoelektri¬ schen Sensoranordnung mit Photodioden und einer nachgeschalteten Summationsschaltung;

Fig. 4 eine Ausführungsform einer Auswerteschaltung für die Sensoranordnung;

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Elektroero¬ sionsmaschine mit der photoelektrischen Sensoranordnung;

Fig. 6 eine Schnittansicht einer dritten Ausführungs- forra der photoelektrischen Sensoranordnung;

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht der Sensoranord¬ nung der Fig. 6;

Fig. 8 eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungs-

Variante des Ausführungsbeispieles der Fig. 6 und 7;

Fig. 9 eine schematische Seitenansicht einer Sensoran¬ ordnung nach einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung; und

Fig. 10 eine Vorderansicht des Ausführungsbeispieles der Fig. 9 mit zwei Wellenlängenfiltern.

Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Sensoranordnung 1, die bei der Erfindung zur Anwendung kommt. Diese Sensoranordnung 1 umfaßt eine Vielzahl von Lichtleitfasern 2, die in ihrer gegenseitigen parallelen Lage durch eine Kunststoffplatte 3 gehalten sind. Die Enden der Lichtleitfasern sind fest in der Kunststoffplat¬ te gehalten. Diese Kunststoff latte 3 hat eine Breitseite 4 und eine Längsseite 5. Die Lichtleitfasern 2 sind in eine erste Gruppe 6 und eine zweite Gruppe 7 unterteilt, die voneinander durch die Diagonale der im wesentlichen rechtwinkligen Kunststoffplatte 3 getrennt sind. Eine in Fig. 1 nicht dargestellte Lichtquelle beleuchtet mit einem parallelen Lichtbündel mit homogener Intensitätsver¬ teilung sämtliche Lichtleitfasern 2 mit Ausnahme eines Bereiches, der durch einen Schatten 8 der in Fig. 1 nicht dargestellten Laufdrahtelektrode abgedunkelt ist. Dieses parallele Lichtbündel kann durch Lichtleitfasern mit geringem Öffnungswinkel erzeugt werden, in deren eines Ende Licht einer Lichtquelle eingekoppelt wird. Die Anzahl der durch den Schatten abgedunkelten Lichtleitfa¬ sern der ersten und der zweiten Gruppe 7 bzw. 6 hängt damit eindeutig von der relativen Lage des Schattens 8 bezogen auf eine Meßrichtung x ab, die durch einen Pfeil in Fig. 1 angedeutet ist und parallel zur Längsseite 5 liegt. Die Lichtleiter der beiden Gruppen 7 und 6 sind jeweils zu Bündeln zusammengefaßt. Da der Lichtstrahl eine homogene Intensitätsverteilung hat, ist die Summe der Lichtintensitäten der einzelnen Lichtleitfasern des jeweiligen Bündels linear abhängig von der Lage des Schattens 8 relativ zur Meßrichtung x. Bei der Gruppe 7

verringert sich diese Intensität linear mit zunehmender Verschiebung des Schattens in der X-Richtung. Bei der Gruppe 6 dagegen wächst die Summe der Intensitäten linear mit der Verschiebung des Schattens in X-Richtung.

Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist die Dichte der Lichtleitfasern je Flächeneinheit der Kunst¬ stoffplatte 3 konstant.

Im Gegensatz dazu sind bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 die Lichtleitfasern mit einer vom Ort in Meßrich¬ tung x abhängigen Dichte angeordnet. Wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, enthält diese Ausführungsform nur eine Gruppe von Lichtleitfasern, die in einer in Meßrichtung x linear ansteigenden Dichte angeordnet ist. Somit wird auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 vom Schatten 8 der Laufdrahtelektrode eine Anzahl von Lichtleitfasern 2 abgeschattet, die vom Ort in Meßrichtung x abhängig ist.

Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung längs der Linie III-III durch die Sensoranordnung gemäß Fig. 1. Wie in Fig. 3 gezeigt, werden die jeweiligen Lichtleitfasern 2 von der Kunststoffplatte 3 eingefaßt und parallel zueinander gehalten. Die Laufdrahtelektrode 9, deren Auslenkung in der bei Fig. 3 senkrecht zur Zeichenebene liegenden X-Richtung gemessen werden soll, wird von einer schematisch dargestellten Lichtquelle 10 angestrahlt, womit ein Schatten auf die Sensoranordnung 1 abgebildet wird. Generell ist es möglich, alle Lichtleitfasern zu einer einzigen Photodiode zu führen, deren Fläche mindestens der Fläche des Bündels der Lichtfasern entspricht. Dadurch erhält man eine optische Summation des Lichtes der einzelnen Fasern. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist jede einzelne Lichtleitfaser an ihrem der Platte 3 abgewandten Ende mit einer Photodiode 11 gekoppelt. Die Photodioden sind durch eine Spannungsquelle

entgegen ihrer Durchlaßrichtung vorgespannt. Die den Einfall des Lichtes auf die jeweilige Lichtleitfaser 2 darstellenden Ausgangssignale der Photodioden 11 werden über Signalverstärker 13 einer Additionsschaltung 14 zugeführt. Das Ausgangssignal der Additionsschaltung 14 ist damit proportional zur Anzahl der Lichtleitfasern, die beleuchtet, d. h. nicht durch die Laufdrahtelektrode 9 abgeschattet sind. Da bei der Sensoranordnung gemäß Fig. 1 nur die Lichtleitfasern 2 einer Gruppe 6 oder 7 an einer Additionsschaltung 14 angekoppelt sind, hängt somit das Ausgangssignal der Additionsschaltung vom Ort der Laufdrahtelektrode in der Meßrichtung x ab.

Wie in Fig. 4 schematisch dargestellt ist, werden ferner die Lichtleitfasern 2 der jeweils anderen Gruppe ebenfalls über Photodioden und Signalverstärker einer weiteren Additionsschaltung 15 zugeführt, deren Ausgangssignal jedoch eine linear abnehmende Abhängigkeit vom Ort des Erosionsdrahtes 9 in der Meßrichtung x hat. Diese bezogen auf die Lage des Schattens in X-Richtung gegenläufigen Ausgangssignale werden einer Subtraktionsschaltung 16 zugeführt, deren Ausgangssignal ein Maß für die relative Auslenkung der Laufdrahtelektrode 9 gegenüber der Sensoranordnung 1 ist.

Zum Eliminieren von Helligkeitsschwankungen der Licht¬ quelle 10 als auch von anderen Fehlergrößen, die sämtliche Signale in gleicher Weise beeinflussen, kann noch eine Divisionsschaltung vorgesehen sein, in welcher das Ausgangssignal der Subtraktionsschaltung durch die Summe der Ausgangssignale beider Additionsschaltungen 14 und 15 geteilt wird.

Fig. 5 zeigt schematisch eine Funkenerosionsmaschine 17 zur Erosionsbearbeitung eines Werkstückes 18. Die Funkenerosionsmaschine 17 hat eine Drahtzuführungsrolle 19 und eine Drahtabzugsrolle 20. Über Stromzuführelemente

21 und 22 wird der Laufdrahtelektrode 9 eine Serie von Stromimpulsen eines bestimmten Potentials zugeführt. Das Werkstück 18 ist an das jeweils andere Potential gelegt. Führungselemente 23 bzw. 24 beidseitig des Werkstückes dienen zur genauen Festlegung der Lage der Laufdrahtelek¬ trode 9. Wie in Fig. 5 deutlich gezeigt, ist die Laufdrah¬ telektrode 9 zwischen den beiden Führungselementen 23 und 24 jedoch nicht geradlinig gespannt sondern bogenförmig ausgelenkt. Zur Erfassung dieser Auslenkung ist die Sensoranordnung an einem möglichst nahe am Werkstück 18 liegenden Ort mit der Erosionsmaschine verbunden und erfaßt die Auslenkung der Laufdrahtelektrode 9 an diesem Ort. Da die Lage der Führungselemente 23 und 24 der numerischen Steuerung der Maschine genau bekannt ist, läßt sich aus der Auslenkung der Laufdrahtelektrode im Meßbereich der Senεoranordnung 1 durch Extrapolation auch die maximale Auslenkung der Laufdrahtelektrode im Inneren des Werkstückes 18 errechnen, woraus sich wiederum Korrektursignale für die numerische Steuerung ermitteln lassen.

Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen werden Lichtleitfasern 2 zusammen mit Photodioden 11 als photoelektrische Sensorelemente für die Sensoranordnung 1 verwendet. Obwohl diese Kombination aufgrund der geringen Abmessungen der Lichtleitfasern oder Glasfasern eine äußerst kompakte Bauweise der Sensoranordnung ermöglicht, ist es auch möglich, photoelektrische Wandlerelemente direkt ohne Zwischenschaltung von Lichtleitfasern zum Erfassen des Ortes der in ihrer Lage zu bestimmenden Laufdrahtelektrode verwenden.

Bei den beiden beschriebenen Ausführungsformen variiert in Meßrichtung entweder die Dichte der Sensorelemente bei gleichbleibender Abmessung der Sensoranordnung quer zur Meßrichtung oder es variiert die Breite der Sensoranord- nung quer zur Meßrichtung bei gleichbleibender Sensordich¬ te. Selbstverständlich können jedoch auch beide Maßnahmen,

nämlich die Variation der Breite der Sensoranordnung senkrecht zur Meßrichtung über deren Länge wie auch die Variation der Dichte der Sensorelemente, also die Anzahl der Sensorelemente pro Flächeneinheit der Sensoranordnung miteinander zur Verstärkung des Lageerfassungssignales kombiniert werden.

Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist eine Summation der Einzelsignale der Photodioden 11, die den einzelnen Glasfasern 2 zugeordnet sind, auf elektrischem Wege vorgenommen. Jedoch können die einzelnen Glasfasern oder Lichtleitfasern auch optisch zusammengeführt werden, wodurch ein optisches Summensignal gebildet wird, das von einem einzigen photoelektrischen Wandlerelement in ein elektrisches Ausgangsssignal umgewandelt wird.

Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 werden zwei dreieckförmige Sensoranordnungen mit entgegengesetzter Ausrichtung verwendet. Jedoch kann auch ein einziger, dreieckförmiger Sensor verwendet werden. In diesem Fall ist lediglich die Meßempfindlichkeit der Sensoranordnung verringert.

Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 3 ist die Sensoranordnung in eine Mehrzahl von Sensorelementen aufgelöst. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Auslenkung der Laufdrahtelektrode 9 gegenüber der Sensoranordnung 1 und dem Ausganssignal der Messanord¬ nung kann jedoch auch dadurch erzielt werden, daß die Sensoranordnung als dreieckförmige Photozelle oder als dreieckförmige optische Linse oder als optische Linse mit einer dreieckförmigen Maske ausgestaltet ist. Allgemein gesprochen sind dann im Strahlengang des Lichtstrahles optische Einrichtungen vorgesehen, die einen Ausschnitt des Lichtstrahles zur Sensoranordnung durchlassen, wobei dieser Ausschnitt des Lichtstrahles die sich streng monoton ändernde geometrische Gestalt hat.

Die Ausführungsbeispiele der Fig. 6 bis 10 verwenden zylindrische Linsen mit einer parabolischen Verteilung des Brechungsindex. Diese Linsen werden im folgenden Seifoc-Linsen genannt (Selfoc ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Nippon Sheet Glass Co., Ltd.)

Zunächst sei auf die Fig. 6 und 7 Bezug genommen. Als Lichtquelle 10 wird eine punktförmige Lichtquelle verwendet, die nur auf einer Wellenlänge Licht emittiert. Beispielsweise kann hierzu eine Laserdiode verwendet werden. Dieses Licht wird in eine erste Selfoc-Linse 31 eingekoppelt, deren "Pitch"-Länge so gewählt ist, daß ein paralleles, homogenes Strahlenbündel 32 erzeugt wird. Die Lichtquelle ist dabei nahe dem Fokus der Selfoc-Linse 31 eingeordnet. Da ideale punktförmige Lichtquellen in der Praxis nicht existieren, muß die Lichtquelle wie z.B. eine Leuchtdiode einen gewissen Abstand vom Fokus haben, damit das Licht homogen in die Linse eintritt. Natürlich kann die Lichtquelle auch von der Selfoc-Linse 31 weiter entfernt angeordnet sein, wobei dann das Licht durch eine Lichtleitfaser zur Selfoc-Linse 31 geleitet wird. In der Sensoranordnung ist eine weitere Selfoc-Linse 25 vorgese¬ hen, die koaxial zu dem Strahlenbündel 32 ausgerichtet ist, wobei die Laufdrahtelektrode 9 in diesem Strahlenbün¬ del liegt und einen Schatten auf die Eintrittsebene 26 der Selfoc-Linse 25 wirft.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 und 7 läßt die Selfoc- Linse 25 nur einen Ausschnitt des Lichtstrahles durch, wobei dieser Ausschnitt die sich streng monoton ändernde geometrische Gestalt hat und im konkreten Ausführungsbei¬ spiel die Gestalt eines Dreieckes. Diese dreieckförmige Linse wird aus einer zylindrischen Selfoc-Linse geschlif¬ fen, wobei darauf zu achten ist, daß die optische Achse 29 und damit auch der Fokuspunkt 28 noch innerhalb der dreieckförmigen Linse liegt. Wie besonders gut aus Fig. 7 zu erkennen ist, wird der zylindrische Teil 25' der Selfoc-Linse entfernt, so daß sie den dreieckförmigen

