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Title:
WINDOW LIFTER ASSEMBLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/169920
Kind Code:
A2
Abstract:
The present invention relates to a window lifter assembly (F), comprising an adapter (1) molded onto a connecting section (SW) of the window pane (S), said adapter defining a support structure (10) that extends especially in the adjustment direction (V1, V2) of the window pane (S) and transversely thereto and the driver element (11). An extension (B) of the support structure (10) along a transverse direction (Y) transversely with respect to the adjustment direction (V1, V2) and substantially parallel to a pane plane defined by the window pane (S) is at least twice as large as an extension (b11) of the driver element (11) along the transverse direction (Y). The invention further relates to a window lifter assembly (F), wherein a driver element (11) and a sliding element (2) designed for bearing on a guide rail (FS) are interconnected via an at least two-stage locking connection. The sliding element (2) and the driver element (11) can be locked relative to each other in an assembly position and a functional position different therefrom via said locking connection and a relative movement between the sliding element (2) and the driver element (11) is made possible in such a way that the sliding element (2) and the driver element (11) assume the functional position when the driver element (11) is adjusted together with the sliding element (2) for the first time to a final position which corresponds to the final position of the window pane.

Inventors:
HEPPNER MATTHIAS (DE)
GRIESMANN MANUEL (DE)
CARL ANDRE (DE)
SCHNEIDER SEBASTIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2016/058627
Publication Date:
October 27, 2016
Filing Date:
April 19, 2016
Export Citation:
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Assignee:
BROSE FAHRZEUGTEILE (DE)
International Classes:
B60J1/17; B60J5/04; E05F11/38; E05F11/48
Foreign References:
DE19703720A11998-07-23
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Claims:
Fensterheberbaugruppe, mit wenigstens

- einer entlang einer Verstellrichtung (V1 , V2) zu verstellenden Fensterscheibe (S), wobei die Verstellrichtung (V1 , V2) durch wenigstens eine Führungsschiene (FS) der Fensterheberbaugruppe vorgegeben ist,

- einem flexiblen Zugmittel zur Übertragung einer Verstellkraft für die Verstellung der Fensterscheibe (S),

- einem Mitnehmerelement (1 1 ), das mit der Fensterscheibe (S) und dem Zugmittel verbunden ist, und

- einem mit dem Mitnehmerelement (1 1 ) verbundenen Gleitelement (2), über das das Mitnehmerelement (1 1 ) verschieblich an der Führungsschiene (FS) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein an einen Verbindungsabschnitt (SW) der Fensterscheibe (S) angeformter Adapter (1 ) vorgesehen ist, der eine sich insbesondere in Verstellrichtung (V1 , V2) und im Wesentlichen quer hierzu erstreckende Stützstruktur (10) sowie das Mitnehmerelement (1 1 ) ausbildet, wobei eine Ausdehnung (B) der Stützstruktur (10) entlang einer Querrichtung (y) im Wesentlichen quer zur Verstellrichtung (V1 , V2) und im Wesentlichen parallel zu einer von der Fensterscheibe (S) definierten Scheibenebene wenigstens doppelt so groß ist wie eine Ausdehnung (b1 1 ) des Mitnehmerelements (1 1 ) entlang der Querrichtung (y).

Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützstruktur (10) im Bereich einer Scheibenunterkante (SU) der Fensterscheibe (S) über einen Großteil oder über die gesamte Breite der Fensterscheibe (S) quer zur Verstellrichtung (V1 , V2) erstreckt.

Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützstruktur (10) in Richtung des Mitnehmerelements (1 1 ) verjüngt.

Fensterheberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur (10) eine Rippenstruktur (102) ausbildet.

5. Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausdehnung der Rippenstruktur (102) entlang der Querrichtung (y) wenigstens doppelt so groß ist wie eine Ausdehnung (b1 1 ) des Mitnehmerelements (1 1 ) entlang der Querrichtung (y).

6. Fensterheberbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (SW) der Fensterscheibe (S), an den der Adapter (1 ) angeformt ist, an einer Scheibenunterkante (SU) der Fensterscheibe (S) vorspringend, insbesondere schwertförmig vorspringend ausgebildet ist.

7. Fensterheberbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterscheibe (S) zumindest teilweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt und der Adapter (1 ) an den Verbindungsabschnitt angespritzt ist.

8. Fensterheberbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (1 ) ein Manipulationsschutzelement (101 ) aufweist, über das ein Eingriff eines an der Fensterscheibe (S) entlang geführten Manipulationswerkzeugs an dem Adapter (1 ) vorbei blockiert ist.

9. Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass

Manipulationsschutzelement (101 ) zumindest mit einem Abschnitt abgewinkelt zur Scheibenebene verläuft.

10. Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (1 ) das Manipulationsschutzelement (101 ) ausbildet.

11. Fensterheberbaugruppe, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit wenigstens

- einer Führungsschiene (FS), die eine Verstellrichtung (V1 , V2) für eine zwischen zwei Endlagen zu verstellende Fensterscheibe (S) vorgibt,

- einem flexiblen Zugmittel zur Übertragung einer Verstellkraft für die Verstellung der Fensterscheibe (S),

- einem für die Verbindung mit der Fensterscheibe (S) vorgesehenen Mitnehmerelement (1 1 ), das mit dem Zugmittel verbunden ist, und - einem als separatem Bauteil ausgeführten Gleitelement (2), das mit dem Mitnehmerelement (11) verbunden und mit der Führungsschiene (FS) in Eingriff steht, um das Mitnehmerelement (11) verschieblich an der Führungsschiene (FS) zu halten, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerelement (11) und das Gleitelement (2) über eine wenigstens zweistufige Rastverbindung miteinander verbunden sind, über die

- das Gleitelement (2) und das Mitnehmerelement (11) in einer Montageposition und einer hierzu verschiedenen Funktionsposition relativ zueinander arretierbar sind und

- in der Montageposition eine Relativbewegung zwischen Gleitelement (2) und Mitnehmerelement (11) derart ermöglicht ist, dass das Gleitelement (2) und das Mitnehmerelement (11) die Funktionsposition einnehmen, wenn das Mitnehmerelement (11) mit dem Gleitelement (2) erstmalig in eine Endposition verstellt wird, die einer Endlage der Fensterscheibe entspricht.

Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die

Rastverbindung derart ausgebildet ist, dass eine in der Montageposition vorhandene Arretierung zwischen dem Gleitelement (2) und dem Mitnehmerelement (11) lösbar ist und das Mitnehmerelement (11) und das Gleitelement (2) selbsttätig die Funktionsposition relativ zueinander einnehmen und in dieser arretiert werden, wenn das Mitnehmerelement (11) und das Gleitelement (2) über das flexible Zugmittel erstmalig gemeinsam in die Endposition verstellt werden.

Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass

- wenigstens eine flexible und/oder an einem flexiblen Abschnitt (210) gelagerte Raste (21a, 21b) der Rastverbindung mit wenigstens zwei unterschiedlichen Rastöffnungen (111a, 111b, 111c) zusammenwirkt, um die Montageposition und die Funktionsposition vorzugeben, oder

- für die Vorgabe der Montageposition wenigstens eine flexible und/oder an einem flexiblen Abschnitt (210) gelagerte erste Raste (21a) mit einer ersten Rastöffnung (111a, 111c) zusammenwirkt und für die Vorgabe der Funktionsposition eine weitere, zweite Raste (21b) mit der ersten Rastöffnung (111a, 111c) oder mit einer weiteren, zweiten Rastöffnung (111b) zusammenwirkt.

14. Fensterheberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (2) und das Mitnehmerelement (1 1 ) über die Rastverbindung manuell in der Montageposition anordnenbar und aneinander arretierbar sind.

15. Fensterheberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (2) vor seiner Verbindung mit dem Mitnehmerelement (1 1 ) an die Führungsschiene (FS) vormontierbar und nachträglich mit dem Mitnehmerelement (1 1 ) über die wenigstens zweistufige Rastverbindung verbindbar ist.

16. Fensterheberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (2) in der Montageposition an oder in dem Mitnehmerelement (1 1 ) entlang einer Verschieberichtung (E) verschieblich gelagert ist und/oder das Mitnehmerelement (1 1 ) in der Montageposition an oder in dem

Gleitelement (2) entlang einer Verschieberichtung (E) verschieblich gelagert ist.

17. Fensterheberbaugruppe nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass für die verschiebliche Lagerung und/oder deren Sicherung wenigstens zwei sich quer zu der Verschieberichtung (E) gegenüberliegende Umgriffsabschnitte (1 13a, 1 13b; 114) vorgesehen sind, die jeweils einen Rand des jeweiligen verschieblich gelagerten Elements (2) zumindest teilweise umgreifen.

18. Fensterheberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerelement (1 1 ) von einem Adapter (1 ) ausgebildet ist, der an einen Verbindungsabschnitt (SW) der zu verstellenden Fensterscheibe (S) angeformt ist.

19. Verfahren zur Montage einer Fensterheberbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 1 bis 18, wobei

- das Gleitelement (2) zunächst an die Führungsschiene (FS) vormontiert und manuell mit dem Mitnehmerelement (1 1 ) verbunden wird, so dass das Gleitelement (2) und das Mitnehmerelement (1 1 ) in ihrer Montageposition über die wenigstens zweistufige Rastverbindung arretiert sind, und

- anschließend durch Aufbringen einer Verstellkraft über das Zugmittel das Mitnehmerelement (1 1 ) in eine Endposition verstellt wird, wodurch das Gleitelement (2) und das Mitnehmerelement (1 1 ) die Funktionsposition einnehmen und in der Funktionsposition über die Rastverbindung arretiert werden.

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Description:
Fensterheberbaugruppe

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere eine Fensterheberbaugruppe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine solche Fensterheberbaugruppe weist wenigstens ein flexibles Zugmittel zur Übertragung einer Verstellkraft für die Verstellung einer Fensterscheibe auf. Über das Zugmittel, beispielsweise in Form eines Seilzuges, wird ein mit der Fensterscheibe verbundenes Mitnehmerelement entlang einer durch wenigstens eine Führungsschiene der Fensterheberbaugruppe vorgegebenen Verstellrichtung verstellt. Hierfür ist das flexible Zugmittel mit dem Mitnehmerelement verbunden. Das flexible Zugmittel kann hierbei manuell oder über einen motorischen Antrieb angetrieben werden, um das Mitnehmerelement zu verstellen und die Fensterscheibe anzuheben oder abzusenken. Hierbei kann beispielsweise, wie in der DE 197 03 720 A1 beschrieben, vorgesehen sein, dass Mitnehmerelement und die Fensterscheibe formschlüssig über eine Schnappverbindung miteinander zu verbinden. Eine solche Lösung kann insbesondere bei aus einem Kunststoffmaterial hergestellten Fensterscheiben von Vorteil sein und einen Kompromiss zwischen ausreichend einfacher Montierbarkeit und mechanischer Belastbarkeit darstellen.

Gleichfalls ist es bekannt, dass Mitnehmerelement mit einem gegebenenfalls separat hergestellten Gleitelement zu verbinden, über das das Mitnehmerelement verschieblich an der Führungsschiene gehalten ist. Das Mitnehmerelement ist hierbei üblicherweise aus einem gleitfähigeren Material, wie z.B. Polyoxymethylen, hergestellt als das Mitnehmerelement, welches insbesondere aufgrund der Ausbildung wenigstens einer Schnittstelle für die Verbindung mit dem flexiblen Zugmittel vor allem mit ausreichender Festigkeit ausgelegt werden muss. Eine solche Schnittstelle wird beispielsweise durch eine Nippelkammer gebildet, die einen Seilnippel eines Seilzuges formschlüssig aufnimmt.

Bei form- und/oder kraftschlüssig mit einer (Kunststoff-) Fensterscheibe verbundenen Mitnehmerelementen stellt sich stets die Problematik, Relativbewegungen zwischen der Scheibe und dem Mitnehmerelement im Betrieb des Fensterhebers zu vermeiden oder zumindest so gering wie möglich zu halten. Hierfür sind üblicherweise Dämpfungsmittel an dem Mitnehmerelement vorzusehen. Darüber hinaus muss ein einzeln hergestelltes und mit der Fensterscheibe z.B. über eine Clips- oder Schnappverbindung verbundenes Mitnehmerelement regelmäßig aus einem vergleichsweise teuren Polyamid hergestellt werden, um den im Betrieb auftretenden Belastungen standzuhalten. Ferner können die Herstellung und die Montage eines Mitnehmerelements mit einem aus einem anderen Material gefertigten Gleitelement unter Umständen vergleichsweise aufwendig und kostenintensiv sein.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fensterheberbaugruppe insbesondere in dieser Hinsicht weiter zu verbessern.

