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Patent Searching and Data


Title:
UNIT BEARING HAVING A CARRYING ELEMENT, AND PRODUCTION METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/177074
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a unit bearing (1) having an elastomer bearing body (4), which is accommodated in a rigid bearing housing, which has an opening on at least one side, wherein at least one supporting member (2) passes through the at least one opening, said supporting member being supported against the bearing housing on the bearing body (4); and wherein relative movements of the bearing body (4) relative to the bearing housing along three mutually orthogonal extension directions (X, Y, Z) of the bearing body (4), said relative movements being caused by loading of the supporting member (2), can be limited on both sides of a rest position of the respective relative movement by elastomer stops (11, 12, 13) of the bearing body (4), which are arranged between the bearing housing and the supporting member (2). To provide an elastomer bearing that reduces or avoids known disadvantages and is therefore faster and cheaper to produce, a common carrying element (3) according to the invention is arranged between the supporting member (2) and the elastomer stops (11, 12, 13) of the bearing body (4), said carrying element at the same time spacing apart the supporting member (2) from all the elastomer stops (11, 12, 13).

Inventors:
JUNG SVEN (DE)
NELLES FRANK (DE)
Application Number:
EP2015/060852
Publication Date:
November 26, 2015
Filing Date:
May 18, 2015
Export Citation:
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Assignee:
BOGE ELASTMETALL GMBH (DE)
International Classes:
F16F1/38; B60K5/12
Foreign References:
DE102006050070A12008-05-08
DE10127657A12002-12-12
Attorney, Agent or Firm:
BOSSMEYER, Jörg Peter (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Aggregatlager (1 ) mit einem elastomeren Lagerkörper (4), welcher in einem zumindest an einer Seite mit einer Öffnung versehenen, starren Lagergehäuse aufgenommen ist, wobei durch die zumindest eine Öffnung wenigstens ein Stützglied

(2) greift, welches sich an dem Lagerkörper (4) gegen das Lagergehäuse abstützt, und wobei durch Beaufschlagung des Stützglieds (2) verursachte

Relativbewegungen des Lagerkörpers (4) gegenüber dem Lagergehäuse entlang von drei zueinander orthogonalen Erstreckungsrichtungen (X, Y, Z) des Lagerkörpers (4) beidseits einer Ruhelage der jeweiligen Relativbewegung durch zwischen dem Lagergehäuse und dem Stützglied (2) angeordnete elastomere Anschläge (1 1 , 12, 13) des Lagerkörpers (4) begrenzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Stützglied (2) und den elastomeren Anschlägen (1 1 , 12, 13) des Lagerkörpers (4) ein gemeinsames Tragelement (3) angeordnet ist, welches das Stützglied (2) von allen elastomeren Anschlägen (1 1 , 12, 13) zugleich beabstandet.

2. Aggregatlager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement

(3) in Gebrauchsstellung mit zumindest einem Bereich des Stützglieds (2)

mindestens einen Formschluss bildet.

3. Aggregatlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) mit einem oder einer Mehrzahl Vorsprünge (9, 9') versehen ist, die in an dem Stützglied (2) befindliche Ausnehmungen (8) greift bzw. greifen und/oder umgekehrt.

4. Aggregatlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (9, 9', 14) im Querschnitt eine geometrische Form aufweisen.

5. Aggregatlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (9, 9' 14) ihren Querschnitt über ihre Erstreckung ändern,

insbesondere sich in Vorspringrichtung verjüngen.

6. Aggregatlager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) in Gebrauchsstellung zumindest an zwei gegenüberliegenden Seitenflächen des Stützglieds (2) flächig anliegt und gegen diese vorgespannt ist.

7. Aggregatlager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt (6, 7) des Stützglieds (2) eine im Wesentlichen viereckige Kontur aufweist und das Tragelement (3) diesen Abschnitt (6, 7) an drei Seiten sowie an Eckbereichen übergreift, die eine tragelementfreie Seite des Stützglieds (2) begrenzen.

