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Patent Searching and Data


Title:
MULTIPLE SCREWDRIVER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/161911
Kind Code:
A1
Abstract:
A multiple screwdriver comprises a plurality of drive spindles (5) that are arranged around a centre and are equipped or able to be equipped at the end with a respective clamping tool (8), and a ratchet drive, assigned to each drive spindle (5) and driven by means of a hydraulic piston drive, for driving the drive spindles (5). In addition to the ratchet drive, a locking ratchet (29) acts on each drive spindle (5) in order to prevent the drive spindle (5) from turning back when a return stroke movement of the drive ratchet is exerted. The locking ratchets (29) are arranged in a locking carrier (28) through which the drive spindles (5) pass. The locking carrier (28) has means for releasing the locking ratchets (29).

Inventors:
VORNWEG, Stefan (Ensestraße 1 - 9, Ense-Niederense, 59469, DE)
Application Number:
EP2018/054510
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 23, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HEICO BEFESTIGUNGSTECHNIK GMBH (Ensestraße 1 - 9, Ense-Niederense, 59469, DE)
International Classes:
B23P19/06; B25B13/46; B25B21/00; B25B23/14
Domestic Patent References:
WO2009135201A22009-11-05
Foreign References:
FR3012189A12015-04-24
US7146880B12006-12-12
DE10236585A12004-02-19
EP2288476A22011-03-02
US7146880B12006-12-12
Attorney, Agent or Firm:
HAVERKAMP, Jens (Gartenstraße 61, Iserlohn, 58636, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 Vielfachschraubwerkzeug mit mehreren, um ein Zentrum angeord- neten, endseitig mit jeweils einem Spannwerkzeug (8) bestückbaren oder bestückten Antriebsspindeln (5) und einem jeder Antriebsspin- del (5) zugeordneten, mittels eines hydraulischen Kolbenantriebs an- getriebenen Ratschenantrieb zum Antreiben der Antriebsspindeln, dadurch gekennzeichnet, dass auf jede Antriebspindel (5) zusätz- lich zu dem Ratschenantrieb eine Verriegelungsratsche (29) zum Verriegeln der Antriebsspindel (5) gegen ein Zurückdrehen beim Ausüben einer Rückhubbewegung der Antriebsratsche wirkt, welche Verriegelungsratschen (29) in einem von den Antriebsspindeln (5) durchgriffenen Verriegelungsträger (28) angeordnet sind, und dass der Verriegelungsträger (28) über Mittel zum Lösen der Verriege- lungsratschen verfügt.

2 Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass jede Antriebsspindeldurchbrechung (31 ) des Verriege- lungsträgers (28) eine Verriegelungskammer (30) umfasst, in der eine federbelastet auf die Antriebsspindel (5) wirkende Verriege- lungsklaue (32) aufgenommen ist.

3 Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsklaue (32) wenigstens eine zur Antriebs- spindel (5) weisende Stellfläche aufweist, an der ein Rückstellhebel (34) zum Herausrücken der Verriegelungsklaue (32) aus ihrer Ver- riegelungsstellung der Antriebsspindel (5) anliegt. 4 Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsklaue (32) zwei Stellflächen aufweist, die einen mittleren, die Zähne der Verriegelungsklaue (32) tragenden Teil einfassen. 5 Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der jeder Verriegelungsratsche (29) zugeord- nete Rückstellhebel (34) mit seinem einem Ende in eine Rückstell- hebelaufnahme (35) des Verriegelungsträgers (28) und mit seinem anderen Ende in radialer Richtung überden Verriegelungsträger (28) hervorsteht und in eine Rückstellhebelaufnahme (39) eines Stellrin- ges (38) eingreift, der zum Verstellen der Rückstellhebel (34) kon- zentrisch zum Verriegelungsträger (28) drehbar ist.

6. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellring (38) radial innenseitig zu dem Verriegelungs- träger (28) angeordnet ist und eine Stellnockenaussparung (44) auf- weist, in der eine Stellnocke (41 ) zum Verstellen des Stellringes (38) gegenüber dem Verriegelungsträger (28) drehbar gehalten ist.

7. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich- net, dass der Stellnocken (41 ) auf einer sich in radialer Richtung er- streckenden, den Verriegelungsträger (28) durchgreifenden Stell- stange (40) mit einer Handhabe (43) an seinem in radialer Richtung aus dem Verriegelungsträger (28) herausgeführten Ende sitzt. 8. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellhebel (34) eine zu ei- ner Stellfläche der Verriegelungsklaue (32) weisende Kante auf- weist, ausgehend von der sich ein erster Arm des Rückstellhebels (34) bis in die Rückstellträgeraufnahme (35) des Verriegelungsträ- gers (28) und ein zweiter Arm des Rückstellhebels (34) bis in eine

Rückstellhebelaufnahme (39) des Stellrings (38) erstreckt.

9. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsspindeln (5) in einem Antriebsblock (2) drehbar gelagert und gehalten sind und an jedem

Ende einen von dem Antriebsblock (2) vorstehenden Antriebsab- schnitt (7, 7.1 ) aufweisen, wobei die Antriebsabschnitte (7, 7.1 ) der Antriebsspindeln (5) auf der einen Seite des Antriebsblockes (2) zum Tragen der Spannwerkzeuge (8) dienen, in welchem Antriebsblock (2) die Kolben (13.1 ) der Kolbenantriebe in Zylindergehäusen (15) translatorisch in beide Richtungen verstellbar geführt sind, wobei die Kolbenstangen (13) zum Übertragen einer Vorhubbewegung und ei- ner Rückhubbewegung auf jeweils einen eine Mitnehmerklaue (17) aufweisenden Ratschenhebel (14) kinematisch mit dem Ratschen- hebel (14) verbunden sind, und welcher Antriebsblock (2) in seinem Zentrumsbereich zumindest einen Fluidverteilerhohlraum (18, 24) aufweist, in den mehrere in dem Antriebsblock (2) befindlichen Flu- idkanäle münden, wobei durch jeden Fluidkanal eine Fluidverbin- dung zwischen dem Fluidverteilerhohlraum (18, 24) und einem ers- ten Fluideingang eines Zylindergehäuses (15) hergestellt ist, und dass an einer Flachseite des Antriebsblockes (2) ein Fluidverteiler

(25) mit einem an einen Fluidzufuhrkanal angeschlossenen Ringka- nal (26) als Fluidverteilerhohlraum angeordnet ist, in welchen Fluid- verteilerhohlraum mehrere Fluidkanäle münden, wobei durch jeden Fluidkanal eine Fluidverbindung zwischen dem Fluidverteilerhohl- raum (26) und einen zweiten Fluideingang eines Zylindergehäuses

(15) hergestellt ist.

10. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der im Zentrumsbereich des Antriebsblockes (2) befindli- che Fluidverteilerhohlraum als Ringkanal (18, 24) ausgeführt ist.

11. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsblock (2) aus zumin- dest zwei Blockscheiben zusammengesetzt ist, wobei in jeder Block- scheibe (6, 6.1 ) mehrere Ratschenantriebe angeordnet sind.

12. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass ein Fluidverteilerhohlraum (18, 24) jedem der beiden Blockscheiben (6, 6.1 ) zugeordnet ist und die beiden Fluidverteiler- hohlräume (18, 24) durch einen Fluidverteiler (19) in Fluidverbindun- gen miteinander gestellt sind.

13. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsspindeln (5) als Spann- Werkzeuge Federspannwerkzeuge, etwa Federnüsse (8) tragen.

14. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtung der Kol- benstangen (13) der Ratschenantriebe und die Bewegungsrichtung der Ratschenhebel (14) in dieselbe Richtung weisend ausgelegt sind und der Ratschenhebel (14) unmittelbar von der Kolbenstange (13) angetrieben ist.

15. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtung der Kol- benstangen der Ratschenantriebe und die Bewegungsrichtung der Ratschenhebel winklig, insbesondere rechtwinklig oder in etwa rechtwinklig zueinander verlaufen und zur Übertragung der Vorhub- bewegung und der Rückhubbewegung einer Kolbenstange jeweils auf einen Ratschenhebel zwischen jeder Kolbenstange und dem von dieser angetriebenen Ratschenhebel ein mit seinem einen Ende ge- lenkig an die Kolbenstange und mit seinem anderen Ende gelenkig an den Ratschenhebel angelenkten Umsetzhebel angeordnet ist.

16. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Umsetzhebel ein Lenker eines zweiarmigen Knie- hebelgelenkes ist.

17. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass dem Vielfachschraubwerkzeug ein Hydraulikaggregat mit einer Hydraulikpumpe, mit einem Fluidtank, mit einem Fluiddruckausgang für den Vorhub und einen weiteren Flu- iddruckausgang für den Rückhub und mit zumindest einer Durch- flussmesseinrichtung sowie eine Steuereinheit zum Steuern des Hydraulikaggregates zugehörig ist, durch welche Steuereinrichtung bei einem Betrieb des Vielfachschraubwerkzeuges das Hydraulikag- gregat Fluidfördermengen abhängig zwischen einer Vorhubförde- rung und einer Rückhubförderung umgeschaltet wird.

18. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Vielfachschraubwerkzeug (1 ) eine Zustelleinheit (4) zum Induzieren einer Drehbewegung in die

Antriebsspindeln (5) mit einem um die Achse des Zentrums der ring- förmigen Anordnung der Antriebsspindeln (5) drehbar gelagerten Stellrad (45) als Antriebsrad umfasst, das jeweils ein auf einer An- triebsspindel (5) sitzendes Abtriebsrad (48) antreibt, wobei die Über- tragung der Antriebsbewegung des Stellrades (45) auf die Antriebs- spindel (5) unter Zwischenschaltung jeweils eines Drehmomentbe- grenzers erfolgt.

19. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der drehmomentbegrenzten Kraftübertragung der Antriebskraft auf die Antriebsspindeln (5) die Abtriebsräder (48) unter Zwischenschaltung einer Rutschkupplung auf den Antriebsspindeln

(5) sitzen und mit einem Zahnkranz (49) eine Außenzahnung (47) des Stellrades (45) kämmen.

20. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 19, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Rutschkupplung jeder Antriebsspindel (5) zwei drehmomentschlüssig auf der Antriebsspindel (5) sitzende Kupp- lungsscheiben (50, 50.1 ) mit jeweils einer gegenüber der Längser- streckung der Antriebsspindel (5) geneigten Kupplungsfläche, wel- che Kupplungsflächen zur Ausbildung einer Abtriebsradaufnahme zueinander geneigt sind, und das Abtriebsrad umfasst, das mit seiner zu den Kupplungsflächen komplementär ausgestalteten Innenseite in die Abtriebsradaufnahme eingreift und unter Vorspannung an den Kupplungsflächen der Kupplungsschreiben (50, 50.1 ) anliegt. 21. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsflächen in Richtung ihrer Neigung ge- krümmt sind.

22. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 20 oder 21 , dadurch ge- kennzeichnet, dass die Vorspannung der Rutschkupplung durch eine auf eine Kupplungsscheibe (50.1 ) wirkende Druckfeder (52) be- reitgestellt ist.

23. Vielfachschraubwerkzeug nach Anspruch 21 oder 22, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Vorspannung der Rutschkupplung einsteil- bar ist.

24. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellrad (45) eine Antriebskon- tur (46) zum Anschließen eines Antriebswerkzeuges aufweist. 25. Vielfachschraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Zustelleinheit (4) als lösbar an einen Antriebsblock (2) des Vielfachschraubwerkzeuges (1 ) an- schließbares Modul ausgeführt ist und die Bauteile der Zustelleinheit (4) in einem Gehäuse mit einem Oberteil und einem Unterteil aufge- nommen sind.

Description:
Vielfachschraubwerkzeug

Die Erfindung betrifft ein Vielfachschraubwerkzeug mit mehreren, um ein Zentrum angeordneten, endseitig mit jeweils einem Spannwerkzeug be- stückbaren oder bestückten Antriebsspindeln und einem jeder Antriebsspin- del zugeordneten, mittels eines hydraulischen Kolbenantriebs angetriebe- nen Ratschenantrieb zum Antreiben der Antriebsspindeln.

Vielfachschraubwerkzeuge dienen dem Zweck, mit einem einzigen Schraubvorgang eine Mehrzahl an Schraubverbindungen zu spannen und somit beispielsweise Bolzen, die in einer Ringanordnung angeordnet sind, einzuschrauben oder auch zu lösen. Das gleichzeitige Spannen einer Mehr- zahl von Schraubverbindungen führt nicht nur zu einer Verkürzung der zum Spannen mehrerer Schraubverbindungen ansonsten benötigten Zeit. Beim Spannen einzelner Schraubverbindungen, die ringförmig um ein Zentrum angeordnet sind, ist zudem darauf zu achten, dass die miteinander zu ver- spannenden Bauteile nicht verkanten, weshalb die Schraubverbindungen gemäß einem vorgegebenen Spannmuster gespannt werden müssen. Wird dieses nicht eingehalten, besteht die Gefahr, dass ein aus mehreren Schraubverbindungen bestehender Verbund nicht ordnungsgemäß ge- spannt wird.

Vielfachschraubwerkzeuge werden beispielsweise zum Verbinden von Steigrohren bei Erdöl oder Brunnenbohrungen verwendet. Diese Rohre ver- fügen an ihren Enden jeweils über einen in radialer Richtung nach außen abragenden Verbindungsflansch. Die aneinandergrenzenden Verbindungs- flansche werden zum Verbinden zweier derartige Rohre mit mehreren Schraubverbindungen miteinander verspannt. Ein für diese Zwecke geeig- netes Vielfachschraubwerkzeug ist aus EP 2 288 476 B1 bekannt. Bei die sem vorbekannten Vielfachschraubwerkzeug ist eine der Anzahl der zu spannenden Schrauben entsprechende Anzahl an Spanneinrichtungen vor- gesehen, beispielsweise sechs Spannstationen. Die Spannstationen sind um ein Zentrum angeordnet. Diese vorbekannte Spanneinrichtung ist ring- förmig konzipiert und belässt eine zentrale Öffnung, durch die die Rohre mit ihren Flanschen hindurchgezogen werden können. Jede Spannstation ist in radialer Richtung verfahrbar, damit diese aus einer Nicht-Benutzungsstel- lung, in der durch eine zentrale Öffnung des Vielfachschraubwerkzeuges ein Steigrohr mit seinem Flansch hindurchgeführt werden kann, in eine Be- nutzungsstellung zum Spannen der Schraubbolzen verstellt werden kann. Zum Spannen der Schraubverbindungen von zwei aneinandergrenzenden Verbindungsflanschen zweiter Steigrohre werden die Spannstationen in ra- dialer Richtung in ihre Spannposition verfahren. Jede Spannstation verfügt über eine Antriebsspindel, die als Spannwerkzeug eine Nuss antreibt. Die Nuss hat eine Innenmitnehmerkontur, die komplementär zu der Mitnehmer- kontur des Kopfes eines zu spannenden Schraubbolzens ist, der durch die Spannstation gespannt werden soll.

