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Patent Searching and Data


Title:
UNIVERSAL PHOTOGRAPHIC SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/045431
Kind Code:
A1
Abstract:
Photographic film, consisting of a film sheet with at least two segments of film materials arranged one after the other in longitudinal direction and having different photosensitivity, a recognition device for identifying the photosensitivity of the corresponding film material and a display device for displaying the exposed areas of the film sheet.

Inventors:
HADELER BERND (DE)
Application Number:
PCT/DE1999/000607
Publication Date:
September 10, 1999
Filing Date:
March 01, 1999
Export Citation:
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Assignee:
BREMAPHOT BIEDEBACH & CO GMBH (DE)
HADELER BERND (DE)
International Classes:
G03B7/24; G03B17/18; G03B19/06; G03C1/765; G03C11/02; (IPC1-7): G03C1/765; G03B7/24; G03B17/42; G03B19/06; G03C11/02
Foreign References:
US4391902A1983-07-05
EP0416519A21991-03-13
US4437742A1984-03-20
EP0362892A11990-04-11
DE4003391A11990-08-09
US5247322A1993-09-21
Attorney, Agent or Firm:
BOEHMERT & BOEHMERT (Hollerallee 32 Bremen, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Photographischer Film (10), bestehend aus einem Filmstreifen mit mindestens zwei in seiner Längserstreckung hintereinander angeordneten Abschnitten (14, 16) aus Filmmaterialien mit unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten, einer Kennungseinrichtung (26) zur Identifizierung der Lichtempfindlichkeit des jeweiligen Filmmaterials, und einer Anzeigeeinrichtung (28) zur Anzeige belichteter Bereiche des Filmstreifens.
2. Film nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch drei Abschnitte (14,16,18) aus Filmmateria lien mit unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten.
3. Film nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Lichtempfindlich keiten 1 : 2 : 4 beträgt.
4. Film nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Abschnitte (14,16 und 16,18) aus Filmmaterialien mit unterschiedlichen Lichtempfind lichkeiten miteinander verschweißt sind.
5. Film nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Film streifen an seinen beiden Längsseiten jeweils eine Perforation (20,22) zum Filmtransport aufweist.
6. Film nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennungseinrichtung zwischen einer der Perforationen (20) und einem Belichtungsfeld (24) angeordnet ist.
7. Film nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ken nungseinrichtung (26) eine Kodierung der Lichtempfindlichkeiten der Filmmaterialien um faßt.
8. Film nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ken nungseinrichtung (26) eine Kodierung des Anfangs und des Endes eines jeweiligen Ab schnittes (14,16,18) umfaßt.
9. Film nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierung eine Strichko dierung it.
10. Film nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeein richtung (28) zwischen einer der Perforationen (20 oder 22) und dem Belichtungsfeld (24) angeordnet ist.
11. Film nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeein richtung (28) auf derselben Längsseite wie die Kennungseinrichtung (26) zwischen einer der Perforationen (20 oder 22) und dem Belichtungsfeld (24) angeordnet ist.
12. Film nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (28) neben der Kennungseinrichtung (26) angeordnet ist.
13. Film nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (28) in der Aufbaurichtung der Filmmaterialien über der Kennungseinrichtung (26) liegt.
14. Film nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzei geeinrichtung (28) eine auf Licht mit Schwärzung reagierende Schicht ist.
15. Film nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Film streifen die Abmessungen eines APS (Advanqed PhotoSystem)Films aufweist.
16. Film nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmstreifen die Abmessungen eines Kleinbildfilms aufweist.
17. Film nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Fimstreifen die Abmessungen eines Mitteloder GroßformatFilms aufweist.
18. Film nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er in einem Standard C41 FarbnegativProzeß entwickelbar ist.
19. Film nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß er in einem Stan dard E6 FarbumkehrfilmProzeß entwickelbar ist.
20. Photographische Kamera, mit einer Filmtransporteinrichtung für einen in die Kamera eingelegten photographischen Film, einer BildmotivhelligkeitMeßeinrichtung, einer LichtempfindlichkeitLeseeinrichtung zur Erkennung der Lichtempfindlichkeit eines zur Belichtung anstehenden Abschnittes des photographischen Films, einer BelichtungszustandDetektionseinrichtung zur Detektion des Belichtungszustands des Abschnittes und einer Ansteuereinrichtung zur manuell wählbaren oder bei Überoder Unterschreiten eines oberen bzw. unteren Grenzwertes für die Bildmotivhelligkeit durch den von der Bild motivhelligkeitMeßeinrichtung gemessenen Bildmotivhelligkeitswert automatischen Abgabe eines Ansteuersignals an die Filmtransporteinrichtung zum Transport des Films zu einem von der BelichtungszustandDetektionseinrichtung als unbelichtet detektierten Abschnitt mit einer von der LichtempfindlichkeitLeseeinrichtung erkannten anderen Filmlichtempfindlichkeit.
21. Kamera nach Anspruch 20, gekennzeichnet durch eine Abschnittsanfangundende Detektionseinrichtung zur Detektion des Anfangs und des Endes eines jeweiligen Abschnitts.
22. Kamera nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuereinrichtung von einem manuellen Betrieb auf einen Automatikbetrieb und umgekehrt umschaltbar ist.
23. Kamera nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtemp findlichkeitLeseeinrichtung mindestens eine Photozelle oder mindestens eine Photodiode umfaßt.
24. Kamera nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Belich tungszustandDetektionseinrichtung mindestens eine Photozelle oder mindestens eine Photo diode umfaßt.
25. Kamera nach einem der Ansprüche 20 bis 24, gekennzeichnet durch eine Alarmeinrich tung zur Abgabe eines optischen oder akustischen Alarmsignals bei von der Belich tungszustandDetektionseinrichtung detektierter vollständiger Belichtung des manuell ge wählt oder automatisch zur Filmbühne transportierten Abschnitts mit einer anderen Filmlicht empfindlichkeit.
26. System aus einem photographischen Film nach einem der Ansprüche 1 bis 19 und einer photographischen Kamera nach einem der Ansprüche 20 bis 25.
Description:
"Universelles Photo-System" Die vorliegende Erfindung betrifft einen photographischen Film, eine photographische Kame- ra und ein System aus beiden.

