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Patent Searching and Data


Title:
WINDING SHAFT BEARING OF A VEHICLE ROLLER BLIND DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/156176
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a winding shaft bearing (11) of a winding shaft (10) of a vehicle roller blind device (5), said winding shaft carrying a roller blind web (6), wherein the winding shaft bearing (11) has a guide unit (24) which guides a roller blind edge strip (14) of the unwound roller blind web (6) to a guide rail (8) adjoining the winding shaft bearing (11). According to the invention: the guide unit (24) has a guide front portion (26) facing the winding shaft (10) and a guide main portion (27) facing the guide rail (8); a guide contact surface (33) of the guide main portion (27) guiding the roller blind edge strip (14) to the guide rail (8) is elevated with respect to a guide contact surface (38) of the guide front portion (26) guiding the roller blind edge strip (14) from or to the winding shaft (10); and the winding shaft bearing (11) is formed integrally with the guide front portion (26) and the guide main portion (27) of the guide unit (24) as a plastic injection-moulded part in an injection-moulding tool.

Inventors:
RIEGGER MARIAN (DE)
BRAUN BERNHARD (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/052258
Publication Date:
August 12, 2021
Filing Date:
February 01, 2021
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO SE (DE)
International Classes:
B60J7/00
Foreign References:
DE102017111358A12018-11-29
CN204782664U2015-11-18
US20150159432A12015-06-11
DE202018100220U12018-01-25
Attorney, Agent or Firm:
FISCHER & KONNERTH PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Wickelwellenlager (11) einer eine Rollobahn (6) tragenden Wickelwelle (10) einer Fahrzeugrollovorrichtung (5), wobei das Wickelwellenlager (11 ) eine Führungseinheit (24) aufweist, die einen Rollorandstreifen (14) der abgewickelten Rollobahn (6) zu einer sich an das Wickelwellenlager (11) anschließenden Führungsschiene (8) führt, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinheit (24) einen der Wickelwelle (10) zugewandten Führungsvorderabschnitt (26) und einen der Führungsschiene (8) zuge wandten Führungshauptabschnitt (27) aufweist, dass eine den Rollorandstreifen (14) an die Führungsschiene (8) führende Führungskontaktfläche (33) des Führungshauptabschnitts (27) gegenüber einer den Rollorandstreifen (14) von bzw. zu der Wickelwelle (10) führen den Führungskontaktfläche (38) des Führungsvorderabschnitts (26) erha ben ist und dass das Wickelwellenlager (11) mit dem Führungsvorderabschnitt (26) und dem Führungshauptabschnitt (27) der Führungseinheit (24) als Kunst- stoff-Spritzgießteil in einem Spritzgießwerkzeug einstückig gebildet ist. 2. Wickelwellenlager (11) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Führungskontaktfläche (38) des Führungsvorderabschnitts (26) und der Führungskontaktfläche (33) des Führungshauptabschnitts (27) zumindest ein zum Rollorandstreifen (14) kontaktfreier Übergangsbereich (36, 41 , 43) gebildet ist.

3. Wickelwellenlager (11) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskontaktfläche (33) des Füh- rungshauptabschnitts (27) und die Führungskontaktfläche (38) des Füh rungsvorderabschnitts (27) beim Spritzgießen trenngratfrei gebildet sind.

4. Wickelwellenlager (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungshauptabschnitt (27) eine von innen nach außen in Quer- oder y-Richtung bzw. in Richtung einer Lager achse der Wickelwelle (10) ansteigende und gekrümmte Form aufweist und in der gewölbt gebildeten Führungskontaktfläche (33) endet. 5. Wickelwellenlager (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelwellenlager (11) einen Lagerzap fen (22) enthält, an dem eine eine Ablaufkante enthaltende Leiste anbring- bar, über die die Rollobahn (6) beim Auf- und Abwickeln auf die bzw. von der Wickelwelle (10) gleitet.

6. Wickelwellenlager (11 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerzapfen (22) an einer Trägerplatte (23) gebildet ist, an der die Führungseinheit (24) angeformt ist. 7. Wickelwellenlager (11) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (23) für einen ebenen ni veaugleichen Übergang an eine Bodenfläche (30) eines Führungskanals (16) der Führungsschiene (8) angepasst ist. 8. Spritzgießwerkzeug zum Spritzgießen eines Wickelwellenlagers (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Spritzgießwerkzeug einen Dreh- oder Schrägschieber (44) zum Formen des mit einer Hinterschneidung gebildeten Führungshauptab- Schnitts (27) der Führungseinheit (24) und insbesondere der die Rollobahn

(6) bzw. den Rollorandstreifen (14) führenden Führungskontaktfläche (33) des Führungshauptabschnitts (27) aufweist.

9. Spritzgießwerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich einen Schieber (48), insbe sondere einen Schrägschieber oder Schrägauswerfer, zum Formen der Führungskontaktfläche (38) des Führungsvorderabschnitts (26) aufweist.

10. Spritzgießwerkzeug nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (44) um eine Schwenk achse (45) schwenkbar gelagert ist, die am Wickelwellenlager (11) in Längsrichtung oder x-Richtung bzw. in Richtung senkrecht zu einer Lager- achse der Wickelwelle (10) ausgerichtet ist.

11. Spritzgießwerkzeug nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Schieber (48) oder Schräg schieber zum Entformen in einer Längsbewegung, insbesondere in Längs- richtung oder x-Richtung, geführt gelagert ist.

12. Spritzgießwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber (44) in einem Werkzeug oberteil des Spritzgießwerkzeugs angeordnet ist.

Description:
Wickelwellenlager einer Fahrzeugrollovorrichtung

Die Erfindung betrifft ein Wickelwellenlager einer eine Rollobahn tragenden Wi ckelwelle einer Fahrzeugrollovorrichtung, wobei das Wickelwellenlager eine Füh rungseinheit aufweist, die einen Rollorandstreifen der abgewickelten Rollobahn zu einer sich an das Wickelwellenlager anschließenden Führungsschiene führt. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Spritzgießwerkzeug zum Spritzgießen eines solchen Wickelwellenlagers.

Aus der DE 202018 100220 U1 ist ein gattungsgemäßes Wickelwellenlager ei ner Wickelwelle einer Fahrzeugrollovorrichtung bekannt geworden. Eine Füh rungseinheit in Gestalt eines Führungselements führt den Seitenrand der Rollobahn an eine Führungsschiene und in einen Führungskanal der Führungs schiene. Das Führungselement ist ein separates Bauteil, das an einem La gerelement des Wickelwellenlagers z. B. durch Aufstecken oder Anschrauben befestigt ist. Das Führungselement ist insbesondere als Spritzgießteil gebildet, wobei eine Trennlinie des Spritzgießwerkzeugs derart verläuft, dass ein resultie render Trenngrat nicht durch eine Führungs- oder Kontaktfläche mit der Rollobahn führt, wenn das Führungselement am Lagerelement des Wickelwellen lagers angebracht ist. Durch diese Gestaltung sollen Hinterschneidungen beim Spritzgießen des Lagerelements vermieden werden, die bei einer einstückigen Gestaltung des Lagerelements mit dem Führungselement erforderlich wären.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Wickelwellen lager zu schaffen, das hinsichtlich der Gestaltung der Führungseinheit verbessert ist, sowie ein Spitzgießwerkzeug zum Spritzgießen eines solchen Wickelwellenla gers bereit zu stellen.

Die Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Wickelwellenlager erfindungsge mäß dadurch gelöst, dass die Führungseinheit einen der Wickelwelle zugewand ten Führungsvorderabschnitt und einen der Führungsschiene zugewandten Füh rungshauptabschnitt aufweist, dass eine den Rollorandstreifen an die Führungs schiene führende Führungskontaktfläche des Führungshauptabschnitts gegen über einer den Rollorandstreifen von bzw. zu der Wickelwelle führenden Füh rungskontaktfläche des Führungsvorderabschnitts erhaben ist und dass das Wi ckelwellenlager mit dem Führungsvorderabschnitt und dem Führungshauptab schnitt der Führungseinheit als Kunststoff-Spritzgießteil in einem Spritzgießwerk zeug einstückig gebildet ist.

Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Spritzgießwerkzeug zum Spritzgießen eines solchen Wickelwellenlagers gelöst, wobei das Spritzgießwerkzeug einen Dreh oder Schrägschieber zum Formen des mit einer Flinterschneidung gebildeten Führungshauptabschnitts der Führungseinheit und insbesondere der die Rollobahn bzw. den Rollorandstreifen führenden Führungskontaktfläche des Füh rungshauptabschnitts aufweist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Wickelwellenlager können somit zumindest zwei unterschiedlich gestaltete Funktions- oder Führungsbereiche der Führungseinheit als Baueinheit einstückig mit dem Wickelwellenlager spritzgegossen werden. Die beiden Funktionsbereiche in Gestalt des Führungsvorderabschnitts und des Füh rungshauptabschnitts können aneinander angrenzend angeordnet sein, sind aber zweckmäßigerweise derart voneinander getrennt angeordnet, dass sie mittels unterschiedlicher Schieber oder Werkzeugteile eines Spritzgießwerkzeugs her stellbar bzw. spritzgießbar sind. Dadurch, dass eine den Rollorandstreifen an die Führungsschiene führende Führungskontaktfläche des Führungshauptabschnitts gegenüber einer den Rollorandstreifen von bzw. zu der Wickelwelle führenden Führungskontaktfläche des Führungsvorderabschnitts erhaben ist, ergibt sich ei ne eindeutig definierte Trennung, die gleichzeitig einen Übergang mit einem Hö hensprung oder Flöhenversatz darstellt. Die Funktions- oder Führungsbereiche enthalten Gleitflächen, an denen der Rollorandstreifen von seiner auf der Wi ckelwelle flach aufgelegten und insbesondere gefalteten Stellung aufgefaltet wird und gemeinsam mit einem am Rollorandstreifen angebrachten Führungsband in eine Stellung gebracht wird, in der der Rollorandstreifen mit dem Führungsband an eine zugeordnete Führung wie z. B. an einen Führungskanal der Führungs schiene übergeben werden kann. Die Führungskontaktfläche des Führungs hauptabschnitts wie auch die Führungskontaktfläche des Führungsvorderab schnitts stellen solche Gleichflächen dar, wobei die Führungskontaktflächen z. B. ebenflächig, gekrümmt oder gewölbt geformt sein können und jeweils als eine zusammenhängende Fläche oder als zumindest zwei getrennten Flächen gebildet sein können.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zwischen der Füh rungskontaktfläche des Führungsvorderabschnitts und der Führungskontaktfläche des Führungshauptabschnitts zumindest ein zum Rollorandstreifen kontaktfreier Übergangsbereich gebildet ist. Ein solcher kontaktfreier Übergangsbereich ist insbesondere an dem Höhensprung oder Höhenversatz zwischen der Führungs kontaktfläche des Führungshauptabschnitts und der Führungskontaktfläche des Führungsvorderabschnitts gebildet. Das Spritzgießwerkzeug kann derart gestaltet sein, dass eine Trennfuge, die insbesondere zwischen Schiebern des Spritzgieß werkzeugs an der Führungseinheit des Wickelwellenlagers gebildet werden kann und mit einer an sich unerwünschten Materialanhäufung in Form eines Trenngra tes einher geht, in einem solchen Übergangsbereich verläuft. In dem Übergangs bereich ist ein solcher Trenngrat unschädlich, wohingegen Trenngrate, die bei Führungseinheiten gemäß dem Stand der Technik in einer Führungskontaktflä che gebildet sind, durch zusätzliche Nacharbeit entfernt werden müssen.

Es ist daher besonders bevorzugt, dass aufgrund der voranstehend erläuterten Gestaltung die Führungskontaktfläche des Führungshauptabschnitts und die Füh- rungskontaktfläche des Führungsvorderabschnitts beim Spritzgießen trenngratfrei gebildet sind.

Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, dass der Führungshauptabschnitt eine von innen nach außen in Quer- oder y-Richtung bzw. in Richtung einer Lagerachse der Wickelwelle ansteigende und gekrümmte Form aufweist. Ein freies Ende des Führungshauptabschnitts ist zweckmäßigerweise von der gewölbt gestalteten Führungskontaktfläche gebildet. Diese Gestaltung unterstützt eine Spritzgießfor mung mittels eines Dreh- oder Schrägschiebers des Spritzgießwerkzeugs.

Vorzugsweise enthält das Wickelwellenlager einen Lagerzapfen, an dem eine eine Ablaufkante oder eine gekrümmte Ablauffläche enthaltende Leiste anbring- bar ist, über die die Rollobahn beim Auf- und Abwickeln auf die bzw. von der Wi ckelwelle gleitet. Der Lagerzapfen ist bevorzugt annähernd parallel zum Lager zapfen der Wickelwelle und beabstandet zu diesem angeordnet.