8. Aggregatlager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) eine dem überdeckten Abschnitt (6, 7) des Stützglieds (2) entsprechende oder von dieser abweichende Kontur aufweist.

9. Aggregatlager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die elastomeren Anschläge (1 1 , 12, 13) einen gemeinsamen Anschlagskörper (4') bilden, welcher das Tragelement (3) in Gebrauchsstellung nach außen vollständig einfasst.

10. Aggregatlager nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) aus einem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet ist.

1 1 . Verfahren zur Herstellung eines Aggregatlagers (1 ), insbesondere eines

Aggregatlagers (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem

elastomeren Lagerkörper (4), welcher in einem zumindest an einer Seite mit einer Öffnung versehenen, starren Lagergehäuse aufgenommen wird, wobei durch die zumindest eine Öffnung wenigstens ein Stützglied (2) greift, welches sich an dem Lagerkörper (4) gegen das Lagergehäuse abstützt, und wobei durch Beaufschlagung des Stützglieds (2) verursachte Relativbewegungen des Lagerkörpers (4) gegenüber dem Lagergehäuse entlang von drei zueinander orthogonalen

Erstreckungsrichtungen (X, Y, Z) des Lagerkörpers (4) beidseits einer Ruhelage der jeweiligen Relativbewegung durch zwischen dem Lagergehäuse und dem Stützglied (2) angeordnete elastomere Anschläge (1 1 , 12, 13) begrenzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die elastomeren Anschläge (1 1 , 12, 13) zunächst mit einem Tragelement (3) dauerhaft verbunden werden und der entstandene Verbund anschließend mit wenigstens einem Abschnitt (6, 7) des Stützglieds (2) lösbar verbunden wird.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein aus den elastomeren Anschlägen (1 1 , 12, 13) gebildeter Anschlagskörper unter Auftragung eines Haftmittels direkt auf das Tragelement (3) aufgebracht wird, um anschließend vulkanisiert zu werden.

Description:
Aggregatlager mit Tragelement und Herstellungsverfahren

Die Erfindung betrifft ein Aggregatlager mit einem elastomeren Lagerkörper, welcher in einem zumindest an einer Seite mit einer Öffnung versehenen, starren

Lagergehäuse aufgenommen ist, wobei durch die zumindest eine Öffnung

wenigstens ein Stützglied greift, welches sich an dem Lagerkörper gegen das Lagergehäuse abstützt, und wobei durch Beaufschlagung des Stützglieds

verursachte Relativbewegungen des Lagerkörpers gegenüber dem Lagergehäuse entlang von drei zueinander orthogonalen Erstreckungsrichtungen des Lagerkörpers beidseits einer Ruhelage der jeweiligen Relativbewegung durch zwischen dem Lagergehäuse und dem Stützglied angeordnete elastomere Anschläge begrenzbar sind. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Aggregatlagers.

Derartige Aggregatlager-Anordnungen sind bekannt und dienen zur Begrenzung von durch den Motor verursachten Bewegungen, die über ein Stützglied an den gegebenenfalls mehrteilig ausgebildeten Lagerkörper der Anordnung übertragen werden und an den Anlenkungen des Stützglieds mit der Karosserie die auftretenden Kräfte abgeleitet werden. Sie werden gerade in der Kraftfahrzeugtechnik

insbesondere zur Lagerung des Getriebes in großen Stückzahlen eingesetzt.

