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Title:
SHREDDER DEVICE FOR SHREDDING MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/038227
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a shredder device (1) for shredding material, in particular recyclable materials, waste wood and data storage devices, comprising a machine frame (2), at least one shredder rotor (3), which is rotatably mounted on the machine frame (2), and at least one feed device (4), by means of which the material to be shredded can be conveyed to the at least one shredder rotor (3), wherein at least one measurement apparatus (7, 8, 9) is provided for continuous detection of the position of the at least one feed device (4), a controller (10) is provided, at least for controlling and/or regulating the movement of the at least one feed device (4), and a signal transmission device (11) is provided, by means of which measurement signals generated by the at least one measurement apparatus (7, 8, 9) can be supplied to the controller (10).

Inventors:
PISCHON, Stefan (Kellau 124, 5431 Kuchl, 5431, AT)
Application Number:
EP2018/072422
Publication Date:
February 28, 2019
Filing Date:
August 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
UNTHA SHREDDING TECHNOLOGY GMBH (Kellau 141, 5431 Kuchl, 5431, AT)
International Classes:
B02C18/22; B02C23/02; B02C25/00
Foreign References:
DE202012004224U12012-05-16
US20160288133A12016-10-06
US6016979A2000-01-25
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GANGL, Markus et al. (Wilhelm-Greil-Str. 16, 6020 Innsbruck, 6020, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) zum Zerkleinern von Material, insbesondere von Wertstoffen, Restholz und Datenträgern, umfassend ein Maschinengestell (2), wenigstens einen am Maschinengestell (2) drehbar gelagerten Zerkleinerungsrotor (3) und wenigstens eine Zuführvorrichtung (4), mit welcher das zu zerkleinernde Material zum wenigstens einen Zerkleinerungsrotor (3) beförderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messeinrichtung (7, 8, 9) zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4), eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) zumindest zur Steuerung und/oder Regelung der Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) und eine Signalübertragungsvorrichtung (1 1 ) vorgesehen ist, über welche von der wenigstens einen Messeinrichtung (7, 8, 9) generierte Messsignale der Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) zuführbar sind.

2. Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , wobei die wenigstens eine Zuführvorrichtung (4) zwischen einer ersten Endstellung (5) und einer zweiten Endstellung (6) bewegbar ist, und die wenigstens eine Messeinrichtung (7, 8, 9) dazu eingerichtet ist, die Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) zwischen den beiden Endstellungen (5, 6) kontinuierlich zu erfassen.

3. Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, wobei wenigstens eine hydraulische Kolben-Zylinder- Vorrichtung (15) zur Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) vorgesehen ist, wobei die wenigstens eine hydraulische Kolben-Zylinder-Vorrichtung (15) wenigstens einen Zuleitung (12) und wenigstens eine Ableitung (13) für ein Hydraulikfluid aufweist, und wobei die wenigstens eine Messeinrichtung (7) zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) dazu eingerichtet ist, den Volumenstrom des Hydraulikfluids in der Zuleitung (12) und/oder Ableitung (13) zu messen.

4. Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Messeinrichtung (8) zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) als Wegmesseinrichtung ausgebildet ist, vorzugsweise wobei die Wegmesseinrichtung ein Seilzugpotentiometer umfasst.

5. Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Messeinrichtung (9) zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) dazu eingerichtet ist, einen Drehwinkel (14) zu messen, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Messeinrichtung (9) einen Drehwinkelgeber umfasst, und/oder die wenigstens eine Zuführvorrichtung (4) schwenkbar am Maschinengestell (2) gelagert ist und die Messeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, einen Drehwinkel der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) zu messen.

6. Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die wenigstens eine Zuführvorrichtung (4), vorzugsweise an Seitenwänden der Zerkleinerungsvorrichtung (1 ), schwenkbar um eine Drehachse (22) gelagert ist und das zu zerkleinernde Material durch eine Schwenkbewegung um die Drehachse (22) zum wenigstens einen Zerkleinerungsrotor (3) befördert.

7. Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) einen Materialaufgaberaum (20) umfasst, über welchen zu zerkleinerndes Material der Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) zuführbar ist.