Herkömmliche photographische Filme, wie z. B. Schwarzweiß-Negativfilme und Farbnegativ- und-umkehrfilme, gibt es in unterschiedlichen Filmformaten, wie z. B. Mittel-und Format- format, Kleinbild-und APS (Advanced Photo System)-Format, sowie mit unterschiedlichen Anzahlen von Bildaufnahmen, z. B. 12,24 und 36 Aufnahmen. Die Filme weisen jedoch eine einheitliche Lichtempfindlichkeit über ihre gesamte Länge auf. Dies ist nachteilig, da die Lichtverhältnisse über einen Tag deutlich unterschiedlich sind. Vor dem Kauf eines Films muß sich daher ein Kunde entscheiden, ob er einen Film kauft, der relativ hochauflösend und eine geringe Kömigkeit aufweist, aber im Prinzip nur in der Mittagszeit bei relativ hoher Lichtstärke einsetzbar ist, oder einen lichtempfindlichen und damit für die Morgen-und Abendstunden geeigneten Film kauft, der eine geringere Auflösung und eine höhere Körnig- keit aufweist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Photo-System bereitzustellen, das uni- versell, d. h. bei vielen verschiedenen Lichtverhältnissen zur Aufnahme von Photos geeignet ist.

Die vorliegende Aufgabe wird gelöst durch einen photographischen Film, bestehend aus ei- nem Filmstreifen mit -mindestens zwei in seiner Längserstreckung hintereinander angeordneten Abschnitten aus Filmmaterialien mit unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten, -einer Kennungseinrichtung zur Identifizierung der Lichtempfindlichkeit des jeweiligen Filmmaterials, und -einer Anzeigeeinrichtung zur Anzeige belichteter Bereiche des Filmstreifens.

