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Title:
METHOD FOR PRODUCING ADHESIVE ROLLS PROVIDED WITH ADHESIVE ELEMENTS, AND REFILLED CARTRIDGE UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2024/088881
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing adhesive rolls provided with adhesive elements (10), comprising the method steps of: a) producing or making available a dispenser material tape (12) in a dispenser arrangement (14), wherein the dispenser material tape (12) comprises a multiplicity of adhesive elements (10), wherein the dispenser arrangement (14) is configured to separate the adhesive elements (10) from a web-shaped first release material (16) in a dispensing region (18) and to output them from the dispenser arrangement (14), b) producing or making available two or more receiving arrangements (20a-e), each of which comprises: i) a feed roller (22), ii) a receiving roller (24), iii) a guide arrangement (26), and iv) a web-shaped second release material (28), wherein the web-shaped second release material (28) is arranged in the guide arrangement (26) between the feed roller (22) and the receiving roller (24) and is guided through a receiving region (30) of the receiving arrangement (20a-e), c) guiding the dispenser material tape (12) in the dispenser arrangement (14) through the dispensing region (18), d) rolling the web-shaped second release materials (28) onto the receiving rollers (24) in the respective receiving arrangements (20a-e), and e) outputting adhesive elements (10) from the dispenser arrangement (14) in the dispensing region (18) and in each case transferring some of the output adhesive elements (10) into the receiving regions (30) of the receiving arrangements (20a-e).

Inventors:
HERBST LUKAS (DE)
AKIN DENIZ NICK (DE)
MARTEL JOACHIM (DE)
Application Number:
PCT/EP2023/079176
Publication Date:
May 02, 2024
Filing Date:
October 19, 2023
Export Citation:
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Assignee:
TESA SE (DE)
International Classes:
B65H20/06; B31D1/02; B65C9/00; B65H37/00; G09F3/00
Domestic Patent References:
WO2001017859A12001-03-15
Foreign References:
EP3450158A12019-03-06
EP3156219A12017-04-19
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Claims:
Ansprüche

1 . Verfahren zur Herstellung von mit Klebeelementen (10) beschickten Kleberollen, umfassend die Verfahrensschritte: a) Herstellen oder Bereitstellen eines Spendermaterialbandes (12) in einer Spenderanordnung (14), wobei das Spendermaterialband (12) eine Vielzahl von Klebeelementen (10) mit einer Trägerschicht und einer damit verbundenen Klebeschicht umfasst, wobei die Klebeelemente (10) mit der Klebeschicht auf einem bahnförmigen ersten Trennmaterial (16) angeordnet sind, wobei die Spenderanordnung (14) dazu eingerichtet ist, die Klebelemente (10) in einem Spendebereich (18) vom bahnförmigen ersten Trennmaterial (16) zu separieren und aus der Spenderanordnung (14) auszugeben, b) Herstellen oder Bereitstellen von zwei oder mehr Aufnahmeanordnungen (20a, 20b, 20c, 20d, 20e), umfassend jeweils: i) eine Zuführrolle (22), ii) eine Aufnahmerolle (24), iii) eine Führungsanordnung (26), und iv) ein bahnförmiges zweites Trennmaterial (28), welches teilweise auf der Zuführrolle (22) aufgewickelt und an einem Ende an der Aufnahmerolle (24) befestigt ist, wobei das bahnförmige zweite Trennmaterial (28) zwischen der Zuführrolle (22) und der Aufnahmerolle (24) in der Führungsanordnung (26) angeordnet ist und durch einen Aufnahmebereich (30) der Aufnahmeanordnung (20a-e) geführt wird, c) Führen des Spendermaterialbandes (12) in der Spenderanordnung (14) durch den Spendebereich (18), d) Aufrollen der bahnförmigen zweiten Trennmaterialien (28) auf den Aufnahmerollen (24) in den jeweiligen Aufnahmeanordnungen (20a-e), wobei die bahnförmigen zweiten Trennmaterialien (28) von der Zuführrolle (22) abgewickelt und in der Führungsanordnung (26) durch den Aufnahmebereich (30) geführt werden, und e) Ausgeben von Klebeelementen (10) aus der Spenderanordnung (14) im Spendebereich (18) und Überführen jeweils eines Teils der ausgegebenen Klebeelemente (10) in die Aufnahmebereiche (30) der Aufnahmeanordnungen (20a-e) zur Anordnung der überführten Klebeelemente (10) auf den jeweiligen bahnförmigen zweiten Trennmaterialien (28).

