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Title:
SPHERICAL ILLUMINANT AND DISPLAY DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/053089
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a spherical illuminant (10), comprising at least one light source (1) for at least occasionally emitting light of at least one wavelength, at least one drive means, in particular having an electric motor (14), for moving the illuminant (10), a control unit (12) for controlling the light source and/or the drive means, and at least one energy store and/or one energy source (2) for supplying the control unit (12), the light source and/or the drive means with energy, in particular electrical energy. Furthermore, the invention relates to a display device, comprising a plurality of display units in the form of said spherical illuminants (10) and at least one external control unit (20) for emitting control signals (30), depending on which at least one portion of the spherical illuminants (10) forms a display.

Inventors:
HERRMANN ANDREAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/074660
Publication Date:
March 21, 2019
Filing Date:
September 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MOTHERSON INNOVATIONS CO LTD (GB)
International Classes:
G09F9/37; G09F9/33; G09F13/22; G09F21/02
Domestic Patent References:
WO2011077740A12011-06-30
Foreign References:
US20160267848A12016-09-15
US20170105465A12017-04-20
EP2357808A22011-08-17
Attorney, Agent or Firm:
WEBER-BRULS, Dorothée (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Kugelförmiges Leuchtmittel (10), umfassend zumindest eine Lichtquelle (1) zum zumindest zeitweisen Aussenden von Licht in zumindest einer Wellenlänge, zumindest eine Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung, eine Kontrolleinrichtung (12) zum Ansteuern der Lichtquelle (1) und/oder der Antriebsund/oder Kopplungseinrichtung, und zumindest einen Energiespeicher und/oder eine Energiequelle (2) zum Versorgen der Kontrolleinrichtung (12), der Lichtquelle (1) und/oder der Antriebs- und/oder

Kopplungseinrichtung mit Energie, insbesondere elektrischer Energie.

2. Kugelförmiges Leuchtmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest einen Empfänger (11) zum drahtlosen Empfangen von externen Signalen, wobei die Kontrolleinrichtung (12) ausgelegt ist, die Lichtquelle (1) und/oder die Antriebsund/oder Kopplungseinrichtung in Abhängigkeit von den externen Signalen anzusteuern.

3. Kugelförmiges Leuchtmittel nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch zumindest eine Kommunikationseinrichtung zum drahtlosen Datenaustausch, wobei die Kontrolleinrichtung (12) ausgelegt ist, die Lichtquelle (1) und/oder die Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung in Abhängigkeit von zumindest einem Teil der Daten anzusteuern.

4. Kugelförmiges Leuchtmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest einen, insbesondere optischen, Sensor (16) zum Erfassen von Messwerten zu dem kugelförmigen Leuchtmittel (10) und/oder zu zumindest einem anderen, gleichartigen, kugelförmigen Leuchtmittels (10), wobei die Kontrolleinrichtung (12) ausgelegt ist, die Lichtquelle (1) und/oder die Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung in Abhängigkeit von den erfassten Messwerten anzusteuern.

5. Kugelförmiges Leuchtmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest vier, vorzugsweise sechs und weiter vorzugsweise acht, optische Sensoren (16) vorgesehen sind.

6. Kugelförmiges Leuchtmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Antriebs- und/oder Kontrolleinrichtung zumindest ein Antriebsmittel (14),

insbesondere umfassend einen Elektromotor, zum aktiven Bewegen des Leuchtmittels (10) aufweist.

7. Kugelförmiges Leuchtmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung zumindest ein, insbesondere magnetisches, Kopplungsmittel (18), vorzugsweise eine Mehrzahl solcher Kopplungsmittel, zum

Verbinden des kugelförmigen Leuchtmittels (10) mit zumindest einem anderen, gleichartigen, kugelförmigen Leuchtmittels (10) umfasst, wobei vorzugsweise jedes Kopplungsmittel (18) als ein magnetisches und/oder magnetisierbares Kopplungsmittel, insbesondere umfassend mindestens eine Spule ausgebildet ist.

8. Kugelförmiges Leuchtmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (1), insbesondere in Form einer RGB-Lichtquelle, ausgelegt ist, Licht in einer Mehrzahl von Farben auszusenden.

9. Kugelförmiges Leuchtmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest einen Sender zum Aussenden von zumindest einem Leuchtmittelsignal.

10. Kugelförmiges Leuchtmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (12) programmierbar oder programmiert ist, insbesondere um die Lichtquelle (1), die Kommunikationseinrichtung, jeden Sensor (16), jeden Sender und/oder die Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung, vorzugsweise jedes Antriebsmittel (14) und/oder jedes Kopplungsmittel, in Abhängigkeit von zumindest einem Programm anzusteuern.

11. Kugelförmiges Leuchtmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das kugelförmige Leuchtmittel (10) einen Durchmesser von zwischen 0,09 und 15 mm aufweist.

12. Anzeigevorrichtung, umfassend eine Mehrzahl von bewegbaren Anzeigeeinheiten,

insbesondere in Form von kugelförmigen Leuchtmitteln (10) nach einem der

vorangehenden Ansprüche, und zumindest eine externe Kontrolleinrichtung (20) zum Aussenden von Steuersignalen (30), in deren Abhängigkeit zumindest ein Teil der Anzeigeeinheiten eine Anzeige formt, wobei die Anzeigeneinheiten jeweils gleich groß sind, von gleicher Form sind und/oder über Kopplungsmittel (18), vorzugsweise an unterschiedlichen Stellen, lösbar verbindbar sind.

13. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuersignale (30) als externe Signale von den Anzeigeeinheiten, vorzugsweise von den Empfängern (11) und/der von den Kommunikationseinrichtungen der kugelförmigen Leuchtmittel (10) empfangbar sind.

14. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, gekennzeichnet durch zumindest eine externe Erfassungseinrichtung zum Erfassen der Position, der Bewegung, der Beschleunigung und/oder des ausgesandten Lichts von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten an sich und/oder relativ zueinander, um zumindest ein Erfassungssignal für die externe Kontrolleinrichtung (20) und/oder internen Kontrolleinrichtungen (12) der Anzeigeneinheiten zu erzeugen.

15. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von Erfassungssignalen Lichtquellen (1), Antriebs- und/oder

Kopplungseinrichtungen, Kommunikationseinrichtungen, Sensoren (16) und/oder Sender von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten ansteuerbar sind.

16. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von Leuchtmittelsignalen Lichtquellen (1), Antriebs- und/oder

Kopplungseinrichtungen, Kommunikationseinrichtungen, Sensoren (16) und/oder Sender von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten ansteuerbar sind.

17. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die externe Kontrolleinrichtung (20) in ein am Körper eines Menschen tragbares Objekt integriert ist.

18. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, gekennzeichnet durch zumindest ein Basisteil, auf dem die kugelförmigen Leuchtmitteln (10) rollend bewegbar sind, vorzugsweise in Gräben, Schienen und/oder Vertiefungen.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 5. Februar 2019 (05.02.2019)

1. Anzeigevorrichtung, umfassend eine Mehrzahl von bewegbaren Anzeigeeinheiten in Form von kugelförmigen Leuchtmitteln (10) und zumindest eine externe

Kontrolleinrichtung (20) zum Aussenden von Steuersignalen (30), in deren

Abhängigkeit zumindest ein Teil der kugelförmigen Leuchtmitteln (10)eine Anzeige formt, wobei die kugelförmigen Leuchtmitteln (10) jeweils gleich groß sind, von gleicher Form sind und/oder über Kopplungsmittel (18) lösbar verbindbar sind, und die kugelförmigen Leuchtmitteln (10) jeweils

• zumindest eine Lichtquelle (1) zum zumindest zeitweisen Aussenden von Licht in zumindest einer Wellenlänge,

• zumindest eine Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung,

• eine Kontrolleinrichtung (12) zum Ansteuern der Lichtquelle (1) und/oder der Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung,

• zumindest einen Energiespeicher und/oder eine Energiequelle (2) zum

Versorgen der Kontrolleinrichtung (12), der Lichtquelle (1) und/oder der Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung mit Energie, insbesondere elektrischer Energie, und

• zumindest einen Sensor (16) zum Erfassen von Messwerten zu dem

kugelförmigen Leuchtmittel (10) und zu zumindest einem anderen, gleichartigen, kugelförmigen Leuchtmittels (10), wobei die Kontrolleinrichtung (12) ausgelegt ist, die Lichtquelle (1) und/oder die Antriebs- und/oder

Kopplungseinrichtung des kugelförmigen Leuchtmittels (10) in Abhängigkeit des von den erfassten Messwerten anzusteuern.

2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes kugelförmige Leuchtmittel (10) zumindest einen Empfänger (11) zum drahtlosen Empfangen von externen Signalen umfasst, wobei die Kontrolleinrichtung (12) jeweils

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) ausgelegt ist, die Lichtquelle (1) und/oder die Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung dieses kugelförmigen Leuchtmittels (10) in Abhängigkeit von den externen Signalen anzusteuern.

3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes kugelförmige Leuchtmittel (10) zumindest eine Kommunikationseinrichtung zum drahtlosen Datenaustausch umfasst, wobei die Kontrolleinrichtung (12) jeweils ausgelegt ist, die Lichtquelle (1) und/oder die Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung dieses kugelförmige Leuchtmittels (10) in Abhängigkeit von zumindest einem Teil der Daten anzusteuern.

4. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sensor pro kugelförmigem Leuchtmittel (10) ein optischer Sensor (16) ist, wobei vorzugsweise zumindest vier, vorzugsweise sechs und weiter vorzugsweise acht, optische Sensoren (16) pro kugelförmigem Leuchtmittel (10) vorgesehen sind.

5. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Antriebs- und/oder Kontrolleinrichtung zumindest ein Antriebsmittel (14), insbesondere umfassend einen Elektromotor, zum aktiven Bewegen des Leuchtmittels (10) aufweist.

6. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung zumindest ein, insbesondere

magnetisches, Kopplungsmittel (18), vorzugsweise eine Mehrzahl solcher

Kopplungsmittel, zum Verbinden des kugelförmigen Leuchtmittels (10) mit zumindest einem anderen, gleichartigen, kugelförmigen Leuchtmittels (10) umfasst, wobei vorzugsweise jedes Kopplungsmittel (18) als ein magnetisches und/oder

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) magnetisierbares Kopplungsmittel, insbesondere umfassend mindestens eine Spule ausgebildet ist.

7. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Lichtquelle (1), insbesondere in Form einer RGB-Lichtquelle, ausgelegt ist, Licht in einer Mehrzahl von Farben auszusenden.

8. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jedes kugelförmige Leuchtmittel (10) zumindest einen Sender zum Aussenden von zumindest einem Leuchtmittel signal umfasst.

9. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Kontrolleinrichtung (12) programmierbar oder programmiert ist, insbesondere um die Lichtquelle (1), die Kommunikationseinrichtung, jeden Sensor (16), jeden Sender und/oder die Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtung, vorzugsweise jedes

Antriebsmittel (14) und/oder jedes Kopplungsmittel, des jeweiligen kugelförmigen Leuchtmittels (10) in Abhängigkeit von zumindest einem Programm anzusteuern.

10. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jedes kugelförmige Leuchtmittel (10) einen Durchmesser von zwischen 0,09 und 15 mm aufweist.

11. Anzeigevorrichtung, nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die kugelförmigen Leuchtmittel (10) über die Kopplungsmittel (18 an unterschiedlichen Stellen lösbar verbindbar sind.

12. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche , dadurch

gekennzeichnet, dass

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) die Steuersignale (30) als externe Signale von den Anzeigeeinheiten, vorzugsweise von den Empfängern (11) und/der von den Kommunikationseinrichtungen der

kugelförmigen Leuchtmittel (10) empfangbar sind.

13. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine externe Erfassungseinrichtung zum Erfassen der Position, der

Bewegung, der Beschleunigung und/oder des ausgesandten Lichts von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten an sich und/oder relativ zueinander, um zumindest ein Erfassungssignal für die externe Kontrolleinrichtung (20) und/oder internen

Kontrolleinrichtungen (12) der Anzeigeneinheiten zu erzeugen.

14. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von Erfassungssignalen Lichtquellen (1), Antriebs- und/oder

Kopplungseinrichtungen, Kommunikationseinrichtungen, Sensoren (16) und/oder Sender von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten ansteuerbar sind.

15. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von Leuchtmittelsignalen Lichtquellen (1), Antriebs- und/oder Kopplungseinrichtungen, Kommunikationseinrichtungen, Sensoren (16) und/oder Sender von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten ansteuerbar sind.

16. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die externe Kontrolleinrichtung (20) in ein am Körper eines Menschen tragbares Objekt integriert ist.

17. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Basisteil, auf dem die kugelförmigen Leuchtmitteln (10) rollend bewegbar sind, vorzugsweise in Gräben, Schienen und/oder Vertiefungen.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
KUGELFÖRMIGES LEUCHTMITTEL UND ANZEIGEVORRICHTUNG

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein kugelförmiges Leuchtmittel sowie eine Anzeigevorrichtung mit einer Mehrzahl solcher kugelförmigen Leuchtmittel, welche flexible Anwendungen ermöglichen.

Herkömmliche Anzeigevorrichtungen, oder Displays, weisen eine starre Matrix von einzelnen Anzeigeeinheiten auf, die typischerweise jeweils einen oder mehrere Bildpunkte repräsentieren und in einer Farbe oder mehreren Farben Licht abstrahlen können. Es gibt erste Ansätze zu einer modularen Ausführung von Anzeigevorrichtungen. So ist es aus der EP 2 357 808 A2 bekannt, als Anzeigeeinheiten kacheiförmige Elemente vorzusehen, welche auf verschiedene Art und Weise miteinander zusammengesteckt werden können, um eine gesamte Anzeigevorrichtung zu bilden. Da die einzelnen kacheiförmigen Elemente nicht für eine bestimmte Position in einer bestimmten Anzeigeeinheit bestimmter Größe vorgesehen sind, wird durch Signalaustausch ermittelt, an welcher Stelle welches kacheiförmige Element sitzt und wie es auf externe Steuerbefehle zu reagieren hat.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, für eine weitere Flexibilisierung beim Bereitstellen von Anzeigevorrichtungen zu sorgen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein kugelförmiges Leuchtmittel gelöst, umfassend zumindest eine Lichtquelle zum zumindest zeitweisen Aussenden von Licht in zumindest einer Wellenlänge, zumindest eine Antriebs- und/oder Koppeleinrichtung zum Bewegen des

Leuchtmittels, eine Kontrolleinrichtung zum Ansteuern der Lichtquelle und/oder der Antriebsund/oder Koppeleinrichtung, und zumindest einen Energiespeicher und/oder eine Energiequelle zum Versorgen der Kontrolleinrichtung, der Lichtquelle und/oder der Antriebs- und/oder Koppeleinrichtung mit Energie, insbesondere elektrischer Energie.

Dabei kann zumindest ein Empfänger zum drahtlosen Empfangen von externen Signalen vorgesehen sein, wobei die Kontrolleinrichtung ausgelegt ist, die Lichtquelle und/oder die Antriebs- und/oder Koppeleinrichtung in Abhängigkeit von den externen Signalen anzusteuern.

Ferner kann zumindest eine Kommunikationseinrichtung zum drahtlosen Datenaustausch vorgesehen sein, wobei die Kontrolleinrichtung ausgelegt ist, die Lichtquelle und/oder die Antriebs- und/oder Koppeleinrichtung in Abhängigkeit von zumindest einem Teil der Daten anzusteuern.

Nach der Erfindung kann ferner zumindest ein, insbesondere optischer, Sensor zum Erfassen von Messwerten zu dem kugelförmigen Leuchtmittel und/oder zu zumindest einem anderen, gleichartigen, kugelförmigen Leuchtmittel vorgesehen sein, wobei die Kontrolleinrichtung ausgelegt ist, die Lichtquelle und/oder die Antriebs- und/oder Koppeleinrichtung in

Abhängigkeit von den erfassten Messwerten anzusteuern. Bevorzugt sind dabei zumindest vier, vorzugsweise sechs und weiter vorzugsweise acht, optische Sensoren vorgesehen.

Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen sein, dass die Antriebs- und/oder Kontrolleinrichtung zumindest ein Antriebsmittel, insbesondere umfassend einen Elektromotor, zum aktiven

Bewegen des Leuchtmittels aufweist.

Ausführungsformen der Erfindung sind zudem dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsund/oder Kontrolleinrichtung zumindest ein, insbesondere magnetisches, Kopplungsmittel, vorzugsweise eine Mehrzahl solcher Kopplungsmittel, zum Verbinden des kugelförmigen Leuchtmittels mit zumindest einem anderen, gleichartigen, kugelförmigen Leuchtmittel umfasst, wobei vorzugsweise jedes Kopplungsmittel als ein magnetisches und/oder magnetisierbares Kopplungsmittel, insbesondere umfassend mindestens eine Spule ausgebildet ist.

Bevorzugt ist erfindungsgemäß, dass die Lichtquelle, insbesondere in Form einer RGB- Lichtquelle, Licht in einer Mehrzahl von Farben aussenden kann.

Ferner kann zumindest ein Sender zum Aussenden von zumindest einem Leuchtmittelsignal vorgesehen sein. Die Kontrolleinrichtung kann nach der Erfindung programmierbar oder programmiert sein, insbesondere um die Lichtquelle, die Kommunikationseinrichtung, jeden Sensor, jeden Sender und/oder die Antriebs- und/oder Koppeleinrichtung, vorzugeweise jedes Antriebsmittel und/oder jedes Kopplungsmittel, in Abhängigkeit von zumindest einem Programm anzusteuern.

Das kugelförmige Leuchtmittel kann einen Durchmesser von zwischen 0,09 und 15 mm aufweisen.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch durch eine Anzeigevorrichtung gelöst, umfassend eine Mehrzahl von Anzeigeeinheiten, insbesondere in Form von erfindungsgemäßen

kugelförmigen Leuchtmitteln, und zumindest eine externe Kontrolleinrichtung zum Aussenden von Steuersignalen, in deren Abhängigkeit zumindest ein Teil der Anzeigeeinheiten eine Anzeige formt. Dabei können die Steuersignale als externe Signale von den Anzeigeeinheiten, vorzugsweise den Empfängern und/der von den Kommunikationseinrichtungen der

kugelförmigen Leuchtmittel, empfangbar sein.

