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Title:
MULTICOLOR POWDER CENTER FOR SUPPLYING AT LEAST ONE POWDER SPRAYING DEVICE WITH DIFFERENT TYPES OF COATING POWDER AS REQUIRED
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/145365
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a multicolor powder center (1) for supplying at least one powder spraying device with different types of coating powder as required. The multicolor powder center (1) has at least one powder container (2.1 - 2.12) for receiving coating powder and at least one pump unit (3.1 - 3.6) comprising at least one powder pump (4), in particular a dense flow pump or a diluted flow pump. The pressure side of the at least one powder pump (4) is fluidically connected or can be fluidically connected to the powder inlet of a powder spraying device. The at least one powder container (2.1 - 2.12) has at least one suction channel which is preferably formed in a suction pipe and which has a suction opening that opens into the interior of the powder container (2.1 - 2.12) and an opposite discharge opening that opens into a connection (10), wherein the suction side of the at least one powder pump (4) can be fluidically connected to the connection (10) of the powder container (2.1 - 2.12).

Inventors:
MLAKAR, Roman (Hochalpstraße 2, 8280 Kreuzlingen, 8280, CH)
STEINEMANN, Mark (Äussere Hintergasse 4a, 8353 Elgg, 8353, CH)
SANWALD, Marco (Rossweidstraße 6a, 9030 Abtwil, 9030, CH)
MAUCHLE, Felix (Alleestraße 7a, 9030 Abtwil, 9030, CH)
Application Number:
EP2019/051642
Publication Date:
August 01, 2019
Filing Date:
January 23, 2019
Export Citation:
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Assignee:
GEMA SWITZERLAND GMBH (Mövenstrasse 17, 9015 St. Gallen, 9015, CH)
International Classes:
B05B7/14
Domestic Patent References:
WO2000029124A12000-05-25
Foreign References:
DE102010025749A12012-01-05
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
MEISSNER BOLTE PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (TRINKS, OlePostfach 102605, Augsburg, 86016, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Mehrfarbenpulverzentrum (1) zum bedarfsweisen Versorgen von

mindestens einer Pulversprüheinrichtung mit Beschichtungspulver unterschiedlicher Art, wobei das Mehrfarbenpulverzentrum (1) Folgendes aufweist:

mindestens einen Pulverbehälter (2.1-2.12) zur Aufnahme von Be- schichtungspulver; und

mindestens eine Pumpeneinheit (3.1-3.6) mit mindestens einer Pulver- pumpe (4), insbesondere Dichtstrom- oder Dünnstrompulverpumpe, deren Druckseite strömungsmäßig mit dem Pulvereinlass einer Pulver- sprüheinrichtung verbunden oder verbindbar ist,

wobei der mindestens eine Pulverbehälter (2.1-2.12) mindestens einen vorzugsweise in einem Ansaugrohr ausgebildeten Ansaugkanal aufweist, welcher eine in das Innere des Pulverbehälters (2.1-2.12) mündende An- saugöffnung und eine gegenüberliegende Abgabeöffnung aufweist, welche in einem Anschluss (10) mündet, wobei die Saugseite der mindestens ei- nen Pulverpumpe (4) strömungsmäßig mit dem Anschluss (10) des Pulver- behälters (2.1-2.12) verbindbar ist.

2. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 1,

wobei der Anschluss (10) in einem oberen Bereich und insbesondere in ei- nem Deckelbereich (11) des Pulverbehälters (2.1-2.12) angeordnet ist, und zwar derart, dass der Anschluss (10) mit der Saugseite der mindestens ei- nen Pulverpumpe (4) der Pumpeneinheit (3.1-3.6) strömungsmäßig ver- bindbar ist.

3. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 1 oder 2,

wobei der mindestens eine Ansaugkanal in einem in das Innere des min- destens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) hineinragenden Tauchrohr ausge- bildet ist.

4. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 1 oder 2,

wobei der mindestens eine Ansaugkanal in einer Seitenwand des mindes- tens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) ausgebildet ist.

5. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

wobei zur Vergrößerung des effektiven Strömungsquerschnitts die in das Innere des Pulverbehälters (2.1-2.12) mündende Ansaugöffnung des An- saugkanals eine elliptische Form aufweist.

6. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

wobei der mindestens eine Pulverbehälter (2.1-2.12) eine im Wesentlichen quaderförmige oder zylinderförmige Pulverkammer für Beschichtungspulver und eine Fluidisiereinrichtung zum Einleiten von Fluidisierdruckluft in die Pulverkammer aufweist.

7. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

wobei in einer Seitenwand oder in einem Deckel des mindestens einen Pul- verbehälters (2.1-2.12) mindestens eine in das Innere des Pulverbehälters (2.1-2.12) mündende Einlassöffnung vorgesehen ist zum bedarfsweisen Zuführen von Beschichtungspulver aus einem Pulverrückführkreislauf oder aus einem außerhalb des Mehrfarbenzentrums (1) befindenden Frischpul verbehältnis oder zum manuellen Zugeben von Pulver in einem Pulverbe- schichtungsbetrieb des Mehrfarbenpulverzentrums (1) oder wahlweise zum Einleiten von Reinigungsdruckluft in einem Reinigungsbetrieb des Mehrfar- benpulverzentrums (1) bzw. des mindestens einen Pulverbehälters (2.1- 2.12).

8. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

wobei ferner mindestens ein aus dem Inneren des mindestens einen Pul verbehälters (2.1-2.12) herausführende Auslass vorgesehen ist zum Abfüh- ren von in die Pulverkammer des mindestens einen Pulverbehälters (2.1- 2.12) eingeleiteter Fluidisierdruckluft oder wahlweise zum Abführen von in einem Reinigungsbetrieb in die Pulverkammer eingeleiteter Reinigungsluft gegebenenfalls zusammen mit von der Reinigungsdruckluft mit transpor- tiertem Restpulver.

9. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

wobei die Pulverkammer des mindestens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) mindestens einen Fluidisierdruckluftauslass mit einer Auslassöffnung auf- weist zum Abführen der in die Pulverkammer eingeleiteten Fluidisierdruck- luft.

10. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 9,

wobei der Fluidisierdruckluftauslass eine Entlüftungsleitung aufweist, wel- che außerhalb des Pulverbehälters (2.1-2.12) mit einem Steigrohr verbun- den oder verbindbar ist zum Verhindern eines Pulveraustrags aus der Pul- verkammer des mindestens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) in einem Pul- verbeschichtungsbetrieb des Mehrfarbenpulverzentrums (1).

11. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 10,

wobei der mindestens eine Fluidisierdruckluftauslass eine Entlüftungslei tung aufweist, welcher einerseits mit der Auslassöffnung des Fluidisier- druckluftauslasses verbunden oder verbindbar ist und andererseits in einen Absaugtrichter einer vorzugsweise als Luftmengenverstärker ausgebildeten Absauganlage mündet.

12. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,

wobei ferner mindestens ein Niveausensor (17) vorgesehen ist zum Detek- tieren von mindestens einem Pulverniveau im Inneren des mindestens ei- nen Pulverbehälters (2.1-2.12).

13. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 12,

wobei der mindestens eine Niveausensor (17) ein berührungslos arbeiten- der Niveausensor ist, welcher außerhalb des Pulverbehälters (2.1-2.12) ge- trennt vom Inneren des Pulverbehälters (2.1-2.12) angeordnet ist.

14. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

wobei ferner mindestens eine Einrichtung zum Messen des im Inneren des mindestens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) herrschenden Luftdruckes vorgesehen ist.

15. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 14,

wobei die Menge einer pro Zeiteinheit dem mindestens einen Pulverbehäl- ter (2.1-2.12) zugeführten Fluidisierdruckluft in Abhängigkeit von dem im

Inneren des mindestens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) herrschenden

Luftdruck vorzugsweise automatisch einstellbar ist; und/oder

wobei die Menge einer pro Zeiteinheit dem mindestens einen Pulverbehäl- ter (2.1-2.12) zugeführten Reinigungsdruckluft in Abhängigkeit von dem im

Inneren des mindestens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) herrschenden

Luftdruck vorzugsweise automatisch einstellbar ist; und/oder

wobei die Menge einer pro Zeiteinheit aus dem mindestens einen Pulverbe- hälter (2.1-2.12) abgeführten Fluidisierdruckluft in Abhängigkeit von dem im Inneren des mindestens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) herrschenden

Luftdruck vorzugsweise automatisch einstellbar ist; und/oder

wobei die Menge einer pro Zeiteinheit über mindestens einen Restpulver- auslass abgeführten Reinigungsdruckluft in Abhängigkeit von dem im Inne- ren des mindestens einen Pulverbehälters (2.1-2.12) herrschenden Luft- druck vorzugsweise automatisch einstellbar ist.

16. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

wobei der mindestens eine Pulverbehälter (2.1-2.12) folgendes aufweist:

- eine Niveausonde zur Füllstandsüberwachung und entsprechender Kommunikation; und/oder

- eine Fluidisierung bzw. Vorkonditionierung des Pulvers; und/oder

- ein integriertes Sieb; und/oder

- eine integrierte Vibrationseinheit; und/oder - eine Sensorik zur Erfassung der korrekten Positionierung des Pulverbe- hälters (2.1-2.12); und/oder

- eine Anbindung an ein weiteres oder größeres Frischpulverbehältnis außerhalb des Mehrfarbenzentrums zum automatischen Nachfüllen von Pulver.

17. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,

wobei dem Mehrfarbenpulverzentrum (1) ein Recoverypulver- Rückführsystem zugeordnet ist zum bedarfsweisen Rückführen von

Recoverypulver in den ersten Pulverbehälter (2.1) und/oder in den mindestens einen zweiten Pulverbehälter (2.2-2.12).

18. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 17,

wobei das Recoverypulver-Rückführsystem mindestens eine

Rückführleitung insbesondere in Gestalt eines Rückführschlauches aufweist, welcher insbesondere bedarfsweise strömungsmäßig mit einer Pulverbeschichtungskabine einerseits und dem ersten Pulverbehälter (2.1) und/oder in dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter (2.2-2.12) verbunden oder verbindbar ist zum Rückführen von Recoverypulver in den entsprechenden Pulverbehälter (2.1; 2.2-2.12).

19. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 18,

wobei die mindestens eine Rückführleitung an einer Wagen- oder

Schlittenanordnung relativ zu dem ersten Pulverbehälter (2.1) und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter (2.2-2.12) bewegbar, insbesondere horizontal bewegbar ist.

20. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 18 oder 19,

wobei die mindestens eine Rückführleitung relativ zu dem ersten

Pulverbehälter (2.1) und/oder dem mindestens einen zweiten

Pulverbehälter (2.2-2.12) bewegbar, insbesondere vertikal bewegbar ist zum Ausbilden einer strömungsmäßigen Verbindung mit dem

entsprechenden Pulverbehälter (2.1; 2.2-2.12).

21. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 20,

wobei dem Mehrfarbenpulverzentrum (1) ein Pulverbehälter- Entlüftungssystem zugeordnet ist zum bedarfsweisen Entlüften des ersten Pulverbehälters (2.1) und/oder des mindestens einen zweiten

Pulverbehälters (2.2-2.12).

22. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 21,

wobei das Pulverbehälter-Entlüftungssystem mindestens eine

Entlüftungsleitung insbesondere in Gestalt eines Entlüftungsschlauches aufweist, welcher insbesondere bedarfsweise oder dauerhaft

strömungsmäßig mit dem ersten Pulverbehälter (2.1) und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter (2.2-2.12) verbunden ist zum Entlüften des entsprechenden Pulverbehälters (2.1; 2.2-2.12).

23. Mehrfarbenpulverzentrum (1) nach Anspruch 22,

wobei die mindestens eine Entlüftungsleitung an einer Wagen- oder Schlittenanordnung relativ zu dem ersten Pulverbehälter (2.1) und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter (2.2-2.12) bewegbar, insbesondere horizontal bewegbar ist.

Description:
MEH RFARBENPULVERZENTRUM ZUM BEDARFSWEISEN VERSORGEN VON MIN DESTENS EIN ER PULVERSPRÜH EINRICHTUNG MIT BESCHICHTUNGSPU LVER

UNTERSCHIEDLICH ER ART

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Mehrfarbenpulverzentrum zum bedarfsweisen Versorgen von mindestens einer Pulversprüheinrichtung mit Beschichtungspulver unter- schiedlicher Art. Das erfindungsgemäße Mehrfarbenpulverzentrum eignet sich insbesondere für die Pulverversorgung von zur elektrostatischen Sprühbeschichtung von Gegenständen mit Pulver eingesetzten Pulversprüheinrichtungen, bei welcher sich frisches Be- schichtungspulver (hierin auch„Frischpulver" genannt) und gegebenenfalls zu- rückgewonnenes Beschichtungspulver (hierin auch„Recovery Pulver" genannt) in Pulverbehältern befindet und durch eine Pumpeneinheit mit mindestens einer Pul verpumpe, beispielsweise in Gestalt eines Pulverinjektors oder in Gestalt einer Pulverdichtstrompumpe, einer oder mehreren Sprühvorrichtungen bzw. Pulver- sprüheinrichtungen zugeführt werden. Die Sprühvorrichtungen/Pulversprühein- richtungen können beispielsweise Handpistolen oder automatische Pistolen sein.

Der Erfindung liegt die Problemstellung zugrunde, dass Pulverbeschichtungsanla- gen und die zugehörigen Pulverversorgungsvorrichtungen bei einem Pulverwech- sel (Wechsel von einer Pulversorte auf eine andere Pulversorte), und insbeson- dere bei einem Farbwechsel (Wechsel von Pulver einer ersten Farbe auf ein Pul- ver mit einer anderen zweiten Farbe) sorgfältig gereinigt werden müssen, da be- reits einige wenige Pulverpartikel der früheren Pulversorte Beschichtungsfehler bei der Beschichtung mit der neuen Pulversorte zur Folge haben können.

Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Möglichkeit zu schaffen, durch welche ein Pulverwechsel auf einfache Weise schnell möglich bzw. eine Mehrfarbensprühbeschichtung möglichst effizient realisierbar ist.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Demgemäß wird insbesondere ein Mehrfarbenpulverzentrum zum bedarfsweisen Versorgen von mindestens einer Pulversprüheinrichtung mit Beschichtungspulver unterschiedlicher Art angegeben, wobei das Mehrfarbenpulverzentrum einen ers- ten Pulverbehälter zur Aufnahme von Beschichtungspulver einer ersten Art und mindestens einen zweiten Pulverbehälter zur Aufnahme von Beschichtungspulver einer zweiten Art aufweist. Darüber hinaus ist mindestens eine Pulverabgabeein- richtung in Gestalt einer Pumpeneinheit mit mindestens einer Pulverpumpe, ins besondere Dichtstrompulverpumpe oder Dünnstrompulverpumpe, vorgesehen. Die Druckseite der Pulverpumpe ist strömungsmäßig mit dem Pulvereinlass einer Pu I- versprüheinrichtung, wie beispielsweise einer Handpistole oder einer automati- schen Pulverpistole, verbunden oder verbindbar.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist insbesondere vorgesehen, dass die min- destens eine Pumpeneinheit und/oder die Pulverbehälter derart relativ zueinander bewegbar sind, dass bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulver- pumpe strömungsmäßig entweder mit dem Inneren des ersten Pulverbehälters o- der mit den Inneren des mindestens einen zweiten Pulverbehälters verbunden o- der verbindbar ist.

Gemäß Ausführungsformen der Erfindung ist beispielsweise die Pumpeneinheit derart relativ zu den Pulverbehältern bewegbar, dass bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe strömungsmäßig entweder mit dem Inneren des ersten Pulverbehälters oder mit dem Inneren des mindestens einen zweiten Pulverbehälters verbunden oder verbindbar ist. Dadurch, dass das erfindungsgemäße Mehrfarbenpulverzentrum mindestens eine relativ zu den Pulverbehältern bewegbare Pumpeneinheit aufweist, ist in einer leicht zu realisierenden und insbesondere effektiven Weise ein Pulverwechsel bzw. ein Mehrfarbensprühbeschichtungsbetrieb möglich. Hierzu ist es lediglich er- forderlich, dass die Pumpeneinheit von einem ersten Pulverbehälter zu einem zweiten Pulverbehälter transferiert wird, so dass dann die Saugseite der Pumpen- einheit mit dem Inneren des zweiten Pulverbehälters verbindbar ist.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ferner eine erste Reinigungs- Station vorgesehen ist zum bedarfsweisen Aufnehmen von Restpulver, welches bei einer Reinigung der mindestens einen Pumpeneinheit und/oder eines von der Pumpeneinheit zu mindestens einer Pulversprüheinrichtung führenden Leitungs- systems und/oder mindestens einer Pulversprüheinrichtung, insbesondere bei ei- nem Wechsel von einer ersten Pulverart auf eine hiervon verschiedene zweite Pul- verart, anfällt.

