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Title:
WOOD DRILL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/104741
Kind Code:
A1
Abstract:
In a wood drill (100) having a clamping portion (110) for connecting, for conjoint rotation, to a tool fitting of a portable power tool, and a head portion (200) which is provided with a centring geometry (250), wherein the clamping portion (130) is formed at a first end (202), remote from a workpiece, and the head portion (200) is formed at a second end (204), close to a workpiece, of the wood drill (100), wherein the clamping portion (110) is connected to the head portion (200) via a shank portion (130), and wherein a maximum outside radius (RK) of the head portion (200) is greater than a maximum outside radius (RS) of the shank portion (130), the head portion (200) has at least one main lip (214, 216) with at least two stages (230, 232, 234) for introducing a bore (152) with a predefined inside radius (RB) into a workpiece (150), and an outside radius (RH) of a main lip base (260) is less than 60%, preferably less than 50%, of an outside radius (RK) of the head portion.

Inventors:
CHRISTEN STEFAN (CH)
KAESER LORENZ (CH)
Application Number:
PCT/EP2020/078957
Publication Date:
June 03, 2021
Filing Date:
October 14, 2020
Export Citation:
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Assignee:
BOSCH GMBH ROBERT (DE)
International Classes:
B27G15/00
Domestic Patent References:
WO2020092462A12020-05-07
Foreign References:
EP2217417A12010-08-18
US20130189044A12013-07-25
US20200316694A12020-10-08
GB2405820A2005-03-16
JP2006082420A2006-03-30
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Claims:
Ansprüche

1. Holzbohrer (100) mit einem Spannabschnitt (110) zur drehfesten Verbindung mit einer Werkzeugaufnahme einer Handwerkzeugmaschine, sowie einem Kopfabschnitt (200), der mit einer Zentriergeometrie (250) versehen ist, wo bei der Spannabschnitt (130) an einem werkstückabgewandten ersten Ende (202) und der Kopfabschnitt (200) an einem werkstückzugewandten zweiten Ende (204) des Holzbohrers (100) ausgebildet ist, wobei der Spannabschnitt (110) über einen Schaftabschnitt (130) mit dem Kopfabschnitt (200) verbun den ist, und wobei ein maximaler Außenradius (RK) des Kopfabschnitts (200) größer als ein maximaler Außenradius (Rs) des Schaftabschnitts (130) ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfabschnitt (200) mindestens eine Hauptschneide (214, 216) mit mindestens zwei Stufen (230, 232, 234) zum Einbringen einer Bohrung (152) mit einem vorgegebenen Innenradius (RB) in ein Werkstück (150) aufweist, und ein Außenradius (RH) einer Hauptschnei debasis (260) weniger als 60 %, bevorzugt weniger als 50 %, eines Außen radius (RK) des Kopfabschnitts (200) beträgt.

2. Holzbohrer nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfab schnitt (200) eine spiralförmig gewendelte Oberflächengeometrie (206) mit mindestens einer Spänenut (240, 242) und mit mindestens einer Neben schneide (220, 222) aufweist.

3. Holzbohrer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die min destens zwei Stufen (230, 232, 234) der mindestens einen Hauptschneide (214, 216) in Bezug zu der radial innenliegenden Hauptschneidebasis (260) jeweils um eine Stufenhöhe (H) axial in Richtung des ersten Endes (202) des Holzbohrers (100) zurückspringen.

4. Holzbohrer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede der min destens zwei Stufen (230, 232, 234) der Hauptschneide (214, 216) eine radi ale Stufenbreite (B) aufweist.

5. Holzbohrer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Stu fenbreite (B) zwischen 1 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm und 5 mm liegt.

6. Holzbohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass jede Stufenbasis (270, 272, 274) der mindestens zwei Stufen (230, 232, 234) jeweils um einen Stufenwinkel (a) senkrecht zur Längsmittel achse (210) in Richtung des ersten Endes (202) des Holzbohrers (100) ge neigt ist.

