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Patent Searching and Data


Title:
VEHICLE TYRE WITH TRANSVERSE RIBS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/052741
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a vehicle tyre (1) with transverse ribs, and to a method, to a computer program with instructions and to a device for designing a vehicle tyre (1) of said type. The vehicle tyre (1) has a tread profile with profile bands (2) which are separated from one another by circumferential channels (3) and with transverse ribs (4) which are arranged in the circumferential channels (3). The transverse ribs (4) are in this case designed to influence air flows that occur at the vehicle tyre (1) during driving operation, in such a way that noises resulting from the air flows are distributed over a broad frequency spectrum.

Inventors:
PANG-JIAN-XIANG EDWIN - C/O CONTINENTAL AG (DE)
GLEESON RUAIDHRI - C/O CONTINENTAL AG (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/074259
Publication Date:
March 25, 2021
Filing Date:
September 01, 2020
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH (DE)
International Classes:
B60C11/04; B60C11/13; B60C11/24
Foreign References:
US2701598A1955-02-08
US4353402A1982-10-12
US2254778A1941-09-02
EP2165857A12010-03-24
DE102009003592A12010-09-16
JP2002219909A2002-08-06
DE102017207596A12018-11-08
EP0989000A22000-03-29
DE102017207945A12018-11-15
Attorney, Agent or Firm:
FINGER, Karsten (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Fahrzeugreifen (1) mit einem Laufstreifenprofil mit durch Umfangsrillen (3) voneinander getrennten Profilbändern (2) und mit in den Umfangsrillen (3) angeordneten Querrippen (4), wobei die Querrippen (4) ausgebildet sind, während eines Fährbetriebs am Fahrzeugreifen (1) auftretende Luftströmungen so zu beeinflussen, dass aus den Luftströmungen resultierende Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt werden.

2. Fahrzeugreifen (1) gemäß Anspruch 1, wobei die Geräusche homogen über das breite Frequenzspektrum verteilt werden.

3. Fahrzeugreifen (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Querrippen (4) zumindest zum Teil unterschiedliche Höhen (Hi) in Bezug auf einen Rillengrund (30), unterschiedliche Längen (Li) in Umfangsrichtung oder unterschiedliche Abstände (Di) in Umfangsrichtung aufweisen.

4. Fahrzeugreifen (1) gemäß Anspruch 3, wobei ein Verhältnis von Abständen (Di) aufeinanderfolgender Querrippen (4) innerhalb einer Umfangsrille (3) im Bereich von 1 bis 3 liegt.

5. Fahrzeugreifen (1) gemäß Anspruch 3 oder 4, wobei ein Verhältnis von Abständen (Di) aufeinanderfolgender Querrippen (4) in benachbarten Umfangsrillen (3) im Bereich von 1 bis 3 liegt.

6. Fahrzeugreifen (1) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die Querrippen (4) eine Länge (Li) im Bereich von 5 mm bis 60 mm aufweisen.

7. Fahrzeugreifen (1) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei die Querrippen (4) eine Höhe (Hi) im Bereich von 1,6 mm bis 3,2 mm aufweisen. 8. Fahrzeugreifen (1) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei die Querrippen (4) eine Breite (Bi) im Bereich von 2% bis 10% der Breite (B) des Laufstreifenprofils aufweisen.

9. Fahrzeugreifen (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei zumindest ein Teil der Querrippen (4) als Abriebindikatoren ausgestaltet ist.

10. Verfahren zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens (1), mit den Schritten:

- Auswählen (10) von initialen Parametern von Querrippen (4) eines Laufstreifenprofils des Fahrzeugreifens (1);

- Simulieren (11) von in einem Fährbetrieb des Fahrzeugreifens (1) auftretenden Geräuschen für eine Vielzahl von Abwandlungen der initialen Parameter der Querrippen (4); und

- Bestimmen (12) von Parametern der Querrippen (4), für die die im Fährbetrieb auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt sind.

11. Computerprogramm mit Instruktionen, die bei Ausführung durch einen Computer den Computer zur Ausführung der Schritte des Verfahrens gemäß Anspruch 10 zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens (1) veranlassen.