Alternativ oder zusätzlich hierzu kann eine zweite Reinigungsstation vorgesehen sein zum bedarfsweisen Reinigen der mindestens einen Pumpeneinheit und/oder eines von der Pumpeneinheit zu mindestens einer Pulversprüheinrichtung führen- den Leitungssystems und/oder mindestens einer Pulversprüheinrichtung, insbe- sondere bei einem Wechsel von einer ersten Pulverart auf eine hiervon verschie- dene zweite Pulverart.

Die bedarfsweise Reinigung findet insbesondere bei einem Wechsel von einer ers- ten Pulverart auf eine hiervon verschiedene zweite Pulverart statt. In diesem Zu sammenhang ist es denkbar, dass die Pumpeneinheit derart relativ zu der Reini- gungsstation bewegbar ist, dass diese bedarfsweise in oder an der Reinigungssta- tion gereinigt und insbesondere mit Reinigungsdruckluft gespült werden kann. Al- ternativ hierzu ist es denkbar, dass die Reinigungsstation derart relativ zu der Pumpeneinheit bewegbar ist, dass die Pumpeneinheit bedarfsweise in oder an der Reinigungsstation gereinigt und insbesondere mit Reinigungsdruckluft gespült werden kann.

Gemäß Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums ist der Reinigungsstation und/oder der Pumpeneinheit selber ein Antrieb zugeordnet, um somit die Reinigungsstation relativ zu der Pumpeneinheit derart bewegen zu können, dass die Pumpeneinheit bedarfsweise in oder an der Reinigungsstation gereinigt und insbesondere mit Reinigungsdruckluft gespült werden kann.

In bevorzugten Realisierungen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzent- rums ist vorgesehen, dass der mindestens einen Pumpeneinheit eine Wagen- oder Schlittenanordnung zugeordnet ist, mit Hilfe welcher die Pumpeneinheit in einer horizontalen Ebene und oberhalb der Pulverbehälter sowie relativ zu diesen ge- führt bewegbar ist. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann der Pumpeneinheit auch eine Vertikalführungseinheit zugeordnet sein zum bedarfsweisen Bewegen der Pumpeneinheit oder Teilen hiervon in vertikaler Richtung relativ zu den Pulverbe- hältern.

Gemäß Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums ist vorgesehen, dass dem ersten Pulverbehälter und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter ein Antrieb, insbesondere Linearantrieb, zugeordnet ist zum bedarfsweisen Bewegen des entsprechenden Pulverbehälters relativ zu der Pumpeneinheit. Denkbar in diesem Zusammenhang ist es insbesondere, dass der erste Pulverbehälter und der mindestens eine zweite Pulverbehälter jeweils unab- hängig voneinander relativ zu der Pumpeneinheit bewegbar sind.

Gemäß Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums weist die mindestens eine Pumpeneinheit mindestens zwei insbesondere unab- hängig voneinander betreibbare Pulverpumpen auf, welche in der Pumpeneinheit derart angeordnet sind, dass in einem Zustand, wenn die Pumpeneinheit mit ei- nem Pulverbehälter oder einer Reinigungsstation gekoppelt ist, die mindestens zwei Pulverpumpen jeweils saugseitig mit dem Inneren des Pulverbehälters oder der Reinigungsstation verbunden sind.

Beispielsweise ist es denkbar, dass eine erste und mindestens eine weitere zweite Pumpeneinheit mit jeweils mindestens einer Pulverpumpe, insbesondere Dicht- strom- oder Dünnstrompulverpumpe, vorgesehen sind, wobei die Pumpeneinhei- ten unabhängig voneinander relativ zu den Pulverbehältern bewegbar sind derart,

- dass bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe der ersten Pumpeneinheit und die Saugseite der mindestens einen Pulver- pumpe der mindestens einen zweiten Pumpeneinheit strömungsmäßig ent- weder mit dem Inneren des ersten Pulverbehälters oder mit dem Inneren des mindestens einen zweiten Pulverbehälters verbunden oder verbindbar sind; und/oder

- dass bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe der ersten Pumpeneinheit strömungsmäßig mit dem Inneren eines ersten der mindestens zwei Pulverbehälter und die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe der zweiten Pumpeneinheit strömungsmäßig mit dem Inneren des anderen der mindestens zwei Pulverbehälter verbunden oder verbind- bar sind.

In einer Weiterbildung der zuletzt genannten Ausführungsform des erfindungsge- mäßen Mehrfarbenpulverzentrums sind die erste und die mindestens eine weitere zweite Pumpeneinheit relativ zueinander und relativ zu den Pulverbehältern in mindestens einer horizontalen Richtung bewegbar. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann vorgesehen sein, dass der erste und der mindestens eine zweite Pul- verbehälter relativ zueinander und relativ zu der ersten und der mindestens einen zweiten Pumpeneinheit in mindestens einer horizontalen Richtung bewegbar sind.

In einer denkbaren Realisierung des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzent- rums ist eine Vielzahl von in einer Matrix zueinander angeordneten Pulverbehäl- tern vorgesehen, wobei die mindestens eine Pumpeneinheit in einer ersten hori- zontalen Richtung und in einer zur ersten horizontalen Richtung orthogonalen zweiten horizontalen Richtung derart relativ zu den Pulverbehältern bewegbar ist, dass bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe strömungs- mäßig mit dem Inneren eines Pulverbehälters der Vielzahl der Pulverbehältern verbunden oder verbindbar ist.

Alternativ hierzu kann eine Vielzahl von in einer Matrix zueinander angeordneten Pulverbehältern vorgesehen sein, wobei die Pulverbehälter in einer ersten hori- zontalen Richtung und in einer zur ersten horizontalen Richtung orthogonalen zweiten horizontalen Richtung derart relativ zu der mindestens einen Pumpenein- heit bewegbar sind, dass bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pul- verpumpe strömungsmäßig mit dem Inneren eines Pulverbehälters der Vielzahl der Pulverbehältern verbunden oder verbindbar ist.

Alternativ hierzu kann eine Vielzahl von in einer Matrix zueinander angeordneten Pulverbehältern vorgesehen sein, wobei die Pulverbehälter in einer ersten hori- zontalen Richtung und die mindestens eine Pumpeneinheit in einer zur ersten ho- rizontalen Richtung orthogonalen zweiten horizontalen Richtung derart bewegbar sind, dass bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe strö- mungsmäßig mit dem Inneren eines Pulverbehälters der Vielzahl der Pulverbehäl- tern verbunden oder verbindbar ist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung weist die Pumpen- einheit eine Andockeinheit auf, über welche die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe bedarfsweise mit dem Inneren eines der Pulverbehälter strömungs- mäßig verbindbar ist. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass der Andock- einheit eine Vertikalführungseinheit zugeordnet ist, mit welcher die Andockeinheit in vertikaler Richtung relativ zu der mindestens einen Pulverpumpe der Pumpen- einheit und den Pulverbehältern bedarfsweise bewegbar ist.

Die Erfindung betrifft ferner ein Mehrfarbenpulverzentrum zum bedarfsweisen Versorgen von mindestens einer Pulversprüheinrichtung mit Beschichtungspulver unterschiedlicher Art, wobei das Mehrfarbenpulverzentrum mindestens einen Pul verbehälter zur Aufnahme von Beschichtungspulver und eine Pumpeneinheit auf- weist mit mindestens einer Pulverpumpe, insbesondere Dichtstrom- oder Dünns- trompulverpumpe, deren Druckseite strömungsmäßig mit dem Pulvereinlass einer Pulversprüheinrichtung verbunden oder verbindbar ist. Gemäß diesem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass der Pumpeneinheit eine Andockeinheit zugeordnet ist, über welche die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe bedarfsweise mit dem Inneren des Pulverbehälters strömungsmäßig verbindbar ist.

Vorzugsweise ist die Andockeinheit in vertikaler Richtung relativ zu der Pumpen- einheit sowie relativ zu dem Pulverbehälter bedarfsweise bewegbar zum strö- mungsmäßigen Verbinden oder strömungsmäßigen Trennen der Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe mit bzw. von dem Inneren des Pulverbehälters.

