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Title:
WIPER DEVICE, WIPER COMPRISING A WIPER DEVICE, AND METHOD FOR INSTALLING A WIPER DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2023/227265
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wiper device comprising a wiper blade (10), at least one heating element (12), and a connection element (14) at least for connecting the heating element (12) to a heat energy source (60). According to the invention, the connection element (14) forms a connection direction (16) which defines a minimum angle (18) of at least 45°, preferably at least 60°, together with a main extension direction (50) of the wiper plate (10) in a perpendicular projection onto a provided wiping plane (66) of the wiper blade (10).

Inventors:
PARENTA DENIS (RS)
BOSNIC TANJA (RS)
TERENTIC ANDRIJA (RS)
JOCIC NAJDAN (RS)
GREUNLINX RAF (BE)
RAPP HARALD (DE)
TRUYENS STIJN (BE)
Application Number:
PCT/EP2023/055529
Publication Date:
November 30, 2023
Filing Date:
March 06, 2023
Export Citation:
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Assignee:
BOSCH GMBH ROBERT (DE)
International Classes:
B60S1/38
Foreign References:
DE102020200345A12021-07-15
US9714007B22017-07-25
US20110167577A12011-07-14
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Claims:
Ansprüche

1. Wischervorrichtung mit einem Wischblatt (10), mit zumindest einem Heizelement (12) und mit einem Anschlusselement (14) zumindest zu einem Anschluss des Heizelements (12) an eine Heizenergiequelle (60), dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (14) eine Anschlussrichtung (16) ausbildet, welche zumindest in einer senkrechten Projektion auf eine vorgesehene Wischebene des Wischblatts (10) einen minimalen Winkel (18) von mindestens 45°, vorzugsweise von mindestens 60°, mit einer Haupterstreckungsrichtung (50) des Wischblatts (10) aufspannt.

2. Wischervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (18), den die Anschlussrichtung (16), zumindest in der senkrechten Projektion auf die vorgesehene Wischebene (66) des Wischblatts (10) mit der Haupterstreckungsrichtung (50) des Wischblatts (10) aufspannt, zumindest im Wesentlichen 90° beträgt.

3. Wischervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussrichtung (16) des Anschlusselements (14) zumindest im Wesentlichen parallel zu der vorgesehenen Wischebene des Wischblatts (10) verläuft.

4. Wischervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (14) als ein Formschlussstecker (20) ausgebildet ist.

5. Wischervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (14) zusätzlich zu einer mechanischen Befestigung an einem Wischarm (64) ausgebildet ist. Wischervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussrichtungen (16) des Anschlusselements (14) zu der mechanischen Befestigung an dem Wischarm (64) und zur Verbindung mit der Heizenergiequelle (60) identisch sind. Wischervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (12) in der Haupterstreckungsrichtung (50) des Wischblatts (10) über zumindest einen Großteil einer gesamten Längserstreckung (52) des Wischblatts (10) angeordnet ist. Wischervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (12) stoffschlüssig mit dem Wischblatt (10) verbunden ist. Wischervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (14) einstückig mit einem Wischblattadapter (22) und zu einer formschlüssigen Montage des Wischblatts (10) mit einem Wischarm (64) ausgebildet ist. Wischervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (14) eine, insbesondere von Anschlusspins (24) verschiedene, Führungseinheit (26) aufweist, welche bei einer Koppelung des Wischblatts (10) mit einem Wischarm (64) und/oder des Heizelements (12) mit der Heizenergiequelle (60) eine Bewegung des Wischblatts (10) entlang der Anschlussrichtung (16) führt. Wischer (28) mit einer Wischervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche und mit zumindest dem Wischarm (64). Verfahren zur Montage einer Wischervorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit einem Wischblatt (10), mit zumindest einem Heizelement (12) und mit einem Anschlusselement (14) zumindest zu einem Anschluss des Heizelements (12) an eine Heizenergiequelle (60), dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (14) und eine mechanische Befestigung zu einer Befestigung des Wischblatts (10) an einem Wischarm (64) in einem gemeinsamen Montageschritt (48) mit dem Wischarm (64) verbunden werden.