7. Holzbohrer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stufenwin kel (a) zwischen 0° und 65°, vorzugsweise bei etwa 40° liegt.

8. Holzbohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen der mindestens einen Hauptschneide (214, 216) und senkrecht zur Längsmittelachse (210) ein Profilwinkel (ß) besteht, der zwischen 10° und 30° beträgt, insbesondere zwischen 15° und 25°.

9. Holzbohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Keilwinkel (g) der mindestens einen Hauptschneide (214, 216) ungefähr 60° beträgt.

10. Holzbohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen der mindestens einen Spänenut (240, 242) und der Längsmittelachse (210) in etwa ein Spanwinkel (d) besteht.

11. Holzbohrer nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, dass die Zentriergeometrie (250) schraubenartig mit einem spiralförmig umlaufenden Gewinde (252) mit einer Steigung (S) ausgebildet ist.

12. Holzbohrer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung (S) des Gewindes (252) zwischen 1 mm und 2,5 mm liegt.

13. Holzbohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Holzbohrer (100) mit einem hochfesten Kohlenstoffstahl gebildet ist.

Description:
Beschreibung

Titel

Holzbohrer

Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Holzbohrer mit einem Spannabschnitt zur drehfesten Verbindung mit einer Werkzeugaufnahme einer Handwerkzeugma schine, sowie einem Kopfabschnitt, der mit einer Zentriergeometrie versehen ist, wobei der Spannabschnitt an einem werkstückabgewandten ersten Ende und der Kopfabschnitt an einem werkstückzugewandten zweiten Ende des Holzbohrers ausgebildet ist, wobei der Spannabschnitt über einen Schaftabschnitt mit dem Kopfabschnitt verbunden ist, und wobei ein maximaler Außenradius des Kopfab schnitts größer als ein maximaler Außenradius des Schaftabschnitts ist.

Aus dem Stand der Technik sind Holzbohrer in einer großen Variationsbreite be kannt. Hiermit lassen sich Bohrungen mit hoher Maßhaltigkeit in Holz oder holz ähnliche Werkstücke einbringen. Vielfach sind in derartigen Werkstücken jedoch metallische Objekte, wie zum Beispiel Verbindungs- und/oder Befestigungsele mente in der Form von Nägeln, Schrauben oder Klammern, vorhanden. Tritt der Holzbohrer mit diesen metallischen Objekten beim Einbringen einer Bohrung in Kontakt, führt dies zu einem hohen Verschleiß an den Schneidkanten und einer damit einhergehenden beträchtlichen Verringerung der Standzeit.

Aus der EP 2217417 B1 ist ein Schneckenbohrer mit einer Reibe bekannt. Die ser vorbekannte Bohrer kann zumindest beim Bohren in Holz mit langsamer Drehzahl und mit hohem Drehmoment eine große Anzahl von Metallnägeln durchtrennen, ohne dass ein nennenswertes Absinken der Bohrleistung durch das Abstumpfen der Hauptschneidkanten eintritt.

Offenbarung der Erfindung Die vorliegende Erfindung betrifft einen Holzbohrer mit einem Spannabschnitt zur drehfesten Verbindung mit einer Werkzeugaufnahme einer Handwerkzeugma schine, sowie mit einem Kopfabschnitt, der mit einer Zentriergeometrie versehen ist. Der Spannabschnitt ist an einem werkstückabgewandten ersten Ende und der Kopfabschnitt an einem werkstückzugewandten zweiten Ende des Holzbohrers ausgebildet, wobei der Spannabschnitt über einen Schaftabschnitt mit dem Kopf abschnitt verbunden ist, und wobei ein maximaler Außenradius des Kopfab schnitts größer als ein maximaler Außenradius des Schaftabschnitts ist. Der Kopfabschnitt weist mindestens eine Hauptschneide mit mindestens zwei Stufen auf. Gemäß einer Ausführungsform dient der Kopfabschnitt zum Einbringen einer Bohrung mit einem vorgegebenen Innenradius in ein Werkstück, wobei ein Au ßenradius einer Hauptschneidebasis weniger als 60 %, bevorzugt weniger als 50 %, eines Außenradius des Kopfabschnitts beträgt.

