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Title:
PERSONAL PROTECTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/019540
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a personal protection device for a vehicle (2), comprising a front apron (6) in front of elements (7) which are at risk of being damaged on the front face (4) of the vehicle (2). The front apron (6) releasably holds the elements (7) at risk of being damaged. The aim of the invention is to achieve a reliable protection of persons involved in accidents using such a personal protection device. This is achieved in that the front apron (6) has a two-part C-shaped frame (8) with a stretched flexible tarp (12). An upper frame part (8a) of the two-part frame (8) is rigidly connected to the upper frame part (8a) or to the vehicle (1), and a lower frame part (8b) of the two-part frame (8) is connected to the upper frame part or to the vehicle in an articulated manner in a vehicle (1) region which is offset rearwards relative to the front face (4).

Inventors:
KRICKAU, Andreas (Schönbacher Str. 15, Bubenreuth, 91088, DE)
Application Number:
EP2017/066956
Publication Date:
February 01, 2018
Filing Date:
July 06, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B61F19/04; B60R21/34
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Claims:
Patentansprüche

1. Personenschutzvorrichtung für ein Fahrzeug (2) mit einer Bugschürze (6) vor verletzungsgefährdenden Elementen (7) an der Frontseite (4) des Fahrzeugs (2), wobei die Bugschürze (6) die verletzungsgefährdenden Elemente (7) freigebbar aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Bugschürze (6) einen zweiteiligen, C-förmigen Rahmen (8) mit einer aufgespannten, flexiblen Plane (12) aufweist und ein oberes Rahmenteil (8a) des zweiteiligen Rahmens (8) fest und ein unteres Rahmenteil (8b) des zweiteiligen Rahmens (8) in einem gegenüber der Frontseite (4) nach hinten versetzt liegenden Bereich des Fahrzeugs (1) gelenkig mit dem oberen Rahmenteil (8a) oder mit dem Fahrzeug (1) verbunden ist.

2. Personenschutzvorrichtung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

das obere Rahmenteil (8a) und das untere Rahmenteil (8b) an die Kontur an der Frontseite (4) angepasst sind.

3. Personenschutzvorrichtung nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

das obere Rahmenteil (8a) unmittelbar mit dem Frontteil (1) des Fahrzeugs (1) verbunden ist.

4. Personenschutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

das obere Rahmenteil in das Frontteil des Fahrzeugs inte- griert ist.

5. Personenschutzvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen dem oberen und dem unteren Rahmenteil eine federbe¬ lastete Spannvorrichtung vorhanden ist.

6. Personenschutzvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

an dem unteren Rahmenteil eine Stelleinrichtung angreift, mittels der die verletzungsgefährdenden Elemente freigebbar sind .

7. Personenschutzvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Plane (12) kunststofffaserverstärkt ist.

8. Personenschutzvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das untere Rahmenteil von unten her mit einer Kunststoff¬ schiene geschützt ist.

9. Personenschutzvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Bugschürze bei einem Schienenfahrzeug an der Frontseite einen unteren Bereich abdeckt, in dem sich eine Kupplung befindet .

Description:
Beschreibung

Personenschutz orrichtung Die Erfindung betrifft eine Personenschutzvorrichtung für ein Fahrzeug mit einer Bugschürze vor verletzungsgefährdenden Elementen an der Frontseite des Fahrzeugs, wobei die Bug ¬ schürze die verletzungsgefährdenden Elemente freigebbar aufweist.

Personenschutzvorrichtungen dieser Art sind bekannt. Sie werden vor allem im Straßenbahnbetrieb eingesetzt und dienen dem passiven Schutz von Fußgängern im Falle einer Kollision. Die Bugschürze ist weit herunter gezogen um zu verhindern, dass am Boden liegende Personen im Falle des Überfahrens unter die Straßenbahn geraten. Berücksichtigt werden muss allerdings, dass die Bodenfreiheit bei einer Kuppen-Wannen-Fahrt der Straßenbahn nicht verletzt werden darf. Dies führt letztend ¬ lich dazu, dass je nach Streckenprofil ein Überfahren von Personen nicht ausgeschlossen werden kann, weil sich ein

Spalt zwischen der Bugschürze und dem Streckenprofil ergibt.

