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Title:
UNCOUPLING WEB
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/004745
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an uncoupling web (1), in particular intended for use in a surface covering structure (2) that can be covered with cover elements, preferably tile coverings, said web comprising a carrier web (3) and a plurality of knobs (5) protruding from the carrier web plane (4), the material of the carrier web (3) being a preferably thermoplastic plastic material. According to the invention, the material of the carrier web (3) comprises and/or consists of a copolymer containing ethylene and vinyl acetate, in particular a copolymer of ethylene and vinyl acetate, preferably ethylene vinyl acetate (EVA).

Inventors:
KAISER UWE (DE)
STRIEDER BIRGIT (DE)
KARGL DANIEL (DE)
BACHON THOMAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/066913
Publication Date:
January 14, 2021
Filing Date:
June 18, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DOERKEN EWALD AG (DE)
International Classes:
E04F15/18
Domestic Patent References:
WO2010105857A12010-09-23
Foreign References:
KR20160019141A2016-02-19
KR20100068761A2010-06-24
KR20060039123A2006-05-08
EP1712695A22006-10-18
Attorney, Agent or Firm:
VON ROHR PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Entkopplungsbahn (1 ), insbesondere vorgesehen zur Verwendung für einen mit Belagselementen bedeckbaren Flächenbelagsaufbau (2), vorzugsweise Fliesenbeläge, mit einer Trägerbahn (3) und einer Vielzahl von aus der Trägerbahnebene (4) herausragenden Noppen (5), wobei die Trägerbahn (3) als Material einen, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoff aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Trägerbahn (3) als Material ein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere ein Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat, vorzugsweise Ethylen-Vinylacetat (EVA), aufweist und/oder daraus besteht.

2. Entkopplungsbahn nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerbahn (3) als weiteres Material wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer, insbesondere Flart-Polyethylen (FIDPE), Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP), aufweist, insbesondere wobei das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit dem weiteren Material vermischt ist und/oder wobei das weitere Material einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn (3) von wenigstens 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 30 Gew.-% bis 99 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 40 Gew.-% bis 95 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, aufweist.

3. Entkopplungsbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn von wenigstens 5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 20 Gew.-% bis 60 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 25 Gew.-% bis 55 Gew.-%, aufweist.

4. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Vi- nylacetat-Anteil von wenigstens 5 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 50 %, weiter bevorzugt zwischen 12 % bis 40 %, weiter bevorzugt weiter zwischen 16 % bis 30 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen von 25% bis 29 %, insbesondere bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, aufweist. 5. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerbahn (3) einen wenigstens zweischichtigen Schichtaufbau (6) aufweist, wobei wenigstens zwei Schichten (A, B) eine sich voneinander unterscheidende Materialzusammensetzung autweisen.

6. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schicht (A, B) der Trägerbahn (3) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist, insbesondere wobei wenigstens eine Außenschicht (A) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist und, vorzugsweise, wobei ein Schichtaufbau A-B-A oder A-B vorgesehen ist.

7. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten (A, A) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist/autweisen oder dass jede Schicht (A, B) des Schichtaufbaus (6) der Trägerbahn (3) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist.

8. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufwei- sende Schicht (A, B) einen Massenanteil von dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat an dem Material der Schicht (A, B) von wenigstens 5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 20 Gew.-% bis 60 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 25 Gew.-% bis 55 Gew.-%, aufweist, insbesondere wobei als weiteres Material wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer, insbesondere Hart-Polyethylen (HDPE), Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP), vorgesehen ist und, vorzugsweise, wobei das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit dem weiteren Material vermischt ist und/oder das weitere Material einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn (3) und/oder an dem Material der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden Schicht (A, B) von wenigstens 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 30 Gew.-% bis 99 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 40 Gew.-% bis 95 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, aufweist. 9. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten (A, A) wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 90 %, weiter bevorzugt zwischen 40 % bis 60 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen 50 %, der Schichtdicke (7) einer weiteren, insbesondere mittigen, Schicht (B) aufweist/aufweisen.

10. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Trägerbahn (3), insbesondere die Entkopplungsbahn (1 ), eine Haftzugfestigkeit von größer als 0,1 N/mm2, bevorzugt größer als 0,2 N/mm2, weiter bevorzugt zwischen 0,2 N/mm2 und 5 N/mm2, aufweist.

1 1. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Trägerbahn (3), insbesondere die Entkopplungsbahn (1 ), ein Elastizitätsmodul von weniger als 100 GPa, bevorzugt weniger als 10 GPa, weiter bevorzugt zwischen 0,01 bis 5 GPa und vorzugsweise zwischen 0,05 bis 2,5 GPa, aufweist. 12. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entkopplungsbahn (1 ), insbesondere an der der Trägerbahnebene (4) gegenüberliegenden Seite, eine Gewebe- und/oder Vliesschicht (8) aufweist, insbesondere wobei die Vliesschicht (8) mit der Trägerbahn (3) fest verbunden ist, insbesondere auf die Trägerbahn (3) aufkaschiert ist.

13. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (6) beabstandet zueinander und, vorzugsweise, quer zur Längsrichtung (L) und in Längsrichtung (L) der Entkopplungsbahn (1 ) angeordnet sind, insbesondere wobei die Noppen (5) einen Abstand (9) zu der obe- ren Trägerbahnebene (4) und einer unteren, durch die äußeren Noppenstirnflächen (10) gebildeten Noppenebene (1 1 ) bilden.

14. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Noppe (5) wenigstens abschnittsweise eine Hinterschneidung (12) aufweisen.

Description:
Entkopplungsbahn

Die Erfindung betrifft eine Entkopplungsbahn mit einer Trägerbahn und einer Vielzahl von aus der Trägerbahnebene herausragenden Noppen, wobei die Träger- bahn als Material einen, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoff aufweist. Die Entkopplungsbahn ist insbesondere vorgesehen zur Verwendung für einen Belagselementen bedeckbaren Flächenbelagsaufbau, vorzugsweise für Fliesenbeläge. Unter dem Begriff "Entkopplung" wird der Abbau von Schubspannungen bzw. Spannungsspitzen zwischen zwei im festen Verbund angeordneten Schichten verstanden. Eine effektive Entkopplung verhindert also, dass sich in einer der Schichten vorhandene Schubspannungen bzw. Spannungsspitzen auf die andere Schicht der Verbundkonstruktion übertragen und dort Schäden verursachen könnten.

Entkopplungsbahnen der vorgenannten Art werden beispielsweise im Bauwesen beim Verlegen von Bodenbelagselementen, wie beispielsweise keramische Fliesen, verwendet, insbesondere zur Entkopplung, Abdichtung und/oder zum Dampfdruckausgleich. Dabei werden die Entkopplungsbahnen auf einem Untergrund ver- legt, insbesondere verklebt, und bilden die Auflagefläche für die Bodenbelagselemente. Das Verlegen von Fliesen erfolgt insbesondere auf jungem Estrich im Dünnbettverfahren. Wird zwischen dem Fliesenboden und dem jungen Estrich keine Entkopplungsbahn verlegt, so könnten bei einer Schwindung des Estrichs die Fliesen, insbesondere aufgrund ihres geringen Ausdehnungskoeffizienten, der Be- wegung des Estrichs nicht folgen, so dass Schubspannungen entstehen, die letztlich zum Ablösen oder gar zum Reißen der Fliesen führen können. Auch bei der Verlegung von Belägen auf insbesondere kritischen Untergründen, wie beispielsweise alten Flolzböden, sind Entkopplungsbahnen erforderlich. Eine Entkopplungsbahn der vorgenannten Art kompensiert diese Schubspannungen durch Verfor- mung, weshalb Beschädigungen der Verbundkonstruktion nicht zu befürchten sind. Meist sind Entkopplungsbahnen aus folienartigem Kunststoff hergestellt, also aus einer flexiblen Kunststoffschicht, die sich unter Einwirkung von äußeren Kräften verformt. Das Material wird dabei in der Regel so ausgewählt, dass es emissionsarm, insbesondere in Bezug auf Schadstoffe, ist.

