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Patent Searching and Data


Title:
TORQUE TRANSMISSION COMPONENT HAVING AN ANNULAR RECEIVING GROOVE FOR POSITIONING A BALANCING MASS, ELECTRIC MOTOR, AND BALANCING METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/037300
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a torque transmission component (1) for a motor vehicle drive, having a support (3) and a balancing mass (7) for balancing an imbalance of the support (3), wherein the balancing mass (7) is formed as an annular segment and is attached in an annular receiving groove (9) formed by the support (3) and/or the component (8) fixed to the support, said groove being axially open. The invention further relates to an electric motor (2) with a torque transmission component (1) of this kind and to a method for balancing a torque transmission component (1).

Inventors:
FERBER MICHAEL (DE)
SCHNEIDER OLEG (DE)
Application Number:
PCT/DE2020/100664
Publication Date:
March 04, 2021
Filing Date:
July 27, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
H02K49/06; H02K1/27; H02K7/00; H02K7/04; H02K15/03; H02K15/14; H02K15/16
Foreign References:
US20190190334A12019-06-20
US20150108870A12015-04-23
US4674178A1987-06-23
US20130078123A12013-03-28
DE102018128741A12019-06-19
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Claims:
Patentansprüche

1. Drehmomentübertragungsbestandteil (1 ) für einen Kraftfahrzeugantrieb, mit ei nem Träger (3) und einer Ausgleichsmasse (7) zum Ausgleich einer Unwucht des Trägers (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsmasse (7) als ein Ringsegment ausgeformt ist und in einer ringförmigen, durch den Träger (3) und/oder einen trägerfesten Bestandteil (8) ausgebildeten sowie axial geöffneten Aufnahmerille (9) angebracht ist.

2. Drehmomentübertragungsbestandteil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehmomentübertragungsbestandteil (1) als eine Rotoran ordnung (1) für einen Elektromotor (2) oder als ein Getriebebestandteil umge setzt ist.

3. Drehmomentübertragungsbestandteil (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer radialen Außenseite (4) eines hülsenförmigen Aufnah mebereiches (5) des Trägers (3) mehrere Magnete (6) angebracht sind.

4. Drehmomentübertragungsbestandteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmerille (9) durch einen ersten radia len Absatz (10) des Trägers (3) sowie durch einen zweiten radialen Absatz (11) eines mit dem Träger (3) fest verbundenen Wellenelementes (12) ausgebildet ist.

5. Drehmomentübertragungsbestandteil (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste radiale Absatz (10) an einer radialen Innenseite (13) ei nes Nabenbereiches (14) des Trägers (3) angeordnet ist.

6. Drehmomentübertragungsbestandteil (1 ) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite radiale Absatz (11 ) an einer radialen Außenseite (15) des in den Träger (3) eingeschobenen Wellenelementes (12) angeordnet ist.

7. Drehmomentübertragungsbestandteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsmasse (7) kraftschlüssig und / oder formschlüssig in der Aufnahmerille (9) in Umfangsrichtung fixiert ist.

8. Drehmomentübertragungsbestandteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsmasse (7) in die Aufnahmerille (9) eingepresst ist und/oder durch eine Verstemmung an dem Träger (3) und/o der eine Verstemmung an dem trägerfesten Bestandteil (8) fixiert ist.

9. Elektromotor (2) für einen Kraftfahrzeugantrieb, mit einem Stator (16) und einer radial innerhalb des Stators (16), relativ zu dem Stator (16) verdrehbar aufge nommenen Rotoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8.

10. Verfahren zum Auswuchten eines Drehmomentübertragungsbestandteils (1), wo bei in einem ersten Schritt a) ein Drehmomentübertragungsbestandteil (1), der einen Träger (3) mit einer zur Aufnahme einer als Ringsegment ausgebildeten Ausgleichsmasse (7) vorbereitete, ringförmige und axial geöffnete Aufnahmerille (9) aufweist, bereitgestellt wird; in einem zweiten Schritt b) eine Unwucht dieses Drehmomentübertragungsbestandteil (1) erfasst wird; in einem dritten Schritt c) die als Ringsegment ausgebildete Ausgleichsmasse (7) hinsichtlich ihrer um fangsseitigen Länge und/oder Dichte entsprechend der Größe der Unwucht her gestellt wird; sowie in einem vierten Schritt d) die Ausgleichsmasse (7) in einem der Unwucht entgegengesetzten Umfangsbereich (21) der Aufnahmerille (9) be festigt wird.