Die kugelförmigen Leuchtmittel können dabei in der Lage sein, selbstorganisierende Prozesse in der Anzeigevorrichtung auszuführen, um die Anzeige zu formen. Die Anzeigeeinheiten werden dabei ohne das Einbringen von Energie von außen, wie beispielweise durch Schütteln oder Vibrieren einer Unterlage, auf der sich die Anzeigeeinheiten in einem ungeordneten Zustand befinden, zum Ausführen des selbstorganisierenden Vorgangs gebracht, indem die

Anzeigeeinheiten von der externen Kontrolleinheit angesteuert werden, sodass die interne Kontrolleinheit in den Anzeigeelementen (beispielsweise kugelförmige Leuchtmittel), die Kopplungseinrichtungen (oder Kopplungsmittel) so ansteuern, dass der selbstorganisierende Vorgang gestartet und durchgeführt wird. Dadurch wird dann aus der Mehrzahl der

Anzeigeelemente die Anzeige geformt werden. Dadurch, dass die Kopplungseinrichtungen steuerbar sind, können sie ein- und ausgeschaltet werden, Dadurch kann die geformte Anzeige wieder gelöst oder umgeformt werden. Auch während des selbstorganisierenden Prozesses kann es von Vorteil sein, manche der Kopplungen zwischen den Anzeigeeinheiten wieder zu lösen, gegebenenfalls kurzzeitig, um die Selbstorganisation weiter voran zu bringen.

Mit der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, dass die Anzeigeeinheiten jeweils gleich groß sind, von gleicher Form sind und/oder über Kopplungsmittel, vorzugsweise an unterschiedlichen Stellen, lösbar verbindbar sind. Auch wird zumindest eine externe Erfassungseinrichtung zum Erfassen der Position, der

Bewegung, der Beschleunigung und/oder des ausgesandten Lichts von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten an sich und/oder relativ zueinander vorgeschlagen, um zumindest ein

Erfassungssignal für die externe Kontrolleinrichtung und/oder zumindest einen Teil interner Kontrolleinrichtungen der Anzeigeeinheiten zu erzeugen.

Dabei ist vorgesehen, dass in Abhängigkeit von Erfassungssignalen Lichtquellen, Antriebsund/oder Koppeleinrichtungen, Kommunikationseinrichtungen, Sensoren und/oder Sender von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten ansteuerbar sind.

Bevorzugt ist zudem, dass in Abhängigkeit von Leuchtmittelsignalen Lichtquellen, Antriebsund/oder Koppeleinrichtungen, Kommunikationseinrichtungen, Sensoren, Sender und/oder Kopplungsmittel von zumindest einem Teil der Anzeigeeinheiten ansteuerbar sind.

Die externe Kontrolleinrichtung kann nach der Erfindung in ein am Körper eines Menschen tragbares Objekt integriert sein.

Schließlich kann zumindest ein Basisteil vorgesehen sein, auf dem die kugelförmigen

Leuchtmitteln rollend bewegbar sind, vorzugsweise in Gräben, Schienen und/oder Vertiefungen.

Die erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung umfasst somit eine Mehrzahl von Anzeigeeinheiten, welche jeweils aufweisen: zumindest eine Lichtquelle zum Abstrahlen von Licht in zumindest einer Farbe, einen Empfänger zum drahtlosen Empfangen von Signalen,

Kopplungsmittel, um gezielt eine Anziehungskraft zwischen der jeweiligen Anzeigeeinheit und zumindest einer anderen Anzeigeeinheit zu erzeugen, und/oder Antriebsmittel, um die jeweilige Anzeigeeinheit selbst oder zumindest eine andere Anzeigeeinheit zu bewegen, eine interne Kontrolleinrichtung, die die Kopplungs- und/oder Antriebsmittel in Abhängigkeit von den empfangenen Signalen ansteuert, und eine externe Kontrolleinrichtung, welche ausgelegt ist, aufgrund einer Vorgabe bezüglich eines Inhalts einer Anzeige an zumindest eine Mehrzahl in der Mehrzahl der Anzeigeeinheiten drahtlos Signale an den Empfänger auszusenden. Die Anzeigeeinheiten haben sämtliche Mittel, um sich aus einem zufällig entstandenen, ungeordneten Zustand in einen geordneten zu versetzen, und dies selbsttätig. Die entstandene Ordnung kann vollständig durch die externe Kontrolleinrichtung vorgegeben sein, sie kann aber auch durch teilweise Selbstordnung innerhalb der Anzeigeeinheiten in Verbindung mit den externen Steuersignalen hervorgebracht werden.

Eine solche Anzeigevorrichtung ist kompakt lagerbar: Die einzelnen Anzeigeeinheiten nehmen relativ wenig Platz in Anspruch und können beispielsweise in einem Kasten aufbewahrt werden. Der Kasten kann zudem die Funktion haben, durch induktive Einkopplung von Energie in Energiespeicher und/oder eine Energiequelle innerhalb der Anzeigeeinheiten selbige mit ausreichend elektrischer Energie zu versorgen, damit die Lichtquelle beim nächsten Betrieb zum Leuchten gebracht werden kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Anzeigevorrichtung sind die Anzeigeeinheiten rollfähig, vorzugsweise kugelförmig, und die Antriebs- und/oder Kopplungsmittel der Anzeigeeinheiten sind ausgelegt, die jeweilige Anzeigeeinheit zum Rollen zu bringen. Derartiges ist von Spielzeugen für Kinder oder Haustiere bekannt: Ein Elektromotor innerhalb einer Kugel oder eines Balles sorgt z.B. für eine Unwucht (Bewegung jenseits eines Schwerpunkts), so dass der Ball ins Rollen gebracht wird.

