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Title:
TRANSVERSE-SEALING APPARATUS FOR A TUBULAR-BAG PACKAGING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/058113
Kind Code:
A1
Abstract:
A transverse-sealing apparatus (1) for a tubular-bag packaging machine for forming individual product-packaging units (P) from a packaging-film tube (S) at transverse-sealing seams (Q) comprises two interacting, rotatable sealing rollers (10.1, 10.2) each having at least one sealing jaw (20.1, 20.2), which each have at least one sealing surface (30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2). The sealing surfaces (30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2) of the sealing jaws (20.1, 20.2), which are fitted on the two sealing rollers (10.1, 10.2), can be brought into engagement with one another such that they produce a transverse-sealing seam (Q) in the film tube (S). For this purpose, each sealing jaw (20.1, 20.2) is fitted on its sealing roller (10.1, 10.2) in a pivotable manner. The sealing rollers (10.1, 10.2) and the sealing jaws (20.1, 20.2) can be moved in a combined manner such that, for the purpose of forming the transverse-sealing seam (Q), a respective sealing surface (30.1, 31.1, 32.1) of a sealing jaw (20.1) of the first sealing roller (10.1) is in engagement with a respective sealing surface (30.2, 31.2, 32.2) of a sealing jaw (20.2) of the second sealing roller (10.2) over a defined distance (X, X1, X2) over which the film tube (S) is conveyed in the conveying direction (F). By means of an apparatus (40.1, 40.2) for displacing the axis of rotation (12.1, 12.2) of at least one of the two sealing rollers (10.1, 10.2) essentially perpendicularly to the conveying plane, the two sealing surfaces (30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2) in question come into engagement with one another when the sealing rollers (10.1, 10.2) rotate in opposite directions (D), and they maintain this engagement over the defined distance (X, X1, X2). In particular, the sealing jaws (20.1, 20.2) each have a first, leading sealing sub-surface (31.1, 31.2) and a second, trailing sealing sub-surface (32.1, 32.2). A cutting apparatus (34.1) is arranged between the two sealing sub-surfaces (31.1, 32.1) of the first sealing roller (10.1) and an accommodating device (34.2), in which the cutting apparatus (34.1) engages, is arranged between the two sealing sub-surfaces (31.2, 32.2) of the second sealing roller (10.2). In particular, the first and second sealing sub-surfaces (31.1, 31.2; 32.1, 32.2) are arranged at an obtuse angle in relation to one another, and therefore, first of all, the two leading sealing sub- surfaces (31.1, 31.2) and, following pivoting of the sealing jaws (20.1, 20.2), the two trailing sealing sub-surfaces (32.1, 32.2) engage in one another. This results in the formation of two corresponding transverse-sealing sub-seams.

Inventors:
LENHERR HARALD (CH)
Application Number:
PCT/EP2019/076251
Publication Date:
April 01, 2021
Filing Date:
September 27, 2019
Export Citation:
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Assignee:
LOESCH VERPACKUNGSTECHNIK GMBH (DE)
International Classes:
B29C65/18; B29C65/48; B29C65/74; B29C65/78; B65B51/30
Domestic Patent References:
WO2006008282A12006-01-26
WO2018153769A12018-08-30
Foreign References:
US3629987A1971-12-28
US2950588A1960-08-30
FR1574629A1969-07-11
EP3048055A12016-07-27
DE3338105A11984-08-09
DE2224407A11973-03-08
Attorney, Agent or Firm:
PRÜFER & PARTNER MBB PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE NR. 321 (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Quersiegelvorrichtung (1 ) für eine Schlauchbeutelverpackungsmaschine zum Bilden einzelner Produktverpackungseinheiten (P) aus einem zugeführten endlosen Schlauch (S) einer Verpackungsfolie an in dem Folienschlauch (S) sukzessive gebildeten Quersiegelnähten (Q), wobei einzelne zu verpackende Produkte oder Produktgruppen oder Produktmengen im Wesentlichen unter gleichen Abständen in dem zugeführten Folienschlauch (S) gehalten sind, und wobei der zugeführte Folienschlauch (S) und die jeweils gebildete Produktverpackungseinheit (P) in einer Förderrichtung (F) in einer Förderebene gefördert werden, mit folgenden Merkmalen: a) eine erste Siegelwalze (10.1) auf der ersten Seite der Förderebene und eine zweite Siegelwalze (10.2) auf der zweiten Seite der Förderebene, wobei die beiden Siegelwalzen (10.1, 10.2) jeweils um eine quer zu der Förderrichtung (F) und parallel zu der Förderebene verlaufende Drehachse (12.1, 12.2) drehbar gelagert sind, b) wobei jeweils mindestens eine Siegelbacke (20.1 , 20.2) an der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) angebracht ist, c) wobei die Siegelbacken (20.1 , 20.2) jeweils mindestens eine Siegelfläche (30.1 , 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2) aufweisen, und d) wobei die Siegelflächen (30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2) der jeweils an der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) angebrachten Siegelbacken (20.1, 20.2) derart angeordnet und durch eine gegenläufige Drehung der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) in Eingriff miteinander bringbar sind, dass sie eine quer zu der Förderrichtung (F) verlaufende Quersiegelnaht (Q) in dem zwischen den Siegelbacken (20.1, 20.2) angeordneten Folienschlauch (S) erzeugen; gekennzeichnet durch folgende Merkmale: e) jede Siegelbacke (20.1, 20.2) ist an ihrer Siegelwalze (10.1, 10.2) jeweils um eine quer zu der Förderrichtung (F) und parallel zu der Förderebene verlaufende Schwenkachse (22.1, 22.2) verschwenkbar angebracht, f) wobei die Siegelwalzen (10.1, 10.2) und die Siegelbacken (20.1, 20.2) derart ausgebildet und bewegbar sind, dass zur Bildung der Quersiegelnaht (Q) jeweils eine Siegelfläche (30.1, 31.1, 32.1) einer an der ersten Siegelwalze (10.1) angebrachten Siegelbacke (20.1) über eine definierte Strecke (X, X1 , X2) der Förderung des Folienschlauchs (S) in der Förderrichtung (F) in Eingriff mit jeweils einer Siegelfläche (30.2, 31.2, 32.2) einer an der zweiten Siegelwalze (10.2) angebrachten Siegelbacke (20.2) steht.

2. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (40.1, 40.2) für eine Verschiebung der Drehachse (12.1, 12.2) mindestens einer der beiden Siegelwalzen (10.1, 10.2) in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zu der Förderebene oder auf einer Kreisbahn, die die Förderebene schneidet.

3. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (40.1 , 40.2) für eine Verschiebung der Drehachsen (12.1 , 12.2) jeder der beiden Siegelwalzen (10.1, 10.2) in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zu der Förderebene oder auf einer Kreisbahn, die die Förderebene schneidet, wobei die Drehachsen (12.1, 12.2) der beiden Siegelwalzen (10.1, 10.2) in entgegengesetzter Richtung (W) zu der Förderebene hin oder von der Förderebene weg verschiebbar sind, so dass die Siegelflächen (30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2) der jeweils an der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) angebrachten Sie- gelbacken (20.1, 20.2) bei einer gegenläufigen Drehung (D) der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) zur Bildung der Quersiegelnaht (Q) in Eingriff miteinandertreten und über die definierte Strecke (X, X1, X2) der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung (F) den Eingriff miteinander beibehalten. 4. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Drehachsen (12,1, 12.2) der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) am Anfang und am Ende der definierten Strecke (X) der Förderung des Folienschlauchs (S) in der Förderrichtung (F), während der die Siegelflächen (30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2) in Eingriff miteinander stehen, ein Minimum hat, und dass der Abstand zwischen den Drehachsen (12.1, 12.2) der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) im Wesentlichen bei der Hälfte der definierten Strecke (X) der Förderung des Folienschlauchs (S) in der Förderrichtung (F), während der die Siegelflächen (30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2) in Eingriff miteinander stehen, ein Maximum hat.

5. Quersiegelvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung für eine Verschiebung der Drehachsen (12.1,

12.2) der Siegelwalzen (10.1, 10.2) mindestens einen Schwenkarm (40.1 , 40.2) umfasst, der an einem Ende an einer quer zu der Förderrichtung (F) und parallel zu der Förderebene verlaufenden Schwenkachse (42.1, 42.2) gelagert und um diese Schwenkachse (42.1, 42.2) verschwenkbar ist, und an dessen anderem Ende jeweils eine Siegelwalze (10.1, 10.2) um eine quer zu der Förderrichtung (F) und parallel zu der Förderebene verlaufende Drehachse (12.1, 12.2) drehbar gelagert ist.

6. Quersiegelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siegelbacken (20.1 , 20.2) jeweils eine erste, in Förderrichtung vorlaufende Siegelteilfläche (31.1, 31.2) und eine zweite, in Förderrichtung nachlaufende Siegelteilfläche (32.1, 32.2) aufweisen, wobei zwischen der ersten Siegelteilfläche (31.1, 31.2) und der zweiten Siegelteilfläche (32.1, 32.2) eine Aufnahmeeinrichtung für eine Schneidvorrichtung (34.1) angeordnet ist, wobei die Schneidvorrichtung (34.1) dafür ausgebildet ist, jeweils eine Produktverpackungseinheit (P) von dem zugeführten Folienschlauch (S) abzutrennen.

7. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Siegelbacke (20.1) auf der ersten Seite der Förderebene jeweils eine Schneidvorrichtung (34.1), insbesondere ein Messer, feststehend oder beweglich in der Aufnahmeeinrichtung angeordnet ist, und dass in der Siegelbacke (20.2) auf der zweiten Seite der Förderebene die Aufnahmeeinrichtung (34.2) derart ausgebildet ist, dass die Schneidvorrichtung (34.1) der Siegelbacke (20.1) auf der ersten Seite der Förderebene in die Aufnahmeeinrichtung (34.2) der Siegelbacke (20.2) auf der zweiten Seite der Förderebene eingrei- fen kann.

8. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Siegelteilfläche (31.1, 31.2) und die zweite Siegelteilfläche (32.1 , 32.2) derart unter einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind, dass in der Position der Siegelbacken (20.1, 20.2), in der der Abstand zwischen den Drehachsen (12.1, 12.2) der ersten und der zweiten Siegelwalze (10.1, 10.2) ein Maximum hat, die erste Siegelteilfläche (31.1, 31.2) unter einem in Förderrichtung (F) offenen spitzen Winkel zu der Förderebene angeordnet ist und die zweite Siegelteilfläche (32.1, 32.2) unter einem entgegengesetzt zu der Förderrichtung (F) offenen spitzen Winkel zu der Förderebene angeordnet ist.

9. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Siegelbacken (20.1, 20.2) derart ausgebildet und bewegbar sind, insbesondere um ihre Schwenkachse (22.1, 22.2) verschwenkbar sind, dass zur Bildung einer ersten Teilquersiegelnaht (E), die in Förderrichtung (F) am Ende einer aus dem zugeführten Folienschlauch (S) gebildeten vorlaufenden Produktverpackungseinheit (P) angeordnet ist, jeweils eine erste Siegelteilfläche

(31.1) einer Siegelbacke (20.1) auf der ersten Seite der Förderebene über eine definierte erste Teilstrecke (X1) der Förderung des Folienschlauchs (S) in der Förderrichtung (F) in Eingriff mit einer ersten Siegelteilfläche (31.2) einer Siegelbacke

(20.2) auf der zweiten Seite der Förderebene steht, und dass zur Bildung einer zweiten Teilquersiegelnaht (A), die in Förderrichtung (F) am Anfang des zugeführten Folienschlauchs (S) zur Bildung einer nächsten Produktverpackungseinheit (P) angeordnet ist, jeweils eine zweite Siegelteilfläche (32.1) einer Siegelbacke (20.1) auf der ersten Seite der Förderebene über eine definierte zweite Teilstrecke (X2) der Förderung des Folienschlauchs (S) in der Förderrichtung (F) in Eingriff mit einer zweiten Siegelteilfläche (32.2) einer Siegelbacke (20.2) auf der zweiten Seite der Förderebene steht.

10. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Siegelbacken (20.1 , 20.2) derart ausgebildet sind, dass sie um ihre Schwenkachse (22.1, 22.2) verschwenkbar sind, um die ersten Siegelteilflächen (31.1, 31.2) der Siegelbacken (20.1, 20.2) auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene im Wesentlichen am Ende der definierten ersten Teilstrecke (X1) aus ihrem Eingriff miteinander zu lösen und um die zweiten Siegelteilflächen (32.1, 32.2) der Siegelbacken (20.1, 20.2) auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene im Wesentlichen am Anfang der definierten zweiten Teilstrecke (X2) in ihren Eingriff miteinanderzu bringen, und dass die Schneidvorrichtung (34.1) derart ausgebildet und auf der ersten Seite der Förderebene in ihrer Aufnahmeeinrichtung derart befestigt ist, dass sie aus der Aufnahmeeinrichtung und über die Siegelteilflächen (31.1, 32.1) hinaus vorragt, wobei die Schneidvorrichtung (34.1) im Wesentlichen punktuell in die Aufnahmeeinrichtung (34.2) auf der zweiten Seite der Förderebene eingreift, wenn die Siegelbacken (20.1, 20.2) derart verschwenkt werden, dass die ersten Siegelteilflächen (31.1, 31.2) der Siegelbacken (20.2, 20.2) auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene aus ihrem Eingriff miteinander gelöst werden und die zweiten Siegelteilflächen (32,1, 32.2) der Siegelbacken (20.1, 20.2) auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene in ihren Eingriff miteinander gebracht werden, wobei die Schneidvorrichtung (34.1) bei ihrem Eingriff in die Aufnahmeeinrichtung (34.2) auf der zweiten Seite der Förderebene den Folienschlauch (S) zwischen der ersten Teilquersiegelnaht (E) und der zweiten Teilquersiegelnaht (A) durchtrennt, um die vorlaufende Produktverpackungseinheit (P) von dem nachlaufenden Folienschlauch (S) abzutrennen.

11. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Siegelbacken (20.1, 20.2) derart ausgebildet und bewegbar sind, insbesondere um ihre Schwenkachse (22.1, 22.2) verschwenkbar sind, dass die erste Siegelteilfläche (31.1 , 31.2) und die zweite Siegelteilfläche (32.1 , 32.2) jeder Siegelbacke (20.1, 20.2) in einer Ebene liegen, wobei zur Bildung einer ersten Teilquersiegelnaht (E), die in Förderrichtung (F) am Ende einer aus dem zugeführten Folienschlauch (S) gebildeten vorlaufenden Produktverpackungseinheit (P) angeordnet ist, und zur Bildung einer zweiten Teilquersiegelnaht (A), die in Förderrichtung (F) am Anfang des zugeführten Folien- schlauchs (S) zur Bildung einer nächsten Produktverpackungseinheit (P) angeordnet ist, jeweils die ersten Siegelteilflächen (31.1, 31.2) der betreffenden Siegelbacken (20.1 , 20.2) auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene und gleichzeitig jeweils die zweiten Siegelteilflächen (32.1, 32.2) der betreffenden Siegelbacken (20.2, 20.2) auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene im Wesentlichen über die definierte Strecke (X) der Förderung des Folien- schlauchs (S) in der Förderrichtung (F) in Eingriff miteinander stehen.

12. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (34.1) in der Siegelbacke (20.1) auf der ersten Seite der Förderebene in ihrer Aufnahmeeinrichtung derart beweglich angeordnet ist, dass sie während der Förderung des Folienschlauchs (S) über die definierte Strecke (X) punktuell aus ihrer Aufnahmeeinrichtung und über die Siegelteilflächen (31.1, 32.1) hinaus vorgeschoben wird und dabei in die Aufnahmeeinrichtung (34.2) in der Siegelbacke (20.2) auf der zweiten Seite der Förderebene eingreift, wobei die Schneidvorrichtung (34.1) bei ihrem Eingriff in die Aufnahmeeinrichtung (34.2) auf der zweiten Seite der Förderebene den Folienschlauch (S) zwischen der ersten Teilquersiegelnaht (E) und der zweiten Teilquersiegelnaht (A) durchtrennt, um die vorlaufende Produktverpackungseinheit (P) von dem nachlaufenden Folienschlauch (S) abzutrennen.

13. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (34.1) derart ausgebildet ist, dass sie im Wesentlichen auf der Hälfte der definierten Strecke (X) oder im Bereich der zweiten Hälfte der definierten Strecke (X) oder am Ende der definierten Strecke (X) aus ihrer Aufnahmeeinrichtung und über die Siegelteilflächen (31.1, 32.1) hinaus vorgeschoben wird und dabei in die Aufnahmeeinrichtung (34.2) in der Siegelbacke (20.2) auf der zweiten Seite der Förderebene eingreift.

14. Quersiegelvorrichtung (1) nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch eine Steuerungseinrichtung, die die Schneidvorrichtung (34.1) derart ansteuert, dass die Schneidvorrichtung (34.1) derart aus ihrer Aufnahmeeinrichtung vorgeschoben wird, dass sie den Folienschlauch (S) zu einem definierten Zeitpunkt und an einer definierten Position der definierten Strecke (X) zwischen der ersten Teilquersiegelnaht (E) und der zweiten Teilquersiegelnaht (A) durchtrennt, um die vorlaufende Produktverpackungseinheit (P) von dem nachlaufenden Folienschlauch (S) abzutrennen.

15. Quersiegelvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 14, gekennzeichnet durch eine Steuerungseinrichtung, die die Siegelbacken (20.1, 20.2) ansteuert, um die Schwenkbewegung der jeweiligen Siegelbacke (20.1, 20.2) um ihre Schwenkachse (22.1, 22.2) zu steuern.

16. Quersiegelvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Siegelteilfläche (31.1, 31.2) und die zweite Siegelteilfläche (32.1, 32.2) jeweils ebene oder im Wesentlichen ebene Flächen sind und eine im Wesentlichen gleiche Länge in Förderrichtung (F) des Folienschlauchs (S) haben, und dass die definierten ersten und zweiten Teilstrecken (X1, X2) der Förderung des Folienschlauchs (S) in der Förderrichtung (F) im Wesentlichen jeweils die halbe Länge der definierten Strecke (X) der Förderung des Folienschlauchs (S) in der Förderrichtung (F) haben.

17. Schlauchbeutelverpackungsmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Quersiegelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.

18. Verfahren zum Bilden einzelner Produktverpackungseinheiten (P) aus einem endlosen Schlauch (S) einer Verpackungsfolie an in dem Folienschlauch (S) sukzessive gebildeten Quersiegelnähten (Q), wobei einzelne zu verpackende Produkte oder Produktgruppen oder Produktmengen in dem Folienschlauch (S) gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass es unter Verwendung einer Quersiegelvorrichtung (1) für eine Schlauchbeutelverpackungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16 oder unter Verwendung einer Schlauchbeutelverpackungsmaschine nach Anspruch 17 durchgeführt wird.

Description:
Quersieqelvorrichtunq für eine Schlauchbeutelverpackunqsmaschine

Die Erfindung betrifft eine Quersiegelvorrichtung für eine Schlauchbeutelverpackungsmaschine, eine Schlauchbeutelverpackungsmaschine, die eine entsprechende Quersiegelvorrichtung umfasst, sowie ein Verfahren zum Bilden einzelner Produktverpackungseinheiten aus einem endlosen Verpackungsfolienschlauch an in dem Folienschlauch sukzessive gebildeten Quersiegelnähten.

Schlauchbeutelverpackungsmaschinen werden zur Herstellung von Verpackungen, sogenannten Schlauchbeutelverpackungen, für diverse Produkte in verschiedenen Bereichen verwendet. Im Bereich der Lebensmittelindustrie werden Schlauchbeutelverpackungsmaschinen üblicherweise zur Verpackung von fließ- oder schüttfähigen Produkten, wie beispielsweise pulver- oder kornförmigen Produkten, z.B. Zu cker, Müsli, und dergleichen verwendet. Schlauchbeutelverpackungsmaschinen werden aber auch für stückige oder flächige Produkte oder Produktgruppen verwendet, wie beispielsweise Schokoladentafeln oder -riegel, Müsliriegel, Waffeln, Kekse, Kaugummi, und dergleichen. Die zu verpackenden Produkte können dabei selbst bereits verpackt oder nicht verpackt sein. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schlauchbeutelverpackungsmaschinen im Allgemeinen und ist nicht auf den Bereich der Lebensmittelindustrie beschränkt.

Eine einzelne Schlauchbeutelverpackung, in der das Produkt eingepackt ist, wird maschinell aus einer geeigneten Verpackungsfolie gebildet, die typischerweise als Endlos-Band oder Endlos-Strang zugeführt wird, das/der zu einem Schlauch gefaltet oder gewickelt wird. In diesem Folienschlauch werden die Produkte oder Produktgruppen oder Produktmengen typischerweise unter regelmäßigen Abständen voneinander gehalten, und die einzelne Produktverpackung wird dann im Wesentlichen im Raster dieser Abstände von dem Folienschlauch abgetrennt. Die gebildeten Produktverpackungseinheiten können dabei jeweils einzelne Produkte oder Gruppen von Produkten, die nebeneinander und/oder hintereinander und/oder übereinander gruppiert sind, enthalten. Wesentlich ist es hierbei, dass die fertige Verpackung dicht ist, vorzugsweise luftdicht oder hermetisch dicht, damit das verpackte Produkt einerseits gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit, Verunreinigungen, und dergleichen geschützt wird, wo- bei andererseits aber auch eine Schutzwirkung von innen nach außen gegeben ist, damit z.B. ein Aroma oder eine gegebene Feuchtigkeit eines Produkts nicht aus der Verpackung entweichen kann. Kritisch für eine Dichtheit sind hierbei insbesondere die sogenannten Siegelnähte, die an den Rändern oder Enden oder an Seitenflächen der jeweiligen Verpackung gebildet werden, indem Rand- oder Endbe- reiche der um das Produkt gefalteten oder gewickelten Verpackungsfolie übereinander oder aufeinander gelegt und hier miteinander verschweißt, versiegelt oder verklebt werden. In der Schlauchbeutelverpackungsmaschine werden hierbei typischerweise einerseits Längssiegelnähte an der Verpackung erzeugt, die sich im Zuge der Flerstellung der Verpackung in Längsrichtung, d.h. in der Förderrichtung der Verpackungsfolie durch die Maschine erstrecken. Andererseits werden mittels einer geeigneten Quersiegelvorrichtung auch Quersiegelnähte an der Verpackung erzeugt, die sich im Zuge der Herstellung der Verpackung in Querrichtung, d.h. quer zu der Förderrichtung der Verpackungsfolie durch die Maschine erstrecken. Die vorliegende Erfindung bezieht sich vorrangig auf die Bildung derartiger Quer- siegelnähte, kann sinngemäß aber auch zur Herstellung von Längssiegelnähten verwendet werden.

Die einzelne Produktverpackung wird typischerweise an den Quersiegelnähten mittels geeigneter Schneidvorrichtungen von dem Folienschlauch abgetrennt. Die Schneidvorrichtungen können dabei in die Quersiegelvorrichtung integriert sein, so dass die Quersiegelvorrichtung gleichzeitig auch eine Schneidvorrichtung ist, in der einerseits die Siegelnaht erzeugt (gesiegelt) und andererseits auch die Produktverpackungseinheit von dem Folienschlauch abgeschnitten wird. Hierbei kann die Produktverpackungseinheit komplett, vollständig abgeschnitten werden, und/oder die Schneidvorrichtung kann einen Perforationsschnitt erzeugen, wobei die gebildete Produktverpackungseinheit entweder weiterhin an der gebildeten Perforationslinie an dem Folienschlauch hängt oder mehrere Produktverpackungseinheiten mittels eines Perforationsschnitts Zusammenhängen und als Gruppe komplett von dem Folienschlauch abgeschnitten werden. Die Quersiegelvorrichtung mit der darin integrierten Schneidvorrichtung ist dabei so ausgebildet und ggfs auch verstellbar, dass das Schneiden in entsprechenden, ggfs auch veränderlichen Schnittmustern und/oder Abständen und/oder Rasterungen erfolgen kann.

Als Verpackungsfolie kommen sowohl Kaltsiegelfolien wie auch Heißsiegelfolien zum Einsatz. Die vorliegende Erfindung bezieht sich vorrangig auf die Verwendung von Heißsiegelfolien, kann sinngemäß aber auch für Kaltsiegelfolien verwendet werden.

