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Title:
THREAD PROCESSING SYSTEM AND THREAD DELIVERY DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/002800
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a thread processing system (S) comprising a textile machine and at least one thread delivery device, which are assigned to the peripheral auxiliary devices (3 to 6, 18), wherein the thread delivery device has a computerized control device (C) that is connected by signal transmission to the auxiliary devices. At least certain auxiliary devices have at least one component configured in such a way that they generate and/or receive signals. According to the invention, the thread delivery device (F, F') has at least one local, autonomous communication bus system (BL) for the transmission of serial data at least from and/or to the auxiliary devices, said bus system being connected to the control device (C).

Inventors:
HELLSTROEM JERKER (SE)
THOLANDER LARS HELGE GOTTFRID (SE)
WAHLGREN NIKLAS (SE)
Application Number:
PCT/EP2002/007135
Publication Date:
January 09, 2003
Filing Date:
June 27, 2002
Export Citation:
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Assignee:
IROPA AG (CH)
HELLSTROEM JERKER (SE)
THOLANDER LARS HELGE GOTTFRID (SE)
WAHLGREN NIKLAS (SE)
International Classes:
D03D47/34; D03D51/00; (IPC1-7): D03D/
Domestic Patent References:
WO2001031410A12001-05-03
WO2000049474A12000-08-24
Foreign References:
US5246039A1993-09-21
Attorney, Agent or Firm:
GRÜNECKER, KINKELDEY, STOCKMAIR & SCHWANHÄUSSER (München, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Fadenverarbeitendes System (S), umfassend wenigstens eine Textilmaschine (M), insbesondere eine Webmaschine (L), und mindestens ein operativ der Textilmaschine zugeordnetes Fadenliefergerät (F, F'), dem periphere Zubehörvorrichtungen (A, A', 3 bis 6,18) zur Fadensteuerung und/oder Fadenbehandlung und/oder Fadenüberwa chung und/oder Fadenabtastung funktionell zugeordnet sind, wobei das Fadenliefer gerät (F, F') eine computerisierte Steuervorrichtung (C) aufweist, die mit den Zubehör vorrichtungen in signalübertragender Verbindung steht und zumindest eine Zubehör vorrichtung mindestens eine elektronische Komponente zum Generieren wenigstens eine Kondition repräsentierender Signale und/oder Empfangen eine Aktion bewirken der Signale aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenliefergerät (F, F') wenigstens ein mit seiner Steuervorrichtung (C) verbundenes, lokales und autonomes Bussystem (BL, BL') für serielle DatenKommunikation zumindest von und/oder zu den Zubehörvorrichtungen (A, A', 3 bis 6,18) aufweist.
2. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenliefergerät (F, F') mit seiner Steuervorrichtung (C) wenigstens ein Knoten (N) eines mit zumindest einer Hauptsteuervorrichtung (CU) der Textilmaschine (M) oder einer übergeordneten Steuervorrichtung (16) verbundenes Hauptbussystem (BM) für eine serielle, schnelle Datenkommunikation ist, wobei der Knoten, vorzugs weise, wenigstens einen Schnittstellenprozessor (14) wie einen GateWayProzessor aufweist.
3. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein ge genüber dem schnellen Hauptbussystem (BM), vorzugsweise mit einer Datenübertra gungsrate größer 20 kbps, langsameres lokales Bussystem (BL, BL'), vorzugsweise mit einer Datenübertragungsrate kleiner 20 kbps, vorzugsweise ein auf einer UART StandardAusstattung der Steuervorrichtung (C) des Fadenliefergeräts (F, F') basie rendes, zum Hauptbussystem (BM) komplementäres, lokales EinleiterSubsystem.
4. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das lokale Bussystem (BL) eine EinleiterVerbindung (11') von zwei zusammenge fassten UARTAnschlüssen (40,41) direkt oder über eine ZubehörvorrichtungsPC Platine (PCA) zu einem MikroController (3', 5') der jeweiligen Zubehörvorrichtung ist, vorzugsweise ergänzt durch wenigstens einen externen Treiberschaltkreis (44), und dass im lokalen Bussystem (BL) eine bidirektionale HalbduplexKommunikation mit definierten Nachrichten in Rahmenform durchführbar ist.
5. Fadenverarbeitendes System nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, da durch gekennzeichnet, dass das lokale Bussystem (BL) wenigstens eine separate SYNCLeitung (46,43) zur Echtzeitübertragung von Informationen an wenigstens eine Zubehörvorrichtung aufweist, und dass die Informationen entweder den Textilmaschi nenDrehwinkel (a), die Textilmaschinengeschwindigkeit oder die Textilmaschinenpo sition, oder den Drehwinkel (ß) oder die Geschwindigkeit bzw. Position des Antriebs motors (1) des Fadenliefergeräts (F) repräsentieren.
6. Fadenverarbeitendesn System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im lokalen Bussystem (BL), vorzugsweise im lokalen Bussystem mit der Einleiter Verbindung (11'), eine SYNCLeitung (46) zu wenigstens einer zulaufseitigen Zube hörvorrichtung (3) und/oder eine SYNCLeitung (43) in wenigstens einer ablaufseiti gen Zubehörvorrichtung (5) vorgesehen ist.
7. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an das lokale Bussystem (BL, BL') zusätzlich eine Sensorik (2) oder/und der An triebsmotor (1) und/oder Parametereinstelleinrichtungen und/oder Fadensteuerein richtungen des Liefergerätes (F, F') selbst angeschlossen sind.
8. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass lokale Bussysteme (BL, BL') mehrerer Liefergeräte (F, F') der Textilmaschine (M) zu einer zumindest selektiven Querkommunikation miteinander vernetzt sind.
9. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Hauptbussystem (BM) und wenigstens einem lokalen Bussystem (BL, BL') eines Liefergeräts (F, F') eine selektiv aktivierbare SchnittstellenKommuni kationsverbindung (12,13, 13') vorgesehen ist, vorzugsweise in oder an der Steuer vorrichtung (C) des Fadenliefergeräts (F, F').
10. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lokale Bussystem (BL, BL') ein CANBussystem, ein DaisyChainBussystem oder ein EinleiterBussystem auf UARTStandardbasis ist.
11. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Zubehörvorrichtung (A, A', 3 bis 6,18) im lokalen Bussystem (BL, BL') über we nigstens einen Schnittstellenprozessor (P) bzw. eine ZubehörvorrichtungsPCPlatine (P', PCA) an die LiefergerätSteuervorrichtung (C), vorzugsweise eine Liefergerät HauptPCPlatine (PCF) angeschlossen ist.
12. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Fadenliefergerät (F, F') gebildete Knoten (M) im Hauptbussystem (BM) einen Cluster (23) aufweist, der über eine Stromzuführeinrichtung (22) an das Hauptbus system (BM) angeschlossen ist.
13. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubehörvorrichtung ein an der Zulaufseite des Fadenliefergeräts (F, F') im Fa denweg angeordneter Fadenlaufsensor oder Fadenbruchsensor oder Fadenge schwindigkeitssensor oder Fadenqualitätssensor oder Fadenknotensensor (3), gege benenfalls mit einer signalgenerierenden Komponente (26) und oder einer Funktions überwachungskomponente (27) ist.
14. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubehörvorrichtung ein an der Zulaufseite des Fadenliefergeräts (F, F') im Fa denweg angeordneter Fadenöler oder Fadenwachser (4), gegebenenfalls mit einem Applikatorantrieb (29) und/oder einem ImprägnationsmittelFüllstandsmesser (30) und/oder einer Funktionsüberwachungskomponente (31) oder ein antreibbarer Schlupfförderer ist.
15. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubehörvorrichtung eine an der Ablaufseite des Fadenliefergeräts (F, F') im Fa denweg angeordnete, gesteuerte Fadenbremse (5) mit wenigstens einem Bremsele mentantrieb (32) und/oder einer Einstellkomponente (34) und/oder einer Funktions überwachungskomponente, oder ein Tensiometer (6) mit einer Detektionskomponente (35) und/oder einer Funktionsüberwachungskomponente (36) und/oder einer Signal auswerteschaltung (36) ist, gegebenenfalls ein in die gesteuerte Fadenbremse integ rierter oder mit ihr verknüpfter Tensiometer, oder ein Schussfadenwächter (18) mit ei ner Fadendetektionskomponente (38) und/oder einer EmpfindlichkeitsEinstell komponente und/oder einer KalibrierKomponente (39), oder ein variabler, antreibba rer Schlupfförderer für den Faden (Y) oder ein pneumatischer Fadenstrecker ist.
16. Fadenverarbeitendes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubehörvorrichtung eine pneumatische Einfädelvorrichtung oder eine pneumati sche Fadenaussonderungsvorrichtung mit Betätigungsund Überwachungskompo nenten ist.
17. Fadenliefergerät (F, F') mit einer computerisierten Steuervorrichtung (C) und meh reren, dem Fadenliefergerät funktionell zugeordneten Zubehörvorrichtungen zur Fa densteuerung und/oder Fadenbehandlung und/oder Fadenüberwachung und/oder Fadenabtastung entlang des Fadenwegs, wobei in Zubehörvorrichtungen elektroni sche Komponenten vorgesehen sind, die mit der elektronischen Steuervorrichtung (C) in signalübertragender Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass das Fa denliefergerät (F, F') wenigstens ein lokales, autonomes Bussystem (BL, BL') zur se riellen Datenkommunikation mit den Zubehörvorrichtungen aufweist.
18. Fadenliefergerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer vorrichtung (C) einen Chip oder eine FadenliefergerätPCPlatine (PCF) mit UART StandardAnschlüssen (40,41, 42) aufweist, und dass das lokale Bussystem (BL) ei ne aus von zwei verknüpften UARTAnschlüssen ausgehende Einleiterverbindung (11') zur einem Mikrocontroller (3', 5') wenigstens einer Zubehörvorrichtung (3,5) auf weist.
19. Fadenliefergerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer vorrichtung (C) des Fadenliefergeräts (F, F') in ein schnelles serielles Hauptbussys tem (BM) eingegliedert ist, und dass das lokale Bussystem (BL) ein komplementäres, langsameres Subsystem des Hauptbussystems (BM) ist.
20. Fadenliefergerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das lokale Bussystem (BL) ergänzt ist durch wenigstens eine separate SYNCLeitung (43,46) zur EchtzeitÜbertragung von Informationen, die die TextilmaschinenGeschwindigkeit und/oder Drehwinkel und/oder Position bzw. den LiefergerätAntriebsmotor Drehwinkel und/oder diegeschwindigkeit und/oder dieposition repräsentieren, und dass die Informationen in Form von geschwindigkeitsproportionalen Pulsketten über tragen werden.
Description:
Fadenverarbeitendes System und Fadenliefergerät Die Erfindung betrifft ein fadenverarbeitendes System entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Fadenliefergerät entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 17.