Description:
Beschreibung und Verfahren zur

Stand der Technik

Es ist bereits eine Wischervorrichtung mit einem Wischblatt, mit zumindest einem Heizelement und mit einem Anschlusselement zumindest zu einem Anschluss des Heizelements an eine Heizenergiequelle, vorgeschlagen worden.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Wischervorrichtung mit einem Wischblatt, mit zumindest einem Heizelement und mit einem Anschlusselement zumindest zu einem Anschluss des Heizelements an eine Heizenergiequelle.

Es wird vorgeschlagen, dass das Anschlusselement eine Anschlussrichtung ausbildet, welche zumindest in einer senkrechten Projektion auf eine vorgesehene Wischebene des Wischblatts einen minimalen Winkel von mindestens 45°, vorzugsweise von mindestens 60°, mit einer Haupterstreckungsrichtung des Wischblatts aufspannt. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Wischervorrichtung kann vorteilhaft eine Montage vereinfacht werden. Vorteilhaft kann eine Zuverlässigkeit bei der Montage erhöht werden. Vorteilhaft kann eine Komplexität reduziert werden.

Unter einem „Wischblatt“ soll vorzugsweise zumindest ein Teil, bevorzugt eine Unterbaugruppe, einer Wischervorrichtung, insbesondere eines Scheibenwischers, verstanden werden. Vorzugsweise ist das Wischblatt zu einem Einsatz an einem Fahrzeug vorgesehen. Vorzugsweise bildet das Wischblatt einen Teil der Wischervorrichtung, insbesondere des Scheibenwischers, aus. Vorzugsweise ist das Wischblatt, insbesondere als Teil des Scheibenwischers, zu einer Reinigung einer Oberfläche, bevorzugt einer Oberfläche einer Scheibe, bevorzugt Fahrzeugscheibe, an einem Fahrzeug, ausgebildet. Vorzugsweise ist das Wischblatt zu einer Reinigung der Scheibe, bevorzugt der Fahrzeugscheibe wie beispielsweise einer Windschutzscheibe, mit einem Fahrzeug, vorzugsweise einem Wischarmantrieb des Fahrzeugs, gekoppelt. Vorzugsweise ist die Wischebene durch die Fahrzeugscheibe gebildet. Vorzugsweise ist das Wischblatt von einer Wischlippe und zumindest einer Federschiene gebildet, welche dazu vorgesehen ist, die Wischlippe zu fixieren und/oder eine Steifigkeit des Wischblatts zu erhöhen und/oder zu gewährleisten. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen oder ausgebildet ist, soll vorzugsweise verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt. Unter einem "Betriebszustand" soll vorzugsweise ein Zustand verstanden werden, in dem die Wischervorrichtung betriebsbereit für einen Wischvorgang und/oder einen Wischbetrieb ist und/oder sich in einem Wischbetrieb befindet, in welchem eine Wischleisteneinheit, bevorzugt die Wischlippe, des Wischblatts, insbesondere des Scheibenwischers, bevorzugt über eine Fahrzeugscheibe geführt ist und dabei vorteilhaft an der Fahrzeugscheibe anliegt.

Vorzugsweise ist das zumindest eine Heizelement dazu vorgesehen, die Wischervorrichtung, insbesondere das Wischblatt zu heizen, insbesondere dem Wischblatt Wärmeenergie zu einer Temperaturerhöhung zuzuführen. Vorzugsweise ist das Heizelement zumindest im Wesentlichen aus einem metallischen, insbesondere elektrisch leitfähigen, Material ausgebildet. Vorzugsweise weist das Heizelement zumindest einen Heizdraht und/oder Heizstab und/oder Heizspirale und/oder Heizwendel und/oder Heizrohr oder ein vergleichbar ausgebildetes Bauteil auf. Vorzugsweise weist das zumindest eine Heizelement ein Anschlusselement auf, welches dazu vorgesehen ist, dem Heizelement Heizenergie, insbesondere elektrische Heizenergie zuzuführen. Vorzugsweise stellt das Anschlusselement die Schnittstelle zwischen dem Heizelement und der, insbesondere elektrischen, Heizenergiequelle dar. Unter einer „Heizenergiequelle“ soll insbesondere ein elektrischer und/oder chemischer und/oder thermischer und/oder mechanischer Energiespeicher, insbesondere eine Batterie und/oder ein Akku, verstanden werden. Ferner ist denkbar, dass die Heizenergiequelle als ein Energiewandler, insbesondere ein Generator, ausgebildet ist.