Beispielsweise kann der Pulverbehälter mindestens einen vorzugsweise in einem Ansaugrohr ausgebildeten Ansaugkanal aufweisen, welcher eine in das Innere des Pulverbehälters mündende Ansaugöffnung und eine gegenüberliegende Abgabe- Öffnung aufweist, welche in einem Anschluss mündet, wobei die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe über die Andockeinheit strömungsmäßig mit dem Anschluss des Pulverbehälters verbindbar ist. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass der Anschluss in einem oberen Bereich und insbesondere in einem Deckelbereich des Pulverbehälters angeordnet ist, und zwar derart, dass der An- schluss über die Andockeinheit mit der Saugseite der mindestens einen Pulver- pumpe der Pumpeneinheit strömungsmäßig verbindbar ist.

Gemäß Ausführungsformen weist die Andockeinheit einen der Saugseite der min- destens einen Pumpeneinheit zugeordneten ersten Anschluss und mindestens ei- nen dem Pulverbehälter zugeordneten zweiten Anschluss auf, wobei der erste An- schluss über einen Leitungsabschnitt strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss verbunden ist, und wobei der Leitungsabschnitt derart flexibel ausgeführt ist, dass der zweite Anschluss relativ zu dem ersten Anschluss über eine vorab fest- gelegte Wegstrecke bewegbar ist. Die vorab festgelegte Wegstrecke entspricht insbesondere zumindest im Wesentlichen einem vertikalen Abstand zwischen dem zweiten Anschluss der Andockeinheit und einem Anschluss des Pulverbehälters.

Gemäß Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Andockeinheit ist der zweite Anschluss der Andockeinheit derart komplementär zu einem Anschluss des Pulver- behälters ausgeführt, dass dieser mit dem Anschluss des Pulverbehälters so ver- bindbar ist, dass die mindestens eine Pulverpumpe der Pumpeneinheit strömungs- mäßig mit einer entsprechenden Ansaugöffnung eines dem Pulverbehälter zuge- ordneten Ansaugkanals verbindbar ist. Beispielsweise sind/ist der zweite An- schluss der Andockeinheit und/oder der Anschluss des Pulverbehälters als vor- zugsweise selbstschließende Schlauchkupplung, insbesondere Bajonettkupplung, ausgeführt.

Denkbar ist, dass ferner eine Reinigungsstation vorgesehen ist zum bedarfswei- sen Reinigen der mindestens einen Pumpeneinheit und/oder eines von der Pum- peneinheit zu mindestens einer Pulversprüheinrichtung führenden Leitungssys- tems und/oder mindestens einer Pulversprüheinrichtung, insbesondere bei einem Wechsel von einer ersten Pulverart auf eine hiervon verschiedene zweite Pulver- art. Die der Pumpeneinheit zugeordnete Andockeinheit ist vorzugsweise ausgebil- det, bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe mit einem Reinigungsanschluss der Reinigungsstation strömungsmäßig zu verbinden.

Gemäß Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Andockeinheit sind/ist die An- dockeinheit und/oder der mindestens eine Pulverbehälter relativ zueinander vor- zugsweise in vertikaler Richtung bewegbar. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, wenn der Andockeinheit eine Vertikalführungseinheit zugeordnet ist zum bedarfsweisen Bewegen der Andockeinheit oder Teilen hiervon in vertikaler Rich- tung.

Die Erfindung betrifft ferner ein Mehrfarbenpulverzentrum zum bedarfsweisen Versorgen von mindestens einer Pulversprüheinrichtung mit Beschichtungspulver unterschiedlicher Art, wobei das Mehrfarbenpulverzentrum mindestens einen Pulverbehälter zur Aufnahme von Beschichtungspulver und mindestens eine Pumpeneinheit mit mindestens einer Pulverpumpe, insbesondere Dichtstrom- oder Dünnstrompulverpumpe aufweist, deren Druckseite strömungsmäßig mit dem Pulvereinlass einer Pulversprüheinrichtung verbunden oder verbindbar ist. Gemäß diesem Aspekt ist insbesondere vorgesehen, dass der mindestens eine

Pulverbehälter mindestens ein vorzugsweise in einem Ansaugrohr ausgebildeten Ansaugkanal aufweist, welcher eine in das Innere des Pulverbehälters mündende Ansaugöffnung und eine gegenüberliegende Abgabeöffnung aufweist, welche in einem Anschluss mündet, wobei die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe strömungsmäßig mit dem Anschluss des Pulverbehälters verbindbar ist.

Denkbar in diesem Zusammenhang ist es, dass der Anschluss in einem oberen Be- reich und insbesondere in einem Deckelbereich des Pulverbehälters angeordnet ist, und zwar derart, dass der Anschluss mit der Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe der Pumpeneinheit strömungsmäßig verbindbar ist.

Der mindestens eine Ansaugkanal ist in einem in das Innere des mindestens ei- nen Pulverbehälters hineinragenden Tauchrohr oder in einer Seitenwand des min- destens einen Pulverbehälters ausgebildet.

Gemäß Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums weist der mindestens eine Pulverbehälter eine im Wesentlichen quaderförmige o- der zylinderförmige Pulverkammer für Beschichtungspulver und eine Flu idisierein- richtung zum Einleiten von Fluidisierdruckluft in die Pulverkammer auf. In einer Seitenwand oder in einem Deckel des mindestens einen Pulverbehälters kann mindestens eine in das Innere des Pulverbehälters mündende Einlassöffnung vor- gesehen sein zum bedarfsweisen Zuführen von Beschichtungspulver in einem Pul- verbeschichtungsbetrieb des Mehrfarbenpulverzentrums oder wahlweise zum Ein- leiten von Reinigungsdruckluft in einem Reinigungsbetrieb des Mehrfarbenpulver- zentrums bzw. des mindestens einen Pulverbehälters. Von Vorteil ist, wenn ferner mindestens ein aus dem Inneren des mindestens ei- nen Pulverbehälters herausführender Auslass vorgesehen ist zum Abführen von in die Pulverkammer des mindestens einen Pulverbehälters eingeleiteter Fluidisier- druckluft oder wahlweise zum Abführen von in einem Reinigungsbetrieb in die Pulverkammer eingeleiteter Reinigungsluft gegebenenfalls zusammen mit von der Reinigungsdruckluft mit transportiertem Restpulver.

Die Pulverkammer des mindestens einen Pulverbehälters weist vorzugsweise min- destens einen Fluidisierdruckluftauslass mit einer Auslassöffnung auf zum Abfüh- ren der in die Pulverkammer eingeleiteten Fluidisierdruckluft. Der Fl u id isierdruck- luftauslass kann eine Entlüftungsleitung aufweisen, welche außerhalb des Pulver- behälters mit einem Steigrohr verbunden oder verbindbar ist zum Verhindern ei- nes Pulveraustrags aus der Pulverkammer des mindestens einen Pulverbehälters in einem Pulverbeschichtungsbetrieb des Mehrfarbenpulverzentrums. Denkbar in diesem Zusammenhang ist, wenn der mindestens eine Fluidisierdruckluftauslass eine Entlüftungsleitung aufweist, welcher einerseits mit der Auslassöffnung des Fluidisierdruckluftauslasses verbunden oder verbindbar ist und andererseits in ei- nen Absaugtrichter einer vorzugsweise als Luftmengenverstärker ausgebildeten Absauganlage mündet.

Vorzugsweise ist ferner mindestens ein Niveausensor vorgesehen zum Detektieren von mindestens einem Pulverniveau im Inneren des mindestens einen Pulverbe- hälters. Der mindestens eine Niveausensor ist insbesondere ein berührungslos ar- beitender Niveausensor, welcher außerhalb des Pulverbehälters getrennt vom In- neren des Pulverbehälters angeordnet ist.

Die Pulverbehälter können fixe, aneinandergereihte selbstreinigende Behältnisse sein oder einzelne bewegbare oder mobile Pulverbehälter. In diesem Zusammen- hang ist es insbesondere denkbar, wenn die Pulverbehälter in einem automati- schen Pulverzubringersystem eingebunden sind, so dass den Pulverbehältern au- tomatisch oder wahlweise automatisch bei Bedarf entsprechendes Beschichtungs- pulver zugeführt werden kann. Das Pulverzubringersystem kann beispielsweise als Paternostersystem ausgeführt sein.

Jeder Pulverbehälter kann mit folgenden Funktionen ausgestattet sein :

Niveausonde zur Füllstandsüberwachung und entsprechender Kommunika- tion; io

- Fluidisierung bzw. Vorkonditionierung des Pulvers bei Pulvertypwechsel, damit sofort nach dem Andocken das Pulver gefördert wird;

- Integration eine Siebes;

- Integration einer Vibrationseinheit;

- Sensorik zur Erfassung der korrekten Positionierung des Pulverbehälters;

- Codeplatte, Barcode, RFID Karte, oder dergleichen zur Erfassung und/oder Identifikation des Pulverbehälters bzw. dessen Inhalts;

- Anbindung an ein größeres Frischpulverbehältnis (z. B. BigBag Station) au- ßerhalb des Mehrfarbenzentrums zum automatischen Nachfüllen von Pul ver; und/oder

- Anbindung an ein Pulverrückführungssystem.