Einfache Ausführungsformen derartiger Lager bestehen im Wesentlichen aus einem elastomeren Lagerkörper und einem starren Lagergehäuse, welches den

Lagerkörper umgibt und ihn aufnimmt. Dabei führen bei einem

bestimmungsgemäßen Einsatz der Lager die jeweiligen Lagerkörper beim Betrieb eines mit ihnen ausgestatteten Fahrzeugs aufgrund der auftretenden Belastungen innerhalb des Lagergehäuses Bewegungen relativ zum Lagergehäuse aus. Diese Relativbewegungen des Lagerkörpers müssen dabei hinsichtlich des in den unterschiedlichen Richtungen jeweils ermöglichten Weges begrenzt werden, weswegen die Lager mit Anschlägen ausgestattet sind, welche durch das

Lagergehäuse aufgrund einer entsprechenden Formgebung des Gehäuses oder aber zumindest an dem Lagergehäuse mittels entsprechender zusätzlicher Elemente ausgebildet werden. Die Anschläge können hierbei auch Teile eines mehrteiligen Lagerkörpers bilden. Für den Einsatz in der Kraftfahrzeugtechnik sind Anschläge für die

Relativbewegungen des Lagerkörpers in den drei Hauptbelastungsrichtungen erforderlich. Diese Anschläge begrenzen die Bewegung des Lagerkörpers in der X- Richtung, das heißt in der Fahrzeuglängsrichtung beziehungsweise bezogen auf die Fahrtrichtung, in der Y-Richtung, das heißt quer zur Fahrzeuglängsrichtung beziehungsweise zur Fahrtrichtung, sowie in der Z-Richtung, das heißt im Hinblick auf die vertikale Erstreckung des Fahrzeugs, jeweils sowohl bezüglich des jeweiligen positiven als auch der korrespondierenden negativen Komponente des

entsprechenden Richtungsvektors.

Dabei sind die Stützglieder bei den bekannten Aggregatlagern im Ganzen

vorbehandelt, wobei die Vorbehandlung ein entfettendes Waschen und ein Aufrauen der Oberfläche zur Oberflächenvergrößerung durch einen Strahlvorgang,

beispielsweise ein Korundstrahlen, umfasst. Anschließend werden die aus dem Stand der Technik bekannten Stützglieder an einem dafür vorgesehenen Bereich durch Vulkanisation mit Elastomermaterial beschichtet und anschließend montiert. Die hierbei durch Vulkanisation mit dem Elastomermaterial verbundene Oberfläche beträgt letzten Endes aber nur ca. 50% der Gesamtoberfläche. Während der Vorbehandlung müssen dabei Teile des betreffenden Stützgliedes so abgedeckt werden, dass die nicht zu gummierenden Flächen frei von Haftmittel sind.

Die massiven, häufig aus einem Aluminium-Druckguss bestehenden Stützglieder müssen überdies vor der Vulkanisation vorgeheizt werden, wobei alternativ auch mit verzögerter Einspritzung gearbeitet wird, um anschließend eine gleichmäßige Vernetzung bei dem aufgetragenen Elastomer zu erreichen. Die Dimensionen der Stützglieder bringen hierbei außerdem eine Reduktion der Anzahl möglicher

Kavitäten innerhalb des Vulkanisationswerkzeuges mit sich.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Elastomerlager zur Verfügung zu stellen, das die vorgenannten Nachteile reduziert oder gar ganz vermeidet und derart schneller und günstiger herzustellen ist. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Aggregatlager der eingangs genannten Art, bei dem zwischen dem Stützglied und den elastomeren Anschlägen des Lagerkörpers wenigstens ein gemeinsames Tragelement angeordnet ist, welches das Stützglied von allen elastomeren Anschlägen zugleich beabstandet. Durch das wenigstens eine Tragelement wird also das Stützglied von den Anschlägen tatsächlich getrennt und die Vulkanisation kann ausschließlich an dem wenigstens einen Tragelement stattfinden, so dass umgekehrt das Stützglied von der Vulkanisation ausgenommen werden kann. Dieser Umstand macht es möglich, die elastomeren Anschläge zunächst mit dem wenigstens einen Tragelement dauerhaft zu verbinden und erst dann den entstandenen Verbund mit einem Abschnitt des Stützglieds lösbar zu verbinden. Das an das Stützglied zu vulkanisierende Elastomer kann etwa zunächst auf ein Tragelement in Form einer Kunststoffträgerplatte aufgebracht werden, die anschließend zwar an dem Stützglied festgelegt, mit diesem gleichwohl lösbar verbunden ist.

