Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
MULTI-LAYERED FILM ELEMENT PROVIDED WITH AN ANTENNA STRUCTURE AND AN ELECTRIC CIRCUIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/151738
Kind Code:
A3
Abstract:
The invention relates to a multi-layered film element (1 ) and to a method for producing said type of film element. Said multi-layered film element (1) comprises at least one flexible dielectric layer (16) and one or more electrically conductive layers (15, 17), respectively made of an electrically conductive material. The layer thickness of the electrically conductive layer or the electrically conductive layers is less than 20 μm. The electrically conductive layer or the electrically conductive layers are patterned for forming two or more conductive structures that are coupled together to an antenna structure that is galvanically connected to an electric circuit (19).

Inventors:
PETERS JOHN ANTHONY (CH)
Application Number:
PCT/EP2008/004361
Publication Date:
February 12, 2009
Filing Date:
June 02, 2008
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
LEONHARD KURZ STIFTUNG & CO KG (DE)
PETERS JOHN ANTHONY (CH)
International Classes:
G06K19/06; G06K19/077; G06K19/08
Domestic Patent References:
WO2006061171A22006-06-15
Foreign References:
EP1365451A12003-11-26
US20060053286A12006-03-09
EP1748382A22007-01-31
Attorney, Agent or Firm:
ZINSINGER, Norbert et al. (Postfach 30 55, Nürnberg, DE)
Download PDF:
Claims:
Patenansprüche -:

1. Mehrschichtiges Folienelement (1, 12, 3, 4, 5, 6), insbesondere Laminierfolie oder Transferfolie, mit mindestens einer flexiblen dielektrischen Schicht (16, 34) und mit ein oder mehreren elektrisch leitfähigen Schichten (15, 17, 33, 35), jeweils bestehend aus einem elektrisch leitfähigen Material, dadurch gekennzeichnet , dass die Schichtdicke der elektrisch leitfähigen Schichten oder der elektrisch leitfähigen Schicht jeweils weniger als 20 μm beträgt und die elektrisch leitfähige Schicht oder die elektrisch leitfähigen Schichten musterförmig zur Bildung von zwei oder mehr Leiterstrukturen (41 , 42, 43, 51 , 52, 53, 61 , 62,

63) ausgeformt ist bzw. sind, die miteinander zu einer Antennenstruktur gekoppelt sind, welche galvanisch mit einer elektrischen Schaltung (19, 38, 46, 56, 64) verbunden ist.

2. Folienelement (1, 12, 3, 4, 5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass die zwei oder mehr Leiterstrukturen (41 , 42, 43, 51 , 52, 53) in zwei oder mehr unterschiedlichen leitfähigen Schichten ausgeformt sind.

3. Folienelement (1, 12, 3, 4, 5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass eine erste der Leiterstrukturen in einer ersten der leitfähigen Schichten ausgeformt ist und dass eine zweite der Leiterstrukturen in einer zweiten der leitfähigen Schichten ausgeformt ist, und dass die dielektrische Schicht (16,

34) zwischen der ersten und der zweiten leitfähigen Schicht (5, 32; 17, 35) angeordnet ist.

4. Folienelement (1, 12, 3, 4, 5) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , dass die erste und die zweite Leiterstruktur (42, 53; 41, 51) über eine elektrisch leitfähige Durchkontaktierung miteinander gekoppelt sind.

5. Folienelement (1, 12, 3, 4, 5) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , dass die erste und die zweite Leiterstruktur (42, 53; 41, 51) über einen elektrisch leitfähigen Kleber miteinander gekoppelt sind.

6. Folienelement (4, 5) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet , dass eine dritte Leiterstruktur (43, 53) in der ersten leitfähigen Schicht ausgeformt ist und dass eine erste Elektrode der elektrischen Schaltung (46, 56) mit der ersten Leiterstruktur (42, 52) und eine zweite Elektrode der elektrischen Schaltung (46, 56) mit der dritten Leiterstruktur (43, 53) galvanisch verbunden ist.

7. Folienelement (4, 5) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , dass die erste, zweite und dritte Leiterstruktur (42, 41, 43; 52, 51, 53) jeweils von einer spulenförmigen Struktur gebildet ist, dass die erste Leiterstruktur

(42, 52) mit der zweiten Leiterstruktur (41, 51) und die zweite Leiterstruktur (41, 51) mit der dritten Leiterstruktur (43, 53) jeweils galvanisch über eine Durchkontaktierung und/oder induktiv/kapazitiv gekoppelt sind.

8. Folienelement (4, 5) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , dass ein Ende der ersten Leiterstruktur (42, 52) galvanisch über eine Durchkontaktierung (44, 54) mit einem Ende der zweiten Leiterstruktur (41, 51) und ein Ende der dritten Leiterstruktur (43, 53) galvanisch über eine

Durchkontaktierung (45, 55) mit dem anderen Ende der zweiten Leiterstruktur (41, 51) verbunden ist.

9. Folienelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , dass eine erste Elektrode der elektrischen Schaltung mit der ersten Leiterstruktur und eine zweite Elektrode der elektrischen Schaltung mit der zweiten Leiterstruktur galvanisch verbunden ist und dass die erste Leiterstruktur ansonsten nicht galvanisch mit der zweiten Leiterstruktur verbunden ist.

10. Folienelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , dass die elektrische Schaltung galvanisch mit der ersten Leiterstruktur, nicht jedoch mit der zweiten Leiterstruktur verbunden ist.

11. Folienelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , dass die erste und die zweite Leiterstruktur galvanisch voneinander getrennt sind und kapazitiv und/oder induktiv miteinander gekoppelt sind.

12. Folienelement nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet , dass die erste und die zweite Leiterstruktur über Kondensatorplatten

miteinander gekoppelt sind.

13. Folienelement (4, 5) nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet , dass die erste und die zweite Leiterstruktur (41 , 42, 51 , 52) jeweils von einer spulenförmigen Struktur umfassend eine spulenförmig angeordnete Leiterbahn gebildet sind.

14. Folienelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet , dass die Windungen der Leiterbahn jeder der spulenförmigen Strukturen weniger als 0,5 mm voneinander beabstandet sind, bevorzugt 0,05 mm bis 0,5 mm voneinander beabstandet sind.

15. Folienelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , dass die Windungen der Leiterbahn jeder der spulenförmigen Strukturen weniger als 0,3 mm voneinander beabstandet sind.

16. Folienelement nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet , dass die Leiterbahn der spulenförmigen Strukturen jeweils eine Breite von weniger als 5 mm, bevorzugt zwischen 0,05 mm und 5 mm aufweisen.

17. Folienelement (7, 8) nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet , dass die erste Leiterstruktur (72, 77, 82, 87) und die zweite Leiterstruktur (74, 84) von zwei unterschiedlichen Antennenstrukturen gebildet werden, ausgewählt aus der Gruppe Antennenspule, Dipol-Antenne, Bipol-Antenne,

Loop-Antenne und Schlitzantenne.

18. Folienelement (7, 8) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet , dass die erste Leiterstruktur (74, 84) von einer Antennenstruktur zur

Einkopplung des Nahfeldes und die zweite Leiterstruktur (72, 77, 82, 87) von einer Antennenstruktur zur Einkopplung des Fernfeldes gebildet ist.

19. Folienelement (7, 8) nach einem der Ansprüche 17 bis 18, dadurch gekennzeichnet , dass das Folienelement eine dritte Leiterstruktur aufweist, dass eine weitere dielektrische Schicht zwischen der zweiten Leiterstruktur und der dritten Leiterstruktur vorgesehen ist, und dass die erste Leiterstruktur und die dritte Leiterstruktur jeweils von einer Dipol-Antenne und die zweite Leiterstruktur von einer spulenförmigen Struktur gebildet ist.

20. Folienelement (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , dass die zwei oder mehr Leiterstrukturen (61, 62, 63) jeweils von einer Leiterbahn mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende gebildet sind, wobei die ersten Enden der Leiterstrukturen mit einer ersten Elektrode der elektrischen Schaltung (64) und die zweiten Enden der Leiterstrukturen mit einer zweiten Elektrode der elektrischen Schaltung (64) verbunden sind.

21. Folienelement (6) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet , dass die zwei oder mehr Leiterstrukturen (61, 62, 63) jeweils von einer, eine schleifenförmige Windung ausbildenden Leiterbahn gebildet sind und die Leiterbahn der zwei oder mehr Leiterstrukturen (61, 62, 63) in derselben

leitfähigen Schicht ausgeformt sind und im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.

22. Folienelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass mindestens eine der elektrisch leitfähigen Schichten von einer Schicht einer übertragungslage einer Transferfolie gebildet sind, die mittels einer Kleberschicht mit der dielektrischen Schicht verbunden ist.

23. Folienelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass jede der leitfähigen Schichten eine Schichtdicke von weniger als 8 μm, bevorzugt weniger als 5 μm besitzt.

24. Folienelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die zwei oder mehr Leiterstrukturen eine Fläche von weniger als 90 x 50 mm belegen.

25. Folienelement (1 , 12, 3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Folienelement eine optisch aktive Schicht (14, 32) aufweist, insbesondere eine Schicht mit einem mikroskopischen oder makroskopischen Oberflächenrelief, insbesondere einem beugungsoptisch wirksamen Oberflächenrelief oder einem Oberflächenrelief in Form von

Linsenstrukturen, Mattstrukturen oder Blazegittern, eine Dünnfilmschicht, eine Flüssigkristallschicht oder eine Schicht mit optisch aktiven Pigmenten, insbesondere Effektpigmenten, UV- oder IR-aktivierbaren Pigmenten, wobei die optisch aktive Schicht (14, 32) derart in dem Folienelement angeordnet

ist, dass sie die zwei oder mehr Leiterstrukturen zumindest teilweise überdeckt.