Kaltsiegelfolien sind im Vergleich zu Heißsiegelfolien bezüglich ihrer Herstellung und ihrer Verarbeitung für eine fertige Verpackung teuer, d.h. teurer als heißsiegelfähige Folien. Kaltsiegelfolien weisen typischerweise einen oder mehrere selbstklebende Bereiche auf, insbesondere Klebstoffschichten, mittels denen die Folie zur Bildung einer geschlossenen Verpackung im Wesentlichen ohne Wärmezufuhr verklebt wird. Hierbei kommt es zur Bildung einer dichten Verpackung somit vorrangig auf den Druck an, der aufgewendet wird, um beispielsweise zwei mit einer entsprechenden Klebstoffschicht versehene Folienenden miteinander zu verkleben. Bei der Verwendung von Heißsiegelfolien wird im Zuge der Herstellung der Verpackung zur Bildung einer Siegelnaht mittels Heizelementen Wärme punktuell oder bereichsweise, z.B. linien- oder flächenförmig, in die Verpackungsfolie eingeleitet. Dadurch verflüssigt sich die Folie an dieser Stelle, ggfs nur auf einer Seite der Folie, oder ein auf der Folie aufgebrachter Klebstoff wird verflüssigt. Dieser Folienbe- reich wird anschließend oder gleichzeitig mit einem anderen, gegebenenfalls entsprechend vorbereiteten Folienbereich zusammengefügt, wobei diese beiden Folienbereiche dann unter Druck über einen gewissen Zeitraum zusammengedrückt und letztlich miteinander verbunden, insbesondere verschweißt werden. Dieser Vorgang erfolgt typischerweise mittels sogenannter Siegelbacken oder Siegelele- mente, die entsprechende Siegelflächen aufweisen und die die betroffenen Folienbereiche mithin aufheizen und gleichzeitig zusammendrücken. Typischerweise wirken hierbei zwei derartige Siegelelemente zusammen, die an ihren Siegelflächen in Eingriff miteinander treten, bzw. deren Siegelflächen gegeneinander gedrückt werden, wobei sie die Verpackungsfolie zwischen sich aufnehmen. Hierdurch wird an dieser Stelle eine Siegelnaht in der Verpackung gebildet.

In die Siegelbacken oder Siegelelemente sind typischerweise geeignete Schneidvorrichtungen oder Messer integriert, durch die die einzelne Produktverpackung nach oder im Zuge der Fertigstellung der Quersiegelnaht von dem Folienschlauch abgetrennt wird. Dabei wird die Quersiegelnaht typischerweise in ihrer Längsrichtung, d.h. quer zur Förderrichtung des Folienschlauchs, geschnitten, so dass ein in Förderrichtung vorlaufender Teil dieser Quersiegelnaht eine in Förderrichtung hintere Quersiegelnaht der abgetrennten Produktverpackung bildet (Endnaht), während der verbleibende, in Förderrichtung nachlaufende Teil der zuvor gebildeten gesamten Quersiegelnaht eine in Förderrichtung vorlaufende Quersiegelnaht des Folienschlauchs bildet, die zur Bildung der nachfolgenden, nächsten Produktverpackung dient bzw. dieser an deren in Förderrichtung vorderen Ende angeordnet ist (Anfangsnaht).

Im Stand der Technik sind die Siegelbacken oder Siegelelemente (Quersiegelbacken) typischerweise an Siegelwellen oder Siegelwalzen angebracht, die sich um eine quer zu der Förderrichtung und parallel zu der Förderebene des Folienschlauchs verlaufende Drehachse drehen. Dabei ist jeweils eine derartige Siegelwelle bzw. Siegelwalze auf jeder Seite der Förderebene des Folienschlauchs angeordnet. Durch eine gegenläufige Drehung dieser beiden Siegelwalzen treten die Siegelflächen der an den Siegelwalzen angebrachten Siegelbacken derart in Eingriff miteinander, dass sie die quer zu der Förderrichtung verlaufende Quersiegelnaht in dem zwischen den Siegelbacken angeordneten Folienschlauch erzeugen. Mindestens in dieser Phase bewegen sich die Siegelbacken mit dergleichen Geschwindigkeit wie der Folienschlauch. Da hierbei im Wesentlichen nur eine linienförmige Berührung zwischen den rotierenden Siegelbacken auf den beiden Seiten der Förderebene erfolgt, ist die resultierende Zeitdauer des eigentlichen Siegelvorgangs (Siegelzeit) typischerweise sehr kurz. Grundsätzlich hängt die Siegelzeit von der Rotationsgeschwindigkeit der Siegelbacken und mithin der Folienfördergeschwindigkeit ab, d.h. eine langsamere Geschwindigkeit ermöglicht eine längere Siegelzeit. Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass die Qualität der gebildeten Siegelnaht und vor allem deren Dichtheit insbesondere von folgenden Parametern abhängt: die Beschaffenheit und Dicke der Verpackungsfolie an sich; das Profil und die Form der zusammenwirkenden Siegelflächen; der von den Siegelelementen auf die Verpackungsfolie aufgebrachte Druck; die Temperatur, auf die die Verpackungsfolie aufgeheizt wird; und die Zeitdauer des Siegelvorgangs (Siegelzeit).

Aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen ist es für den Nutzer bzw. Kunden einer Schlauchbeutelverpackungsmaschine wünschenswert, die bisher üblichen Folien weiterhin verwenden zu können. Für eine Verbesserung der Qualität der gebildeten Siegelnaht, und/oder auch zur Erreichung einer höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit bei gleicher Siegelnahtqualität, ist es daher in der Regel keine Op tion, Folien höherer Qualität und/oder anderer Beschaffenheit zu verwenden. Für eine Verbesserung der Qualität der Siegelnaht kann aber auch der von den Siegelelementen auf die Verpackungsfolie aufgebrachte Druck nicht beliebig erhöht werden, da der Druck nur so groß sein darf, dass die Folie nicht beschädigt wird. Auch die Temperatur kann nicht beliebig erhöht werden, da anderenfalls die Folie oder eine aktive Beschichtung der Folie beschädigt und insbesondere verbrannt werden könnte. Eine Qualitätsverbesserung der gebildeten Siegelnaht kann allerdings erreicht werden, wenn die Siegelzeit verlängert wird.

Einer Verlängerung der Siegelzeit steht prinzipiell jedoch der Aspekt der geforderten Leistung der Schlauchbeutelverpackungsmaschine entgegen. Die Maschinenleistung, d.h. die pro Zeiteinheit aus dem zugeführten Folienschlauch hergestellte Menge an einzelnen Produktverpackungen, ist proportional zur Fördergeschwindigkeit der Verpackungsfolie durch die Maschine. Je höher allerdings die Fördergeschwindigkeit ist, desto weniger Zeit verbleibt in der Regel für den Siegelvorgang der einzelnen Siegelnähte, vor allem der Quersiegelnähte. Typische Fördergeschwindigkeiten für übliche, standardmäßige heißsiegelfähige Verpackungsfolien liegen im Stand der Technik bei ca. 40-45 m/min.

Für eine Verbesserung der Qualität der gebildeten Siegelnaht durch eine Verlängerung der Siegelzeit ist es somit erforderlich, gleichzeitig die Maschinenleistung zu erhöhen, wenn im Wesentlichen die gleichen Folien wie bisher verwendet werden sollen, d.h. nicht Folien höherer Qualität und/oder anderer Beschaffenheit verwen det werden sollen. Wünschenswert ist hierbei eine ungefähre Verdoppelung der bisher üblichen Foliengeschwindigkeit in der Verpackungsmaschine, mithin also die Erzielung einer Foliengeschwindigkeit von ca. 90 m/min.

In dem Versuch, die vorstehend beschriebenen Ziele zu erreichen, wurde im Stand der Technik das oben beschriebene Prinzip der rotierenden Quersiegelbacken beispielsweise dahingehend abgeändert, dass die Kreisbewegung mindestens einer der beiden Siegelwellen abgeflacht wird. Hierbei wird die betroffene Siegelwelle über eine mechanische Kurve senkrecht zu der Förderebene der Verpackungsfolie bewegt, d.h. getaktet zu der Förderebene hin oder von dieser weg bewegt. In einer anderen Lösung wird die gesamte Siegelstation, d.h. insbesondere die beiden Siegelwellen auf den beiden Seiten der Förderebene gemeinsam, mittels einer Kurbel linear, gerade oder auf einer Kreisbahn getaktet in der Förderrichtung und entgegengesetzt zu der Förderrichtung verschoben, d.h. in Förderrichtung hin und her bewegt. Die Siegelstation wird hierbei insbesondere verschwenkt. Diese Lösung hat unter anderem den Nachteil, dass mit der gesamten Siegelstation eine große Masse bewegt werden muss. Die beiden vorstehend genannten Prinzipien sind im Stand der Technik unter dem Begriff "long dwell" bekannt. Bei beiden Verfahren kann die Siegelzeit und somit auch die maximale Foliengeschwindigkeit um bis zu ca. 20-30 % erhöht werden.

In einer weiteren Lösung, die im Stand der Technik unter dem Begriff "box motion" bekannt ist, werden die Siegelbacken in einer mehr oder weniger genauen Rechteckbewegung in Förderrichtung des Folienschlauchs vor und zurück bewegt. Bei der Vorwärtsbewegung erfolgt die Siegelung der Quersiegelnaht, indem die Siegelbacken bzw. ihre Siegelflächen in Eingriff miteinander stehen. Hierbei erfolgt die Bewegung der Siegelbacken während des Siegeins mithin insbesondere parallel zu der Folienlaufrichtung. Für die anschließende Rückwärtsbewegung der Siegelbacken werden diese vertikal von der Folie abgehoben und für den nächsten Siegelvorgang, d.h. für die Herstellung der nächsten Verpackungseinheit, in ihre Ausgangsposition zurück bewegt. Je nach Größe des Vorwärtshubs der Siegelbacken ergibt sich eine längere Siegelzeit und somit auch eine höhere maximale Foliengeschwindigkeit. Die bei diesem Prinzip hierfür erreichbaren Werte liegen jedoch noch nicht bei den oben genannten Zielwerten. Außerdem hat auch diese Lösung unter anderem den Nachteil, dass mit den beiden Siegelbacken eine große Masse bewegt werden muss. Dieses ist in der Regel limitierend für die erreichbare Maschinengeschwindigkeit.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine weiter verbesserte Schlauchbeutelverpackungsmaschine und insbesondere eine weiter verbesserte Quersiegelvorrichtung für eine solche Maschine zu schaffen. Dabei soll insbesondere eine Verlängerung der Siegelzeit und gleichzeitig eine Steigerung der Foliengeschwindigkeit und/oder der Maschinenleistung bewerkstelligt werden, vorzugsweise ohne dass Verpackungsfolien höherer Qualität und/oder anderer Beschaffenheit als im Stand der Technik üblich verwendet werden müssen. Wünschenswert ist hierbei eine ungefähre Verdoppelung der bisher üblichen Foliengeschwindigkeit in der Verpackungsmaschine auf nunmehr ca. 90 m/min, insbesondere bei der Verwendung von heißsiegelfähigen Standardfolien. So soll auf diese Weise eine Verbesserung der Qualität der gebildeten Siegelnaht erreicht werden. Schließlich kann es auch ein Ziel der Erfindung sein, bei der angestrebten verdoppelten Foliengeschwindigkeit eine heißgesiegelte Naht mit gleicher Qualität wie bisher oder eine verbesserte Siegelqualität zu erreichen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Quersiegelvorrichtung gemäß Patentanspruch 1 sowie durch eine Schlauchbeutelverpackungsmaschine, die eine entsprechende Quersiegelvorrichtung verwendet, entsprechend Patentanspruch 17. Darüber hinaus wird diese Aufgabe gelöst durch ein entsprechendes Verfahren zum Bilden einzelner Produktverpackungseinheiten aus einem Verpackungsfolienschlauch entsprechend Patentanspruch 18. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.