Zweckmäßigerweise ist der Lagerzapfen an einer Trägerplatte gebildet, an der die Führungseinheit angeformt ist. Die Trägerplatte kann für einen ebenen ni veaugleichen Übergang an eine Bodenfläche eines Führungskanals der Füh rungsschiene angepasst sein.

Das erfindungsgemäße Spritzgießwerkzeug zeichnet sich dadurch aus, dass es einen Dreh- oder Schrägschieber zum Formen des mit einer Hinterschneidung gebildeten Führungshauptabschnitts der Führungseinheit und insbesondere der die Rollobahn bzw. den Rollorandstreifen führenden Führungskontaktfläche des Führungshauptabschnitts aufweist.

In bevorzugter Gestaltung ist vorgesehen, dass das Spritzgießwerkzeug zusätz lich einen Schieber, insbesondere einen Schrägschieber oder Schrägauswerfer, zum Formen der Führungskontaktfläche des Führungsvorderabschnitts aufweist. Die Aufteilung der Formung des Führungsvorderabschnitts und des Führungs hauptabschnitts auf die zwei Schieber ermöglicht eine verbesserte Spritzgießfor mung mit Hinterschnitten an den Bauteilen. Zweckmäßigerweise ist der Drehschieber um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert, die am Wickelwellenlager in Längsrichtung oder x-Richtung bzw. in Richtung senkrecht zu einer Lagerachse der Wickelwelle ausgerichtet ist. Die Achsen- und Richtungsangaben orientieren sich an einem x-y-z-Fahrzeug- koordinaten System, das auch an dem Wickelwellenlager entsprechend seinem Einbauzustand am Fahrzeugdach gilt.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der zusätzliche Schieber oder Schräg schieber zum Entformen in einer Längsbewegung, insbesondere in Längsrichtung oder x-Richtung, geführt gelagert ist. Eine solche Längsbewegung kann zur Ver meidung einer Bewegungskollision zwischen dem zusätzlichen Schieber und dem Drehschieber zweckmäßig sein.

Vorzugsweise ist der Drehschieber in einem Werkzeugoberteil oder einer Ober schale des Spritzgießwerkzeugs angeordnet. Dann wird im Werkzeugunterteil bzw. in der Werkzeugunterschale der Platzbedarf für Kühlkanäle nicht einge schränkt. Weiterhin kann eine automatische Bewegung des Drehschiebers beim Öffnen und Schließen des Spritzgießwerkzeugs realisiert werden und die Dreh bewegung kann in Bauteilrichtung erfolgen.

Die weiteren Teile des Wickelwellenlagers können von dem Spritzgießwerkzeug bedarfsweise unter Verwendung weiterer Schieber einstückig geformt werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels eines Wi ckelwellenlagers sowie eines Spritzgießwerkzeugs unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 in einer Draufsicht ein Fahrzeug mit einem Fahrzeugdach, das einen transparenten Dachabschnitt und eine Fahrzeugrollovorrichtung zum Abschatten des Dachabschnitts aufweist; Fig. 2 in einer isometrischen Ansicht ein Wickelwellenlager der Rollovor richtung mit einer daran geführten Rollobahn;

Fig. 3 in einer weiteren isometrischen Ansicht das Wickelwellenlager der

Fig. 2;

Fig. 4 in einer weiteren isometrischen Ansicht das Wickelwellenlager der

Fig. 2 und 3 ohne Darstellung der Rollobahn; Fig. 5 in einer isometrischen Ansicht eine die Rollobahn führende Füh rungseinheit des Wickelwellenlagers;

Fig. 6 in einer weiteren isometrischen Ansicht die in Fig. 5 dargestellte

Führungseinheit des Wickelwellenlagers;

Fig. 7 in einer isometrischen Ansicht das Wickelwellenlager mit einem

Schieber eines Spritzgießwerkzeugs;

Fig. 8 in einer weiteren isometrischen Ansicht das Wickelwellenlager;

Fig. 9 in einer weiteren isometrischen Ansicht das Wickelwellenlager;

Fig. 10 in einer isometrischen Ansicht das Wickelwellenlager mit einem Drehschieber eines Spritzgießwerkzeugs; und