In diesem Zusammenhang ist es denkbar, wenn dem Mehrfarbenpulverzentrum ein Recoverypulver-Rückführsystem zugeordnet ist zum bedarfsweisen Rückfüh- ren von Recoverypulver in den ersten Pulverbehälter und/oder in den mindestens einen zweiten Pulverbehälter. Das Recoverypulver-Rückführsystem kann mindes- tens eine Rückführleitung insbesondere in Gestalt eines Rückführschlauches auf- weisen, welcher insbesondere bedarfsweise strömungsmäßig mit einer Pulverbe- schichtungskabine oder Beschichtungsarbeitsplatz einerseits und dem ersten Pul verbehälter und/oder in dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter verbunden oder verbindbar ist zum Rückführen von Recoverypulver in den entsprechenden Pulverbehälter. Die mindestens eine Rückführleitung ist vorzugsweise an einer Wagen- oder Schlittenanordnung relativ zu dem ersten Pulverbehälter und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter bewegbar, insbesondere horizontal bewegbar.

Ferner kann die mindestens eine Rückführleitung relativ zu dem ersten Pulverbe- hälter und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter bewegbar, insbe- sondere vertikal bewegbar sein zum Ausbilden einer strömungsmäßigen Verbin- dung mit dem entsprechenden Pulverbehälter.

Gemäß Ausführungsformen ist dem Mehrfarbenpulverzentrum ein Pulverbehälter- Entlüftungssystem zugeordnet zum bedarfsweisen Entlüften des ersten Pulverbe- hälters und/oder des mindestens einen zweiten Pulverbehälters. Das Pulverbehäl- ter-Entlüftungssystem kann mindestens eine Entlüftungsleitung insbesondere in Gestalt eines Entlüftungsschlauches aufweisen, welcher insbesondere bedarfs- weise oder dauerhaft strömungsmäßig mit dem ersten Pulverbehälter und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehälter verbunden ist zum Entlüften des entsprechenden Pulverbehälters. Auch hier ist es von Vorteil, wenn die mindes- tens eine Entlüftungsleitung an einer Wagen- oder Schlittenanordnung relativ zu dem ersten Pulverbehälter und/oder dem mindestens einen zweiten Pulverbehäl- ter bewegbar, insbesondere horizontal bewegbar ist.

Die Pulverbehältergröße liegt vorzugsweise bei 5 bis 150 Liter, je nach Behälter- typ.

Weitere Pulverbereitstellungen wie Vorrichtungen um direkt ab Pulverbox oder Pulvertonne zu fördern sind denkbar.

Gemäß Ausführungsformen der bei dem erfindungsgemäßen Mehrfarbenzentrum zum Einsatz kommenden Pulverbehälter sind diese jeweils mit einer Vibrations- siebvorrichtung für Sprühbeschichtungspulver ausgerüstet. Die Vibrationssiebvor- richtung kann ein Sieb und einen Vibrator zum Vibrieren des Siebes aufweisen. Beispielsweise ist der Vibrator als Druckluftvibrator oder Ultraschallsieb ausge- führt.

In einer Weiterbildung ist insbesondere ferner mindestens eine Einrichtung zum Messen des im Inneren des mindestens einen Pulverbehälters herrschenden Luft- druckes vorgesehen.

In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn :

- die Menge einer pro Zeiteinheit dem mindestens einen Pulverbehälter zu- geführten Fluidisierdruckluft in Abhängigkeit von dem im Inneren des min- destens einen Pulverbehälters herrschenden Luftdruck vorzugsweise auto- matisch einstellbar ist; und/oder

- die Menge einer pro Zeiteinheit dem mindestens einen Pulverbehälter zu- geführten Reinigungsdruckluft in Abhängigkeit von dem im Inneren des mindestens einen Pulverbehälters herrschenden Luftdruck vorzugsweise automatisch einstellbar ist; und/oder

- die Menge einer pro Zeiteinheit aus dem mindestens einen Pulverbehälter abgeführten Fluidisierdruckluft in Abhängigkeit von dem im Inneren des mindestens einen Pulverbehälters herrschenden Luftdruck vorzugsweise automatisch einstellbar ist; und/oder - die Menge einer pro Zeiteinheit über mindestens einen Restpulverauslass abgeführten Reinigungsdruckluft in Abhängigkeit von dem im Inneren des mindestens einen Pulverbehälters herrschenden Luftdruck vorzugsweise automatisch einstellbar ist.

Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen exemplarische Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lösung beschrieben.

In den Zeichnungen zeigen :

FIG. la schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine erste exemplari- sche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzent- rums;

FIG. lb schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine zweite exemplari- sche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzent- rums;

FIG. 2a schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine Detaillansicht ei- ner bei der exemplarischen Ausführungsform gemäß FIG. la zum Ein satz kommenden Pumpeneinheit;

FIG. 2b schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine Detaillansicht ei- ner bei der exemplarischen Ausführungsform gemäß FIG. lb zum Ein satz kommenden Pumpeneinheit;

FIG. 3a schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine weitere Detail lan- sicht einer bei der exemplarischen Ausführungsform gemäß FIG. la zum Einsatz kommenden Pumpeneinheit;

FIG. 3b schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine weitere Detail lan- sicht einer bei der exemplarischen Ausführungsform gemäß FIG. lb zum Einsatz kommenden Pumpeneinheit;

FIG. 4 schematisch und in einer Seitenansicht die Pumpeneinheit gemäß

FIG. 2b; FIG. 5a-d schematisch weitere exemplarische Ausführungsformen des erfindungs- gemäßen Mehrfarbenpulverzentrums;

FIG. 6 schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine dritte exemplari- sche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzent- rums (ohne Pulverbehälter); und

FIG. 7 schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine Detail lansicht ei- ner bei der exemplarischen Ausführungsform gemäß FIG. 6 zum Ein satz kommenden Pumpeneinheit.

In FIG. la und FIG. lb sind jeweils schematisch und in einer isometrischen An- sicht exemplarische Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpul- verzentrums 1 dargestellt.

Kurz zusammengefasst weisen die exemplarische Ausführungsformen dieses Mehrfarbenpulverzentrums 1 jeweils eine Vielzahl (bei FIG. la beispielsweise acht) Pulverbehältern 2.1-2.8 auf, welche ausgebildet sind, Beschichtungspulver unterschiedlicher Art aufzunehmen. Gemäß der dargestellten Ausführungsform weist jeder der Vielzahl der Pulverbehälter 2.1-2.8 eine im Wesentlichen quader- förmige Pulverkammer auf zur Aufnahme von entsprechendem Beschichtungspul- ver.

Der Aufbau der exemplarischen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums 1 besteht im Einzelnen aus einem Gestell 15 mit meh- reren nebeneinander angeordneten Pulverbehältern 2.1-2.8 und einem oberhalb der Pulverbehälter 2.1-2.8 sich bewegenden Wagen (Wagen-/Schlittenanordnung 6), bestehend aus mehreren zu einer Pumpeneinheit 3.1-3.6 zusammengefassten Pulverpumpen 4 (hier: Dichtstrompumpen) und einer sich vertikal bewegenden Andockeinheit 8 mit entsprechender Andockplatte 9.

Die Pulverbehälter 2.1-2.8 sind üblicherweise mit unterschiedlichen Pulversorten gefüllt. Die Pulverbehälter 2.1-2.8 sind aus der Behälterreihe entnehmbar ausge- führt. Führungen und dergleichen sorgen dafür, dass die Position des Pulverbe- hälters zentriert und indexiert ist. Alle Pulverbehälter 2.1-2.8 sind mit einer zent- ralen Absaugvorrichtung verbunden, welche einen Überdruck in den Pulverbehäl- tern 2.1-2.8, hervorgerufen durch einen Fluidisierungsprozess des Pulvers, entlüf- tet. Der Deckel 11 eines jeden Pulverbehälters 2.1-2.8 hat nebst seiner Deckel- funktion integrierte Ansaugrohre mit am oberen Ende platzierten Andockschnitt- stellen (Anschlüsse 10).