Description:
Drehmomentübertraqunqsbestandteil mit ringförmiger Aufnahmerille zur

Positionierung einer Ausqieichsmasse; Elektromotor sowie Auswuchtverfahren

Die Erfindung betrifft einen vorzugsweise als Rotoranordnung für einen Elektromotor ausgebildeten Drehmomentübertragungsbestandteil, mit einem Träger sowie einer Ausgleichsmasse zum Ausgleich einer Unwucht des Trägers. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Elektromotor mit dieser Rotoranordnung sowie ein Verfahren zum Auswuchten des Drehmomentübertragungsbestandteils.

Gattungsgemäße Bestandteile, die mit Mitteln zum Ausgleich einer Unwucht ausge stattet sind, sind aus dem Stand der Technik bereits hinlänglich bekannt.

Zum einen ist Stand der Technik bekannt, bei dem zum Beseitigen einer Unwucht mehrere Wuchtbohrungen in einen Bestandteil eines Rotors eingebracht werden. Diese Variante führt dazu, dass unter Umständen eine relativ hohe Anzahl an Bohrun gen, vor allem in dem Träger, einzubringen ist. Dies bewirkt, aufgrund der relativ ho hen Kerbbelastung, eine deutliche Schwächung der Festigkeit des Trägers. Zudem beeinflussen die Bohrungen die realisierbare Taktzeit des Elektromotors nachteilig. Außerdem besteht ein Nachteil beim Bohren darin, dass Späne entstehen. Dies führt dazu, dass die vorhandenen Magnete diese Späne anziehen. Die Späne zu entfernen ist wiederum ein relativ aufwendiger Vorgang.

Alternativ hierzu, wie bspw. auch durch die DE 10 2018 128 741 A1 umgesetzt, ist es denkbar, separate Elemente an dem entsprechenden Träger anzubringen, um der Un wucht entgegen zu wirken. Die entsprechenden Elemente können auf unterschiedli che Weise angebracht werden. Die Elemente sind auf übliche Weis um 180° gegen über der Unwucht positioniert. Die separat angebrachten Elemente haben jedoch auf grund ihrer bisher eingesetzten Befestigungsmethoden, insbesondere bei einem Kle ben oder einem Verschrauben, den Nachteil, dass sie sich im Betrieb ggf. lösen kön nen. Es können die Elemente auch mittels Schweißen angebracht werden, was dazu führt, dass Maßnahmen gegen mögliche Schweißspritzer getroffen werden müssen. Demnach ist beim Anbringen der Ausgleichsmassen eine relativ aufwändige Prozess validierung notwendig. Hinzu kommt, dass bisher relativ viel zusätzlicher Bauraum durch die Ausgleichsmassen vorzusehen ist.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die aus dem Stand der Technik be kannten Nachteile zu beheben und insbesondere einen ausgewuchteten Drehmomen tübertragungsbestandteil zur Verfügung zu stellen, der eine höhere Festigkeit / Steifig keit aufweist sowie platzsparender umgesetzt ist.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Ausgleichsmasse als ein Ring segment ausgeformt ist und in einer ringförmigen, durch den Träger und/oder einen trägerfesten Bestandteil ausgebildeten sowie axial geöffneten Aufnahmerille ange bracht / befestigt ist.

Durch diese Ausbildung und Aufnahme der Ausgleichsmasse ist diese platzsparend in dem Drehmomentübertragungsbestandteil integriert. Es brauchen nun beispielsweise keine Bohrungen mehr eingebracht werden, wobei relativ viele Späne anfallen. Dadurch entfällt ein Reinigen des Bauteils bzw. wird deutlich vereinfacht.

