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Title:
METHOD FOR PRODUCING AND DEVICE FOR SEPARATING DENTAL MODELS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/076322
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for producing dental models, which is characterized in that a dental arch or at least sections thereof, so-called model dies, are detachably placed on a model base for further treatment using pin techniques. The body of the model base may be produced from a biodegradable material or from a material that absorbs treatment residues such as sawing or wheel swarf. The invention also relates to a device for separating dental models, comprising a drive unit for a cutting-off wheel and associated switch and control elements, and a model table comprising a model support for receiving a dental model. The inventive device is also characterized in that the model is unilaterally secured to the housing and can be swiveled about a horizontal swivel axis.

Inventors:
Langner, Jan (Birkachstrasse 17/1 Schwäbisch-Gmünd, 73529, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/003337
Publication Date:
October 03, 2002
Filing Date:
March 25, 2002
Export Citation:
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Assignee:
JAN LANGNER GMBH (Birkachstrasse 17/1 Schwäblisch Gmünd, 73529, DE)
Langner, Jan (Birkachstrasse 17/1 Schwäbisch-Gmünd, 73529, DE)
International Classes:
A61C9/00; A61C13/12; A61C13/34; A61C13/38; B23D45/04; B23D45/06; B23D47/02; B23D47/04; (IPC1-7): A61C/
Foreign References:
DE4232299C11994-02-17
DE4113651A11992-10-29
DE3644041C21993-10-14
Attorney, Agent or Firm:
Fürst, Siegfried (Hansmann & Vogeser Nördliche Ringstrasse 10 Göppingen, 73033, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Verfahren zur Herstellung zahntechnischer Modelle, wobei ein zahntechnischer Zahnkranz oder zumindest Abschnitte von selbigem, sogenannte Modellstümpfe, zur weiteren Bearbeitung unter Einsatz der PinTechnik auf einer Modellbasis lösbar aufgesteckt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper der Modellbasis aus einem Bearbeitungs rückstände, insbesondere Sägeoder Schleifstaub adsorbie renden Material hergestellt ist.
2. Verfahren zur Herstellung zahntechnischer Modelle, wobei ein zahntechnischer Zahnkranz oder zumindest Abschnitte von selbigem, sogenannte Modellstümpfe, zur weiteren Bearbeitung unter Einsatz der PinTechnik auf einer Modellbasis lösbar aufgesteckt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper der Modellbasis aus einem biologisch abbaubaren Material hergestellt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Modellbasis aus einem Formkörper hergestellt ist, der eine große innere Oberfläche, im wesentlichen eine Vielzahl von Poren aufweist.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper der Modellbasis auf der Grundlage von Stärke hergestellt ist.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper der Modellbasis auf der Grundlage von Keks oder Waffelteigmasse hergestellt ist.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Körpers der Modellbasis Zuschlagstoffe zur Erhöhung der statischen Festigkeit und/oder der Feuchtigkeitsresistenz enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die besagten Zuschlagstoffe in den Körper der Modellbasis injiziert werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die besagten Zuschlagstoffe auf den Körper der Modellbasis aufgetragen werden.
9. Verfahren zum Auftrennen zahntechnischer Modelle in einzelne Modellstümpfe, wobei der zahntechnische Zahnkranz auf einer Modellbasis lösbar aufgesteckt ist und mit einer Trennscheibe das Trennen erfolgt, wobei das zahntechnische Modell und die Trennscheibe relativ zueinander bewegt werden und das zahntechnische Modell zum Trennen auf einem Modelltisch fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das auf dem Modelltisch fixierte zahntechnische Modell mitsamt der an einem Ende des Modelltisches vorgesehenen Modellauflage unter Beschreiten einer gedachten Kreisbogenlinie um das andere, um eine horizontale Achse drehbeweglich gehalterte Ende des Modelltisches zur Ausführung des Trennschnittes in Richtung Trennscheibe bewegbar ist.
