Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
TARPAULIN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/148101
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tarpaulin (10) comprising (a) a water-repellent textile or film element (14), (b) a plurality of pylon-type structures (16) fasted to the textile or film element (14), and (c) at least one thread (18) which is held resiliently tightened by the pylon-type structures (16).

Inventors:
TILLICH JANOSCH (CH)
Application Number:
PCT/EP2020/050092
Publication Date:
July 23, 2020
Filing Date:
January 03, 2020
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
TILLICH DIRK (CH)
International Classes:
A01M29/32
Foreign References:
DE19947356A12001-04-12
US5476062A1995-12-19
DE3237840A11984-04-12
DE102006004787A12007-08-16
DE3341530C11985-04-18
DE3237840A11984-04-12
DE102006004787A12007-08-16
DE202010015431U12011-05-05
Attorney, Agent or Firm:
GRAMM, LINS & PARTNER PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche:

1. Persenning (10) mit

(a) einem wasserabweisenden Textil- oder Folienelement (14),

gekennzeichnet durch

(b) eine Mehrzahl an Pylonen (16), die am Textil- oder Folienelement (14) be festigt sind, und

(c) zumindest einem Faden (18), der von den Pylonen (16) nachgiebig ge spannt gehalten ist.

2. Persenning (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

die Pylonen (16) so angeordnet und am Textil- oder Folienelement (14) befes tigt sind, dass eine Auslenkung des Fadens (18) mittig zwischen zwei Pylonen (16) bei einer vertikal wirkenden Kraft (F) zumindest 0,003 Meter pro Newton beträgt.

3. Persenning (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pylonen (16) so angeordnet sind, dass ein maximaler Ab stand (dmax) zwischen zwei Fäden (18) und/oder ein maximaler Abstand zwi schen zwei Fadenabschnitten (20) des gleichen Fadens (18) höchstens 60 Zen timeter beträgt.

4. Persenning (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der zumindest eine Pylon (16)

(a) eine Befestigungsstruktur zum Befestigen des Fadens (18) und

(b) ein Loch (36) zum Befestigen eines zweiten Fadens (18) aufweist,

(c) wobei das Loch in einer Längsrichtung (L) des Pylonen (16) von der Be festigungsstruktur um zumindest 2 Zentimeter beabstandet ist. 5. Persenning (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass

(a) ein erster Faden (18) durch die ersten Löcher von Pylonen (16) verläuft und ein erstes Muster (10.1 ) bildet und

(b) ein zweiter Faden (22) durch die zweiten Löcher der gleichen Pylonen (16) verläuft und ein zweites Muster (10.2) bildet, das sich vom ersten Muster (10.1 ) unterscheidet.

6. Persenning (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass die Befestigungsstruktur zumindest eine Lamelle (32) aufweist.

7. Persenning (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pylonen (16) jeweils

(a) einen Fuß (26) und einen Mast (24) aufweisen und

(b) jeder Fuß (26) magnetisch mit je einem Mast (24) verbunden ist.

8. Persenning (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass

(a) jeder Fuß (26) einen Magneten und eine Abdeckung (44) aufweist und

(b) alle Magneten die gleiche magnetische Orientierung relativ zur Abdeckung (44) haben.

9. Persenning (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Fuß (26) stoffschlüssig mit dem Textil- oder Folienelement (14) verklebt ist.

10. Persenning nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

(a) der der Fuß (26) des Pylons (16) eine erste Klettstruktur aufweist und

(b) das Textil- oder Folienelement (14) zumindest lokal eine zweite Klettstruk tur aufweist, mittels der der Fuß (26) mit der ersten Klettstruktur befestig bar ist.

11. Boot (12) mit einer Persenning (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche.

Description:
Persenning

Die Erfindung betrifft eine Persenning mit einem wasserabweisenden Textil- oder Fo lienelement. Derartige Persennings werden insbesondere zum Abdecken von Booten verwendet und dienen dazu, das Boot, beispielsweise beim Anlegen an einer Boje oder Ankern, gegen die Einwirkungen von Wind und Wetter zu schützen. Ein weiterer Aspekt ist, dass das Boot gegen Vogelkot geschützt werden soll. Vögel, insbeson dere Möwen, setzen sich gerne auf Boote, was zu einer Verschmutzung durch Vo gelkot führt. Das ist unangenehm und kann gesundheitsschädlich sein.

