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Title:
UNCOUPLING WEB
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/004746
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an uncoupling web (1), in particular intended for use in a surface covering structure (2) that can be covered with cover elements, preferably tile coverings, said web comprising a carrier web (3) and a plurality of knobs (5) protruding from the carrier web plane (4), the material of the carrier web (3) being a preferably thermoplastic plastic material. According to the invention, the carrier web (3) has an at least two-layer structure (6), at least two layers (A, B) having material compositions that differ from each other, and/or having different properties.

Inventors:
KAISER UWE (DE)
STRIEDER BIRGIT (DE)
KARGL DANIEL (DE)
BACHON THOMAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/066915
Publication Date:
January 14, 2021
Filing Date:
June 18, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DOERKEN EWALD AG (DE)
International Classes:
E04F15/18
Domestic Patent References:
WO2015168785A12015-11-12
WO2010105857A12010-09-23
Foreign References:
EP2372041A22011-10-05
DE102011057125A12013-07-04
Attorney, Agent or Firm:
VON ROHR PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Entkopplungsbahn (1 ), insbesondere vorgesehen zur Verwendung für einen mit Belagselementen bedeckbaren Flächenbelagsaufbau (2), vorzugsweise Fliesenbeläge, mit einer Trägerbahn (3) und einer Vielzahl von aus der Trägerbahnebene (4) herausragenden Noppen (5), wobei die Trägerbahn (3) als Material einen, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoff aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Trägerbahn (3) einen wenigstens zweischichtigen Schichtaufbau (6) aufweist, wobei wenigstens zwei Schichten (A, B) eine sich voneinander unterscheidende Materialzusammensetzung und/oder unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

2 Entkopplungsbahn nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schicht (A), insbesondere eine Außenschicht (A), eine höhere Elastizität und/oder eine geringere Härte als eine weitere Schicht (B) aufweist, insbesondere wobei das Elastizitätsmodul der weiteren Schicht (B) um wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 100 %, weiter bevorzugt zwischen 20 % bis 50 %, größer als das Elastizitätsmodul der Schicht (A) ausgebildet ist.

3. Entkopplungsbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schicht (A), insbesondere eine Außenschicht (A), eine höhere Flaftzugfestigkeit als eine weitere Schicht (B) aufweist, insbesondere wobei die Flaftzugfestigkeit der Schicht (A) um wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 100 %, weiter bevorzugt zwischen 20 % bis 50 %, größer als die Flaftzugfestigkeit der weiteren Schicht (B) ausgebildet ist.

4. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schicht (A), insbesondere eine Außenschicht (A), eine höhere Flaftung, insbesondere eine höhere Adhäsionskraft, zu einem Fliesenkleber (13), insbesondere Fliesenmörtel, als die weitere Schicht (B) aufweist, insbesondere wobei die Adhäsionskraft der Schicht (A) zum Fliesenkleber (13) um wenigstens 10%, bevorzugt zwischen 15 % und 80 %, weiter bevorzugt zwischen 20 % bis 50 %, größer als die Adhäsionskraft der weiteren Schicht (B) zum Fliesenkleber (13) ist. 5. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein wenigstens dreischichtiger Schichtaufbau der Trägerbahn (3) vorgesehen ist, insbesondere wobei ein Schichtaufbau A-B-A, vorzugsweise mit zumindest im Wesentlichen eine gleiche Materialzusammensetzung auf- weisenden Außenschichten (A, A), oder A-B-C vorgesehen ist.

6. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten (A, A, C) wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 90 %, weiter bevorzugt zwischen 40 % bis 60 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen 50 %, der Schichtdicke (7) einer weiteren, insbesondere mittigen, Schicht (B) aufweist/aufweisen.

7. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schicht (A, B) als Material ein Copolymer ent- haltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere ein Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat, vorzugsweise Ethylen-Vinylacetat (EVA), aufweist und/oder daraus besteht, insbesondere wobei wenigstens eine Außenschicht (A) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist und, vorzugsweise, wobei ein Schichtaufbau A-B-A oder A-B vorgesehen ist.

8. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende wenigstens eine Schicht (A, B) als weiteres Material wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer, insbesondere Hart-Polyethylen (HDPE), Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP), aufweist, insbesondere wobei das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit dem weiteren Material vermischt ist und/oder wobei das weitere Material einen Massenanteil an dem Material wenigstens eine Schicht (A, B) von wenigstens 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 30 Gew. % bis 99 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 40 Gew.-% bis 95 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, aufweist.

9. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Massenanteil an dem Material der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden wenigstens einen Schicht (A, B) von wenigstens 5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 20 Gew.-% bis 60 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 25 Gew.-% bis 55 Gew.-%, aufweist.

10. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Vi- nylacetat-Anteil von wenigstens 5 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 50 %, weiter bevorzugt zwischen 12% bis 40 %, weiter bevorzugt weiter zwischen 16 % bis 30 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen zwischen 26% bis 29 %, insbesondere bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, auf- weist.

1 1. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten (A, A) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist/aufweisen oder dass jede Schicht (A, B) des Schichtaufbaus (6) der Trägerbahn (3) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist.

12. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerbahn (3), insbesondere die Entkopplungsbahn (1 ), eine Haftzugfestigkeit von größer als 0,1 N/mm2, bevorzugt größer als 0,2 N/mm2, weiter bevorzugt zwischen 0,2 N/mm2 und 5 N/mm2, aufweist.

13. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerbahn (3), insbesondere die Entkopplungsbahn (1 ), ein Elastizitätsmodul von weniger als 100 GPa, bevorzugt weniger als 10 GPa, weiter bevorzugt zwischen 0,01 bis 5 GPa und vorzugsweise zwischen 0,05 bis 2,5 GPa, aufweist.

14. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Entkopplungsbahn (1 ), insbesondere an der der Trägerbahnebene (4) gegenüberliegenden Seite, eine Gewebe- und/oder Vliesschicht (8) aufweist, insbesondere wobei die Vliesschicht (8) mit der Trägerbahn (3) fest verbunden ist, insbesondere auf die Trägerbahn (3) aufkaschiert ist. 15. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (6) beabstandet zueinander und, vorzugsweise, quer zur Längsrichtung (L) und in Längsrichtung (L) der Entkopplungsbahn (1 ) an- geordnet sind, insbesondere wobei die Noppen (5) einen Abstand (9) zu der oberen Trägerbahnebene (4) und einer unteren, durch die äußeren Noppenstirnflächen (10) gebildeten Noppenebene (1 1 ) bilden. 16. Entkopplungsbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Noppe (5) wenigstens abschnittsweise eine Hinterschneidung (12) aufweisen.

Description:
Entkopplungsbahn

Die Erfindung betrifft eine Entkopplungsbahn mit einer Trägerbahn und einer Vielzahl von aus der Trägerbahnebene herausragenden Noppen, wobei die Träger- bahn als Material einen, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoff aufweist. Die Entkopplungsbahn ist insbesondere vorgesehen zur Verwendung für einen mit Belagselementen bedeckbaren Flächenbelagsaufbau, vorzugsweise für Fliesenbeläge. Unter dem Begriff "Entkopplung" wird der Abbau von Schubspannungen bzw. Spannungsspitzen zwischen zwei im festen Verbund angeordneten Schichten verstanden. Eine effektive Entkopplung verhindert also, dass sich in einer der Schichten vorhandene Schubspannungen bzw. Spannungsspitzen auf die andere Schicht der Verbundkonstruktion übertragen und dort Schäden verursachen könnten.

Entkopplungsbahnen der vorgenannten Art werden beispielsweise im Bauwesen beim Verlegen von Bodenbelagselementen, wie beispielsweise keramische Fliesen, verwendet, insbesondere zur Entkopplung, Abdichtung und/oder zum Dampfdruckausgleich. Dabei werden die Entkopplungsbahnen auf einem Untergrund ver- legt, insbesondere verklebt, und bilden die Auflagefläche für die Bodenbelagselemente. Das Verlegen von Fliesen erfolgt insbesondere auf jungem Estrich im Dünnbettverfahren. Wird zwischen dem Fliesenboden und dem jungen Estrich keine Entkopplungsbahn verlegt, so könnten bei einer Schwindung des Estrichs die Fliesen, insbesondere aufgrund ihres geringen Ausdehnungskoeffizienten, der Be- wegung des Estrichs nicht folgen, so dass Schubspannungen entstehen, die letztlich zum Ablösen oder gar zum Reißen der Fliesen führen können. Auch bei der Verlegung von Belägen auf insbesondere kritischen Untergründen, wie beispielsweise alten Flolzböden, sind Entkopplungsbahnen erforderlich. Eine Entkopplungsbahn der vorgenannten Art kompensiert diese Schubspannungen durch Verfor- mung, weshalb Beschädigungen der Verbundkonstruktion nicht zu befürchten sind. Meist sind Entkopplungsbahnen aus folienartigem Kunststoff hergestellt, also aus einer flexiblen Kunststoffschicht, die sich unter Einwirkung von äußeren Kräften verformt. Das Material wird dabei in der Regel so ausgewählt, dass es emissionsarm, insbesondere in Bezug auf Schadstoffe, ist.

Auf der den Bodenbelagselementen abgewandten Seite der Entkopplungsbahn ist in der Regel ein Vlies vorgesehen, das mit der Trägerbahn fest verbunden sein kann. Das Vlies kann beim Verlegen der Entkopplungsbahn auf einen Untergrund angeordnet und mit dem Untergrund verklebt werden. Zwischen der den Belagselementen abgewandten Unterseite der Entkopplungsbahn und dem Untergrund kann daher eine Klebeschicht vorgesehen sein.