Durch die beschriebene Trennung der Anschläge von dem Stützglied und deren Auftragung auf ein dafür besonders vorgesehenes Tragelement entfällt nunmehr die eingangs beschriebene Vorbehandlung (Waschen und Strahlen). Weiterhin wirkt sich zeitsparend aus, dass auf ein Vorwärmen des Stützglieds oder ein verzögertes Einspritzen verzichtet werden kann. Außerdem wird eine erhöhte Ausbringung von mit Anschlägen versehenen Stützgliedern erreicht, da in dem

Vulkanisationswerkzeug eine höhere, beispielsweise die doppelte, Anzahl an

Kavitäten zur Verfügung steht. Außerdem kann eine Kostenersparnis auch daher rühren, dass eine durchaus vorkommende fehlerhafte Vulkanisation nicht gleich dazu führt, dass das Stützglied zum Ausschuss wird. Die lösbare Verbindung zwischen Tragelement und Trägerplatte wirkt sich darüber hinaus im Entwicklungsprozess und hier insbesondere in der Abstimmungsphase positiv aus, da Trägerelemente mit unterschiedlichem Elastomermaterial, das beispielsweise in der Shore-Härte variiert, auf einfache Weise ausgetauscht werden können.

Weitere vorteilhafte Ausführungen des Aggregatlagers ergeben sich aus den

Unteransprüchen. Eine haltbare Verbindung zwischen Tragelement und Stützglied wird bei einer vorteilhaften Ausführung dadurch erreicht, dass das Tragelement in

Gebrauchsstellung mit zumindest einem Bereich des Stützglieds mindestens einen Formschluss bildet, bei dessen Ineinandergreifen durch einen oder mehrere Bereiche des Tragelements mit solchen des Stützglieds die Lösebewegung der beiden

Verbindungspartner in wenigstens eine Richtung gesperrt wird.

In einer vorteilhaften Ausführung kann hierbei das Tragelement mit einem oder einer Mehrzahl Vorsprünge versehen sein, die in an dem Stützglied befindliche

Ausnehmungen greift bzw. greifen und/oder umgekehrt. Die Umkehrung bedeutet die Ausbildung des oder der Vorsprünge an dem Stützglied.

Zweckmäßigerweise haben bei Weiterbildungen des Aggregatlagers die Vorsprünge im Querschnitt eine geometrische Form, die sich einfach realisieren lässt, die notwendigen Flächen zur Bildung des Formschlusses zur Verfügung stellt und an einem Formwerkzeug zur Herstellung von Tragelementen keine Hinterschneidungen notwendig macht. Gleichermaßen kann auf die Hinterschneidungen auch bei den Werkzeugen zur Herstellung von Stützgliedern, die beispielsweise aus einem

Aluminium-Druckguss bestehen, verzichtet werden. Solche geometrischen Formen können im Querschnitt beispielsweise kreuzförmig oder dreieckig ausgebildet sein.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung können die Vorsprünge ihren Querschnitt über ihre Erstreckung ändern, insbesondere sich in Vorspringrichtung verjüngen, so dass sie sich beispielsweise konisch in Richtung der zugehörigen Werkzeugschräge des Herstellwerkzeugs erstrecken, was die anschließende Entformung begünstigt. So können die Vorsprünge beispielsweise mit einem dreieckigen, sich in

Vorspringrichtung verjüngenden Querschnitt in entsprechende Ausnehmungen eingreifen. Mit einer Mehrzahl solcher Vorsprünge, die einander benachbart angeordnet im Querschnitt etwa ein Viereck bilden, kann eine Art Wabenstruktur ausgebildet werden, bei der die mehrfache flächige Anlage der Flächen des

