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Title:
METHOD FOR THE CONTINUOUS PRODUCTION OF SILANE TERMINATED PRE-POLYMERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/102916
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the continuous production of prepolymers (A) having end groups of the general formula (1): (R1)a(R2)3-a Si-X-A, wherein the end groups (1) can be identical or different, A is a two-band link group selected from - (R3)N-CO-NH-, -HN-CO-N(R3)-, -O-CO-HN-, -HN-CO-O-, S-CO-HN-, -HN-CO-S-, X is a two-band, linear or branched alkyl group, optionally substituted with halogen atoms, having 1-10 carbon atoms, R1 is an alkyl, cycloalkyl, alkenyl or aryl residue, optionally substituted with halogen, having 1-10 carbon atoms, R2 is an alkoxy residue -OR3, an acetoxy residue -O-CO-R3, an oxime radical -O-N=C(R3)2 or an amine residue -NHR3 or -NR3 2 R3 is hydrogen, a linear, cyclical or branched radical, substituted with heteroatoms, having 1 to 18 carbon atoms, R4 is a linear, branched or cross-linked polymer radical, a is 0, 1 or 2, and n is a whole number that is at least 1, wherein the prepolymers (A) are produced by a continuous method comprising at least one reaction of an isocyanate group (-N=C=O) having at least one isocyanate reactive group, that is carried out continuously in at least one reactor (R), that enables heat dissipation capacities of greater than 5kW/ (m3.K) in the laminar flow region.

Inventors:
STANJEK VOLKER (DE)
WEWERS WOLFGANG (DE)
Application Number:
PCT/EP2010/052522
Publication Date:
September 16, 2010
Filing Date:
March 01, 2010
Export Citation:
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Assignee:
WACKER CHEMIE AG (DE)
STANJEK VOLKER (DE)
WEWERS WOLFGANG (DE)
International Classes:
C08G18/10; C08G18/48; C08G18/65; C08L75/04; C08L75/12; C08L101/10
Domestic Patent References:
WO2002066532A12002-08-29
WO2008058955A12008-05-22
WO2006136261A12006-12-28
WO2005000931A12005-01-06
WO2006136261A12006-12-28
WO2006136261A12006-12-28
WO2002066532A12002-08-29
Foreign References:
EP1535940A12005-06-01
Other References:
"Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Sixth, Completely Revised Edition", vol. 31, 2003, WILEY-VCH, Weinheim, pages: 130, XP002580419
Attorney, Agent or Firm:
DEFFNER-LEHNER, Maria et al. (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Prepolymeren (A) mit Endgruppen der allgemeinen Formel (1)

(R1) a (R2) 3-a Si-X-A- (1) , wobei die Endgruppen (1) gleich oder verschieden sein können,

A eine zweibindige Bindegruppe ausgewählt aus - (R3) N-CO-NH-, -HN-CO-N(R3)-, -O-CO-HN-, -HiSI-CO-O-,

-S-CO-HN-, -HN-CO-S-, X eine zweibindige, gegebenenfalls mit Halogenatomen substituierte, lineare oder verzweigte Alkylgruppe mit 1-10 Kohlenstoffatomen, R1 einen gegebenenfalls halogensubstituierten Alkyl-, Cycloalkyl-, Alkenyl- oder Arylrest mit 1-10 Kohlenstoffatomen, R2 einen Alkoxyrest -OR3, einen Acetoxyrest -O-CO-R3, einen

Oximrest -0-N=C (R3) z oder einen Aminrest -NHR3 bzw. -NR32 R3 Wasserstoff, einen linearen, cyclischen oder verzweigten gegebenenfalls mit Heteroatomen substituierten Rest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise einen Aklyl- oder Alkenylrest, bei dem die Kohlenstoffkette gegebenenfalls mit Sauerstoffatomen unterbrochenen sein kann, oder einen gegebenenfalls substituierten Arylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeuten,

R4 ein linearer, verzweigter oder vernetzte! Polymerrest a 0, 1 oder 2 und n eine ganze Zahl von mindestens 1 ist, indem die Prepolymere (A) durch ein kontinuierliches

Verfahren hergestellt werden, das mindestens eine Reaktion einer Isocyanatgrυppe (-N=C=O) mit mindestens einer isocyanatreaktiven Gruppe umfasst, die kontinuierlich in mindestens einem Reaktor (R) durchgeführt wird, der im laminaren Strömungsbereich Wärmeabfuhrleistungen größer 5kW/(m3-K) ermöglicht.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktor zur Wärmeabfuhr innenliegende Kühlelemente, insbesondere innenliegende Kühlschlaufen, aufweist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturdifferenz zwischen Reaktions- und Kühlmedium höchstens 200C, vorzugsweise höchstens 100C, beträgt .

4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Temperatur während der Reaktion im Reaktor (R) um nicht mehr als 100C erhöht.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktoren (R) Mischeinrichtungen, in denen kontinuierlich die eingesetzten Edukte gemischt werden, und nachgeschaltete Verweitzeitstrecken, in denen kontinuierlich die Reaktion durchgeführt wird und gleichzeitig die Wärmeabfuhr erfolgt, enthalten.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzten Edukte vor der Reaktion bei Temperaturen von 20 bis 1100C gemischt werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion im Reaktor (R) bei einer Temperatur von 40 bis 1100C durchgeführt wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Prepolymeren (A) erfolgt durch Reaktion (a) • von Polymeren (P) mit isocyanatreaktiven Gruppen ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N (R3) H, -OH oder - SH, bevorzugt Polymeren (P) mit OH-Gruppen, mit • einer Isocyanatkomponente (I) ausgewählt aus Mono-, Di- und Polyisocyanaten und deren Gemische und β einem Silan (Sl) , das eine isocyanatreaktive Gruppe aufweist und der allgemeinen Formel

(R1Ja (R2) 3-a Si-X-B1 (2) ,

entspricht, wobei Bi eine isocyanatreaktive Gruppe ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N (R3) H, -OH oder -SH ist und R1C R2, X und a die in Anspruch 1 dafür angegebene Bedeutung haben, mit der Maßgabe, dass

(i) Polymer (P) zuerst mit Isocyanatkomponente (I) und dann mit Silan (Si) umgesetzt wird, oder (ii) Isocyanatkomponente (I) zuerst mit Silan (S1) und dann mit Polymer (P) umgesetzt wird oder (iii) Polymer (P) , Isocyanatkomponente (P) und Silan (Si) gleichzeitig umgesetzt werden,

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Prepolymeren (A) erfolgt durch Reaktion (b)

• von Polymeren (P) mit isocyanatreaktiven Gruppen ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N(R3)H, ~0H oder - SH, bevorzugt Polymeren (P) mit OH-Gruppen, mit

• einer Isocyanatkomponente (I) ausgewählt aus Mono-, Di- und Polyisocyanaten und deren Gemische und

• einem Silan (S2) , das eine Isocyanat-Gruppe aufweist und der allgemeinen Formel

(R1Ia(R2)]-, Si-X-B2 (3) ,

entspricht wobei B2 ein Rest der Formel -N=C=O ist und

R1, R2, X und a die in Anspruch 1 dafür angegebene Bedeutung haben, mit der Maßgabe, dass

(i) Polymer (P) zuerst mit Isocyanatkomponente (I) und dann mit Silan (S2) umgesetzt wird, oder

(ii) Polymer (P) zuerst mit Silan (S2) und dann mit

Isocyanatkomponente (I) umgesetzt wird oder (iii) Polymer (P), Isocyanatkomponente (P) und Silan (Si) gleichzeitig umgesetzt werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Prepolymeren (A) erfolgt durch Reaktion (c) β von Polymeren (P) mit isocyanatreaktiven Gruppen ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N(R3)H, -OH oder - SH, bevorzugt Polymeren (P) mit OH-Gruppenr mit ® Silan (S2) , das eine Isocyanat-Gruppe aufweist, der allgemeinen Formel

(R1Ia (R2) 3~a Si-X-B2 (3) ,

wobei B2 ein Rest der Formel -N=C=O ist und

R1, R2, X und a die in Anspruch 1 dafür angegebene Bedeutung haben .