Querschnitt hat. Diese dreieckförmige Linse 25 hat weiterhin die optischen Eigenschaften einer Selfoc-Linse und insbesondere die, daß das gesamte auf die Eintritts¬ fläche 26 fallende Licht in der ebenen Austrittsfläche 27 fokussiert wird. Je nach Lage des Schattens der Laufdrahtelektrode 9 kommt dann also mehr oder weniger Licht zum Fokus 28, wobei durch die dreieckförmige Gestalt der Linse 25 wieder die lineare Abhängigkeit der Lichtintensität im Fokus von der Verschiebung des Schattens in Meßrichtung gegeben ist. Im Ausführungsbei- spiel der Fig. 6 wird im Fokus 28 der dreieckförmigen Linse 25 das Licht einer Lichtleitfaser 30 ausgekoppelt und von dort zu einem photoempfindlichen Wandlerelement 11 weitergeleitet. Dieses Wandlerelement 11 ist - in gleicher Weise wie bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 5 - an die Auswerteschaltung angeschlossen. Hier kommt auch der besondere Vorteil der Seifoc-Linsen zum tragen, nämlich daß aufgrund der ebenen Austrittsfläche 27 der Selfoc-Linse ein Ankoppeln eines Lichtleiters besonders effektiv gestaltet werden kann und daß praktisch keine Kopplungsverluste auftreten. Auch ist der Vorteil zu beachten, daß nur ein einziges photoelektrisches Wandler¬ element 11 benötigt wird.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 8 werden - ähnlich wie bei Fig. 1 - zwei gegenläufige Dreiecke verwendet. Es werden also zwei Selfoc-Linsen 25' und 33' so geschliffen, daß sie dreieckförmige Linsen 25 und 33 bilden, die dann mit den Seiten, in denen die optische Achse 29 bzw. 29' angeordnet ist, aneinander liegen. Der in Fig. 8 gepunktet dargestellte Bereich wird also fortgeschliffen. Die optischen Achsen und damit die Fokuspunkte der beiden dreieckförmigen Linsen 25 und 33 liegen dabei in einem gewissen Abstand zueinander, so daß an jeden Fokuspunkt ein einzelner Lichtleiter angekoppelt werden kann. Diese beiden Lichtleiter werden dann an je ein photoempfindli¬ ches Wandlerelement angeschlossen, wobei die elektrischen Ausgangssignale dieser Wandlerelemente analog zum

Ausführungsbeispiel der Fig. 4 einer Subtraktionsschal¬ tung oder einer Divisionsschaltung zugeführt werden.

An dieser Stelle sei betont, daß in den Ausführungsbei¬ spielen der Fig. 1 bis 3 als Lichtquelle ebenfalls eine punktförmige Lichtquelle mit Selfoc-Linse 31 gemäß Fig. 6 verwendet werden kann.

