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Patent Searching and Data


Title:
SPORT SHOE WITH A WATER-TIGHT SOLE CONSTRUCTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/016105
Kind Code:
A1
Abstract:
A description is given of a method for producing a sport shoe (10) with a water-tight sole construction, the sport shoe (10) comprising an upper (5), an upper lining (6), an insole (1) and a water-impermeable Strobel sock (2), the method comprising the following steps: a. connecting the upper lining (6) integrally to the upper (5); b. connecting an inner region (31) of a surface of the insole (1) integrally to an inner region (21) of a surface of the Strobel sock (2) such that a surrounding outer region (32) of the insole (1) remains connection-free in relation to the Strobel sock (2), and the Strobel sock (2) projects beyond the insole (1) by way of an overhang (22); c. connecting the insole (1) to the upper (5) by a Strobel seam (41); d. connecting the Strobel sock (2) integrally to the upper lining (6) in a region of overlap of the overhang (22) of the Strobel sock (2) with the upper lining (6) such that the Strobel seam (41) is covered in the shoe interior by the Strobel sock (2).

Inventors:
BERNHARD OLIVIER (CH)
HEITZ ILMARIN (CH)
Application Number:
PCT/EP2019/068734
Publication Date:
January 23, 2020
Filing Date:
July 11, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ON CLOUDS GMBH (CH)
International Classes:
A43B7/12; A43B13/12; A43B13/38
Foreign References:
DE102010006150A12011-08-04
US20130340289A12013-12-26
US20040143996A12004-07-29
US20120210604A12012-08-23
Attorney, Agent or Firm:
RENTSCH PARTNER AG (CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Herstellen eines Sportschuhs ( 10) mit einer wasserdichten Sohlen konstruktion, der Sportschuh ( 10) umfassend einen Schaft (5), eine Schaftmemb- 5 ran (6), eine Brandsohle (1 ) und eine wasserundurchlässige Brandsohlenlage (2), das Verfahren umfassend die Schritte: a. Stoffschlüssiges Verbinden der Schaftmembran (6) mit dem Schaft (5); b. Stoffschlüssiges Verbinden eines inneren Bereichs (31) einer Oberfläche der Brandsohle (1 ) mit einem inneren Bereich (21 ) einer Oberfläche der0 Brandsohlenlage (2) derart, dass ein umlaufender äusserer Bereich (32) der Brandsohle (1) bezüglich der Brandsohlenlage (2) verbindungsfrei bleibt und die Brandsohlenlage (2) über die Brandsohle mit einem Über stand (22) übersteht; c. Verbinden der Brandsohle (1 ) mit dem Schaft (5) durch eine Strobelnaht 5 (41); d. Stoffschlüssiges Verbinden der Brandsohlenlage (2) mit der Schaftmemb ran (6) in einem Überlappungsbereich des Überstands (22) der Brandsoh lenlage (2) und der Schaftmembran (6) derart, dass die Strobelnaht (41 ) im Schuhinnern durch die Brandsohlenlage (2) abgedeckt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Brandsohle ( 1 ) mit dem Schaft (5) verbunden wird, indem der Überstand (22) der Brandsohlenlage (2) bis auf den inneren Bereich (3 1 ) der Oberfläche der Brandsohle ( 1 ) derart wegge halten wird, dass der äussere Bereich (32 ) der Brandsohle ( 1 ) freiliegt, und die Stro belnaht (41 ) an den äusseren Bereich (32) angebracht wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandsohlen- läge (2) eine gasdurchlässige Membran oder eine Kunststofffolie, vorzugsweise aus