Diese Aufgabe wird zudem gelöst durch eine photographische Kamera mit -einer Filmtransporteinrichtung für einen in die Kamera angelegten photographischen Film, -einer Bildmotivhelligkeit-Meßeinrichtung, -einer Lichtempfindlichkeit-Leseeinrichtung zur Erkennung der Lichtempfindlichkeit eines zur Belichtung anstehenden Abschnittes des photographischen Films, -einer Belichtungszustand-Detektionseinrichtung zur Detektion des Belichtungszustands des Abschnittes und -einer Ansteuereinrichtung zur manuell wählbaren oder bei Über-oder Unterschreiten eines oberen bzw. unteren Grenzwertes für die Bildmotivhelligkeit durch den von der Bild- motivhelligkeit-Meßeinrichtung gemessenen Bildmotivhelligkeitswert automatischen Abgabe eines Ansteuersignals an die Filmtransporteinrichtung zum Transport des Films zu einem von der Belichtungszustand-Detektionseinrichtung als unbelichtet detektierten Abschnitt mit einer von der Lichtempfindlichkeit-Leseeinrichtung erkannten anderen Filmlichtempfindlichkeit.

Dabei können drei Abschnitte aus Filmmaterialien mit unterschiedlichen Lichtempfindlich- keiten vorgesehen sein.

Insbesondere kann vorgesehen sein, daß das Verhältnis der Lichtempfindlichkeit 1 : 2 : 4 be- trägt. So können z. B. die Lichtempfindlichkeiten der drei Abschnitte 100 ASA, 200 ASA und 400 ASA betragen.

Vorzugsweise sind benachbarte Abschnitte aus Filmmaterialien mit unterschiedlichen Licht- empfindlichkeiten miteinander verschweißt.

Günstigerweise weist der Filmstreifen an seinen beiden Längsseiten jeweils eine Perforation zum Filmtransport auf.

Dabei kann vorgesehen sein, daß die Kennungseinrichtung zwischen einer der Perforationen und einem Belichtungsfeld angeordnet ist.

Vorteilhafterweise umfaßt die Kennungseinrichtung eine Kodierung der Lichtempfindlich- keiten der Filmmaterialien.

Außerdem kann vorgesehen sein, daß die Kennungseinrichtung eine Kodierung des Anfangs und des Endes eines Abschnittes umfaßt.

Günstigerweise ist die Kodierung eine Strichkodierung.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die Anzeigeeinrichtung zwi- schen einer der Perforationen und dem Belichtungsfeld angeordnet.

Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, daß die Anzeigeeinrichtung auf derselben Längs- seite wie die Kennungseinrichtung zwischen einer der Perforationen und dem Belichtungsfeld angeordnet ist.

Dabei kann vorgesehen sein, daß die Anzeigeeinrichtung neben der Kennungseinrichtung angeordnet ist.

Alternativ kann vorgesehen sein, daß die Anzeigeeinrichtung in der Aufbauvorrichtung der Filmmaterialien über der Kennungseinrichtung liegt.

Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die Anzeigeeinrichtung eine auf Licht mit Schwärzung reagierende Schicht.

Weiterhin kann vorgesehen sein, daß der Filmstreifen die Abmessungen eines APS-Films aufweist.

Andererseits kann auch vorgesehen sein, daß der Filmstreifen die Abmessungen eines Klein- bildfilms aufweist.

Wiederum kann auch vorgesehen sein, daß der Filmstreifen die Abmessungen eines Mittel- oder Großformat-Films aufweist. Derartige Filme werden als Rollfilme (für Fachkameras) bezeichnet.

Weiterhin kann vorgesehen sein, daß er in einem Standard C41 Farbnegativ-Prozeß entwik- kelbar ist.

Andererseits kann auch vorgesehen sein, daß der Film in einem Standard E6 Farbumkehrfilm- Prozeß entwickelbar ist.

