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Patent Searching and Data


Title:
ULTRASONIC OR SHOCK WAVE OPERATING PROCESS AND AGENT FOR IMPLEMENTING SAID PROCESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1989/005159
Kind Code:
A1
Abstract:
In an ultrasonic or shock wave operating process, shock wave or ultrasonic generators generate shock waves or ultrasound in a medium in which a certain effect is to be achieved. An agent which contains or produces microbubbles which reinforce the effect of the shock waves or ultrasound is added to the medium. Also described are means for implementing the process which can also be used for the controlled destruction of biological tissues by ultrasound and shock waves.

Inventors:
SCHLIEF REINHARD (DE)
Application Number:
PCT/DE1988/000750
Publication Date:
June 15, 1989
Filing Date:
December 02, 1988
Export Citation:
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Assignee:
SCHERING AG (DE)
International Classes:
C12N1/00; A61B8/00; A61B8/08; A61B17/22; A61K41/00; A61K49/00; A61K49/22; A61N7/00; A61P35/00; B01F11/02; B01J13/00; B01J19/08; B01J19/10; (IPC1-7): A61K49/00; A61B8/08
Foreign References:
EP0123235A21984-10-31
EP0122624A21984-10-24
EP0131540A21985-01-16
EP0077752A21983-04-27
US4276885A1981-07-07
DE3637926C11987-11-26
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Claims:
Paten ansprüch .
1. Arbeitsverfahren bei dem Stoßwellen oder ein Ultraschallfeld in ein Medium eingestrahlt werden, in dem eine vorbestimmte Wirkung erzielt werden soll, dadurch gekennzeichnet, daß dem Medium ein Mikrobläschen enthaltendes und/oder erzeugendes Mittel mit oder ohne Mikro¬ partikel zugesetzt wird, und daß die Größe der Mikrobläschen und der Frequenzbereich des Ultraschallfeldes so aufeinander abgestimmt werden, daß die Resonanzfrequenz der Mikrobläschen im Fre¬ quenzbereich des Ultraschallfeldes liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß .
3. die Stoßwellen oder das Ultraschallfeld auf einen vorbestimmten Bereich fokussiert. erden.
4. 3 Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß 31 in den vorbestimmten Bereich die Stoßwellen oder das Ultraschall eld von Erzeugern aus unter¬ schiedlichen Richtungen eingestrahlt werden. A.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß 32 der oder die Erzeuger der Stoßwellen oder des Ultraschall eldes um den Fokus herum verschwenkt werden .
6. Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 4 gekennzeichnet durch eine Suspension mit Mikrobläschen bestehend aus Mikropartikeln aus einer grenzflächenaktiven Substanz in einem flüssigen Träger.
7. Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 4 gekennzeichnet durch eine Suspension mit Mikrobläschen aus einem nicht grenzflächenaktiven Feststoff in einem flüssigen Träger.
8. Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 4 gekennzeichnet durch eine Suspension mit Mikrobläschen bestehend aus Mikropartikeln aus einer Mischung aus mindestens einer grenzflächenaktiven Substanz mit einem nicht grenzflächenaktiven Feststoff in einem flüssigen Träger.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 5 oder 7, enthaltend als grenzflächenaktive Substanz Lecithine, Polyoxy¬ ethylenfettsäureester, Glycerinpolyethylenglykolri zinoleat, PolyoxyethylenpolyoxypropylenPolymere, Saccharoseester, Xyloglyceride, gesättigte oder un gesättigte (C4C20)Fettalkohole, gesättigte oder ungesättigte (C4C20)Fettsäuren oder deren Salze, Mono, Di und Triglyceride, Fettsäureester, Sojaöl saccharoseglycerid oder Polyethylenglykolsorbitan monostearat als Mikropartikel in einer Konzentration von 0,001 bis 10 Gewichtsprozenten, vorzugsweise 0,04 bis 1 Gewichtsprozent.
10. Mittel nach Anspruch 5 oder 7, enthaltend als grenflächenaktive Substanz Magnesiumstearat, Ascorbylpalmitat, Saccharose onopal itat, Saccha rosemonostearat, Saccharosedistearat oder Butylstea rat in einer Konzentration von 0,001 bis 10 Gewichts¬ prozenten, vorzugsweise 0,04 bis 1 Gewichsprozent.
11. Mittel nach Anspruch 6 oder 7, enthaltend als nicht grenzflächenaktiven Feststoff Cyclodex trine, Monosaccharide, Disaccharide, Trisaccharide, Polyole oder anorganische oder organische Salze mit einer Konzentration von 2 bis 50 Gewichtsprozenten, vorzugsweise von 9 bis 40 Gewichtsprozenten.
12. Mittel nach Anspruch 6 oder 7, enthaltend als nicht grenzflächenaktiven Feststoff Galactose, Dextrose, Maltose, Lactose oder aCyclodextrin in einer Konzentration von 2 bis 50 Gewichtsprozenten, vorzugsweise von 9 bis 40 Gewichtsprozenten.
13. Mittel nach einem der Ansprüche 5 7, enthaltend als flüssigen Träger, der physiologisch verträglich ist, Wasser, physiologische Elektrolytlösun , wä߬ rige Lösung von ein oder mehrwertigen Alkoholen oder Polyetheralkoholen oder der wäßrigen Lösung eines Mono oder Disaccharides.
