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Title:
STRAIN AND PRESSURE RELIEF MEANS IN A PLUG CONNECTOR HOUSING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/210717
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a plug housing comprising at least one leaf spring element (5) in a cable duct, which has a central part (50) and a respective first (52) and second lateral part (52b) which are bent in relation to said central part, wherein, from the central part (50), the first lateral part (52) is elastically bent via a first bending edge (51) and the second lateral part (52b) is elastically bent via an opposing second bending edge (51b) on the central part (50), wherein the central part (50) extends substantially parallel to the cable duct, wherein, in relation to the central part (50), the first (52) and the second lateral part (52b) adopt a respective variable acute angle and a variable respective height, wherein the first (52) and second lateral part (52b) narrow the cable duct such that, in an assembled state of the plug housing, with the cable inserted, a respective end section of the first (52) and second lateral part (52b) press against the cable with a respective elastic force and thereby bring about the strain- and pressure-resistant securing of the cable.

Inventors:
ZELLNER JOACHIM (DE)
JUNGBECK MATTHIAS (DE)
KLEES ERNST (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/062323
Publication Date:
November 22, 2018
Filing Date:
May 14, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HARTING ELECTRONICS GMBH (DE)
International Classes:
H01R13/58; H01R4/2433; H01R13/585; H01R24/64
Domestic Patent References:
WO2014076269A12014-05-22
WO2014076269A12014-05-22
WO2008071917A12008-06-19
Foreign References:
EP1914844A22008-04-23
US20090318033A12009-12-24
EP2359441B12014-04-09
DE102011052199B32012-09-27
DE102016004429A12017-10-12
Attorney, Agent or Firm:
FARAGO, Peter (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Steckergehäuse mit einem ersten (1) und einem zweiten Gehäuseteil (2), wobei das erste (1) und zweite Gehäuseteil (2) dazwischen einen Kabelkanal bilden, wobei der Kabelkanal eine Kabelkanallängsachse (16) aufweist, die eine Kabelführungsrichtung bestimmt und der Kabelkanal mindestens ein Zug- und Druckentlastungsmittel zur zug- und druckfesten Befestigung eines Kabels umfasst, wobei das zweite Gehäuseteil (2) den Kabelkanal in einem nicht montierten Zustand zu einem Kabeleinlegen freigibt und in einem montierten Zustand verschließt, das mindestens eine Zug- und

Druckentlastungsmittel umfassend:

a) mindestens ein Blattfederelement (5), das ein Mittelteil (50) und ein davon jeweils abgebogenes erstes Seitenteil (52) und zweites Seitenteil (52b) aufweist, wobei das erste Seitenteil (52) vom Mittelteil (50) über eine erste Biegekante (51) und das zweite Seitenteil (52b) vom Mittelteil (50) über eine zweite Biegekante (51b), die der ersten Biegekante (51) am Mittelteil (50) gegenüberliegt, elastisch abgebogen sind; b) wobei sich das Mittelteil (50) zwischen der ersten (51) und der zweiten Biegekante (51 b) entlang einer Mittelteillängsachse erstreckt, die erste (51) und die zweite Biegekante (51 b) jeweils senkrecht zur Mittelteillängsachse ausgebildet sind, und die Mittelteillängsachse im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene mit der

Kabelkanallängsachse liegt;

c) wobei jeweils zum Mittelteil (50) hin das erste Seitenteil (52) einen variablen spitzen ersten Winkel und das zweite Seitenteil (52b) einen variablen spitzen zweiten Winkel einnehmen können, und ein erster Endabschnitt (53) des ersten Seitenteils (52), der der ersten Biegekante (51) gegenüberliegt, zum Mittelteil (50) hin eine variable erste Höhe und ein zweiter Endabschnitt (53b) des zweiten Seitenteils (52b), der der zweiten Biegekante (51 b) gegenüberliegt, zum Mittelteil (50) hin eine variable zweite Höhe einnehmen können;

d) wobei das erste (52) und zweite Seitenteil (52b) den Kabelkanal so weit verengen, dass im montierten Zustand des Steckergehäuses bei eingelegtem Kabel der jeweilige erste (53) und zweite Endabschnitt (53b) mit einer jeweiligen elastischen Kraft gegen das Kabel drücken und so die zug- und druckfeste Befestigung des Kabels bewirken.

2. Steckergehäuse gemäß Anspruch 1 , wobei der erste Endabschnitt (53) über eine

weitere Biegekante, vom ersten Seitenteil (52) abgebogen ist und eine erste Endabschnittsfläche (53) mit einer ersten Mittelsenkrechten bildet, die mit der

Kabelkanallängsachse im entspannten Zustand einen Winkel von 0 - 30° aufweist; und/oder

wobei der zweite Endabschnitt (53b) über eine weitere Biegekante vom zweiten Seitenteil (52b) abgebogen ist und eine zweite Endabschnittsfläche mit einer zweiten Mittelsenkrechten bildet, die mit der Kabelkanallängsachse im entspannten Zustand einen Winkel von 0 - 30° aufweist.

3. Steckergehäuse gemäß Anspruch 2, wobei die weitere Biegekante des ersten (53) und/oder des zweiten Endabschnitts (53b) parallel zu der jeweiligen ersten (51) oder zweiten Biegekante (52b) ist.

4. Steckergehäuse gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Mittelteil (50) mit dem ersten (1) und/oder zweiten Gehäuseteil (2) innerhalb des Kabelkanals durch mindestens eine der folgenden Verbindungen verbunden ist, durch eine Loch-Zapfen- Verbindung, eine Klebeverbindung, eine Verschweißung, eine Verlötung, eine

Verschraubung, eine Vernietung, eine Klemmverbindung, eine Klemmverbindung in einer Aussparung, eine Vulkanisierverbindung, eine Nut-Zapfen-Verbindung, eine Rastoder Schnappverbindung, oder eine Kombination daraus; und/oder

wobei das Mittelteil (50) mit dem ersten (1) und/oder zweiten Gehäuseteil (2) integral verbunden ist; und/oder

wobei das Mittelteil (50) eine Mittelsenkrechte aufweist, die mit der

Kabelkanallängsachse einen Winkel in einem Bereich bildet von 70° - 90°; und/oder wobei die Mittelteillängsachse parallel zur Kabelkanallängsachse oder einen Winkel dazu von 0° - 20° aufweist; und/oder

wobei das Mittelteil (50) zwischen der ersten (51) und der zweiten Biegekante (51 b) flach im Wesentlichen in einer Mittelteilebene erstreckt; und/oder

wobei die erste Biegekante (51) in Richtung eines ersten Kabelendes weist, aus dem mindestens eine Ader hervorkommt, um mit einem Steckkontakt (42) im

