Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
BELT TENSIONER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/019332
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a belt tensioner (1, 1') for pretensioning the belt (7) of a subassembly belt drive of an internal combustion engine, comprising: - a first tensioning arm (3) having a first tensioning roller (4), - a second tensioning arm (5) with a second tensioning roller (6), - a spring means (9) clamped in place between the tensioning arms, said spring means (9) rotating the tensioning rollers towards one another in order to create the belt pretension, - a first locking means (11) which locks the tensioning arms in terms of rotation relative to one another in a mounted position of the belt tensioner, in which the tensioning rollers have been rotated away from one another in order to reduce or eliminate the belt pretension, - and a second locking means (12), accommodated in the second tensioning arm, for locking the second tensioning arm in terms of rotation relative to the belt drive. The first tensioning arm is intended to have a stop (16, 16') which limits the movement of the second locking means in the mounted position of the belt tensioner, wherein the stop - holds the second locking means captively in the second tensioning arm when the belt tensioner is in the mounted position, and/or - prevents the releasing of the locking of the second tensioning arm in terms of rotation relative to the belt drive when the belt tensioner is fastened in the belt drive in the mounted position.

Inventors:
FARIA, Christof (Fichtestraße 13, Erlangen, 91054, DE)
Application Number:
DE2017/100616
Publication Date:
February 01, 2018
Filing Date:
July 25, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16H7/12; F02B67/06
Foreign References:
DE102013002993A12014-08-28
DE102013203522A12014-09-04
EP2154394B12011-10-12
DE102013002993A12014-08-28
EP2154394B12011-10-12
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

Riemenspanner (1 , 1 ') zum Vorspannen des Riemens (7) eines Nebenaggregate-Riementriebs einer Brennkraftmaschine, umfassend:

- einen ersten Spannarm (3) mit einer ersten Spannrolle (4),

- einen zweiten Spannarm (5) mit einer zweiten Spannrolle (6),

- ein zwischen den Spannarmen (3, 5) eingespanntes Federmittel (9), das die Spannrollen (4, 6) zwecks Erzeugung der Riemenvorspannung aufeinander zu verdreht,

- ein erstes Arretiermittel (1 1 ), das die Spannarme (3, 5) relativ zueinander in einer Montagestellung des Riemenspanners (1 , 1 ') dreharretiert, in der die Spannrollen (4, 6) zwecks Reduzierung oder Aufhebung der Riemenvorspannung voneinander weg verdreht sind,

- und ein im zweiten Spannarm (5) aufgenommenes, zweites Arretiermittel (12) zum Dreharretieren des zweiten Spannarms (5) relativ zum Nebenaggregate-Riementrieb,

dadurch gekennzeichnet, dass der erste Spannarm (3) einen Anschlag (16, 16') hat, der in der Montagestellung des Riemenspanners (1 , 1 ') die Bewegung des zweiten Arretiermittels (12) begrenzt, wobei der Anschlag (16, 16')

- das zweite Arretiermittel (12) verliersicher im zweiten Spannarm (5) haltert, wenn sich der Riemenspanner (1 , 1 ') in der Montagestellung befindet, und/oder

- das Lösen der Dreharretierung des zweiten Spannarms (5) relativ zum Nebenaggregate-Riementrieb verhindert, wenn der Riemenspanner (1 , 1 ') in der Montagestellung im Nebenaggregate-Riementrieb befestigt ist.

Riemenspanner (1 , 1 ') nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Arretiermittel (1 1 ) ein in einer ersten Arretieröffnung (14) des ersten Spannarms (3) aufgenommener erster Arretierstift ist und dass das zweite Arretiermittel (12) ein in einer zweiten Arretieröffnung (13) des zweiten Spannarms (5) aufgenommener zweiter Arretierstift ist, wobei in der Montagestellung des Riemenspanners (1 , 1 ') der Anschlag (16) den zweiten Arretierstift (12) verdeckt und das Entfernen des zweiten Arretierstifts (12) aus der zwei- ten Arretieröffnung (13) verhindert.

Riemenspanner (1 ') nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Arretieröffnung (13) parallel zur Drehachse (10) des Riemenspanners (1 ') verläuft, wobei der erste Spannarm (3) einen radialen Vorsprung (22) hat, der den Anschlag (16) bildet und in der Montagestellung des Riemenspanners (1 ') der zweiten Arretieröffnung (13) gegenübersteht.

