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Patent Searching and Data


Title:
PLANETARY ROLLER SCREW DRIVE AND METHOD FOR OPERATING A PLANETARY ROLLER SCREW DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/007457
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a planetary roller screw drive, comprising a multi-part nut (20) that surrounds a threaded spindle (16), wherein a plurality of planets (2) roll between the nut (20) and the threaded spindle (16), which are guided in each case with end portions (22) in the nut (20) and with a central section (19) on the threaded spindle (16), and wherein the nut (20) comprises a pretensioning device (17) for the planets (2), which is adjustable during operation of the planetary roller screw drive.

Inventors:
WÜBBOLT-GORBATENKO, Benjamin (Spinnereistraße 14, Erlangen, 91052, DE)
FABER, Daniel (Bielefelderstraße 40, Nürnberg, 90425, DE)
HAUSMANN, Alexander (Hertleinstrasse 33, Erlangen, 91052, DE)
RUDY, Dietmar (Schulstr. 11, Kleinbundenbach, 66501, DE)
Application Number:
DE2018/100550
Publication Date:
January 10, 2019
Filing Date:
June 11, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16H25/20; F16H25/22
Foreign References:
DE102010011820A12011-09-22
DE102007007885A12008-09-04
DE102015221556A12017-05-04
EP0603067A11994-06-22
DE102010011820A12011-09-22
DE102008008013B32009-10-01
DE102016221189A12017-05-04
EP1945966B12010-01-13
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Claims:
Patentansprüche

1 . Planetenwälzgetriebe, mit einer mehrteiligen, eine Gewindespindel (16) umgebenden Mutter (20), wobei zwischen der Mutter (20) und der Gewindespindel (16) mehrere Planeten (2) abrollen, welche jeweils mit Endabschnitten (22) in der Mutter (20) und mit einem Mittelabschnitt (19) auf der Gewindespindel (16) geführt sind, und wobei die Mutter (20) eine Vorspanneinrichtung (17) für die Planeten (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspanneinrichtung (17) als im Betrieb des Planetenwälzgetriebes verstellbare Vorspanneinrichtung ausgebildet ist.

2. Planetenwälzgetriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Vorspanneinrichtung (17) ein Rampengetriebe (13) umfasst.

3. Planetenwälzgetriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Vorspanneinrichtung (17) zusätzlich zum Rampengetriebe (13) eine Federanordnung (5) umfasst.

4. Planetenwälzgetriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Federanordnung (5) als Federpaket, insbesondere Tellerfederpaket oder Wellfederpaket, ausgebildet ist.

5. Planetenwälzgetriebe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (5) axial zwischen zwei Mutterhälften (3,4) der Mutter (20) angeordnet ist und die Mittelabschnitte (19) sämtlicher Planeten (2) ringförmig umgibt.

6. Planetenwälzgetriebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die

Federanordnung (5) von einem Anschlagring (26) umgeben ist.

7. Planetenwälzgetriebe nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rampengetriebe (13) als Wälzkörper-Rampengetriebe ausgebildet ist.

8. Planetenwälzgetriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das

Wälzkörper-Rampengetriebe (13) zwei in Axialrichtung der Mutter (20) voneinander beabstandete Wälzkörperreihen umfasst.

9. Planetenwälzgetriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich beide Wälzkörperreihen zumindest mittelbar an einem einzigen Hülsenelement (6) abstützen.

10. Verfahren zum Betrieb eines Planetenwälzgetriebes, welches eine mehrteilige Mutter (20) aufweist, wobei Mutterelemente (3,4) mittels einer variablen Vorspanneinrichtung (17) gegeneinander vorgespannt sind und verschiedene Betriebsmodi, nämlich ein erster Betriebsmodus, in welchem die Vorspannung derart eingestellt ist, das das Planetenwälzgetriebe selbsthemmend ausgelegt ist, und ein zweiter Betriebsmodus, in welchem die Vorspannung derart eingestellt ist, das das Planetenwälzgetriebe nicht selbsthemmend ausgelegt ist, durch Veränderung eines in die Mutter (20) eingeleiteten Antriebsmomentes gewechselt werden.

Description:
Planetenwälzgetriebe und Verfahren zum Betrieb eines Planetenwälzgetriebes

Die Erfindung betrifft ein Planetenwälzgetriebe nach dem Oberbegriff des An- spruchs 1 . Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Planetenwälzgetriebes.

