Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
TECHNETIUM-SULPHONAMIDE COMPLEXES, THEIR USE, PHARMACEUTICAL AGENTS CONTAINING THEM, AND PROCESS FOR PRODUCING THE COMPLEXES AND AGENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1996/002500
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to novel chelate formers containing sulphonamide groups and their metallic chelates of general formula (I) in which n, m, p, V1, V2, V3, V4, X1, X2, X3, R1, R2, R3 and R4 have different meanings, pharmaceutical agents containing these compounds, their use in X-ray diagnosis and therapy, processes for producing these compounds and agents, and conjugates of these compounds with substances which selectively concentrate themselves in diseased tissue, especially peptides.

Inventors:
PLATZEK JOHANNES (DE)
RADUECHEL BERND (DE)
KRAMP WOLFGANG (DE)
DINKELBORG LUDGER (DE)
Application Number:
PCT/EP1995/002404
Publication Date:
February 01, 1996
Filing Date:
June 22, 1995
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHERING AG (DE)
PLATZEK JOHANNES (DE)
RADUECHEL BERND (DE)
KRAMP WOLFGANG (DE)
DINKELBORG LUDGER (DE)
International Classes:
C07D317/68; A61K51/00; A61K51/04; A61K51/08; C07B59/00; C07C323/25; C07C323/41; C07C323/57; C07C323/60; C07C327/32; C07C327/38; C07C331/18; C07C331/28; C07D207/46; C07F13/00; C07H21/00; C07J9/00; C07J31/00; C07J41/00; C07J51/00; C07K7/06; C09K3/00; A61K38/00; (IPC1-7): C07C327/32; C07C323/60; C07C331/28; C07D317/68; C07J41/00; C07K7/06; C07D207/46; C07K5/065; C07C323/25; C07C323/41; C07B59/00; C07F13/00; A61K51/04; A61K51/08
Foreign References:
EP0250013A11987-12-23
EP0173424A11986-03-05
Other References:
A.M. EL-NAGGER, ET AL.:: "Synthesis and antimicrobial activity of some di-, tri- and tetrapeptides containing cysteine and cystine", JOURNAL OF THE INDIAN CHEMICAL SOCIETY, vol. 60, no. 8, CALCUTTA, IN, pages 762 - 765
J. RUDINGER, ET AL.:: "Synthetic studies in the oxytocin field. III. An alternative synthesis of oxytocin", COLLECTION OF CZECHOSLOVAK CHEMICAL COMMUNICATIONS, vol. 21, no. 1, PRAGUE, CS, pages 202 - 210
J.A. MACLAREN, ET AL.:: "Amino acids and peptides. IV. Intermediates for the synthesis of certain cysteine-containing peptide sequences in insulin", AUSTRALIAN JOURNAL OF CHEMISTRY, vol. 11, MELBOURNE, AU, pages 345 - 359
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Verbindungen der allgemeinen Formel I woπn V1, V2, V3, V unabhängig voneinander für eine Carbonyl, > CH(COOH) oder CH.
2. Gruppe stehen, X1 für ein Wasserstoffatom, einen gegebenenfalls mit einer Carboxyl, einer Amino oder eine Thiocyanatgruppe substituierten C C^Alkylrest oder ein Metallionenäquivalent eines radioaktiven Met lions eines Elementes der Ordnungszahl 43, 45, 46, 75, 82 oder 83 steht, X2, X3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder ein Metallionenäquivalent eines radioaktiven Metallions eines Elementes der genannten Ordnungszahlen stehen, n, m, p für die Ziffern 0 oder 1 stehen, wobei gilt m + n = 1 R1 für ein Wasserstoffatom eine Carboxylgruppe oder eine Gruppe UZ steht, worin U für eine direkte Bindung, einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten C1C20Alkylenrest steht, der gewünschtenfalls einen Maleimid, einen Succuiimid, einen gegebenenfalls durch 1 bis 5 Fluoratome, eine Amino oder Nitrogruppe substituierten Phenylrest, eine oder zwei Imino, Phenylen, Phenylenoxy, Phenylenamino, Amid, Hydrazid, Carbonyl, Ureido, Thioureido, Thioamid, Estergruppe(n), 1 bis 2 Sauerstoff, Schwefel und/oder Stickstoff Atom(e) sowie gegebenenfalls 1 bis 5 Hydroxy, Mercapto, Oxo, Thioxo, Carboxy, Alkylcarbonsäure, Ester, Thiocyanat und/oder Aminogruppen enthält und Z für ein Wasserstoffatom, einen Rest einer Aminosäure, eines Peptids, eines Polynucleotids oder eines Steroids oder eine funktioneile Gruppe über die gegebenenfalls der Rest einer Aminosäure, eines Peptids, eines Polynucleotids oder eines Steroids gebunden ist, steht, R2 für einen geradkettigen oder verzweigten CjCjQAlkylrest, der gegebenenfalls eine COOH Gruppe enthält, einen C7Cj2 Aralkylrest oder einen Aromaten, der gegebenenfalls mit einem Chlor oder Bromatom, einer Thiocyanat, einer Methyl, Ethyl, Carboxyl und/oder Methoxygruppe substituiert ist, steht, R4 für ein Wasserstoffatom oder eine Carboxylgruppe steht oder für den Fall, daß R1 ein Wasserstoffatom oder eine Carboxylgruppe bedeutet, zusätzlich auch für eine Gruppe UZ steht, worin U und Z die angegebenen Bedeutungen haben, R3 für ein Wasserstoffatom, ein Metallionenäquivalent eines Elementes der genannten Ordnungszahlen, einen Trifluoracetat, Acetat, Benzoat, CιC6Acyl, einen Benzoyl, einen Hydroxyacetyl, einen Acetamidomethyl, einen gewünschtenfalls mit einem Chlor oder Bromatom, einer Methyl, Ethyl, Carboxyl und/oder Methoxygruppe substituierten Benzoesäurerest, einen pMethoxybenzyl, einen SHSchutzgruppe, einen Rest oder, für den Fall daß X2, X3 für ein Wasserstoff und X1 für ein Wasserstoff oder einen gegebenfalls substituierten Cr2 Alkylrest steht, für einen Rest der Formel II R ÖD steht, worin V*. V2, V3, V4, χi, X2, χ3, n, m, p, RI, R2 ^d R4 die angegebenen Bedeutungen haben, wobei mindestens ein und höchstens zwei Reste V1, V2, V3, V4 für eine Carbonylgruppe stehen.
3. 2 Verbindungen der allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei der Reste X1, X2, X3 oder R3 für ein Metallionenequivalent eines radioaktiven Metallisotops der Ordnungszahlen 43, 45, 46, 75, 82 oder 83 steht. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Z für eine Aminosäure oder ein Peptid steht.
4. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin Z für ein Polynucleotid steht. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß V1 und V4 jeweils für eine Carbonylgruppe, V2 und V3 jeweils für eine CH2 Gruppe und p für die Ziffer 0 steht. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als radioaktives Metallion ein 99mTechnetium enthalten ist.
5. 7 Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß R4 Wasserstoff oder eine Carbonsäuregruppe ist.
6. 8 Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß R2 ein pCH3C6H Rest ist.
7. 9 Verbindung nach Anspruchl, dadurch gekennzeichnet, daß X1, X2 und X3 für ein Wasserstoffatom und R3 für einen Rest der Formel II stehen.
8. 10 Pharmazeutische Mittel, enthaltend mindestens einen Metallkomplex der Formel I worin mindestens zwei der Reste X1, X2, X3 und/oder R3 für ein Metallionenequivalent stehen.
9. 11 Verwendung eines Metallkomplexes nach Anspruch 1 in der Radiodiagnostik oder Radiotherapie.
10. 12 Verfahren zur Herstellung eines pharmazeutischen Mittels gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der Formel I mit X2 und X3 in der Bedeutung eines Wasserstoffatoms und X1 in der Bedeutung von Wasserstoff oder einem gegebenenfalls substituierten C C^Alkylrest und ein Reduktionsmittel, unter Zugabe der in der Galenik üblichen Zusätze im wäßrigem Medium gelöst wird und anschließend, gegebenfalls unter Zugabe eines Transferliganden, mit einem Metallsalz oder Metalloxid des gewünschten Metallions umgesetzt und gewünschtenfalls mit einem pharmakologisch akzeptablen radiologischen Trägerstoff versetzt wird, wobei der Komplexbildner im Übeschuß, gegebenenfalls in Form seines Alkalisalzes, zugesetzt wird.
Description:
Technetium-Sulfonamid-Kompiexe, deren Verwendung, diese enthaltende Pharmazeutische Mittel, sowie Verfahren zur Herstellung der Komplexe und Mittel

Die Erfindung betrifft den in den Patentansprüchen gekennzeichneten Gegenstand, daß heißt neue Sulfonamidgruppen enthaltende Chelatbildner, deren Metall-Komplexe, diese Verbindungen enthaltende pharmazeutische Mittel, ihre Verwendung in der Radiodiagnostik und Radiotherapie, Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen und Mittel, sowie Konjugate dieser Verbindungen mit sich in erkranktem Gewebe selektiv anreichernden Substanzen, insbesondere Peptiden.

Die Anwendung von Radiopharmaka für diagnostische und therapeutische Zwecke ist seit langem im Bereich der biologischen und medizinischen Forschung bekannt. Insbesondere werden Radiopharmaka dazu benutzt, um bestimmte Strukturen wie beispielsweise das Skelett, Organe oder Gewebe, darzustellen. Die diagnostische Anwendung setzt den Gebrauch solcher radioaktiver Mittel voraus, die sich nach Applikation spezifisch in den Strukturen im Patienten anreichern, die untersucht werden sollen. Diese sich lokal anreichernden radioaktiven Mittel können dann mit geeigneten Detektoren, wie beispielsweise Szintilationskameras oder anderer geeigneter Aufnahmeverfahren, aufgespürt, geplottet oder szintigraphiert werden. Die Verteilung und relative Intensität des detektierten radioaktiven Mittels kennzeichnet die Stelle einer Struktur, in der sich das radioaktive Mittel befindet und kann die Anwesenheit von Anomalien in Struktur und Funktion, pathologische Veränderungen etc. darstellen. In ähnlicher Weise können Radiopharmaka als therapeutische Mittel angewendet werden, um bestimmte krankhafte Gewebe oder Bereiche zu bestrahlen. Solche Behandlung erfordert die Herstellung radioaktiver therapeutischer Mittel, die sich in bestimmten Strukturen, Geweben oder Organen anreichern. Durch Anreicherung dieser Mittel wird die therapeutische Strahlung direkt an das pathologische Gewebe herangetragen.

In der Regel werden als Diagnostika bzw. Therapeutika metallische Radionuklide verwendet, wobei das Metall in freier Form, als Ion oder in Form eines Metallkomplexes vorliegen kann. Beispiele für metallische Radionuklide, die Komplexe bilden können, sind Technetium-99m und verschiedene Rheniumisotope. Ersteres wird in der Diagnostik, letzteres in der Therapie verwendet. Die

Radiopharmaka enthalten neben dem Metall (Komplex) im allgemeinen zusätzlich geeignete Träger und Zusatzstoffe, die eine Injektion, Inhalation oder Ingestion durch den Patienten erlauben, wie z.B. physiologische Puffer, Salze etc.

Das für nuklearmedizinische Fragestellungen am häufigsten verwendete Radionuklid ist Technetium-99m, das sich aufgrund seiner günstigen physikalischen Eigenschaften (keine Korpuskularstrahlung, 6 h physikalische Halbwertszeit, 140 KeV gamma- Strahlung) und der daraus folgenden geringen Strahlenbelastung besonders gut als Radioisotop für die in vivo-Diagnostik eignet. Technetium-99m läßt sich problemlos aus Nuklidgeneratoren als Pertechnetat gewinnen und ist in dieser Form direkt für die Herstellung von Kits für den klinischen Routinebedarf zu verwenden.

Die Herstellung von Radiopharmaka erfordert zunächst die Synthese eines geeigneten Liganden. In der Klinik wird dann unmittelbar vor der Verwendung der Komplex aus dem jeweiligen Komplexbildner (nachfolgend auch Ligand oder Chelator genannt) und dem gewünschten Radionuklid hergestellt (Markierung). Dazu wird der Komplexbildner, der stets in Form eines lyophilisierten Kits vorliegt, mit einer das Radionuklid enthaltenen Lösung unter Komplexbildungsbedingungen umgesetzt. Ist beispielsweise die Herstellung eines Technetium-99m Radiopharmakons gewünscht, so wird der hergestellte Ligand unter Zusatz eines geeigneten Reduktionsmittels mit einer Pertechnetat-Lösung versetzt und unter geeigneten Reaktionsbedingungen der entsprechende Technetium-Komplex hergestellt. Diese Komplexe werden dann dem Patienten in geeigneter Weise durch Injektion, Inhalation oder Ingestion verabreicht.

Die das Radionuklid enthaltene Lösung kann, wie im Falle von Technetium-99m, aus einem kommerziell erhältlichen Mo-99/Tc-99m Nuklidgenerator gewonnen werden, oder - wie im Falle von Rhenium- 186 - direkt von einem Hersteller bezogen werden. Die Komplexbildungsreaktion wird unter geeigneten Temperaturen (z.B. 20°-100°C) innerhalb weniger Minuten bis mehreren Stunden durchgeführt. Um eine vollständige Komplexbildung zu gewährleisten, ist ein großer Überschuß (mehr als 100-facher Überschuß) des hergestellten Liganden und eine für eine vollständige Reduktion des eingesetzten Radionuklids ausreichende Menge an Reduktionsmittel (z.B. SnCl 2 , S 2 O 4 etc.), erforderlich.

Da Technetium in einer Reihe von Oxidationsstufen (+7 bis -1) vorliegen kann, die die pharmakologischen Eigenschaften durch Veränderungen der Ladung eines Komplexes stark verändern können, ist es notwendig, Chelatoren bereitzustellen, die Technetium stabil in einer definierten Oxidationsstufe binden können, um zu verhindern, daß durch in vivo ablaufende Redoxprozesse bzw. Technetiumfreisetzungen aus dem entsprechenden Radiodiagnostika eine unerwünschte

Biodistribution stattfindet, die eine sichere Diagnostik entsprechender Erkrankungen erschwert.

Die Effizienz von Radionukliden in der in vivo Diagnostik, als auch der Therapie hängt von der Spezifität und der Selektivität der markierten Chelate zur Targetzelle ab. Eine Verbesserung dieser Eigenschaften ist durch Kopplung der Chelate an Biomoleküle nach dem "Drug-Targeting "-Prinzip zu erreichen. Als Biomoleküle bieten sich Antikörper, deren Fragmente, Hormone, Wachstumsfaktoren und Substrate von Rezeptoren und Enzymen an. So wird in der britischen Patentanmeldung GB 2,109,407 die Verwendung radioaktiv markierter monoklonaler Antikörper gegen tumorassoziierte Antigene, für die in vivo Tumordiagnostik beschrieben. Ebenso wurden direkte Proteinmarkierungen über Donor-Gruppen (Amino-, Amid-, Thiol-, etc.) des Proteins (Rhodes, B.A. et al., J. Nukl. Med. 1986, 27, 685-693) oder durch Einführen von Komplexbildnern (US 4,479,930 und Fritzberg, A.R. et al., J. Nucl. Med. 1986, 27, 957) mit Technetium-99m beschrieben. Diese experimentellen

Methoden stehen jedoch für die klinische Anwendung nicht zur Verfügung, da zum einen die Selektivität zu niedrig und zum anderen die "Backgroundaktivität" im Organismus zu hoch ist, um ein in vivo Imaging zu ermöglichen.

Als geeignete Komplexbildner für Technetium und Rheniumisotope gelten z. B. cyklische Amine, wie sie von Volkert et al. (Appl.Radiol.Isot. 1982, 33; 891) und Troutner et al. (J. Nucl. Med. 1980, 21; 443) beschrieben werden, die aber den Nachteil haben, daß sie erst ab einem pH-Wert > 9 in der Lage sind, Technetium-99m in guten Ausbeuten zu binden.

N2θ 2 -Systeme befinden sich in der klinischen Anwendung, sind jedoch mit dem Nachteil behaftet, daß die entsprechenden Metallkomplexe in vivo nicht sehr stabil sind. Gemäß Untersuchungen von Pillai und Troutner verlieren die Komplexe im Plasma bereits nach 1 Stunde bis 30 % des komplexierten Metalls (Pillai, M.R.A., Troutner, D.E. et al.; Inorg. Chem. 1990, 29 ; 1850).

Nichtcyklische N 4 -Systeme wie z. B. das HM-PAO haben als großen Nachteil ihre geringe Komplexstabilität. Tc-99m-HM-PAO muß wegen seiner Instabilität (Ballinger, J.R. et al. , Appl. Radiat. Isot. 1991, 42; 315), Billinghurst, M.W. et al., Appl. Radiat. Isot. 1991 , 42; 607) innerhalb von 30 Minuten nach seiner Markierung appliziert werden, damit der Anteil an Zerfallsprodukten, die eine andere Pharmakokinetik und Ausscheidung besitzen, klein gehalten werden kann. Solche radiochemischen Verunreinigungen erschweren die Erkennung von zu

diagnostizierenden Erkrankungen. Eine Kopplung dieser Chelate bzw. Chelatbildner an andere, sich selektiv in Krankheitsherden anreichernde Substanzen ist nicht mit einfachen Mitteln zu lösen, so daß sich diese im allgemeinen unspezifisch im Organismus verteilen.

N S 2 - Chelatoren (Bormans, G. et al.; Nucl. Med. Biol. 1990, 17; 499), wie z. B. Ethylendicystein (EC; Verbruggen, A. M. et al.; J. Nucl. Med.1992, 33; 551) erfüllen zwar die Forderung nach hinreichender Stabilität des entsprechenden Technetium-99m- Komplexes, bilden aber erst ab einem pH-Wert des Komplexierungsmediums > 9 Radiodiagnostika mit einer Reinheit von größer 69%.

Die bislang bekannten NßS-Systeme (Fritzburg, A. ; EP 0 173 424 und EP 0 250 013) bilden zwar stabile Technetium-99m-Komplexe, müssen aber zur Bildung eines einheitlichen Radiopharmakons auf Temperaturen von ca. 100°C erhitzt werden.

In den letzten Jahren ist das Verlangen nach sich spezifisch in erkrankten Geweben anreichernden Radiodiagnostika gestiegen. Dies kann erreicht werden, wenn Komplexbildner leicht an sich selektiv anreichernde Substanzen gekoppelt werden können und dabei ihre günstigen Komplexierungseigenschaften nicht verlieren. Da es aber sehr häufig dazu kommt, daß nach Kopplung eines Komplexbildners unter Nutzung einer seiner funktioneilen Gruppen an ein solches Molekül eine Abschwächung der Komplexstabilität beobachtet wird, erscheinen die bisherigen Ansätze zur Kopplung von Chelatbildnern an sich selektiv anreichernde Substanzen wenig zufriedenstellend, da ein diagnostisch nicht tolerierbarer Anteil des Isotops aus dem Konjugat in vivo freigesetzt wird (Brechbiel, M. W. et al. ; Inorg. Chem. 1986, 25. 2772). Es ist deswegen notwendig bifunktionelle Komplexbildner darzustellen, die sowohl funktioneile Gruppen zur Bindung des gewünschten Metallions als auch eine (andere, mehrere) funktioneile Gruppe zur Bindung des sich selektiv anreichernden Moleküls tragen. Solche bifunktionellen Liganden ermöglichen eine spezifische, chemische definierte Bindung von Technetium- oder Rhenium-Isotopen an verschiedenste biologische Materialien, auch dann, wenn ein sogenanntes Pre-labeling durchgeführt wird.