PVC, umfasst.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaftmembran (6) mit dem Schaft ( 5) durch eine punktuelle Klebung (44) stoffschlüssig verbunden wird. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaftmembran derart mit dem Schaft stoffschlüssig verbunden wird, dass die Schaftmembran im Sohlenbereich des Schafts mit einem Überstand über den Schaft übersteht.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaftmembran (6) derart mit dem Schaft (5 ) stoffschlüssig verbunden wird, dass der Rand der Schaftmembran (6) im Sohlenbereich des Schafts (5 ) mit dem Rand des Schafts (5) bündig ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandsohlenlage (2) mit der Schaftmembran (6 ) beim stoffschlüssigen Ver- binden mittels einem heizbaren Leisten oder einem heizbaren Sockel verschweisst wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim stoffschlüssigen Verbinden des in neren Bereichs (3 1 ) einer Oberfläche der Brandsohle ( 1 ) mit dem inneren Bereich ( 21 ) einer Oberfläche der Brandsohlen- lage ( 2 ) die Brandsohle ( 1 ) derart mit der Brandsohlen läge (2 ) verbunden wird, dass der Ü berstand ( 22) der Brandsohlenlage ( 2 ) sowie die Brandsohlenlage ( 2 ) im äusseren Bereich (32 ) von der Brandsohle absteht.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaftmem bran eine einteilige Hauptmembran umfasst, welche derart aus einer flachen Form in eine dem Schaft entsprechende Endform gebracht wird, dass im Fersenbereich Teile des Randes der Hauptmembran entlang einer Stosslinie Zu¬ sammentreffen und die Stosslinie durch ein Dichtband abgedichtet wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dad urch gekennzeichnet, dass die Schaftmembran eine Laschenmembran umfasst, welche mit der Hauptmembran über mindestens ein Dichtband abgedichtet verbunden wird. 1 1. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sportschuh ( 1 0) beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage ( 2 ) mit der Schaftmem bran (6 ) im Ü berlappungsbereich des Überstands ( 22 ) der Brandsohlenlage ( 2 ) und der Schaftmem bran (6) in seiner endgültigen Orientierung vorliegt, wobei die Brandsohlenlage ( 2 ) u nd die Schaftmembran ( 6 ) beim stoff- schlüssigen Verbinden vorzugsweise mittels einem im Schuhin nern verschiebbaren heizbaren Sockel oder einem heizbaren Leisten verschweisst wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1 0, dadurch gekennzeichnet, dass der Sportschuh ( 1 0) beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage (2 ) mit der Schaftmembran (6) im Überlappungsbereich des Überstands (22) der Brandsohlen lage (2) und der Schaftmembran (6) umgestülpt wird und die Brandsohlenlage (2) von aussen her mit der Schaftmembran (6) stoffschlüssig verbunden wird.

13. Sportschuh (10) mit einer wasserdichten Sohlenkonstruktion, hergestellt mit dem

5 Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Schaft (5), eine mit dem Schaft (5) stoffschlüssig verbundene Schaftmembran (6), eine Brand sohle ( 1 ) und eine wasserundurchlässige Brandsohlenlage (2), wobei ein innerer Be reich (21 ) einer Oberfläche der Brandsohlenlage (2) mit einem inneren Bereich (31) einer Oberfläche der Brandsohle (1) stoffschlüssig derart verbunden ist, dass die0 Brandsohlenlage (2) über die Brandsohle ( 1 ) mit einem Überstand (22) übersteht;

wobei die Brandsohle ( 1 ) mit dem Schaft (5) durch eine Strobelnaht (41 ) verbunden ist; und die Brandsohlenlage (2) mit der Schaftmembran (5) in einem Überlap pungsbereich des Überstands (22) der Brandsohlenlage (2) und der Schaftmemb ran (6) stoffschlüssig derart verbunden ist, dass die Strobelnaht (41 ) im Schuhinnern 5 durch die Brandsohlenlage (2) abdeckt ist.

14. Sportschuh (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandsoh lenlage (2) eine gasdurchlässige Membran oder eine Kunststofffolie, vorzugsweise aus PVC, umfasst.

15. Sportschuh (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandsohlenlage (2) die Strobelnaht (41 ) faltenfrei abdeckt.