Die Erfindung schafft somit eine Quersiegelvorrichtung für eine Schlauchbeutelverpackungsmaschine zum Bilden einzelner Produktverpackungseinheiten aus einem zugeführten endlosen Schlauch einer Verpackungsfolie an in dem Folienschlauch sukzessive gebildeten Quersiegelnähten, wobei einzelne zu verpackende Produkte oder Produktgruppen oder Produktmengen im Wesentlichen unter gleichen Ab- ständen in dem zugeführten Folienschlauch gehalten sind, und wobei der zugeführte Folienschlauch und die jeweils gebildete Produktverpackungseinheit in einer Förderrichtung in einer Förderebene gefördert werden. Die erfindungsgemäße Quersiegelvorrichtung umfasst dabei folgende Merkmale: eine erste Siegelwalze auf der ersten Seite der Förderebene und eine zweite Siegelwalze auf der zweiten Seite der Förderebene, wobei die beiden Siegelwalzen jeweils um eine quer zu der Förderrichtung und parallel zu der Förderebene verlaufende Drehachse drehbar gelagert sind, wobei jeweils mindestens eine Siegelbacke an der ersten und der zweiten Siegelwalze angebracht ist, wobei die Siegelbacken jeweils mindestens eine Siegelfläche aufweisen, und wobei die Siegelflächen der jeweils an der ersten und der zweiten Siegelwalze angebrachten Siegelbacken derart angeordnet und durch eine gegenläufige Drehung der ersten und der zweiten Siegelwalze in Eingriff miteinander bringbar sind, dass sie eine quer zu der Förderrichtung verlaufende Quersiegelnaht in dem zwischen den Siegelbacken angeordneten Folienschlauch erzeugen. Die erfindungsgemäße Quersiegelvorrichtung ist dabei gekennzeichnet durch folgende Merkmale: jede Siegelbacke ist an ihrer Siegelwalze jeweils um eine quer zu der Förderrichtung und parallel zu der Förderebene verlaufende Schwenkachse verschwenkbar angebracht, wobei die Siegelwalzen und die Siegelbacken derart ausgebildet und bewegbar sind, dass zur Bildung der Quersiegelnaht jeweils eine Siegelfläche einer an der ersten Siegelwalze angebrachten Siegelbacke über eine definierte Strecke der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung in Eingriff mit jeweils einer Siegelfläche einer an der zweiten Siegelwalze angebrachten Siegelbacke steht.

Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass jede Siegelbacke derart ausgebildet und in der bzw. entgegengesetzt zu der Förderrichtung verschwenkbar ist, dass eine Siegelfläche der Siegelbacke derart in die Förderebene hinein geschwenkt werden kann, dass diese Siegelfläche über einen bestimmten Streckenabschnitt und damit über einen bestimmten Zeitraum der Förderung der Verpackungsfolie parallel zu und insbesondere in der Förderebene liegt, während sich die die Siegelbacke tragende Siegelwalze weiter dreht. In dieser Phase steht die Siegelfläche in Eingriff mit einer entsprechenden Siegelfläche einer entsprechenden anderen Siegelbacke, die auf der anderen Seite der Förderebene angeordnet ist, so dass diese beiden in einander eingreifenden oder aufeinander stehenden Siegelflächen in dieser Stellung gemeinsam in Förderrichtung über den bestimmten Streckenabschnitt weiter "fahren". Dabei ist die Folie bzw. der Folienschlauch zwischen den beiden so in Eingriff miteinander stehenden Siegelflächen angeordnet, wodurch aufgrund der von den Siegelbacken zugeführten Wärme eine Siegelnaht, insbesondere eine Quersiegelnaht, in der Folie erzeugt wird.

Der Zeitraum der Förderung der Verpackungsfolie, während dem die beiden Siegelflächen auf diese Weise über den bestimmten Streckenabschnitt in Eingriff sind, entspricht der oben diskutierten Siegelzeit. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit eine Verlängerung der Siegelzeit gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen möglich. Gleichzeitig wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Steigerung der Maschinenleistung erreicht.

Typischerweise erfolgt die Drehung der Siegelwalzen kontinuierlich, d.h. mit konstanter Geschwindigkeit. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Drehung der Siegelwalzen mit veränderlicher Geschwindigkeit erfolgt, d.h. an- und abschwellend ist. Dieses erfolgt insbesondere in Abhängigkeit davon, ob die Siegelbacken und/oder eine in der Quersiegelvorrichtung ggfs vorhandene Schneidvorrichtung in Eingriff stehen oder nicht bzw. in den oder aus dem Eingriff zu bringen sind.

Um den erfindungsgemäßen Eingriff der Siegelflächen auf den beiden Seiten der Folienförderebene miteinander über den definierten Förderstreckenabschnitt zu bewerkstelligen, ist vorzugsweise eine Vorrichtung für eine Verschiebung der Drehachse mindestens einer der beiden Siegelwalzen in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zu der Förderebene oder auf einer Kreisbahn, die die Förderebene schneidet, vorgesehen. Insbesondere ist eine Vorrichtung für eine Verschiebung der Drehachsen jeder der beiden Siegelwalzen in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zu der Förderebene oder auf einer Kreisbahn, die die Förderebene schneidet, vorgesehen, wobei die Drehachsen der beiden Siegelwalzen in entgegengesetzter Richtung zu der Förderebene hin oder von der Förderebene weg verschiebbar sind, so dass die Siegelflächen der jeweils an der ersten und der zweiten Siegelwalze angebrachten Siegelbacken bei einer gegenläufigen Drehung der ersten und der zweiten Siegelwalze zur Bildung der Quersiegelnaht in Eingriff miteinander treten und über die definierte Strecke der Förderung des Folien- schlauchs in der Förderrichtung den Eingriff miteinander beibehalten.

Durch diese Vorrichtung für eine im Wesentlichen lineare Verschiebung der Dreh achsen der Siegelwalzen im Wesentlichen vertikal zu der Folienförderebene wird mithin vermieden, dass die beiden Siegelbacken und ihre Siegelflächen miteinander kollidieren und sich aneinander oder aufeinander stauchen, wenn die Siegelflächen der beiden Siegelbacken in die Förderebene hinein geschwenkt und in im Wesentlichen paralleler Ausrichtung zueinander und zu der Fördererebene über den definierten Streckenabschnitt vorwärts bewegt werden, während sich die die Siegelbacken tragenden Siegelwalzen weiter drehen. Durch diese Vorrichtung für die Verschiebung der Drehachsen der beiden Siegelwalzen wird mithin ein synchronisiertes Einschwenken der beiden Siegelflächen in die Förderebene, ein koordinierter Eingriff der Siegelflächen miteinander, eine Beibehaltung dieses Eingriffs über den definierten Streckenabschnitt sowie ein synchronisiertes Ausschwenken der beiden Siegelflächen aus der Förderebene am Ende des definierten Streckenabschnitts bewerkstelligt.

Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass eine oder beide der Siegelflächen, die im Eingriff miteinander stehen, federbelastet ist/sind. Dieses kann beispielsweise durch eine mechanische oder eine pneumatische Feder oder eine Kombination aus beiden bewerkstelligt werden.

Um die vorstehend beschriebene Systematik zu erreichen, kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Abstand zwischen den Drehachsen der ersten und der zweiten Siegelwalze am Anfang und am Ende der definierten Strecke der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung, während der die Siegelflächen in Eingriff miteinander stehen, ein Minimum hat, und dass der Abstand zwischen den Drehachsen der ersten und der zweiten Siegelwalze im Wesentlichen bei der Hälfte der definierten Strecke der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung, während der die Siegelflächen in Eingriff miteinander stehen, ein Maximum hat. In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung umfasst die Vorrichtung für eine Verschiebung der Drehachsen der Siegelwalzen mindestens einen Schwenkarm, der an einem Ende an einer quer zu der Förderrichtung und parallel zu der Förderebene verlaufenden Schwenkachse gelagert und um diese Schwenkachse verschwenkbar ist, und an dessen anderem Ende je weils eine Siegelwalze um eine quer zu der Förderrichtung und parallel zu der Förderebene verlaufende Drehachse drehbar gelagert ist.

Die Erzeugung der Quersiegelnaht in dem Folienschlauch mittels der über eine definierte Strecke in einander eingreifenden Siegelflächen umfasst folglich drei im Wesentlichen gleichzeitig erfolgende, miteinander kombinierte Bewegungen, nämlich zum einen die gegenläufige Drehung der beiden Siegelwalzen oder Siegelwel len um ihre Drehachse, des Weiteren die Verschwenkung der an den Siegelwalzen angebrachten Siegelbacken um ihre Schwenkachse, sowie schließlich die im Wesentlichen vertikale Bewegung der Drehachsen der beiden Siegelwalzen aufeinander zu oder voneinander weg, die insbesondere durch eine Verschiebungseinrichtung für die Drehachsen in Form beispielsweise mindestens eines Schwenkarms bewerkstelligt wird.

Um eine einzelne Produktverpackungseinheit aus dem endlosen Folienschlauch abzutrennen, umfasst die Quersiegelvorrichtung typischerweise eine geeignete Schneidvorrichtung, insbesondere ein Messer. Wie eingangs schon erläutert wurde, wird dabei die Quersiegelnaht typischerweise in ihrer Längsrichtung geschnitten, so dass eine Endnaht an der vorlaufenden abgetrennten Produktverpackungseinheit und eine Anfangsnaht an dem nachlaufenden Folienschlauch bzw. der nachfolgenden, nächsten Produktverpackungseinheit gebildet werden.

Um eine derartige Schneidvorrichtung in die Quersiegelvorrichtung zu integrieren oder mit dieser zu kombinieren, ist in einerweiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung vorgesehen, dass die Siegelbacken jeweils eine erste, in Förderrichtung vorlaufende Siegelteilfläche und eine zweite, in Förderrichtung nachlaufende Siegelteilfläche aufweisen, wobei zwischen der ersten Siegelteilfläche und der zweiten Siegelteilfläche eine Aufnahmeeinrichtung für eine Schneidvorrichtung angeordnet ist, wobei die Schneidvorrichtung dafür ausgebildet ist, jeweils eine Produktverpackungseinheit von dem zugeführten Folienschlauch abzutrennen.

In dieser Ausführungsform ist die gesamte Siegelfläche einer betreffenden Siegelbacke beispielsweise unterteilt in eine erste Siegelteilfläche oder einen ersten Siegelabschnitt, die/der in Förderrichtung vorläuft, sowie eine zweite Siegelteilfläche oder einen zweiten Siegelabschnitt, die/der in Förderrichtung der ersten Siegelteilfläche nachläuft, d.h. in Förderrichtung hinter der ersten Siegelteilfläche angeordnet ist. Zwischen der ersten Siegelteilfläche und der zweiten Siegelteilfläche ist dabei eine Aufnahmeeinrichtung oder Vertiefung oder Halterung für eine Schneidvorrichtung angeordnet, wobei diese Aufnahmeeinrichtung oder Vertiefung oder Halterung in den Siegelbacken auf den beiden Seiten der Förderebene typischerweise unterschiedlich ausgebildet ist. Insbesondere ist die Schneidvorrichtung, insbesondere ein Messer, an einer der beiden Siegelbacken auf einer Seite der Förderebene vorgesehen, beispielsweise in einer Aufnahmeeinrichtung oder Halterung gehalten, während die andere der beiden Siegelbacken auf der anderen Seite der Förderebene eine Aufnahmeeinrichtung oder Vertiefung aufweist, in die die an der ersten Siegelbacke angebrachte Schneidvorrichtung bzw. das Messer eingreifen kann, wenn die Siegelflächen der beiden Siegelbacken in Eingriff miteinander treten bzw. stehen.

In dieser Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Quersiegelvorrichtung somit dadurch gekennzeichnet, dass in der Siegelbacke auf der ersten Seite der Förderebene jeweils eine Schneidvorrichtung, insbesondere ein Messer, feststehend oder beweglich in einer Aufnahmeeinrichtung angeordnet ist, und dass in der Siegelbacke auf der zweiten Seite der Förderebene eine Aufnahmeeinrichtung derart ausgebildet ist, dass die Schneidvorrichtung der Siegelbacke auf der ersten Seite der Förderebene in die Aufnahmeeinrichtung der Siegelbacke auf der zweiten Seite der Förderebene eingreifen kann.