8. Verfahren zum Betrieb einer Zerkleinerungsvorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

- die wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) wird, vorzugsweise zwischen einer ersten Endstellung (5) und einer zweiten Endstellung (6), bewegt,

- die wenigstens eine Messeinrichtung (7, 8, 9) generiert Messsignale, welche der aktuellen Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4), vorzugsweise zwischen den beiden Endstellungen (5, 6), entsprechen,

- die von der wenigstens einen Messeinrichtung (7, 8, 9) generierten Messsignale werden mittels der Signalübertragungsvorrichtung (1 1 ) der Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) zugeführt, und - die aktuelle Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) wird von der Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) anhand der Messsignale ermittelt. 9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die wenigstens eine Zuführvorrichtung (4) mittels wenigstens einer hydraulischen Kolben-Zylinder- Vorrichtung (15) bewegt wird, die wenigstens eine hydraulische Kolben-Zylinder- Vorrichtung (15) über wenigstens eine Zuleitung (12) und wenigstens eine Ableitung (13) mit einem Hydraulikfluid versorgt wird, und die wenigstens eine Messeinrichtung (7, 8, 9) den Volumenstrom des Hydraulikfluids in der Zuleitung (12) und/oder Ableitung

(13) misst.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die wenigstens eine Messeinrichtung (7, 8, 9) eine von der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) zurückgelegten Wegstrecke (16) misst, vorzugsweise relativ zu zumindest einer Endstellung (5,

6).

1 1 . Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die wenigstens eine Messeinrichtung (9) einen Drehwinkel (14) misst, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Zuführvorrichtung (4) zwischen zwei Endstellungen (5, 6) bewegt wird, dabei eine Schwenkbewegung vollzieht und die wenigstens eine Messeinrichtung (9) einen Drehwinkel (14) der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) misst. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 1 1 , wobei von der Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) anhand der von der wenigstens einen Messeinrichtung (7, 8, 9) generierten Messsignale eine Geschwindigkeit der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) ermittelt wird, vorzugsweise wobei aus der Geschwindigkeit eine Abtragleistung des Materials ermittelt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die ermittelte Geschwindigkeit mit einer Soll- Geschwindigkeit verglichen wird, vorzugsweise wobei für den Fall, dass die wenigstens eine Zuführvorrichtung (4) mittels wenigstens einer hydraulischen Kolben-Zylinder- Vorrichtung (15) bewegt wird, bei einer Abweichung der ermittelten Geschwindigkeit von der Soll-Geschwindigkeit

Steuerschieberauslenkung angepasst wird.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Geschwindigkeit mit wenigstens einem vorbestimmten Schwellwert verglichen wird, bevorzugt wobei die Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10)

- bei einem Erreichen des wenigstens einen Schwellwerts die Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) stoppt oder eine Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) in die entgegengesetzte Richtung einleitet, und/oder

- bei einem wiederholten Erreichen des Schwellwerts eine Reinigungsprozedur für den wenigstens einen Zerkleinerungsrotor (3) startet, besonders bevorzugt wobei der die Drehrichtung (17) des wenigstens einen Zerkleinerungsrotors (3) umgekehrt und die wenigstens eine Zuführvorrichtung (4) an den wenigstens einen Zerkleinerungsrotor (3) angepresst wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, wobei die Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) die Lage einer Endstellung (5, 6) der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) verändert.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 15, wobei die Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) anhand der von der wenigstens einen Messeinrichtung (7, 8, 9) generierten Messsignale eine Änderung der von der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) zurückgelegten Wegstrecke (16) ermittelt, bevorzugt wobei die Wegstreckenänderung mit wenigstens einem vorbestimmten Schwellwert verglichen wird und im Falle eines Erreichens des wenigstens einen Schwellwerts die Bewegungsrichtung (18) der wenigstens einen Zuführvorrichtung (4) umgekehrt wird.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 16, wobei die Steuer- und/oder Regelvorrichtung (10) eine von ihr anhand der von der wenigstens einen Messeinrichtung (7, 8, 9) generierten Messsignale detektierte Fehlfunktion an wenigstens eine Anzeigevorrichtung (19) weitergibt, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Anzeigevorrichtung (19) einen Bildschirnn umfasst.

Description:
Zerkleinerungsvorrichtung zum Zerkleinern von Material

Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrichtung zum Zerkleinern von Material, insbesondere von Wertstoffen, Restholz und Datenträgern, umfassend ein Maschinengestell, wenigstens einen am Maschinengestell drehbar gelagerten Zerkleinerungsrotor und wenigstens eine Zuführvorrichtung, mit welcher das zu zerkleinernde Material zum wenigstens einen Zerkleinerungsrotor beförderbar ist. Die Erfindung betrifft weiterhin Verfahren zum Betrieb einer solchen Zerkleinerungsvorrichtung.