Vorzugsweise ist bei der Anzeigevorrichtung gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Anzeigeeinheiten die äußere Form von Kugeln mit einem Durchmesser von zwischen 0,09 und 15 mm aufweisen. Durch Kugeln solcher Größe lassen sich Anzeigevorrichtungen zusammensetzen, die einen deutlich größeren Platz als die Anzeigeeinheiten selbst einnehmen und effektvoll wirken. Soll bspw. eine Anzeige in DIN A4 Format aus Kugeln mit einem Durchmesser von 15 mm geformt werden, so sind 280 Kugeln notwendig, während bei einem Kugeldurchmesser von 0.09 mm bereits 6,3 Mio. Kugeln benötigt werden, die dann auch eine hervorragende Bildauflösung ermöglichen. Kugeln mit sehr kleinem Durchmesser umfassen keine separate Antriebseinrichtung. Hier stellt die Kopplungseinrichtung die Antriebseinrichtung selbst dar, die dazu vorgesehen ist, die Anzeigeeinheit zum Rollen zu bringen. Hierbei kann beispielsweise die anziehende Wirkung von magnetischen Feldern ausgenutzt werden, indem die Kopplungseinrichtung als magnetische Spule ausgeführt ist, wobei das geeignete Bestromen aufgrund von externen Steuersignalen gezielte Magnetfelder erzeugt, die die Anzeigeeinheit zum Rollen und zum Koppeln an andere Anzeigeeinheiten bringt. Vorzugsweise ist ferner bei der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung vorgesehen, dass die Anzeigeeinheiten jeweils gleich groß und von gleicher Form sind. Auf diese Weise sind die Anzeigeeinheiten in einer Anzeige an beliebigen Stellen einsetzbar. Dies gilt umso mehr, wenn sie alle in der Lage sind, Licht in den jeweils gleichen Farben (oder nur jeweils einer, aber überall gleichen Farbe) abzustrahlen.

Während es grundsätzlich möglich ist, die Anzeigeeinheiten voneinander beabstandet auf einer Unterlage zu verteilen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Anzeigeeinheiten Mittel zum lösbaren Koppeln mit anderen Anzeigeeinheiten aufweisen, also Kopplungsmittel beispielsweise in Form kleiner elektrischer Spulen, die magnetisch wirken, solange sie bestromt sind. So kann eine stabile Anzeige bereitgestellt werden.

Bei der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung ist es von besonderem Vorteil, wenn zumindest ein Teil der Anzeigeeinheiten zumindest eine Erfassungs-einrichtung zum Erfassen der relativen Position von zumindest einer weiteren Anzeigeeinheit und/oder zumindest eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen der eigenen absoluten Position umfasst, und wenn die interne Kontrolleinrichtung ausgelegt ist, die Antriebs- und/oder Kopplungsmittel in Abhängigkeit von der erfassten Position von zumindest einer weiteren Anzeigeeinheit und/oder der eigenen absoluten Position abhängig anzusteuern. Auf diese Weise können die Anzeigeeinheiten vermeiden, dass sie sich gegenseitig in die Quere kommen.

Während die Erfassungseinrichtung grundsätzlich mit jeglicher Messmethode auskommen kann, wie etwa Ultraschall, Verwendung von magnetischen Feldern etc., ist vorzugsweise vorgesehen, dass jede Anzeigeeinheit zumindest vier, weiter vorzugsweise sechs und besonders vorzugsweise acht optische Sensoren als Erfassungseinrichtungen umfasst. Die optischen Sensoren müssen nicht die Komplexität einer Kamera aufweisen, sondern es genügen sehr wenige Felder, wenn nicht ein einziges, die das auf sie auffallende Licht jeweils im Gesamten erfassen (sensieren). Durch geeignete Verteilung der Erfassungseinrichtungen über die Außenfläche der Anzeigeeinheiten können benachbarte Anzeigeeinheiten (Kugeln) aus nahezu allen Richtungen erfasst werden. Dies wird umso mehr erleichtert, wenn die Anzeigeeinheiten ausgelegt sind zu leuchten, sobald eine der Anzeigeeinheiten eine Bewegung vollführt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst zumindest ein Teil der Anzeigeeinheiten jeweils eine Lichtquelle für eine Mehrzahl von Farben. Auf diese Weise lassen sich ansprechende und komplexe Muster mit einer geringeren Anzahl von Anzeigeeinheiten erzeugen, als dies bei Verwendung von Anzeigeeinheiten möglich ist, die jeweils nur in einer Farbe Licht abstrahlen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die externe Kontrolleinrichtung ausgelegt ist, mehrere aus der Mehrzahl von Anzeigeeinheiten in Gruppen von jeweils mindestens einer Anzeigeeinheit nacheinander anzusteuern, wobei die Ansteuerung einer Gruppe erfolgt, wenn die Anzeigeeinheit oder die Anzeigeeinheiten einer zuvor angesteuerten Gruppe eine Bewegung begonnen oder abgeschlossen hat beziehungsweise haben. Mit anderen Worten kann die externe Kontrolleinrichtung die Anzeigeeinheiten mehr oder weniger nacheinander„aufrufen", sie also sukzessive dazu bringen, sich an einen geeigneten Ort zu bewegen, um die gewünschte Anzeige bereitzustellen.

Es ist prinzipiell möglich, dass die externe Kontrolleinrichtung selbst in eine Anzeigeeinheit integriert ist, die als„primus inter pares", gewissermaßen als Anzeigeeinheit zweiter Art, die anderen Einheiten ansteuert. Vorzugsweise ist die externe Kontrolleinrichtung jedoch selbst keine Anzeigeeinheit, sondern etwa ein am Körper eines Menschen tragbares Objekt oder in ein solches integriert. Auf diese Weise kann in die Vorgabe zum Bereitstellen einer Anzeige eine Gestensteuerung eingehen, die absolute Position des Trägers im Raum oder bezüglich des Sonnenstandes (Anzeigevorrichtung soll sich in den Schatten bewegen), oder es können auch relative Bewegungen einzelner Körperteile berücksichtigt werden (Person beugt sich nach vorne und blickt auf Anzeigevorrichtung, die in Blickrichtung unter ihr eine Anzeige bereitstellt).