Angetrieben ist jede Antriebsspindel durch einen eigenen hydraulisch betä- tigten Ratschenantrieb. Angeschlossen ist zu diesem Zweck an den Rat- schenhebel des Ratschenantriebes die Kolbenstange eines hydraulisch be- tätigten Kolbens. Der Ratschenhebel verfügt über eine Mitnehmerklaue, die eine in dem Ratschenhebel drehbar gelagerte Antriebsspindel antreibt. Die Antriebsspindel verfügt über eine quadratische Öffnung, in die der Antriebs- stift mit einer komplementären Mitnehmergeometire einer Nuss als Spann- Werkzeug eingesteckt werden kann. Die Mitnehmerklaue steht unter Feder- vorspannung und wirkt unter der Federvorspannung mit einer Außenzah- nung der Antriebsspindel zusammen. Mit einem Vorhub der Kolbenstange wird die Antriebsspindel entsprechend dem ausgeführten Flub um zumin- dest einen Zahn gegenüber der Mitnehmerklaue weiterbewegt. Mit dem Rückhub wird der Ratschenhebel wieder in seine Ausgangsstellung ge- bracht, während der Bolzen nicht zurückdreht. Dieser Wechsel zwischen Vor- und Rückhub wird so lange ausgeführt, bis der Spannbolzen mit der vorgesehenen Spannkraft angezogen ist. Mitunter ist das Anlegen eines hinreichend hohen Drehmomentes auf die Spannverbindung nicht möglich, und zwar dann, wenn beim Rückführen ei- nes Ratschenhebels nach Ausüben einer Vorhubbewegung zum Bewegen der Antriebsspindeln etwa eines zu spannenden Schraubbolzens auf Grund der in den Schraubbolzen und auch in die Antriebsspindel eingebrachten Torsion diese zurückfedert. Dann kann die Mitnehmerklaue bei Ausüben einer auf den Ratschenhebel wirkenden Rückhubbewegung nicht mehr um zumindest einen Zahn der Zahnung der Antriebsspindel zurückbewegt wer- den. Die Vorhub- und Rückhubbewegung des Stellzylinders wird zwar ord- nungsgemäß ausgeführt, ein höheres Drehmoment wird jedoch in die Schraubverbindung nicht eingebracht.

Aus US 7,146,880 B1 ist ein Einfachschraubwerkzeug bekannt, bei dem auf die Antriebsspindel neben dem Ratschenantrieb eine Sicherungsratsche wirkt. Durch diese ist ein Zurückfedern der Antriebsspindel in Folge in diese und/oder die Schraubverbindung, etwa dem Schraubbolzen eingebrachte Torsion blockiert. Eine solche Einrichtung eignet sich jedoch nicht für eine Rückdrehsicherung der Antriebsspindeln von Vielfachschraubwerkzeugen, da auf Grund der beim Spannen auftretenden Reaktionskräfte die Spann- werkzeuge mit den jeweiligen zu spannenden Schraubbolzen bzw. dessen Kopf verklemmt sind und daher ein Abziehen des Vielfachschraubwerkzeu- ges von den Bolzenköpfen nicht mehr möglich ist.

Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zu Grunde, ein Vielfachschraubwerkzeug mit mehreren, um ein Zentrum angeordneten Antriebsspindeln der eingangs genannten Art dergestalt weiterzubilden, dass mit diesem auch Schraubverbindungen mit hohen Drehmomenten gespannt werden können, ohne ein Rückfedern der Antriebsspindeln in Kauf nehmen zu müssen, wobei das Vielfach- schraubwerkzeug dennoch nach einem Spannvorgang ohne weiteres von den gespannten Schraubbefestigern abgenommen werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein eingangs genann- tes, gattungsgemäßes Vielfachschraubwerkzeug, bei dem auf jede An- triebspindel zusätzlich zu dem Ratschenantrieb eine Verriegelungsratsche zum Verriegeln der Antriebsspindel gegen ein Zurückdrehen beim Ausüben einer Rückhubbewegung der Antriebsratsche wirkt, welche Verriegelungs- ratschen in einem ringförmigen, von den Antriebsspindeln durchgriffenen Verriegelungsträger angeordnet sind, und bei dem der Verriegelungsträger über Mittel zum Lösen der Verriegelungsratschen verfügt. Bei diesem Vielfachschraubwerkzeug wirkt auf jede Antriebsspindel neben dem Ratschenantrieb eine Verriegelungsratsche. Die Ratsche des Rat- schenantriebs sowie die Verriegelungsratsche wirken jeweils in derselben Richtung auf die Antriebsspindel. Sowohl die Mitnehmerklaue des Rat- schenantriebes als auch die Verriegelungsratsche mit einer Verriegelungs- klaue stehen mit einer Außenzahnung der Antriebsspindel in Eingriff. Die Mitnehmerklaue des Ratschenantriebes und die Verriegelungsklaue der Verriegelungsratsche greifen gleichermaßen in eine Zahnung der Antriebs- spindel ein. Dies bedeutet, dass bei Ausüben eines Rückhubes des Rat- schenhebels des Ratschenantriebes ein Zurückfedern, beispielsweise durch eine zuvor darin induzierte Torsionskraft der Antriebsspindel durch die Verriegelungsratsche blockiert ist. Die Verriegelungsratschen dieses Vielfachschraubwerkzeuges sind in einem Verriegelungsträger angeordnet, der von den Antriebsspindeln durchgriffen ist. Der Verriegelungsträger folgt somit der Anordnung der um ein Zentrum angeordneten Antriebsspindel. Typischerweise ist der Verriegelungsträger ringförmig. Durchaus möglich ist jedoch auch eine Ausgestaltung, bei der dieser sich nur über ein Kreisseg- ment erstreckt. Auch bei einer solchen Ausgestaltung sind die Antriebsspin- deln um ein Zentrum herum angeordnet, jedoch nicht zu einer Ringstruktur, sondern nur zu einer Kreissegmentstruktur angeordnet. Das Vorsehen ei- nes Verriegelungsträgers, in dem die Verriegelungsratschen angeordnet sind, erlaubt, dass dieser über Mittel zum Lösen der Verriegelungsratschen verfügt. Mit diesen Mitteln können die Verriegelungsklauen aus ihrer in eine Außenverzahnung der Antriebsspindel eingreifenden Stellung herausbe- wegt werden. Zu diesem Zweck sind die Verriegelungsklauen in dem Ver- riegelungsträger typischerweise translatorisch gegen die Kraft einer Rück- stellfeder gehalten, gegen welche Federkraft die Verriegelungsklauen aus ihrer verriegelnden Stellung mit dem Eingriff ihrer Zähne in eine Außenver- zahnung der Antriebsspindel herausbewegt werden. Die Führung einer Ver- riegelungsklaue innerhalb des Verriegelungsträgeres wird typischerweise durch die Wände der Verriegelungskammer bereitgestellt, in die eine solche Verriegelungsklaue eingesetzt ist. Eine solche Verriegelungskammer stellt eine Erweiterung in radialer Richtung zu einem Antriebsspindeldurchbruch dar.