Weitere vorteilhafte Ausführungen sind mit den Unteransprüchen beansprucht und nachfolgend näher erläutert.

Der Drehmomentübertragungsbestandteil ist besonders bevorzugt als eine Rotoran ordnung für einen Elektromotor umgesetzt.

Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn auf einer radialen Außenseite eines hül senförmigen Aufnahmebereiches des Trägers mehrere Magnete angebracht sind. Dadurch ergibt sich ein möglichst genaues Auswuchten des Elektromotors.

Alternativ zu der Ausbildung als Rotoranordnung ist es auch vorteilhaft, wenn das Drehmomentübertragungsbestandteil als ein anderer Bestandteil, besonders bevor zugt als ein Getriebebestandteil, weiter bevorzugt ein Planetenträger, umgesetzt ist. Durch ein Vorsehen der Aufnahmerille zwischen dem Träger und dem trägerfesten Bestandteil ist die Ausgleichsmasse in einem Bereich aufgenommen, der möglichst wenig separaten Bauraum einnimmt.

In diesem Zusammenhang ist es besonders von Vorteil, wenn die Aufnahmerille durch einen ersten radialen Absatz des Trägers sowie durch einen zweiten radialen Absatz eines mit dem Träger fest verbundenen Wellenelementes ausgebildet ist. Dadurch wird die für die Ausbildung der Aufnahmerille benötigte Kontur einfach zur Verfügung gestellt.

Das Wellenelement ist weiter bevorzugt unmittelbar als eine eine Verzahnung aufwei sende Welle realisiert. Vorzugsweise ist die Verzahnung als Schrägverzahnung umge setzt.

Auch ist es für eine platzsparende Anordnung von Vorteil, wenn der erste radiale Ab satz an einer radialen Innenseite eines Nabenbereiches des Trägers angeordnet ist.

Diesbezüglich ist es zudem zweckmäßig, wenn der zweite radiale Absatz an einer ra dialen Außenseite des in den Träger (zumindest teilweise) eingeschobenen Wellen elementes angeordnet ist. Dadurch ist die Aufnahmerille in dem Verbindungsbereich des Wellenelementes mit dem Träger platzsparend eingesetzt.

Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Aufnahmerille ausschließlich in einem Bau teil, vorzugsweise dem Träger, alternativ auch dem trägerfesten Bestandteil, einge bracht ist. Dadurch ist weiterhin auf einfache Weise ein Planeinstich (Nut in Planseite / Stirnseite des Bauteils) umgesetzt.

Für eine einfach montierbare sowie eine eine ausreichend große Haltekraft ermög lichende Befestigung ist es zudem von Vorteil, wenn die Ausgleichsmasse kraftschlüs sig und/oder formschlüssig in der Aufnahmerille in Umfangsrichtung fixiert / festgelegt ist. Zur Umsetzung einer möglichst festen kraftschlüssigen Verbindung ist es auch vorteil haft, wenn die Ausgleichsmasse in die Aufnahmerille eingepresst ist. Zudem ist die Ausgleichsmasse dadurch einfach montierbar.

In diesem Zusammenhang ist es auch zweckmäßig, wenn die Ausgleichsmasse eine Wellenform aufweist / gewellt ist. Vorzugsweise ist die Ausgleichsmasse insbesondere in Umfangsrichtung gewellt und/oder in axialer Richtung gewellt, wodurch der Füge vorgang der Ausgleichsmasse weiter erleichtert wird. Durch die Wellenform entsteht bei einem axialen Einpressen der Ausgleichsmasse auf einfache Weise eine nötige Klemm kraft.

Ist die Ausgleichsmasse alternativ oder zusätzlich zu der kraftschlüssigen Verbindung / der Pressverbindung durch eine Verstemmung an dem Träger und/oder eine Ver stemmung an dem trägerfesten Bestandteil fixiert, ist auch die formschlüssige Verbin dung einfach herstellbar. Die Verstemmungen sind derart angeordnet, dass die Aus gleichsmasse vor einem Verdrehen in Umfangsrichtung gesichert ist.