In Fadenverarbeitungssystemen, die beispielsweise eine Webmaschine und Faden- liefergeräte umfassen, sind entlang des Fadenwegs vom Fadenvorrat bis gegebe- nenfalls zur Austrittsseite aus dem Webfach Zubehörvorrichtungen vorgesehen, die der Fadensteuerung, der Fadenbehandlung, der Fadenüberwachung, der Fadenab- tastung, der Fadenförderung, und dgl. dienen. Zumindest einige Zubehörvorrichtun- gen stehen mit der Steuervorrichtung des Fadenliefergeräts in signalübertragender Verbindung, damit Rückmeldungen oder Kommandos übertragbar sind oder Einstel- lungen von Funktionsparametern vorzunehmen sind. Dies bedeutet einen erheblichen Verkabelungsaufwand, erzeugt akute Fehlerquellen, und erfordert eine aufwendige Ausstattung und Abstimmung der kommunizierenden Komponenten. Es sind ferner Fadenverarbeitungssysteme (Webmaschine mit Fadenliefergeräten und Zubehörvor- richtungen) bekannt, bei denen ein schnelles Kommunikations-Hauptbussystem für serielle Datenübertragungen vorgesehen ist, über das beispielsweise eine übergeord- nete Steuervorrichtung oder die Steuervorrichtung der Textilmaschine mit dem Fa- denliefergerät und gegebenenfalls den Zubehörvorrichtungen kommuniziert. Im Haupt-Bussystem werden gegebenenfalls auch Informationen zur Geschwindigkeit bzw. zum Drehwinkel der Textilmaschine und/oder des Antriebs des Fadenliefergeräts übertragen. Da im Betrieb des fadenverarbeitenden Systems ein Vielzahl an Daten oft unterschiedlicher Prioritäten zu übertragen sind, und moderne fadenverarbeitende Systeme außerordentlich komplex sind, kann die Eingliederung auch von Zubehörvor- richtungen die Kapazität des Hauptbussystems überfordern bzw. leidet die Kommuni- kation mit den Zubehörvorrichtungen unter der Dominanz höherrangiger Kommunika- tionsvorgänge. Die für die Zubehörvorrichtungen nutzbare Intelligenz des Hauptbus- systems ist begrenzt, beispielsweise wenn das Hauptbussystem eine Vielzahl von Fadenliefergeräten mit Zubehörvorrichtungen und eine Jacquard-Webmaschine zu verknüpfen hat. Es erfordert die Kommunikation über das Haupt-Bussystem eine auf- wendige und kostenintensive Ausstattung der Zubehörvorrichtungen. Das zu übertra- gende Datenvolumen kann gegebenenfalls für das Haupt-Bussystem zu groß werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein fadenverarbeitendes System der ein- gangs genannten Art sowie ein Fadenliefergerät für ein solches fadenverarbeitendes System anzugeben, bei denen die eingangs geschilderten Nachteile vermieden wer- den und für die Kommunikation mit Zubehörvorrichtungen gezielt maßgeschneiderte Intelligenz nutzbar ist.

Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und des ne- bengeordneten Patentanspruchs 17 gelöst.