Im Anschluss wird zur Fixierung der Bodenbelagselemente auf der Entkopplungsbahn in der Regel eine dünne Schicht eines Fliesenklebers, auch Klebemörtel oder Verbindungsschicht genannt, auf der Auflageebene der Entkopplungsbahn aufgetragen. Dabei versteht es sich, dass anstelle eines Fliesenklebers auch letztlich ei- ne gleichermaßen geeignete Klebe- oder Befestigungsschicht bzw. ein entsprechendes Material vorgesehen sein kann. Fliesenkleber werden dabei meist mit einem Zahnspachtel oder einer gezahnten Glättkelle gekämmt und es wird je nach Anwendungsbereich und/oder Untergrund ein unterschiedlicher Fliesenkleber verwendet. Beispielsweise wird als Fliesenkleber ein Reaktionsharzkleber, ein zemen- tärer Dünnbettmörtel, ein Kaseinfliesenkleber oder ein Dispersionskleber verwendet.

Nach dem Auftrag des Fliesenklebers auf eine Entkopplungsbahn erfolgt eine Verlegung der einzelnen Bodenbelagselemente bzw. der Fliesen auf dem Fliesenkle- ber. Der Fliesenkleber dringt bei der Applikation in die Vertiefungen der Entkopplungsbahn ein und härtet aus.

Bei derartigen Entkopplungsbahnen werden die verbundenen Bodenbelagselemente von dem Untergrund getrennt und mechanisch entkoppelt. Aufgrund der Anord- nung der Noppen quer zur Längsrichtung und in Längsrichtung der Trägerplatte ergeben sich Kanäle, die sich über die gesamte Trägerplatte erstrecken. Diese Kanäle wirken dabei gemeinsam mit den Noppen so zusammen, dass sie mechanische Beanspruchungen und insbesondere Scherspannungen auffangen und kompensieren. Diese Beanspruchung der Bodenbelagselemente kann aufgrund von Tempera- tur- und Feuchtigkeitseinflüssen und/oder durch eine Belastung mit Gewicht erzeugt werden.

Bei der Fierstellung von derartigen Entkopplungsbahnen wird ein Formwerkzeug verwendet, das den Vertiefungen bzw. Noppen entsprechende Vorsprünge auf- weist. Das Entformen von Formwerkzeug und Entkopplungsbahn ist meist allerdings problematisch. Darüber hinaus kann die Entkopplungsbahn während der Entformung leicht beschädigt werden, insbesondere wenn die Vorsprünge des Werk- zeugs scharfe Ecken aufweisen, die in das meist noch weiche Entkopplungsbahnmaterial einschneiden und/oder dieses aufreißen. Letzteres Problem wird in der Praxis dadurch zu lösen versucht, dass die Ecken der Werkzeugvorsprünge mit einem Radius versehen werden.

Die Haftzugfestigkeit, die Entkopplung und/oder die Haftung zu dem Fliesenkleber der in der Praxis bekannten Noppenbahnen - ohne die Verwendung von weiteren Schichten - erfüllen in der Regel nicht die für den Einsatz der Entkopplungsbahn benötigten Anforderungen.

Als Haftzugfestigkeit, teils auch als Abreißfestigkeit bezeichnet, wird ein Kennwert verstanden, der zur Bewertung der Adhäsion und/oder Haftung von Schichten auf Oberflächen, insbesondere des Fliesenklebers an der Entkopplungsbahn, genutzt wird. Die Haftzugfestigkeit kann über eine Haftzugprüfung ermittelt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine verbesserte Entkopplungsbahn bereitzustellen.

Die vorgenannte Aufgabe ist bei einer Entkopplungsbahn der eingangs genannten Art erfindungsgemäß zumindest im Wesentlichen dadurch gelöst, dass die Trägerbahn einen wenigstens zweischichtigen Schichtaufbau aufweist, wobei wenigstens zwei Schichten, insbesondere die Schichten A und B, eine sich voneinander unterscheidende Materialzusammensetzung und/oder unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

Es versteht sich von selbst, dass Besonderheiten, Merkmale, Ausgestaltungen und Ausführungsformen sowie Vorteile oder dergleichen, welche nachfolgend - zu Zwecken der Vermeidung von unnötigen Wiederholungen - nur zu einem Erfindungsaspekt ausgeführt werden, selbstverständlich im Bezug auf die übrigen Erfin- dungsaspekte entsprechend gelten, ohne dass es einer ausdrücklichen Erwähnung bedarf.

Weiterhin versteht es sich von selbst, dass bei der nachfolgenden Angabe von Werten, Zahlen und Bereichen die diesbezüglichen Werte-, Zahlen- und Bereichs- angaben nicht beschränkend zu verstehen sind; es versteht sich für den Fachmann vielmehr von selbst, dass einzelfallbedingt oder anwendungsbezogen von den an- gegebenen Bereichen bzw. Angaben abgewichen werden kann, ohne dass der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen ist.

Zudem gilt, dass alle im Folgenden genannten Werte- bzw. Parameterangaben oder dergleichen grundsätzlich mit genormten bzw. standardisierten oder explizit angegebene Bestimmungsverfahren oder mit dem Fachmann auf diesem Gebiet an sich geläufigen Bestimmungsmethoden ermittelt bzw. bestimmt werden können.

Darüber hinaus versteht es sich von selbst, dass alle gewichts- oder mengenbezo- genen Prozentangaben vom Fachmann derart ausgewählt werden, dass in der Summe 100 % resultieren.

Dies vorausgeschickt, wird im Folgenden die vorliegende Erfindung näher beschrieben.

Erfindungsgemäß kann durch den mehrschichtigen Aufbau der Trägerbahn letztlich ermöglicht werden, dass die Materialien bzw. die Eigenschaften der jeweiligen Schichten entsprechend des Verwendungszweckes bzw. der Einsatzumgebungen ausgewählt werden. Dies ermöglicht insbesondere eine individuelle Abstimmung des Aufbaus der Trägerbahn und der durch die Trägerbahn bereitgestellten Eigenschaften im Hinblick auf die Kundenbedürfnisse bzw. -anforderungen.

Erfindungsgemäß wird ermöglicht, dass beispielsweise die dem Fliesenkleber zugewandte Außenschicht A - als Auflageebene - eine verbesserte Flaftung zu dem Fliesenkleber aufweist. Dies kann den Einsatz der Entkopplungsbahn insbesondere verbessern, da durch eine verbesserte Flaftung ein Reißen des Fliesenklebers und/oder der auf den Fliesenkleber angeordneten Fliesen vermieden werden kann.

Durch die ziel- und zweckgerichtete Einstellung der Eigenschaften der Trägerbahn durch den mehrschichtigen Schichtaufbau können gegenüber dem Stand der Technik deutlich verbesserte Entkopplungsbahnen bereitgestellt werden, die im Hinblick auf die jeweilige Schichten bestmöglich an den Einsatzweck angepasst werden können. Es versteht sich, dass der mehrschichtige Schichtaufbau auch eine Mehrzahl an Schichten aufweisen kann, beispielsweise zwischen 3 bis 5 Schichten. Beim Zustandekommen der Erfindung ist erstmals gezeigt worden, dass anstelle des einschichtigen Schichtaufbaus der Trägerbahn sich ein wenigstens zweischichtiger Schichtaufbau im Hinblick auf die individuelle Einstellung von Materialeigenschaften der Schichten, insbesondere der Außenschichten, ganz besonders eignet und überaus vorteilhafte Eigenschaften zeigt. Letztlich kann die Entkopplung im gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Entkopplungsbahnen insbesondere um bis zu 60 % verbessert werden.

Erfindungsgemäß ist bevorzugt, dass die Eigenschaften der Entkopplungsbahn im Hinblick auf die Wasserdichtigkeit, den Dampfdruckausgleich und einer guten Trocknung weiterhin sichergestellt werden. Die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn ist wasserdicht, ermöglicht einen guten Dampfdruckausgleich und ebenso eine gute Trocknung. Der Dampfdruckausgleich und die Trocknung können auch dadurch verbessert werden, dass sich die über die Entkopplungsbahn erstrecken- den Kanäle, die zwischen den benachbarten Noppen verlaufen, für die gesamte Noppenbahn miteinander mittelbar und/oder unmittelbar verbunden sind.

Die Entkopplungswirkung ist erfindungsgemäß vorteilhafterweise so ausgestaltet, dass zum einen keine Risse in der der Entkopplungsbahn abgewandten Oberfläche des Belags entstehen und zum anderen, dass mögliche Risse im Untergrund, die insbesondere erst nach Verlegen der Entkopplungsbahn auftreten, sich nicht in der Fliesenkleberschicht und/oder den Belagselementen abzeichnen. Durch die erfindungsgemäße mehrschichtige Ausbildung der Trägerbahn kann folglich eine verbesserte Lastverteilung erreicht werden.

Des Weiteren ermöglicht die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn eine hohe Wickelfähigkeit, so dass die Entkopplungsbahn, bevorzugt zum Transport, einfach aufgerollt werden kann. Außerdem kann die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn eine hohe Verwindungssteifigkeit aufweisen bzw. eine hohe Torsionssteifigkeit, so dass sich die Entkopplungsbahn nicht knicken und/oder verdrehen lässt, insbesondere um 90°.

Erfindungsgemäß kann insbesondere die Trittschalldämmung in Abhängigkeit der Ausbildung der Schichten eingestellt werden. Eine entsprechend gestaltete, den Fliesen zugewandte Schicht A kann eine gute Trittschalldämmung ermöglichen. Die in den Schichten A und B eingesetzten Materialien können sich insbesondere im Hinblick auf ihren Schmelzindex, ihre Dichte, ihre Streckspannung und/oder ihr Biege-E-Modul voneinander unterscheiden. So können in den Schichten A, B sowohl unterschiedliche Materialien als auch Materialien mit unterschiedlichen Eigen- schäften eingesetzt werden.

