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Patent Searching and Data


Title:
SURFACE CLADDING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/012116
Kind Code:
A1
Abstract:
A surface cladding system (110) for cladding surfaces with a cladding material (120) is proposed, particularly for cladding wall surfaces or floor surfaces with tile material. The surface cladding system (110) comprises at least two cladding modules (112), which can be laid on the surface so as to adjoin each other. A first cladding module (112) has at least one first sealing profile (128, 130), and a second cladding profile (112) has at least one second sealing profile (128, 132). The sealing profiles (128, 130, 132) are designed to engage each other in a laid state of the cladding modules (112) and form a common seal (134).

Inventors:
PAETROW JOERG (DE)
PALGAN MARIUSZ (DE)
Application Number:
PCT/CH2009/000265
Publication Date:
February 04, 2010
Filing Date:
July 28, 2009
Export Citation:
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Assignee:
GIESBRECHT & PARTNER AG (CH)
PAETROW JOERG (DE)
PALGAN MARIUSZ (DE)
International Classes:
E04F13/14; E04B1/68; E04F13/08; E04F13/10; E04F15/02
Domestic Patent References:
WO2003012224A12003-02-13
WO2003040491A12003-05-15
WO2006039726A12006-04-13
Foreign References:
DE19962812A12001-06-28
EP1593795A12005-11-09
US20040016197A12004-01-29
DE10225579A12003-12-24
DE10158215A12002-08-01
CH508792A1971-06-15
Other References:
See also references of EP 2318612A1
Attorney, Agent or Firm:
FREI PATENTANWALTSBÜRO AG (CH)
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Claims:
Patentansprfiche

1. Flächenverkleidungssystem (110) zum Verkleiden von Flächen mit einem Verklei- dungsmaterial (120), insbesondere zum Verkleiden von Wandflächen oder Bodenflächen mit einem Fliesenmaterial, wobei das Flächenverkleidungssystem (110) mindestens zwei Verkleidungsmodule (112) aufweist, wobei die Verkleidungsmodule (112) aneinandergrenzend auf der Fläche verlegbar sind, wobei ein erstes Verkleidungsmodul (112) mindestens ein erstes Dichtungsprofil (128, 130) aufweist, wobei ein zweites Verkleidungsmodul (112) mindestens ein zweites Dichtungsprofil (128,

132) aufweist, wobei die Dichtungsprofile (128, 130, 132) ausgestaltet sind, um in einem verlegten Zustand der Verkleidungsmodule (112) ineinanderzugreifen und eine gemeinsame Dichtung (134) auszubilden.

2. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die gemeinsame Dichtung (134) eine im Wesentlichen fugenfreie Oberfläche (146) aufweist.

3. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die. fugenfreie Oberfläche (146) im Wesentlichen entweder aus dem ersten Dichtungsprofil (128, 130) oder aus dem zweiten Dichtungsprofil ( 128, 132) gebildet wird.

4. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eines der beiden Dichtungsprofile (128, 130, 132) ganz oder teilweise als männliches Dichtungsprofil ausgestaltet ist und wobei das andere der beiden Dichtungsprofile

(128, 130, 132) ganz oder teilweise als weibliches Dichtungsprofil ausgestaltet ist.

5. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verkleidungsmodule (112) jeweils mindestens einen Rahmen (114) aufweisen, wobei das Verkleidungsmaterial (120) in dem Rahmen (114) aufgenommen ist, wobei die Dichtungsprofile (128, 130, 132) jeweils mit dem Rahmen (114) verbunden sind und/oder einstückig mit dem Rahmen (114) ausgebildet sind.

6. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Dichtungsprofile (128, 130, 132) jeweils mit dem Rahmen (114) durch eine Stoff- schlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung, insbesondere ein Verpressen, verbunden sind.

7. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprü- che, wobei die Dichtungsprofile { 128, 130, 132) jeweils einstückig mit dem Rahmen

(114) ausgebildet sind.

8. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Dichtungsprofile (128, 130, 132) und der Rahmen (114) ganz oder teilweise aus ei- nem Kunststofimaterial hergestellt sind, insbesondere einem duroplastischen und/oder elastomeren Kunststofrmaterial, insbesondere einem oder mehreren der folgenden Werkstoffe: einem Polyurethan; einem Silikon.

9. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verkleidungsmodule (112), insbesondere die Rahmen (114) der Verkleidungsmodule (112), jeweils mechanische Verbindungselemente (122) aufweisen, wobei die mechanischen Verbindungselemente (122) eingerichtet sind, um beim Verlegen der Verkleidungsmodule (112) eine mechanische Verbindung, insbesondere eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige mechanische Verbindung, einzugehen, ins- besondere ein oder mehrere der folgenden mechanischen Verbindungselemente

(122): ein Steckelement; ein Nut- und Federelement; einen Klick-Laminatverbinder; eine Hakenverbindung.

10. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die mechanische Verbindung derart ausgestaltet ist, dass beim Zusammenfugen zweier

Verkleidungsmodule (112) in einer nicht-ebenen Orientierung der Verkleidungsmodule (112) zueinander ein im Wesentlichen kraftfreies Zusammenfugen der mechanischen Verbindungselemente (122) möglich ist, wohingegen in einer ebenen Orientierung der Verkleidungsmodule (112) zueinander eine Kraft auf mindestens eines der Dichtungsprofile (128, 130, 132) ausgeübt wird, so dass dieses Dichtungsprofil (128,

130, 132) mechanisch verformt ist.

11. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verbindungselemente (122) und/oder die Dichtungsprofile (128, 130, 132) min- destens einen Entlastungsraum (194), insbesondere mindestens einen Entlastungsspalt (196), aufweisen, wobei der Entlastungsraum (194) ausgestaltet ist, um beim Zusammenfügen zweier Verkleidungsmodule (112) auftretende Verformungen (184, 186) aufzunehmen.

12. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dichtungsprofile (128, 130, 132) mindestens einen der folgenden Werkstoffe aufweisen: einen geschäumten Werkstoff, insbesondere einen Polyurethanschaum; einen Elastomerwerkstoff, insbesondere ein Silikon und/oder einen Gummiwerkstoff; einen plastisch verformbaren Werkstoff; einen elastisch verformbaren Werkstoff; einen zumindest teilweise für sichtbares Licht transparenten Werkstoff.

13. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jedes Verkleidungsmodul (112) jeweils mindestens ein erstes Dichtungsprofil (128, 130), vorzugsweise zwei erste Dichtungsprofile (128, 130), und mindestens ein zweites Dichtungsprofil (128, 132), vorzugsweise zwei zweite Dichtungsprofile (128, 132), aufweist.

14. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die ersten Dichtungsprofile (128, 130) an aneinandergrenzenden Stoßkanten (136) angeordnet sind und wobei die zweiten Dichtungsprofile (128, 132) an aneinandergren- zenden Stoßkanten (136) angeordnet sind.

15. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der Dichtungsprofile (128, 130, 132) ein Aufhahmeteil (140) mit einer ersten Auflagefläche (142) aufweist und wobei mindestens ein anderes Dich- tungsprofil (128, 130, 132) ein Überlappteil (138) mit einer zweiten Auflagefläche

(144) aufweist, wobei in dem verlegten Zustand das Überlappteil (138) das Aufhahmeteil (140) zumindest teilweise überlappt, wobei die zweite Auflagefläche (144) zumindest teilweise auf der ersten Auflagefläche (142) aufliegt.

16. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Überlappteil (138) eingerichtet ist, um beim Verlegen nach unten gegen das Aufnahmeteil (140) gepresst zu werden.

17. Flächenverkleidungssystem (110) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei ein Hebelelement (156) vorgesehen ist, um das Überlappteil (138) gegen das Aufhahmeteil (140) zu pressen.

18. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei das Überlappteil (138) einen Vorsprung (158) aufweist, wobei das Aufnahmeteil (140) eine Nut (160) aufweist, wobei der Vorsprung (158) eingerichtet ist, um in die Nut (160) einzugreifen.

19. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vier vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Auflagefläche (142) und/oder die zweite Auflagefläche (144) jeweils auf eine der folgenden Weisen ausgestaltet sind: als schräge Auflageflächen; also ab- gerundete Auflageflächen.

20. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der Dichtungsprofile (128, 130, 132) ein männliches Eingriffselement (148) aufweist, wobei mindestens ein anderes Dichtungsprofil (128, 130, 132) ein weibliches Eingriffselement (150) aufweist, wobei die Eingriffselemente (148,

150) eingerichtet sind, um beim Verlegen ineinander einzugreifen und eine Dichtungswirkung der gemeinsamen Dichtung (134) zu verstärken.

21. Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verkleidungsmodule (112) im Wesentlichen gleich ausgestaltet sind.

22. Verkleidungsmodul (112) für den Einsatz in einem Flächenverkleidungssystem (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend mindestens ein erstes Dichtungsprofil (128, 130) und/oder mindestens ein zweites Dichtungsprofil (128, 132), wobei das Verkleidungsmodul (112) eingerichtet ist, um mit mindestens einem weiteren Verkleidungsmodul (112) zu dem Flächenverkleidungssystem (110) ergänzt zu werden.

23. Rahmen (114) für den Einsatz in einem Flächenverkleidungssystem (110) nach ei- nem der vorhergehenden, ein Flächenverkleidungssystem (110) betreffenden Ansprüche, umfassend mindestens eine Aufnahme (118), insbesondere eine Vertiefung, zur Aufnahme des Verkleidungsmaterials (120), insbesondere des Fliesenmaterials, weiterhin aufweisend mindestens ein erstes Dichtungsprofil (128, 130) und/oder mindestens ein zweites Dichtungsprofil (128, 132), wobei das erste Dichtungsprofil (128, 130) bzw. das zweite Dichtungsprofil (128, 132) eingerichtet ist, um bei einem

Verlegen in ein zweites Dichtungsprofil (128, 132) bzw. ein erstes Dichtungsprofil (128, 130) eines zweiten Rahmens (114) derart einzugreifen, dass eine gemeinsame Dichtung (134) entsteht.

Description:
FLACHENVERKLEroUNGSSYSTEM

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Flächenverkleidungssystem zur Verkleidung von Flächen mit einem Verkleidungsmaterial sowie ein Verkleidungsmodul und einen Rahmen für den Ein- satz in einem derartigen Flächenverkleidungssystem. Derartige Flächenverkleidungssysteme, Verkleidungsmodule und Rahmen werden eingesetzt, um nahezu beliebige Flächen zu verkleiden, beispielsweise Wandflächen, Bodenflächen, Zierflächen oder Ahnliches, insbesondere im Bereich der Bautechnik. Auch andere Anwendungen sind jedoch grundsätzlich möglich.

Stand der Technik

Insbesondere aus dem Bereich der Bautechnik sind zahlreiche Flächenverkleidungssysteme bekannt, welche nach verschiedenen Kriterien ausgestaltet sind. Derartige Flächenverklei- dungssysteme, wie sie auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen werden, dienen beispielsweise zur Verkleidung von Wandflächen, Bodenflächen oder Deckenflächen mit einem Verkleidungsmaterial. Dieses Verkleidungsmaterial kann unterschiedliche Werkstoffe umfassen, beispielsweise metallische Werkstoffe, keramische Werkstoffe, Holz, Glas, Kunststoff oder ähnliche üblicherweise für Verkleidungssysteme eingesetzte Werkstoffe oder Kombinationen der genannten und/oder anderer Werkstoffe.