Der Begriff Planetenwälzgetriebe wird gleichbedeutend mit dem Begriff Planetenwälz- gewindetrieb verwendet. Ein gattungsgemäßes Planetenwälzgetriebe ist beispielswei- se aus der DE 10 2010 01 1 820 A1 bekannt. Dieser Planetenwälzgewindetrieb um- fasst eine Mutter, die zwei axial zueinander bewegliche Mutterteile aufweist. Eine Vorspanneinrichtung des bekannten Planetenwälzgetriebes umfasst ein Federelement, welches eine in Axialrichtung wirkende Kraft auf eines der Mutterteile ausübt und sich hierbei an einem Kupplungsteil, welches fest mit einer die Mutterteile umgebenden Hülse verbunden ist, abstützt.

Ein weiterer Planetenwälzgewindetrieb mit Vorspannmitteln ist zum Beispiel aus der DE 10 2008 008 013 B3 bekannt. Die Vorspannmittel sollen dafür sorgen, dass Profilierungen der Wälzkörper, das heißt Planeten, des Planetenwälzgewindetriebs spiel- frei an einer Innenprofilierung einer Mutter und an einer Außenprofilierung einer Spindel anliegen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Planetenwälzgewindetrieb gegenüber dem genannten Stand der Technik weiterzuentwickeln, wobei besonders weite Einsatzmöglichkeiten des Plantenwälzgewindetriebs gegeben sein sollen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Planetenwälzgewindetrieb mit den Merkmalen des Anspruchs 1 . Ebenso wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Betrieb eines Planetenwälzgetriebes gemäß Anspruch 10. Im Folgenden im Zusammenhang mit dem Betriebsverfahren erläuterte Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung gelten sinngemäß auch für die Vorrichtung, das heißt den Planetenwälzgewindetrieb, und umgekehrt. Der Planetenwälzgewindetrieb umfasst eine mehrteilige Mutter, welche eine Gewindespindel umgibt, wobei zwischen der Mutter und der Gewindespindel mehrere Planeten abrollen, die jeweils mit Endabschnitten in der Mutter und mit einem Mittelabschnitt auf der Gewindespindel geführt sind. Die End- und Mittelabschnitte der Planten stellen Profilierungen dar, welche - im Gegensatz zur Profilierung der Gewindespindel - kein Gewinde beschreiben. In Anpassung an die Gewindesteigung der Gewindespindel sind die einzelnen Planeten in Axialrichtung der Mutter sowie der Gewindespindel und damit des gesamten Planetenwälzgewindetriebs etwas gegeneinander versetzt. Die Mutter weist eine Vorspanneinrichtung auf, welche auf die Planeten wirkt, indem verschiedene Elemente der Mutter gegeneinander vorgespannt sind. Erfindungsgemäß ist die Vorspanneinrichtung während des Betriebs des Planetenwälz- getriebes verstellbar.

Zur Verstellung der Vorspannung des Planetenwälzgetriebes ist insbesondere ein Rampengetriebe geeignet, welches der Vorspanneinrichtung zuzurechnen ist. Rampengetriebe sind prinzipiell zum Beispiel bei Fahrzeugbremsen bekannt. Beispielhaft wird diesem Zusammenhang auf die Dokumente DE 10 2016 221 189 A1 und

EP 1 945 966 B1 hingewiesen. Im vorliegenden Fall ist das Rampengetriebe dazu ausgebildet, eine Rotation in eine Linearbewegung zu wandeln. Das Rampengetriebe kann entweder ohne Wälzkörper oder mit Wälzkörpern arbeiten. Im letztgenannten Fall sind als Wälzkörper vorzugsweise Kugeln vorgesehen. Alternativ kommen Rollen oder Nadeln als Wälzkörper des Rampengetriebes in Betracht.