Aufgrund der vorzugsweise mehrfach axial zurückspringend gestuften Ausfüh rung der mindestens einen Hauptschneide des Holzbohrers werden z.B. inner halb des Werkstücks befindliche Metallkörper stückweise durchtrennt, woraus ein beträchtlich geringerer Verschleiß der Hauptschneide resultiert. Der Holzbohrer kann auch bei hoher Drehzahl und nicht nur in einem Drehmomentmodus einer Handwerkzeugmaschine bei reduzierter Drehzahl und hohem Drehmoment etwa ige Metallkörper problemlos durchtrennen. Durch die Dimensionierung der Haupt stufe ist zudem eine Begrenzung des notwendigen Antriebsdrehmoments des Holzbohrers beim Durchtrennen von metallischen Objekten gegeben. Der Holz bohrer ist bevorzugt zum Bohren in Holz und in anderen, vergleichbar weichen Werkstoffen, wie Kunststoff etc., vorgesehen. Eine axiale Gesamtlänge des Holz bohrers kann vorzugsweise bis zu 600 mm bei einem Durchmesser zwischen be vorzugt 6 mm und 35 mm betragen.

Bevorzugt weist der Kopfabschnitt eine spiralförmig gewendelte Oberflächengeo metrie mit mindestens einer Spänenut und mit mindestens einer Nebenschneide auf.

Aufgrund der spiralförmig gewendelten Oberflächengeometrie ist ein problemlo ser Heraustransport der beim Bohren entstehenden Späne gewährleistet. Durch die Nebenschneiden ist eine im Wesentlichen glatte Innenwand einer mittels des Holzbohrers in das Werkstück einzubringenden Bohrung gewährleistet.

Vorzugsweise springen die mindestens zwei Stufen der mindestens einen Haupt schneide in Bezug zu der radial innenliegenden Hauptschneidebasis jeweils um eine Stufenhöhe axial in Richtung des zweiten Endes des Holzbohrers zurück.

Infolgedessen trennt die Hauptschneide ein Metallobjekt stückweise in Metallfra gmente und muss das Metallobjekt somit nicht vollständig über seine Quererstre ckung hinweg in Bezug zur Längsmittelachse abtragen.

Bei einer technisch vorteilhaften Weiterbildung weist jede der mindestens zwei Stufen der Hauptschneide eine radiale Stufenbreite auf.

Aufgrund der in Bezug zu der mindestens einen, jeweils radial weiter außenlie genden Stufe einer Hauptschneide, ergeben sich verbesserte Schneidergebnisse in Holz, das mit Metallkörpern wie Nägeln, Schrauben, Klammern etc. durchsetzt ist.

Gemäß einer günstigen Ausgestaltung liegt die radiale Stufenbreite zwischen 1 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm und 5 mm.

Aufgrund dieser beispielhaften Ausgestaltung ergeben sich verbesserte Arbeits ergebnisse.

Bevorzugt ist jede Stufenbasis der mindestens zwei Stufen jeweils um einen Stu fenwinkel senkrecht zur Längsmittelachse in Richtung des ersten Endes des Holzbohrers geneigt.

Hierdurch ergibt sich auf einfache Art und Weise eine verbesserte Durchtrennung eines etwaig im Werkstück vorhandenen Metallkörpers. Die Stufenwände der Stufen laufen jeweils im Wesentlichen parallel zu der Längsmittelachse des Holz bohrers.

Vorzugsweise liegt der Stufenwinkel zwischen 0° und 65°, bevorzugt bei etwa Infolgedessen ergeben sich leicht und unkompliziert verbesserte Arbeitsergeb nisse beim Einsatz des Holzbohrers.