Riemenspanner (1 , 1 ') nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierstifte (1 1 , 12) und die Arretieröffnungen (13, 14) derart voneinander verschieden dimensionierte oder geformte Querschnitte haben, dass der erste Arretierstift (1 1 ) nicht in die zweite Arretieröffnung (13) einführbar ist.

Riemenspanner (1 ') nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Arretierstifte (1 1 , 12) und der Arretieröffnung (13, 14) kreisförmig ist, wobei der Durchmesser des ersten Arretierstifts (1 1 ) größer als der Durchmesser der zweiten Arretieröffnung (13) ist.

Description:
Riemenspanner

Die Erfindung betrifft einen Riemenspanner zum Vorspannen des Riemens eines Nebenaggregate-Riementriebs einer Brennkraftmaschine. Der Riemenspanner umfasst:

- einen ersten Spannarm mit einer ersten Spannrolle,

- einen zweiten Spannarm mit einer zweiten Spannrolle,

- ein zwischen den Spannarmen eingespanntes Federmittel, das die Spannrollen zwecks Erzeugung der Riemenvorspannung aufeinander zu verdreht,

- ein erstes Arretiermittel, das die Spannarme relativ zueinander in einer Montagestellung des Riemenspanners dreharretiert, in der die Spannrollen zwecks Reduzierung oder Aufhebung der Riemenvorspannung voneinander weg verdreht sind,

- und ein im zweiten Spannarm aufgenommenes, zweites Arretiermittel zum Dreharretieren des zweiten Spannarms relativ zum Nebenaggregate- Riementrieb.

Ein derartiger Riemenspanner - häufig auch als Zweiarm- oder Pendelspanner bezeichnet - dient typischerweise dem Vorspannen von Startergenerator- Riementrieben, bei denen die wechselweise im Generatorbetrieb Drehmoment aufnehmende und im Startbetrieb der Brennkraftmaschine abgebende Riemenscheibe des Startergenerators einen dementsprechenden Wechsel von Zugtrum und Leertrum des umlaufenden Riemens bewirkt. Daher erfordert das Spannen des Leertrums einen Riemenspanner mit zwei Spannrollen, die den Riemen vor und hinter der Riemenscheibe vorspannen.

Eine weitere Anwendung eines solchen Riemenspanners ist ein konventioneller Nebenaggregate-Riementrieb, d.h. ein Riementrieb ohne Startbetrieb des Generators. In diesem Fall kann sich die entkoppelnde Wirkung des Riemenspanners ggfls. in Verbindung mit einem Riemenscheibenentkoppler, der mit einer Entkopplerfeder und/oder einem Freilauf ausgestattet ist, günstig auf die Dynamik des Riementriebs auswirken. Im Neuzustand und im Servicefall werden die Montage des Riemenspanners in den Riementrieb, die Montage und Demontage des Riemens und ggfls. die Demontage des Riemenspanners aus dem Riementrieb durch eine Doppelarretierung mit einer ersten und einer zweiten Dreharretierung erleichtert. Die erste Dreharretierung arretiert unter stark vorgespanntem Federmittel den ersten Spannarm relativ zum zweiten Spannarm, und die zweite Dreharretierung arretiert den zweiten Spannarm relativ zum Riementrieb. Je nach Positionierung des Riemenspanners im Riementrieb kann sich dabei die zweite Dreharretierung am Startergenerator gemäß der DE 10 2013 002 993 A1 oder am Motorblock der Brennkraftmaschine gemäß der EP 2 154 394 B1 abstützen.

Die Doppelarretierung erleichtert die Arbeit beim Auflegen eines neuen Riemens insbesondere dann, wenn der Riemenspanner infolge eines gerissenen Riemens maximal entspannt ist und in dessen Montagestellung zurück gestellt werden muss, in der die beiden Spannrollen so weit voneinander weg verdreht sind, dass das Auflegen des neuen Riemens weitgehend ungehindert erfolgen kann. Denn in diesem Zustand können die Spannarme, falls sie nicht dreharretiert sind, nicht gegen den (fehlenden) Riemen abgestützt werden, um den Riemenspanner in die Montagestellung zurückzustellen. Sie würden vielmehr ohne gegenseitiges Auf- spreizen nur gemeinsam im Kreis gedreht werden. Die Doppelarretierung ermöglicht in wenigen Schritten das Spannen und Rücksteilen des Riemenspanners in die Montagestellung. Hierzu wird nur ein Mechaniker benötigt, der dies folgendermaßen erledigt: Zunächst wird der zweite Spannarm relativ zum Riementrieb, also typischerweise gegenüber dem Startergenerator bzw. gegenüber dem Motorblock durch Setzen des zweiten Arretiermittels dreharretiert. Hierzu ist der Riemenspanner ggfls. zu verdrehen, um die zweite Dreharretierung in ihre fluchtende Arretierposition zu bringen.