Tragelements an denen des Stützglieds eine bessere Kraftverteilung gewährleistet. Diese Wabenstruktur oder auch eine andere geeignete Struktur kann auch eine Art Einfädelhilfe bei der Anordnung des Tragelements an dem Stützglied bilden. Bei einer anderen, der Lösebewegung des Tragelements von dem Stützglied vorteilhaft entgegenwirkenden Ausführungsform des Aggregatlagers kann das Tragelement in Gebrauchsstellung zumindest an zwei gegenüberliegenden

Seitenflächen des Stützglieds flächig anliegen und gegen diese vorgespannt sein. Hierdurch können die Seitenflächen zum einen einer Bewegung parallel zu ihrer Normalen entgegenwirken, durch die Vorspannung der Anlageflächen des

Tragelements kann aber auch ein Kraftschluss gebildet sein, der eine Bewegung parallel zu der Seitenfläche des Stützglieds hemmt.

Eine Ausführungsform des Aggregatlagers kann darin bestehen, dass zumindest ein Abschnitt des Stützglieds eine im Wesentlichen viereckige Kontur aufweist und das Tragelement diesen Abschnitt an drei Seiten sowie an Eckbereichen übergreift, die eine unbedeckte Seite begrenzen, so dass bei an dem Stützglied angeordnetem Tragelement für dieses durch das Übergreifen in den Eckbereichen auch eine Art Transportsicherung gebildet ist, die das Tragelement mit den Anschlägen

verliersicher an dem Stützglied hält.

Das Stützglied kann allgemein über seine Längs- und Quererstreckung mit

Querschnittänderung versehen sein, die jeweils Flächen zur Bildung eines

Formschlusses darstellen können.

Bei einer anderen Ausführungsform des Aggregatlagers weist das Tragelement eine dem überdeckten Abschnitt des Stützglieds entsprechende oder von dieser abweichende Kontur auf, so dass sich eine höhere Abstimm- und Variantenflexibilität durch Austausch des jeweiligen Tragelements ergeben kann, die sich wiederum auch auf die Konturen der elastomeren Anschläge auswirken kann, die ihrerseits dann flexibler gestaltbar sind. Je nach Aufbau des Stützglieds ergibt sich gegebenenfalls auch die Möglichkeit, ein Teil von dessen Körpervolumen durch das Tragelement zu ersetzen, so dass dann mit Anordnung des Tragelements in Gebrauchsstellung vorteilhaft auch eine Gewichtsreduktion einhergeht.

Zweckmäßigerweise bilden bei einer Weiterbildung des Aggregatlagers die elastomeren Anschläge einen gemeinsamen Anschlagskörper, welcher das Tragelement in Gebrauchsstellung, in welcher es mit dem Stützglied verbunden ist, vollständig einfasst. Hierbei können die jeweiligen Ränder von Anschlagskörper und Tragelement an dem Stützglied bündig abschließen. Der Anschlagskörper selbst kann hierbei als Teil des Lagerkörpers angesehen werden, an welchem sich das Stützglied gegen das Lagergehäuse abstützt.

Bei einer anderen Ausführung des Aggregatlagers kann das Tragelement aus einem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet sein. Diese Ausführung ist vorteilhaft, insbesondere mit Blick auf eine fettfreie Produktion des Tragelements und auf ein direktes Aufbringen von Haftmittel. Auf diese Art lässt sich das Tragelement einfach und kostengünstig mittels entsprechender Werkzeuge in einem Spritzgießverfahren herstellen. Bevorzugt kann der betreffende Kunststoff aus einem Polyamid gebildet sein, das aufgrund seiner Eigenschaften mit hoher Festigkeit und Zähigkeit sowie seiner chemischen Beständigkeit einen gut geeigneten Konstruktionswerkstoff für das Tragelement bildet. Es sind aber auch andere Werkstoffe wie beispielsweise Polysulfide, Polysulfone, Polyimide oder Polyketone denkbar.