Es sind verschiedene Möglichkeiten erdacht worden, um zu verhindern, dass sich Vögel auf ein Boot setzen. So ist eine Vogelscheuche bekannt, bei der sich ein in der Regel horizontal verlaufender Arm im Wind dreht und so Vögel abschreckt. Nachtei lig an einem derartigen System ist, dass sich die Vögel schnell an die Bewegung ge wöhnen und das Boot dennoch besetzen.

Es ist zudem bekannt, beispielsweise an Häusern dünne Metalldrähte zu spannen, die es einer Taube nicht ermöglichen, sich auf ihnen niederzulassen. Ein derartiges System ist für eine Persenning nur schlecht geeignet, da dies voraussetzt, dass die Persenning die Kräfte aufbringen kann, die notwendig sind, um den Draht zu span nen.

Aus der DE 33 41 530 C1 ist eine Vogelscheuche für unbesetzte Boote bekannt, bei der sich mit den Bootskörper überspannenden Schnüren eine einfache und schnelle Handhabung erreichen lässt. Die Schnüre sind von bootsseitig lösbar festlegbaren, selbsttätigen Einzugseinrichtungen entgegen der Kraft einer Einzugsfeder abziehbar und mit ihrem in Abziehrichtung vorderen Ende an bootsseitig lösbar festlegbaren Haltern einhängbar. Aus der DE 32 37 840 A1 ist ein Möwenschutz bekannt, der sich dadurch auszeich net, dass Gummischnüre, ein Liftring und Befestigungsringe bzw. Befestigungs knöpfe mit der Persenning bei Booten und Schiffen so angeordnet werden, dass es Möwen und anderen Vögeln unmöglich wird anzufliegen und damit unmöglich wird, die Decks, Persennings und andere Teile der Boote und Schiffe zu verschmutzen.

Aus der DE 10 2006 004 787 A1 ist ein an einen Bootskörper angepasstes, mindes tens aus einem Teil bestehendes Netz bekannt, das mindestens ein erstes inneres Stützelement sowie mindestens zwei äußere Befestigungselemente sowie mindes tens ein inneres Befestigungselement aufweist. Ein Verfahren zur Verhinderung des Landens von Vögeln auf Booten verwendet dieses Netz.

Aus der DE 20 2010 015 431 U1 ist eine Vorrichtung zum Verscheuchen und Vergrä- men von flugfähigen Vögeln, insbesondere Möwen, bekannt, um Verschmutzung von Schiffen zu verhindern oder zu reduzieren. Die Vorrichtung hat mehrere einzelne Drähte, welche mit einem Kolben am Ende verschweißt sind und in einem Rohr ver schiebbar geführt werden können. Die Vorrichtung besitzt eine Befestigung für ein dünnes Drahtseil, an deren Ende sich eine Schlaufe für einen Handgriff befindet, ein in einem Winkel geformtes Endstück, welches die Drähte führt und sich oben am Rohr befindet, Abschlussstücke, welche am Ende der Drähte aufgepresst werden, und angeschweißte Ringe, welche zur Montage am Schiff dienen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Persenning vorzuschla gen.

Die Erfindung löst das Problem durch eine gattungsgemäße Persenning durch eine Mehrzahl an Pylonen, die am Textil- oder Folienelement befestigt sind, und zumin dest einem, vorzugsweise elastischen, Faden, der von den Pylonen nachgiebig ge spannt gehalten ist, aufweist.