Das erfindungsgemäße kugelförmige Leuchtmittel ist ein besonders geeignetes Beispiel einer Anzeigeeinheit, die bei der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung eingesetzt werden kann, und es weist (neben der namensgemäß vorhandenen Lichtquelle beziehungsweise Lampe) einen Energiespeicher und/oder eine Energiequelle für elektrische Energie, gegebenenfalls einen Elektromotor sowie eine interne Kontrolleinrichtung auf. Der Elektromotor kann dabei derartige Bewegungen eines inneren mechanischen Elements bewirken, dass das kugelförmige Leuchtmittel bei durch die interne Kontrolleinrichtung vorgegebenem Betrieb des Elektromotors mit vorbestimmter Genauigkeit aktiv an einen anderen Ort bewegbar ist. Solch eine Bewegung ist aber auch ohne Elektromotoren durch den Einsatz von Kopplungsmitteln möglich, sozusagen passiv. Als Kopplungsmittel eignen sich beispielsweise Spulen, die bei gezielter Bestromung gezielte Magnetfelder erzeugen, so dass kugelförmige Leuchtmittel über magnetische Anziehungskräfte ins Rollen gebracht werden können, um aufeinander zu bewegt zu werden, bis zu einem Andocken der Leuchtmittel aneinander, wie es bei Magneten gut bekannt ist. Solche kugelförmigen Leuchtmittel lassen sich zu mehreren zum Bereitstellen einer Anzeigevorrichtung einsetzen, sind kompakt lagerbar und wegen des Energiespeicher und/oder eine Energiequelles für elektrische Energie in der Regel kurzfristig einsetzbar.

Da tatsächlich bereits der Einsatz von aktivierbaren Kopplungsmitteln dafür ausreicht, dass ein Leuchtmittel über zumindest eines seiner Kopplungsmittel zumindest ein weiteres Leuchtmittel, nämlich über zumindest eines dessen Kopplungsmittel, anzieht, ist ein besonders einfacher Aufbau der Leuchtmittel möglich. Mit anderen Worten wird dann die Bewegung durch gezielte Aktivierung einzelner Kopplungsmittel hervorgerufen, was bei kugelförmigen und somit rollfähigen Leuchtmitteln zu besonders einfachen Strukturen führt. Durch ein Weglassen von Antriebsmittels lassen sich zudem Kosten, Größe und Gewicht reduzieren.

Vorzugsweise weist das kugelförmige Leuchtmittel einen Empfänger zum drahtlosen Empfangen von externen Signalen (WLAN, Bluetooth oder dergleichen) auf, wobei die interne Kontrolleinrichtung ausgelegt ist, den Elektromotor in Abhängigkeit von zumindest den externen Signalen anzusteuern. Es ist also ein Zusammenwirken mit einer externen Kontrolleinrichtung wie der gemäß der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung möglich und bevorzugt. Alternativ oder zusätzlich kann eine Mehrzahl von Sensoren, vorzugsweise optischen Sensoren, zum Erfassen von Messwerten zu anderen gleichartigen kugelförmigen Leuchtmitteln vorgesehen sein, und die interne Kontrolleinrichtung kann ausgelegt sein, Elektromotoren und/oder Spulen in Abhängigkeit von zumindest den erfassten Messwerten anzusteuern. Derartige kugelförmige Leuchtmittel sind in der Lage, selbstorganisierende Prozesse in einer Anzeigevorrichtung zu vollführen.

Die erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung ermöglich unterschiedliche Verfahren zum Bereitstellen einer Anzeige. Im Folgenden werden zwei solcher Verfahren beispielhaft beschrieben.

Ein erstes Verfahren weist folgende Schritte auf:

Empfangen einer Vorgabe zum Gegenstand einer Anzeige durch eine Haupt- Kontrolleinrichtung,

- Aussenden zumindest eines Steuersignals an Neben-Kontrolleinrichtungen, die in Anzeigeeinheiten integriert sind, welche sich selbst bewegen können, Empfangen des zumindest einen Steuersignales durch zumindest eine der Anzeigeeinheiten, selbsttätiges Bewegen zumindest einer ersten Anzeigeeinheit, die das Steuersignal empfangen hat, in Abhängigkeit von dem Steuersignal,

Erfassen der Bewegung oder der relativen oder absoluten Position der zumindest einen ersten Anzeigeeinheit durch zumindest eine zweite Anzeigeeinheit, die von der zumindest einen ersten Anzeigeeinheit verschieden ist, selbsttätiges Bewegen der zumindest einen zweiten Anzeigeeinheit in Abhängigkeit von der Bewegung oder erzielten Position der zumindest einen ersten Anzeigeeinheit und/oder von der (laufenden) Bewegung oder gegenwärtigen Position der zumindest einen zweiten Anzeigeeinheit, und

Aussenden von Licht durch zumindest einen Teil der Anzeigeeinheiten zum Bereitstellen der Anzeige gemäß der Vorgabe.

Ein zweites Verfahren weist z.B. folgende Schritte bei rollfähigen, vorzugsweise kugelförmigen Anzeigeeinheiten auf:

Empfangen einer Vorgabe zum Gegenstand einer Anzeige durch eine Haupt- Kontrolleinrichtung,

- Aussenden zumindest eines Steuersignals an Neben-Kontrolleinrichtungen, die in Anzeigeeinheiten integriert sind, die aktivierbare Kopplungsmittel aufweisen,

Empfangen des zumindest einen Steuersignales durch zumindest eine der Anzeigeeinheiten,

Aktivieren zumindest eines der Kopplungsmittel zumindest einer ersten Anzeigeeinheit, die das Steuersignal empfangen hat, um auf zumindest ein Kopplungsmittel zumindest einer zweiten Anzeigeeinheit zu wirken, so dass die erste Anzeigeeinheit eine Anziehungskraft auf die zweite Anzeigeeinheit ausübt,

Erfassen der (Roll)Bewegung oder der relativen oder absoluten Position der zumindest einen ersten und/oder zweiten Anzeigeeinheit, um ggf. durch angepasste Steuersignale ein Berühren aktivierter Kopplungsmittel der angesteuerten Anzeigeeinheiten zu gewährleisten, und

Aussenden von Licht durch zumindest einen Teil der angesteuerten Anzeigeeinheiten, insbesondere nach Erreichen der gewünschten Endposition, zum Bereitstellen der Anzeige gemäß der Vorgabe.