Diese Aufgabe wird sowohl mit einer Fensterheberbaugruppe des Anspruchs 1 als auch mit einer Fensterheberbaugruppe des Anspruchs 1 1 gelöst.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist eine Fensterheberbaugruppe vorgeschlagen, die wenigstens das Folgende aufweist:

- eine entlang einer Verstellrichtung zu verstellende (Fahrzeug-) Fensterscheibe, wobei die Verstellrichtung durch wenigstens eine Führungsschiene der

Fensterheberbaugruppe vorgegeben ist,

- ein flexibles Zugmittel, zum Beispiel ein Seilzug, zur Übertragung einer Verstellkraft für die Verstellung der Fensterscheibe,

- ein Mitnehmerelement, das mit der Fensterscheibe und dem Zugmittel verbunden ist, und

- ein mit dem Mitnehmerelement verbundenes Gleitelement, über das das Mitnehmerelement verschieblich an der Führungsschiene gehalten ist. Erfindungsgemäß ist ein an einen Verbindungsabschnitt der Fensterscheibe angeformter Adapter vorgesehen, der eine sich insbesondere in Verstellrichtung und im Wesentlichen quer hierzu erstreckende Stützstruktur sowie das Mitnehmerelement ausbildet. Dabei ist eine Ausdehnung der Stützstrukturen entlang einer im Wesentlichen quer zur Verstellrichtung und im Wesentlichen parallel zu einer von der Fensterscheibe definierten Scheibenebene verlaufenden Querrichtung wenigstens doppelt so groß wie eine Ausdehnung des Mitnehmerelement entlang der Querrichtung.

Gemäß dem ersten Erfindung Aspekt ist folglich ein Adapter einstückig mit einer Stützstruktur und dem die Schnittstelle für die Anbindung des flexiblen Zugmittels ausbildenden Mitnehmerelement ausgebildet und an die Fensterscheibe angeformt. Hierbei ist vorzugsweise die Breite der Stützstruktur entlang der parallel zur Scheibenebene verlaufenden Querrichtung wenigstens doppelt so groß wie eine projizierte Breite des Mitnehmerelements entlang dieser Querrichtung. Auf diese Weise wird durch den an die Fensterscheibe angeformten Adapter nicht nur eine besonders stabile und spielfreie Verbindung zwischen Fensterscheibe und dem Mitnehmerelement erreicht, sondern durch die ausgeprägte Stützstruktur auch eine verbesserte Führungsstabilität und Belastbarkeit erreicht, die gegebenenfalls auch die Verwendung eines kostengünstigeren Herstellungsmaterials gestattet. Durch die Anformung des die Stützstruktur und das Mitnehmerelement ausbildenden Adapters an die Fensterscheibe wird zudem eine Verringerung der separat zu montierenden Teile der Fensterheberbaugruppe erreicht. Ferner ist die Montierbarkeit der Fensterheberbaugruppe vereinfacht. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Stützstruktur im Bereich einer Scheibenunterkante der Fensterscheibe über einen Großteil oder über die gesamte Breite der Fensterscheibe quer zur Verstellrichtung. Derart kann über die Stützstruktur des Adapters eine lokale Versteifung der Fensterscheibe im Bereich ihrer Scheibenunterkante erreicht werden. Dies kann insbesondere bei einer Fahrzeug- Fensterscheibe von Vorteil sein, die zumindest teilweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist.

In einer Ausführungsvariante ist die Stützstruktur in Richtung des Mitnehmerelements verjüngend ausgeführt. Hierdurch kann eine verbesserte Krafteinleitung und Kraftverteilung für die im Betrieb auftretenden Belastungen zwischen Fensterscheibe und Mitnehmerelement erreicht werden. Vor dem Hintergrund einer verbesserten Kräfteverteilung und Bauraumnutzung kann auch vorgesehen sein, dass die Stützstruktur eine Rippenstruktur ausbildet. Eine Ausdehnung dieser Rippenstruktur entlang der Querrichtung ist vorzugsweise wenigstens doppelt so groß wie eine Ausdehnung des Mitnehmerelements entlang der Querrichtung. Beispielsweise kann sich der angeformte Adapter über einen Großteil oder über die gesamte Breite der Fensterscheibe erstrecken, so das die Breite der Stützstruktur im Bereich der Scheibenunterkante die (projizierte) Breite des Mitnehmerelement entlang der Querrichtung um das wenigstens Drei- oder Vierfache übersteigt. Die Breite der Rippenstruktur ist entlang der Querrichtung geringer als die Gesamtbreite der Stützstruktur, aber übersteigt dennoch die (projizierte) Breite des Mitnehmerelements wenigstens um das Doppelte.

In einem Ausführungsbeispiel ist der Verbindungsabschnitt der Fensterscheibe, an den der Adapter angeformt ist, an einer Scheibenunterkante der Fensterscheibe vorspringend ausgebildet. In einer Weiterbildung ist dieser Verbindungsabschnitt schwertförmig vorspringend ausgebildet. Durch die schwertförmige Geometrie des Verbindungsabschnitts steht eine größere Fläche für die Anformung des Adapters zur Verfügung. Ferner wird hierdurch eine zusätzliche Versteifung erreicht. So kann sich die Rippenstruktur des Adapters gerade über den schwertförmigen Verbindungsabschnitt erstrecken.

Grundsätzlich bietet sich die erfindungsgemäße Lösung bei Fensterscheiben für Fahrzeuge an, die zumindest teilweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sind. Der Adapter, der die Stützstrukturen und das Mitnehmerelement bzw. einen für die Verbindung mit dem flexiblen Zugmittel vorgesehenen Mitnehmergrundkörper ausbildet, kann hierbei an die Kunststoff-Fensterscheibe und vorzugsweise an deren aus dem Kunststoffmaterial hergestellten Verbindungsabschnitt angespritzt sein. Vorzugsweise ist hierbei folglich insbesondere die Stützstruktur an die (Kunststoff-) Fensterscheibe und deren Verbindungsabschnitt in einem Spritzgießverfahrens angespritzt.

In einer Ausführungsvariante weist der Adapter zusätzlich ein Manipulationsschutzelement auf, über das ein Eingriff eines an der Fensterscheibe entlang geführten Manipulationswerkzeugs an dem Adapter vorbei blockiert ist. Das an dem Adapter vorgesehene Manipulationsschutzelement dient somit im eingebauten Zustand der Fensterheberbaugruppe dem Einbruchschutz und soll verhindern, dass über ein Manipulationswerkzeug ein unerlaubtes Absenken der Fensterscheibe oder ein unerlaubtes Öffnen eines Fahrzeugtürschlosses erfolgt. Das Manipulationsschutzelement ist hierfür beispielsweise längserstreckt und entlang der Querrichtung verlaufend ausgebildet.