12. Vorrichtung (20) zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens (1), mit:

- einer Auswahl einheit (22) zum Auswählen (10) von initialen Parametern von Querrippen (4) eines Laufstreifenprofils des Fahrzeugreifens (1); und

- einer Recheneinheit (23) zum Simulieren (11) von in einem Fährbetrieb des Fahrzeugreifens (1) auftretenden Geräuschen für eine Vielzahl von Abwandlungen der initialen Parameter der Querrippen (4) und zum Bestimmen (12) von Parametern der Querrippen (4), für die die im Fährbetrieb auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt sind.

Description:
Beschreibung

Fahrzeugreifen mit Querrippen

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugreifen mit Querrippen sowie ein Verfahren, ein Computerprogramm mit Instruktionen und eine Vorrichtung zum Entwerfen eines solchen Fahrzeugreifens.

Neben Wind- und Motorgeräuschen trägt die Schallabstrahlung der Fahrzeugreifen stark zur gesamten Geräuschemission eines Fahrzeugs bei. Bei einem luftdicht auf einer Felge montierten Fahrzeugreifen, der auf einer Fahrbahn abrollt, entstehen beispielsweise Geräusche durch Vibrationen der im Reifen eingeschlossenen Luft. Diese werden sowohl in den Fahrgastraum als auch an die Umgebung außerhalb des Fahrzeugs übertragen.

Zur Reduzierung solcher Vibrationen beschreibt DE 102017207 596 Al einen Fahrzeugluftreifen mit wenigstens einem in seinem Inneren an der dem Laufstreifen gegenüberliegenden Innenfläche haftend angebrachten Geräuschabsorber. Der wenigstens eine Geräuschabsorber haftet an einem Klebemittel.

Eine weitere Ursache der Schallabstrahlung von Fahrzeugreifen ist das Abrollgeräusch. Dieses wird verursacht durch das Auftreffen des Laufstreifenprofils auf die Fahrbahnoberfläche. Die Gestaltung des Laufstreifenprofils hat dabei einen wesentlichen Einfluss auf sie Schallabstrahlung.

In diesem Zusammenhang beschreibt EP 0 989000 A2 einen Luftreifen für ein Fahrzeug. Der Reifenkörper besteht im Wesentlichen aus zwei Seitenwänden, einer mit Karkassenlagen und ggf. mit Verstärkungselementen versehenen Karkasse, einem aus Gürtellagen und ggf. einer ein- oder mehrteiligen Gürtelbandage, einem mit einem Laufstreifenprofil versehenen Laufstreifen und weiteren Einlagen bestehenden Gürtelpaket, sowie aus zwei mit Wulstkernen versehenen Reifenwülsten. Mindestens innerhalb von Teilbereichen des Reifenkörpers ist eine Vielzahl von Hohlraum- Resonatoren angeordnet, die mit Öffnungen in der Oberfläche des Luftreifens in Verbindung stehen.

Die Laufstreifen von Fahrzeugreifen sind üblicherweise mit Abriebindikatoren versehen, auch als Tread-Wear-Indikatoren (TWI) bezeichnet. Diese dienen dazu, die gesetzliche Mindestprofiltiefe optisch anzeigen. Da es in Hinblick auf die Fahrsicherheit sinnvoll ist, die Reifen bereits vor Erreichen der Mindestprofiltiefe zu wechseln, sind die Abriebindikatoren so ausgestaltet, dass sicherheitsrelevante Zustände rechtzeitig angezeigt werden. Als Bestandteil des Laufstreifens tragen auch die Abriebindikatoren zum entstehenden Abrollgeräusch bei.