10. Verfahren zum Auftrennen zahntechnischer Modelle nach Anspruch 9 oder nach Anspruch 9 und wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Modellauflage im wesentlichen horizontal orientiert ist und während der Trennbewegung im wesentlichen unter einem rechten Winkel zur Trennscheibe geführt wird.
11. Verfahren zum Auftrennen zahntechnischer Modelle nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass während der annähernd vertikalen Trennbewegung des Modelltisches eine weitere, im wesentlichen horizontal geführte Trennbewegung durch kontrolliertes, zumindest zeitweise Verschieben des zahntechnischen Modells auf dem Modelltisch erzeugt und ersterer überlagert wird.
12. Verfahren zum Auftrennen zahntechnischer Modelle nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das zahntechnische Modell mit den Händen des Bedieners auf der Arbeitsfläche, der Modellauflage des Modelltisches fixiert wird.
13. Verfahren zum Auftrennen zahntechnischer Modelle nach Anspruch 9,10,110der 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausrichtung des Zahnkranzes beziehungsweise der Festlegung der Trennstelle am Zahnkranz ein gebündelter Lichtstrahl, ein Peillicht, vorzugsweise ein Laserlicht dient.
14. Vorrichtung zum Auftrennen zahntechnischer Modelle, wobei die Vorrichtung eine Antriebseinheit für eine Trennscheibe (9), zugeordnete Schaltund Steuerungstechnik, und einen Modelltisch (5), mit einer Modellauflage (5.11) zur Aufnahme eines zahntechnischen Modells, umfasst und, wobei die Trennscheibe (9) und der Modelltisch (5) relativ zueinander bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Modelltisch (5) um eine horizontale Drehachse verschwenkbar am Gehäuse (2,4) einseitig gehaltert ist und, dass dessen Modellauflage (5.11) einen zur Trennscheibe korrespondierend angeordneten Durchbruch (5.12) aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass am Modelltisch (5) unterhalb der Modellauflage (5.11) beidseits je eine sich in den unteren Bereichen (5.4) erstreckende Wand (5.6 und 5.7) vorgesehen sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass von jeder Wand (5.6 und 5.7) seitlich abragend ein Steg (5.8 bzw. 5.9) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass im vorderen Bereich (5.2) des Modelltisches (5) eine nach oben aufragende Peileinrichtung, vorzugsweise in Form eines Höckers (5.5), vorgesehen ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Peileinrichtung eine Lichtquelle (5.13) zur Aussendung eines Peillichtes enthält.
19. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens im Bereich einer der Handauflagen (4.6 und 4.7) ein Sensor, bevorzugt ein optischer, oder ein Kontaktschalter zur Erzeugung eines Schaltsignals für die Antriebseinheit vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, d a d u r c h g e k e n n ze i c h n e t, dass im vorderen, dem Bediener zugewandten Bereich (5. 2) des Modelltisches (5) innerhalb des Gehäuses (2) ein Kontaktschalter vorgesehen ist, welcher schaltungstechnisch mit der Antriebseinheit in Verbindung steht. hierzu 6 Blatt Zeichnungen.
Description:
Verfahren zur Herstellung und Vorrichtung zum Auftrennen zahntechnischer Modelle Die Erfindung betrifft ein Verfahren zu Herstellung zahntechnischer Modelle, die in der Dentaltechnik, der zahnärztlichen Prothetik, insbesondere in der Kronen-und Brückentechnik, als auch in der konservierenden Zahnmedizin, z. B. in der Inlay-Technik, eingesetzt werden.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Herstellung sogenannter Modellstümpfe, vielfach auch Sägestümpfe genannt, die zum Gelingen einer perfekten Arbeit Voraussetzung sind.

In der Regel besteht das zahntechnische Modell, vielfach auch Arbeitsmodell und im voranschreitenden Arbeitsprozess dann auch Meistermodell genannt, aus der durch Abformen gewonnenen Kiefer-Zahnpartie und aus einer Modellbasis, in Fachkreisen auch Sockel genannt. Die Kiefer-Zahnpartie, auch

Zahnkranz genannt, ist auf der Modellbasis trennbar angeordnet, wobei die Verbindung zwischen Modellbasis und dem Zahnkranz über Haltestifte, sogenannte Pin-Technik hergestellt ist. Einzelne, bestimmte Modellabschnitte, die Sägestümpfe, werden durch Durchtrennen des Zahnkranzes an vorbestimmten Stellen gewonnen.