In der EP 0 247 866 EP 0 188 256 und EP 0 200 492 werden einige Chelatbildner beschrieben, die an monoklonale Antikörper bzw. Fettsäuren gekoppelt sind. Als

Chelatbildner werden jedoch die bereits erwähnten N2S2-Systeme verwendet, die auf Grund ihrer geringen Stabilität wenig geeignet sind. Da sowohl die sich selektiv anreichernden Substanzen in ihren Eigenschaften, sowie auch die Mechanismen, nach

denen sie angereichert werden, sehr unterschiedlich sind, ist es weiterhin notwendig, den kopplungsfähigen Chelatbildner zu variieren und den physiologischen

Anforderungen des Kopplungspartners hinsichtlich seiner Lipophilie,

Membranpermeabilität etc. anpassen zu können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Komplexe bzw. Komplexbildner zu finden, die die Nachteile des Standes der Technik überwinden, d.h. die

bei einem physiologischen pH-Wert aus dem entsprechenden Komplexbildner und dem jeweiligen Metalloxid/salz herstellbar sind, bei niedrigen Temperaturen, bevorzugt bei Raumtemperatur, aus dem entsprechenden Komplexbildner und dem jeweiligen Metalloxid/salz herstellbar sind, eine hohe Komplexstabilität auch unter in-vivo Bedingungen zeigen, - eine hohe Selektivität bzw. Gewebe-/Organspezifität zeigen.

Darüber hinaus müssen die Komplexe die Anforderungen erfüllen, die allgemein an Phaπnazeutika zu stellen sind, wie z.B. eine gute Verträglichkeit (d.h. keine Nebenwirkungen), eine gute Löslichkeit und eine vollständige Ausscheidung.

Die Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung gelöst.

Es wurde gefunden, daß Verbindungen der allgemeinen Formel I

R (I)

worin

V 1 , V 2 , V 3 , V 4 unabhängig voneinander für eine Carbonyl-, > CH(COOH) - oder -CH2 -Gruppe stehen,

χl für ein Wasserstoffatom, einen gegebenenfalls mit einer

Carboxyl-, einer Amino- oder eine Thiocyanatgruppe substi ierten C 1 -C^-Alkylrest oder ein Metallionenäquivalent eines radioaktiven Metallions eines Elementes der Ordnungszahl 43, 45, 46, 75, 82 oder 83 steht,

X 2 , X 3 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder ein

Metallionenäquivalent eines radioaktiven Metallions eines Elementes der genannten Ordnungszahlen stehen, n, m, p für die Ziffern 0 oder 1 stehen, wobei gilt m + n = 1 R 1 für ein Wasserstoffatom eine Carboxylgruppe oder eine Gruppe

-U-Z steht, worin U für eine direkte Bindung, einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Cι-C2o-Alkylenrest steht, der gewünschtenfalls einen Maleimid-, einen Succinimid- , einen gegebenenfalls durch 1 bis 5 Fluoratome, eine Amino- oder Nitrogruppe substituierten Phenylrest, eine oder zwei Imino-, Phenylen-, Phenylenoxy-, Phenylenamino-, Amid-, Hydrazid-, Carbonyl-, Ureido-, Thioureido-, Thioamid-, Estergruppe(n), 1 bis 2 Sauerstoff-, Schwefel- und/oder Stickstoff-Atom(e) sowie gegebenenfalls 1 bis 5 Hydroxy-,

Mercapto-, Oxo-, Thioxo-, Carboxy-, Alkylcarbonsäure-, Ester-, Thiocyanat- und/oder Aminogruppen enthält und Z für ein Wasserstoff atom, einen Rest einer Aminosäure, eines Peptids, eines Polynucleotids oder Steroids oder eine funktionelle Gruppe über die gegebenenfalls der Rest einer

Aminosäure, eines Peptids, eines Polynucleotids oder eines Steroids gebunden ist, steht, R2 für einen geradkettigen oder verzweigten Cι-C υ -Alkylrest, der gegebenenfalls eine -COOH -Gruppe enthält, einen C7-C12 - Aralkylrest oder einen Aromaten, der gegebenenfalls mit einem

Chlor- oder Bromatom, einer Thiocyanat-, einer Methyl-, Ethyl-, Carboxyl- und/oder Methoxygruppe substituiert ist, steht, R 4 für ein Wasserstoffatom oder eine Carboxylgruppe steht oder für den Fall, daß R 1 ein Wasserstoffatom oder eine

Carboxylgruppe bedeutet, zusätzlich auch für eine Gruppe -U-Z steht, worin U und Z die angegebenen Bedeutungen haben,

R 3 für ein Wasserstoffatom, ein Metallionenäquivalent eines Elementes der genannten Ordnungszahlen, einen Trifluoracetat-, Acetat-, Benzoat-, - -Acyl-, einen Benzoyl-, einen Hydroxyacetyl-, einen Acetamidomethyl-, einen gewünschtenfalls mit einem Chlor- oder Bromatom, einer Methyl-, Ethyl-, Carboxyl- und/oder Methoxygruppe substituierten Benzoesäurerest, einen p-Methoxybenzyl-, einen

Ethoxyethylrest, eine SH-Schutzgruppe, einen

Rest oder, für den Fall daß X 2 , X 3 für ein Wasserstoff und X 1 für ein Wasserstoff oder einen gegebenfalls substituierten Alkylrest steht, für einen Rest der Formel U

R

steht, worin Vi, V 2 , V 3 , V 4 , χl, X 2 , X 3 , n, m, p, R 1 , R 2 und

R 4 die angegebenen Bedeutungen haben, wobei mindestens ein und höchstens zwei Reste V 1 , V 2 , V 3 , V 4 für eine Carbonylgruppe stehen, hervorragend als bzw. zur Herstellung von Radiodiagnostika und -therapeutika geeignet sind.

Die erfindungsgemäßen Komplexbildner (Chelatoren), d.h. Verbindungen der allgemeinen Formel I mit X 1 , X 2 , X 3 und R 3 in den angegebenen Bedeutungen mit Außnahme eines Metallionenequivalents, erfüllen das genannte Anforderungsprofil. Sie zeichnen sich insbesonderere dadurch aus, daß sie das jeweils gewünschte Metall

3 schnell bei physiologischem pH-Wert und niedrigen Temperaturen komplexieren. Sie sind daher für den routinemäßigen Einsatz in der Klinik besonders geeignet.

Während des Komplexierungsvorganges werden aus den dimeren Chelatoren mit R 3 in der Bedeutung eines Restes der allgemeinen Formel π, monomere Metallkomplexe der Formel I mit R 3 in der Bedeutung eines Metallionenäquivalents.

Als Metallion finden radioaktive Metallionen der Elemente der Ordnungszahlen 43, 45, 46, 75, 82 oder 83, wie z.B. die Radioisotope Technetium-99m, Rhodium-103, Palladium- 109, Rhenium-186, Blei-212 und Wismuth-212 Verwendung, wobei die Wahl des Metallisotops von dem gewünschten Anwendungsgebiet abhängt. Erfindungsgemäß bevorzugt sind Metallkomplexe der Elemente Technetium und Rhenium.

Enthalten die erfindungsgemäßen Komplexe der allgemeinen Formel I γ-Strahlung emittierende Isotope wie z.B. Tc-99m, so können diese bei der Single-Photon- Emissions-Tomographie (SPECT) eingesetzt werden.

Enthalten die erfindungsgemäßen Komplexe der allgemeinen Formel I α-Teilchen emittierende Isotope wie z.B. Bi-211, Bi-212, Bi-213, Bi-214 oder ß-emittierende

Isotope wie z.B. Re-186 oder Re-188, so können diese in der Radiotherapie eingesetzt werden.

Erfindungsgemäß bevorzugt sind Verbindungen der Formel I bei denen V 1 und V 4 jeweils für eine Carbonylgruppe, V 2 und V 3 jeweils für eine -CH - Gruppe und p für die Ziffer 0 stehen.

Als Rest R 1 kommen infrage Wasserstoff oder eine Carbonsäuregruppe und insbesondere eine Gruppe -U-Z worin Z ein Wasserstoffatom, bevorzugt aber für den Rest eines Biomoleküls mit gewebe- oder strukturspezifischen Eigenschaften oder eine gegebenenfalls in aktivierter Form voliegenden funktioneile Gruppe über die gewünschtenfalls ein derartiges Biomolekül gebunden werden kann, steht. Als Beispiele für Biomoleküle seien genannt Reste einer Aminosäure, eines Peptids, oder eines Steriods, wie z.B. die bekannten Steroid-Hormone (Androgene, Gestagene, Estrogene, Cholesterin, Cholsäurederivate, Pregnane u.s.w.), sowie Polynucleotide wie RNA oder DNA.

Als Beispiele für funktionelle Gruppen über die gewünschtenfalls die Bindung eines Biomoleküls erfolgen kann, seien genannt eine-COOH, eine -SCN, eine -OH, eine -Cl

oder eine -NH 2 -Gruppe. Derartige Gruppen können auch in ihrer aktivierten Form z.B. als Succinimidester oder Säurechlorid vorliegen.

U kann für eine direkte Bindung bevorzugt aber einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten C 1 -C 2 o-Alkylenrest steht, der gewünschtenfalls einen SuccÜTimid-, einen gegebenenfalls durch 1 bis 5 Fluoratome eine Amino- oder eine Nitrogruppe substituierten Phenylrest, eine oder zwei Imino-, Phenylen-, Phenylenoxy-, Phenylenamino-, Amid-, Hydrazid-, Carbonyl-, Ureido-, Thioureido-, Thioamid-, Estergruppe(n), 1 bis 2 Sauerstoff-, Schwefel- und/oder Stickstoff-Atom(e) sowie gegebenenfalls 1 bis 5 Hydroxy-, Mercapto-, Oxo-, Thioxo-, Carboxy-, Alkylcarbonsäure-, Ester-, Thiocyanat- und/oder Aminogruppen enthält.

Als Beispiele für U seien genannt für den Fall, daß Z für ein Biomolekül steht, eine -CH 2 -C 6 H 4 -O-CH2-C 6 H 4 -, -CH 2 -C 6 H 4 -O-CO-Cι 5 H 30 -, -CH 2 -C 6 H 4 -O-CO-(CH 2 ) 2 -COO-, -C^-C^-O-C^-COO-Cg^-NH-, -CH 2 -C 6 H 4 -O-CH 2 -COO-, -(CH 2 ) 5 -COO-, oder eine -CH 2 -C 6 H 4 -O-(CH 2 ) 2 -O-(CH 2 ) 2 -O- -Gruppe .

Als Reste -U-Z mit Z in der Bedeutung von Wasserstoff seien genannt eine -CH 2 -C 6 H 4 -O-CH 2 -COO-C 6 F 5 , -CH 2 -C 6 H 4 -O-CH 2 -C 6 H 5 , -CH 2 -C 6 H 4 -O-CH 3 , -CH 2 -C 6 H 4 -O-C 6 H 3 , -CH 2 -C 6 H 4 -O-C 12 H 25 oder eine -CH 2 -C 6 H 4 -O-CO-C 15 H 31 Gruppe.

Als Reste -U-Z mit Z in der Bedeutung einer gegebenenfalls aktivierten funktionellen Gruppe seien genannt eine -CH 2 -(CH 2 ) -NCS, -CH 2 -C 6 H 4 -O-CO-(CH 2 ) 2 -COOH,

-CH 2 -C 6 H 4 -O-(CH 2 ) 2 -O-(CH 2 ) 2 -OH oder eine -CH 2 -C 6 H 4 -O-CH 2 -COOH -Gruppe, o

-COO-N d.h. Z steht für eine -NCS, -COOH, -NH 2 , -NO 2 , -OH oder eine S^ Gruppe

'/ o

Als Beispiele für Reste R 2 seien genannt ein -C 6 H 4 -NCS - oder eine - C $ H 4 -COOH -Gruppe, insbesondere aber eine -CH 3 Gruppe oder ein Phenylring.

Als Reste R 3 seien beispielhaft genannt, a) im Falle der Komplexbildner: -SH Schutzgruppen, wie z.B. eine -CO-CH 3 ,

. .CH.

O

| > , -CO-C 6 H 5 , -CO-CF 3 oder eine -C(C 6 H 5 ) 3 Gruppe \ ^-^-o oder ein Rest der allgemeinen Formel π, worin V 1 , V 2 , V 3 , V 4 , X 1 , X 2 , X 3 , n, m, p, R 1 . R 2 und R 4 die angegebenen Bedeutungen haben,

b) im Falle der erfindungsgemäßen Komplexe: Einer der zuvor genannten Reste, mit der Außnahme eines Restes der allgemeinen Formel II: Zusätzlich kann R 3 aber auch für ein Metallionenäquivalent eines radioaktiven Metallions eines Elementes der genannten Ordnungszahlen stehen.

Im Falle der Komplexbildner stehen X 2 , X 3 für ein Wasserstoffatom und X 1 für ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls substituierten C r C 12 Alkylrest, im Falle der Komplexe haben je nach Oxidationsstufe des Metalls im Komplex mindestens 2 der Reste X 1 , X 2 , X 3 oder R 3 die Bedeutung eines Metallioneäquivalents.

R 4 steht für Wasserstoff oder eine Carboxylgruppe. R 4 kann aber auch für eine Gruppe -U-Z mit U und Z in den zuvor angegebenen Bedeutungen stehen, wobei stets gilt, daß maximal einer der beiden Reste R 1 oder R 4 eine Gruppe -U-Z bedeutet. Erfindungsgemäß bevorzugt sind Verbindungen mit R 4 in der Bedeutung von Wasserstoff.

Die Indizes m und n stehen für die Ziffern 0 oder 1. Da bei der Synthese der erfindungsgemäßen Komplexbildner Isomere Verbindungen anfallen können, gilt daß die Summe aus m und n stets 1 ist.

Die Erfindung betrifft auch Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Komplexbildner und Komplexe, wobei bei der Synthese des Komplexbildners in Abhängigkeit der gewünschten Zielstruktur zweckmäßigerweise unterschiedliche Reaktionswege beschritten werden. Einige typische Synthesen sind nachfolgend beispielhaft beschrieben. Weitere Komplexbildner lassen sich analog zu den beschriebenen Synthesewegen herstellen.

1. Sollen Liganden hergestellt werden, die in R 1 eine -O-CgH 4 -CH 2 - Gruppe enthalten, so wird vorteilhafterweise von einem Tyrosinesters ausgegangen, dessen

II Aminogruppe zunächst in dem Fachmann bekannter Weise durch Umsetzung mit einem Reagenz Z l -Cl, worin Z 1 für eine beliebige Aminoschutzgruppe, bevorzugt für Benzyloxycarbonyl-Gruppe (nachfolgend auch Z-Gruppe genannt) steht, geschützt wird. Anschließend wird die phenolischen Hydroxylgruppe mit einem Alkyliodid in an sich bekannter Weise alkyliert, die Aminoschutzgruppe wird sauer abgespalten und anschließend z.B. mit Toluolsulfonsäurechlorid tosyliert. Das so erhaltene Zwischenprodukt wird in einer Aminolyse der Esterfunktion mit Ethylendiamin umgesetzt. Abschließend wird mit 2-Acetylmercaptobernsteinsäure-anhydrid zu den erfindungsgemäßen Komplexbildnern umgesetzt, wobei im letzten Reaktionsschritt stets beide Isomeren erhalten werden.

2. Die Herstellung von erfindungsgemäßen Liganden enthaltend in R 1 eine -O-CO-CH 2 -O-CgH 4 -CH 2 - Gruppe erfolgt, indem zunächst, wie zuvor beschrieben - ausgehend von Tyrosinester - die entsprechende Z^geschützte Verbindung hergestellt wird. Die phenolische Hydroxylgruppe wird anschließend mit

Bromessigsäure-t-butylester alkyliert und die Aminoschutzgruppe in an sich bekannter Weise abgespalten. Tosylierung und Aminolyse der Esterfunktion mit Ethylendiamin erfolgt wie unter 1 beschrieben, anschließend wird jedoch mit Chloracetylchlorid umgesetzt. Chlor wird in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit Kalium- oder Natriumthioacetat substituiert und der t-Butylesters sauer verseift. Gewünschtenfalls kann die resultierende Carbonsäuregruppe mit Hydroxysuccinimid aktiviert und anschließend mit dem jeweils gewünschten Biomolekül umgesetzt werden.

3. Erfindungsgemäße Liganden bei denen R 1 für einen SCN-C 6 H -CH 2 - Rest steht, können erhalten werden, indem zunächst die Aminogruppe eines p-Nitrophenylalaninesters in an sich bekannter Weise tosyliert wird. Anschließend hydriert man die Nitrogruppe und schützt die resultierende aromatischen Aminogruppe z.B. durch Umsetzung mit Chlorameisensäurebenzylester Diesem Reaktionsschritt schließt sich, wie in den vorangegangenen Fällen beschrieben, die Aminolyse der Esterfunktion mit Ethylendiamin an, gefolgt von einer Umsetzung mit S-geschützter Mercaptoessigsäure. Dieser folgt die Abspaltung der Benzyloxycarbonylgruppe. Die Einführung der Isothiocyanat-Gruppe erfolgt durch Reaktion mit Thiophosgen.

4. Die Herstellung der erfindungsgemäßen Liganden mit X 1 in der Bedeutung eines Alkylrestes erfolgt, indem zunächst die Aminogruppe eines Glycinesters mit

Toluolsulfonylchlorid tosyliert wird. Anschließend wird die Esterfunktion in einer Aminolyse mit Ethylendiamin umgesetzt. Die resultierende freie Aminogruppe wird mit einer tert.-Butoxycarbonyl-Gruppe (nachfolgend als BOC-Gruppe bezeichnet

geschützt und der mit einem Tosylrest substituierte Stickstoff mit einem Alkyliodid in an sich bekannter Weise N-alkyliert. Nach der Abspaltung der BOC-Gruppe, folgt die Umsetzung mit 2-Acetylmercaptobernsteinsäureanhydrid wobei wieder ein Isomerengemisch erhalten wird.

5. Erfindungsgemäße Liganden mit R 1 in der Bedeutung eines Aminobutylrestes können erhalten werden, indem der an einem Stickstoffatom BOC-geschützte L sinester zunächst an der verbleibenden ungeschützten primären Aminogruppe tosyliert und anschließend mit Ethylendiamin in einer Aminolyse umgesetzt wird. Nachfolgend wird mit 2-Acetylmercaptobernsteinsäureanhydrid umgesetzt (wobei ein Isomerengemisch entsteht) und die Aminoschutzgruppe nach bekannten Methoden abgespalten.

6. Die Herstellung von erfindungsgemäßen Liganden die als R 2 einen Isomiocyanatphenylrest enthalten, erfolgt durch Umsetzung eines Glycinmethylesters mit Nitrobenzolsulfonylchlorid, anschließender Reduktion der Nitrogruppe und Schutz der resultierenden Aminogruppe. Die so erhaltene Zwischenverbindung wird in einer Aminolyse mit Ethylendiamin und anschließend mit S-geschützter Mercaptoessigsäure umgesetzt. Die nachfolgende Abspaltung der (BOC-) Schutzgruppe erfolgt in bekannter Weise. Die freie Aminogruppe wird abschließend mit Thiophosgen zur entsprechenden Isothiocyanatgruppe umgesetzt.