Anschließend wird der erste Spannarm so verdreht, dass sich die beiden Spannrollen voneinander weg verdrehen. Dies kann einhändig und bevorzugt mit einem Werkzeug erfolgen, mit dem die Kraft des sich dabei zunehmend spannenden Federmittels gut aufgebracht werden kann. Wenn sich die erste Dreharretierung in deren fluchtender Arretierposition befindet, kann der Mechaniker mit der freien anderen Hand das erste Arretiermittel setzen und den ersten Spannarm relativ zum zweiten Spannarm dreharretieren. Der Riemenspanner befindet sich nun in dessen doppelt arretierter Montagestellung.

Ausgehend hiervon liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Riemenspanner der eingangs genannten Art mit verbesserter Doppelarretierung anzugeben.

Die Lösung hierfür ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 1 . Demnach soll der erste Spannarm einen Anschlag haben, der in der Montagestellung des Riemenspanners die Bewegung des zweiten Arretiermittels begrenzt. Der Anschlag

- haltert das zweite Arretiermittel verliersicher im zweiten Spannarm, wenn sich der Riemenspanner in der Montagestellung befindet,

und/oder

- verhindert das Lösen der Dreharretierung des zweiten Spannarms relativ zum Nebenaggregate-Riementrieb, wenn der Riemenspanner in der Montagestellung im Nebenaggregate-Riementrieb befestigt ist.

Falls das zweite Arretiermittel bereits mit anderen Mitteln permanent verliersicher am Riemenspanner gehaltert ist, dann beschränkt sich die Funktion des Anschlags auf die dadurch vorgegebene Betätigungsreihenfolge der beiden Dreharretierungen: Die zweite Dreharretierung muss zuerst gesetzt und kann nur zuletzt gelöst werden. Dies hat den Vorteil, dass das zweite Arretiermittel zwangsläufig und damit automatisch gesetzt wird, wenn der Riemenspanner in dessen Montagestellung in den Riementrieb montiert wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass beim Lösen des Riemenspanners aus dessen Montagestellung die zweite Dreharretierung nicht - aus Versehen - zuerst gelöst werden kann. Denn das pri- märe Lösen der zweiten Dreharretierung hätte zur Folge, dass sich der Riemenspanner beim (anschließenden) Lösen der ersten Dreharretierung nicht mehr am drehstarren zweiten Arretiermittel sondern nur am vergleichsweise drehweichen Riementrieb abstützen könnte. Die vorstehend erläuterten Vorteile ergeben sich natürlich auch dann, wenn es sich beim dem zweiten Arretiermittel und vorzugsweise auch bei dem ersten Arretiermittel um vollständig aus dem Riemenspanner entfernbare Arretierstifte han- delt. Dabei ist es jedoch nicht obligatorisch, dass der Anschlag in der Montagestellung des Riemenspanners das Lösen der zweiten Dreharretierung verhindert. In diesem Ausführungsfall besteht die Grundfunktion des Anschlags vielmehr darin, den zweiten Arretierstift verliersicher im Riemenspanner zu haltern, wenn dieser nicht im Riementrieb montiert ist, sondern sich beispielsweise im Transportzu- stand mit dann querkraftfreiem, zweiten Arretierstift befindet. Folglich ist die Sicherung gegen Lösen der zweiten Dreharretierung hier optional.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Anschlag durch eine lösbare Klemmverbindung ersetzbar ist, falls der Anschlag lediglich als Verliersicherung des zweiten Arretierstifts im querkraftfreien Zustand dient. Eine solche Klemmverbindung kann beispielsweise durch die Formgebung des zweiten Arretierstifts erzeugt werden, so dass dieser nur mit erhöhtem Kraftaufwand infolge elastischer Verformung gesetzt und entfernt werden kann. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den Zeichnungen, in denen die Erfindung prinzipiell und anhand eines ausgeführten Riemenspanners für einen Nebenaggregate-Riementrieb einer Brennkraftmaschine dargestellt ist. Sofern nicht anders erwähnt, sind dabei gleiche oder funktionsgleiche Merkmale oder Bauteile mit gleichen Bezugszahlen versehen. Es zeigen:

Figur 1 die Prinzipdarstellung des Riemenspanners in dessen Montagestellung; Figuren 2a-c das Vorspannen des Riementriebs in der Sequenz;