Zerkleinerungsvorrichtungen gemäß dem Oberbegriff sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt. Häufig ist es vorgesehen, dass die wenigstens eine Zuführvorrichtung zwischen einer ersten Endstellung und einer zweiten Endstellung bewegbar ist. Dabei ist bei den beiden Endstellungen jeweils ein induktiver Sensor angeordnet, welcher erfasst, ob sich die Zuführvorrichtung in einer der beiden Endstellungen befindet. Soll die Zuführvorrichtung in eine bestimmte, von den Endstellungen abweichende Position bewegt werden, so ist dies nur durch ein Schaltintervall möglich, d.h. durch eine einstellbare Zeit, in welcher der Schieber in eine Position gefahren wird, welcher vermutlich der gewünschten Position entspricht. Ob die Zuführvorrichtung die gewünschte Position tatsächlich erreicht, ist unkontrollierbar. Dies ist zum Beispiel dann nachteilig, wenn die Zuführvorrichtung zu Wartungszwecken in eine bestimmte Position bewegt werden soll. Auch die Abtragleistung des Materials lässt sich nicht ermitteln. Und schließlich können Fehlfunktionen, welche zwischen den beiden Endstellungen auftreten, steuerungstechnisch weder erfasst noch behoben werden. Zu den Fehlfunktionen zählt beispielsweise eine reduzierte Durchsatzleistung, welche bei bestimmten zu zerkleinernden Materialien oder bei einer ungenügenden Schnittfunktion des Schneidsystems auftritt, und umgangssprachlich als„Freischneiden" bezeichnet wird. Dieses Freischneiden führt zu einer unerwünschten Erwärmung des Zerkleinerungsrotors und/oder des zu zerkleinernden Materials, welches teilweise zu schmelzen, zu brennen oder zu verkohlen beginnt. Es besteht eine Brandgefahr für den Endanwender. Eine weitere Fehlfunktion besteht in einem Verklemmen der Zuführvorrichtung. Es sei darauf hingewiesen, dass es auch Zerkleinerungsvorrichtungen gibt, bei denen die wenigstens eine Zuführvorrichtung nicht zwischen zwei Endstellungen, sondern in einem Kreis bewegbar ist. Die Erfindung betrifft auch solche Zerkleinerungsvorrichtungen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Zerkleinerungsvorrichtung anzugeben, welche insbesondere die genannten Probleme zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, behebt und eine volle steuerungstechnische Kontrolle zumindest der Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung ermöglicht. Weiterhin soll ein verbessertes Verfahren zum Betrieb einer solchen Zerkleinerungsmaschine angegeben werden.

Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 8.

Bei der Zerkleinerungsvorrichtung ist es also erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens eine Messeinrichtung zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung, eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung zumindest zur Steuerung und/oder Regelung der Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung und eine Signalübertragungsvorrichtung vorgesehen ist, über welche von der wenigstens einen Messeinrichtung generierte Messsignale der Steuer- und/oder Regelvorrichtung zuführbar sind.

Unter einer Messeinrichtung zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung ist eine Messeinrichtung zu verstehen, welche dazu eingerichtet ist, die Position der wenigstens eine Zuführvorrichtung kontinuierlich, also an einer Vielzahl von aufeinanderfolgenden Stellen zu messen - in Abgrenzung zum Stand der Technik, bei welchem eine Messung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung nur an einzelnen Punkten möglich ist.

Durch die kontinuierliche Erfassung ist es möglich, dass die Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung in jeder Stellung steuerungs- bzw. regelungstechnisch eindeutig und reproduzierbar erfassbar ist. Ergänzend kann natürlich auch wie beim Stand der Technik eine Erfassung der wenigstens einen Zuführvorrichtung an zwei Endstellungen vorgesehen sein, und zwar dann, wenn die wenigstens eine Zuführvorrichtung zwischen einer ersten Endstellung und einer zweiten Endstellung bewegbar ist, und die wenigstens eine Messeinrichtung dazu eingerichtet ist, die Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung zwischen den beiden Endstellungen kontinuierlich zu erfassen, wie dies gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen ist.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist wenigstens eine hydraulische Kolben-Zylinder-Vorrichtung zur Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung vorgesehen, wobei die wenigstens eine hydraulische Kolben-Zylinder-Vorrichtung wenigstens einen Zuleitung und wenigstens eine Ableitung für ein Hydraulikfluid aufweist, und wobei die wenigstens eine Messeinrichtung zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung dazu eingerichtet ist, den Volumenstrom des Hydraulikfluids in der Zuleitung und/oder Ableitung zu messen.

Die wenigstens eine Zuführvorrichtung kann alternativ oder ergänzend auch elektrisch oder pneumatisch angetrieben werden.

Alternativ kann die wenigstens eine Messeinrichtung zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung als Wegmesseinrichtung ausgebildet sein, vorzugsweise wobei die Wegmesseinrichtung ein Seilzugpotentiometer umfasst.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Messeinrichtung zur kontinuierlichen Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung dazu eingerichtet ist, einen Schwenkwinkel der wenigstens einen Zuführvorrichtung zu messen, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Messeinrichtung einen Drehwinkelgeber umfasst, und/oder die wenigstens eine Zuführvorrichtung schwenkbar am Maschinengestell gelagert ist und die Messeinrichtung dazu eingerichtet ist, einen Drehwinkel der wenigstens einen Zuführvorrichtung zu messen.