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei in Verfahrensschritt e) auf das bahnförmige zweite Trennmaterial (28) jeder Aufnahmeanordnung (20a-e) jeweils Klebeelemente (10) aus zwei oder mehr in Bahnrichtung verlaufenden Reihen von Klebeelementen (10) des Spendermaterialbandes (12) überführt werden.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die übertragenen Klebeelemente (10) auf den jeweiligen bahnförmigen zweiten Trennmaterialien (28) bezogen auf die Bahnrichtung in einer verringerten Anzahl pro Längeneinheit angeordnet werden als auf dem Spendermaterialband (12).

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Spenderanordnung (14) in Bahnrichtung des Spendermaterialbandes (12) vor dem Spendebereich (18) einen Ablösebereich (32) umfasst, wobei der Ablösebereich (32) dazu eingerichtet ist, die Adhäsion der Klebeelemente (10) an dem bahnförmigen ersten Trennmaterial (16) vor dem Spendebereich (18) zu reduzieren.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Spenderanordnung (14) ein oder mehrere Überführungselemente (34) umfasst, wobei die Überführungselemente (34) dazu eingerichtet sind, im Spendebereich (18) angeordnete Klebeelemente (10) unter Ausbildung einer reversibel und zerstörungsfrei lösbaren Verbindung vom bahnförmigen ersten Trennmaterial (16) zu separieren, aufzunehmen und diese im Aufnahmebereich (30) auf das bahnförmige zweite Trennmaterial (28) einer der Aufnahmeanordnungen (20a-e) zu überführen.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Spenderanordnung (14) im

Spendebereich (18) eine positionsveränderliche Spendekante (36) umfasst.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Spenderanordnung (14) im

Spendebereich (18) eine positionsfeste Spendekante (38) umfasst, wobei die Spenderanordnung (14) dazu eingerichtet ist, dass das in der Spenderanordnung (14) geführte Spendermaterialband (12) derart über die positionsfeste Spendekante (38) geführt werden kann, dass die Klebelemente im Spendebereich (18) vom bahnförmigen ersten T rennmaterial (16) separiert und die Klebeelemente (10) über die positionsfeste Spendekante (38) hinausbefördert werden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei die Spenderanordnung (14) im Spendebereich (18) ein umlaufendes Förderelement (40) mit einer adhäsionsreduzierten Oberfläche umfasst, wobei die Spenderanordnung (14) dazu eingerichtet ist, dass ein über die Spendekante (36, 38) hinaus befördertes Klebeelement (10) mit der Klebeschicht auf die adhäsionsreduzierte Oberfläche des Förderelements (40) überführt wird. 9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das umlaufende Förderelement (40) eine Förderspendekante (42) umfasst, wobei die Spenderanordnung (14) dazu eingerichtet ist, dass auf dem umlaufenden Förderelement (40) geförderte Klebeelemente (10) an der Förderspendekante (42) über die Förderspendekante (42) hinausbefördert und aus der Spenderanordnung (14) ausgegeben werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Fördergeschwindigkeit des umlaufenden Förderelements (40) VF höher ist als die Führungsgeschwindigkeit des Spendermaterialbandes (12) VM in der Spenderanordnung (14).