Fig. 11 in einer isometrischen Ansicht das Wickelwellenlager mit einer strichpunktierten Linie, die den Verlauf eines vom Drehschieber am Wickelwellenlager gebildeten Trenngrats darstellt. Ein Fahrzeug 1 wie z. B. ein PKW weist ein Fahrzeugdach 2 mit einem transpa renten Dachabschnitt 3 auf, der z. B. von einem Glasdeckel 4 eines Schiebeda ches oder einem fest angebrachten Dachteil oder Dachabschnitt gebildet ist. Un ter dem transparenten Dachabschnitt 3 ist eine Fahrzeugrollovorrichtung 5 mit einer Rollobahn 6 zum Abschatten des transparenten Dachabschnitts 3 angeord net. Die Rollobahn 6, die z. B. aus einem Stoff, einem Gewebe oder einer Folie oder dergleichen hergestellt ist, weist an ihrem freien Vorderrand oder Auszugs ende einen Zugspriegel 7 auf, der an seinen beiden seitlichen Enden an zuge ordneten seitlichen Führungsschienen 8 verschiebbar gelagert ist, die in Dach längsrichtung im Bereich unterhalb der Seitenränder 9 des transparenten Dach abschnitts 3 in Bewegungsrichtung des Zugspriegels 7 und der Rollobahn 6 ver laufen. Die Fahrzeugrollovorrichtung 5 weist eine Wickelwelle 10 auf, die am Fahrzeugdach 2 in Querausrichtung z. B. hinter dem abzuschattenden Dachab schnitt 3 angeordnet und mittels zweier endseitiger Wickelwellenlager 11 drehbar gelagert ist. Die zwei Wickelwellenlager 11 sind im Bereich der bezüglich der Dachlängsrichtung hinteren Enden der beiden Führungsschienen 8 angeordnet.

Die Rollobahn 6 ist an ihrem Flinterrand oder Hinterende an der Wickelwelle 10 festgelegt und auf der in Aufwickelrichtung durch Federkraft vorgespannten Wi ckelwelle 10 aufgewickelt. Jede Führungsschiene 8 weist eine Kabelführung 12 (siehe Fig. 4) auf, an der ein Antriebskabel (nicht dargestellt) verschiebbar gela gert ist, das einerseits mit einem am seitlichen Ende des Zugspriegels 7 ange ordneten Spriegelgleiter verbunden ist, der an der Führungsschiene 8 verschieb bar gelagert ist, und andererseits von einem Antriebsmotor verstellbar ist. Mittels der beiden Antriebskabel kann der Zugspriegel 7 entlang der beiden Führungs schienen 8 zum Auf- und Abwickeln der Rollobahn 6 auf die bzw. von der Wi ckelwelle 10 verstellt werden, so dass eine gewünschte Abschattungsstellung der Rollobahn 6 eingestellt werden kann.

Die Rollobahn 6 weist an ihren beiden Seitenrändern 13 jeweils einen Rollorand streifen 14 auf, der randseitig durch ein Führungsband 15, z. B. ein biegsames Metallband, verstärkt ist. Der Rollorandstreifen 14 ist mit dem Führungsband 15 in einem Führungskanal 16 der Führungsschiene 8 aufgenommen und darin längs verschiebbar. Der Führungskanal 16 ist durch einen Längsschlitz 17 nach oben hin geöffnet, der von einem inneren Führungssteg 18 und einem äußeren Füh rungssteg 19 begrenzt ist, die sich in Querrichtung gegenüber liegen. Der Rollo randstreifen 14 erstreckt sich ausgehend von dem Führungsband 15, das an den unteren Führungsflächen der beiden Führungsstege 18 und 19 anliegt, nach oben durch den Längsschlitz 17 und liegt an einer Führungsflanke 20 der Füh rungsschiene 8 an, die am inneren Führungssteg 18 gebildet ist und den Längs schlitz 17 in Querrichtung seitlich einwärts begrenzt. Der Rollorandstreifen 14 ist über die gekrümmte oder gewölbte Führungsflanke 20 aus seiner z. B. vertikalen Ausrichtung am Führungsband 15 in die horizontale Ebene der Rollobahn 6 um gelenkt und hält die Rollobahn 6 aufgrund der gleichartigen Abstützung an der gegenüberliegenden Führungsschiene 8 gespannt. Das Führungsband 15 weist demnach eine solche Breite und Biegesteifigkeit auf, dass es von der gespannten Rollobahn 6 über ihren Rollorandstreifen 14 nicht durch den Längsschlitz 17 aus dem Führungskanal 16 nach oben herausgezogen werden kann.

Das Wickelwellenlager 11 enthält einen Lagerzapfen 21 , auf dem die Wickelwelle 10 drehbar gelagert ist, sowie einen Lagerzapfen 22, an dem eine eine Ablauf kante enthaltende Leiste (nicht dargestellt) angebracht ist, über die die Rollobahn 6 beim Auf- und Abwickeln auf die bzw. von der Wickelwelle 10 gleitet.