Unabhängig von der Ausgestaltung des Rampengetriebes umfasst die Vorspannein- richtung vorzugsweise zusätzlich eine Federanordnung. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine einzelne Tellerfeder oder um ein Paket aus Tellerfedern oder um eine Wellfeder oder um ein Wellfederpaket handeln. Ebenso kann die Federanordnung aus Schraubenfedern aufgebaut sein. Sowohl bei der Verwendung von Tellerfedern als auch bei der Verwendung von Schraubenfedern oder sonstigen Federn ist die Federanordnung in bevorzugter Ausgestaltung axial zwischen den beiden gegeneinander vorgespannten Mutterelementen der Mutter des Planetenwälzgetriebes angeordnet. Hierbei ist die Federanordnung ringförmig um die Mittelabschnitte sämtlicher Planeten gelegt. In Radialrichtung der Mutter ragt die Federanordnung vorzugsweise nicht über die Mutterelemente hinaus. Ist die mindestens eine Feder der Federanordnung als ringförmige, die Mittelachse des Planetenwälzgetriebes ringförmig umschließende Feder ausgebildet, so ist axial zwischen den beiden gegeneinander verspannten Mutterelementen beispielsweise ein Anschlagring angeordnet, welcher den Federweg begrenzt und die Federanordnung ringförmig umschließt. Alternativ kann die Funktion des Anschlagrings unmittelbar durch die Mutterelemente übernommen werden.

Eine den Federweg begrenzende Anschlagfunktion der Mutterelemente ist auch in Ausgestaltungen vorteilhaft, in welchen einzelne Federn, insbesondere Schraubenfedern, am Umfang der Mutterelemente verteilt sind. In diesem Fall sind vorzugsweise segmentartige Anschlagbereiche der Mutterelemente gleichförmig an deren Umfang, jeweils zwischen zwei Federelementen, verteilt. Dies ist gleichbedeutend damit, dass zumindest eines der Mutterelemente stirnseitige Ausnehmungen aufweist, in welche jeweils mindestens ein Federelement eingesetzt ist.

Die beiden Mutterelemente können spiegelsymmetrisch zueinander gestaltet sein. Während sich die Federanordnung vorzugsweise zwischen den beiden Mutterelementen befindet, ist ein einzelnes Rampengetriebe oder ein Paar an Rampengetrieben vorzugsweise an einer äußeren Stirnseite beziehungsweise an beiden äußeren, voneinander abgewandten Stirnseiten der Mutterelemente angeordnet. Ist das Rampengetriebe als Wälzkörper-Rampengetriebe ausgebildet, so rollen dessen Wälzkörper, insbesondere Kugeln, vorzugsweise auf einem nach innen gerichteten Flansch eines Hülsenelements ab, welches die beiden Mutterelemente, die Federanordnung und gegebenenfalls auch den gesonderten Anschlagring umschließt. Alternativ stützen sich die Wälzkörper der beiden Wälzkörperreihen lediglich indirekt am Hülsenelement ab. Das Hülsenelement ist beispielsweise durch umformende Verfahren, spanabhebend oder durch eine Kombination verschiedener Fertigungsverfahren herstellbar. Das Hülsenelement ist entweder als einstückiges Bauteil ausgebildet oder aus mehre- ren Teilen zusammengesetzt.

In bevorzugter Ausgestaltung handelt es sich bei dem Hülsenelement um das rotativ angetriebene Element des Planetenwälzgewindetriebs. Der Antrieb des Hülsenelements kann beispielsweise über einen Riementrieb erfolgen, wobei ein Riemenrad als integraler Bestandteil des Hülsenelements ausgebildet sein kann. Ebenso ist es möglich, ein Riemenrad oder Kettenrad mit einem gesonderten Hülsenelement zu verbinden. Auch ein Antrieb des Hülsenrads über ein Zahnradgetriebe oder ein elektrischer Direktantrieb des Hülsenelements ist möglich. Im letztgenannten Fall ist das Hülsen- element beispielsweise mit einem als Hohlrotor ausgebildeten Rotor eines Elektromotors verbunden.

Ein Drehmoment, welches in das Hülsenelement eingeleitet wird, leitet zwangsläufig auch Kräfte in das Rampengetriebe ein. Diese Kräfte wirken vorzugsweise derart, dass sie die Wirkung der Federanordnung tendenziell aufheben, wobei kein Vorzeichenwechsel der Vorspannung oder vollständiger Entfall der der Vorspannung möglich ist.