In diesem Zusammenhang beschreibt DE 102017207 945 Al einen Fahrzeugreifen mit einem Laufstreifenprofil. Das Laufstreifenprofil weist durch Rillen voneinander getrennte Profilelemente auf, wobei die Rillen in radialer Richtung nach innen durch einen Rillengrund und die Profilelemente in radialer Richtung nach außen durch eine die Bodenkontaktfläche bildende radial äußere Oberfläche begrenzt werden. In den Rillen ist wenigstens ein Abriebindikator ausgebildet, der aus einem aus dem Rillengrund in radialer Richtung nach außen erstreckten Gummiklotz mit einer den Gummiklotz in radialer Richtung nach radial außen hin begrenzenden Fläche und mit einer in der Fläche ausgebildeten, eine Schwelle des Abriebes anzeigenden X-förmigen Linie ausgebildet ist.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Lösungen für eine Reduzierung der im Fährbetrieb eines Fahrzeugreifens auftretenden Geräuschentwicklung bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird durch einen Fahrzeugreifen mit den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 10, durch ein Computerprogramm mit Instruktionen mit den Merkmalen des Anspruchs 11 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung weist ein Fahrzeugreifen ein Laufstreifenprofil mit durch Elmfangsrillen voneinander getrennten Profilbändem und mit in den Elmfangsrillen angeordneten Querrippen auf, wobei die Querrippen ausgebildet sind, während eines Fährbetriebs am Fahrzeugreifen auftretende Luftströmungen so zu beeinflussen, dass aus den Luftströmungen resultierende Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens die Schritte:

- Auswählen von initialen Parametern von Querrippen eines Laufstreifenprofils des Fahrzeugreifens;

- Simulieren von in einem Fährbetrieb des Fahrzeugreifens auftretenden Geräuschen für eine Vielzahl von Abwandlungen der initialen Parameter der Querrippen; und

- Bestimmen von Parametern der Querrippen, für die die im Fährbetrieb auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt sind.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Computerprogramm Instruktionen, die bei Ausführung durch einen Computer den Computer zur Ausführung der folgenden Schritte zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens veranlassen:

- Auswählen von initialen Parametern von Querrippen eines Laufstreifenprofils des Fahrzeugreifens;

- Simulieren von in einem Fährbetrieb des Fahrzeugreifens auftretenden Geräuschen für eine Vielzahl von Abwandlungen der initialen Parameter der Querrippen; und

- Bestimmen von Parametern der Querrippen, für die die im Fährbetrieb auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt sind.

Der Begriff Computer ist dabei breit zu verstehen. Insbesondere umfasst er auch Workstations und andere prozessorbasierte Datenverarbeitungsvorrichtungen. Das Computerprogramm kann beispielsweise für einen elektronischen Abruf bereitgestellt werden oder auf einem computerlesbaren Speichermedium gespeichert sein.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung hat eine Vorrichtung zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens:

- eine Auswahleinheit zum Auswählen von initialen Parametern von Querrippen eines Laufstreifenprofils des Fahrzeugreifens; und