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das eingesetzte Polymer (P) eine mittlere Molekülmasse Mn (Zahlenmittel) von höchstens 2000 aufweist .

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Schritt das Polymer (P) mit der Isocyanatkomponente (I) in mindestens einem Reaktor (R) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 kontinuierlich umgesetzt wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zweiten Schritt das aus dem ersten Schritt erhaltene Zwischenprodukt aus Polymer (P) und Isocyanatkomponente (I) in mindestens einem weiteren Reaktor (R) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 mit Silan (Si) oder (S2) kontinuierlich umgesetzt wird.

14. Äbmischυngen (M) enthaltend

Prepolymere (A) hergestellt nach einem der Ansprüche 1 bis 13 und

Treibmittel (T) .

Description:
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von silanterminierten Prepolymeren

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von feuchtigkeitsvernetzenden silanterminierten Prepolymeren auf Basis von kurzkettigen Polyolen, Di- oder Polyisocyanaten sowie Alkoxysilanen mit Isocyanatgruppen und/oder isocyanatreaktiven Gruppen und deren Verwendung, insbesondere in feuchtigkeitshärtenden Montageschäumen.

Silanterminierte Polymere sind wichtige Bindemittel für diverse Kleb- und Dichtstoffe und in der Literatur vielfältig beschrieben. Bei einer der bedeutendsten, weil in ihrem chemischen Aufbau und dem daraus folgenden Eigenschaftsprofil am vielfältigsten Gruppe silanterminierter Polymere sind die Silantermini über Urethan- und/oder Harnstoffeinheiten an das Polymerrückgrat angebunden. Diese Polymere werden typischerweise hergestellt, indem sehr langkettige Polyole (Polyetherpolyole, Polyesterpolyole oder OH-funktionelles Polyurethane mit Molmassen, die typischerweise deutlich oberhalb von 5000 g/mol, meist sogar oberhalb von 10.000 g/Mol liegen, mit einem alkoxysilyl-funktionellen Isocyanato- alkylsilan umgesetzt werden.

Die Herstellung dieser Polymere kann, wie u. a. in

WO 2006/136261 Al beschrieben, auch kontinuierlich erfolgen, wobei beide Reaktionspartner zunächst in einer Mischeinheit miteinander vermischt werden und anschließend in einem Reaktor miteinander reagieren. Bei dem Reaktor handelt es sich typischerweise um ein beheizbares Rohr, durch das die

Reaktionsmischung gegebenenfalls unter weiterer Durchmischung bei einer vorgegebenen Temperatur miteinander reagieren.

Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung von silanfunktionellen Polymeren stellt die Umsetzung von Polyolen (z.B. Polyetherpolyolen, Polyesterpolyolen) mit einem Di- oder Polyisocyanat dar, wobei die Polyolkoraponente im überschuss eingesetzt wird und die überschüssigen OH~Funktionen mit einem alkoxysilyl-funktionellen Isocyanatoalkylsilan umgesetzt werden. Selbstverständlich ist die Reihenfolge der

Reaktionsschritte dabei prinzipiell austauschbar. Auch ist es vorstellbar,- dass beide Reaktionsschritte parallel durchgeführt werden .

Eine dritte Möglichkeit zur Herstellung von silanfunktionellen Polymeren stellt die Umsetzung von Polyolen (z.B. Polyetherpolyolen, Polyesterpolyolen} mit einem Di- oder Polyisocyanat dar, wobei die Polyolkomponente im Unterschuss eingesetzt wird und die überschussigen NCO-Gruppen mit einem alkoxysilyl-funktionellen Silan mit mindestens einer NCO- reaktiven Gruppe (z.B. Silane mit primärer und/oder sekundärer Aminogruppe) umgesetzt werden. Selbstverständlich ist die Reihenfolge der Reaktionsschritte auch hier prinzipiell austauschbar. Ebenso ist es auch hier möglich, beide Reaktionsschritte parallel durchzufuhren.

Auch die beiden letztgenannten silanfunktionellen Prepolymertypen können prinzipiell losuπgsmittelfrei in einem kontinuierlichen Prozess hergestellt werden, z.B. in einem Rohrreaktor, wie er u. a. in WO 2006/136261 beschrieben ist, sofern die eingesetzten Polyole über eine relativ hohe Kettenlange verfugen.

Nachteilig ist jedoch, dass silanterminierte Prepolymere auf Basis langkettiger Polyole für viele Anwendungen, in denen die ausgeharteten Produkte eine hohe oder sogar sehr hohe Harte aufweisen müssen, nicht geeignet sind. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von silanterminierten Polymeren, die als Basismaterial für spraybaren Montageschaume geeignet sind. So sind silantermmierte Prepolymere auf Basis von langkettigen Polyolen, insbesondere auf Basis von langkettigen Polyetherpolyolen, auf Grund der entsprechend resultierenden langen - in der Regel weichmachend wirkenden -

Polyethersegmente zwar hochelastisch aber für eine Anwendung in spraybaren Montageschäumen viel zu weich. Auf sehr kurzkettigen Polyolen basierende silanterminierte Prepolymere, wie sie für eine Verwendung in spraybaren Montageschaumen geeignet sind, sind beispielsweise in WO 02/066532 A beschrieben.

Zur Herstellung von Prepolymeren, die zu derart harten oder sogar sehr harten Materialien ausharten, ist es sich somit unumgänglich, von Polyolen mit deutlich kleinerer Molmasse auszugehen, wie vorzugsweise Molmassen <_ 1000, bevorzugt

Molmassen < 500. Dies fuhrt jedoch dazu, dass bei der Synthese der entsprechenden Prepolymere in der Reaktionsmischung eine wesentlich höhere Dichte an reaktiven Gruppen vorliegt, da diese nun nicht mehr durch die langen, nicht reaktiven Ketten des Polyolruckgrats „verdünnt" werden. Da die Reaktion von NCO- Gruppen mit NCO-reaktiven Gruppen stark exotherm ist, kommt es bei den entsprechenden Reaktionen zu einer sehr starken Warmetόnung. Im Falle einer weitgehend adiabatischen Reaktionsfuhrung kann die Erwärmung der Reaktionsmasse je nach Kettenlange des engesetzten Polyols leicht über 15O 0 C, gegebenenfalls sogar über 200 0 C, liegen.