Gemäß einerweiteren Ausgestaltung besteht zwischen der mindestens einen Hauptschneide und senkrecht zur Längsmittelachse ein Profilwinkel, der zwi schen 10° und 30° beträgt. Für den Fall, dass der Schaftabschnitt abweichend von einer zylindrischen Formgebung mit einer spiralförmigen Geometrie verse hen ist, sollte der Profilwinkel größer als eine Steigung dieser dann spiralförmi gen Schaftgeometrie sein. Besonders bevorzugt beträgt der Profilwinkel zwi schen 15° und 25°.

Somit können sicher und zuverlässig verbesserte Schneidergebnisse erzielt wer den.

Bevorzugt beträgt ein Keilwinkel der mindestens einen Hauptschneide ungefähr 60°.

Hierdurch kann die Bereitstellung einer robusten und widerstandsfähigen Schneidkante ermöglicht werden, wodurch sich die Standzeit des Holzbohrers vorzugsweise erhöhen kann.

Bevorzugterweise besteht zwischen der mindestens einen Spänenut und der Längsmittelachse ein Spanwinkel. Der Spanwinkel beträgt bevorzugt 15°.

Hierdurch ist ein verbessertes, sukzessives Durchtrennen der etwaig in einem hölzernen Werkstück befindlichen metallischen Fremdkörper gewährleistet. Wei terhin werden Späne sicher und zuverlässig aus dem herzustellenden Bohrloch herausbefördert.

Im Falle einerweiteren günstigen Ausgestaltung ist die Zentriergeometrie schrau benartig mit einem spiralförmig umlaufenden Gewinde mit einer Steigung ausge bildet.

Hierdurch kann sich der Holzbohrer nach dem Ansetzen an das Werkstück selbs ttätig in dieses unter bevorzugt gleichzeitiger präziser Zentrierung hineinziehen. Bevorzugt liegt die Steigung des Gewindes zwischen 1 mm und 2,5 mm.

Infolgedessen zieht sich der Holzbohrer nach dem Ansetzen leicht und schnell in das zu bohrende Werkstück hinein, wodurch eine präzise Zentrierung und eine maßhaltige Bohrung erzielbar sind.

Bevorzugt ist der Holzbohrer mit einem hochfesten Kohlenstoffstahl gebildet. Al ternativ kann zumindest die Schneidkante mit einem Schnellarbeitsstahl (HSS) und/oder mit Wolframcarbid gebildet sein. Die Hauptschneide ist derart ausge legt, dass eine Fertigung mittels üblicher spangebender Verfahren und/oder durch bekannte Warm- oder Kaltumformprozesse wie Schmieden, Biegen oder Stanzen möglich ist.

Infolgedessen ergibt sich eine vergleichsweise hohe Standzeit des Holzbohrers. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbei spielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Holzbohrers,

Fig. 2 eine um 90° um eine Längsmittelachse gedrehte Seitenansicht des Holzbohrers von Fig. 1,

Fig. 3 eine Draufsicht auf den Holzbohrer von Fig. 2,

Fig. 4 eine Teildraufsicht auf einen Kopfabschnitt des Holzbohrers von Fig. 2,

Fig. 5 eine vergrößerte Teildraufsicht auf den Kopfabschnitt von Fig. 4, und

Fig. 6 eine um 90° um die Längsmittelachse gedrehte Teildraufsicht auf den Kopfabschnitt von Fig. 5.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele Fig. 1 zeigt einen Holzbohrer 100, der unter anderem einen Spannabschnitt 110 zur drehfesten Verbindung mit einer Werkzeugaufnahme einer nicht dargestellten Handwerkzeugmaschine, sowie einen Kopfabschnitt 200 mit einer Zentriergeo metrie 250 umfasst. Zwischen dem Spannabschnitt 110 und dem Kopfabschnitt 200 verläuft ein hier vorzugsweise zylindrischer Schaftabschnitt 130. Der Holz bohrer 100 kann dabei als Holzspiralbohrer, Schneckenbohrer und/oder Schlan genbohrer ausgebildet sein.