Description:
Sportschuh mit einer wasserdichten Sohlenkonstruktion

GEBIET DER ERFIN DUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Sportschuhs mit einer wasserdichten Sohlenkonstruktion und einen durch das Verfahren herge stellten Sportschuh.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Bei der Herstellung von Schuhen sind verschiedene sogenannte Macharten zur Be festigung des Schuhbodens am Schuhschaft bekannt. Die Wahl der jeweiligen Machart hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, welche unter anderem Form beständigkeit, Langlebigkeit, Herstellungsaufwand und Kosten, Komfort oder Fle xibilität umfassen.

Eine der am häufigsten angewandten Macharten ist die klebegezwickte Machart (oder AGO-Machart), bei welcher der Schaft nach innen gezwickt und mit der Brandsohle verklebt wird. Diese ausschliesslich geklebte Machart ist nahezu univer sell einsetzbar und bietet einen leichten, biegsamen Schuh. Allerdings kann z.B. der Schaftrand bei ungenügender Klebung ausreissen, was die Langlebigkeit reduziert.

Demgegenüber stehen die genähten Macharten, wie z.B. die rahmengenähte Machart oder die California-Machart. Bei der rahmengenähten Machart werden der Schaft und die Brandsohle mit einem umlaufenden Band, dem Rahmen, zusam mengenäht. Eine zweite Naht verbindet den Rahmen mit der Laufsohle oder der Zwischensohle. Die rahmengenähte Machart bietet eine hohe Langlebigkeit, in der Regel ist aber der Herstellungsaufwand hoch. Bei der California-Machart wird ein Bezugsstreifen verwendet, welcher umlaufend an die Unterseite des Schafts ange näht wird und mit einer weichen Zwischensohle verbunden wird. Mit dieser Mach art werden biegsame und leichte Schuhe hergestellt, welche aber keine hohe Form beständigkeit aufweisen.

Bei Sportschuhen wird die Brandsohle häufig durch eine Strobelnaht mit dem Schaft verbunden. Die gestrobelte Machart bietet eine hohe Flexibilität und einen tiefen Herstellungsaufwand und ist insbesondere für ein darauffolgendes Direktansohlen geeignet. Aufgrund der gekettelten Verbindung des Schafts mit der Brandsohle durch die Strobelnaht stellt die im Sohlenbereich auftretende Wasserdurchlässig keit und die damit einhergehend reduzierte Witterungsbeständigkeit ein Problem bei gestrobelten Sportschuhen dar.

DARSTELLUNG DER ERFIN DUNG

Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines Sport schuhs und einen Sportschuh bereitzustellen, der den Stand der Technik der Sport schuhe, insbesondere im Hinblick auf die Witterungsbeständigkeit, zumindest teil- weise verbessert. Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Aus gestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen und in der vorlie genden Beschreibung und den Zeichnungen gegeben.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Sportschuhs mit einer wasserdichten Sohlenkonstruktion, der Sportschuh umfassend einen Schaft, eine Schaftmembran, eine Brandsohle und eine wasserundurchlässige Brandsohlenlage, wobei das Verfahren die Schritte umfasst: a. Stoffschlüssiges Verbinden der Schaft membran mit dem Schaft; b. Stoffschlüssiges Verbinden eines inneren Bereichs ei ner Oberfläche der Brandsohle mit einem inneren Bereich einer Oberfläche der Brandsohlenlage derart, dass ein umlaufender äusserer Bereich der Brandsohle be züglich der Brandsohlenlage verbindungsfrei bleibt und die Brandsohlenlage über die Brandsohle mit einem Überstand übersteht; c. Verbinden der Brandsohle mit dem Schaft durch eine Strobelnaht; d. Stoffschlüssiges Verbinden der Brandsohlen lage mit der Schaftmembran in einem Überlappungsbereich des Überstands der Brandsohlenlage und der Schaftmembran derart, dass die Strobelnaht im Schuhin- nern durch die Brandsohlenlage abgedeckt wird.