Hierbei erstreckt sich das Manipulationsschutzelement in einer Ausführungsvariante für einen besonders effektiven Einbruchschutz über einen Großteil oder sogar die gesamte Breite der Fensterscheibe im Bereich der Scheibenunterkante. Das Manipulationsschutzelement kann beispielsweise zumindest mit einem Abschnitt abgewinkelt zur Scheibenebene verlaufen, um im eingebauten Zustand der Fensterheberbaugruppe, zum Beispiel in eine Fahrzeugtür, zu verhindern, dass ein Manipulationswerkzeug über das Manipulationsschutzelement hinweg in einen Karosserieinnenraum, insbesondere in einen Türinnenraum hinein eingeführt werden kann, wenn die Fensterscheibe geschlossen ist. So kann das Manipulationsschutzelement beispielsweise einen durchgehenden, sich entlang der Querrichtung erstreckenden Quersteg an dem Adapter ausbilden. Vorzugsweise ist hierbei das Manipulationsschutzelement einschließlich seines Quersteges ebenfalls einstückig mit der Stützstruktur und dem Mitnehmerelement ausgebildet und folglich an dem Adapter ausgeformt, vorzugsweise im Bereich einer bei bestimmungemäßer Montage in ein Fahrzeug dem Außenraum zugewandten Außenseite des Adapters. Gemäß einem weiteren Erfindungsaspekt ist eine Fensterheberbaugruppe vorgesehen, bei der nicht zwingend ein Adapter vorgesehen werden muss. Hier ist demgegenüber erfindungswesentlich, dass ein Mitnehmerelement der Fensterheberbaugruppe mit einem als separatem Bauteil und beispielsweise aus einem reibungsoptimierten Material wie Polyoxymethylen (POM) ausgeführten Gleitelement über eine wenigstens zweistufige Rastverbindung verbunden ist. Das mit dem Mitnehmerelement verbundene Gleitelement steht mit der Führungsschiene in Eingriff, um das Mitnehmerelement verschieblich an der Führungsschiene zu halten. Über die wenigstens zweistufige Rastverbindung sind hierbei das Gleitelement und das Mitnehmerelement in einer Montageposition und einer hierzu verschiedenen Funktionsposition relativ zueinander arretierbar. In der Montageposition ist über die Rastverbindung ferner eine Relativbewegung zwischen Gleitelement und Mitnehmerelement derart ermöglicht, dass das Gleitelement und das Mitnehmerelement die Funktionsposition einnehmen, wenn das Mitnehmerelement mit dem Gleitelement erstmalig in eine Endposition verstellt wird, die einer Endlage der Fensterscheibe, mithin einer vollständig geschlossenen oder maximal geöffneten Position der Fensterscheibe, entspricht. Über die Rastverbindung zwischen Gleitelement und Mitnehmerelement sind somit zwei unterschiedliche Relativlagen der beiden genannten Elemente relativ zueinander vorgegeben, wobei die beiden Elemente zunächst in einer ersten Position, der Montageposition, zu Montagezwecken aneinander festgelegt werden können. Die Anordnung des Gleitelements und des Mitnehmerelement aneinander sowie die Rastverbindung sind hierbei beispielsweise so ausgelegt, dass nach der Vormontage die beiden Elemente dauerhaft ihre für den bestimmungsgemäßen Betrieb vorgesehene zweite Position, die Funktionsposition, relativ zueinander einnehmen, wenn das Mitnehmerelement im Rahmen des Montageprozesses und nach bestimmungsgemäßem Einbau, zum Beispiel in eine Fahrzeugtür, erstmalig in eine (obere oder untere) Endposition verstellt wird.

Hierfür kann die Rastverbindung derart ausgebildet sein, dass eine in der Montageposition vorhandene Arretierung über die Rastverbindung zwischen dem Gleitelement und dem Mitnehmerelement lösbar ist und das Mitnehmerelement und das Gleitelement selbsttätig die Funktionsposition relativ zueinander einnehmen und in dieser arretiert werden, wenn das Mitnehmerelement und das Gleitelement über das flexible Zugmittel erstmalig gemeinsam in die Endposition verstellt werden. Folglich wird hierbei ein Teil der für die Verstellung der Fensterscheibe nutzbaren und über das flexible Zugmittel an das Mitnehmerelement übertragenen Verstellkraft dazu verwendet, das Gleitelement und das Mitnehmerelement ihre Funktionsposition einnehmen zu lassen.

In einem Ausführungsbeispiel sind zu diesem Zweck das Gleitelement und das Mitnehmerelement relativ zueinander verschieblich gehalten, sodass mit der Verstellung des Mitnehmerelement in die jeweilige Endposition eine Verschiebung des Mitnehmerelement relativ zu dem Gleitelement oder umgekehrt eine Verschiebung des Gleitelements relativ zu dem Mitnehmerelement erfolgt, um die Funktionsposition einzunehmen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Gleitelement in der Montageposition mit einem Abschnitt in Verstellrichtung von dem Mitnehmerelement vorsteht. Bei Verstellung des Mitnehmerelements in die in der Verstellrichtung liegende Endposition schlägt dann das Gleitelement an einem Anschlag an und ist hierüber gegen eine weitere Verstellung in Verstellrichtung gesperrt. Die Rastverbindung zwischen Gleitelement und Mitnehmerelement ist hier nun so ausgebildet, dass durch die auf das Mitnehmerelement in Verstellrichtung wirkende Verstellkraft die Arretierung zwischen Gleitelement und Mitnehmerelement gelöst wird und das Mitnehmerelement relativ zu dem Gleitelement weiter in die Verstellrichtung verstellbar ist. Wurde das Mitnehmerelement hiernach ausreichend weit in Verstellrichtung verstellt und nehmen das Gleitelement und das Mitnehmerelement die Funktionsposition relativ zueinander ein, verrasten beide Elemente wieder miteinander und sind so in der Funktionsposition relativ zueinander arretiert. Die Arretierung über die Rastverbindung in der Funktionsposition kann hierbei so ausgelegt sein, dass diese Arretierung bei normalen Betrieb der Fensterheberbaugruppe nur mithilfe eines Werkzeugs wieder gelöst werden kann, um z.B. einen Eingriff einer Raste oder mehrerer Rasten der Rastverbindung in eine jeweils zugeordnete Rastöffnung der Rastverbindung zu lösen. Demgegenüber kann die Arretierung in der Montageposition derart ausgelegt sein, dass auch noch ein manuelles Lösen der Arretierung ohne einen Werkzeugeinsatz gestattet ist.