Auch ist es von Vorteil, wenn zur axialen Fixierung der Ausgleichsmasse / zum axia len Abschluss der Aufnahmerille ein Wälzlager axial im Anschluss an die Aufnahme rille in dem Träger aufgenommen ist. Insbesondere dient ein (erster) Lagerring dieses Wälzlagers zur axialen Sicherung / Abstützung der Ausgleichsmasse in der Aufnah merille.

Zudem ist es vorteilhaft, wenn mehrere der Ausgleichsmassen in Umfangrichtung ver setzt in der Aufnahmerille befestigt sind.

Zur Erleichterung des Einpressvorganges ist eine entsprechend geformte Fasengeo metrie an der Ausgleichsmasse oder an dem die Aufnahmerille bildenden Randbe reich des Trägers und/oder trägerfesten Bestandteils hilfreich. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Elektromotor für einen Kraftfahrzeugantrieb, mit einem Stator und einer radial innerhalb des Stators, relativ zu dem Stator verdreh bar aufgenommenen erfindungsgemäßen Rotoranordnung nach zumindest eine der zuvor beschriebenen Ausführungen.

Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Auswuchten eines Drehmomentüber tragungsbestandteils, wobei in einem ersten Schritt a) ein Drehmomentübertragungs bestandteil, der einen Träger mit einer zur Aufnahme einer als Ringsegment ausgebil deten Ausgleichsmasse vorbereiteten, ringförmigen und axial geöffneten Aufnahme rille aufweist, bereitgestellt wird. Bevorzugt ist das Drehmomentübertragungsbestand teil in Schritt a) als Rotoranordnung bereitgestellt, welche Rotoranordnung einen Trä ger, mehrere auf einer Außenseite eines hülsenförmigen Aufnahmebereiches des Trä gers angebrachte Magnete sowie eine, zur Aufnahme einer als Ringsegment ausge bildeten Ausgleichsmasse vorbereitete, ringförmige und axial geöffnete Aufnahmerille aufweist. In einem zweiten Schritt b) wird eine Unwucht dieses Drehmomentübertra gungsbestandteils / dieser Rotoranordnung erfasst / ermittelt. In einem dritten Schritt c) wird die als Ringsegment ausgebildete Ausgleichsmasse hinsichtlich ihrer umfangs seitigen Länge und/oder Dichte entsprechend der Größe der Unwucht ausgeformt / hergestellt. Und in einem vierten Schritt d) wird die Ausgleichsmasse in einem der Un wucht entgegengesetzten Umfangsbereich der Aufnahmerille befestigt. Dadurch ergibt sich eine einfach umsetzbare Montage.

In anderen Worten ausgedrückt, wird erfindungsgemäß eine Ringnut (Aufnahmerille) für die Positionierung eines Wuchtsegments (Ausgleichsmasse) zur Verfügung ge stellt. Die ringförmige Nut (Aufnahmerille) wird durch zwei Absätze in separaten Bau teilen in einem fertig montierten Rotor realisiert. Ein Ringsegment (Ausgleichsmasse) wird in diese Nut zum Beheben einer Unwucht des Rotors eingesetzt. Eine Länge des Ringsegments (Ausgleichsmasse) ist an die Unwucht angepasst. Ein tangentiales / umfangsseitiges Verschieben des Ringsegmentes wird durch eine Verstemmung oder eine Pressverbindung (vorzugsweise durch eine Wellenform des Ringsegmentes) be hoben. Ein Lager verhindert ein Verschieben des Ringsegmentes in axialer Richtung.

Die Erfindung wird nun nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Längsschnittdarstellung eines schematisch dargestellten Elektromo tors mit einer nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ausgebildeten erfindungsgemäßen Rotoranordnung,

Fig. 2 eine Vorderansicht einer zum Ausgleich einer Unwucht in Fig. 1 eingesetz ten Ausgleichsmasse, wobei deren umfangsseitige Erstreckung gut zu er kennen ist, sowie

Fig. 3 ein Flussdiagramm zum Veranschaulichen eines erfindungsgemäßen Aus wuchtverfahrens zur Anwendung an der Rotoranordnung nach Fig. 1.