Der Lagerzapfen 22 ist an einer Trägerplatte 23 des als Kunststoff-Spritzgießteils gebildeten Wickelwellenlagers 11 angeformt. An der Trägerplatte 23 ist weiterhin eine Führungseinheit 24 angeformt, die den Rollorandstreifen 14 beim Abwickeln der Rollobahn 6 von der Wickelwelle 10 in korrekter Ausrichtung der Führungs schiene 8 bzw. dem Führungskanal 16 zuführt. Die Führungseinheit 24 bildet ei nen Teil einer Schnittstelle 25 des Wickelwellenlagers 11 , über die das Wickel wellenlager 11 an die Führungsschiene 8 angepasst und daran befestigt wird. Die Führungseinheit 24 enthält einen Führungsvorderabschnitt 26, der der Wickelwel le 10 zugewandt ist und mit dem die Rollobahn 6 beim Abwickeln von der Wi ckelwelle 10 einen ersten Führungskontakt hat. Die Führungseinheit 24 enthält weiterhin einen Führungshauptabschnitt 27, der der Führungsschiene 8 zuge wandt ist.

Der Führungsvorderabschnitt 26 und der Führungshauptabschnitt 27 sind an dem Oberende einer Kanalwand 28 angeformt, die an der Trägerplatte 23 aufrecht steht und an der Schnittstelle 25 des Wickelwellenlagers 11 an die Form des Füh- rungskanals 16 der Führungsschiene 8 angepasst ist und die eine vertikale Wandfläche für einen ebenen und versatzfreien Übergang zur zugeordneten Sei tenwand des Führungskanals 16 aufweist. Die Kanalwand 28 ist an ihrem zur Wi ckelwelle 10 hin gerichteten Ende abgerundet oder abgeschrägt, so dass die trichterartig zulaufende Wandfläche eine zentrierende Zuführung 29 für das Füh rungsband 15 bildet. Die Trägerplatte 23 grenzt mit ebenem niveaugleichem Übergang an eine Bodenfläche 30 des Führungskanals 16 der Führungsschiene 8 an.

Der Führungshauptabschnitt 27 der Führungseinheit 24 erstreckt sich von der Kanalwand 28 ausgehend mit einer aufwärts gerichteten Neigung über einen Ab schnitt der Trägerplatte 23, wobei eine Oberseite 31 und eine Unterseite 32 des Führungshauptabschnitts 27 (siehe Fig. 5 und 6), die im wesentlichen ebenflächig gebildet sind, zueinander annähernd parallel verlaufen, oder insbesondere in Qu errichtung nach außen hin mit geringer Krümmung ansteigen. Weiterhin kann zumindest die Oberseite 31 und wahlweise auch die Unterseite 32 in Auszugs richtung der Rollobahn 6 ansteigen, wodurch der Rollorandstreifen 14 auf seine an die Führungsflanke 20 der Führungsschiene 8 angepasste Flöhenposition ge bracht wird. Der Führungshauptabschnitt 27 ist an seinem vorstehenden freien Ende mit einer Führungskontaktfläche 33 gebildet, die sich von seiner Oberseite 31 zu seiner Unterseite 32 wölbt und an der der Rollorandstreifen 14 anliegt, wäh rend das Führungsband 15 vom Rollrandstreifen 14 gegen die Unterseite 32 ge spannt wird. Der über die Rollobahn 6 in Querrichtung gespannte Rollorandstrei fen 14 kontaktiert die Führungskontaktfläche 33 oberseitig bis zu einer Höhenlinie 34, die die höchste Erhebung des Führungshauptabschnitts 27 darstellt und von der ausgehend sich die Rollobahn 6 bzw. der Rollorandstreifen 14 tangential und freiliegend erstreckt. Die gewölbte Führungskontaktfläche 33 weist eine an die angrenzende gewölbte Führungsflanke 20 des inneren Führungsstegs 18 der Führungsschiene 8 angepasste Gestalt und Positionierung auf, so dass der Rollo randstreifen 14 niveaugleich und ohne Versatz von der Führungskontaktfläche 33 zur Führungsflanke 20 wie auch in Gegenrichtung gleiten kann. Der Führungsvorderabschnitt 26 der Führungseinheit 24 ist in Auszugsrichtung der Rollobahn 6 unmittelbar vor dem Führungshauptabschnitt 27 angeordnet. Der Führungsvorderabschnitt 26 hat gegenüber dem Führungshauptabschnitt 27 ins besondere in vertikaler oder z-Richtung und Querrichtung oder y-Richtung redu zierte Abmessungen und unterstützt das anfängliche Aufspannen des Rollorand streifens 14 aus seiner eine Faltung aufweisenden flachen Wickelstellung auf der Wickelwelle 10 sowie dem Zuführen des Rollorandstreifens 14 zum Führungs hauptabschnitt 27. Eine flächige Oberseite 35 des Führungsvorderabschnitts 26 ist im Wesentlichen parallel zur Oberseite 31 des Führungshauptabschnitts 27 ausgerichtet, jedoch in vertikaler Richtung gegenüber der Oberseite 31 des Füh rungshauptabschnitts 27 herabgesetzt, so dass ein oberer Übergangsbereich 36 gebildet ist, der z. B. die Form einer Kehle oder Rinne mit einer Abschrägung 37 an dem angrenzenden erhabenen Führungshauptabschnitt 27 aufweist und damit den definierten Übergang von der Oberseite 35 des Führungsvorderabschnitts 26 zur Oberseite 31 des Führungshauptabschnitts 27 bildet und somit den Flöhen- versatz gestaltet.