Für die Arretierung des Gleitelements und des Mitnehmerelements in der Montageposition und der Funktionsposition ist vorzugsweise jeweils eine Paarung zwischen wenigstens einer Raste oder Rastnase und einer Rastöffnung vorgesehen. Beispielsweise wirkt wenigstens eine flexible und/oder an einem flexiblen Abschnitt gelagerte Raste der Rastverbindung mit wenigstens zwei unterschiedlichen Rastöffnungen zusammen, um die Montageposition und die Funktionsposition vorzugeben. Die Rastöffnungen können hierbei entlang einer Verstellrichtung hintereinander angeordnet sein, sodass eine Raste durch ein Verschieben eines der Elemente relativ zu dem anderen Element mit der nächsten Rastöffnung in Eingriff gelangen kann. Die Montageposition ist somit über die eine Rastöffnung und die Funktionsposition über die andere Rastöffnung vorgegeben. In einer alternativen Ausführungsvariante wirkt für die Vorgabe der Montageposition wenigstens eine flexible und/oder an einem flexiblen Abschnitt gelagerte erste Raste mit einer ersten Rastöffnung zusammen, während für die Vorgabe der Funktionsposition eine weitere, zweite raste mit der ersten Rastöffnung oder mit einer weiteren, zweiten Rastöffnung zusammenwirkt. Im Unterschied zu der vorgenannten Ausführungsvariante, bei der nur eine raste mit zwei unterschiedlichen Rastöffnungen für die Vorgabe der wenigstens zwei Positionen vorgesehen ist, sind hier also wenigstens zwei Rasten vorgesehen, die die je nach Relativlage des Mitnehmerelements und des Gleitelements zueinander mit der ersten Rastöffnung und/oder mit der zweiten Rastöffnung in Eingriff stehen.

Grundsätzlich kann eine Raste dabei an dem Mitnehmerelement und eine Rastöffnung an dem Gleitelement vorgesehen sein oder umgekehrt. In einem Ausführungsbeispiel sind das Gleitelement und das Mitnehmerelement über die Rastverbindung manuell in der Montageposition anordnenbar und aneinander arretierbar. Die Rastverbindung ist somit derart ausgelegt, dass das Gleitelement und das Mitnehmerelement von einem Monteur manuell in der Montageposition zueinander angeordnet und aneinander arretierbar werden können.

Alternativ oder ergänzend kann das Gleitelement vor seiner Verbindung mit dem Mitnehmerelement an die Führungsschienen vormontierbar und nachträglich mit dem Mitnehmerelement über die wenigstens zweistufige Rastverbindung verbindbar sein. In dieser Ausführungsvariante wird folglich das Gleitelement zunächst verschieblich an die Führungsschiene vormontiert. In einem nachfolgenden Montageschritt wird dann - vorzugsweise manuell - das Mitnehmerelement mit dem Gleitelement verbunden, sodass die beiden Elemente in der Montageposition vorliegen. Erst in einem nachfolgenden Montageschritt wird dann beispielsweise durch Betätigung eines elektromotorischen Antriebs der Fensterheberbaugruppe und das Verstellen des Mitnehmerelements in eine der möglichen Endpositionen, wie zuvor erläutert, eine Relativbewegung zwischen dem Gleitelement und dem Mitnehmerelement erzwungen, über die die Elemente in ihre Funktionsposition gelangen und in dieser selbsttätig arretiert werden. Das Gleitelement kann in der Montageposition an oder in dem Mitnehmerelement entlang einer Verschieberichtung verschieblich gelagert sein und/oder das Mitnehmerelement kann (umgekehrt) in der Montageposition an oder in dem Gleitelement entlang einer Verschieberichtung verschieblich gelagert sein. Es wird folglich über die Rastverbindung nicht nur eine Arretierung der beiden Elemente aneinander in der Montageposition bereitgestellt. Vielmehr ist ferner ein Formschluss zwischen dem Gleitelement und dem Mitnehmerelement vorgesehen, um die beiden Elemente verschieblich aneinander zu halten, wenn eine über die Rastverbindung bereitgestellte Arretierung gelöst ist.

So können für die verschiebliche Lagerung und/oder deren Sicherung wenigstens zwei sich quer zur Verschieberichtung gegenüberliegende Umgriffsabschnitte vorgesehen sein, die jeweils einen Rand des jeweiligen verschieblich gelagerten Elements zumindest teilweise umgreifen. Über die sich gegenüberliegenden Umgriffsabschnitte sind somit die beiden Elemente formschlüssig miteinander verbunden und gleichzeitig relativ zueinander entlang der Verschieberichtung verschieblich gehalten.

Bei den vorgenannten, den zweien Erfindungsaspekt betreffenden Ausführungsbeispielen mit einem als separatem Bauteil ausgeführten Gleitelement kann selbstverständlich ebenfalls vorgesehen sein, dass das Mitnehmerelement von einem Adapter ausgebildet ist, der an einen Verbindungsabschnitt einer zu verstellenden (Kunststoff-) Fensterscheibe angeformt ist. Ein solcher Adapter kann dann entsprechend dem ersten Erfindungsaspekt auch eine Stützstruktur aufweisen.

Über eine Fensterheberbaugruppe gemäß dem zweiten Erfindungsaspekt kann auch ein verbessertes Verfahren zur Montage einer Fensterheberbaugruppe bereitgestellt werden. So kann mittels der wenigstens zweistufigen Rastverbindung zunächst das Gleitelement an die Führungsschiene der Fensterheberbaugruppe vormontiert und manuell mit dem Mitnehmerelement verbunden werden, sodass das Gleitelement und das Mitnehmerelement in ihrer Montageposition über die wenigstens zweistufige Rastverbindung arretiert sind. Über die Rastverbindung wird somit eine Vorrastposition vorgegeben, bei der eine Raste eines der beiden Elemente in eine der Montage- bzw. Vorrastposition zugeordnete Rastöffnung des anderen Elements eingreift. Anschließend wird durch Aufbringen einer Verstellkraft über das mit dem Mitnehmerelement verbundene flexible Zugmittel das Mitnehmerelement in eine Endposition verstellt. Hierdurch nehmen das Gleitelement und das Mitnehmerelement ihre Funktionsposition ein und werden in dieser über die Rastverbindung arretiert. Die erfindungsgemäße Lösung wird vor allem für einen Fahrzeug-Seilfensterheber als vorteilhaft erachtet, bei dem ein flexibles Zugmittel durch einen Seilzug gebildet ist.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden bei der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren deutlich werden.