1 1. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Spenderanordnung (14) ein oder mehrere Führungselemente (44a, 44b) umfasst, wobei das eine oder die mehreren Führungselemente (44a-b) dazu eingerichtet sind, die Position von auf dem umlaufenden Förderelement (40) angeordneten Klebeeiementen (10) einzustellen.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , wobei die zwei oder mehr Aufnahmeanordnungen (20a-e) Kassetteneinheiten (46a, 46b, 46c, 46d, 46e) sind und wobei die hergestellten mit Klebeelementen (10) beschickten Kleberollen Bestanteil wiederbefüllter Kassetteneinheiten (46a-e) sind.

13. Spendervorrichtung für den Einsatz in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Ausbildung einer Spenderanordnung (14), umfassend: m) eine erste Rollenaufnahme (48) zur drehbar gelagerten Aufnahme einer ein Spendermaterialband (12) umfassenden Mutterrolle (50), wobei das Spendermaterialband (12) eine Vielzahl von Klebeelementen (10) mit einer T rägerschicht und einer damit verbundenen Klebeschicht umfasst, wobei die Klebeelemente (10) mit der Kiebeschicht auf einem bahnförmigen ersten Trennmaterial (16) angeordnet sind, n) eine zweite Rollenaufnahme (52) zur drehbar gelagerten Aufnahme einer Aufwickelrolle (54), zum Aufwickeln des von Klebelementen (10) befreiten bahnförmigen ersten Trennmaterials (16), o) eine Führungseinrichtung (56), die dazu eingerichtet ist, dass Spendermaterialband (12) von der Mutterrolle (50) durch einen Spendebebereich (18) zu führen und das im Spendebereich (18) von Klebelementen (10) befreite bahnförmige erste Trennmaterial (16) zu der Aufwickelrolle (54) zu führen, wobei die Spendervorrichtung dazu eingerichtet ist, die Klebelemente (10) in dem Spendebereich (18) vom bahnförmigen ersten Trennmaterial (16) zu separieren und gleichzeitig oder alternierend an zwei separate Aufnahmeanordnungen (20a-e) auszugeben.

14. Verwendung einer Spendervorrichtung nach Anspruch 13 bei der Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten (46a-e).

15. Wiederbefüllte Kassetteneinheit (46a-e), hergestellt oder herstellbar mit dem Verfahren nach Anspruch 12, umfassend in einem Gehäuse (58) angeordnet: i) die Zuführrolle (22), ii) die Aufnahmerolle (24), iii) die Führungsanordnung (26), und iv) ein Materialband umfassend eine Vielzahl von Klebeelementen (10), die mit der Klebeschicht auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial (28) angeordnet sind, wobei das Materialband teilweise auf der Aufnahmerolle (24) aufgewickelt und an einem Ende an der Zuführrolle (22) befestigt ist, wobei das bahnförmige zweite Trennmaterial (28) zwischen der Zuführrolle (22) und der Aufnahmerolle (24) in der Führungsanordnung (26) angeordnet ist und durch den Aufnahmebereich (30) der Aufnahmeanordnung (20a-e) geführt wird, und wobei die Führungsanordnung (26) eine positionsfeste Kassettenspendekante (60) umfasst, wobei die Kassetteneinheit (46a-e) dazu eingerichtet ist, dass das auf der Aufnahmerolle (24) bereitgestellte Materialband derart über die Kassettenspendekante (60) zur Zuführrolle (22) geführt werden kann, dass die Klebelemente (10) im Aufnahmebereich (30) vom bahnförmigen zweiten Trennmaterial (28) separiert und aus der Kassetteneinheit (46a-e) ausgegeben werden können.

Description:
Verfahren zur Herstellung von mit Klebeelementen beschickten Kleberollen und wiederbefüllte Kassetteneinheit

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit Klebeelementen beschickten Kleberollen, insbesondere bei der Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten, eine Spendervorrichtung für den Einsatz in einem entsprechenden Verfahren, die Verwendung einer entsprechenden Spenderanordnung bei der Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten sowie eine mit dem Verfahren herstellbare wiederbefüllte Kassetteneinheit.