Der Zahnkranz als auch die Modellbasis werden aus Gips hergestellt. Nicht nur wegen der Expansion von Gips in der Abendbindephase und der daraus resultierenden Abweichung des Zahnstandes gegenüber der natürlichen Situation des Patienten, sondern auch wegen der notwendigen hohen Passgenauigkeit bei ausgedehnten Brückenverbänden sind vielfach die Modellsysteme auf die Verwendung von Einzelstümpfen angewiesen.

Zum Trennen der zahntechnischen Modelle werden in der Regel Kreissägen einfacher Bauart oder Trennvorrichtungen mit einem in Führungen in mehreren Richtungen beweglichen Arbeitstisch eingesetzt. Bekannt ist das Trennen des Zahnkranzes von oben, von der Seite und von schräg unten.

So ist aus der DE 42 32 299 C1 eine Kreissäge für die Zahntechnik gekannt, bei der der Arbeitstisch waagerecht und parallel zur Sägerichtung des von oben wirksamen Kreissägeblattes bewegbar ist. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, dass bei schräg zur sogenannten

Einschubrichtung stehenden Zähnen, die dadurch sich teils einander berühren, ein Trennen ohne Beschädigung eines oder mehrerer (Modell-) Zähne kaum möglich ist. Nacharbeiten sind dann und unumgänglich.

Aus der DE 41 13 651 A1 ist zudem ein Vorrichtung bekannt, bei der das Modell mit Hilfe eines Laserstrahles zum Sägeblatt ausgerichtet wird. Die Vorrichtung ist konstruktiv so aufgebaut, dass das Modell auf einem Schlitten sitzend in einer im wesentlichen waagerechten Ebene in zwei Achsen bewegbar ist. Die Kreissäge ist an einer weiteren Führung verschieb-und arretierbar derart angeordnet, dass das Sägeblatt von oben und auch von schräg unten an das Modell herangeführt werden kann. Neben dem hohen konstruktionsmäßigen Aufwand zur Herstellung der Vorrichtung ist weiterhin von Nachteil, dass die Teile der Vorrichtung sowie das Modell selbst einer hohen Staubbelastung ausgesetzt sind.

Weiterhin ist aus der DE 36 44 041 C2 noch eine Vorrichtung bekannt, bei der in der Senkrechten untereinander zwei Sägeblätter angeordnet sind, mit denen das Modell von oben und von unten angeschnitten wird, sodass ein schmaler Steg als Sollbruchstelle stehen bleibt. Von Nachteile bei dieser Vorrichtung ist insbesondere ebenfalls das Beschädigen der (Modell-) Zähne mit den daraus resultierenden Nacharbeiten.

Deshalb besteht die Aufgabe der Erfindung darin, einerseits ein neues Verfahren zur Herstellung zahntechnischer Modelle zu finden, mit dem neben einer Zeitersparnis auch die Staubbeiastung reduziert werden kann, sowie darin, andererseits eine Vorrichtung zu finden, mit der das Trennen eines zahntechnischen Modells zeitsparender und bedienerfreundlicher, insbesondere mit geringerer Staubbelastung, erfolgen kann ; als Nebenaufgabe soll das neue Verfahren umweltfreundlicher als bisherige Verfahren sein.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein neues Verfahren zur Herstellung zahntechnischer Modelle gelöst, bei dem ein zahntechnischer Zahnkranz oder zumindest Abschnitte von selbigem, sogenannte Modellstümpfe, zur weiteren Bearbeitung unter Einsatz besagter Pin-Technik auf einer Modellbasis lösbar aufgesteckt sind, wobei hier der Körper der Modellbasis aus einem Bearbeitungsrückstände, insbesondere Säge- oder Schleifstaub adsorbierenden Material hergestellt ist.