14. Mittel nach einem der Ansprüche 5 7, enthaltend als flüssigen Träger RingerLösung oder TyrodeLösung und eine wäßrige Lösung von Maltose, Dextrose, Lac tose oder Galactose.
15. Mittel nach einem der Ansprüche 5 7, enthaltend als flüssigen Träger eine wäßrige Lösung von Glycerin, Polyethylenglykol oder Propylenglykol methylether.
16. Mittel nach Anspruch 7, enthaltend Mikropartikel einer Mischung aus Butylstearat und Galactose in Wasser.
17. Mittel nach Anspruch 6, enthaltend Mikropartikel aus Galactose in Wasser.
18. Mittel nach Anspruch 6, enthaltend Mikropartikel aus Galactose in bis 20 %iger (Ge¬ wichtsprozent) wäßriger GalactoseLösung.
19. Mittel nach Anspruch 5, enthaltend Mikropartikel einer Mischung aus Polyethylenglykol sorbitanmonostearat und Galactose in physiologischer Kochsalzlösung.
20. Mittel nach Anspruch 7, enthaltend Mikropartikel einer Mischung aus ölsäure und Galac¬ tose in physiologischer Kochsalzlösung.
21. Mittel nach Anspruch 6, enthaltend Mikropartikel aus Lactose in bis zu 25 %iger (Ge ichtsprozent) wäßriger LactoseLösung.
22. Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 4 gekennzeichnet durch eine flüssige Lösung mit Mikrobläschen bestehend aus der Mischung von 0,01 bis 10 Gewichtsprozenten eines Tensides oder Tensidge isches mit einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssig¬ keit und 2 der Mischung von 0,5 bis 50 Gewichtsprozenten einer Viskositätserhöhenden Substanz oder eines Substanzgemisches in einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssigkeit, wobei 3 beide Mischungen getrennt oder vereinigt vor¬ liegen.
23. Mittel nach Anspruch 21 bestehend aus der Mischung von 1 0,01 bis 10 Gewichtsprozenten eines Tensides oder Tensidgemisches in einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssigkeit, die 0,05 bis 5 Ge¬ wichtsprozente eines physiologisch verträglichen carbonsauren Salzes enthält und 2 der Mischung von 0,5 bis 50 Gewichtsprozenten einer Viskositätserhöhenden Substanz oder eines Substanzgemisches mit einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssigkeit, die die dem carbonsauren Salz äquivalente Menge physiologisch verträglicher Säure enthält.
24. Mittel nach einem der Ansprüche 21 oder 22, enthaltend ein nichtionogenes Tensid, vorzugsweise ein Poly oxyethylenpolyoxypropylenPoly eres, das gleichzei¬ tig viskositätserhöhend wirkt.
25. Mittel nach Anspruch 23, enthaltend ein Tensid, das aus Polyoxyethylenpolyoxypropylen Polymere mit dem Molekulargewicht 6800 bis 8975 oder 16250 oder 13300 oder das aus einem Polyoxyethylen fettsäureester besteht.
26. Mittel nach einem der Ansprüche 21 oder 22 enthaltend ein Tensid, das aus Polyoxyethylenstearaten oder aus Natriumlaurylsulfat oder Natriumdioctylsulfosuccinat besteht.
27. Mittel nach Anspruch 21, enthaltend als Trägerflüssigkeit Wasser oder mit Wasser misch¬ bare ein oder mehrwertige Alkohole, physiologische Elektrolytlösung oder eine Infusionslösung oder deren Gemische. " .
28. Mittel zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 4 dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrobläschen eine koaleszente widerstandsfähige Oberflächenmembran aufweisen, in der eine Anzahl nicht toxischer und nicht antigener organischer Moleküle angeordnet ist und die ein Gas ausgewählter Zusammensetzung enthält, wobei der Durchmesser der Mikrobläschen nicht größer als 300 Micron und nicht kleiner als 0,5 Micron ist.
29. Mittel nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Moleküle der Oberflächenmembran einen hydro philen und einen hydrophoben Abschnitt aufweisen und daß deren hydrophiler Abschnitt radial von der Mitte eines Mikrobläschens fortgerichtet ist.
30. Mittel nach einem der Ansprüche 27 oder 28, 5 dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenmembran für die Mikrobläschen aus einer gelierbaren Zusammensetzung besteht. 10 30. Mittel nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die gelierbare Zusammensetzung Gelantine ist. *& 15.
31. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 4, mit einem Mittel nach mindestens einem der Ansprüche 5 30 zur Zerstörung biologischen Gewebes.
32. 2.0.
33. Verwendung eines Mittels nach mindestens einem der Ansprüche 5 30 zur Zerstörung von Tumorgewebe und/oder Zeilen oder andersartiger pathologischer Gewebe∑ellen mittels Stoßwellen oder Ultraschall.*& 25.
34. 30.
Description:
Ultraschall-,„oder Stoßwellenarb itsverfahren_und_Mi.tt . e_l Z.-_._ ess._n_Durchführung.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbe¬ griff des Patentanspruchs 1 und Mittel zur Durchführung des Verfahrens.