In der Regel ist es jedoch unumgänglich, die Reaktion in einem relativ engen Temperaturfester durchzufuhren. So haben zu hohe Reaktionstemperaturen eine nicht akzeptable Bildung von

Nebenprodukten zur Folge, wohingegen zu niedrigen Temperaturen die Reaktionsgeschwindigkeit verringern bis hin zum volligen „Einschlafen" der Reaktion. Für die Bildung von ürethan und/oder Harnstoffbrücken geeignete Reaktionstemperaturen liegen typischerweise im Bereich von 50-140 0 C, bevorzugt zwischen 70 und HO 0 C. Zur Wahrung einer konstanten Produktqualität ist es dabei sogar oftmals notwendig, die Reaktion in einem Temperaturbereich durchzuführen, der nur wenige Grad umfasst. Typischerweise sollte die Erwärmung des Reaktiongutes vorzugsweise unter 10°C liegen.

Um die Reaktion in einem derart engen Temperaturfenster zu fahren, ist es somit unumgänglich, innerhalb kürzester Zeit

(die entsprechenden Reaktionen laufen zumeist innerhalb weniger Minuten zu mehr als 80 % ab) enorme Energiemengen pro Kilogramm Reaktionsmasse abzuführen.

Dies ist mit dem in WO 2006/136261 Al beschriebenen kontinuierlichen Verfahren nicht möglich. Dies gilt insbesondere deshalb, weil dann jedes Segment des in WO 2006/136261 Al beschriebenen Rohrreaktors mit vorgeschalteter Mischeinheit mit einer unterschiedlichen Leistung gekühlt werden müsste, da die Reaktionsgeschwindigkeit ™ und damit auch die Wärmeentwicklung - mit zunehmender Reaktionszeit und damit mit zunehmender Entfernung von der Mischeinheit rasch abnimmt. Am Ende des Reaktors wäre vermutlich sogar ein leichtes Heizen notwendig, um die Reaktionsmasse auf der gewünschten Temperatur zu halten. Die genauen Kühl- und Heizleistungen hängen dabei in hohem Maße von den eingesetzten Materialien, vor allem aber auch von der Verweilzeit und damit vom Durchsatz ab. Somit würde jede Produktionsumstellung, jede Änderung der Durchsatzmenge, jede auch noch so kleine Störung des Produktionsablaufes zu unkontrollierbaren Temperaturverhältnissen im Reaktor führen. In der Praxis währe eine solche Reaktionsfahrweise schlicht nicht durchführbar. Es bestand daher die Aufgabe ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von silanterminierten Polymeren bereitzustellen, mit dem die oben beschriebenen Nachteile vermieden werden, und das insbesondere zur kontinuierlichen Herstellung von slianterminierten Polymeren auf Basis von kurz- oder sogar sehr kurzketteigen Polyolen geeignet ist. Weiterhin bestand die Aufgabe silanterminierte Polymere bereitzustellen, die bei ihrer Aushärtung eine hohe Netzwerkdichte und somit eine hohe Härte erreichen und u. a. für die Herstellung von silanvernetzenden Montageschäumen geeignet sind. Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Prepolymeren (A) mit Endgruppen der allgemeinen Formel (1)

(R 1 MR 2 J 3 - * Si-X-A- u:

wobei die Endgruppen (1} gleich oder verschieden sein können, A eine zweibindige Bindegruppe ausgewählt aus - (R 3 ) N-CO-NH-,

-HN-CO-N(R 3 )-, -O-CO-HN-, -HN-CO-O-, -S-CO-HN-, -HN-CO-S-, X eine zweibindige, gegebenenfalls mit Halogenatomen substituierte, lineare oder verzweigte Alkylgruppe mit 1-10 Kohlenstoffatomen,

R 1 einen gegebenenfalls halogensubstituierten Alkyl-, Cycloalkyl-, Alkenyl- oder Arylrest mit 1-10 Kohlenstoffatomen,

R 2 einen Alkoxyrest -OR 3 , einen Acetoxyrest -0-CO-R 3 , einen Oximrest -0-N=C (R 3 ) 2 oder einen Aminrest -NHR 3 bzw. -NR 3 2 R 3 Wasserstoff, einen linearen, cyclischen oder verzweigten gegebenenfalls mit Heteroatomen substituierten Rest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise einen Aklyl- oder Alkenylrest, bei dem die Kohlenstoffkette gegebenenfalls mit Sauerstoffatomen unterbrochenen sein kann, oder einen gegebenenfalls substituierten Arylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeuten, R 4 ein linearer, verzweigter oder vernetzter Polyimerrest a 0, 1 oder 2 und n eine ganze Zahl von mindestens 1 ist, indem die Polymere (A) durch ein kontinuierliches Verfahren hergestellt werden, das mindestens eine Reaktion einer Isocyanatgruppe (-N=C=O) mit mindestens einer isocyanatreaktiven Gruppe umfasst, die kontinuierlich in einem Reaktor (R) durchgeführt wird, der im laminaren Stromungsbereich Warmeabfuhrleistungen größer 5kW/ (m 3 'K) ermöglicht.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können auch auf kurz- oder sogar sehr kurzkettigen Polyolen basierende silanterminierte Prepolymere in einem kontinuierlichen Prozess hergestellt werden, da dieser die folgenden deutlichen Vorteile aufweist: • gleich bleibende Produktqualitat, d. h, Verminderung der Nebenreaktionen, kurze thermische Belastung von Ausgangsmaterialien und Produkten, erhöhte Selektivität der Reaktion .

• hohe Raum-Zeitausbeute, d. h. hoher Mengenausstoß bei gleichzeitig geringem Reaktor hold up. Damit ist ein kontinuierlicher Prozess auch hinsichtlich sicherheitstechnischen sowie toxikologisch Aspekten dem Batchprozess überlegen.

• Minimierung des Abfalls somit der Herstellkosten durch Minimierung bzw. Wegfall von Losemitteln

• Mischung von hoch viskosen Produkten ist in kontinuierlichen Mischern besser. • Ein weiterer Vorteil von kontinuierlichen Verfahren ist, dass man durch in-line Analytik die Qualität des erhaltenen Produktes wahrend des laufenden Produktionsprozesses durch Anpassung von Reaktionsparametern, wie Verweilzeit, Temperaturprofile Stochiorαetrie der eingesetzten Komponenten etc. steuern kann. Zudem können diese Verfahren einfacher optimiert werden und damit ist ein effizienterer Rohstoffeinsatz möglich.

Der im erfindungsgemaßen Verfahren eingesetzte Reaktor (R) muss Warmeabfuhrleistungen von mindestens 5 kW/ (m 3 K) auch bei Reynolds Zahlen unterhalb von 100 gewahrleisten. Bevorzugt sind hierbei Bauformen mit einer spezifischen Leistungsabfuhr von mindestens 10 kW/ (m 3 K) Besonders bevorzugt ist der Bereich von 20 bis 100 kW/ {m 3 K) .