Alternativ dazu ist ein Verfahren zur Herstellung zahntechnischer Modelle vorgesehen, bei dem ein zahntechnischer Zahnkranz oder zumindest Abschnitte von selbigem, sogenannte Modellstümpfe, zur weiteren Bearbeitung unter Einsatz der Pin-Technik auf einer Modellbasis lösbar aufgesteckt sind, wobei speziell vorgesehen ist, dass der

Körper der Modellbasis aus einem biologisch abbaubaren Material hergestellt ist.

Erfolgreich wurden Versuche abgeschlossen, bei denen die Modellbasis aus Natur-Produkten hergestellt wurde, z. B. aus einer Kartoffel, Rübe, Möhre oder dergleichen Produkten.

In Weiterbildung des Verfahrens ist die Modellbasis aus einem Formkörper hergestellt, der eine große innere Oberfläche, im wesentlichen eine Vielzahl von Poren aufweist, z. B. ein Formköper aus einer geschäumten Masse.

Bevorzugt ist der Körper der Modellbasis jedoch auf der Grundlage von Stärke hergestellt. Insbesondere erfolgt die Herstellung des Körpers der Modellbasis auf der Grundlage von Keks-oder Waffelteigmasse. Je nach Anwendungsfall kann die Modellbasis auch aus handelsüblichen Keksen oder Waffeln zugeschnitten werden.

Gemäß einer anderen Weiterung des neuen Verfahrens enthält das Material für den Körper der Modellbasis Zuschlagstoffe zur Erhöhung der statischen Festigkeit und/oder der Feuchtigkeits- resistenz. Bevorzugt werden die besagten Zuschlagstoffe in den Körper der Modellbasis, vorzugsweise nach dessen Herstellung, injiziert.

Je nach Anwendungsfall können die besagten Zuschlagstoffe auch auf den Körper der Modellbasis aufgetragen werden.

Diese Art der Veredelung wird vor allem angewandt, wenn nur hin und wieder eine teilweise"Nassbearbeitung"erfolgt.

Zum Auftrennen zahntechnischer Modelle in einzelne Modellstümpfe sieht die Erfindung ein neues Verfahren vor, bei dem der zahntechnische Zahnkranz auf einer Modellbasis lösbar aufgesteckt ist und mit einer Trennscheibe das Trennen erfolgt, wobei das zahntechnische Modell und die Trennscheibe relativ zueinander bewegt werden und das zahntechnische Modell zum Trennen auf einem Modelltisch, der auch als Sägetisch bezeichnet wird, fixiert ist. Wesentlich bei dem neuen Verfahren ist, dass das auf dem Modelltisch fixierte zahntechnische Modell mitsamt der an einem Ende des Modelltisches vorgesehenen Modellauflage unter Beschreiten einer gedachten Kreisbogenlinie um das andere, um eine horizontale Achse drehbeweglich gehalterte Ende des Modelltisches zur Ausführung des Trennschnittes in Richtung Trennscheibe wahlweise bewegbar ist.

Versuche haben dem Erfinder gezeigt, das bei diesem neuen Verfahren zum Auftrennen mit der voranstehend genannten, nach dem neuen Verfahren hergestellten Modellbasis sehr gute Ergebnisse erreicht werden.

Gemäß einer speziellen Weiterung des Verfahrens zum Auftrennen wird während der für den Trennvorgang im

wesentlichen vertikal gerichteten, kreisbogenlinienförmigen Bewegung des Modelltisches eine weitere, im wesentlichen horizontal geführte Bewegung ersterer zumindest zeitweise überlagert, die durch kontrolliertes Verschieben des zahntechnischen Modells auf der Modellauflage des Modelltisches erzeugt wird.

Vorteilhaft ist dabei, dass das zahntechnische Modell mit den Händen des Bedieners auf der Arbeitsfläche, der Modellauflage des Modelltisches fixiert und bei Erfordernis mit den Händen, vorzugsweise von hinten nach vorn in Richtung Bediener, verschoben wird.