Ein wichtiges Anwendungsgebiet der Ultraschalltechnik ist die zerstörungsfreie Materialprüfung. H. 0. Richter beschreibt in: Taschenbuch Akustik - Berlin: Verlag Technik 1984 die Ultraschallmaterialprüfung und in diesem Bericht wird die Kopplungstechnik, d. h. die Ankopplung des Ultraschallschwingers an den Prüfling erläutert.

In der Zeitschrift "ULTRASONICS" July 1985 S. 170- 172 wird ein Verfahren beschrieben, mit dem eine Glasplatte mittels eines Ultraschallfeldes in Wasser gereinigt wird. Im Wasser werden Luftblasen durch Ultraschall er¬ zeugt, deren Durchmesser größer ist als der der Luft¬ blasen, die durch die Grundfrequenz (25 kHz) des einge¬ strahlten Ultraschallfeldes erzeugt werden. Die erste Harmonische (47,2 kHz) des eingestrahlten Ultraschall¬ feldes wirkt als Oberflächenwelle auf die Grenzfläche Wasser/Luft der Luftblasen ein und erzeugt Tochter- Mikro-Bubbles, deren Durchmesser kleiner ist als der der Mikro-Bubbles, die von der ersten Harmonischen allein erzeugt werden. Mit diesem Bläschensystem wurde eine Entfernung des Beschichtungsmaterials auf der

Glasplatte durchgeführt. Bei diesem Verfahren müssen hochenergetische Ultraschallfelder eingestrahlt werden, die nicht für alle Materialien verträglich sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Verbesserung der Ultraschallarbeitsverfahren ein spezielles Verfahren und Mittel zur Durchführung dieses Verfahrens zur Verfügung zu stellen, mit denen gute Ergebnisse mit geringerem Energieeinsatz als bei bekannten Verfahren und insbesondere unter Verwendung von Stoßwellen erzielbar sind.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die technische Lehre des Inhalts des Patentanspruchs 1 in Verbindung mit den angegebenen Mitteln gelöst.