Um dem zu begegnen, hat man diesen Spalt mit einem zusätzlichen Element, wie beispielsweise einem Airbag, verschlossen, jedoch bringt dies erhebliche Probleme mit sich; so können

Fehlauslösungen, zu späte Erkennung oder Nichterkennung aufgrund einer anfälligen Sensorik auftreten. Außerdem sind diese Zusatzelemente verhältnismäßig teuer. Außerdem bestehen bekannte Bugschürzen aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder aus einem Aluminiumblech in einer Ausführung, bei der scharfe Kanten zugunsten von Rundungen vorgesehen sind, was zu erhöhten Herstellungskosten führt. Hinzu kommt, dass verletzungsgefährdende Elemente an der Frontseite von Fahrzeugen, beispielsweise Kupplungen, von Hand oder automatisch klappbar ausgeführt sein müssen, damit Kupplungen im Betrieb freigebbar sind, wenn zwei Fahrzeuge miteinander verbunden werden sollen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für ein Fahr- zeug eine Bugschürze vorzuschlagen, die sich durch einen zuverlässigen Schutz verunfallter Personen auszeichnet.

Zur Lösung dieser Aufgabe weist bei einer Personenschutzvorrichtung der eingangs angegebenen Art erfindungsgemäß die Bugschürze einen zweiteiligen, C-förmigen Rahmen mit einer aufgespannten, flexiblen Plane auf, und ein oberes Rahmenteil des zweiteiligen Rahmens ist fest und ein unteres Rahmenteil des zweiteiligen Rahmens ist in einem gegenüber der Frontseite nach hinten versetzt liegenden Bereich gelenkig mit dem oberen Rahmenteil oder mit dem Fahrzeug verbunden.

Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Bugschürze wird darin gesehen, dass die Plane aufgrund ihrer Aufspannung in dem Rahmen äußerst weich ausgeführt ist, so dass diese Plane im Falle einer Kollision mit einer verunfallten Person wie ein Fangtuch wirkt und die Person sanft aufnimmt. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Personenschutzvorrichtung besteht darin, dass sie günstig in ihren Herstellungs ¬ kosten ist.

Bei der erfindungsgemäßen Bugschürze sind das obere und das untere Rahmenteil in vorteilhafter Weise an die Kontur an der Frontseite des Fahrzeugs angepasst, um einer Verletzungsge ¬ fahr durch die Bugschürze selbst vorzubeugen. Außerdem ergibt sich dadurch eine Bauform, bei der eine verunfallte Person möglichst sanft zur Seite hin abgedrängt wird, wie es die Formgestaltung der Straßenbahn an der Frontseite auch im Übrigen ermöglicht. Das obere und das untere Rahmenteil können bei der erfin ¬ dungsgemäßen Personenschutzvorrichtung in unterschiedlicher Weise ausgeführt sein. So kann es aus Kostengründen vorteil ¬ haft sein, wenn das obere Rahmenteil unmittelbar mit dem Frontteil des Fahrzeugs verbunden ist oder in das Frontteil des Fahrzeugs integriert ist.

Als vorteilhaft hat es sich außerdem erwiesen, wenn bei der erfindungsgemäßen Personenschutzvorrichtung zwischen dem oberen und dem unteren Rahmenteil eine federbelastete Spannvor ¬ richtung vorhanden ist, weil dadurch ein unbeabsichtigtes Hochklappen des unteren Rahmenteils mit der aufgespannten Plane verhindert wird. Hervorzuheben ist vor allem, dass durch die federbelastete Spannvorrichtung der Rahmen mit der aufgespannten Plane tiefer als eine fest angebrachte Bug ¬ schürze herunter gezogen werden kann, weil auch bei einer extremen Wannenfahrt des Fahrzeugs und eines damit einherge ¬ henden Aufsetzens des Rahmens ein selbsttätiges Nachgeben des Rahmens ermöglicht ist.

Die erfindungsgemäße Personenschutzvorrichtung ist auch hinsichtlich der Freigebbarkeit der verletzungsgefährdenden Elemente vorteilhaft, wenn an die untere Stützeinrichtung eine Stelleinrichtung angreift, mittels der die verletzungsgefährdenden Elemente freigebbar sind. Diese Stelleinrichtung kann aus einem Handgriff zum Hochklappen des Rahmens bestehen oder aus einem elektrischen Antrieb, um die Bugschürze einzuklap ¬ pen und einen Zugang zu beispielsweise Kupplungen an der Frontseite des Fahrzeugs zu ermöglichen.