Die Messung eines Drehwinkels setzt nicht zwingend voraus, dass die wenigstens eine Zuführvorrichtung schwenkbar am Maschinengestell gelagert ist. Es ist beispielsweise auch möglich, dass die wenigstens eine Zuführvorrichtung als Linearschieber ausgebildet ist und mittels einer Kette antreibbar ist, wobei die Kette in Eingriff mit einem Zahnrad steht, wobei der Drehwinkel des Zahnrads messbar ist.

Es ist natürlich auch möglich, die drei bevorzugten Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Messeinrichtung in einer Zerkleinerungsvorrichtung beliebig miteinander zu kombinieren, um zum Beispiel die Genauigkeit der Erfassung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung zu erhöhen, oder eine Vorkehrung für den Fall zutreffen, dass eine Messeinrichtung ausfällt. Zu der erfindungsgemäß vorgesehenen Signalübertragungsvorrichtung sei noch angemerkt, dass diese auf jeglicher Form einer physikalischen Datenübertragung basieren kann, also beispielsweise auch drahtlos.

Die Art und Form der wenigstens einen Zuführeinrichtung ist nicht entscheidend. Es kann sich um eine bogenförmig angeordnete als auch um eine linearförmig angeordnete Zuführeinheit handeln.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung umfasst die folgenden Verfahrensschritte:

- die wenigstens einen Zuführvorrichtung wird, vorzugsweise zwischen einer ersten Endstellung und einer zweiten Endstellung, bewegt,

- die wenigstens eine Messeinrichtung generiert Messsignale, welche der aktuellen Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung, vorzugsweise zwischen den beiden Endstellungen, entsprechen,

- die von der wenigstens einen Messeinrichtung generierten Messsignale werden mittels der Signalübertragungsvorrichtung der Steuer- und/oder Regelvorrichtung zugeführt, und

- die aktuelle Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung wird von der Steuer- und/oder Regelvorrichtung anhand der Messsignale ermittelt.

Entsprechend den drei im Zusammenhang mit der Zerkleinerungsvorrichtung genannten Möglichkeiten zur Ausgestaltung der wenigstens einen Messeinrichtung können die folgenden bevorzugten Ausführungsbeispiele - einzeln oder in Kombination miteinander - vorgesehen sein: Die wenigstens eine Zuführvorrichtung wird mittels wenigstens einer hydraulischen Kolben-Zylinder-Vorrichtung bewegt, die wenigstens eine hydraulische Kolben-Zylinder- Vorrichtung wird über wenigstens eine Zuleitung und wenigstens eine Ableitung mit einem Hydraulikfluid versorgt, und die wenigstens eine Messeinrichtung misst den Volumenstrom des Hydraulikfluids in der Zuleitung und/oder Ableitung.

Die wenigstens eine Messeinrichtung misst eine von der wenigstens einen Zuführvorrichtung zurückgelegten Wegstrecke, vorzugsweise relativ zu zumindest einer Endstellung.

Die wenigstens eine Messeinrichtung misst einen Drehwinkel, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Zuführvorrichtung zwischen zwei Endstellungen bewegt wird, dabei eine Schwenkbewegung vollzieht und die wenigstens eine Messeinrichtung einen Drehwinkel der wenigstens einen Zuführvorrichtung misst.

Die Positionserfassung der wenigstens einen Zuführvorrichtung zwischen den beiden Endstellungen ist die Grundlage für eine Reihe von vorteilhaften Betriebsformen der Zerkleinerungsvorrichtung. Beispielsweise ist es möglich, die wenigstens eine Zuführvorrichtung zu Wartungszwecken in eine exakt vorgegebene Position zu bewegen. Dies kann beispielsweise dann besonders relevant sein, wenn eine Wartungsklappe vorgesehen ist, und die wenigstens eine Zuführvorrichtung eine bestimmte Position relativ zu dieser Wartungsklappe einnehmen muss, damit sich die Wartungsklappe überhaupt öffnen lässt oder eine bestimmte Wartungsaufgabe durchgeführt werden kann.

Vorteilhafterweise kann es vorgesehen sein, dass von der Steuer- und/oder Regelvorrichtung anhand der von der wenigstens einen Messeinrichtung generierten Messsignale eine Geschwindigkeit der wenigstens einen Zuführvorrichtung ermittelt wird.

Die Geschwindigkeit der wenigstens einen Zuführvorrichtung kann in weiterer Folge dazu herangezogen werden, dass eine Abtragleistung des Materials ermittelt wird. Auch ist es möglich, dass die ermittelte Geschwindigkeit mit einer Soll-Geschwindigkeit verglichen wird, vorzugsweise wobei für den Fall, dass die wenigstens eine Zuführvorrichtung mittels wenigstens einer hydraulischen Kolben-Zylinder-Vorrichtung bewegt wird, bei einer Abweichung der ermittelten Geschwindigkeit von der Soll- Geschwindigkeit eine Steuerschieberauslenkung angepasst wird.