Dem Medium, in dem die gewünschte Arbeit durchgeführt oder eine vorbestimmte Wirkung erzielt werden soll, werden die Mikrobläschen erzeugenden öder enthaltenden Mittel appliziert, wodurch die Wirkung eingestrahlter Stoßwellen oder Ultraschallfelder εynergistisch verbessert wird. Gleiche Effekte werden mit geringer eingestrahlter Energie erreicht. Bei gleicher Energie ergeben sich größere Effekte.

Bei Ultraschalleinstrahlung ist es besonders vorteil¬ haft, die Mikrobläschengröße so einzustellen, daß deren Resonanzfrequenz im Frequenzbereich des Ultraschalls liegt.

Bei dem Arbeitsverfahren werden die Stoßwellen oder das

Ultraschallfeld durch fokusierende Erzeuger in das Medium abgestrahlt, in welches die Mikro-Bubbles ent¬ haltenden oder erzeugenden Mittel eingebracht werden.

Stoßwellen oder Ultraschallfelder werden in einen vor¬ bestimmten Bereich mit Vorteil von Erzeugern aus unter¬ schiedlichen Richtungen eingestrahlt. Es ist ferner vorgesehen, den oder die Erzeuger der Stoßwellen oder Ultraschallfelder um den Fokus herum zu verschwenken.

Von besonderer Bedeutung ist die verstärkende Wirkung bei Oberflächenbehandlungen von Werkstücken wie Oberflächenvergütung und dergl. mittels Stoßwellen oder Ultraschall. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Stoßwellen- oder Ultraschallreinigung, bei der die Stoßwellen oder Ultraschallenergie über den Boden und über die Wände einer Reinigungswanne oder über einge¬ hängte Erzeuger in die Reinigungsflüssigkeit abge¬ strahlt wird. Das Reinigungsgut kann in Körben oder Trommeln und bei großen Anlagen durch ein Transport¬ system in die Reinigungsflüssigkeit gebracht werden. Durch den erfindungsgemäßen Einsatz des Mikrobläschen enthaltenden oder erzeugenden Mittels können die Reini¬ gungszeiten ganz erheblich verkürzt werden und es wer- den außerordentlich porensaubere Oberflächen erzielt.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei der Desin¬ tegration Anwendung finden, die den Einsatz von Sto߬ wellen oder Leistungsultraschall zur Extraktion, Dispergierung (Emulgierung, Homogenisierung) und für andere Prozesse umfaßt. Mit diesem Verfahren können

Mikro-Organis en wie Bakterien, Viren und Pilze aufge¬ schlossen werden. Es können Inhaltsstoffe aus pflanzli¬ chem und tierischem Material extrahiert werden. Schwer lösliche Substanzen können in Flüssigkeiten emulgiert werden und feste unlösliche Stoffe können in Feinstver¬ teilung in Flüssigkeiten dispergiert werden. Ferner können chemische und biologische Reaktionen beschleu¬ nigt und Proben für mikroskopische und elektronen¬ mikroskopische Untersuchungen aufbereitet werden.

Bei der Extraktion kann die Kavitation zu einer Zell¬ oder StoffZerstörung und zur Dispersion der suspendier¬ ten Festkörper in Verbindung mit erhöhtem Massen¬ transport durch eine akustische Strömung führen. Durch das " er indungsgemäße Verfahren werden erhöhte Extrak¬ tionsraten bei der Extraktion von Zucker aus Zuckerrü¬ ben, bei der Hop enextraktion, bei der Proteinfällung, beim Bierbrauprozeß, bei der ölgewinnung aus ölsamen und aus Fisch und bei der Extraktion von Alkaloiden aus pflanzlichen Materialien und bei der Auslaugung von Erzen erzielt.