Unter einer „Anschlussrichtung“ soll insbesondere eine Richtung verstanden werden, in welche ein insbesondere elektrischer, Anschluss mechanisch mit dem Anschlusselement, insbesondere zu einer Versorgung des Heizelements mit Heizenergie, gekoppelt wird. Insbesondere weist das Anschlusselement einen minimalen, insbesondere spitzen, Winkel zu der Haupterstreckungsrichtung des Wischblatts von zumindest 15°, vorteilhaft von zumindest 30°, bevorzugt von zumindest 45°, vorzugsweise von zumindest 60° und besonders bevorzugt von zumindest im Wesentlichen 90° auf. Unter einer „senkrechten Projektion“ soll insbesondere eine Orthogonalprojektion verstanden werden, welche Punkte derart auf einer Ebene, insbesondere die vorgesehene Wischebene, abbildet, dass die Verbindungslinie zwischen dem Punkt und einem auf die Ebene, insbesondere Wischebene, projizierten Punkt, insbesondere Bildpunkt, senkrecht auf der Projektionsebene, insbesondere die Wischebene, steht. Unter einer „Haupterstreckungsrichtung“ eines Objekts soll dabei insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu einer längsten Kante eines kleinsten geometrischen Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Winkel, den die Anschlussrichtung, zumindest in der senkrechten Projektion auf die vorgesehene Wischebene des Wischblatts mit der Haupterstreckungsrichtung des Wischblatts aufspannt, zumindest im Wesentlichen 90° beträgt. Vorteilhaft kann eine Montage vereinfacht werden. Vorzugsweise ist die Anschlussrichtung auf eine zumindest im Wesentlichen senkrecht auf die Haupterstreckungsrichtung ausgerichtete Richtung des Wischblatts begrenzt. Der Ausdruck „im Wesentlichen 90°“ soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung definieren, wobei die Richtung und die Bezugsrichtung, insbesondere in einer Projektionsebene betrachtet, einen Winkel von 90° einschließen und der Winkel eine maximale Abweichung von insbesondere kleiner als 3°, vorteilhaft kleiner als 2° und besonders vorteilhaft kleiner als 1° aufweist. Ferner wird vorgeschlagen, dass die Anschlussrichtung des Anschlusselements zumindest im Wesentlichen parallel zu der vorgesehenen Wischebene des Wischblatts verläuft. Vorteilhaft kann eine Montage vereinfacht werden. Insbesondere fallen die Projektion der Anschlussrichtung des Anschlusselements und das Anschlusselement zusammen. Unter „im Wesentlichen parallel“ soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Anschlusselement als ein Formschlussstecker ausgebildet ist. Vorteilhaft kann eine Montage vereinfacht werden. Besonders vorteilhaft kann ein Anschluss zuverlässig fixiert werden. Vorteilhaft kann eine Sicherheit für einen Bediener erhöht werden. Unter einem „Formschlussstecker“ soll insbesondere ein Verbinder zu einem Verbinden und/oder Trennen von, insbesondere elektrischen, Leitungen verstanden werden, welcher die Verbindungsteile durch einen Formschluss zwischen den Formschlusssteckerteilen ausrichtet und/oder verbindet. Vorzugsweise ist der Formschlussstecker dazu vorgesehen, eine formschlüssige, insbesondere zerstörungsfreie und/oder werkzeuglos lösbare, Verbindung von dem Anschlusselement mit der Heizenergiequelle herzustellen. Vorzugsweise ist der Formschlussstecker aus einem Kunststoff und/oder einem metallischen Werkstoff gefertigt. Unter „formschlüssig“ soll insbesondere verstanden werden, dass aneinanderliegende Flächen von miteinander formschlüssig verbundenen Bauteilen eine in Normalenrichtung der Flächen wirkende Haltekraft aufeinander ausüben. Insbesondere befinden sich die Bauteile in einem geometrischen Eingriff miteinander. Insbesondere ist der Formschlussstecker dazu vorgesehen, ein selbsttätiges Lösen des Anschlusselements in einem montierten Zustand zu verhindern.