Die Herstellung der erfϊndungsgemäßen Metallkomplexeder allgemeinen Formel I mit mindestens zwei Resten X 1 , X 2 , X 3 und/oder R 3 in der Bedeutung eines Metallionenequivalents erfolgt in an sich bekannter Weise, indem man die erfindungsgemäßen Komplexbildner (die wie zuvor beschrieben erhalten werden können) unter Zusatz eines Reduktionsmittels, vorzugsweise Zinn^salzen, wie Zinnchlorid oder -tartrat - und gegebenenfalls unter Zugabe der in der Galenik üblichen Zusätze, wie physiologisch unbedenkliche Puffer (z.B. Tromethamin), geringe Zusätze von Elektrolyten (z.B. Natriumchlorid), Stabilisatoren (z.B. Gluconat, Phosphate oder Phosphonate) u.s.w. - in wäßrigem Medium löst und anschließend sterilfiltriert. Diese Lösung wird im Falle von kurzlebigen Metall isotopen wie z.B. dem Tc-99m unmittelbar vor der Applikation mit einer wäßrigen Lösung des jeweilig gewünschten Metallions umgesetzt. Im Falle von langlebigeren Isotopen kann die Umsetzung mit dem Metallsalz/oxid auch bereits beim Radiopharmakahersteller durchgeführt werden. Um eine vollständige Komplexierung des Metallisotops sicherzustellen wird der Komplexbildner in der Regel in mindestens 100-fachem Überschuß zugesetzt, d.h. die erfindungsgemäßen Mittel enthalten neben dem

' 3 gewünschten Metallkomplex zusätzlich auch den metallfreien Komplexbildner, der vorteilhafterweise in Form seines Kaliumsalzes zugegeben wird.

Die vorgenannt beschriebenen Metallkomplex enthaltenden Reaktionslösungen können prizipiell ohne weitere Aufarbeitung direkt appliziert werden.

Da insbesondere das Technetium in einer Reihe von Oxidationsstufen (+7 bis -1) vorliegen kann, ist es zweckmäßig den Komplexbildnern Stabilisatoren beizufügen. Diese halten das Radionuklid in einer stabilen Form, bis es vollständig mit dem Komplexbildner (Liganden) reagiert hat. Die Stabilisatoren, die als Transfer- oder Hilfsliganden bekannt sind, komplexieren zunächst das Metall in einer genau definierten Oxidationsstufe und geben es dann an den Zielliganden (Komplexbildner) in einer Ligandenaustauschreaktion ab. Beispiele für Hilfsliganden sind Gluconheptonsäure, Weinsäure, Zitronensäure (einschließlich deren Salzen) oder andere dem Fachmann bekannte Substanzen.

Gewünschtenfalls werden die erhaltenen Metalkomplexe mit pharmako logisch akzeptablen radiologischen Trägerstoffen versetzt. Dieser radiologische Trägerstoff sollte günstige Eigenschaften für die Applikation des radiopharmazeutisches Mittels in Form einer Injektion, Inhalation oder Ingestion aufweisen. Als Trägerstoffe seien beispielhaft genannt HSA, wäßrige Puffer-Lösungen wie z.B. Tris(hydroxymethyl)aminoethan (bzw. deren Salze), Phosphat, Citrat, Bicarbonat usw., steriles Wasser, physiologische Kochsalzlösung, isotonische Chlorid-, oder Dicarbonationenlösungen oder normale Plasma-Ionen wie Ca 2 + , Na+, K + ; und Mg +.

Bei der nuklearmedizinischen in-vivo Anwendung werden die erfindungsgemäßen Mittel in Mengen von 10" 5 bis 5 x 10 4 nmol/kg Körpergewicht, vorzugsweise in Mengen zwischen 10" 3 bis 5 x 10 2 nmol/kg Körpergewicht (bezogen auf den Metallkomplex) dosiert. Ausgehend von einem mittleren Körpergewicht von 70 kg beträgt die erforderliche Radioaktivitätsmenge für diagnostische Anwendungen zwischen 1,85 MBq und 1,85 GBq pro Applikation. Die Applikation erfolgt normalerweise durch intravenöse, intraarterielle, peritoneale oder intratumorale Injektion von 0,1 bis 2 ml einer Lösung der erfindungsgemäßen Mittel. Bevorzugt ist die intravenöse Applikation.

Die erfindungsgemäßen Metallkomplexe mit Metallionen der genannten Elemente und die aus ihnen bereiteten pharmazeutischen Mittel zeichen sich durch eine gute

Verträglichkeit und eine hohe Stabilität in vivo aus. Die erfindungsgemäßen Komplexbildner zeichnen sich durch eine leichte Markierungsfähigkeit aus, d.h. sie komplexieren die gewünschten Metalle in hohen Ausbeuten bei Raumtemperatur und neutralem pH-Wert.

Die nachfolgenden Beispiele dienen der näheren Erläuterung der Erfindungsgegenstandes, ohne ihn auf diese beschränken zu wollen.

Beispiel 1

a) N-Benz loxycarbonyl-tyrosinmethylester

Eine Suspension von 97,6 g (0.5 mol) Tyrosinmethylester in 500-1000 ml Dichlormethan wird bei Raumtemperatur mit einer Lösung von 86 g

Chlorameisensäurebenzylester in 100 ml Dichlormethan versetzt. Anschließend werden 51 g Triethylamin unter Kühlung langsam zugetropft und über Nacht gerührt.

Das Gemisch wird am Rotationsverdampfer bei 40°C eingeengt, der Rückstand in

750 ml EtOAc aufgenommen und vom ungelösten abfiltriert. Das Filtrat wird 3x gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet und eingeengt und umkristallisiert.

Ausbeute: 72%

Ber. : C 65,64% H 5,82% N 4,25% 0 24,29%

Gef. : C 65,47% H 5,98% N 4,02%

b) N-Benzyloxycarbonyl-2-f(4-hexyloxy)benzylJ-2-aminoessigsäur emethylester Zu einer Lösung von 3,29 g der Verbindung hergestellt nach Beispiel la) (10 mmol) in 50 ml DMF werden bei Raumtemperatur 1,12 g Kalium-tert.butylat (lOmmol) gegeben und anschließend die Lösung von 2,12 g Hexyliodid (10 mmol) in 10 ml DMF zugetropft und 3 h auf 110°C erhitzt. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur, wird auf Eis gegossen, mit Dichlormethan extrahiert, mehrmals mit Wasser gewaschen, getrocknet, filtriert und eingeengt. Nach Chromatograpie über eine Kieselgelsäule (CH2CI2 EE 19: 1) verbleiben 1,8 g eines schwach gelben Öls. Ausbeute: 44% Ber.: C 69,71 % H 7,56% N 3,39% 0 19,35% Gef. : C 69,54% H 7,69% N 3,13%

c) 2-[(4-Hexyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäuremethylester 4,14 g (10 mmol) der Z 1 -geschützten Verbindung hergestellt nach Beispiel lb) werden in 50 ml Essigester in Gegenwart von 1,5 g Palladium auf Aktivkohle (10%) bei 50 C C mit Wasserstoff hydriert. Nach beendeter Reaktion wird vom Katalysator abfiltriert und das Lösungsmittel abgezogen.Es verbleiben 2,7 g farbloses Öl. Ausbeute: 97%

16

Be:.: C 68,79% H 9,02% N 5,01 % O 17,18%

Gef. : C 68,64% H 9,l l % N 5,09%

d) N-p-Toluolsulforτyl-2[(4-hexyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäur emethylester 8,38 g des Arnins (30 mmol) hergestellt nach Beispiel lc) werden in 50 ml Dichlormethan gelöst und bei 0°C mit 5,72 g Toluolsulfonsäurechlorid in 30 ml Dichlormethan versetzt. Unter intensivem Rühren werden bei 0°C 3,0 g Triethylamin zugetropft und lh bei Raumtemperatur gerührt. Nach vollständiger Umsetzung wird mit Eiswasser versetzt und mehrmals mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden 2x mit kalter 10%iger HC1, 3x mit 10%iger NaHCθ3- und 2x mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen. Nach dem Trocknen wird das Lösungsmittel abgezogen und Chromatographien (Kieselgel, CH2CI2). Ausbeute: 60% Ber.: C 63,72% H 7,21% N 3,23% 0 18,45% S 7,40% Gef. : C 63,48% H 7,52% N 3,02% S 7,25%

e) N-p-Toluolsulforryl-2[(4-hexyloxy)benzylJ-2-a inoessigsäure{N-(2-amino- ethyl)Jamid

Zu einer Lösung von 1 ,2 g Ethylendiamin (20 mmol) in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan wird langsam eine Lösung von 433 mg des Tosylglycinesters (1 mmol) hergestellt nach Beispiel ld) in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan zugetropft und unter Ruckfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand chromatographiert (Kieselgel, MeOH). Ausbeute: 42%

Ber.: C 62,45% H 7,64% N 9,10% 0 13,864% S 6,95% Gef.: C 62,36% H 7,81 % N 8,94% S 6,80%

f) N-p-Toluolsulfortyl-2[(4-hexyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäure - N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl-l-oxopropyl)]aminoethyl}a mid

Zu einer Lösung von 1,00 g des Amins (2,2 mmol) hergestellt nach Beispiel le) in 10 ml Pyridin/DMF (50:50) werden 0,38 g (2,2 mmol) 2-Acetylmercapto- bernsteinsäureanhydrid gegeben und 4 h bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel abgezogen, der Rückstand in 0.5N HC1 aufgenommen und mit CH2CI2 extrahiert. Nach Flash-Chromatographie verbleiben 420 mg eines gelben Öls. Ausbeute: 31 %

Ber. : C 56,67% H 6,50% N 6,61 % 0 20,13% S 10,09%

Gef.: C 56,41 % H 7,01 % N 6,43% S 9,90%

g) Tc-99m-Komplex von N-p-Toluolsulfonyl-2f(4-hexyloxy)benzylJ-2- aminoessigsäure-N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl- 1 -oxopropyl)]aminoethyl}amid 1 mg der Verbindung hergestellt nach Beispiel lf) werden in 100 μl EtOH gelöst. 50 μl dieser Lösung werden zu 250 μl eines 0.1 M Phosphatpuffers pH 8.5 gegeben und anschließend mit 100 μl einer 99m-Tc-Gluconat-Lösung versetzt und 15 min stehen gelassen. Die Markierungsausbeute wird mittels HPLC bestimmt.

Beispiel 2

a) N-Benzyloxycarbonyl-2-[(4-Methyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäu remethylester Zu einer Lösung von 3,29 g des Alkohols (10 mmol) hergestellt nach Beispiel la) in 50 ml DMF werden bei Raumtemperatur 1,12 g Kalium-tert.butylat (lOmmol) gegeben und anschließend die Lösung von 1,42 g Methyliodid (10 mmol) in 10 ml DMF zugetropft und auf 110°C erhitzt. Nach vollständiger Umsetzung läßt man auf Raumtemperatur abkühlen, gießt auf Eis, extrahiert mit Dichlormethan, wäscht mehrmals mit Wasser, trocknet, filtriert und eng ein. Nach Säulenchromatographie (Kieselgel, CH2CI2 EE 19:1) verbleiben 1,92 g eines Öls. Ausbeute: 56% Ber. : C 66,46% H 6,16% N 4,08% 0 23,30% Gef. : C 66,18% H 6,41% N 3,97%

b) 2-[(4-Methyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäuremethylester 3.43 g (10 mmol) der Z ^geschützten Verbindung hergestellt nach Beispiel 2a) werden in 50 ml Essigester in Gegenwart von 1,5 g Palladium auf Aktivkohle (10%) bei

Raumtemperatur mit Wasserstoff hydriert. Nach beendeter Reaktion wird vom

Katalysator abfiltriert und das Lösungsmittel abgezogen.

Ausbeute: 98% Ber. : C 63,14% H 7,23% N 6,69% 0 22,94%

Gef.: C 62,91 % H 7,36% N 6,50%

c) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-methyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäure methylester 6.28 g des Amins (30 mmol) hergestellt nach Beispiel 2b) werden in 50 ml Dichlormethan gelöst und bei 0°C mit 5,72 g Toluolsulfonsäurechlorid in 30 ml Dichlormethan versetzt. Unter intensivem Rühren werden bei 0°C 3,0 g Triethylamin zugetropft und lh bei Raumtemperamr gerührt. Nach vollständiger Umsetzung wird mit Eiswasser versetzt und mehrmals mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden 2x mit kalter 10%iger HCl, 3x mit 10%iger NaHC03- und 2x mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen. Nach dem Trocknen wird das Lösungsmitel abgezogen. Ausbeute: 76%

Ber.: C 59,49% H 5,82% N 3,85% 0 22,01 % S 8,82% Gef.: C 59,32% H 6,03 % N 3,66% S 8,64%

d) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-methyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäure - [N- (2-aminoethyl)]amid

Zu einer Lösung von 600 mg Ethylendiamin (10 mmol) in 1 ml wasserfreiem

Dichlormethan wird langsam eine Lösung von 363 mg des Esters (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 2c) in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan zugetropft und unter Rückfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt, mit ethanolischer HCl versetzt und 2h bei Raumtemperamr gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand umkristallisiert.

Ausbeute: 49%

Ber. : C 58,29% H 6,44% N 10,73% 0 16,35% S 8,19% Gef. : C 57,89% H 6,84% N 10,01 % S 7,52%

e) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-methyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäure -

N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl-l-oxoprop l)]aminoethyl}amid Zu einer Lösung von 941 mg des Amins (2,2 mmol) hergestellt nach Beispiel 2d) in 10 ml Pyridin DMF (50:50) werden 0,38 g (2,2 mmol) 2-Acetylmercapto- bernsteinsäureanhydrid gegeben und 4 h bei Raumtemperamr gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel abgezogen, der Rückstand in 0.5N HCl aufgenommen und mit CH2CI2 extrahiert. Nach Flash-Chromatographie verbleiben 905 mg eines gelben Öls. Ausbeute: 73 %

Ber.: C 53,08% H 5,52% N 7,43% 0 22,63% S 11,34% Gef. : C 52,31 % H 5,45% N 7,06% S 11,61 %

f) Tc-99m Komplex von N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-methyloxy)benzyl]-

2-aminoessigsäure-N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl- l-oxopropyl)] minoethyl}amid 1 mg der Verbindung hergestellt nach Beispiel 2e) werden in 100 μl EtOH gelöst.50 μl dieser Lösung werden mit 250 μl EtOH verdünnt, mit 50 μl eines 0.1 M Phosphatpuffers pH 8.5 versetzt und anschließend mit 100 μl einer 99m-Tc-Gluconat- Lösung versetzt und 15 min stehen gelassen. Nach Filtration wird die Markierungsausbeute wird mittels HPLC bestimmt.

Beispiel 3

a) N-Benzyloxyc rbonyl-2-f(4-Dodecyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäuremethyleste r Zu einer Lösung von 3,29 g des Alkohols (10 mmol) hergestellt nach Beispiel la) in

50 ml DMF werden bei Raumtemperatur 1,12 g Kalium-tert.butylat (lOmmol) gegeben und anschließend die Lösung von 3,55 g Dodecyliodid (12 mmol) in 10 ml DMF zugetropft und 3 h auf 110°C erhitzt. Anschließend läßt man auf Raumtemperamr abkühlen, gießt auf Eis, extrahiert mit Dichlormethan, wäscht mehrmals mit Wasser, trocknet, filtriert und eng ein. Nach SC (Kieselgel, CH2CI2/EE 19: 1) verbleiben 2,2 g der gewünschten Substanz. Ausbeute: 44%

Ber. : C 72,40% H 8,71 % N 2,81 % 0 16,07% Gef.: C 72,08% H 8,85% N 2,68%

b) 2-[(4-Dodecyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäuremethylester

4,98 g (10 mmol) der Z 1 -geschützten Verbindung hergestellt nach Beispiel 3a) werden in 50 ml Essigester in Gegenwart von 1,5 g Palladium auf Aktivkohle (10%) bei 50 C C mit Wasserstoff hydriert. Nach beendeter Reaktion (4 h) wird vom Katalysator abfiltriert und das Lösungsmittel abgezogen.

Ausbeute: 91 %

Ber.: C 72,69% H 10,26% N 3,85% 0 13,20%

Gef. : C 72,53 % H 9,98% N 3,82%

10 c) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-dodecyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäur emethylester 10.91 g des Amins (30 mmol) hergestellt nach Beispiel 3b) werden in 50 ml Dichlormethan gelöst und bei 0°C mit 5,72 g Toluolsulfonsäurechlorid in 30 ml Dichlormethan versetzt. Unter intensivem Rühren werden bei 0°C 3,0 g Triethylamin zugetropft und lh bei Raumtemperamr gerührt. Nach vollständiger Umsetzung wird mit Eiswasser versetzt und mehrmals mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden 2x mit kalter 10%iger HCl, 3x mit 10%iger NaHC03- und 2x mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen. Nach dem Trocknen wird das Lösungsmittel abgezogen und chromatographiert (Kieselgel, CH2CI2). Ausbeute: 75%

Ber. : C 67,28% H 8,37% N 2,71 % 0 15,45% S 6,19% Gef. : C 66,96% H 8,26% N 2,60% S 6,11 %

d) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-dodecyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäur e[N- (2-amino- ethyl)]amid Zu einer Lösung von 1,92 g Ethylendiamin (31 ,9 mmol) in 20 ml wasserfreiem Dichlormethan wird langsam eine Lösung von 3,3 g des Esters (6,38 mmol) hergestellt nach Beispiel 3c) in 10 ml wasserfreiem Dichlormethan zugetropft und 4 h unter Rückfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand umkristallisiert. Es verbleiben 2,3 g weiße Kristalle. Ausbeute: 80%

Ber. : C 66,02% H 8,68% N 7,70% 0 11,73% S 5,86% Gef.: C 65,88% H 8,80% N 7,59% S 5,76%

e) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-dodecyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäur e-

N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacety!-l-oxopropyl)]aminoethy l}amid Zu einer Lösung von 1,00 g des Amins (1,8 mmol) hergestellt nach Beispiel 3d) in 10 ml Pyridin/DMF (50:50) werden 0,32 g (1 ,8 mmol) 2-Acetylmercapto- bernsteinsäureanhydrid gegeben und 4 h bei Raumtemperamr gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel abgezogen, der Rückstand in 0.5N HCl aufgenommen und mit CH2CI2 extrahiert. Nach Flash-Chromatographie (Kieselgel, EtOAc/MeOH 9: 1) verbleiben 420 mg eines gelben Öls. Ausbeute: 32%

Ber. : C 60,06% H 7,42% N 5,84% 0 17,78% S 8,91 % Gef. : C 59,76% H 7,61 % N 5,77% S 8,78%

2.1

f) Tc-99m-Komplex von N-p-Toluolsulfonyl-2f(4-dodecyloxy)benzylJ-

2-aminoessigsäure-N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl- l-oxopropyl)]aminoethyl}amid 1 mg der Verbindung hergestellt nach Beispiel 3e) werden in 100 μl EtOH gelöst.50 μl dieser Lösung werden zu 250 μl eines 0.1 M Phosphatpuffers pH 8.5 gegeben und anschließend mit 100 μl einer 99m-Tc-Gluconat-Lösung versetzt und 15 min stehen gelassen. Die Markierungsausbeute wird mittels HPLC bestimmt.