26. Folienelement nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet , dass in der optisch aktiven Schicht eine optisch auslesbare Codierung enthalten ist.

27. Folienelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Folienelement als Transferfolie, insbesondere als Heißprägefolie, mit einer Trägerfolie (10) und einer hiervon durch eine Ablöseschicht (11) getrennten übertragungslage (12) ausgebildet ist und dass die dielektrische Schicht (16) und die elektrisch leitfähige Schicht bzw. leitfähigen Schichten (15, 17) Teil der übertragungslage sind.

28. Folienelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die dielektrische Schicht eine Schichtdicke von weniger als 3 μm besitzt.

29. Folienelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die dielektrische Schicht von einer Kleberschicht gebildet ist.

30. Folienelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Folienelement eine Schichtdicke von weniger als 20 μm besitzt.

31. Folienelement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet , dass das Folienelement als Laminierfolie ausgebildet ist und die dielektrische Schicht (34) eine Schichtdicke von 12 bis 42 μm besitzt.

32. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Folienelements nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet , dass die flexible dielektrische Schicht (90) mit der elektrisch leitfähigen Schicht versehen wird, die musterförmig zur Bildung der zwei oder mehr

Leiterstrukturen (91, 92) ausgeformt ist, dass die dielektrische Schicht (90) gefaltet wird, so dass Bereiche der nicht mit der elektrisch leitfähigen Schicht versehenen Oberfläche der dielektrischen Schicht (90) einander zugewandt sind, und dass die einander zugewandten Bereiche der Oberfläche der dielektrischen Schicht miteinander verbunden werden.

Description:

Mehrschichtiges Folienelement

Die Erfindung betrifft ein mehrschichtiges Folienelement mit mindestens einer flexiblen dielektrischen Schicht und mit einer oder mehreren elektrisch leitfähigen Schichten, jeweils bestehend aus einem elektrisch leitfähigen Material, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Folienelements.

Aus DE 196 01 358 C2 ist beispielsweise ein Sicherheitsdokument bekannt, bei dem in die Papiermasse einer Banknote ein Chip eingebracht ist, welcher mit einer Antenne versehen ist. Aus Gründen der mechanischen Stabilität wird der Chip hierbei auf einen Träger laminiert, bei dem es sich um eine Metallfolie handeln kann.

Weiter wird in EP 1 179 811 A1 beschrieben, auf den Papierträger einer Banknote mittels einer Kleberschicht ein Sicherheitselement zu befestigten, welches eine Substratschicht und eine Metallschicht aufweist. Die Metallschicht bildet hierbei eine schleifenförmige Antenne aus, welche mit einer integrierten Schaltung verbunden ist. Mittels dieser Anordnung können dann in der integrierten Schaltung gespeicherte Daten ausgelesen werden.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein kostengünstig zu fertigendes mehrschichtiges Folienelement bereitzustellen, aus dem berührungslos mittels elektromagnetischer Wellen eine Information ausgelesen werden kann.

Diese Aufgabe wird von einem mehrschichtigen Folienelement mit mindestens einer flexiblen dielektrischen Schicht und mit einer oder mehreren elektrischen leitfähigen Schichten, jeweils bestehend aus einem elektrisch leitfähigen Material, gelöst, bei dem die Schichtdicke der elektrisch leitfähigen Schicht oder der elektrisch leitfähigen Schichten jeweils weniger als 20 μm beträgt und bei dem die elektrisch leitfähige Schicht oder die elektrisch leitfähigen Schichten musterförmig zur Bildung von zwei oder mehr Leiterstrukturen ausgeformt ist bzw. sind, die miteinander zu einer Antennenstruktur gekoppelt sind, welche galvanisch mit einer elektrischen Schaltung verbunden ist. Der Erfindung liegt hierbei die Erkenntnis zugrunde, dass es einerseits zur kostengünstigen Fertigung eines solchen Folienelements erforderlich ist, die elektrisch leitfähigen Schichten möglichst in einer Schichtdicke vorzusehen, die eine kostengünstige Strukturierung dieser Schichten ermöglicht, andererseits jedoch eine Minimierung des möglichen Leseabstandes, der durch die Verschlechterung des Qualitätsfaktors aufgrund der geringen Schichtdicke der leitfähigen Schicht bewirkt wird, durch einen Aufbau der Antennenstruktur aus zwei oder mehr miteinander gekoppelten Leitstrukturen zu kompensieren. Durch die Erfindung wird so der Vorteil erzielt, kostengünstig und in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren Folienelemente fertigen zu können, aus denen berührungslos mittels elektromagnetischer Wellen auch bei einem größeren Leseabstand Informationen auslesbar sind. Vorzugsweise beträgt die

Schichtdicke der elektrisch leitfähigen Schicht weniger als 12 μm. Weiter ist es durch den Einsatz der Erfindung auch möglich, elektrisch leitfähige Schichten einer Schichtdicke von weniger als 1 μm zu verwenden, die beispielsweise durch Vakuumbedampfen oder Sputtern hergestellt sind.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen bezeichnet.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die zwei oder mehr Leiterstrukturen in zwei oder mehr unterschiedlichen leitfähigen Schichten ausgeformt. So umfasst das mehrschichtige Folienelement beispielsweise zwei elektrisch leitfähige Schichten, wobei in der ersten elektrisch leitfähigen Schicht eine erste Leiterstruktur und in der zweiten elektrisch leitfähigen Schicht eine zweite Leiterstruktur ausgeformt ist. Weiter ist es auch möglich, dass das mehrschichtige Folienelement drei oder mehr elektrisch leitfähige Schichten umfasst, in denen jeweils eine oder mehrere Leiterstrukturen ausgeformt sind, wobei die Leiterstrukturen der drei oder mehr Schichten sodann miteinander zu der Antennenstruktur gekoppelt sind, welche galvanisch mit der elektrischen Schaltung verbunden ist. Hierdurch wird es möglich, im selben Flächenbereich eine dreidimensionale, vorzugsweise in mehreren Lagen ausgebildete Antennenstruktur vorzusehen und so den Qualitätsfaktor der Antennenstruktur zu verbessern. Im einfachsten Fall sind hierbei eine erste und eine zweite, durch die dielektrische Schicht voneinander getrennte planare Leiterstrukturen über eine elektrisch leitfähige Durchkontaktierung miteinander gekoppelt. Bei den ersten und zweiten Leiterstrukturen handelt es sich hierbei vorzugsweise um spulenförmige Strukturen, die jeweils eine spulenförmig angeordnete Leiterbahn umfassen.

Die Resonanzfrequenz einer Antennenstruktur welche galvanisch mit einer elektrischen Schaltung verbunden ist, ist durch die Gleichung:

f o = (2π)- 1 .(L C) - 05

wobei L die Induktivität, vorzugsweise gemessen in Mikro-Henry,

C die Gesamtkapazität, vorzugsweise gemessen in Pico-Farad

und f o die Resonanzfrequenz, vorzugsweise gemessen in Mega-Hertz ist.

Die Gesamtkapazität C der Antennenstruktur und der elektrischen Schaltung (IC) bestimmt sich aus folgender Gleichung:

C = C|c + Ccon + C c

Hierbei stellt Qc die Eingangskapazität der elektrischen Schaltung,

C con die Verbindungskapazität zwischen der elektrischen

Schaltung und der Antennenstruktur (üblicherweise 0,5 bis 2 pF)

und C c die Zwischen-Windungskapazität zwischen den Windungen der einzelnen spulenförmigen Strukturen (üblicherweise 2 bis 4 pF), die Kapazität zwischen den Leiterstrukturen, die durch die Kopplung der Leiterstruktur bedingte Kapazität und die durch die dielektrische Schicht bedingte Kapazität dar.

Der Qualitätsfaktor Q der Antennenstruktur und der elektrischen Schaltung (!C) in einer Parallelschaltung bestimmt die minimale magnetische Feldstärke H, welche erforderlich ist, um die elektrische Schaltung zu aktivieren und eine

Information auszulesen und bestimmt ebenfalls den maximalen Leseabstands- Faktor D 1 der den maximalen Leseabstand bestimmt, aus dem die Information aus dem Folienelement auslesbar ist.

Der Qualitätsfaktor Q der Antennenstruktur und der elektrischen Schaltung (IC) in einer Parallelschaltung wird hierbei wie folgt bestimmt:

Q = R p .(C/L) 0.5

Hierbei stellt R p den Widerstand der Antennenstruktur und der elektrischen Schaltung (IC) in einer Parallelschaltung dar, wobei

Rp = (Rpc • Rιc)/( Rpc + Ric), und

Rpc = Rc-(I + Qs 2 ). Hierbei stellt R c den Widerstand und Q s den Qualitätsfaktor der Antennenstruktur dar.