Hierbei zeigen: Figuren 1A bis 1 E in verschiedenen Ansichten ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fensterheberbaugruppe mit einem an eine Kunststoff-Seitenscheibe angeformten Adapter, der ein Mitnehmerelement mit einem hieran verrasteten Gleitelement ausbildet;

Figuren 2A bis 2B verschiedene Ansichten einer Stützstruktur und des

Mitnehmerelements des Adapters in vergrößertem Maßstab; Figur 3A in vergrößertem Maßstab der Adapter mit der Stützstruktur und dem Mitnehmerelement und einem erst teilweise an das Mitnehmerelement eingeschobenen Gleitelement; Figur 3B eine perspektivische Ansicht des Gleitelements;

Figur 3C eine Schnittdarstellung einer Führungsschiene der

Fensterheberbaugruppe mit dem hieran verschieblich gelagerten Gleitelement;

Figur 4A in mit der Figur 3A übereinstimmender Ansicht den Adapter mit dem Mitnehmerelement und dem hieran eingeschobenen Gleitelement in einer bestimmungsgemäßen Funktionsposition;

Figur 4B eine weitere Schnittdarstellung der Führungsschiene mit daran verschiebliche gehaltenen Gleitelement;

Figuren 5A bis 5B in vergrößertem Maßstab und in unterschiedlichen

Ansichten das an einem Abschnitt der Führungsschiene bestimmungsgemäß gehaltene Gleitelement.

Die Figuren 1A bis 1 E zeigen in unterschiedlichen Ansichten ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fensterheberbaugruppe F, bei der eine zu verstellende Fensterscheibe in Form einer Seitenscheibe S entlang einer Führungsschiene FS verstellbar ist. Die Verstellung erfolgt hierbei über ein nicht dargestelltes flexibles Zugmittel in Form eines Seilzuges. Dieser Seilzug ist über an seinen Enden vorgesehene Seilnippel mit einem Mitnehmerelement 11 formschlüssig verbunden. Das Mitnehmerelement 1 1 ist verschieblich an der Führungsschiene FS gehalten und mit der Seitenscheibe S verbunden.

Das Mitnehmerelement 1 1 wird vorliegend durch einen Adapter 1 ausgebildet, der im Bereich einer Scheibenunterkante SU der Seitenscheibe S angeformt ist. Die Seitenscheibe S ist als Kunststoff-Fensterscheibe ausgeführt und folglich zumindest teilweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt. Der Adapter 1 ist im Wege eines Spritzgieß- oder Spritzpräge-Herstellungsverfahrens an die Seitenscheibe S angespritzt und damit in die Seitenscheibe S integriert. Der Adapter 1 mit dem Mitnehmerelement 1 1 muss z.B. folglich nicht über eine Rast- oder Clipsverbindung mit der Seitenscheibe S verbunden werden. Über die Anformung des Adapters 1 an die Seitenscheibe S ist zudem sichergestellt, dass es zu keiner Relativbewegung zwischen der Seitenscheibe S und dem Mitnehmerelement 1 1 im Betrieb des Fensterhebers kommen kann.

Für eine besser belastbare und stabilere Verbindung zwischen dem Adapter 1 und der Seitenscheibe S bildet der Adapter 1 zusätzlich zu dem Mitnehmer 1 1 eine Stützstruktur

10 aus. Diese Stützstruktur 10 bildet eine Verbindung zwischen der Scheibenunterkante SU und dem Mitnehmerelement 1 1 , an dem die Verstellkräfte zur Verstellung der Seitenscheibe S eingeleitet werden. Die Stützstruktur 10 erstreckt sich hierbei über die gesamte Breite B der Seitenscheibe S im Bereich der Scheibenunterkante SU. Um hierbei zu dem in seinen Abmessungen - insbesondere bezogen auf die Breite B - deutlich kleineren Mitnehmerelement 1 1 eine kraftleitungsoptimierte Anbindung an die Seitenscheibe S zur Verfügung zu stellen, verjüngt sich die Stützstruktur 10 in Richtung des Mitnehmerelements 1 1. Dabei ist der sich verjüngende Bereich mit einer Rippenstruktur 102 versehen.

Die Rippenstruktur 102 ist vor allem im Bereich eines als Verbindungsschwert SW ausgebildeten Verbindungsabschnitts der Seitenscheibe S ausgebildet und an dieses Verbindungsschwert SW angespritzt. Das Verbindungsschwert SW steht an der Scheibenunterkante SU vorspringend hervor. Indem die Seitenscheibe S hierüber lokal in einem Bereich vergrößert ist, in dem die Anbindung des Mitnehmerelements 11 erfolgt, wird eine vergrößerte Verbindungsfläche für den Adapter 1 mit dem Mitnehmerelement

11 und der Stützstruktur 10 bereitgestellt. Hierüber ist die Steifigkeit der durch den Adapter 1 und die Seitenscheibe S definierten Unterbaugruppe weiter erhöht.

Die Rippenstruktur 102 erstreckt sich im Bereich der Scheibenunterkante SU mit einer maximalen Breite b102 entlang einer Querrichtung y, die im Wesentlichen quer zu den durch die Führungsschiene FS definierten Verstellrichtungen V1 und V2 zum Absenken und Anheben der Seitenscheibe S und im Wesentlichen parallel zu der durch die Seitenscheibe S definierten Scheibenebene verläuft. Die maximale Breite b102 der in etwa mittig an der Scheibenunterkante SU vorgesehenen Rippenstruktur 102 überspannt vorliegend etwa die Hälfte der (Gesamt-) Breite B der Seitenscheibe S im Bereich ihrer Scheibenunterkante SU.

Eine auf die Querrichtung y projizierte Breite b1 1 des Mitnehmerelement 1 1 ist hierbei deutlich kleiner als die Breite b102 der Rippenstruktur 102 und damit auch deutlich kleiner als die gesamte Breite B des Adapters 1. Für eine als vorteilhaft erachtete Stabilität und Steifigkeit bei vergleichsweise geringem Materialeinsatz ist die Breite b102 der sich ausgehend von der Scheibenunterkante SU in Richtung des Mitnehmerelement 11 verjüngenden Rippenstruktur 102 und damit die gesamte Breite B des Adapters 1 wenigstens doppelt so groß wie die auf die Querrichtung y projizierte Breite B 1 1 des Mitnehmerelements 1 1.

Im Bereich der Scheibenunterkante SU bildet die Stützstruktur 10 des Adapters 1 eine nutförmige Aussparung 100 aus. Der Adapter 1 mit der Stützstruktur 10 ist folglich so an die Seitenscheibe S, vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial, angespritzt, dass die Scheibenunterkante SU über ihre gesamte Breite B von der Stützstruktur 10 eingefasst ist und in der nutförmigen Aussparung 100 aufgenommen ist.