Bei beiden der zuvor beschriebenen Verfahren kann vorgesehen sein, dass das Aussenden von Licht durch zumindest einen Teil der Anzeigeeinheiten in Abhängigkeit von der erzielten Position der zumindest einen ersten Anzeigeeinheit und/oder der zumindest einen zweiten Anzeigeeinheit erfolgt; und/oder dass die Haupt-Kontrolleinrichtung die Mehrzahl von Neben- Kontrolleinrichtungen in Gruppen von je zumindest einer Neben-Kontrolleinrichtung ansteuert, wobei die Ansteuerung einer Gruppe erfolgt, wenn die zu der jeweiligen Neben- Kontrolleinrichtung oder den jeweiligen Neben-Kontrolleinrichtungen einer zuvor angesteuerten Gruppe zugehörige Anzeigeeinheit beziehungsweise Anzeigeeinheiten eine Bewegung begonnen oder abgeschlossen hat/haben; und/oder dass die Steuersignale der Haupt-Kontrolleinrichtung nur für höchstens einen Teil der Anzeigeeinheiten eine Position vorgeben und die Einnahme der Position durch die anderen Anzeigeeinheiten selbstorganisierend erfolgt.

Generell kann die Vorgabe zu dem darzustellenden Muster aus einer endlichen Anzahl von Mustern ausgewählt sein, so dass das Muster aufgrund der Einnahme der Position durch die ersten Anzeigeeinheiten von den anderen Anzeigeeinheiten erkannt werden kann (wenn hierzu Daten in einem internen Datenspeicher abgelegt sind). Die externe Kontrolleinrichtung (Haupt- Kontrolleinrichtung) kann solche Vorgaben über zugehörige Eingabemittel empfangen, oder auch mit Einrichtungen wie Messaufnehmern gekoppelt sein, etwa in einem Kraftfahrzeug mit einem Tachometer, wenn die Anzeige der Darstellung der Geschwindigkeit dient, oder mit einem Navigationsgerät, das Geschwindigkeitsbeschränkungen kennt oder erfasst und wenn dazu Zahlenwerte dargestellt werden sollen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnungen näher beschrieben, in der:

FIG. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen kugelförmigen

Leuchtmittels ist, und FIG. 2 bis 5 veranschaulichen, wie eine Mehrzahl von Leuchtmittel der FIG. 1 eine erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung bilden.

Eine in Fig. 1 gezeigte und im Ganzen mit 10 bezeichnete Anzeigeeinheit in Form eines kugelförmigen Leuchtmittels umfasst als Herzstück naturgemäß eine Lampe 1, die aus einem Energiespeicher 2 für elektrische Energie mit elektrischer Energie versorgt wird. Die Anzeigeeinheit 10 verfügt über eine interne Kontrolleinrichtung 12, die mit einem Empfänger 1 1 für drahtlos übermittelte Signale gekoppelt und in der Lage ist, einen Elektromotor 14 (nur schematisch gezeigt) anzusteuern, der in an sich bekannter Weise durch elektromagnetische Ansteuerung eines (nicht gezeigten) mechanischen Elements außerhalb des Schwerpunkts der Kugel die Kugel, vorliegend also die Anzeigeeinheit 10 im Ganzen, in Bewegung versetzen und gegebenenfalls auch gezielt wieder zum Stillstand bringen kann.

Da vorgesehen ist, dass eine Mehrzahl gleichartiger kugelförmiger Leuchtmitteln 10 miteinander zusammenwirken, verfügt jede Kugel über eine Mehrzahl (gezeigt sind beispielhaft acht) von optischen Sensoren 16, die gleichmäßig über die Außenoberfläche der Kugel verteilt sind, also alle Richtungen ideal abdecken. Die optischen Sensoren 16 können als komplexe Kamera ausgebildet sein, aber auch einfach nur als lichtempfindliches Element, das von der Lampe 1 einer gleichartigen Anzeigeeinheit abgestrahltes Licht erfassen kann. Damit mehrere Anzeigeeinheiten miteinander einen Verbund bilden können, sind magnetische Kopplungsmittel 18 vorgesehen, welche durch elektrischen Strom aus dem Energiespeicher und/oder eine Energiequelle 2 erregt werden (zum Beispiel magnetische Spulen).

Zum Darbieten einer Anzeige müssen in der Regel eine Mehrzahl von kugelförmigen

Leuchtmitteln 10 nach Fig. 1 sich auf bestimmte Weise relativ zueinander positionieren.

Wesentlich dafür ist, dass sich die Kugeln organisieren können, also bekannt ist, welche Kugel wohin gehört.

Zunächst erstmal muss festgelegt werden, was dargestellt werden soll. Sobald eine entsprechend Auswahl vorgenommen worden ist, wird die notwendige Anordnung der Kugeln und deren jeweilige Funktion in einer entsprechenden Matrix bestimmt. Dies kann ähnlich wie beim

Erstellen von Frässtrategien im CNC ablaufen.

Für die Matrix wird durch einen Algorithmus ein Startpunkt festgelegt, der den optimalen Startpunkt der darzubietenden Anzeige errechnet. Dann werden die entsprechenden Informationen in Fragmente runtergebrochen. Nicht jede Kugel benötigt alle Informationen. Es reichen wenige Beziehungen zu Nachbarkugel - 3 oder mehr. Die einzelnen Datenfragmente werden nacheinander an die„Kugelkette" gegeben, sodass sich die Anzeige Stück für Stück erweitern kann.

Das anhand der FIG. 2 bis 5 nachfolgend erläuterte Verfahren ist beispielhaft und betrifft die Anzeige der Zahl„7" mittels einer erfindungsgemäßen Anzeigeeinrichtung.

Wie auch in FIG. 1 schematisch angedeutet, ist die interne Kontrolleinrichtung 12 jeder Anzeigeeinheit 10 in der Lage, von einer externen Kontrolleinrichtung 20 abgestrahlte Funksignale 30 (oder Infrarotsignale, Ultraviolettsignale und dergleichen) zu empfangen, auszuwerten und bei der Ansteuerung ihres Elektromotors 14 zu berücksichtigen.