Ferner können bei der Dispergierung Feststoffpartikel (ebenso Flüssigkeit) ' durch Stoßwellen- oder Ultra- schallenergie in einen anderen Träger dispergiert wer¬ den. Dies ermöglicht die Herstellung feinster Farbver¬ teilung in Lösungen, vereinfacht die Herstellung von pharmazeutischen Produkten und vereinfacht auch die Aufspaltung von Zellulosefasern.

Ein vorteilhaftes Einsatzgebiet des erfindungsgemäßen

Verfahrens umfaßt die Emulgierung zur Herstellung von Mischprodukten, beispielsweise Margarinerohstoff. Auch in der kosmetischen Industrie kann das Verfahren einge¬ setzt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch für eine Sto߬ wellen oder Ultraschallanwendung in der Textil- und Papierindustrie geeignet. Insbesondere kann eine Vorbe¬ handlung von Zellulosefasern oder von zellulosehaltigen Stoffen mit Stoßwellen oder Ultraschall unter Verwen¬ dung der Mikrobläschen enthaltenden oder erzeugenden Mittel vorgenommen werden. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Entschäumung in industriellen Prozessen und in Kläranlagen. Insbesondere kann die für einen Umwelt- schütz bedeutungsvolle Abwasserbehandlung verbessert werden.

In vorteilhafter Weise können

1. eine Supension mit Mikrobläschen bestehend aus Mikropartikeln aus einer grenzflächenaktiven Substanz in einem flüssigen Träger oder

2. eine Suspension mit Mikrobläschen bestehend aus Mikropartikeln aus einem nicht grenzflächenaktiven Feststoff in einem flüssigen Träger oder

3. eine Suspension mit Mikrobläschen bestehend aus Mikropartikeln aus einer Mischung aus mindestens einer grenzflächenaktiven Substanz mit einem nicht grenzflächenaktiven Feststoff in einem flüssigen

Träger

für das Stoßwellen- oder Ultraschallarbeitsverfahren Verwendung finden.

Einige dieser er indungsgemäß verwendeten Mittel werden in den EP-OS 122 624 und 123 235 beschrieben.

Mit Vorteil kann das verwendete Mittel Mikropartikel enthalten, die als grenzflächenaktive Substanz Leci- thine, Polyoxyethylenfettsäureester, Glycerinpolyethy- lenglykolrizinoleat, Polyoxyethylenpolyoxypropylen-Poly¬ mere, Saccharoseester, Xyloglyceride, gesättigte oder ungesättigte CC4τC20)-Fettalkohole, gesättigte oder un- gesättigte (C4-C20)-Fettsäuren oder deren Salze, Mono-, Di- und Triglyceride, Fettsäureester als Mikropartikel. Ferner ist es möglich, daß das Mittel Mikropartikel enthält, die als grenzflächenaktiven Stoff Sojaölsaccha- roseglycerid oder Polyethylenglykolsorbitanmonostearat enthalten.

Mit besonderem Vorteil können als Mikropartikel Magnesiu stearat, Ascorbylpalmitat, Saccharosemonopal- itat, Saccharosemonostearat, Saccharosedistearat oder Butylstearat als grenzflächenaktive Substanzen im Mittel enthalten sein.

Die Suspension mit Mikrobläschen enthält die grenzflä¬ chenaktive Substanz in einer Konzentration von 0,001 bis 5 Gewichtsprozenten, vorzugsweise von 0,04 bis 1 Ge¬ wichtsprozent.

Als nicht grenzflächenaktive Feststoffe kann das Mittel mit Vorzug Cyclodextrine, Monosaccharide, Disaccharide, Trisaccharide, Polyole oder anorganische oder organische Salze mit einer Konzentration von 2 bis 50 Gewichtspro- zenten, vorzugsweise von 9 bis 40 Gewichtsprozenten enthalten. Das Mittel kann ferner Mikropartikel enthal¬ ten, die als nicht grenzflächenaktiven Feststoff Dex¬ trose, Maltose, Galactose, Lactose oder a-Cyclodextrin in einer Konzentration von 2 bis 50 Gewichtsprozenten, vorzugsweise 9 bis 40 Gewichtsprozenten, enthalten.