Die Figuren sind lediglich schematischer Natur und dienen ausschließlich dem Ver ständnis der Erfindung. Die gleichen Elemente sind mit denselben Bezugszeichen ver sehen.

Mit Fig. 1 ist ein Elektromotor 2 schematisch dargestellt. Der Elektromotor 2 ist mit ei nem erfindungsgemäßen Drehmomentübertragungsbestandteil 1 , wie er nachfolgend näher beschrieben ist, ausgestattet. Der Drehmomentübertragungsbestandteil 1 ist in dieser Ausführung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel als Rotoranord nung 1 umgesetzt, weshalb er nachfolgend als Rotoranordnung 1 bezeichnet ist. In weiteren Ausführungen sind auch andere Bestandteile, wie Getriebebestandteile, als dieser Drehmomentübertragungsbestandteil 1 ausbildbar.

Der gezeigte Elektromotor 2 ist in seinem Betrieb auf typische Weise in einem An triebsstrang eines Kraftfahrzeuges eingesetzt. Der Elektromotor 2 ist dabei als ein An triebsmotor des Kraftfahrzeuges eingesetzt.

Die nachfolgend verwendeten Richtungsangaben axial, radial sowie in Umfangsrich tung beziehen sich auf eine zentrale Drehachse 26 der Rotoranordnung 1 , um welche Drehachse 26 die Rotoranordnung 1 verdrehbar ist. Eine axiale Richtung / axial be- deutet folglich eine Richtung entlang / parallel zu der Drehachse 26; eine radiale Rich tung / radial bedeutet eine Richtung senkrecht zu der Drehachse 26 und eine Um fangsrichtung bedeutet eine tangentiale Richtung entlang einer konzentrisch um die Drehachse 26 herum verlaufenden Kreislinie.

Mit Fig. 1 ist der Elektromotor 2 hinsichtlich seines Stators 16 lediglich schematisch dargestellt. Der Stator 16 ist fest in einem der Übersichtlichkeit halber nicht weiter dar gestellten Gehäuse des Elektromotors 2 aufgenommen. Radial innerhalb des ringför migen Stators 16 ist die Rotoranordnung 1 drehbar um die Drehachse 26 aufgenom men.

Die Rotoranordnung 1 weist einen Träger 3 auf, der mit seinem hülsenförmigen Auf nahmebereich 5 mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Magnete 6 auf nimmt. Die Magnete 6 sind entweder als Permanentmagnete oder Elektromagnete, d. h. als magnetisierbare Elemente, ausgebildet. Die Magnete 6 sind auf einer radialen Außenseite 4 des Aufnahmebereiches 5 befestigt. Vorzugsweise sind die Magnete 6 direkt mit dem Träger 3 bzw. mit einem mit dem Träger 3 verbundenen Umhüllungs bereich verklebt.

Der Aufnahmebereich 5 geht zu einer axialen Seite hin in einen sich von dem Aufnah mebereich 5 aus in radialer Richtung nach innen weg erstreckenden Scheibenbereich 23 über. Der Scheibenbereich 23 geht wiederum zu seiner radialen Innenseite hin in einen Nabenbereich 14 über. Der Nabenbereich 14 erstreckt sich zu einer dem Auf nahmebereich 5 entgegengesetzten axialen Richtung von dem Scheibenbereich 23 aus weg.

An dem Träger 3 ist ein trägerfester Bestandteil 8 befestigt. Dieser trägerfeste Be standteil 8 ist als ein verzahntes (nämlich außenverzahntes) Wellenelement 12 umge setzt. Das Wellenelement 12 weist einen Einschubbereich 24 auf, der unmittelbar in den Nabenbereich 14 eingeschoben ist. Ein axial aus dem Nabenbereich 14 herausra gender Verzahnungsbereich 25 schließt axial unmittelbar an den Einschubbereich 24 an. Der Verzahnungsbereich 25 ist durch eine Außenverzahnung, hier eine Schräg- verzahnung, umgesetzt. Der trägerfeste Bestandteil 8 dient im Betrieb zum Übertra gen eines Drehmomentes auf weitere Bestandteile des Antriebsstrangs. Das Wellen element 12 ist mit seinem Einschubbereich 24, der radial von innen an einer radialen Innenseite 13 des Nabenbereichs 14 abgestützt ist an dem Nabenbereich 14 befes tigt, etwa über eine Schweißverbindung oder eine Pressverbindung.