Vorteilhaft ist es bei der erfindungsgemäßen Personenschutzvorrichtung ferner, die Plane kunststofffaserverstärkt ist, um sie strapazierfest zu gestalten. Es kommen auch anderwei- tig verstärkte Stoffe in Frage.

Die erfindungsgemäße Personenschutzvorrichtung ist auch in einer Ausführung vorteilhaft, bei der der Rahmen von unten her mit einer Kunststoffschiene geschützt ist. Die Kunst- stoffschiene schützt bei einer Extremlage des Rahmens zu Straße oder Schiene den Rahmen. Vorteilhaft lässt sich die erfindungsgemäße Personenschutz ¬ vorrichtung insbesondere bei einem Schienenfahrzeug einset ¬ zen, indem die Bugschürze bei einem Schienenfahrzeug an der Frontseite einen unteren Bereich abdeckt, in dem sich eine Kupplung befindet. Vorteilhafte Einsatzmöglichkeiten ergeben sich darüber hinaus bei Lastkraftwagen, bei denen auch personengefährdende Elemente an der Frontseite angebracht sind.

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung ist in der Figur eine Seitenansicht auf einen Frontteil einer Straßenbahn mit einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Personenschutzvorrichtung schematisch gezeigt.

Die Figur zeigt einen Frontteil 1 einer Straßenbahn 2, die am Frontteil 1 eine Frontseite 4 mit Abrundungen besitzt; die

Frontseite 4 weist in ihrem unteren Bereich 5 eine Bugschürze

6 auf. Die Bugschürze 6 ist vor personengefährdenden Elementen angeordnet, die im dargestellten Falle von einer Kupplung

7 gebildet ist.

Die Bugschürze 6 enthält einen zweiteiligen, C-förmigen Rahmen 8, der an seiner von der Frontseite 4 abgewendeten Seite offen ist. Der Rahmen 8 weist ein oberes Rahmenteil 8a und ein parallel dazu verlaufendes unteres Rahmenteil 8b auf, die beide der Kontur des Fronteils 1 angepasst ausgeführt sind. Das obere und das untere Rahmenteil 8a und 8b sind an ihren Enden 9 und 10 gelenkig miteinander verbunden, wodurch ein rechtsseitiger und ein linksseitiger Gelenkpunkt gebildet sind; in der Figur ist nur ein Gelenkpunkt 11 erkennbar. Die Gelenkpunkte 11 liegen in einem gegenüber der Frontseite 4 nach hinten versetzt liegenden Bereich der Straßenbahn 2. Der Rahmen 8 ist mit einer flexiblen Plane 12 versehen, indem die Plane 12 zwischen den Rahmenteilen 8a und 8b aufgespannt ist. Die Plane erstreckt sich dabei von dem einen linksseitigen Gelenkpunkt 11 kommend keilförmig ansteigend zur Frontseite 4 hin, umspannt dort die beiden Rahmenteile 8a und 8b, um dann wieder zu dem anderen rechtsseitigen Gelenkpunkt 11 keilförmig auszulaufen. Das obere Rahmenteil 8a kann auch durch das Fahrzeug selbst ersetzt werden, wenn dieses zur Anbringung der Plane geeignet ausgeführt ist.

Während eines normalen Betriebs der Straßenbahn 2 mit der Frontseite 4 in Fahrtrichtung befindet sich die Bugschürze 6 im heruntergeklappten Zustand und bietet daher einen guten Personenschutz, weil eine verunfallte Person nicht in den Be ¬ reich der Kupplung 7 gelangen kann. Soll die Straßenbahn 2 an eine weitere Straßenbahn - nicht dargestellt - angehängt werden, dann wäre die Bugschürze 6 störend, weil sie den Zugriff auf die Kupplung 7 behindert. Um dem abzuhelfen, kann die Bugschürze 6 von Hand oder mittels einer nicht gezeigten Stelleinrichtung angehoben werden, wobei das untere Rahmenteil 8b nach oben zum Rahmenteil 8a geschwenkt wird.