Vorteilhaft an einer derartigen Persenning ist, dass Möwen sicher ferngehalten wer den können. Es hat sich nämlich überraschend herausgestellt, dass Vögel auf einem nachgiebig gespannten Faden nicht zu landen wagen, da sie das Nachgeben und das Risiko, sich mit den Federn im Faden zu verfangen, scheuen. Da der Faden zu dem nachgiebig gespannt an den Pylonen befestigt ist, würde der Faden eine für den Vogel unangenehme Kraft auf diesen ausüben, sollte er sich dennoch auf den Faden oder einen der Pylonen setzen. Es hat sich herausgestellt, dass mit einer erfindungs gemäßen Persenning Vögel, insbesondere Möwen, sicher von einem mit der Persen ning abgedeckten Boot ferngehalten werden können.

Vorteilhaft an der Erfindung ist zudem, dass sie vergleichsweise einfach aufgebaut ist. So ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform möglich, dass die Pylonen aus Kunststoff bestehen, sodass diese nur ein geringes Gewicht haben.

Wenn die Fäden, wie gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, aus Kunststoff aufgebaut sind, können sie zudem reversibel, also elastisch, deformiert werden. Es ist dann möglich, die Persenning einfach auf ein Boot aufzubringen und von diesem abzunehmen. Bei einem Draht würde das dazu führen, dass sich der Draht plastisch verformt werden kann, sodass beispielsweise ein Zusammenrollen der Persenning unmöglich wird. Das aber macht es problematisch, die Persenning zum Fahren im Boot zu lagern und danach das Boot wieder mit der Persenning vor Regen und Schmutz zu schützen.

Günstig ist es, wenn der Faden ein Kunststoff-, Gummi- und/oder Kautschukfaden ist. Es ist dabei möglich und stellt eine bevorzugte Ausführungsform dar, dass der Faden aus einer Mehrzahl an Teil-Fäden, also Filamenten, aufgebaut ist. Unter ei nem Faden wird im Rahmen der vorliegenden Beschreibung insbesondere ein aus Fasern zusammengesetztes, biegeschlaffes Gebilde verstanden, das eine dominie rende eindimensionale Erstreckung und eine Gleichmäßigkeit in der Längsrichtung aufweist. Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung soll jedoch unter einem Faden auch ein nicht aus Fasern zusammengesetztes, biegeschlaffes Gebilde verstanden werden, sofern dieser Faden einen Querschnitt von mehr als 0,2 mm hat. Vorzugs weise ist der Querschnitt kleiner als 10 mm. Beispielsweise soll ein Gebilde, bei spielsweise aus Nylon, mit einem Durchmesser von zumindest 0,2 mm, das biege schlaff ist und eine dominierende eindimensionale Erstreckung und eine Gleichmä- ßigkeit in der Längsrichtung aufweist, als ein Faden im Sinne dieser Anmeldung ver standen werden. Besonders günstig ist es jedoch, wenn der Faden aus mehreren Elementarfasern aufgebaut ist.

Vorzugsweise ist der Faden elastisch. Es ist zum Beispiel möglich, dass der Faden aus entropieelastischem Material aufgebaut ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Pylonen so angeordnet und am Textil- oder Folienelement befestigt, dass eine Auslenkung des Fadens mittig zwi schen zwei Pylonen bei einer vertikal wirkenden Kraft zumindest 0,003 Meter pro Newton beträgt. Insbesondere beträgt die Auslenkung zumindest 1 Zentimeter pro der Gewichtskraft, die 300 g entspricht. In anderen Worten bewegt sich der Faden um zumindest 1 Zentimeter, wenn eine Möwe mit einem Gewicht von 300 g sich auf dem Faden niederlässt. Vorzugsweise ist die Federkonstante zumindest doppelt so hoch. Dadurch, dass die Möwe auf dem Faden keinen Halt findet, wird der Ort von ihr als unattraktiver Landeplatz empfunden, den sie meidet. Günstig ist es, wenn die Auslenkung höchstens 0,3 Meter bei einer Gewichtskraft, die 100 g entspricht, be trägt.

Günstig ist es, wenn die Pylonen so angeordnet sind, dass ein maximaler Abstand zwischen zwei Fäden und/oder ein maximaler Abstand zwischen zwei Fadenab schnitten des gleichen Fadens höchstens 60 Zentimeter beträgt. Es hat sich heraus gestellt, dass Möwen auf einer Persenning, für die diese Eigenschaften gelten, nicht landen.