Steckergehäuse verbunden zu werden, und die zweite Biegekante (51b) in Richtung eines zweiten Kabelendes weist, das aus dem Steckergehäuse als das Kabel, das zug- und druckfest verbunden werden soll, herauskommt; und/oder

wobei die erste (51) und die zweite Biegekante (51 b) jeweils geradlinig verläuft oder alternativ dazu gewölbt ausgebildet ist, um eine Federkraft zu erhöhen; und/oder wobei die erste (51) und die zweite Biegekante (51b) jeweils eine elastische Biegekante ist; und/oder wobei der variable spitze erste Winkel im entspannten Zustand in einem Bereich von 30 - 45° oder in einem Bereich von 45°- 60° oder in einem Bereich von 60°- 70° liegt; und/oder

wobei der variable spitze zweite Winkel im entspannten Zustand in einem Bereich von 30 - 45° oder in einem Bereich von 45°- 60° oder in einem Bereich von 60°- 70° liegt; und/oder

wobei die variable erste Höhe im Wesentlichen durch den variablen ersten Winkel und die variable zweite Höhe im Wesentlichen durch den variablen zweiten Winkel gebildet wird; und/oder

wobei das Blattfederelement (5) entlang dem Mittelteil (50) und dem ersten (52) und dem zweiten Seitenteil (52b) im Wesentlichen eine konstante Breite aufweist.

5. Steckergehäuse gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Zug- und Druckentlastungsmittel ein erstes Blattfederelement (5) und mindestens ein zweites Blattfederelement (5) umfasst, die einteilig miteinander verbunden sind, wobei ein erstes Mittelteil (50) des ersten Blattfederelements (5) seitlich parallel zur Mittelteillängsachse eine dritte Biegekante (55) aufweist, die zugleich eine

Verbindung zu einem zweiten Mittelteil (50) des zweiten Blattfederelements (5) darstellt, wobei sämtliche Mittelteillängsachsen der jeweiligen Mittelteile (50) parallel zueinander verlaufen,

wobei das erste und zweite Blattfederelement (5) über die dritte Biegekante (55) so zueinander gebogen sind, dass sämtliche Mittelsenkrechten der jeweiligen Mittelteile (50) zur Kabelkanallängsachse hin ausgerichtet sind.

6. Steckergehäuse gemäß Anspruch 5, wobei das mindestens eine Zug- und

Druckentlastungsmittel eine Vielzahl an Blattfederelementen (5) umfasst, die jeweils Mittelteil (50) an Mittelteil (50) nebeneinander so angeordnet und voneinander abgebogen sind, dass das jeweilige Mittelteil (50) jeweils mindestens eine zur dritten Biegekante (55) parallele Biegekante aufweist und deren Mittelteillängsachsen parallel zueinander verlaufen; und/oder

wobei die dritte Biegekante eine elastische Verbindung darstellt.

7. Steckergehäuse gemäß Anspruch 5, wobei zwischen dem ersten Mittelteil (50) und dem zweiten Mittelteil (50) ein Verbindungsabschnitt (54) so angeordnet ist, dass sich an die dritte Biegekante (55) der Verbindungsabschnitts (54) anschließt, der eine Verbindungsteillängsachse aufweist, die parallel zur jeweiligen Mittelteillängsachse des ersten und zweiten Mittelteils (50) ist, wobei der Verbindungsabschnitt (54) auf der zur dritten Biegekante (55) gegenüberliegenden Seite eine dazu parallele vierte Biegekante (56) aufweist, die zugleich eine Verbindung zum zweiten Mittelteil (50) des zweiten Blattfederelements (5) darstellt.

8. Steckergehäuse gemäß Anspruch 7, wobei der Verbindungsabschnitt (54) mindestens ein erstes mechanisches Kontaktelement (57) zur Verbindung mit dem Kabelkanal oder dem ersten (1) oder dem zweiten Gehäuseteil (2) aufweist, um in Position gehalten werden; und/oder

wobei der Verbindungsabschnitt (54) mit dem ersten (1) oder zweiten Gehäuseteil (2) durch mindestens eine der folgenden Verbindungen verbunden ist: durch eine Loch- Zapfen-Verbindung, eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung, eine

Lötverbindung, eine Schraubverbindung, eine Vernietung, eine Klemmverbindung, eine Klemmverbindung in einer Aussparung, eine Vulkanisierverbindung, eine Nut-Zapfen- Verbindung, eine Rast- oder Schnappverbindung, oder durch eine Kombination daraus; und/oder

wobei die dritte (55) und die vierte Biegekante (56) jeweils eine elastische Biegekante ist; und/oder

wobei die dritte (55) und die vierte Biegekante (56) jeweils entlang einer Geraden verläuft; und/oder wobei der Verbindungsabschnitt (54) mit dem ersten (1) oder zweiten Gehäuseteil (2) integral verbunden ist; und/oder

wobei der Verbindungsabschnitt (54) mit dem ersten (1) oder zweiten Gehäuseteil (2) durch mindestens zwei Verbindungen verbunden ist.

9. Steckergehäuse gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Mittelteil (50) das mindestens eine erste mechanische Kontaktelement (57) zur

Verbindung mit dem Kabelkanal oder dem ersten (1) oder dem zweiten Gehäuseteil (2) aufweist, um in Position gehalten werden; und oder

wobei das mindestens eine Mittelteil (50) mit dem ersten (1) oder zweiten Gehäuseteil (2) durch mindestens eine der folgenden Verbindungen verbunden ist: durch eine Loch-Zapfen-Verbindung, eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung, eine Lötverbindung, eine Schraubverbindung, eine Vernietung, eine Klemmverbindung, eine Klemmverbindung in einer Aussparung, eine Vulkanisierverbindung, eine Nut- Zapfen-Verbindung, eine Rast- oder Schnappverbindung, oder durch eine Kombination daraus. Steckergehäuse gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das jeweilige Blattfederelement (5) anteilig aus einem der folgenden Materialien oder aus einem Gemisch daraus besteht, wie: Metall, Federstahl, Kupfer-Beryllium, Kunststoff, eine isolierende Beschichtung aufweisend, Kohlefaserverbundwerkstoff oder ein

Verbundwerkstoff; und/oder

wobei der erste Endabschnitt (53) an einem äußeren Ende, das zur

Kabelkanallängsachse hinweist, eine gezackte Kante aufweist; und/oder

wobei der zweite Endabschnitt (53b) an einem äußeren Ende, das zur

Kabelkanallängsachse hinweist, eine gezackte Kante aufweist; und/oder

wobei das Steckergehäuse im Kabelkanal eine Vielzahl der Zug- und

Druckentlastungsmittel aufweist, die jeweils zur Kabelkanallängsachse hin ausgerichtet sind.