Insbesondere kann die Außenschicht A, und/oder die weitere Schicht B eine höhere Streckspannung als die jeweils andere Schicht aufweisen. Bevorzugt kann sich die Streckspannung um wenigstens 50 %, bevorzugt 100 %, weiter bevorzugt zwi- sehen 200 % bis 1000 %, vorzugsweise zwischen 300 % bis 500 %, voneinander unterscheiden.

Die Streckspannung kann des Weiteren nach der EN ISO 527-1 und/oder nach der EN ISO 527-2 und/oder nach der EN ISO 527-3 (jeweils Stand Juni 2020) bestimmt werden.

Vorzugsweise können sich die Schichten im Hinblick auf ihre Streckspannung um wenigstens 10 MPa, bevorzugt zwischen 10 bis 100 MPa, weiter bevorzugt zwischen 10 bis 30 MPa, voneinander unterscheiden.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass wenigstens eine Schicht A, insbesondere die Außenschicht A, eine höhere Elastizität und/oder eine geringere Härte als eine weitere Schicht B aufweist. Die Härte kann insbesondere über die Shore-Härte der Schichten angegeben werden. Demzufolge ist bevorzugt, wenn die Außenschicht A, die dem Fliesenkleber zugewandt sein kann, eine geringere Shore-Härte, insbesondere eine zwischen 20 % bis 70 % geringere Shore-Härte, als die weitere Schicht B, die beispielsweise mittig und/oder als weitere Außenschicht, einem Untergrund zugewandt, ausgebildet sein kann, aufweist.

Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Elastizitätsmodul der weiteren Schicht B um wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 100 %, weiter bevorzugt zwischen 20 % bis 50 %, größer als das Elastizitätsmodul der Schicht A ausgebildet ist.

Das Elastizitätsmodul ist ein Materialkennwert aus der Werkstofftechnik, der letztlich bei einem linear-elastischen-Verhalten dem proportionalen Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung bei der Verformung eines festen Körpers beschreibt. Das Elastizitätsmodul ist die proportionale Elastizitätskonstante im Hookeschen Gesetz. Je höher das Elastizitätsmodul ist, desto weniger elastisch bzw. flexibel ist der feste Körper.

Insbesondere kann das Elastizitätsmodul nach der EN ISO 527-1 (Stand Mai 2019) ermittelt werden. Die vorgenannte Norm ist eine europäische Norm für Kunststoff zur Bestimmung der Zugeigenschaften, welche durch einen Zugversuch mit einer Zugprüfmaschine ermittelbar sind.

Die elastischere bzw. eine geringere Härte aufweisende Außenschicht kann im Verwendungszustand dem Fliesenkleber zugewandt sein. Die dem Fliesenkleber zugewandte Schicht A stellt demzufolge insbesondere eine hohe Flexibilität, vorzugsweise zum Ausgleich von Druckbelastungen, sicher. Die elastischen Eigen- schäften verbessern insbesondere nicht nur die Ableitung von Druckbeanspruchungen, sondern auch den Auftrag und die Anordnung des Fliesenklebers auf der Trägerbahn.

Vorzugsweise weist wenigstens eine Schicht A, insbesondere eine Außen- Schicht A, insbesondere die dem Fliesenkleber im Verwendungszustand zugewandte Außenschicht A, eine höhere Haftzugfestigkeit als eine weitere Schicht B auf. Die Haftzugfestigkeit der Schicht A kann in weiteren Ausführungsformen um wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 100 %, weiter bevorzugt zwischen 20 % bis 50 %, größer als die Haftzugfestigkeit der weiteren Schicht B ausgebildet sein.

Eine höhere Haftzugsfestigkeit der wenigstens einen Schicht A gegenüber der weiteren Schicht B ist derart zu verstehen, dass die Schicht A die höhere Haftzugsfestigkeit gegenüber der weiteren Schicht B im Verwendungszustand zeigt - d.h., wenn die Schicht A mit dem Fliesenkleber verbunden ist. Zum Vergleich der Haftzugsfestigkeiten der Schichten A und B sind demzufolge bei Durchführung der Messungen zur Haftzugsfestigkeit gleiche Versuchsbedingungen und insbesondere der gleiche Fliesenkleber zu verwenden. Letztlich ist es so, dass die Schicht A eine verbesserte Haftzugsfestigkeit im Verwendungszustand zu dem Fliesenkleber zeigt. Demzufolge ist die Eigenschaft "Haftzugsfestigkeit" zu verstehen, die letztlich durch die Wechselwirkung der Schichten A, B zu dem Fliesenkleber gemessen werden kann. Die Haftzugfestigkeit wird mittels einer speziellen Prüfung ermittelt, die auch Haftzugprüfung und/oder Abreißversuch genannt wird. Die DIN EN 12004-2:2017-05 weist eine Vorgabe zur Ermittlung der Haftzugfestigkeit unter definierten Bedingun- gen auf.

Die höhere Haftzugfestigkeit der Außenschicht A gegenüber der mittigen Schicht B und/oder der weiteren Außenschicht B kann im Verwendungszustand der Entkopplungsbahn letztlich dazu führen, dass sich insbesondere der Fliesenkleber auf der Außenschicht A besser anordnet und dass sich eine verbesserte Haftung zu dem Fliesenkleber ergibt. Dies verbessert insbesondere die Eigenschaften der Trägerbahn im Verwendungszustand. Insbesondere kann sich demzufolge die unterschiedliche Materialzusammensetzung und/oder die unterschiedlichen Eigenschaften des wenigstens zweischichtigen Schichtaufbaus der wenigstens zwei Schichten A, B auf Unterschiede bei der Elastizität, Flexibilität, Haftung und/oder Haftzugsfestigkeit auswirken. Auch die Reißdehnung kann durch den mehrschichtigen Schichtaufbau gezielt eingestellt werden. Demzufolge ist es möglich, durch den Schichtaufbau der Trägerbahn gezielt die mechanischen Eigenschaften der Entkopplungsbahn einzustellen, insbesondere in Abhängigkeit von individuellen Kundenwün- sehen.

Bei einer weiteren, ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass wenigstens eine Schicht A, insbesondere eine Außenschicht A, eine höhere Haftung, insbesondere eine höhere Adhäsionskraft, zu einem Fliesenkleber, insbesondere einem Fliesenmörtel, als die weitere Schicht B aufweist. Die weitere Schicht B muss nicht zwingend als Außenschicht ausgebildet sein. Dabei kann die Schicht A als Außenschicht ausgebildet sein und dem Fliesenkleber bzw. Fliesenmörtel zugewandt sein. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Adhäsionskraft der Schicht A zum Fliesenkleber um wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 15 % und 80 %, weiter bevorzugt zwischen 20 % bis

50 %, größer als die Adhäsionskraft der weiteren Schicht B zu dem Fliesenkleber ist.

Die Adhäsionskraft kann insbesondere mit einer kontinuierlichen Kraftmessung als Funktion des Abstandes, beispielsweise gegenüber einer Probentischposition, bestimmt werden. Dabei kann ein Tropfen sich der Oberfläche - im vorliegenden Fall der Außenschicht A - annähern, die Schicht berühren, angepresst und im An- Schluss abgezogen werden. Dies kann zur Bestimmung der Adhäsionskraft dienen. Dabei kann die Adhäsionskraft die Maximalkraft in der Kraft-Abstands-Kurve sein. Zum Vergleich der Adhäsionskräfte sind insbesondere bei Bestimmung der Kraft- Abstands-Kurven die gleichen vorgebbaren Parameter vorgesehen. Der Unter- schied der Maximalkraft kann insbesondere zur Bestimmung der vorgenannten Verhältnisse genutzt werden.

Als Fliesenkleber bzw. Fliesenmörtel kann ein im Stand der Technik bekannter Fliesenkleber verwendet werden, der insbesondere als Material Zement, Trass- mehl, Quarz, Sand, Kalksteinmehl, Celluloseether und/oder Polyvenylacetat- Copolymerisat autweisen kann. Insbesondere weist der Fliesenmörtel Zement als Material auf.

Ferner kann in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Er- findung ein wenigstens dreischichtiger Schichtaufbau der Trägerbahn vorgesehen sein. Dabei kann sich ein Schichtaufbau in der Form A-B-A und/oder in der Form A- B-C ergeben.

Bei einem Schichtaufbau der Form A-B-A kann vorgesehen sein, dass die Außen- schichten A, A die gleichen Eigenschaften und/oder die gleiche Materialzusammensetzung aufweisen und/oder "baugleich" ausgebildet sind. Dabei können die Außenschichten A, A die gleiche und/oder eine unterschiedliche Schichtdicke aufweisen. Bei einem Schichtaufbau der Form A-B-C kann vorgesehen sein, dass die Außenschichten A, C sich im Hinblick auf ihre Materialzusammensetzung, ihre Schichtdicke und/oder ihre Eigenschaften unterscheiden. Dabei kann die Außenschicht A insbesondere eine verbesserte Flaftung zu dem Fliesenkleber und/oder die Außenschicht C eine verbesserte Flaftung zu einem Vlies und/oder einem Untergrund aufweisen.