Bei der Verkleidung von Flächen, beispielsweise ebenen, gewinkelten oder auch gekrümmten Flächen, ist dabei auf verschiedene Kriterien zu achten. Ein wesentliches Kriterium besteht in vielen Fällen darin, dass die Verlegung einfach und schnell erfolgen muss. Die Flächenverkleidungssysteme werden dabei üblicherweise entweder auf die zu verkleidende Fläche einfach aufgelegt oder mit dieser zu verkleidenden Fläche verbunden. Letzteres kann dabei beispielsweise durch eine stoffschlüssige Verbindung, insbesondere durch Fliesenkleber oder ähnliche Arten stoffflüssiger Verbindungen, erfolgen. Alternativ oder zusätzlich lassen sich beispielsweise auch mechanische Befestigungselemente, beispiels- weise für eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung, einsetzen, beispielsweise Haken, Schrauben oder Ähnliches. Aus dem Stand der Technik sind Flächenverkleidungssysteme bekannt, welche aus einzelnen Modulen zusammengesetzt sind. Diese einzelnen Module können über Verbindungssysteme, beispielsweise in Form so genannter Klick- Verbindungen, mechanisch miteinan- der verbunden sein. Beispiele derartiger Klick-Verbindungen, welche beispielsweise nach dem bekannten Nut- und Feder-Prinzip funktionieren können, sind aus DE 101 58 215 Al bekannt. Dort wird ein Verlegesystem für Platten, insbesondere für Steinfliesen, zur Erstellung eines Decken-, Wand- oder Bodenbelags vorgestellt, bei dem die Platten mit einem Auflagerahmen versehen sind, auf denen die Platten zumindest teilflächig aufliegen. Die Auflagerahmen enthalten an jeweils zwei einander benachbarten Schenkeln einen Ansatz, der zur Aufnahme eines die Fugenbreite definierenden gummielastischen Dichtungsprofils ausgebildet ist.

Abgesehen von den mechanischen Anforderungen an derartige Flächenverkleidungssyste- me werden in vielen Fällen jedoch weitere Anforderungen gestellt. Insbesondere sind dies Anforderungen hinsichtlich der Verträglichkeit mit flüssigen Medien, wie beispielsweise Wasser oder Reinigungsmitteln. So werden viele Flächenverkleidungssysteme im Bereich von Nasszellen, Bädern, Toiletten, Küchen oder Wohnbereichen eingesetzt, in welchen diese häufigen Kontakt mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten haben.

Ein wesentliches Kriterium derartiger Flächenverkleidungssysteme ist daher in vielen Fällen eine geeignete Abdichtung zwischen den einzelnen Modulen des Flächenverkleidungssystems. Bei herkömmlichen Systemen, in welchen die Module mit der zu verkleidenden Fläche verklebt werden, wird daher in der Regel zwischen die einzelnen Module, insbe- sondere zwischen einzelne Fliesen, eine Fugenmasse oder Verfügung eingebracht, welche verhindert, dass Feuchtigkeit durch die Ritzen zwischen benachbarten Modulen hinter die Module, insbesondere an die zu verkleidende Fläche, geraten kann.

Bei den genannten, einfach und schnell zu verlegenden Flächenverkleidungssystemen, insbesondere nach dem Klick-Prinzip, werden daher an den einzelnen Modulen Dichtungen vorgesehen. Ein Beispiel sind die in DE 101 58 215 A1 beschriebenen Dichtungsprofile. Ein weiteres Beispiel derartiger Dichtungsprofile ist aus CH 508 792 bekannt. Dort wird ein Verfahren zum Abdichten von Fugen zwischen Bauelementen, insbesondere zwischen Betonplatten, beschrieben. Derartige Bauelemente sollen die herkömmlichen, einen Kitt verwendenden Verfahren zum Verfugen ersetzen und basieren darauf, dass benach- barte Bauelemente jeweils eine Dichtung aufweisen, wobei diese Dichtungen beim Verlegen der Bauelemente gegeneinander gedrückt werden.

Diese bekannten Vorrichtungen und Verfahren weisen jedoch in der Praxis eine Mehrzahl von Nachteilen auf, welche nicht in jedem Fall tolerierbar sind und welche teilweise zu unbefriedigenden Ergebnissen in der Flächenverkleidung führen. So bildet sich beispielsweise bei dem in DE 101 58 215 Al beschriebenen Verfahren in vielen Fällen ein Spalt zwischen dem Dichtungsprofil eines Moduls und der Platte des anderen Moduls aus. Dies ist insbesondere dadurch bedingt, dass die Platten in vielen Fällen Fertigungstoleranzen unterworfen sind, insbesondere Naturplatten wie beispielsweise Platten aus Holz, Stein oder ähnlichen natürlichen Materialien. Auch eine Änderung der Abmessung der Platten über den Benutzungszeitraum hinweg, beispielsweise durch Aufnahme von Feuchtigkeit oder ein „Arbeiten" im Holz, kann zur Bildung derartiger Spalte führen. Diese Spalte bewirken jedoch, dass Feuchtigkeit zwischen dem Dichtungsprofil und der Platte an den da- runterliegenden Auflagerahmen und/oder die darunterliegende, zu verkleidende Fläche geraten kann.

Eine ähnliche Problematik bildet sich auch bei Systemen wie dem in CH 508 792 beschriebenen System, bei welchem zwei Dichtungen benachbarter Module aufeinander ge- presst werden. Da die Dichtungen unmittelbar auf den Plattenmaterialien der Bauelemente aufliegen, welche jedoch wiederum beispielsweise den oben beschriebenen Fertigungstoleranzen unterworfen sein können, ist auch der Druck, mit welchem die Dichtungen aufeinander gepresst werden, und somit die Dichtungswirkung des Systems bzw. Verfahrens den genannten Schwankungen unterworfen, auch wenn zweiteilige Dichtungssysteme, wie das in CH 508 792 beschriebene Dichtungssystem, in der Regel eine höhere Dichtigkeit aufweisen als beispielsweise das in DE 101 58 215 A1 beschriebene Dichtungssystem.

Ein weiterer Nachteil bekannter zweiteiliger Dichtungssysteme, wie beispielsweise des in CH 508 792 beschriebenen Dichtungssystems, ist sowohl ästhetischer als auch technischer Natur. So sind diese Dichtungen derart ausgebildet, dass zwischen den einzelnen gegeneinander gepressten Dichtungen eine in der Regel deutlich sichtbare Kante entsteht. Die Dichtungen sind um diese Kante herum in vielen Fällen gewölbt, wobei insgesamt an der Kante aufgrund des für die Dichtung erforderlichen Drucks eine Unstetigkeit im Oberflächenverlauf der gemeinsam ausgebildeten, zweiteiligen Dichtung entsteht. Diese Unstetig- keit ist nicht nur ästhetisch unerwünscht, sondern es können sich sogar im Bereich dieser Kante aufgrund der Wölbung und den dort auftretenden Spannungen Undichtigkeiten aus- bilden, insbesondere bei einer zunehmenden, beispielsweise altersbedingten, Versprödung des Dichtungsmaterials.

Aufgabe der Erfindung Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Flächenverkleidungssystem bereitzustellen, welches die oben beschriebenen Nachteile bekannter Flächenverkleidungssysteme zumindest weitgehend vermeidet. Insbesondere soll das Flächenverkleidungssystem modular aufgebaut sein und gleichzeitig eine ästhetisch ansprechende und dennoch technisch verbesserte Dichtung zwischen den einzelnen Modulen bereitstellen können.

Offenbarung der Erfindung

Diese Aufgabe wird durch ein Flächenverkleidungssystem mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 sowie durch ein Verkleidungsmodul und einen Rahmen, jeweils für den Einsatz in einem erfindungsgemäßen Flächenverkleidungssystem, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung, welche einzeln oder auch in Kombination realisierbar sind, sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.

Das Flächenverkleidungssystem dient zur vollständigen oder teilweisen Verkleidung von Flächen mit einem Verkleidungsmaterial. Dabei kann weitgehend auf die oben beschriebenen Möglichkeiten der Ausgestaltung derartiger Flächenverkleidungssysteme verwiesen werden. Insbesondere können ebene, gekrümmte oder gewinkelte Flächen verkleidet werden. Beispielsweise lassen sich Bodenflächen und/oder Wandflächen und/oder Deckenflächen im Gebäudebereich auf diese Weise mit dem Verkleidungsmaterial verkleiden. Die Verkleidung kann dabei ästhetischen Zwecken dienen und/oder kann funktioneller Natur sein, letzteres beispielsweise zum Schutz der zur verkleidenden Fläche gegenüber Flüssigkeiten, Gasen, Verunreinigungen oder ähnlichen Angriffen. Grundsätzlich muss die zu verkleidende Fläche dabei nicht vollständig geschlossener Natur sein, sondern es können beispielsweise auch zumindest teilweise freitragende Flächenverkleidungssysteme herge- stellt werden.

Unter einem Verkleidungsmaterial kann dabei ein beliebiges Material verstanden werden, welches den überwiegenden Bestandteil der nach der Verkleidung sichtbaren Oberfläche des Flächenverkleidungssystems bildet. So kann beispielsweise eine Oberfläche dieses Verkleidungsmaterials mindestens 50% der insgesamt erkennbaren äußeren Oberfläche des Flächenverkleidungssystems bilden. Als typische Beispiele derartiger Verkleidungsmate- rialien können dabei die oben genannten Materialien genannt werden, welche beispielsweise auch eine glatte, eine ebene, eine aufgeraute, eine lackierte oder glasierte, eine gekrümmte, eine reliefartig geformte oder eine andersartig gestaltete, nach außen weisende Oberfläche aufweisen können. Die Verkleidungsmaterialien können dabei auch zumindest teilweise transparent bzw. durchscheinend oder auch nicht-transparent ausgestaltet sein, beispielsweise durch Verwendung von transparenten oder durchscheinenden Glasmaterialien, Kunststoffmaterialien, Kristallmaterialien oder Keramikmaterialien. Alternativ oder zusätzlich lassen sich auch beispielsweise spiegelnde Verkleidungsmaterialien einsetzen. Typische, im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbare Verkleidungsmaterialien sind Naturstoffe, wie beispielsweise Stein, Ton, Keramik, Holz oder ähnliche Naturmaterialien. Alternativ oder zusätzlich lassen sich auch künstliche Materialien einsetzen, beispielsweise Keramiken, Gläser, Kunststoffe, Betonmaterialien oder Ähnliches. Auch Kombinationen der genannten Materialien und/oder anderer Materialien sind denkbar.

Dabei ist das Flächenverkleidungssystem, wie oben ausgeführt, modular aufbaubar und weist mindestens zwei Verkleidungsmodule auf. Diese Verkleidungsmodule enthalten das Verkleidungsmaterial, beispielsweise ein Fliesenmaterial. Beispielsweise kann derartiges Verkleidungsmaterial in Form von Platten, beispielsweise rechteckigen, runden oder polygonalen Platten, in die Verkleidungsmodule eingebracht sein, beispielsweise (wie unten näher ausgeführt wird) in einen Rahmen dieser Verkleidungsmodule. Die einzelnen Verkleidungsmodule und/oder das fertige Flächenverkleidungssystem können dabei mit der zu verkleidenden Fläche temporär oder permanent verbunden werden und/oder lediglich auf diese zu verkleidende Fläche aufgelegt werden. Ersteres kann beispielsweise durch die oben beschriebenen stoffschlüssigen, kraftschlüssigen oder formschlüssigen Verbindungs- techniken oder Kombinationen dieser Verbindungstechniken erfolgen. Letzteres kann beispielsweise im Bereich von lediglich temporär zu verwendenden Verkleidungen eingesetzt sein, beispielsweise um vorübergehend eine Saalfläche mit einem Parkett oder Parkettähnlichem Flächenverkleidungssystem zu dekorieren oder zu schützen. Verschiedene andere Möglichkeiten sind denkbar.