Auf der den Bodenbelagselementen abgewandten Seite der Entkopplungsbahn ist in der Regel ein Vlies vorgesehen, das mit der Trägerbahn fest verbunden sein kann. Das Vlies kann beim Verlegen der Entkopplungsbahn auf einen Untergrund angeordnet und mit dem Untergrund verklebt werden. Zwischen der den Belagselementen abgewandten Unterseite der Entkopplungsbahn und dem Untergrund kann daher eine Klebeschicht vorgesehen sein.

Im Anschluss wird zur Fixierung der Bodenbelagselemente auf der Entkopplungsbahn in der Regel eine dünne Schicht eines Fliesenklebers, auch Klebemörtel oder Verbindungsschicht genannt, auf der Auflageebene der Entkopplungsbahn aufgetragen. Dabei versteht es sich, dass anstelle eines Fliesenklebers auch letztlich ei- ne gleichermaßen geeignete Klebe- oder Befestigungsschicht bzw. ein entsprechendes Material vorgesehen sein kann. Fliesenkleber werden dabei meist mit einem Zahnspachtel oder einer gezahnten Glättkelle gekämmt und es wird je nach Anwendungsbereich und/oder Untergrund ein unterschiedlicher Fliesenkleber verwendet. Beispielsweise wird als Fliesenkleber ein Reaktionsharzkleber, ein zemen- tärer Dünnbettmörtel, ein Kaseinfliesenkleber oder ein Dispersionskleber verwendet.

Nach dem Auftrag des Fliesenklebers auf eine Entkopplungsbahn erfolgt eine Verlegung der einzelnen Bodenbelagselemente bzw. der Fliesen auf dem Fliesenkle- ber. Der Fliesenkleber dringt bei der Applikation in die Vertiefungen der Entkopplungsbahn ein und härtet aus.

Bei derartigen Entkopplungsbahnen werden die verbundenen Bodenbelagselemente von dem Untergrund getrennt und mechanisch entkoppelt. Aufgrund der Anord- nung der Noppen quer zur Längsrichtung und in Längsrichtung der Trägerplatte ergeben sich Kanäle, die sich über die gesamte Trägerplatte erstrecken. Diese Kanäle wirken dabei gemeinsam mit den Noppen so zusammen, dass sie mechanische Beanspruchungen und insbesondere Scherspannungen auffangen und kompensieren. Diese Beanspruchung der Bodenbelagselemente kann aufgrund von Tempera- tur- und Feuchtigkeitseinflüssen und/oder durch eine Belastung mit Gewicht erzeugt werden.

Bei der Fierstellung von derartigen Entkopplungsbahnen wird ein Formwerkzeug verwendet, das den Vertiefungen bzw. Noppen entsprechende Vorsprünge auf- weist. Das Entformen von Formwerkzeug und Entkopplungsbahn ist meist allerdings problematisch. Darüber hinaus kann die Entkopplungsbahn während der Entformung leicht beschädigt werden, insbesondere wenn die Vorsprünge des Werk- zeugs scharfe Ecken aufweisen, die in das meist noch weiche Entkopplungsbahnmaterial einschneiden und/oder dieses aufreißen. Letzteres Problem wird in der Praxis dadurch zu lösen versucht, dass die Ecken der Werkzeugvorsprünge mit einem Radius versehen werden.

Die Haftzugfestigkeit der in der Praxis bekannten Noppenbahnen - ohne die Verwendung von weiteren Schichten - erfüllt in der Regel nicht die für den Einsatz der Entkopplungsbahn benötigten Anforderungen. Als Haftzugfestigkeit, teils auch als Abreißfestigkeit bezeichnet, wird ein Kennwert verstanden, der zur Bewertung der Adhäsion und/oder Haftung von Schichten auf Oberflächen, insbesondere des Fliesenklebers an der Entkopplungsbahn, genutzt wird. Die Haftzugfestigkeit kann über eine Haftzugprüfung ermittelt werden. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Entkopplungsbahn bereitzustellen, die eine verbesserte Haftzugfestigkeit aufweist.

Die vorgenannte Aufgabe ist bei einer Entkopplungsbahn der eingangs genannten Art erfindungsgemäß zumindest im Wesentlichen dadurch gelöst, dass die Träger- bahn als Material ein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist und/oder daraus besteht. Ganz besonders bevorzugt ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat als Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat, vorzugsweise Ethylen-Vinylacetat (EVA, EVAC), ausgebildet. Es versteht sich von selbst, dass Besonderheiten, Merkmale, Ausgestaltungen und Ausführungsformen sowie Vorteile oder dergleichen, welche nachfolgend - zu Zwecken der Vermeidung von unnötigen Wiederholungen - nur zu einem Erfindungsaspekt ausgeführt werden, selbstverständlich im Bezug auf die übrigen Erfindungsaspekte entsprechend gelten, ohne dass es einer ausdrücklichen Erwähnung bedarf.

Weiterhin versteht es sich von selbst, dass bei der nachfolgenden Angabe von Werten, Zahlen und Bereichen die diesbezüglichen Werte-, Zahlen- und Bereichsangaben nicht beschränkend zu verstehen sind; es versteht sich für den Fachmann vielmehr von selbst, dass einzelfallbedingt oder anwendungsbezogen von den angegebenen Bereichen bzw. Angaben abgewichen werden kann, ohne dass der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen ist. Zudem gilt, dass alle im Folgenden genannten Werte- bzw. Parameterangaben o- der dergleichen grundsätzlich mit genormten bzw. standardisierten oder explizit angegebene Bestimmungsverfahren oder mit dem Fachmann auf diesem Gebiet an sich geläufigen Bestimmungsmethoden ermittelt bzw. bestimmt werden können.

Darüber hinaus versteht es sich von selbst, dass alle gewichts- oder mengenbezogenen Prozentangaben vom Fachmann derart ausgewählt werden, dass in der Summe 100 % resultieren.

Dies vorausgeschickt, wird im Folgenden die vorliegende Erfindung näher beschrieben.

Es versteht sich insbesondere, dass die Trägerbahn das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, vorzugsweise EVAC, auch nur "anteilig" aufweisen kann. Das Material der Trägerbahn kann zudem auch einen weiteren, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoff aufweisen.

Ferner versteht es sich insbesondere, dass auch eine Mehrzahl, insbesondere we- nigstens zwei, von weiteren, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoffmaterialien vorgesehen sein kann.