Description:
Zug- und Druckentlastungsmittel in einem Steckverbindergehäuse

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zug- und Druckentlastungsmittel für ein

Steckverbindergehäuse.

Üblicherweise weisen alle Steckverbinder ein Zugentlastungsmittel für ein Kabel auf, das mit dem Steckverbinder elektrisch verbunden ist. Das jeweilige Zugentlastungsmittel kann dabei sehr unterschiedlich ausgebildet sein.

Altherkömmlich wird das Zugentlastungsmittel beispielsweise durch einen Bügel über einem Kabelstützelement gebildet, zwischen denen das Kabel geklemmt wird, wobei das Kabelstützelement mit dem Steckverbindergehäuse verbunden ist. Der Bügel wird dabei mit einer oder zwei Schrauben gegen das Kabelstützelement gedrückt oder gezogen.

WO2014/076269A1 offenbart ein Zugentlastungsmittel, das durch kegelförmige Noppen oder Zacken in einem Kabelkanal gebildet wird, die fest in einem Innern des

Kabelkanals angeordnet sind und in den Kabelkanal hinein ausgerichtet sind. Der Kabelkanal umfasst dabei zwei Gehäuseteile oder Gehäusehälften, die zueinander seitlich zu einer Kabelkanallängsachse aufklappbar sind, um so das Kabel darin einlegen und verschließen zu können. Indem die zwei Gehäuseteile verschlossen werden, drücken sich die Noppen oder Zacken in das Kabel oder in einen Kabelmantel des Kabels. Dabei können die zwei

Gehäuseteile über einen Rastmechanismus stufenweise aufeinander oder ineinander einrastend gedrückt werden. Toleranzen in einem Kabeldurchmesser können dabei in Raststufen ausgeglichen werden. Zudem ist es nicht immer sicher, dass die richtige Raststufe eingestellt wird, die eine zuverlässige Kabelklemmung bewirken würde.

EP2359441 B1 offenbart ein Zugentlastungsmittel, das durch eine Kontur im

Kabelkanal des Steckverbindergehäuses gebildet wird, wobei der Kabelkanal zwei

Gehäuseteile umfasst, die zueinander seitlich zur Kabelkanallängsachse aufklappbar sind, um so das Kabel darin einlegen und verschließen zu können. Zumindest eines der

Gehäuseteile ist dabei leitend, um einen Schirmleiter des Kabels zu kontaktieren, der im Bereich der Zugentlastung freigelegt ist. Indem die zwei Gehäuseteile mit dem Kabel mit dem freigelegten Schirmleiter dazwischen aufeinandergedrückt und verschlossen werden, drückt sich die Kontur der Gehäuseteile in den Schirmleiter und klemmt und kontaktiert das Kabel zugleich. Jedoch kann eine Toleranz des Kabeldurchmessers kaum ausgeglichen werden.

DE102011052199B3 offenbart ein Zugentlastungsmittel, das bandartig spiralförmig um die Kabelkanalachse mit nach innen stehenden Zacken ausgebildet ist, wobei der Kabelkanal zwei Gehäuseteile umfasst, die zueinander seitlich zur Kabelkanallängsachse aufklappbar sind, um so das Kabel darin einlegen und verschließen zu können. In einem hinteren Abschnitt weisen die zwei Gehäuseteile außen jeweils eine Gewindehälfte auf, so dass sie zusammengeklappt das Gewinde bilden, auf das eine Endkappe mit einem

Gegengewinde aufgeschraubt werden kann. Indem die zwei Gehäuseteile

aufeinandergedrückt und verschlossen werden, drücken sich die Noppen oder Zacken in den Kabelmantel des Kabels und arretieren diesen mit dem Steckverbindergehäuse. Eine Arretierung der zwei Gehäuseteile zueinander wird durch die Endkappe, indem sie auf die hinteren Abschnitte der Gehäuseteile aufgeschraubt wird, gebildet. Die Zugentlastungsmittel kann dabei auch den Schirmleiter des Kabels kontaktieren. Jedoch wird die Toleranz des Kabeldurchmessers nur bedingt ausgeglichen. Vorteilhaft wäre es auch, wenn das Kabel zudem gegen Druckkräfte in seiner Position gesichert gehalten würde.

WO2008071917A1 offenbart ein im Wesentlichen zweiteiliges Steckergehäuse mit einem Blattfederelement als dem Zug- und Druckentlastungsmittel für das Kabel, wobei das Zug- und Druckentlastungsmittel durch gezackte Klemmelemente gebildet wird, die in zwei gegenüberliegenden Deckelteilen integriert sind und daraus zum Kabelkanal hin

hervorstehen und im Wesentlichen quer zur Kabelkanallängsachse angeordnet sind.

DE102016004429A1 offenbart ein mehrteiliges Steckergehäuse mit einem

Blattfederelement als dem Zug- und Druckentlastungsmittel für das Kabel, wobei das Zug- und Druckentlastungsmittel als ein im Wesentlichen anulares Federelement um das Kabel herum ausgebildet ist, in einem zusammengesteckten Zustand des Steckergehäuse in das Kabel gepresst und dabei im Steckergehäuse gehalten wird.

Die Aufgabe der Erfindung, um die Nachteile aus dem Stand der Technik zu beseitigen, besteht daher in der Bereitstellung eines Steckverbinders mit einem Zug- und Druckentlastungsmittel für ein Kabel, das eine möglichst zuverlässige Zugentlastung für das Kabel auch unter Berücksichtigung einer Toleranz eines Kabeldurchmessers ermöglicht, wobei die Zugentlastung auch durch möglichst wenige separate Teile und möglichst kostengünstig ausgeführt sein soll.