Weiterhin weist der Führungsvorderabschnitt 26 eine Führungskontaktfläche 38 auf, die in Auszugsrichtung der Rollobahn 6 vor der Führungskontaktfläche 33 des Führungshauptabschnitts 27 angeordnet ist und einen in Oberansicht kurven förmigen Rand enthält, der die Oberseite 35 mit einer Unterseite 39 des Füh rungsvorderabschnitts 26 verbindet. Die Führungskontaktfläche 38 verläuft am Rand von einem vorderen Anfangspunkt 40 ausgehend annähernd linienförmig und mit Abschrägungen zur Oberseite 35 und zur Unterseite 39 hin in Querrich tung auswärts und in Längsrichtung bis an den Übergangsbereich 36 und endet in einem vertikalen Übergangsbereich 41 zu einer geneigten vertikal stehenden Führungsabschrägung 42 am Führungshauptabschnitt 27. Die Oberseite 35 und die Unterseite 39 des Führungsvorderabschnitts 26 sind in Auszugsrichtung der Rollobahn 6 mit zunehmendem Abstand gebildet, so dass der Führungsvorderab schnitt 26 eine geringe Keilform aufweist und sich seine Führungskontaktfläche 38 zum vertikalen Übergangsbereich 41 hin erweitert. Zwischen zur Unterseite 39 des Führungsvorderabschnitts 26 und der dazu erha benen Unterseite 32 des Führungshauptabschnitts 27 ist ein unterer Übergangs bereich 43 gebildet, der im Wesentlichen dem oberen Übergangsbereich 36 gleicht.

Der Rollorandstreifen 14 der Rollobahn 6, der am Führungsvorderabschnitt 26 und am Führungshauptabschnitt 27 und insbesondere an den Führungskontakt flächen 33 bzw. 38 in Gleitkontakt geführt ist, ist an den Übergangsbereichen 36, 41 und 43 ohne Kontakt zu dem Führungsvorderabschnitt 26 und zu dem Füh rungshauptabschnitt 27.