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Anschlusselement zusätzlich zu einer mechanischen Befestigung an einem Wischarm ausgebildet ist. Vorteilhaft kann eine Komplexität, insbesondere eine Montagekomplexität, reduziert werden. Vorzugsweise erfolgt gleichzeitig mit der mechanischen Befestigung, insbesondere formschlüssigen Koppelung des Wischblatts mit dem Wischarm, eine elektrische Koppelung, insbesondere des Heizelements mit der Heizenergiequelle. Vor- zugsweise ist das elektrische Anschlusselement mit dem mechanischen Anschlusselement als ein Bauteil, insbesondere einstückiges Anschlusselement, ausgebildet. Es ist denkbar, dass die Wischervorrichtung ein weiteres Anschlusselement aufweist. Das weitere Anschlusselement könnte als ein rein mechanisches Anschlusselement ausgebildet sein. Das weitere Anschlusselement kann zu einer Verstärkung der mechanischen Verbindung zwischen der Wischervorrichtung und dem Wischarm vorgesehen sein. Das weitere Anschlusselement kann in Haupterstreckungsrichtung des Wischblatts neben dem Anschlusselement angeordnet sein. Das weitere Anschlusselement könnte als eine, insbesondere zylindrische, Anschlussausnehmung ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das weitere Anschlusselement, insbesondere die Anschlussausnehmung, zu einer Führung und/oder Positionierung, insbesondere während einem Montagevorgang, vorgesehen. Vorzugsweise ist das weitere Anschlusselement, insbesondere Anschlussausnehmung, dazu vorgesehen, eine Stabilität der mechanischen Verbindung zwischen Wischblatt und Wischarm zu verbessern und/oder eine Torsionsbelastung auf das Anschlusselement, insbesondere den Formschlussstecker, zu verhindern. Vorteilhaft soll unter einstückig auch einteilig verstanden werden. Unter „einteilig“ soll insbesondere in einem Stück geformt verstanden werden. Vorzugsweise wird dieses eine Stück aus einem einzelnen Rohling, einer Masse und/oder einem Guss, besonders bevorzugt in einem Spritzgussverfahren, insbesondere einem Ein- und/oder Mehrkomponenten- Spritzgussverfahren, hergestellt.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Anschlussrichtungen des Anschlusselements zu der mechanischen Befestigung an dem Wischarm und zur Verbindung mit der Heizenergiequelle identisch sind. Vorzugsweise kann eine Montage vereinfacht werden. Vorzugsweise ist die Anschlussrichtung des Anschlusselements zu der mechanischen Befestigung an dem Wischarm und zur Verbindung mit der Heizenergiequelle zumindest im Wesentlichen parallel und in die gleiche Richtung ausgerichtet. Insbesondere können zudem Anschlussrichtungen des Anschlusselements und des weiteren Anschlusselements zumindest im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sein.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Heizelement in der Haupterstreckungsrichtung des Wischblatts über zumindest einen Großteil einer gesamten Längser- Streckung des Wischblatts angeordnet ist. Vorteilhaft soll dadurch eine besonders gleichmäßige Heizenergieverteilung gewährleistet werden. Unter einem „Großteil“ soll insbesondere zumindest zu 51 %, bevorzugt zumindest zu 70%, vorteilhaft zumindest zu 80 % und besonders vorteilhaft zumindest zu 90 % verstanden werden. Unter einer „Längserstreckung“ soll insbesondere eine Erstreckung eines Objekts parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des Objekts verstanden werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Heizelement stoffschlüssig mit dem Wischblatt verbunden ist. Vorteilhaft kann eine hohe Sicherheit gegen ungewolltes Lösen der Verbindung erreicht werden. Vorzugsweise ist das Heizelement stoffschlüssig mit der Federschiene des Wischblatts verbunden. Es ist jedoch denkbar, dass das Heizelement mit der Wischlippe und/oder einem weiteren Bauteil des Wischblatts stoffschlüssig verbunden ist. Unter „stoffschlüssig verbunden“ soll insbesondere verstanden werden, dass die Masseteile durch atomare oder molekulare Kräfte zusammengehalten werden, wie beispielsweise beim Löten, Schweißen, Kleben und/oder Vulkanisieren.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Anschlusselement einstückig mit einem Wischblattadapter und zu einer formschlüssigen Montage des Wischblatts mit einem Wischarm ausgebildet ist. Vorteilhaft kann eine Bauteilkomplexität reduziert werden. Unter „einstückig“ soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden werden, beispielsweise durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess und/oder einen anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. Insbesondere kann das Anschlusselement monolithisch mit dem Wischblattadapter ausgebildet sein.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Anschlusselement eine, insbesondere von Anschlusspins verschiedene, Führungseinheit aufweist, welche bei einer Koppelung des Wischblatts mit einem Wischarm und/oder des Heizelements mit der Heizenergiequelle eine Bewegung des Wischblatts entlang der Anschlussrichtung führt. Vorteilhaft kann eine Montage vereinfacht werden. Besonders vor- teilhaft kann eine Beschädigung des Anschlusspins, insbesondere infolge einer schiefen und/oder schrägen Montage, verhindert werden. Vorteilhaft kann eine Stabilität der Verbindung erhöht werden. Unter einem „Anschlusspin“ soll insbesondere ein Stift, insbesondere drahtähnlicher, elektrisch leitender Anschluss verstanden werden, welcher zu einer Übertragung von elektrischer Energie und/oder Daten vorgesehen ist. Vorzugsweise sind die Anschlusspins aus einem elektrisch leitenden Material, insbesondere Kupfer und/oder Stahl ausgebildet. Vorzugsweise ist die Führungseinheit, insbesondere mechanische Führungseinheit, dazu vorgesehen, eine Montage insbesondere des Anschlusspins, zu vereinfachen. Vorzugsweise weist das weitere Anschlusselement eine weitere Führungseinheit auf. Vorzugsweise ist das mechanische Führungselement als ein die Anschlussspins umgebendes, insbesondere umschließendes, Formschlusselement, insbesondere Formschlussstecker, ausgebildet. Vorzugsweise ist das mechanische Führungselement als rechteckiges Element mit abgerundeten Kanten und/oder Ecken ausgebildet. Vorzugsweise weist das mechanische Führungselement, insbesondere in Anschlussrichtung, eine Anschlussöffnung auf, welche eine elektrische Koppelung der Anschlusspins ermöglicht. Vorzugsweise ist an der Außenseite, insbesondere dem Außenumfang des mechanischen Führungselements, zumindest ein, insbesondere positives und/oder erhabenes, Rastelement zu einer Fixierung der Formschlussverbindung angeordnet. Vorzugsweise ist der Formschlussstecker als das mechanische Führungselement gebildet. Vorzugsweise ist das weitere Anschlusselement, insbesondere die Anschlussausnehmung, durch die innere Mantelfläche der, durch das Anschlusselement begrenzenden zylinderförmigen, Anschlussausnehmung gebildet.