Der hier lediglich exemplarisch sechs tangentiale Abflachungen aufweisende Spannabschnitt 110 ist an einem ersten Ende 202 und der Kopfabschnitt 200 mit der Zentriergeometrie 250 ist an einem hiervon abgewandten zweiten Ende 204 des Holzbohrers 100 ausgebildet. Es wird darauf hingewiesen, dass der Spann abschnitt 110 auch mehr oder weniger als sechs Abflachungen aufweisen kann. Des Weiteren kann der Spannabschnitt 110 auch als Rundschaft ausgebildet sein. Der Kopfabschnitt 200 weist illustrativ eine näherungsweise gewendelte Oberflächengeometrie 206 mit zwei um eine Längsmittelachse 210 spiralförmig gewendelten Spänenuten 240, 242 auf. Ein maximaler Radius Rs des Schaftab schnitts 130 ist hier beispielhaft deutlich kleiner als ein maximaler Außenradius R K des Kopfabschnitts 200 des Holzbohrers 100 ausgebildet. Des Weiteren kann eine axiale Gesamtlänge L des Holzbohrers 100 bis zu 600 mm betragen.

Der Holzbohrer 100 ist bevorzugt rotationssymmetrisch zu der Längsmittelachse 210 ausgebildet. Der Kopfabschnitt 200 des Holzbohrers 100 verfügt hier exemp larisch über zwei einem Werkstück 150 zugewandte Hauptschneiden 214, 216, die in Bezug zur Längsmittelachse 210 diametral zueinander ausgebildet sind.

Um zumindest etwaig in dem Werkstück 150 vorhandene Metallobjekte, wie bei spielsweise Nägel, Schrauben, Klammern, Klemmen oder dergleichen, leichter und mit weniger Verschleiß durchtrennen zu können, weist die erste Haupt schneide 214 des Holzbohrers 100 hier exemplarisch drei axial vom zweiten Ende 204 zurückspringende - der besseren zeichnerischen Übersicht halber hier nicht bezeichnete - Stufen auf. Daneben weist die erste Hauptschneide 214 des Kopfabschnitts 200 des Holzbohrers 100 bevorzugt eine erste radial innenlie gende Hauptschneidenbasis 260 und entsprechend die zweite Hauptschneide 216 eine zweite radial innenliegende Hauptschneidenbasis 262 auf. Zwischen beiden Hauptschneidenbasen 260, 262 und der Längsmittelachse 210 besteht vorzugsweise ein Winkel, der kleiner als 90° ist, bevorzugt jedoch nur geringfügig kleiner. Hierbei sind die beiden Hauptschneidebasen 260, 262 des Kopfab schnitts 200 bevorzugt in Richtung des ersten Endes 202 geneigt.

Eine hier beispielhaft mittels des Holzbohrers 100 in das Werkstück 150 einge- brachte Bohrung 152 mit einer näherungsweise zylindrischen Innenwand 154 weist einen Innenradius von R B auf. Bevorzugt korrespondiert der Innenradius R B im Wesentlichen mit dem Außenradius R K des Kopfabschnittes 200 des Holzboh rers 100. Ein Außenradius R H beider Hauptschneidebasen 260, 262 beträgt vor zugsweise jeweils weniger als 60 %, bevorzugt weniger als 50 % des Außenra dius des Kopfabschnitts 200. Weiterhin verfügt der Kopfabschnitt 200 bevorzugt über zwei Nebenschneiden, von denen hier lediglich eine Nebenschneide 220 zeichnerisch sichtbar und bezeichnet ist.

Bevorzugt weist der Holzbohrer 100 zumindest abschnittsweise hochfesten Koh lenstoffstahl, Schnellarbeitsstahl (HSS) und/oder Hartmetall auf. Gemäß einer Ausführungsform ist der Holzbohrer 100 aus Kohlenstoffstahl, insbesondere hochfestem Kohlenstoffstahl gebildet. Alternativ können zumindest die Haupt schneiden 214, 216, bzw. deren Schneidkanten, mit einem Schnellarbeitsstahl (HSS) und/oder mit Wolframcarbid gebildet sein. Die Hauptschneiden 214, 216 sind bevorzugt derart ausgelegt, dass eine Fertigung mittels üblicher spangeben der Verfahren und/oder durch bekannte Warm- oder Kaltumformprozesse wie Schmieden, Biegen oder Stanzen möglich ist.