Günstig ist es, wenn die Höhe, an der der Faden am Pylon befestigt ist, zumindest 5 Zentimeter, vorzugsweise zumindest 15 Zentimeter, beträgt. Zum Starten und Lan den benötigen Vögel einen lichten Bereich unterhalb der Flügel, um unmittelbar vor dem Aufsetzen eine rückwärts gerichtete Kraft mit den Flügeln erzeugen zu können. Wenn die Pylonen die angegebene Höhe haben und die Fäden bzw. Fadenab schnitte wie oben beschrieben einen hinreichend geringen Abstand voneinander ha ben, ist es einem Vogel nicht möglich, zu landen, ohne dass ein Flügel beim Lande anflug einen Faden berührt, was vom Vogel als sehr unangenehm empfunden wird. Vögel fliegen derartige Persennings daher nicht an. Vorzugsweise hat der zumindest eine Pylon eine Befestigungsstruktur zum Befesti gen des zumindest einen ersten Fadens und zumindest ein Loch zum Befestigen ei nes zweiten Fadens, wobei das Loch in einer Längsrichtung des Pylon von der Be festigungsstruktur um zumindest 2 Zentimeter und/oder höchstens 15 Zentimeter be- abstandet ist. In anderen Worten sind zwei Fäden im Abstand von zumindest 2 Zenti meter und/oder höchstens 15 Zentimeter am Pylon angeordnet. Das hat den Vorteil, dass die Abschreckwirkung auf Vögel weiter gesteigert wird. So schreckt der zweite Faden kleinere Vögel ab. Ist der Pylon nah an einer Kante des Textil- oder Folienele ments befestigt und neigt er sich von der Kante weg, so verhindert der zweite Faden, dass sich ein Vogel auf den entstehenden Freiraum setzen kann.

Besonders bevorzugt besitzt der zumindest eine Pylon ein zweites Loch zum Befesti gen eines dritten Fadens, wobei das erste Loch zwischen der Befestigungsstruktur und dem zweiten Loch angeordnet ist. Ein Abstand zwischen den Löchern und/oder zwischen der Befestigungsstruktur und dem ersten Loch beträgt vorzugsweise zu mindest 2 Zentimeter und/oder höchstens 15 Zentimeter.

Es ist günstig und stellt eine bevorzugte Ausführungsform dar, dass ein erster Faden, der an den Befestigungsstrukturen befestigt ist, ein erstes Muster bildet und ein zwei ter Faden durch die ersten Löcher von Pylonen verläuft und ein zweites Muster bil det, das sich vom ersten Muster unterscheidet. In anderen Worten verlaufen die Fä den zwischen den Befestigungsstrukturen einerseits und durch die ersten Löcher an dererseits zumindest an manchen Stellen nicht parallel zueinander. Auf diese Weise wird die potentielle Landefläche bei einer vorgegebenen Anzahl an Pylonen verrin gert.

Günstig ist es, wenn die Befestigungsstruktur zumindest eine Lamelle aufweist. Ge mäß einer bevorzugten Ausführungsform haben die Lamellen innenliegende Klemm zähne. Es ist dann möglich, den Faden durch Eindrücken in die Klemmstruktur am Pylon zu befestigen, was eine schnelle Montage der Fäden an den Pylonen und da mit eine schnelle Montage der Persenning erlaubt. Alternativ kann die Befestigungs struktur durch ein Loch oder einen Schlitz oder eine Nut gebildet sein. Günstig ist, wenn die Pylonen jeweils einen Fuß und einen Masten aufweisen und je der Fuß magnetisch mit je einem Mast verbunden ist. Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass jeder Fuß oder jeder Mast stoffschlüssig, insbesondere mittels einer Klebeverbindung, mit der Persenning verbunden ist. Eine Persenning hat die primäre Aufgabe, Wasser von den Aufbauten eines Boots fernzuhalten. Zwar ist es möglich und stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar, dass der Fuß und der Mast form schlüssig oder reibschlüssig miteinander verbunden sind, dies aber setzt voraus, dass die Persenning an der Stelle, an der die Pylone platziert werden soll, durchsto ßen werden muss. Das kann zumindest theoretisch dazu führen, dass die Persen ning undicht wird. Zumindest kann die Befürchtung bestehen, dass die Persenning durch das Montieren der Pylonen zu Schaden kommt könnte. Durch das Befestigen mittels Magneten wird dieses Risiko ausgeschlossen. Moderne Magnete, bei denen es sich beispielsweise um Ferrit- oder Seltenerd-Magnete handelt, erreichen be trächtliche Magnetfeldstärken, sodass die Pylonen sicher befestigt werden können.