Derartige Warmeaustauschleistungen sind mit herkömmlichen Reaktoren, wie sie z.B. in WO 2006/136261 Al beschrieben sind, nicht erreichbar. Die erfindungsgemaßen Reaktoren (R) weisen daher vorzugsweise in der Verweilzeitstrecke innenliegende

Kühl- und Verweilzeitelemente auf, welche konvektiv durch das Reaktionsmedium überströmt werden. Besonders bevorzugt handelt es sich um Rohrreaktoren mit in der Verweilzeitstrecke innenliegenden Kühl- und Verweilzeitelementen.

Durch die innenliegenden Kuhlelemente kann nicht nur eine sehr große Flache zum Wärmeaustausch zwischen Kuhlmedium und Reaktionsmischung generiert und damit eine hohe Warmeaustauschleistung erreicht werden. Sondern die Kuhlelemente können bei geeigneter Ausfuhrung gleichzeitig die Durchmischung der Reaktionsmischung gewahrleisten bzw. verbessern. Die gleichzeitige Mischung und Warmeabfuhr ermöglicht somit eine hohe Warmeabfuhr bei geringen Temperaturdifferenzen zwischen Kuhlmedium und Reaktionsmischung. Dies wiederum ist die fundamentale Voraussetzung, um die kontinuierliche Reaktion unabhängig vom exakten Durchsatz in einem engen Temperaturfenster zu halten

Vorzugsweise ermöglicht der Reaktor (R) somit ebenfalls eine enge Temperaturkontrolle, d.h. ein Ansteigen der Temperatur wahrend der Reaktion um weniger als 10 0 C, besonders bevorzugt um weniger als 5 0 C, auch wenn die Reaktionsgemische bei der Reaktionstemperatυr Viskositäten großer als 5 Pa s aufweisen.

Bei dem erfmdungsgemaßen Verfahren wird vorzugsweise eine enge Verwellzeitverteilrmg mit Bodensteinzahlen großer als 3, bevorzugt großer als 10 angestrebt.

Geeignete Reaktortechnologien zum Aufbau von erfindungsgemaßen Reaktoren (R) mit den o. g. hohen Warmeabfuhrleistungen sind prinzipiell bekannt, werden bislang nicht zur Herstellung von (Pre~) Polymeren für silanvernetzende Systeme eingesetzt. Besonders bevorzugte Reaktortypen sind Rohrreaktoren mit innenliegenden Kühl- und Verweilzeitelementen, wie sie beispielsweise von der Fa. Sulzer (z.B. SMR Reaktor.) vertrieben werden.

Das erfindungsgemaße Verfahren hat den Vorteil, dass sich die erfindungsgemaßen vorzugsweise hochviskosen Polymere (A) nach dem erfindungsgemaßen Verfahren in einer Qualität herstellen lassen, die derjenigen eines Batchprozesses ebenbürtig ist. Dies gilt insbesondere für die bevorzugte Anwendung der Polymeren (A) in schaumbaren Mischungen (M) für spraybare Montageschaume. Dies ist insofern überraschend, da die Reaktionstemperatur der stark exothermen Reaktion im Batchprozess, wie er z. B. in WO 02/066532 A beschrieben ist, über die Dosiergeschwindigkeit eines Reaktionspartners gesteuert wird. Diese Steuermoglichkeit entfallt im kontinuierlichen Prozess.

Wie bereits beschrieben, besteht eine entscheidende

Verbesserung gegenüber bekannten kontinuierlichen Prozessen, wie sie z. B. aus WO 2006/136261 A bekannt sind, in der Tatsache, dass es der erfindungsgemaße Reaktors (R) ermöglicht, eine effektive Kühlung auch mit Kuhlmedien zu erreichen, deren Temperatur nur geringfügig unterhalb der Reaktioπsterαperatur im Reaktor (R) liegt.

Das vorgestellte Reaktorkonzept stellt somit eine innovative Losung des o. g. Problems von dem in WO 2006/136261 A beschriebenen kontinuierlichen Verfahren dar, da der erfindungsgemaße Reaktor die Warmeabfuhr vorzugsweise bei einer Temperaturdifferenz zwischen Reaktions- und Kuhlmedium von maximal 2O 0 C erlaubt. Vorzugsweise erfolgt die Warmeabfuhr im erfindungsgemaßen Reaktor bei einer Temperaturdifferenz zwischen Reaktions- und Kuhlmedium von höchstens 10 0 C.

Diese geringe Temperaturdifferenz verhindert starke Viskositatsunterschiede und somit Inhomogenitäten im Reaktionsmedium, wie sie bei einer Reaktionsfuhrung gemäß WO 2006/136261 A zu erwarten sind.

Bei R 1 handelt es sich vorzugsweise um einen Methyl-, Ethyl- oder Phenylrest, besonders bevorzugt um eine Methylgruppe.

Bei R 2 handelt es sich bevorzugt um eine Ethoxy- oder Methoxygruppe .

Bei A handelt es sich vorzugsweise um eine Urethangruppe IO

-0-CONH- bzw. -NH-COO- oder um eine Harnstoffeinheit -NH-CO-NR 3 - bzw. -NR 3 -CO-NH~ r wobei R 3 vorzugsweise einen Alkyl- oder Cycloalkylrest mit 1-10 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt mit 1-6 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest mit 6™ 10 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt um einen Phenylrest, handelt .

Bei X handelt es sich vorzugsweise um einen linearen zweibindigen Propylenrest und besonders bevorzugt um eine -CH 2 - Gruppe .

Die Herstellung der Prepolymeren (A) erfolgt vorzugsweise durch Reaktion (a)

« von Polymeren {P} mit isocyanatreaktiven Gruppen ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N (R 3 ) H, -OH oder -SH, bevorzugt Polymeren (P) mit OH-Gruppen, mit

* einer Isocyanatkomponente (I) ausgewählt aus Mono-, Di- und Polyisocyanaten und deren Gemische und

• einem Silan (Si) , das eine isocyanatreaktive Gruppe aufweist und der allgemeinen Formel (2)

(R 1 ) a (R 2 ) 3~ a Si-X-B 1 (2)

entspricht, wobei Bi eine isocyanatreaktive Gruppe ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N (R 3 ) H, -OH oder -SH ist und R 1 , R 2 , X und a die oben dafür angegebene Bedeutung haben, mit der Maßgabe, dass

(i) Polymer (P) zuerst mit Isocyanatkomponente (I) und dann mit Silan (Si) umgesetzt wird, oder

(ii) Isocyanatkomponente (I) zuerst mit Silan (Si) und dann mit Polymer (P) umgesetzt wird oder I I

(iii) Polymer (P) , Isocyanatkomponente (P) und Silan (Si) gleichzeitig umgesetzt werden,

Dabei ist es sowohl möglich, beide Reaktionsschritte - d. h. die Reaktion des Polymers (P) , vorzugsweise Polyols (P) , mit der Isocyanatkomponente (I) als auch die Reaktion mit der Silankomponente (Si) - in dem erfindungsgemäßen Reaktor durchzuführen. Ebenso ist es möglich nur einen Verfahrensschritt - vorzugsweise die Reaktion des Polymers (P) mit der Isocyanatkomponente (I) - in dem erfindungsgemäßen Reaktor durchzuführen.

