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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR REMOVING A BACKBONE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/036458
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for separating the backbone (5) of a middle piece (4) of a half animal carcass using at least one machine-driven circular blade (2), wherein two opposite guide rails (3) are provided on the device, which guide the device during the separation on both sides of the backbone and wherein at least one circular blade is guided through a guide bar and separates the backbone.

Inventors:
EWERS, Christoph (Siekstraße 9, Willebadessen, 34439, DE)
Application Number:
DE2016/100394
Publication Date:
March 09, 2017
Filing Date:
September 01, 2016
Export Citation:
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Assignee:
FREUND MASCHINENFABRIK GMBH & CO. KG (Schulze-Delitzsch-Str. 38, Paderborn, 33100, DE)
International Classes:
A22B5/00; A22C17/00
Domestic Patent References:
WO2002078452A12002-10-10
WO2013165260A12013-11-07
WO2013165260A12013-11-07
Foreign References:
EP1228693A12002-08-07
US2771633A1956-11-27
DE102013103995B32014-04-24
EP0714607A11996-06-05
EP1736057A12006-12-27
EP0985348B12004-06-02
Attorney, Agent or Firm:
TARVENKORN & WICKORD PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Technologiepark 11, Paderborn, 33100, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Vorrichtung zum Abtrennen des Rückgrates (5) eines Mittelstückes (4) einer Tierkörperhälfte mit mindestens einem maschinell angetriebenen Kreismesser

(2) , dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorrichtung zwei gegenüberliegende Führungsholme (3) vorgesehen sind, die die Vorrichtung (1) beim Abtrennen beidseitig an dem Rückgrat (5) führen und das mindestens eine Kreismesser (2) durch einen Führungsholm hindurch geführt ist und das Rückgrat (5) abtrennt.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsholme

(3) als nach vorn gekröpfte parallele Rohre ausgebildet sind.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

an jedem Führungsholm (3) ein Kreismesser (2) vorgesehen ist und diese so in einem Winkel zueinander angeordnet sind, dass sie das Rückgrat (5) in einem V- förmigen Schnitt von zwei Seiten von dem Mittelstück (4) abtrennen.

Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel verstellbar und größer als 90° und kleiner als 180° ist.

Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreismesser (2) mit einem Versatz (10) nebeneinander positioniert sind, so dass sie sich nicht berühren.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, die Schnitttiefe der Kreismesser (3) einstellbar ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Kreismesser (2) über elektrische, pneumatische oder hydraulische Motoren (9) erfolgt.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück (4) auf einem Förderband (8) transportiert wird und die Vorrichtung (1) so an einem Ständer (6) über dem Mittelstück (4) aufgehängt ist, dass die Führungsholme (3) direkt an dem Rückgrat (5) gleiten.

Description:
Vorrichtung zum Entfernen eines Rückgrates

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abtrennen des Rückgrates eines Mittelstückes einer Tierkörperhälfte mit mindestens einem maschinell angetriebenen Kreismesser.

In einem Zerlegebetrieb werden Tierkörper zu in der Mitte des Rückgrates getrennte Körperhälften geteilt. Die Tierkörper können dabei von allen Großtieren, insbesondere aber Schweinen und Schafen stammen. Das Rückgrat muss von dem umgebenden Fleisch getrennt werden, um das Fleisch weiter verarbeiten zu können. Dabei ist es wichtig, genau definierte Schnitte an dem Rückgrat entlang vorzunehmen, um eine möglichst optimierte Fleischausbeute zu erreichen.

Bekannte Vorrichtungen zum Entfernen der Wirbelsäule des Mittelstücks einer Körperhälfte besitzen in einer typischen Ausführungsform ein Bandsägeblatt, das um die Wirbelsäulenhälfte herumgeführt ist. Bei solchen Sägen wird viel Fleisch mit entfernt und oft auch der wertvolle Rückenmuskel der Tierhälften mit beschädigt. Ähnlich arbeitet die Vorrichtung gemäß der Patentanmeldung EP 0 714 607 A1 , bei der die Wirbelsäulenhälfte mit einem rohrförmigen Sägeblatt in einer automatisierten Anlage herausgetrennt wird.

In der internationalen Patentanmeldung WO 2013/165260 A1 ist eine Karkassen- Bearbeitungsmaschine mit vier in zwei Paaren angeordneten Knochenschneidmessern zum Schneiden von Knochenstücken aus dem Rückgratknochen der Karkasse offenbart, wobei die paarweisen Knochenschneidmesser derart positioniert sind, um die Querfortsätze und die Rippen von der Wirbelsäule zu entfernen. Dabei sind die Knochenschneidmesser zwischen einem Winkel von 10 bis 40 Grad zu einer

Mittelebene angeordnet, die die Ebene der Messer halbiert. Weiterhin ist eine Führung mit einer Zahnklette vorgesehen, um die Karkasse entlang der Schneidmesser zu führen.

In der europäischen Patentanmeldung EP 1 736 057 A1 ist eine Wirbelsäulen- Entfernungsvorrichtung mit einem Roboter, an dem ein Kreismesser drehend angetrieben ist, beschrieben. Mittels des Kreismessers erfolgt in einem doppelten Durchgang ein V-förmiger Schnitt zum Abtrennen des Rückgrates der Karkasse. Dabei weist der V-förmige Abschnitt einen Winkel von weniger als 180 Grad auf.

In dem europäischen Patent EP 0 985 348 B1 ist eine Vorrichtung zum

Längsschneiden von halben Karkassen beschrieben, bei der ein Kreismesser von oben einen geraden Schnitt zum Abtrennen der Rückgrathälfte durchführt und ein

Kreismesser unter der Karkasse positioniert ist, um weitere Schnitte durch die

Karkasse zu vollführen.