Um diesen modularen Aufbau zu gewährleisten, sollen die Verkleidungsmodule, welche im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch als Einzelteile beansprucht werden, aneinan- dergrenzend auf der zu verkleidenden Fläche verlegbar sein. Unter „aneinandergrenzend" ist dabei zu verstehen, dass diese Verkleidungsmodule entlang mindestens einer Stoßkante eine Berührung eingehen können. Unter einer Stoßkante ist dabei allgemein ein äußerer Grenzbereich oder eine Grenzlinie zu verstehen, welche ein Verkleidungsmodul und/oder ein Verkleidungsmaterial nach außen hin begrenzt, beispielsweise hin zu einem benachbarten Verkleidungsmodul. Dabei können im verlegten Zustand die einzelnen Verkleidungsmodule lediglich lose aneinandergrenzen, ohne dass eine engere mechanische Verbindung vorgesehen ist. Alternativ können die Verkleidungsmodule jedoch auch, wie unten näher ausgeführt wird, durch entsprechende Verbindungselemente mechanisch miteinander verbunden werden.

Die Verkleidungsmodule sind dabei derart ausgestaltet, dass ein erstes Verkleidungsmodul, insbesondere an einer ersten Stoßkante, ein erstes Dichtungsprofil aufweist. Ein zweites der Verkleidungsmodule weist, insbesondere an einer zweiten Stoßkante, ein zweites Dichtungsprofil auf. Unter einem Dichtungsprofil ist dabei allgemein ein Element zu verstehen, welches, allein oder in Zusammenwirkung mit anderen Elementen, insbesondere Dichtelementen, eine Dichtungswirkung aufweist. Diese Dichtungswirkung soll insbesondere ein Eindringen von fluiden Medien, insbesondere Flüssigkeiten, in einen Zwischen- räum zwischen aneinandergrenzenden Verkleidungsmodulen bewirken. Diese Dichtungswirkung soll dieses Eindringen zumindest erheblich verzögern, wenn auch ein langsames Eindringen in der Regel nicht vollständig verhindert werden kann. Zu diesem Zweck ist es besonders bevorzugt, wenn die Dichtungsprofile zumindest verformbar, vorzugsweise sogar elastisch verformbar, ausgestaltet sind. Verschiedene Ausfuhrungsformen derartiger elastischer bzw. verformbarer Materialien sind in dem eingangs beschriebenen Stand der Technik erwähnt und/oder werden unten näher erläutert.

Dabei sollen die Dichtungsprofile der benachbarten Verkleidungsmodule komplementär zusammenwirken. Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, die Dichtungsprofile derart aus- zugestalten, dass diese beim Verlegen ineinander eingreifen können. Unter einem Eingreifen ist dabei ein Vorgang zu verstehen, bei welchem im verlegten Zustand mindestens ein Bereich eines zu einem Verkleidungsmodul gehörigen Dichtungsprofils weiter von dem Verkleidungsmaterial dieses Verkleidungsmoduls entfernt ist als ein Bereich eines Dichtungsprofils eines anderen Verkleidungsmoduls. In anderen Worten sollen die Dichtungs- profile benachbarter Verkleidungsmodule, in Draufsicht auf eine Ebene senkrecht zu dem Flächenverkleidungssystem, zumindest bereichsweise überlappend ausgestaltet sein. Dies kann beispielsweise als eine einfache Überlappung realisiert werden. Alternativ oder zusätzlich können die Dichtungsprofile auch, wie unten näher ausgeführt wird, ineinander verhakt sein oder auf andere Weise eine mechanisch stabilere Verbindung eingehen als dies bei einer einfachen Überlappung der Fall ist. Die beiden Dichtungsprofile bilden also beim Ineinandergreifen eine gemeinsame Dichtung aus. Unter einer gemeinsamen Dichtung ist dabei, im Gegensatz zu unmittelbar anein- andergrenzenden einzelnen Dichtungsprofilen wie in der CH 508 792 beschrieben, eine Dichtung zu verstehen, welche keinen geraden durchgängigen Spalt zwischen den anein- andergrenzenden Verkleidungsmodulen beinhaltet. Insbesondere soll keine ebene Spaltfläche ausgebildet sein, wie beispielsweise in der in CH 508 792 beschriebenen Anordnung.

Diese erfϊndungsgemäß vorgeschlagene Ausgestaltung bewirkt eine stark erhöhte Dichtungswirkung der fertigen Flächenverkleidungssysteme. Durch das Ineinandergreifen der benachbarten Dichtungsprofile wird insbesondere das Eindringen von Feuchtigkeit stark erschwert. Zudem kann, wie unten anhand von Beispielen näher ausgeführt wird, das Ineinandergreifen der Dichtungsprofile zusätzlich auch genutzt werden, um die mechanische Stabilität der Verbindung benachbarter Verkleidungsmodule zu erhöhen.

Das Flächenverkleidungssystem lässt sich auf verschiedene Weisen vorteilhaft weiterbilden. So ist ein erster vorteilhafter Aspekt der Erfindung sowohl ästhetischer als auch technischer Natur. Bei dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Flächenverkleidungssystems wird die gemeinsame Dichtung derart ausgestaltet, dass diese eine im Wesentlichen fugenfreie Oberfläche aufweist. Unter einer im Wesentlichen fugenfreien Oberfläche ist dabei eine Oberfläche zu verstehen, welche für einen Betrachter aus zwei oder mehreren einzelnen Teilflächen zusammengesetzt ist. Dies kann insbesondere dadurch erfolgen, dass die fugenfreie Oberfläche im Wesentlichen entweder aus dem ersten Dichtungsprofil oder aus dem zweiten Dichtungsprofil gebildet wird. So kann beispielsweise das erste Dichtungsprofil das zweite Dichtungsprofil vollständig überlappen, oder umgekehrt, so dass ein Betrachter im verlegten Zustand des Flächenverkleidungssystems in den Fugen zwischen den einzelnen Verkleidungsmaterialien, beispielsweise den Fliesen, lediglich ein gemeinsames Dichtungsmaterial wahrnimmt, nämlich dasjenige des ersten Dichtungsprofils bzw. des zweiten Dichtungsprofils.

Auf diese Weise kann durch eine im Wesentlichen vollständige Überlappung (wobei auch Überlappungen von mindestens 95 % im Rahmen des Aspekts der Erfindung noch tolerierbar sein können) einerseits zu einer erhöhten Dichtungswirkung fuhren. Der Wegfall der Fuge zwischen benachbarten Dichtungen, wie sie in CH 508 792 deutlich erkennbar ist, fuhrt zur Vermeidung der oben beschriebenen Nachteile einer Undichtigkeit an dieser Fu- ge. Es verbleiben lediglich noch die Fugen zwischen den Verkleidungsmaterialien und den zugehörigen Dichtungsprofilen, welche jedoch konstruktiv im Rahmen der Herstellung der einzelnen Verkleidungsmodule minimiert werden können. Im Gegensatz beispielsweise zu DE 101 58 215 A1, bei welcher ebenfalls für einen Betrachter eine im Wesentlichen fugenfreie Dichtungsoberfläche zwischen den einzelnen Verkleidungsmodulen erkennbar ist, ist diese gemeinsame Dichtung nach wie vor aus zwei Einzelteilen, nämlich den beiden kom- plementären Dichtungsprofilen, zusammengesetzt, was die mechanische Dichtungswirkung verbessert.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung betrifft die Art des Ineinandergrei- fens der einzelnen Dichtungsprofile. Wie oben dargestellt, kann dieses Ineinandergreifen beispielsweise ein Überlappen von Elementen der komplementären Dichtungsprofile umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann auch eines der beiden Dichtungsprofile als männliches Dichtungsprofil ausgestaltet sein, also als Dichtungsprofil mit mindestens einem Vorsprung. Beispielsweise kann dieser Vorsprung ein Vorsprung mit einem abgerundeten und/oder polygonalen Profil und/oder einem Hakenprofil, beispielsweise ein Hakenprofil mit mindestens einer Hinterschneidung, sein. Das jeweils andere dieser Dichtungsprofile umfasst vorzugsweise ein weibliches Dichtungsprofil. Unter einem weiblichen Dichtungsprofil ist entsprechend eine Vertiefung zu verstehen, in welche das männliche Dichtungsprofil komplementär eingreifen kann. Dieser Eingriff kann kraftfrei und einfach reversibel erfolgen oder kann alternativ auch mit einer Verhakung oder Verrastung verbunden sein, welche eine erneute Trennung der Dichtungsprofile zumindest erschwert. Die Ausgestaltung der Dichtungsprofile in Form von männlichen und weiblichen Dichtungsprofilen erhöht die Dichtungswirkung zusätzlich. Dabei können die Dichtungsprofile auch lediglich teilweise als männliche bzw. weibliche Dichtungsprofile ausgestaltet sein. So ist beispielsweise auch eine zwitterförmige Ausgestaltung möglich, in welcher jedes Dichtungs- profil teilweise männlich und teilweise weiblich ausgestaltet ist, was den Eingriff in benachbarte Dichtungsprofile weiter verbessern kann. Nach wie vor soll jedoch eine komplementäre Ausgestaltung dieser beiden Dichtungsprofile gewährleistet sein.

Analog zu den beispielsweise in DE 101 58 215 Al beschriebenen Vorrichtungen kann auch das erfindungsgemäße Flächenverkleidungssystem vorteilhaft mit einem Rahmen ausgestattet werden. So können die Verkleidungsmodule jeweils mindestens einen Rahmen aufweisen, wobei auf dem Rahmen das Verkleidungsmaterial aufgebracht ist. Dieser Rahmen, beispielsweise ein Verlegerahmen, kann aus einem üblichen, eine mechanische Stabilität gewährleistenden Material hergestellt sein. So können beispielsweise Kunst- stoffrahmen, Holzrahmen, Keramikrahmen, Metallrahmen (beispielsweise Stahlrahmen) oder ähnliche Materialien oder Materialkombinationen verwendet werden. Der Rahmen kann die mechanische Trägerfunktion bereitstellen und kann insbesondere eine oder mehrere Auflageflächen aufweisen, welche auf der zu verkleidenden Fläche aufliegen können. Beispielsweise können diese Auflageflächen in Form von Füßen ausgestal- tet sein oder Auflage-Pads, welche auf der zu verkleidenden Fläche aufsitzen. Je nach Art der Verbindung zwischen den Verkleidungsmodulen und der zu verkleidenden Fläche können diese Rahmen auch die entsprechenden Verbindungselemente bereitstellen. Bei einer stoffschlüssigen Verbindung können dies beispielsweise Klebeflächen sein. Bei form- und/oder kraftschlüssigen Verbindungen können entsprechende mechanische EIe- mente an den Rahmen vorgesehen sein, welche zum Verbinden mit der zu verkleidenden Fläche dienen können. Verschiedene Ausgestaltungen sind möglich.

Der Rahmen soll eingerichtet sein, um das Verkleidungsmaterial aufzunehmen. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Rahmen eine entsprechende Aufnahme für das Verkleidungsmaterial aufweist, beispielsweise eine Aufnahme, welche von ihren Abmessungen her im Wesentlichen dem Verkleidungsmaterial entspricht. Bei plattenförmigen Verkleidungsmaterialien kann dies beispielsweise in Form von Vertiefungen, überstehenden Rändern, Rastnasen, Greifern oder ähnlichen Arten von Aufhahmeelementen erfolgen und/oder auch in Form von einfachen Auflageflächen, aufweichen das Verkleidungsmate- rial aufliegen kann. Die Verbindung zwischen dem Verkleidungsmaterial und dem Rahmen kann wiederum auf beliebige Weise erfolgen, beispielsweise durch eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige und/oder stoffschlüssige Verbindung. So kann das Verkleidungsmaterial beispielsweise mit dem Rahmen verklebt sein, wobei beispielsweise Fugen zwischen dem Rahmen und dem Verkleidungsmaterial gleich mit abgedichtet werden kön- nen. Auch andere Arten der Befestigung sind jedoch grundsätzlich möglich, beispielsweise ein Klemmen, ein Verschrauben oder Ähnliches.