Erfindungsgemäß ist nun in dem trägerfesten Bestandteil 8 und dem Träger 3 gemein sam eine axial geöffnete sowie in Umfangsrichtung durchgängig sowie vollständig um laufende / ringförmige Aufnahmerille 9 für eine Ausgleichsmasse 7 (/ Wuchtsegment) ausgebildet. Die Aufnahmerille 9 bildet eine Ringnut. Die Aufnahmerille 9 ist zu einer dem Verzahnungsbereich 25 axial abgewandten Seite hin geöffnet. Die Ausgleichs masse 7 ist in Fig. 1 in einem oberen (ersten) Umfangsbereich 21 des Längsschnittes dargestellt.

Ein erster Teil der Aufnahmerille 9, nämlich ein radial äußerer Teils der Aufnahmerille 9, ist unmittelbar durch einen ersten radialen Absatz 10 an der Innenseite 13 des Nabenbereichs 14 umgesetzt. Ein zweiter Teil der Aufnahmerille 9, nämlich ein radial innerer Teil der Aufnahmerille 9, ist unmittelbar durch einen zweiten Absatz 11 an ei ner radialen Außenseite 15 des trägerfesten Bestandteils 8 gebildet. Die beiden radia len Absätze 10, 11 sind im Wesentlichen gegensinnig ausgebildet und befinden sich in axialer Richtung auf gleicher Höhe. Die Aufnahmerille 9 ist folglich radial nach außen unmittelbar durch die Innenseite 13 des Nabenbereichs 14, radial nach innen durch die Außenseite 15 des trägerfesten Bestandteils 8 und zu einer axialen Seite durch axiale Seitenkanten des Nabenbereichs 14 und des trägerfesten Bestandteils 8, die axial auf gleicher Höhe sowie radial aneinander anschließend angeordnet sind, umge setzt.

Die Ausgleichsmasse 7 ist weiterhin in Fig. 2 gut zu erkennen. Die Ausgleichsmasse 7 ist als Ringsegment, d. h. bogensegmentförmig, umgesetzt. Die Ausgleichsmasse 7 wird gemäß Fig. 1 unmittelbar in der Aufnahmerille 9 in einem entsprechend ge wünschten Bereich eingesetzt und befestigt. Hierzu ist in einer bevorzugten Ausfüh rung, wie sie in Fig. 1 umgesetzt ist, ein formschlüssiges Befestigen mittels mehrerer Verstemmungen umgesetzt. Die der Übersichtlichkeit halber nicht weiter dargestellten Verstemmungen sind bevorzugt an dem trägerfesten Bestandteil 8 und dem Nabenbe reich 14 derart realisiert, dass die Ausgleichsmasse 7 in Umfangsrichtung lagegesi chert in der Aufnahmerille 9 fixiert ist. Auch ist es gemäß weiteren Ausführungen mög lich, lediglich den trägerfesten Bestandteil 8 oder den Träger 3 an dem Nabenbereich 14 mit Verstemmungen auszubilden, um diese umfangsseitige Sicherung der Aus gleichsmasse 7 zu erzielen.