In dem europäischen Patent EP 0 985 348 B1 ist eine Vorrichtung zum Abtrennen eines Rippenstückes von einem Rückgrat beschrieben, bei dem das Rückgrat in einer festen Führungsbahn aus Führungsplatten gefördert wird und ein Kreismesser, das parallel zu den Führungsplatten angeordnet ist, das Rückgrat abtrennt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine motorgetriebene Vorrichtung zu offenbaren, die mit mindestens einem Kreismesser und Führungsmitteln präzise Schnitte entlang dem halben Rückgrat des Mittelstücks einer Körperhälfte ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Die hier beschriebene Vorrichtung zum Entfernen des Rückgrates des Mittelstücks einer Tierkörperhälfte besitzt mindestens ein maschinell angetriebenes Kreismesser, das das Rückgrat von der Tierkörperhälfte abtrennt. An der Vorrichtung sind zwei gegenüberliegende Führungsholme vorgesehen, die die Vorrichtung beim Abtrennen beidseitig an dem Rückgrat führen. Das mindestens eine Kreismesser ist dabei durch einen Führungsholm hindurch geführt.

Diese Anordnung ermöglicht einen präzisen Schnitt, der genau entlang der

Rückgrathälfte geführt wird und die Rippenbögen direkt an ihr abtrennt.

Auf diese Weise kann eine Schädigung des umgebenden Fleisches, insbesondere des wertvollen Rückenmuskels, vermieden werden.

In eine Ausführungsform sind die Führungsholme als nach vorn gekröpfte parallele Rohre ausgebildet. Sie bieten eine gute Führung und gleiten beim Transport des Mittelstücks auf diesem.

In einer bevorzugen Ausführungsform ist an jedem Führungsholm ein Kreismesser vorgesehen. Die beiden Kreismesser sind dabei so in einem Winkel zueinander angeordnet, dass sie das Rückgrat in einem V-förmigen Schnitt von zwei Seiten von dem Mittelstück abtrennen.

Der Winkel des V-förmigen Schnittes ist einstellbar und größer als 90° und kleiner als 180°, und kann an die aktuelle Form des zu trennenden Rückgrates angepasst werden.

Die Führungsholme führen die Vorrichtung dabei präzise. Die V-förmigen Schnitte werden ohne weitere Hilfsmittel an der vorgesehenen Trennlinie durchgeführt.

Die beiden Kreismesser sind mit einem Versatz nebeneinander positioniert, so dass sie sich beim Trennen nicht berühren. Auch ist die Schnitttiefe durch Verstellung des Abstandes der Kreismesser einstellbar.

Der Antrieb der Kreismesser erfolgt über elektrische, pneumatische oder hydraulische Motoren, so dass ein Einsatz der Vorrichtung den Anforderungen eines

Tierzerlegebetriebes entspricht. Das Mittelstück wird auf einem Förderband transportiert und die Vorrichtung ist so an einem Ständer über dem Mittelstück aufgehängt, dass die Kreismesser direkt unter dem Rückgrat angreifen. Dabei kann die Vorrichtung per Hand oder auch automatisch geführt sein.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Abbildungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

Fig. 1 eine schematische Schrägansicht der Vorrichtung mit einem Kreismesser;

Fig. 2 eine schematische Schrägansicht der Vorrichtung mit zwei Kreismessern;

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung;

Fig. 4 eine Vorderansicht auf die Vorrichtung;

Fig. 5 eine isometrische Ansicht eines Schnittes an einem Mittelstück;

Fig. 6 eine Ansicht eines Schnittes mit einem Ständer über einem Förderband.

In Fig. 1 ist eine schematische Schrägansicht der Vorrichtung 1 mit nur einem

Kreismesser 2. Es wird durch den Motor 9 angetrieben und ist durch Schlitze in den Führungsholmen 3 geführt. Die Führungsholme 3 gleiten neben dem Rückgrat 5 über das Mittelstück 4 der Tierkörperhälfte. In dieser Ausführungsform wird das Rückgrat 5 durch das eine Kreismesser 2 glatt von dem Mittelstück 4 abgetrennt.

Fig. 2, 3 und 4 zeigen verschiedene Ansichten der Vorrichtung 1 in einer Ausführung mit zwei Kreismessern 2.

Die beiden Kreismesser 2 sind durch die Führungsholm 3 hindurchgeführt und von den Motoren 9 angetrieben. Sie sind leicht versetzt und unter einem Winkel zueinander angeordnet, Durch den Versatz 10 berühren sie sich nicht, es wird aber einen vollständigen Schnitt ausgeführt. Mittels einer Aufhängung 7 wird die Vorrichtung an einem hier nicht dargestellten Ständer gehalten.

In den Fig. 5 und Fig. 6 ist die Bearbeitung eines Mittelstücks 4 auf einem

Transportband 8 dargestellt. Das Mittelstück 4 liegt mit der Rückgrathälfte 5 nach oben auf dem Förderband 8 und die Führungsholme 3 gleiten an dem Rückgrat 5 des Mittelstücks 4 entlang. Die Kreismesser 2 führen den Schnitt zum vollständigen Trennen des Rückgrates5 vom Mittelstück 4 präzise aus, ohne dass zu viel wertvolles Fleisch beschädigt wird.

In Fig.6 ist der Betrieb mit einem Ständer 6 dargestellt, an dem die Vorrichtung mit der Aufhängung 7 höhenbeweglich hängt. Damit kann ein präziser V-förmiger Schnitt, gesteuert von den Führungsholmen 3, ausgeführt werden