Die Herstellung der Prepolymeren (A) kann auch erfolgen durch Reaktion (b) von • Polymeren (P) mit isocyanatreaktiven Gruppen ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N (R 3 ) H, -OH oder -SH, bevorzugt Polymeren (P) mit OH-Gruppen, mit * einer Isocyanatkomponente (I) ausgewählt aus Mono-, Di- und

Polyisocyanaten und deren Gemische und • einem Silan (S 2 ) , das eine Isocyanat-Gruppe aufweist undder allgemeinen Formel (3)

(R 1 Ja (R 2 ) 3 - a Si-X-B 2 (3) ,

entspricht, wobei B 2 ein Rest der Formel -N=C=O ist und

R 1 , R 2 , X und a die oben dafür angegebene Bedeutung haben, mit der Maßgabe, dass

(i) Polymer (P) zuerst mit Isocyanatkomponente (I) und dann mit Silan (S 2 ) umgesetzt wird, oder

(ii) Polymer (P) zuerst mit Silan (S2) und dann mit Isocyanatkomponente (I) umgesetzt wird oder (iii) Polymer (P) , Isocyanatkomponente (P) und Silan (Si) gleichzeitig umgesetzt werden.

Dabei ist es sowohl möglich, beide Reaktionsschritte - d. h. die Reaktion des Polymers (P) , vorzugsweise Polyols (P) mit der Isocyanatkomponente (I) als auch die Reaktion mit der Silankomponente (S?) - in dem erfindungsgemaßen Reaktor durchzuführen. Ebenso ist es möglich nur einen

Verfahrensschritt - vorzugsweise die Reaktion des Polymers (P) mit der Isocyanatkomponente (I) - in dem erf indungsgemaßen Reaktor durchzufuhren.

Die Herstellung der Prepolymeren (A) kann auch erfolgen durch

Reaktion (c) von • Polymeren (P) mit isocyanatreaktiven Gruppen ausgewählt aus Gruppen der Formeln -N(R 3 )H / -OH oder -SH, bevorzugt Polymeren (P) mit OH-Gruppen, ausschließlich mit

* Silan (S2) , das eine Isocyanat-Gruppe aufweist, der allgemeinen Formel

(R')a (R 2 ) 3-a Si-X ^ B 2 (3) ,

wobei B 2 ein Rest der Formel -N=C=O ist und

R 1 , R 2 , X und a die oben dafür angegebene Bedeutung haben.

Bei allen drei o. g. Verfahrensvarianten werden die Stochiometrien der Reaktionspartner vorzugsweise so gewählt, dass das Produkt isocyanatfrei ist und mehr als 80%, bevorzugt mehr als 90% und besonders bevorzugt mehr als 95% aller isocyanatreaktiven Gruppen abreagiert sind. Um ein isocyanatfreies Produkt zu erhalten, müssen die isocyanatreaktiven Komponenten jedoch nicht zwangsläufig aquimolar oder im Uberschuss eingesetzt werden. Da die Isocyanatgruppen während der Reaktion Nebenreaktionen, wie z. B. die Bildung von Biurethen, eingehen, kann auch bei Einsatz eines leichten Isocyanatüberschusses ein isocyanatfreies Produkt erhalten werden.

Bei einem anderen bevorzugten Verfahren werden die isocyanatreaktiven Komponenten zwar im Unterschυss eingesetzt, dafür wird aber nach Abschluss der erfindungsgemäßen Reaktionsschritte noch eine weitere isocyanatreaktive Verbindung als sogenannter Desaktivator zugesetzt. Dieser kann aus einer Vielzahl von Verbindungen ausgewählt werden. Einzige Voraussetzung ist, dass die funktionellen Gruppen der Verbindung mit den überschüssigen Isocyanatgruppen in einer einfachen Reaktion abreagieren können. Typische Desaktivatoren sind Alkohole wie z.B. Methanol, Ethanol, Isopropanol, Butanol oder höhere Alkohole, ferner Amine wie z.B. Methylamin, Ethylamin, Butylamin oder Dibutylamin.

Die in den o. g. Verfahren genannte Polyolkomponenten (P) kann prinzipiell sämtliche hydroxylgruppenhaltigen Polymere,

Oligomere und/oder Monomere enthalten, wobei selbstverständlich auch Mischungen verschiedener Polymer-, Oligomer- und/oder Monomertypen eingesetzt werden können. Bevorzugt enthält die Polyolkomponente Polysiloxane, Polysiloxan-Urea/Urethan- Copolymere, Polyurethane, Polyharnstoffe, Polyether, Polyester, PoIy (meth) acrylate, Polycarbonate, Polystyrole, Polyamide, Polyvinylester oder Polyolefine wie z.B. Polyethylene, Polybutadiene, Ethylen-Olefincopolymere oder Styrol- Butadiencopolymere . Besonders bevorzugt enthält die Polymerkomponente (P) jedoch aromatische Polyesterpolyole, aliphatische Polyesterpolyole und/oder Polyetherpolyole, wie sie in der Literatur vielfach beschrieben werden. Auch poly™ bzw. oligohalogenierte Polyether- oder Polyesterpolyole wie z.B. IXOL M 125® {bromiertes Polyol der Fa. Solvay) werden besonders bevorzugt eingesetzt. Dabei kann die Polyolkomponente (P) sowohl Moleküle mit 1, 2 oder auch mehr Hydroxylgruppen enthalten. Die mittlere Funktionalität der Polyolkomponente liegt vorzugsweise zwischen 1 und 5, d. h. sie enthält vorzugsweise 1 bis 5 Hydroxylgruppen, bevorzugt durchschnittlich 1,5 bis 3,5, insbesondere von 1,7 bis 2,5, Hydroxylgruppen.

Die mittlere Molekülmasse M n (Zahlenmittel) aller in der

Polyolkomponenten (P) enthaltenen Moleküle ist vorzugsweise höchstens 2000, bevorzugt höchstens 1100 und insbesondere höchstens 600.

Die in den o. g. Verfahren genannte Isocyanatkomponente (I) kann dabei prinzipiell sämtliche mono-, di~ oder oligofunktionellen Isocyanate enthalten. Vorzugsweise enthält sie jedoch vor allem di- oder höherfunktionelle Isocyanate. Beispiele für gebräuchliche Diisocyanate sind Diisocyanatodiphenylmethan (MDI) , sowohl in Form von rohem oder technischem MDI als auch in Form reiner 4,4' bzw. 2,4' Isomeren oder deren Mischungen, Tolylendiisocyanat (TDI) in Form seiner verschiedenen Regioisomere, Diisocyanatonaphthalin (KDI), Isophorondiisocyanat (IPDI) oder auch von Hexamethylendiisocyanat (HDI) . Beispiele für Polyisocyanate sind polymeres MDI (P-MDI) , Triphenylmethantriisocanat oder Biuret- oder Isocyananurattrimere der o. g. Diisocyanate.