Im Bereich der Aussparung 100 bildet der Adapter 1 ferner ein Manipulationsschutzelement in Form eines vorstehenden Quer- oder Schutzstegs 101 aus. Dieser Schutzsteg 101 steht im Wesentlichen senkrecht zu den Verstellrichtungen V1 und V2 an dem Adapter 1 vor. Im bestimmungsgemäß eingebauten Zustand der Fensterheberbaugruppe F steht der Schutzsteg 101 in Richtung einer Fahrzeugaußenseite vor. Über den Schutzsteg 101 soll dabei verhindert werden, dass bei geschlossener Seitenscheibe S in unzulässiger Weise ein Manipulationswerkzeug an der Seitenscheibe S entlang und an dem Adapter 1 vorbei in eine Fahrzeugtür eingeführt wird, um beispielsweise unerwünscht die Seitenscheibe S abzusenken oder die Fahrzeugtür zu öffnen. Der längserstreckte Schutzsteg 101 verläuft vorliegend über die gesamte Breite B der Seitenscheibe S im Bereich der Scheibenunterkante SU und um 90° abgewinkelt zur Scheibenebene der Seitenscheibe S.

Wie insbesondere in der Zusammenschau mit den Figuren 2A und 2B veranschaulicht ist, bildet das über den Adapter 1 an die Seitenscheibe S angeformte Mitnehmerelement 11 zwei Schnittstellen aus, einerseits eine erste Schnittstelle für die Verbindung mit dem Seilzug und andererseits eine zweite Schnittstelle für ein separates Gleitelement 2, über das das Mitnehmerelement 1 1 und damit die Seitenscheibe S verschieblich an der Führungsschiene FS gehalten ist.

Für die Verbindung mit dem Seilzug sind an dem Mitnehmerelement 1 1 des (Kunststoff-) Adapters 1 zwei Nippelkammern 1 10a und 1 10b vorgesehen. Diese Nippelkammern 110a und 1 10b dienen der Aufnahme von Seilnippel des Seilzuges sowie von eventuell zusätzlich vorgesehenen Elementen zur Dämpfung und zum Seillängenausgleich in Form von Federn oder dem fern. Ferner ist an dem Mitnehmerelement 11 auch eine Seilführung 1 12 ausgebildet, um die Seilenden mit den Seil Nippeln an dem Mitnehmerelement 1 1 verlegen und geführt umlenken zu können. Für die Verbindung mit einem Gleitelement 2 ist an dem Mitnehmerelement 1 1 ferner eine längserstreckte, kanalförmige Aufnahme 1 1 l auf einer den Nippelkammern 1 10a und 110b gegenüberliegenden Seite des Mitnehmerelements 1 1 ausgebildet. Das Gleitelement 2 ist hierbei über eine zwei- oder dreistufige Rastverbindung an dem Mitnehmerelement 11 gehalten, um dem Mitnehmerelement 1 1 und dem Gleitelement 2 unterschiedliche Relativlagen zueinander vorzugeben, in denen die beiden Elemente 1 1 und 2 jeweils zueinander arretiert sind. Dies wird nachfolgend noch im Detail näher erläutert werden.

Mit den Figuren 3A bis 3C, 4A bis 4B und 5A bis 5B werden weitere Details des an die Seitenscheibe S angeformten Adapters 1 und insbesondere des von ihm ausgebildeten Mitnehmerelement 11 veranschaulicht. Hierbei zeigen die Figuren 3A und 3B das Gleitelement 2 jeweils mit Blick auf - bezogen auf die spätere Einbausituation - eine Innenseite in einem Zustand, in dem das Gleitelement 2 teilweise oder vollständig an das Mitnehmerelement 11 eingeschoben ist.

Das Gleitelement 2 ist hierfür mit einem längserstreckten Vorsprung 21 ausgebildet, der in die kanalartige Aufnahme 1 1 1 des Mitnehmerelements 11 entlang der Anbringungsrichtung E eingeschoben werden kann. Ferner ist das Gleitelement 2 über von dem Mitnehmerelement 1 1 ausgebildete Haltelaschen 1 13a, 1 13b und 1 14 relativ zu dem Mitnehmerelement 1 1 verschieblich oder umgekehrt das Mitnehmerelement 1 1 relativ zu dem Gleitelement 2 verschieblich gehalten. Ein Paar Haltelaschen 1 13a, 113b sind hierfür quer zur Verstellrichtung V1 oder V2 zu einer Haltelasche 1 14 gegenüberliegend angeordnet, so das die Haltelaschen 1 13a, 1 13b und 1 14 jeweils einen von zwei Halteschenkeln 23, 24 des Gleitelements 2 randseitig teilweise umgreifen können und damit das Gleitelement 2 quer zur Verstellrichtung V1 , V2 und quer zu einer Anbringungs- oder Verschieberichtung E an dem Mitnehmerelement 1 1 sichern.

Das Gleitelement 2 ist aus einem besonders gleitfähigen Material hergestellt und kann über einen Führungsschlitz 20 im Bereich des Vorsprungs 21 mit der Führungsschiene FS in an sich bekannter Art und Weise in Eingriff gebracht werden. Derart muss das Mitnehmerelement 11 nicht selbst aus dem besonders gleitfähigen und damit vergleichsweise teuren (Kunststoff-) Material hergestellt werden, sondern lediglich das kleiner dimensionierte Gleitelement 2. Das Gleitelement 2 muss jedoch im Betrieb des Fensterhebers sicher an dem Mitnehmerelement 11 fixiert sein, um das Mitnehmerelement 11 an der Führungsschiene FS entlang verstellen zu können. Gleichzeitig soll der Zusammenbau der beiden Elemente 11 und 2 vergleichsweise einfach möglich sein. Dies wird vorliegend über eine zweistufige Rastverbindung erreicht.