Letztlich kann durch den wenigstens dreischichtigen Schichtaufbau eine von den Außenschichten getrennte Mittelschicht erzeugt werden. Die Eigenschaften des Schichtaufbaus der Trägerbahn können demzufolge in Abhängigkeit des Verwen- dungszustandes ausgewählt und individuell abgestimmt werden. Besonders bevorzugt sind die Schichten des Schichtaufbaus der Trägerbahn untereinander fest, vorzugsweise untrennbar und/oder stoffschlüssig und/oder vollflächig, verbunden. Die untrennbare, feste Verbindung der Schichten kann insbesondere während der Herstellung der Trägerbahn und der Schichten selbst erfolgen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Außenschicht A und/oder die Außenschichten A, A, C wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 90 %, weiter bevorzugt zwischen 40 % bis 60 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen 50 %, der Schichtdicke einer weiteren, insbesondere mittigen, Schicht B, aufweisen. Eine geringere Schichtdicke der Außenschicht ermöglicht, dass das Material der Außenschicht bzw. der Außenschichten gegenüber einer weiteren Schicht, insbesondere einer mittigen Schicht, möglichst gering gehalten werden kann. Beispielsweise kann der Außenschicht bzw. können den Außenschichten Additive und/oder wenigstens ein Zugabematerial beigemengt wer- den, das zwar höhere Herstellungskosten der Außenschichten bedingt, insbesondere aber zur Verbesserung der Eigenschaften, beispielsweise der Haftung und/oder der Elastizität, dient. Durch die geringeren Schichtdicken der Außenschichten kann letztlich die Menge eines derartigen Materials eingespart werden. Bei einer weiteren, ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Trägerbahn als Material ein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist und/oder daraus besteht. Ganz besonders bevorzugt ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat als Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat, vorzugsweise Ethylen-Vinylacetat (EVA, EVAC), ausgebildet.

Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine Schicht A, B bzw. A, B, C als Material ein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere eine Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat, vorzugsweise Etyhlen- Vinylacetat (EVA), auffasst und/oder daraus besteht. Insbesondere ist vorgesehen, dass eine Außenschicht A bzw. A, C das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist und, vorzugsweise, ein Schichtaufbau der Form A-B-A oder A-B vorgesehen ist.

Es versteht sich insbesondere, dass die Trägerbahn und/oder die wenigstens eine das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende Schicht (beispielsweise A und/oder B und/oder C) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, vorzugsweise EVAC, auch nur "anteilig" aufweisen kann. Das Material der Trägerbahn kann zudem auch wenigstens einen weiteren, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoff aufweisen.

Ferner versteht es sich insbesondere, dass auch eine Mehrzahl, insbesondere we- nigstens zwei, von weiteren, vorzugsweise thermoplastischen, Kunststoffmaterialien vorgesehen sein kann.

Erfindungsgemäß ist für den Fachmann völlig überraschend festgestellt worden, dass durch das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat die mechanischen Eigenschaften der Entkopplungsbahn gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Entkopplungsbahnen deutlich verbessert werden können. So kann zum einen eine deutlich bessere Flaftung, vorzugsweise um bis zu 60 %, im Vergleich zu aus der Praxis bekannten Entkopplungsbahnen erzielt werden. Die Flaftung wird insbesondere zum Vlies und/oder zum Fliesenkleber verbessert. Zudem ist die Entkopplungsbahn nicht nur wesentlich flexibler, sondern zeigt auch bessere Entkopplungseigenschaften als die aus der Praxis bekannten Entkopplungsbahnen. Durch die Flexibilität kann beispielsweise das Verpacken, insbesondere zu Rollen, der Entkopplungsbahn einfacher gestaltet werden, was den Aufwand zur Lagerung der Entkopplungsbahn verringert.

Insbesondere kann durch die verbesserte Flaftung von Fliesenkleber an der Entkopplungsbahn die Flaftzugfestigkeit der gesamten Entkopplungsbahn ebenfalls verbessert werden. Der Begriff "Ethylen-Vinylacetat" (EVA, auch EVAC genannt) bezeichnet letztlich eine Gruppe von Copolymeren, die durch Polymerisation von Ethylen und Vinylacetat entstehen. Trotz der starken Verzweigung der Kettenmoleküle ist die Struktur von Ethylen-Vinylacetat nur an wenigen Stellen kristallin. Bei einem entsprechenden Vinylacetat-Anteil kann das Ethylen-Vinylacetat teilkristallin und ther- moplastisch sein. Auch eine lichtdurchlässige Ausbildung des Ethylen-Vinylacetats ist bekannt. Die Dichte und die weiteren Eigenschaften richten sich in besonderem Maße nach dem Vinylacetat-Anteil (VAC). Bei einem geringeren Anteil des Vinylacetats (VAC) ist das Ethylen-Vinylacetat im Vergleich zu PE-LD lichtdurchlässiger, zäher, flexibler und formstabiler unter Wärme. Ein höherer Vinylacetatgehalt reduziert die Festigkeit, Steifigkeit und Chemikalienbeständigkeit. Das erfindungsgemäße Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat weist eine zumindest im Wesentlichen Kautschuk ähnliche Flexibilität auf und ähnelt letztlich insbesondere im Eigenschaftsprofil weichem Polyvinylchlorid. Gleichzeitig steigen jedoch Reiß- und Stoßfestigkeit sowie die Lichtdurchlässigkeit und insbesondere der Glanz.

Darüber hinaus wurde in durchgeführten Versuchen festgestellt, dass die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn neben ihren ausgezeichneten Entkopplungseigenschaften darüber hinaus eine sehr gute Trittschalldämmung aufweist. Auch die- ser Effekt ist das Ergebnis der erfindungsgemäßen Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat.

Der Aspekt der Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat ist ganz besonders vorteilhaft bei dem erfindungsgemäßen mehrschichtigen Aufbau der Trägerbahn, da durch die Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat insbesondere die Haftung gegenüber dem Fliesenkleber und/oder dem Vlies verbessert werden kann. Demzufolge kann das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat sowohl dem Material der Trägerbahn und/oder wenigstens einer Schicht zugegeben werden. Bei der Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat zu der wenigstens einen Schicht kann vorgesehen sein, dass die weiteren Schichten kein Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen und/oder einen anderen (unterschiedlichen) Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen. Im Hinblick auf die Ausführungsform, dass die Trägerbahn als Material das Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist - zunächst einmal unabhängig von dem mehrschichtigen Schichtaufbau - können folgende bevorzugte Ausführungsformen vorgesehen sein: Vorzugsweise weist die Trägerbahn als Kunststoffmaterial ein weiteres Material wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer auf. Als thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer kann insbesondere Hart-Polyethylen (HDPE), Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP) vorgesehen sein. Demzufolge kann das Material der Trägerbahn neben dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat ein weiteres thermoplastisches Kunststoffmaterial aufweisen. Insbesondere kann das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit dem weiteren Material vermischt sein. Alternativ oder zusätzlich ist es erfindungsgemäß mög- lieh, dass das weitere Material einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn von wenigstens 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 30 Gew.-% bis 95 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 40 Gew.-% bis 90 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, aufweist.

In durchgeführten Versuchen ist festgestellt worden, dass durch die Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat zu an sich in der Praxis bekannten thermoplastischen Kunststoffmaterialien für die Trägerbahn die wesentlichen Eigenschaften der Entkopplungsbahn, insbesondere die Entkopplungseigenschaften und die Haftzugfestigkeit, deutlich, vorzugsweise bis zu 50 %, verbessert werden können.

Vorzugsweise weist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere das Ethylen-Vinylacetat (EVAC), einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn von wenigstens 5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 20 Gew.-% bis 60 Gew.-% und insbesondere zumindest im Wesentlichen zwischen 25 Gew.-% bis 55 Gew.-%, auf. In Abhängigkeit des Anteils des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat an dem Material der Trägerbahn, insbesondere im Verhältnis zu dem weiteren thermoplasti- sehen Material, können die Eigenschaften, insbesondere die Haftzugfestigkeit und/oder die Entkopplungseigenschaften, der Entkopplungsbahn entsprechend eingestellt werden. Eine individuelle Anpassung an die jeweiligen Kundenwünsche und/oder die für die jeweiligen Verwendung vorgesehenen Eigenschaften kann dann ohne Weiteres möglich sein.

Darüber hinaus kann das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat sowohl in der gesamten Trägerbahn eingebracht werden, insbesondere in jede Schicht der Trägerbahn, oder aber auch nur in wenigstens eine Schicht der Trägerbahn. Dies ermöglicht eine hohe Anpassbarkeit der Trägerbahn an unterschiedliche Einsatz- zwecke oder aber auch Einsatzumgebungen. Beispielsweise kann die dem Vlies und/oder dem Fliesenkleber zugewandte Außenseite der Trägerbahn mit dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat versehen bzw. versetzt sein, wodurch die Haftung zu dem Vlies und/oder dem Fliesenkleber deutlich verbessert werden kann.

Besonders bevorzugt weist wenigstens eine Schicht - entweder die Schicht A und/oder die Schicht B - der Trägerbahn das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere das Ethylen-Vinylacetat (EVAC), auf und/oder besteht daraus. Besonders bevorzugt weist wenigstens eine Außenschicht das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf, wie zuvor erwähnt, und/oder besteht daraus. Vorzugsweise ist ein Schichtaufbau in der Form A-B-A oder A-B vorgesehen.

Bei einem Schichtaufbau der Form A-B-A können die Außenschichten A, A zumindest im Wesentlichen baugleich - d.h. die gleiche Materialzusammensetzung und/oder die gleiche Schichtdicke - aufweisen. Grundsätzlich wäre auch eine Schichtaufbau in der Form A-B-C denkbar, wobei sich eine Außenschicht C von der Außenschicht A unterscheiden würde. Dabei kann die Außenschicht C einen anderen Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen oder gar kein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat beinhalten.