Erfindungsgemäß ist für den Fachmann völlig überraschend festgestellt worden, dass durch das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat die mechanischen Eigenschaften der Entkopplungsbahn gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Entkopplungsbahnen deutlich verbessert werden können. So kann zum einen eine deutlich bessere Flaftung, vorzugsweise um bis zu 60 %, im Vergleich zu aus der Praxis bekannten Entkopplungsbahnen erzielt werden. Die Flaftung wird insbesondere zum Vlies und/oder zum Fliesenkleber verbessert. Zudem ist die Entkopplungsbahn nicht nur wesentlich flexibler, sondern zeigt auch bessere Entkopplungseigenschaften als die aus der Praxis bekannten Entkopplungsbahnen. Durch die Flexibilität kann beispielsweise das Verpacken, insbesondere zu Rollen, der Entkopplungsbahn einfacher gestaltet werden, was den Aufwand zur Lagerung der Entkopplungsbahn verringert. Insbesondere kann durch die verbesserte Haftung von Fliesenkleber an der Entkopplungsbahn die Haftzugfestigkeit der gesamten Entkopplungsbahn ebenfalls verbessert werden. Der Begriff "Ethylen-Vinylacetat" (EVA, auch EVAC genannt) bezeichnet letztlich eine Gruppe von Copolymeren, die durch Polymerisation von Ethylen und Vinylacetat entstehen. Trotz der starken Verzweigung der Kettenmoleküle ist die Struktur von Ethylen-Vinylacetat nur an wenigen Stellen kristallin. Bei einem entsprechenden Vinylacetat-Anteil kann das Ethylen-Vinylacetat teilkristallin und ther- moplastisch sein. Auch eine lichtdurchlässige Ausbildung des Ethylen-Vinylacetats ist bekannt. Die Dichte und die weiteren Eigenschaften richten sich in besonderem Maße nach dem Vinylacetat-Anteil (VAC). Bei einem geringeren Anteil des Vinylacetats (VAC) ist das Ethylen-Vinylacetat im Vergleich zu PE-LD lichtdurchlässiger, zäher, flexibler und formstabiler unter Wärme. Ein höherer Vinylacetatgehalt reduziert die Festigkeit, Steifigkeit und Chemikalienbeständigkeit.

Das erfindungsgemäße Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat weist eine zumindest im Wesentlichen Kautschuk ähnliche Flexibilität auf und ähnelt letztlich insbesondere im Eigenschaftsprofil weichem Polyvinylchlorid. Gleichzeitig steigen jedoch Reiß- und Stoßfestigkeit sowie die Lichtdurchlässigkeit und insbesondere der Glanz.

Erfindungsgemäß ist bevorzugt, dass die Eigenschaften der Entkopplungsbahn im Hinblick auf die Wasserdichtigkeit, den Dampfdruckausgleich und einer guten Trocknung weiterhin sichergestellt werden. Die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn ist wasserdicht, ermöglicht einen guten Dampfdruckausgleich und ebenso eine gute Trocknung. Der Dampfdruckausgleich und die Trocknung können auch dadurch verbessert werden, dass sich die über die Entkopplungsbahn erstreckenden Kanäle, die zwischen den benachbarten Noppen verlaufen, für die gesamte Noppenbahn miteinander mittelbar und/oder unmittelbar verbunden sind.

Die Entkopplungswirkung ist erfindungsgemäß vorteilhafterweise so ausgestaltet, dass zum einen keine Risse in der der Entkopplungsbahn abgewandten Oberfläche des Belags entstehen und zum anderen, dass mögliche Risse im Untergrund, die insbesondere erst nach Verlegen der Entkopplungsbahn auftreten, sich nicht in der Fliesenkleberschicht und/oder den Belagselementen abzeichnen. Durch die erfin- dungsgemäße Zugabe von EVA kann folglich eine verbesserte Lastverteilung erreicht werden.

Des Weiteren ermöglicht die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn eine hohe Wi- ckelfähigkeit, so dass die Entkopplungsbahn, bevorzugt zum Transport, einfach aufgerollt werden kann. Außerdem kann die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn eine hohe Verwindungssteifigkeit aufweisen bzw. eine hohe Torsionssteifigkeit, so dass sich die Entkopplungsbahn nicht knicken und/oder verdrehen lässt, insbesondere um 90°.

Darüber hinaus wurde in durchgeführten Versuchen festgestellt, dass die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn neben ihren ausgezeichneten Entkopplungseigenschaften darüber hinaus eine sehr gute Trittschalldämmung aufweist. Auch dieser Effekt ist das Ergebnis der erfindungsgemäßen Zugabe des Copolymers ent- haltend Ethylen und Vinylacetat.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Trägerbahn als weiteres Material wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer auf. Als thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer kann insbesondere Hart-Polyethylen (HDPE), Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP) vorgesehen sein. Demzufolge kann das Material der Trägerbahn neben dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat ein weiteres thermoplastisches Kunststoffmaterial aufweisen. Insbesondere kann das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit dem weiteren Material vermischt sein. Alternativ oder zu- sätzlich ist es erfindungsgemäß möglich, dass das weitere Material einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn von wenigstens 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 30 Gew.-% bis 99 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 40 Gew.-% bis 95 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, aufweist. In durchgeführten Versuchen ist festgestellt worden, dass durch die Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat zu an sich in der Praxis bekannten thermoplastischen Kunststoffmaterialien für die Trägerbahn die wesentlichen Eigenschaften der Entkopplungsbahn, insbesondere die Entkopplungseigenschaften und die Haftzugfestigkeit, deutlich, vorzugsweise bis zu 50 %, verbessert werden können. Vorzugsweise weist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere das Ethylen-Vinylacetat (EVAC), einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn von wenigstens 5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 20 Gew.-% bis 60 Gew.-% und insbesonde- re zumindest im Wesentlichen zwischen 25 Gew.-% bis 55 Gew.-%, auf. In Abhängigkeit des Anteils des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat an dem Material der Trägerbahn, insbesondere im Verhältnis zu dem weiteren thermoplastischen Material, können die Eigenschaften, insbesondere die Haftzugfestigkeit und/oder die Entkopplungseigenschaften, der Entkopplungsbahn entsprechend eingestellt werden. Eine individuelle Anpassung an die jeweiligen Kundenwünsche und/oder die für die jeweiligen Verwendung vorgesehenen Eigenschaften kann dann ohne Weiteres möglich sein.

Des Weiteren ist bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsge- dankens vorgesehen, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Vinylacetat-Anteil von wenigstens 5 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 50 %, weiter bevorzugt zwischen 12 % bis 40 %, weiter bevorzugt weiter zwischen 16 % bis 30 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen zwischen 25% bis 29% , insbesondere bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, aufweist.

In Abhängigkeit des Vinylacetat-Anteils können die Eigenschaften des Copolymers entsprechend eingestellt bzw. variiert werden, insbesondere in Abhängigkeit der jeweiligen Kundenwünsche, Verwendungsvorgaben oder dergleichen. Makrosko- pisch betrachtet sollte das Elastizitätsmodul des Materials, insbesondere des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat, mit zunehmendem Anteil an Vinylacetat (VAC) abnehmen. Bei einem Vinylacetat von etwa 40 bis 70 Gew.-% ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat weitgehend amorph, bei einem Vinylacetat von unter 30 bis 40 Gew.-% hingegen ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat teilkristallin und thermoplastisch. Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat thermoplastisch ist, so dass insbesondere der Vinylacetat-Anteil unter 40 Gew.-% - bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat - liegt. In durchgeführten Versuchen ist beim Zustandekommen der Erfindung festgestellt worden, dass bei einem Vinylacetat-Anteil von 28 % +/- 2 % die Eigenschaften der gesamten Entkopplungsbahn im Vergleich zu anderen Vinylacetat-Anteilen noch weiter verbessert werden konnten. Darüber hinaus ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit einem Vinylacetat-Anteil von 28 % nicht nur kostengünstig, sondern auch leicht verfügbar, was die Herstellung der Trägerbahn deutlich vereinfacht. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere Ethylen-Vinylacetat, mit einem Vinylacetat von etwa 28 % wird auch als "EVA28" bezeichnet.