Figur 3 eine perspektivische Darstellung des ausgeführten Riemenspanners. Figur 1 ist eine prinzipielle Darstellung eines erfindungsgemäßen Riemenspanners 1 zur frontseitigen Montage auf einen im Nebenaggregate-Riementrieb angeordneten Startergenerator 2 gemäß Figur 2a. Der Riemenspanner 1 hat einen ersten Spannarm 3 mit einer ersten Spannrolle 4 und einen zweiten Spannarm 5 mit einer zweiten Spannrolle 6. Die Spannrollen 4, 6 sind in Umlaufrichtung des Riemens 7 hinter bzw. vor der Riemenscheibe 8 des Startergenerators 2 angeordnet und beaufschlagen abwechselnd das betrieblich momentane Leertrum des Riemens 7 mit Vorspannkraft. Diese wird durch ein Federmittel 9 erzeugt, das zwischen den Spannarmen 3 und 5 so eingespannt ist, dass die Federkraft die Spannarme 3, 5 mit den Spannrollen 4, 6 aufeinander zu verdreht. Die Spannarme 3, 5 sind mit deren Drehachse 10 konzentrisch zur Riemenscheibe 8 drehbar gelagert, wobei auch hiervon abweichende Kinematiken mit parallel beabstande- ten Drehachsen ohne Einfluss auf das dargestellte Prinzip existieren. Der Riemenspanner 1 befindet sich in dessen arretierter Montagestellung, in der die beiden Spannarme 3, 5 gegenseitig aufgespreizt und die beiden Spannrollen 4, 6 so weit voneinander weg verdreht sind, dass im Falle des montierten Riementriebs gemäß Figur 2a der Riemen 7 frei von Vorspannung ist. Somit kann der Riemen 7 bei der Montage des Riementriebs kraftfrei oder allenfalls kraftarm auf- gelegt werden. Die Arretierung umfasst ein erstes Arretiermittel 1 1 , das die beiden Spannarme 3, 5 in der genannten Montagestellung entgegen der Querkraft des dann stark vorgespannten Federmittels 9 gegeneinander dreharretiert, und ein zweites Arretiermittel 12, das den zweiten Spannarm 5 relativ zum Riementrieb und vorliegend relativ zum Startergenerator 2 dreharretiert. Das zweite Arretiermit- tel 12 ist ein Arretierstift, der in einer Arretieröffnung 13 im zweiten Spannarm 5 längsbeweglich aufgenommen ist. Das erste Arretiermittel 1 1 ist ebenfalls ein längsbeweglicher Arretierstift, der eine Arretieröffnung 14 im ersten Spannarm 3 durchsetzt und in eine weitere Arretieröffnung 15 im zweiten Spannarm 5 eingreift. Beide Arretierstifte 1 1 und 12 werden während der Montage des Riementriebs Zug um Zug vollständig aus dem Riemenspanner 1 entfernt.

Der erste Spannarm 3 ist mit einem Anschlag 16 versehen, der in der Montagestellung des Riemenspanners 1 die Längsbewegung des zweiten Arretierstifts 12 begrenzt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel verhindert die Begrenzung nicht nur, dass beim Transport des Riemenspanners 1 der zweite Arretierstift 12 mangels verspannender Querkraft aus der zweiten Arretieröffnung 13 herausfällt, sondern auch, dass sich die zweite Dreharretierung löst, wenn der Riemenspanner 1 gemäß Figur 2a auf dem Startergenerator 2 befestigt ist und der zweite Arretierstift 12 in eine Ausnehmung 17 des Startergenerators 2 eingreift.

Ein alternativ ausgeführter Anschlag 16 ' kann so dimensioniert sein, dass er lediglich als Transportsicherung dient, die den zweiten Arretierstift 12 verliersicher im zweiten Spannarm 5 haltert. Hierzu kann beispielsweise der Bewegungsspielraum zwischen dem Anschlag 16 ' und dem zweiten Arretierstift 12 um den radial ein- wärtigen Überstand des zweiten Arretierstifts 12 gegenüber dem zweiten Spannarm 5 vergrößert sein, wie es in Figur 1 durch den gepunktet eingezeichneten Anschlag 16 ' dargestellt ist.

Die Figuren 2a bis 2c zeigen die verschiedenen Arretierzustände des im Riementrieb befestigten Riemenspanners 1 beim Vorspannen des Riemens 7.