Durch die vorgenannten Schichtaufbauten wird erfindungsgemäß ermöglicht, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat letztlich in denjenigen Schichten eingesetzt wird - und dort zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften beiträgt -, wo es auch "benötigt" wird. Beispielsweise ist es nicht unmittelbar von Nö- ten, in der mittleren Schicht (Schicht B) das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat zu integrieren, wobei dies erfindungsgemäß natürlich nicht ausgeschlossen wird.

Die Außenseiten bzw. Außenschichten der Trägerbahn können dabei das Copoly- mer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen, wobei bedarfsweise auch lediglich eine Außenseite bzw. eine Außenschicht der Trägerbahn das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat umfassen kann. Durch die Integration des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in die Außenschichten kann insbesondere die Flaftung der Trägerbahn an Vlies und/oder die Flaftung zu dem Fliesenkleber, insbesondere die Flaftzugfestigkeit der Trägerbahn, gegenüber den im Stand der Technik bekannten Entkopplungsbahnen deutlich verbessert werden.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass nur eine Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten ((A, A) und/oder (A, C)) das Copo- lymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist/aufweisen. Alternativ ist es erfindungsgemäß möglich, dass jede Schicht ((A, B) und/oder (A, B, C)) des Schicht- aufbaus (beispielsweise A-B, A-B-A und/oder A-B-C) der Trägerbahn das Copoly- mer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist und/oder daraus besteht. Letztlich kann das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat genau in die Schichten eingegeben bzw. eingebracht werden, in denen die Eigenschaften, insbesondere die mechanischen Eigenschaften, verbessert werden sollen.

In durchgeführten Versuchen ist ermittelt worden, dass die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende Schicht (A, B, C) einen Massenanteil von dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat an dem Material der Schicht (A, B, C) von wenigstens 5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 20 Gew.-% bis 60 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 25 Gew.-% bis 55 Gew.-%, aufweist. Erfindungsgemäß ist festgestellt worden, dass die vorgenannten Massenanteile des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in besonderem Maße die Haftung und die Entkopplungseigenschaften der gesamten Entkopplungsbahn und insbesondere der Trä- gerbahn verbessern. Insbesondere ist als weiteres Material in der Schicht (A, B, C), die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweist, wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer vorgesehen. Ganz besonders bevorzugt ist als thermoplastischer Kunststoff HDPE, PE und/oder PP vorgesehen. Vorzugsweise ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit dem weiteren Material der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden Schicht (A, B, C) mit dem weiteren thermoplastischen Kunststoffmaterial vermischt. Das weitere Material kann wiederum einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn und/oder an dem Massenanteil des Materials der Schicht (A, B, C) von wenigstens 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 30 Gew.-% bis 95 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 40 Gew.-% bis 90 Gew.-%, weiter bevorzugt weiter zwischen 50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, aufweisen.

Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Massenanteile des weiteren thermoplastischen Materials mit den Massenanteilen des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden Schicht (A, B, C) addiert 100 Gew.-% ergeben. Dies bedeutet, dass die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende Schicht (A, B, C) neben dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat lediglich ein weiteres thermoplastisches Kunststoffmaterial aufweist. Des Weiteren ist bei einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform - wie zuvor erläutert - der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass die Außenschicht (A) und/oder die Außenschichten (A, A) und/oder die Außenschichten (A, C) wenigstens 10 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 90 %, weiter bevorzugt zwischen 40 % bis 60 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen 50 %, der Schichtdicke einer weiteren, insbesondere mittigen, Schicht (insbesondere die Schicht B) aufweist bzw. aufweisen. Vorteilhaft an den vorgenannten Verhältnissen ist, dass die Außenschichten (Schicht A oder Schicht C) im Vergleich zu der "Hauptschicht" bzw. mittigen Schicht B eine geringere Schichtdicke und somit einen geringeren Materi- alanteil - gemessen an dem Gesamtmaterialanteil der Trägerbahn - aufweisen können. Beim Zustandekommen der Erfindung ist festgestellt worden, dass für die erfindungsgemäße Verbesserung der Haftung und der Entkopplungseigenschaften durch die Zugabe von dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat eine Zugabe in den Außenschichten des Schichtaufbaubereichs ausreichend ist.

Darüber hinaus kann durch die vorgenannten bevorzugten Verhältnisse der Schichtdicken des Schichtaufbaus der Trägerbahn ein möglichst geringer Materialverbrauch des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat sichergestellt werden, wobei gleichzeitig die mit dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat verbundenen erfindungsgemäßen Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik gewährleistet werden können.

Ein mehrschichtiger Aufbau der Trägerbahn kann dabei ohne Weiteres durch Extrusionsformen hergestellt werden. So kann eine Coextrusionsdüse und/oder ei- ne Mehrschichtdüse zum Auftrag bzw. zur Herstellung der Trägerbahn verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Trägerbahn durch Tiefziehen von thermoplastischem Kunststoff herstellbar ist.

Insbesondere kann als Extrusionsdüse eine Mehrschichtdüse verwendet werden, welche einen Schichtaufbau in der Form A-B-A oder A-B-C oder A-B ermöglicht.

Alternativ oder zusätzlich kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass eine mehrschichtige Blasfolie erzeugt wird, die insbesondere nach ihrer Herstellung in einem Tiefziehprozess geformt wird.

Des Weiteren ist bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgedankens vorgesehen, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat ei- nen Vinylacetat-Anteil von wenigstens 5 %, bevorzugt zwischen 10 % bis 50 %, weiter bevorzugt zwischen 12% bis 40 %, weiter bevorzugt weiter zwischen 16 % bis 30 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen von 26% bis 29 %, insbesondere bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, aufweist.

In Abhängigkeit des Vinylacetat-Anteils können die Eigenschaften des Copolymers entsprechend eingestellt bzw. variiert werden, insbesondere in Abhängigkeit der jeweiligen Kundenwünsche, Verwendungsvorgaben oder dergleichen. Makroskopisch betrachtet sollte das Elastizitätsmodul des Materials, insbesondere des Co- polymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat, mit zunehmendem Anteil an Vinylacetat (VAC) abnehmen. Bei einem Vinylacetat von etwa 40 bis 70 Gew.-% ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat weitgehend amorph, bei einem Vinylacetat von unter 30 bis 40 Gew.-% hingegen ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat teilkristallin und thermoplastisch. Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat thermoplastisch ist, so dass insbesondere der Vinylacetat-Anteil unter 40 Gew.-% - bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat - liegt.

In durchgeführten Versuchen ist beim Zustandekommen der Erfindung festgestellt worden, dass bei einem Vinylacetat-Anteil von 28 % +/- 2 % die Eigenschaften der gesamten Entkopplungsbahn im Vergleich zu anderen Vinylacetat-Anteilen noch weiter verbessert werden konnten. Darüber hinaus ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat mit einem Vinylacetat-Anteil von 28 % nicht nur kostengünstig, sondern auch leicht verfügbar, was die Herstellung der Trägerbahn deut- lieh vereinfacht. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, insbesondere Ethylen-Vinylacetat, mit einem Vinylacetat von etwa 28 % wird auch als "EVA28" bezeichnet.

Vorzugsweise weist die Trägerbahn, insbesondere die Entkopplungsbahn, eine Haftzugfestigkeit von größer als 0,1 N/mm 2 , bevorzugt größer als 0,2 N/mm 2 , weiter bevorzugt zwischen 0,2 N/mm 2 und 5 N/mm 2 .

Haftzugfestigkeiten in der vorgenannten Größenordnung ermöglichen insbesondere eine gute Haftung auf dem Untergrund und stellen zudem eine gute Haftung zu dem Fliesenkleber sicher. Erfindungsgemäß kann die Haftzugfestigkeit der Trägerbahn durch die Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat erhöht werden. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Trägerbahn, insbesondere die Entkopplungsbahn, ein Elastizitätsmodul von weniger als 100 GPa, bevorzugt weniger als 10 GPa, weiter bevor- zugt zwischen 0,01 bis 5 GPa und vorzugsweise zwischen 0,05 bis 2,5 GPa, aufweist.

Ferner kann die Entkopplungsbahn, insbesondere an der der Trägerbahnebene gegenüberliegenden Seite, eine Gewebe- und/oder Vliesschicht aufweisen. Die Gewebe- und/oder Vliesschicht kann mit der Trägerbahn fest verbunden sein, insbesondere wobei die Gewebe- und/oder Vliesschicht auf die Trägerbahn aufkaschiert ist. Die Haftung zu der Vliesschicht kann insbesondere durch die Verwendung des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat gegenüber dem Stand der Technik verbessert werden, vorzugsweise um bis zu 30 %. Als Vlies kann ein Spinnvlies verwendet werden, insbesondere wobei ein thermoplastisches Kunststoff aufweisendes Spinnvlies vorgesehen ist, vorzugsweise ein Polypropylen- Spinnvlies.

Das Vlies kann letztlich den bereits in der Praxis bekannten Vliesen, die an eine Trägerbahn angeordnet werden, entsprechen.

Darüber hinaus kann bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass die Noppen beabstandet zueinander und, vorzugsweise, quer zur Längsrichtung und in Längsrichtung der Entkopplungsbahn angeordnet sind. Die Noppen können dabei einen Abstand zu der Trägerbahnebene und zu einer unteren, durch die Noppenstirnfläche gebildeten Noppenebene bilden. Letztlich stellen die Noppen sogenannte "Vertiefungen" in der Trägerbahn dar, so dass sich letztlich eine obere Trägerbahnebene ergibt, die eine Mehrzahl von durch die Noppen gebildeten Vertiefungen aufweist, so dass die Noppenstirnflächen die untere Noppen- ebene bilden. Durch die vorgenannte Ausbildung der Noppen wird erfindungsgemäß ermöglicht, dass sich "Kanäle" ergeben, die zur Entkopplung beitragen.