Somit ist die Vorspannung des Planetenwälzgewindetriebs vom in die Mutter eingelei- teten Drehmoment abhängig. Dies kann dahingehend genutzt werden, dass ohne die Einleitung eines Drehmoments die maximale Vorspannung gegeben ist, was mit einer Selbsthemmung des Planetenwälzgewindetriebs einhergeht. Mit zunehmendem Drehmoment, welches in die Mutter eingeleitet wird und eine Verschiebung der Gewindespindel bewirkt, wird die Selbsthemmung aufgehoben, so dass ein leichtgängi- ger Betrieb des Planetenwälzgewindetriebs möglich ist. Mit Beendigung des Antriebs der Mutter kehrt der Planetenwälzgewindetrieb selbsttätig wieder in denjenigen Zustand zurück, in welchem Selbsthemmung herrscht. Auf diese Weise kann das Plane- tenwälzgetriebe in jeder beliebigen Position gestoppt werden, wobei durch abtriebs- seitig eingeleitete Kräfte keine Verstellung der angefahrenen Position möglich ist.

Nachfolgend werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen: ein erstes Ausführungsbeispiel eines Planetenwälzgetriebes in einer Schnittdarstellung,

Fig. 2 das Planetengetriebe nach Figur 1 in perspektivischer Ansicht, Fig. 3 ausschnittsweise ein zweites Ausführungsbeispiel eines Planetenwälz- getriebes in einer Schnittdarstellung,

Fig. 4 und 5 Komponenten von Planetenwälzgetrieben in unterschiedlichen Betriebs- zuständen,

Fig. 6 bis 8 verschiedene Varianten von Rampengetrieben in Planetenwälzgetrieben.

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf sämt- liehe Ausführungsbeispiele. Einander entsprechende oder prinzipiell gleichwirkende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

Ein Planetenwälzgetriebe 1 umfasst mehrere Planeten 2, welche auch als Wälzkörper bezeichnet werden und in einer mehrteiligen Mutteranordnung 20, kurz auch als Mut- ter bezeichnet, abrollen. Hinsichtlich der grundsätzlichen Funktion des Planetenwälz- getriebes 1 wird auf den eingangs zitierten Stand der Technik verwiesen.

Die Mutteranordnung 20 umfasst zwei Mutterelemente 3, 4, welche ohne Beschränkung der Allgemeinheit auch als Mutterhälften bezeichnet werden. Die beiden Mut- terelemente 3, 4 sind durch eine Federanordnung 5 gegeneinander vorgespannt. Die Mutterelemente 3, 4 sind zusammen mit der Federanordnung 5 innerhalb eines Hülsenelementes 6 angeordnet, welches in Figur 2 nicht dargestellt ist. An den Stirnseiten der Mutterelemente 3, 4 sind Wälzkörper 7, nämlich Kugeln, erkennbar, welche Borde 8 kontaktieren, die auch als Flansche bezeichnet werden und integrale Be- standteile des Hülsenelements 6 sind. Bei dem Hülsenelement 6 handelt es sich um ein umformend hergestelltes Bauteil aus Stahl, welches in den Ausführungsbeispielen einstückig ist. Alternativ könnte das Hülsenelement aus mehreren Einzelteilen aufgebaut sein. In der Bauform nach den Figuren 1 und 2 kontaktieren die Wälzkörper 7 die Mutterhälften 3, 4, wobei diese durch Schiebesitze 9 im Hülsenelement 6 geführt sind. Dagegen sind in der Ausgestaltung nach Figur 3 mit den Mutterhälften 3, 4 gesonderte Rampenringe 29, 30 verbunden, auf welchen die Wälzkörper 7, welche die radial nach innen gerichteten Flansche 8 des Hülsenelements 6 kontaktieren, abrollen. Laufbahnen 10 für die Wälzkörper 7 sind entweder direkt durch die Mutterhälften 3, 4 (Figur 1 und 2) oder durch die Rampenringe 29, 30 (Figur 3) gebildet. In beiden Fällen sind die zugehörigen Laufbahnen für die Wälzkörper 7 auf Seiten des Hülsenelemen- tes 6 mit 1 1 bezeichnet.

Das Hülsenelement 6 ist fest verbunden (Figur 1 ) beziehungsweise einstückig ausgebildet (Figur 3) mit einer Riemenscheibe 12, welche allgemein als Getriebeelement bezeichnet wird. Ein zugehöriger Antriebsriemen, welcher ausschließlich in Figur 3 angedeutet ist, ist mit 28 bezeichnet. Das Hülsenelement 6 stellt damit ein rotierendes Element des Planetenwälzgetriebes 1 dar. Eine Gewindespindel 16 ist in verdrehgesicherter Weise linear verschiebbar. Die Mittelachse der Gewindespindel 16 und damit des gesamten Planetenwälzgetriebes 1 ist mit M bezeichnet.