Figur 2a: Der Riemenspanner 1 ist in dessen arretierter Montagestellung auf dem Startergenerator 2 befestigt, und der bereits aufgelegte Riemen 7 hat keine Vorspannung. Die Befestigung des Riemenspanners 1 auf dem Startergenerator 2 erfolgt mittels eines nicht dargestellten Spannergehäuses, das auf dem Startergenerator 2 frontseitig verschraubt ist und das die beiden Spannarme 3, 5 drehbar lagert.

Der zweite Arretierstift 12 ist vom Anschlag 16 verdeckt, so dass zuerst die erste Dreharretierung gelöst werden muss, wie es durch den dort eingezeichneten Pfeil symbolisiert ist. Dabei verdreht der Mechaniker mit einer Hand den ersten Spannarm 3 im Gegenuhrzeigersinn, bis sich die gesamte Federkraft auf der zweiten Dreharretierung abstützt und der erste Arretierstift 1 1 querkraftfrei ist, und zieht diesen mit der anderen Hand aus den Arretieröffnungen 14 und 15. Anschließend wird die Spannrolle 4 durch Entspannen des ersten Spannarms 3 im Uhrzeigersinn gedreht, so dass sich die Spannrollen 4, 6 aufeinander zu verdrehen und sich an den Riemen 7 anlegen, bis sich dieser unter Vorspannung in der Umschlingposition gemäß Figur 2b befindet.

Figur 2b: Der mit dem ersten Spannarm 3 im Uhrzeigersinn verdrehte Anschlag 16 befindet sich in einer umfänglichen Position, in der der zweite Arretierstift 12 nicht mehr vom Anschlag 16 verdeckt und folglich entfernbar ist. Der Mechaniker zieht den zweiten Arretierstift 12 in der eingezeichneten Pfeilrichtung heraus, wobei es gegebenenfalls erforderlich ist, den Riemenspanner 1 mit der anderen Hand so zu verdrehen, dass der zweite Arretierstift 12 ausreichend querkraftfrei ist.

Figur 2c: Der nicht arretierte Riemenspanner 1 ist gegenüber der einfach arretierten Stellung gemäß Figur 2b in eine bezüglich seines betrieblichen Pendelwinkels mittlere Arbeitsstellung verdreht, in der die beiden Riementrums 18 und 19 vor und hinter der Riemenscheibe 8 gleichmäßig vorgespannt sind. Die relative Drehstellung des Anschlags 16 ist gegenüber der Umfangsposition gemäß Figur 2b kaum oder nicht verändert, so dass der Anschlag 16 in der Arbeitsstellung des Riemenspanners 1 die zweite Arretieröffnung 13 nicht verdeckt. Im Rahmen von Servicearbeiten erfolgt die Rückstellung des Riemenspanners 1 in dessen Montagestellung in dazu umgekehrter Reihenfolge: Es wird zuerst die zweite Dreharretierung und anschließend die erste Dreharretierung gesetzt.

Das vorstehend erläuterte Funktionsprinzip gilt ebenso für den in Figur 3 darge- stellten Riemenspanner 1 ' . Dieser ist jedoch nicht am Startergenerator, sondern am Motorblock der Brennkraftmaschine angeordnet. Die beiden Spannarme 3, 5 des Riemenspanners 1 ' sind drehbar auf einem Spannergehäuse gelagert, das aus einem Hohlbolzen 20 und zwei endseitig daran befestigten Anlaufscheiben, von denen nur die motorblockferne, obere Anlaufscheibe 21 sichtbar ist, zusam- mengesetzt ist. Die Befestigung des Riemenspanners 1 ' am Motorblock erfolgt mittels einer nicht dargestellten Schraube, die den Hohlbolzen 20 durchsetzt. Das die beiden Spannrollen 4 und 6 aufeinander zu verdrehende Federmittel ist eine zwischen den Spannarmen 3, 5 eingespannte Schraubendrehfeder, die - in der Figur nicht sichtbar - in einem zylindrischen Ringraum im Innern der Spannarme 3, 5 konzentrisch zum Hohlbolzen 20 angeordnet ist.