Wie eingangs schon erläutert wurde, können die Schneidvorrichtungen (Messer) der Siegelbacken einer Siegelwalze unterschiedlich ausgebildet und eingestellt sein, d.h. auch einzeln oder gruppenweise gleich oder unterschiedlich sein, so dass beispielsweise jeweils eine einzelne Produktverpackungseinheit oder mehrere zusammenhängende Produktverpackungseinheiten als Gruppe vollständig von dem Folienschlauch abgeschnitten werden und/oder mittels einer von der Schneidvorrichtung gebildeten Perforationslinie einzeln oder gruppenweise weiter- hin an dem Folienschlauch und/oder aneinander hängen. Hierbei ist es auch denkbar, dass nur bestimmte Siegelbacken eine Schneid- und/oder Perforationsvorrichtung aufweisen, während andere, nachfolgende Siegelbacken keine Schneid- und/oder Perforationsvorrichtung aufweisen. Bei letzteren Siegelbacken wird somit nur gesiegelt, aber nicht geschnitten bzw. perforiert. Insgesamt können die Schneidvorrichtungen (Messer) dementsprechend je nach Anwendungsfall für einen sogenannten Serienschnitt ("serial cut"), insbesondere für unterschiedliche o- der variable Serienschnitte, ausgebildet und eingestellt sein.

Im Folgenden werden zwei Varianten der vorstehend beschriebenen Ausführungs- form der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung dargestellt.

In einer ersten Variante ist die Quersiegelvorrichtung. derart ausgebildet, dass die erste Siegelteilfläche und die zweite Siegelteilfläche derart unter einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind, dass in der Position der Siegelbacken, in der der Abstand zwischen den Drehachsen der ersten und der zweiten Siegelwalze ein Maximum hat, die erste Siegelteilfläche unter einem in Förderrichtung offenen spitzen Winkel zu der Förderebene und die zweite Siegelteilfläche unter einem entge gengesetzt zu der Förderrichtung offenen spitzen Winkel zu der Förderebene angeordnet ist.

Hierbei sind die Siegelbacken vorzugsweise derart ausgebildet und bewegbar, insbesondere um ihre Schwenkachse verschwenkbar, dass zur Bildung einer ersten Teilquersiegelnaht, die in Förderrichtung am Ende einer aus dem zugeführten Folienschlauch gebildeten vorlaufenden Produktverpackungseinheit angeordnet ist (Endnaht), jeweils eine erste Siegelteilfläche einer Siegelbacke auf der ersten

Seite der Förderebene über eine definierte erste Teilstrecke der Förderung des Fo- lienschlauchs in der Förderrichtung in Eingriff mit einer ersten Siegelteilfläche einer Siegelbacke auf der zweiten Seite der Förderebene steht, und dass zur Bildung einer zweiten Teilquersiegelnaht, die in Förderrichtung am Anfang des zugeführten Folienschlauchs zur Bildung einer nächsten Produktverpackungseinheit angeordnet ist (Angangsnaht), jeweils eine zweite Siegelteilfläche einer Siegelbacke auf der ersten Seite der Förderebene über eine definierte zweite Teilstrecke der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung in Eingriff mit einer zweiten Siegelteilfläche einer Siegelbacke auf der zweiten Seite der Förderebene steht.

Bei dieser ersten Variante der Quersiegelvorrichtung sind die Siegelbacken vorzugsweise weiter derart ausgebildet, dass sie um ihre Schwenkachse verschwenk- bar sind, um die ersten Siegelteilflächen der Siegelbacken auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene im Wesentlichen am Ende der definierten ersten Teilstrecke aus ihrem Eingriff miteinander zu lösen und um die zweiten Siegelteilflächen der Siegelbacken auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene im Wesentlichen am Anfang der definierten zweiten Teilstrecke in ihren Eingriff miteinander zu bringen. Dabei ist die Schneidvorrichtung vorzugsweise derart ausgebildet und auf der ersten Seite der Förderebene in ihrer Aufnahmeeinrichtung derart befestigt ist, dass sie aus der Aufnahmeeinrichtung und über die Siegelteilflächen hinaus vorragt, wobei die Schneidvorrichtung im Wesentlichen punktuell, kurzzeitig in die Aufnahmeeinrichtung auf der zweiten Seite der Förderebene eingreift, wenn die Siegelbacken derart verschwenkt werden, dass die ersten Siegelteilflächen der Siegelbacken auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene aus ihrem Eingriff miteinander gelöst werden und die zweiten Siegelteilflächen der Siegelbacken auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene in ihren Eingriff miteinander gebracht werden. Dabei durchtrennt die Schneidvorrichtung bei ihrem Eingriff in die Aufnahmeeinrichtung auf der zweiten Seite der Förderebene den Folienschlauch zwischen der ersten Teilquersiegelnaht und der zweiten Teilquersiegelnaht, um die vorlaufende Produktverpackungseinheit von dem nachlaufenden Folienschlauch abzutrennen.

Hierbei wird somit die im Wesentlichen lineare Bewegung der in Eingriff mit einander stehenden beiden Siegelbacken über die gesamte definierte Strecke in zwei lineare Teilbewegungen unterteilt, nämlich eine erste Teilbewegung, während der die beiden vorlaufenden Siegelteilflächen der Siegelbacken über die definierte erste Teilstrecke in Eingriff miteinander stehen, und eine zweite Teilbewegung, während der die beiden nachlaufenden Siegelteilflächen der Siegelbacken über die definierte zweite Teilstrecke in Eingriff miteinander stehen. Zwischen diesen beiden Teilbewegungen erfolgt ein Verschwenken der beiden Siegelbacken, um die beiden vorlaufenden Siegelteilflächen aus ihrem Eingriff miteinander zu lösen und die beiden nachlaufenden Siegelteilflächen in ihren Eingriff miteinanderzu bringen. Während diesem Verschwenken greift die Schneidvorrichtung in die betreffende gegenüberliegende Aufnahmeeinrichtung ein, wodurch der Folienschlauch durchtrennt wird. Die Siegelteilflächen sowie die Schneidvorrichtung und die Aufnahmeeinrichtung sind somit vorzugsweise so angeordnet, dimensioniert und ausgebildet, dass die Schneidvorrichtung den Folienschlauch im Wesentlichen nur in der Phase dieses Verschwenkens berührt und insbesondere durchtrennt, nicht aber während der ersten und der zweiten Teilbewegung.

Somit sind während des eigentlichen Schneidens keine der beiden Siegelteilflächen im Eingriff miteinander. Das Schneiden erfolgt, wenn der vor- oder ablau- fende Teil der Quersiegelnaht durch die beiden ersten Siegelteilflächen fertig ausgebildet ist und die Siegelbacke geschwenkt wird, um die beiden zweiten Siegelteilflächen zur Bildung der nachlaufenden Teilquersiegelnaht in Eingriff zu bringen. Zum Zeitpunkt des Schneidens haben somit im Wesentlichen keine der Siegelteilflächen einen Druck zueinander aufgebaut, d.h. es erfolgt kein Eingriff der Siegel- flächen im Sinne von Druckaufbau zueinander.

In einer zweiten Variante der oben beschriebenen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung ist die Quersiegelvorrichtung derart ausgebildet, dass die Siegelbacken derart ausgebildet und bewegbar sind, insbesondere um ihre Schwenkachse verschwenkbar sind, dass die erste Siegelteilfläche und die zweite Siegelteilfläche jeder Siegelbacke in einer Ebene liegen, d.h. keinen Winkel zwischen sich bilden, wobei zur Bildung einer ersten Teilquersiegelnaht, die in Förderrichtung am Ende einer aus dem zugeführten Folienschlauch gebildeten vorlaufenden Produktverpackungseinheit angeordnet ist, und zur Bildung einer zweiten Teilquersiegelnaht, die in Förderrichtung am Anfang des zugeführten Folien- schlauchs zur Bildung einer nächsten Produktverpackungseinheit angeordnet ist, jeweils die ersten Siegelteilflächen der betreffenden Siegelbacken auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene und gleichzeitig jeweils die zweiten Siegelteilflächen der betreffenden Siegelbacken auf der ersten Seite und der zweiten Seite der Förderebene im Wesentlichen über die definierte Strecke der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung in Eingriff miteinander stehen. Mit anderen Worten stehen hier jeweils die ersten Siegelteilflächen der betreffenden Siegelbacken auf beiden Seiten der Förderebene und jeweils die zweiten Siegelteilflächen der betreffenden Siegelbacken auf beiden Seiten der Förderebene im Wesentlichen durchgängig und gleichzeitig in Eingriff miteinander, d.h. über die gesamte Zeitdauer bzw. die Gesamtstrecke, in der die betreffenden Siegelbacken in die Förderebene eingeschwenkt sind und in der die gesamte Quersiegelnaht von den Siegelbacken gebildet wird (Siegelzeit). Noch anders ausgedrückt werden hierbei die erste Teilquersiegelnaht und die zweite Teilquersiegelnaht gleichzeitig gebildet. Bei dieser zweiten Variante der Quersiegelvorrichtung ist die Schneidvorrichtung in der Siegelbacke auf der ersten Seite der Förderebene in ihrer Aufnahmeeinrichtung oder Flalterung vorzugsweise derart beweglich angeordnet, dass sie während der Förderung des Folienschlauchs über die definierte Strecke, d.h. die Gesamtstrecke, im Wesentlichen punktuell bzw. nur kurzzeitig aus ihrer Aufnahmeeinrich- tung und über die Siegelteilflächen hinaus vorgeschoben wird und dabei in die Aufnahmeeinrichtung in der Siegelbacke auf der zweiten Seite der Förderebene eingreift. Bei diesem Eingriff in die Aufnahmeeinrichtung auf der zweiten Seite der Förderebene durchtrennt die Schneidvorrichtung den Folienschlauch zwischen der ersten und der zweiten Teilquersiegelnaht, um die vorlaufende Produktverpa- ckungseinheit von dem nachlaufenden Folienschlauch abzutrennen.

Hierbei ist die Schneidvorrichtung vorzugsweise weiter derart ausgebildet, dass sie im Wesentlichen auf der Hälfte der definierten Gesamtstrecke oder im Bereich der zweiten Hälfte der definierten Gesamtstrecke oder am Ende dieser Strecke aus ih- rer Aufnahmeeinrichtung und über die Siegelteilflächen hinaus vorgeschoben wird und dabei in die Aufnahmeeinrichtung in der Siegelbacke auf der zweiten Seite der Förderebene eingreift. Um die vorstehend beschriebene Bewegung der Schneidvorrichtung zu erreichen, ist vorzugsweise eine Steuerungseinrichtung vorgesehen, die die Schneidvorrichtung derart ansteuert, dass die Schneidvorrichtung derart aus ihrer Aufnahmeeinrichtung vorgeschoben wird, dass sie den Folienschlauch zu einem definierten Zeitpunkt und an einer definierten Position der definierten Strecke zwischen der ersten Teilquersiegelnaht und der zweiten Teilquersiegelnaht durchtrennt, um die vorlaufende Produktverpackungseinheit von dem nachlaufenden Folienschlauch abzutrennen. Die Steuerungseinrichtung steuert die Schneidvorrichtung außerdem derart an, dass die Schneidvorrichtung wieder in ihre Aufnahmeeinrichtung zurückgezogen wird, sobald sie den Folienschlauch durchtrennt hat, um dann für die nächste, nachfolgende Produktverpackung wieder vorgeschoben zu werden und dort die Quersiegelnaht zu durchtrennen.

Bei allen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen und Varianten ist vorzugsweise außerdem eine weitere Steuerungseinrichtung vorgesehen, die den Siegelbacken zugeordnet ist und die die Verschwenkungsbewegung der jeweiligen Siegelbacke um ihre Schwenkachse steuert. Insbesondere koordiniert und synchronisiert diese Steuerungseinrichtung das Einschwenken und das Ausschwenken der jeweiligen Siegelbacke in die bzw. aus der Förderebene sowie die Bewegung der betreffenden Siegelbacke am Anfang, während und am Ende ihres Eingriffs mit der entsprechenden Siegelbacke auf der anderen Seite der Förderebene. Die Steuerungseinrichtung sorgt also dafür, dass die betreffenden Siegelbacken auf den beiden Seiten der Förderebene korrekt Zusammenarbeiten, um die Quersiegelnaht zu bilden.

In einerweiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung ist vorgesehen, dass die erste Siegelteilfläche und die zweite Siegelteilfläche jeweils ebene oder im Wesentlichen ebene Flächen sind, die eine im Wesentlichen gleiche Länge in Förderrichtung des Folienschlauchs haben. Dabei können die definierten ersten und zweiten Teilstrecken der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung im Wesentlichen jeweils die halbe Länge der definierten Gesamtstrecke der Förderung des Folienschlauchs in der Förderrichtung haben. Mit derartigen ebenen oder im Wesentlichen ebenen ersten und zweiten Siegelteilflächen unterscheidet sich die erfindungsgemäße Quersiegelvorrichtung von den Vorrichtungen des Standes der Technik, bei denen die an den Siegelwalzen feststehend bzw. stationär und radial angebrachten Siegelbacken in der Regel in För- derrichtung bzw. entgegengesetzt zu der Förderrichtung des Folienschlauchs gekrümmte Siegelflächen aufweisen, damit die Siegelflächen der Siegelwalzen auf den beiden Seiten der Förderebene aufgrund der Rotation der Siegelwalzen fortschreitend ineinander eingreifen und gewissermaßen aufeinander abrollen können. In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung ist es aber auch denkbar, dass die Siegelflächen und/oder die Siegelteilflächen im

Wesentlichen in der vorstehend beschriebenen Art und Weise gekrümmt sind.

Neben der vorstehend beschriebenen Quersiegelvorrichtung schafft die Erfindung auch eine Schlauchbeutelverpackungsmaschine, die eine derartige Quersiegelvor- richtung umfasst.

Schließlich schafft die Erfindung auch ein Verfahren zum Bilden einzelner Produktverpackungseinheiten aus einem endlosen Schlauch einer Verpackungsfolie an in dem Folienschlauch sukzessive gebildeten Quersiegelnähten, wobei einzelne zu verpackende Produkte oder Produktgruppen oder Produktmengen in dem Folienschlauch gehalten sind. Dieses erfindungsgemäße Verfahren wird dabei unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung oder einer erfindungsgemäßen Schlauchbeutelverpackungsmaschine durchgeführt, wie sie vorstehend beschrieben wurden.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen. Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Quersiegelvorrichtung mit zugehörigen Peripherieeinrichtungen in einer perspektivischen Ansicht.

Figur 2a zeigt zwei in Eingriff miteinander stehende Siegelbacken gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Figur 2b zeigt zwei in Eingriff miteinander stehende Siegelbacken gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung.

Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Quersiegelvorrichtung schematisch in einer Ansicht von der Seite.

Figur 4 zeigt eine Teilansicht der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung aus Figur 3, in der die Siegelbacken eine erste oder Anfangs-Position haben.

Figur 5 zeigt eine Teilansicht der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung aus Figur 3, in der die Siegelbacken eine zweite oder mittlere Position, insbesondere eine Schneideposition, haben.

Figur 6 zeigt eine Teilansicht der erfindungsgemäßen Quersiegelvorrichtung aus Figur 3, in der die Siegelbacken eine dritte oder End-Position haben.

Die in den Figuren 1 und 3 gezeigte Quersiegelvorrichtung 1 umfasst zwei Siegelwalzen 10.1 und 10.2, die um parallel zueinander angeordnete Drehachsen 12.1 und 12.2 drehbar sind. Die Förderebene, in der ein Endlos-Folienschlauch S zugeführt und eine daraus gebildete einzelne Produktverpackungseinheit P abgeführt wird, verläuft zwischen diesen beiden Siegelwalzen 10.1, 10.2 hindurch. In Figur 3 ist die Förderebene durch die Pfeile F gekennzeichnet, die die Förderrichtung des Folienschlauchs S und der gebildeten Produktverpackungseinheit P angeben. Demnach ist die erste Siegelwalze 10.1 auf einer ersten Seite der Förderebene, in den Zeichnungen insbesondere der oberen Seite der Förderebene angeordnet. Entsprechend ist die zweite Siegelwalze 10.2 auf der anderen, zweiten Seite der Förderebene, in den Zeichnungen insbesondere der unteren Seite der Förderebene angeordnet. Die Drehachsen 12.1, 12.2 der beiden Siegelwalzen 10.1, 10.2 liegen somit quer zu der Förderrichtung F und parallel zu der Förderebene.

Die Zeichnungen zeigen somit beispielhaft eine Quersiegelvorrichtung einer Hori- zontal-Schlauchbeutelverpackungsmaschine. Es versteht sich allerdings, dass die Merkmale der vorliegenden Erfindung in entsprechender weise auch bei einer Ver- tikal-Schlauchbeutelverpackungsmaschine oder einer in einer anderen Art und Weise angeordneten Schlauchbeutelverpackungsmaschine angewendet werden können.

In den Figuren 3 bis 6 verläuft die Förderrichtung F von links nach rechts. Es versteht sich allerdings, dass die Förderrichtung auch umgekehrt werden kann, d.h. von rechts nach links verlaufen kann. In diesem Fall wird die gesamte Maschine dann im Wesentlichen in einer gegenüber den Figuren 3 bis 6 gespiegelten oder umgekehrten Art und Weise ausgeführt.

Neben der Quersiegelvorrichtung 1 zeigt Figur 1 auch zugehörige Peripherieein richtungen, wie beispielsweise Antriebseinrichtungen bzw. Motoren 100 und Steuereinrichtungen, die die Komponenten der Quersiegelvorrichtung 1 antreiben und deren Bewegungen steuern, koordinieren und synchronisieren, sowie Heizeinrichtungen bzw. Anschlüsse für Heizeinrichtungen zum Heizen der an den Siegelwalzen 10.1, 10.2 angebrachten Siegelelemente oder Siegelbacken, wie es nachfolgend beschrieben wird. In der in Figur 1 gezeigten Ausführung sind die genannten Komponenten (Antriebe etc.) im Wesentlichen auf einer Seite (Rückseite in Figur 1) der Quersiegelvorrichtung 1 angeordnet. Es ist aber auch denkbar, dass einzelne oder alle dieser Komponenten (z.B. Antriebe und/oder Anschlüsse für Heizungen) auf der Vorderseite platziert werden.

An jeder der Siegelwalzen 10.1, 10.2 sind mehrere Siegelelemente oder Siegelbacken 20.1, 20.2 angebracht, die jeweils um eine quer zu der Förderrichtung F und parallel zu der Förderebene verlaufende Schwenkachse 22.1, 22.2 verschwenkbar sind, insbesondere hin und her verschwenkbar, wie es in Figur 3 durch die Pfeile H angedeutet ist. Die für die Funktion der vorliegenden Quersiegelvorrichtung 1 erforderliche Schwenkbewegung und das zugehörige Bewegungsprofil sowie die verschiedenen dadurch eingenommenen Positionen der Siegelbacken 20.1, 20.2 sind aus den Figuren 3 bis 6 ersichtlich.

Wie es in Figur 3 durch die Pfeile D angedeutet ist, drehen sich die Siegelwalzen 10.1, 10.2 in entgegengesetzter bzw. gegenläufiger Richtung zueinander. Dabei dreht sich die obere Siegelwalze 10.1 entgegen dem Uhrzeigersinn, während sich die untere Siegelwalze 10.2 im Uhrzeigersinn dreht. Dadurch werden die an den Siegelwalzen 10.1, 10.2 angebrachten Siegelbacken 20.1, 20.2 jeweils im Wesentlichen tangential zu bzw. in der Förderrichtung F im Wesentlichen in die Förderebene und in den Bereich zwischen den beiden Siegelwalzen 10.1, 10.2 eingeschwenkt, d.h. in den Bereich, in dem die beiden Siegelbacken 20.1, 20.2 dann Zusammenwirken, insbesondere ineinander eingreifen, und eine Quersiegelnaht Q in dem Folienschlauch S erzeugen. Es versteht sich, dass bei der oben genannten gespiegelten Maschinenausführung die Bewegungsabläufe im Wesentlichen umgekehrt sind. Insbesondere dreht sich dann die obere Siegelwalze 10.1 im Uhrzeigersinn, während sich die untere Siegelwalze 10.2 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht.

Die Siegelbacken 20.1, 20.2 weisen jeweils mindestens eine Siegelfläche 30.1, 30.2; 31.1, 31.2; 32.1, 32.2 auf. Die Siegelflächen 30.1, 31.1, 32.1 der an der ers ten Siegelwalze 10.1 angebrachten Siegelbacken 20.1 und die Siegelflächen 30.2, 31.2, 32.2 der an der zweiten Siegelwalze 10.2 angebrachten Siegelbacken 20.2 sind derart angeordnet und werden durch die gegenläufige Drehung der ersten und der zweiten Siegelwalze 10,1, 10.2 derart in Eingriff miteinander gebracht, dass sie eine quer zu der Förderrichtung F verlaufende Quersiegelnaht Q in dem zwischen den Siegelbacken 20.1, 20.2 angeordneten Folienschlauch S erzeugen. Bei einer weiteren Drehung der beiden Siegelwalzen 10.1, 10.2 werden dann die jeweils nächsten Siegelbacken 20.1, 20.2 im Wesentlichen in die Förderebene bzw. in den oben genannten Bereich zwischen den beiden Siegelwalzen 10.1, 10.2 eingeschwenkt, um jeweils eine nächste Quersiegelnaht Q in dem entsprechend weiter bewegten Folienschlauch S zu erzeugen. Auf diese Weise werden sukzessive oder getaktet aufeinanderfolgende Quersiegelnähte Q in dem Folienschlauch S erzeugt, wobei der Abstand dieser Quersiegelnähte Q in der Förderrichtung F dem Abstand der einzelnen Siegelbacken 20.1, 20.2 am Umfang der jeweiligen Siegelwalze 10.1, 10.2 entspricht. Der Abstand zwischen diesen Quersiegelnähten Q entspricht somit letztlich im Wesentlichen der Länge einer jeweils aus dem Verpackungsfo- lien-Endlosschlauch S gebildeten einzelnen Produktverpackungseinheit P in der Förderrichtung F. Die Siegelwalzen 10.1, 10.2 und die Siegelbacken 20.1, 20.2 sind dabei insbesondere derart ausgebildet und bewegbar, dass zur Bildung der Quersiegelnaht Q jeweils eine Siegelfläche 30.1, 31.1, 32.1 einer an der ersten Siegelwalze 10.1 angebrachten Siegelbacke 20.1 über eine definierte Strecke X, X1, X2 der Förderung des Folienschlauchs S in der Förderrichtung F in Eingriff mit jeweils einer Siegelfläche 30.2, 31.2, 32.2 einer an der zweiten Siegelwalze 10.2 angebrachten Siegelbacke 20.2 steht.

In Figur 3 sind jeweils drei Siegelbacken 20.1, 20.2 an jeder Siegelwalze 10.1, 10.2 angebracht. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Dreiflügler-Ausführung. Denkbar sind aber auch Siegelwalzen mit jeweils nur einer Siegelbacke oder mit zwei oder vier Siegelbacken (sogenannte Einflügler-, Zweiflügler- oder Vierflügler- Ausführungen) oder mit noch mehr Siegelbacken. Dabei kann der Abstand der ein zelnen Siegelbacken am Umfang der jeweiligen Siegelwalze symmetrisch, d.h. gleich groß sein, was im Wesentlichen zu gleich beabstandeten Siegelnähten führt. Alternativ kann der Abstand der einzelnen Siegelbacken am Umfang der Siegelwalze aber auch unsymmetrisch, d.h. unterschiedlich oder unregelmäßig sein. Dieses führt zu dementsprechend unterschiedlichen Abständen der aufeinanderfolgenden Siegelnähte und mithin zu unterschiedlichen Schnittlängen und somit Packungslängen. Hierbei ist es auch denkbar, dass im Wesentlichen das Bogenmaß der Drehpunkte zweier benachbarter Schwenkachsen der Siegelbacken nicht 100% der Schnittlänge entspricht.

In einer ersten Ausführungsform wird zunächst beispielhaft angenommen, dass sich die Siegelfläche 30.1, 30.2 im Wesentlichen durchgängig jeweils über die gesamte Länge der Siegelbacke 20.1, 20.2 in ihrer Erstreckung in Förderrichtung F erstreckt. In diesem Fall entspricht die definierte Strecke X, die in Figur 3 schematisch angedeutet ist, im Wesentlichen demjenigen Streckenabschnitt in Förderrichtung F, über den die Siegelflächen 30.1, 30.2 vollständig in Eingriff miteinander sind. Die Strecke X erstreckt sich also im Wesentlichen von demjenigen Punkt in der Förderrichtung F, an dem die Siegelbacken 20.1, 20.2 nach ihrem Einschwenken in die Förderebene mit ihren Siegelflächen 30.1, 30.2 erstmals vollständig in Eingriff sind, bis zu demjenigen Punkt in der Förderrichtung F, an dem die Siegelflächen 30.1, 30.2 beginnen, sich voneinanderzu lösen bzw. die Siegelbacken

20.1, 20.2 beginnen, aus der Förderebene heraus zu schwenken.