In dem Fall, in welchem Rahmen vorgesehen sind, können die Dichtungsprofile grundsätzlich beispielsweise mit dem Verkleidungsmaterial verbunden sein. Besonders bevor- zugt ist es jedoch, wenn die Dichtungsprofile zumindest teilweise mit dem Rahmen verbunden sind oder einstückig mit dem Rahmen ausgebildet sind. Eine einstückige Ausbildung der Dichtungsprofile mit dem Rahmen kann beispielsweise durch einen Mehrkompo- nenten-Herstellungsprozess erfolgen, durch welchen sich beispielsweise unterschiedliche Materialien für die Dichtungsprofile und für den Rahmen verwenden lassen. Als Beispiele sind hier Mehrkomponenten-Spritzgießen, Mehrkomponenten-Spritzpressen oder ähnliche Formgebungsverfahren zu nennen, welche eine Herstellung einzelner Bestandteile ein und desselben Werkstücks aus unterschiedlichen Materialien ermöglichen.

In dem Fall, in welchem die Dichtungsprofϊle jeweils mit dem Rahmen verbunden sind, ist es besonders bevorzugt, diese durch eine stoffschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung anzubinden. Als Beispiel einer stoffschlüssigen Verbindung ist beispielsweise ein Verkleben zu nennen. Alternativ oder zusätzlich können auch die oben beschriebenen Mehrkomponenten-Formgebungsverfahren in gewisser Hinsicht als stoffschlüssige Verbindungsverfahren angesehen werden. Alternativ oder zusätzlich können kraftschlüssige Verbindungen eingesetzt werden, beispielsweise kraftschlüssige Verbindungen durch Ver- pressen. So kann beispielsweise das Dichtungsprofil an einem Verbindungsbereich des Rahmens angepresst werden. Dieser Verbindungsbereich kann beispielsweise geriffelt oder aufgeraut ausgestaltet sein oder entsprechende Hakenelemente oder andere Elemente aufweisen, welche beim Verpressen in die Dichtungsprofile eingreifen und die Verpressung und deren mechanische Belastbarkeit zusätzlich verbessern.

Wie oben dargestellt, können die Dichtungsprofile auch einstückig mit dem Rahmen ausgebildet sein. Beispielsweise können die Dichtungsprofile und der Rahmen in demselben Formgebungsprozess hergestellt sein. Beispielsweise kann ein Kunststoffmaterial in ein Werkzeug eingegossen oder eingespritzt werden, welches Formnest-Bestandteile für den Rahmen und für die Dichtungsprofile aufweist. Anschließend kann in diesem Werkzeug ein Aushärten des Kunststoffs erfolgen, beispielsweise durch einfaches Erkalten und/oder durch einen Vernetzungsprozess. Als Beispiele von Materialien für eine derartige einstük- kige Ausgestaltung von Rahmen und Dichtungsprofil sind insbesondere Polyurethane und/oder Silikone zu nennen. Allgemein lassen sich beispielsweise duroplastische und/oder elastomere Kunststoffmaterialien einsetzen, wobei grundsätzlich jedoch auch thermoplastische Materialien verwendet werden können. Auch Kombinationen von Kunststofrmateria- lien und/oder anderen Materialien sind möglich, beispielsweise die Verwendung von gefüllten Kunststoffen.

Ein weiterer vorteilhafter Aspekt der Erfindung betrifft die Verbindung der einzelnen Verkleidungsmodule untereinander. Wie oben dargestellt, können benachbarte Verkleidungsmodule beispielsweise einfach lose aneinandergelegt werden. Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn die Verkleidungsmodule zusätzlich auch mechanisch miteinander verbunden werden, so dass eine Trennung der Verkleidungsmodule zumindest erschwert wird. Auch können hierdurch die komplementären Dichtungsprofile gegeneinander gepresst werden, also jeweils mit einer Kraft beaufschlagt werden, so dass eine dauerhafte Dichtungswirkung verbessert wird.

Zu diesem Zweck können die Verkleidungsmodule mechanische Verbindungselemente aufweisen, welche eingerichtet sind, um beim Verlegen der Verkleidungsmodule eine mechanische Verbindung einzugehen. Insbesondere kann es sich hierbei um eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige mechanische Verbindung handeln.

Die mechanischen Verbindungselemente können dabei wiederum grundsätzlich an beliebi- gen Elementen der Verkleidungsmodule ausgebildet sein. So lassen sich diese beispielsweise an den Verkleidungsmaterialien ausbilden. Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn die mechanischen Verbindungselemente zumindest teilweise an dem oben dargestellten, optionalen Rahmen der Verkleidungsmodule ausgebildet sind, beispielsweise ähnlich der in DE 101 58 215 Al beschriebenen Konstruktion. Die mechanische Stabilitätsfunktion bleibt somit vorzugsweise vollständig dem Rahmen überlassen, wohingegen die Verkleidungsmaterialien, welche oft spröde und nur schwer zu bearbeiten sind, lediglich in dem Rahmen aufgenommen sein können und zur eigentlichen Verbindung nichts oder nur wenig beitragen.

Die mechanischen Verbindungselemente können dabei grundsätzlich auf verschiedene Weisen ausgebildet sein. So können die mechanischen Verbindungselemente beispielsweise Steckelemente, Nut- und Federelemente, Hakenverbindungen, Klick-Laminatverbinder oder Kombinationen der genannten und/oder anderer Verbindungselemente aufweisen. Unter einem Klick-Laminatverbinder sind dabei Rastverbindungen zu verstehen, welche ein Einrasten komplementärer mechanischer Verbindungselemente benachbarter Verkleidungsmodule bewirken und wie sie beispielsweise aus dem Bereich der Parketttechnologie und/oder aus der DE 101 58 215 Al bekannt sind. Allgemein bewirkt die beschriebene vorteilhafte Ausgestaltung mit den mechanischen Verbindungselementen, dass das Flächenverkleidungssystem schnell und einfach zusammensetzbar ist, ohne dass eine aufwän- dige mechanische Fixierung der einzelnen Verkleidungsmodule erforderlich ist.

Die mechanische Verbindung der Verkleidungsmodule mittels der Verbindungselemente kann insbesondere derart erfolgen, dass im verbundenen Zustand die Verkleidungsmodule derart zusammengehalten werden, dass eine die Dichtwirkung erhöhende, die Dichtungs- profile einzeln oder beide verformende Kraft auf diese Dichtungsprofile ausgeübt wird. Die Verbindungselemente bzw. die durch diese gebildete mechanische Verbindung können derart ausgestaltet sein, dass beim Zusammenfügen zweier Verkleidungsmodule in einer nicht-ebenen Orientierung der Verkleidungsmodule zueinander ein im Wesentlichen kraft- ffeies Zusammenfügen der mechanischen Verbindungselemente möglich ist. In einer ebenen Orientierung der Verkleidungsmodule zueinander hingegen kann eine Kraft auf min- destens eines der Dichtungsprofile ausgeübt werden, insbesondere durch das jeweils andere Dichtungsprofil, so dass das mit der Kraft beaufschlagte Dichtungsprofil mechanisch verformt wird.

In anderen Worten kann das Zusammenfügen der Verkleidungsmodule in einer Orientie- rung der Verkleidungsmodule, in welcher diese keine ebene Ausrichtung zueinander aufweisen, derart ausgestaltet sein, dass die Dichtungsprofile im Wesentlichen nicht verformt werden. In einer ebenen Orientierung der Verkleidungsmodule zueinander, welche beispielsweise durch das Eigengewicht der Verkleidungsmodule und/oder durch eine externe Kraft herbeigeführt werden kann, kann dann, beispielsweise durch eine entsprechende Ausgestaltung der Verbindungselemente, eine Verformung der Dichtungsprofile erfolgen, durch welche beispielsweise die Dichtungsprofile der zusammengefügten Verkleidungsmodule gegeneinander gepresst und/oder verformt werden, wodurch insbesondere die Dichtungswirkung erhöht werden kann. Beispielsweise können die Verbindungselemente ein zusammenwirkendes männliches Verbindungselement und ein weibliches Verbin- dungselement aufweisen. Diese können beispielsweise in der genannten, nicht-ebenen Orientierung bequem ineinander passen, im Wesentlichen ohne dass Verformungskräfte ausgeübt werden. In einer ebenen Orientierung hingegen kann diese Passung aufgehoben sein, beispielsweise indem in dieser Orientierung das männliche Verbindungselement in eine Stellung gezogen oder geschoben wird, in welcher das weibliche Verbindungselement durch das männliche Verbindungselement verformt wird. Verschiedene Ausgestaltungen sind möglich. Beispiele werden unten beschriebenen.

Die Dichtungsprofile können insbesondere verformbar ausgestaltet sein. Die Verbindungselemente und/oder die Dichtungsprofile können mindestens einen Entlastungsraum aufwei- sen. Dieser mindestens eine Entlastungsraum kann ausgestaltet sein, um beim Zusammenfügen zweier Verkleidungsmodule auftretende Verformungen, beispielsweise die oben beschriebenen, bei der Herstellung einer ebenen Orientierung auftretenden Verformungen, aufzunehmen. Dieser Entlastungsraum kann beispielsweise innerhalb der Dichtungsprofile und/oder auch zwischen den Dichtungsprofilen angeordnet sein. Beispielsweise kann der mindestens eine Entlastungsraum mindestens einen Entlastungsspalt umfassen, beispielsweise einen Entlastungsspalt, welcher in einer dem jeweils anderen Dichtungsprofil zuwei- senden Fläche angeordnet ist. Allgemein kann der mindestens eine Entlastungsraum Freiräume umfassen, in welche Elemente des Dichtungsprofils auch im zusammengefügten Zustand der Verkleidungsmodule ausweichen können, wenn diese verformt werden. Beispiele werden unten beschrieben.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung betrifft die für die Dichtungsprofile verwendbaren Materialien. Die Dichtungsprofile sind vorzugsweise ganz oder teilweise plastisch und/oder elastisch verformbar ausgestaltet. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn die Dichtungsprofile mindestens einen der folgenden Werkstoffe aufweisen: einen ge- schäumten Werkstoff, insbesondere einen Polyurethanschaum; einen Elastomerwerkstoff, insbesondere ein Silikon und/oder einen Gummiwerkstoff; einen plastisch verformbaren Werkstoff, beispielsweise einen plastisch verformbaren Thermoplastwerkstoff, einen elastisch verformbaren Werkstoff; einen zumindest teilweise für sichtbares Licht transparenten Werkstoff. Auch Kombinationen der genannten Werkstoffe bzw. Werkstoffeigen- schatten sind denkbar. Durch die Verwendung zumindest teilweise transparenter Werkstoffe, worunter auch durchscheinende Werkstoffe verstanden werden können, können besondere Lichteffekte erzielt werden, welche in verschiedenen Bereichen dekorativer Wandverkleidungen von besonderem ästhetischem Reiz sein können.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des Flächenverkleidungssystems, welche sich auch auf die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verkleidungsmodule auswirkt, besteht in der Anordnung der Dichtungsprofile. So ist, wie oben dargestellt, bei dem erfindungsgemäßen Flächenverkleidungssystem an einem ersten Verkleidungsmodul ein erstes Dichtungsprofil vorgesehen und an einem zweiten Verkleidungsmodul ein zweites Dichtungsprofil. Dabei sind jedoch die einzelnen Verkleidungsmodule nicht notwendigerweise unterschiedlich ausgestaltet. Insbesondere kann ein einzelnes Verkleidungsmodul sowohl mindestens ein erstes Dichtungsprofil als auch mindestens ein zweites Dichtungsprofil aufweisen. Beispielsweise kann jedes Verkleidungsmodul zwei erste Dichtungsprofile und/oder zwei zweite Dichtungsprofile aufweisen. So können beispielsweise die ersten Dichtungsprofile bzw. die zweiten Dichtungsprofile jeweils an einander gegenüberliegenden Stoßkanten der Verkleidungsmodule angeordnet sein. Alternativ und im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders bevorzugt ist jedoch eine Ausgestaltung, bei welchen die ersten Dichtungsprofile jeweils über Eck angeordnet sind, also an aneinander angrenzenden Stoßkanten, beispielsweise an zueinander unter einem rechten Winkel verlaufenden Stoßkanten. Alternativ oder zusätzlich können auch die beiden zweiten Dichtungsprofile an aneinander angrenzenden Stoßkanten, beispielsweise wiederum zueinander senkrecht verlaufenden Stoßkanten, angeordnet sein. Wie unten anhand der Ausführungsbeispiele näher erläutert wird, lässt sich hierdurch besonders einfach eine lückenlose großflächige Flächenverkleidung ohne Unterbrechung der Dichtung erzeugen.