Entgegen bisheriger Verfahrensabläufe wird nicht die Trennscheibe gegen das Modell gefahren, sondern nunmehr der Modelltisch mitsamt dem darauf örtlich flexibel fixierten zahntechnischen Modell sanft in Richtung und gegen die Trennscheibe geführt. Die Trennscheibe fährt infolge dessen in die Modellbasis sowie in den Zahnkranz schonend mit einem weichen Anschnitt hinein, wodurch insbesondere die Randbereiche des Zahnkranzes äußerst schonend und sehr sauber durchtrennt werden. Außerdem wird der Entstehung von Trennstaub positiv entgegengewirkt.

Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass die Modellauflage im wesentlichen horizontal orientiert ist und während der

Bewegung des Modelltisches für das Trennen im wesentlichen unter einem rechten Winkel zur Trennscheibe angeordnet geführt wird.

In weiterer Ausgestaltung des neuen Verfahrens ist zudem vorgesehen, dass zur Ausrichtung des Zahnkranzes beziehungsweise der Festlegung der Trennstelle am Zahnkranz eine Peileinrichtung, bevorzugt ein gebündelter Lichtstrahl, vorzugsweise Laserlicht verwendet wird. Vorteilhaft ist dabei, das die Peileinrichtung von der Bedienerseite aus das Modell anpeilt.

Bezüglich der vorrichtungsgemäßen Lösung der anstehenden Problematik geht die Erfindung von einer Trennvorrichtung aus, bei der die Trennscheibe, bevorzugt ein Sägeblatt, im wesentlichen von unten her das zahntechnische Modell einschlitzt bzw. durchtrennt. Zur Halterung und Fixierung des zahntechnischen Modells ist ein Modelltisch vorgesehen, welcher eine Modellauflage zur Aufnahme des zahntechnischen Modells aufweist. Neuartig an dieser Trennvorrichtung ist, dass die gesamte Trennvorrichtung im Gegensatz zu bekannten Trennvorrichtungen relativ flach bauend ist. Um diesen Zustand zu erreichen ist ein Gehäuse vorgesehen, in welchem die Antriebseinheit für die Trennscheibe sowie die Schaft-und Steuerungstechnik angeordnet sind. Dabei liegt die

Antriebseinheit im Gehäuse im wesentlichen unterhalb der Ebene der Modellauflage des Modelltisches.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Gehäuse, in Draufsicht gesehen, die Form eines Kreises hat, 0-förmig oder ellipsenförmig ausgebildet ist.

Der Modelltisch ist mit einem seiner beiden Endbereiche im Gehäuse um eine horizontale Achse drehbeweglich gehaltert und ragt mit seinem Mittelteil und dem daran anschließenden anderen Endbereich in Art eines Auslegers in den vom Gehäuse im wesentlichen umschlossenen Raum hinein. Dieser andere Endbereich des Modelltisches ist zur Aufnahme des zahntechnischen Modells ausgebildet und weist eine vorzugsweise kreisförmig ausgebildete Modellauflage auf, wobei selbige parallel zur Drehachse angeordnet ist. Diese Modellauflage, auch Werkstückauflage genannt, befindet sich in der Ausgangsstellung oberhalb der Trennscheibe und ist mit einem der Lage der Trennscheibe und deren Größe korrespondierenden Durchbruch versehen, durch welchen die Trennscheibe während des Trennvorganges hindurchtreten kann.

Die Antriebseinheit für die Trennscheibe ist vorzugsweise linksseitig vom Modelltisch im Gehäuse angeordnet. Diese Antriebseinheit umfasst einen Motor nebst Steuerungstechnik

sowie eine in einer Führungshülse stabil gelagerte Welle, an deren freiem Ende die Trennscheibe befestigt ist. Diese Welle ist ebenfalls parallel zur Drehachse des Modelltisches angeordnet.