Die Schaftmembran ist vorzugsweise flexibel und gasdurchlässig, bzw. atmungs aktiv. In einer Ausgestaltung ist die Schaftmembran ein netzförmiges Textil. Um die Atmungsaktivität zu erhöhen, ist die Schaftmembran vorzugsweise über eine punk- tuelle Klebung mit dem Schaft stoffschlüssig verbunden. Vorteilhafterweise ist die Schaftmembran hydrophil, so dass die Schaftmembran vom Fuss ausgestossene Feuchtigkeit aufnehmen und nach Aussen leiten kann. Die Schaftmembran kann z.B. eine Sympatex®-Membran sein. In einer Variante ist die Schaftmembran wasserundurchlässig, aber gasdurchlässig.

Vorzugsweise enthält die Brandsohlenlage ein wasserundurchlässiges Material. Die Brandsohlenlage kann eine Membran oder eine Kunststofffolie, z. B. aus PVC, sein. Das Verfahren bietet den Vorteil, dass die Strobelnaht durch das stoffschlüssige Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran im Überlappungsbereich der Brandsohlenlage und der Schaftmembran derart abgedeckt werden kann, dass Wasser nicht in das Schuhinnere gelangen kann. Zur Wasserdichtigkeit der Sohlen konstruktion tragen daher vorteilhafterweise die Wasserundurchlässigkeit der Brandsohlenlage und das stoffschlüssige Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran im Überlappungsbereich der Brandsohlenlage und der Schaft membran bei. Die Grösse des Überstands der Brandsohlenlage kann variabel aus gestaltet werden. Vorzugsweise ist der Überstand so gross, dass ein ausreichend grosser Überlappungsbereich mit der Schaftmembran bereitgestellt wird, welcher eine zuverlässige stoffschlüssige Verbindung der Brandsohlenlage mit der Schaft- membran ermöglicht.

In einer Ausgestaltung wird die Brandsohle durch die Strobelnaht mit dem Schaft und der Schaftmembran verbunden.

Vorzugsweise wird der innere Bereich der Brandsohlenlage mit dem inneren Be reich der Brandsohle durch eine flächige Klebung stoffschlüssig verbunden. Die Brandsohlenlage kann in einer Ausgestaltung auf der zur Brandsohle zugewandten Seite mit einer Beschichtung versehen sein, welche z.B. durch Hitze aktiviert wer den kann und so eine stoffschiüssige Verbindung der Brandsohlenlage mit der Brandsohle im inneren Bereich der Brandsohle herbeiführen kann.

Die Brandsohlenlage wird mit der Schaftmembran im Überlappungsbereich des Überstands der Brandsohlenlage und der Schaftmembran vorzugsweise durch Ver- schweissen stoffschlüssig verbunden. Für das Verschweissen kann ein heizbarer Leisten oder ein im Schuhinnern verschiebbarer heizbarer Sockel verwendet wer den.

Der Sportschuh kann beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran im Überlappungsbereich des Überstands der Brandsohlenlage und der Schaftmembran bereits in seiner endgültigen Orientierung, d.h. mit dem Schuhinneren bzw. mit der Schaftmembran oder dem Futter nach innen orientiert, vorliegen. Insbesondere bei dieser Ausführungsform ist der Einsatz eines im Schu hinnern verschiebbaren heizbareren Sockels oder eines heizbaren Leistens für das stoffschlüssige Verbinden vorteilhaft. Diese Ausführungsform bietet ferner den Vorteil, dass die Auswahl von für den Schaft verwendbaren Materialien vergrössert werden kann. Zum Beispiel können für den Schaft auch steifere Materialien zur Sta bilisierung des Schafts verwendet werden, da der Sportschuh beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran bereits seine endgültige Orientierung aufweist und anschliessend nicht mehr umgestülpt werden muss. Alternativ kann der Sportschuh beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlen lage mit der Schaftmembran im Überlappungsbereich des Überstands der Brand sohlenlage und der Schaftmembran umgestülpt, d.h. mit dem Schuhinneren bzw. mit der Schaftmembran oder dem Futter nach aussen orientiert, werden. Zum Bei- spiel kann der Sportschuh nach dem Verbinden der Brandsohle mit dem Schaft durch die Strobelnaht umgestülpt werden, um von aussen her die Brandsohlenlage mit der Schaftmembran stoffschlüssig zu verbinden . Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass die Brandsohlenlage einfacher mit der Schaftmembran verbunden werden kann, da das Schuhinnere umgestülpt und entsprechend der Überlap- pungsbereich von aussen her zugänglich ist. Nach dem stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran kann der Sportschuh wieder in seine endgültige Orientierung zurückgestülpt werden.