Der Qualitätsfaktor der Antennestruktur wird hierbei wie folgt bestimmt:

Q s = 2πf 0 L / R c

Bei einer einfachen, aus einer spulenförmigen Struktur aufgebauten Antennenstruktur ergeben sich weiter folgende Zusammenhänge:

H = (LV, c ) . (μo.N.S.Rp) - 1 ; und

D = Q.N.S x iö "3

Hierbei stellt Vic die Schwellspannung dar, die erforderlich ist, um die elektrische Schaltung zu aktivieren; μ o ist die magnetische Permeabilitäts- Konstante; N die Anzahl der Windungen der spulenförmigen Struktur und S ist die mittlere Fläche, die die spulenförmige Struktur umschließt. Weiter beeinflussen sich diese Größen gegenseitig. So führt eine Erhöhung der Anzahl der Windungen N bei Beibehaltung der mittleren Fläche S bei den hier vorgesehenen sehr dünnen Metallschichten zu einer sehr starken Erhöhung des Widerstands R c , welche ebenso auftritt, falls die Fläche S vergrößert wird. Dies führt bei den gegebenen Rahmenbedingungen dazu, dass ein ausreichender Qualitätsfaktor Q unter Verwendung von kostengünstigen Strukturierungsmethoden für metallische Schichten durch eine einzelne spulenförmige Struktur nicht mehr realisiert werden kann. Gemäß dem hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es jedoch möglich: So wird die Kapazität C c zusätzlich von der überlappung der leitfähigen Strukturen der ersten und zweiten Schicht bestimmt.

Diese Kapazität C 0 kann näherungsweise wie folgt bestimmt werden:

C 0 = κ.ε o . A / d s

Hierbei ist K die Dielektrizitätskonstante, näherungsweise 2,1 bis 2,3 für eine aus einem polymeren Material bestehenden dielektrische Schicht, ε 0 die Permeabilitätskonstante, etwa 8,9 x 10 "12 Farad/Meter, A die Fläche, in der die erste und zweite Leiterstruktur in überlappung zueinander angeordnet sind und d s der Abstand zwischen der ersten und der zweiten elektrisch leitfähigen Schicht, der in vielen Anwendungsfällen der Schichtdicke der dielektrischen Schicht entspricht. Je nach überlappungs-Faktor wird die Kapazität C x so wesentlich von der Kapazität C 0 bestimmt.

Durch die Erfindung wird so ein neuer Freiheitsgrad, nämlich die Anordnung der Leiterstrukturen zueinander und die Kopplung der Leiterstrukturen untereinander geschaffen, weicher es ermöglicht, einen hohen Qualitätsfaktor trotz Verwendung kostengünstiger Strukturierungsverfahren für die elektrisch leitfähigen Schichten zu erzielen.

So werden bei einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung die erste und die zweite Leiterstruktur jeweils von einer spulenförmigen Struktur gebildet und mittels einer elektrisch leitfähigen Durchkontaktierung in Form einer Serienschaltung miteinander gekoppelt. Bei dieser Kopplung wird zwar der Widerstand R c erhöht, es ergibt sich andererseits jedoch eine durch die oben beschriebenen Faktoren bedingte erhebliche Erhöhung der Kapazität C und der Induktivität L in Vergleich zu einer einzigen spulenförmigen Anordnung, welche zusammen mit einer Verringerung des Widerstands R p zu einer Erhöhung des gesamt Qualitätsfaktor Q verwendet werden kann. Weiter ist es auch möglich, weitere Verbesserungen durch Erhöhung der Anzahl der elektrisch leitfähigen Schichten zu erreichen und so beispielsweise drei oder mehr elektrisch leitfähige Schichten vorzusehen, die drei oder mehr spulenförmige Leiterstrukturen vorsehen, die - wie oben beschrieben - mittels jeweiliger Durchkontaktierungen miteinander in einer Serienschaltung verkoppelt sind.

Weiter ist es auch möglich, die erste und die zweite Schalterstruktur mittels Durchkontaktierungen nicht in einer Serienschaltung sondern in einer Parallelschaltung mittels zweier elektrisch leitfähiger Durchkontaktierungen miteinander zu verkoppeln. Auch hierdurch ergeben sich erhebliche Vorteile, da einerseits hierdurch der Widerstand R 0 gesenkt und anderseits die Kapazität/ Induktivität der Leiterstruktur positiv beeinflusst werden kann. Dies wird an späterer Stelle noch detailliert erläutert.

Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung ist eine dritte Leiterstruktur in der ersten leitfähigen Schicht ausgeformt und eine erste Elektrode der elektrischen Schaltung mit der ersten Leiterstruktur und eine zweite Elektrode der elektrischen Schaltung mit der dritten Leiterstruktur galvanisch verbunden. Es werden somit zwei oder mehr Leiterstrukturen in der ersten elektrisch leitfähigen Schicht abgeformt, die mit ein oder mehreren weiteren Leiterstrukturen gekoppelt sind, die in der zweiten elektrisch leitfähigen Schicht ausgeformt sind. Durch die sich hierdurch ergebenden neuen Freiheitsgrade wird neben dem Möglichwerden weiterer Verbesserungen des Qualitätsfaktors auch eine kostengünstige Montage der elektrischen Schaltung in und auf dem Folienelement ermöglicht und vermieden, isolierte Brücken für einen Anschluss der elektronischen Schaltung einsetzen zu müssen. So ist es besonders vorteilhaft, die erste, zweite und dritte Leiterstruktur jeweils in Form einer spulenförmigen Struktur auszubilden, wobei die erste Leiterstruktur und die zweite Leiterstruktur mit der dritten Leiterstruktur jeweils galvanisch über eine Durchkontaktierung und/oder induktiv/kapazitiv gekoppelt sind. Bevorzugt ist hierbei, ein Ende der ersten Leiterstruktur galvanisch über eine Durchkontaktierung mit einem Ende der zweiten Leiterstruktur und ein Ende der dritten Leiterstruktur galvanisch über eine Durchkontaktierung mit dem anderen Ende einer zweiten Leiterstruktur zu verbinden, wodurch sich eine Antennenstruktur mit hohem Qualitätsfaktor und eine effektive und kostengünstige Ankopplung der elektronischen Schaltung ergibt.

Gemäss einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die elektrische Schaltung galvanisch mit der ersten Leiterstruktur, nicht jedoch mit der zweiten Leiterstruktur verbunden. Die erste und die zweite Leiterstruktur sind so galvanisch voneinander getrennt und kapazitiv und/oder induktiv miteinander gekoppelt. Hierbei ist es möglich, dass die erste und die zweite Leiterstruktur jeweils als spulenförmige Strukturen ausgeformt sind und durch

entsprechende Wahl der überdeckungsbereiche (sh. oben) oder über spezielle Kondensatorplatten miteinander gekoppelt sind. Weiter ist es auch möglich, dass die erste Leiterstruktur und die zweite Leiterstruktur insbesondere bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung von zwei unterschiedlichen Antennenstrukturen gebildet werden, es sich so beispielsweise bei der ersten Leiterstruktur um eine Antennenspule und bei der zweiten Leiterstruktur um eine Dipolantenne, Bipol-Antenne oder Schlitzantenne handelt. So kann vorgesehen sein, dass eine erste Leiterstruktur zur Einkopplung des Nahfeldes ausgelegt ist, es sich beispielsweise hierbei um eine Antennenspule oder Dipolantenne handelt, und die zweite Leiterstruktur von einer Antennenstruktur gebildet wird, die zur Einkopplung des Fernfeldes ausgelegt ist, es sich so beispielsweise hier um eine Bipol-Antenne handelt.

Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung ist vorgesehen, dass eine erste Elektrode der elektrischen Schaltung mit der ersten

Leiterstruktur und eine zweite Elektrode der elektrischen Schaltung mit der zweiten Leiterstruktur galvanisch verbunden ist und dass die erste Leiterstruktur ansonsten nicht galvanisch mit der zweiten Leiterstruktur verbunden ist. Es sind so in zwei zueinander parallel versetzte Ebenen zwei vorzugsweise unterschiedliche ausgebildete Leiterstrukturen vorgesehen, die eine effektivere Einkopplung des Fernfeldes ermöglichen.

Gemäss eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung werden die zwei oder mehr Leiterstrukturen jeweils von einer Leiterbahn mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende gebildet, wobei die ersten Enden der Leiterstrukturen mit einer ersten Elektrode der elektrischen Schaltung und die zweiten Enden der Leiterstrukturen mit einer zweiten Elektrode der elektrischen Schaltung verbunden sind. Die Antennenstruktur wird so von zwei oder mehr in Parallelschaltung verbundenen Leiterstrukturen gebildet.

Hierdurch wird zum einen erreicht, dass der Widerstand R c verringert wird. Im Weiteren ist es so auch möglich, die Kapazität C c durch entsprechende Anordnung der Leiterstrukturen zueinander zu beeinflussen, wie dies oben bereits für den Fall der Anordnung der Leiterstrukturen in unterschiedlichen Ebenen beschrieben worden ist. Durch diese vorteilhafte Fortbildung der Erfindung ist so eine deutliche Erhöhung des Qualitätsfaktors, insbesondere durch die hierdurch erzielte Verringerung des Widerstands R c erzielbar.

Besonders vorteilhaft ist hierbei weiter, wenn die zwei oder mehr Leiterstrukturen jeweils von einer, eine schleifenförmige Windung ausbildende Leiterbahn gebildet sind und die Leiterbahn der zwei oder mehr Leiterstrukturen in derselben leitfähigen Schicht ausgeformt und im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind. Bei dieser Anordnung ist keine überbrückung einer Leiterbahn durch eine elektrisch isolierte Brücke notwendig und es kann weiter auch vollständig auf Durchkontaktierung verzichtet werden. Damit stellt diese Ausführungsform eine besonders kostengünstige und effektive Variante der Erfindung dar.

Die Windungen der Leiterbahn der spulenförmigen Strukturen sind hierbei vorzugsweise zwischen 0,05 mm und 1 ,0 mm voneinander beabstandet, vorzugsweise weniger als 0,5 mm voneinander beabstandet. Die Breite der spulenförmigen Strukturen beträgt vorzugsweise zwischen 0,05 mm und 5 mm.