Die vorstehende Aufgabe wird von einer Vorrichtung und einem Verfahren gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Erfindungsgemäß wird ein Steckergehäuse mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil zur Verfügung gestellt, wobei das erste und zweite Gehäuseteil dazwischen einen Kabelkanal bilden und wobei der Kabelkanal eine Kabelkanallängsachse aufweist, die eine Kabelführungsrichtung bestimmt und der Kabelkanal mindestens ein Zug- und

Druckentlastungsmittel zur zug- und druckfesten Befestigung eines Kabels umfasst, wobei das zweite Gehäuseteil den Kabelkanal in einem nicht montierten Zustand zu einem

Kabeleinlegen freigibt und in einem montierten Zustand verschließt. Das mindestens eine Zug- und Druckentlastungsmittel umfasst dabei mindestens ein Blattfederelement, wobei das Blattfederelement ein Mittelteil und ein davon jeweils abgebogenes erstes Seitenteil und zweites Seitenteil aufweist, wobei das erste Seitenteil vom Mittelteil über eine erste

Biegekante und das zweite Seitenteil vom Mittelteil über eine zweite Biegekante, die der ersten Biegekante am Mittelteil gegenüberliegt, elastisch abgebogen sind.

Dabei erstreckt sich das Mittelteil zwischen der ersten und der zweiten Biegekante entlang einer Mittelteillängsachse, wobei die erste und die zweite Biegekante jeweils senkrecht zur Mittelteillängsachse ausgebildet sind, und die Mittelteillängsachse im

Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene mit der Kabelkanallängsachse liegt.

Dabei können jeweils zum Mittelteil hin das erste Seitenteil einen variablen spitzen ersten Winkel und das zweite Seitenteil einen variablen spitzen zweiten Winkel einnehmen, und ein erster Endabschnitt des ersten Seitenteils, der der ersten Biegekante gegenüberliegt, zum Mittelteil hin eine variable erste Höhe und ein zweiter Endabschnitt des zweiten

Seitenteils, der der zweiten Biegekante gegenüberliegt, zum Mittelteil hin eine variable zweite Höhe einnehmen.

Dabei verengen das erste und zweite Seitenteil den Kabelkanal so weit, dass im montierten Zustand des Steckergehäuses bei eingelegtem Kabel der jeweilige erste und zweite Endabschnitt mit einer jeweiligen elastischen Kraft gegen das Kabel drücken und so die zug- und druckfeste Befestigung des Kabels bewirken.

Indem das jeweilige Zug- und Druckentlastungsmittel aus einem elastischen

Blattfederelement besteht, kann eine Toleranz eines Kabeldurchmessers des Kabels durch einen Federweg, den das Blattfederelement per se aufweist, gut ausgeglichen werden.

Zudem kann das Blattfederelement einfach im Kabelkanal befestigt werden und es ist kostengünstig herstellbar. Indem im Kabelkanal mehrere solcher Blattfederelemente angeordnet sind, lässt sich eine sehr zuverlässige und dennoch kostengünstige

Zugentlastung bewerkstelligen. Zur Klarheit sei angemerkt, dass wenn von einem oder dem Blattfederelement gesprochen wird, weitere Blattfederelemente nicht ausgeschlossen sind, auch Teil des jeweiligen Zug- und Druckentlastungsmittels zu sein. Ebenso sei zur Klarheit angemerkt, dass wenn von einem oder dem Zug- und Druckentlastungsmittel gesprochen wird, weitere Zug- und Druckentlastungsmittel nicht ausgeschlossen sind, auch Teil des ersten und/oder zweiten Gehäuseteils oder im Kabelkanal angeordnet zu sein.

Eine bevorzugt Ausbildungsform sieht zwei oder mehr solcher Blattfederelemente vor, die miteinander über jeweils einen Verbindungsanschnitt verbunden sind. Dabei lässt sich beispielsweise der Verbindungsabschnitt mit dem Kabelkanal oder dem ersten oder zweiten Gehäuseteil verbinden, so dass gleich zwei oder mehr Blattfederelemente über eine

Verbindung im Kabelkanal befestigt sein können.

Ebenso kann auch eine Vielzahl an Blattfederelementen direkt benachbart aneinander liegend und einteilig ausgebildet sein. In diesem Fall kann beispielsweise eines oder mehrere der Blattfederelemente mit dem ersten oder dem zweiten Gehäuseteil verbunden sein. Mit der Anzahl der jeweiligen Zug- und Druckentlastungsmittel und der Blattfederelemente steigt die Wirkung der Zugentlastung für das Kabel. So kann einfach über eine Anzahl der Zug- und Druckentlastungsmittel im Kabelkanal die Stärke der Zugentlastung bestimmt und einer Anforderung kostenoptimal angepasst werden. Indem eine Art bevorzugt verschiedener Arten der Zug- und Druckentlastungsmittel ausgewählt wird, kann die Zugentlastung einfach an eine vorbestimmte Art des Kabels angepasst werden. In anderen Worten sind für

verschiedene Kabel und Kabeldurchmesser bevorzugt verschiedene Zug- und

Druckentlastungsmittel oder Blattfederelemente verfügbar, die dann jeweils im ersten und/oder zweiten Gehäuseteil eingesetzt oder damit verbunden werden können.

Vorteilhafterweise sind jeweilige Endabschnitte des ersten und zweiten Seitenteils so ausgebildet, dass das Kabel im Kabelkanal auch verdrehsicher in Position halten.

Bevorzugt ist das Blattfederelement aus Metall und kann dann auch als Schutzleiter oder Masse-Leiter dienen. Indem die Endabschnitte im Wesentlichen senkrecht zur

Kabelkanallängsachse und zur Kabellängsachse und also in Richtung des Kabels Zacken oder Nadeln mit einer vorbestimmten Tiefe aufweisen, können diese so ausgebildet sein, dass sie einen Kabelmantel des Kabels durchdringen und in Verbindung mit einem

innenliegenden Schutzleiter kommen und diesen elektrisch kontaktieren. Durch eine Länge der Zacken oder Nadeln kann eine Verletzung weiter innen liegender Adern verhindert werden. Bevorzugte Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung sind in

nachfolgenden Zeichnungen und in einer detaillierten Beschreibung dargestellt, sie sollen aber die vorliegende Erfindung nicht ausschließlich darauf begrenzen.