Bei der photographischen Kamera kann vorgesehen sein eine Abschnittsanfang-und-ende- Detektionseinrichtung zur Detektion des Anfangs und des Endes eines jeweiligen Abschnitts.

Günstigerweise ist die Ansteuereinrichtung von einem manuellen Betrieb auf einen Automa- tikbetrieb und umgekehrt umschaltbar.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Lichtempfindlichkeit- Leseeinrichtung mindestens eine Photozelle oder mindestens eine Photodiode.

Außerdem kann vorgesehen sein, daß die BelichtungszustandDetektionseinrichtung minde- stens eine Photozelle oder mindestens eine Photodiode umfaßt.

Günstigerweise umfaßt die Kamera eine Alarmeinrichtung zur Abgabe eines optischen oder akustischen Alarmsignals bei von der Belichtungszustand-Detektionseinrichtung detektierter vollständiger Belichtung des manuell gewählt oder automatisch zur Filmbühne transportierten Abschnitts mit einer anderen Filmlichtempfindlichkeit.

Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß durch das Vorsehen von Ab- schnitten mit unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten und einer entsprechenden Lichtemp- findlichkeitskennung sowie Belichtungsanzeige ein bei sehr unterschiedlichen Lichtverhält- nissen, d. h. universell einsetzbarer Film bereitgestellt wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachstehenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel anhand der schematischen Zeichnungen im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt : Fig. 1 eine Ausfiihrungsform des erfindungsgemäßen photographischen Films in aus einer Filmpatrone herausgezogenem Zustand, wobei der Filmstreifen aus Platzgründen untereinan- der und der Übersichtlichkeit halber ohne Perforationen dargestellt ist ; Fig. 2 einen Verbindungsbereich zwischen zwei Abschnitten mit unterschiedlichen Licht- empfindlichkeiten des Films von Fig. 1 ; Fig. 3 einen Ausschnitt aus dem Film von Fig. 1 im Detail ; Fig. 4 den in Fig. 3 gekennzeichneten Ausschnitt stark vergrößert und für drei verschiedene Filmlichtempfindlichkeit-Kodierungen ; und Fig. 5 eine Blende-Belichtungszeit-Kurve für ein Belichtungsprogramm einer photographi- schen Kamera.

Fig. 1 zeigt eine Ausfiihrungsform des erfindungsgemäßen photographischen Films 10 in aus einer Filmpatrone 12 herausgezogenem Zustand, wobei der Filmstreifen aus Platzgründen untereinander und der Übersichtlichkeit halber ohne Perforationen dargestellt ist. Der Film 10 weist drei Abschnitte 14,16,18 (von denen jeweils der Beginn gekennzeichnet ist) aus Film- materialien mit unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten auf. Die Abschnitte 14,16,18 wei- sen als Lichtempfindlichkeit 100 ASA, 200 ASA und 400 ASA auf. Ein Film mit 24 Auf- nahmen kann z. B. Platz für sechs Aufnahmen bei einer Lichtempfindlichkeit von 100 ASA, 12 Aufnahmen bei einer Lichtempfindlichkeit von 200 ASA und sechs Aufnahmen bei einer Lichtempfindlichkeit von 400 ASA aufweisen.

Fig. 2 zeigt schematisch, wie die Abschnitte 14 und 16 bzw. 16 und 18 miteinander verbun- den sind. Die Abschnitte 14 und 16 bzw. 16 und 18 werden durch eine moderne Ver- schweißung an den Schnittstellen zu einem durchgängigen Film zusammengesetzt. Jedes Ab- schnittende wird hierfür leicht abgeschrägt und mit dem nächsten, auch wiederum abge- schrägten Abschnitt übereinandergelegt. Durch eine Wärmeverschweißung werden dann bei- de Abschnitte zusammengefügt.

Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus dem Film von Fig. l im Detail. Der Film 10 weist eine obere Perforation 20 und eine untere Perforation 22 auf. Zwischen den beiden Perforationen 20,22 befindet sich ein Belichtungsfeld 24. Wiederum zwischen der oberen Perforation 20 und dem Belichtungsfeld 24 befindet sich eine Kennungseinrichtung 26 zur Identifizierung der Licht- empfindlichkeit des jeweiligen Filmmaterials und eine Anzeigeeinrichtung 28 zur Anzeige belichteter Bereiche des Filmstreifens. Die Anzeigeeinrichtung 28 besteht aus einer lichtemp- findlichen, chemischen Schicht, die über der Kennungseinrichtung 26 liegt. Die Schicht rea- giert auf Licht in der Art, daß sie sich sofort, auch bei kleinen Lichtmengen, schwarz verfärbt.

Das heißt, wenn nun Licht bei einer Aufnahme (Belichtung) auf den noch unbenutzten Fil- mabschnitt fallt, wird die darunter befindliche Kennungseinrichtung 26 nicht mehr lesbar.

Fig. 4 zeigt den in Fig. 3 gekennzeichneten Ausschnitt stark vergrößert und untereinander Kodierungen für drei unterschiedliche Lichtempfindlichkeiten. Die Kennungseinrichtung 26 besteht aus einer Schwarz/Weiß-Kodierung. Fig. 4 zeigt von oben nach unten die Kodierung über genau ein Bildformat der Lichtempfindlichkeiten von 100 ASA, 200 ASA und 400 ASA.

Nachfolgend soll das universelle Photo-System, das aus dem erfindungsgemäßen photogra- phischen Film und der erfindungsgemäßen photographischen Kamera besteht, beschrieben werden : Eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemäßen photographischen Kamera weist eine Filmtransporteinrichtung für einen in die Kamera eingelegten photographischen Film, eine Bildmotivhelligkeit-Meßeinrichtung, eine Lichtempfindlichkeit-Leseeinrichtung zur Er- kennung der Lichtempfindlichkeit eines zur Belichtung anstehenden Abschnitts des photogra- phischen Films, eine Belichtungszustand-Detektionseinrichtung zur Detektion des Belich- tungszustands des Abschnitts und eine Ansteuereinrichtung zur wählbaren oder bei Über- oder Unterschreiten eines oberen bzw. unteren Grenzwertes für die Bildmotivhelligkeit durch den von der Bildmotivhelligkeit-Meßeinrichtung gemessenen Bildmotivhelligkeitswert auto- matischen Abgabe eines Ansteuersignals an die Filmtransporteinrichtung zum Transport des Films zu einem von der Belichtungszustand-Detektionseinrichtung als unbelichtet detektierten Abschnitt mit einer von der Lichtempfindlichkeit-Leseeinrichtung erkannten anderen Filmlichtempfindlichkeit auf. Im Automatikbetrieb entscheidet die Kamera selbständig, bei welcher Bildmotivhelligkeit, Blende und Belichtungszeit welcher Filmabschnitt der geeigne- teste ist. Die Kamera entscheidet die Filmabschnittwahl hierbei nach einer festgelegten Wer- tetabelle. Das heißt, wenn die Bildmotivhelligkeit nicht mehr ausreicht, um eine verwack- lungsfreie Aufnahme zu erzielen, wird der Film zu einem Abschnitt mit einer nächsthöheren Filmlichtempfindlichkeit transportiert. Sofern jedoch die Bildmotivhelligkeit so hoch ist, daß selbst kürzere Belichtungszeiten und kleinere Blenden für eine korrekte Belichtung nicht mehr ausreichen, so wird der Film zu einem Abschnitt mit einer geringeren Film- lichtempfindlichkeit transportiert. Hierbei erkennt die Kamera anhand der Kennungseinrich- tung des Films, welche Lichtempfindlichkeit der jeweilige Abschnitt aufweist, und anhand der Anzeigeeinrichtung, welche Bereiche des Abschnitts bereits belichtet sind und welche noch zur Verfügung stehen.