Als vorteilhaft hat es sich weiter erwiesen, eine optisch aktive Schicht in dem Folienelement vorzusehen und hierbei vorzugsweise die elektrisch leitfähige Schicht bzw. die elektrisch leitfähigen Schichten als Reflexionsschicht zu verwenden, die mit der optisch aktiven Schicht zusammenwirkt. Als optisch aktive Schicht werden insbesondere Schichten mit einem mikroskopischen oder makroskopischen Oberflächenrelief, Dünnfilmschichten, Flüssigkristallschichten

und Schichten mit optisch aktiven Pigmenten eingesetzt. Weiter ist es möglich, dass die optisch aktive Schicht eine optisch auslesbare Codierung enthält, welche beispielsweise die in der elektronischen Schaltung gespeicherte Information wiedergibt oder mit diesen Information in Beziehung steht, beispielsweise als öffentlicher Schlüssel für die Decodierung der in der elektronischen Schaltung gespeicherten Informationen dient.

Gemäss eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung wird mindestens eine der elektrisch leitfähigen Schichten von einer Schicht einer übertragungslage einer Transferfolie gebildet, die mittels einer Kleberschicht mit der dielektrischen Schicht verbunden ist. Hierdurch ist es möglich, das Folienelement besonders kostengünstig aufzubauen: Die elektrisch leitfähigen Schichten werden in bereits vorstrukturierter Form in der übertragungslage einer Transferfolie vorgesehen und dann auf die dielektrische Schicht mittels eines Kalt- oder Heißprägevorgangs appliziert. Weiter ist es auch möglich, dass die elektrisch leitfähige Schicht in einer derartigen Transferfolie vollflächig vorgesehen ist und die Strukturierung der elektrisch leitfähigen Schicht bei der Applizierung der übertragungslage der Transferfolie auf die dielektrische Schicht, beispielsweise durch einen entsprechend ausgeformten Prägestempel oder eine entsprechende andersartige, bereichsweise Aktivierung der Kleberschicht der Transferfolie erfolgt. Weiter ist es möglich, dass die dielektrische Schicht selbst von einer Kleberschicht gebildet wird und/oder die in der dielektrischen Schicht vorzusehenden Durchkontaktierungen von einem elektrisch leitfähigen Kleber gebildet werden. Hierdurch lassen sich weitere Kosteneinsparungen erreichen und können weitere Prozessschritte eingespart werden, so dass die Herstellung weiter verbilligt wird.

Das Folienelement kann weiter seinerseits als Transferfolie, insbesondere als Heißprägefolie ausgebildet sein und verfügt in diesem Fall über eine Trägerfolie

und eine von dieser durch eine Ablöseschicht getrennte übertragungslage. Die dielektrische Schicht und die elektrisch leitfähige Schicht bzw. Schichten sind hierbei Teil der übertragungslage. Die Schichtdicke der dielektrischen Schicht beträgt hier vorzugsweise weniger als 3 μm und die Gesamtdicke der übertragungslage besitzt vorzugsweise eine Schichtdicke von weniger als 20 μm.

Das Folienelement kann jedoch weiter auch als Laminierfolie ausgebildet sein. In diesem Fall beträgt die Schichtdicke der dielektrischen Schicht bevorzugt zwischen 12 und 42 μm.

Die leitfähige Schicht besitzt bevorzugt eine Schichtdicke von weniger als 12 μm, bevorzugt weniger als 5 μm. Weiter beträgt die von den zwei oder mehr Leiterstrukturen bedeckte Fläche weniger als 90 x 50 mm 2 . Die zwei oder mehr Leiterstrukturen sind hierbei bevorzugt lediglich in den Randbereichen der von den Leiterstrukturen aufgespannten Fläche vorgesehen, vorzugsweise lediglich in einem weniger als 4 mm breiten Streifen angeordnet, der an den Randbereich der aufgespannten Fläche anschließt.

Weiter ist es vorteilhaft, das erfindungsgemäße Folienelement wie folgt herzustellen:

Auf einer dielektrischen Schicht, bei der es sich auch um einen mehrschichtigen Körper handeln kann, wird die elektrisch leitfähige Schicht bereits in strukturierter Form aufgebracht oder vollflächig aufgebracht und anschliessend beispielsweise durch Positiv-/Negativ-ätzen, Laser-Ablation oder mechanische Ablation strukturiert. Die elektrisch leitfähige Schicht wird hierbei so strukturiert, dass auf der Oberfläche der dielektrischen Schicht zwei oder mehr Leiterstrukturen vorgesehen sind, die jeweils eine Antennenstruktur ausbilden. Vorzugsweise werden diese Leiterstrukturen dann noch mittels nicht in dieser

Schichtebene liegenden Verbindungselementen miteinander elektrisch leitend verbunden. Anschliessend wird der sich so ergebende Folienkörper entlang eine Faltlinie gefaltet, und zwar so, dass Bereiche der Oberfläche der dielektrischen Schicht, die nicht mit der elektrisch leitfähigen Schicht versehen sind, in Berührung stehen. Anschliessend werden die in Berührung stehenden Bereiche der dielektrischen Schicht mit einander verklebt, so dass sich ein Folienkörper ergibt, der auf der einen Seite mit der einen Antennenstruktur und auf der anderen Seite mit der anderen Antennenstruktur versehen ist.

Im Weiteren wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft erläutert.

Fig. 1a zeigt eine schematisierte Schnittdarstellung eines erfindungsgemässen Folienelements für ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 1b zeigt eine Schnittdarstellung eines Sicherheitsdokuments mit einem Folienelement nach Fig. 1a.

Fig. 2 zeigt eine schematisierte Schnittdarstellung eines erfindungsgemässen Folienelements gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung.

Fig. 3a zeigt eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemässen Folienelements gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der

Erfindung.

Fig. 3b zeigt eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemässen Folienelements für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 4 zeigt eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemässen

Folienelements für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 5 zeigt eine schematisierte Schnittdarstellung eines erfindungsgemässen Folienelements für ein weiteres

Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 6 zeigt eine schematisierte Schnittdarstellung eines erfindungsgemässen Folienelements für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 7a zeigt eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemässen

Folienelements für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 7b bis

Fig. 7d zeigen schematisierte Schnittdarstellungen zur Verdeutlichung der

Herstellung eines erfindungsgemässen Folienelements.

Fig. 7e zeigt eine schematisierte Darstellung eines gemäss den Figuren Fig. 7b bis Fig. 7d hergestellten erfindungsgemässen Folienelements.

Fig. 8a und

Fig. 8b zeigen schematisierte Darstellungen zur Verdeutlichung der Herstellung eines erfindungsgemässen Folienelements für ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 1a zeigt eine Transferfolie 1 , welche aus einer Trägerfolie 10 und einer von dieser durch eine Ablöseschicht 11 getrennten übertragungslage 12 besteht.

Die Trägerschicht 10 wird von einer Kunststofffolie, vorzugsweise einer PET- , Polycarbonat- oder einer BOPP-Folie einer Dicke von 12 bis 42 μm gebildet. Bei der Ablöseschicht 11 handelt es sich um eine dünne, vorzugsweise wachartige Komponenten enthaltende Schicht einer Dicke von 0,5 bis 1 μm. Es ist jedoch auch möglich, auf die Ablöseschicht 11 zu verzichten.

Die übertragungslage 12 weist eine Schutzschicht 13, eine optisch aktive Schicht 14, eine elektrisch leitfähige Schicht 15, eine dielektrische Schicht 16, eine elektrisch leitfähige Schicht 17, eine Kleberschicht 18 und eine elektrische Schaltung 19 auf.

Bei der Schutzschicht 13 handelt es sich um eine Schutzlackschicht einer Dicke von 1 bis 5 μm. Es ist jedoch auch möglich, dass es sich bei der Schutzschicht 13 um eine dünne Kunststofffolie, insbesondere um eine Polyesterfolie einer Dicke zwischen 12 und 42 μm, bevorzugt von 20 μm handelt.

Bei der optisch aktiven Schicht 14 handelt es sich um eine Schicht, die das optische Erscheinungsbild des abgeprägten Folienelements beeinflusst. Im einfachsten Fall handelt es sich bei der optisch aktiven Schicht 14 um eine bevorzugt musterförmig ausgestaltete Farblackschicht. Es ist jedoch auch möglich, dass die optisch aktive Schicht 14 ein oder mehrere optisch variable

Effekte zeigt, welche als zusätzliche Sicherheitsmerkmale dienen. In diesem Fall ist die optisch aktive Schicht 14 bevorzugt mehrlagig ausgeführt.

In einem ersten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der optisch aktiven Schicht 14 um eine Replizierlackschicht, in die mittels UV-Replikation oder mittels eines beheizten Prägestempels ein optisch aktives Oberflächen relief abgeformt ist, insbesondere ein diffraktives Oberflächenrelief, beispielsweise ein Hologramm, eine Mikrolinsenstruktur (Mikrolinsen mit einem Durchmesser von weniger als 300 μm, insbesondere weniger als 50 μm), eine Mattstruktur oder ein Blazegitter. Weiter ist es auch möglich, dass die optisch aktive Schicht 14 ein Dünnfilmschichtsystem aufweist, welches als Distanzschicht ein oder mehrere Schichten einer optisch wirksamen Dicke von λ/4 oder λ/2 aufweist, wobei λ im Wellenlängenbereich des für den menschlichen Betrachters sichtbaren Lichtes liegt und damit ein von dem Betrachter wahrnehmbarer Farbwechseleffekt durch die optisch aktive Schicht 14 generiert wird. Weiter ist es auch möglich, dass die optisch aktive Schicht 14 eine orientierte und vernetzte Flüssigkristallschicht aufweist, die beispielsweise in verschiedenen Bereichen unterschiedlich orientiert ist, wodurch das einfallende Licht in verschiedenen Bereichen unterschiedlich polarisiert wird. Weiter kann ein cholesterisches Flüssigkristallmaterial verwendet werden, welches aufgrund seiner helikalen Struktur ebenfalls einen blickwinkelabhängigen Farbverschiebungseffekt zeigt.