In diesem Zusammenhang bietet es sich an, dass bei der Maschinenhydraulik ein Proportionalventil für die Ansteuerung der wenigstens einen Zuführvorrichtung zur Anwendung kommt. Mittels eines Proportionalventils ergibt sich die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der wenigstens einen Zuführvorrichtung stufenlos von 0% - 100% anzusteuern. Durch die Messung der aktuell vorliegenden Geschwindigkeit der wenigstens einen Zuführvorrichtung im Verhältnis zu der theoretisch vom Ventil vorgegebenen Geschwindigkeit, also der Soll-Geschwindigkeit, kann diese geregelt werden, d.h. bei Nichterreichen der theoretisch Geschwindigkeit kann die Steuerschieberauslenkung geändert werden, so lange bis die theoretische mit der ermittelten Geschwindigkeit übereinstimmt. Durch diese Regelung wird der Steuerschieber nur so weit ausgelenkt, wie das zu zerkleinernde Material es vorgibt, mit dem Resultat, dass die aufgenommene Leistung im Aggregat reduziert wird und die Ölerwärmung sinkt, was wiederum zu einer Senkung der verbrauchten Energie beiträgt. Beim aktuellen Stand der Technik ist dies nur mit einem erhöhten Aufwand möglich. Hier erfolgt die Steuerschieberauslenkung mit 100% der von der Hydraulikpumpe gelieferten maximalen Durchflussmenge. Bei einer Abweichung der theoretischen zur praktischen Geschwindigkeit der Zuführvorrichtung wird das überschüssige Ölvolumen über einen Bypass wieder in den Tank zurückgeführt und erneut in den Kreislauf eingebracht.

Als günstig hat es sich auch erwiesen, dass die Geschwindigkeit mit wenigstens einem vorbestimmten Schwellwert verglichen wird, bevorzugt wobei die Steuer- und/oder Regelvorrichtung

- bei einem Erreichen des wenigstens einen Schwellwerts die Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung stoppt oder eine Bewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung in die entgegengesetzte Richtung einleitet, und/oder - bei einem wiederholten Erreichen des Schwellwerts eine Reinigungsprozedur für den wenigstens einen Zerkleinerungsrotor startet, besonders bevorzugt wobei der die Drehrichtung des wenigstens einen Zerkleinerungsrotors umgekehrt und die wenigstens eine Zuführvorrichtung an den wenigstens einen Zerkleinerungsrotor angepresst wird. Der vorbestimmte Schwellwert kann beispielsweise aus der Ausführung des Schneidsystems, d.h. der Anzahl der Messerreihen, der maximal mögliche Spandicke und der vorherrschenden Drehzahl, bestimmt werden. Aus den genannten Parametern folgt, wieviel Material pro Umdrehung bzw. pro Zeiteinheit abgetragen werden kann. Durch die genannten Maßnahmen kann die Steuer- und/oder Regelvorrichtung aktiv einer Ineffizienz des Schneidsystems entgegenwirken und im Falle eines „Freischneidens" eine zusätzliche Erwärmung des wenigstens einen Zerkleinerungsrotors verhindern und die wenigstens eine Zuführvorrichtung entlasten. Da zeitgleich, wenn keine Änderung der Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung bzw. der Vorschubgeschwindigkeit vorliegt, auch die Stromaufnahme von bevorzugt vorgesehenen Antriebsmotoren sinkt, bietet es sich an, diesen Parameter ergänzend für die Erkennung eines„Freischneidens" heranzuziehen. Die angeführte Reinigungsprozedur kann in vorteilhafter Weise im Einzelnen wie folgt durchgeführt werden: Das Schneidwerk wird zuerst deaktiviert, d.h. stromlos geschalten, und läuft aus. Nach dem Stillstand wird die Rotationsrichtung des wenigstens einen Zerkleinerungsrotors umgekehrt, die wenigstens eine Zuführvorrichtung fährt in eine rückwärtige Position, holt erneut Material und befördert dies aktiv in Richtung des wenigstens einen Zerkleinerungsrotors. Durch die Umkehrung der Drehrichtung und den Anpressvorgang der wenigstens einen Zuführvorrichtung wird das am wenigstens einen Zerkleinerungsrotor anhaftende Material durch die Gegenrotation des wenigstens einen Zerkleinerungsrotors in eine Undefinierte neue Lage gebracht. Die Dauer der Rotorreinigung ist materialabhängig und vorteilhafterweise über die Steuer- und/oder Regelvorrichtung einstellbar. Nach Beendigung der Rotoreinigung, dem erneuten Stillstand des Schneidsystems und dem Anlauf in normale Laufrichtung beginnt der Zerkleinerungsprozess von vorne. Die selbständige Erkennung der Ineffizienz und die automatische Einleitung der Abhilfemaßnahme werden erst durch die erfindungsgemäße Positions- bzw. Vorschuberkennung ermöglicht.