Ferner wird ein vorteilhaft ausgebildeter Wischer mit der Wischervorrichtung und mit dem Wischarm vorgeschlagen.

Des Weiteren wird ein Verfahren zur Montage der Wischervorrichtung, insbesondere mit dem Wischarm des Wischers, vorgeschlagen, wobei das Anschlusselement und eine mechanische Befestigung zu einer Befestigung des Wischblatts an einem Wischarm in einem, insbesondere einzelnen, gemeinsamen Montageschritt mit dem Wischarm verbunden werden. Vorzugsweise kann eine Montage vereinfacht werden. Vorteilhaft kann eine Komplexität reduziert werden. Vorzugsweise wird in dem Montageschritt, insbesondere durch die mechanische Formschlussverbindung, eine Zentrierung der Anschlusspins zu einer Koppelung der elektrischen Heizenergieversorgung mit der Heizenergiequelle durchgeführt. Insbesondere erfordert die durch das vorgeschlagene Verfahren durchführbare Montage des Wischblatts, bei welcher zugleich eine mechanische und eine elektrische Verbindung erzeugt wird, lediglich eine einzige Montagebewegung in nur eine einzelne Anschlussrichtung.

Die erfindungsgemäße Wischervorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die erfindungsgemäße Wischervorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Wischers mit einer Wischervorrichtung,

Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung der Wischervorrichtung,

Fig. 3 eine schematische perspektivische Darstellung eines Teils der Wischervorrichtung mit einem Anschlusselement und

Fig. 4 ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Montage der Wischervorrichtung mit einem Wischarm. Beschreibung des Ausführungsbeispiels

Die Figur 1 zeigt schematisch einen Wischer 28 mit einer Wischervorrichtung. Der Wischer 28 weist einen Wischarm 64 auf. Die Wischervorrichtung weist ein Wischblatt 10 auf. Das Wischblatt 10 ist mit dem Wischarm 64 lösbar verbunden. Der Wischarm 64 ist dazu vorgesehen, eine, beispielsweise durch eine nicht dargestellte Antriebseinheit erzeugte, Wischbewegung an das Wischblatt 10 zu übertragen. Durch die Wischbewegung wird das Wischblatt 10 in einer Wischebene 66 hin- und herbewegt. Die Wischebene 66 ist in der Regel durch eine zu wischende Sichtscheibe vorgegeben.

Die Figur 2 zeigt schematisch eine perspektivische Darstellung der Wischervorrichtung. Das Wischblatt 10 weist zwei Federschienen 32 auf. Das Wischblatt 10 weist eine Wischlippe 36 auf. Die Wischervorrichtung weist ein Heizelement 12 auf. Das Heizelement 12 weist eine elektrisch isolierende Ummantelung auf. Die Ummantelung weist eine gute Wärmeleitfähigkeit auf. Das Heizelement 12 ist in einer Haupterstreckungsrichtung 50 des Wischblatts 10 über einen Großteil einer gesamten Längserstreckung 52 des Wischblatts 10 angeordnet. Das Heizelement 12 weist zumindest zwei parallel angeordnete Heizdrähte auf. Das Heizelement 12 könnte in einer alternativen Ausführungsform auch geschwungen angeordnete Heizdrähte aufweisen. Das Heizelement 12 ist stoffschlüssig mit dem Wischblatt 10 verbunden. Das Heizelement 12 ist stoffschlüssig mit den Federschienen 32 verbunden. Das Heizelement 12 ist auf die Federschienen 32 geklebt. Das Heizelement 12 könnte auch an das Wischblatt 10 anvulkanisiert sein. Das Heizelement 12 könnte auch um die Federschienen 32 herumgewickelt sein. Das an den zwei Federschienen 32 angeordnete Heizelement 12 ist über Brücken 30 miteinander verbunden. Die Brücken 30 sind dazu vorgesehen, eine Steifigkeit des Heizelements 12 zu erhöhen. Das Heizelement 12 ist dazu vorgesehen, dem Wischblatt 10 Wärmeenergie zu einer Temperaturerhöhung zuzuführen. Das Heizelement 12 wandelt elektrische Energie in Wärme um. Die elektrische Energie zu einer Versorgung des Heizelements 12 wird durch eine Heizenergiequelle 60 bereitgestellt. Die Wischervorrichtung weist ein Anschlusselement 14 auf. Das Anschlusselement 14 ist dazu vorgesehen, das Heizelement 12 an die Heizenergiequelle 60 anzuschließen. Das Anschlusselement 14 ist zusätzlich zu einer mechanischen Befestigung des Wischblatts 10 an dem Wischarm 64 ausgebildet. Das Anschlusselement 14 bildet eine Anschlussrichtung 16 aus. Die Anschlussrichtung 16 weist in einer senkrechten Projektion auf eine vorgesehene Wischebene 66 des Wischblatts 10 einen minimalen Winkel 18 mit der Haupterstreckungsrichtung 50 des Wischblatts 10 von 90° auf. Der minimale Winkel 18 könnte auch mindestens 45° betragen. Der minimale Winkel 18 könnte auch mindestens 60° betragen. Ferner verläuft die Anschlussrichtung 16 des Anschlusselements 14 parallel zu der vorgesehenen Wischebene 66 des Wischblatts 10.