In einem Ausführungsbeispiel ist jeder Verriegelungsratsche ein Rückstell- hebel zugeordnet, mit dem die Verriegelungsklaue aus der Ineingriffstellung ihrer Zähne mit denjenigen der Antriebsspindel herausgerückt werden kann. Zu diesem Zweck verfügt die Verriegelungsklaue über zumindest eine Stellfläche, an der ein solcher Rückstellhebel zum Herausbewegen derVer- riegelungsklaue aus ihrer Ineingriffstellung mit der Zahnung der Antriebs- spindel angreift. In einer Ausführung sind zwei Stellflächen vorgesehen, von denen jeweils eine beidseitig zu einem mittleren, die Zähne der Verriege- lungsklaue tragenden Teil angeordnet ist. Bei einer Ausführung einer sol- chen Ausgestaltung greifen die Rückstellhebel jeweils in eine Rückstellhe- belaufnahme des Verriegelungsträgers ein, welche Rückstellhebelauf- nahme in radialer Richtung des Verriegelungsträgeres außenseitig bezüg- lich der Verriegelungsklaue angeordnet ist. Das andere Ende des Rückstell- hebels steht über den Verriegelungsträger in radialer Richtung innenseitig hervor und greift in eine Rückstellhebelaufnahme eines in radialer Richtung innenseitig zu dem Verriegelungsträger angeordneten und mit einem ge- wissen Winkelbetrag um das Zentrum der Anordnung der Antriebsspindeln verstellbares Stellelement ein. Bei einer Ausgestaltung, bei der der Verrie- gelungsträger ringförmig ist, ist das Stellelement ebenfalls ringförmig. Das Stellelement ist gegenüber dem Verriegelungsträger um die Achse des Zentrums der Anordnung der Antriebsspindeln um zumindest einige Win- kelgrade verstellbar, wobei der Verstell betrag hinreichend groß ist, damit bei einer Drehwinkelverstellung des Stellelementes gegenüber dem Verrie- gelungsträger dessen Rückstellhebelaufnahme mit dem darin eingreifen- den Endabschnitt eines Rückstellhebels soweit bewegt werden kann, dass auf Grund der Abstützung des Rückstellhebels an einer Stellfläche der Ver- riegelungsklaue diese aus ihrer Ineingriffstellung mit der Außenzahnung der Antriebsspindel herausbewegt wird. Typischerweise ist der Rückstellhebel gewinkelt ausgeführt, wobei die Winkelaußenseite gegen die Stellfläche der Verriegelungsklaue wirkt. Sind zwei Stellflächen bei der Verriegelungsklaue vorgesehen, werden dementsprechend zwei Rückstellhebel zum Bewegen der Verriegelungsklaue eingesetzt. Eine Verstellbewegung des beispielsweise als Stellring ausgeführten Stell- elementes kann durch einen Stellnocken herbeigeführt werden, der in eine Nockenaussparung des Stellringes eingreift. Eine solche Stellnocke ist quer zur Zentrumsachse der Anordnung der Antriebsspindeln drehbar gehalten und sitzt typischerweise auf dem Endabschnitt einer den Verriegelungsträ- ger durchgreifenden Stellstange, die außenseitig eine Handhabe, beispiels- weise einen Drehknauf trägt, über welche Handhabe eine Drehbewegung in die Stellstange eingebracht und der Stellnocken verstellt werden kann. Vor einer Betätigung der Stellstange zum Lösen der Verriegelungsratschen werden die Antriebsspindeln über die Antriebsratschen etwas gespannt, um die Verriegelungsratschen zu entlasten und sodann den Löseprozess durch Verstellen des Stellelementes durchführen zu können.

Bei einer kompakten Auslegung des Antriebsblockes des Vielfachschraub- werkzeuges wird man typischerweise die Verriegelungsratschen mit dem Verriegelungsträger in Bezug auf die Längserstreckung der Antriebsspin- dein in eine andere Ebene zu den Ratschenantrieben anordnen. Bei einer Auslegung des Vielfachschraubwerkzeuges, bei dem die Ratschenantriebe in zwei oder auch mehreren Ebenen übereinanderliegend angeordnet sind, können dennoch die Verriegelungsratschen und der diese tragende Verrie- gelungsträger in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sein. Bei einer Aus- legung des Vielfachschraubwerkzeuges, bei dem die Verriegelungsrat- schen in einer anderen Ebene bezüglich der Längserstreckung der An- triebsspindel zu den Ratschenantrieben angeordnet sind, eine sich in beide Ebenen erstreckende Außenverzahnung oder zwei Außenverzahnungsab- schnitte auf.

In einer Weiterbildung dieses vorbeschriebenen Vielfachschraubwerkzeu- ges ist vorgesehen, dass das Vielfachschraubwerkzeug eine Zustelleinheit zum Induzieren einer Drehbewegung in die Antriebsspindeln mit einem um die Achse des Zentrums der ringförmigen Antriebsspindeln drehbar gela- gerten Stellrad als Antriebsrad umfasst, das jeweils ein auf der Antriebs- spindel sitzendes Abtriebsrad antreibt, wobei die Übertragung der Antriebs- bewegung des Stellrades auf die Antriebsspindel unter Zwischenschaltung jeweils eines Drehmomentbegrenzers erfolgt. Dieses Vielfachschraubwerkzeug verfügt über eine Zustelleinheit, die vor Beginn des eigentlichen Spann- oder Lösevorgangs betätigt wird. Mit der Zustelleinheit können die Antriebsspindeln bewegt werden. Zu diesem Zweck verfügt die Zustelleinheit über ein Stellrad, welches um die Achse des Zentrums der ringförmigen Antriebsspindeln drehbar gelagert ist. Die- ses Stellrad ist ein Antriebsrad und treibt jeweils ein auf einer Antriebsspin- del sitzendes Abtriebsrad an. Auf diese Weise kann eine Antriebsbewegung des Stellrades auf die Antriebsspindeln übertragen werden. Von Besonder- heit bei der Zustelleinheit ist, dass die Übertragung der Antriebsbewegung des Stellrades auf die Antriebsspindeln unter Zwischenschaltung jeweils ei- nes Drehmomentbegrenzers erfolgt. Dieser dient dem Zweck, dass mittels der Zustelleinheit die zu spannenden Schraubverbindungen mit einem ers- ten gleichen Drehmoment gespannt werden können. Das Stellrad kann ma- nuell, beispielsweise mit einer Knarre als Antriebswerkzeug oder auch mit einem elektrischen Schraubwerkzeug betätigt werden. Eine Betätigung kann selbstverständlich auch hydraulisch oder pneumatisch erfolgen. Das in das Stellrad eingeleitete Drehmoment ist begrenzt. Durch die Drehbewe- gung des Stellrades und der dadurch bewirkten Drehbewegung der An- triebsspindeln bei über die Rutschkupplungen übertragenen Drehmoment werden die auf den Antriebsenden der Antriebsspindeln sitzenden Spann- werkzeuge gedreht. Bei den Spannwerkzeugen handelt es sich typischer- weise um Federspannwerkzeuge, die gegen die Kraft einer Rückstellfeder auf der Antriebsspindel in längsaxialer Richtung über einen gewissen Be- trag verstellt werden können. Wird beim Betätigen der Zustelleinrichtung das Vielfachspannwerkzeug mit leichtem Druck auf die Spannwerkzeuge diese gegen die Spannelemente, beispielsweise die Spannbolzen gehalten, springen die bei dieser Ausgestaltung als Nüsse ausgeführten Spannwerk- zeuge auf die Bolzenköpfe, wenn die komplementären Mitnahmekonturen miteinander fluchten. Somit können bei einer Betätigung der Zustelleinheit mit einem geringen, insbesondere manuell in das Stellrad eingebrachten Drehmomentes die Spannwerkzeuge ohne weiteres komplementären Mit- nahekonturen eines Spannelementes finden und miteinander in Eingriff ge- stellt werden.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Be- zugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 : Eine Längsschnittdarstellung durch ein Vielfachschraubwerk- zeug,

Fig. 2: einen Querschnitt durch das Vielfachschraubwerkzeug der Fi- gur 1 entlang der Linie A-B, Fig. 3: einen weiteren Querschnitt durch das Vielfachschraubwerk- zeug der Figur 1 entlang der Linie C-D zum Darstellen einer Verriegelungseinrichtung zum Verriegeln der Antriebsspin- deln in Verriegelungsstellung und

Fig. 4: die Darstellung der Figur 3 mit entriegelten Verriegelungsein- richtungen.