Im lokalen Bussystem kommunizieren nur angeschlossene Zubehörvorrichtungen zumindest mit der Steuervorrichtung des Fadenliefergeräts. Übergeordnete oder hö- herrangige Kommunikationsvorgänge beeinträchtigen oder beschränken den Zube- hörvorrichtungs-Datenaustausch nicht. Das lokale Bussystem lässt sich mit verrin- gertem Aufwand auf die von den Zubehörvorrichtungen zu erfüllenden Funktionen ab- stimmen und mit einer Intelligenz auslegen, die Zubehörvorrichtungen gezielt gerecht wird und diesen eine optimale Fadenkontrolle, Fadenüberwachung bzw. Fadenbe- handlung ermöglicht. Eine serielle Datenübertragung im lokalen Bussystem ermöglicht ausreichende Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Die autonome Auslegung des lokalen Bussystems macht dieses unabhängig von gegebenenfalls übergeordneten Kommu- nikationsvorgängen des Fadenliefergeräts in einem Hauptbussystem. Gegebenenfalls operiert das Fadenliefergerät unabhängig von der Textilmaschine sogar nur abhängig vom Fadenverbrauch, auf den das Fadenliefergerät mit den Zubehörvorrichtungen im lokalen Bussystem selbsttätig überwachend und steuernd reagiert.

Das lokale Bussystem bietet den Vorteil, für die Kommunikation mit den Zubehörvor- richtungen maßgeschneidert und deshalb beispielsweise hinsichtlich des Verkabe- lungsaufwandes einfacher zu sein, selbst wenn diese ein kostengünstige, mit einem Hauptbussystem nicht direkt kompatible Ausstattung haben sollten. Dadurch lassen sich Kosten sparen. Ferner können Zubehörvorrichtungen jederzeit dazu oder wegge- nommen werden, weil das lokale Bussystem diesbezüglich sehr flexibel ist.

Das Fadenliefergerät ist mit seinem lokalen Bussystem für die Zubehörvorrichtungen in der Lage, sich an die Operationsbedingungen optimal anzupassen und mit den Zu- behörvorrichtungen mit hoher Betriebssicherheit zu kommunizieren. Die Steuervor- richtung des Fadenliefergeräts ist über die Vorgänge in und bei den Zubehörvorrich- tungen informiert, vermag diese zielgenau zu steuern, einzustellen, zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dank serieller Datenübertragung lassen sich auch komplexe Daten rasch und zuverlässig übertragen. Das lokale Bussystem lässt sich flexibel gestalten, so dass beliebig viele Zubehörvorrichtungen unterschiedlicher Gattungen angeschlos- sen oder weggenommen werden können, ohne dass dies Einfluss auf etwaige über- geordnete Datenübertragungsvorgänge in einem gegebenenfalls vorhandenen Hauptbussystem hätte. Das lokale Bussystem kommt im Regelfall mit zwei Leitern aus, gegebenenfalls sogar mit nur einer Einleiterverbindung. Entsprechende Schnitt- stellenprozessoren oder einfache Mikrocontroller oder PC-Platinen ermöglichen einen einfachen Ausstattungsaufwand der Zubehörvorrichtung und im lokalen Bussystem.

In einem hochwertigen Kommunikationssystem ist im fadenverarbeitenden System je- des Liefergerät ein Knoten eines schnellen Kommunikations-Hauptbussystems, über das die Fadenliefergeräte miteinander oder mit einer übergeordneten Steuervorrich- tung und/oder einer Steuervorrichtung der Textilmaschine kommunizieren, Komman- dos oder Informationen erhalten oder Rückmeldungen liefern. Im Hauptbussystem kann eine andere Art der Datenübertragung stattfinden als in dem lokalen Bussystem.

Es ist aber denkbar, zumindest ähnliche Datenübertragungs-Arten im Hauptbussys- tem und im lokalen Bussystem wählen, um z. B. selektiv auch eine mittelbare Kommu- nikation vom Hauptbussystem zu einem lokalen Bussystem oder umgekehrt durch- zuführen. Das für die angeschlossenen Zubehörvorrichtungen lokale Bussystem des Fadenliefergeräts kann ein komplementäres Subsystem für das Hauptbussystem sein.

Da die Anforderungen an die Operation und Überwachung bzw. Einstellung von Zu- behörvorrichtungen im Regelfall geringer sind als für die Kommunikation zwischen der Textilmaschine und den Fadenliefergeräten, ist ein gegenüber einem schnellen Hauptbussystem langsameres lokales Bussystem zweckmäßig, weil sich der Verka- belungsaufwand und die Kosten für die elektronische Ausstattung reduzieren lassen.

Unter einem schnellen Hauptbussystem wird beispielsweise ein CAN-Bussystem mit einer Bitübertragungsrate größer 20 kbps angesehen, während das langsamere lokale Bussystem nur für eine Bitübertragungsrate kleiner 20 kbps ausgelegt zu sein braucht (Kilobits pro Sekunde). Das lokale Bussystem ist zweckmäßig ein mit dem schnellen Hauptbussystem komplementäres Einleiter-Subsystem, das auf einer UART- Standard-Ausstattung der Steuerung des Fadenliefergeräts basiert (Universal Asynch- ronous Receiver and Transmitter). Denn UART-Anschlüsse sind bei weitem die ein- fachste Vorraussetzung zum Implementieren einer seriellen Kommunikation, und lie- gen als on-Chip-Peripherausstattungen in virtuell allen einigermaßen modernen Mik- rocontrollern bereits vor. Im UART-Standard werden Nachrichten als Byte-Level- Charakter transferiert. Durch Ergänzung mit einigen externen, einfachen Treiber- schaltkreisen und durch Verknüpfen zweier UART-Anschlüsse lässt sich eine einfache Einleiter-Verbindung (mit einem logischen Erdleiter) erzielen. Die Einleitungsverbin- dung ist in wired-or-Konfiguration angeschlossen und ermöglicht eine bidirektionale Halbduplex-Kommunikation. Nachrichten werden von dem Busmaster als Rahmen ausgegeben. Ihre Spezifikation definiert einen einfachen Identifikator, mit dem sich beispielsweise 60 verschieden definierte Nachrichten formen lassen. An die Einleiter- Verbindung auf UART-Standard-Basis können kostengünstige low-end-Mikrocontroller angeschlossen werden, d. h., es gelten nur niedrige Hardware-Anforderungen, so dass insgesamt ein kostengünstiges und dennoch funktionssicheres lokales Bussystem ge- schaffen werden kann.

Das auf dem UART-Standard basierende lokale Bussystem benötigt nur eine Einlei- terverbindung von zwei UART-Anschlüssen zu wenigstens einem Mikrocontroller der Zubehörvorrichtung, oder über eine Zubehörvorrichtungs-PC-Platine, gegebenenfalls ergänzt durch eine externe Treiberschaltung.

Falls ein so einfaches lokales Bussystem zur relativ langsamen Übertragung von Ein- stellungen, Sollwerten, Ein-und Ausschaltkommandos, Filtereinstellungen, Modulai- onsschemata, und dgl. benutzt wird, kann das lokale Bussystem zweckmäßig durch wenigstens eine separate SYNC-Leitung zur Echtzeitübertragung von Informationen ergänzt sein, die entweder den Textilmaschinendrehwinkel oder die Textilmaschinen- position oder den Drehwinkel oder die Position des Antriebs des Fadenliefergeräts bzw. die jeweiligen Geschwindigkeiten repräsentieren. Durch gemeinsame Berück- sichtigung der Kommunikation im lokalen Bussystem und der in der separaten SYNC- Leitung gegebenen Informationen sind die Zubehörvorrichtungen in flexibler Weise in der Lage, sehr präzise zu operieren. Ein solches lokales Bussystem wird damit weit- gehend gleichwertig einem schnellen, jedoch weitaus kostenintensiveren, bis zu den Zubehörvorrichtungen geführten Haupt-Bussystem.