Als geeignete anorganische oder organische Salze sind Natriumchlorid, Natriumeitrat, Natriumacetat oder Na- triumtartrat zu nennen.

Mit Vorteil kann das verwendete Mittel als flüssigen Träger Wasser, Elektrolytlösung, wäßrige Lösung von ein- oder mehrwertigen Alkoholen oder Polyetheralkoholen oder wäßrige Lösung eines Mono- oder Disaccharids oder Ringer-Lösung oder Tyrode-Lösung oder eine wäßrige Lösung von Maltose, Dextrose, Lactose oder Galactose enthalten. Mit besonderem Vorteil kann der flüssige Träger Glycerin, Polyethylenglycol oder Propylenglykolmethylether enthalten.

Als flüssiger Träger kann aber auch eine Kochsalzlösung in dem Mittel enthalten sein.

überraschenderweise wurde weiter gefunden, daß ein er- findungsge äß verwendetes Mittel, welches Mikropartikel

aus Maltose, Dextrose, Lactose oder Galactose in einem flüssigen Träger der Wasser, eine physiologische Elektrolytlösung wie 0,9 %ige wäßrige Natriumchloridlö¬ sung, Ringer-Lösung oder Tyrode-Lösung oder eine wäßrige Lösung von Maltose, Dextrose, Lactose oder Galaktose sein kann, enthält, ohne Zusatz von viskositätserhöhen- den Stoffen wie beispielsweise Propylenglykol eine gute Wirkungsverstärkung bei den Stoßwellen- und Ultra¬ schallarbeitsver ahren ermöglicht.

Derartige, erfindungsgemäß verwendete Mittel werden in der EP-OS 131 540 beschrieben.

Dabei kann das erfindungsgemäß benutzte Mittel Mikropar- tikel aus Lactose in bis zu 25 %iger (Gewichtsprozent) wäßriger Lactose-Lösung enthalten. Insbesondere können die erfindungsgemäß verwendeten Mittel auch Mikroparti¬ kel aus Galaktose in bis zu 20 iger wäßriger Galaktose- Lösung oder Mikropartikel aus Galaktose in Wasser ent- halten.

Ferner ist vorgesehen, daß das Mittel Mikropartikel einer Mischung von Butylstearat und Galactose in Wasser oder eine Mischung von Sojaölsaccharoseglycerid und Galactose in Wasser oder Polyethylenglycolsorbitan- monostearat und Galactose in physiologischer Kochsalzlö¬ sung oder ölsäure und Galactose in physiologischer Koch¬ salzlösung enthält.

Es liegt ferner im Rahmen der Erfindung, daß ein erfin¬ dungsgemäß verwendetes Mittel eine flüssige Lösung mit

- o

Mikrobläschen ist, bestehend aus der Mischung von 0,01 bis 10 Gewichtsprozenten eines Tensides oder Tensid- gemisches mit einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssigkeit und der Mischung von 0,5 bis 50 Ge- wichtsprozenten einer Viskositätserhöhenden Substanz oder eines Substanzgemisches in einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssigkeit, wobei beide Mi¬ schungen getrennt oder vereinigt vorliegen.

Mit besonderem Vorteil kann ein Mittel für das Sto߬ wellen- und Ultraschallarbeitsverfahren benutzt werden, bestehend aus einer Mischung von 0,01 bis 10 Gewichtsprozenten eines Tensides oder Tensidgemisches in einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssigkeit, die 0,05 bis 5 Gewichtsprozente eines physiologisch verträglich carbonsauren Salzes enthält und der Mischung von 0,5 bis 50 Gewichtsprozen¬ ten einer Viskositätserhöhenden Substanz oder eines Substanzgemisches mit einer wäßrigen oder mit Wasser mischbaren Trägerflüssigkeit, die dem carbonsauren Salz äquivalente Menge physiologisch verträglicher Säure enthält.

Als carbonsaures Salz findet besonders Natriumhydrogen- carbonat und Kaliumhydrogencarbonat Anwendung. Als Säuren sind besonders Milchsäure, Zitronensäure und Brenztraubensäure zu nennen.