eine perspektivische Ansicht eines Steckergehäuses mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil in einem geöffneten Zustand mit jeweils einem hinteren Abschnitt mit einem Zug- und Druckentlastungsmittel;

eine perspektivische Ansicht des Steckergehäuses nach Fig. 1 mit dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil in einem geschlossenen Zustand mit zusätzlich einer Endkappe auf dem hinteren Abschnitt;

eine vergrößerte perspektivische Ansicht des hinteren Abschnitts des ersten Gehäuseteils nach Fig. 1 als ein Ausschnitt davon und im geöffneten Zustand mit dem Zug- und Druckentlastungsmittel;

eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Zug- und Druckentlastungsmittels gemäß Fig. 3 aber ohne das Gehäuseteil, umfassend zwei Blattfederelemente mit einem dazwischenliegenden Verbindungsabschnitt;

eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines anderen bevorzugten Zug- und Druckentlastungsmittels, das nur aus dem Blattfederelement besteht; und eine vergrößerte Seitenansicht des anderen bevorzugten Zug- und

Druckentlastungsmittels nach Fig. 5.

Detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen

Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Steckergehäuse mit einem ersten 1 und einem zweiten Gehäuseteil 2, wobei das erste 1 und zweite Gehäuseteil 2 dazwischen in zusammen verbundenem Zustand einen Kabelkanal für ein Kabel 6 bilden. Dabei weist der Kabelkanal eine Kabelkanallängsachse 16 auf, die eine Kabelführungsrichtung bestimmt und in Fig. 2 skizziert ist. Der Kabelkanal umfasst mindestens ein Zug- und

Druckentlastungsmittel zur zug- und druckfesten Befestigung des Kabels 6. Dabei ist das erste 1 und zweite Gehäuseteil 2 so ausgebildet, dass das zweite Gehäuseteil 2 den

Kabelkanal in einem nicht montierten, das heißt offenen, Zustand zu einem Kabeleinlegen freigibt und in einem montierten Zustand verschließt. Der montierte Zustand ergibt sich dann, wenn das erste Gehäuseteil 1 mit dem zweiten Gehäuseteil 2 verbunden ist und dabei der Kabelkanal gebildet wird. Das mindestens eine Zug- und Druckentlastungsmittel umfasst dabei mindestens ein Blattfederelement 5, das ein jeweiliges Mittelteil 50 mit einem davon jeweils abgebogenen ersten Seitenteil 52 und zweiten Seitenteil 52b aufweist. Dabei sind das jeweilige erste Seitenteil 52 vom jeweiligen Mittelteil 50 über eine jeweilige erste Biegekante

51 und das jeweilige zweite Seitenteil 52b vom jeweiligen Mittelteil 50 über eine jeweilige zweite Biegekante 51 b, die der jeweiligen ersten Biegekante 51 am jeweiligen Mittelteil 50 gegenüberliegt, elastisch abgebogen.

Zur Klarheit sei angemerkt, dass fortan bei den Komponenten des Blattfederelements 5 der Wortlaut„jeweils" einer vereinfachten Leseweise wegen meist weggelassen wird; und es wird darauf hingewiesen, dass sich das erste Mittelteil 50, das erste Seitenteil 52, das zweite Seitenteil 52b, die erste Biegekante 51 , die zweite Biegekante 52 und weitere

Komponenten immer auf das jeweilige Blattfederelement bezieht. Das erste Mittelteil 50, das erste Seitenteil 52, das zweite Seitenteil 52b, die erste Biegekante 51 , die zweite Biegekante

52 und weitere Komponenten eines ersten Blattfederelements 5 können sich unterscheiden von oder gleich sein mit den jeweiligen Komponenten von einem zweiten oder weiteren Blattfederelement 5.

Das Mittelteil 50 erstreckt sich zwischen der ersten 51 und der zweiten Biegekante 51 b entlang einer Mittelteillängsachse, wobei die erste 51 und die zweite Biegekante 51 b jeweils senkrecht zur Mittelteillängsachse ausgebildet sind. Das Zug- und

Druckentlastungsmittel oder das Blattfederelement 5 ist dabei so im Kabelkanal angeordnet, dass die Mittelteillängsachse im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene mit der

Kabelkanallängsachse 16 liegt. Bevorzugt ist die Mittelteillängsachse im Wesentlichen parallel zur Kabelkanallängsachse 16, sie kann aber auch einen Winkel dazwischen bilden.

Dabei ist das Blattfederelement so gebogen, dass das erste Seitenteil 52 einen variablen spitzen ersten Winkel zum Mittelteil 50 hin einnehmen und das zweite Seitenteil 52b einen variablen spitzen zweiten Winkel zum Mittelteil 50 hin einnehmen kann. Der jeweilige erste und zweite spitze Winkel bewirkt mit dem Kabel oder genauer mit dem Kabelmantel oder einem innenliegenden Schirmleiter einen Widerhakeneffekt, der das Kabel besonders zug- und druckfest mit dem Steckergehäuse verbindet. Ein erster Endabschnitt 53 des ersten Seitenteils 52, der der ersten Biegekante 51 gegenüberliegt, kann zum Mittelteil 50 hin eine variable erste Höhe und ein zweiter Endabschnitt 53b des zweiten Seitenteils 52b, der der zweiten Biegekante 51 b gegenüberliegt, zum Mittelteil 50 hin eine variable zweite Höhe einnehmen. Durch eine Elastizität des Federelements stellen sich der erste und zweite spitze Winkel und die erste und zweite Höhe ein, wenn das erste 52 oder zweite Seitenteil 52b durch ein eingelegtes Kabel 6 im Kabelkanal im montierten Zustand zusammengedrückt werden, nach wird nach dem Federgesetz eine entsprechende elastische Kraft erzeugt.

Dabei verengen das erste 52 und zweite Seitenteil 52b den Kabelkanal so weit, dass im montierten Zustand des Steckergehäuses bei eingelegtem Kabel 6 der jeweilige erste 53 und zweite Endabschnitt 53b mit der jeweiligen elastischen Kraft gegen das Kabel 6 drücken und so die zug- und druckfeste Befestigung des Kabels 6 bewirken.