Optional kann derjenige Teil der Brandsohlenlage, welcher über dem äusseren Be reich der Brandsohle angeordnet ist, beim stoffschlüssigen Verbinden der Brand- sohlenlage mit der Schaftmembran zumindest teilweise auch mit der Brandsohle stoffschlüssig verbunden werden. Zu diesem Zweck kann die Brandsohlenlage in einer Ausgestaltung auf der zur Brandsohle zugewandten Seite mit einer Beschich tung versehen sein, welche beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran, zum Beispiel durch Hitze beim Verschweissen, aktiviert wird und zu einer stoffschlüssigen Verbindung der Brandsohlenlage mit der Brand sohle im äusseren Bereich der Brandsohle führt. Die stoffschlüssige Verbindung der Brandsohlenlage mit der Brandsohle im äusseren Bereich der Brandsohle beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran hat den Vorteil, dass Zwischenräume zwischen der Brandsohlenlage und der Brandsohle im äusseren Bereich der Brandsohle, in welchen sich Wasser ansammeln kann, ver mieden werden können.

Durch das stoffschlüssige Verbinden des inneren Bereichs der Brandsohlenlage mit dem inneren Bereich der Brandsohle vor dem stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran kann vorteilhafterweise ein faltenfreies Verbinden des Überstands der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran bereitge stellt werden. Falten der Brandsohlenlage sind in der Regel unerwünscht, da z.B. durch Falten Teile der Strobelnaht freiliegen können und dadurch ein Eintreten von Wasser in das Schuhinnere begünstigt werden kann. In einer Ausgestaltung wird die Brandsohle mit dem Schaft verbunden, indem der Überstand der Brandsohlenlage bis auf den inneren Bereich der Oberfläche der Brandsohle derart weggehalten wird, dass der äussere Bereich der Brandsohle frei liegt, und die Strobelnaht an den äusseren Bereich angebracht wird.

Dadurch, dass ein umlaufender äusserer Bereich der Brandsohle bezüglich der Brandsohlenlage verbindungsfrei bleibt, kann der Ü berstand der Brandsohlenlage bis auf den inneren Bereich der Oberfläche der Brandsohle beim Anbringen der Strobelnaht weggehalten werden . Ein zuverlässiges Anbringen der Strobelnaht kann so unterstützt werden, da der äussere Bereich der Brandsohle beim Anbrin gen der Strobelnaht freiliegt. In einer Ausgestaltung ist die Brandsohlenlage eine gasdurchlässige Membran. In der Regel ist die Brandsohle gasdurchlässig. Bei einer gasdurchlässigen Aussen- sohle, z.B. einer Aussensohle mit Poren, bietet eine gasdurchlässige Brandsohlen lage den Vorteil, dass im Sohlenbereich eine Atmungsaktivität, bei gleichzeitiger Wasserdichtigkeit der Sohlenkonstruktion mit Hilfe der wasserundurchlässigen Brandsohlenlage, bereitgestellt werden kann.

In einer Ausgestaltung ist die Brandsohlenlage eine Kunststofffolie, vorzugsweise aus PVC.

Dies bietet den Vorteil einer kostengünstigen Brandsohlenlage, welche zugleich wasserundurchlässig ist. In einer Ausgestaltung wird die Schaftmembran mit dem Schaft durch eine punk tuelle Klebung stoffschlüssig verbunden.