- eine Recheneinheit zum Simulieren von in einem Fährbetrieb des Fahrzeugreifens auftretenden Geräuschen für eine Vielzahl von Abwandlungen der initialen Parameter der Querrippen und zum Bestimmen von Parametern der Querrippen, für die die im Fährbetrieb auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt sind.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird der Ansatz verfolgt, die Querrippen strategisch so zu gestalten und in den Umfangsrillen zu positionieren, dass eine bessere Frequenzverteilung der entstehenden Geräusche erreicht wird. Während durch die Querrippen Luft aus den Umfangsrillen gepresst wird, können durch die Ausgestaltung der Querrippen Störungen im Luftstrom hervorgerufen werden, die indirekt die auftretenden Geräuschfrequenzen beeinflussen. Auf diese Weise ist es möglich, ausgeprägte Peaks im Frequenzspektrum zu reduzieren, sodass diese als weniger störend wahrgenommen werden.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung werden die Geräusche homogen über das breite Frequenzspektrum verteilt. Bei einer homogenen oder zumindest weitgehend homogenen Verteilung sind praktisch keine Peaks mehr vorhanden, die von Personen als störend empfunden werden könnten.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung weisen die Querrippen zumindest zum Teil unterschiedliche Höhen in Bezug auf einen Rillengrund, unterschiedliche Längen in Umfangsrichtung oder unterschiedliche Abstände in Umfangsrichtung auf. Alle diese Parameter sind geeignet, um gezielt Störungen im Luftstrom hervorzurufen und so die gewünschte Verteilung der auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum zu erreichen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Längen der Querrippen in Umfangsrichtung sowie das Verhältnis der Abstände aufeinanderfolgender Querrippen den größten Einfluss auf die Frequenzverteilung haben.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung liegt ein Verhältnis von Abständen aufeinanderfolgender Querrippen innerhalb einer Umfangsrille im Bereich von 1 bis 3. Alternativ oder zusätzlich liegt ein Verhältnis von Abständen aufeinanderfolgender Querrippen in benachbarten Umfangsrillen im Bereich von 1 bis 3. Vorzugsweise weisen die Querrippen dabei eine Länge im Bereich von 5 mm bis 60 mm auf. In Simulationen und Experimenten hat sich gezeigt, dass mit Abstandsverhältnissen und Längen in diesen Bereichen gute Resultate bei der Lärmreduzierung erreicht werden können. Zugleich sind die Wertebereiche ausreichend klein, um den Simulationsaufwand bei der Bestimmung eines geeigneten Satzes von Parametern in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung weisen die Querrippen eine Höhe im Bereich von 1,6 mm bis 3,2 mm auf. Die Mindestprofiltiefe bei PKW-Sommerreifen beträgt in Deutschland 1,6 mm, allerdings ist ein Wechsel der Reifen spätestens bei Profiltiefen von ca. 3 mm empfehlenswert, da sich die Fahreigenschaften, insbesondere bei Nässe, verschlechtern. Weisen die Querrippen nun eine Höhe im Bereich von 1,6 mm bis 3,2 mm auf, so ist es möglich, zumindest einen Teil der Querrippen zugleich als Abriebindikatoren zu nutzen. Auf diese Weise werden die ohnehin erforderlichen Abriebindikatoren mit einer zusätzlichen Funktion versehen.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung weisen die Querrippen eine Breite im Bereich von 2% bis 10% der Breite des Laufstreifenprofils auf. Auch über die Breite der Querrippen lässt sich die Geräuschbildung beeinflussen. Hier sind allerdings Grenzen dadurch gegeben, dass die Breite der Querrippen letztlich durch die Breite der Umfangsrillen bestimmt ist und diese nicht beliebig anpassbar ist. Die Umfangsrillen dienen einerseits der Ableitung von Wasser, sodass sie eine gewisse Mindestbreite aufweisen müssen. Andererseits gehen breite Umfangsrillen zu Lasten der Breite der Profilbänder. In Hinblick auf die Laufeigenschaften und das Bremsverhalten müssen auch die Profilbänder eine Mindestbreite aufweisen, sodass die Breite der Umfangsrillen auch nach oben begrenzt ist.

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung und den angehängten Ansprüchen in Verbindung mit den Figuren ersichtlich.

Figurenübersicht

Fig. 1 zeigt schematisch in perspektivischer Darstellung einen Schnitt durch ein

Laufstreifenprofil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugreifens;

Fig. 2 zeigt schematisch unterschiedlich ausgestaltete Querrippen in benachbarten

Umfangsrillen;

Fig. 3 zeigt schematisch unterschiedlich ausgestaltete Querrippen innerhalb einer

Umfangsrille;

Fig. 4 zeigt ein Geräuschprofil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugreifens;

Fig. 5 zeigt schematisch ein Verfahren zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens;

Fig. 6 zeigt eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zum Entwerfen eines

Fahrzeugreifens; und

Fig. 7 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung zum Entwerfen eines

Fahrzeugreifens.

Figurenbeschreibung Zum besseren Verständnis der Prinzipien der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Ausführungsformen der Erfindung anhand der Figuren detaillierter erläutert. Gleiche Bezugszeichen werden in den Figuren für gleiche oder gleichwirkende Elemente verwendet und nicht notwendigerweise zu jeder Figur erneut beschrieben. Es versteht sich, dass sich die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt und dass die beschriebenen Merkmale auch kombiniert oder modifiziert werden können, ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen, wie er in den angehängten Ansprüchen definiert ist.