Ein Spritzgießwerkzeug zum Spritzgießen des Wickelwellenlagers 11 mit einstü ckig angespritzter Führungseinheit 24 aus einem Kunststoff, insbesondere einem thermoplastischen Kunststoff wie PP oder PA6 oder auch aus PU, enthält einen Drehschieber 44 (siehe schematische Darstellung der Fig. 10), der in einer Ober schale des Spritzgießwerkzeugs um eine Schwenkachse 45 derart schwenkbar gelagert ist, dass er am Wickelwellenlager 11 in einer Querebene in y-Richtung bzw. in Richtung der Lagerachse der Wickelwelle 10 zum Entformen aus schwenkbar ist. Der Drehschieber 44 formt den Führungshauptabschnitt 27 bis zu den Übergangsbereichen 36, 41 und 43. Damit ist insbesondere die gewölbte Führungskontaktfläche 33 des Führungshauptabschnitts 27 vollständig innerhalb einer Formkavität des Drehschiebers 44 und somit ohne Trenngrat zu einem be nachbarten Werkzeugteil oder Schieber gebildet. Die Oberseite 31 und die Unter seite 32 des Führungshauptabschnitts 27 sind als Flächen mit einer solchen Krümmung gebildet, dass der Krümmungsmittelpunkt des jeweiligen Krümmungs radius mit der Schwenkachse 45 des Drehschiebers 44 übereinstimmt. Dadurch ist eine Entformung durch die Schwenkbewegung des Drehschiebers 44 möglich. Auf diese Weise ist eine Flinterschneidung an dem Führungshauptabschnitt 27 bezüglich der Oberschale des Spritzgusswerkzeugs in einfacher Weise formbar. Der Drehschieber 44 schwenkt in seiner Entformbewegung vor anderen Bauteilen des Wickelwellenlagers 11 aus, z. B. vor einem Führungssteg 46, der oberhalb der Trägerplatte 23 von einer Lagerwand 47 gegen den Führungsvorderabschnitt 26 vorragt und an den äußeren Führungssteg 19 der Führungsschiene 8 ange passt ist.

Ein Schieber 48 des Spritzgießwerkzeugs, wie z. B. ein Schrägschieber (siehe Fig. 7) oder auch ein Drehschieber, ist zum Formen des Führungsvorderab schnitts 26 vorgesehen und enthält eine entsprechende Formkavität, die zumin dest die Führungskontaktfläche 38 trenngratfrei bildet. Der Schieber 48 ist zum Entformen bevorzugt in einer Längsbewegung in Längsrichtung oder x-Richtung geführt gelagert. Die geringe Keilform des Führungsvorderabschnitts 26 dient der vereinfachten Entformung durch die Längsbewegung des Schiebers 48. Der Schieber 48 dient auch zur Formung einer Hinterschneidung zwischen dem Füh rungssteg 46 und der Trägerplatte 23.

Der Drehschieber 44 und der Schieber oder Schrägschieber 48 grenzen derart aneinander, dass ein zwischen dem Drehschieber 44 und dem Schieber 48 auf tretender Trenngrat nur in dem jeweiligen Übergangsbereich 36, 41 und 43 ange ordnet sein kann. Eine Beeinträchtigung der Gleitführung des Rollorandstreifens 14 und des Führungsbandes 15 kann somit durch einen solchen Trenngrat nicht erfolgen. Fig. 11 zeigt mit strichpunktierter Linie 49 den Verlauf von dem Dreh schieber 44 zugeordneten Trennfugen bzw. gebildeten Trenngraten.

Die weiteren Teile des Wickelwellenlagers 11 werden von dem Spritzgießwerk zeug bedarfsweise unter Verwendung weiterer Schieber einstückig geformt.

Das Spritzgießwerkzeug ermöglicht somit das einstückige Spritzgießen des Wi ckelwellenlagers 11 mit der Führungseinheit 24, wobei zumindest die relevanten Gleitflächen und Führungskontaktflächen der Führungseinheit 24 ohne Trenngrat hergestellt werden.

Die Figuren 2 bis 4 sowie 7 bis 11 zeigen das Wickelwellenlager 11 mit zwei un terschiedlichen Gestaltungen eines Befestigungsflansches 50 zum Verbinden des Wickelwellenlagers 11 mit einer jeweiligen Führungsschiene 8. Bezugszeichenliste Fahrzeug 26 Führungsvorderabschnitt Fahrzeugdach 27 Führungshauptabschnitt Dachabschnitt 28 Kanalwand Glasdeckel 29 Zuführung Fahrzeugrollovorrichtung 30 Bodenfläche Rollobahn 31 Oberseite Zugspriegel 32 Unterseite Führungsschiene 33 Führungskontaktfläche Seitenrand 34 Höhenlinie Wickelwelle 35 Oberseite Wickelwellenlager 36 Übergangsbereich Kabelführung 37 Abschrägung Seitenrand 38 Führungskontaktfläche Rollorandstreifen 39 Unterseite Führungsband 40 Anfangspunkt Führungskanal 41 Übergangsbereich Längsschlitz 42 Führungsabschrägung innerer Führungssteg 43 Übergangsbereich äußerer Führungssteg 44 Drehschieber Führungsflanke 45 Schwenkachse Lagerzapfen 46 Führungssteg Lagerzapfen 47 Lagerwand Trägerplatte 48 Schieber Führungseinheit 49 Linie Schnittstelle 50 Befestigungsflansch