Derartig erfindungsgemäß verwendete Mittel werden in der EP-PS 0077 752 beschrieben.

Als Tenside sind sowohl ionogene als auch nichtionogene Tenside, die gleichzeitig auch viskositätserhöhend wir¬ ken können, geeignet. Als nichtionogene Tenside seien genannt: Lecithine, Lecithinfraktionen und deren Abwand- lungsprodukte, Polyoxyethylenfettsäureester wie Poly¬ oxyethylenfettalkoholäther- polyoxyethylierte Sorbitan- ettsäureester, Glycerin-polyethylenglykoloxystearat, Glycerinpolyethylenglykolrhizinoleat, ethoxylierte Soja- sterine, ethoxylierte Rizinusöle und deren hydrierte Derivate, Cholesterol, Polyoxyethylenpolyoxypropylen- Poly ere, wobei Polyoxyethylenfettsäurestearate und Po- lyoxyethylenpolyoxypropylen-Polymere mit dem Molgewicht 6800-8975, 13300 und 16250 bevorzugt sind.

Als ionogene Tenside kommen in Frage: uarternäre Ammo¬ niumbase, Natriumlaurylsulfat, Natriu dioctylsulfosucci- nat.

Als viskositätserh hende Substanzen kommen in Frage Mono- oder Polysaccharide wie Glucose, Lävulose, Galac¬ tose, Lactose, Sorbit, Mannit, Xylit, Saccharose oder Dextrane, Cyclodextrine, Hydroxyethylstärke und Polyole. Als Polyole werden verwendet Glycerin, Polyglykole, Inulin und 1 ,2-Propandiol. Zur Viskositäterhöhung können weiterhin benutzt werden Proteine, proteinähnliche Stoffe, Aminosäuren oder Blutersatzstoffe wie beispiels¬ weise Plasmaproteine, Gelatine, Oxypolygelatine und Gelatinederivate oder deren Gemische.

Die Konzentration dieser genannten Stoffe in der Lösung kann 0,5 bis 50 Gewichtsprozente betragen, wobei die

Höchstkonzentration auch vom gelösten Stoff abhängt. So können beispielsweise Glucose oder Lactose mit einer Konzentration von 0,5 bis 50 Gewichtsprozenten verwendet werden, wogegen Gelatine eine bevorzugte Konzentration von 0,5 bis 2 Gewichtsprozenten hat. Die Oxypolygelatine wird bevorzugt mit einer Konzentration von 0,5 bis 10 Gewichtsprozenten eingesetzt.

Man kann auch Tenside verwenden, die gleichzeitig visko- sitätserhöhend wirken wie beispielsweise Polyoxyethylen- polyoxpropylen-Polymere mit dem Molekulargewicht von 4750 bis 16250.

In diesem Fall beträgt die Konzentration der Tenside mit viskositätserhöhender Wirkung 1 bis 20 Gewichtsprozen¬ ten, vorzugsweise 3 bis 10 Gewichtsprozenten. Das Tensid oder Tensidge isch wird vorzugsweise in Gegenwart des viskositätserhöhenden Stoffes oder Stoffge ische in einer Trägerflüssigkeit gelöst.

Als Trägerflüssigkeit können Wasser oder wäßrige Lösungen, mit Wasser mischbare ein- oder mehrwertige Alkohole, Ringerlösung, Tyrodelösung oder die wäßrigen Lösungen von Natriumchlorid, Calciumchlorid, Natrium- hydrogencarbonat, Natriumeitrat, Natriumacetat oder Na- triumtartrat oder Salzlösungen, wie sie üblicherweise als Infusionslösungen verwendet werden, oder deren Gemische verwendet werden.

überraschenderweise hat sich gezeigt, daß es inbeson¬ dere vorteilhaft ist, zur Zerstörung biologischer Gewe

be unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens dem Bereich des zu zerstörenden Gewebes mindestens eines der vorstehend aufgeführten Mittel zu appli- zieren.