Der angetriebene und genau positionierbare Wagen (Wagen-/Schlittenanordnung 6) mit der Pumpeneinheit 3.1-3.6 und der Andockeinheit 8 fährt längs einer Füh- rungsschiene 16 entlang, und positioniert sich genau oberhalb eines Pulverbehäl- ters 2.1-2.8. Eine vertikale Bewegung der gesamten Andockplatte 9 der Andock- einheit 8 verbindet die Ansaugseiten der Pulverpumpen 4 mit den Ansaugrohren der Pulverbehälter 2.1-2.8. Letzteres ist vorzugsweise eine selbstzentrierende Konstruktion.

Obwohl in den Zeichnungen nicht gezeigt, können so mehrere Pulversprühpistolen gleichzeitig mit dem einen Pulverbehälter 2.1-2.8 verbunden werden. Danach starten die Pulverpumpen 4 mit der Förderung des Pulvers aus dem Pulverbehäl- ter 2.1-2.8 in Richtung der Pistolen.

Bei einem Wechsel des Pulvers (Farbwechsel), dockt sich die Mechanik vom„al- ten" Pulverbehälter 2.1-2.8 ab und der Wagen (Wagen-/Schlittenanordnung 6) fährt in eine Reinigungsposition, in welcher eine Reinigung, ausgeführt durch mehrere pneumatische Ventile, der pulverführenden Komponenten (in Richtung Pistole wie auch Ansaugschlauch) erfolgt. Danach wird der„neue" Pulverbehälter 2.1-2.8 angefahren.

Die konstante Pulverförderqualität wird mit den Vorzügen insbesondere einer Dichtstrompumpe und deren Integration mit kürzest möglichen Ansaugstrecken in das System erreicht.

In FIG. la ist ein Ausführungsbeispiel mit insgesamt acht Pulverbehältern 2.1-2.8 gezeigt. Denkbar ist auch eine Anwendung mit weniger, bis zu nur zwei Pulverbe- hältern. So ist beispielsweise in FIG. lb ein Ausführungsbeispiel mit insgesamt vier Pulverbehältern 2.1-2.4 gezeigt.

Insbesondere bei mehr als beispielsweise zehn Pulverbehältern kann eine zweite und weitere Reihe parallel zur ersten Behälterreihe aufgestellt werden (vgl. FIG. 5d. Die Behälterreihen sind in diesem Fall auf einem eigenständigen Support am Boden befestigt und das Gestell 15 mit dem Wagen (Wagen-/Schlittenanordnung 6) wird zum Portal, d.h. es wird mit einem weiteren Antrieb ausgestattet und ver- fährt in X-Richtung zur entsprechenden Behälterreihe.

Die in FIG. 5a schematisch gezeigte Variante ist gemäß dem Entwurf gemäß FIG. 1, bei welchem sich eine Pumpeneinheit 3.1 (bzw. Pistole) einer einzigen Pulversorte bedient. Dafür ist eine (einzige) Schlittenanordnung 6 nötig.

Die in FIG. 5b schematisch gezeigte Variante erlaubt Gruppen zu bilden: eine erste Gruppe von Pumpeneinheiten 3.1 bzw. eine erste Pumpeneinheit 3.1 be- dient sich einer Pulversorte und eine weitere Gruppe von Pumpeneinheiten 3.2 bzw. eine weitere Pumpeneinheit 3.2 bedient sich gleichzeitig von einer anderen oder gleichen Pulversorte. Dazu sind in diesem Beispiel zwei Schlittenanordnun- gen 6 nötig. Der praktische Anwendungsfall dahinter ist z. B. zwei Kabinensprüh- stände mit einem Mehrfarbenpulverzentrum 1 zu versorgen

Bei der in FIG. 5c schematisch gezeigten Variante kann jede einzelne Pumpenein- heit 3.1-3.6 (bzw. Pistole) einer individuellen Pulversorte zugeordnet werden.

Dazu ist für jede Pumpeneinheit 3.1-3.6 eine Schlittenanordnung 6 nötig. Beim praktischen Anwendungsfall werden dafür üblicherweise Handpistolen eingesetzt für die Beschichtung von Kleinstmengen (z. B. einzelne Metallmöbelteile, welche nach dem FIFO Prinzip abgearbeitet werden und daher unterschiedliche Farban- forderungen haben)

Für eine große Anzahl an Pulverbehältern 2.1-2.12 bzw. Pulvertypen lässt die in FIG. 5d schematisch gezeigte zusätzlich die komplette Pumpeneinheit 3.1 zu einer weiteren Pulverbehälterreihe fahren.

Obwohl in den Zeichnungen nicht dargestellt, kann in einer Seitenwand eines je- den Pulverbehälters 2.1-2.12 mindestens ein Reinigungsdrucklufteinlass vorgese- hen sein, an welchem in einem Reinigungsbetrieb des Pulverbehälters 2.1-2.12 zum Entfernen von Restpulver aus der entsprechenden Pulverkammer über eine Druckluftleitung eine Druckluftquelle anschließbar ist, um Reinigungsdruckluft in die Pulverkammer einzuleiten. Ferner ist es denkbar, dass an der bereits genann- ten Seitenwand oder Boden des entsprechenden Pulverbehälters 2.1-2.12 ein Restpulverauslass vorgesehen ist, welcher eine Auslassöffnung aufweist, über die mit Hilfe der in die Pulverkammer eingeleiteten Reinigungsdruckluft im Reini gungsbetrieb des Pulverbehälters 2.1-2.12 Restpulver aus der Pulverkammer her- austreibbar ist.

Die jeweiligen Pulverbehälter 2.1-2.12 der in den Zeichnungen dargestellten exemplarischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzent- rums 1 weisen vorzugsweise ferner eine Einlassöffnung zum bedarfsweisen Zu- führen von Frischpulver und/oder Recovery Pulver auf. Selbstverständlich ist es in diesem Zusammenhang auch denkbar, für Frischpulver und Recovery Pulver je- weils einen separaten Pulvereinlass vorzusehen.

Vorzugsweise sind den jeweiligen Pulverbehältern 2.1-2.12 der exemplarischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums 1 jeweils eine Fluidisiereinrichtung zum Einleiten von Fluidisierdruckluft in die entspre- chende Pulverkammer zugeordnet. Die Fluidisierdruckluft kann durch eine Stirn- wand, Seitenlängswand, Bodenwand oder Deckwand in die entsprechende Pulver- kammer eingeleitet werden. Insbesondere bietet es sich an, die Bodenwand der entsprechenden Pulverkammer als Fluidisierboden auszubilden. Der Fluidisierbo- den sollte eine Vielzahl von offenen Poren oder kleinen Durchgangsöffnungen aufweisen, durch welche Fluidisierdruckluft aus einer unterhalb der Bodenwand angeordneten Fluidisierdruckluftkammer nach oben in die entsprechende Pulver- kammer strömen kann, um darin das Beschichtungspulver beim Pulverbeschich- tungsbetrieb des Mehrfarbenpulverzentrums 1 in einen Schwebezustand zu ver- setzen (d. h. zu Fluidisieren), damit es mit Hilfe von einer Pulverabgabeeinrich- tung in Gestalt einer Pumpeneinheit 3.1-3.6 leicht absaugbar ist. Die Fluidisier- druckluft wird der Fluidisierdruckluftkammer durch einen Fludisierdrucklufteinlass zugeführt.

Damit bei Betrieb der Fluidisiereinrichtung der Druck innerhalb der entsprechen- den Pulverkammer nicht einen vorab festgelegten oder festlegbaren Maximaldruck überschreitet, weist jede Pulverkammer des Mehrfarbenpulverzentrums 1 mindes- ten einen Fluidisierdruckluftauslass mit einer Auslassöffnung auf zum Abführen der in die Pulverkammer eingeleiteten Fluidisierdruckluft und zum Bewirken eines Druckausgleiches. Insbesondere sollte die Auslassöffnung des mindestens einen Fluidisierdruckluftauslasses einer jeden Pulverkammer der Vielzahl der Pulverbe- hälter 2.1-2.12 derart dimensioniert sein, dass beim Betrieb der Fluidisiereinrich- tung in der entsprechenden Pulverkammer gegenüber dem Atmosphärendruck maximal ein Überdruck von 0,5 bar herrscht.

Auch kann an der Auslassöffnung ein Ventil oder dergleichen angebracht sein, um nur die unter Fluidisierungsdruck stehenden Pulverbehälter zu entlüften.