Der Einsatz von Klebeelementen ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil vieler moderner Fertigungsverfahren. Entsprechende Klebeelemente werden dabei nicht nur zur Befestigung von Komponenten an einem Substrat verwendet, sondern dienen insbesondere auch dem Verschluss von Öffnungen in einem Substrat. Solche Öffnungen liegen zumeist fertigungsbedingt vor und stellen im späteren Produkt mögliche Schwachstellen dar, durch die beispielsweise Feuchtigkeit oder Verunreinigungen hindurchtreten können. Der Einsatz von geeigneten, zumeist einseitig klebrigen Klebeelementen zum Verschluss entsprechender Öffnungen in Subtraten stellt eine einfache sowie zeit- und kosteneffiziente Lösung dar, entsprechende Öffnungen zu verschließen und ein ungewolltes Eindringen von Verunreinigungen zu unterbinden, wobei im Stand der Technik schon heute zu diesem Zweck regelmäßig solche Klebeelemente eingesetzt werden, die infolge ihres Herstellungsverfahrens auch als Stanzlinge bezeichnet werden.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die entsprechenden Klebeelemente manuell auf einem Substrat zu platzieren. Im Zuge der fortschreitenden Automatisierung und angesichts eines fortgesetzten Interesses an einer möglichst fehlerunanfälligen und effizienten Verfahrensführung wurden jedoch automatisierbare Applikationsvorrichtungen entwickelt, die der Applikation von Klebeelementen auf ein zu beklebendes Substrat dienen. An entsprechende Applikationsvorrichtungen werden dabei vielfältige Anforderungen gestellt. So müssen entsprechende Applikationsvorrichtungen insbesondere eine zuverlässige und reproduzierbare Applikation von Klebeelementen an die Substrate ermöglichen, wobei wünschenswerterweise ein hoher Durchsatz erreicht werden soll.

Zur Optimierung der Handhabungseffizienz und zur Vermeidung aufwändiger Zuführsysteme wurden Applikationsvorrichtungen mit einer integrierten Spenderanordnung für Klebeelemente konzipiert, in denen die Bereitstellung des Klebeelementes und die Applikationsvorrichtung gemeinsam, beispielsweise als Teil eines Endeffektors eines Roboterkopfes ausgeführt werden können. Entsprechende Applikationsvorrichtungen mit integrierter Spendervorrichtung setzten dabei für eine effiziente Versorgung mit Klebeelementen häufig auf ein Nachfüllsystem, bei dem mit Klebeelementen beschickte Kleberollen in die Spenderanordnung eingesetzt werden, die nach Applikation der auf der Kleberolle enthaltenen Klebeelemente wieder entnommen und ausgetauscht werden können. Viele moderne Applikationsvorrichtungen setzten dabei auf Konzepte mit sogenannten Nachfüllkassetten, bei denen die mit Klebeelementen beschickten Kleberollen zumeist in einem Gehäuse angeordnet sind. Entsprechende Nachfüllkassetten umfassen in vielen Fällen auch eine integrierte Führungsanordnung, beispielsweise aus Führungsrollen und Ablenkelementen, welche das in den Nachfüllkassetten befindliche Materialband optimal führen und es ermöglichen, das Materialband in der Nachfüllkassette mit einer externen Antriebseinheit abzuwickeln. Der Einsatz entsprechender Nachfüllkassetten erlaubt regelmäßig einen besonders schnelle, zuverlässige und fehlerunanfällige Versorgung der Applikationsvorrichtung mit den für die Applikation benötigten Klebeelementen, wobei die Nachfüllkassetten insbesondere auch bei der Lagerung und im Transport vorteilhaft sind.