Weiter ist es auch möglich, dass die optisch aktive Schicht 14 ein Bindemittel mit optisch aktiven Pigmenten, insbesondere Effektpigmenten wie

Dünnfilmschicht-Pigmenten oder Flüssigkristall-Pigmenten oder auf UV- oder IR-aktive, lumineszente Pigmente enthält.

Bei den elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 handelt es sich um Schichten aus einem metallischen, elektrisch leitenden Material, beispielsweise Aluminium, Kupfer, Silber, Chrom, Gold oder einer Metalllegierung. Weiter ist es auch möglich, dass die elektrisch leitenden Schichten 15 und 17 aus einem anderen, elektrisch leitfähigen Material, beispielsweise einem elektrisch leitfähigen Polymer oder einem transparenten, elektrisch leitfähigen Material, beispielsweise ITO, bestehen.

Die Schichtdicken der elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 sind vorzugsweise grösser als 0,1 μm um eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit zu gewährleisten. So ist es beispielsweise möglich, für Antennenstrukturen, die für hohe Frequenzen (900 MHz oder UHF) ausgelegt sind, eine 100 nm dicke Aluminiumschicht zu verwenden. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine derartige Schichtdicke bei erfindungsgemäßer Ausgestaltung des Folienelements ausreichend für die Einkopplung des Nahfeldes und/oder für Anwendungen mit kurzem Leseabstand sind. Die elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 besitzen andererseits jedoch eine Dicke von weniger als 15 μm, bevorzugt weniger als 5 μm, was eine kostengünstige Strukturierung dieser Schichten ermöglicht.

Die elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 sind weiter nicht als vollflächige sondern als partiell ausgeformte Schichten in der übertragungslage 12 vorgesehen, wobei - wie in Fig. 1 angedeutet - die elektrisch leitfähige Schicht 15 musterförmig zur Bildung einer ersten Leiterstruktur ausgeformt ist und die elektrisch leitfähige Schicht 17 musterförmig zur Bildung einer zweiten

Leiterstruktur ausgeformt ist. Die ersten und zweiten Leiterstrukturen werden hierbei vorzugsweise von spulenförmigen oder schleifenförmigen Strukturen gebildet. Es ist jedoch auch möglich, dass die ersten und zweiten Leiterstrukturen von andersartigen, als Antennenstrukturen verwendbaren

Strukturen gebildet werden, und die elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 so beispielsweise in Form einer Dipolantenne, Bipol-Antenne, Patch-Antenne, F-Antenne oder Schlitzantenne ausgeformt sind.

Bei der Herstellung der Transferfolie 1 werden beispielsweise nacheinander die Ablöseschicht 11 und die optisch aktive Schicht 13 auf die Trägerfolie 10 aufgebracht. Sodann wird anschliessend vollflächig die elektrisch leitende Schicht 15 aufgebracht, beispielsweise indem auf den so gebildeten Folienkörper eine dünne Metallschicht aufgedampft wird, oder eine Leitpaste gedruckt wird. Anschliessend wird die elektrisch leitfähige Schicht 15 partiell wieder entfernt, beispielsweise durch Positiv-/Negativätzen, Laserablation oder mittels eines Lift-Off-Verfahrens. Weiter ist es möglich, dass die Metallschicht in einem weiteren Verfahrensschritt noch galvanisch verstärkt wird. Anschliessend wird die dielektrische Schicht 16 aufgebracht, bei der es sich beispielsweise um eine dünne Lackschicht einer Schichtstärke von 1 bis 2 μm handelt.

Anschliessend wird wiederum die elektrisch leitfähige Schicht 17 vollflächig aufgebracht und anschliessend durch eines der oben beschriebenen Strukturierungsverfahren wieder partiell entfernt, so dass in der elektrisch leitfähigen Schicht 17 die zweite Leiterstruktur ausgeformt ist.

Alternativ ist es auch möglich, dass eine Laminierfolie mit den Schichten 15, 16 und 17 separat gefertigt wird und anschliessend auf die optisch aktive Schicht 17 auflaminiert wird. Hierzu wird als dielektrische Schicht 16 beispielsweise eine Kunststofffolie, z.B. eine Polymerfolie einer Dicke von 12 bis 24 μm, verwendet, diese Folie beidseitig mit einer dünnen Metallschicht bedampft und anschliessend beidseitig mit einem der oben beschriebenen Strukturierungsverfahren partiell wieder entfernt, so dass die elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 in Form der ersten bzw. zweiten Leiterstruktur ausgeformt sind.

Alternativ ist es weiter möglich, dass die elektrisch leitfähigen Schichten 15 und/oder 17 in einem separaten Herstellungsprozess gefertigt werden (beispielsweise Strukturierung mittels eines Stanz-/ätzverfahrens) und anschliessend als Teil der übertragungslage einer Transferfolie auf die optisch aktive Schicht 14 bzw. auf die dielektrische Schicht 16 auflaminiert werden. Hierbei ist es dann auch möglich, dass die dielektrische Schicht 16 von einer Kleberschicht gebildet wird, die zum Zwecke der Applizierung der elektrisch leitfähigen Schicht 17 auf den Folienkörper vorgesehen ist und somit die Schicht 16 eine entsprechende Doppelfunktion erfüllt.

Falls erforderlich, werden dann im Weiteren die in den elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 ausgeformten Leiterstrukturen mittels elektrisch leitfähiger Durchkontaktierungen durch die dielektrische Schicht 16 miteinander gekoppelt. Diese Durchkontaktierungen werden bevorzugt mittels eines elektrisch leitfähigen Klebers hergestellt. Weiter ist es auch möglich, dass die dielektrische Schicht 16 nur bereichsweise auf die elektrisch leitfähige Schicht 15 aufgebracht wird und die dielektrische Schicht 16 in den Bereichen nicht vorgesehen wird, in denen Durchkontaktierungen zur Kopplung der ersten und zweiten Leiterstruktur vorgesehen sein sollen. Die galvanische Kopplung dieser Leiterstrukturen erfolgt so automatisch bei Aufbringen der elektrisch leitfähigen Schicht 17.

Bei der oben beschriebenen Alternative, bei der ein aus den Schichten 15, 16 und 17 bestehendes Schichtgebilde separat hergestellt wird, ist es weiter auch möglich, durch Aufbringung der beidseitigen Metallisierungen auf die dielektrische Schicht 16 in die dielektrische Schicht 16 Löcher beispielsweise durch Stanzen oder durch Laserablation einzubringen, so dass - insbesondere bei galvanischer Verstärkung der Metallschicht während des

Herstellungsprozesses - sich automatisch im Bereich der Löcher elektrisch leitfähige Durchkontaktierungen durch die dielektrische Schicht 16 ergeben.

Im Weiteren wird sodann die elektronische Schaltung appliziert und die zweite Leiterstruktur beispielsweise mittels eines elektrisch leitfähigen Klebers mit den hierfür vorgesehenen Elektroden der elektrischen Schaltung 19 kontaktiert.

Bei der elektrischen Schaltung 19 handelt es sich vorzugsweise um eine Transceiver-Schaltung, die auf die Resonanzfrequenz der von der ersten und zweiten Leiterstruktur gebildeten Antennenstruktur abgestimmt ist.

Vorzugsweise weist die elektrische Schaltung 19 hierbei keine eigenständige Energiequelle auf sondern stellt die Energieversorgung durch Gleichrichtung und Glättung der in der Antennenstruktur von der elektromagnetischen Trägerwelle eingekoppelten Spannung bereit. Die übermittlung der in der elektrischen Schaltung 19 gespeicherten Informationen erfolgt vorzugsweise mittels Lastmodulation, wobei auf die von der Antennenstruktur rückreflektierte Trägerwelle gemäss eines vorgegebenen Codierungsschemas die gespeicherten Informationen aufmoduliert werden. Bei der elektronischen Schaltung 19 handelt es sich vorzugsweise um eine basierend auf organischer Schaltungstechnologie unter Verwendung von organischen

Halbleitermaterialien aufgebaute Schaltung, die vorzugsweise ebenfalls in einem Rolle-zu-Rolle-Prozess gefertigt ist. Dabei kann es sich bei der elektrischen Schaltung 19 auch um einen herkömmlichen Silizium-Chip handeln, bei dem als Trägersubstrat ein besonders dünnes Silizium-Plättchen verwendet wird oder das Trägersubstrat vor Applizierung durch ein mechanisches Verfahren in seiner Dicke reduziert worden ist.

Anschliessend wird die Kleberschicht 18 vollflächig auf den so gebildeten Schichtkörper aufgebracht. Bei der Kleberschicht 18 handelt es sich hierbei

vorzugsweise um einen thermisch aktivierbaren Kleber. Es ist jedoch auch möglich, dass die Kleberschicht 18 aus einem Kaltkleber oder aus einem UV- aktivierbaren Kleber besteht.

Fig. 1 b zeigt ein Sicherheitsdokument 2 mit einem Trägerkörper 21 , auf den ein Folienelement beispielsweise durch Heißprägen appliziert ist, welches von einem Teilbereich der übertragungslage 12 der Transferfolie 1 gebildet ist.