Die Figur 3 zeigt schematisch einen vergrößerten Ausschnitt der Wischervorrichtung in einem Verbindungsbereich zu einem Anschluss an den Wischarm 64. Die Wischervorrichtung weist einen Wischblattadapter 22 auf. Der Wischblattadapter 22 ist zu einer Verbindung des Wischblatts 10 mit dem Wischarm 64 oder mit einem Wischarmadapter des Wischarms 64 vorgesehen. Das Anschlusselement 14 ist einstückig mit dem Wischblattadapter 22 ausgebildet. Das Anschlusselement 14 ist als ein Formschlussstecker 20 ausgebildet. Der Formschlussstecker 20 weist ein positives Rastelement 34 auf. Das positive Rastelement 34 ist dazu vorgesehen, mit einem korrespondierenden negativen Rastelement (z.B. des Wischarms 64 oder des Wischarmadapters, nicht dargestellt) formschlüssig verbunden zu werden. Das Anschlusselement 14 ist aus einem Kunststoff ausgebildet.

Der Wischblattadapter 22 ist mit dem Wischblatt 10 verbunden. Der Wischblattadapter 22 ist zu einer formschlüssigen Montage des Wischblatts 10 mit dem Wischarm 64 vorgesehen. Der Wischblattadapter 22 weist das Anschlusselement 14 auf. Das Anschlusselement 14 ist zu einer mechanischen Befestigung des Wischblatts 10 mit dem Wischarm 64 vorgesehen. Das Anschlusselement 14 ist zu einer elektrischen Verbindung des Heizelements 12 mit der Heizenergiequelle 60 vorgesehen. Die Anschlussrichtung 16 des Anschlusselements 14 zu der mechanischen Befestigung an dem Wischarm 64 und zur Verbindung des Heizelements 12 mit der Heizenergiequelle 60 sind identisch. Das Anschlusselement 14 weist drei Anschlusspins 24 auf. Das Anschlusselement 14 könnte auch eine von drei abweichende Anzahl an Anschlusspins 24 aufweisen. Die Anschlusspins 24 sind aus einem elektrisch leitenden Material ausgebildet. Es ist denkbar, dass das Anschlusselement 14 weitere Anschlüsse aufweist, welche zu einer Datenübertragung vorgesehen sind. Das Anschlusselement 14 weist eine Führungseinheit 26 auf. Die Führungseinheit 26 ist von den Anschlusspins 24 verschieden ausgebildet. Die Führungseinheit 26 führt bei einer Koppelung des Wischblatts 10 mit dem Wischarm 64 eine Bewegung des Wischblatts 10 entlang der Anschlussrichtung 16. Die Führungseinheit 26 führt die elektrische Verbindung des Anschlusselements 14 mit der Heizenergiequelle 60. Die Führungseinheit 26 ist als ein die Anschlussspins 24 umschließendes Formschlusselement ausgebildet. Die Führungseinheit 26 ist als der Formschlussstecker 20 gebildet. Die Führungseinheit 26 ist als rechteckiges Element mit abgerundeten Kanten und/oder Ecken ausgebildet. Die Führungseinheit 26 könnte auch mit angefasten Ecken ausgebildet sein.

Die Wischervorrichtung weist ein weiteres Anschlusselement 62 auf. Das weitere mechanische Anschlusselement 62 ist durch eine Anschlussausnehmung 54 gebildet. Die Anschlussausnehmung 54 weist eine zylindrische Form auf. Die Anschlussausnehmung 54 wird durch den Wischblattadapter 22 begrenzt. Der Anschlusselement 14 und das weitere Anschlusselement 62 sind in Haupterstreckungsrichtung 50 des Wischblatts 10 gesehen nebeneinander angeordnet.