Zweckmäßig sind Zubehörvorrichtungen an der Zulaufseite des Fadenliefergeräts an eine SYNC-Leitung angeschlossen, die als Information die Geschwindigkeit bzw. den Drehwinkel oder die Position des Antriebs des Fadenliefergeräts für die Operation der Zubehörvorrichtung überträgt, während Zubehörvorrichtungen an der Ablaufseite des Fadenliefergeräts an eine SYNC-Leitung angeschlossen sind, über die die Geschwin- digkeit bzw. der Drehwinkel oder die Position der Textilmaschine gemeldet wird. Auch hier ergibt sich aus der Kombination eines einfachen lokalen Bussystems mit der SYNC-Leitung relativ hohe Intelligenz zum Betrieb der Zubehörvorrichtungen. Auf der SYNC-Leitung kann beispielsweise eine zur Geschwindigkeit proportionale Pulskette übertragen werden. Die Zubehörvorrichtung kann diese Information mit dem Inhalt der Kommunikation im lokalen Bussystem verknüpfen, ohne beispielsweise die Steuervor- richtung der Textilmaschine oder das Hauptbussystem zu beanspruchen.

Bei einer Alternative können an das lokale Bussystem zusätzlich auch die Sensorik und/oder der Antriebsmotor und/oder Parameter-Einstell-Einrichtungen und/oder Fa- densteuereinrichtungen des Liefergeräts selbst angeschlossen sein.

Bei Bedarf können lokale Bussysteme mehrerer Fadenliefergeräte zumindest selektiv zu einer Quer-Kommunikation miteinander verbunden werden. Dann lassen sich Da- ten von einem lokalen Bussystem in ein anderes lokales Bussystem übertragen, zweckmäßig überwacht durch die Steuervorrichtung eines Fadenliefergerätes, die dann als Master fungiert. Es ist möglich, Zubehörvorrichtungen direkt miteinander kommunizieren zu lassen, beispielsweise zum Übertragen oder Abfragen von Funkti- onsparametem, die für mehrere gleichartige Zubehörvorrichtungen innerhalb des fa- denverarbeitenden Systems gelten. Grundsätzlich kann es zweckmäßig sein, die lokalen Bussysteme von dem schnellen Hauptbussystem beispielsweise über die Steuervorrichtung des jeweiligen Fadenlie- fergeräts zu separieren.

Bei einer Alternative kann eine selektiv aktivierbare Schnittstelle zwischen dem Hauptbussystem und wenigstens einem lokalen Bussystem vorgesehen sein, bei- spielsweise in oder bei der Steuervorrichtung des jeweiligen Fadenliefergeräts.

Das lokale Bussystem muss nicht notwendigerweise auf dem UART-Standard basie- ren, sondern kann auch ein CAN-Bussystem oder ein Daisy-Chain-Bussystem für se- rielle Datenübertragungen sein, wobei allerdings die hohen Kosten für jeden Knoten in einem CAN-Lokal-Bussystem sich vermutlich nur rechtfertigen, wenn ohnedies Zube- hörvorrichtungen hochwertiger Ausstattung und Funktionalität angeschlossen sind.

Jede Zubehörvorrichtung ist zweckmäßig über wenigstens einen Schnittstellenpro- zessor bzw. eine Zubehör-PC-Platine an die Fadenliefergerät-Steuervorrichtung an- geschlossen, bzw. dort an eine Fadenliefergerät-Haupt-PC-Platine der Fadenlieferge- rät-Steuervorrichtung. Diese Auslegung erleichtert den Austausch oder die Hinzu- nahme von Zubehörvorrichtungen.

Im Hauptbussystem sollte der Knoten des Fadenliefergeräts zweckmäßig einen Cluster aufweisen, der über eine allgemeine Stromzuführung an das Hauptbussystem angeschlossen ist.

An ein lokales Bussystem eines Fadenliefergeräts angeschlossene Zubehörvorrich- tungen können unterschiedlicher Natur sein. Eine Zubehörvorrichtung an der Zulauf- seite des Fadenliefergeräts könnte z. B. ein elektronischer Fadenlaufsensor und/oder Fadenbruchsensor und/oder Fadengeschwindigkeitssensor und/oder Fadenqualitäts- sensor sein, der im lokalen Bussystem nicht nur ermittelte Signale liefert, sondern auch hinsichtlich seiner Funktionsparameter einstellbar ist. Die notwendige Informai- on zur Geschwindigkeit oder dem Drehwinkel erhält die Zubehörvorrichtung bei- spielsweise über die in das lokale Bussystem eingegliederte SYNC-Leitung. Eine Zu- behörvorrichtung an der Zulaufseite des Fadenliefergeräts kann ein Fadenöler oder Fadenwachser sein, der den Faden mit einem Imprägnationsmittel behandelt, wobei die Aufbringung des Imprägnationsmittels über das lokale Bussystem variierbar ist, die Funktion überwacht werden kann, und gegebenenfalls Informationen über den Füllstand oder die Größe des Vorrats ausgetauscht werden. Auch ein Schlupfförderer, der in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Antriebs des Fadenliefergeräts ar- beitet, und darauf eingestellt wird, könnte eine Zubehörvorrichtung an der Zulaufseite sein. Eine Zubehörvorrichtung an der Ablaufseite des Fadenliefergeräts kann eine ge- steuerte Fadenbremse sein, deren Bremseffekt während des Fadenlaufes anhand im lokalen Bussystem übertragener Informationen variiert, aktiviert oder deaktiviert wird, wobei die Geschwindigkeits-oder Drehwinkel-Information der Textilmaschine gege- benenfalls über die SYNC-Leitung genutzt wird. Auch eine Funktionsüberwachung und dgl. wird im lokalen Bussystem vorgenommen. Eine weitere an der Ablaufseite des Fadenliefergeräts angeordnete Zubehörvorrichtung kann ein Tensiometer zum Abtasten und Melden der Fadenspannung sein, wobei-falls erforderlich-der Tensi- ometer die Geschwindigkeitsinformation über die SYNC-Leitung erhält, Messewerte und Funktionsparameter hingegen im lokalen Bussystem übertragen werden. Die Messwerte können beispielsweise zur Steuerung einer Fadenbremse, z. B. über das lokale Bussystem, genutzt werden. Die Funktion oder Empfindlichkeit des Tensiome- ters können überwacht oder eingestellt werden, der gegebenenfalls in eine gesteuerte Fadenbremse integriert oder mit dieser verknüpft ist. Eine weitere Zubehörvorrichtung an der Ablaufseite des Fadenliefergeräts wäre ein Schussfadendetektor, der in Ab- hängigkeit von der Geschwindigkeit oder dem Drehwinkel der Textilmaschine die Fa- denlaufbewegung oder den Fadenstillstand meldet, im Falle einer Störung ein Stö- rungssignal liefert, und über das lokale Bussystem z. B. in seiner Empfindlichkeit ein- gestellt oder kalibriert wird. Auch ein variabler Schlupfförderer könnte eine Zubehör- vorrichtung im lokalen Bussystem an der Ablaufseite des Fadenliefergeräts sein. Fer- ner könnte auch eine pneumatische Einfädelvorrichtung oder eine pneumatische Fa- denaussonderungsvorrichtung, die beispielsweise über Elektromagnetventile aktiviert oder deaktiviert, und in ihrer Funktion überwacht wird, eine Zubehörvorrichtung sein, oder ein pneumatischer Fadenstrecker, wobei für diese Zubehörvorrichtungen Funkti- onsparameter im lokalen Bussystems übertragen und die Geschwindigkeits-oder Drehwinkelinformationen z. B. über wenigstens eine SYNC-Leitung bereitgestellt wer- den.

Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden anhand der Zeichnung er- läutert. Es zeigen : Fig. 1 schematisch ein Blockschaltbild eines fadenverarbeitenden Systems mit wenigstens einem Fadenliefergerät und wenigstens einem lokalen Bussystem für Zubehörvorrichtungen, Fig. 2 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines fadenverarbeitenden Systems, Fig. 3 eine detaillierte Darstellung des fadenverarbeitenden Systems von Fig.

1, Fig. 4 eine einfache Ausführungsform eines fadenverarbeitenden Systems mit anderer Auslegung eines lokalen Bussystems, und Fig. 5 eine komplexere Variante zu Fig. 4.

Ein fadenverarbeitendes System S in Fig. 1 umfasst mindestens ein Fadenliefergerät F und eine Textilmaschine M, beispielsweise eine Webmaschine L, die Schussfaden von dem Fadenliefergerät F intermittierend verbraucht. Die Webmaschine L kann eine Düsenwebmaschine, eine Greiferwebmaschine, oder eine Projektilwebmaschine oder sogar eine Jacquard-Webmaschine sein. Alternativ könnte das fadenverarbeitende System S z. B. eine Strickmaschine mit Strickfaden-Liefergeräten sein. Zusätzlich zu dem in ausgezogenen Linien gezeigten Fadenliefergeräten können der Textilmaschi- ne M weitere, gestrichelt angedeutete Fadenliefergeräte F'zugeordnet sein.

Das Fadenliefergerät F weist einen elektronisch gesteuerten Antriebsmotor 1 und eine bordeigene Sensorik 2 auf, die beispielsweise die Größe eines Fadenvorrats, Faden- bewegungen, die Fadenabzugsgeschwindigkeit, und dgl. abtastet oder steuert, bzw. sogar eine webtaktabhängig steuerbare Stoppvorrichtung zum Bemessen der Schussfadenlänge für eine Düsenwebmaschine umfassen kann. Ferner weist das Fa- denliefergerät F eine computerisierte, elektronische Steuervorrichtung C, z. B. mit ei- ner Haupt-PC-Platine PCF auf, die in das Fadenliefergerät F integriert sein kann.

Zur Fadensteuerung, Fadenbehandlung, Fadenüberwachung, Fadenabtastung und dgl. sind beim Fadenliefergerät F im Fadenweg periphere Zubehörvorrichtungen 3 bis 6 vorgesehen. Die Zubehörvorrichtung 3 kann ein Fadensensor oder Fadenbruchsen- sor 7 sein, der die Fadenbewegung bzw. den Fadenlauf bei laufendem Antriebsmotor 1 auf der Zulaufseite des Fadenliefergeräts F überwacht, oder ein Fadenknoten-oder Fadenqualitätssensor. Die Zubehörvorrichtung 4 kann ein Fadenöler oder Flüssig- keitsdispensor oder ein Fadenwachser 8 sein, der bzw. die auf der Zulaufseite des Fadenliefergeräts ein Imprägnationsmittel auf den Faden aufbringt und einen Antrieb enthält. Diese Zubehörvorrichtungen 3,4 sind bezüglich ihrer Funktionsparameter einzustellen und z. B. zusätzlich über die Geschwindigkeit bzw. Position des Antriebs- motors 1 des Fadenliefergeräts F zu informieren, um korrekt arbeiten zu können.

Bei der an der Ablaufseite des Fadenliefergeräts angeordneten Zubehörvorrichtung 5 handelt es sich beispielsweise um eine gesteuerte Fadenbremse oder einen pneuma- tischen Fadenstrecker 9, die bzw. der z. B. ein vorbestimmtes Fadenspannungsprofil einzustellen hat. Bei der Zubehörvorrichtung 6 an der Ablaufseite kann es sich um ei- nen Tensiometer 10 oder einen Schussfadenwächter 10 handeln. Der Tensiometer misst die Fadenspannung und liefert die Fadenspannung repräsentierende Signale.

Der Schussfadenwächter meldet z. B., ob sich der Faden zum erwarteten Zeitpunkt tatsächlich bewegt oder nicht. Die Zubehörvorrichtungen 5 und 6 sind zumindest be- züglich ihrer Funktionsparameter einstellbar. Manchmal benötigen sie zur Funktion ei- ne Information über den Drehwinkel oder die Position der Textilmaschine oder deren Geschwindigkeit.

Als Funktionsparameter für einen Fadenöler oder Flüssigkeitsdispensor sind z. B. des- sen Antriebsgeschwindigkeit in Proportion zur Geschwindigkeit des Antriebs 1 des Fadenliefergeräts und die Aktivierung bzw. Deaktivierung in Abhängigkeit vom Betrieb des Antriebs 1 einzustellen. Als Funktionsparameter eines Fadenbruchsensors an der Zulaufseite sind die Aktivierung und Deaktivierung in Abhängigkeit vom Lauf des An- triebsmotors 1 einzustellen, und ggfs. eine elektronische Filterwirkung oder das An- sprechverhalten abhängig von der Fadengeschwindigkeit bzw. der Geschwindigkeit des Antriebsmotors 1. Ähnliche Funktionsparameter sind für einen Fadenknotensen- sor oder einen Fadenqualitätssensor einzustellen. Als Funktionsparameter einer an der Ablaufseite angeordneten, gesteuerten Fadenbremse ist z. B. ein Fadenspan- nungsschema oder Modulationsschema für die Fadenspannung einzustellen. Bei ei- nem Schussfadenwächter an der Ablaufseite sind als Funktionsparameter die Aktivie- rung und Deaktivierung in Übereinstimmung mit dem Beginn und dem Ende eines Eintragvorganges einzustellen, wie auch die elektronische Filterwirkung bzw. das An- sprechverhalten und die Aktivierungs-Dauer, die z. B. in Bezug zum Textilmaschinen- Drehwinkel stehen. Bei einem pneumatischen Fadenstrecker sind als Funktionspara- meter unterschiedliche Druckniveaus oder Aktivierungs-und Deaktivierungszeitpunkte z. B. in Abhängigkeit vom Textilmaschinendrehwinkel einzustellen. Bei einem Tensio- meter sind als Funktionsparameter die elektronische Filterwirkung bzw. das An- sprechverhalten und die Übertragung der Messresultate z. B. in Relation zum Textil- maschinen-Drehwinkel einzustellen.