Das Planetenwälzgetriebe 1 ist mit variabler Vorspannung betreibbar und weist zu diesem Zweck eine während des Betriebs des Planetenwälzgetriebes 1 verstellbare Vorspanneinrichtung 17 auf. Die Vorspanneinrichtung 17 umfasst ein aus zwei Einzelgetrieben aufgebautes Rampengetriebe 13, welches eine Verdrehung zwischen den Mutterhälften 3, 4 einerseits und dem Hülsenelement 6 andererseits in eine axiale Verlagerung zwischen den Mutterhälften 3,4 umsetzt. Zwischen den Mutterhälften 3, 4 ist ein Spalt 14 gebildet, dessen Breite bei Betätigung der Vorspanneinrichtung 17 variiert. Ein Anschlag 15 begrenzt den Verschiebebereich zwischen den Mutterhälften 3, 4. Im Fall von Figur 1 und 2 ist der Anschlag 15 unmittelbar durch die Mutterhälften 3, 4 gebildet. Dagegen ist im Fall von Figur 3 ein gesonderter Anschlagring 26 vorhanden, welcher zwischen den Mutterhälften 3, 4 angeordnet ist und den minimalen Abstand zwischen den Mutterhälften 3, 4 vorgibt.

Die Gewindespindel 16 weist einen Gewindegang 18 auf, welcher in Figur 3 nur unvollständig dargestellt ist. Jeder Planet 2 weist einen verdickten Mittelabschnitt 19 auf, welcher den Gewindegang 18 kontaktiert. Im Übrigen sind die Planeten 2 von der Gewindespindel 16 abgehoben. Mit 21 ist ein Rillenprofil des Mittelabschnitts 19 bezeichnet, welches passend zum Gewindegang 18 geformt ist. Die am Umfang verteilten Planeten 2 sind in Anpassung an die Steigung des Gewindegangs 18 in Axialrichtung geringfügig gegeneinander versetzt. An den Mittelabschnitt 19 eines jeden Planeten 2 schließen sich Endabschnitte 22 an, welche die Mutterhälften 3, 4 kontaktieren. Hierbei greifen Rillenprofile 23 der Endabschnitte 22 in Rillenprofile 24 der Mutterhälften 3, 4 ein. Durch die Vorspanneinrich- tung 17 werden Kräfte beeinflusst, die zwischen den Rillenprofilen 23, 24 übertragen werden. Aufgrund der Geometrie der Rillenprofile 23, 24 werden durch Axialkräfte, die zwischen den Mutterhälften 3, 4 wirken, auch Radialkräfte erzeugt, welche die Planeten 2 nach innen, das heißt in Richtung zur Mittelachse M, drängen. Auf diese Weise wirkt sich die Vorspannung zwischen den Mutterhälften 3, 4 auch auf die Vorspan- nung der Planeten 2 gegenüber der Gewindespindel 16 aus.

Die Vorspanneinrichtung 17 umfasst im Fall von Figur 1 und 2 mehrere Schraubenfedern 25, welche gleichmäßig am Umfang der Mutterhälften 3, 4 verteilt und jeweils in Axialrichtung des Planetenwälzgetriebes 1 ausgerichtet sind. Hierbei ist jede Schrau- benfeder 25 zwischen zwei stirnseitige Ausnehmungen der Mutterhälften 3, 4 eingelegt. Im Unterschied hierzu ist in der Ausgestaltung nach Figur 3 die Federanordnung 5 durch zwei Tellerfedern 27 gebildet, welche konzentrisch zur Mittelachse M angeordnet sind und die Anordnung sämtlicher Planeten 2 ringförmig umgeben. Die Laufbahnen 10 des Rampengetriebes 13 weisen in der Ausgestaltung nach Figur 1 und 2 jeweils einen Scheitelpunkt S auf. Befinden sich die Wälzkörper 7 am Scheitelpunkt S, so ist der Abstand zwischen den Mutterhälften 3, 4 maximal. Jede Verdrehung zwischen den Mutterhälften 3, 4 einerseits und dem Hülsenelement 6 andererseits führt zu einer Verringerung des Abstandes zwischen den Mutterhälften 3, 4.