Zudem ist beim Zustandekommen der Erfindung festgestellt worden, dass durch einen mehrschichtigen Aufbau der Trägerbahn die Entkopplungseigenschaften und/oder die Haftung, insbesondere die Haftzugfestigkeit, gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Entkopplungsbahnen deutlich verbessert werden können/kann. Dabei kann ein mehrschichtiger Aufbau der Trägerbahn sich voneinander im Hinblick auf die Haftung, Haftzugfestigkeit, Elastizität und/oder Reißdehnung unterscheidende Schichten aufweisen. Demzufolge ist es möglich, durch den Schichtaufbau der Trägerbahn gezielt die mechanischen Eigenschaften der Entkopplungsbahn einzustellen, insbesondere in Abhängigkeit von individuellen Kundenwünschen.

Vorzugsweise weist die Trägerbahn einen wenigstens zweischichtigen Schichtauf- bau auf, wobei wenigstens zwei Schichten (A, B) eine sich voneinander unterscheidende Materialzusammensetzung aufweisen. Die sich unterscheidende Materialzusammensetzung wirkt sich insbesondere im Hinblick auf Unterschiede bei der Flexibilität, Elastizität, Haftung und/oder Haftzugfestigkeit aus. Dieser Aspekt des mehrschichtigen Aufbaus der Trägerbahn ist demzufolge besonders vorteilhaft in Kombination mit der Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat zu dem Material der Trägerbahn und/oder als Material der Trägerbahn. Demzufolge kann das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat sowohl in der gesamten Trägerbahn eingebracht werden, insbesondere in jede Schicht der Trägerbahn, oder aber auch nur in wenigstens eine Schicht der Trägerbahn. Dies ermöglicht eine hohe Anpassbarkeit der Trägerbahn an unterschiedliche Einsatzzwecke oder aber auch Einsatzumgebungen. Beispielsweise kann die dem Vlies und/oder dem Fliesenkleber zugewandte Außenseite der Trägerbahn mit dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat versehen bzw. versetzt sein, wodurch die Haftung zu dem Vlies und/oder dem Fliesenkleber deutlich verbessert werden kann.

Besonders bevorzugt weist wenigstens eine Schicht - entweder die Schicht A und/oder die Schicht B - der Trägerbahn das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere das Ethylen-Vinylacetat (EVAC), auf und/oder besteht daraus. Besonders bevorzugt weist wenigstens eine Außenschicht das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf, wie zuvor erwähnt, und/oder besteht daraus. Vorzugsweise ist ein Schichtaufbau in der Form A-B-A oder A-B vorgesehen.

Bei einem Schichtaufbau der Form A-B-A können die Außenschichten A, A zumindest im Wesentlichen baugleich - d.h. die gleiche Materialzusammensetzung und/oder die gleiche Schichtdicke - aufweisen. Grundsätzlich wäre auch eine Schichtaufbau in der Form A-B-C denkbar, wobei sich eine Außenschicht C von der Außenschicht A unterscheiden würde. Dabei kann die Außenschicht C einen anderen Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen oder gar kein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat beinhalten.

Durch die vorgenannten Schichtaufbauten wird erfindungsgemäß ermöglicht, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat letztlich in denjenigen Schichten eingesetzt wird - und dort zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften beiträgt -, wo es auch "benötigt" wird. Beispielsweise ist es nicht unmittelbar von Nö- ten, in der mittleren Schicht (Schicht B) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat zu integrieren, wobei dies erfindungsgemäß natürlich nicht ausgeschlossen wird.

Die Außenseiten bzw. Außenschichten der Trägerbahn können dabei das Copoly- mer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen, wobei bedarfsweise auch lediglich eine Außenseite bzw. eine Außenschicht der Trägerbahn das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat umfassen kann. Durch die Integration des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in die Außenschichten kann insbesondere die Haftung der Trägerbahn an Vlies und/oder die Haftung zu dem Fliesenkleber, insbesondere die Haftzugfestigkeit der Trägerbahn, gegenüber den im Stand der Technik bekannten Entkopplungsbahnen deutlich verbessert werden. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass nur eine Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten ((A, A) und/oder (A, C)) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist/aufweisen. Alternativ ist es erfindungsgemäß möglich, dass jede Schicht ((A, B) und/oder (A, B, C)) des Schicht- aufbaus (beispielsweise A-B, A-B-A und/oder A-B-C) der Trägerbahn das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist und/oder daraus besteht. Letztlich kann das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat genau in die Schichten eingegeben bzw. eingebracht werden, in denen die Eigenschaften, insbesondere die mechanischen Eigenschaften, verbessert werden sollen.

In durchgeführten Versuchen ist ermittelt worden, dass die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende Schicht (A, B, C) einen Massenanteil von dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat an dem Material der Schicht (A, B, C) von wenigstens 5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 20 Gew.-% bis 60 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 25 Gew.-% bis 55 Gew.-%, aufweist. Erfindungsgemäß ist festgestellt worden, dass die vorgenannten Massenanteile des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in besonderem Maße die Haftung und die Entkopplungseigenschaften der gesamten Entkopplungsbahn und insbesondere der Trä- gerbahn verbessern. Insbesondere ist als weiteres Material in der Schicht (A, B, C), die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist, wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer vorgesehen. Ganz besonders bevorzugt ist als thermoplastischer Kunststoff HDPE, PE und/oder PP vorgesehen. Vorzugsweise ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit dem weiteren Material der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden Schicht (A, B, C) mit dem weiteren thermoplastischen Kunststoffmaterial vermischt. Das weitere Material kann wiederum einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn und/oder an dem Massenanteil des Materials der Schicht (A, B, C) von wenigstens 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 30 Gew.-% bis 99 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 40 Gew.-% bis 95 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, aufweisen.

Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Massenanteile des weiteren thermoplastischen Materials mit den Massenanteilen des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden Schicht (A, B, C) addiert 100 Gew.-% ergeben. Dies bedeutet, dass die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende Schicht (A, B, C) neben dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat lediglich ein weiteres thermoplastisches Kunststoffmaterial aufweist. Des Weiteren ist bei einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass die Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten (A, A) und/oder die Außenschichten (A, C) wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 90 %, weiter bevorzugt zwischen 40 % bis 60 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen 50 %, der Schichtdicke einer weiteren, insbeson- dere mittigen, Schicht (insbesondere die Schicht B) aufweist bzw. aufweisen. Vorteilhaft an den vorgenannten Verhältnissen ist, dass die Außenschichten (Schicht A oder Schicht C) im Vergleich zu der "Hauptschicht" bzw. mittigen Schicht B eine geringere Schichtdicke und somit einen geringeren Materialanteil - gemessen an dem Gesamtmaterialanteil der Trägerbahn - aufweisen können. Beim Zustande- kommen der Erfindung ist festgestellt worden, dass für die erfindungsgemäße Verbesserung der Haftung und der Entkopplungseigenschaften durch die Zugabe von dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat eine Zugabe in den Außenschichten des Schichtaufbaubereichs ausreichend ist. Ein mehrschichtiger Aufbau der Trägerbahn kann dabei ohne Weiteres durch Extrusionsformen hergestellt werden. So kann eine Coextrusionsdüse und/oder eine Mehrschichtdüse zum Auftrag bzw. zur Herstellung der Trägerbahn verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Trägerbahn durch Tiefziehen von thermoplastischem Kunststoff herstellbar ist.