Die Information zur Geschwindigkeit bzw. zum Drehwinkel oder der Position der Tex- tilmaschine und/oder des Antriebs des Fadenliefergeräts wird nicht von jeder Zube- hörvorrichtung für deren ordnungsgemäße Funktion benötigt. Einfachere Zubehörvor- richtungen kommen ohne diese Information aus, um ordnungsgemäß zu operieren, sofern z. B. ihre Funktionsparameter eingestellt und die Aktivierungs-oder Deaktivie- rungskommandos übertragen werden.

Das Fadenliefergerät F weist in Fig. 1 ein lokales Bussystem BL für die Zubehörvor- richtungen auf. Das lokale Bussystem BL umfasst beispielsweise eine nur einen oder zwei Leiter (mit einer logischen Erdung) umfassende Verbindung 11 mit der Steuer- vorrichtung C und ist zu einer seriellen Datenübertragung zwischen der Steuervor- richtung C und den Zubehörvorrichtungen 3 bis 6 ausgelegt. Jede Zubehörvorrichtung 3 kann über einen Schnittstellenprozessor oder eine PC-Platine P für unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation an die Verbindung 11 angeschlossen sein. Das lo- kale Bussystem BL kann autonom sein und umfasst in Fig. 1 z. B. Zubehörvorrichtun- gen A, die mit der Steuervorrichtung C kommunizieren, d. h., Signale abgeben, die ei- ne Kondition repräsentieren, oder Signale empfangen, mit denen sie Aktionen einlei- ten oder durchführen, oder mit denen ihre Funktionsparameter eingestellt werden.

Die weiteren Fadenliefergeräte F'sind ebenfalls jeweils mit einem lokalen, autonomen Bussystem BL'für Zubehörvorrichtungen A'ausgestattet, die gleich oder anders sein können als die Zubehörvorrichtungen A im lokalen Bussystem BL des Fadenlieferge- räts F.

Gegebenenfalls ist in der Verbindung 11 (einem Bus) des lokalen Bussystems BL eine Schnittstelle 12 vorgesehen, die entweder direkt oder über eine Verbindung 13 von der Steuervorrichtung C aktivierbar ist, um selektiv über eine Querverbindung 13' Daten zum lokalen Bussystem BL'eines oder jedes anderen Fadenliefergeräts F'zu übertragen oder von dort zu empfangen.

In Fig. 1 ist jedes Fadenliefergerät F, F'ein Knoten N in einem schnellen Hauptbus- system BM für schnelle serielle Kommunikation (z. B. einem CAN-Bussystem), an das über Schnittstellen Prozessoren 14 die Steuervorrichtungen C angeschlossen sind.

Das Hauptbussystem BM weist eine Verbindung 15 (einen Bus) auf, der beispielswei- se an eine übergeordnete Steuervorrichtung 16 und/oder eine Steuervorrichtung CU der Textilmaschine M angeschlossen ist.

Jedes lokale Bussystem BL, BL'kann von dem Hauptbussystem BM, sofern ein sol- ches vorhanden ist, über seine Steuervorrichtung C separiert sein. Es ist aber auch möglich, eine direkte oder bearbeitete Datenübertragung vom lokalen Bussystem in das Hauptbussystem, oder umgekehrt, vorzunehmen.

Das lokale Bussystem BL, BL'könnte ein CAN-Bussystem oder ein Daisy-Chain- Bussystem, jeweils für serielle Datenübertragung, sein, oder ein serielles, relativ ein- faches und langsames Einleiter-Bussystem, das die üblicherweise am Chip der Lie- fergerät-Steuervorrichtung C vorhandenen UART-Anschlüsse zur bidirektionalen Kommunikation nutzt, und zwar mit Rahmen-Nachrichten, die in Form von Byte-Level- Charakteren transferiert werden. Hierbei genügen einfache Treiberschaltkreise und können preiswerte low-end-Mikro-Controller in den Zubehörvorrichtungen direkt ange- sprochen werden. Dadurch entfallen teure CAN-Knoten mit teuren CAN-Controllern.

Während im Hauptbussystem im Falle eines CAN-Bussystems Bitraten größer 20 kbps üblich sind, wäre bei einem Einleiterbussystem auf der Basis zweier verknüpfter UART-Anschlüsse die Bitrate kleiner 20 kbps. Das lokale Bussystem BL dient haupt- sächlich zur Übertragung der vorerwähnten Funktionsparameter. Im Falle eines CAN- Lokalbussystems könnten jedoch auch Geschwindigkeitsinformationen oder Drehwin- kelinformationen der Textilmaschine und/oder des Fadenliefergeräts übertragen wer- den.

In Fig. 1 wird der Antriebsmotor 1 des Fadenliefergeräts F z. B. unter Nutzen der Sig- nale der Sensorik 2 gesteuert und erfolgt ggfs. die Steuerung oder Einstellung der Sensorik 2 bzw. einer Stoppvorrichtung des Fadenliefergeräts, unabhängig von der Datenübertragung in dem lokalen Bussystem BL.

Alternativ ist hingegen in Fig. 2 angedeutet, dass auch die Steuerung des Antriebs- motors 1 und die Datenübertragung von und zu der Sensorik 2 des Fadenliefergeräts im lokalen Bussystem BL des Fadenliefergeräts F erfolgen kann. Die Steuervorrich- tung C kann an das Hauptbussystem BM angeschlossen sein. Grundsätzlich können, falls zweckmäßig, zumindest einige Steuerroutinen beim Fadenliefergerät über das Hauptbussystem, z. B. in Zuordnung zur Operation der Textilmaschine, ausgeführt werden. Jedes Fadenliefergerät F, F'könnte auch ohne das Hauptbussystem BM auf andere Weise betrieben werden, und dennoch in seinem lokalen Bussystem BL mit wenigstens einer Zubehörvorrichtung kommunizieren. Mit dem Hauptbussystem ist eine Kommunikation ggfs. mit jedem lokalen Bussystem BL möglich, und zwar in di- rekt oder indirekt. In diesem Fall wäre jedes lokale Bussystem ein einfacher ausge- legtes, langsameres und komplementären Subsystem des Hauptbussystems.

Obwohl dies in den Fig. nicht gezeigt ist, können auch Zubehörvorrichtungen im Be- reich des Fadenvorrates (des Spulenständers oder dgl.) in wenigstens ein lokales Bussystem eingegliedert sein.

In der Konfiguration des fadenverarbeitenden Systems S in Fig. 3 konsumiert die Tex- tilmaschine M, beispielsweise eine Webmaschine L, abwechselnd jeweils den Faden Y von einigen oder allen der Fadenliefergeräte F, F'. Jedes Fadenliefergerät zieht den Faden Y von einer Vorratsspule 17 ab, bildet einen Zwischenvorrat, und lässt den Fa- den bedarfsabhängig durch eine nicht gezeigte Eintragvorrichtung in ein Webfach 19 überwacht und mit einem bestimmten Fadenspannungsprofil eintragen. Die Zubehör- vorrichtungen A, A', 3 bis 6,18 sind entlang des Fadenwegs mit ihren Bezugszeichen in Klammern versehen, weil sie im hervorgehobenen lokalen Bussystem BL ohnedies vergrößert dargestellt sind. Dies gilt auch für einen Schussfaden-Detektor 18 vor dem Webfach 19.