Dabei ist es besonders vorteilhaft, dem Bereich des zu zerstörenden Gewebes Mikrobläschen zu applizieren, die eine koaleszente widerstandsf hige Oberflächenmembran aufweisen, in der eine Anzahl nicht toxischer und nicht antigener organische Moleküle angeordnet sind, die ein Gas einer ausgewählten Zusammensetzung enthält, wobei der Durchmesser der Mikrobläschen einen Durchmesser nicht größer als 300 Micron und nicht kleiner als 0,5 Micron ist. Insbesondere weisen die Moleküle der Oberflächenmembran einen hydrophilen und einen hydrophoben Abschnitt auf, wobei deren hydrophiler Abschnitt radial von der Mitte eines Mikrobläschen fortgerichtet ist. Mit besonderem Vorteil wird eine Ober lächenmembran für die Mikrobläschen verwendet, die aus einer gelierbaren Zusammensetzung, insbesondere Gelantine besteht. Derartige, erfindungsgemäße verwendete Mikrobläschen werden in der US-PS 42 76 885 beschrieben.

In der EP 0 284 802 wird eine Zerstörung von bio¬ logischen Zellen insbesondere Tumoren beschrieben, bei der die Zellen mit Metallpartikeln markiert und einer Stoßwellen und/oder Ultraschallapplikation ausgesetzt werden. Diese Mikropartikel werden durch die Ultra- schall- oder Stoßwellenenergie derart beaufschlagt, daß sie schrot- oder schrapnellartig zur Zerstörung des

Gewebes beitragen.

Gemäß weiterer Erfindung sollen für die Therapie von Tumorgewebe und/oder Tumorzellen oder andersartiger pathologischer Gewebezellen mit Stoßwellen oder Ultraschallwellen Mittel zur Verfügung gestellt werden, die einen synagistischen Effekt ausüben.

überraschend wurde gefunden, daß alle im vorstehenden aufgeführten Mittel ausgezeichnete Ergebnisse bei der Stoßwellen und Ultraschalltherapie pathologischer Gewebe, insbesondere Tu ore ermöglichen.

Werden Mikrobläschen, die eine koaleszente wider- standsfähige Oberflächenmembran aufweisen, in der eine Anzahl nicht toxischer und nicht antigener organischer Moleküle angeordnet sind, verwendet, so wird in vor¬ teilhafter Weise die Möglichkeit gegeben, zur gezielten Anwendung dieser Mikrobläschen den Durchmesser im Be- reich von 300 Micron bis 0,05 Micron einzustellen. Hierdurch besteht die Möglichkeit, gezielt diese Mikro¬ bläschen bestimmten Körperregionen zu applizieren. Durch den Durchmesser der Bläschen wird festgelegt, in welche Gewebeteile diese Bläschen eindringen können und in welche nicht. Von besonderem Vorteil ist die Verwen¬ dung von Mikrobläschen, deren Oberflächenmembran aus einer gelierbaren Zusammensetzung, insbesondere Gela¬ tine besteht.

AusiÜ rungsbei5E.ie.2e._

B e ispiel 1 :

In einem Wasserbad, welches mit einem Funkenentla- dungsstoßwellenerzeuger versehen ist, werden in einem 5 Probengefäß in Gelantine eingebettete Leukämiezellen eingebracht. Das Probengefäß wird dann in den zweiten Brennpunkt des Elipsoids gebracht und den Stoßwellen (250 Pulse) ausgesetzt.

10 Beispiel 2:

In analoger Weise werden eine gleiche Anzahl (wie in Beispiel 1 genannt) von in Gelantine eingebettete Leukämiezellen und einer Suspension aus Galactose- l ζ Mikropartikel und Mikrobläschen in einer 20%iger wäßrigen Galactoselösung in das Probengefäß eingebracht und ebenfalls 250 Pulsen von Stoßwellen ausgesetzt.

Anschließend werden mittels eines Zellzählapparates 20 (Fluoreszensverfahren) die nach der Stoßwellenbe¬ handlung noch vorhandenen intakten Zellen der Beispiele 1 und 2 gezählt. Dabei wurde festgestellt, daß 0% der ursprünglich vorhandenen Zellen des Beispiels 1 und 15% der Zellen des Beispiels 2 zerstört worden sind.

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