Im manuellen Betrieb läßt sich der entsprechende Filmlichtempfindlichkeitsbereich einzeln anwählen, um so gewollte Blenden-/Belichtungszeit-Kombinationen ausnutzen zu können.

Selbstverständlich erkennt die Kamera hierbei auch, wie im Automatikbetrieb, die bereits belichteten Bereiche.

Bei einer gedachten Lichtmenge von z. B. einem Lichtwert 12 und einer Filmlichtempfind- lichkeit von 100 ASA wäre die optimale Belichtung immer deckungsgleich mit einer in Fig. 5 gezeigten Kurve. Auf der X-Achse ist die Belichtungszeit in Sekunden und auf der Y-Achse die Blende aufgetragen. Belichtungszeiten bzw. Blendenwerte, die außerhalb des markierten Bereiches liegen, sind hierbei nicht erstrebenswert, da zu lange Belichtungszeiten ein Ver- wackeln der Aufnahme zur Folge hätten. Eine zu große Blende wäre ebenfalls nicht wün- schenswert, weil sich hierdurch der Schärfentiefenbereich sehr stark verkürzt. Bei einer intel- ligenten Kamera könnte es nun so aussehen, daß die Meßelektronik feststellt, daß die errech- nete Belichtungseinstellung sich außerhalb des optimalen Bereiches (schraffierter Bereich) befindet. Die Kamera wählt somit einen Filmabschnitt mit einer höheren Lichtempfindlichkeit aus. Hierdurch verschiebt sich die Kurve von Fig. 5 in horizontaler Richtung nach rechts, was wiederum zur Folge hat, daß die daraus resultierenden Belichtungswerte sich wieder im op- timalen Bereich befinden. Durch die Abschnitte mit verschiedenen Filmlichtempfindlichkei- ten entstehen wesentlich weniger Aufnahmemomente, in denen sich eine Programmautomatik für einen außerhalb des optimalen Bereiches liegenden, kritischen Belichtungswert entschei- den muß. Der Weitertransport zu einem geeigneten und noch nicht belichteten Bereich des Filmes geht dabei wie folgt vonstatten. Die Kamera weist eine Photozelle auf, mittels derer eine Kodierung der Kennungseinrichtung des Filmes ausgelesen wird. Diese Kodierung teilt der Kamera lediglich mit, welche Filmlichtempfindlichkeit ein Abschnitt des Filmes aufweist.

Falls die Kamera keinerlei Daten über einem Bildbereich findet, ist durch eine frühere Be- lichtung die lichtempfindliche chemische Schicht geschwärzt worden und somit als"bereits belichtet"gekennzeichnet. Die Kamera transportiert in diesem Fall den Film einfach ein Bild weiter vor und versucht es erneut. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis ein Bereich gefunden wird, in dem die lichtempfindliche chemische Schicht nicht geschwärzt ist und somit die Kennungseinrichtung lesbar macht. Wenn nun die Belichtungsautomatik eine Filmlichtemp- findlichkeit von 200 ASA als optimal errechnet hat und der passende Filmabschnitt nicht mehr zur Verfügung steht, warnt die Kamera den Benutzer. Sofem es der Benutzer wünscht, wird aber dennoch eine Aufnahme gemacht, und zwar mit neu berechneten Blenden-/Zeit- Kombinationen für den noch zur Verfügung stehenden Filmabschnitt. Mit dem universellen Photo-System ist es möglich, mittags im starken Sonnenlicht, Stunden später am Nachmittag mit einem automatisch gewählten, höher empfindlichen Filmabschnitt und am Abend mit einem dritten noch höher empfindlichen Filmabschnitt Aufnahmen auch bei schwachen Lichtverhältnissen mit nur einem einzigen Film perfekt zu erstellen. Der fertig belichtete Film muß keiner speziellen Entwicklung unterzogen werden, sondem kann unge- achtet der Filmlichtempfindlichkeit in einem Standard-Prozeß entwikelt werden.

Die in der vorangehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offen- barten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausflihrungsfonnen wesentlich sein.




 
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