Die Webmaschine L weist ein Antriebssystem 20 auf, das mit der Steuervorrichtung CU verbunden und von dieser gesteuert wird, wobei die Steuervorrichtung CU (nicht gezeigt) permanent mit Informationen über die Geschwindigkeit und/oder den Dreh- winkel oder die Position der Hauptwelle der Webmaschine L versorgt wird. An die Steuervorrichtung CU ist das Hauptbussystem BM angeschlossen, beispielsweise ü- ber eine Haupt-Bussystem-Betriebseinrichtung 21. Im Bereich des Knotens N ist die Steuervorrichtung C des Fadenliefergeräts F z. B. über einen sogenannten Cluster 23 und eine Hauptstromversorgung 22 an die Verbindung 15 (den Hauptbus) ange- schlossen, der mit mindestens zwei Leitungen in einer nicht hervorgehobenen Halte- rung der Fadenliefergeräte F, F'verlegt sein kann, an der die Fadenliefergeräte mit- tels Klemmvorrichtungen 24 so festgelegt werden, dass bei der Montage die elektri- sche Verbindung zum Hauptbussystem BM hergestellt wird. Das lokale, autonome Bussystem BL ist mit seiner Verbindung 11 beispielsweise über eine Lokalbussystem- Prozessoreneinrichtung 25 (oder direkt bzw. über eine nicht hervorgehobene Zube- hörvorrichtungs-PC-Platine) an die Steuervorrichtung C angeschlossen.

Als nicht beschränkte, beispielsweise Auswahl unterschiedlicher Zubehörvorrichtun- gen A sind für das Schussfaden-Liefergerät F der Webmaschine L folgende Zubehör- vorrichtungen an die Verbindung 11 angeschlossen : Der Fadensensor 3 enthält einen elektronischen Sensor 26, der, z. B. abhängig von der Geschwindigkeit bzw. Position des Antriebsmotors 1, den Faden auf Bewegung oder Stillstand bzw. sogar im Hinblick auf eine Geschwindigkeit abtastet und entspre- chende Signale an die Steuervorrichtung C liefert. Der Fadensensor 3 könnte auch ein Qualitätssensor oder Knotensensor oder dgl. sein. Gegebenenfalls weist er eine Funktionsüberwachungskomponente 28 und ein Empfindlichkeits-Ansprechverhal- tens-Einstellkomponente 27 auf, die Überwachungssignale liefern und/oder auf über- tragene Signale ansprechen und eine Aktion bewirken.

Der Fadenöler oder Fadenwachser 4 enthält einen gesteuerten Antrieb 29 zum Auf- bringen des Imprägniermittels, wobei die Geschwindigkeit des Antriebs 29 und gege- benenfalls die Drehrichtung, die Aktivierung und Deaktivierung, Beschleunigung oder dgl. durch Signale von der Steuervorrichtung C (oder mit einer eigenen Steuervor- richtung auf andere Weise (z. B. in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des An- triebsmotors 1) gesteuert werden. Ein Reservoir kann eine Füllstandsanzeigekompo- nente 30 enthalten. Ferner kann eine Funktionsüberwachungskomponente 31 vorge- sehen sein, die Störungen an die Steuervorrichtung C meldet.

Die gesteuerte Fadenbremse 5 enthält beispielsweise einen Elektromagneten 32 als elektronisch gesteuerten Antrieb für ein verstellbares Bremselement 33 und gegebe- nenfalls eine Funktionsüberwachungskomponente oder eine Einstellkomponente 34 zur Kommunikation mit der Steuervorrichtung C. Die Fadenbremse operiert gegebe- nenfalls in Abhängigkeit von Informationen zum Drehwinkel oder der Geschwindigkeit der Webmaschine L.

Der Tensiometer 6 weist eine signalgenerierende elektrische Komponente 35 auf, die über einen Auswerteschaltkreis 36 die Fadenspannung repräsentierende Signale ge- nerieren und an die Steuervorrichtung C und/oder sogar an die Steuervorrichtung CU der Webmaschine L übertragen kann. Ferner kann eine Funktionsüberwachungs- Einstellkomponente 37 vorgesehen und in das lokale Bussystem BL integriert sein.

Die Operation des Tensiometers 6 erfolgt ggfs. mit Informationen zum Drehwinkel o- der der Geschwindigkeit der Webmaschine L.

Der Fadendetektor 8 bzw. der Schussfadenwächter 18 überwacht den Fadenlauf, z. B. unter Berücksichtigung von Informationen zum Drehwinkel oder der Position oder der Geschwindigkeit der Webmaschine L, und enthält eine elektronische Sensorkompo- nente 38, die entsprechende Signal generiert. Gegebenenfalls ist zusätzlich eine Ka- librier-oder Funktionsüberwachungskomponente 39, auch zum Einstellen der elektro- nischen Filterwirkung oder des Ansprechverhaltens, vorgesehen. Der Fadendetektor oder Schussfadenwächter 18,28 könnte auch eine Auswerteschaltung enthalten, die bei der Abtastung des Fadens dann eine Fehlermeldung als Signal generiert, wenn zu einem nicht erwarteten Zeitpunkt der Faden läuft oder zum Stillstand kommt. In das lokale Bussystem BL können weitere, nicht gezeigte Zubehörvorrichtungen A integ- riert sein, beispielsweise ein variabler Schlupfförderer für den Faden und/oder ein pneumatischer Fadenstrecker und/oder eine pneumatische Einfädelvorrichtung des Fadenliefergeräts und/oder eine pneumatische Fadenaussonderungsvorrichtung.

Die Kombination des schnellen Hauptbussystems BM mit den Subsystemen in Form der lokalen Bussysteme BL, BL'der Fadenliefergeräte F, F'resultiert in einem univer- sellen und flexiblen Kommunikationssystem mit hoher Kapazität, wobei die Daten- übertragung im jeweiligen lokalen Bussystem für die Zubehörvorrichtungen maßge- schneidert erfolgt und in keine Kollision mit der Datenübertragung im Hauptbussystem kommt. Das fadenverarbeitende System kann zweckmäßig mit einer Betriebsspan- nung für die Elektronik von ca. 48 Volt arbeiten, hingegen mit einer Motorspannung von rund 310 Volt. Im Hauptbussystem können auch Daten an die Fadenliefergeräte übertragen werden, die zukünftige Musterentwicklungen repräsentieren, um den Fa- denliefergeräten ein vorbereitendes Arbeitsverhalten ohne drastische Verzögerungen oder Beschleunigungen zu ermöglichen. Ferner können beispielsweise die Schuss- länge und die Webmaschinengeschwindigkeit übertragen werden. Auch können an jedes Fadenliefergerät sogenannte Trig-Signale oder SYNC-Signale (auf der SYNC- Leitung) von der Webmaschine übertragen werden, die die Fadenliefergeräte ent- sprechend verarbeiten, und die Informationen zum Drehwinkel, der Geschwindigkeit, oder der Position der Webmaschine bei den Weboperationen bereitstellen, die ggfs. auch in die lokalen Bussysteme einspeisbar sind. Jedes lokale Bussystem BL, BL'ist mit maßgeschneiderter Intelligenz für die Zubehörvorrichtungen ausgelegt, und des- halb einfacher und kostengünstiger als das Hauptbussystem, da es sich nicht um hö- herrangige oder fremdartige Steuer-und Überwachungsvorgänge zu kümmern hat.