Bei dem Sicherheitsdokument 2 handelt es sich um eine Banknote, einen Pass, einen Führerschein oder ein sonstiges, von einer Regierungsbehörde ausgestelltes Sicherheitsdokument. Im Weiteren ist es auch möglich, dass es sich bei dem Sicherheitsdokument 2 um ein Software-Zertifikat, eine Kreditkarte, usw. handelt.

Der Trägerkörper 21 besteht vorzugsweise aus einem Papier einer Dicke von 80 bis 200 μm. Es ist jedoch auch möglich, dass der Trägerkörper 21 aus einem polymeren Trägermaterial, insbesondere einer Polyesterfolie einer Dicke von 24 bis 51 μm oder aus einem mehrlagigen Kunststoff- und/oder Papiersubstrat besteht. Weiter ist es möglich, dass der Trägerkörper 21 mit ein oder mehreren Druckschichten bedruckt ist, wobei vorgesehen sein kann, dass innerhalb des von der übertragungslage 12 gebildeten Folienelements ein oder mehrere Druckschichten vorgesehen sind und/oder dass diese Folienelement teilweise oder ganz mit einer oder mehreren Druckschichen überdruckt ist. Weiter ist es auch möglich, dass das von der übertragungslage 12 gebildete Folienelement in eine durch Stanzen, Blindprägung oder mittels eines Wasserzeichens in den Trägerkörper 21 eingebrachte Vertiefung appliziert ist.

Weiter ist auch möglich dass dieses Folienelement zwischen zwei oder mehrere Polymerschichten einlaminiert wird.

Fig. 2 zeigt eine nicht massstabsgetreue Schnittdarstellung eines Folienelements 3, welches mehrere Kunststofffolien 31 , 34 und 37, optische aktive Schichten 32 und 36, elektrisch leitfähige Schichten 33 und 35 und eine elektrische Schaltung 37 aufweist.

Zur Herstellung des Folienelements 3 wird in einem ersten Schritt ein Mehrschrittkörper bestehend aus den elektrisch leitfähigen Schichten 33 und 35, der Kunststofffolie 34 und der elektrischen Schaltung 38 gefertigt.

Bei der Kunststofffolie 34 handelt es sich um eine Folie aus einem dielektrischen Kunststoffmaterial, beispielsweise um eine PET-Folie einer Schichtdicke von 24 bis 75 μm. Bei der Kunststofffolie 34 werden - wie oben bereits in Bezug auf die dielektrische Schicht 16 erläutert - die elektrisch leitfähigen Schichten 33 und 35 aufgebaut, die in Form einer ersten

Leiterstruktur bzw. einer zweiten Leiterstruktur ausgeformt sind. Die Schichten 33 und 35 sind hierbei entsprechend den Schichten 15 und 17 nach Fig. 1a aufgebaut und bezüglich der Fertigung und Strukturierung dieser Schichten wird auf die Ausführungen zu den Schichten 33 und 35 verwiesen. Weiter wird in die Kunststoffschicht 34 während oder nach der Herstellung der elektrisch leitfähigen Schichten 33 und 35 eine Ausnehmung eingebracht, in die - während oder nach der Herstellung der elektrisch leitfähigen Schichten 33 und 35 - die elektrische Schaltung 37 beispielsweise mittels einer Haftkleberschicht appliziert und festgelegt wird.

Die optisch aktiven Schichten 32 und 36 können wie die optische aktive Schicht 14 nach Fig. 1a aufgebaut sein. Die optisch aktiven Schichten 32 und 36 werden als übertragungslage einer Transferfolie entweder auf die Kunststofffolie 31 bzw. 37 oder auf die elektrisch leitfähige Schicht 33 bzw. 35

appliziert. Bei den Kunststofffolien 31 und 37 handelt es sich vorzugsweise um transparente PET- oder Polycarbonat-Folien einer Schichtdicke von 12 μm bis 100 μm.

Es ist auch möglich dass eine oder beide der elektrisch leitfähigen Schichten 33 und 35 auch eine optisch aktive Schicht darstellt, die beispielsweise ein optisch erkennbares Sicherheitselement bilden.

Die auf die oben beschriebene Art und Weise aufgebauten Teilkörper des Folienelements 3 werden in der in Fig. 2 gezeigten Reihenfolge übereinander angeordnet, einem Laminator zugeführt und durch Hitze/Druck zu dem Folienelement laminiert.

Eine mögliche Ausgestaltung der ersten und zweiten Leiterstrukturen der elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 sowie 33 und 35 nach den Figuren Fig. 1a bzw. Fig. 2 wird nun anhand der Figuren Fig. 3a und Fig. 3b verdeutlicht.

Fig. 3a zeigt eine Draufsicht auf ein Folienelement 4 und verdeutlicht die Ausformung der übereinander liegenden, durch eine dielektrische Schicht getrennten elektrisch leitfähigen Schichten. In einer ersten elektrisch leitfähigen Schicht sind zwei Leiterstrukturen, eine Leiterstruktur 42 und eine Leiterstruktur 43, ausgeformt. In einer zweiten elektrisch leitfähigen Schicht ist eine Leiterstruktur 41 ausgeformt. Weiter sind zwei Durchkontaktierungen 44 und 45 vorgesehen. über die elektrisch leitfähige Durchkontaktierung 44 ist die Leiterstruktur 42 galvanisch mit der Leiterstruktur 41 und über die elektrisch leitfähige Durchkontaktierung die Leiterstruktur 43 mit der Leiterstruktur 41 galvanisch verbunden. Weiter ist in Fig. 3a eine elektrische Schaltung 46 gezeigt, die mit den von den Leiterstrukturen 41 , 42 und 43 gebildeten

Antennenstrukturen galvanisch verbunden ist. So ist eine erste Elektrode der elektrischen Schaltung 46 mit der Leiterstruktur 42 galvanisch verbunden. Die Leiterstruktur 42 wird von einer spulenförmigen Struktur gebildet, deren anderes Ende galvanisch über die Durchkontaktierung 44 mit der Leiterstruktur 41 verbunden ist. Die Leiterstruktur 41 wird ebenfalls von einer spulenförmigen Struktur gebildet, der anderes, nicht mit der Durchkontaktierung 44 verbundenes Ende über die Durchkontaktierung 45 mit der Leiterstruktur 43 verbunden ist. Die Leiterstruktur 43 wird ebenfalls von einer spulenförmigen, jedoch ledig eine Windung aufweisenden Struktur gebildet, deren anderes, nicht über die Durchkontaktierung 45 verbundenes Ende mit der anderen Elektrode der elektrischen Schaltung 46 verbunden ist.

Die geometrischen Abmessungen und die verwendeten Materialien können hierbei bei der Ausführungsform nach Fig. 3a beispielhaft wie folgt gewählt werden:

Als dielektrische Schicht wird eine Polyesterfolie einer Dicke von 75 μm verwendet, auf die beidseitig eine Kupferschicht einer Dicke von 12 μm aufgebracht ist, die entsprechend wie oben erläutert strukturiert ist. Der Außendurchmesser der von den Leiterstrukturen 41 , 42 und 43 belegten Fläche belegt 76 x 27 mm. Die Leiterstrukturen 41 , 42 und 43 weisen 3 1 A 1 3 A bzw. eine Windung auf, wie dies in Fig. 3a gezeigt ist. Die spulenförmigen Strukturen, die die Leiterstrukturen 41 , 42 und 43 bilden, bestehen ebenfalls aus einer spulenförmig angeordneten Leiterbahn, die eine Breite von 0,45 mm und eine Beabstandung benachbarter Windungen der jeweiligen Leiterbahn von 0,5 mm aufweist. Die elektrische Schaltung 46 weist weiter bei einer Resonanzfrequenz von 14,5 MHz im unbelasteten Zustand eine Eingangskapazität von C ic = 14,5 pF auf. Bei der in Fig. 3a gezeigten Anordnung ergibt sich hierbei eine Kapazität C c der Antennenstruktur von 8,9

pF, eine Induktivität der Antennenstruktur L = 4,933 μH bei einer mittleren von der Antennenstruktur umschlossenen Fläche S = 1767 mm 2 . Bei einer Schwellspannung für die Aktivierung der elektrischen Schaltung von Vic = 2 V besitzt die in Fig. 3a dargestellte Anordnung somit folgende Charakteristik:

Q = 26

H = 0,062 A/m

D = 280 mm 2

Im Weiteren ergibt sich bei der Anordnung nach Fig. 3a eine Kapazitätsdichte C = κ.ε o / d s . Wird so die Anordnung der Leiterstrukturen 41 einerseits und 42 und 43 andererseits abweichend von der Darstellung nach Fig. 3a gewählt, so kann die hierdurch bewirkte Erhöhung der Kapazität C c der Antennenstruktur durch die hierdurch verursachte Vergrößerung der Kapazität C 0 wie folgt bestimmt werden:

C o = O f .C'. A

Der überlappungsfaktor O f ergibt sich hierbei aus dem Prozentsatz, gemäß die Leiterbahnen der Leiterstrukturen 41 , 42 und 43 in überlappung zueinander angeordnet sind.

Auf Basis der obigen Ausführungen kann die in Fig. 3a gezeigte Anordnung auch an andere, zur Verfügung stehende Flächenabmessungen, Schichtdicken und/oder Resonanzfrequenzen angepasst werden.