Unterhalb der Modellauflage sind am Modelltisch, beiderseits vom Durchbruch, je eine Wand, zwischen denen die Trennscheibe läuft, angeordnet, so dass eine Schutzvorrichtung entsteht, damit die Finger des Bedieners während des Arbeitens nicht unbeabsichtigt in die Trennscheibe kommen.

Bevorzugt ist jeweils an der linken und an der rechten Wand noch ein seitwärts abragender Steg vorgesehen, welche in Verbindung mit der jeweiligen Wand eine Fingeranlage bilden, wodurch das Fixieren des zahntechnischen Modells auf der Modellauflage erleichtert wird.

In der linken Wand ist, vom Bediener wegzeigend, also in Richtung des freien Ende des Modelltisches gesehen, hinter dem Steg noch eine im wesentlichen vertikal gerichtete Ausnehmung vorgesehen, in die die, die drehende Welle umgebende, feststehende Führungshülse des Antriebes während des Absenkens des hinteren Bereiches des Modelltisches eintaucht, damit die Trennscheibe durch den Durchbruch der Modellauflage hindurchtreten kann.

In Weiterung der Gestaltung der Vorrichtung ist korrespondierend zur Trennebene in dem Gehäuse zudem ein Bereich vorgesehen an den eine Absaugleitung angebracht werden kann, damit der restliche Schleif-bzw. Sägestaub, der nicht absorbiert wurde, abgesaugt wird.

Gemäß einer speziellen Ausführung sind an diesem Gehäuse im oberen Bereich zudem Bereiche vorgesehen, die als Handauflage ergonomisch ausgebildet sind. Diese Handauflagen sind so positioniert und gestaltet, dass der Bediener während des gesamten Arbeitsvorganges "Schlitzen/Trennen"das zahntechnische Modell auf dem Modelltisch mit seinen Fingern positionieren und fixieren kann, ohne dass die Handballen von der Handauflage abheben.

Weiterhin ist zur Erleichterung der Positionierung des zahntechnischen Modells auf der Modellauflage am Modelltisch, dem Bediener zugewandt, vorzugsweise im gehalterten Bereich des Modelltisches, eine Positionierhilfseinrichtung vorgesehen, z. B. eine Peileinrichtung ; bevorzugt ist diese Peileinrichtung eine einfache optische Einrichtung mit einem Peillicht. Als vorteilhaft hat sich zudem erwiesen, dass dieses Peillicht zumindest zeitweise pulsierend ausgestrahlt wird.

In Weiterung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein optischer Sensor oder ein Kontaktschalter im Gehäuse angeordnet ist, welcher durch Absenken des Tisches betätigt wird und in Folge dessen ein Schaltsignal zur Antriebseinheit gibt, wodurch dann die Antriebseinheit eingeschaltet wird.

Dieser optische Sensor beziehungsweise der Kontaktschalter kann gemäß einer weiteren bevorzugter Ausführung auch ein Näherungsschalter sein, der im Bereich der Handauflage oder in zu diesen angrenzenden Bereichen angeordnet werden kann. Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass in beiden Handauflagen ein derartiges Schaltelement vorgesehen ist, so dass die Trennscheibe sich nur dann dreht, wenn beide Hände auf der Handauflage liegen. Neben der Vermeidung von Leerlauf-Energieeinsparung-wird zudem einem unbeab- sichtigten Hineingreifen der eventuell anderen freien Hand in die Trennscheibe vorgebeugt.

Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass das Gehäuse aus einem Unterteil und aus einem Oberteil zusammengesetzt ist ; wodurch sich fertigungstechnische Vorteile ergeben. Dieses derart gestaltete Gehäuse ist im wesentliche ein Hohlkörper, so dass das Unterteil und das Oberteil als kostensparendes Guss-oder Spritzteil ausgeführt werden kann.

Zudem kann in dem Gehäuse auch ein Netzteil angeordnet werden, so dass nur die Anschlussleitung zum Stromnetz von

dem Gehäuse abragt und somit die Arbeitsfläche rings um die Trennvorrichtung frei ist.

Je nach geplantem Anwendungsfall kann die Antriebseinheit auch rechts vom Modelltisch im Gehäuse angeordnet sein.