Es bietet sich an, die Reinigungsprozedur dann zu aktivieren, wenn der Schwellwert x- mal erreicht wird, wobei die Anzahl bevorzugt einstellbar ist.

Eine weitere bevorzugte Betriebsform besteht darin, dass die Steuer- und/oder Regelvorrichtung die Lage einer Endstellung der wenigstens einen Zuführvorrichtung verändert.

Das bedeutet, dass durch die Positionserkennung der wenigstens einen Zuführvorrichtung die Möglichkeit gegeben ist, den maximal möglichen Hub der wenigstens einen Zuführvorrichtung elektronisch zu begrenzen. Bietet die wenigstens eine Zuführvorrichtung z.B. einen maximal möglichen Hub von ca. 1 100mm von der vordersten bis zur hintersten Endstellung und wird in der Zerkleinerungsvorrichtung Material zerkleinert, welches nicht einen Hub von 1 100mm benötigt, so kann durch eine elektronische Begrenzung der Hub reduziert werden, beispielsweise auf 50%. Die wesentlichen Steuerungsparameter bleiben dabei unangetastet. Durch die elektronische Begrenzung wird die Durchsatzleistung erhöht, da die Totzeit für den nicht benötigten Hub entfällt und die Zykluszeit sinkt. Dies bietet dem Kunden die Möglichkeit, materialspezifisch reagieren zu können, ohne mechanische Einstellarbeiten an der Zerkleinerungsvorrichtung, wie beispielsweise eine zeitaufwändige Verstellung von Sensoren, vornehmen zu müssen. Das liefert eine erhöhte Durchsatzleistung in Bezug auf die Laufzeit der Zerkleinerungsvorrichtung.

Eine weitere bevorzugte Betriebsform besteht darin, dass die Steuer- und/oder Regelvorrichtung anhand der von der wenigstens einen Messeinrichtung generierten Messsignale eine Änderung der von der wenigstens einen Zuführvorrichtung zurückgelegten Wegstrecke ermittelt, bevorzugt wobei die Wegstreckenänderung mit wenigstens einem vorbestimmten Schwellwert verglichen wird und im Falle eines Erreichens des wenigstens einen Schwellwerts die Bewegungsrichtung der wenigstens einen Zuführvorrichtung umgekehrt wird. Dadurch kann beispielsweise eine Verklemmung der wenigstens einen Zuführvorrichtung durch Material automatisch frühzeitig erkannt werden: Befindet sich die wenigstens eine Zuführeinheit im aktiven Betrieb, so wird über die Steuer- und/oder Regelvorrichtung eine Wegstreckenänderung registriert. Fällt der Wert unter einen definierten Schwellwert und sinkt der Motorstrom unter einen bestimmten Schwellwert, so liegt ein Freischneiden vor. Es wird automatisch eine Einfahrbewegung der wenigstens einen Zuführvorrichtung ausgeführt. Kommt es auch hierbei zu keiner Positions- bzw. Wegstreckenänderung der wenigstens einen Zuführvorrichtung, so ist dies ein eindeutiges Indiz dafür, dass die wenigstens eine Zuführvorrichtung verklemmt ist. Diese automatische Erkennung einer Verklemmung ist beim Stand der Technik nicht möglich.

Und schließlich hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass die Steuer- und/oder Regelvorrichtung eine von ihr anhand der von der wenigstens einen Messeinrichtung generierten Messsignale detektierte Fehlfunktion an wenigstens eine Anzeigevorrichtung weitergibt, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Anzeigevorrichtung einen Bildschirm umfasst. Auf diese Weise ist die Fehlfunktion sofort für einen Endanwender erkennbar. Konkret bietet es sich beispielsweise an, dass eine Weitergabe an die wenigstens eine Anzeigevorrichtung dann erfolgt, wenn nach einer mehrmalig aktivierten Reinigungsprozedur für den wenigstens einen Zerkleinerungsrotor keine Verbesserung der Vorschubgeschwindigkeit bzw. der Abtragleistung festgestellt wird.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 eine Zerkleinerungsvorrichtung zum Zerkleinern von Material in einer schematischen perspektivischen Ansicht,

Fig. 2 eine Schnittansicht durch die Zerkleinerungsvorrichtung gemäß Fig. 2,

Fig. 3 eine Seitenansicht einer Zerkleinerungsvorrichtung gemäß dem Stand der

Technik, wobei in dieser Ansicht ein Teil der Seitenabdeckung zeichnerisch weggelassen wurde, Fig. 4 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel, wobei in dieser Ansicht ein Teil der Seitenabdeckung zeichnerisch weggelassen wurde,

Fig. 5 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel, wobei in dieser Ansicht ein Teil der Seitenabdeckung zeichnerisch weggelassen wurde, und

Fig. 6 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung gemäß einem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel, wobei in dieser Ansicht ein Teil der Seitenabdeckung zeichnerisch weggelassen wurde.