Das weitere Anschlusselement 62 weist eine weitere Führungseinheit 56 auf. Die weitere Führungseinheit 56 ist durch die Mantelfläche des die Anschlussausnehmung 54 begrenzenden Wischblattadapters 22 ausgebildet. Die weitere Führungseinheit 56 ist dazu vorgesehen, eine Montagebewegung entlang der Anschlussrichtung 16 des Anschlusselements 14 zu führen. Die weitere Führungseinheit 56 ist dazu vorgesehen, den elektrischen Anschluss zu einem korrespondierenden elektrischen Anschluss (nicht dargestellt) zu positionieren. Die weitere Führungseinheit 56 fixiert eine Position des Anschlusselements 14 zu einem korrespondierenden Anschlusselement (nicht dargestellt) in alle von der Anschlussrichtung 16 verschiedene Richtungen. Eine Rastschlussverbindung zwischen dem positiven Rastelement 34 und dem korrespondierenden negativen Rastelement (nicht dargestellt) fixiert das Anschlusselement 14 mit dem korrespondie- renden Anschlusselement (nicht dargestellt) in Anschlussrichtung 16. Die Rastschlussverbindung mit dem positiven Rastelement 34 und dem korrespondierenden negativen Rastelement (nicht dargestellt) fixiert zusammen mit dem weiteren Anschlusselement 62 das Anschlusselement 14 und das korrespondierende Anschlusselement (nicht dargestellt) in alle Richtungen.

Die Führungseinheit 26 weist in Anschlussrichtung 16 eine Anschlussöffnung 38 auf. Die Anschlussöffnung 38 ist zu einer elektrischen Koppelung der Anschlusspins 24 vorgesehen. An der Außenseite und/oder einem Außenumfang 40 der Führungseinheit 26 ist ein Rastelement 34 angeordnet. Das positive Rastelement 34 bildet mit dem korrespondierenden negativen Rastelement (nicht dargestellt) eine Formschlussverbindung aus. Das Rastelement 34 fixiert die mechanische Verbindung des Wischblatts 10 mit dem Wischarm 64 in Anschlussrichtung 16. Das Rastelement 34 fixiert die elektrische Verbindung zwischen dem Heizelement 12 und der Heizenergiequelle 60 in Anschlussrichtung 16. Das Anschlusselement 14 zu der mechanischen Befestigung des Wischblatts 10 mit dem Wischarm 64 und zu der elektrischen Verbindung des Heizelements 12 mit der Heizenergiequelle 60 wird in einem gemeinsamen Montageschritt 48 mit dem korrespondieren Anschlusselement (nicht dargestellt) verbunden.

Die Fig. 4 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Montage der Wischervorrichtung mit dem Wischarm 64. In zumindest einem Verfahrensschritt 42 wird der Wischarm 64 oder ein Anschlusselement (nicht dargestellt) eines Wischarmadapters (nicht dargestellt) des Wischarms 64 bereitgestellt. In zumindest einem weiteren Verfahrensschritt 44 wird die Wischervorrichtung bereitgestellt. In zumindest einem weiteren Verfahrensschritt 46 werden die Wischervorrichtung und der Wischarm 64 oder der Wischarmadapter in Anschlussrichtung 16 aufeinander zubewegt. In zumindest einem gemeinsamen Montageschritt 48 werden dabei das Anschlusselement 14 der Wischervorrichtung und eine zur Befestigung des Wischblatts 10 an dem Wischarm 64 vorgesehene mechanische Befestigung der Wischervorrichtung mit dem Wischarm 64 oder mit dem Wischarmadapter verbunden. Die mechanische Befestigung der Wischervorrichtung erfolgt dabei zumindest teilweise ebenfalls über das Anschlusselement 14. Zudem kann eine zusätzliche mechanische Befestigung in demselben gemeinsamen Montageschritt 48 über das weitere Anschlusselement 62 erfolgen. Mittels des Anschlusselements 14 wird dabei eine Fixierung in Anschlussrichtung 16 erzeugt. Mittels des weiteren Anschlusselements 62 wird dabei eine Fixierung senkrecht zu der Anschlussrichtung 16 erzeugt. Mittels des Anschlusselements 14 wird dabei zudem ein elektrischer Anschluss des Heiz- elements 12 an die Heizenergiequelle 60 erzeugt. Die Aufeinanderzubewegung von Wischarm 64 und Wischervorrichtung in Anschlussrichtung 16 führt zugleich zu der mechanischen Fixierung der zwei Bauteile des Wischers 28 und zu dem elektrischen Anschluss des Heizelements 12. In einem weiteren Schritt könnte der Wischarmadapter mit einer in den Zeichnungen nicht dargestellten Abdeck- kappe nach außen abgeschlossen werden.