Ein Vielfachschraubwerkzeug 1 ist bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel modular aufgebaut und umfasst einen Antriebsblock 2 als erstes Modul, eine Verriegelungseinheit 3 als zweites Modul sowie eine Zustelleinheit 4 als drittes Modul. Die einzelnen Module 2, 3, 4 werden nach- stehend erläutert. Auch wenn diese im Rahmen dieser Ausführungen mitei- nander zur Ausbildung des Vielfachschraubwerkzeuges 1 kombiniert sind, können die Einzelmodule 2, 3, 4 auch unabhängig voneinander zusammen mit auch anders konzipierten Bestandteilen eines Vielfachschraubwerkzeu- ges verwendet werden. Beispielsweise kann die mit der Verriegelungsein- heit 3 bewirkte Funktionalität auch im Zusammenhang mit einem anderen Antriebsblock oder auch ohne Zustelleinheit oder auch mit einer anders ge- arteten Zustelleinheit kombiniert werden. Gleiches gilt für die Zustelleinheit 3.

Der Antriebsblock In dem Antriebsblock 2 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel acht Antriebsspindeln 5 vorgesehen. Diese sind ringförmig um ein Zentrum an- geordnet. In dem Antriebsblock 2 sind diese drehbar gelagert und gehalten. Der Antriebsblock 2 weist eine zylindrische äußere Mantelfläche auf. In der Schnittdarstellung der Figur 1 sind zwei Antriebsspindeln 5 im Schnitt ge- zeigt, während drei weitere, dahinterliegende in einer Ansicht bzw. Teilan- sicht erkennbar sind. Nachstehend ist die in Figur 1 linke Antriebsspindel 5 und ihr Antrieb näher beschrieben. Diese Ausführungen gelten gleicherma- ßen auch für die übrigen Antriebsspindeln 5, die genauso aufgebaut sind wie die nachstehend näher beschriebene Antriebsspindel mit ihrem Antrieb.

Der Antriebsblock 2 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch zwei Blockscheiben 6, 6.1 bereitgestellt. Die Antriebsspindel 5 durchgreift die miteinander befestigten Blockscheiben 6, 6.1 und ragt aus diesen beid- endig heraus. Diese aus dem Antriebsblock 2 herausragenden Abschnitte der Antriebsspindel 5 sind im Rahmen dieser Ausführungen als Antriebsab- schnitte 7, 7.1 angesprochen. Auf den in Figur 1 unterseitig aus dem An- triebsblock 2 herausragenden Antriebsabschnitt 7 sitzt als Spannwerkzeug drehmomentschlüssig eine Nuss 8 mit einer innenseitigen Mitnahmekontur. Die Nuss 8 ist lösbar auf dem Antriebsabschnitt 7 in an sich bekannter Weise gehalten, und zwar durch einen durch eine Druckfeder 9 vorge- spannten Verriegelungsring 10. Wird der Verriegelungsring 10 in Richtung zu dem Antriebsblock 2 bewegt, löst sich die durch eine in der Figur nicht dargestellte Kugel bewirkte Verriegelung, so dass die Nuss 8 von dem An- triebsabschnitt 7 abgenommen werden kann. Gelagert ist die Antriebsspin- del 5 in dem Antriebsblock 2 durch Lager, die an ihren nach außen weisen- den Seiten zudem Abstreifer aufweisen können, durch die ein Eindringen von Verschmutzungen in die Lager der Antriebsspindel 5 verhindert ist.

Zum Antreiben der Antriebsspindel 5 dient ein Ratschenantrieb, wie dieser deutlicher anhand der Querschnittdarstellung der Figur 2 beschrieben wer- den kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Ratschen- antriebe in der oberen Blockscheibe 6.1 und vier weitere Ratschenantriebe in der unteren Blockscheibe 6 untergebracht. Die Ratschenantriebe selbst sind bei den einzelnen Antriebsspindeln 5 identisch aufgebaut.

Zum Antrieb mittels eines solchen Ratschenantriebes trägt die Antriebsspin- del 5 in ihrem Antriebsabschnitt eine umlaufende asymmetrische Außen- zahnung 11 , wie dieses für Ratschenantriebe typisch ist. Die längeren Zahnflanken weisen in Antriebsrichtung der Antriebsspindel 5. Die kürzeren Zahnflanken weisen in die entgegengesetzte Drehrichtung. Der Ratschen- antrieb umfasst eine Kolben-Zylinderanordnung 12, dessen Kolbenstange 13 auf einen Ratschenhebel 14 wirkt. Ein die Kolbenstange 13 tragender

Kolben 13.1 sitzt in einem durch einen Einschraubzylinder 15 bereitgestell- ten Zylindergehäuse. Das Zylindergehäuse 15 verfügt über zwei Fluidan- schlüsse, von denen ein Fluidanschluss 16 in dem Schnitt der Figur 2 er- kennbar ist. Dieser mündet in den Fußbereich einer den Einschraubzylinder 15 aufnehmenden und in den Antriebsblock 2 eingebrachten Bohrung. Über den Fluidanschluss 16 wird Hydraulikfluid in das Zylindergehäuse 15 zum Bewegen des Kolbens 13.1 mit seiner Kolbenstange 13 zum Ausüben eines Vorhubes zugeführt. Der Hydraulikanschluss für den Rückhub mündet ra- dial in den Einschraubzylinder 15 an der zu dem Fluidanschluss 16 gegen- überliegenden Seite des Kolbens 13.1. Die Kolbenstange 13 ist druck- und zugfest an den Ratschenhebel 14 angeschlossen, so dass ein ausgeübter Vorhub des Kolbens zu einer Vorhubbewegung des Ratschenhebels 14 führt. Durch Ausüben eines Rückhubes wird der Ratschenhebel 14 in seine in Figur 2 gezeigte Position zurückgebracht. Verbunden ist der Kolben 13.1 mit dem Ratschenhebel 14 durch einen Antriebsdorn als Fortsatz der Kol- benstange 13. Dieser Antriebsdorn durchgreift eine Bohrung des Ratschen- hebels 14, die in Bewegungsrichtung der Kolbenstange 13 verläuft. Zwi- schen dem Antriebsdorn und der Kolbenstange 13 befindet sich ein Stellab- satz, mit dem die Kolbenstange 13 zum Übertragen einer Vorhubbewegung gegen einen die vorgenannte Bohrung für den Durchgriff des Antriebsdorns bereitstellenden Bolzen des Ratschenhebels 14 wirkt. Der Dorn durchgreift die Bohrung. Auf seinem aus der Bohrung herausragenden Abschnitt sitzt eine Mitnehmerscheibe, beispielsweise ein Sprengring, durch den bei Aus- üben einer Rückhubbewegung mit der Kolbenstange 13 der Ratschenhebel 14 mitgenommen ist. In den Ratschenhebel 14 ist eine Mitnehmerklaue 17 eingesetzt. Diese greift unter Federvorspannung stehend (in der Figur nicht gezeigt) mit ihrer Klauenzahnung in die Außenzahnung 11 der Antriebsspindel 5 ein. Die Zah- nung der Mitnehmerklaue 17 ist komplementär zur Außenzahnung 11 der Antriebsspindel 5 ausgelegt. Bei Ausüben eines Vorhubes der Kolben- Stange 13, was zu einer rechtsdrehenden Bewegung des Ratschenhebels 14 führt, wird die Antriebsspindel 5 im Uhrzeigersinne bewegt. Bei dem dar- gestellten Ausführungsbeispiel wird die Antriebsspindel bei Ausüben eines Vorhubes um einen Zahn weiterbewegt. Bei Ausüben eines Rückhubes wird der Ratschenhebel 14 mit der Mitnehmerklaue 17 in seiner in Figur 2 ge- zeigten Position zurückgeführt, während die Antriebsspindel 5 in ihrer Posi- tion verbleibt, in die diese durch die zuvor ausgeübte Antriebsbewegung gebracht worden ist.