Das vorstehend erwähnte Problem wird auch gelöst durch ein Verfahren zur

Herstellung eines Aggregatlagers, insbesondere eines Aggregatlagers wie es vorstehend bereits beschrieben wurde, nämlich mit einem elastomeren Lagerkörper, welcher in einem zumindest an einer Seite mit einer Öffnung versehenen, starren Lagergehäuse aufgenommen wird, wobei durch die zumindest eine Öffnung wenigstens ein Stützglied greift, welches sich an dem Lagerkörper gegen das Lagergehäuse abstützt, und wobei durch Beaufschlagung des Stützglieds

verursachte Relativbewegungen des Lagerkörpers gegenüber dem Lagergehäuse entlang von drei zueinander orthogonalen Erstreckungsrichtungen des Lagerkörpers beidseits einer Ruhelage der jeweiligen Relativbewegung durch zwischen dem Lagergehäuse und dem Stützglied angeordnete elastomere Anschläge begrenzbar sind. Das betreffende Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die elastomeren Anschläge zunächst mit einem Tragelement dauerhaft verbunden werden und der entstandene Verbund anschließend mit einem Abschnitt des Stützglieds lösbar verbunden wird. Hierdurch wird die Stützfunktion des Stützglieds für das Aggregat von der Tragfunktion für die elastomeren Anschläge eines oder mehrerer Anschlagkörper, die gegebenenfalls auch dem Lagerkörper des Aggregatlagers zugeordnet sein können, entkoppelt.

Bei einer vorteilhaften Variante des Verfahrens kann ein aus den elastomeren Anschlägen gebildeter Anschlagskörper unter Auftrag ung eines Haftmittels direkt auf das Tragelement aufgebracht werden, um anschließend vulkanisiert zu werden. Die Vulkanisation des Anschlagkörpers findet also ohne das Stützglied statt. Es ist auch denkbar, mehrere Anschläge oder Anschlagkörper in dem gleichen Vorgang an das Tragelement zu vulkanisieren.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen in der

Zeichnung näher erläutert. In teilweise schematisierter Darstellung zeigen hierbei die

Fig.1 eine perspektivische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels mit Stützglied und oberhalb davon befindlichem Tragelement;

Fig.2 eine perspektivische Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels mit Stützglied und oberhalb davon befindlichem Tragelement, an welchem ein Anschlagskörper mit Anschlägen angeordnet ist;

Fig.3 eine perspektivische Ansicht von schräg unten auf ein Ausführungsbeispiel mit einem Stützglied, oberhalb dessen ein Tragelement angeordnet ist, an dem man Vorsprünge und Ausnehmungen zum Ineinandergreifen mit

komplementären Bereichen des Stützglieds erkennt;

Fig.4 eine perspektivische Ansicht von schräg oben auf ein Tragelement aus den Fig. 1 bis 3;

Fig.5 eine perspektivische Seitenansicht auf die Unterseite eines Tragelements aus den Fig. 1 oder 3;

Fig.6 eine perspektivische Seitenansicht auf die Unterseite eines Tragelements aus Fig. 2. In den Fig. 1 bis 3 erkennt man die einem nicht in größerer Detailgenauigkeit dargestellten, im Ganzen mit 1 bezeichneten Aggregatlager zugeordneten

Komponenten eines Stützgliedes 2 und ein aus einem thermoplastischen Kunststoff gebildetes Tragelement 3, das mit dem Stützglied 2 lösbar verbindbar ist. Nur in der Fig. 2 ist dabei ein Anschlagkörper 4' zu erkennen, der an das Tragelement 3 anvulkanisiert ist und dieses für den Betrachter erkennbar zumindest nach Vorder-, Rück- und Oberseite vollständig überdeckt und gleichzeitig einen Teil eines nicht weiter dargestellten Lagerkörpers 4 bildet, an dem sich die für den Betrachter an der unteren Seite des Stützglieds 2 befindliche Stützfläche 10 in den Fig. 1 bis 3 abstützt. Es ist also zwischen dem Stützglied 2 und den elastomeren Anschlägen 1 1 , 12, 13 des Lagerkörpers 4, die den Anschlagkörper 4' bilden, ein gemeinsames