Beispiel 4

a) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-benzyloxy)benzyl]-2-aminoessigsäure -

N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl-l-oxopropyl)]aminoethy l}amid Zu einer Lösung von 3,48 g Acetylmercaptobernsteinsäureanhydrid (20 mmol) in 50 ml THF wird bei Raumtemperamr die Lösung von 4,68 g (10 mmol) der Aminoverbindung hergestellt nach Beispiel 16b) in 150 ml THF langsam zugetroft und über Nacht gerührt. Anschließend läßt man bei -20°C auskristallisieren. Es verbleiben 2,8 g weiße Kristalle. Ausbeute: 44%

Ber.: C 58,02% H 5,50% N 6,55% 0 19,95% S 9,99% Gef.: C 57,80% H 5,72% N 6,51 % S 9,85%

b) Tc-99m-Komplex von N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-benzyloxy)benzyl]-2-amino- essigsäure-N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl-l-oxopropyl)] aminoethyl}amid 1 mg hergestellt nach Beispiel 4a) werden in 100 μl EtOH gelöst.50 μl dieser Lösung werden zu 250 μl eines 0.1 M Phosphatpuffers pH 8.5 gegeben und anschließend mit 100 μl einer 99m-Tc-Gluconat-Lösung versetzt und 15 min stehen gelassen. Die Markierungsausbeute wird mittels HPLC bestimmt.

Beispiel 5

a) N-p-Toluolsulfonyl-(4-nitrophenyl)alaninmethylester

7.56 g 4-Nitrophenylalaninmethylester (30 mmol) werden in 30 ml Wasser suspendiert und bei 0°C mit 5,72 g Toluolsulfonsäurechlorid in 20 ml Diethylether versetzt. Unter intensivem Rühren werden bei 0 C C 3,0 g wasserfreies Natriumcarbonat innerhalb

1Z einer Smnde portionsweise zugegeben und über Nacht bei Raumtemperamr gerührt. Es wird mit Wasser versetzt und mehrmals mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden 2x mit kalter 10%iger HCl, 3x mit 10%iger NaHCθ3- und 2x mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen. Nach dem Trocknen wird das Lösungsmitel abgezogen. Es verbleiben 8,6 g gelbliche Kristalle. Ausbeute: 76%

Ber. : C 53,96% H 4,80% N 7,40% 0 25,37% S 8,47% Gef. : C 53,79% H 4,99% N 7,29% S 8,30%

b) N-p-Toluolsulfonyl- (4-aτninophenyl)alaninmethylester

Zu der Suspension von 500 mg Pd/C (10%) in 25 ml Methanol wird die Lösung von 2,0 g N-p-Toluolsulfonyl-(4-nitrophenyl)alaninmethylester in Methanol gegeben und bei 55 °C mit Wasserstoff hydriert. Nach Filtration und Einengen verbleiben 1,4 g weißliche Kristalle. Ausbeute: 76%

Ber.: C 58,60% H 5,79% N 8,04% 0 18,37% S 9,20% Gef. : C 58,09% H 5,99% N8,80% S 9,01 %

c) N-p-Toluols lfonyl- {4- [N- (tert. butyloxycarbonyl)]aminophenyl}- alaninmethylester

Eine Lösung von 3,78 g (10 mmol) der Aminoverbindung hergestellt nach Beispiel 5b) und 3 g Triethylamin (30 mmol) in 50 ml Dioxan wird mit 7,4 g Di-tert.-butyl- dicarbonat (34 mmol) in einer Portion versetzt. (Gasentwicklung!). Die Lösung wird 3 h bei Raumtemperamr gerührt, anschließend auf Eiswasser gegossen und mit Essigester 3x extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden 3x mit Wasser und lx mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet (MgSθ4), eingeengt und urnkristallisiert. Ausbeute: 89%

Ber. : C 58,91 % H 6,29% N 6,25% 0 21,40 S 7,15%

Gef. : C 58,12% H 6,69% N 6,21 % S 6,59%

d) N-p-Toluolsulfonyl-{4-[N-(tert. butyloxycarbonyl)]aminophenyl}- alaninfN- (2-amino-ethyl)]amid Zu einer Lösung von 450 mg Ethylendiamin (7,5 mmol) in 5 ml wasserfreiem Dichlormethan wird die Lösung von 700 mg des N-p-Toluolsulfonyl-{4-[N-(tert.

13» butyloxycarbonyl)]aminophenyl}-alaninmethylester (1,6 mmol) in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan zugetropft und 8 h unter Rückfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand Chromatographien (Kieselgel, Ethylacetat/MeOH 9:l). Ausbeute: 85%

Ber.: C 57,97% H 6,77% N 11,76% 0 16,79% S 6,73% Gef. : C 57,08% H 6,12% N 12,33% S 6,41 %

e) N-p-Toluolsulfonyl- {4-[N- (tert. butyloxyc rbonyl)]aminophenyl}- alanin[N-(chloracetylaminoethyl)]amld Zu einer Lösung von 4,77 g des Amins (10 mmol) hergestellt nach Beispiel 5d in 10 ml Dichlormethan wird bei 0°C die Lösung von 1,24 g Chloracetylchlorid (11 mmol) in 5 ml Dichlormethan zugetropft, anschließend wird die Lösung von 2,02 g Triethylamin in 5 ml Dichlormethan langsam zugetropft (Achmng: starke

Wärmeentwicklung) und über Nacht gerührt. Anschließend wird mit Wasser versetzt, mit EtOAc extrahiert, mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und eingeengt. Es verbleiben 2,77 g weiße Kristalle. Ausbeute: 50% Ber. : C 54,29% H 6,01 % N 10,13% 0 17,38% S 5,80% Gef. : C 53,76% H 5,78% N 9,66% S 5,92%

f) N-p-Toluolsulfonyl- {4-[N- (tert. butyloxycarbonyl)]aminophenyl}- alaninfN- (2- (acetylmercapto)acetylaminoethyl)]amid

Zu einer Lösung von 553 mg des Derivats (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 5e und einer katalytische Menge NaI wird in 5 ml wasserfreiem DMF unter Stickstoffatmosphäre eine Lösung von 238 mg Kaliumthioacetat (2 mmol) in wasserfreiem DMF zugetropft und 3 h auf 110°C erhitzt. Die heiße Lösungläßt man auf Raumtemperamr abkühlen und gießt sie in IN HCl (50 ml). Anschließend wird mit EtOAc extrahiert, mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet, eingeengt und Chromatographien (Kieselgel, EtOAc/MeOH 9: 1). Ausbeute: 35 % Ber.: C 54,71 % H 6,12% N 9,45% 0 18,90% S 10,82% Gef. : C 54,40% H 6,45% N 9,25% S 10,04%

g) N-p-Toluolsulfonyl- {4-aminophenyl}-alanin-

[N- (2-(acetylmercapto)acetylaminoethyl)]amid, Hydrochlorid

85 mg N-p-Toluolsulfonyl-{4-[N-(tert. butyloxycarbonyl)]aminophenyl}- ala_o [ I-(2-(acetylmercapto)acetylaminoef-hyl)]amid werden in 2 ml 3 M HCl in Ethylacetat gelöst und 6 h bei Raumtemperamr gerührt. Nach Abziehen des

Lösungsmittels verbleiben 70 mg weiße Kristalle.

Ausbeute: 100%

Ber. : C 49,95% H 5,53% N 10,59% O 15,12% S 12,12%

Gef.: C 49,32% H 5,76% N 10,20% S 11,77%

h) N-p-Toluolsulfonyl- {4-isothiocyanatophenyl}-alanln- [N- (2- (acetylmercapto)acetylaminoethyl)]amid

Zu einer Lösung von 53 mg N-p-Toluolsulfonyl-{4-aminophenyl}-alanin- [N-(2-(acetylmercapto)acetylaminoethyl)]amid, Hydrochlorid und 20 μl Triethylamin in 4 ml Dichlormethan wird unter Feuchtigkeitsausschluß die Lösung von 11,5 mg

Thiophosgen in wenig Dichlormethan zugetropft und 4 h bei Raumtemperamr gerührt.

Nach Abziehen des Lösungsmittels verbleiben 45 mg gelbliche Kristalle.

Ausbeute: 84% Ber.: C 51,67% H 4,90% N 10,48% 0 14,96% S 17,99%

Gef.: C 50,99% H 5,15% N 10,21 % S 18,56%

Beispiel 6

a) N-p-Toluolsulfonyl-{4-[N-(tert. butyloxycarbonyl)]aminophenyl}-alanin- [N-(2-(benzoylmercapto)acetylaminoethyl)]amid

2 mmol S-Benzoyl-2-mercaptoessigsäure (394 mg) und 4 mmol NEt3 (560 μl) und 2 mmol N-p-Toluolsulfonyl- {4-[N-(tert. butyloxycarbonyl)]aminophenyl}-alanin-

[N-(2-aminoethyl)]amid (953 mg) werden mit 5 ml Dichlormethan versetzt und auf 10°C gekühlt. Anschließend werden 2 mmol (509 mg) 1-Benzotriazolyloxy-tris- (dιmethylamino)-phosphonium-hexafluorophosphat-Chlorid (nachfolgend als BOP-Cl bezeichnet) zugegeben und unter Wasserkühlung 4 Stunden gerührt, dann mit Wasser versetzt und mit 4 N HCl auf pH 1-1.5 gebracht. Anschließend wird mit Dichlormethan extrahiert, die vereinigten organischen Extrakte mit NaHC03 und Wasser gewaschen, getrocknet, eingeengt und chromatographiert. Ausbeute: 60%

26

Ber. : C 58,70% H 5,85% N 8,56% O 17,10% S 9,79%

Gef.: C 58,04% H 6,03% N 8,39% S 9,30%

b) N-p-Toluolsulfonyl-{4-aminophenyl}-alanin-[N-(2-(benzoyl-mer capto)acetyl- aminoethyl)]amid, Hydrochlorid Zu einer Lösung von 654 mg des geschützten Amins hergestellt nach Beispiel 6a) (1 mmol) in 5 ml EtOAc wird eine frisch hergestellte Lösung von 3M HCl in EtOAc (10 ml, 30 mmol) zugegeben. Es wird 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand im Vakuum bei Raumtemperatur getrocknet.

Ausbeute: 9 988%%

Ber. : C 54,86 H 5,29% N 9,48% O 13,53% S10,85%

Gef. : C 53,90% H 5,52% N 9,09% S 9,97%

c) N-p-Toluolsulfonyl-{4-isothiocyanatophenyl}-alanin-[N-(2-(be n∑oylmercapto)- acetylam inoethyl)]aτnid Zu einer Lösung von 296 mg der Titelverbindung aus Beispiel 6b) (0.5 mmol) und 200 μl Triethylamin in 4 ml Dichlormethan wird unter Feuchtigkeitsausschluß die

Lösung von 115 mg Thiophosgen in wenig Dichlormeman zugetropft und 4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Abziehen des Lösungsmittels verbleibt ein Rückstand, der in Chloroform aufgenommen wird und mit 0.1% iger Zitronensäure gewaschen, 2x mit NaHCθ 3 -Lösung und lx mit Wasser gewaschen. Nach Trocknen und Einengen verbleiben 45 mg gelbliche Kristalle. Ausbeute: 85%

Ber.: C 56,36 H 4,73% N 9,39% O 13,14% S 16,12%

Gef.: C 56,31 % H 4,98% N 9,08% S 17,01 %

Beispiel 7

a) N- (3-Nitrobenzolsulfonyl)glycinmethylester

25,11 g Glycinmethylester (0.2 mol) werden in 500 ml Dichlormethan gelöst und bei 0°C mit 44.32 g 3-Νitrobenzolsulfonsäurechlorid in 100 ml Dichlormethan tropfenweise versetzt. Unter intensivem Rühren werden bei 0°C 40 g Triemylaminin 50 ml Dichlormethan zugetropft und lh bei Raumtemperamr gerührt. Nach vollständiger Umsetzung (DC-Kontrolle) wird mit Eiswasser versetzt und mehrmals

IG mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden 2x mit kalter 10%iger HCl, 3x mit 10%iger NaHCθ3- und - x it gesättigter NaCl-Lösung gewaschen. Nach dem Trocknen wird das Lösungsmitel abgezogen. Ausbeute: 82% Ber. : C 39,42% H 3,68% N 10,22% 0 35,00% S 11,69% Gef. : C 40,31 % H 3,37% N 9,89% S 11,04%

b) N- (3-Aminobenzolsulfonyl)glycinmethylester 2,74 g (10 mmol) der Νitro- Verbindung hergestellt nach Beispiel 7a) werden in 50 ml Eisessig in Gegenwart von 1,5 g Palladium auf Aktivkohle (10%) bei Raumtemperamr mit Wasserstoff hydriert. Nach beendeter Reaktion wird vom Katalysator abfiltriert und das Lösungsmittel abgezogen. Ausbeute: 90% Ber. : C 44,26% H 4,95% N 11,47% 0 26,20% S 13,13 % Gef.: C 44,01 % H 5,ll % N 12,08% S 12,76%

c) N-[(3-Aminobenzolsulfonyl)Jglycyl-[N'- (2-aminoethyl)]amid

Zu einer Lösung von 2,2 g Ethylendiamin (36 mmol) in 2,5 ml wasserfreiem Dichlormethan wird langsam eine Lösung von 1 g des N-(3-Aminobenzolsulfonyl)- glycinmethylesters (3,6 mmol) in 2,5 ml wasserfreiem Dichlormethan zugetropft unter

Rückfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt und der

Rückstand chromatographiert (Kieselgel, CH2Cl2/MeOH 9: 1).

Ausbeute: 76% Ber. : C 44,11 % H 5,92% N 20,57% 0 17,63% S 11 ,78%

Gef.: C 43,09% H 6,41% N 21,82% S 10,68%

d) N-[(3-Aminobenzolsulfonyl)]gtycyl- {N '-[(acetylmercapto)acetyl (2-aminoethyl)}amid

Zu einer Lösung von 272 mg Amin (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 7c) in wasserfreiem THF wird bei 0°C 250mg (1,08 mmol) SATA (SIGMA Chemie, 1994; A 9043) in THF unter Argon und Feuchtigkeitsausschluß langsam zugetropft und 2h bei 0°C, anschließend 12 h bei Raumtemperamr gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand chromatographiert (Kieselgel, CH2θ2/MeOH 9: 1). Ausbeute: 60%

Ber.: C 43,29% H 5,19% N 14,42% 0 20,59% S 16,51 % Gef.: C 42,45% H 5,23% N 15,64% S 15,36%

e) N-f(3-Isothiocyanatobenzolsulfonyl)Jglycyl-{N'-[(acetylmerca pto)acetylJ- (2-aminoethyl)}amid Zu einer Lösung von 200 mg N-[(3-Aminobenzolsulfonyl)]glycyl-

{N -[(acetylmercapto)-acetyl]-(2-aminoethyl)}amid und 20 μl Trie ylamin in 4 ml Dichlormethan wird unter Feuchtigkeitsausschluß die Lösung von 65 mg Thiophosgen in wenig Dichlormethan zugetropft und 4 h bei Raumtemperamr gerührt. Nach Abziehen des Lösungsmittels verbleibt ein Rückstand, der in Chloroform aufgenommen wird und mit 0.1 % iger Zitronensäure gewaschen, 2x mit NaHCθ3- Lösung und lx mit Wasser gewaschen. Nach Trocknen und Einengen verbleiben 197 mg gelbliche Kristalle. Ausbeute: 89% Ber. : C 41,85% H 4,21% N 13,01 % 0 18,58% S 22,35% Gef. : C 40,44% H 3,93% N 12,57% S 23,66%

Beispiel 8

a) N-Benzyloxycarbonyl-O-t-Butyloxycarbonylmethyl- (tyrosinmethylester)

3.29 g des Z 1 -geschützten Tyrosinmethylesters hergestellt nach Beispiel la) werden in wasserfreiem DMF gelöst und mit 1,12 g Kalium-t-butylat versetzt. Nach 30 min wird die Lösung von 1,95 g Bromessigsäure-t-butylester zugetropft und 4 h auf 110°C erhitzt, anschließend nch 4h bei Raumtemperamr gerührt. Das emisch wird auf Wasser gegeben, mit CH2CI2 extrahiert, gewaschen, getrocknet und eingeengt. Nach Säulenchromatographie (Kieselgel, CH2CI2/EE 19: 1) verbleiben 2.5 g gelbes Öl. Ausbeute: 57%

Ber.: C 65,00% H 6,59% N 3,16% 0 25,25% Gef.: C 64,65% H 6,82% N 3,09%

b) O- (t-Butyloxyc rbonylmethyl)-tyrosinmethylester

1.5 g (3,4 mmol) der Z ^geschützten Verbindung hergestellt nach Beispiel 8a) werden in 50 ml Essigester in Gegenwart von 1,5 g Palladium auf Aktivkohle (10%) bei 50°C mit Wasserstoff hydriert. Nach beendeter Reaktion wird vom Katalysator abfiltriert und das Lösungsmittel abgezogen.Es verbleiben 1,0 g farbloses Öl. Ausbeute: 99%

18

Ber. : C 62,12% H 7,49% N 4,53% 0 25,86%

Gef. : C 61,88% H 7,67% N 4,47%

c) N-Toluolsulfonyl-O-t-butyloxycarboπylmethyl-tyrosinmethyles ter

Zu einer Lösung von 920 mg O-(t-Butyloxycarbonyhnemyl)-tyrosmmethylester in CH2CI2 wird bei 0°C die Lösung von 570 mg Toluolsulfonylchlorid in CH2CI2 zugetropft und anschließend langsam mit 300 mg Triethylamin versetzt und über Nacht gerührt. Es wird auf Eiswasser gegossen, mit CH2CI2 extrahiert, die organischen Phase 2x mit 10% HCl, 2x mit 10% NaHCθ3 und 2x mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet und eingeengt. Nach Behandlung mit Ether erhält man 900 mg weiße Kristalle. Ausbeute: 65 % Ber. : C 59,60% H 6,31 % N 3,02% 0 24,16% S 6,92% Gef.: C 59,38% H 6,55 % N 3,08% S 6,66%

d) N-Toluolsulfonyl-0-t-butyloxycarbonylmethyl-N-(2-aminoethyl) tyrosinamid

Zu einer Lösung von 5 g Ethylendiamin in 50 ml CH2CI2 wird die Lösung von 3,0 g N-Toluolsulfonyl-O-t-butyloxycarbonylmethyl-ryrosinmethylest er (6,5 mmol) in

CH2CI2 zugetropft. Anschließend wird 4 h unter Rückfluß gekocht. Nach Abkühlung wird mit Wasser versetzt, die organische Phase abgetrennt und mehrmals mit CH2CI2 extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden gewaschen, getrocknet und eingeengt. Nach Säulenchromatographie (Kieselgel MeOH) verbleiben 1 ,5 g farbloses Öl.