Wie oben dargestellt, sind die beiden Dichtungsprofile zueinander komplementär ausgestaltet. Eine bevorzugte Ausfuhrungsform der Erfindung betrifft diese komplementäre Ausgestaltung. So kann beispielsweise ein erstes der beiden Dichtungsprofile ein Aufhah- meteil mit einer ersten Auflagefläche aufweisen, wohingegen das andere der beiden Dichtungsprofile einen Überlappteil mit einer zweiten Auflagefläche aufweist. Beispielsweise kann eine der beiden Auflageflächen zur Oberfläche der verkleideten Fläche hinweisen und die jeweils andere Auflagefläche in die entgegengesetzte Richtung. Auch andere Ausgestaltungen sind jedoch möglich. Insbesondere sollten die Auflageflächen eine vektorielle Flächenkomponente parallel zur zu verkleidenden Fläche aufweisen. In dem verlegten Zustand soll dabei das Überlappteil das Aufhahmeteil zumindest teilweise überlappen. Dabei liegt die zweite Auflagefläche zumindest teilweise auf der ersten Auflagefläche auf. Besonders bevorzugt ist es, wenn dabei beim Verlegen das Überlappteil nach unten gegen das Aufhahmeteil gepresst wird. Zu diesem Zweck kann das Überlappteil derart ausgestaltet sein, dass dieses beim Verlegen von dem Aufhahmeteil weggedrückt wird, so dass eine Rückstellkraft ausgebildet wird, welche das Überlappteil gegen das Aufhahmeteil presst. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Hebelelement vorgesehen sein, welches beim Verlegen des Flächenverkleidungssystems bewirkt, dass das Überlappteil gegen das Aufnahmeteil gepresst wird. Diese Anpressung des Aufhahmeteils gegen das Überlappteil bzw. umgekehrt bewirkt allgemein eine erhöhte Dichtungswirkung der gemeinsamen Dichtung.

Die Zusammenwirkung von Überlappteil und Aufhahmeteil kann auch mit einem ineinander Eingreifen zwischen Überlappteil und Aufhahmeteil kombiniert werden. So kann beispielsweise das Überlappteil einen Vorsprung aufweisen, beispielsweise einen zu dem Aufhahmeteil hinweisenden Vorsprung, wobei das Aufhahmeteil eine Nut aufweist, wel- che zu dem Überlappteil hinweist. Der Vorsprung und die Nut sind dabei derart ausgestaltet, dass beim Verbinden der beiden Verkleidungsmodule der Vorsprung in die Nut eingreift.

Die Auflageflächen des Überlappteils bzw. des Aufhahmeteils können auf verschiedene Weisen ausgestaltet sein. So können diese beispielsweise als schräge Auflageflächen, also als Auflageflächen, welche unter einem von 0° verschiedenen Winkel (beispielsweise 45°) zur Fläche der Flächenverkleidung verlaufen, ausgestaltet sein. Diese schrägen Auflageflächen können beispielsweise als ebene Auflageflächen ausgestaltet sein. Alternativ oder zusätzlich können die Auflageflächen auch ganz oder teilweise als runde bzw. abgerundete Auflageflächen ausgeformt sein, beispielsweise mit einander entsprechenden Krümmungs- radien. Auch dies kann die Dichtwirkung zusätzlich erhöhen.

Oben wurde beschrieben, dass in einer bevorzugten Ausfuhrungsform die Verkleidungs- module durch mechanische Verbindungselemente ineinander eingreifen können, beispielsweise in Form von männlichen und weiblichen Verbindungselementen. Analog kann, alternativ oder zusätzlich, auch ein derartiger Eingriff über die Dichtungsprofile erfolgen. So kann beispielsweise eines der beiden Dichtungsprofile ein männliches Eingriffselement aufweisen, also ein Eingriffselement mit einem Vorsprung, wohingegen das andere der beiden Dichtungsprofile ein weibliches Eingriffselement aufweist, also ein Eingriffselement mit einer entsprechenden Vertiefung, in welche das männliche Eingriffselement ein- greifen kann. Dabei können die Eingriffselemente eingerichtet sein, um beim Verlegen ineinander einzugreifen und eine Dichtungswirkung der gemeinsamen Dichtung zu verstärken. Beispielsweise können wieder entsprechende Nuten und Federn in den Dichtungsprofilen vorgesehen sein. Allgemein können die Eingriffselemente, neben der Erzielung einer Dichtungswirkung, auch eingerichtet sein, um eine mechanische Stabilität der ge- meinsamen Dichtung zu erhöhen, beispielsweise indem diese Eingriffselemente ineinander verrasten oder verhaken.

Wie oben dargestellt, können die Verkleidungsmodule jeweils mit mindestens einem ersten Dichtungsprofil und mit mindestens einem zweiten Dichtungsprofil ausgestaltet sein. Be- sonders bevorzugt ist es, wenn die Verkleidungsmodule allesamt im Wesentlichen gleich ausgestaltet sind. Dies kann eine Lagerhaltung stark vereinfachen, da lediglich eine Art von Verkleidungsmodulen vorgehalten werden muss, einschließlich möglicherweise unterschiedlicher Verkleidungsmaterialien. Beispielsweise kann diese Gleichheit der Verkleidungsmodule und/oder der Rahmen dieser Verkleidungsmodule dadurch erzielt werden, dass diese jeweils an den entsprechenden Stellen mindestens ein erstes Dichtungsprofil und mindestens ein zweites Dichtungsprofil aufweisen, beispielsweise, wie oben ausgeführt, an benachbarten Stoßkanten. Auch andere Ausgestaltungen sind möglich. Verschiedene Beispiele derartiger Ausgestaltungen werden unten näher erläutert.

Wie oben ausgeführt, wird neben dem Flächenverkleidungssystem mit mehreren Modulen auch ein einzelnes Verkleidungsmodul für den Einsatz in einem derartigen Flächenverklei- dungssystem vorgeschlagen und beansprucht. Dabei kann das Flächenverkleidungssystem nach einer oder mehreren der oben beschriebenen Ausfuhrungsformen ausgestaltet sein. Dementsprechend kann für mögliche Einzelheiten und Ausfuhrungsformen des Verkleidungsmoduls auf die obige Beschreibung verwiesen werden. Das Verkleidungsmodul um- fasst mindestens ein erstes Dichtungsprofil und/oder mindestens ein zweites Dichtungsprofil, wobei das Verkleidungsmodul eingerichtet ist, um mit mindestens einem weiteren Verkleidungsmodul zu dem Flächenverkleidungssystem ergänzt zu werden.

Weiterhin wird erfindungsgemäß ein Rahmen für den Einsatz in einem Flächenverklei- dungssystem gemäß einer oder mehreren der oben beschriebenen Ausführungsformen vorgeschlagen. Dementsprechend kann auch hier für mögliche Ausgestaltungen des Flächenverkleidungssystems bzw. des Rahmens auf die obige Beschreibung verwiesen werden, insbesondere die einen Rahmen betreffenden Aspekte eines derartigen Flächenverkleidungssystems. Der Rahmen umfasst mindestens eine Aufnahme zur Aufnahme des Ver- kleidungsmaterials, insbesondere des Fliesenmaterials. Weiterhin weist der Rahmen mindestens ein erstes Dichtungsprofil und/oder mindestens ein zweites Dichtungsprofil auf, wobei das erste bzw. das zweite Dichtungsprofil eingerichtet ist, um bei einem Verlegen in ein zweites Dichtungsprofil bzw. ein erstes Dichtungsprofil eines zweiten Rahmens derart einzugreifen, dass eine gemeinsame Dichtung entsteht.

Insgesamt weisen das erfindungsgemäße Flächenverkleidungssystem, das Verkleidungsmodul und der Rahmen gegenüber bekannten Vorrichtungen dieser Art eine Vielzahl von Vorteilen auf. So lässt sich ein schnell verlegbares und schnell auch möglicherweise wieder austauschbares Flächenverkleidungssystem erzeugen, welches vorzugsweise auch ohne Werkzeug schnell und einfach verlegbar ist. Dennoch wird eine gute mechanische Stabilität gewährleistet. Zudem lassen sich Abdichtungen erzielen, welche aus dem Stand der Technik bekannten Abdichtungen vergleichbarer Systeme hinsichtlich ihrer Dichtigkeit und Dauerbeständigkeit weit überlegen sind. Auch ästhetisch sind zahlreiche Vorteile zu verzeichnen, da, wie oben dargestellt, im Wesentlichen fugenfreie Oberflächen auf der gemeinsamen Dichtung hergestellt werden können, welche den ästhetischen Eindruck der Dichtung nicht oder nur unwesentlich beeinflussen. Zudem lassen sich auch visuelle Effekte erzeugen, wie beispielsweise transparente gemeinsame Dichtungen oder Ahnliches.

Ausfuhrungsbeispiele Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausfuhrungsbeispiele in Kombination mit den Unteransprüchen. Dabei können die einzelnen, in den Ausfuhrungsbeispielen dargestellten Merkmale einzeln oder auch in Kombination realisierbar sein. Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeich- nen dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. in ihren Funktionen einander entsprechende Elemente. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausfuhrungsbeispiele beschränkt.

Im Einzelnen zeigt:

Figur 1 eine perspektivische ausschnittsweise Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Flächenverkleidungssystems;

Figur 2 ein Dichtungsprofil, welches beispielsweise in dem Flächenverkleidungssystem gemäß Figur 1 einsetzbar ist;

Figur 3 ein Ausführungsbeispiel von Rahmen für ein Flächenverkleidungssystem;

Figur 4 eine Schnittdarstellung eines zu Figur 1 alternativen zweiten Ausfuhrungsbeispiels eines Flächenverkleidungssystems;

Figur 5 eine Abwandlung des Flächenverkleidungssystems gemäß Figur 1 mit einem männlichen und einem weiblichen Dichtungsprofil;

Figur 6 eine Abwandlung des in Figur 5 gezeigten Flächenverkleidungssystems in Schnittdarstellung;

Figur 7 eine weitere Abwandlung des Flächenverkleidungssystems gemäß Figur 1 in Schnittdarstellung;

Figur 8 eine Abwandlung des Flächenverkleidungssystems gemäß Figur 7 in perspektivischer Darstellung;

Figur 9 eine erste Ecke eines Verkleidungsmoduls eines Flächenverkleidungssystems gemäß Figur 8; Figur 10 eine zweite Ecke eines Verkleidungsmoduls des Flächenverkleidungssystems gemäß Figur 8;

Figur 11 ein zu den Figuren 7 bis 10 alternatives Ausfuhrungsbeispiel eines Flächenver- kleidungssystems;

Figur 12 eine Abwandlung des Flächenverkleidungssystems gemäß Figur 11 ; und

Figuren 13 und 14 Abwandlungen des Flächenverkleidungssystems gemäß Figur 6.