Figur 1 zeigt eine Zerkleinerungsvorrichtung 1 , mit einem Maschinengestell 2. Das Maschinengestell 2 kann ein Grundgerüst, eine Abstützvorrichtung, über welche die Zerkleinerungsvorrichtung 1 am Untergrund abgestützt wird, Wandungen sowie Verkleidungen nach außen umfassen.

Über einen Materialaufgaberaum 20 wird zu zerkleinerndes Material der Zerkleinerungsvorrichtung 1 zugeführt. Weiterhin ist an den Seitenwänden der Zerkleinerungsvorrichtung 1 einen Zuführvorrichtung 4 schwenkbar um eine Drehachse 22 gelagert. Diese befördert das zu zerkleinernde Material weiter zu einem Zerkleinerungsrotor 3 (in der Figur 1 nicht zu sehen).

Wie in der Schnittdarstellung gemäß Figur 2 ersichtlich ist, umfasst die Zuführvorrichtung 4 einen Schieber 24 mit einer Nachdrückfläche 33. Der Schieber 24 kann beispielsweise im Querschnitt im Wesentlichen keilförmig ausgebildet sein. Der Schieber 24 ist über zwei voneinander beabstandete Hebel 23 mit einem Drehpunkt 34 verbunden.

Anstelle einer solchen schwenkbaren Zuführvorrichtung 4 kann auch eine linear verstellbare Zuführvorrichtung zum Einsatz kommen.

Der Schieber 24 bzw. die Zuführvorrichtung 4 bewegt sich an einem Wandabschnitt 21 entlang, und zwar zwischen einer ersten Endstellung 5 und einer zweiten Endstellung 6, wobei die erste Endstellung 5 benachbart zu einem Zerkleinerungsrotor 3 angeordnet ist und die zweite Endstellung 6 davon beabstandet ist. Dabei kann der Schieber 24 bzw. die Zuführvorrichtung 4 jede beliebige Position zwischen diesen beiden Endstellungen 5 und 6 einnehmen. Die dabei durchlaufenen Positionen sind mit einer strichpunktierten Linie 35 angedeutet. Um den Schieber 24 bzw. die Zuführvorrichtung 4 aus der ersten Endstellung 5 in die zweite Endstellung 6 zu bewegen, dreht sich bei der Ansicht gemäß Figur 2 der Schieber 24 um den Drehpunkt 34 gegen den Uhrzeigersinn. Die umgekehrte Bewegung erfolgt im Uhrzeigersinn. Die Bewegungsrichtungen des Schiebers 24 bzw. der Zuführvorrichtung 4 sind durch einen Doppelpfeil 18 angedeutet.

Angetrieben wird die Zuführvorrichtung 4 über zwei hydraulische Kolben-Zylinder- Vorrichtungen 15, welche jeweils einen Zylinder 29 sowie einen darin beweglichen Kolben mit einer Kolbenstange 30 umfassen. Im dargestellten Fall ist der Zylinder 29 am Maschinengestell 2 festgelegt. Die Kolbenstange 30 ist gelenkig über einen Zwischenhebel 25 mit dem Hebelarm 23 verbunden. Natürlich kann auch eine umgekehrte Konfiguration verwendet werden, bei welcher die Kolbenstange 30 am Maschinengestell 2 festgelegt ist und der Zylinder 29 auf den Zwischenhebel 25 einwirkt. Die Kolben-Zylinder-Vorrichtung 15 sowie der Zwischenhebel 25 sind jeweils in einer Seitenwand der Zerkleinerungsvorrichtung 1 angeordnet. Der Zwischenhebel 25 ist drehfest mit dem Hebelarm 23 verbunden.

Das von der Zuführvorrichtung 4 an den Zerkleinerungsrotor 3 herangeführte Material wird von Schneidvorrichtungen, welche an dem Mantel des Zerkleinerungsrotors 3 angeordnet sind, und stationären Gegenmessern 26 zerkleinert, und zwar so lange, bis das Material einen bestimmten Zerkleinerungsgrad aufweist, welcher über eine Siebvorrichtung 27 einstellbar ist. Über die Siebvorrichtung 27 gelangt das zerkleinerte Material nach außen und kann beispielsweise über Förderbänder abtransportiert werden.