Ebenso ist beim Planetenwälzgetriebe 1 nach Figur 3 der Abstand zwischen den Mutterhälften 3, 4 durch eine Verdrehung zwischen dem Hülsenelement 6 einerseits und den Mutterhälften 3, 4 andererseits verstellbar. Die Verstellung des Abstandes zwischen den Mutterhälften 3, 4 und damit die Variation der Vorspannung des Planetenwälzgetriebes 1 ist allen Fällen auf einfache Weise durch Veränderung des in das Hülsenelement 6 eingeleiteten Drehmoments bewerkstelligbar. Dieser Vorgang ist in den Figuren 4 und 5 veranschaulicht. Wie aus einem Vergleich dieser Figuren hervorgeht, liegen im Fall von Figur 4 Flanken der Rillenprofi- le 23 an Flanken der mutterseitigen Rillenprofile 24 an, was mit einer hohen Vorspannung des Planetenwälzgetriebes 1 einhergeht. Die Vorspannung ist hierbei so hoch, dass Selbsthemmung gegeben ist. Im Gegensatz hierzu sei in der Konstellation nach Figur 5 lediglich eine geringe Vorspannung zwischen den Mutterhälften 3, 4 gegeben, was in Figur 5 durch geringfügige Abstände zwischen den Rillenprofilen 23, 24 symbolisiert ist. Der damit gegebene Zustand geringer Vorspannung des Planetenwälzgetriebes 1 geht einher mit einem nicht selbsthemmenden Betrieb des Planetenwälzgetriebes. Dies bedeutet, dass eine Rotation des Hülsenelementes 6 durch Vorschub der Gewindespindel 16 bewirkbar ist.

Die Figuren 6 bis 8 veranschaulichen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten von Rampengetrieben 13. Jede dieser Geometrien ist sowohl für das Planetenwälzgetrie- be 1 nach den Figuren 1 und 2 als auch für das Planetenwälzgetriebe 1 nach Figur 3 geeignet. Hierbei entspricht die Gestaltung nach Figur 7 der Geometrie des Rampen- getriebes 13 nach Figur 2. Die Laufbahn 10 beschreibt im Fall von Figur 7 ebenso im Fall von Figur 6 eine Doppelrampe. Dies bedeutet, dass die Mutterhälften 3, 4 in einer bestimmten Axialrichtung gegeneinander verstellt werden, sobald das Rampengetriebe 13 aus der in den Figuren 6, 7 skizzierten Mittelstellung heraus in beliebiger Richtung verstellt wird. Eine solche Mittelstellung ist in der Ausgestaltung nach Figur 8 nicht gegeben. Dies bedeutet, dass eine Verdrehung zwischen den Mutterhälften 3, 4 einerseits und dem Hülsenelement 6 andererseits in einer ersten Richtung zu einer Verringerung des Abstandes zwischen den Mutterhälften 3, 4 führt, wogegen eine Verdrehung in der Gegenrichtung den Abstand zwischen den Mutterhälften 3, 4 vergrößert.

In allen Ausführungsformen ist die Vorspannung des Planetenwälzgetriebes 1 bei größtmöglichem Abstand zwischen den Mutterhälften 3, 4 maximal. Mit Hilfe des Rampengetriebes 13 kann der Abstand zwischen den Mutterhälften 3, 4 verringert werden, wobei die Federanordnung 5 komprimiert und die Vorspannung zwischen den Mutterhälften 3, 4 verringert wird. Der begrenzte Verschiebebereich zwischen den Mutterhälften 3, 4 sorgt dafür, dass jederzeit eine zumindest geringe Vorspannung des Planetenwälzgetriebes 1 erhalten bleibt. Bezugszeichenliste Planetenwälzgetriebe

Planet

Mutterhälfte, Mutterelement

Mutterhälfte, Mutterelement

Federanordnung

Hülsenelement

Wälzkörper

Bord, Flansch

Schiebesitz

Laufbahn

Laufbahn

Riemenscheibe, Getriebeelement

Rampengetriebe

Spalt

Anschlag

Gewindespindel

Vorspanneinrichtung

Gewindegang der Gewindespindel

Mittelabschnitt

Mutteranordnung, Mutter

Rillenprofil des Mittelabschnitts

Endabschnitt

Rillenprofil des Endabschnitts

Rillenprofil des Mutterelementes

Schraubenfeder

Anschlagring

Tellerfeder

Antriebsriemen

Rampenring

Rampenring M Mittelachse S Scheitelpunkt