Tragelement 3 angeordnet, welches das Stützglied 2 von allen elastomeren

Anschlägen 1 1 , 12, 13 in X-, Y-, bzw. Z-Richtung zugleich beabstandet. In zumindest einer Auslenkungsrichtung aus einer Ruhelage bezüglich der jeweiligen

Bewegungsrichtung ist dabei in der Fig. 2 zumindest ein Anschlag zu erkennen, wobei der Anschlag 12 in Y-Richtung durch Eingriff eines nicht weiter dargestellten Abschnitts des ebenfalls nicht zu erkennenden Lagergehäuses die Auslenkung in beide Auslenkungsrichtungen dieser Bewegungsrichtung begrenzt. In der Fig. 2 kann man weiter erkennen, dass die elastomeren Anschläge 1 1 , 12, 13 einen

gemeinsamen Anschlagskörper 4' bilden, der das Tragelement 3 in

Gebrauchsstellung nach außen vollständig einfasst.

Bei Betrachtung des Stützglieds 2 in den drei Darstellungen der Fig. 1 bis 3 erkennt man in dessen für den Betrachter rechtem Abschnitt drei in etwa stirnseitige Ösen 5 zur zumindest mittelbaren Verbindung des Stützgliedes 2 mit einem Abschnitt eines nicht weiter dargestellten Aggregats, insbesondere eines Verbrennungsmotors oder einer Antriebseinheit aus Verbrennungsmoter und Getriebe. Sich in der Betrachtung nach links wendend, verjüngt sich der Querschnitt des Stützglieds 2, und geht in einen quaderförmigen Abschnitt 6 über, an dessen linker Stirnseite ein von der Seite gesehen U-Profil-artiger Abschnitt 7 das Stützglied 2 begrenzt. Der quaderförmige Abschnitt 6 weist dabei vier in einer Art Wabenstruktur zu einem Viereck gruppierte, für den Betrachter an der Oberseite des Abschnitts 6 angeordnete, dreieckige

Ausnehmungen 8 auf. Diese Ausnehmungen 8 bilden Eingriffe für die an dem Tragelement 3 ausgebildeten, komplementären Vorsprünge 9, 9', die in die

Ausnehmungen 8 in Gebrauchsstellung eingreifen und deren Wände mit den ihnen gegenüber benachbarten Ausnehmungswänden einen Formschluss bilden. Die Vorsprünge 9 gemäß Fig. 1 und 3 sind Pyramidenstumpf-artig ausgebildet. Das Tragelement 3 gemäß Fig. 2 weist zu diesen verschieden ausgebildete, nämlich mit einem kreuzförmigen Querschnitt versehene, in einer regelmäßigen 2 x 2 Formation gruppierte Vorsprünge 9' auf, die entsprechende Ausnehmungen an einem nicht gezeigten Stützglied 2 notwendig machen. Man erkennt überdies zum einen, dass in den Fig. 1 bis 3 die Kontur des Tragelements 3 weitgehend der Vorgabe durch das Stützglied 2 bzw. deren überdeckter Abschnitte 6, 7 folgt, wozu auch gehört, dass an der linken Stirnseite des Stützglieds 2 ein zungenförmiger, nach oben ragender Vorsprung 14 in eine komplementäre Ausnehmung 15 des Tragelements 3 greift. Auch dieser Vorsprung 14 weist eine geometrische Form, nämlich die eines

Trapezes, auf, die sich per se verjüngt, und zwar hier gerade wiederum in

Vorspringrichtung.