Zum Abführen der in die jeweiligen Pulverkammern der Pulverbehälter 2.1-2.12 eingeführten Fluidisierdruckluft ist vorzugsweise eine zentrale, die Pulverkam- mern verbindende Entlüftungsleitung vorgesehen, welche zu einer zentralen Ab- sauganlage führt.

Bei der in FIG. la schematisch dargestellten exemplarischen Ausführungsform weist jeder Pulverbehälter 2.1-2.8 einen vorzugsweise berührungslos arbeitenden Niveausensor 17 auf, um das maximal zulässige Pulverniveau in der entsprechen- den Pulverkammer zu detektieren. Denkbar hierbei ist es, einen weiteren Niveau- sensor 17 vorzusehen, welcher im Hinblick auf den Pulverbehälter 2.1-2.12 derart angeordnet ist, um eine minimales Pulverniveau zu detektieren, und, sobald die ses minimale Pulverniveau erreicht bzw. unterschritten wird, eine entsprechende Meldung an ein Steuergerät abzugeben, um der entsprechenden Pulverkammer vorzugsweise automatisch Frischpulver oder Recovery Pulver über eine Einlassöff nung zuzuführen.

Vorzugsweise ist der Niveausensor 17 zum Detektieren des Pulverniveaus in der entsprechenden Pulverkammer ein berührungslos arbeitender Niveausensor 17 und außerhalb der Pulverkammer getrennt von ihr angeordnet. Dadurch wird eine Verschmutzung des Niveausensors 17 verhindert. Der Niveausensor 17 erzeugt ein Signal, wenn das Pulverniveau eine bestimmte Höhe erreicht hat. Es können auch mehrere solche Pulverniveausensoren auf verschiedenen Höhen angeordnet sein, beispielsweise zum Detektieren von vorbestimmten maximalen Niveaus und zum Detektieren eines vorbestimmten minimalen Niveaus.

Die Signale des mindestens einen Niveausensors 17 werden vorzugsweise zum Steuern einer automatischen Pulverzufuhr von Beschichtungspulver durch ent- sprechende Pulvereinlässe in die entsprechenden Pulverkammern verwendet, um darin ein vorbestimmtes Niveau oder einen vorbestimmten Niveaubereich auch während der Zeitdauer aufrecht zu erhalten, während die Pumpeneinheit 3.1-3.6 Beschichtungspulver aus der entsprechenden Pulverkammer absaugt und pneu- matisch zu Pulversprüheinrichtungen oder eine einzelne Pulversprüheinrichtung (oder in anderen Behältern) fördern.

Während eines solchen Pulversprühbeschichtungsbetriebes wird Reinigungsdruck- luft nicht oder nur mit reduziertem Druck in die entsprechenden Pulverkammern geleitet.

Obwohl in den Zeichnungen nicht explizit dargestellt, ist es ferner denkbar, eine Einrichtung zum Messen oder Bestimmen des in den jeweiligen Pulverkammern herrschenden Luftdruckes vorzusehen. Dies ist insofern wichtig, in wie fern Sorge zu tragen ist, dass sich im Inneren der entsprechenden Pulverbehälter 2.1-2.12 durch das Einleiten von Fluidisierdruckluft im Pulverbeschichtungsbetrieb des Mehrfarbenpulverzentrums 1 kein zu hoher Überdruck aufbauen kann, da in der Regel die Pulverbehälter 2.1-2.12 nicht als Hochdruckbehälter ausgeführt sind. Insofern ist es bevorzugt, wenn der maximal in der Pulverkammer zulässige Über- druck den Wert von 0,5 bar nicht überschreitet.

Bei der zuletzt genannten Ausführungsform ist es insbesondere denkbar, dass der in der entsprechenden Pulverkammer der einzelnen Pulverbehälter 2.1-2.12 ge- messene Luftdruck kontinuierlich oder zu vorgegebenen Zeiten bzw. Ereignissen einem Steuergerät zugeführt wird, wobei vorzugsweise automatisch die Menge die pro Zeiteinheit der Pulverkammer zugeführte Fluidisierdruckluft und/oder die Menge der pro Zeiteinheit aus der Pulverkammer über den mindestens einen Flu i- disierdruckluftauslass abgeführten Fluidisierdruckluft in Abhängigkeit von dem in der Pulverkammer herrschenden Luftdruck eingestellt werden/wird. Im Reini- gungsbetrieb des Mehrfarbenpulverzentrums 1 hingegen ist es bevorzugt, wenn mit Hilfe des Steuergerätes in Menge der pro Zeiteinheit der jeweiligen Pulver- kammer zugeführten Reinigungsdruckluft und/oder die Menge der pro Zeiteinheit über den mindestens einen Restpulverauslass abgeführten Reinigungsdruckluft in Abhängigkeit von dem in der Pulverkammer herrschenden Luftdruck vorzugsweise automatisch eingestellt werden/wird.

Das erfindungsgemäße Mehrfarbenpulverzentrum 1, wie es gemäß einer exempla- rischen Ausführungsform in den beiliegenden Zeichnungen gezeigt ist, weist min- destens eine Pumpeneinheit 3.1-3.6 auf. Bei der in den Zeichnungen exempla- risch dargestellten Ausführungsform umfasst die Pumpeneinheit 3.1-3.6 eine Viel- zahl von Dichtstrompulverpumpen, die vorzugsweise individuell über das ge- nannte Steuergerät ansteuerbar sind und jeweils einen Pulvereinlass zum bedarfs- weisen Ansaugen von Beschichtungspulver aus einem der Pulverbehälter 2.1-2.12 sowie einen Pulverauslass aufweisen. Die jeweiligen Pulverlauslässe der Pulver- pumpen 4 der Pumpeneinheit 3.1-3.6 sind strömungsmäßig mit jeweils einer Pul versprüheinrichtung verbunden oder verbindbar.

Wie schematisch dargestellt, ist der Pumpeneinheit 3.1-3.6 eine Wagen- oder Schlittenanordnung 6 zugeordnet, mit Hilfe welcher die Pumpeneinheit 3.1-3.6 in einer horizontalen Ebene und oberhalb der jeweiligen Pulverbehälter 2.1-2.12 re- lativ zu diesen geführt bewegbar ist. Zu diesem Zweck weist die der Pumpenein- heit 3.1-3.6 zugeordnete Wagen- oder Schlittenanordnung 6 einen entsprechen- den Linearantrieb auf, der über das genannten Steuergerät ansteuerbar und im Hinblick auf die jeweiligen Pulverbehälter 2.1-2.12 des Mehrfarbenpulverzentrums 1 positionierbar ist.

Der Pumpeneinheit 3.1-3.6 ist ferner eine Vertikalführungseinheit zugeordnet, um bedarfsweise die Pumpeneinheit 3.1-3.6 bzw. Teile hiervon in vertikaler Richtung relativ zu den Pulverbehältern 2.1-2.12 des Mehrfarbenpulverzentrums 1 bewegen zu können.

Gemäß der in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums 1 weist die Pumpeneinheit 3.1-3.6 eine Andockeinheit 8 auf, über welche die Pulvereinlässe (Saugseiten) der zu der Pumpeneinheit 3.1-3.6 gehörenden Pulverpumpen 4 bedarfsweise mit dem Inne- ren eines der Pulverbehälter 2.1-2.12 strömungsmäßig verbindbar ist. Zu diesem Zweck ist der Andockeinheit 8 eine Vertikalführungseinheit zugeordnet, mit wel- cher die Andockeinheit 8 in vertikaler Richtung relativ zu den jeweiligen Pulver- pumpen 4 der Pumpeneinheit 3.1-3.6 und den Pulverbehältern 2.1-2.12 bedarfs- weise bewegbar ist.

Die Andockeinheit 8 ist in vertikaler Richtung relativ zu der Pumpeneinheit 3.1- 3.6 sowie relativ zu dem Pulverbehälter 2.1-2.12 bedarfsweise bewegbar zum strömungsmäßigen Verbinden oder strömungsmäßigen Trennen der Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe 4 mit bzw. von dem Inneren des Pulverbehälters 2.1-2.12. Wie es den Detaildarstellungen in FIGs. 2a bis 4 entnommen werden kann, wei- sen die Pulverbehälter 2.1-2.8 jeweils mindestens einen vorzugsweise in einem Ansaugrohr ausgebildeten Ansaugkanal aufweist, welcher eine in das Innere des Pulverbehälters 2.1-2.8 mündende Ansaugöffnung und eine gegenüberliegende Abgabeöffnung aufweist, welche in einem Anschluss 10 mündet, wobei die Saug- seite der mindestens einen Pulverpumpe 4 über die Andockeinheit 8 strömungs- mäßig mit dem Anschluss 10 des Pulverbehälters 2.1-2.12 verbindbar ist. Der An- schluss 10 ist in einem oberen Bereich und insbesondere in einem Deckelbereich 11 des Pulverbehälters 2.1-2.8 angeordnet, und zwar derart, dass der Anschluss 10 über die Andockeinheit 8 mit der Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe 4 der Pumpeneinheit 3.1-3.6 strömungsmäßig verbindbar ist.