Beispiele für Silane (S 1 ) mit isocyanatreaktiven Gruppen der Formel (2) sind N-Phenyl-aminomethyl-methyldi (m) ethoxysilan, N- Phenyl-aminomethyl-trie (m) ethoxysilan, N-Cyclohexyl- aminomethyl-methyldi (m) ethoxysilan, N-Cyclohexyl-aminomethyl- trie (m) ethoxysilan, N-Alkyl-aminomethyl-methyldi (m) ethoxysilan. N-Alkyl-aminomethyl-trie (m) ethoxysilan, wobei Alkyl z. B. für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, t-Butyl, die verschiedenen Regioisomere des Pentyls, Hexyls, Heptyls sowie auch noch langkettigerer Alkane stehen kann, sowie auch N-Phenyl-aminopropyl-methyldi (m) ethoxysilan, N-Phenyl- aminopropyl-trie (m) ethoxysilan, N-Cyclohexyl-aminopropyl- methyldi (m) ethoxysilan, N-Cyclohexyl-aminopropyl- trie (m) ethoxysilan, N-Alkyl-aminopropyl-methyldi (m) ethoxysilan, N-Alkyl-aminopropyl-trie (m) ethoxysilan, wobei Alkyl z.B. für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, t-Butyl, die verschiedenen Regioisomere des Pentyls, Hexyls, Heptyls sowie auch noch langkettigerer Alkane stehen kann.

Beispiele für Silane (S;?) mit Isocyanatgruppen der Formel (3) sind Isocyanato-methyl-dimethyl (m) ethoxysilan, Isocyanato-propyl-dimethyl (m) ethoxysilan,

Isocyanato-methyl-methyldi (m) ethoxysilan, Isocyanato-propyl- methyldi (m) ethoxysilan, Isocyanato-methyl-tri (m) ethoxysilan und Isocyanato-propyl-tri (m) ethoxysilan.

Gegebenenfalls ist es sinnvoll bzw. erforderlich, der Reaktionsmischung auch noch einen Katalysator zuzusetzen. Der Katalysator kann dabei fest, flüssig oder in einem Lösemittel gelöst zudosiert werden. Die verwendeten Katalysatoren richten sich nach dem Reaktionstyp. Üblicherweise sind dies saure oder basische Verbindungen oder Katalysatoren, die für die Polyurethanherstellung eingesetzt werden, wie z. B. Dibutylz inndilaurat, Dioctylzinndilaurat, Dibutylzinndiacetylacetonat, Dibutylzinndiacetat oder Dibutylzinndioctoat etc., weiterhin Titanate, z.B.

Titan (IV) isopropylat, Eisen (III) -Verbindungen, z.B. Eisen (III) - acetylacetonat, Zinkverbindungen wie Zinkacetylacetonat, Zink- 2-ethylhexanoat, Zink-neodecanoat, oder Bismuthverbindungen Bismuth- (2-ethylhexanoat) , Bismuth-neodecanoat, Bismuth- tetramethylheptandionat sowie Bismut-/Zinnkatalysatoren wie der Borchi®-Katalysator . Ferner auch organische Säuren wie Essigsäure, Phthalsäure, Benzoesäure, Säurechloride wie Benzoylchlorid, Phosphorsäure und deren Halbester wie Butylphosphat, Dibutylphosphat, Propylphosphat etc., Phosphonsäuren sowie deren Halbester oder auch anorganische Säuren geeignet. Geeignete basische Katalysatoren sind beispielsweise Amine wie z.B. Triethylamin, Tributylamin, 1,4- Diazabicyclo [2, 2, 2 ] octan, 1, 8-Diazabicyclo [5.4. Q] undec-7-en, l,5-Diazabicyclo[4.3.0J non-5-en, N, N-Bis- (N,N-dimethyl-2~-amino- ethyl) -methylamin, N,N-Dimethylcyclohexylamin, N, N-Dimethyl- phenlyamin, N™Ethylmorpholinin etc..

Die zuzugebenden Katalysatormengen richten sich nach dem verwendeten Katalysatorsystem und liegen im Bereich von 10 Gew.-ppm - 1 Gew.-%, bevorzugt im Bereicht 10 Gew.-ppm - 0,1 Gew.-% besonders bevorzugt von 10 Gew.-ppm - 200 Gew.-ppm.

Weitere Hilfsstoffe für die Polymerherstellung können Additive zur Einstellung der Rheologie sein. Hier sind die unterschiedlichsten Lösungsmittel oder Weichmacher denkbar, soweit sie die Reaktion nicht beeinflussen oder selbst mit reagieren können. Ferner sind auch Additive denkbar, die das fertige Endprodukt in irgendeiner Weise stabilisieren. Typische Stoffe sind hier Lichtschutzmittel, Antioxidantien, Flammschutzmittel, Fungizide aber auch Wasserfänger und Reaktivverdünner bei Verwendung von reaktiven Silanmonomeren . Hier gilt ebenso, dass diese Stoffe weder die Katalyse noch die Herstellung des Polymeren negativ beeinflussen sollten. Die Zugabe der Hilfsstoffe kann an unterschiedlichen Stellen des Verfahrens erfolgen. Die erfindungsgemäßen Prepolymere (A) weisen vorzugsweise eine Viskosität von mindestens 5 Pa's bei 50 0 C, bevorzugt mindestens 10 Pa's bei 50 0 C auf. Die erfindungsgemäßen Prepolymere (A) weisen vorzugsweise eine Viskosität von höchstens 100 Pa's bei 5O 0 C, bevorzugt höchstens 25 Pa's bei 50 0 C, auf.

Bei Raumtemperatur (25 0 C) liegen die Viskositäten vorzugsweise bei mindestens 50 Pa"s, besonders bevorzugt bei mindestens 100 Pa's,- insbesondere mindestens 500 Pa's. Bei Raumtemperatur (25°C) liegen die Viskositäten vorzugsweise bei höchstens 1500 Pa"s, bevorzugt höchstens 1000 Pa's.

Diese hohen Viskositäten sind insbesondere bei einer Verwendung der Prepolymere (A) zur Herstellung von spraybaren Montageschäumen notwendig, um nach dem Verschäumen der Polymermischung standfeste Schäume zu erhalten.

Die Ausgangsstoffe können über Pumpen, Druckleitungen oder Saugleitungen kontinuierlich im benötigten Mengenverhältnis dosiert werden. Hierbei können die Edukte sowohl vollständig in den Reaktor dosiert oder über geeignete Dosierkonzepte auf die Reaktorgeometrie verteilt werden. Die Mengenerfassung kann dabei über Massedurchflussmessungen, Volumenstrommessungen oder Waagen erfasst werden. Die Ausgangsstoffe können dabei Temperaturen von -20 0 C bis 200 0 C aufweisen. Die Silane (S 1 ) bzw. (S;?) werden vorzugsweise in einem Temperaturbereich von - 20 bis 120 0 C und bevorzugt bei 20 bis 8O 0 C eingesetzt. Die Polyolkomponente (P) wird vorzugsweise in einem Temperaturbereich von -20 bis 120 0 C und bevorzugt in einem Temperaturbereich von 20 bis 80 0 C eingesetzt. Die Isocyanatkomponente (I) wird vorzugsweise in einem Temperaturbereich von 20 bis 12O 0 C und bevorzugt in einem Temperaturbereich von 20 bis 8O 0 C eingesetzt. Die Temperierung kann dabei z. B. im Vorratsbehälter oder durch eine beheizte Dosierleitung (Warmwasser, Dampfheizung, elektrische Heizung etc.) vorgenommen werden.