Folgend wird die Erfindung anhand eines in Zeichnungen schematisch dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen dabei : Figur 1 : eine neuartig gestaltete Trennvorrichtung in perspektivischer Ansicht, von schräg links vom Bediener aus ; Figur 2 : eine perspektivische Ansicht zum Bediener hin ; Figur 3 : eine perspektivische Ansicht von rechts auf die Trennvorrichtung ; Figur 4 : die Trennvorrichtung in Draufsicht ; Figur 5 : eine Ansicht von vorn in Richtung des Bedieners, wobei das Gehäuse in einer vor der Antriebseinheit liegenden Ebene aufgeschnitten ist und Figur 6 eine Sicht von unten auf die Trennvorrichtung.

Die neue Trennvorrichtung ist in den Figuren 1,2,3 und 6 in

verschiedenen perspektivischen Ansichten gezeigt. Der Blick fällt bei Figur 1 dabei seitlich vom Bediener aus auf die Trennvorrichtung 1. Die Trennvorrichtung 1 besteht aus einem Gehäuse 2, welches hier vorzugsweise aus einem Unterteil 3 und Oberteil 4 zusammengesetzt ist.

Das Gehäuse 2 ist, wie in Figur 4 in Draufsicht gezeigt, o-förmig ausgebildet. Der Modelltisch 5 ist mit seinem vorderen Bereich 5.2 drehbeweglich um eine horizontale, nicht dargestellte Achse, in dem, dem Bediener zugewandten Bereich des Gehäuses 2, vorzugsweise im Oberteil 4, gehaltert. Im vom Modelltisch 5 links liegenden Bereich des Gehäuses 2 ist selbiges 2 als Antriebsaufnahme 3.1 ; 4.1 ausgebildet.

An der vom Bediener abgewanden Front weist das Gehäuse 2 eine Anschlussöffnung 3.2 ; 4.2 zum Anschluss einer Staubabsaugleitung auf.

Von der Bedienerseite aus gesehen sind die links und rechts vom Modelltisch 5 liegenden Gehäusebereiche als linke 4.6 bzw. rechte 4.7 Handauflage ausgebildet, die vorzugsweise ergonomisch ausgeformt und bevorzugt mit einer Antirutschschicht versehen sind.

Damit sich der vordere Bereich 5.2 des Modelltisches 5 in das Oberteil 4 des Gehäuses 2 einschmiegen kann, ist an der betreffenden Stelle im Oberteil 4 eine zur Form des Modelltischbereiches korrespondierende Nut 4.8 eingearbeitet.

Das freie Ende, der hintere Bereich 5.3 des Modelltisches 5, ragt in den vom Gehäuse umschlossenen Raum 6 hinein. Der Grundkörper 5.1 des Modelltisches 5 ist in diesem besagten hinteren Bereich 5.3 als Modellauflage 5. 11 ausgebildet, vorzugsweise ist dieser Modellauflage 5. 11 kreisförmig ausgeformt, wobei die Auflagenebene vorzugsweise parallel zur Drehachse liegt. Diese Modellauflage 5. 11, auch Werkstückauflage genannt, liegt oberhalb der Trennscheibe 8 und ist mit einem Durchbruch 5.12 versehen, durch welchen die Trennscheibe 8 während des Arbeitens hindurchtreten kann.

Unterhalb der Modellauflage 5.11, im unteren Bereich 5.4, sind am Modelltisch 5 eine linke Wand 5.6 und eine rechte Wand 5.7 angeordnet, die gemeinsam einen Kanal 5.10 bilden, in dem die Trennscheibe 8 angeordnet wird.

Bevorzugt ist an der linken 5.6 und an der rechten 5.7 Wand jeweils noch ein seitwärts abragender Steg 5.8 bzw. 5.9 vorgesehen, welche in Verbindung mit der betreffenden Wand 5.6 bzw. 5.7 eine Fingeranlage bilden.