Alternativ ist es bevorzugt, dass zwischen dem Textil- oder Folienelement und dem Fuß des Pylonen ein Dichtelement angeordnet ist. Bevorzugt ist zudem, dass zwi schen dem Textil- oder Folienelement und einem Fußabschnitt des Masts des Pylo nen ein zweites Dichtelement angeordnet ist.

Alternativ ist es möglich, die Pylonen an der Persenning festzukleben.

Alternativ ist es eine bevorzugte Ausführungsform, dass der Pylon an seinem Fußab schnitt eine erste Klettstruktur aufweist und das Textil- oder Folienelement zumindest lokal eine zweite Klettstruktur aufweist, mittels der der der Fuß mit der ersten Klett struktur befestigbar ist. Es ist möglich, dass die erste Klettstruktur eine Widerhaken matte oder eine Schlaufenmatte oder eine Pilzkopfstrukturmatte ist. Es ist auch mög lich, dass die erste Klettstruktur abschnittsweise eine Widerhakenmatte oder eine Schlaufenmatte oder eine Pilzkopfstrukturmatte ist und abschnittsweise eine andere der genannten Strukturen hat.

Um zu verhindern, dass die Magnete beim Abnehmen und Lagern der Persenning in einer kompakten Lageranordnung aneinander haften und ein Entfalten aus der La geranordnung schwierig ist, ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorge- sehen, dass jeder Fuß einen Magneten und eine Abdeckung aufweist und alle Mag neten die gleiche magnetische Orientierung relativ zur Abdeckung haben. Zwei ge- genpolige Magnetpole, beispielsweise ein Nordpol und ein Südpol, haben damit zu mindest immer den Abstand, der einer Dicke der Abdeckung entspricht. Günstig ist es, wenn die Abdeckung eine Dicke von zumindest 3 mm hat. Vorzugsweise ist die Abdeckung aus Kunststoff gefertigt, was verhindert, dass das darunterliegende Boot zerkratzt werden kann.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläu tert. Dabei zeigt

Figur 1 eine perspektivische Teil-Ansicht eines erfindungsgemäßen Boots mit ei ner erfindungsgemäßen Persenning und

Figur 2 einen Pylonen der Persenning gemäß Figur 1 .

Figur 3 zeigt eine Ausführungsform des Pylonen, bei dem der Fuß magnetisch am

Mast befestigt ist.

Figur 4a zeigt eine alternative Ausführungsform des Pylonen, bei der der Fuß per

Klettverbindung am Mast befestigt ist,

Figur 4b eine weitere alternative Ausführungsform des Pylonen, bei der der Fuß am

Textil- oder Folienelement festgenäht ist,

Figur 5a eine weitere alternative Ausführungsform des Pylonen, bei der der Fuß mittels Textilstreifen am Textil- oder Folienelement befestigt ist, und

Figur 5b eine Ansicht der Ausführungsform nach Figur 5a von oben.

Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Persenning 10 auf einem erfindungsgemäßen Boot 12. Die Persenning 10 besitzt ein, vorzugsweise wasserabweisendes, Textil oder Folienelement 14, das beispielsweise ein, vorzugsweise faserverstärkter, Kunst stoff oder faserverstärktes Gummi sein kann. Die Persenning 10 besitzt zudem eine Mehrzahl an Pylonen 16.1 , 16.2, ... , die am Textil- oder Folienelement 14 befestigt sind. Zwischen einzelnen Pylonen 16. i (i = 1 , 2, 3, ... ) ist ein Faden 18.1 nachgiebig gespannt. Zwischen zwei Pylonen 16. i, 16.j (i F j) bildet der Faden 18.j einen Fadenabschnitt 20, beispielsweise die Faden abschnitte 20.1 , 20.2. Ein maximaler Abstand dmax zwischen zwei Fadenabschnitten 20. i, 20.j (i F j), beispielsweise den Fadenabschnitten 20.1 , 20.2, beträgt im vorlie genden Fall dmax = 50 Zentimeter.

Figur 1 zeigt, dass zwischen den einzelnen Pylonen 16. i ein zweiter Faden 22 ge spannt ist. Der zweite Faden 22 bildet ein zweites Muster M2, das sich von einem ersten Muster M1 unterscheidet, mit dem der erste Faden 18 verläuft. Beispielsweise verläuft der erste Faden 18 vom Pylonen 16.1 zum Pylonen 16.3, nicht aber zum Py lonen 16.4. Flingegen verläuft der zweite Faden vom ersten Pylonen 16.1 zum vier ten Pylonen 18.4.

Die Pylonen 16. i sind so am Textil- oder Folienelement 14 befestigt, dass eine Kraft F, die vertikal und mittig auf einen Fadenabschnitt, im vorliegenden Fall auf den Fa denabschnitt 20.1 , einwirkt, zu einer Auslenkung x des Fadens 18 führt, wobei eine Kraft von 3 Newton zu einer Auslenkung von zumindest x = 1 Zentimeter führt. Der Fadenabschnitt 20.1 in seiner ausgelenkten Form ist gestrichelt eingezeichnet.

Figur 2 zeigt einen Pylonen 16 (Bezugszeichen ohne Zählsuffix bezeichnen jeweils alle entsprechenden Objekte) der Persenning 10 gemäß Figur 1. Es ist zu erkennen, dass der Pylon 16 einen Masten 24 und einen Fuß 26 ausweist. Der Fuß 26 erstreckt sich quer zu einer Längsrichtung L des Mastes 24 und entlang eines Fußabschnitts 28 des Mastes 24.

Der Pylon 16 besitzt eine Befestigungsstruktur 30. Die Befestigungsstruktur 30 um fasst zumindest zwei, vorzugsweise zumindest drei, in der vorliegenden Form meh rere Lamellen 32.1 , ... 32.9. Ein Lamellenabstand I zweier benachbarter Lamellen voneinander liegt vorzugsweise zwischen dem 0,5-fachen und dem 0,95-fachen ei nes Durchmessers des Fadens 18 (vgl. Figur 1 ). Figur 2 zeigt zudem, dass der Mast ein erstes Loch 34 aufweist, durch das der zwei te Faden 22 (vgl. Figur 1 ) verläuft. Der Mast besitzt zudem ein zweites Loch 36, durch den ein nicht eingezeichneter Faden alternativ oder zusätzlich zum Faden 22 verlaufen kann. Das Vorhandensein eines zweiten oder dritten Fadens stellt eine op tionale Ausführungsform dar.

Der Abstand zwischen der Befestigungsstruktur 30 einerseits und dem ersten Loch 34 beträgt vorzugsweise zumindest 2 Zentimeter und höchsten 15 Zentimeter. Der Abstand zwischen dem ersten Loch 34 und dem zweiten Loch 36 beträgt vorzugs weise ebenfalls zwischen 2 und 15 Zentimeter. Der Abstand zwischen dem zweiten Loch 36 und dem Fußabschnitt 28 beträgt vorzugsweise ebenfalls 2 bis 15 Zentime ter.