Insbesondere kann als Extrusionsdüse eine Mehrschichtdüse verwendet werden, welche einen Schichtaufbau in der Form A-B-A oder A-B-C oder A-B ermöglicht.

Alternativ oder zusätzlich kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass eine mehrschichtige Blasfolie erzeugt wird, die insbesondere nach ihrer Herstellung in einem Tiefziehprozess geformt wird.

Darüber hinaus kann durch die vorgenannten bevorzugten Verhältnisse der Schichtdicken des Schichtaufbaus der Trägerbahn ein möglichst geringer Material- verbrauch des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat sichergestellt werden, wobei gleichzeitig die mit dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat verbundenen erfindungsgemäßen Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik gewährleistet werden können.

Vorzugsweise weist die Trägerbahn, insbesondere die Entkopplungsbahn, eine Haftzugfestigkeit von größer als 0,1 N/mm 2 , bevorzugt größer als 0,2 N/mm 2 , weiter bevorzugt zwischen 0,2 N/mm 2 und 5 N/mm 2 , auf.

Die Haftzugfestigkeit wird mittels einer speziellen Prüfung ermittelt, die auch Haftzugprüfung und/oder Abreißversuch genannt wird. Die DIN EN 12004:2017-05 weist eine Vorgabe zur Ermittlung der Haftzugfestigkeit unter definierten Bedingungen auf.

Haftzugfestigkeiten in der vorgenannten Größenordnung ermöglichen insbesondere eine gute Haftung auf dem Untergrund und stellen zudem eine gute Haftung zu dem Fliesenkleber sicher. Erfindungsgemäß kann die Haftzugfestigkeit der Trägerbahn durch die Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat erhöht werden.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Trägerbahn, insbesondere die Entkopplungsbahn, ein Elastizitätsmodul von weniger als 100 GPa, bevorzugt weniger als 10 GPa, weiter bevorzugt zwischen 0,01 bis 5 GPa und vorzugsweise zwischen 0,05 bis 2,5 GPa, aufweist. Das Elastizitätsmodul ist ein Materialkennwert aus der Werkstofftechnik, der letztlich bei einem linear-elastischen-Verhalten dem proportionalen Zusammen- hang zwischen Spannung und Dehnung bei der Verformung eines festen Körpers beschreibt. Das Elastizitätsmodul ist die proportionale Elastizitätskonstante im Hookeschen Gesetz. Je höher das Elastizitätsmodul ist, desto weniger elastisch bzw. flexibel ist der feste Körper. Insbesondere kann das Elastizitätsmodul nach der EN ISO 527-1 (Stand Mai 2019) ermittelt werden. Die vorgenannte Norm ist eine europäische Norm für Kunststoff zur Bestimmung der Zugeigenschaften, welche durch einen Zugversuch mit einer Zugprüfmaschine ermittelbar sind. Ferner kann die Entkopplungsbahn, insbesondere an der der Trägerbahnebene gegenüberliegenden Seite, eine Gewebe- und/oder Vliesschicht aufweisen. Die Gewebe- und/oder Vliesschicht kann mit der Trägerbahn fest verbunden sein, ins- besondere wobei die Gewebe- und/oder Vliesschicht auf die Trägerbahn aufkaschiert ist. Die Haftung zu der Vliesschicht kann insbesondere durch die Verwendung des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat gegenüber dem Stand der Technik verbessert werden, vorzugsweise um bis zu 30 %. Als Vlies kann ein Spinnvlies verwendet werden, insbesondere wobei ein thermoplastisches Kunststoff aufweisendes Spinnvlies vorgesehen ist, vorzugsweise ein Polypropylen- Spinnvlies.

Das Vlies kann letztlich den bereits in der Praxis bekannten Vliesen, die an eine Trägerbahn angeordnet werden, entsprechen.

Darüber hinaus kann bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass die Noppen beabstandet zueinander und, vorzugsweise, quer zur Längsrichtung und in Längsrichtung der Entkopplungsbahn angeordnet sind. Die Noppen können dabei einen Abstand zu der Trägerbahnebene und zu einer unteren, durch die Noppenstirnfläche gebildeten Noppenebene bilden. Letztlich stellen die Noppen sogenannte "Vertiefungen" in der Trägerbahn dar, so dass sich letztlich eine obere Trägerbahnebene ergibt, die eine Mehrzahl von durch die Noppen gebildeten Vertiefungen aufweist, so dass die Noppenstirnflächen die untere Noppen- ebene bilden. Durch die vorgenannte Ausbildung der Noppen wird erfindungsgemäß ermöglicht, dass sich "Kanäle" ergeben, die zur Entkopplung beitragen.

Erfindungsgemäß sind unterschiedliche Formen der Noppen denkbar. Beispielsweise kann eine zumindest im Wesentlichen quaderförmige Noppe verwendet wer- den. Auch eine Noppe mit einer zumindest im Wesentlichen dreischenkligen Form - im Querschnitt gesehen - ist denkbar.

Insbesondere sind auch elliptische, vorzugsweise runde und/oder ovale, Formen - im Querschnitt gesehen - der Noppe denkbar.

Durch die als Vertiefung ausgebildeten Noppen werden letztlich Seitenwände der Noppen gebildet, die die Noppenstirnflächen mit der Trägerbahnebene verbinden.

Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Noppen und/oder wenigstens eine Noppe, wenigstens abschnittsweise eine Hinterschneidung, vorzugsweise an wenigstens einer Seitenwandung der Noppe, aufweisen. Die Hinterschneidung dient zur Verbesserung der Haftung bzw. Verkrallung des Fliesenklebers. Erfindungsgemäß versteht es sich, dass die Entkopplungsbahn nach dem Auflegen auf einen Untergrund, insbesondere wobei die die Vlies- oder Gewebeschicht aufweisende Außenseite der Trägerbahn an den Untergrund angeordnet wird, ausge- spachtelt wird. Ein Ausspachteln kann insbesondere mit Fliesenkleber erfolgen. Auf den Fliesenkleber kann anschließend ein Flächenbelag, insbesondere Fliesen, angeordnet werden. Der Fliesenkleber kann vorzugsweise in die Noppen bzw. in die durch die Noppen gebildeten Vertiefungen eingebracht und über die Entkopplungsbahn ausgespachtelt werden.

Der Fliesenkleber dringt während des Ausspachteins in die Flinterschneidung ein, so dass eine verbesserte Verkrallung hervorgerufen wird. Dies wiederum führt zu einer Fixierung und/oder formschlüssigen Festlegung der auf der Entkopplungsbahn aufzubringenden Fliesenbahn bzw. der Belagselemente.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist die Ausformung zur Bildung des noppeninnenseitigen Hinterschnitts sichelartig oder bogenförmig und/oder bogenabschnittsförmig und/oder halbmondförmig ausgebildet. Diese bogenabschnittsförmige Ausbildung führt insbesondere dazu, dass eine verbesserte Entformung bei der Herstellung der Entkopplungsbahn ermöglicht wird. Im Gegensatz zur eckigen Hinterschnitten wird bei einer gerundeten bzw. sichelartigen Form des Hinterschnitts vorteilhafterweise eine leichte Trennung zwischen dem Formwerkzeug und der Entkopplungsbahn gewährleistet. Somit kann die Entkopplungsbahn insbesondere nicht während der Entformung beschädigt werden. Im Übrigen dienen die gerundeten Hinterschnitte bevorzugt dazu, dass die Spannungsspitzen der Schubspannung der Belagselemente reduziert und/oder gleichmäßig auf der Entkopplungsbahn verteilt werden.

Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Noppen, insbesondere alle Noppen, zumindest im Wesentlichen baugleich ausgebildet sind.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Höhe der Noppen zwischen 1 mm und 5 mm, bevorzugt 2 mm bis 4 mm, weiter bevorzugt 2,5 mm bis 3,5 mm. Diese vergleichsweise geringe Noppenhöhe ermöglicht einen geringen Gesamtschichtaufbau und impliziert die verringerte Menge des benötigten Fliesenklebers zur Verbindung zwischen der Entkopplungsbahn und den Belagselementen. Dennoch wird aufgrund der erfindungsgemäßen Zugabe des Copolymers ent- haltend Ethylen und Vinylacetat eine feste Verbindung zwischen dem Fliesenkleber und der Entkopplungsbahn bei gleichzeitiger Erzielung einer hervorragenden Entkopplungswirkung erreicht. Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist der lichte Abstand benachbarter Noppen eine Breite von größer als 2 mm, insbesondere zwischen 3 mm bis 9 mm, bevorzugt zwischen 4 mm bis 8 mm, weiter bevorzugt zwischen 5 mm bis 6 mm, auf. Dieser lichte Abstand bestimmt auch die Breite des Kanalabschnitts und Definition mit dem Freiraum zu den benachbarten Noppen.

Darüber hinaus ist bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass das Verhältnis der Fläche der Noppenböden bzw. Noppenstirnflächen aller Noppen zur Trägerbahnebene bevorzugt zwischen 40 % bis 70 %, weiter bevorzugt zwischen 45 % bis 55 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen 50 %, beträgt. Bei durchgeführten Versuchen ist festgestellt worden, dass bei Einhaltung der vorgenannten Verhältnisse besonders gute Entkopplungswerte bei einer gleichzeitig besonders festen Fixierung des Fliesenklebers an der Entkopplungsbahn erzielt werden können. Die vorgenannten Verhältnisse definieren auch gemeinsam mit der Noppenhöhe unter anderem maßgeblich die benötigte Menge des Fliesenklebers, die zum Verbund der Entkopplungsbahn und dem Belagselement verwendet wird. Auf der Trägerplatte wird insbesondere eine Lastverteilung der auftretenden Zugspannung durch die Kanäle ermöglicht, weil vorzugsweise eine Kompensation der auftretenden Spannung vollzogen wird. In Versuchen wurde letztlich festgestellt, dass das Verhältnis von 40 % bis 60 %, vorzugsweise von 45 % bis 55 %, besonders vorteilhaft ist und gute Entkopplungseigenschaften sowie eine gute Flaftzugfestigkeit aufweist.

Im Übrigen versteht es sich, dass in den vorgenannten Intervallen und Bereichsgrenzen jegliche Zwischenintervalle und Einzelwerte enthalten und als erfindungs- wesentlich offenbart anzusehen sind, selbst wenn diese Zwischenintervalle und Einzelwerte nicht konkret angegeben sind.

Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispie- len anhand der Zeichnung und der Zeichnung selbst. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombinati- on den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen und deren Rückbeziehung.

Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Schichtauf- baus der Trägerbahn,

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schichtaufbaus der Trägerbahn,

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schichtaufbaus der Trägerbahn, Fig. 4 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schichtaufbaus der Trägerbahn,

Fig. 5 eine schematische Querschnittsdarstellung einer erfindungsgemäßen

Entkopplungsbahn zur Verwendung für einen Fliesenbelag,

Fig. 6 eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn,

Fig. 7 eine schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn und

Fig. 8 eine schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn. Fig. 6 zeigt eine Entkopplungsbahn 1. Die Entkopplungsbahn 1 weist eine Trägerbahn 3 und eine Vielzahl von aus der Trägerbahnebene 4 herausragenden Noppen 5 auf. Die Trägerbahn 3 weist als Material einen Kunststoff auf und/oder besteht aus einem Kunststoff. Insbesondere kann die Trägerbahn 3 als Material einen thermoplastischen Kunststoff aufweisen.

Fig. 5 zeigt, dass die Entkopplungsbahn 1 zur Verwendung für einen mit Belagselementen, im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Fliesen 14, bedeckbaren Flächenbelagsaufbau 2 vorgesehen ist. Fig. 5 zeigt, dass als Flächenbelagsaufbau 2 ein Fliesenbelag vorgesehen ist.

Die in den Ausführungsbeispielen dargestellte Trägerbahn 3 weist als Material ein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf und/oder besteht daraus. Insbesondere ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat als Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat ausgebildet, vorzugsweise als Ethylen-Vinylacetat (EVA, EVAC). Die Trägerbahn 3 kann als weiteres Material wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer aufweisen. Insbesondere kann als thermoplastischer Kunststoff und somit als weiteres Material FIDPE, PE und/oder PP vorgesehen sein. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat kann mit dem weiteren thermoplastischen Kunststoffmaterial vermischt sein. Zudem kann das weitere thermoplastische Kunststoffmaterial der Trägerbahn 3 einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn 3 zwischen 40 bis 95 Gew.-% aufweisen. Der Anteil an dem Material der Trägerbahn 3 des weiteren thermoplastischen Kunststoffmaterials, insbesondere im Verhältnis zum Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, kann in Abhängigkeit der Einsatzumgebung oder des Einsatzzweckes ausgewählt sein.

Nicht dargestellt ist, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn 3 von wenigstens 5 Gew-% und in weiteren Ausführungsformen zwischen 25 Gew-% bis 55 Gew.-% aufweisen kann.

Des Weiteren ist nicht dargestellt, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Vinylacetat-Anteil von wenigstens 5 % und in weiteren Ausführungsformen zwischen 16 % bis 30 % - bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat - aufweist. Insbesondere ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat thermoplastisch ausgebildet.

In Fig. 1 ist dargestellt, dass die Trägerbahn 3 einen einschichtigen Aufbau aufweist und somit durch die Materialschicht A gebildet ist. In diesem Zusammenhang versteht es sich, dass dieser Schichtaufbau auch durch eine Mehrschichtextrusi- onsdüse erzeugbar ist, wobei die Schicht A demzufolge in mehreren Lagen gleicher Materialzusammensetzung aufbringbar ist. Letztlich weist die Materialschicht A eine zumindest im Wesentlichen homogene Materialverteilung auf. Fig. 2 zeigt, dass die Trägerbahn 3 einen wenigstens zweischichtigen Schichtaufbau 6 aufweist. In Fig. 2 sind die Schichten A und B vorgesehen, wobei sowohl die Schicht A als auch die Schicht B als Außenschichten ausgebildet sind, also eine Außenseite der Trägerbahn 3 bilden. Die Schichten A und B weisen eine sich voneinander unterscheidende Materialzusammensetzung auf. Die Schicht A, die in Fig. 2 dargestellt ist, kann dem Fliesenkleber zugewandt sein.