Ausbeute: 47%

Ber.: C 58,64% H 6,77% N 8,55% 0 19,53% S 6,52%

Gef.: C 58,39% H 6,91 % N 8,38% S 6,56%

e) N-Toluolsulfonyl-0-carboxymethyl[-N-(2-aminoethyl)tyrosinami d]

2 ml Trifluoressigsäure werden bei Raumtemperamr zu einer Lösung von 491 mg des teπ.-Butylesters (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 8d) in 25 ml Dichlormethan gegeben und bei Raumtemperamr gerührt. Nach beendeter Reaktion wird die Trifluoressigsäure im Vakuum abgezogen, der Rückstand in Chloroform aufgenommen, mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Ausbeute: 83 %

Z9

Ber.: C 55, 16% H 5,79% N 9,65% O 22,04% S 7,36%

Gef.: C 53,88% H 5,64% N 10,02% S 7,44%

f) N-Toluolsulfonyl-0-carboxymethyl-tyrosin-[N- (2- (piperonylmercapto)- acetylaminoethyl)]amid Zu einer Lösung von 435 mg Amin (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 8e) in wasserfreiem THF wird bei 0°C 350 mg Piperonylmercaptoessigsäure- N-hydroxysucciiϋmidoester (1,08 mmol) in THF unter Argon und Feuchtigkeitsausschluß langsam zugetropft und 2h bei 0°C, anschließend 12 h bei Raumtemperamr gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand chromatographiert (Kieselgel, 9:1:0.1). Ausbeute: 58% Ber.: C 55,98% H 5,17% N 6,53% 0 22,37% S 9,96% Gef.: C 55,38% H 5,04% N 6,68% S 9,09%

g) N-Toluolsulfonyl-O-carboxymethyl-tyrosin- {N-[2- (mercaptoacetyl)- aminoethyljjamid Zu 10 ml Trifluoressigsäure werden bei Raumtemperamr 644 mg der geschützten S-Verbindung (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 8f) und eine Spur Anisol gegeben und kurz zum Sieden erhitzt. Nach beendeter Reaktion wird die Trifluoressigsäure im Vakuum abgezogen, der Rückstand in einem geeigneten Lösungsmittel aufgenommen, mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt und chromatographiert. Ausbeute: 34%

Ber.: C 51,85% H 5,34% N 8,25% 0 21,98% S 12,59 Gef.: C 51,62% H 5,53% N 8,65% S 13,61%

h) Tc-99m-Komplex von N-Toluolsulfonyl-O-carboxymethyl-tyrosin- {N-[2-(mercaptoacetyl)aminoethyl]}amid 1 mg der Verbindung hergestellt nach Beispiel 8g) werden in 100 μl EtOH gelöst. 50 μl dieser Lösung werden zu 250 μl eines 0.1 M Phosphatpuffers pH 8.5 gegeben und mit 50μl einer Citratlösung (50 mg Trinatriumcitrat in 1 ml Wasser) und 2,5 μl einer Zinn(II)chlorid-Lösung (5,0 mg Zinn(II)chlorid in 1 ml 0,1 N HCl) versetzt.

Anschließend mit 100 μl einer 99m-Tc-Generatoreluats versetzt und 15 Minuten stehen gelassen. Die Markierungsausbeute wird mittels HPLC bestimmt.

Beispiel 9

a) Cholesteryldiethylenglykol (DEG-Cholesterin) Eine Lösung von 54,1 g Cholesteryltoluolsulfonat (100 mmol) und 106 g

Diethylenglykol in 250 ml wasserfreiem Dioxan wird unter einer Stickstoffatmosphäre unter Rückfluß erhitzt (DC-Kontrolle). Nach vollständiger Umsetzung wird mit

Wasser versetzt und mit CH2CI2 extrahiert. Nach Säulenchromatographie (Kieselgel

CH2θ2/MeOH 9:1) verbleibt ein farbloser Feststoff. Ausbeute: 81 %

Ber. : C 78,43% H 11,46% O 10,ll %

Gef. : C 76,99% H 12,32%

b) Cholesteryl-2-chlorethyl(ethylenglykol)

Eine Lösung von 4,75 g DEG-Cholesterin (10 mmol) hergestellt nach Beispiel 9a) in 50 ml wasserfreiem Tetrachlorkohlenstoff werden unter einer Stickstoffatmosphäre mit 3,14 g pulverisiertem Triphenylphosphin (12 mmol) versetzt und unter Rückfluß erhitzt. Nach Abkühlung wird mit 50 ml Petrolether oder Hexan verdünnt und einige Zeit bei -20 C C aufbewahrt. Der Niederschlag wird abgesaugt und erneut wie oben verfahren, bis kein Niederschlag mehr ausfällt. Anschließend wird getrocknet und eigeengt. Nach Säulenchromatographie (Kieselgel CH2Cl2 MeOH 9:1) verbleiben 3,70 g eines Öls. Ausbeute: 75 % Ber. : C 75,49% H 10,83% 0 6,49% Gef. : C 74,73% H 11,74%

c) N-Benzyloxycarbonyl-2-[(4-cholesteryldiethylenglykolyl)benzy l]- 2-aminoessigsäuremethylester

Zu einer siedenen Lösung von 295 mg des N-Benzyloxycarbonyl-tyrosinmethylesters (1 mmol) (hergestellt nach Beispiel la) und 183 mg Kaliumkarbonat (1 mmol) in 10 ml Toluol, wird die Lösung von 493 mg des Cholesterinderivats (1 mmol) (hergestellt nach Beispiel 9b) in 10 ml Toluol gegeben und 6 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach vollständiger Umsetzung läßt man auf Raumtemperamr abkühlen, engt ein und chromatographiert (Kieselgel Petrolether/Ethylacetat 1: 1) Ausbeute: 29%

Ber.: C 73,46% H 9,78% N 1,86% O 14,89%

Gef.: C 73,28% H 10,01 % N 1,70%

d) 2-[(4-Cholesteryldiethylenglykolyl)benzyl]-2-aminoessigsäur emethylester Hydrochlorid

7,52 g (10 mmol) der Z-geschützten Verbindung hergestellt nach Beispiel 9c) werden in 50 ml 3 M HCl in Ethylacetat gelöst und 6 h bei Raumtemperamr gerührt. Nach abziehen des Lösungsmittels verbleiben 6,02 g weiße Kristalle. Ausbeute: 93%

Ber.: C 71,53% H 9,66% N 2,04% 0 11,62%

Gef.: C 71,82% H 9,39% N 2,01 %

e) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-cholesteryldiethylenglykolyl)benzyl] - 2-aminoessigsäuremethylester 19.53 g des Amins (30 mmol) hergestellt nach Beispiel 9d) werden in 50 ml Dichlormethan gelöst und bei 0°C mit 5,72 g Toluolsulfonsäurechlorid in 30 ml Dichlormethan versetzt. Unter intensivem Rühren werden bei 0°C 3,0 g Triethylamin zugetropft und lh bei Raumtemperamr gerührt. Nach vollständiger Umsetzung wird mit Eiswasser versetzt und mehrmals mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte werden 2x mit kalter 10%iger HCl, 3x mit 10%iger NaHCÜ3- und 2x mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen. Nach dem Trocknen wird das Lösungsmittel abgezogen und chromatographiert (Kieselgel, CH2CI2). Ausbeute: 77%

Ber. : C 71,52% H 8,88% N 1,74% 0 13,89% S 3,98% Gef.: C 70,89% H 9,02% N 1,66% S 3,70%

f) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-cholesteryldiethylenglykolyl)benzylJ - 2-aminoessigsäure[N-(2-aminoethyl)]amid Zu einer Lösung von 1,2 g Ethylendiamin (20 mmol) in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan wird langsam eine Lösung von 806 mg des Tosylglycinesters (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 9e in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan zugetropft und unter Rückfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand chromatographiert (Kieselgel, MeOH). Ausbeute: 85%

Ber. : C 70,55% H 9,06% N 5,04% O 11 ,51 % S 3,84%

Gef. : C 69,24% H 9,31 % N 4,83 % S 3,71 %

g) N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-cholesteryldiethylenglykolyl)benzyl] -2-aminoessigsäure- N- {2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacetyl-l -oxopropyl)]aminoethyl}amid Zu einer Lösung von 1,83 g des Amins (2,2 mmol) hergestellt nach Beispiel 9f) in 10 ml Pyridin/DMF (50:50) werden 0,38 g (2,2 mmol) 2-Acetylmercapto- bernsteinsäureanhydrid gegeben und 4 h bei Raumtemperamr gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel abgezogen, der Rückstand in 0.5N HCl aufgenommen und mit CH2CI2 extrahiert. Nach Flash-Chromatographie verbleiben 887 mg eines gelben Öls. Ausbeute: 40%

Ber. : C 65,51 % H 8,10% N 4,17% 0 15,87% S 6,36% Gef. : C 63,66% H 7,58% N 3,99% S 7,41 %

h) Tc-99m-Komplex von N-p-Toluolsulfonyl-2[(4-cholesteryldiethylenglykolyl)- benzyl]-2-aminoessigsäure-N-{2-N[(3-carboxy-2-mercaptoacety l-l-oxopropyl)J- aminoethyljamid 1 mg des Liganden hergestellt nach Beispiel 9g werden in 100 μl Ethanol gelöst. 50 μl dieser Lösung werden zu 250μl eines 0,1 M Phosphatpuffers (pH 8,5) gegeben und anschließend mit 50 μl einer Citratlösung (50 mg Trinatriumcitrat in 1,0 ml Wasser) und 2,5 μl einer Zinn(TI)-chlorid-Lösung (5,0 mg Zinn(II)-chlorid in 1 ml 0,1 N HCl) versetzt. Anschließend wird mit 50 μl eines Tc-99m-Generatoreluats versetzt und 15 Minuten stehen gelassen. Die Markierungsausbeute wird mittels HPLC bestimmt.

Beispiel 10

a) 1 - Tosyl- 1 , 4, 7-triaz heptan-3-on

Zu einer Lösung von 30 g Ethylendiamin (0,5 mol) in 50 ml wasserfreiem Dichlormethan wird langsam eine Lösung von 25,73 g des Tosylglycinmethylesters (0.1 mol) in wasserfreiem Dichlormethan zugetropft. Es wird 12 h bei Raumtemperamr gerührt und anschließend im Vakuum eingeengt. Es verbleiben 24 g eines gelben Öls. Ausbeute: 88%

Ber. : C 48,69% H 6,32% N 15,49% 0 17,69% S 11,82% Gef. : C 47,23% H 6,67% N 15,34% S 11,54%

b) 7-N-tert. -Butoxycarbonyl-l-tosyl-1, 4, 7-triazaheptan-3-on

Eine Lösung von 27 g (100 mmol) der Aminoverbindung hergestellt nach Beispiel 10a) in 500 ml Dioxan werden mit 74 g Di-tert.-butyl-dicarbonat (340 mmol) in einer Portion versetzt. Die Lösung wird 3 h bei Raumtemperamr gerührt, anschließend auf Eiswasser gegossen und mit Essigester 3x extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden 3x mit Wasser und lx mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet (MgSO.j.), eingeengt und umkristallisiert. Es verbleiben 27,9 g weiße Kristalle.

Ausbeute: 75%

Ber.: C 51,74% H 6,78% N 11,31 % 0 21,54% S 8,63 %

Gef.: C 51 ,41 % H 6,96% N 11,12% S 8,91 %

c) 1-N-t-Butyloxycarbonyl-l -n-hexyl-l-tosyl-1, 4, 7-triazaheptan-3-on

Zu einer Lösung von 3,71 g des Sulfonamids (10 mmol) hergestellt nach Beispiel 10b) in 50 ml DMF werden bei Raumtemperamr 5 g Kaliumcarbonat gegeben und anschließend die Lösung von 2,54 g Hexyliodid (12 mmol) in 10 ml DMF zugetropft und 3 h auf 110°C erhitzt. Nach vollständiger Umsetzung läßt man auf

Raumtemperamr abkühlen, gießt auf Eis, extrahiert mit CH2CI2, wäscht mehrmals mit Wasser, trocknet, filtriert und eng ein. Der Rückstand wird aus Ethylacetat umkristallisiert. Ausbeute: 89% Ber.: C 58,00% H 8,19% N 9,22% 0 17,56% S 7,04% Gef. : C 57,37% H 7,87% N 9,01 % S 6,95%

d) 1-n-Hexyl-l-tosy 1-1,4, 7-triazaheptan-3-on Zu 10 ml Trifluoressigsäure werden bei 0°C 456 mg des Sulfonamids (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 10c) gegeben und anschließend 2 h bei Raumtemperamr gerührt. Nach beendeter Reaktion wird auf Eis gegossen, schwach alkalisiert

(NaHCθ3), extrahiert, eingeengt und getrocknet.

Ausbeute: 94% Ber. : C 57,44% H 8,22% N 11,82% 0 13,50% S 9,02%

Gef. : C 57,96% H 8,01 % N 11,63% S 8,75%

e) 10-Acetyl-9-carboxymetkyl-l-n-hexyl-l-tosyl-10-thia-l,4, 7-triazadecan-3 , 8-dion Zu einer Lösung von 1,91 g Acetylmercaptobernsteinsäureanhydrid (20 mmol) in

20 ml DMF wird bei Raumtemperamr die Lösung von 3,55 g (10 mmol) der Aminoverbindung in 10 ml DMF langsam zugetropft und über Nacht gerührt. Anschließend wird auf halbkonzentrierter HCl gegossen, mit CH2CI2 extrahiert und chromatographiert (Kieselgel, EtOAc/MeOH von 9: 1 nach 1:1). Ausbeute: 66%

Ber. : C 52,16% H 6,66% N 7,93% 0 21 ,15% S 12,11 % Gef. : C 52,85% H 6,87% N 7,52% S 11,66%

f) Tc-99m-Komplex von 10-Acetyl-9-carboxymethyl-l-n-hexyl-l-tosyl-10-thia- 1,4, 7-triazadecan-3, 8-dion lmg N,N [Hexyl-p-Toluolsulfonyl]glycyl-N-[(3-carboxy-2-mercaptoacety l- l-oxopropyl)]aminoethyl}amid wird in 100 μl EtOH gelöst. 50 μl dieser Lösung werden mit 100 μl EtOH verdünnt und mit lOOμl eines 0.1 M Phosphatpuffers pH 7,5 und 100 μl einer Tc-99m-Gluconat-Lösung versetzt. Die Markierungsausbeute ist > 95 % (Kieselgel, 95% EtOH)

Beispiel 11

a) N- -Toluolsulfonyl-N-ε-tert. -butyloxycarbonyllysinmethylester

Zu einer Lösung von 2,60 g N-ε-ten.-butyloxycarbonyllysinmethylester (10 mmol) in 50 ml wasserfreiem Pyridin wird bei 0°C portionsweise 1,91 mg

Toluolsulfonylchlorid zugegeben und läßt 24 h bei 4°C stehen. Anschließend wird auf Eiswasser gegossen und der Niederschlag abgetrennt und umkristallisiert. Ausbeute: 78% Ber.: C 55,05 % H 7,30% N 6,76% 0 23,16% S 7,74% Gef. : C 54,67% H 7,42% N 6,64% S 7,54%

b) N- -Toluolsulfonyl-N-ε-tert. -butyloxyc rbonyllysin-[N- (2-aminoethyl)]amid Zu einer Lösung von 600 mg Ethylendiamin (10 mmol) in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan wird langsam eine Lösung von 415 mg des Tosyllysinesters (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 11a) in 1 ml wasserfreiem Dichlormethan zugetropft und unter Rückfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand umkristallisiert.

Ausbeute: 59%

Ber.: C 54,28% H 7,74% N 12,66% O 18,08% S 7,25%

Gef. : C 54,54% H 7,57% N 12,18% S 7,06%

c) N- -Toluolsulfonyl-N-ε-tert. -butyloxycarbonyllysin-[N- (2- (piperonylmercapto)- acetylaminoethy Jamid

Zu einer Lösung von 443 mg Amin (1 mmol) hergestellt nach Beispiel 11b) in wasserfreiem THF wird bei 0°C 350 mg Piperonylmercaptoessigsäure- N-hydroxysuccinimidoester (1,08 mmol) in THF unter Argon und

Feuchtigkeitsausschluß langsam zugetropft und 2h bei 0°C, anschließend 12 h bei

Raumtemperamr gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand chromatographiert (Kieselgel, CH2C.2/MeOH 9:1).

Ausbeute: 54% Ber. : C 55,37% H 6,51 % N 8,61 % 0 19,67% S 9,85%

Gef. : C 55,22% H 6,85% N 8,41 % S 9,66%

d) N-a-Toluolsulfonyl-lysin-[N- (2- (piperonylmercapto)acetylaminoethyl)]amid 651 mg N-α-Toluolsulfonyl-N-ε-tert.-butyloxycarbonyllysin-

[N-(2-(piperonylmercapto)-acetylaminoethyl)]amid werden in 5 ml 3 M HCl in

Ethylacetat gelöst und 6 h bei Raumtemperamr gerührt. Nach Abziehen des

Lösungsmittels verbleiben 530 mg weiße Kristalle.

Ausbeute: 96% Ber. : C 54,63% H 6,05% N 10,19% 0 17,46% S 11,67

Gef. : C 54,40% H 6,47% N 10,01 % S 11,84%

Beispiel 12

a) N-a-Toluolsulfonyl-N-ε-tert.-butyloxycarbonyllysin-[N-(2-be nzoylmercapto)- acetylaminoethyl)]amid Zu einer Lösung von 443 mg Amin hergestellt nach Beispiel 1 lb) in wasserfreiem Tetrahydrofuran wird bei 0° C 316 mg Benzoylmercaptoessigsäure-N-hydroxysuccin- imidoester (1 ,08 mmol) in Tetrahydrofuran unter Argon und Feuchtigkeitsausschluß langsam zugetropft und 2 Stunden bei 0° C, anschließend 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand chromatographiert (Kieselgel, CH 2 Cl 2 /MeOH 9:1).

-3(

Ausbeute: 65 %

Ber.: C 56,11 % H 6,50 % N 9,03% 0 18,04 % S 10,33 %

Gef.: C 55,98 % H 6,86 % N 8,88 % S 10,05 %

b) N-a-Toluolsulfonyl-lysin-[N-(2-benzoylmercapto)acetylaminoet hyl)]amid 621 mg der Titelverbindung aus Beispiel 12a) werden in 5 ml 3 M HCl in Ethylacetat gelöst und 6 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Abziehen des Lösungsmittels verbleiben 500 mg weiße Kristalle. Ausbeute: 90 %

Ber.: C 51,74 % H 5,97 % N 10,06 % O 14,36 % S 11,51 % Gef.: C 51,40 % H 6,14 % N 10,10 % S 11,48 %

c) Tc-99m-Komplex von N-a-Toluolsulfonyl-lysin-[N-(2-(benzoylmercapto)- acetylaminoethyl)]amid 10 rng Amid hergestellt nach Beispiel 12b) werden mit 500 μl IN NaOH versetzt und 15 Minuten stehen gelassen. 50 μl dieser Lösung werden zu 250 μl eines 0,1 M Phosphatpuffers pH 8,5 gegeben und mit 50 μl einer Citratlösung (50 mg Trinatrium- citrat in 1,0 ml Wasser) und 2,5 μl einer Zinn(lI)-chlorid-Lösung (5,0 mg Zinn(II)- chlorid in 1,0 ml 0,1 N HCl) versetzt. Anschließend wird mit 50 μl eines Tc-99m- Generatoreluats versetzt und 15 Minuten stehen gelassen. Die Markierungsausbeute wird mittels HPLC bestimmt (>95 %).