Das Ausführungsbeispiel der Fig. 9 und 10 verwendet eine zylindrische Selfoc-Linse 25, deren Eintrittsfläche 26 durch eine Maske mit einer sich streng monoton ändernden geometrischen Gestalt teilweise abgedunkelt ist. Bei einer Variante wird die Eintrittsfläche durch eine Maske so abgedunkelt, daß nur noch ein dreieckförmiger Bereich ' das Licht des Strahlenbündels durchläßt. Damit wird der gleiche Effekt wie mit einer dreieckförmig geschliffenen Linse erzielt. Zur Erhöhung bzw. zur Verdoppelung der Meßempfindlichkeit wird im Ausführungsbeispiel der Fig. 9 und 10 mit einer solchen Maskierung gearbeitet, daß wiederum zwei gegenläufige Dreiecke entstehen. Zur Unterscheidung der Meßsignale der beiden Dreiecke wird hier dann nicht mehr mit monochromatischem Licht gearbei¬ tet sondern mit Licht, das mindestens zwei unterschiedli¬ che Wellenlängen enthält. Auf die Eintrittsebene 26 werden dann zwei dreieckförmige Farbfilter 38 und 39 aufgebracht, die an die beiden unterschiedlichen Wellen¬ längen angepaßt sind. So läßt beispielsweise das Filter 38 nur Licht der einen Wellenlänge und das Filter 39 nur Licht der anderen Wellenlänge durch. Prinzipiell könnte die Lichtquelle auch weißes Licht ausstrahlen, das sämtliche Wellenlängen des Lichtspektrums enthält, sofern die Filter 38 und 39 auf Wellenlängen abgestimmt sind, die in diesem Spektrum enthalten sind. Der übrige, in Fig. 10 gepunktet dargestellte Bereich 40 der Eintritts¬ ebene 26 ist wiederum abgedunkelt bzw. maskiert und läßt damit kein Licht in die zylindrische Selfoc-Linse 25 eintreten. Im Fokus 28 der Selfoc-Linse 25 wird dann ein einzelner Lichtleiter 30 angekoppelt. Dieser Lichtleiter

transportiert die beiden von den Filtern 38 und 39 durchgelassenen Wellenlängen zu einem Strahlteiler 35 bekannter Bauart, wobei die beiden Ausgänge des Strahltei¬ lers dann jeweils nur noch Licht der einen Wellenlänge führen. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 9 sind die beiden Ausgänge des Strahlteilers 35 über zwei Lichtleitfasern 36 und 37 mit zwei Photodioden 11 gekoppelt, deren elektrisches Ausgangssignal dann wiederum mit der Auswerteschaltung 12 verbunden ist.

Da bei Selfoc-Linsen der Fokus nur für eine einzige Wellenlänge exakt in der Austrittsebene liegt, wenn nämlich die "Pitch"-Länge exakt lambda /4 ist, erhält man bei zwei Wellenlängen ähnlich wie bei herkömmlichen Linsen eine chromatische Aberration. Ist nun beispielswei¬ se die Länge der Selfoc-Linse 25 exakt auf die eine der beiden Wellenlängen abgestimmt, so liegt der Fokus für die andere Wellenlänge nicht exakt in der Ausstrittsebene. Man erhält daher für diese andere Wellenlänge eine gewisse Fehlanpassung bei der Ankopplung an die Lichtleit¬ faser 30. Diese Fehlanpassung kann jedoch ohne weiteres korrigiert werden, beispielsweise durch Einstellung des Verstärkungsfaktors eines den beiden Photodioden 11 vorgeschalteten Verstärkers (vgl. Verstärker 13 in Fig. 3). Auch kann diese Korrektur rechnerisch in der Auswerte¬ schaltung 12 vorgenommen werden. Auch ist es möglich, die beiden Wellenlängen der Lichtquelle mit unterschiedlichen Intensitäten auszustatten oder den Dämpfungsfaktor der beiden Filter 38 und 39 unterschiedlich zu wählen, so daß der durch die chromatische Aberration bedingte Fehler schon dort korrigiert wird. Schließlich ist auch möglich, die "Pitch"-Länge der Selfoc-Linse 25 so zu wählen, daß der Fokus beider Wellenlängen nicht in der Austrittsebene• liegt, so daß man für beide Wellenlängen eine Fehlanpas¬ sung erhält, die bei geeigneter "Pitch"-Länge der Selfoc- Linse exakt gleichgroß ist.

In Fig. 9 ist noch zu erkennen, daß die Selfoc-Linse 25

in einer Hülse 34 gehalten ist, wobei die Lichtleitfaser 30 ebenfalls teilweise in diese Hülse hineinragt und die Selfoc-Linse 25 sowie die Lichtleitfaser 30 durch eine Vergußmasse in der Hülse gehalten sind. Gegebenenfalls kann die Lichtleitfaser auch noch zusätzlich mit einem optisch neutralen Kleber an der Selfoc-Linse befestigt sein.