Wie dargestellt, weist die Andockeinheit 8 einen der Saugseite der mindestens ei- nen Pumpeneinheit 3.1-3.6 zugeordneten ersten Anschluss 12 und mindestens ei- nen dem Pulverbehälter 2.1-2.12 zugeordneten zweiten Anschluss 13 auf, wobei der erste Anschluss 12 über einen Leitungsabschnitt 14 strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss 13 verbunden ist, und wobei der Leitungsabschnitt 14 derart flexibel ausgeführt ist, dass der zweite Anschluss 13 relativ zu dem ersten An- schluss 12 über eine vorab festgelegte Wegstrecke bewegbar ist. Die vorab fest- gelegte Wegstrecke entspricht hier einem vertikalen Abstand zwischen dem zwei- ten Anschluss 13 der Andockeinheit 8 und einem Anschluss 10 des Pulverbehäl- ters 2.1-2.12.

Der zweite Anschluss 13 der Andockeinheit 8 ist derart komplementär zu einem Anschluss 10 des Pulverbehälters 2.1-2.12 ausgeführt, dass dieser mit dem An- schluss 10 des Pulverbehälters 2.1-2.12 derart verbindbar ist, dass die mindes- tens eine Pulverpumpe 4 der Pumpeneinheit 3.1-3.6 strömungsmäßig mit einer entsprechenden Ansaugöffnung eines dem Pulverbehälter 2.1-2.12 zugeordneten Ansaugkanals verbindbar ist.

Insbesondere sind/ist der zweite Anschluss 13 der Andockeinheit 8 und/oder der Anschluss 10 des Pulverbehälters 2.1-2.12 als vorzugsweise selbstschließende Schlauchkupplung, insbesondere selbstzentrierende und dichtende Kupplung, aus- geführt. Obwohl in den Zeichnungen nicht detailliert dargestellt, ist es von Vorteil, wenn ferner eine Reinigungsstation 5 vorgesehen ist, um bedarfsweise die Pumpenein- heit 3.1-3.6 bzw. die zu der Pumpeneinheit 3.1-3.6 gehöhrenden Komponenten reinigen zu können, insbesondere bei einem Wechsel von einer ersten Pulverart auf einer hiervon verschiedene zweite Pulverart.

Zu diesem Zweck bietet es sich an, wenn die Pumpeneinheit 3.1-3.6 derart relativ zu der Reinigungsstation 5 bewegbar ist, dass diese bedarfsweise in der Reini- gungsstation 5 gereinigt und insbesondere mit Reinigungsdruckluft gespült wer- den kann.

Im Rahmen dieser Reinigung ist es ferner denkbar, dass mit Hilfe der Reinigungs- Station 5 nicht nur die Pumpeneinheit 3.1-3.6 und die zu der Pumpeneinheit 3.1- 3.6 gehörenden Komponenten, insbesondere Pulverpumpen 4, sondern auch die Leitungssysteme gereinigt werden können, welche von der Pumpeneinheit 3.1-3.6 bzw. den Pulverpumpen 4 zu den Pulversprüheinrichtungen führen. Ferner ist es von Vorteil, wenn mit der Reinigungsstation 5 auch zumindest teilweise die Pul versprüheinrichtung, welche dem Mehrfarbenpulverzentrum 1 zugeordnet sind, gereinigt werden können.

Insbesondere ist es von Vorteil, wenn die der Pumpeneinheit 3.1-3.6 zugeordnete Andockeinheit 8 ausgebildet ist, bedarfsweise die Saugseite der mindestens einen Pulverpumpe 4 mit einem Reinigungsanschluss der Reinigungsstation 5 strö- mungsmäßig zu verbinden.

In FIG. 6 ist schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine weitere exemp- larische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums 1 gezeigt, wobei allerdings der Übersichtlichkeit halber die Pulverbehälter sowie die Reinigungsstation nicht dargestellt sind.

In FIG. 7 ist schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine Detailansicht ei- ner bei der exemplarischen Ausführungsform gemäß FIG. 6 zum Einsatz kommen- den Pumpeneinheit 3.1 gezeigt.

Kurz zusammengefasst zeichnet sich die erfindungsgemäße Lösung insbesondere dadurch aus, dass sehr flexibel und insbesondere während eines laufenden Be- Schichtungsbetriebes, d.h. schnellstmöglich, ein Farbwechsel vorgenommen wer- den kann, wobei gleichzeitig die Qualität der Pulverzufuhr sichergestellt ist. Ins- besondere ist ein Farbwechsel in einer Zeitperiode von maximal 45 Sekunden durchführbar, wobei das Mehrfarbenpulverzentrum 1 eine Vielzahl von unter- schiedlichen Farben oder Pulverarten, beispielsweise insgesamt acht oder mehr Pulverfarben oder Pulverarten, gleichzeitig bereitstellen kann.

Die Pulverpumpen 4 der Pumpeneinheiten 3.1-3.6 gewährleisten, dass von dem Mehrfarbenpulverzentrum 1 gleichzeitig eine Vielzahl von Sprühbeschichtungsein- richtungen, wie beispielsweise Pulversprühpistolen, versorgt werden können. Ge- mäß bevorzugten Realisierungen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzent- rums sind bis zu 24 Sprühpistolen mit den entsprechenden Pulverpumpen des Mehrfarbenzentrums verbunden.

Die einzelnen Pulverbehälter sind vorzugsweise mit einem Fluidisiersystem ausge- rüstet, wobei über ein vorzugsweise zentralisiertes Entlüftungssystem die einzel- nen Pulverbehälter entlüftet werden.

Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungen dargestellten exemplarischen Ausführungsformen beschränkt, sondern ergibt sich aus einer Zusammenschau sämtlicher hierin offenbarter Merkmale.

So ist gemäß Realisierungen des erfindungsgemäßen Mehrfarbenpulverzentrums 1 vorgesehen, dass dem Mehrfarbenpulverzentrum 1 ein Recoverypulver-Rückführ- system zugeordnet ist zum bedarfsweisen Rückführen von Recoverypulver in min- destens einen der Pulverbehälter 2.1-2.12. Das Recoverypulver-Rückführsystem kann mindestens eine Rückführleitung insbesondere in Gestalt eines Rückführ- schlauches aufweisen, welcher insbesondere bedarfsweise strömungsmäßig mit einer Pulverbeschichtungskabine oder einem Pulverbeschichtungsarbeitsplatz ei- nerseits und einem der Pulverbehälter 2.1-2.12 verbunden oder verbindbar ist zum Rückführen von Recoverypulver in den entsprechenden Pulverbehälter 2.1- 2.12.

Die mindestens eine Rückführleitung des Recoverypulver-Rückführsystems kann an einer Wagen- oder Schlittenanordnung relativ zu den Pulverbehältern 2.1-2.12 bewegbar, insbesondere horizontal bewegbar angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann die mindestens eine Rückführleitung relativ zu den Pulverbehältern 2.1-2.12 bewegbar, insbesondere vertikal bewegbar sein zum Ausbilden einer strömungsmäßigen Verbindung mit dem entsprechenden Pul- verbehälter 2.1-2.12.

Auch ist es denkbar, wenn dem Mehrfarbenpulverzentrum 1 ein Pulverbehälter- Entlüftungssystem zugeordnet ist zum bedarfsweisen Entlüften der Pulverbehälter 2.1-2.12. Das Pulverbehälter-Entlüftungssystem kann mindestens eine Entlüf- tungsleitung insbesondere in Gestalt eines Entlüftungsschlauches aufweisen, wel- eher insbesondere bedarfsweise oder dauerhaft strömungsmäßig mit den Pulver- behältern 2.1-2.12 verbunden ist zum Entlüften der Pulverbehälter 2.1-2.12. Hier- bei kann die mindestens eine Entlüftungsleitung an einer Wagen- oder Schlittena- nordnung relativ zu den Pulverbehältern 2.1-2.12 bewegbar, insbesondere hori- zontal bewegbar sein.