Die zug- und druckfeste Befestigung wird teilweise durch eine Reibkraft zwischen den jeweiligen Seitenteilen 52, 52b und dem Kabel 6 erzeugt. Teilweise werden das erste 52 oder zweite Seitenteil 52b oder ein jeweiliger Endabschnitt davon in das Kabel 6 gedrückt, so dass auch eine geometrische Verformung einer Oberfläche des Kabels 6 eine Zug- und

Druckfestigkeit des Kabels im Steckergehäuse erhöht. Zur Klarheit sei angemerkt, dass mit dem Kabel 6 oder der Oberfläche des Kabels 6 im Zusammenhang mit der Zugentlastung immer ein Kabelklemmabschnitt des Kabels 6 gemeint ist, der direkten Kontakt mit dem jeweiligen Zug- und Druckentlastungsmittel hat. Dabei kann der Kabelklemmabschnitt des Kabels beispielsweise ein Kabelmantel oder ein Schutzleiter sein, der bevorzugt innere Adern des Kabels ummantelnd umgibt.

Fig. 1 zeigt das bevorzugte Steckergehäuse mit dem ersten 1 und zweiten

Gehäuseteil 2 im geöffneten Zustand, wobei in einem ersten hinteren Abschnitt 1 c des ersten Gehäuseteils 1 und in einem zweiten hinteren Abschnitt 2c des zweiten Gehäuseteils 2 jeweils ein bevorzugtes Zug- und Druckentlastungsmittel, das jeweils zwei Blattfederelemente 5 aufweist, angeordnet ist. Das zweite Gehäuseteil 2 umfasst noch einen Anschlussblock 3 mit Aderkanälen 32, in die die jeweiligen Adern des Kabels 6 eingeführt und in denen sie elektrisch verbunden werden.

In Fig. 2 ist das bevorzugte Steckergehäuse nach Fig. 1 im geschlossenen Zustand und zusätzlich mit einer Endkappe verschlossen dargestellt. In einem vorderen Teil weist das bevorzugte Steckergehäuse, das einen RJ45 Stecker darstellt, Steckkontakte 42 auf.

In Fig. 4 ist eine bevorzugt Ausführungsform des Blattfederelements 5 dargestellt, bei der die Mittelteillängsachse 58 strichpunktiert eingezeichnet ist. In Fig. 6 wird das bevorzugte Blattfederelement 5 nach Fig. 5 in einer Seitenansicht dargestellt, mit strichpunktiert eingezeichneten jeweiligen Mittelsenkrechten zum Mittelteil 50 und zum ersten 53 und zum zweiten Endabschnitt 53b. Darin verläuft die Mittelsenkrechte des Mittelteils 50 senkrecht zur Kabelkanallängsachse 16. Bevorzugt ist der erste Endabschnitt 53 über eine weitere Biegekante, vom ersten Seitenteil 52 abgebogen und bildet dabei eine erste Endabschnittsfläche, die eine erste Mittelsenkrechte aufweist, die mit der Kabelkanallängsachse 16 im entspannten Zustand einen Winkel von 0 - 30° aufweist. Bevorzugt weist die erste Mittelsenkrechte mit der Kabelkanallängsachse 16 bei eingelegtem Kabel und im montierten Zustand einen Winkel von 0 - 30° auf. Bevorzugt ist der erste Endabschnitt 53 auch nicht vom ersten Seitenteil 52 abgebogen.

Bevorzugt ist der zweite Endabschnitt 53b über eine weitere Biegekante vom zweiten Seitenteil 52b abgebogen und bildet dabei eine zweite Endabschnittsfläche, die eine zweite Mittelsenkrechte aufweist, die mit der Kabelkanallängsachse 16 im entspannten Zustand einen Winkel von 0 - 30° aufweist. Bevorzugt weist die zweite Mittelsenkrechte mit der Kabelkanallängsachse 16 bei eingelegtem Kabel und im montierten Zustand einen Winkel von 0 - 30° auf. Bevorzugt ist der zweite Endabschnitt 53b auch nicht vom zweiten Seitenteil 52b abgebogen.

Der erste 53 und/oder der zweite Endabschnitt 53b kann eine zum Kabel 6 hin ausgerichtete gerade, gekrümmte, rundkante und/oder gezackte Kante aufweisen. Bevorzugt ist der erste 53 und/oder der zweite Endabschnitt 53b mit einer Form ausgebildet, die das Kabel 6 auch verdrehsicher hält, wie beispielsweise durch Zacken oder durch eine

Sägezahnform.

Bevorzugt ist die weitere Biegekante des ersten 53 und/oder des zweiten

Endabschnitts 53b im Wesentlichen parallel zu der jeweiligen ersten 51 oder zweiten

Biegekante 52b.

Bevorzugt ist das Mittelteil 50 mit dem ersten 1 und/oder zweiten Gehäuseteil 2 innerhalb des Kabelkanals durch mindestens eine der folgenden Verbindungen verbunden: Eine Loch-Zapfen-Verbindung, eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung, eine

Verlötung, eine Verschraubung, eine Vernietung, eine Klemmverbindung, eine

Klemmverbindung in einer Aussparung, eine Vulkanisierverbindung, eine Nut-Zapfen- Verbindung, eine Rast- oder Schnappverbindung oder eine Kombination daraus.

Bevorzugt ist das Mittelteil 50 mit dem ersten 1 und/oder zweiten Gehäuseteil 2 integral verbunden.

Bevorzugt bildet die Mittelsenkrechte des Mittelteils 50 mit der Kabelkanallängsachse 16 einen Winkel in einem Bereich von 70° - 90°. Bevorzugt ist die Mittelteillängsachse 58 parallel zur Kabelkanallängsachse 16 oder weist dazu einen Winkel auf im Bereich von 0° - 20°.

Bevorzugt erstreckt sich das Mittelteil 50 zwischen der ersten 51 und der zweiten Biegekante 51 b flach und im Wesentlichen in einer Mittelteilebene.

Bevorzugt weisen die erste Biegekante 51 in Richtung eines ersten Kabelendes, aus dem die mindestens eine Ader hervorkommt, um mit dem entsprechenden Steckkontakt 42 im Steckergehäuse verbunden zu sein, und die zweite Biegekante 51b in Richtung eines zweiten Kabelendes, das aus dem Steckergehäuse herauskommt. Das zweite Kabelende des Kabels erstreckt sich also von Steckergehäuse weg.

Bevorzugt verläuft die erste 51 und die zweite Biegekante 51 b jeweils geradlinig oder alternativ bevorzugt leicht gewölbt, um dabei eine Federkraft zu erhöhen. Bevorzugt ist die erste 51 und die zweite Biegekante 51 b jeweils eine elastische Biegekante.