In Figur 1 ist ein erstes Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Flächenverkleidungssystems 110 in perspektivischer Darstellung gezeigt. Dabei sind Ausschnitte zweier Verkleidungsmodule 112 nicht maßstäblich und nicht maßstabsgerecht zueinander dargestellt, welche komplementär zusammenwirken. Diese Verkleidungsmodule 112 werden beim Verlegen, gegebenenfalls gemeinsam mit weiteren Verkleidungsmodulen 112, zu dem Flächenverkleidungssystem 110 zusammengefügt.

Die Verkleidungsmodule 112 umfassen jeweils einen Rahmen 114. Dieser Rahmen 114 kann beispielsweise als Kunststoffrahmen ausgestaltet sein und bietet mindestens eine Auflagefläche 116 für einen Kontakt mit der zu verkleidenden Fläche. Der Rahmen 114 kann beispielsweise als gitterförmiger Rahmen ausgestaltet sein und weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel beispielsweise eine Vertiefung 118 auf.

In die Vertiefung 118 des Rahmens 114 sind jeweils Verkleidungsmaterialien 120 einge- fügt. Diese Verkleidungsmaterialien 120 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als rechteckfδrmige Platten dargestellt, beispielsweise in Form von Steinfliesen, Keramikfliesen, Glasfliesen oder Ahnlichem. Auch andere Materialien sind möglich, wobei auf die oben beschriebene Aufzählung von Ausführungsbeispielen verwiesen werden kann.

Weiterhin weisen die Rahmen 114 jeweils Verbindungselemente 122 auf. Mittels dieser Verbindungselemente 122 lassen sich die Verkleidungsmodule 112 miteinander zu dem Flächenverkleidungssystem 110 verbinden, so dass die mechanische Stabilität des Zusammenhalts des Flächenverkleidungssystems 110 vergrößert wird. Die Verbindungselemente 122 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ähnlich einem Klick-Laminatsystem ausgestaltet und weisen ein männliches Verbindungselement 124 und ein weibliches Verbindungselement 126 auf. Das männliche Verbindungselement 124 kann beim Verlegen in das weibliche Verbindungselement 126 eingreifen und dort mittels eines erweiterten Kopfes verrasten. Dabei ist in Figur 1 lediglich eine Kante der Verkleidungsmodule 112 mit derartigen Verbindungselementen 122 ausgestattet. Alternativ oder zusätzlich können jedoch auch weitere Kanten mit derartigen Verbindungselementen 122 ausgestattet werden, beispielsweise die in Figur 1 dem Betrachter zuweisenden Kanten. Auf diese Weise lassen sich zahlreiche Verkleidungsmodule 112 zusammenfugen.

Weiterhin umfassen die Verkleidungsmodule 112 in dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils Dichtungsprofile 128. Diese Dichtungsprofile 128 umfassen ein in Figur 1 an dem linken Verkleidungsmodul 112 ausgebildetes erstes Dichtungsprofil 130 und ein in dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel an dem rechten Verkleidungsmodul 112 gezeigtes zweites Dichtungsprofil 132. Das erste Dichtungsprofil 130 und das zweite Dichtungsprofil 132 wirken dabei komplementär zusammen und bilden, wenn die beiden Verkleidungsmodule 112 miteinander verbunden werden, eine gemeinsame Dich- tung 134 zwischen den beiden einander zuweisenden Stoßkanten 136 der beiden in Figur 1 dargestellten Verkleidungsmodule 112. Es sei auch diesbezüglich wieder daraufhingewiesen, dass in Figur 1 lediglich eine der Stoßkanten 136 jedes Verkleidungsmoduls 112 mit einem derartigen Dichtungsprofil 128 ausgestattet ist. Analog zu den Verbindungselementen 122 können jedoch auch weitere Kanten der Verkleidungsmodule 112 derartig ausge- staltet sein, um wiederum eine flächige Verbindung mehrerer Verkleidungsmodule 112 zu ermöglichen. Beispielsweise können alle vier Stoßkanten 136 eines Verkleidungsmoduls 112 mit Dichtungsprofilen 128 ausgestattet sein, wobei beispielsweise erste und zweite Dichtungsprofile 130, 132 auch gemeinsam an einem Verkleidungsmodul 112 vorgesehen sein können. Insbesondere können alle Verkleidungsmodule 112 identisch bzw. im Wesentlichen identisch ausgestattet sein, insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung des Rahmens 114 und der Dichtungsprofile 128. Das Verkleidungsmaterial 120 kann dabei optional von Verkleidungsmodul 112 zu Verkleidungsmodul 112 variieren.

Die beiden Dichtungsprofile 128 der Verkleidungsmodule 112 wirken dabei, wie oben beschrieben, komplementär zusammen. Zu diesem Zweck umfasst in dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel das zweite Dichtungsprofil 132 ein Überlappteil 138, welches dieses zweite Dichtungsprofil 132 nach oben hin, also einem Betrachter zugewandt, abschließt. Entsprechend umfasst das erste Dichtungsprofil 130 an seinem oberen Ende ein Aufhahmeteil 140. Während das Aufhahmeteil 140 mit einer nach oben weisenden, schrä- gen ersten Auflagefläche 142 ausgestattet ist, weist das Überlappteil 138 eine nach unten weisende, schräge zweite Auflagefläche 144 auf. Werden die beiden Verkleidungsmodule 112 entlang ihrer Stoßkanten 136 zusammengefügt, so dass sich die gemeinsame Dichtung 134 ausbildet, so liegt das Überlappteil 138 auf dem Aufhahmeteil 140 auf, so dass die zweite Auflagefläche 144 auf der ersten Auflagefläche 142 zu liegen kommt. Die beiden Dichtungsprofile 128 überlappen sich somit. Das Überlappteil 138 weist an seiner Ober- seite eine Oberfläche 146 auf, welche in dem dargestellten Ausfuhrungsbeispiel als ebene Oberfläche 146 ausgestaltet ist. Sind die beiden Flächenverkleidungsmodule 112 entlang ihrer Stoßkanten 136 zusammengefügt, so erstreckt sich diese Oberfläche 146 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen von dem Verkleidungsmaterial 120 des linken Verkleidungsmoduls 112 bis hin zum Verkleidungsmaterial 120 des rechten Ver- kleidungsmoduls 112. Die Oberfläche 146 ist somit eine gemeinsame, im Wesentlichen fugenfreie Oberfläche 146. Hierdurch wird zum einen die Dichtwirkung erhöht, da der Überlapp zwischen den Dichtprofilen 128 erfindungsgemäß nunmehr mit einer geringeren Anzahl an Fugen auskommt. Zudem ist die gemeinsame Dichtung 134 nun für einen Betrachter nicht mehr als zweiteilige Dichtung erkennbar, was den ästhetischen Gesamtein- druck der Dichtung verbessert.

Weiterhin ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ein optionaler Ursprung 148 erkennbar, welcher die Dichtwirkung zusätzlich verbessern kann. Dieser Vorsprung 148 verläuft horizontal und parallel zur Stoßkante 136 des linken Verkleidungsmoduls 112 in Figur 1. Der Vorsprung 148 kann beispielsweise als runder Vorsprung ausgebildet sein und kann gegen die entsprechende Gegenfläche des zweiten Dichtungsprofils 132 pressen. Alternativ kann dieser Vorsprung 148 jedoch auch in eine korrespondierende Vertiefung oder Nut 150 in dem zweiten Dichtungsprofil 132 eingreifen. Diese Nut 150 ist in Figur 2 dargestellt. Figur 2 zeigt lediglich das zweite Dichtungsprofil 132, welches in diesem Ausfüh- rungsbeispiel entlang zweier aneinandergrenzender Stoßkanten 136, beispielsweise rechtwinklig zueinander verlaufender Stoßkanten 136, der Verkleidungsmodule 112 angeordnet sein kann. Die übrigen beiden Stoßkanten 136, welche in Figur 2 nicht dargestellt sind, können beispielsweise mit einem ersten Dichtungsprofil 130 ausgestattet sein.

Bei der Ausgestaltung gemäß Figur 2, in Kombination mit dem Vorsprung 148 im ersten Dichtungsprofil 130 gemäß Figur 1, ist somit das erste Dichtungsprofil 130 als männliches Dichtungsprofil ausgestaltet, wohingegen das zweite Dichtungsprofil 132 als weibliches Dichtungsprofil ausgestaltet ist. Der Vorsprung 148 greift dichtend in die Nut 150 ein. Auch andere Arten von Eingriffselementen, welche ineinander eingreifen, können in den Dichtungsprofilen 130, 132 vorgesehen sein. Auf diese Weise wird die Dichtungswirkung der gemeinsamen Dichtung 134 verstärkt, da diese Dichtungswirkung nunmehr nicht mehr lediglich durch den Überlapp zwischen Überlappteil 138 und Aufhahmeteil 140 erfolgt sowie durch das Zusammenpressen der Dichtungsprofile 130, 132, sondern zusätzlich auch durch den Eingriff des Vorsprungs 148 in die Nut 150.

Die Dichtungsprofile 128 können aus einer Vielzahl verschiedener Materialien zusammengesetzt sein. Besonders bevorzugt sind dabei flexible, elastische oder zumindest plastisch verformbare Materialien. Besonders bevorzugt sind Silikonmaterialien oder geschäumte Polyurethane. Auch transparente Werkstoffe lassen sich einsetzen, was für die Herstellung besonderer Lichteffekte genutzt werden kann.

Die Dichtungsprofile 128 können dabei einstückig mit dem Rahmen 114 in Figur 1 verbunden sein. Dies kann beispielsweise durch Mehrkomponenten-Formgebungsprozesse erzielt werden, wie beispielsweise Mehrkomponenten-Spritzgießen oder Mehrkomponenten-Spritzpressen.

Alternativ oder zusätzlich können die Dichtungsprofile 128 auch kraft- oder formschlüssig mit den Rahmen 114 verbunden sein. Ein Beispiel derartiger kraft- oder formschlüssiger Verbindungsverfahren ist ein Verpressen. Um ein Verpressen der Dichtungsprofile 128 mit den Rahmen 114 zu erleichtern, können die Rahmen 114 auch Ansätze 152 aufweisen, welche ein Verpressen der Dichtungsprofile 128 mit den Rahmen 114 erleichtern. Dies ist exemplarisch in Figur 3 dargestellt. Dabei ist erkennbar, dass die Ansätze 152 umlaufende, hochgezogene Ränder darstellen, welche in Figur 3 lediglich entlang der gemeinsamen Stoßkanten 136 der späteren Verkleidungsmodule 114 dargestellt sind. Auch eine Ergänzung dieser Ansätze 152 an der dem Betrachter in Figur 3 zuweisenden Seite ist jedoch grundsätzlich möglich und sogar bevorzugt. Diese Ansätze 152 bilden die Vertiefung 118 für die Aufnahme der in Figur 3 nicht dargestellten Verkleidungsmaterialien 120.

Wie in Figur 3 erkennbar ist, weisen die Ansätze 152 in diesem Ausführungsbeispiel nach außen weisende Widerhaken 154 auf. In diesem Ausführungsbeispiel sind drei Widerhaken 154 vorgesehen. Diese Widerhaken 154 erhöhen beim Verpressen den Zusammenhalt zwischen den Dichtungsprofilen 128 und den Ansätzen 152. Auch andere Arten von Verbindungselementen, welche den Zusammenhalt erhöhen, sind jedoch grundsätzlich möglich.