Fig. 1 zeigt schematisch in perspektivischer Darstellung einen Schnitt durch ein Laufstreifenprofil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugreifens 1. Über den Elmfang des Fahrzeugreifens 1 erstrecken sich in Elmfangsrichtung El des Fahrzeugreifens 1 ausgerichtete Profilbänder 2, die in axialer Richtung A des Fahrzeugreifens 1 nebeneinander angeordnet sind. Die Profilbänder 2 sind in axialer Richtung A durch Elmfangsrillen 3 voneinander getrennt. Die Elmfangsrillen 3 erstrecken sich über den gesamten Elmfang des Fahrzeugreifens 1 und sind in Elmfangsrichtung El ausgerichtet. In den Umfangsrillen 3 sind Querrippen 4 angeordnet, von denen in Fig. 1 exemplarisch nur zwei dargestellt sind, jeweils eine Querrippe 4 in jeder der dargestellten Umfangsrillen 3. Die Querrippen 4 sind dabei ausgebildet, während eines Fährbetriebs die am Fahrzeugreifen 1 auftretenden Luftströmungen so zu beeinflussen, dass aus den Luftströmungen resultierende Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt werden. Zu diesem Zweck haben die Querrippen 4 unterschiedliche Eigenschaften, die im Rahmen der Reifenentwicklung bestimmt werden. Insbesondere können die Querrippen 4 in der Länge Li in Umfangsrichtung, der Höhe Hi gemessen in radialer Richtung R in Bezug auf einen Rillengrund 5 und der Breite Bi in axialer Richtung A variieren. Zudem können die Abstände Di aufeinanderfolgender Querrippen 4 in Umfangsrichtung U variieren, sowohl innerhalb einer einzelnen Umfangsrille 3 als auch bei Betrachtung benachbarter Umfangsrillen 3.

Fig. 2 zeigt schematisch ein Laufstreifenprofil eines Fahrzeugreifens 1 mit unterschiedlich ausgestalteten Querrippen 4 in benachbarten Umfangsrillen 3. Dargestellt sind fünf Profilbänder 2, d.h. zwei außenliegende Schulterprofilbänder und drei zentrale Profilbänder. Zwischen den Profilbändem 2 befindet sich jeweils eine Umfangsrille 3. In diesem Beispiel ist in jeder der Umfangsrillen 3 genau eine Querrippe 4 dargestellt. Natürlich befinden sich in Umfangsrichtung U weitere Querrippen 4 in den Umfangsrillen 3. Die Querrippen 4 weisen unterschiedliche Längen Li auf. Die Längen Li liegen dabei im Bereich von 5 mm bis 60 mm. Im dargestellten Beispiel ist Li=10 mm, L 2 =25 mm,

L3=7 mm und L 4 =17 mm. Die Abstände Di der in Umfangsrichtung U aufeinanderfolgenden Querrippen 4 sind so gewählt, dass das Verhältnis aufeinanderfolgender Abstände Di im Bereich von 1 bis 3 liegt. Dabei bildet der größere Abstand den Zähler dieses Verhältnisses, während der kleinere Abstand den Nenner darstellt. Im dargestellten Beispiel beträgt das Verhältnis von Di und D2 1,29, während das Verhältnis von D2 und D3 1,4 ist. Die absoluten Größen der Abstände Di spielen keine Rolle, sofern das Verhältnis innerhalb des vorgegebenen Bereichs liegt. Die Abstände Di können insbesondere für unterschiedliche Reifengrößen unterschiedlich ausfallen. Die Breite Bi der Querrippen 4 in axialer Richtung A beträgt in diesem Beispiel konstant 5 mm, sie kann aber ebenfalls variiert werden. Die Breite Bi liegt dabei vorzugsweise im Bereich von 2% bis 10% der Breite B des Laufstreifenprofils. Als Breite B des Laufstreifenprofils wird dabei diejenige Breite bezeichnet, auf der das Laufstreifenprofil im Fährbetrieb die Fahrbahn berührt. Die Höhe Hi der Querrippen 4 in radialer Richtung, die in Fig. 2 nicht zu sehen ist, liegt vorzugsweise im Bereich von 1,6 mm bis 3,2 mm.