Bei Verwendung von Druckleitungen und Pumpen kann der jeweilige Massenstrom mit Pumpen, dem Leitungsdruck oder einem

Regelventil gesteuert werden. Anhand der Dosiermengen kann die Verweilzeit unter Beachtung der gewünschten Stöchiometrie eingestellt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Reaktionsschritt in einem erfindungsgemäßen Reaktor (R) durchgeführt wird. Vorzugsweise wird die Reaktion zwischen der Polyolkomponente (P) und der Isocyanat- komponente (I) in dem erfindungsgemäßen Reaktor (R) durchgeführt. Dabei handelt es sich vorzugsweise um den ersten Reaktionsschritt. Vorzugsweise enthält die Polyolkomponente (P) dabei Moleküle mit einer mittleren Molmasse M n (Zahlenmittel) von höchstens 2000, bevorzugt höchstens 1100 besonders bevorzugt höchstens 600 auf. Diese Reaktion weist vorzugsweise eine so hohe Exothermie aufweist, dass sich die

Reaktionsmischung bei adiabatischer Reaktionsführung um mehr als 100 0 C, meist mehr als 15O 0 C erwärmen würde. Bei der erfindungsgemäßen Reaktionsführung beträgt die tatsächliche Erwärmung der Reaktionsmischung vorzugsweise weniger als 10 0 C, besonders bevorzugt weniger als 5 0 C.

Der darauffolgende Schritt, die Reaktion des im ersten Schritt erhaltenen Zwischenproduktes mit dem Silan (Si) bzw. dem Silan (S 2 ) , kann ebenfalls in einem erfindungsgemäßen Reaktor (R) durchgeführt werden.

Die Edukte werden kontinuierlich in den Reaktor (R) dosiert. Zur besseren Reaktions- und Temperaturkontrolle kann die Dosierung der Edukte über die gesamte Reaktorgeometrie verteilt werden. Die Aufteilung der Eduktdosierung kann für eines oder mehrere Edukte erfolgen.

Nach Eintritt in den Reaktor (R) sind die Ausgangsstoffe mit den weiteren Ausgangsstoffen bzw. dem Reaktorinhalt vorzugsweise intensiv zu durchmischen. Die Mischzeit muss unter der Verweilzeit des Reaktors liegen. Die Durchmischung kann hierbei über statische Mischer oder dynamische Mischaggregate erfolgen, wie Sie in Ullmann' s Encyclopedia of Industrial Chemistry beschrieben sind (UEIC 2008/A-Z/M/Mixing of Highly Viscous Media - DOI: 10.1002/14356007.bO2__26; bzw. UEIC 2008/A- Z/C/Continuous Mixing of Fluids DOI: 10.1002/14356007.bO4__5βl ).

Die Temperatur in der Mischeinrichtung sowie der nachfolgenden Verweilzeitstrecke liegt vorzugsweise bei 20 bis 12O 0 C, bevorzugt bei 40 bis 110 0 C, und besonders bevorzugt bei 70 bis 100 0 C. Das gewünschte Temperaturfenster kann durch Auswahl der Edukttemperaturen, das Dosierkonzept der Edukte oder durch Wärmeabfuhr eingehalten werden.

Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren beim Druck der umgebenden Atmosphäre durchgeführt, kann aber auch bei höheren oder niedrigeren Drücken durchgeführt werden.

Den Mischeinrichtungen in der kontinuierlichen Reaktionsapparatur nachgeschaltet sind jeweils Verweilzeitstrecken zur Vervollständigung der Reaktion. Neben einer ausreichenden Verweilzeit ist auf eine enge Verweilzeitverteilung und geringe Rückvermischung zu achten. Die nachgelagerte Verweilzeitstrecke kann zur weiteren Durchmischung genutzt werden. In diesem Fall können wiederum statische oder dynamische Mischaggregate eingesetzt werden.

Aufgrund der ausgeprägten Exothermie der Reaktion ist für ausreichende Temperaturkontrolle zu sorgen. Der Wärmetausch erfolgt hierbei vorzugsweise kontinuierlich über in den Reaktor (R) implementierte Wärmetauschelemente. Alternativ können deartige Wärmetauscher zur Temperaturkontrolle auch seguenziell in die Reaktionsapparatur integriert werden.

Bei der Ausführung der Reaktionsapparatur ist auf ausreichende Durchmischung der Edukte, ausreichende Verweilzeit und ausreichende Temperaturkontrolle zu achten. Besonders bevorzugt ist eine Bauform, welche diese Verfahrensschritte vereinigt, wie es bei statischen Mischern mit innenliegenden Kühlelementen der Fall ist. Diese Ausführungsform ist in Fig. 1 beschrieben.

Fig. 1 zeigt die bevorzugte Verfahrensführung mit paralleler Mischstrecke, Temperatur- und Reaktionsführung. Die Polyolkomponente wird aus der Vorlage (2) mittels Dosierpumpe (5) zusammen mit der Isocyanatkomponente aus der Vorlage (3) in die Mischstrecke (7) gegeben. Mittels eines Teilstroms der Polyolkomponente, welche in eine 2. Mischstrecke (9) gegeben wird, kann die Temperatur in den Verweilzeitstrecken mit Wärmetausch (8} und (10) noch enger kontrolliert werden. Zur

Herstellung des silanterminierten Prepolymers wird anschließend die Silankomponente mittels Pumpe (6) aus Vorlage (1) in die Mischstrecke {11} dosiert. Das Produkt (14) verlässt die kontinuierliche Reaktionsapparatur im Anschluss an die Verweilzeit- und Wärmeabfuhrstrecke (12) sowie den Austragskühler (13) , Eine alternative - allerdings nicht bevorzugte - Ausführungsform des kontinuierlichen Verfahrens ist in Fig. 2 zur Veranschaulichung des Reaktionsprinzips dargestellt am Beispiel der Umsetzung von Polyolkomponente (P) und Isocyanatkomponente (I) .

In dieser Ausführung sind Verweilzeitstrecke und Wärmeabfuhr alternierend ausgeführt. Die Isocyanatkomponente wird aus der Vorlage (1) mittels einer Pumpe (3) in die Mischstrecke (5) gepumpt. Dort trifft die Isocyanatkomponente auf die Polyolkomponente, welche aus der Polyolvorlage (2) durch die

Pumpe (4) in die Mischstrecke (5) dosiert wird. Im Anschluss an die Mischstrecke erfolgt die Temperaturkontrolle über die sequentielle Anordnung von Wärmetauschern (6) + (8) sowie den Verweilzeitstrecken (7) +(9). Im Anschluss an diese alternierenden Verweilzeitstrecken und Wärmetauscher verlasst das Produkt (10) die Anlage.

Der Abbau einer adiabatischen Reaktionstemperaturerhöhung von beispielsweise 200 0 C würde bei einer angestrebten maximalen Temperaturerhöhung von 1O 0 C im Reaktionsmedium die Aufteilung in 20 Segmente zur Folge haben, deren Verweilzeit der

Reaktionsrate beim jeweiligen Reaktionsfortschritt angepasst werden müssen.