In den Fig. ist jeweils ein lokales Bussystem für die Zubehörvorrichtungen eines Fa- denliefergeräts angedeutet. Es ist möglich, jedem Fadenliefergerät mehrere lokale und autonome Bussysteme zuzuordnen, die jeweils für bestimmte Zubehörvorrichtun- gen oder Zubehörvorrichtungsgruppen vorgesehen sind. Dabei sind einzelne Punkt- zu-Punkt-Bussysteme oder Bussysteme von einem Master zu mehreren Sklaven möglich.

Eine besonders einfache und kostengünstige Ausführungsform eines lokalen Bus- systems BL ist in Fig. 4 gezeigt. Es handelt sich dabei um ein lokales Bussystem BL mit einer Einleiterverbindung 11' (zuzüglich der üblichen logischen Erdung GD), basie- rend auf den üblicherweise am Chip oder Prozessor der Steuervorrichtung C des Fa- denliefergeräts F vorhandenen UART-Anschlüssen 40,41 (und 42 für die logische Er- dung GD). Die Steuervorrichtung C enthält beispielsweise eine PC-Platine PCF mit wenigstens einem Prozessor PF, der mit dem Bus 15 des Hauptbussystems BM über den Schnittstellenprozessor 14 im Knoten N zur seriellen, schnellen Kommunikation ausgelegt ist. In das Hauptbussystem BM ist auch die Steuervorrichtung CU der Webmaschine L eingegliedert, die über eine SYNC-Leitung 43 Informationen zum Drehwinkel a einer Hauptwelle der Webmaschine L erhält (bzw. zur momentanen Ge- schwindigkeit und/oder Position der Webmaschine L).

Die beispielsweise am Ausgang eines Treiberschaltkreises 44 vorgesehenen UART- Anschlüsse 40,41 sind miteinander durch einen Jumper 49 oder dgl. dort verbunden, wo die Einleiter-Verbindung 11'zu einem einfachen Mikrocontroller P'der Zubehörvor- richtung A, hier beispielsweise dem Fadensensor oder Fadenbruchsensor 7 ange- schlossen ist. Der Treiberschaltkreis 44 bildet z. B. mit der Einleiter-Verbindung 11' Teil des lokalen Bussystems BL für die Zubehörvorrichtung A. Es könnten an die Ein- leiterverbindung 11'auch mehrere Zubehörvorrichtungen angeschlossen sein. Über die Einleiter-Verbindung 11'werden hauptsächlich Funktionsparameter, Einstellwerte und dgl. und Rückmeldungen übertragen (bidirektional). Die logische Erdung GD ist an den dritten UART-Anschluss 42 angeschlossen.

Es findet die gewünschte serielle Kommunikation entweder nur zwischen der Steuer- vorrichtung C und der Zubehörvorrichtung 3 statt, oder, falls erforderlich, auch mit dem Hauptbussystem BM unter Vermittlung der Steuervorrichtung C. Fig. 5 verdeutlicht ein einfaches und flexibles Kommunikationssystem eines fadenver- arbeitenden Systems S, das ein schnelles serielles Hauptbussystem BM und ein lo- kales, langsames serielles Bussystem BL aufweist, zwischen denen sich die Steuer- vorrichtung C des Fadenliefergeräts F befindet. Das Hauptbussystem BM ist bei- spielsweise ein CAN-Bussystem mit der Verbindung 15, die von der Steuervorrichtung CU der Webmaschine L über eine Steuerbox PCB, die zentral für alle vorgesehenen Fadenliefergeräte angeordnet ist, zur Haupt-PC-Platine PCF der Steuervorrichtung C führt. In einer separaten SYNC-Leitung 43 wird der Drehwinkel a bzw. die Geschwin- digkeit oder die Position der Hauptwelle 44 der Webmaschine L übertragen, bei- spielsweise in Form einer Pulskette, die zur Geschwindigkeit proportional ist. Die SYNC-Leitung 43 verläuft über den Steuerkasten PCB zur Haupt-PC-Platine PCF des Fadenliefergeräts.

Im lokalen Bussystem BL ist eine PC-Platine PCA für alle angeschlossenen Zubehör- vorrichtungen 3,5 der Haupt-PC-Platine PCF des Fadenliefergeräts F zugeordnet, beispielsweise über einen nicht dargestellten Stecker. Vom Jumper 49 erstreckt sich die Einleiter-Verbindung 11'zur Platine PCA, und parallel dazu die SYNC-Leitung 43, sowie eine weitere SYNC-Leitung 46, in der der Drehwinkel, bzw. die Geschwindigkeit bzw. die Position des Antriebsmotors 1 des Fadenliefergerätes übertragen wird. Die Einleiter-Verbindung 11'ist von der Platine PCA fortgeführt zu einem Mikrocontroller 3'der Zubehörvorrichtung 3, z. B. eines Fadenqualitätssensors, und zu einem Mikro- controller 5'der Zubehörvorrichtung 5, beispielsweise einer gesteuerten Fadenbrem- se. Von der Platine PCA verläuft ferner die getrennte SYNC-Leitung 46 zum Mikro- controller 3', während die separate SYNC-Leitung 43 zum Mikrocontroller 5'verläuft.

Über die Einleiter-Verbindung 11'werden hauptsächlich Funktionsparameter und an- dere, einfachere Nachrichten übertragen. Die Zubehörvorrichtungen operieren dann unter Nutzen der über die Einleiterverbindung 11'übertragenen Informationen und der über die jeweilige SYNC-Leitung 43 oder 46 übertragenen Informationen. Die Kom- munikation auf den Einleiter-Verbindungen 11'erfolgt seriell mit Rahmen, in denen Byte-Level-Charaktere transferiert werden, und zwar in einer Halb-Duplex- Bidirektional-Kommunikation. Die vorhandene UART-Spezifikation lässt einen einfa- chen"Identifikator"identifizieren, mit dem sich beispielsweise 60 grundsätzliche Nach- richten definieren lassen. Die Bitübertragungsrate ist kleiner als 20 kbps. Das lokale Bussystem BL stellt ein komplementäres Subsystem des schnellen seriellen Haupt- bussystems BM dar, das sozusagen der Kommunikationskern im fadenverarbeitenden System ist. Da über die SYNC-Leitungen 43,46 Echtzeitinformationen für die Zube- hörvorrichtungen bereitgestellt werden, ist das lokale Bussystem BL intelligent und bezüglich der Hinzunahme oder Wegnahme von Zubehörvorrichtungen flexibel.

Obwohl dies Fig. 5 nicht zeigt, könnte die Einleiter-Verbindung 11'auch von der Haupt-PC-Platine PCF des Fadenliefergeräts F zum Steuerkasten PCB und von die- sem zu weiteren Zubehörvorrichtungen, gegebenenfalls auch den Zubehörvorrichtun- gen beim Spulenständer, geführt sein. Als weitere Alternative, um-falls gewünscht- auch aufwendigere Konfigurationen des lokalen Bussystems BL zu ermöglichen, könnte die Verbindung 15 des Hauptbussystems BM bis in die Platine PCA fortgeführt sein, um gegebenenfalls weitere CAN-Knoten anschließen zu können.