Der in Figur 1 gezeigte Antriebsblock 2 zeigt die Übereinanderanordnung der winkelversetzt zueinander angeordneten Ratschenantriebe in den bei den Blockscheiben 6, 6.1. Der Antriebsblock 2 des Vielfachschraubwerk- zeugs 1 verfügt über einen ersten Hydraulikfluidanschluss zum Zuführen von Hydraulikfluid von einer Hydraulikpumpe zum Ausüben des Vorhubes und über einen zweiten Hydraulikanschluss zum Zuführen von Hydraulik- fluid zum Ausüben des Rückhubes. Diese Hydraulikanschlüsse sind in der Figur nicht sichtbar. Der Hydraulikfluidanschluss für den Vorhub ist mit ei- nem in radialer Richtung verlaufenden Kanal an einen als Ringkanal 18 aus- geführten Fluidverteilerhohlraum angeschlossen. Der Ringkanal 18 ist in die Wandung einer zentralen in den Antriebsblock 2 eingebrachten Bohrung eingebracht. Die Bohrung ist mit einem zylindrischen Fluidverteiler 19 aus- gefüllt. Dieser verfügt über diesen querende Querbohrungen 20 in Höhe des Ringkanals 18. Zu beiden Seiten des Ringkanals 18 sind Dichtringe in Nu- ten zum Abdichten der Mantelfläche des Fluidverteilers 19 vorgesehen. Der Ringkanal 18 dient für die Zufuhr von für den Vorhub benötigtem Hydraulik- fluid der in der Blockscheibe 6.1 angeordneten Kolben-Zylinderanordnun- gen 12 der Ratschenantriebe. In den Ringkanal 18 münden auch Fluidka- näle, die eine Verbindung zwischen dem Ringkanal 18 und den in der Block- scheibe 6.1 verbauten Kolben-Zylinderanordnungen 12 für den Vorhub her- steilen. Eine solche Leitung ist, da gegenüber einer horizontalen Ebene ge- neigt verlaufend, in einem kleinen Abschnitt 21 in der Figur 2 erkennbar. Die an den Abschnitt 21 grenzende Querbohrung 22 dient zum Herstellen einer Fluidverbindung zwischen dem radialen Verlauf des Abschnittes 21 und dem Fluidanschluss 16 bzw. dem Zylindergehäuse 15. Diese Querbohrung 22 ist an ihrem dem Einschraubzylinder 15 gegenüberliegenden Ende ver- schlossen. Um die Kolben-Zylinderanordnung der Blockscheibe 6 ebenfalls für den Vorhub mit Hydraulikfluid zu versorgen, dienen die bereits vorste- hend angesprochenen Querbohrungen 20. Diese münden in einen zentra- len Fluidkanal 23, durch den eine Fluidwegsamkeit zu einem derselben Ebene wie eine zweite Ringkammer 24 in der unteren Blockscheibe 6 her- gestellt ist. In die Ringkammer 24 münden ebenfalls vier Fluidkanäle zum Herstellen einer Fluidverbindung zwischen einem ersten Fluidanschluss der in der Blockscheibe 6 aufgenommenen Zylindergehäuse.

Die Kolben-Zylinderanordnungen 12 des Antriebsblockes 2 sind sämtlich gleich ausgeführt. Daher wird für die Ausübung eines Vorhubes von jeder Kolben-Zylinderanordnung dieselbe Hydraulikfluidmenge benötigt.

Der Hydraulikfluidanschluss zum Zuführen von Hydraulikfluid für den Rück- hub mündet in einen an die Oberseite der Blockscheibe 6.1 angeschlosse- nen ringförmigen Fluidverteiler 25. Der Fluidverteiler 25 stellt einen weiteren Ringkanal 26 bereit, in den in der Figur nicht näher dargestellte Fluidkanäle münden, die mit ihrem anderen Ende an jeweils einen Rückhubfluidan- Schluss eines Einschraubzylinders 15 angeschlossen sind. Während die Fluidkanäle zum Zuführen von Hyd raulikfluid an die Kolben-Zylinderanord- nungen 12 weitgehend in radialer Richtung verlaufen, verlaufen die Fluid- kanäle zum Zuführen des Hyd raulikfluids zum Ausüben eines Rückhubes weitgehend in vertikaler Richtung und somit in Richtung der Längserstre- ckung der Antriebsspindeln 5.

Der Ringkanal 26 wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch zwei konzentrisch zueinander angeordnete Ringkörper 27, 28 bereitgestellt. In den in radialer Richtung außenliegenden Ringkörper 27 ist in dessen In- nenwandung die Geometrie des Ringkanals 26 eingebracht. Dieser ist in radialer Richtung innenseitig durch den zweiten Ringkörper 28 mit dessen äußerer Mantelfläche verschlossen. Benachbart zu dem Ringkanal 26 an- geordnete Ringdichtungen sorgen für die notwendige Dichtigkeit. Der in- nenliegende Ringkörper 28 ist, wie aus den Figuren 1 und 3 erkennbar, von den Antriebsspindeln 5 durchgriffen.

Die Verriegelungseinheit

Der innenliegende Ringkörper 28 stellt bei dem dargestellten Ausführungs- beispiel zugleich einen Verriegelungsträger dar. Die Antriebsspindeln 5 durchgreifen den ringförmigen Verriegelungsträger 28. Der Verriegelungs- träger 28 trägt eine jeder Antriebsspindel 5 zugeordnete Verriegelungsrat- sche 29 zum Verriegeln der jeweiligen Antriebsspindel 5 gegen ein Zurück- drehen bzw. Zurückfedern beim Ausüben einer Rückhubbewegung der An- triebsratsche, also dann, wenn die Mitnehmerklaue mit ihren Zähnen aus der Außenzahnung 11 der Antriebsspindel 5 herausgebracht ist. Jede Ver- riegelungsratsche 29 umfasst eine Verriegelungskammer 30 als Fortsatz der Durchbrechung 31 , der die Antriebsspindel 5 durchgreift. In der Verrie- gelungskammer 30 sitzt eine Verriegelungsklaue 32, die mit ihrer Zahnung federbelastet (in den Figuren nicht dargestellt) in die an diesem Abschnitt der Antriebsspindel 5 ebenfalls vorhandene Außenzahnung 33 eingreift. Die Außenzahnung 33 und die Außenzahnung 11 der Antriebsspindel 5 sind gleichsinnig asymmetrisch und mit gleicher Zahnzahl ausgeführt. Gleiches gilt für die Wirkrichtung der Verriegelungsklaue 30 und der Mitnehmerklaue 17. Erreicht wird durch die Verriegelungsratsche 29, dass bei Ausüben ei- nes Rückhubes der Antriebsratsche die Verriegelungsratsche 29 in ihrer sperrenden Position bleibt. Dieses ermöglicht ein Aufbringen auch eines solchen Drehmomentes auf die Antriebsspindel 5 und damit auf das bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Nuss 8 ausgeführte Spannwerk- zeug und auf einen damit zu spannenden Bolzen in einem solchen Maße, dass der Bolzen und/oder die Antriebsspindel 5 tordiert werden. Durch die Sperrwirkung der Verriegelungsratsche 29 ist bei Ausüben eines Rückhu- bes ein ansonsten unvermeidbares Zurückfedern der in die Antriebsspindel 5 und/oder den Spannbolzen eingebrachten Torsion wirksam verhindert.