Die Teilfigur rechts unten zeigt einen Querschnitt durch den Pylonen 16 an seinem Fußende. Es ist zu erkennen, dass der Fuß 26 mit dem Mast 34 verbunden ist und dass der Fußabschnitt 28 als ein vom Mast 24 separates Bauteil ausgeführt ist, das mittels einer Schnappverbindung 38 mit dem Mast 24 verbunden werden kann. Zwi schen dem Fußabschnitt 28 und dem Fuß 26 verläuft im eingebauten Zustand das Textil- oder Folienelement 14, das schematisch eingezeichnet ist.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform, die in Figur 3 gezeigt ist, ist der Fuß 28 mittels eines Magneten 40 mit dem Mast 24 verbunden. In diesem Fall ist der Fußab schnitt 28 vorzugsweise einstückiger Bestandteil des Mastes 24 und der Fuß 26 ein eigenständiges Bauteil. Ein erster Magnet 40, der Bestandteil des Fußes 26 ist, wirkt mit einem zweiten Magneten 42 so zusammen, dass der Fuß 26 fest am Mast 24 be festigt ist. Das Textil- oder Folienelement 14 verläuft zwischen dem Fuß 26 und dem Mast 24.

Besonders günstig ist es, wenn - wie in Figur 3 eingezeichnet - der erste Magnet 40 und der zweite Magnet 42 sich einander jeweils nur eine magnetischen Orientierung, also Nordpol N oder Südpol S, zuwenden. Besonders günstig ist es, wenn alle Füße 26 dahingehend baugleich sind, dass die gleiche magnetische Orientierung, bei spielsweise jeweils der Nordpol, von einer Abdeckung 44 abgewandt angeordnet sind. Je größer die Dicke der Abdeckung 44 ist, desto kleiner wird die maximal anzie hende Kraft, die zwischen zwei Füßen existieren kann. Es ist möglich, nicht aber not wendig, dass der Fußabschnitt 28 und/oder der Fuß 26 mittels Klebstoffs oder Klebe elements 46 zusätzlich am Textil- oder Folienelement 14 befestigt ist. Das Klebeele ment kann zugleich als Dichtelement wirken und beispielsweise Schaumstoff umfas sen.

Figur 4a zeigt eine Ausführungsform, bei der der Pylon 16 an seinem Fußabschnitt 28 eine erste Klettstruktur 48 aufweist, die mit einer zweiten Klettstruktur 50 des Tex til- oder Folienelements 14 verbunden ist. Die erste Klettstruktur 48 ist im vorliegen den Fall eine Widerhakenmatte, die zweite Klettstruktur 50 eine Schlaufenmatte.

Die erste Klettstruktur 48 kann mit dem Fußabschnitt 28 beispielsweise verklebt oder integral am Fußabschnitt 28 ausgebildet sein. Die zweite Klettstruktur 50 ist am Tex til- oder Folienelement 14 beispielsweise festgenäht, daran integral ausgebildet oder festgeklebt.

Figur 4b zeigt eine weitere alternative Ausführungsform des Pylonen 16, bei der des sen Fuß 26 mittels einer Naht 52 am Textil- oder Folienelement befestigt ist. Ein Fa den 54 läuft dazu durch Löcher 56.1 , 56.2, ... in dem Fuß 26 und durch das Textil oder Folienelement 14.

Figur 5a zeigt eine Seitenansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform des Pylonen 16, dessen Fuß 26 mittels Textilstreifen 58.1 , 58.2 am Textil- oder Folienele ment 14 befestigt ist. Die Textilstreifen 58.1 , 58.2 sind am Textil- oder Folienelement 14 beispielsweise festgenäht, angeklebt oder per Klettverschluss befestigt und laufen über den Fuß 26.

Figur 5b zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 5a von oben. Bezugszeichenliste

10 Persenning

12 Boot

14 Textil- oder Folienelement 16 Pylon

18 Faden

20 Fadenabschnitt

22 zweiter Faden

24 Mast

26 Fuß

28 Fußabschnitt

32 Lamelle

34 erstes Loch

36 zweites Loch

38 Schnappverbindung

40 erster Magnet

42 zweiter Magnet

44 Abdeckung

46 Klebstoff

48 erste Klettstruktur

50 zweite Klettstruktur 52 Naht

54 Faden

56 Loch

58 Textilstreifen dmax maximaler Abstand M Muster

F Kraft

L Längsrichtung

I Lamellenabstand