Um eine möglichst hohe Dichtungswirkung der gemeinsamen Dichtung 134 zu gewährlei- sten, genügt grundsätzlich ein horizontales Zusammenpressen der benachbarten Verkleidungsmodule 112. Bevorzugt ist es jedoch, wenn, insbesondere bei überlappenden Teilen der Dichtungsprofile 130, 132, auch eine Kraft entgegengesetzt zu dieser Richtung ausgeübt wird, also eine Kraft, welche auch senkrecht zur Ebene des Verkleidungssystems 110 die Dichtungsprofile 130, 132 zusammenpresst. Dies kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Ein Ausführungsbeispiel dieser Ausgestaltung der Erfindung ist in Figur 4 dargestellt. Das Ausführungsbeispiel ist grundsätzlich ähnlich zu dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ausgestaltet, so dass das erste Dichtungsprofil 130 ein Aufnahmeteil 140 mit einer ersten Auflagefläche 142 aufweist, und das zweite Dichtungsprofil 132 ein Überlappteil 138 mit einer zweiten Auflagefläche 144.

Bei dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel können die Auflageflächen 142, 144 beispielsweise nicht-parallel zueinander ausgestaltet sein. Das zweite Dichtungsprofil 132 υmfasst in diesem Ausführungsbeispiel ein Hebelelement 156 in Form eines prismenför- migen Vorsprungs, welcher dem ersten Dichtungsprofil 130 zuweist. Werden die beiden Verkleidungsmodule 112 entlang ihrer Stoßkanten 136 zusammengefügt und beispielswei- se durch die Verbindungselemente 122 gehalten, so drückt das erste Dichtungsprofil 130 auf dieses Hebelelement 156. Wie in Figur 4 durch Pfeile angedeutet, wird hierdurch das Überlappteil 138 in Figur 4 nach unten gebogen, so dass die zweite Auflagefläche 144 auf die erste Auflagefläche 142 gepresst wird. Hierdurch wird die Dichtungswirkung zusätzlich erhöht.

Eine weitere Möglichkeit, die Dichtungswirkung der gemeinsamen Dichtung 134 zu verbessern, besteht darin, das Überlappteil 138 bzw. die zweite Auflagefläche 144 von vor- neherein unter einem flacheren Winkel zur Ebene des Flächenverkleidungssystems 110 auszugestalten als die erste Auflagefläche 142. Dies ist in Figur 6, die die unten im Zu- sammenhang mit Figur 5 näher erläutert wird, dargestellt. Wie in Figur 6, die die dem Betrachter zuweisenden Dichtungsprofile 128 nicht zeigt, durch Pfeile verdeutlicht ist, wird dann beim Zusammenschieben der Verkleidungsmodule 112 das Überlappteil 138 durch das Aufnahmeteil 140 nach oben gebogen. Sobald die zweite Auflagefläche 144 auf der ersten Auflagefläche 142 aufliegt, ist das Überlappteil 138 dann mit einer Vorspannung hin zum Aufnahmeteil 140 beaufschlagt, so dass das Überlappteil 138 ebenfalls gegen das Aufnahmeteil 140 gepresst wird, um die Dichtungswirkung zu verbessern. Diese Ausfuhrungsform kann alternativ oder zusätzlich zu dem Hebelelement 156 gemäß Figur 4 implementiert werden.

Auch im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 bildet sich nach dem Zusammenfügen wiederum eine gemeinsame Dichtung 134 mit einer im Wesentlichen fugenfreien Oberflä- che 146 zwischen den Verkleidungsmaterialien 120 zusammengefügter Verkleidungsmodule 112 aus. In Figur 6 ist dabei das Verkleidungsmaterial 120 des rechten Verkleidungs- moduls 112 nicht dargestellt.

Bei den bisherigen Ausfuhrungsformen wurde die Verbindung zwischen benachbarten Verkleidungsmodulen 112 im Flächenverkleidungssystem 110 stets im Wesentlichen durch die Verbindungselemente 122 aufrechterhalten. Im Prinzip wäre jedoch überhaupt keine derartige mechanische Verbindung erforderlich, sondern die mechanische Stabilität des Flächenverkleidungssystems 110 könnte beispielsweise dadurch gewährleistet werden, dass die einzelnen Verkleidungsmodule 112 auf der zu verkleidenden Fläche fixiert wären. Auch ein Verkleben der benachbarten Verkleidungsmodule 112 wäre theoretisch möglich.

In den Figuren 5 und 6 ist eine weitere Alternative dargestellt, bei welcher die Verbindung zwischen benachbarten Verkleidungsmodulen 112 nicht durch am Rahmen 114 befestigte Verbindungselemente 122, sondern durch eine Ausgestaltung der ersten bzw. zweiten Dichtungsprofile 130, 132 als männliche bzw. weibliche Dichtungsprofile erfolgt. Figur 5 zeigt dabei ein einzelnes Verkleidungsmodul 112, und in Figur 6 ist die Verbindung dieses Verkleidungsmoduls 112 mit einem benachbarten Verkleidungsmodul 112 dargestellt.

Dabei ist zu erkennen, dass die Verkleidungsmodule 112 gemäß Figur 5 wieder an jeweils zwei benachbarten, zueinander senkrecht verlaufenden Stoßkanten 136 erste Dichtungsprofile 130 aufweisen, wogegen an den beiden gegenüberliegenden, ebenfalls benachbarten und zueinander senkrechten Stoßkanten 136 zweite Dichtungsprofile 132 vorgesehen sind. Hierdurch können alle Verkleidungsmodule 112 im Wesentlichen identisch ausgestaltet werden und gemeinsam zu einem Flächenverkleidungssystem 110 zusammengesetzt werden.

Dabei ist zu erkennen, dass die ersten Dichtungsprofile 130 und die zweiten Dichtungsprofile 132 jeweils über einen Vorsprung 148 und eine Nut 150 verfugen. Diese Vorsprün- ge 148 bzw. Nuten 150 korrespondieren jeweils zueinander. Dies bedeutet, dass in dem dargestellten Ausfuhrungsbeispiel die Vorsprünge 148 in dem zweiten Dichtungsprofil 132 unten angeordnet sind und mit einer ebenfalls unten angeordneten Nut 150 in den ersten Dichtungsprofilen 130 korrespondieren. Analog sind in den zweiten Dichtungsprofilen 132 oben parallel zu den Stoßkanten 136 verlaufende Nuten 150 angeordnet, welche zu Vor- Sprüngen 148 in den ersten Dichtungsprofilen 130 korrespondieren. In Figur 6 ist das Zusammenwirken dieser Vorsprünge 148 und Nuten 150 dargestellt. Jedes der Dichtungsprofile 128 ist somit sowohl als männliches Dichtungsprofil als auch als weibliches Dichtungsprofil ausgestaltet, um mit einem korrespondierenden entgegengesetzten Dichtungsprofil zusammenzuwirken. Die Vorsprünge 148 sind dabei vorzugsweise derart ausgestaltet, dass diese in den Nuten 150 in Hinterschneidungen in diesen Nuten 150 verrasten, so dass, sobald die Vorsprünge 148 in den Nuten 150 eingerastet sind, eine mechanische Haltefunktion gewährleistet ist.

Diese mechanische Haltefunktion durch die Vorsprünge 148 bzw. Nuten 150 kann alterna- tiv oder zusätzlich zu den mit dem Rahmen 114 verbundenen Verbindungselementen 122 eingesetzt werden. Hierdurch wird die Festigkeit der Verbindung benachbarter Verkleidungsmodule 112 entlang der Stoßkanten 136 erhöht, und die Dichtungswirkung der gemeinsamen Dichtung 134 wird verbessert.

In den Figuren 7 bis 9 ist ein abgewandeltes Ausfuhrungsbeispiel des Ausfuhrungsbeispiels gemäß den Figuren 1 und 2 zu erkennen. Dabei zeigt Figur 7 eine Schnittdarstellung durch das Flächenverkleidungssystem 110, und die Figuren 8 bis 10 zeigen verschiedene perspektivische Detailansichten dieses Flächenverkleidungssystems 110 bzw. einzelner Verkleidungsmodule 112.

Wiederum weisen die Verkleidungsmodule 112 an aneinandergrenzenden Stoßkanten 136 jeweils erste Dichtungsprofile 130 und zweite Dichtungsprofile 132 auf. In Figur 9 ist beispielsweise eine perspektivische Darstellung gezeigt, welche den Übergang von einer Stoßkante 136 mit einem ersten Dichtungsprofil 130 zu einer Stoßkante 136 mit einem zweiten Dichtungsprofil 132 zeigt. In Figur 10 ist ein Übergang zwischen zwei Stoßkanten 136 mit ersten Dichtungsprofilen 130 dargestellt.

Für die Ausfuhrungsform gemäß den Figuren 7 bis 10 kann weitgehend auf die obigen Figuren verwiesen werden. Optional weisen, wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt, die Verkleidungsmodule 112 wieder Verbindungselemente 122 auf, beispielsweise wiederum nach dem Klick-Laminatprinzip. Weiterhin ist in Figur 7 dargestellt, dass optional wiederum ein Verpressen der Dichtungsprofile 128 mit den Rahmen 114 erfolgen kann, welches wiederum beispielsweise durch Ansätze 152 mit Widerhaken 154 optimiert werden kann. Alternativ ist jedoch grundsätzlich eine einstückige Ausbildung der Dichtungsprofile 128 mit den Rahmen 114 oder ein unmittelbares Verbinden (beispielsweise Verkleben) der Dichtungsprofile 128 mit den Verkleidungsmaterialien 120 oder anderen Bestandteilen der Verkleidungsmodule 112 möglich.

Wie weiterhin in Figur 8, in Figur 9 und in Figur 10 angedeutet, können die Dichtungspro- file 128 auch paarweise als männliche-weibliche-Dichtungsprofilpaare ausgestaltet sein. Dies ist wiederum durch die Vorsprünge 148 und entsprechende Nuten 150 in korrespondierenden Dichtungsprofilen 130, 132 angedeutet. Für die Vorteile und Einzelheiten kann auf die obige Beschreibung verwiesen werden.

Wiederum weist in dem Ausfuhrungsbeispiel in den Figuren 7 bis 10 das zweite Dichtungsprofil 132 ein Überlappteil 138 mit einer zweiten Auflagefläche 144 auf. Dieses Überlappteil 138 kommt wiederum auf einem korrespondierenden Aufnahmeteil 140 mit einer ersten Auflagefläche 142 des ersten Dichtungsprofils 130 zu liegen, wie in Figur 7 angedeutet ist. Insofern kann weitgehend auf die obige Beschreibung beispielsweise der vorhergehenden Ausfuhrungsbeispiele verwiesen werden.

Zusätzlich weist das Überlappteil 138 an seinem dem benachbarten Verkleidungsmodul 112 zuweisenden Ende jedoch eine nach unten, also zur zu verkleidenden Fläche hinweisenden Vorsprung 158 auf. Dieser Vorsprung greift in eine korrespondierende Nut 160 ein, welche in der ersten Auflagefläche 142 an deren dem Verkleidungsmaterial 120 zuweisenden Ende ausgebildet ist und nach oben, also weg von der zu verkleidenden Fläche weist. Werden die Verkleidungsmodule 112 verlegt, so rastet der Vorsprung 158 in die Nut 160 ein. Auch andere Arten von Eingriffselementen, bei denen ein Teil des Überlappteils 138 in ein weiteres Teil des Aufnahmeteils 140 einrastet, können vorgesehen sein. Wird das Überlappteil 138 mit einer Vorspannung nach unten beaufschlagt, wie beispielsweise oben anhand der Figur 6 beschrieben wurde, so wird dieses Einrasten des Vorsprungs 158 in die Nut 160 noch zusätzlich durch Rückstellkräfte des Überlappteils 138 begünstigt. Dadurch wird der Zusammenhalt der gemeinsamen Dichtung 134 in dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 7 bis 10 weiter verstärkt und die Dichtungswirkung erhöht.