Erfindungsgemäß sind unterschiedliche Formen der Noppen denkbar. Beispielsweise kann eine zumindest im Wesentlichen quaderförmige Noppe verwendet wer- den. Auch eine Noppe mit einer zumindest im Wesentlichen dreischenkligen Form - im Querschnitt gesehen - ist denkbar. Insbesondere sind auch elliptische, vorzugsweise runde und/oder ovale, Formen - im Querschnitt gesehen - der Noppe denkbar.

Durch die als Vertiefung ausgebildeten Noppen werden letztlich Seitenwände der Noppen gebildet, die die Noppenstirnflächen mit der Trägerbahnebene verbinden.

Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Noppen und/oder wenigstens eine Noppe, wenigstens abschnittsweise eine Hinterschneidung, vorzugsweise an wenigstens einer Seitenwandung der Noppe, aufweisen. Die Hinterschneidung dient zur Verbesserung der Haftung bzw. Verkrallung des Fliesenklebers.

Erfindungsgemäß versteht es sich, dass die Entkopplungsbahn nach dem Auflegen auf einen Untergrund, insbesondere wobei die die Vlies- oder Gewebeschicht aufweisende Außenseite der Trägerbahn an den Untergrund angeordnet wird, ausge- spachtelt wird. Ein Ausspachteln kann insbesondere mit Fliesenkleber erfolgen. Auf den Fliesenkleber kann anschließend ein Flächenbelag, insbesondere Fliesen, angeordnet werden. Der Fliesenkleber kann vorzugsweise in die Noppen bzw. in die durch die Noppen gebildeten Vertiefungen eingebracht und über die Entkopplungsbahn ausgespachtelt werden.

Der Fliesenkleber dringt während des Ausspachteins in die Hinterschneidung ein, so dass eine verbesserte Verkrallung hervorgerufen wird. Dies wiederum führt zu einer Fixierung und/oder formschlüssigen Festlegung der auf der Entkopplungsbahn aufzubringenden Fliesenbahn bzw. der Belagselemente.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist die Ausformung zur Bildung des noppeninnenseitigen Hinterschnitts sichelartig oder bogenförmig und/oder bogenabschnittsförmig und/oder halbmondförmig ausgebildet. Diese bogenabschnittsförmige Ausbildung führt insbesondere dazu, dass eine verbesserte Entformung bei der Herstellung der Entkopplungsbahn ermöglicht wird. Im Gegensatz zur eckigen Hinterschnitten wird bei einer gerundeten bzw. sichelartigen Form des Hinterschnitts vorteilhafterweise eine leichte Trennung zwischen dem Formwerkzeug und der Entkopplungsbahn gewährleistet. Somit kann die Entkopplungsbahn insbesondere nicht während der Entformung beschädigt werden. Im Übrigen dienen die gerundeten Hinterschnitte bevorzugt dazu, dass die Spannungsspitzen der Schubspannung der Belagselemente reduziert und/oder gleichmäßig auf der Entkopplungsbahn verteilt werden. Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Noppen, insbesondere alle Noppen, zumindest im Wesentlichen baugleich ausgebildet sind. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Höhe der Noppen zwischen 1 mm und 5 mm, bevorzugt 2 mm bis 4 mm, weiter bevorzugt 2,5 mm bis 3,5 mm. Diese vergleichsweise geringe Noppenhöhe ermöglicht einen geringen Gesamtschichtaufbau und impliziert die verringerte Menge des benötigten Fliesenklebers zur Verbindung zwischen der Entkopplungsbahn und den Belagselemen- ten. Dennoch wird aufgrund der erfindungsgemäßen Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat eine feste Verbindung zwischen dem Fliesenkleber und der Entkopplungsbahn bei gleichzeitiger Erzielung einer hervorragenden Entkopplungswirkung erreicht. Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist der lichte Abstand benachbarter Noppen eine Breite von größer als 2 mm, insbesondere zwischen 3 mm bis 9 mm, bevorzugt zwischen 4 mm bis 8 mm, weiter bevorzugt zwischen 5 mm bis 6 mm, auf. Dieser lichte Abstand bestimmt auch die Breite des Kanalabschnitts und Definition mit dem Freiraum zu den benachbarten Noppen.

Darüber hinaus ist bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass das Verhältnis der Fläche der Noppenböden bzw. Noppenstirnflächen aller Noppen zur Trägerbahnebene bevorzugt zwischen 40 % bis 70 %, weiter bevorzugt zwischen 45 % bis 55 % und insbesondere zumindest im Wesentlichen 50 %, beträgt. Bei durchgeführten Versuchen ist festgestellt worden, dass bei Einhaltung der vorgenannten Verhältnisse besonders gute Entkopplungswerte bei einer gleichzeitig besonders festen Fixierung des Fliesenklebers an der Entkopplungsbahn erzielt werden können. Die vorgenannten Verhältnisse definieren auch gemeinsam mit der Noppenhöhe unter anderem maßgeblich die benötigte Menge des Fliesenklebers, die zum Verbund der Entkopplungsbahn und dem Belagselement verwendet wird. Auf der Trägerplatte wird insbesondere eine Lastverteilung der auftretenden Zugspannung durch die Kanäle ermöglicht, weil vorzugsweise eine Kompensation der auftretenden Spannung vollzogen wird. In Versuchen wurde letztlich festgestellt, dass das Verhältnis von 40 % bis 60 %, vorzugsweise von 45 % bis 55 %, besonders vorteilhaft ist und gute Entkopplungseigenschaften sowie eine gute Haftzugfestigkeit aufweist. Im Übrigen versteht es sich, dass in den vorgenannten Intervallen und Bereichsgrenzen jegliche Zwischenintervalle und Einzelwerte enthalten und als erfindungswesentlich offenbart anzusehen sind, selbst wenn diese Zwischenintervalle und Einzelwerte nicht konkret angegeben sind.

Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung und der Zeichnung selbst. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombinati- on den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen und deren Rückbeziehung.

Es zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer einschichtigen Trägerbahn,

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Schichtaufbaus einer Trägerbahn, Fig. 3 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schichtaufbaus der Trägerbahn,

Fig. 4 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schichtaufbaus der Trägerbahn,

Fig. 5 eine schematische Querschnittsdarstellung einer erfindungsgemäßen

Entkopplungsbahn zur Verwendung für einen Fliesenbelag,

Fig. 6 eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn,

Fig. 7 eine schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn und Fig. 8 eine schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn. Fig. 6 zeigt eine Entkopplungsbahn 1. Die Entkopplungsbahn 1 weist eine Trägerbahn 3 und eine Vielzahl von aus der Trägerbahnebene 4 herausragenden Noppen 5 auf. Die Trägerbahn 3 weist als Material einen Kunststoff auf und/oder besteht aus einem Kunststoff. Insbesondere kann die Trägerbahn 3 als Material einen thermoplastischen Kunststoff aufweisen.

Fig. 5 zeigt, dass die Entkopplungsbahn 1 zur Verwendung für einen mit Belagselementen, im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Fliesen 14, bedeckbaren Flächenbelagsaufbau 2 vorgesehen ist. Fig. 5 zeigt, dass als Flächenbelagsaufbau 2 ein Fliesenbelag vorgesehen ist.

Fig. 2 zeigt, dass die Trägerbahn 3 einen wenigstens zweischichtigen Schichtaufbau 6 aufweist. In Fig. 2 sind die Schichten A und B vorgesehen, wobei sowohl die Schicht A als auch die Schicht B als Außenschichten ausgebildet sind, also eine Außenseite der Trägerbahn 3 bilden. Die Schichten A und B weisen eine sich voneinander unterscheidende Materialzusammensetzung und/oder unterschiedliche Eigenschaften auf. Die Schicht A, die in Fig. 2 dargestellt ist, kann dem Fliesenkleber 13 zugewandt sein. Die Fig. 3 zeigt einen Schichtaufbau 6 in der Form A-B-A, wobei die Außenschichten A, A im Hinblick auf ihre Schichtdicke 7 und/oder ihre Materialzusammensetzung gleich bzw. identisch ausgebildet sein können. Die Schichten A, A, die in Fig. 3 gezeigt sind, können eine sich von der Schicht B unterscheidende Materialzusammensetzung aufweisen.

In Fig. 4 ist ein Schichtaufbau 6 mit der Schichtenfolge A-B-C gezeigt. Dabei kann die Schicht C eine sich von der Außenschicht A und/oder von der Schicht B unterscheidende Materialzusammensetzung und/oder Schichtdicke 7 aufweisen. Demzufolge kann das Material der Schicht B an dem Gesamtmaterial der Trägerbahn 3 bzw. des Schichtaufbaus 6 der Trägerbahn 3 einen deutlich höheren Anteil aufweisen, insbesondere von bis zu 70 % und/oder von wenigstens 40 %.

Fig. 1 zeigt im Gegensatz zu Fig. 2 und 3 den Stand der Technik, nämliche eine einschichtige Trägerbahn 3. Letztlich weist die Materialschicht A in dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel eine zumindest im Wesentlichen homogene Materialverteilung auf. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Außenschicht A eine höhere Elastizität und eine geringere Härte als die weitere Schicht B aufweist. Das Elastizitätsmodul der weiteren Schicht B kann um wenigs- tens 10 % größer als das Elastizitätsmodul der Schicht A ausgebildet sein. Die geringere Härte der Schicht A kann über die Shore-Härte angegeben werden, die um bis zu 20 % geringer sein kann.

Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass wenigs- tens eine Schicht A, im dargestellten Ausführungsbeispiel die zumindest im Wesentlichen baugleich ausgebildeten Außenschichten A, A, eine höhere Haftzugsfestigkeit als eine weitere Schicht B, die im dargestellten Ausführungsbeispiel mittig zwischen den Außenschichten A, A eingefasst ist, aufweist. Die Haftzugsfestigkeit der Schicht A kann zwischen 20 % bis 50 % größer als die Haftzugsfestigkeit der weiteren Schicht B sein.

Die höhere Haftzugsfestigkeit der Außenschichten A, A gegenüber der weiteren Schicht B ist derart zu verstehen, dass die Haftzugsfestigkeit bei Verbindung der Schichten zu dem Fliesenkleber 13 gemessen wird. Bei einem Vergleich der Haft- Zugsfestigkeiten sind insbesondere gleiche Versuchsbedingungen und/oder ein gleicher Fliesenkleber 13 vorauszusetzen. Demzufolge tritt die Eigenschaft "höhere Haftzugsfestigkeit" bei Verbindung der Schichten zu dem Fliesenkleber 13 zu Tage. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass wenigstens eine Schicht A, insbesondere eine Außenschicht A, eine höhere Haftung und eine höhere Adhäsionskraft zu einem Fliesenkleber 13, beispielsweise einem Fliesenmörtel, als die weitere Schicht B aufweist. An die weitere Schicht B wird in dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel die Trägerbahn 3 kein Fliesenkleber 13 angeordnet. Die Schicht B kann beispielsweise mittig zwischen den zwei Außenschichten A, C eingefasst sein. Eine Erhöhung der Haftung zu einem "externen" Fliesenkleber 13 der Schicht B ist demzufolge nicht von Nöten. Es kann eine Einstellung der Eigenschaften der Schichten A, B, C der Trägerbahn 3 in Abhängigkeit des jeweiligen Verwendungszwecks erfolgen. In weiteren Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass die Adhäsionskraft der Schicht A zum Fliesenkleber 13 zwischen 20 % bis 50 % größer als die Adhäsionskraft der weiteren Schicht B zum Fliesenkleber 13 ist. Nicht dargestellt ist, dass der Schichtaufbau 6 der Trägerbahn 3 auch mehr als drei Schichten umfassen kann.

Bei einem mehrschichtigen Aufbau der Trägerbahn 3 kann des Weiteren vorgesehen sein, dass die Außenschicht A und/oder die Außenschichten A, A, C wenigs- tens 10 % der Schichtdicke 7 einer weiteren, insbesondere mittigen, Schicht B aufweisen. Schematisch in den Fig. 3 und 4 ist dargestellt, dass die Außenschicht A bzw. die Außenschichten A, A, C zumindest im Wesentlichen 50 % der Schichtdicke 7 der weiteren Schicht B aufweisen. Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist insbesondere im Hinblick auf die zumindest im Wesentlichen gleich ausgebildeten Außenschichten A, A vorteilhaft, dass sowohl die Oberseite als auch die Unterseite der Trägerbahn 3 dem Fliesenkleber 13 zugewandt sein kann.

Die in den Ausführungsbeispielen dargestellte Trägerbahn 3 weist als Material ein Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf und/oder besteht daraus. Insbesondere ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat als Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat ausgebildet, vorzugsweise als Ethylen-Vinylacetat (EVA, EVAC). Die Trägerbahn 3 kann als weiteres Material wenigstens ein thermoplastisches Polymer und/oder Elastomer aufweisen. Insbesondere kann als thermoplastischer Kunststoff und somit als weiteres Material FIDPE, PE und/oder PP vorgesehen sein. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat kann mit dem weiteren thermoplastischen Kunststoffmaterial vermischt sein. Zudem kann das weitere thermoplastische Kunststoffmaterial der Trägerbahn 3 einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn 3 zwischen 40 bis 95 Gew.-% aufweisen. Der Anteil an dem Material der Trägerbahn 3 des weiteren thermoplastischen Kunststoffmaterials, insbesondere im Verhältnis zum Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat, kann in Abhängigkeit der Einsatzumgebung oder des Einsatzzweckes ausgewählt sein. Nicht dargestellt ist, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Massenanteil an dem Material der Trägerbahn 3 von wenigstens 5 Gew-% und in weiteren Ausführungsformen zwischen 25 Gew-% bis 55 Gew.-% aufweisen kann. Des Weiteren ist nicht dargestellt, dass das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat einen Vinylacetat-Anteil von wenigstens 5 % und in weiteren Ausführungsformen zwischen 16 % bis 30 % - bezogen auf das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat - aufweist. Insbesondere ist das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat thermoplastisch ausgebildet.

Des Weiteren kann wenigstens eine Schicht A und/oder B der Trägerbahn 3 das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen. Insbesondere weist die Außenschicht A das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf. In Fig. 2 ist ein Schichtaufbau in der Form A-B gezeigt. Dabei kann die Schicht B das Copoly- mer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen oder aber auch nicht.

Insbesondere weist die Außenschicht C einen veränderten Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat oder aber gar keinen Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat auf.

In weiteren Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass nur eine Außenschicht A und/oder die Außenschichten A, A oder A, C das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen und/oder aufweist. In diesem Zusammenhang kann die zwischen den Außenschichten (A oder A, A oder A, C) vorgesehene wei- tere Schicht B, insbesondere die mittig eingefasste Schicht B, keinen Anteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisen.

Ferner kann in weiteren Ausführungsformen vorgesehen sein, dass jede Schicht A, B oder A, B, C des Schichtaufbaus 6 der Trägerbahn 3 das Copolymer enthal- tend Ethylen und Vinylacetat aufweisen kann, wobei die einzelnen Schichten hinsichtlich ihrer Materialzusammensetzung, ihrer Eigenschaften und/oder ihrer Schichtdicken 7 unterschiedlich sein können. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, dass neben den Schichten A, B, C eine Mehrzahl weiterer Schichten vorgesehen sein kann, die sich im Hinblick bzw. gegenüber den Schichten A, B bzw. A, B, C durch ihre Materialzusammensetzung, ihre Eigenschaften und/oder Schichtdicke 7 unterscheiden. Die das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisende Schicht A, B und/oder C kann einen Massenanteil von dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat an dem Material der jeweiligen Schicht A, B und/oder C von wenigstens 5 Gew.-% aufweisen. Insbesondere ist der Massenanteil des Copolymers enthal- tend Ethylen und Vinylacetat in der Außenschicht A und/oder in der Außenschicht C zwischen 30 bis 50 Gew.-%. In den vorgenannten Schichten A, B, C kann als weiteres Material - neben dem Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat - wenigstens ein thermoplastisches Kunststoffmaterial (insbesondere ein Polymer und/oder Elastomer) vorgesehen sein. Als Kunststoffmaterial kann HDPE, PE und/oder PP vorgesehen sein. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat kann mit dem weiteren Kunststoffmaterial vermischt sein. Das weitere Kunststoffmaterial kann an dem Material der Trägerbahn 3 und/oder an dem Material der das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat aufweisenden Schicht A, B und/oder C einen Massenanteil zwischen 50 bis 90 Gew.-% aufweisen. Ganz besonders be- vorzugt ist, dass der Massenanteil der weiteren Kunststoffschicht in der Schicht B größer als der Massenanteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat ist.

Des Weiteren kann in weiteren Ausführungsformen vorgesehen sein, dass der Massenanteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in den Außenschichten A und/oder C größer, bevorzugt um wenigstens 50 %, als der Massenanteil des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in der mittigen bzw. weiteren Schicht B ist. Nicht dargestellt ist, dass die Trägerbahn 3, insbesondere die Entkopplungsbahn 1 , eine Haftzugfestigkeit von größer 0,1 N/mm 2 , in weiteren Ausführungsformen zwischen 0,2 N/mm 2 bis 5 N/mm 2 , aufweist.

Des Weiteren ist nicht dargestellt, dass die Trägerbahn 3, insbesondere die Ent- kopplungsbahn 1 , ein Elastizitätsmodul von weniger als 100 GPa, in weiteren Ausführungsformen zwischen 0,05 bis 2,5 GPa, aufweist.

In den Fig. 5 bis 8 ist der mehrschichtigen Aufbau der Trägerbahn 3 nicht "explizit" dargestellt, dieser ist jedoch bei diesen Ausführungsformen vorhanden.

Fig. 5 zeigt, dass die Entkopplungsbahn 1 eine Gewebe- und/oder Vliesschicht 8 aufweist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Vliesschicht 8 vorgesehen. Die Vliesschicht 8 ist fest mit der Trägerbahn 3 verbunden. Dabei kann die Vliesschicht 8 auf die Trägerbahn 3 aufkaschiert sein. Die Vliesschicht 8 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel an den Noppenstirnflächen 10 bzw. an der Noppenebene 1 1 angeordnet.

Die Vliesschicht 8 ist auf einem Untergrund 17, wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, angeordnet. Dabei kann die Vliesschicht 8 mit dem Untergrund 17 über eine Klebeschicht verklebt sein. Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Fliese 14 eine Flöhe von etwa 5 mm +/- 3 mm aufweist. Die Flöhe der Noppe 5 kann dabei etwa 4 mm betragen. Der oberseitig auf die Trägerbahnebene 4 aufgebrachte Fliesenkleber 13 kann beispielsweise eine Flöhe zwischen 2 bis 10 mm, insbesondere zwischen 3 bis 6 mm, aufweisen. Die Dicke der Trägerbahn 3 und/oder der Vliesschicht 8 kann etwa 0,5 mm betragen. Unterseitig der Vliesschicht 8 kann die Fliesenkleberschicht eine Flöhe von 3 bis 6 mm aufweisen.