Die Produktqualität bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Prozesses wird vorzugsweise über die kontinuierlich in-line Überwachung der Qualität der Ausgangsmaterialien, der Zwischenprodukte und soweit nötig der Reaktionsprodukte verfolgt. Dabei können unterschiedlichen Parameter untersucht bzw. gemessen werden. Geeignete Messmethoden sind alle, die in ausreichend kurzer Zeit die Rohstoffqualität und / oder den Umsatz der Reaktion detektieren können. Dies sind z. B. spektroskopische Verfahren, wie NIR-Spektroskopie, FT-IR- Spektroskopie, Raman-FT. Spektroskopie etc. Vorzugsweise wird der Umsatz der Reaktion kontrolliert. Beispielsweise kann der Restgehalt an Silanmonomeren der allgemeinen Formel (3) gemessen werden. Ebenso ist es möglich, den Restisocyanatgehalt zu bestimmen, vorzugsweise über IR-Spektroskopie.

Die erfindungsgemäßen Prepolymere (A) werden vorzugsweise in Abmischungen (M) mit Treibmitteln (T) und Additiven als spraybare Montageschäume eingesetzt. Abmischungen (M) enthaltend nach dem erfindungsgemäSen Verfahren hergestellte Prepolymere (A) und Treibmittel (T) sind ebenfalls Gegenstand der Erfindung.

Geeignete Treibmittel sind prinzipiell sämtliche bei Raumtemperatur gasförmigen Verbindungen, die sich bei Drücken von vorzugsweise kleiner als 40 bar, bevorzugt kleiner als 20 bar verflüssigen lassen, z.B. Propan, Butan, i-Butan, Propan- Butan-Mischungen, Dimethylether, 1, 1, 1, 3-Tetrafluorethan, 1,1- Difluorethan.

Beispiel 1 :

Herstellung des silanterminierten Polyethers nach dem kontinuierlichen Verfahren gemäß Fig. 1:

Ausführungsvariante mit sequentieller Dosierung der Polyolkomponente sowie paralleler Temperaturführung und Verweilzeitstrecke - Fig. 1.

Dosiermengen : a) Isocyanat-Komponente 27,6 kg/h Zusammensetzung:

Toluoldiisocyanat 27,6 kg/h

b) Polyolkomponente 2,2 kg/h Zusammensetzung : Pluriol P400

(Polypropylenglykol mit Molmasse 400 der Fa. BASF AG) 31,4 kg/h

Cetylalkohol 5,24 kg/h

Vinyltrimethoxysilan (Genosil ® XLlO, Fa. Wacker Chemie AG) 5,44 kg/h Phosphorsäure 0,07 kg/h

Die Polyolkomponente wird entsprechend Fig. 1 in zwei gleichgroße Teilströme aufgeteilt.

c) Silankomponente 30,3 kg/h

Zusammensetzung :

N-Phenylaminoraethylmethyldimethoxysilan 30,2 kg/h (Geniosil ® XL972, Fa. Wacker Chemie AG) 2,2'-Dinαorpholinyldiethylether 0,10 kg/h (DMDEE)

Die Reaktoren in Fig 1 sind Rohrreaktoren mit statischen Mischern und innenliegenden Kühlschlaufen, die eine Wärmeabfuhrleistung von größer 5 kW/m 3 'K aufweisen, um eine ausreichende Wärmeabfuhr zu gewährleisten. Die Temperatur in der Mischstrecke beträgt 5O 0 C und die Temperatur in der Verweitzeitstrecke beträgt 80°C. Die Temperaturdifferenz zwischen Reaktioπs- und Kühlmedium beträgt höchstens 10 0 C. Die Temperatur im Reaktionsmedium steigt während der Reaktion um höchstens 5 0 C an. Die Polyolkomponente wird aus der Vorlage (2) mittels Dosierpumpe (5) zusammen mit der Isocyanatkomponente aus der Vorlage (3) in die Mischstrecke (7) gegeben. Mittels eines

Teilstroms der Polyolkomponente, welche in eine 2. Mischstrecke (9) gegeben wird, kann die Temperatur in den Verweilzeitstrecken mit Wärmetausch (8) und {10) noch enger kontrolliert werden. Zur Herstellung des silanterminierten Prepolymers wird anschließend die Silankomponente mittels Pumpe (6) aus Vorlage (1) in die Mischstrecke (11) dosiert. Das Produkt (14) verlässt die kontinuierliche Reaktionsapparatur im Anschluss an die Verweilzeit- und Wärmeabfuhrstrecke (12) sowie den Austragskühler (13) .

Das Reaktionsprodukt weist bei 50 0 C eine Viskosität von ca. 13 Pas auf.

Vergleich zum Stand der Technik: Die unter Beispiel 1 beschriebene Reaktion ist in herkömmlichen Rohrreaktoren, wie sie z.B. in WO 2006/136261 Al beschrieben sind nicht durchführbar. So zeigt diese Reaktion eine Exothermie, die bei adiabatischer Reaktionsführung zu einer Erwärmung >200 0 C führen würde. Um hier in einem Rohrreaktor eine hinreichende Kühlung zu erreichen, müsste dieser einerseits eine großes Oberflächen zu Volumenverhältnis besitzen dito eine sehr kleinen Durchmesser aufweisen, was angesichts der hohen Produktviskosität eine immense Pumpleistung erforderlich machen würde.

Zudem müsste das Kühlmedium eine so niedrige Temperatur aufweisen, dass eine Reaktionsführung bei weitgehend konstanter Temperatur auf Grund von Wandeffekten praktisch nicht möglich wäre. Diese enge Temperaturführung ist aber eine Voraussetzung für eine erfolgreichen Reaktionsverlauf, da zu hohe Reaktionstemperaturen Neben- und Abbaureaktionen hervorrufen, zu niedrige Temperaturen hingegen zu einem sprunghaften Viskositätsanstieg führen. Zudem würden die Wandeffekte (niedrige Temperaturen an der Reaktorwand, hohe Temperaturen in der Reaktormitte) extrem uneinheitliche Verweilzeiten im Reaktor zur Folge haben.

Beispiel 2:

Herstellung einer schäuπibaren Mischung:

50 g des Prepolymers aus Beispiel 1 werden in ein Druckglas mit Ventil gefüllt und mit 1,2 g Schaumstabilisator B8443® (Fa. Goldschmidt) und mit 0,3 ml Butylphosphat als Katalysator versetzt. Anschließend werden zu dieser Mischung mit 18 ml eines Propan-Butan-Gemisches (mit einem Propan/Butan-Verhältnis von 2:1} und 1 ml Dimethylether . Es wird eine Emulsion erhalten, die sich bei Raumtemperatur durch ein auf dem Ventil aufgeschraubtes Plastikröhrchen (Länge ca. 20 cm, Durchmesser ca. 6 mm), durch das der Schaum auch in engen Fugen ortsgenaυ und bequem ausgebracht werden kann, problemlos verschäuraen lässt. Dabei wird ein standfester Schaum erhalten, der sich nach seiner Aushärtung eine hohe Härte auszeichnet, eine gute Porenstruktur besitzt und nicht spröde ist .