Die definierte Strecke X der Vorwärtsbewegung des Folienschlauchs S in Förderrichtung F entspricht einem bestimmten Zeitraum, während dem die Siegelflächen

30.1, 30.2 durchgehend parallel zu und insbesondere in der Förderebene liegen, während und obwohl sich die die Siegelbacken 20.1, 20.2 tragenden Siegelwalzen

10.1, 10.2 weiter drehen. Anders ausgedrückt verändern die Siegelflächen 30.1,

30.2 während dieses Zeitraums nicht ihre relative Lage und Ausrichtung in Bezug auf die Förderebene.

In dieser Phase stehen die Siegelflächen 30.1, 30.2 der sich auf den beiden Seiten der Förderebene gegenüberliegenden Siegelbacken 20.1 , 20.2 in Eingriff mit einander, so dass sich diese beiden aufeinander stehenden Siegelflächen 30.1, 30.2 in dieser Stellung unverändert gemeinsam in Förderrichtung F über den bestimmten Streckenabschnitt X vorwärts bewegen, d.h. zusammen weiter "fahren". Dabei ist die Folie bzw. der Folienschlauch S zwischen den beiden Siegelflächen 30.1,

30.2 angeordnet, insbesondere eingeklemmt, wodurch aufgrund der von den Siegelbacken 20.1, 20.2 zugeführten Wärme und dem durch diese ausgeübten Druck die Quersiegelnaht Q in der Folie S erzeugt wird. In dieser Phase bewegen sich folglich die Siegelflächen 30.1 , 30.2 mit der gleichen Geschwindigkeit in der Förderrichtung F wie der Folienschlauch S.

Um den vorstehend beschriebenen anhaltenden Eingriff der Siegelflächen 30.1,

30.2 auf den beiden Seiten der Folienförderebene miteinander über den definierten Förderstreckenabschnitt X zu bewerkstelligen, ist eine Vorrichtung für eine Verschiebung der Drehachse 12.1, 12.2 mindestens einer oder jeder der beiden Siegelwalzen 10.1, 10.2 in einer Richtung im Wesentlichen linear, senkrecht zu der Förderebene oder auf einer Kreisbahn, die die Förderebene schneidet, vorgesehen. Wie Figur 3 zeigt, wird diese Vorrichtung beispielsweise durch mindestens einen Schwenkarm 40.1, 40.2 bewerkstelligt, der an einem Ende an einer quer zu der Förderrichtung F und parallel zu der Förderebene verlaufenden Schwenkachse 42.1, 42.2 gelagert und um diese Schwenkachse verschwenkbar ist. An dem anderen Ende des Schwenkarms 40.1, 40.2 ist jeweils die Siegelwalze 10.1, 10.2 um die Drehachse 12.1, 12.2 drehbar gelagert. Der Schwenkarm 40.1, 40.2 ist dabei so ausgebildet, dass die Drehachsen 12.1, 12.2 der beiden Siegelwalzen 10.1,

10.2 in entgegengesetzter Richtung zu der Förderebene hin oder von der Förderebene weg verschoben werden können, wie es durch die Pfeile W in Figur 3 angedeutet ist. Wie Figur 3 zeigt, können die Drehachsen 12.1, 12.2 somit im Wesentlichen vertikal zu der Förderebene in die Position 12.1', 12.2' verschoben werden.

Durch diese Verschiebung der Drehachsen 12.1, 12.2 wird somit vermieden, dass die beiden Siegelbacken 20.1, 20.2 und ihre Siegelflächen 30.1, 30.2 miteinander kollidieren und sich aneinander oder aufeinander stauchen, wenn die Siegelflächen

30.1, 30.2 in die Förderebene hinein geschwenkt und im konstanten Eingriff miteinander im Wesentlichen in paralleler Ausrichtung zueinander und zu der Fördererebene über den definierten Streckenabschnitt X vorwärts bewegt werden, während sich die die Siegelbacken 20.1 , 20.2 tragenden Siegelwalzen 10.1, 10.2 weiter drehen. Die beiden Schwenkarme 40.1, 40.2, deren Bewegung mit der Schwenkbewegung der Siegelbacken 20.1, 20.2 und der Drehbewegung der Siegelwalzen

10.1, 10.2 synchronisiert wird, bewerkstelligen somit ein kontrolliertes und synchronisiertes Einschwenken der beiden Siegelflächen 30.1, 30.2 in die Förderebene am Anfang des definierten Streckenabschnitts X, einen koordinierten Eingriff der Siegelflächen 30.1, 30.2 miteinander, eine Beibehaltung dieses Eingriffs über den definierten Streckenabschnitt X, sowie ein kontrolliertes und synchronisiertes Ausschwenken der beiden Siegelflächen 30.1, 30.2 aus der Förderebene am Ende des definierten Streckenabschnitts X. Es versteht sich, dass die Bewegung der beiden Schwenkarme 40.1, 40.2 durch geeignete Steuerungseinrichtungen gesteuert wird.

Wie die Figuren 4 und 6 prinzipiell zeigen, ist, um die vorstehend beschriebene Systematik zu erreichen, der Abstand zwischen den Drehachsen 12.1, 12.2 der beiden gegenüberliegenden Siegelwalzen 10.1, 10.2 am Anfang (Figur 4) und am Ende (Figur 6) der definierten Strecke X, während der die Siegelflächen 30.1 , 30,2 in Eingriff miteinander stehen, minimal. Diese Situation ist auch in Figur 3 darge stellt, in der die in Eingriff stehenden Siegelflächen 30.1 , 30.2 das Ende der defi- nierten Strecke X erreicht haben. Umgekehrt ist der Abstand zwischen den Dreh achsen 12.1, 12.2 der beiden gegenüberliegenden Siegelwalzen 10.1, 10.2 im Wesentlichen bei der Hälfte der definierten Strecke X, während der die Siegelflächen 30.1, 30.2 in Eingriff miteinander stehen, maximal. Dieser maximale Abstand ist in Figur 3 durch die Positionen 12.1', 12.2' der Drehachsen angedeutet. Diese Situation ist prinzipiell in Figur 5 dargestellt, in der die beiden sich gegenüberliegenden Siegelbacken 20.1, 20.2 exakt radial in Bezug auf die Siegelwalzen 10.1, 10.2 ausgerichtet sind. Demgegenüber sind die Siegelbacken 20.1, 20.2 in den in den Figuren 4 und 6 gezeigten Positionen nicht exakt sondern schräg radial in Bezug auf die Siegelwalzen 10.1, 10.2 angeordnet. Figur 5 zeigt die Position der Siegelbacken 20.1, 20.2, in der eine Produktverpackungseinheit P aus dem zugeführten Folienschlauch S abgeschnitten wird (Schneideposition), wie es nachfolgend erläutert wird. Um jeweils eine einzelne Produktverpackungseinheit P aus dem zugeführten end losen Folienschlauch S abzutrennen, ist eine geeignete Schneidvorrichtung 34.1, insbesondere ein Messer, in die Siegelfläche 30.1 der Siegelbacke 20.1 einer (10.1) der beiden Siegelwalzen integriert. Mit diesem Messer 34.1 wird die Quersiegelnaht Q im Laufe oder am Ende ihrer Ausbildung typischerweise in ihrer Längsrichtung geschnitten, so dass eine Endnaht E an der vorlaufenden abgetrennten Produktverpackungseinheit P und eine Anfangsnaht A an dem nachlaufenden Folienschlauch S gebildet werden, aus dem die nachfolgende, nächste Produktverpackungseinheit P gebildet wird, wie es in Figur 3 gezeigt ist. Um dieses Messer 34.1 unterzubringen, ist die gesamte Siegelfläche 30.1 der betreffenden (oberen) Siegelbacke 20.1 unterteilt in eine erste Siegelteilfläche 31.1, die in der Förderrichtung F vorläuft, sowie eine zweite Siegelteilfläche 32.1, die in der Förderrichtung F der ersten Siegelteilfläche 31.1 nachläuft, d.h. in Förderrichtung F hinter der ersten Siegelteilfläche 31.1 angeordnet ist. In entsprechender Weise ist die gesamte Siegelfläche 30.2 der betreffenden (unteren) Siegelbacke 20.2 unterteilt in eine erste, vorlaufende Siegelteilfläche 31.2 sowie eine zweite, nachlaufende Siegelteilfläche 32.2. Diese Situation ist für zwei zusammenwirkende Siegelbacken in unterschiedlichen Ausführungsformen in den Figuren 2a und 2b dargestellt. Demnach ist das Messer 34.1 jeweils in der Siegelfläche 30.1 der oberen (20.1) der beiden Siegelbacken integriert, d.h. zwischen der ersten, vorlaufenden Siegelteilfläche 31.1 und der zweiten, nachlaufenden Siegelteilfläche 32.1, ggfs in einer entsprechenden Halterung oder Aufnahmeeinrichtung, angeordnet. Die untere (20.2) der beiden Siegelbacken weist in ihrer Siegelfläche 30.2, d.h. zwischen der ersten, vorlaufenden Siegelteilfläche 31.2 und der zweiten, nachlaufenden Siegelteilfläche 32.2 eine Aufnahmeeinrichtung oder Vertiefung bzw. einen Gegenhalter oder ein Gegenmesser 34.2 auf, in die/das das Messer 34.1 in der in den Figuren 2a und 2b gezeigten Stellung der Siegelbacken von oben eingreifen kann, d.h. im Wesentlichen wenn die Siegelflächen der beiden Siegelbacken in Eingriff miteinan der treten bzw. im Zuge dieser Eingriffsbewegung der Siegelflächen miteinander.

Je nach Ausführungsform ist das Messer 34.1 feststehend oder beweglich in seiner Halterung oder Aufnahmeeinrichtung in der betreffenden Siegelfläche angeordnet.

In der in den Figuren 4 bis 6 gezeigten Ausführungsform ist die Quersiegelvorrichtung 1 derart ausgebildet, dass die erste Siegelteilfläche 31.1, 32.1 und die zweite Siegelteilfläche 31.2, 32.2 der jeweiligen Siegelbacke 20.1, 20.2 derart unter einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind, dass in der Position der Siegelbacken 20.1 , 20.2, in der der Abstand zwischen den Drehachsen 12.1, 12.2 der beiden betreffenden Siegelwalzen 10.1, 10.2 ein Maximum hat, die jeweilige erste Siegelteilfläche 31.1, 31.2 unter einem in der Förderrichtung F offenen spitzen Winkel zu der Förderebene und die jeweilige zweite Siegelteilfläche 32.1, 32.2 unter einem entgegengesetzt zu der Förderrichtung F offenen spitzen Winkel zu der Förderebene angeordnet ist. Diese Situation ist in Figur 5 dargestellt.

Bei dieser Ausführungsform bilden die ersten Siegelteilflächen 31.1, 31.2 der beiderseitigen Siegelbacken 20.1, 20.2 im Zuge der Drehung der Siegelwalzen 10.1, 10.2 und mittels einer geeigneten Verschwenkung der Siegelbacken zuerst eine erste Teilquersiegelnaht, wie es in Figur 4 gezeigt ist. Anschließend bilden die zweiten Siegelteilflächen 32.1, 32.2 im Zuge der weiteren Drehung der Siegelwalzen 10.1, 10.2 und einerweiteren Verschwenkung der Siegelbacken eine zweite Teilquersiegelnaht, wie es in Figur 6 gezeigt ist. Zur Bildung der ersten Teilquersiegelnaht, die in der Förderrichtung F am Ende einer aus dem zugeführten Folienschlauch S gebildeten vorlaufenden Produktverpackungseinheit P angeordnet ist (Endnaht E), steht dabei jeweils die erste Siegelteilfläche 31.1 der oberen Siegelbacke 20.1 über eine definierte erste Teilstrecke X1 der Förderung des Folienschlauchs S in der Förderrichtung F konstant in Eingriff mit der ersten Siegelteilfläche 31.2 der unteren Siegelbacke 20.2, wie es in Figur 4 gezeigt ist. Zur Bildung der zweiten Teilquersiegelnaht, die in der Förderrichtung F am Anfang des zugeführten Folienschlauchs S zur Bildung der nächsten Produktverpackungseinheit P angeordnet ist (Anfangsnaht A), steht dann jeweils die zweite Siegelteilfläche 32.1 der oberen Siegelbacke 20.1 über eine definierte zweite Teilstrecke X2 der Förderung des Folienschlauchs S in der Förderrichtung F konstant in Eingriff mit der zweiten Siegelteilfläche 32.2 der unteren Siegelbacke 20.2, wie es in Figur 6 gezeigt ist. Die definierte erste Teilstrecke X1 erstreckt sich somit im Wesentlichen von der in Figur 4 gezeigten Position der beiden Siegelba cken bis zu der in Figur 5 gezeigten Position der Siegelbacken, während sich die definierte zweite Teilstrecke X2 im Wesentlichen von der in Figur 5 gezeigten Position der Siegelbacken bis zu der in Figur 6 gezeigten Position der Siegelbacken erstreckt. Somit ergibt die Summe der beiden definierten Teilstrecken X1 und X2 im Wesentlichen die gesamte definierte Strecke X, die in Figur 3 angedeutet ist und die oben bereits erläutert wurde. Es versteht sich, dass die Darstellung der Strecken X, X1 und X2 in den Figuren 3-6 nur schematisch und nicht maßstabsgetreu ist.