Beispiel 13

a) N-[3-(N-tert.-butyloxycarbonyl)aminobenzolsulfonyl]-glycinme thylester

Eine Lösung von 2,12 g (10 mmol) der Aminoverbindung hergestellt nach Beispiel 7b) und 3 g Triethylamin (30 mmol) in 50 ml Dioxan wird mit 7,4 g Di-tert.-butyl- dicarbonat (34 mmol) in einer Portion versetzt. (Gasentwicklung!). Die Lösung wird 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt, anschließend auf Eiswasser gegossen und mit Essigester dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden dreimal mit Wasser und einmal mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet (MgS0 ), eingeengt und umkristallisiert. Ausbeute: 85 %

Be:.: C 48,83 % H 5,85 % N 8,13 % 0 27,88 % S 9,31 % Ge:.: C 47,44 % H 5,93 % N 8,57 % S 9,66 %

39-

b) N-[3-(N-tert. -butyloxycarbonyl)aminobenzolsulfonyl]-glycyl-[N'-(2- aminoethyl)amid Zu einer siedenden Lösung von 42 g Ethylendiamin (700 mmol) in 100 ml wasserfreiem Toluol wird langsam eine Lösung von 12,11 g des Glycinesters hergestellt nach Beispiel 13a) (35 mmol) in 250 ml wasserfreiem Toluol/Dioxan oder gegebenenfalls nur Dioxan zugetropft und unter Rückfluß gekocht. Nach beendeter Reaktion wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand in Chloroform aufgenommen und mit Wasser gewaschen. Ausbeute: 78 %

Ber.: C 44,06 % H 6,16 % N 13,70 % 0 19,56 % S 7,84 % Gef.: C 45,44 % H 6,63 % N 14,57 % S 7,66 %

c) N-[3-(N-tert. -butyloxycarbonyl)aminobenzolsulfonyl]-glycyl-{N'-[(S-benzoy l- mercapto)acetyl]-(2-aminoethyl)}amid

5 mmol der S-Benzoylmercaptoessigsäure (0,98 g) und 10 mmol NEt 3 (1,4 ml) und 5 mmol des Amins hergestellt nach Beispiel 13b) (1,86 g) werden mit 50 ml

Dichlormethan versetzt und auf 10° C gekühlt. Anschließend werden 5,5 mmol (1,375 g) BOP-Cl zugegeben und unter Wasserkülilung gerührt. (Nach 10-20 Minuten erhält man eine klare Lösung). Anschließend rührt man noch 1 Smnde gerührt, versetzt mit Wasser und bringt mit 4 n HCl auf pH 1-1,5.

Ausbeute: 62 %

Ber.: C 52,16 % H 5,84 % N 10,14 % 0 20,27 % S 1 1,60 % Gef.: C 53,44 % H 6,63 % N 10,57 % S 11,66 %

d) N-[3-aminobenzolsulfonyl]-glycyl-{N'-[(S-benzoylmercapto)ace tyl]-(2-amino- ethyl)}amid Zu einer Lösung von 552 mg des geschützten Amins hergestellt nach Beispiel 13c) (1 mmol) in 5 ml EtOAc wird eine frisch hergestellte Lösung von 3M HCl in EtOAc (10 ml, 30 mmol) zugegeben. Es wird 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand im Vakuum bei Raumtemperatur getrocknet. Ausbeute: 93 %

Ber. : C 46,86 % H 4,76 % N 11 ,51 % O 16,43 % S 13 , 17 % Gef.: C 45,44 % H 5,33 % N 10,57 % S 13,66 %

e) N-[3-isothiocyanatobenzolsulfonyl]-glycyl-{N'-[(S-ben∑oylm ercapto)acetyl]-

(2-aminoethyl)}amid Zu einer Lösung von 200 mg N-[(3-Aminosulfonyl)]glycyl-{N'-[(acetyrnercapto)- acety](2-aminoethyl)}amid hergestellt nach Beispiel 13d) und 20 μl Triethylamin in 4 ml Dichlormethan wird unter Feuchtigkeitsausschluß die Lösung von 65 mg Thiophosgen in wenig Dichlormethan zugetropft und 4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Abziehen des Lösungsmittels verbleibt ein Rückstand, der in Chloroform aufgenommen wird und mit 0,1 %iger Zitronensäure gewaschen, zweimal mit Natriumchlorid-Lösung und einmal mit Wasser gewaschen, getrocknet, eingeengt und chromatographiert. Ausbeute: 66 %

Ber.: C 48,77 % H 4,09 % N 11,37 % O 16,24 % S 19,53 % Gef.: C 48,44 % H 4,63 % N 11,75 % S 20,06 %

Beispiel 14

a) N-Toluolsulfonyl-0-methoxycarbm-ιylmcihyl[-N-(2-aminoethyl) tyrosinamid] In eine Lösung von 4,35 g Amin hergestellt nach Beispiel 8e) (10 mmol) in 100 ml wasserfreies Methanol wird HCl-Gas bis zur Sättigung eingeleitet und über Nacht gerührt. Nach Abziehen des Lösungsmittels verbleibt ein kristalliner Rückstand. Ausbeute: 92 %

Be:.: C 51,90 % H 5,81 % N 8,65 % 0 19,75 % S 6,60 % Gef.: C 51,59 % H 5,93 % N 8,47 % S 6,49 %

b) N-Toluolsulfonyl-0-methoxycarbonylmethyltyrosin-[N-(2-trityl mercapto)- acetylaminoethyl)]amid

Zu einer Lösung von 4,35 g Amin hergestellt nach Beispiel 14a) (10 mmol) und 2,02 g Triethylamin in Tetrahydrofuran/Wasser wird bei 0° C 4,66 g

S-Tritylmercaptoessigsäure-N-hydroxysuccinimidoester (10,8 mmol) in Tetrahydrofuran unter Argon langsam zugetropft und 2 Stunden bei 0° C, anschließend 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wird abgezogen und der Rückstand chromatographiert (Kieselgel, CH 2 C1 2 ). Ausbeute: 68 %

Ber.: C 65,86 % H 5,66 % N 5,49 % O 14,62 % S 8,37 % Gef.: C 65,66 % H 5,71 % N 5,36 % S 8,21 %

36

c) N-Toluolsulfonyl-0-carboxymethyltyrosin-[N-(2-tritylmercapto )acetyl- aminoethyl)]amid Die Lösung von 766 mg des Methylesters hergestellt nach Beispiel 14b) (1 mmol) in 2,5 ml Methanol wird zu einer methanolischen KOH-Lösung gegeben und bei

Raumtemperatur gerührt. Nach beendeter Reaktion wird das Lösungsmittel abgezogen, das Kaliumsalz in Wasser aufgenommen, schwach angesäuert und mit Chloroform extrahiert. Der organische Extrakt wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Ausbeute: 63 %

Ber.: C 65,49 % H 5,50 % N 5,59 % 0 1490 % S 8,53 % Gef.: C 65,26 % H 5,72 % N 5,43 % S 8,43 %

d) N-Toluolsulfonyl-[(HOOC-Trp-lle-Ile Asp-Leu-His Gly-NH)- carbonylmethyltyrosin-[N-(2-tritylmercapto)acetylaminoethyl) ]amid Zu einer Lösung von 1 mmol der Säure (980 mg) hergestellt nach Beispiel 14c) und 115 mg N-Hydroxysuccinimid (1 mmol) in 2 ml wasserfreiem Dimethylformamid werden bei 0° C 206 mg Dicyclohexylcarbodiimid (1 mmol) gelöst in 2 ml Dimethylformamid innerhalb von 5 Minuten zugetropft. Es wird zunächst weitere 30 Minuten bei 0° C gerührt, anschließend die Lösung von 1 mmol des Peptids (853 mg) H2N-Gly-His-Leu-Asp-Ile-Ile-Trp (hergestellt in Analogie zu Barany und Merrifield, The Peptides: Analysis, Biology, Academic Press New York, 1980; Steward und Young, Solid Phase Peptides Syntheses, 2nd ed.; Pierce Chemical W., Rockford, II, 1984) und 304 mg (3 mmol) Triethylamin in 10 ml wasserfreiem Dimethylformamid unter

Argonatmosphäre innerhalb von 30 Minuten zugegeben. Es wird noch 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, 200 μl Eisessig zugegeben, nochmals 30 Minuten gerührt, das Produkt vom N,N'-Dicyclohexylharnstoff abfiltriert und der Rückstand eingeengt. Nach Verrühren mit Diethylether verbleibt ein weißer Rückstand, der aus Dimethylformamid / Ether umkristallisiert wird. Ausbeute: 35 %

Ber.: C 62,07 % H 6,29 % N 4,04 % 0 16,13 % S 4,04 % Gef.: C 61,77 % H 6,52 % N 4,32 % S 4,34 %

e) N-Toluolsulfonyl-[(HOOC-Trp-Ile-Ile Asp-Leu-His Gly-NH)carbonylJ- methyltyrosin-[N-(mercapto)acetylaminoethyl)]amid

Zu 10 ml Trifluoressigsäure werden unter einer Argonatmosphäre bei Raumtemperatur

53 ö mg der geschützten S-Verbindung hergestellt nach Beispiel 14d) (0,3 mmol) und eine Spur Anisol gegeben und kurz zum Sieden erhitzt. Anschließend wird die

Trifluoressigsäure im Vakuum abgezogen, der Rückstand in Tetrahydrofuran aufgenommen, eingeengt und chromatographiert.

Ausbeute: 59 %

Ber.: C 56,67 % H 6,32 % N 13,42 % O 18,87 % S 4,73 % Gef.: C 56,14 % H 6,48 % N 12,98 % S 4,81 %

f) Tc-99m-Komplex von N-Toluolsulfonyl-[(HOOC-Trp-Ile-Ile Asp-Leu-His Gly- NH)carbonylmethyltyrosin-[N-(mercaptoacetyl)aminoethyl)]amid 1 rag der vorgenannten Verbindung (Beispiel 14e) wird in 100 μl EtOH/Wasser 1 : 1 gelöst. 50 μl dieser Lösung werden mit 100 μl eines 0,1 M Phosphatpuffers pH 9,5 und 100 μl einer Tc-99m-Gluconat-Lösung versetzt. Die Markierungsausbeute ist > 95 %. (HPLC, LiChrospher RP18, H 2 O/MeCN + 0,1 % TFA).

Beispiel 15

a) N-Toluolsulfonyl-0-t-butyloxycarbonylmethyltyrosin-[N.(2-(be nzoylmercapto)- acetylaminoethyl)]amid 2 mmol S-Benzoyl-2-mercaptoessigsäure (394 mg) und 4 mmol NEt 3 (560 μl) und 2 mmol (982 mg) der nach Beispiel 8d) erhaltenen Verbindung werden mit 5 ml Dichlormethan versetzt und auf 10° C gekühlt. Anschließend werden 2 mmol (509 mg) BOP-Cl zugegeben und unter Wasserkühlung 12 Stunden gerührt, dann mit Wasser versetzt und mit 4 N HCl auf pH 1-1,5 gebracht. Anschließend wird mit Dichlormethan extrahiert, die vereinigten organischen Extrakte mit NaHCO 3 und Wasser gewaschen, getrocknet, eingeengt und chromatographiert. Ausbeute: 76 %

Be:.: C 59,18 % H 5,87 % N 6,27 % 0 19,1 1 % S 9,58 % Gef.: C 60,88 % H 5,89 % N 5,63 % S 8,74 %

b) N-Toluolsulfonyl-0-carboxymethyltyrosin-[N-(2-ben∑oylmerca pto)acetyl- aminoethyl)]amid

Zu 10 ml Trifluoressigsäure werden bei Raumtemperatur 644 mg der geschützten S-

Verbindung hergestellt nach Beispiel 15a) (1 mmol) gegeben und bei Raumtemperatur gerührt. Nach beendeter Reaktion wird die Trifluoressigsäure im Vakuum abgezogen, der Rückstand in Ethylcetat aufgenommen, mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt und chromatographiert.

Ausbeute: 77 %

Ber.: C 56,76 % H 5,09 % N 6,85 % 0 20,86 % S 10,45 % Gef.: C 57,14 % H 5,68 % N 7,23 % S 11,31 %

c) N-Toluolsulfonyl-[(HOOC-Trp-Ile-Ile Asp-Leu-(D-Trp)-NH)carbonylmethyl- tyrosin-[N-(2-ben∑oylmercapto)acetylaminoethyl)]amid

Zu einer Lösung von 1 mmol der Säure (614 mg) hergestellt nach Beispiel 15b) und 115 mg N-Hydroxysuccinimid (1 mmol) in 2 ml wasserfreiem Tetrahydofuran werden bei 0° C 206 mg Dicyclohexylcarbodiimid (1 mmol) gelöst in 2 ml Tetrahydrofuran innerhalb von 5 Minuten zugetropft. Es wird zunächst weitere 30 Minuten bei 0° C gerührt, anschließend die Lösung von 1 mmol des Peptids (845 mg) H 2 N-(D-Trp)-Leu- Asp-Ile-Ile-Trp (hergestellt in Analogie zu Barany und Merrifield, The Peptides: Analysis, Biology, Academic Press, New York, 1980; Steward und Young, Solid Phase Peptides Syntheses, 2nd ed.; Pierce Chemical W., Rockford, II 1984) und 304 mg (3 mmol) Triethylamin in 10 ml wasserfreiem Dimethylformamid unter Argonatmosphäre innerhalb von 30 Minuten zugegeben. Es wird noch 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, 200 μl Eisessig zugegeben, nochmals 30 Minuten gerührt, das Produkt vom N,N'-Dicyclohexylharnstoff abfiltriert und der Rückstand zweimal mit siedendem Tetrahydrofuran extrahiert. Die vereinigten Filtrate werden zur Trockne eingeengt und chromatographiert. (Kieselgel, CH 2 C1 2 ) Ausbeute: 40 %

Ber.: C 60,86 % H 6,23 % N 10,69 % 0 17,77 % S 4,45 % Gef.: C 60,77 % H 6,42 % N 10,32 % S 4,65 %

d) Tc-99m-Komplex von N-Toluolsulfonyl-[(HOOC-Trp-Ile-Ile Asp-Leu- (D-Trp) - NH)carbonylmethyltyrosin-[N-(2-mercaptoacetyl)aminoethyl)]am id 2 mg der Verbindung hergestellt nach Beispiel 15c) wird in 100 μl EtOH gelöst und mit 100 μl IN NaOH versetzt. Nach 15 Minuten werden 50 μl dieser Lösung zu 250 μl

eines 0,1 M Phosphatpuffers pH 8,5 gegeben und mit 50 μl einer Citratlösung (50 mg Trinatriumcitrat in 1,0 ml Wasser) und 2,5 μl einer Zinn(II)-chlorid-Lösung (5,0 mg Zinn(II)chlorid in 1,0 ml 0,1N HCl) versetzt. Anschließend wird mit 50 μl eines Tc-99m-Generatoreluats versetzt und emeut 15 Minuten stehen gelassen. Die Markierungsausbeute (>95 %) wird mittels HPLC bestimmt.

Beispiel 16

a) N-Tosyl-tyrosinmethylester-4-benzylether

Zu 50 g (155,37 mmol) Tyrosinmethylester-4-benzylether Hydrochlorid in 300 ml

Pyridin tropft man bei 0°C eine Lösung aus 32.58 g (171 mmol) p-Toluolsulfonsäurechlorid in 100 ml Pyridin zu und rührt 3 Stunden bei 0°C. Es wird im Vakuum zur Trockene eingedampft und der Rückstand in 500 ml Methylenchlorid gelöst. Man schüttelt die organische Phase 2 mal mit 300 ml 5 N Salzsäure aus. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft.

Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 68,29 g eines farblosen kristallinen Pulvers erhalten.

Ausbeute: 93 % Ber.: C 65,58% H 5.73% N 3,19% S 7,29%

Gef.: C 65,30% H 5,81% N 3,02% S 7,18%

b ) 2-(4-Benzyloxybenzyl)-l-tosyl-l,4, 7 -triazaheptan-3-on 45 g (102,38 mmol) der Titelsubstanz aus Beispiel 16a) werden innerhalb 1 Stunde in 1 1

1.2 Diaminoethan eingetragen und anschließend 3 Stunden bei 80°C gerührt. Man dampft den Rückstand zur Trockene ein und rührt den Rückstand in 200 ml Wasser aus.

Der Niederschlag wird abgesaugt und mit viel Wasser nachgewaschen. Dann wird über

Nacht im Vakuum bei 60°C getrocknet.Es werden 46,91 g eines cremefarbenen, amorphen Pulvers erhalten.

Ausbeute: 98 %

Ber.: C 64,22% H 6.25% N 8,95% S 6,86%

Gef.: C 64,05% H 6,17% N 9,05% S 6.78%

c) 9-Chloro-2-(4-benzyloxyben∑yl)-l-tosyl-l, 4, 7-triaza-nonan-3,8-dion

10 g (21,39 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 16b) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 2,38 g (23,53 mmol) Triethylamin zugesetzt. Bei 0°C werden 2,66 g (23,53

mmol) Chloracetylchlorid in 20 ml Chloroform innerhalb 30 Minuten zugetropft. Man rührt 30 Minuten bei 0°C. Es werden 200 ml 1 N Salzsäure zugesetzt und kräftig durchgeschüttelt. Die organische Phase wird abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 10,36 g eines cremefarbenen, kristallinen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 89 %

Ber.: C 59,61% H 5,56% N 7,72% S 5,89% Cl 6,52%

Gef.: C 59,50% H 5,69% N 7,55% S 5,71% Cl 6,38%

d) 10-Benzoyl-2-(4-benzyloxybenzyl)-l-tosyl-10-thia-l,4, 7-tria∑adeean-3,8-dion 9 g (16,54 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 16c) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 1,67 g (16,54 mmol) Triethylamin zugesetzt. Anschließend gibt man 2,29 g (16.54 mmol) Thiobenzoesäure zu und kocht 10 Minuten unter Rückfluß. Man kühlt auf Raumtemperatur ab und schüttelt einmal mit 2 N Salzsäure und einmal mit einer 5 %igen Natriumcarbonatlösung aus. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 9,61 g eines farblosen, kristallinen Pulvers erhalten. Ausbeute: 90 %

Ber.: C 63,24% H 5,46% N 6,51% S 9,93% Gef.: C 63,15% H 5,57% N 6,40% S 9,81%

Beispiel 17

a) 10-Acetyl-2-(4-ben∑yloxyben∑yl)-l-tosyl-10-thia-l,4, 7-triazadecan-3,8-dion 9 g (16,54 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 16c) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 1,67 g (16,54 mmol) Triethylamin zugesetzt. Anschließend gibt man 1,28 g (16.54 mmol) Thioessigsäure zu und kocht 10 Minuten unter Rückfluß. Man kühlt auf Raumtemperatur, schüttelt mit 2 N Salzsäure und anschließend mit einer 5 %igen Natriumcarbonatlösung aus. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Aceton umkristallisiert. Es werden 8,20 g cremefarbene Kristalle erhalten. Ausbeute: 85 %

Ber.: C 59,67% H 5,70% N 7,20% S 10,98% Gef.: C 59,51% H 5,81% N 7,05% S 10,80%

H

Beispiel 18

a) 10- Trifluoracetyl-2-(4-benzyloxybenzyl) - 1 -tosyl- 10-thia- 1 , 4, 7-tria∑adecan- 3,8-dion

9 g (16,54 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 16c) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 1,67 g (1654 mmol) Trifluormethylthioessigsäure zu und kocht 10 Minuten unter Rückfluß. Man kühlt auf Raumtemperamr, schüttelt mit 2 N Salzsäure und anschließend mit einer 1 %igen Natriumcarbonatlösung aus. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Aceton Ether umkristallisiert. Es werden 8,75 g farbloser Kristalle erhalten. Ausbeute: 83 %

Ber.: C 54,62% H 4,74% N 6,59% S 10,05% F 8,94% Gef.: C 54,47% H 4,61% N 6,50% S 9,90% F 8,81%

Beispiel 19

a) N-Mesyl-tyrosinmethylester-4-ben∑ylether Zu 50 g (155,37 mmol) Tyrosinmethylester-4-benzylether Hydrochlorid in 300 ml Pyridin tropft man bei 0°C 19,58 g (171 mmol) Methansulfonsäurechlorid und rührt 3 Stunden bei 0°C. Es wird im Vakuum zur Trockene eingedampft und der Rückstand in 500 ml Methylenchlorid gelöst. Man schüttelt die organische Phase 2 mal mit 300 ml 5 N Salzsäure aus. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 53,64 g eines farblosen, kristallinen Pulvers erhalten. Ausbeute: 95 %

Ber.: C 59,49% H 5,82% N 3,85% S 8,82% Gef.: C 59,30% H 5,95% N 3,71% S 8,70%

b ι 2-(4-Benzyloxybenzyl)-l-mesyl-l, 4, l-triazaheptan-3-on

3 " .2 g (102,38 mmol) der Titelsubstanz aus Beispiel 19a) werden innerhalb 1 Stunde in 1 Liter 1,2 Diaminoethan eingetragen und anschließend 3 Stunden bei 80°C gerührt. Man dampft den Rückstand zur Trockene ein und rührt den Rückstand in 200 ml Wasser aus. Der Niederschlag wird abgesaugt und mit viel Wasser nachgewaschen. Dann wird über Nacht im Vakuum bei 60°C getrocknet. Es werden 37,68 g eines cremefarbenen, amorphen Pulvers erhalten.