Durch die punktuelle Klebung der Schaftmembran mit dem Schaft kann die At mungsaktivität des Sportschuhs im Schaftbereich erhöht werden.

In einer Ausgestaltung wird die Schaftmembran derart mit dem Schaft stoffschlüs- sig verbunden, dass die Schaftmembran im Sohlenbereich des Schafts mit einem Überstand über den Schaft übersteht.

Dies bietet den Vorteil, dass der Überlappungsbereich des Ü berstands der Brand sohlenlage und der Schaftmembran vergrössert werden kann, was die Zuverlässig keit der stoffschlüssigen Verbindung der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran erhöht. In einer Ausgestaltung wird die Schaftmembran derart mit dem Schaft stoffschlüs sig verbunden, dass der Rand der Schaftmembran im Sohlenbereich des Schafts mit dem Rand des Schafts bündig ist.

Dies bietet den Vorteil einer einfacheren Herstellung, da ein unregelmässiger Über- stand der Schaftmembran über den Rand des Schafts hinaus auf einfache Weise derart abgeschnitten werden kann, dass der Rand der Schaftmembran im Sohlen bereich des Schafts mit dem Rand des Schafts bündig ist. Bei Bedarf kann der Über stand der Brandsohlenlage derart angepasst werden, dass der Überlappungsbe reich des Überstands der Brandsohlenlage und der Schaftmembran eine ausrei- chende Grösse aufweist.

Optional kann der Rand der Schaftmembran um ein Stück am Rand des Schafts zu rückstehen. Durch einen ausreichend grossen Überstand der Brandsohlenlage kann trotzdem ein ausreichender Überlappungsbereich zwischen Schaftmembran und Brandsohlenlage für eine zuverlässige stoffschlüssige Verbindung sicherge- stellt werden.

Bezüglich der Ausgestaltung des Rands der Schaftmembran am Rand des Schafts kann daher vorteilhafterweise eine grosse Flexibilität bereitgestellt werden.

In einer Ausgestaltung wird die Brandsohlenlage mit der Schaftmembran beim stoffschlüssigen Verbinden mittels einem heizbaren Leisten oder einem heizbaren Sockel verschweisst. Beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage mit der Schaftmembran kann der Sportschuh bereits in seiner endgültigen Orientierung, d.h. mit dem Schuhinneren bzw. mit der Schaftmembran oder dem Futter nach innen hin orien tiert, vorliegen oder umgestülpt, d.h. mit dem Schuhinneren bzw. mit der Schaft- membran oder dem Futter nach aussen hin orientiert, werden.

In einer Ausgestaltung wird beim stoffschlüssigen Verbinden des inneren Bereichs einer Oberfläche der Brandsohle mit dem inneren Bereich einer Oberfläche der Brandsohlenlage die Brandsohle derart mit der Brandsohlenlage verbunden, dass der Überstand der Brandsohlenlage sowie die Brandsohlenlage im äusseren Bereich von der Brandsohle absteht.

Das Abstehen des Überstands der Brandsohlenlage sowie der Brandsohlenlage im äusseren Bereich bietet den Vorteil, dass das Verbinden der Brandsohle mit dem Schaft erleichtert wird, da der Überstand der Brandsohlenlage beim Anbringen der Strobelnaht einfacher weggehalten werden kann. In einer Ausgestaltung umfasst die Schaftmembran eine einteilige Flauptmembran, welche derart aus einer flachen Form in eine dem Schaft entsprechende Endform gebracht wird, dass im Fersenbereich Teile des Randes der Flauptmembran entlang einer Stosslinie Zusammentreffen und die Stosslinie durch ein Dichtband abgedich tet wird. Vorzugsweise weist die Hauptmembran der Schaftmembran in der Endform nur eine einzelne Naht entlang der Stosslinie auf, welche mit einem Dichtband abge dichtet werden kann . Die Reduzierung der Anzahl der Nähte hat den Vorteil, dass der Verbrauch von Dichtband, welches in der Regel kostenintensiv ist, reduziert werden kann. Weiter erhöht die Reduzierung der Anzahl der Nähte in der Regel die Witterungsbeständigkeit des Sportschuhs, da Nähte typischerweise potenzielle Wassereintrittsstellen darstellen.