Die Fig. 6 bis 8 zeigen, dass die Noppen 5 beabstandet zueinander angeordnet sind. Die Noppen 5 verlaufen dabei sowohl in Längsrichtung L und quer zur Längs- richtung L. Vorliegend weisen die Noppen 5 eine geordnete Anordnung auf. Dies muss aber nicht der Fall sein. Auch ungeordnete Anordnungen der Noppen 5 sind möglich. Die Noppen 5 weisen zu der oberen Trägerbahnebene 5 und einer unteren, durch die äußeren Noppenstirnflächen 10 gebildeten Noppenebene 1 1 einen Abstand 9 auf. Die Noppenebene 1 1 ist durch die Noppenstirnflächen 10 gebildet.

Fig. 6 zeigt, dass die Noppen 5 eine zumindest im Wesentlichen quaderförmige Vertiefung ausbilden. In den Fig. 7 und 8 ist dargestellt, dass die Noppen 5 eine zumindest im Wesentlichen dreischenklige Querschnittsform aufweisen. Grundsätzlich sind aber auch andere Formen möglich.

Der Abstand 9 zu der oberen Trägerbahnebene 5 wird letztlich durch die Flöhe der Seitenwände 16 der Noppe 5 festgelegt, wobei die Seitenwände 16 die Trägerbahnebene 4 mit der Noppenebene 1 1 verbinden. Durch die Seitenwände 16 wird letztlich der Noppeninnenraum 15 begrenzt.

Die Fig. 5 zeigt, dass die Noppen 5 und/oder wenigstens eine Noppe 5 wenigstens abschnittsweise eine Flinterschneidung 12 aufweist. In dem dargestellten Ausfüh- rungsbespiel ist die Hinterschneidung 12 sichelförmig bzw. bogenabschnittsförmig ausgebildet. Auch eine zumindest im Wesentlichen rechteckförmige Querschnittsform aufweisende Hinterschneidung 12 ist grundsätzlich möglich. In Fig. 8 ist dargestellt, dass an den Noppenstirnflächen 11 Vorsprünge 18 vorgesehen sind. Letztlich können die Vorsprünge 18 eine beliebige Form aufweisen und dienen letztlich zur Strukturierung des Noppenbodens.

Ausführunqsbeispiel

Nachfolgend sind eine Reihe von erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen angegeben, die mit einem Vergleichsbeispiel 0 (nicht erfindungsgemäß) verglichen werden.

Die miteinander zu vergleichenden erfindungsgemäßen Ausführungsformen und das nicht erfindungsgemäße Vergleichsbeispiel 0 weisen eine zumindest im Wesentlichen baugleiche Ausbildung der Form der Entkopplungsbahn auf, wobei sich die Noppenformen der Beispiele in geometrischer Form entsprechen. Die Ausführungsbeispiele unterscheiden sich letztlich lediglich im Hinblick auf ihre Materialzusammensetzung.

Die Trägerbahnen der Entkopplungsbahn werden durch Extrusion von thermoplas- tischem Kunststoff und anschließender Formung auf einer Vakuum-Tiefwalze hergestellt. Zur Bildung einer Entkopplungsbahn wird an die Trägerbahn auf die Noppenebene ein Polypropylen-Spinnvlies aufkaschiert. Die Extrusion erfolgt mit einer Mehrschichtdüse, wobei ein mehrschichtiger Aufbau durch die Mehrschichtextrusionsdüse erhalten wird.

Die zu vergleichenden Ausführungsbeispiele weisen darüber hinaus zumindest im Wesentlichen die gleiche Gesamtschichtdicke der Trägerbahn auf, wobei bei dem mehrschichtigen Aufbau das Verhältnis der Schichten in der nachfolgenden Tabelle angegeben ist. Die Noppenform der Ausführungsbeispiele entspricht zumindest im Wesentlichen der in Fig. 6 gezeigten quadratischen Noppe.

Des Weiteren entsprechen sich die Materialien EVA28, EVA18, Polypropylen (PP) und FIDPE der Ausführungsbeispiele. Die Ausführungsbeispiele haben folgende Materialzusammensetzung:

Bei den Beispielen 8 bis 1 1 ist ein zweischichtiger Aufbau vorgesehen, nämlich ein Schichtaufbau AB. Auf der Schicht B ist eine Polypropylen aufweisende Spinnvliesschicht angeordnet, insbesondere aufkaschiert.

Als thermoplastisches weiteres Kunststoffmaterial und auch als Material für die nicht erfindungsgemäßen Vergleichsbeispiele sind HDPE und PP vorgesehen. Das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat ist als Ethylen-Vinylacetat ausgebildet und weist einen Vinylacetat-Anteil von zumindest im Wesentlichen 28 % bezogen auf das Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat auf. Dieses Material wird als "EVA28" bezeichnet. Ein weiteres Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat ist als Ethylen-Vinylacetat ausgebildet und weist einen Vinylacetat-Anteil von zumindest im Wesentlichen 18 % bezogen auf das Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat auf. Dieses Material wird als "EVA18" bezeichnet. Bei der Zugabe des Copolymers aus Ethylen und Vinylacetat zu dem thermoplastischen Kunststoffmaterial ist vorgesehen, dass dieses vor Extrusion der Trägerbahn dem thermoplasti- sehen Kunststoffmaterial zugemischt wird. Eine Extrusion erfolgt sowohl mit dem thermoplastischen Kunststoffmaterial als auch mit dem Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat.

Die eingesetzten Kunststoffmaterialien weisen folgende Eigenschaften auf:

Die vorgenannten Ausführungsbeispiele sind im Hinblick auf unterschiedliche Kriterien untersucht worden. Dabei ist die Haftzugfestigkeit nach DIN EN 12004-2:2017- 05 bestimmt worden. Des Weiteren ist das Elastizitätsmodul zur Bestimmung der Flexibilität ermittelt worden. Außerdem sind die Entkopplungseigenschaften bei Einsatz der Entkopplungsbahn als Entkopplungsunterlage für einen Fliesenbelag untersucht worden. Ferner ist die Flaftung zu dem Fliesenkleber der Entkopplungsbahn ermittelt worden. Die Wasserdichtigkeit ist ebenfalls bestimmt worden.

Die nachfolgend gezeigte Ergebnistabelle setzt die Versuchsergebnisse relativ zueinander in Beziehung. Dabei sind folgende Ergebnisse erreichbar:

• - : ungenügendes Ergebnis

• - : mangelhaftes Ergebnis

• o : befriedigendes Ergebnis

• + : gutes Ergebnis

• ++ : sehr gutes Ergebnis

Die nachfolgend dargestellte Tabelle verdeutlicht die Ergebnisse:

Die vorgenannten Ergebnisse verdeutlichen, dass durch den erfindungsgemäßen mehrschichtigen Aufbau gezielt die Eigenschaften der Trägerbahn im Hinblick auf den jeweiligen Verwendungszweck eingestellt werden können. Insbesondere kann gezielt die Haftung zu dem Fliesenkleber und die Haftzugsfestigkeit verbessert werden.

Durch den mehrschichtigen Schichtaufbau wird letztlich ermöglicht, dass das erfindungsgemäße Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat - gezielt in Abhän- gigkeit einer jeweiligen Schicht - zugegeben werden kann. Durch die Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat in das Material der Trägerbahn - und zwar in wenigstens eine Schicht der Trägerbahn - kann sowohl die Haftzugsfestigkeit als auch die Flexibilität (durch Verringerung des Elastizitätsmoduls) verbessert werden. Auch bei steigender Menge des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat (EVA28) nur in den Außenschichten (Schicht A) lassen sich sehr gute Haftzugsfestigkeiten erreichen. Demzufolge kann das Material EVA28 durch den mehrschichtigen Schichtaufbau eingespart werden und die Außenschichten gezielt auf den Verwendungszustand abgestimmt werden. Es können der Außenschicht sogar bis zu 50 % des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat oder auch bis zu 70 % des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat (EVA18) hinzugegeben werden, ohne dass die Entkopplungsbahn zu weich wird.

Des Weiteren werden noch bessere Ergebnisse der Flexibilität erhalten, wenn auch die zwischen den Außenschichten A eingefasste mittige Schicht B das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat enthält.

Alternativ werden auch sehr gute Ergebnisse erreicht, wenn in einem zweischichtigen Aufbau (AB) nur die Außenschicht A das Copolymer enthaltend Ethylen und Vinylacetat enthält.

Alternativ werden auch sehr gute Ergebnisse erreicht, wenn bei einem beispielhaften AB-Aufbau eine Schicht ein PP oder eine Mischung aus HDPE und PP enthält.

Die Wasserdichtigkeit bleibt letztlich von dem mehrschichtigen Schichtaufbau und von der Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat nahezu unbeeinflusst. Neben der Haftzugfestigkeit können durch den mehrschichtigen Schichtaufbau, insbesondere unter Zugabe des Copolymers enthaltend Ethylen und Vinylacetat, auch die Haftung zu dem Fliesenkleber und die Entkopplungseigenschaften verbessert werden. Dies ergibt einen verbesserten Einsatz und eine verbesserte Ver- Wendung der erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn.

Bezugszeichenliste:

1 Entkopplungsbahn

2 Flächenbelagsaufbau

3 Trägerbahn

4 Trägerbahnebene

5 Noppen

6 Schichtaufbau

7 Schichtdicke

8 Vliesschicht

9 Abstand

10 Noppenstirnflächen

1 1 Noppenebene

12 Hinterschneidung

13 Fliesenkleber

14 Fliese

15 Noppeninnenraum

16 Seitenwand

17 Untergrund

18 Vorsprung

A Schicht

B Schicht

C Schicht

L Längsrichtung