Ausbeute: 97 %

Ber.: C 56,97% H 6,64% N 11,07% S 8,45%

Gef.: C 56,81% H 6,72% N 10,93% S 8,32%

c) 9-Chloro-2-(4-benzyloxybenzyl)-l-mesyl-l, 4, 7-triaza-nonan-3,8-dion

10 g (26,35 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 19b) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 2,93 g (28,99 mmol) Triethylamin zugesetzt. Bei 0°C werden 3,27 g

(28,99 mmol) Chloracetylchlorid in 20 ml Chloroform innerhalb 30 Minuten zugetropft. Man rührt 30 Minuten bei 0°C. Es werden 200 ml 1 N Salzsäure zugesetzt und kräftig durchgeschüttelt. Die organische Phase wird abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 10,93 g eines cremefarbenen kristallinen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 91 %

Ber.: C 52,68% H 5,75% N 9,22% S 7,03% Cl 7,78% Gef.: C 52,51% H 5,82% N 9,13% S 6,90% Cl 7,68%

d) 10-Benzoyl-2-(4-benzyloxybenzyl)-l-mesyl-10-thia-l,4, 7 -triaza-decan- ,8-dion 7,54 g (16,54 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 16c) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 1,67 g (16,54 mmol) Triethylamin zugesetzt. Anschließend gibt man 2,29 g (16,54 mmol) Thiobenzoesäure zu und kocht 10 Minuten unter Rückfluß. Man kühlt auf Raumtemperatur ab und schüttelt einmal mit 2 N Salzsäure und einmal mit einer 5 %igen Natriumcarbonatlösung aus. Die organische Phase wird über

Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 8,1 1 g eines farblosen, kristallinen Pulvers erhalten. Ausbeute: 88 % Ber.: C 58,15% H 5,60% N 7,53% S 11.50% Gef.: C 58,03% H 5,71% N 7,61% S 11,38%

Beispiel 20

a) 9-Chloro-2-(4-hydroxybenzyl)-l-tosyl-l, 4, 7-triazanonan-3, 8-dion 20 g (36,76 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 16c) werden in 200 ml Methylenchlorid gelöst und 2 ml Eisessig zugegeben. Dann werden 3 g Palladium-

Katalysator (10 % Pd C) zugesetzt und über Nacht hydriert. Man filtriert vom Katalysator ab und dampft im Vakuum zur Trockene ein. Es werden 16,52 g eines amorphen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 99 % Be:.: C 52,92% H 5,33% N 9,26% S 7,06% Cl 7,81%

Gef.: C 52,81% H 5,26% N 9,l l% S 6,93% Cl 7,72%

b) 9-Chloro-2-(4-palmitoyloxybenzyl)-l -tosyl-1 , 4, 7-tria∑anonan-3, 8-dion 10 g (22,03 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 20a) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 2,45 g (23,53 mmol) Triethylamin zugesetzt. Bei 0°C tropft man innerhalb 10 Minuten 6,66 g (24,23 mmol) Palmitinsäurechlorid zu und rührt 2 Stunden bei dieser Temperatur nach. Man schüttelt mit 200 ml 2 N Salzsäure aus, trocknet die organische Phase über Magnesiumsulfat und dampft ein. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid Aceton=20:l). Es werden 11,90 g eines wachsartigen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 78 %

Be:.: C 62,45% H 7,86% N 6,07% S 4,63% Cl 5,12%

Gef.: C 62,28% H 7,70% N 5,89% S 4,54% Cl 4,98%

c) 10-Benzoyl-2-(4-palmitoyloxybenzyl)-l-tosyl-10-thia-l,4, 7-triazadecan-3,8-dion 8 g (11,55 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 20b) werden in 100 ml Chloroform gelöst und 1,17 g (11,55 mmol) Triethylamin zugesetzt. Anschließend gibt man 1,60 g (1 1 ,55 mmol) Thiobenzoesäure zu und kocht 10 Minuten unter Rückfluß. Man kühlt auf Raumtemperatur ab und schüttelt einmal mit 2 N Salzsäure und einmal mit einer 5 %igen Natriumcarbonatlösung aus. Nach Trocknung über Magnesiumsulfat wird die organische Phase im Vakuum eingedampft und der Rückstand an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/Hexan/Aceton: 20:10:1). Es werden 8,53 g farbloser Blättchen (aus Ether) erhalten. Ausbeute: 93 %

Be:.: C 65,04% H 7,49% N 5,29% S 8,07% Gef.: C 64,90% H 7,55% N 5,17% S 7,91%

Beispiel 21

a) Phenolester vom 3-Cholesterinbernsteinsάurehalbester mit 9-Chlor- 2-(4-hydroxybenzyl)-l-tosyl-l,4, 7-triazanonan 3,8-dion 10 g (22,03 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 20a) und 10,72 g (22,03 mmol) Cholesterinbernsteinsäurehalbester werden in 49 ml Dimethylformamid gelöst und auf 0°C abgekühlt. Dann werden 300 mg 4-DimethyIaminopyridin und 5,45 g (26,44 mmol) Dicyclohexylcarbonyl zugesetzt und 3 h bei 0°C gerührt. Über Nacht läßt man bei Raumtemperatur rühren. Es werden 50 ml Ether zugesetzt und vom ausgefallenen Harnstoff abfiltriert, das Filtrat wird mit 250 ml Essigester verdünnt und 5 mal mit 200 ml Wasser ausgeschüttelt. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel (Laufrnittel: MethylenchloridVHexan/Essigester= 10:5:1) chromatographiert. Es werden 17,60 g eines wachsartigen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 78 %

Ber.: C 66,39% H 7,87% N 4,55% S 3.48% Cl 3,84%

Gef.: C 66,28% H 7,95% N 4,47% S 3,31% Cl 3,70%

b) Phenolester vom Cholesterinbernsteinsäurehalbester mit 10-Benzoyl-2- (4-hydroxybenzyl) 1 -tosyl-10-lhicι-l , 4, 7-iria∑adecan-3, 8-dion 6 g (6,50 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 21a) werden in 50 ml Chloroform gelöst und 0,66 g (6,50 mmol) Triethylamin zugesetzt. Anschließend gibt man 0,9 g (6.50 mmol) Thiobenzoesäure zu und kocht 10 Minuten unter Rückfluß. Man kühlt auf Raumtemperatur ab und schüttelt einmal mit 2 N Salzsäure und einmal mit einer 5 %igen Natriumcarbonatlösung aus. Die organische Phase wird abgetrennt und über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach Eindampfen im Vakuum wird der Rückstand aus Methyl-tert.-butylether umkristallisiert. Es werden 6,06 g wachsartiger Blättchen erhalten. Ausbeute: 91 %

Ber.: C 68,01% H 7,58% N 4,10% S 6.26% Gef.: C 67,85% H 7,43% N 3,98% S 6,17%

Beispiel 22

a) 7-N-(tert. -Butoxycarbonyl)-2-(4-benzyloxyben∑yl)-l-tosyl-l, 4, 7 -triazaheptan- 3-on 20 g (42,77 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 16b) werden in 200 ml Chloroform gelöst und 4,76 g (47,05 mmol) Triethylamin zugegeben. Bei 0°C wird eine Lösung aus 10-27 g (47,05 mmol) Di-tert.-butyldicarbonat in 50 ml Chloroform zugetropft und 30 Minuten bei 0°C gerührt. Anschließend wird 5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man schüttelt 3 mal mit 5 %iger Natriumcarbonatlösung aus, trocknet die organische Phase über Magnesiumsulfat und dampft im Vakuum ein. Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 22,34 g farblose Kristalle erhalten. Ausbeute: 92 %

Be:.: C 63,47% H 6,57% N 7,40% S 5,65% Ge:.: C 63,31% H 6,42% N 7,45% S 5,49%

b) 7-N-tert. -Butoxycarbonyl-2-(4-hydroxybenzyl)-l-tosyl-l,4, 7 -tria∑aheptan-3-on 21 g (36,99 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22a) werden in 300 ml Methylen- chiorid gelöst und 4 g Palladium-Katalysator ( 10 % Pd/C) zugegeben. Man hydriert über Nacht. Der Katalysator wird abfiltriert und das Filüat zur Trockene eingeengt. Es werden

16.39 g eines glasigen Schaumes erhalten, der nach kurzer Zeit erstarrt.

Ausbeute: 99 %

Be:.: C 57,84% H 6,54% N 8,80% S 6,71%

Gef.: C 57,70% H 6,61% N 8,69% S 6,54%

c) 7-N-tert. Butoxycarbonyl-2-[4-(benzyloxycarbonylmethyloxy)-benzyl]-l-t osyl- 1,4, 7-tria∑aheptan-3-on

15 g (33,51 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22b), 7,68 g (33,51 mmol) Bromessigsäurebenzylester und 13,8 g (100 mmol) Kaliumcarbonat werden in 300 ml Acetonitril 24 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man filtriert von den Salzen ab und engt das Filtrat zur Trockene ein. Der Rückstand wird in 200 ml Methylenchlorid gelöst und 2 ma mit 100 ml Wasser ausgeschüttelt. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid Hexan/Aceton: 20/10/1). Es werden 10.69 g eines farblosen Öls erhalten. Ausbeute: 51%

Be:.: C 61,42% H 6,28% N 6,72% S 5,12% Gef.: C 61,27% H 6,09% N 6,68% S 5.03%

d) l-Tosyl-2-(4-(ben∑yloxycarbonylmethyloxy)-ben∑yl)-l,4, 7-tria∑aheptan-3-on (als Trifluoracetat-Sal∑) 10 g (15,98 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22c) werden 1 Stunde in 100 ml Trifluoressigsäure bei Raumtemperatur gerührt. Man engt im Vakuum zur Trockene ein. Es werden 10,22 g eines glasigen Schaumes erhalten, der beim Stehenlassen erstarrt. Ausbeute: 100 %

Ber.: C 54,45% H 5,04% N 6,57% S 5,01% F 8,91%

Gef.: C 54,51% H 5,10% N 6,43% S 4,89% F 9,15%

e) 9-chloro-2-(4-(benzyloxycarbonylmethyloxy)-ben∑yl)-l-tosyl -l,4, 7-tria∑anonan- 3,8-dion 10 g (15,63 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22d) und 4,75 g (46,90 mmol) Triethylamin werden in 200 ml Chloroform gelöst. Bei 0°C werden 1,94 g (17,19 mmol) Chloracetylchlorid innerhalb 30 Minuten zugetropft und anschließend 2 Stunden bei 0°C gerührt. Die organische Phase wird 2 mal mit 5 %iger Salzsäure und 2 mal mit Wasser ausgeschüttelt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: 20:1). Es werden 7,62 g eines wachsartigen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 81 %

Ber.: C 57,85% H 5,36% N 6,98% S 5,32% Cl 5,89% Gef.: C 57,70% H 5,49% N 6,82% S 5,25% Cl 5,78%

f) 9-Chloro-2-(4-(carboxymethyloxy)-benzyl)-l -tosyl-1 ,4, 7 -triazanonan- ,8-dion

7 g (11,63 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22e) werden in 150 ml Methylenchlorid gelöst und mit 2 g Palladium-Katalysator (10 % Pd/C) versetzt. Man hydriert über Nacht. Der Katalysator wird abfiltriert und das Filtrat im Vakuum zur Trockene eingedampft. Es werden 5,89 g eines glasigen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 99 %

Ber.: C 51,61% H 5,12% N 8,21% S 6,26% Cl 6,92%

Gef.: C 51,45% H 5,03% N 8,13% S 6,1 1% Cl 6,79%

g) 10-Acetyl-2-(4-(carboxymethyloxy)-ben∑yl)-l-tosyl-10-thia- l, 4, 7-tria∑adecan-3,8- dion

5 g (9,77 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22f) werden in 80 ml Chloroform gelöst und 1 ,98 g (19,53 mmol) Triethylamin zugesetzt. Man gibt 0,74 g (9,77 mmol)

Thioessigsäure zu und erhitzt 10 Minuten unter Rückfluß. Die Lösung wird in 200 ml eisgekühlte 5 %ige Salzsäure gegossen und kräftig gerührt. Die organische Phase wird abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Chromatographische Aufreinigung an Kieselgel (Laufmittel: Hexan Essigsäureethylester= 3: 1) ergibt 4,47 g der Titelverbindung als glasigen

Feststoff.

Ausbeute: 83 %

Ber.: C 52,26% H 5,30% N 7,62% S 1 1 ,62%

Gef.: C 52,1 1% H 5,39% N 7,50% S 1 1.49%

h) N-Hydroxysuccinimidester von 10-Acetyl-2-(4-(carboxymethyloxy)-benzyl)-l-tosyl- 10-thia-l, 4, 7-triazadecan-3, 8-dion

4 g (7,25 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22g), 1,65 g (7,98 mmol) Dicyclohexylcarbodiimid, 30 mg 4-Dimethylaminopyridin und 0,92 g (7,98 mmol)

N-Hydroxysuccinimid werden bei 0°C in 20 ml Chloroform gelöst und 1 Stunde bei dieser Temperatur gerührt. Anschließend wird 24 Stunden bei Raumtemperatur weiter gerührt. Man setzt 20 ml Ether zu, saugt den ausgefallenen Dicyclohexylhamstoff ab und engt das Filtrat im Vakuum ein. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/Dioxan= 10: 1). Es werden 4,09 g eines farblosen

Feststoffes erhalten.

Ausbeute: 87 %

Ber.: C 51,84% H 4,97% N 8,64% S 9,88%

Gef.: C 51,68% H 4,80% N 8,53% S 9,68%

Beispiel 23

a) 4-Nitrophenolester von 10-Acetyl-2-(4-(carboxymethyloxy)-ben∑yl)-l-tosyl-10- thia- 1 , 4, 7-tria∑adecan-3, 8-dion

4 g (7,25 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22g), 1,1 1 g (7,97 mmol) 4-Nitrophenol, 30 mg 4-Dimethylaminopyridin und 1,65 g (7,97 mmol) Dicyclohexylcarbodiimid werden bei 0°C in 20 ml Chloroform gelöst und 3 Stunden bei

dieser Temperatur gerührt. Dann wird 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man setzt 20 ml Ether zu, saugt vom ausgefallenen Niederschlag ab und dampft das Filtrat im

Vakuum ein. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel:

Methylenchlorid/Dioxan= 15: 1). Es werden 3,85 g eines cremefarbenen Feststoffes erhalten.

Ausbeute: 79 %

Ber.: C 53,56% H 4,79% N 8,33% S 9,53%

Gef.: C 53,41% H 4,63% N 8,17% S 9,38%

Beispiel 24

a) Pentaßuorphenolester von 10-A cetyl-2-(4- (carboxymethyloxy) -benzyl) - 1 -tosyl- 10-thia-l, 4, 7-tria∑adecan-3, -dion 4 g (7,25 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22g), 1,47 g (7,97 mmol) Pentafluor- phenol, 30 mg 4-Dimethylaminopyridin und 1,65 g (7,97 mmol) Dicyclohexylcarbodiimid werden bei 0°C in 20 ml Chloroform gelöst und 3 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Dann wird 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man setzt 20 ml Ether zu, saugt vom ausgefallenen Niederschlag ab und dampft das Filtrat im Vakuum ein. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel:

Methylenchlorid/Dioxan= 15:1). Es werden 3,95 g eines farblosen Feststoffes erhalten.

Ausbeute: 76 %

Ber.: C 50,20% H 3,93% N 5,85% S 8,93% F 13,24%

Gef: C 50,05% H 3,87% N 5,69% S 8,71% F 13,03%

Beispiel 25

a) 7-N-tert. Butoxycarbonyl-2-(4-benzyloxybenzyl)-l-mesyl-l,4, 7-triazaheptan-3-on 16.23 g (42,77 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 19b) werden in 200 ml

Chloroform gelöst und 4,76 g (47,05 mmol) Triethylamin zugegeben. Bei 0°C wird eine Lösung aus 10,27 g (47,05 mmol) Di-tert.-butyldicarbonat in 50 ml Chloroform zugetropft und 30 Minuten bei 0°C gerührt. Anschließend wird 5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man schüttelt 3 mal mit 5 %iger Natriumcarbonatlösung aus, trocknet die organische Phase über Magnesiumsulfat und dampft im Vakuum ein. Der Rückstand wird aus wenig Methanol umkristallisiert. Es werden 20,19 g eines schaumigen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 96 %

51 Be:.: C 58,64% H 6,77% N 8,55% S 6,52% Gef.: C 58,48% H 6,59% N 8,41% S 6,42%

b) 7-N-tert.-Butoxycarbonyl-2-(4-hydroxybenzyl)-l-mesyl-l,4, 7-triazάheptan-3-on 20 g (40,68 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 25a) werden in 300 ml Methylenchlorid gelöst und 4 g Palladium-Katalysator (10 % Pd/C) zugegeben. Man hydriert über Nacht. Der Katalysator wird abfiltriert und das Filtrat zur Trockene eingeengt. Es werden 16,17 g eines glasigen Schaumes erhalten, der nach kurzer Zeit erstarrt.