Des Weiteren kann wenigstens eine Schicht A und/oder B der Trägerbahn 3 das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen. Insbesondere weist die Außenschicht A das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf. In Fig. 2 ist ein Schichtaufbau in der Form A-B gezeigt. Dabei kann die Schicht B das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen oder aber auch nicht. Die Fig. 3 zeigt einen Schichtaufbau in der Form A-B-A, wobei die Außenschichten A im Hinblick auf ihre Schichtdicke 7 und/oder ihre Materialzusammensetzung gleich bzw. identisch ausgebildet sein können. Die Schichten A, die in Fig. 3 gezeigt sind, können eine sich von der Schicht B unterscheidende Materialzusammensetzung aufweisen.

In Fig. 4 ist ein Schichtaufbau 6 mit der Schichtenfolge A-B-C gezeigt. Dabei kann die Schicht C eine sich von der Außenschicht A und/oder von der Schicht B unterscheidende Materialzusammensetzung und/oder Schichtdicke 7 aufweisen. Insbesondere weist die Außenschicht C einen veränderten Anteil des Copolymers ent- haltend Ethylen und Vinylacetat oder aber gar keinen Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf.

In weiteren Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass nur eine Außenschicht A und/oder die Außenschichten A, A oder A, C das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen und/oder aufweist. In diesem Zusammenhang kann die zwischen den Außenschichten (A oder A, A oder A, C) vorgesehene weitere Schicht B, insbesondere die mittig eingefasste Schicht B, keinen Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen. Ferner kann in weiteren Ausführungsformen vorgesehen sein, dass jede Schicht A, B oder A, B, C des Schichtaufbaus 6 der Trägerbahn 3 das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen kann, wobei die einzelnen Schichten hin- sichtlich ihrer Materialzusammensetzung, ihrer Eigenschaften und/oder ihrer Schichtdicken 7 unterschiedlich sein können. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, dass neben den Schichten A, B, C eine Mehrzahl weiterer Schichten vorgesehen sein kann, die sich im Hinblick bzw. gegenüber den Schichten A, B bzw. A, B, C durch ihre Materialzusammensetzung, ihre Eigenschaften und/oder Schichtdicke 7 unterscheiden.

Die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende Schicht A, B und/oder C kann einen Massenanteil von dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat an dem Material der jeweiligen Schicht A, B und/oder C von wenigstens 5 Gew.-% aufweisen. Insbesondere ist der Massenanteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in der Außenschicht A und/oder in der Außenschicht C zwischen 30 bis 50 Gew.-%. In den vorgenannten Schichten A, B, C kann als weiteres Material - neben dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat - wenigstens ein thermoplastisches Kunststoffmaterial (insbesondere ein Polymer und/oder Elastomer) vorgesehen sein. Als Kunststoffmaterial kann HDPE, PE und/oder PP vorgesehen sein. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat kann mit dem weiteren Kunststoffmaterial vermischt sein. Das weitere Kunststoffmaterial kann an dem Material der Trägerbahn 3 und/oder an dem Material der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden Schicht A, B und/oder C einen Massenanteil zwischen 50 bis 90 Gew.-% aufweisen. Ganz besonders bevorzugt ist, dass der Massenanteil der weiteren Kunststoffschicht in der Schicht B größer als der Massenanteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat ist.

Des Weiteren kann in weiteren Ausführungsformen vorgesehen sein, dass der Massenanteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in den Außenschichten A und/oder C größer, bevorzugt um wenigstens 50 %, als der Massenanteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in der mittigen bzw. weite- ren Schicht B ist.

In den Fig. 2 bis 4 ist dargestellt, dass die Außenschicht A und/oder die Außenschichten A, A und/oder A, C wenigstens 10 %, im dargestellten Ausführungsbeispiel zumindest im Wesentlichen 50 %, der Schichtdicke 7 einer weiteren, insbe- sondere mittigen, Schicht B aufweist. Demzufolge kann das Material der Schicht B an dem Gesamtmaterial der Trägerbahn 3 bzw. des Schichtaufbaus 6 der Träger- bahn 3 einen deutlich höheren Anteil aufweisen, insbesondere von bis zu 80 % und/oder von wenigstens 40 %.

Nicht dargestellt ist, dass die Trägerbahn 3, insbesondere die Entkopplungsbahn 1 , eine Haftzugfestigkeit von größer 0,1 N/mm 2 , in weiteren Ausführungsformen zwischen 0,2 N/mm 2 bis 5 N/mm 2 , aufweist.

Des Weiteren ist nicht dargestellt, dass die Trägerbahn 3, insbesondere die Entkopplungsbahn 1 , ein Elastizitätsmodul von weniger als 100 GPa, in weiteren Aus- führungsformen zwischen 0,05 bis 2,5 GPa, aufweist.

Fig. 5 zeigt, dass die Entkopplungsbahn 1 eine Gewebe- und/oder Vliesschicht 8 aufweist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Vliesschicht 8 vorgesehen. Die Vliesschicht 8 ist fest mit der Trägerbahn 3 verbunden. Dabei kann die Vlies- Schicht 8 auf die Trägerbahn 3 aufkaschiert sein. Die Vliesschicht 8 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel an den Noppenstirnflächen 10 bzw. an der Noppenebene 1 1 angeordnet.

Die Vliesschicht 8 ist auf einem Untergrund 17, wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, angeordnet. Dabei kann die Vliesschicht 8 mit dem Untergrund 17 über eine Klebeschicht verklebt sein. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Vliesschicht 8 mittels des Fliesenklebers 13 mit dem Untergrund 17 verklebt.

Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Fliese 14 eine Höhe von etwa 5 mm +/- 3 mm aufweist. Die Höhe der Noppe 5 kann dabei etwa 4 mm betragen. Der oberseitig auf die Trägerbahnebene 4 aufgebrachte Fliesenkleber 13 kann beispielsweise eine Höhe zwischen 2 bis 10 mm, insbesondere zwischen 3 bis 6 mm aufweisen. Die Dicke der Trägerbahn 3 und/oder der Vliesschicht 8 kann etwa 0,5 mm betragen. Unterseitig der Vlies- Schicht 8 kann die Fliesenkleberschicht eine Höhe von 3 bis 6 mm aufweisen.

Die Fig. 6 bis 8 zeigen, dass die Noppen 5 beabstandet zueinander angeordnet sind. Die Noppen 5 verlaufen dabei sowohl in Längsrichtung L und quer zur Längsrichtung L. Vorliegend weisen die Noppen 5 eine geordnete Anordnung auf. Dies muss aber nicht der Fall sein. Auch ungeordnete Anordnungen der Noppen 5 sind möglich. Die Noppen 5 weisen zu der oberen Trägerbahnebene 5 und einer unte- ren, durch die äußeren Noppenstirnflächen 10 gebildeten Noppenebene 1 1 einen Abstand 9 auf. Die Noppenebene 1 1 ist durch die Noppenstirnflächen 10 gebildet.

Fig. 6 zeigt, dass die Noppen 5 eine zumindest im Wesentlichen quaderförmige Vertiefung ausbilden. In den Fig. 7 und 8 ist dargestellt, dass die Noppen 5 eine zumindest im Wesentlichen dreischenklige Querschnittsform aufweisen. Grundsätzlich sind aber auch andere Formen möglich.