Fig. 3 zeigt schematisch unterschiedlich ausgestaltete Querrippen 4 innerhalb einer Umfangsrille 3 des Laufstreifenprofils. Der Einfachheit halber sind nur für eine einzige Umfangsrille 3 die Querrippen 4 eingezeichnet. Selbstverständlich weisen auch die weiteren Umfangsrillen 3 Querrippen 4 auf. Wie schon zuvor haben die Querrippen 4 unterschiedliche Längen Li, die wiederum im Bereich von 5 mm bis 60 mm liegen. Im dargestellten Beispiel ist Li=10 mm, L 2 =25 mm und L 3 =7 mm. Die Abstände Di der in Umfangsrichtung U aufeinanderfolgenden Querrippen 4 innerhalb der Umfangsrille 3 sind so gewählt, dass das Verhältnis aufeinanderfolgender Abstände Di im Bereich von 1 bis 3 liegt. Dabei bildet der größere Abstand den Zähler dieses Verhältnisses, während der kleinere Abstand den Nenner darstellt. Wie schon in Fig. 2 beträgt das Verhältnis von Di und D2 im dargestellten Beispiel 1,29.

Fig. 4 zeigt ein Geräuschprofil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugreifens im Vergleich zu einem Fahrzeugreifen ohne optimierte Ausgestaltung der Querrippen. Aufgetragen ist der Schalldruck S in dBA gegen die Frequenz F in Hz. Die gestrichelte Linie zeigt das Geräuschprofil des Fahrzeugreifens ohne optimierte Ausgestaltung der Querrippen. Das Geräuschprofil weist einen ausgeprägten Peak bei ca. 650 Hz sowie einen weiteren Peak bei ca. 1100 Hz auf. Diese werden von Personen deutlich wahrgenommen und als störend empfunden. Die durchgezogene Linie zeigt demgegenüber das Geräuschprofil eines erfindungsgemäßen Fahrzeugreifens. Grundlage für diese Simulation ist ein Reifen mit den im Zusammenhang mit Fig. 2 aufgeführten Parametern. Auch dieses Geräuschprofil weist Peaks bei ca. 700 Hz und 1300 Hz auf, die allerdings weniger ausgeprägt sind. Auch insgesamt ist der Schalldruck deutlich niedriger, sodass die auftretenden Geräusche als weniger störend empfunden werden.

Fig. 5 zeigt schematisch ein Verfahren zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens. Bei dem Verfahren werden zunächst initiale Parameter der Querrippen des Laufstreifenprofils des Fahrzeugreifens ausgewählt 10. Diese können beispielsweise durch einen Entwickler vorgegeben werden, aus einer Datenbank mit typischen Parametern entnommen werden oder zufällig aus vorgegebenen Wertebereichen für die Parameter selektiert werden. Die Parameter beschreiben dabei die Höhen der Querrippen in Bezug auf einen Rillengrund, die Längen der Querrippen in Umfangsrichtung, die Breite der Querrippen oder die Abstände der Querrippen in Umfangsrichtung. Dabei können sowohl die Abstände aufeinanderfolgender Querrippen innerhalb einer Umfangsrille als auch die Abstände aufeinanderfolgender Querrippen in benachbarten Umfangsrillen betrachtet werden. Anschließend werden die in einem Fährbetrieb des Fahrzeugreifens auftretende Geräusche für eine Vielzahl von Abwandlungen der initialen Parameter der Querrippen simuliert 11. Dabei handelt es sich um einen iterativen Prozess, bei dem ausgehend von den initialen Parametern die individuellen Parameter der verschiedenen Querrippen innerhalb vorgegebener Wertebereiche variiert werden und jeweils das zugehörige Geräuschprofil ermittelt wird. Beispielsweise kann für die Höhen der Querrippen ein Wertebereich von 1,6 mm bis 3,2 mm vorgegeben werden. Für die Längen der Querrippen kann ein Wertebereich von 5 mm bis 60 mm vorgesehen sein. Die Breite der Querrippen sollte im Bereich von 2% bis 10% der Breite des Laufstreifenprofils liegen. Für die Abstände aufeinanderfolgender Querrippen wird vorzugsweise ein Verhältnis von Abständen aufeinanderfolgender Querrippen betrachtet. Dieses sollte im Bereich von 1 bis 3 liegen. Schließlich wird ein auf Basis der Simulationsergebnisse ein Satz von Parametern der Querrippen bestimmt 12, für die die im Fährbetrieb auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt sind. Vorzugsweise sind die Geräusche dabei homogen über das breite Frequenzspektrum verteilt. Dieser Satz von Parametern kann dann ausgegeben werden 13 und im Rahmen der Herstellung der Fahrzeugreifen genutzt werden. Bei dem resultierenden Satz von Parametern ergeben sich regelmäßig unterschiedliche Parameter für verschiedene Querrippen, d.h. das resultierende Laufstreifenprofil weist eine Vielzahl unterschiedlich ausgestalteter Querrippen auf.