In Fig. 3b ist eine an die Darstellung nach Fig. 3a angelehnte schematische Draufsicht auf ein Folienelement 5 gezeigt. In einer ersten elektrisch leitfähigen

Schicht sind hier zwei Leiterstrukturen 52 und 53 ausgeformt und in einer zweiten, von dieser Schicht über eine dielektrische Schicht getrennte elektrisch leitfähige Schicht eine weitere Struktur 51 ausgeformt. Die Leiterstruktur 51 ist mit der Leiterstruktur 52 über eine Durchkontaktierung 54 und die Leiterstruktur 51 mit der Leiterstruktur 53 über eine Durchkontaktierung 55 verbunden. Wie in Fig. 3b dargestellt, werden hier beide in der ersten elektrisch leitfähigen Schicht ausgeformten Leiterstrukturen 52 und 53 von spulenförmigen Strukturen mit mehreren Windungen gebildet. Hierdurch wird es möglich, die elektrische Schaltung 56 auf besonders vorteilhafte Weise unter Vermeidung von Anschlusskapazität mit der von den Leiterstrukturen 51 , 52 und 53 gebildeten Antennenstruktur galvanisch zu verbinden.

Fig. 4 zeigt eine ebenfalls an die Darstellung nach Fig. 3a angelehnte Darstellung einer Draufsicht auf ein Folienelement 6. Das Folienelement 6 weist hierbei im Gegensatz zu den Folienelementen 4 und 5 lediglich eine elektrisch leitfähige Schicht auf, in der Leiterstrukturen 61 , 62 und 63 ausgeformt sind. Das Folienelement 6 kann hierbei wie die Folienelemente 1 , 12 und 3 nach den Figuren Fig. 1a und Fig. 1b ausgestaltet sein, mit dem Unterschied, dass eine der elektrisch leitfähigen Schichten 15 und 17 bzw. 33 und 35 nicht vorgesehen ist. Bezüglich des detaillierten Aufbau des Folienelements 6 wird so auf die vorhergehenden Ausführungen verwiesen.

Wie in Fig. 4 gezeigt, ist jeweils ein erstes Ende der Leiterstrukturen 61 , 62 und 63 mit einer ersten Elektrode einer elektrischen Schaltung 64 und das zweite Ende der Leiterstruktur 61 , 62 uns 63 mit der anderen Elektrode der elektrischen Schaltung 64 verbunden. Die Leiterstrukturen 61 , 62 und 63 werden hierbei jeweils von einer schleifenförmigen Windung gebildet . , die in derselben elektrisch leitfähigen Schicht ausgeformt sind und im Weiteren im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.

Die Leiterstrukturen 61 , Die Leiterstrukturen 61 , 62 und 63 nach Fig. 4 bestehen beispielsweise jeweils aus einer aus Kupfer bestehenden Leiterbahn einer Breite von 1 mm und einer Dicke von 1 μm. Die Beabstandung zwischen den Leiterbahnen, die die Leiterstrukturen 61 , 62 bzw. 63 bilden, beträgt 0,5 mm. Die Aussenabmessung der Antennenstruktur, die von der Aussenabmessung der Leiterstruktur 61 bestimmt wird, beträgt 40 mm x 30 mm.

Untersuchungen haben nun gezeigt, dass die nach dem in Fig. 4 verdeutlichten Prinzip aufgebauten Antennenstrukturen erhebliche Vorteile gegenüber vergleichbaren "Single Loop"-Antennen besitzen.

So ergibt sich für eine "Single Loop"-Antenne mit einer äusseren Abmessung von 40 mm x 30 mm, bestehend aus einer aus Kupfer bestehenden Leiterbahn einer Breite von 3 mm und einer Dicke von 1 μm eine Induktivität L τ von:

L τ = L o + M + + M..

Hierbei stellt L 0 die Selbst-Induktivität bzw. die der Leiterbahn inhärente Induktivität dar, M + die positive Induktivität, die sich aus der Interaktion zwischen benachbarten Leiterbahnen ergibt, und M. die Verringerung der Induktivität, die sich aus destruktiven, magnetischen Interaktionen zwischen benachbarten Leiterbahnen ergibt.

Im Falle einer "Single Loop"-Antenne mit den oben beschriebenen Dimensionen ergeben sich folgende Werte:

L 0 = 0,10 μH; M + = 0; and M. = -0,014, oder L τ = 0,086 μH.

Falls die Leiterbahn aus reinem Kupfer besteht, ergibt sich ein Antennenwiderstand Rc von 0,73 Ohm.

Wird nun der Qualitätsfaktor nach dem weiter oben erläuterten Verfahren bestimmt, so ergibt sich ein Qualitätsfaktor L τ /Rc für den Fall der oben erläuterten "Single Loop"-Antenne von ungefähr 0,118 μH/Ohm.

Wird nun die Antennenstruktur nach Fig. 3 mit den drei parallelen, konzentrischen Leiterstrukturen betrachtet, so ergibt sich für diese Anordnung eine Gesamtinduktivität der Antennenstruktur von L τ von:

L τ "1 = (Li + M + ' + M.y 1 + (L 2 + M + " + M- " ) '1 + (L 3 + M + " + M. ' V 1

Li, L 2 und L 3 bezeichnet hierbei die Selbst-Induktivität der Leiterstrukturen 61, 62 bzw. 63. Insgesamt ergibt sich so für den in Fig. 4 dargestellten Fall eine Gesamt-Induktivität L τ = 0,114 μH.

Der Gesamtwiderstand der Antennenstruktur nach Fig. 4 berechnet sich aus der Parallel-Schaltung der Widerstände der Leiterstrukturen 61 , 62 und 63, die jeweils einen Widerstand R 1 , R 2 bzw. R 3 besitzen.

So gilt:

R 1 -- 1 = R 1 " 1 + R 2 - 1 + R 3 - 1

Für die Antennenstruktur nach Fig. 4 ergibt sich so ein Gesamt-Widerstand R τ = 0,7 Ohm und damit ein Qualitätsfaktor L τ /Rc = 0,163 μH/Ohm.

Hierdurch ergibt sich, dass für eine vorgegebene Resonanzfrequenz der Qualitätsfaktor Qs der Antennenstrukturen durch die Verwendung von drei konzentrischen Leiterstrukturen, die wie in Fig. 4 gezeigt, in einer Parallelschaltung miteinander verschaltet sind und mit der elektrischen Schaltung 64 verbunden sind, verbessert werden kann. Umgekehrt kann so für die Erzielung desselben Qualitätsfaktors die Dicke der leitfähigen Schicht reduziert werden, in der die Antennenstrukturen ausgeformt sind. So kann bei dem

Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 die Dicke der leitfähigen Schicht auf eine Dicke 0,118/0,163 x 1 μm, d.h. näherungsweise 0,75 μm, in Vergleich zu einer "Single Loop"-Antenne reduziert werden.

Weiter ist es auch möglich, dass die Leiterstrukturen 61 , 62 und 63 nicht in ein und derselben elektrisch leitfähigen Schicht abgeformt sind, sondern dass diese Leiterstrukturen in unterschiedlichen, durch dielektrische Schichten voneinander getrennten Schichten vorgesehen sind und durch entsprechende Durchkontaktierungen entsprechend der Darstellung nach Fig. 4 miteinander gekoppelt sind. Für die Berechnung der Kapazität dieser Anordnung sowie die sich durch die Möglichkeit der überlappung der Leiterstrukturen 61 , 62 und 63 ergebenden Möglichkeiten wird auf die obigen Ausführungen verwiesen.

Anhand der Figuren Fig. 5 und Fig. 6 werden nun weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert, bei denen in einem Folienelement erste Leiterstrukturen zur Einkopplung des Nahfeldes und zweite Leiterstrukturen zur Einkopplung des Fernfeldes vorgesehen sind.

Fig. 5 zeigt ein Folienelement 7 mit mehreren dielektrischen Schichten 71 , 73, 75, 76 und 78, mehreren elektrisch leitfähigen Schichten 72, 74 und 77 und einer elektrischen Schaltung 79.

Bei den dielektrischen Schichten 71 und 78 handelt es sich um Kunststofffolien, vorzugsweise um Polycarbonat-Folien einer Dicke von 12 bis 100 μm.

Bei den dielektrischen Schichten 72, 75 und 76 handelt es sich vorzugsweise ebenfalls um Kunststofffolien. Es ist jedoch auch möglich, dass es sich bei diesen dielektrischen Schichten um Lackschichten handelt. Zur Herstellung des Folienelements 7 wird hierbei vorzugsweise zuerst ein Kernelement bestehend aus den Schichten 72 bis 77 gefertigt und dann in einem Laminierprozess zwischen die Schichten 71 und 78 einlaminiert, welche als Schutzschicht vor Umwelteinflüssen für das Kernelement dienen.

Es ist jedoch auch möglich, dass das Folienelement 7 durch Zusammenlaminieren von zwei oder mehr Laminierfolien, die jeweils eine oder mehrere der Schichten 71 bis 78 enthalten, hergestellt wird. So ist es beispielsweise möglich, dass eine erste Laminierfolie die Schichten 71 , 72, 73 und 74 umfasst und eine zweite Laminierfolie die Schichten 75, 76, 77 und 78 umfasst. In diesem Fall handelt es sich bei den Schichten 73 und 76 vorzugsweise um Lackschichten. Weiter ist es auch möglich, dass eine oder mehrere Schichten 72 bis 77 mittels einer Transferfolie, beispielsweise einer Heißprägefolie, auf die Schichten 71 und/oder 78 appliziert werden und die sich so ergebenden Folienkörper sodann in einem Laminierprozess miteinander verbunden werden.

Bei den elektrisch leitfähigen Schichten 72, 74 und 77 handelt es sich um Schichten aus einem metallischen, elektrisch leitfähigen Material,

beispielsweise Aluminium, Kupfer, Silber, Chrom, Gold oder einer Metalllegierung, aus einem elektrisch leitfähigen Polymer oder einem transparenten, elektrisch leitfähigen Material, beispielsweise ITO.