In einer Ausgestaltung umfasst die Schaftmembran eine Laschenmembran, welche mit der Hauptmembran über mindestens ein Dichtband abgedichtet verbunden wird.

Die Erfindung betrifft weiter einen Sportschuh mit einer wasserdichten Sohlenkon struktion, hergestellt mit einem Verfahren gemäss der vorliegenden Beschreibung. Der Sportschuh umfasst einen Schaft, eine mit dem Schaft stoffschlüssig verbun dene Schaftmembran, eine Brandsohle und eine wasserundurchlässige Brandsoh- lenlage, wobei ein innerer Bereich einer Oberfläche der Brandsohlenlage mit einem inneren Bereich einer Oberfläche der Brandsohle stoffschlüssig derart verbunden ist, dass die Brandsohlenlage über die Brandsohle mit einem Überstand übersteht, wobei die Brandsohle mit dem Schaft durch eine Strobelnaht verbunden ist, und die Brandsohlenlage mit der Schaftmembran in einem Überlappungsbereich des Über- Stands der Brandsohlenlage und der Schaftmembran stoffschlüssig derart verbun den ist, dass die Strobelnaht im Schuhinnern durch die Brandsohlenlage abdeckt ist. I n einer Ausgestaltung ist die Brandsohle mit dem Schaft und der Schaftmembran durch die Strobelnaht verbu nden .

In einer Ausgestaltung des Sportschu hs ist die Brandsohlenlage eine gasdurchläs sige M em bran .

5 In einer Ausgestaltung des Sportschuhs ist die Brandsohlenlage eine Kunststofffolie, vorzugsweise aus PVC.

In einer Ausgestaltung des Sportschuhs deckt die Brandsohlenlage die Strobelnaht faltenfrei ab.

LISTE DER FIG U R EN o Ausführungsformen der Erfindung werden an hand der nachfolgenden Figuren und der dazugehörigen Beschreibung näher erläutert. Es zeigen :

Fig. 1 eine Draufsicht einer Brandsohle von der zur Lauffläche eines Sport schuhs orientierten U nterseite her;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Brandsohle aus Fig . 1 von der zum 5 Schuhin nern orientierten Oberseite her;

Fig 3a eine Querschnittdarstellung eines Sportschuhs;

Fig. 3b einen vergrösserten Ausschnitt aus der Querschnittdarstellung aus

Fig. 3a . BESCH REIBUNG EXEM PLARISCHER AUSFÜ H RU NGSFO RMEN

Um die Erfindung zu veranschaulichen, wird eine bevorzugte Ausführungsform mit Bezug auf die Figuren näher beschrieben.