Die Verriegelungsklaue 32 ist im Querschnitt T-förmig ausgeführt, wobei der mittlere Abschnitt die mit der Außenzahnung 33 der Antriebsspindel 5 zu- sammenwirkenden Sperrzähne trägt. Die zu beiden Seiten benachbarten Abschnitte haben jeweils eine Stellfläche, an der ein Stellhebel 34 anliegt. Der Stellhebel 34 dient dem Zweck, die Verriegelungsklaue 29 aus ihrer Eingriffsstellung mit ihren Zähnen der Außenzahnung 33 der Antriebsspin- del 5 herauszuführen, wenn die Verriegelung gelöst werden soll. Der Stell- hebel 34 ist mit seinem in radialer Richtung außenliegenden Ende in einer Rückstellhebelaufnahme 35 des Verriegelungsträgers 28 gehalten. Der Verriegelungshebel 34 durchgreift, obwohl, wie in Figur 3 gezeigt, gewinkelt ausgeführt, in wesentlichen in radialer Richtung den Verriegelungsträger 28 und ragt mit einem Stellabschnitt 36 in radialer Richtung innenseitig aus dem Verriegelungsträger 28 heraus. Geführt ist der Stellhebel 34 in einem Stellhebelkanal 37 des Verriegelungsträgers 28. Der Verriegelungskanal 37 weist in Umfangsrichtung des Verriegelungsträgers 28 einen hinreichenden Freiraum, um eine Bewegung des Stellhebels 34 zum Wegrücken der Ver- riegelungsklaue 29 von der Antriebsspindel 5 zu gestatten, und zwar so weit, dass die ansonsten durch die Federbelastung bewirkte Ineingriffstel- lung der Zähne der Verriegelungsklaue 29 mit der Außenzahnung 33 der Antriebsspindel 5 gelöst werden kann. Radial innenseitig zu dem Verriege- lungsträger 28 befindet sich ein Stellring 38, der wiederum eine Rückstell- hebelaufnahme 39 für den Stellabschnitt 36 des Stellhebels 34 aufweist. Der Stellring 38 ist, wie in Figur 3 durch einen Pfeil angedeutet, gegenüber dem Verriegelungsträger 28 drehbeweglich verstellbar. Zum Verstellen des Stellringes 28 dient eine Stellstange 40, die an ihrem in den Stellring 38 eingreifenden Endabschnitt einen Stellnocken 41 trägt. Die Stellstange 40 ist durch den Verriegelungsträger 28, den äußeren Ringkörper 27 und durch ein Gehäuse 42 nach außen geführt und trägt an seinem Außengehäuse 42 herausragenden Ende eine Handhabe 43, an der die Stellstange 40 zum

Verstellen des Stellringes 38 gedreht werden kann. Figur 3 zeigt den Ver- riegelungsträger 28 mit seinen Verriegelungsratschen 29 und dem Stellring 38 in Spannstellung des Vielfachschraubwerkzeuges 1 , in welche Stellung die Verriegelungsratschen 29 sperrend in die Außenzahnung 33 der An- triebsspindel 5 eingreift.

Zum Zurückrücken der Verriegelungsklauen 30 aus ihrer Eingriffsstellung mit der Außenzahnung 31 der Antriebsspindeln 5 wird die Stellstange 40 mittels der Handhabe um etwa 180 Grad gedreht. Durch den Eingriff des exzentrisch ausgeführten Stellnockens 41 in eine Stellnockenaussparung 44 des Stellringes 38 wird der Stellring 38 gegen den Uhrzeigersinn ver- stellt, wodurch die an den Stellflächen anliegenden Stellhebel 34 die Ver- riegelungsklauen 32 von der jeweiligen Antriebsspindel 5 wegrücken. Sollte über die Antriebsspindeln 5 auf die Verriegelungsklauen 32 eine Torsions- kraft wirken und das vorbeschriebene Lösen der Verriegelung durch Drehen der Stellstange 40 nicht ohne weiteres möglich sein, wird man durch die Kolben-Zylinderanordnungen 12 zum Ausüben eines Vorhubes ansteuern, um auf diese Weise die auf den Verriegelungsklauen 32 wirkende Torsions- kraft zu reduzieren. Dann kann das Vielfachschraubwerkzeug 1 ohne wei- teres von den gespannten Spannbolzen bezogen werden.

Durch die Verriegelungseinheit 3 ist es somit möglich, mit dem Vielfach- schraubwerkzeug 1 Schraubverbindungen mit einem besonders hohen Drehmoment zu spannen, insbesondere einem solchen, mit dem die Schraubverbindung unter einer gewissen Torsion der Spannpartner ver- spannt bleibt.

Die Zustelleinheit Auf die den Spannwerkzeugen gegenüberliegenden Antriebsabschnitte 7.1 (siehe Figur 1 ) der Antriebsspindeln 5 wirkt die Zustelleinheit 4. Die Zustell einheit 4 dient zum Induzieren einer Drehbewegung in die Antriebsspindeln 5, um die auf den Antriebsabschnitten 7 sitzenden Nüsse 8 mit ihrer innen- seitigen Mitnahmekontur in eine fluchtende Anordnung der Mitnahmekontur der einzelnen Schraubbolzen zu bringen. Zudem dient die Zustelleinheit 4 dem Zweck, die mit dem Vielfachschraubwerkzeug 1 zu spannenden Schraubbolzen vor dem hydraulischen Spannvorgang auf eine einheitliche Vorspannung zu bringen.

Die Zustelleinheit 4 umfasst ein zentrales Stellrad 45 mit einer zentrisch da- rin eingebrachten Antriebskontur 46, in die beispielsweise der Vierkant ei- ner Ratsche oder eines anderen manuellen oder elektrischen Werkzeuges eingesetzt werden kann. Durch Drehen des Stellrades 45 können die An- triebsspindeln 5 unter Zwischenschaltung jeweils eines Drehmomentbe- grenzers angetrieben werden. Das Stellrad 45 trägt eine Außenzahnung 47, die ein auf dem Antriebsabschnitt 7.1 sitzendes Abtriebsrad 48 kämmt. Das Abtriebsrad 48 verfügt über eine entsprechend komplementäre Zahnung 49 und wirkt mit seiner radialen, zwei Kupplungsflächen aufweisenden Innen- seite auf zwei Kupplungsringe 50, 50.1. Die Innenseite des Abtriebsrades 48 ist zu diesem Zwecke konisch verjüngt und wirkt gegen komplementär geneigte Kupplungsflächen der Kupplungsringe 50, 51. Der in Figur 1 obere Kupplungsring 50 wirkt in Richtung der Längsachse der Antriebsspindel 5 gegen eine Widerlagerscheibe 51. Der untere Kupplungsring 50.1 steht un- ter der Vorspannung einer darauf wirkenden Druckfeder 52, die sich mit ih- rem anderen Ende an ein Widerlager abstützt, und wirkt durch diese unter Zwischenschaltung des Abtriebsrades 48 in Richtung des anderen Kupp- lungsringes 50. Durch die Druckfeder 52 ist somit die Kraftübertragung von dem Abtriebsrad 48 auf die drehmomentschlüssig auf dem Antriebsab- schnitt 7.1 der Antriebsspindel 5 sitzenden Kupplungsringe 50, 50.1 be- grenzt. Da das Stellrad 45 in derselben Weise alle Antriebsspindeln 5 antreibt, kön- nen mit einem geringen Drehmoment die Antriebsspindeln 5 mit ihren auf dem gegenüberliegenden Antriebsabschnitt 7 sitzenden Spannwerkzeugen in die erforderliche Ineingriffstellung mit beispielsweise dem Kopf eines Spannbolzens gebracht werden. Zudem werden die Spannbolzen durch den Antrieb über das Stellrad 45 in eine gleiche Vorspannung gebracht. Ist ein Schraubbolzen mit einer gewissen Vorspannung angezogen, greift die auf dieser Antriebsspindel 7.1 sitzende Rutschkupplung als Drehmoment- begrenzer, so dass diese Antriebsspindel 5 durch weiteres Drehbewegen des Stellrades 45 nicht weiter gespannt wird, wo hingegen die anderen An- triebsspindeln, die das über den Drehmomentbegrenzer übertragbare Dreh- moment noch übertragen werden kann, noch weitergespannt werden, und zwar so lange, bis auch an diesen die Drehmomentbegrenzung durch die vorgespannten Kupplungsscheiben 50, 50.1 greift. Somit wird auf einfache Weise eine gleichmäßige Drehmomentbegrenzung des über das Stellrad 45 auf die Antriebsspindeln 5 übertragenen Drehmoments erreicht