Alternativ zu der formschlüssigen Verbindung ist eine kraftschlüssige Verbindung, in Form einer Pressverbindung, zwischen der Ausgleichsmasse 7 und der Aufnahmerille 9 in weiteren erfindungsgemäßen Ausführungen vorgesehen. Die Ausgleichsmasse 7 ist axial in die Aufnahmerille 9 eingepresst und liegt vorzugsweise radial über einen Pressverbund an der Innenseite 13 des Nabenbereiches 14 und an der Außenseite 15 des trägerfesten Bestandteils 8 an. In weiteren erfindungsgemäßen Ausführungen weist die Ausgleichsmasse 7 eine in Umfangsrichtung verlaufende Wellenform auf. Radiale Innen- sowie Außenumfangsseiten der Ausgleichsmasse 7 sind folglich in Umfangsrichtung gleich gewellt ausgeformt. Des Weiteren ist es auch von Vorteil, wenn die Ausgleichsmasse 7 in axialer Richtung gewellt umgesetzt ist und somit zwei entgegengerichtete axiale Seitenoberflächen aufweist, die in Umfangsrichtung gleich gewellt verlaufen.

Axial neben der Aufnahmerille 9 sowie dem trägerfesten Bestandteil 8 ist das in Fig. 1 schematisch dargestellte Wälzlager 17 eingesetzt. Das Wälzlager 17 weist einen ers ten Lagerring 18 (Lageraußenring) auf, der in axialer Richtung unmittelbar neben der Aufnahmerille 9 anliegt und folglich als axiales Sicherungselement für die Ausgleichs masse 7 dient. Die Ausgleichsmasse 7 ist somit auch vor einem axialen Herausrut schen durch das Wälzlager 17 gesichert. Das Wälzlager 17, hier als Kugellager umge setzt, weist auf typische Weise weiterhin einen relativ zu dem ersten Lagerring 18 über mehrere Wälzkörper 20 verdrehbar gelagerten zweiten Lagerring 19 (Lagerin nenring) auf.

In Verbindung mit Fig. 3 ist ein erfindungsgemäßes Auswuchtverfahren einer Rotoran ordnung 1 gemäß Fig. 1 veranschaulicht. Hierbei wird in einem ersten Schritt a) die Rotoranordnung 1 soweit zur Verfügung gestellt, dass der trägerfeste Bestandteil 8 mit dem Träger 3 verbunden ist und die Magnete 6 bereits fertig auf der Außenseite 4 des Aufnahmebereiches 5 befestigt sind. Die Rotoranordnung 1 ist daher in diesem Schritt a) bereits soweit fertig gestellt, dass lediglich die Ausgleichsmasse 7 und im Anschluss daran das Wälzlager 17 an der Rotoranordnung 1 befestigt werden brau chen.

In einem darauf folgenden Schritt b) wird eine Unwucht dieser Rotoranordnung 1 in ei ner entsprechenden Vorrichtung erfasst / gemessen. Dadurch wird ein eine Unwucht aufweisender zweiter Umfangsbereich 22, in Fig. 1 der dargestellte untere Umfangs bereich 22 der Rotoranordnung 1 , ermittelt.

In einem darauf folgenden Schritt c) wird die Ausgleichsmasse 7 an die Größe der Un wucht angepasst. Die Ausgleichsmasse 7 wird hierzu insbesondere hinsichtlich ihrer in Umfangsrichtung gemessenen Länge so ausgeformt, dass sie eine der Unwucht entgegengerichtete / die Unwucht ausgleichende Kraft im eingesetzten Zustand auf bringt. In weiteren Ausführungen wird zusätzlich oder alternativ zu der Länge eine Dichte der Ausgleichsmasse 7 in diesem Schritt c), entsprechend eingestellt.

Auf dem, dem zweiten Umfangsbereich 22 etwa um 180° entgegengesetzten, ersten Umfangsbereich 21 wird dann auf typische Weise die Ausgleichsmasse 7 in einem Schritt d) fixiert und mittels der kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung in der Aufnahmerille 9 eingesetzt.

In einem optionalen weiteren Schritt e) wird schließlich das Wälzlager 17 mit seinem Lagerring 21 in den Träger 3 eingepresst, sodass der Lagerring 21 unmittelbar axial neben der Aufnahmerille 9 in Anlage kommt und eine axiale Sicherung der Aus gleichsmasse 7 bildet. Bei der Ausführung mit derweilenförmigen / gewellten Aus gleichsmasse entsteht hierdurch gleichzeitig eine Klemmung (vorzugsweise an meh reren Punkten in den vorhandenen Anlageflächen des Trägers 3 mit dem trägerfesten Bestandteil 8).