Figur 1 zeigt eine Draufsicht einer Brandsohle 1 von der zur Lauffläche eines Sport- 5 schuhs orientierten Unterseite her. Mit der Brandsohle 1 ist eine wasserundurch lässige Brandsohlenlage 2 stoffschlüssig durch eine flächige Klebung verbunden, welche sich über einen inneren Bereich 3 1 der Brandsohle 1 und einen inneren Be reich 2 1 der Brandsohlenlage 2 erstreckt. Ein umlaufender äusserer Bereich 32 der Brandsohle 1 ist verbindungsfrei, so dass die Brandsohlenlage 2 über den äusseren0 Bereich 32 auf der Brandsohle 1 aufliegt. Der innere Bereich 3 1 und der äussere Bereich 32 werden durch eine umlaufende Begrenzungslinie 3 getrennt, welche in der Figur gestrichelt dargestellt ist. Von der Brandsohlenlage 2 ist in der Figur der Überstand 22 sichtbar, mit welchem die Brandsohlenlage 2 über die Brandsohle 1 übersteht. 5 Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Brandsohle 1 aus Figur 1 von der zu m Schuhinnern orientierten Oberseite her. Die Brandsohle 1 ist durch die Brandsoh lenlage 2, welche in einem inneren Bereich 3 1 der Brandsohle 1 sowie einem inne ren Bereich 2 1 der Brandsohlenlage 2 durch eine flächige Klebung mit der Brand sohle 1 stoffschlüssig verbunden ist, abgedeckt. In der Figur ist ein Teil 23 der Brandsohlenlage 2 weggehalten gezeigt, so dass darunter die Brandsohle 1 zu se hen ist. Der Teil 23 der Brandsohlenlage 2 kann bis zur Begrenzungslinie 3 von der Brandsohle 1 weggehalten werden. Durch solches Weghalten kann die Brandsohle 1 entlang dem umlaufenden Rand durch eine Strobelnaht mit einem Schaft verbun den werden, ohne dass die Brandsohlenlage 2 von der Strobelnaht miterfasst wird.

Figur 3a zeigt eine Querschnittdarstellung eines Sportschuhs 1 0 mit einer Brand sohle 1 gemäss Figur 1 . Mit der Brandsohle 1 ist eine Brandsohlenlage 2 durch eine 5 flächige Klebung 42 in einem inneren Bereich 3 1 der Brandsohle 1 sowie einem inneren Bereich 2 1 der Brandsohlenlage 2 stoffschlüssig verbunden. Die Brandsoh lenlage 2 ist auf der zum Schuhinnern orientierten Seite der Brandsohle 1 ange bracht. In einem bezüglich der Brandsohlenlage 2 verbindungsfreien äusseren Be reich 32 der Brandsohle 1 liegt die Brandsohlenlage 2 auf der Brandsohle 1 auf.0 Dies ist in der Figur durch einen im äusseren Bereich 32 der Brandsohle 1 in Rich tung des Schuhinnern abstehenden Teil der Brandsohlenlage 2 illustriert. Beim stoffschlüssigen Verbinden der Brandsohlenlage 2 mit der Schaftmembran 6 kann der über dem äusseren Bereich 32 der Brandsohle 1 angeordnete und zunächst verbindungsfrei auf dem äusseren Bereich 32 aufliegende Teil der Brandsohlenlage5 2 optional auch mit der Brandsohle 2 stoffschlüssig verbunden werden. An die

Brandsohle 1 schliesst ein Schaft 5 des Sportschuhs 1 0 an. Im Schuhinnern ist am Schaft 5 eine Schaftmembran 6 angeordnet, welche durch eine punktuelle Klebung 44 mit dem Schaft 5 verbunden ist. Der Rand der Schaftmembran 6 ist im Sohlen bereich des Sportschuhs 1 0 mit dem Rand des Schafts 5 bündig ausgestaltet. Die Schaftmembran 6 und der Schaft 5 sind mit der Brandsohle 1 durch eine Strobel naht 41 verbunden. Die Brandsohlenlage 2 ist mit der Schaftmembran 6 durch eine Verschweissung 43 im Überlappungsbereich des Überstands 22 der Brandsohlen lage 2 und der Schaftmembran 6 stoffschlüssig verbunden. Die Strobelnaht 41 wird durch die Brandsohlen läge 2 abgedeckt, so dass Wasser von aussen nicht durch die Strobelnaht 41 in das Schuhinnere gelangen kann.

Figur 3b zeigt einen vergrösserten Ausschnitt aus der Querschnittdarstellung aus Figur 3a innerhalb des Kreises C in Figur 3a, in welchem insbesondere der Bereich um die Strobelnaht 41 , mit der durch Striche illustrierten Verschweissung 43 im Überlappungsbereich des Ü berstands 22 der Brandsohlenlage 2 und der Schaft membran 6, gut sichtbar ist.