Der Zerkleinerungsrotor 3 ist drehbar um einen Drehpunkt 36 am Maschinengestell 2 gelagert. Die Drehrichtungen sind mit dem Bezugszeichen 17 und einem Doppelpfeil gekennzeichnet. Wie bereits einleitend ausgeführt und in Figur 3 dargestellt, ist es beim Stand der Technik vorgesehen, dass die Anwesenheit der Zuführvorrichtung 4 in einer der beiden Endstellungen 5 und 6 durch zwei ortsfeste Sensoren 28, welche als induktive Sensoren ausgebildet sein können, festgestellt werden kann. Die Sensoren 28 sind über eine Signalübertragungsvorrichtung 1 1 mit einer Steuer- und/oder Regelvorrichtung 10 verbunden. Die Position der wenigstens einen Zuführvorrichtung 4 zwischen diesen beiden Endstellungen 5 und 6 ist nicht ermittelbar. Die damit verbundenen Nachteile sind weiter oben ausführlich beschrieben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass solche Sensoren auch bei der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommen.

Figur 4 zeigt ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung 1 bzw. des Verfahrens zum Betrieb der Zerkleinerungsvorrichtung 1 . Dabei erfolgt die Versorgung der hydraulischen Kolben-Zylinder-Vorrichtung 15 mit einem Hydraulikfluid über eine Zuleitung 12 und eine Ableitung 13. Das Hydraulikfluid kann in einem Tank 31 gespeichert werden, welcher über eine Pumpe 37 und ein Proportionalventil 32 mit der Zuleitung 12 und der Ableitung 13 in Verbindung steht. Es ist nun eine Messeinrichtung 7 vorgesehen, welche dazu eingerichtet ist, den Volumenstrom des Hydraulikfluids in der Zuleitung 12 und der Ableitung 13 zu messen. Die Messsignale werden über eine Signalübertragungsvorrichtung 1 1 an die Steuer- und/oder Regelvorrichtung 10 weitergeleitet, in welcher aus den bereitgestellten Messsignalen fortlaufend die Position der Zuführvorrichtung 4 zwischen den beiden Endstellungen 5 und 6 bestimmt wird. Figur 5 zeigt ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung 1 bzw. des Verfahrens zum Betrieb der Zerkleinerungsvorrichtung 1 . Dabei kommt eine Wegmesseinrichtung 8 zum Einsatz, welche im dargestellten Fall ein Seilzugpotentiometer umfasst. Mit dieser Wegmesseinrichtung 8 kann die von der Zuführvorrichtung 4 zurückgelegte Wegstrecke 16 relativ zu den beiden Endstellungen 5 und 6 gemessen werden. Die Messsignale werden über eine Signalübertragungvorrichtung 1 1 an die Steuer- und/oder Regelvorrichtung 10 weitergeleitet, in welcher aus den bereitgestellten Messsignalen fortlaufend die Position der Zuführvorrichtung 4 zwischen den beiden Endstellungen 5 und 6 bestimmt wird. Figur 6 zeigt ein drittes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Zerkleinerungsvorrichtung 1 bzw. des Verfahrens zum Betrieb der Zerkleinerungsvorrichtung 1 . Dabei kommt eine Messeinrichtung 9 zum Einsatz, welche dazu ausgebildet ist, einen Schwenkwinkel 14 der Zuführvorrichtung 4 zu messen, wobei die Messeinrichtung 9 einen Drehwinkelgeber umfasst. Die Messsignale werden über eine Signalübertragungvorrichtung 1 1 an die Steuer- und/oder Regelvorrichtung 10 weitergeleitet, in welcher aus den bereitgestellten Messsignalen fortlaufend die Position der Zuführvorrichtung 4 zwischen den beiden Endstellungen 5 und 6 bestimmt wird.

Die solchermaßen bestimmte Position der Zuführvorrichtung 4 dient als Ausgangspunkt für die weiter oben beschriebenen vorteilhaften Ausführungsformen des Verfahrens zum Betrieb der Zerkleinerungsvorrichtung 1 . Die Steuer- und/oder Regelvorrichtung 10 kann signaltechnisch mit einer Anzeigevorrichtung 19 verbunden sein, um einem Nutzer der Zerkleinerungsvorrichtung 1 Informationen bereitzustellen, beispielsweise über Fehlfunktionen, welche nicht automatisch behebbar sind. Die Anordnung der in den Figuren angedeuteten Messeinrichtungen 28, 7, 8 und 9 muss nicht an den dargestellten Orten der Zuführvorrichtung 4 erfolgen. Es kann hier jeder sich anbietende Ort verwendet werden. Die Messeinrichtungen müssen auch nicht zwingend direkt an die wenigstens eine Zuführvorrichtung gekoppelt sein. Beispielsweise ist auch eine Anordnung in einer Wand, an welcher sich die wenigstens eine Zuführvorrichtung entlang bewegt, möglich. Hier bietet sich eine Ausbildung in Form eines magnetoresistiven Sensors an.