Fig. 6 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung 20 zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens. Die Vorrichtung 20 hat einen Eingang 21, über den beispielsweise Simulationsparameter oder Informationen zu Eigenschaften von Fahrzeugreifen empfangen werden können. Mittels einer Auswahl einheit 22 kann die Vorrichtung initiale Parameter der Querrippen des Laufstreifenprofils des Fahrzeugreifens auswählen. Diese können beispielsweise durch einen Entwickler vorgegeben werden, aus einer Datenbank mit typischen Parametern entnommen werden oder zufällig aus vorgegebenen Wertebereichen für die Parameter selektiert werden. Die Parameter beschreiben dabei die Höhen der Querrippen in Bezug auf einen Rillengrund, die Längen der Querrippen in Umfangsrichtung, die Breite der Querrippen oder die Abstände der Querrippen in Umfangsrichtung. Dabei können sowohl die Abstände aufeinanderfolgender Querrippen innerhalb einer Umfangsrille als auch die Abstände aufeinanderfolgender Querrippen in benachbarten Umfangsrillen betrachtet werden. Ausgehend von den initialen Parametern simuliert eine Recheneinheit 23 die in einem Fährbetrieb des Fahrzeugreifens auftretenden Geräusche für eine Vielzahl von Abwandlungen der initialen Parameter der Querrippen. Dabei führt die Recheneinheit 23 einen iterativen Prozess aus, bei dem ausgehend von den initialen Parametern die individuellen Parameter der verschiedenen Querrippen innerhalb vorgegebener Wertebereiche variiert werden und jeweils das zugehörige Geräuschprofil ermittelt wird. Beispielsweise kann für die Höhen der Querrippen ein Wertebereich von 1,6 mm bis 3,2 mm vorgegeben werden. Für die Längen der Querrippen kann ein Wertebereich von 5 mm bis 60 mm vorgesehen sein. Die Breite der Querrippen sollte im Bereich von 2% bis 10% der Breite des Laufstreifenprofils liegen. Für die Abstände aufeinanderfolgender Querrippen wird vorzugsweise ein Verhältnis von Abständen aufeinanderfolgender Querrippen betrachtet. Dieses sollte im Bereich von 1 bis 3 liegen. Schließlich bestimmt die Recheneinheit 23 Parameter der Querrippen, für die die im Fährbetrieb auftretenden Geräusche über ein breites Frequenzspektrum verteilt sind. Vorzugsweise sind die Geräusche dabei homogen über das breite Frequenzspektrum verteilt. Bei dem resultierenden Satz von Parametern ergeben sich regelmäßig unterschiedliche Parameter für verschiedene Querrippen, d.h. das resultierende Laufstreifenprofil weist eine Vielzahl unterschiedlich ausgestalteter Querrippen auf.