In Figur 10 ist dargestellt, wie die Nuten 160 von ersten Dichtungsprofilen 130 auf aneinander angrenzenden Stoßkanten 136 kreuzweise enden. Auch eine lediglich abschnittsweise Ausbildung der Nuten 160 entlang der Stoßkanten 136 ist jedoch möglich, genauso wie auch eine lediglich abschnittsweise Ausgestaltung der Dichtungsprofile 128 möglich ist. In den bislang dargestellten Ausfuhrungsbeispielen sind die erste Auflagefläche 142 und die zweite Auflagefläche 144 jeweils als ebene Flächen dargestellt. Dies ist jedoch nicht notwendigerweise erforderlich. So zeigen die Figuren 11 und 12 jeweils leicht voneinander abweichende Ausfuhrungsbeispiele, in welchen diese Flächen 142, 144 nicht als ebene Flächen, sondern als gekrümmte Flächen ausgestaltet sind. Die beiden Ausfuhrungsbeispiele unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass in dem Ausfuhrungsbeispiel gemäß Figur 12 wiederum Vorsprünge 148 und Nuten 150 vorgesehen sind, welche miteinander korrespondieren, analog zu den oben bereits beschriebenen Ausfuhrungsbeispielen. Diese können wiederum ineinander eingreifen und die Dichtungswirkung verstärken. An- sonsten kann weitgehend auf die obige Beschreibung verwiesen werden.

Abgesehen von der Tatsache, dass in den Ausfuhrungsbeispielen gemäß Figur 11 und Figur 12 jeweils die Flächen 142, 144 gekrümmt ausgestaltet sind, entsprechen diese Ausfuhrungsbeispiele weitgehend den obigen Ausfuhrungsbeispielen mit dem Überlappteil 138 und dem Aufhahmeteil 140. Insofern kann auch diesbezüglich weitgehend auf die obige Beschreibung verwiesen werden. Die gekrümmte Ausgestaltung der Flächen 142, 144 kann den Eingriff des Überlappteils 138 bzw. des Vorsprungs 158 in die Nut 160 weiter verbessern und so den Zusammenhalt der Dichtungsprofile 128 in der gemeinsamen Dichtung 134 verstärken und die Dichtungswirkung erhöhen. Ansonsten kann für weitere mög- liehe Details und für weitere mögliche Ausgestaltungen weitgehend auf die obige Beschreibung verwiesen werden.

In den Figuren 13 und 14 ist ein weiteres Ausfuhrungsbeispiel eines Flächenverkleidungssystems 110 dargestellt. Dabei zeigt Figur 13 die beiden Rahmen 114 der miteinander zu verbindenden Flächenverkleidungsmodule 112, wohingegen Figur 14 das Flächenverkleidungssystem 110 in zerlegtem Zustand zeigt.

Wiederum zeigen die Verkleidungsmodule 112 für die Verbindung Dichtungsprofile 128 auf, nämlich ein erstes Dichtungsprofil 130 und ein zweites Dichtungsprofil 132. Diese Dichtungsprofile 128 weisen Ähnlichkeiten mit den Dichtungsprofilen 128 in der Figur 6 auf. So umfasst das erste Dichtungsprofil 130 wiederum eine erste Auflagefläche 142, und das zweite Dichtungsprofil 132 umfasst ein Überlappteil 138, welches über eine nach unten weisende zweite Auflagefläche 144 verfügt. Dabei korrespondieren die Winkel der zweiten Auflagefläche 144 mit der ersten Auflagefläche 142 nicht zueinander. Wie in Fi- gur 13 durch den Pfeil 162 (Verbiegung) und die gestrichelte Linie 164 (Position in verlegtem Zustand) angedeutet ist, wird das Überlappteil 138 beim Verlegen durch die erste Auflagefläche 142 nach oben gebogen, wobei durch die Rückstellkräfte die zweite Auflagefläche 144 intensiver auf die erste Auflägefläche 142 gepresst wird. Dies ist in Figur 14, in welcher die Verkleidungsmodule 112 in verlegtem Zustand dargestellt sind und in welcher die Verbiegung 162 noch nicht berücksichtigt ist, durch die Überlappregion 166 an- gedeutet. Die Darstellung in Figur 14 ist in soweit nicht realistisch. Das erste Dichtungs- profϊl 130 ist dabei in der Darstellung gemäß Figur 14 schraffiert gezeichnet, wohingegen das zweite Dichtungsprofil 132 punktiert dargestellt ist.

Weiterhin weist das zweite Dichtungsprofil 132 in dem dargestellten Ausfuhrungsbeispiel optional wiederum einen Vorsprung 148 auf und das erste Dichtungsprofil 130 eine entsprechende Nut 150 oder umgekehrt. Im Gegensatz zum Ausfuhrungsbeispiel gemäß Figur 6 sind dabei in dem Ausfuhrungsbeispiel gemäß den Figuren 13 und 14 der Vorsprung 148 und die entsprechende Nut 150 jedoch nicht rund ausgestaltet, sondern keilförmig, mit einer im Wesentlichen senkrecht nach oben weisenden Oberseite 168 und einer Schräge 170 des Vorsprungs 148, beziehungsweise mit korrespondierenden Flächen in der Nut 150. Diese Keilform verstärkt das Ineinandereingreifen der beiden Dichtungsprofile 128 zusätzlich, so dass die Dichtwirkung weiter erhöht wird, indem ein längerer Weg geschaffen wird, den die Feuchtigkeit beim Eindringen von oben her zurücklegen muss.

Weiterhin umfassen die Dichtungsprofile 128 wiederum Verbindungselemente 122,, in diesem Fall wiederum ein männliches Verbindungselement 124 und ein korrespondierendes weibliches Verbindungselement 126. Die Verbindungselemente 122 sind grundsätzlich ähnlich der Verbindungselemente 122 in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ausgestaltet, beispielsweise der Ausführungsbeispiele in den Figuren 7 und 8. So weist das männliche Verbindungselement 124 einen Körper 172 und an dessen Ende eine Verdik- kung 174 auf. Das weibliche Verbindungselement 126 weist entsprechend einen Kanal 176 und einen Hohlraum 178 auf. Die Wandsegmente 180, 182 um den Kanal 176 herum, sind, wie vorzugsweise die gesamten Dichtungsprofile 128, leicht flexibel ausgestaltet, so dass sich diese beim Einfügen der Verdickung 174 verformen können. Die Verformungen sind in den Figuren mit den Pfeilen 184 beziehungsweise 186 bezeichnet.

Weiterhin ist in Figur 13 ein Zustand angedeutet, bei welchem die beiden Verkleidungsmodule 112 in einer nicht-ebenen Orientierung zueinander angeordnet sind. Ein derartiger Zustand kann beispielsweise beim Verlegen entstehen oder durch Bodenunebenheiten. Der nicht-ebene Zustand ist dabei durch den Winkel α charakterisiert, welcher in diesem Fall größer ist als 0°. In diesem Zustand, vorzugsweise bei einem Winkel zwischen 0° und 5°, kann in einer bevorzugten Ausgestaltung die Verdickung 174 kraftfrei in den Hohlraum 178 eingefügt werden. Entsprechend sind die Dichtungsprofile 130, 132 dimensioniert. Werden anschließend die Verkleidungsmodule 112 hingegen in einer ebenen Orientierung verbracht, was in Figur 14 angedeutet ist, das heißt hin zu einem Winkel α von zumindest näherungsweise 0°, so wird die Verdickung 174 aus dem Hohlraum 178 herausgezogen und gegen die Wandsegmente 180, 182 gepresst. Die Bewegung ist in Figur 14 mit der Bezugsziffer 188 bezeichnet. Wiederum ist dabei in Figur 14 eine nicht-realistische, unver- formte Darstellung gewählt, in welcher im Bereich des oberen Wandsegments 180 und des unteren Wandsegments 182 jeweils Überlappungsregionen 190, 192 eingezeichnet sind. Die Wandsegmente 180, 182 würden sich realistischerweise nach außen bewegen, wiederum in Richtung der Verformungen 184 beziehungsweise 186. Die Dichtungsprofile 130, 132 weisen vorzugsweise ein oder mehrere Entlastungsräume 194 auf, um diese Verfor- mungen 184, 186 aufzunehmen. Ein erster Entlastungsraum 194 ist als Entlastungsspalt 196 ausgebildet und oberhalb des oberen Wandsegments 180 angeordnet. Ein zweiter Entlastungsraum 194 ist als Freiraum 198 unterhalb des unteren Wandsegments 182 ausgebildet. In beiden Fällen können diese Entlastungsräume 194 Verformungen 184, 186 eines oder beider der Dichtungsprofile 130, 132 aufnehmen, ohne dass diese Dichtungsprofile 130, 132 hierdurch auseinandergedrückt würden, was die Dichtungswirkung verschlechtern würde oder dass sich die Verkleidungsmodule 112 vom Boden abheben würden. Zusätzlich ist zwischen dem ersten Dichtungsprofil 130 und dem zweiten Dichtungsprofil 132 ein weiterer Freiraum 200 vorgesehen, welcher ebenfalls als Entlastungsraum 194 wirkt und welcher die Dichtungswirkung jedoch nicht beeinflusst.

Da im unverlegten Zustand die Auflageflächen 142, 144 vorzugsweise einen Winkel von mindestens 5° zueinander bilden, können auch im verlegten Zustand die Verkleidungsmodule 112 einen Winkel von vorzugsweise bis zu 5° oder mehr zueinander bilden, ohne dass die Dichtungswirkung durch das Überlappteil 138 und die korrespondierende erste Aufla- gefläche 142 unterbrochen würde. Bis zu diesem Winkel, welcher beispielsweise durch Bodenunebenheiten hervorgerufen werden kann, wird nach wie vor das Überlappteil 138 beim Zusammenfügen verformt und mit einer Rückstellkraft gegen die erste Auflagefläche 142 gepresst. Die Entlastungsräume 194 können derartige Verformungen 184, 186 beim Verkippen der Verkleidungsmodule 112 relativ zueinander aufnehmen, ohne dass hier- durch die Dichtungswirkung unterbrochen würde. Weiterhin ist in den Figuren 13 und 14 eine bevorzugte Ausgestaltung der Flächenverklei- dungsmodule 112 gezeigt, bei welchen die Dichtungsprofile 128 einstückig mit dem Rahmen 114 ausgebildet sein können. Beispielsweise können für die Dichtungsprofile 128 und die Rahmen 114 Kunststoffe eingesetzt werden, welche sowohl verformbar sind und dementsprechend die Dichtungswirkung fordern, als auch entsprechende mechanische Tragfähigkeit aufweisen, wie sie für die Rahmen 114 gefordert wird. Beispielsweise können die Rahmen 114 mit den Dichtungsprofilen 128 gleichzeitig in ein- und demselben Werkzeug geformt werden, beispielsweise durch einen Spritzprozess und/oder einen Gießprozess. Hierfür können entsprechende Werkzeuge verwendet werden.

Bezugszeichenliste

110 Flächenverkleidungssystem 176 Kanal

112 Verkleidungsmodule 178 Hohlraum 114 Rahmen 180 oberes Wandsegment

116 Auflagefläche für Kontakt 182 unteres Wandsegment mit zu verkleidender Fläche 184 Verformung

118 Vertiefung 186 Verformung

120 Verkleidungsmaterial 188 Bewegung 122 Verbindungselemente 190 Überlappungsregion

124 männliches Verbindungselement 192 Überlappungsregion

126 weibliches Verbindungselement 194 Entlastungsraum

128 Dichtungsprofile 196 Entlastungsspalt

130 erstes Dichtungsprofil 198 Freiraum 132 zweites Dichtungsprofil 200 Freiraum

134 gemeinsame Dichtung

136 Stoßkanten

138 Überlappteil

140 Aufhahmeteil 142 erste Auflagefläche

144 zweite Auflagefläche

146 Oberfläche

148 Vorsprung

150 Nut 152 Ansatz

154 Widerhaken

156 Hebelelement

158 Vorsprung

160 Nut 162 Verbiegung

164 Position in verlegtem Zustand

166 Überlappregion

168 Oberseite

170 Schräge 172 Körper

174 Verdickung