Die beiden Arretiermittel sind ebenfalls abgewinkelte Arretierstifte 1 1 und 12, die bei dieser Ausführung des Riemenspanners 1 ' in den parallel zur Drehachse 10 des Riemenspanners 1 ' verlaufenden Arretieröffnungen aufgenommen sind. Der seitens des Motorblocks vorspringende zweite Arretierstift 12 greift in der doppelt arretierten Montagestellung des Riemenspanners 1 ' in eine Ausnehmung des Motorblocks ein. Die erste und die zweite Arretieröffnung sind Bohrungen 14 und 13 im ersten bzw. zweiten Spannarm 3 und 5. Die das Drehmoment der Schrau- bendrehfeder abstützende, weitere Arretieröffnung am zweiten Spannarm 5 ist als offener, d.h. einseitiger Drehanschlag 15 für den ersten Arretierstift 1 1 ausgebildet. Der Drehanschlag 15 und die Bohrung 14 können auch um 180° verdreht an den beiden Spannarmen 3, 5 ausgebildet sein.

Der Anschlag 16 für den zweiten Arretierstift 12 ist durch die axiale Stirnfläche eines radialen Vorsprungs 22 am ersten Spannarm 3 gebildet, der in der dargestellten Montagestellung des Riemenspanners 1 ' der Bohrung 13 umfänglich so gegenübersteht, dass diese vom Vorsprung 22 verdeckt ist und der zweite Arre- tierstift 12 nicht aus der Bohrung 13 herausgezogen werden kann.

Die beiden Arretierstifte 1 1 , 12 und die beiden Arretieröffnungen 13, 14 haben optional voneinander verschieden dimensionierte oder geformte Querschnitte, so dass der erste Arretierstift 1 1 nicht in die zweite Arretieröffnung 13 und/oder um- gekehrt einführbar ist. Unter der Voraussetzung, dass die Arretierstifte 1 1 , 12 beim Spannen und Entspannen des Riemenspanners 1 ' Verwendung finden, kann hierdurch das Setzen bzw. Entfernen der zudem unterschiedlich langen Arretierstifte 1 1 ,12 in der richtigen Reihenfolge erzwungen werden. Vorliegend ist der Durchmesser des ersten Arretierstifts 1 1 größer als der Durchmesser der Boh- rung 13, so dass das Setzen der zweiten Dreharretierung mit dem ersten Arretierstift 1 1 nicht möglich ist.

Als weitere Option können die beiden Arretierstifte 1 1 , 12 flexibel miteinander ver- bunden sein und ein verliersicheres Spezialwerkzeug für die Montage des Riementriebs bilden. Die Verbindung kann beispielsweise über eine Metallkette oder einen Metallring erfolgen. Das Entspannen und Spannen des Riemenspanners 1 ' aus bzw. in dessen Montagestellung erfolgt grundsätzlich so, wie es zuvor anhand der Figuren 2 erläutert wurde. Das Verdrehen der Spannarme 3, 5 in die Arretierposition kann mittels Standardwerkzeugen bewerkstelligt werden. Vorliegend sind die rollenseitigen Enden der Spannarme 3, 5 jeweils mit Flächen 23 für einen Maulschlüssel verse- hen.

Die Arbeitsweise des Riemenspanners 1 , 1 ' , d.h. das spannende Hineinschwenken in das jeweils aktuelle Leertrum bewirkt auch eine sogenannte Entkopplung der rotierenden Startergeneratormasse von der Kurbelwelle der Brennkraftma- schine. Diese Entkopplung übernimmt üblicherweise ein Entkoppler am Generator (z.B. ein Generatorfreilauf mit oder ohne Federentkopplung) oder an der Kurbelwelle, der bei konventionellen Generatormaschinen ohne Startermodus auf der Generator- bzw. auf der Kurbelwelle angeordnet ist und die vergleichsweise träge rotierende Generatormasse von der Kurbelwelle abkoppelt, wenn deren Dreh- zahlgradient negativ ist. Dementsprechend ist der erfindungsgemäße Riemenspanner 1 , 1 ' auch bei konventionellen Generator-Riementrieben (ohne Startermodus) alternativ oder unterstützend zum Entkoppler verwendbar.

Liste der Bezugszahlen

1 Riemenspanner

2 Startergenerator

3 erster Spannarm

4 erste Spannrolle

5 zweiter Spannarm

6 zweite Spannrolle

7 Riemen

8 Riemenscheibe 9 Federmittel

10 Drehachse des Riemenspanners

1 1 erstes Arretiermittel / erster Arretierstift

12 zweites Arretiermittel / zweiter Arretierstift

13 zweite Arretieröffnung / Bohrung

14 erste Arretieröffnung / Bohrung

15 weitere Arretieröffnung / Drehanschlag

16 Anschlag

17 Ausnehmung

18 Riementrum

19 Riementrum

20 Hohlbolzen

21 Anlaufscheibe

22 Vorsprung

23 Fläche