Die elektrisch leitfähigen Schichten 72, 74 und 77 sind hierbei in partiell ausgeformter Form zur Ausbildung einer ersten, zweiten bzw. dritten Leiterstruktur vorgesehen. Hierbei ist die von den elektrisch leitfähigen Schichten 72 und 77 bereitgestellte erste bzw. dritte Leiterstruktur jeweils in Form einer Dipol-Antenne ausgebildet. Die von der elektrisch leitfähigen Schicht 74 bereitgestellte Leiterstruktur ist in spulenförmiger oder streifenförmiger Formgebung ausgebildet, wobei die beiden Enden der beiden Leiterstrukturen jeweils mit einer zugeordneten Elektrode der elektrischen Schaltung 79 verbunden sind. So ergibt sich eine Antennenstruktur, die aus einer galvanisch mit der elektrischen Schaltung 79 verbundenen spulen- oder schleifenförmigen Leiterstruktur und zwei, von dieser Leiterstruktur galvanisch getrennten, parallel zu dieser Struktur angeordneten und diese Struktur beidseitig flankierenden Dipol-Antennenstrukturen besteht. Die erste und dritte Leiterstruktur sind so von Antennenstrukturen gebildet, die zur Einkopplung des Fernfelds des RF-Signals geeignet sind und die zweite Leiterstruktur wird von einer Antennenstruktur gebildet, die zur Einkopplung des Nahfeldes geeignet ist. Durch diese

Anordnung gelingt es, die Komponenten des Fernfeldes sehr effektiv in die für das Nahfeld ausgelegte Antennenstruktur einzukoppeln und so die elektrische Schaltung aus einer Distanz von mehreren Metern zu aktivieren.

Die von den Schichten 72, 74 und 77 bereitgestellten Leiterstrukturen bestehen im wesentlichen aus Kupfer, Aluminium, Silber oder deren Legierungen und haben beispielsweise folgende Abmessungen:

Erste Leiterstruktur (Schicht 72): Schichtdicke 0,2 bis 3 μm, Ausformung in Form einer Dipol-Antenne einer typischen Länge von 160 mm, was einer halben Wellenlänge bei 900 MHz entspricht, und einer Breite von 3 bis 30 mm, vorzugsweise 10 mm.

Zweite Leiterstruktur (Schicht 74): Schichtdicke von weniger als 20 μm, Ausformung als spulenförmige Struktur mit einer Einzelwindung und einer Breite der Leiterbahn von 0,05 bis 5 mm, und mit einer Aussenabmessung von vorzugsweise 15 x 10 mm oder 40 x 30 mm.

Dritte Leiterstruktur (Schicht 77): Schichtdicke von weniger als 20 μm, bevorzugt von 0,2 bis 5 mm, Ausformung in Form einer Dipol-Antenne mit einer Länge von 15 bis 250 mm und einer Leiterbahnbreite von 2 bis 15 mm.

Die beiden Dipol-Antennen sind hierbei in einer Winkellage von 90° zueinander in der von den Schichten 72 und 77 aufgespannten Ebene angeordnet.

Fig. 6 zeigt ein Folienelement mit mehreren dielektrischen Schichten 81, 83, 85, 86 und 88, mehreren elektrisch leitfähigen Schichten 82, 84 und 87 und einer elektrischen Schaltung 89. Bezüglich der Ausgestaltung der Schichten 81 , 83, 84, 85, 86, 87 und 88 wird auf die Ausführungen zu Fig. 5 bezüglich der Schichten 71 , 73, 74, 75, 76, 77 bzw. 78 verwiesen. Hierbei ist es auch möglich, auf die Schicht 87 zu verzichten.

Bei der Schicht 82 handelt es sich um mehrere, übereinander applizierte elektrisch leitfähige Schichten, die beispielsweise jeweils aus einer Heißprägefolie ausgeprägt und übereinander appliziert sind. Jede dieser Schichten ist hierbei in Form einer Antenne ausgebildet und ist von der darunter liegenden, elektrisch leitfähigen Schicht jeweils durch eine sehr dünne

dielektrische Schicht, die beispielsweise von der Kleberschicht der Transferlage gebildet wird, getrennt. Hierdurch wird erreicht, dass über der als spulenförmige oder schleifenförmige Antenne ausgeformten Schicht 84 zwei oder mehr, zueinander eng benachbarte Antennenstrukturen vorgesehen sind, die eine verbesserte Einkopplung des Nahfeldes erlauben. So wird durch die eng benachbarte Anordnung der Antennenstrukturen eine Erhöhung der Induktivität durch die Entstehung von Zwischen-Induktivitäten zusätzlich zur Selbst- Induktivität der Antennenstruktur erzielt. Die eng benachbart angeordneten Antennen der Schicht 82 sind hierbei jeweils in Form einer Dipol-Antenne ausgeformt und voneinander 2 bis 10 μm beabstandet.

Anhand der Figuren Fig. 7a bis Fig. 7e wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung verdeutlicht.

Zur Erhöhung der Induktivität ist es hier vorgesehen, zwei oder mehr nebeneinander in einer Folienlage vorgesehenen Antennenstrukturen durch Faltung und anschließende Verklebung der gefalteten Folienlage in eine sich überdeckende Anordnung zu bringen.

Fig. 7a zeigt ein Folienelement 9 mit einem dielektrischen Trägersubstrat 90 und einer auf einer ersten Oberfläche des Trägersubstrats 90 vorgesehenen elektrisch leitfähigen Schicht, die in Form einer ersten, spulenförmigen Antennenstruktur 91 und einer zweiten, spulenförmigen Antennenstruktur 92 ausgeformt ist. Die zweite Antennenstruktur 92 besteht aus zwei, jeweils in spulenförmiger Form ausgeformten Leiterstrukturen, wobei - wie bereits anhand von Fig. 3a und Fig. 3b verdeutlicht - die eine Leiterstruktur mit einer ersten Elektrode der elektrischen Schaltung 95 und die zweite Leiterstruktur mit einer zweiten Elektrode der elektrischen Schaltung 95 verbunden sind. Im Weiteren sind in der dielektrischen Trägerschicht 90 Durchkontaktierungen

vorgesehen, über welche die beiden Antennenstrukturen 91 und 92 über auf der gegenüberliegenden Seite des dielektrischen Trägersubstrats 90 angeordnete Verbindungselement 93 und 94 miteinander elektrisch leitend verbunden sind.

Fig. 7b verdeutlicht eine Schnittdarstellung eines Schnitts durch das Folienelement 9 entlang der Schnittlinie A/A 1 und zeigt ebenfalls die beiden Antennenstrukturen 91 und 92 sowie die Verbindungselemente 93 und 94, die die beiden Antennenstrukturen 91 und 92 über Durchkontaktierungen elektrisch leitfähig verbinden.

Nach Fertigung des in Fig. 7a und Fig. 7b verdeutlichten Folienelements 9 wird das Folienelement 9 entlang der in Fig. 7a durch Strichpunktierung angedeuteten Linie gefaltet, wie dies auch in Fig, 7c verdeutlicht wird. Nach oder während der Faltung werden sodann die beiden aufeinander liegenden Oberflächen des dielektrischen Trägersubstrats miteinander durch Verklebung mittels einer zusätzlich vorgesehenen Kleberschicht oder durch partielles oder vollflächiges Aufschmelzen der aufeinander liegenden Schichten miteinander verbunden.

So ergibt sich dann das in Fig. 7d und Fig. 7e verdeutlichte Folienelement 9 1 , bei dem die Antennenstrukturen 92 und 91 an den beiden Aussenseiten eines dielektrischen Kerns angeordnet sind, welcher durch die gefaltete und verklebte Trägerschicht 90 bereitgestellt wird. Auf diese Art und Weise wird eine besonders kostengünstige und effektive Fertigung eines erfindungsgemässen Folienelements ermöglicht.

Fig. 8a und Fig. 8b verdeutlichen nun ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches dem anhand der Figuren Fig. 7a bis Fig. 7e verdeutlichten Prinzip folgt.

Fig. 8a zeigt ein Folienelement 100 mit einer dielektrischen Trägerfolie und einer auf der dielektrischen Trägerfolie vorgesehenen elektrisch leitfähigen Schicht, welche in Form der in Fig. 8a dargestellten Antennenstrukturen 102 und 106 ausgeformt ist. Die Antennenstruktur 103 ist hier mit der elektrischen Schaltung 106 verbunden. Auch hier sind Durchkontaktierungen vorgesehen, über welche die Antennenstrukturen 102 und 103 über elektrische

Verbindungselemente 104 und 105 miteinander elektrisch leitfähig verbunden sind. Nach Herstellung des Folienelements 100, beispielsweise durch vollflächige Metallisierung einer Polyesterfolie mittels Sputtern oder Vakuumbedampfen, der Strukturierung der Metallschicht mittels Positiv-/ Negativ-ätzen, der Herstellung der Durchkontaktierungen und der Herstellung der leitfähigen Verbindungselemente 104 und 105 beispielsweise durch Aufdrucken eines leitfähigen Klebers in der Fig. 8a gezeigten Formgebung, wird das Folienelement 100 entlang der in Fig. 8a angedeuteten Linie gefaltet und die aufeinander aufliegenden Oberflächen des Folienelements 100 miteinander verklebt. Diese Verklebung kann durch leitfähigen Klebers realisiert werden, der beispielsweise auch für die Herstellung der Verbindungselemente 104 und 105 eingesetzt wird. So ergibt sich das in Fig. 8b gezeigte Folienelement 100' mit den beiden miteinander galvanisch verbundenen und übereinander angeordneten Antennenstrukturen 102 und 103.