Hierfür weist das Gleitelement 2 an seinem Vorsprung 21 einen flexibel oder sogar elastisch ausgebildeten Rastenabschnitt 210 auf, an dem zwei Rasten 21a und 21b in Form von Rastnasen ausgebildet sind. Diese Rasten 21aund 21b sind entlang der Anbringungsrichtung E hintereinander angeordnet und stehen jeweils an dem Rastenabschnitt 210 hervor. Für die vorgesehene Flexibilität des Rastenabschnitts 210 überspannt dieser entlang der Anbringungsrichtung E brückenartig eine an dem Vorsprung 21 vorgesehene Aussparung. Darüber hinaus ist der Rastenabschnitt 210 in Stützbereiche 210.1 und 210.2 mit unterschiedlichen Wandstärken versehen, die die Rasten 21a und 21b tragen, um eine Arretierung über die einzelne Raste 21b leichter lösbar zu gestalten als eine Arretierung über beide Rasten 21a und 21b. Die Rasten 21a und 21b können somit mit Rastöffnungen 111a, 111b, 111c in Eingriff gelangen, die innerhalb der kanalartigen Aufnahme 111 des Mitnehmerelements 11 ausgebildet sind. Auch diese Rastöffnungen 111a, 111b und 111c sind entlang der Anbringungsrichtung E hintereinander angeordnet. Wird folglich das Gleitelement 2 mit seinem Vorsprung 21 in die Aufnahme 111 eingeschoben, verrastet zunächst die erste (Haupt-) Raste 21a mit einer ersten, eine Montageposition definierenden Rastenöffnung 111a. Wird das Gleitelement 2 weiter in die Anbringungsrichtung E relativ zu dem Mitnehmerelement 11 verschoben oder umgekehrt das Mitnehmerelement 11 entgegengesetzt hierzu relativ zu dem Gleitelement 2 verschoben, gelangt die Hauptraste 21a in Eingriff mit der nachfolgenden (Haupt-) Rastöffnung 111b, über die eine Funktionsposition der beiden Elemente 11,2 relativ zueinander vorgegeben ist.

Die Hauptrastöffnung 111b ist vorliegend zwischen den beiden anderen Rastöffnungen 111a und 111c angeordnet, sodass je nach Anbringungsrichtung E die eine oder die andere Rastöffnung 111a oder 111c die Montageposition vorgibt. Die Tiefe und Breite der die Montageposition vorgebenden Rastöffnungen 111b und 111c ist hierbei so bemessen, dass die hierüber erreichte Arretierung bei Eingriff der (Haupt-) Raste 21b mit vergleichsweise kleinem Kraftaufwand wieder gelöst werden kann, um das Gleitelement 2 und das Mitnehmerelement 11 weiter relativ zueinander zu verstellen. Greift demgegenüber die Hauptraste 21b in die mittlere Hauptrastöffnung 111b ein, greift gleichzeitig auch die weitere (Neben-) Raste 21a in eine der weiteren Rastöffnungen 11 1 a oder 1 1 1 c ein. Die hierüber bereitgestellte Arretierung ist somit deutlich schwerer wieder zu lösen, sodass die dann in ihrer Funktionsposition zueinander vorliegenden Elemente 2 und 1 1 im Betrieb des Fensterhebers sicher aneinander fixiert sind. Im Rahmen eines möglichen Montageprozesses kann das Gleitelement 2 zunächst an die Führungsschiene FS vormontiert werden und anschließend manuell mit dem an die Seitenscheibe S angeformten Mitnehmerelement 1 1 verbunden werden. Hierfür wird das Gleitelement 2 über die durch die Rastöffnungen 1 1 1 a, 1 1 1 b und 1 1 1 c sowie die Rasten 21 a und 21 b definierte mehrstufige Rastverbindung in das Mitnehmerelement 11 eingeclipst. Hierfür muss das über seinen Führungsschlitz 20 an der Führungsschiene FS verschieblich gehaltene Gleitelement 2 manuell lediglich in die kanalförmige Aufnahme 1 1 1 des Mitnehmerelements 11 (ausreichend weit) eingeschoben werden.

Damit das Gleitelement 2 dann die in der Figur 4A dargestellte Relativlage zu dem Mitnehmerelement 11 einnimmt und somit die beiden Elemente 2 und 1 1 in ihrer Funktionsposition zueinander arretierbar sind, wird über den an dem Mitnehmerelement 11 angreifenden Seilzug die Seitenscheibe S in Verstellrichtung V1 abgesenkt und in eine untere Endlage verstellt. Hierbei schlägt das in der Montageposition in der Verstellrichtung V1 von dem Mitnehmerelement 1 1 vorstehende Gleitelement 2 an einem unteren Endanschlag an, sodass das Mitnehmerelement 1 1 in der Verstellrichtung V1 relativ zu dem Gleitelement 2 verschoben wird. Die dabei auf das Mitnehmerelement 11 wirkende Verstellkraft ist hierbei ausreichend groß, um die Arretierung der Montageposition zu lösen und das Mitnehmerelement 1 1 soweit relativ zu dem Gleitelement 2 zu verstellen, dass dann beide Rasten 21 a und 21 b mit den beiden Rastöffnungen 1 1 1 a und 1 1 1 b des Mitnehmerelements 1 1 verrasten. Das bestimmungsgemäß in der Funktionsposition mit dem Mitnehmerelement 1 1 verrastete Gleitelement 2 stellt dann eine leichtgängige Verschieblichkeit entlang der Führungsschiene FS sicher. Für eine definierte und dauerhaft stabile Anlage an der Führungsschiene FS sind innerhalb des Führungsschlitzes 20 des Gleitelements 2 lokal und zueinander versetzt leicht konvex gewölbte Kontaktbereiche 201 , 202, 203 und 204 ausgebildet. Ferner sind an dem (schmaleren) Halteschenkel 24 des Gleitelements 2 entlang der Verstellrichtung V1 oder V2 hintereinander angeordnete und vorspringende Stützstege 22a, 22b und 22c zur Anlage an der Führungsschiene FS vorgesehen. Bezugszeichenliste

1 Adapter

10 Stützstruktur

100 Aussparung

101 Schutzsteg (Manipulationsschutzelement)

102 Rippenstruktur

1 1 Mitnehmerelement

1 10a, 1 10b Nippelkammer (Schnittstelle für Seilanbindung)

1 1 1 Aufnahme (Schnittstelle für Verbindung mit Gleitelement) 1 1 1 a, 1 1 1 c Rastöffnung

1 1 1 b Hauptrastöffnung

1 12 Seilführung

1 13a, 1 13b Haltelasche (1. Umgriffsabschnitt)

1 14 Haltelasche (2. Umgriffsabschnitt)

2 Gleitelement

20 Führungsschlitz

201 , 202, 203, 204 Kontaktbereich

21 Vorsprung

210 Rastenabschnitt

210.1 , 210.2 Stützbereich

21 a, 21 b Raste

22a, 22b, 22c Stützsteg

23 Halteschenkel

24 Halteschenkel

B Breite Stützstruktur

b1 1 (projizierte) Breite Mitnehmerelement

b102 Breite Rippenstruktur

E Anbringungs- / Verschieberichtung

F Fensterheberbaugruppe

FS Führungsschiene

S Seitenscheibe

SU Scheibenunterkante

SW Verbindungsschwert (Verbindungsabschnitt)

V1 , V2 Verstellrichtung

y Querrichtung

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