In anderen Worten ausgedrückt, entsteht erfindungsgemäß durch das Vorsehen zweier Absätze 10, 11 in den Einzelteilen im fertigen Rotor 1 eine Ringnut 9. In diese Nut 9 wird ein entsprechendes Ringsegment 7 eingelegt, durch das die Unwucht elimi niert wird. Das Ringsegment 7 (Auswuchtmasse) ist entsprechend der Unwucht auf die geeignete Länge anzupassen. Durch ein anschließendes Verstemmen (plasti sches Umformen) wird das Ringsegment 7 gegen Verschieben (tangential) gesichert. Eine alternative Variante ist ein wellenförmiges Ringsegment 7, welches eingepresst wird. Eine Sicherung in radialer Richtung ist nicht erforderlich, da die beiden Einzel teile diese Kräfte aufnehmen. In axialer Richtung sichert das anschließende Einpres sen des Lagers 20 ein Herauswandern des Ringsegmentes 7 ab. Eine bevorzugte An wendung ist in einer Rotoreinheitsbaugruppe bei einem „Chainless Drive“.

In einer ersten Variante wird in dem verzahnten Bauteil 8 ein Absatz 11 vorgesehen.

Im Rotorträger 3 wird ein gleich tiefer Absatz 10, wie im verzahnten Bauteil 8, vorge sehen. Durch das Fügen beider Bauteile 3, 8 entsteht eine umlaufende Ringnut 9. In diesem Zustand wird bei der Baugruppe nun die Unwucht gemessen. Dann wird das Ringsegment 7 in die Ringnut 9 eingelegt (Länge des Ringsegmentes 7 abhängig von zu beseitigender Unwucht; des Weiteren ist das Material mit der entsprechender Dichte auch anpassbar). Durch ein Verstemmen wird das Ringsegment 7 gegen tan gentiales Verschieben gesichert. Eine axiale Sicherung erfolgt durch das Einpressen des Lagers 20 in einen Bezugsdurchmesser (des Nabenbereiches 14).

In einer zweiten Variante wird analog zu der ersten Variante in dem verzahnten Bau teil 8 zunächst ein Absatz 11 vorgesehen. Im Rotorträger 3 wird ein gleich tiefer Ab satz 10, wie im verzahnten Bauteil 8, vorgesehen. Durch das Fügen beider Bauteile 3, 8 entsteht eine umlaufende Ringnut 9. In diesem Zustand wird bei der Baugruppe nun die Unwucht gemessen. Anschließend wird das Ringsegment 7 in die Ringnut 9 ein gepresst (Länge des Ringsegmentes 7 abhängig von zu beseitigender Unwucht; des Weiteren ist das Material mit der entsprechender Dichte auch anpassbar). Hierbei weist das Ringsegment 7 im Kreisumfang und in der Dicke eine Wellenform auf.

Durch die Wellenform entsteht beim Einpressen eine Klemmkraft. Eine axiale Siche rung erfolgt durch das Einpressen des Lagers 20 in den Bezugsdurchmesser (des Nabenbereiches 14). Durch die Wellenform entsteht auch hier eine zusätzliche Klem mung. Allgemein gilt: Die Wellenform bei der zweiten Variante ermöglicht eine Klem mung an mehreren Punkten in den Anlageflächen. Bezuqszeichenliste Drehmomentübertragungsbestandteil / Rotoranordnung Elektromotor Träger Außenseite des Aufnahmebereichs Aufnahmebereich Magnet Ausgleichsmasse trägerfester Bestandteil Aufnahmerille erster Absatz zweiter Absatz Wellenelement Innenseite des Nabenbereichs Nabenbereich Außenseite des trägerfesten Bestandteils Stator Wälzlager erster Lagerring zweiter Lagerring Wälzkörper erster Umfangsbereich zweiter Umfangsbereich Scheibenbereich Einschiebebereich Verzahnungsbereich Drehachse