In der linken Wand 5.6 ist, vom Bediener wegzeigend, also in Richtung des freien Ende 5.3 des Modelltisches 5 gesehen, hinter dem Steg 5.8 eine im wesentlichen vertikal gerichtete Ausnehmung 5. 14 vorgesehen, in die die, die drehende Welle umgebende, feststehende Führungshülse 9 des Antriebes während des Absenkens des Modelltisches 5 eintaucht, damit die Trennscheibe 8 durch den Durchbruch 5.12 der Modellauflage 5.11 hindurchtreten kann.

Am Modelltisch 5 ist zudem eine Positionierhilfseinrichtung vorgesehen, die dem Bediener zugewandt und vorzugsweise im gelagerten Bereich des Modelltisches 5 angeordnet und bevorzugt als Höcker 5.5 ausgebildet ist. Hier in dieser Ausführung ist vorgesehen, dass diese Positionier- hilfseinrichtung eine Peileinrichtung ist ; bevorzugt ist diese Peileinrichtung eine einfache optische Einrichtung mit einem Peillicht 5. 13.

Der eingangs der Beschreibung genannte, bevorzugt im Bereich der Handauflage angeordnete optische Sensor bzw.

Kontaktschalter zur Ein-und Ausschaltung des Antriebes ist in den Figuren nicht gezeigt.

Im Gehäuse 2 sind in der vom Bediener abgewandten Front mehrere Durchlässe 2.1,2.2,2.3,2.4 und 2.5 für die Aufnahme

der Kabeleinführung, Schalter und Sicherungen vorgesehen.

Am Unterteil 3 sind mehrere Füße 3.3 zur rutschfesten Aufstellung der Vorrichtung 1 auf einer Arbeitsfläche angeordnet.

In dem Oberteil 4 ist bevorzugt im Bereich 4.1 eine Signaldiode angeordnet, welche die Betriebsbereitschaft der Vorrichtung anzeigt.

In der Figur 5 ist eine Frontalansicht auf die Trennvorrichtung mit Blick zum Bediener hin gezeigt. Das Gehäuse 2 der Trennvorrichtung 1 ist in einer vor dem Modelltisch 5 liegenden vertikalen Ebene geschnitten. In dieser Figur ist insbesondere die Lage des Modelltisches 5 in Bezug auf die Peileinrichtung 5.5/5.13 sowie bezüglich der Trennscheibe 8 gezeigt. Zudem ist die Anordnung der linken Wand 5.6 und der rechten Wand 5.7 sowie der quer zu letzteren stehenden Stege 5.8 und 5.9 unter der Modellauflage 5.11 ersichtlicht. Der von der linken Wand 5.6 und der rechten Wand 5.7 gebildete geschützte Kanal zur Aufnahme der Trennscheibe 9 ist mit 10 bezeichnet.

Alle neuen in der Beschreibung und/oder Zeichnung sowie dem Patentansprüchen offenbarten Einzel-und Kombinations- merkmale werden als erfindungswesentlich angesehen, auch wenn diese nicht besonders hervorgehoben wurden.

Bezugszeichenliste : 1 Trennvorrichtung 2 Gehäuse 2. 1-2. 5 Durchlässe im Gehäuse 3 Unterteil 3.1 Antriebsaufnahme 3.2 Anschlussöffnung 3.3 Füße 4 Oberteil 4.1 Antriebsaufnahme 4.2 Anschlussöffnung 4.6 linke Handauflage 4.7 rechte Handauflage 4.8 Nut 4.9 Signalleuchte 5 Modelltisch 5.1 Grundkörper 5.2 vorderer Bereich 5.3 hinterer Bereich 5.4 unterer Bereich 5.5 Höcker 5.6 linke Wand 5.7 rechte Wand 5.8 Steg (an Pos. 5.6) 5.9 Steg (an Pos. 5.7) 5.10 Kanal 5.11 Modellauflage (Werkstückauflage 5.12 Durchbruch 5.13 Peillicht 5.14 Ausnehmung 6 umschlossener Raum 8 Trennscheibe 9 Führungshülse