Der Abstand 9 zu der oberen Trägerbahnebene 5 wird letztlich durch die Flöhe der Seitenwände 16 der Noppe 5 festgelegt, wobei die Seitenwände 16 die Trägerbahnebene 4 mit der Noppenebene 1 1 verbinden. Durch die Seitenwände 16 wird letztlich der Noppeninnenraum 15 begrenzt.

Die Fig. 5 zeigt, dass die Noppen 5 und/oder wenigstens eine Noppe 5 wenigstens abschnittsweise eine Flinterschneidung 12 aufweist. In dem dargestellten Ausführungsbespiel ist die Flinterschneidung 12 sichelförmig bzw. bogenabschnittsförmig ausgebildet. Auch eine zumindest im Wesentlichen rechteckförmige Querschnittsform aufweisende Flinterschneidung 12 ist grundsätzlich möglich. In Fig. 8 ist dargestellt, dass an den Noppenstirnflächen 11 Vorsprünge 18 vorgesehen sind. Letztlich können die Vorsprünge 18 eine beliebige Form aufweisen und dienen letztlich zur Strukturierung des Noppenbodens.

Ausführunqsbeispiel

Nachfolgend sind eine Reihe von erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen angegeben, die mit einem Vergleichsbeispiel 0 (nicht erfindungsgemäß) verglichen werden.

Die miteinander zu vergleichenden erfindungsgemäßen Ausführungsformen und das nicht erfindungsgemäße Vergleichsbeispiel 0 weisen eine zumindest im Wesentlichen baugleiche Ausbildung der Form der Entkopplungsbahn auf, wobei sich die Noppenformen der Beispiele in geometrischer Form entsprechen. Die Ausführungsbeispiele unterscheiden sich letztlich lediglich im Hinblick auf ihre Materialzusammensetzung.

Die Trägerbahnen der Entkopplungsbahn werden durch Extrusion von thermoplas- tischem Kunststoff und anschließender Formung auf einer Vakuum-Tiefwalze hergestellt. Zur Bildung einer Entkopplungsbahn wird an die Trägerbahn auf die Noppenebene ein Polypropylen-Spinnvlies aufkaschiert. Die Extrusion erfolgt mit einer Mehrschichtdüse, wobei auch der "einschichtige Aufbau" durch die Mehrschichtextrusionsdüse erhalten wird, wobei jedoch in den aufgebrachten Schichten letzt- lieh die gleiche Materialzusammensetzung vorhanden ist, so dass die Mehrschichtextrusionsdüse dann einen einschichtigen Aufbau erzeugen kann.

Die zu vergleichenden Ausführungsbeispiele weisen darüber hinaus zumindest im Wesentlichen die gleiche Gesamtschichtdicke der Trägerbahn auf, wobei bei einem mehrschichtigen Aufbau das Verhältnis der Schichten in der nachfolgenden Tabelle angegeben ist. Die Noppenform der Ausführungsbeispiele entspricht zumindest im Wesentlichen der in Fig. 6 gezeigten quadratischen Noppe.

Des Weiteren entsprechen sich die Materialien EVA28, EVA18 und FIDPE der Aus- führungsbeispiele.

Die Ausführungsbeispiele haben folgende Materialzusammensetzung: Bei den Beispielen 12 und 13 ist ein zweischichtiger Aufbau vorgesehen, nämlich ein Schichtaufbau der Form AB. Auf der Schicht B ist eine Polypropylen aufweisende Spinnvliesschicht angeordnet, insbesondere aufkaschiert.

Als thermoplastisches weiteres Kunststoffmaterial und auch als Material für die nicht erfindungsgemäßen Vergleichsbeispiele ist HDPE vorgesehen. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat ist als Ethylen-Vinylacetat ausgebildet und weist einen Vinylacetat-Anteil von zumindest im Wesentlichen 28 % bezogen auf das Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat auf. Dieses Material wird als "EVA28" bezeichnet. Ein weiteres Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat ist als Ethylen-Vinylacetat ausgebildet und weist einen Vinylacetat-Anteil von zumindest im Wesentlichen 18 % bezogen auf das Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat auf. Dieses Material wird als "EVA18" bezeichnet. Bei der Zugabe des Copolymers aus Ethylen und Vinylacetat zu dem thermoplastischen Kunststoffmaterial ist vorgesehen, dass dieses vor Extrusion der Trägerbahn dem thermoplastischen Kunststoffmaterial zugemischt wird. Eine Extrusion erfolgt sowohl mit dem thermoplastischen Kunststoffmaterial als auch mit dem Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat. Die vorgenannten Ausführungsbeispiele sind im Hinblick auf unterschiedliche Kriterien untersucht worden. Dabei ist die Haftzugfestigkeit nach DIN EN 12004- 02:2017-05 bestimmt worden. Des Weiteren ist das Elastizitätsmodul zur Bestimmung der Flexibilität ermittelt worden. Außerdem sind die Entkopplungseigenschaften bei Einsatz der Entkopplungsbahn als Entkopplungsunterlage für einen Flie- senbelag untersucht worden. Ferner ist die Haftung zu dem Fliesenkleber der Entkopplungsbahn ermittelt worden. Die Wasserdichtigkeit ist ebenfalls bestimmt worden.

Die nachfolgend gezeigte Ergebnistabelle setzt die Versuchsergebnisse relativ zu- einander in Beziehung. Dabei sind folgende Ergebnisse erreichbar:

• - : ungenügendes Ergebnis

• - : mangelhaftes Ergebnis

• o : befriedigendes Ergebnis

• + : gutes Ergebnis

· ++ : sehr gutes Ergebnis Die nachfolgend dargestellte Tabelle verdeutlicht die Ergebnisse:

Die vorgenannten Ergebnisse verdeutlichen, dass durch die erfindungsgemäße Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in das Material der Trägerbahn sowohl die Haftzugfestigkeit als auch die Flexibilität (durch Verringerung des Elastizitätsmoduls) verbessert werden kann. Auch bei steigender Menge des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat (EVA28) nur in den Außenschichten (Schicht A) lassen sich sehr gute Haftzugfestigkeiten erreichen. Es können der Außenschicht A sogar bis zu 50 % des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat (EVA28) oder auch bis zu 70 % des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat (EVA18) hinzugegeben werden, ohne dass die Entkopplungsbahn zu weich wird. Des Weiteren werden noch bessere Ergebnisse der Flexibilität erhalten, wenn auch die zwischen den Außenschichten A eingefasste mittige Schicht B das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat enthält.

Alternativ werden auch sehr gute Ergebnisse erreicht, wenn in einem zweischichti- gen Aufbau (AB) nur die Außenschicht A das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat enthält.

Die Wasserdichtigkeit bleibt letztlich von der Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat nahezu unbeeinflusst.

Neben der Haftzugfestigkeit können durch die Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat auch die Haftung zu dem Fliesenkleber und die Entkopplungseigenschaften verbessert werden. Dies ergibt einen verbesserten Einsatz und eine verbesserte Verwendung der erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn.

Bezugszeichenliste:

1 Entkopplungsbahn

2 Flächenbelagsaufbau

3 Trägerbahn

4 Trägerbahnebene

5 Noppen

6 Schichtaufbau

7 Schichtdicke

8 Vliesschicht

9 Abstand

10 Noppenstirnflächen

1 1 Noppenebene

12 Hinterschneidung

13 Fliesenkleber

14 Fliese

15 Noppeninnenraum

16 Seitenwand

17 Untergrund

18 Vorsprung

A Schicht

B Schicht

C Schicht

L Längsrichtung