Bevorzugt liegt der variable, spitze erste Winkel im entspannten Zustand in einem Bereich von 30 - 45°. Weiter bevorzugt liegt der erste Winkel in einem Bereich von 45°- 60° oder in einem Bereich von 60°- 70°.

Bevorzugt liegt der variable, spitze zweite Winkel im entspannten Zustand in einem Bereich von 30 - 45°. Weiter bevorzugt liegt der zweite Winkel in einem Bereich von 45°- 60° oder in einem Bereich von 60°- 70°.

Bevorzugt wird die variable erste Höhe im Wesentlichen durch den variablen ersten Winkel und die variable zweite Höhe im Wesentlichen durch den variablen zweiten Winkel gebildet.

Bevorzugt weist das Blattfederelement 5 entlang dem Mittelteil 50 und dem ersten 52 und dem zweiten Seitenteil 52b im Wesentlichen eine konstante Breite auf. Alternativ ist auch denkbar, dass der erste 53 und zweite Endabschnitt 53b eine geringere Breite aufweisen als das dazugehörige Mittelteil 50, wobei das erste 52 und zweite Seitenteil 52b beispielsweise trapezförmig ausgebildet sind.

Bevorzugt umfasst das mindestens eine Zug- und Druckentlastungsmittel ein erstes Blattfederelement 5 und mindestens ein zweites Blattfederelement 5, die einteilig miteinander verbunden sind. Dabei weist das erste Mittelteil 50 des ersten Blattfederelements 5 seitlich parallel zur Mittelteillängsachse 58 eine dritte Biegekante 55 auf, die zugleich eine

Verbindung zu einem zweiten Mittelteil 50 des zweiten Blattfederelements 5 darstellt, wobei eine jeweilige Mittelteillängsachse 58 des ersten und zweiten Blattfederelements 5 parallel zueinander verlaufen. Das erste 5 und das zweite Blattfederelement 5 sind über die dritte Biegekante 55 so zueinander gebogen, dass die Mittelsenkrechte des ersten Mittelteils 50 des ersten Blattfederelements 5 und die Mittelsenkrechte des zweiten Mittelteils 50 des zweiten Blattfederelements 5 jeweils im Wesentlichen zur Kabelkanallängsachse 16 hin ausgerichtet sind.

Bevorzugt umfasst das mindestens eine Zug- und Druckentlastungsmittel eine Vielzahl an Blattfederelementen 5, die jeweils Mittelteil 50 an Mittelteil 50 nebeneinander so angeordnet und voneinander abgebogen sind, dass das jeweilige Mittelteil 50 jeweils mindestens eine zur dritten Biegekante 55 parallele Biegekante aufweist, deren

Mittelteillängsachsen 58 parallel zueinander verlaufen. Dabei verlaufen alle jeweilige

Mittelteillängsachsen 58 der jeweiligen Blattfederelemente 5 parallel zueinander, und es sind alle jeweilige Mittelsenkrechten der jeweiligen Mittelteile 50 zur Kabelkanallängsachse 16 hin ausgerichtet.

Bevorzugt sind dabei die ersten 52 und zweiten Seitenteile 52b der jeweiligen

Blattfederelemente 5 trapezförmig zur Kabelkanallängsachse 16 hin sich verjüngend ausgebildet.

Fig. 3 und Fig. 4 zeigt eine weiter bevorzugte Ausführungsform, bei der das erste Blattfederelement 5 mit dem zweiten Blattfederelement 5 über einen dazwischenliegenden Verbindungsabschnitt 54 einteilig verbunden ist. Dabei ist der Verbindungsabschnitt 54 zwischen dem ersten Mittelteil 50 des ersten Blattfederelements 5 und dem zweiten Mittelteil 50 des zweiten Blattfederelements 5 so angeordnet, dass das erste Mittelteil 50 über die dritte Biegekante direkt in den Verbindungsabschnitt 54 übergeht. Der Verbindungsabschnitt 54 weist dabei eine Verbindungsabschnittslängsachse auf, die parallel zur ersten

Mittelteillängsachse 58 des ersten Mittelteils 50 verläuft. Der Verbindungsabschnitt 54 weist auf der zur dritten Biegekante 55 gegenüberliegenden Seite eine dazu parallele vierte Biegekante 56 auf, die zugleich eine direkte Verbindung zum zweiten Mittelteil 50 des zweiten Blattfederelements 5 darstellt. Dabei verlaufen die Mittelteillängsachse 58 des ersten

Blattfederelements 5, die Verbindungsabschnittslängsachse des Verbindungsabschnitts 54 und die Mittelteillängsachse 58 des zweiten Blattfederelements 5 jeweils im Wesentlichen parallel zueinander.

Bevorzugt sind das erste Blattfederelement 5 und das zweite Blattfederelement 5 über die jeweilige dritte 55 und vierte Biegekante 56 und über den dazwischenliegenden

Verbindungsabschnitt 54 so zueinander gebogen, dass die jeweilige Mittelsenkrechte des ersten Mittelteils 50, des zweiten Mittelteils 50 du ggf. weiterer anschließender Mittelteile 50 im Wesentlichen zur Kabelkanallängsachse hin ausgerichtet. Zur Kabelkanallängsachse hin ausgerichtet bedeutet bevorzugt, dass die jeweilige Mittelsenkrechte einen zylindrischen Bereich um die Kabelkanallängsachse herum schneidet, der einen Durchmesser, der dem halben Kabeldurchmesser entspricht, aufweist.

Bevorzugt weist der Verbindungsabschnitt 54 mindestens ein erstes mechanisches Kontaktelement 57 auf, um damit eine mechanische Verbindung zum Kabelkanal oder zum ersten 1 oder zweiten Gehäuseteil 2 herzustellen. Das erste mechanische Kontaktelement 57 kann dabei beispielsweise eine Klebeoberfläche, ein Loch, ein Zapfen, eine Schweißstelle, eine Kante, eine Niete oder ein Nietloch, eine Schraube oder eine Mutter, eine Ausstülpung oder andersartig sein.

Bevorzugt weist der Verbindungsabschnitt 54 mit dem ersten 1 oder zweiten

Gehäuseteil 2 mindestens eine der folgenden mechanischen Verbindungen auf: Eine Loch- Zapfen-Verbindung, eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung, eine Lötverbindung, eine Schraubverbindung, eine Vernietung, eine Klemmverbindung, eine Klemmverbindung in einer Aussparung, eine Vulkanisierverbindung, eine Nut-Zapfen-Verbindung, eine Rast- oder Schnappverbindung, oder durch eine Kombination daraus.