Zunächst wird die externe Kontrolleinrichtung 20 eine Vorgabe machen, wo die Ecke der Form in der Zahl„7" zu finden sein soll, die als Startpunkt fungiert. Hierbei kann berücksichtigt werden, in welche Richtung ein Benutzer blickt (zum Beispiel anhand von Eye-Tracking-Methoden). Die für die Ecke ausgewählte Anzeigeeinheit ist vorliegend die Anzeigeeinheit 10a, die beispielsweise ab Empfang des Steuersignals oder ab der Einnahme ihrer Endposition zu leuchten beginnt. Zwei weitere Anzeigeeinheiten 10b und 10c empfangen die Steuersignale 30 ebenfalls und erfassen, dass sie sich auf bestimmte Weise an der Anzeigeeinheit 10a, insbesondere deren Position, orientieren und bezüglich dieser eine bestimmte Relativposition einnehmen müssen. Die Steuersignale können von der externen Kontrolleinrichtung 20 inhärent erzeugt werden, aber auch in einem selbstorganisierenden Prozess durch eine Software, die in der internen Kontrolleinrichtung 12 abläuft. Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass die Kontrolleinrichtungen auch mit (nicht gezeigten) Sendeeinrichtungen gekoppelt sind, die Signale an andere Anzeigeeinheiten 10 senden können.

Die Anzeigeeinheiten 10b und 10c, die in FIG. 2 in ihrer Ausgangsposition gezeigt sind, nähern sich der Anzeigeeinheit 10a an, koppeln mithilfe der Mittel 18 an diese an und erreichen die in FIG. 3 dargestellte Konfiguration. Sogleich erhalten von der externen Kontrolleinrichtung 20 die weiteren Anzeigeeinheiten lOd und lOe ihrerseits Steuersignale, die diese veranlassen, sich zur Bildung der„7" nun ihrerseits den Anzeigeeinheiten 10c bzw. 10b zu nähern. Ist die in FIG. 4 gezeigte Konfiguration erreicht, erhalten gleich drei Anzeigeeinheiten lOf, 10g und 10h entsprechende Steuersignale und bilden insgesamt den langen Schenkel der „7", um die Endkonfiguration gemäß FIG. 5 zu erreichen, in der auch alle Anzeigeeinheiten leuchten. Im Beispielsfall sind die Anzeigeeinheiten selbst mit gleichartigen Lampen 1 versehen und leuchten in einer Farbe, zum Beispiel auch in Weiß (das hier als Farbe angesehen wird). Andere Ausführungsformen sind möglich, bei denen Anzeigeeinheiten die Form einer geschlossenen Matrix bilden und zum Teil nicht oder in einer Hintergrundfarbe leuchten.

Die bisherige Beschreibung geht davon aus, dass die kugelförmigen Leuchtmittel als Anzeigeeinheiten 10 auf einem ebenen Untergrund rollen. Zur Anzeigevorrichtung kann jedoch auch ein bestimmt geformter Untergrund eines nicht gezeigten Basisteils gehören, etwa ein Boden mit Gräben in Form einer eckigen„8", um nach Art einer Digitalanzeige Zahlen darstellen zu können, durch Anzeigeeinheiten, die in den Gräben entlangrollen.

Genauso ist es auch möglich, dass die Anzeigeeinheiten von einer Abdeckung geschützt sind. In diesem Zusammenhang muss es nicht zwingend so sein, dass sich die Anzeigeeinheiten horizontal bewegen. Vielmehr kann bei einer Schrägstellung der Anzeigevorrichtung insgesamt eine Kraft entgegen der Schwerkraft ausgeübt werden. Neben dem Elektromotor 14 können auch hier Magnetelemente vorgesehen sein, die gegebenenfalls auch mit Strukturen im Boden und/oder im Deckel zusammenwirken können. Beispielsweise ist es möglich, ferromagnetische Fäden in einem gläsernen Deckel zu magnetisieren, um die Anzeigeeinheiten an bestimmten Positionen zu halten, wenn die Anzeigevorrichtung nicht eben ist.

Die Erfindung ist gerade in einer Ausführungsform gemäß dem zuletzt Beschriebenen in Kraftfahrzeugen einsetzbar. Vorteilhafterweise kann im Zusammenwirken mit Eye-Tracking dem Kraftfahrzeugführer eine Anzeige wie eine Ziffer, einer Zahl zur Geschwindigkeitsanzeige, ein Warnsymbol oder dergleichen in seinem Blickfeld eingeblendet werden. Der Energiespeicher 2 für elektrische Energie kann in Form einer Batterie vorgesehen sein, die in die kugelförmigen Leuchtmittel als Anzeigeeinheiten 10 einsetzbar ist, es kann aber auch eine induktive Einkopplung von elektrischer Energie (Aufladen) möglich sein. Ein Aufladen kann auch während der Bewegung auf einem vorgegebenen Untergrund, beispielsweise mit wechselnden magnetischen Feldern, (anteilsweise) erfolgen.

Die Erfindung stellt insgesamt eine flexible Möglichkeit zur Verfügung, wie eine Anzeigevorrichtung mit wenigen Elementen ausgestattet sein kann, die auf geschickte Weise in die gewünschte Anordnung verbracht werden. Zwar ist stets von einer Anzeige die Rede, da aber die Anzeigeeinheiten 10 dreidimensional ausgestaltet sind, nämlich vorzugsweise als Kugeln, und sich an unterschiedlichen Stellen miteinander koppeln lassen, können im Wesentlichen beliebige dreidimensionale Gebilde aus den Anzeigeeinheiten gebildet werden. Mit anderen Worten soll durch den Begriff„Anzeige" auch ein dreidimensionales Gebilde umfasst sein, das angezeigt wird.

Die in der voranstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.

B ezugszeichenliste

1 Lampe

2 Energiespeicher 10, 10a, 10b, 10c, lOd, lOe, lOf, 10g, 10h Anzeigeeinheit

11 Empfänger

12 interne Kontrolleinrichtung (als Neben-

Kontrolleinrichtung)

14 Elektromotor

16 optische Sensoren

18 magnetische Kopplungsmittel

20 externe Kontrolleinrichtung (als Haupt-

Kontrolleinrichtung)

30 Steuersignal