Fig. 2 zeigt den Holzbohrer 100 von Fig. 1 mit dem Spannabschnitt 110, dem Schaftabschnitt 130, sowie dem Kopfabschnitt 200. Der Kopfabschnitt 200 weist bevorzugt eine Zentriergeometrie 250 auf und ist rotationssymmetrisch zur Längsmittelachse 210 ausgeführt. Der Spannabschnitt 110 ist an dem ersten Ende 202 und der Kopfabschnitt 200 unter Einschluss des Zentrierabschnitts 250 ist an dem zweiten Ende 204 ausgeformt. Der beispielhaft madenförmige Zent rierabschnitt 250 verfügt bevorzugt über ein Gewinde 252 mit einem wendelför mig umlaufenden Gewindegang 254 sowie einer Zentrierspitze 256. Der Holz bohrer 100 weist illustrativ die axiale Gesamtlänge L von bis zu 600 mm auf, d.h. unter vollständigem Einschluss von Spann-, Schaft- und Kopfabschnitt 110, 130, 200. Fig. 3 zeigt den Holzbohrer 100 von Fig. 2, wobei der Kopfabschnitt 200 des Holzbohrers 100 eine im Wesentlichen kreisrunde Umfangskontur 208 aufweist. Die Umfangskontur 208 weist vorzugsweise im Bohr- bzw. Schneidbetrieb eine Drehrichtung 199 auf. Die mehrfach gestufte Schneidkante 214 mit der Haupt schneidebasis 260 sowie die mehrfach gestufte Schneidkante 216 mit der Haupt schneidebasis 262 sind exemplarisch rotationssymmetrisch zur Zentriergeomet rie 250 und zur Längsmittelachse 210 ausgebildet. An die erste Hauptschneide 214 schließt sich eine im Bereich zur Zeichenebene ungefähr parallel zur Längs mittelachse 210 verlaufende Nebenschneide 220 an. Entsprechend schließt sich bevorzugt an die zweite Hauptschneide 216 eine Nebenschneide 222 an. Um fangsseitig zwischen den gestuften Hauptschneiden 214, 216 verlaufen schließ lich die beiden gewendelten Spänenuten 240, 242.

Fig. 4 zeigt den Kopfabschnitt 200 des Holzbohrers 100 von Fig. 2 und verdeut licht die Zentriergeometrie 250. Bevorzugt weist der Kopfabschnitt 200 am zwei ten Ende 204 des Holzbohrers 100 die koaxial zur Längsmittelachse 210 ausge formte Zentriergeometrie 250 mit dem Gewinde 252 auf. Das Gewinde 252 ver fügt vorzugsweise über den gewendelten Gewindegang 254. Der Kopfabschnitt 200 des Holzbohrers 100 weist den Außenradius R K auf. An dem Kopfabschnitt 200 sind ferner die Spänenut 240 sowie die Nebenschneide 220 ausgebildet. Die Hauptschneide 214 verfügt über die Hauptschneidebasis 260 sowie zumindest zwei, vorzugsweise drei axial jeweils in Bezug zum zweiten Ende 204 zurück springende Stufen 230, 232, 234 zum bedarfsweise erforderlichen Durchtrennen eines im Werkstück befindlichen Metallobjekts 156, insbesondere in der Form ei nes Verbindungselements 158 und/oder Befestigungselements im Zuge des Bohrfortschritts. Die Hauptschneidebasis 260 weist den Außenradius R H auf.