Um von der in Figur 4 gezeigten Position der Siegelbacken 20.1 , 20.2 in die in Figur 6 gezeigte Position der Siegelbacken 20.1, 20.2 zu kommen, werden die Siegelbacken 20.1, 20.2 in geeigneterWeise um ihre jeweilige Schwenkachse 22.1, 22.2 verschwenkt. Dabei werden die ersten Siegelteilflächen 31.1, 31.2 der oberen und unteren Siegelbacken 20.1, 20.2 im Wesentlichen am Ende der definierten ersten Teilstrecke X1 aus ihrem Eingriff miteinander gelöst, und die zweiten Siegelteilflächen 32.1, 32.2 der oberen und unteren Siegelbacken 20.1, 20.2 werden im Wesentlichen am Anfang der definierten zweiten Teilstrecke X2 in ihren Eingriff miteinander gebracht. Am Übergang von der definierten ersten Teilstrecke X1 zu der definierten zweiten Teilstrecke X2 erfolgt das Schneiden der Quersiegelnaht Q mit dem Messer 34.1 , wie es in Figur 5 dargestellt ist. Dafür ist das Messer 34.1 vorzugsweise derart ausgebildet und in der oberen Siegelbacke 20.1 in seiner Halterung oder Aufnahmeeinrichtung derart feststehend befestigt, dass es aus der Halterung und über die Ebene der beiderseitigen Siegelteilflächen 31.1, 32.1 hinaus vorragt. Dieses Hinausragen wird insbesondere durch die Anordnung der beiderseitigen Siegelteilflächen 31.1, 32.1 unter einem stumpfen Winkel zueinander erreicht. Das Messer

34.1 greift dann von oben im Wesentlichen punktuell, kurzzeitig in die Aufnahmeeinrichtung 34.2 in der unteren Siegelbacke 20.2 ein, wenn die Siegelbacken 20.1,

20.2 wie vorstehend beschrieben für den Übergang von der in Figur 4 gezeigten Position in die in Figur 6 gezeigte Position verschwenkt werden. In diesem Moment durchtrennt das Messer 34.1 bei seinem Eingriff in die Aufnahmeeinrichtung 34.2 an der unteren Siegelbacke 20.2 den Folienschlauch S zwischen der ersten Teilquersiegelnaht und der zweiten Teilquersiegelnaht, um die vorlaufende Produktverpackungseinheit P von dem nachlaufenden Folienschlauch S abzutrennen. Die ersten und zweiten Siegelteilflächen 31.1, 31.2, 32.1, 32.2 der oberen und unteren Siegelbacken 20.1, 20.2 sowie die Schneidvorrichtung bzw. das Messer 34.1 an der oberen Siegelbacke 20.1 und die ihm gegenüberliegende Aufnahmeeinrichtung

34.2 an der unteren Siegelbacke 20.2 sind somit vorzugsweise so angeordnet, dimensioniert und ausgebildet, dass das Messer 34.1 den Folienschlauch S im Wesentlichen nur in der in Figur 5 gezeigten Phase des Verschwenkens der Siegelbacken 20.1 , 20.2 für deren Übergang von der Position der Figur 4 in die Position der Figur 6 berührt und insbesondere durchtrennt, nicht aber während der ersten Teilbewegung über die definierte erste Teilstrecke X1 und der zweiten Teilbewegung über die definierte zweite Teilstrecke X2.

In einerweiteren, alternativen Ausführungsform, die als solche in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, liegen die erste Siegelteilfläche 31.1, 31.2 und die zweite Siegelteilfläche 32.1, 32.2 jedes Siegelbacken 20.1, 20.2 im Wesentlichen in einer Ebene, d.h. sie bilden keinen Winkel zwischen sich. Diese Ausführungsform ist schematisch in Figur 3 erkennbar und unterscheidet sich von der in den Figuren 2a, 2b und 4 bis 6 gezeigten Ausführungsform. Zur Bildung der ersten Teilquersie- gelnaht, d.h. der Endnaht E der gebildeten vorlaufenden Produktverpackungseinheit P, und der zweiten Teilquersiegelnaht, d.h. der Anfangsnaht A des nachfolgenden Folienschlauchs S bzw. der nächsten Produktverpackungseinheit P, stehen bei dieser alternativen Ausführungsform alle Siegelteilflächen 31.1, 31.2, 32.1, 32.2 der beiden Siegelbacken 20.1, 20.2 gleichzeitig und durchgängig, konstant über die gesamte definierte Strecke X der Förderung des Folienschlauchs S in der Förderrichtung F in Eingriff miteinander, d.h. über die gesamte Zeitdauer bzw. die Gesamtstrecke, in der die Siegelbacken 20.1, 20.2 in die Förderebene eingeschwenkt sind. Hierbei werden also die die gesamte Quersiegelnaht Q bildenden ersten und zweiten Teilquersiegelnähte gleichzeitig gebildet.

Bei dieser Ausführungsform ist das Messer 34.1 in der oberen Siegelbacke 20.1 in seiner Aufnahmeeinrichtung oder Halterung derart beweglich angeordnet, dass es während der Förderung des Folienschlauchs S über die definierte Gesamtstrecke X im Wesentlichen punktuell bzw. nur kurzzeitig aus seiner Halterung und über die seitlich jeweils daneben angeordneten Siegelteilflächen 31.1, 32.1 hinaus vorgeschoben wird und dabei in die Aufnahmeeinrichtung 34.2 in der unteren Siegelbacke 20.2 eingreift. Bei diesem Eingriff durchtrennt das Messer 34.1 den Folienschlauch S zwischen der ersten und der zweiten Teilquersiegelnaht, wodurch die vorlaufende Produktverpackungseinheit P von dem nachlaufenden Folienschlauch S abgetrennt wird.

Bei dieser Ausführungsform erfolgt die Schneidwirkung des Messers 34.1 somit nicht durch ein Verschwenken der betreffenden oberen Siegelbacke 20.1, bei der das Messer 34.1 feststehend in die Siegelfläche 30.1, 31.1, 32.1 integriert ist. Viel mehr muss das Messer 34.1 mittels einer geeigneten Steuerungseinrichtung sepa rat derart angesteuert, d.h. zwangsgesteuert werden, dass das Messer 34.1 derart aus seiner Halterung vorgeschoben wird, dass es den Folienschlauch S zeit- und positionsgenau, d.h. zu einem definierten Zeitpunkt und an einer definierten Posi- tion der definierten Strecke X zwischen der ersten Teilquersiegelnaht und der zweiten Teilquersiegelnaht durchtrennt, um die vorlaufende Produktverpackungseinheit P von dem nachlaufenden Folienschlauch S abzutrennen. Nachdem das Messer 34.1 den Folienschlauch S durchtrennt hat, muss es dann mittels geeigneter Ansteuerung von der Steuerungseinrichtung wieder in seine Halterung zurückgezogen werden.

Bei allen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen und Varianten ist vorzugsweise außerdem eine weitere Steuerungseinrichtung vorgesehen, die den Siegelbacken 20.1, 20.2 zugeordnet ist und die die Verschwenkungsbewegung der jeweiligen Siegelbacke 20.1, 20.2 um ihre Schwenkachse 22.1, 22.2 steuert. Insbesondere koordiniert und synchronisiert diese Steuerungseinrichtung das Einschwenken und das Ausschwenken der jeweiligen Siegelbacke 20.1, 20.2 in die bzw. aus der Förderebene sowie die Bewegung der Siegelbacken 20.1, 20.2 am Anfang, während und am Ende ihres Eingriffs miteinander, d.h. über die jeweilige definierte Strecke X bzw. die erste und zweite Teilstrecke X1, X2. Für diese Zwecke kann beispielsweise eine geeignete Kurvenbahn vorgesehen sein, in die ein an der jeweiligen Siegelbacke 20.1, 20.2 angebrachter Finger eingreift.

Diese Steuerung der Bewegung der Siegelbacken 20.1, 20.2 muss außerdem die gegenläufige Drehung der Siegelwalzen 10.1, 10.2 sowie die gegebenenfalls erfolgende vertikale Verschiebung der Drehachsen 12.1, 12.2 der Siegelwalzen 10.1,

10.2 berücksichtigen, d.h. die Steuerungseinrichtung der Siegelbacken 20.1, 20.2 muss in geeigneterWeise mit einer Steuerungseinrichtung der Siegelwalzen 10.1,

10.2 sowie einer Steuerungseinrichtung des Schwenkarms 40.1, 40.2 Zusammenarbeiten. Insgesamt sorgen diese Steuerungseinrichtungen also dafür, dass die betreffenden Siegelbacken 20.1, 20.2 auf den beiden Seiten der Förderebene korrekt Zusammenarbeiten, um die Quersiegelnaht zu bilden.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Dauer bzw. die Strecke (definierte Strecke X, X1 , X2) des Eingriffs der oberen und unteren Siegelflächen miteinander variabel eingestellt bzw. verändert wird. Dieses kann durch die genannten und ggfs weitere Steuerungseinrichtungen in geeigneter Art und Weise in Abhängigkeit von dem jeweiligen Anwendungsfall, d.h. den zu bildenden Produktverpackungseinheiten, bewerkstelligt werden. In noch einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die erste Siegelteilfläche 31.1, 31.2 und die zweite Siegelteilfläche 32.1, 32.2 jeweils ebene oder im Wesentlichen ebene Flächen sind, die eine im Wesentlichen gleiche Länge in der Förderrichtung F des Folienschlauchs S haben. Diese Situation ist schematisch in Figur 2b dargestellt, in der die erste Siegelteilfläche 31.1, 31.2 und die zweite Siegelteilfläche 32.1, 32.2 darüber hinaus jeweils unter einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet sind, wie es oben bereits beschrieben wurde. Bei dieser Ausführungsform können die definierten ersten und zweiten Teilstrecken X1, X2 der Förderung des Folienschlauchs S in der Förderrichtung F im Wesentlichen jeweils die halbe Länge der definierten Gesamtstrecke X haben.

Diese Ausführungsform mit ebenen oder im Wesentlichen ebenen ersten und zweiten Siegelteilflächen 31.1, 31.2, 32.1, 32.2 unterscheidet sich von einer Ausführungsform, bei der die Siegelflächen in Förderrichtung bzw. entgegengesetzt zu der Förderrichtung des Folienschlauchs gekrümmt sind, damit die Siegelflächen der oberen und unteren Siegelwalzen aufgrund der Rotation der Siegelwalzen fortschreitend ineinander eingreifen und sozusagen aufeinander abrollen können. Diese Situation ist schematisch in Figur 2a dargestellt.

Darüber hinaus können die Siegelflächen, sowohl als ebene wie auch als gekrümmte Siegelfläche, ein Profil aufweisen oder glatt bzw. plan sein. Figur 2a zeigt profilierte obere und untere Siegelteilflächen 31.1, 31.2, 32.1, 32.2. Die Profile müssen dabei vorzugsweise so ausgebildet sein, dass das Profil der jeweiligen oberen Siegelfläche in das Profil der zugehörigen unteren Siegelfläche eingreifen kann, dass also z.B. Vorsprünge oder Erhebungen eines Profils der oberen Siegelfläche in entsprechende Täler eines Profils der zugehörigen unteren Siegelfläche eingreifen, und umgekehrt. Figur 2b zeigt demgegenüber glatte bzw. plane Siegelflächen ohne Profil.