Weitere Betriebseinrichtungen

Dem Vielfachschraubwerkzeug 1 sind zu seinem Betrieb ein Hydraulikag- gregat sowie eine Steuereinrichtung zum Steuern des Hydraulikaggregates zugehörig. Das Hydraulikaggregat umfasst eine Hydraulikpumpe, einen Fluidtank zum Bevorraten von Hydraulikfluid, typischerweise Hydrauliköl sowie jeweils einen Fluiddruckausgang für den Vorhub und einen weiteren Fluiddruckausgang für den Rückhub. Darüber hinaus verfügt das Hydrau- likaggregat über eine Durchflussmesseinrichtung, mit der die geförderte Hydraulikfluidmenge erfassbar ist und bei einem Betrieb des Hydraulikag- gregates erfasst wird. Auf Grund der Durchflussmesseinrichtung wird ge- mäß einer bevorzugten Betriebsweise des Vielfachschraubwerkzeuges das Hydraulikaggregat Fluidfördermengen abhängig gesteuert. Dieses gewähr- leistet, dass eine Umschaltung von einem Vorhub in einen Rückhub der hydraulischen Stellzylinder des Vielfachschraubwerkzeuges erst erfolgt, wenn die vordefinierte Hydraulikfluidmenge gefördert ist. Diese vordefi- nierte Hydraulikfluidfördermenge entspricht demjenigen Hydraulikfluidvolu- men, welches benötigt wird, um den in jedem hydraulischen Stellzylinder angeordneten Kolben von seiner einen Endstellung in seine andere End- Stellung zu bewegen. Dadurch ist sichergestellt, dass eine Umschaltung von einer Vorhubbewegung in eine Rückhubbewegung erst erfolgt, wenn tat- sächlich alle Kolben der Ratschenantriebe gleichermaßen bewegt worden sind. Gleiches gilt für eine Umschaltung von einer Rückhubbewegung in eine Vorhubbewegung. Bei einer solchen Steuerung des Hydraulikaggre- gates ist es somit unerheblich, ob in allen Stellzylindern der gewünschte Hub synchron oder mit geringem zeitlichem Versatz ausgeführt wird. Um die diesbezügliche Hydraulikfluidmenge bestimmen zu können, wird das Vielfachschraubwerkzeug vor seinem eigentlichen Spanneinsatz einige Male zum Ausüben eines Hubes betätigt. Dabei wird das jeweils geförderte Fluidvolumen erfasst. Durch mehrfaches Wiederholen wird ein verlässlicher Fluidfördervolumenreferenzwert erhalten. Diese Fluidfördermenge be- stimmt sodann den Umschaltzeitpunkt. Wenn bei einer solchen Betriebs- weise des Hydraulikaggregates des Vielfachschraubwerkzeuges die zum Umschalten von einer Vorhubbewegung in eine Rückhubbewegung not- wendige Hydraulikfluidfördermenge nicht mehr gefördert werden konnte, weil zumindest eine der zu spannenden Schraubverbindungen bereits hin- reichend gespannt ist, und somit der Stellzylinder mit dem anliegenden Hyd- raulikdruck nicht weiterbewegt werden kann, schaltet das Hydraulikaggre- gat typischerweise ab. Wird kein Hydraulikfluid mehr gefördert, sind alle Schraubverbindungen auf Grund des gleichbleibenden Hydrauliköldruckes mit gleichem Drehmoment gespannt. Diejenige Kraft, mit der die Schraub- Verbindungen gespannt werden, ist bei dieser Betriebsweise abhängig von dem Druck, mit dem das Hydraulikfluid gefördert wird. Mit einem solchen Vielfachschraubwerkzeug lassen sich Schraubverbindungen auch mit sehr hohen Drehmomenten spannen. Ein Betrieb des Hydraulikaggregates und damit des Vielfachschraubwerk- zeuges kann auch auf unterschiedlichen Druckstufen erfolgen. Möglich ist es, einen ersten Spannschritt nur mit einem geringen Hydraulikdruck (we- nige bar) durchzuführen. Dieser Schritt des Spannens lediglich dient dazu, dass die Spannwerkzeuge mit ihrer Mitnehmerkontur die komplementären anzutreibenden Spannelemente, beispielsweise den Kopf eines Bolzens finden und dass sämtliche Schraubverbindungen bezüglich ihrer Verspan- nungsstellung in einen gleichen Ausgangszustand gebracht werden. Ist die ser erreicht, erfolgt das eigentliche Spannen der Schraubverbindungen. Hierfür wird der Hydraulikdruck des Hydraulikaggregates auf den dem auf- zubringenden Drehmoment entsprechenden Druck gebracht. Hierbei kön- nen durchaus Drücke von 600 bis 800 bar angelegt werden. Selbstverständ- lich ist es auch möglich, höhere Drucke bereitzustellen. Der Spannvorgang wird mit Hilfe der bereits vorstehend beschriebenen Fluidfördermengen ab- hängigen Umsteuerung durchgeführt. Bezugszeichenliste

Vielfachschraubwerkzeug 31 Durchbrechung

Antriebsblock 32 Verriegelungsklaue Verriegelungseinheit 33 Außenzahnung

Zustelleinheit 34 Stellhebel

Antriebsspindel 35 Rückstellhebelaufnahme Blockscheibe 36 Stellabschnitt

Antriebsabschnitt 37 Stellhebelkanal

Nuss 38 Stellring

Druckfeder 39 Rückstellhebelaufnahme Verriegelungsring 40 Stellstange

Außenzahnung 41 Stellnocken

Kolben-Zylinderanordnung 42 Gehäuse

Kolbenstange 43 Flandhabe

Kolben 44 Stellnockenaussparung Ratschenhebel 45 Stellrad

Zylindergehäuse 46 Antriebskontur

Fluidanschluss 47 Außenzahnung

Mitnehmerklaue 48 Abtriebsrad

Ringkanal 49 Zahnung

Fluidverteiler 50, 50.1 Kupplungsring

Querbohrung 51 Widerlagerscheibe Abschnitt 52 Druckfeder

Querbohrung

Fluidkanal

Ringkammer

Fluidverteiler

Ringkanal

Ringkörper

Ringkörper/Verriegelungsträger

Verriegelungsratsche

Verriegelungskammer