Das in dem hier nicht dargestellten Werkstück befindliche Metallobjekt 156, das hier lediglich exemplarisch als ein Verbindungselement 158 in der Form eines Nagels 162 dargestellt ist, wird erfindungsgemäß durch die Wirkung der mehr fach gestuften Hauptschneide 214 im Zuge des Bohrfortschritts sukzessive in kleine Metallfragmente 166 zerteilt bzw. zerlegt. Infolgedessen kann die Stand zeit des Holzbohrers 100 im Vergleich zu vorbekannten Lösungen beträchtlich erhöht werden. Fig. 5 zeigt den Kopfabschnitt 200 des Holzbohrers 100 von Fig. 4, der am zwei ten Ende 204 des Holzbohrers 100 die Spänenut 240 und die Zentriergeometrie 250 mit dem Gewinde 252, dem Gewindegang 254 sowie der beispielhaft dornar tigen Zentrierspitze 256 aufweist. Eine Steigung S des Gewindegangs 254 des Gewindes 252 liegt bevorzugt zwischen 1 mm und 2,5 mm. Koaxial zur Zentrier geometrie 250 verläuft die Längsmittelachse 210 des Holzbohrers 100.

Die Hauptschneide 214 verfügt bevorzugt über die Hauptschneidebasis 260 so wie die lediglich exemplarisch drei radial jeweils weiter außenliegenden und axial weiter zurückspringenden Stufen 230, 232, 234. Hierbei ist die Hauptschneide 214 in mindestens drei in axialer Richtung nach hinten bzw. zum ersten axialen Ende 202 hin versetze Abschnitte bzw. Stufen 230, 232, 234 unterteilt. Die erste Stufe 230 weist vorzugsweise eine Stufenbasis 270 und eine Stufenwand 280 auf. Entsprechend verfügt die zweite Stufe 232 bevorzugt über eine Stufenbasis 272 und eine Stufenwand 282. Die dritte Stufe 234 weist eine Stufenbasis 274 und eine Stufenwand 284 auf. Die mindestens zwei, illustrativ drei Stufen 230, 232, 234 der hier sichtbaren Hauptschneide 214 springen in Bezug zu der radial innenliegenden Hauptschneidebasis 260 jeweils um eine axiale Stufenhöhe H axial in Richtung des ersten Endes 202 des Holzbohrers 100 zurück. Eine radiale Stufenbreite B der Stufen 230, 232, 234 liegt jeweils zwischen 1 mm und 10 mm, vorzugsweise jedoch zwischen jeweils 2 mm und 5 mm.

Die Stufenwände 280, 282, 284 verlaufen illustrativ jeweils näherungsweise pa rallel zu der Längsmittelachse 210, während die Stufenbasen 270, 272, 274 je weils um einen Stufenwinkel a in Bezug zu der Längsmittelachse 210 geneigt verlaufen. Der Winkel a ist hierbei zwischen einer Senkrechten 290 zur Längsmit telachse 210 sowie der jeweiligen Stufenbasis 270, 272, 274 der Stufen 230,

232, 234 definiert. Der Stufenwinkel a kann in einem Bereich zwischen 0° und 65° liegen, wobei ein Stufenwinkel a von etwa 40° bevorzugt ist.

Fig. 6 zeigt den Kopfabschnitt 200 des Holzbohrers 100 von Fig. 5 und verdeut licht die beiden Hauptschneiden 214, 216 und die Zentriergeometrie 250. Zwi schen der mindestens einen Hauptschneide 214, 216 sowie der Senkrechten 290 zur Längsmittelachse 210 besteht ein Profilwinkel ß, der vorzugsweise zwischen 10° und 30° beträgt. Zur Erzielung verbesserter Arbeitsergebnisse weist der Pro filwinkel ß vorzugsweise einen Wert zwischen 15° und 25° auf. Ein Keilwinkel g der mindestens einen Hauptschneide 214, 216 liegt hier lediglich beispielhaft in einer Größenordnung von etwa 60°. Zwischen den bevorzugt zwei Spänenuten 240, 242 von Fig. 2, von denen hier lediglich die eine Spänenut 240 sichtbar ist, und der Längsmittelachse 210 besteht weiterhin jeweils ein Spanwinkel d, der hier lediglich exemplarisch bei etwa 15° liegt.