Schließlich ergibt sich aus den Fig. 1 bis 3 auch, dass ein Abschnitt 6 des Stützglieds 2 eine im Wesentlichen viereckige Kontur aufweist und das Tragelement 3 diesen Abschnitt 6 an drei Seiten sowie an Eckbereichen übergreift, die eine unbedeckte Seite begrenzen, wobei die unbedeckte Seite die Stützfläche 10 aufweist. Der unbedeckten Seite an dem Stützglied 2 gegenüberliegend greifen die Vorsprünge 9, 9 ' des Tragelements 3 in die Ausnehmungen 8. Hierbei liegt das Tragelement 3 in Gebrauchsstellung zumindest an zwei gegenüberliegenden Seitenflächen des Stützglieds 2 flächig an und ist gegen diese vorgespannt, so dass an den

Seitenflächen des quaderförmigen Abschnitts 6 ein Kraftschluss gebildet ist.

Die zu dem Tragelement 3 beschriebenen Umstände erkennt man nochmals in den Fig. 4 und 5, nämlich im Wesentlichen die beiden das Stützglied 2 einfassenden Abschnitte 6', 7' und den Eingriff 15 für den stirnseitig an dem Stützglied 2

angeordneten, in etwa quer zur Längserstreckung des Stützglieds 2 für den

Betrachter nach oben vorspringenden Vorsprung 14. Genauer erkennt man in den Fig. 4 und 5, dass an den beiden unteren Enden der Seitenwangen 16 des Tragelements 3 über deren Länge Rastnasen 18 auf einander zu weisen, die die Eckbereiche des Stützglieds 2 an dessen unbedeckter Seite übergreifen.

Wie in Fig. 6 gut zu erkennen ist, sind die mit kreuzförmigem Querschnitt

ausgebildeten Vorsprünge 9' einstückig mit dem Tragelement 3 verbundenen. Die gilt ebenfalls für die Pyramidenstumpf-artig ausgebildeten Vorsprünge 9 gemäß Fig. 1 und 3.

Dementsprechend betrifft die vorstehend beschriebene Erfindung ein Aggregatlager

1 mit einem elastomeren Lagerkörper 4, welcher in einem zumindest an einer Seite mit einer Öffnung versehenen, starren Lagergehäuse aufgenommen ist, wobei durch die zumindest eine Öffnung wenigstens ein Stützglied 2 greift, welches sich an dem Lagerkörper 4 gegen das Lagergehäuse abstützt, und wobei durch Beaufschlagung des Stützglieds 2 verursachte Relativbewegungen des Lagerkörpers 4, gegenüber dem Lagergehäuse entlang von drei zueinander orthogonalen

Erstreckungsrichtungen X, Y, Z des Lagerkörpers 4, beidseits einer Ruhelage der jeweiligen Relativbewegung durch zwischen dem Lagergehäuse und dem Stützglied

2 angeordnete elastomere Anschläge 1 1 , 12, 13 des Lagerkörpers 4 begrenzbar sind. Um ein Elastomerlager zur Verfügung zu haben, das bekannte Nachteile reduziert oder vermeidet und derart schneller und günstiger herzustellen ist, ist zwischen dem Stützglied 2 und den elastomeren Anschlägen 1 1 , 12, 13 des

Lagerkörpers 4, ein gemeinsames Tragelement 3 angeordnet, welches das

Stützglied 2 von allen elastomeren Anschlägen 1 1 , 12, 13 zugleich beabstandet.

Bezuqszeichen Aggregatlager

Stützglied

Tragelement

Lagerkörper

' Anschlagkörper

Öse

, 6', 6" Abschnitt von Stützglied, Tragelement, Anschlagskörper mit jeweils in etwa quaderförmigem Querschnitt

, 7', 7" Abschnitt von Stützglied, Tragelement, Anschlagskörper mit jeweils in etwa

U-Profil-artigem Querschnitt

Ausnehmung

,9' Vorsprung

0 Stützfläche

1 Anschlag in X-Richtung

2 Anschlag in Y-Richtung

3 Anschlag in Z-Richtung

4 stirnseitiger Vorsprung des Stützglieds

5 komplementärer Eingriff des Tragelements zu 14

6 Seitenwange des Tragelements

8 Rastnase