Bevorzugt weist das erste 1 oder zweite Gehäuseteil 2 ein zum ersten mechanischen Kontaktelement 57 korrespondierendes entsprechendes zweites mechanisches

Kontaktelement 15 auf, das mit dem ersten mechanischen Kontaktelement 57 verbindbar oder verbunden ist. Dabei wird das Zug- und Druckentlastungsmittel entsprechend in Position gehalten.

Bevorzugt ist der Verbindungsabschnitt 54 mit dem ersten 1 oder zweiten Gehäuseteil 2 integral verbunden. Bevorzugt ist der Verbindungsabschnitt 54 mit dem ersten 1 oder zweiten Gehäuseteil 2 durch mindestens zwei Verbindungen verbunden, die weiter bevorzugt zusammen verdrehsicher sind.

Bevorzugt sind die dritte 55 und die vierte Biegekante 56 jeweils eine elastische Biegekante. Bevorzugt verläuft die dritte 55 und die vierte Biegekante 56 dabei geradlinig oder in einer kurvenförmig.

Bevorzugt weist mindestens ein Mittelteil 50 das mindestens eine erste mechanische Kontaktelement 57 zur Verbindung mit dem Kabelkanal oder dem ersten 1 oder dem zweiten Gehäuseteil 2 auf, um in Position gehalten werden.

Dabei ist das mindestens eine Mittelteil 50 mit dem ersten 1 oder zweiten Gehäuseteil 2 durch mindestens eine der folgenden Verbindungen verbunden: durch eine Loch-Zapfen- Verbindung, eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung, eine Lötverbindung, eine Schraubverbindung, eine Vernietung, eine Klemmverbindung, eine Klemmverbindung in einer Aussparung, eine Vulkanisierverbindung, eine Nut-Zapfen-Verbindung, eine Rast- oder Schnappverbindung, oder durch eine Kombination daraus.

Bevorzugt besteht das Blattfederelement 5 anteilig aus einem der folgenden

Materialien oder aus einem Gemisch daraus: Metall, Federstahl, Kupfer-Beryllium, Kunststoff, eine isolierende Beschichtung, Kohlefaserverbundwerkstoff oder ein anderer

Verbundwerkstoff.

Bevorzugt weist der erste Endabschnitt 53 an einem äußeren Ende, das zur

Kabelkanallängsachse hinweist, eine gezackte Kante auf. Bevorzugt weist der zweite

Endabschnitt 53b an einem äußeren Ende, das zur Kabelkanallängsachse hinweist, eine gezackte Kante auf.

Bevorzugt umfasst das Steckergehäuse im Kabelkanal eine Vielzahl der Zug- und Druckentlastungsmittel, die jeweils zur Kabelkanallängsachse hin ausgerichtet und darin bevorzugt vor einem Herausfallen gesichert befestigt sind.

Bevorzugt sind das erste 1 und/oder das zweite Gehäuseteil 2 ein Spritzteil.

Bevorzugt ist das Blattfederelement 5 ein Spritzteil, ein Stanzteil, ein gebogenes Teil, ein rollgeformtes Teil, ein gezogenes Teil oder ein gestauchtes Teil.

Bevorzugt weist das Blattfederelement 5 einen flachen und im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf. Bevorzugt kann dabei der Querschnitt vom Mittelteil zum ersten 53 und zweiten Endabschnitt 53 hin variieren.

Zur Klarheit sei angemerkt, dass unter dem Steckkontakt ein elektromechanischer Steckkontakt zum elektrischen Verbinden mit einem dazu passenden anderen Steckkontakt eines mit dem Steckverbinder korrespondierenden anderen Steckverbinders verstanden wird. Zur Klarheit umfasst die Ader mindestens einen Draht und eine äußere Isolierung. Zur Klarheit sei auch angemerkt, dass der Begriff„Steckergehäuse" gleichbedeutend ist mit dem Begriff„Steckverbindergehäuse". Unter dem Schirmleiter wird bevorzugt ein mantelförmiger Schirmleiter verstanden, der weiter innere Adern des Kabels 6 umgibt.

Zur Klarheit werden unter den Merkmalen„oben",„unten",„Oberseite",„Unterseite" und andere relative Ortsangaben in senkrechter Richtung verstanden, so wie in den Figuren dargestellt, es sei denn es wird unter einem anderen Bezug beschrieben. Zur Klarheit sei angemerkt, dass unter dem Merkmal, bei dem die jeweilige

Mittelsenkrechte des jeweiligen Mittelteils 50 zur Kabelkanallängsachse hin ausgerichtet ist, zu verstehen ist, dass es sich um die jeweilige Mittelsenkrechte handelt, die sich im mit dem Kabel montierten Zustand einstellt, wobei die jeweilige Mittelsenkrechte dabei einen virtuellen Kabeldurchmesser schneidet, der 50% des realen vorbestimmten Kabeldurchmessers beträgt.

Weitere mögliche Ausbildungsformen sind in den folgenden Ansprüchen beschrieben. Insbesondere können auch die verschiedenen Merkmale der oben beschriebenen

Ausführungsformen miteinander kombiniert werden, soweit sie sich nicht technisch ausschließen

Die In den Ansprüchen genannten Bezugszeichen dienen nur der besseren

Verständlichkeit und beschränken die Ansprüche in keiner Weise auf die in den Figuren dargestellten Formen.

Bezugszeichenliste

1 erstes Gehäuseteil

1 c hinterer Abschnitt des ersten Gehäuseteils

15 zweites mechanisches Kontaktelement

16 Kabelkanallängsachse

2 zweites Gehäuseteil (bevorzugt schwenkbarer Gehäusedeckel)

2c hinterer Abschnitt des zweiten Gehäuseteils

3 Anschlussblock

32 Aderkanal

42 Steckkontakt

5 Blattfederelement

50 Mittelteil

51 erste Biegekante

51 b zweite Biegekante

52 erstes Seitenteil

52b zweites Seitenteil

53 erster Endabschnitt

53b zweiter Endabschnitt

54 Verbindungsabschnitt

55 dritte Biegekante

56 vierte Biegekante erstes mechanisches Kontaktelement Mittelteillängsachse

Kabel