Die Auswahleinheit 22 und die Recheneinheit 23 können von einer Kontrolleinheit 24 gesteuert werden. Über eine Benutzerschnittstelle 27 können gegebenenfalls Einstellungen der Auswahleinheit 22, der Recheneinheit 23 oder der Kontrolleinheit 24 geändert werden. Zudem kann die Benutzerschnittstelle 27 auch für die Auswahl der initialen Parameter genutzt werden. Die in der Vorrichtung 20 anfallenden Daten können bei Bedarf in einem Speicher 25 abgelegt werden, beispielsweise für eine spätere Auswertung oder für eine Nutzung durch die Komponenten der Vorrichtung 20. Zudem können die Daten über den Ausgang 26 der Vorrichtung 20 für eine weitere Verarbeitung bereitgestellt werden. Insbesondere kann der resultierende Satz von Parametern bereitgestellt werden, damit er im Rahmen der Herstellung der Fahrzeugreifen genutzt werden kann. Der Eingang 21 und der Ausgang 26 können zu einer bidirektionalen Schnittstelle zusammengefasst sein. Die Auswahleinheit 22, die Recheneinheit 23 sowie die Kontrolleinheit 24 können als dedizierte Hardware realisiert sein, beispielsweise als integrierte Schaltungen. Natürlich können sie aber auch teilweise oder vollständig kombiniert oder als Software implementiert werden, die auf einem geeigneten Prozessor läuft, beispielsweise auf einer GPU oder einer CPU.

Fig. 7 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung 30 zum Entwerfen eines Fahrzeugreifens. Die Vorrichtung 30 weist einen Prozessor 32 und einen Speicher 31 auf. Beispielsweise handelt es sich bei der Vorrichtung 30 um einen Computer oder eine Workstation. Im Speicher 31 sind Instruktionen abgelegt, die die Vorrichtung 30 bei Ausführung durch den Prozessor 32 veranlassen, die Schritte gemäß dem beschriebenen Verfahren auszuführen. Die im Speicher 31 abgelegten Instruktionen verkörpern somit ein durch den Prozessor 32 ausführbares Programm, welches das erfindungsgemäße Verfahren realisiert. Die Vorrichtung 30 hat einen Eingang 33 zum Empfangen von Informationen, insbesondere von Nutzereingaben oder Simulationsparametern. Vom Prozessor 32 generierte Daten werden über einen Ausgang 34 bereitgestellt. Darüber hinaus können sie im Speicher 31 abgelegt werden. Im Speicher 31 können zudem Messdaten oder Berechnungsergebnisse abgelegt werden. Der Eingang 33 und der Ausgang 34 können zu einer bidirektionalen Schnittstelle zusammengefasst sein.

Der Prozessor 32 kann eine oder mehrere Prozessoreinheiten umfassen, beispielsweise Mikroprozessoren, digitale Signalprozessoren oder Kombinationen daraus.

Die Speicher 25, 31 der beschriebenen Ausführungsformen können sowohl volatile als auch nichtvolatile Speicherbereiche aufweisen und unterschiedlichste Speichergeräte und Speichermedien umfassen, beispielsweise Festplatten, optische Speichermedien oder Halbleiterspeicher. Bezugszeichenliste

1 Fahrzeugreifen

2 Profilband 3 Umfangsrille

4 Querrippe

5 Rillengrund

10 Auswählen von initialen Parametern der Querrippen

11 Simulieren von auftretenden Geräuschen 12 Bestimmen von geeigneten Parametern 13 Ausgeben der Parameter 20 Vorrichtung 21 Eingang 22 Auswahleinheit 23 Recheneinheit

24 Kontrolleinheit

25 Speicher

26 Ausgang 27 B enutzer schnittstell e 30 Vorrichtung

31 Speicher

32 Prozessor

33 Eingang

34 Ausgang B Breite des Laufstreifenprofils

Bi Breite einer Querrippe

Di Abstand von Querrippen in Umfangsrichtung

Hi Höhe einer Querrippe

Li Länge einer Querrippe in Umfangsrichtung