Ausbeute: 99 %

Ber.: C 50,86% H 6,78% N 10,47% S 7,99%

Gef.: C 50,70% H 6,69% N 10,31% S 7,78%

c) 7-N-tert,-Butoxycarbonyl-2-(4-benzyloxycarbonylmethyloxy)-be nzyl)-l-mesyl-

1,4, 7-tria∑aheptan-3-on 15 g (37,36 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 25b), 8,56 g (37,36 mmol) Bromessigsäurebenzylester und 13,8 g (100 mmol) Kaliumcarbonat werden in 300 ml Acetonitril 24 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man filtriert von den Salzen ab und engt das Filtrat zur Trockene ein. Der Rückstand wird in 200 ml Methylenchlorid gelöst und 2 mal mit 100 ml Wasser ausgeschüttelt. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/Hexan/ Aceton= 20/10/1). Es werden 10.06 g schaumiger Feststoff erhalten. Ausbeute: 49 %

Ber.: C 56,82% H 6,42% N 7,64% S 5,83% Gef.: C 56,65% H 6,35% N 7,51% S 5,72%

d~> 2-(4-(Benzyloxycarbonylmethyloxy)-ben∑yl)-l-mesyl-l,4, -triazaheptan-3-on (als

Trißuoressigsäuresal∑) 10 g (18,19 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 25c) werden 1 Smnde in 100 ml Trifluoressigsäure bei Raumtemperamr gerührt. Man engt im Vakuum zur Trockene ein. Es werden 9,95 g eines glasigen Schaumes erhalten, der bei Stehenlassen erstarrt. Ausbeute: 97 %

Ber.: C 49,02% H 5,01% N 7,46% S 5,69% F 10,11%

Gef.: C 48,91% H 4,90% N 7,30% S 5,51% F 9,96%

e) 9-Chlor-2-(4-(ben∑yloxycarbonylmethyloxy)-ben∑yl)-l-mesy l-l, 4, 7-triazanonan- 3,8-dion 9 g (15,97 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 25d), 1,78 g (17,57 mmol)

Triethylamin werden in 200 ml Chloroform gelöst. Bei 0°C werden 1,98 g (17,57 mmol) Chloracetylchlorid innerhalb 30 Minuten zugetropft und anschließend 2 Stunden bei 0°C gerührt. Die organische Phase wird 2 mal mit 5 %iger Salzsäure und 2 mal mit Wasser ausgeschüttelt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/Essigester= 20:1). Ausbeute: 83 %

Ber.: C 52,52% H 5,37% N 7,99% S 6,09% Cl 6,74%

Gef.: C 52,37% H 5,43 N 7,81 S 5,93% Cl 6,58%

f) 9-Chlor-2-(4-(carboxymethyloxy)-benzyl)-l -mesyl-1 , 4, 7-triazanonan-3,8-dion 6.5 g (12,36 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 25e) werden in 150 ml Methylenchlorid gelöst und mit 2 g Palladium-Katalysator (10 % Pd/C) versetzt. Man hydriert über Nacht. Der Katalysator wird abfiltriert und das Filtrat im Vakuum zur Trockene eingedampft. Es werden 5,33 g eines glasigen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 99 %

Ber.: C 44,09% H 5,09% N 9,64% S 7,36% Cl 8,13%

Gef.: C 43,93% H 4,95% N 9,52% S 7,22% Cl 8,03%

g) / 0-Acetyl-2-(4-(carboxymethyloxy)-ben∑yl)-l-mesyl-l 0-thia-l, 4, 7-triazadecan-3, 8- dion

5 g (11,47 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 22f) werden in 80 ml Chloroform gelöst und 1,98 g (19,53 mmol) Triethylamin zugesetzt. Man gibt 0,74 g (9,77 mmol) Thioessigsäure zu und erhitzt 10 Minuten unter Rückfluß. Die Lösung wird in 200 ml eisgekühlte 5 %ige Salzsäure gegossen und kräftig gerührt. Die organische Phase wird abgetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Chromatographische Aufreinigung an Kieselgel (Laufmittel: Hexan/Essigsäureethylester= 3:1) ergibt 4,64 g der Titelverbindung als glasigen Feststoff. Ausbeute: 85 %

Be:.: C 45,46% H 5,30% N 8,84% S 13,48% Gef.: C 45,28% H 5,17% N 8,61% S 13.38%

h) N-Hydroxysuccinimidester von 10-Acetyl-2-(4-(carboxymethyloxy)-benzyl)-l- mesyl-10-thia-l, 4, 7-triazadecan-3, 8-dion

4 g (8,41 mmol) 4 g (7,25 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 25g), 1,91 g (9.25 mmol) Dicyclohexylcarbodiimid, 30 mg 4-Dimethylaminopyridin und 1,06 g (9.25 mmol) N-Hydroxysuccinimid werden bei 0°C in 20 ml Chloroform gelöst und 1 Stunde bei dieser Temperatur gerührt. Anschliessend wird 24 Stunden bei Raumtemperatur weitergerührt. Man setzt 20 ml Ether zu, saugt vom ausgefallenen Dicyclohexylhamstoff ab und engt das Filtrat im Vakuum ein. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/Dioxan= 10:1). Man erhält 3,47 g eines cremefarbenen Feststoffes. Ausbeute: 72 %

Ber.: C 46,15% H 4,93% N 9,78% S 11,20% Gef.: C 46,03% H 4,83% N 9,64% S 1 1,05%

Beispiel 26

a) 3-Glycerin-Ester von 10-Acetyl-2-(4-(carboxymethyloxy)-ben∑yl)-l -mesyl-10-thia- 1,4, 7-triazadecan-3,8-dion mit Glycerin-1 ,2-dipalmitat 2 g (5,27 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 25g), 20 mg 4-Dimethylaminopyridin, 3.30 g (5,80 mmol) Glycerin-l,2-dipalmitinsäureester und 1,20 g (5,80 mmol) Dicyclo¬ hexylcarbodiimid werden bei 0°C in 5 ml Chloroform gelöst und 3 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Dann rührt man 24 Stunden bei Raumtemperatur. Es werden 20 ml Ether zugesetzt und vom Niederschlag abfiltriert. Das Filtrat wird im Vakuum zur Trockene eingedampft und der Rückstand an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Hexan/Essigsäureethylester= 30:1). Man erhält 3,35 g eines wachsartigen Feststoffes. Ausbeute: 62 %

Ber.: C 62,02% H 8,94% N 4,09% S 6,25% Gef.: C 61,91% H 8,75% N 3,91% S 6,18%

Beispiel 27

a) 4-Benzylether von N-Mesyl-Tyrosin

10 g (27,5 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 19a) und 5,50 g (137,6 mmol) Natriumhydroxid werden in einer Mischung aus 50 ml Wasser/150 ml Ethanol 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man dampft zur Trockene ein, nimmt den Rückstand in 200 ml

3 Salzsäure auf und rührt 2 Stunden bei Raumtemperatur. Die ausgefallene Säure wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum bei 70°C getrocknet. Es werden

9,42 g cremefarbenen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 98 %

Ber.: C 58,44% H 5,48% N 4,01% S 9,18%

Gef.: C 58,28% H 5,37% N 3,91% S 9,02%

b) 6, 6'-Bis-[l-N-tert. butoxycarbonyl-1, 4-diaza-hexan-3-onJ-disulßd

10 g (65,67 mmol) Cystamin, 11,50 g (65,67 mmol) N-Boc-Glycin und 14,90 g (72.24 mmol) Dicyclohexylcarbodiimid werden bei 0°C in 50 ml Tetrahydrofuran gelöst und 2 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Anschließend wird 12 Stunden bei Raum¬ temperatur gerührt. Man setzt 50 ml Ether zu und saugt von ausgefallenen Niederschlag ab. und dampft das Filtrat zur Trockene ein. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Hexan/Aceton= 6:1). Es werden 20,84 g eines glasigen

Feststoffes erhalten.

Ausbeute: 68 %

Ber.: C 46,33% H 7,34% N 12,01% S 13,74% Gef.: C 46,15% H 7,28% N 1 1,93% S 13,67%

c) 6, 6'-Bis-[l, 4-Diaza-hexan-3-on]-disulfid

20 g (42,86 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 27b) werden in 100 ml Trifluoressigsäure gelöst und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man dampft zur

Trockene ein, nimmt den Rückstand mit 300 ml 10 %iger Natriumcarbonat-Lösung auf und extrahiert 6 mal mit 50 ml Chloroform. Die vereinigten Chloroform-Phasen werden über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Es werden 10,96 g eines leicht gelb gefärbten Feststoffes erhalten. Ausbeute: 96 %

Ber.: C 36,07% H 6,81% N 21,03% S 24,07%

Gef.: C 35,91% H 6,90% N 20,89% S 23,89%

d) 9,9'-Bis[2-(4-benzyloxyben∑yl)-l-mesyl-l, 4, 7-tria∑anonan-3, 6-dionJdisulfid 9 g (25,76 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 27a), 3,43 g (12,87 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 27c) und 6,19 g (30 mmol) Dicyclohexylcarbodiimid werden bei 0°C in 40 ml Tetrahydroduran gelöst und 2 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Anschliessend wird 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man setzt 30 ml Ether zu und saugt vom Niederschlag ab. Das Filtrat wird im Vakuum zur Trockene eingedampft und der Rückstand an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/ Aceton= 20:1). Es werden 5,59 g eines cremefarbenen Feststoffes erhalten.

Ausbeute: 48 % [bezogen auf 27c)]

Be:.: C 53,08% H 5,79% N 9,28% S 14,17%

Gef.: C 52,93% H 5,84% N 9,13 S 14,02%

Beispiel 28

a) 4-Ben∑ylether vom N-Mesyl-Tyrosinamid

20 g (55,03 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 19a) werden in 300 ml Tetrahydrofuran gelöst und bei 0°C 3 Smnden ein Ammoniak-Strom eingeleitet. Man dampft zur Trockene ein und kristallisiert den Rückstand aus Methanol um. Es werden

18.6 g farblose Blättchen erhalten.

Ausbeute: 97 %

Be:.: C 58,60% H 5,79% N 8,04% S 9,20% Gef.: C 58,47% H 5,88% N 7,91% S 9,05%

b) 2-(4-Benzyloxybenzyl)-l-mesyl-l, 4-dia∑abutan

18 g (51,66 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 28a) werden in 200 ml Tetrahydrofuran gelöst und unter einer Stickstoffatmosphäre 310 ml IM Diboran in THF zugesetzt. Man erhitzt 24 Stunden unter Rückfluß. Man kühlt auf 0°C im Eisbad und setzt 70 ml konzentrierter Salzsäure zu. Anschließend wird 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Es wird zur Trockene eingedampft und der Rückstand mit 300 ml gesättigter Natriumcarbonat-Lösung aufgenommen. Man extrahiert 3 mal mit 100 ml Methylenchlorid, trocknet die vereinigten Phasen über Magnesiumsulfat und dampft im Vakuum zur Trockene ein. Die chromatographische Aufreinigung erfolgt an Kieselgel (Laufmittel: Methylenchlorid/Ethanol= 10:1). Es werden 15,38 g eines cremefarbenen Feststoffes erhalten.

5 Ausbeute: 89 %

Be:.: C 61,05% H 6,63% N 8,38% S 9,59%

Gef.: C 60,91% H 6,54% N 8,27% S 9,41%

c) 4-N-Butoxycarbonyl-2-(4-benzyloxyben∑yl)-l -mesyl-1 , 4, 7-triazaheptan-5-on 15 g (44,85 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 28b) werden in 200 ml Chloroform gelöst und bei 0°C 5 g (49,34 mmol) Triethylamin und 12,84 g (49,34 mmol) N-tert.- Butoxycarbonyl-glycin-N-hydroxysuccinimidester zugegeben. Man rührt 12 Stunden bei Raumtemperatur. Es wird 2 mal mit kalter 5 %iger Salzsäure extrahiert und einmal mit Wasser. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Es werden 20,51 g eines amorphen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 93 % Ber.: C 58,64% H 6,77% N 8,55% S 6,52% Gef.: C 58,47% H 6,85% N 8,43% S 6,41%

d) 2-(4-Ben∑yloxybenzyl)-l -mesyl-1 ,4, 7-tr'a∑aheptan-5-on

20 g (40,68 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 28c) werden in 100 ml Trifluoressigsäure gelöst und 5 Stunden bei Raumtemperamr gelöst. Man dampft im Vakuum zur Trockene ein, nimmt den Rückstand in 200 ml gesättigter Natriumcarbonatlösung auf und extrahiert 3 mal mit 100 ml Chloroform. Die organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. Es werden 15,61 g eines glasigen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 98 %

Ber.: C 58,29% H 6,44% N 10,73% S 8,19% Gef.: C 58,13% H 6,60% N 10,61% S 8,05%

e) 9-Chloτo-2-(4-Benzyloxybenz}>l)-l -mesyl-1 ,4, 7-tria∑anonan-5,8-dion

10 g (25,54 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 28d) und 2,58 g (25,54 mmol) Triethylamin werden in 200 ml Chloroform gelöst. Bei 0°C tropft man innerhalb 30 Minuten 2,88 g (25,54 mmol) Chloracetylchlorid zu. Man rührt 3 Stunden bei 0°C. Es wird auf 200 ml 5 %ige kalte Salzsäure gegossen und kräftig gerührt. Die organische Phase wird abgetrennt, über Magnesium getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird aus Methanol umkristallisiert. Es werden 11,36 g eines cremefarbenen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 95 %

5 ~

Be:.: C 53,90% H 5,60% N 8,98% S 6,85% Cl 7,58% Gef.: C 53,80% H 5,71% N 8,91% S 6,73% Cl 7,44%

f) 10-Benzoyl-2-(4-ben∑yloxyben∑yl)-l -mesyl-1, 4, 7-triaza-l 0-thiadecan-5,8-dion

5 g (10,68 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 28e), 1,08 g (10,68 mmol) Triethylamin und 1,48 g (10,68 mmol) Thiobenzoesäure werden in 50 ml Chloroform 10 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Man dampft zur Trockene ein und chromatographiert der Rückstand an Kieselgel (Laufmittel: Methylenchlorid/ Aceton= 15:1). Es werden 4,93 g eines cremefarbenen amorphen Feststoffes erhalten. Ausbeute: 81 %

Ber.: C 59,03% H 5,48% N 7,38% S 1 1,26% Gef.: C 58,87% H 5,31% N 7,25% S 11,04%

Beispiel 29

a) 9,9'-Bis-[2-(4-benzyloxyben∑yl)-l -mesyl-1, , 7-triazanonan-3-on]-disulfid Zu 10 g (26,35 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 19b) und 10,92 g (79 mmol) Kaliumcarbonat in 100 ml Acetonitril tropft man in der Siedehitze 2,00 g (13,17 mmol) l,6-Dichlor-3,4-dithiahexan (in 20 ml Acetonitril gelöst) innerhalb 1 Stunde zu. Es wird 12 h unter Rückfluß erhitzt. Man filtriert von den Salzen ab, dampft das Filtrat im Vakuum zur Trockene ein und chromatographiert den Rückstand an Kieselgel (Laufmittel: Methylenchlorid/Isopropanol= 10:1). Man erhält 2,19 g eines leicht gelbge- färbten kristallinen Pulvers.

Ausbeute: 19 % (bezogen auf l,6-Dichlor-3,4-dithiahexan) Ber.: C 54,77% H 6,43% N 9,58% S 14,62% Gef.: C 54,61% H 6,53% N 9,41% S 14,51%

Beispiel 30

a) 6-Chloro-2-(4-ben∑yloxybenzyl)-l -mesyl-1, 4-diazahexan-5-on

10 g (25,54 mmol) der Titel Verbindung aus Beispiel 28b) werden zusammen mit 3,03 g (29.90 mmol) Triethylamin in 200 ml Chloroform gelöst. Bei 0°C tropft man 3,38 g

(29.90 mol) Choracetylchlorid zu und rührt 2 Stunden bei dieser Temperatur. Man gießt auf 200 ml 5 %ige kalte Salzsäure und rührt gut durch. Die organische Phase wird absetrennt, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene

eingedampft. Der Rückstand wird aus Me anol umkristallisiert. Man erhält 11,67 g farblose Kristalle. Ausbeute: 95 %

Ber.: C 55,54% H 5,64% N 6,82% S 7,80% Cl 8,63% Gef.: C 55,38% H 5,71% N 6,67% S 7,63% Cl 8,51%

b) 9,9'-Bis-[2-(4-benzyloxybenzyl)-l -mesyl-1, 4, 7-tria∑anonan-5-on]-disulfid

10 g (24,34 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 30a), 1,52 g (10 mmol) Cystamin und 8,29 g (60 mol) Kaliumcarbonat werden in 150 ml Tetrahydrofuran 8 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man filtriert von den Salzen ab, dampft das Filtrat im Vakuum zur Trockene ein und chromatographiert den Rückstand an Kieselgel (Laufmittel: Methylenchlorid/Ethanol= 15:1). Man erhält 2,02 g eines leicht gelblichen Feststoffes. Ausbeute: 23 % (bezogen auf Cystamin) Be:.: C 54,77% H 6,43% N 9,58% S 14,62% Gef.: C 54,61% H 6,52% N 9,47% S 14,48%

Beispiel 31

a) Cystamin-bis-(chloracetamid)

10 g (65,67 mmol) Cystamin und 13,29 g (131,34 mmol) Triethylamin werden in 100 ml

Chloroform bei 0°C gelöst. Man tropft 14,38 g (131,34 mol) Chloracetylchlorid zu und rührt 3 Stunden bei 0°C. Die Lösung wird in 200 ml kalte 5 %ige Salzsäure gegossen und kräftig gerührt. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und im

Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus wenig Aceton umkristallisiert. Man erhält 17,04 g eines cremefarbenen Feststoffes.

Ausbeute: 85 %

Ber.: C 31,48% H 4,62% N 9,18% S 21,01% Cl 23,23% Gef.: C 31,27% H 4,51% N 9,09% S 20,93% Cl 23,12%

b) 9, 9 '-Bi [2-(4-benzyloxybenzyl)-l -mesyl-1, 4, 7-triazanonan-6-on]-disulfid 5 g (16,38 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 31a), 13,69 g (40,95 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 28b) und 20,73 g (150 mmol) Kaliumcarbonat werden in 200 ml Ethanol 8 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man setzt 200 ml Methylenchlorid zu, saugt von den Salzen ab und engt das Filtrat im Vakuum ein. Der Rückstand wird an

SO Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/Ethanol= 15: 1). Man erhält 4,74 g eines glasigen Feststoffes. Ausbeute: 33 %

Ber.: C 54,77% H 6,43% N 9,58% S 14,62% Gef.: C 54,65% H 6,37% N 9,41% S 14,53%

Beispiel 32

a) 2-[4-Benzyloxyben∑yl]-l -mesyl-1, 4, 7-triazaheptan

5 g (13,18 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 19b) werden in 50 ml Tetrahydrofuran gelöst und 80 ml 1 M-Diboran-Lösung (1 M in THF) zugesetzt. Man erhitzt 24 Stunden unter Rückfluß. Es wird auf 0°C abgekühlt und 20 ml konzentrierter Salzsäure zugegeben. Anschließend 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die Lösung wird zur Trockene eingedampft und mit 200 ml gesättigter Natriumcarbonatlösung aufgenommen. Dann wird 5 mal mit 100 ml Chloroform extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid/Isopropanol = 8: 1 , +2 % NH 4 OH). Man erhält 4,19 g eines glasigen Feststoffes.

Ausbeute: 87 %

Ber.: C 59,15% H 7,45% N 11,50% S 8,77%

Gef.: C 59,03% H 7,28% N 11,37% S 8,61%

b) 9,9'-Bis-[2-(4-benzyloxybenzyl)-l -mesyl 1, 4, 7-triazanonan-8-on]-disulfid 4 g (10,94 mmol) der Titelverbindung aus Beispiel 32a), 0,67 g (3,65 mmol) 2,2'-Dithio- diessigsäure und 2,48 g (12,04 mmol) Dicyclohexylcarbodiimid werden bei 0°C in 20 ml Tetrahydrofuran gelöst und 3 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Anschließend rührt man 24 Stunden bei Raumtemperatur. Man gibt 20 ml Ether zu, filtriert vom

Niederschlag ab und engt das Filtrat im Vakuum ein. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel: Methylenchlorid Ethanol = 15:1). Man erhält 0,99 g eines amorphen Feststoffes. Ausbeute: 31 % (bezogen, auf die Dicarbonsäure) Ber.: C 54,77% H 6,43% N 9,58% S 14,62% Gef.: C 54,58% H 6,38% N 9,47% S 14,51%