Trotz der Vorteile, die mit dem Einsatz von mit Klebeelementen beschickten, auswechselbaren Kleberollen und insbesondere dem Einsatz von Nachfüllkassetten verbunden sind, wird deren Verwendung unter anderen Gesichtspunkten zuweilen auch als nachteilig empfunden. Insbesondere fallen die von Klebeelementen befreiten Kleberollen, d.h. zumeist die geleerte Trägerrolle und der verbleibende abgewickelte Liner, nach der Verwendung häufig als Abfall an, der insbesondere bei älteren Systemen nur sehr aufwendig wiederverwertet werden kann. Insoweit wird die Handhabung entleerter Nachfüllkassetten wegen der integrierten Führungsanordnung und einer zumeist vorhandenen Rolle zur Aufwicklung des abgerollten Liners in vielen Fällen als vorteilhafter empfunden. Auch bei Nachfüllkassetten ist die Wiederverwertung beziehungsweise die Wiederbefüllung jedoch häufig aufwendig, was regelmäßig durch das Gehäuse der Nachfüllkassetten verursacht wird, welches in vielen Fällen nicht leicht von außen zu öffnen ist, beispielsweise wenn eine entleerte Klebebandrolle entnommen und durch eine neue Kleberolle ersetzt werden soll. Hierbei muss das neue Materialband zudem in vielen Fällen in die Führungsanordnung der Nachfüllkassette eingefädeit und mit der Aufwickelrolle verbunden werden. Aus diesen Gründen ist die Wiederbefüllung von Nachfüllkassetten häufig nicht zeit- und/oder kosteneffizient und in vielen Fällen nur schwer zu automatisieren.

Über die vorstehend beschriebene Problematik hinaus wird auch die zeit- und kosteneffiziente Herstellung frischer, mit Klebeelementen beschickter Kleberollen, welche beispielsweise direkt in Applikationsvorrichtungen oder in einer Nachfüllkassette eingesetzt werden können, in vielen Fällen als herausfordernd empfunden. Die zumeist als End-Effektoren eingesetzten Applikationsvorrichtungen sind regelmäßig hinsichtlich des maximalen Gewichtes limitiert, welches diese aufweisen dürfen, so dass die eingesetzten mit Klebeelementen beschickten Kleberollen zumeist nur eine limitierte Breite aufweisen können. In vielen Fällen sind solche Applikationsvorrichtungen auf Klebebandrollen ausgelegt, die lediglich eine Reihe von Klebeelementen auf dem Trennliner aufweisen. Aus Gründen der Herstellungseffizienz ist es bei der Produktion von mit Klebeelementen beschickten Kleberollen, beispielsweise Kleberollen mit Stanzlingen, jedoch eigentlich bevorzugt, diese mit großen Produktionsbreiten, beispielsweise von 400 mm oder mehr, herzustellen und dabei eine möglichst dichte Packung der Klebeelemente auf dem Liner zu wählen, um möglichst viele Klebeelemente pro Zeit und Fläche erhalten zu können. Die Herstellung von für Applikationsvorrichtungen und/oder Nachfüllkassetten geeigneten Kleberollen aus diesen auch als Mutterrollen bezeichneten Ausgangsmaterialien erfordert in vielen Fällen aufwendige Anlagen und/oder Verfahrensführungen und/oder ist mit Abstrichen in der Zeit- und/oder Kosteneffizienz verbunden.

Die primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die vorstehend beschriebenen Nachteile des Standes der Technik auszuräumen oder zumindest zu verringern.

Insbesondere war es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung von mit Klebeelementen beschickten Kleberollen anzugeben, welches insbesondere bei der Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten verwendet werden kann.

Insoweit war es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dass mit dem anzugebenden Verfahren mit Klebeelementen beschickte Kleberollen beziehungsweise Nachfüllkassetten in zeit- und kosteneffizienter Weise herstellbar sein sollten.

Hierbei war es eine ergänzende Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dass mit dem anzugebenden Verfahren mit Klebeelementen beschickte Kleberollen herstellbar sein sollten, die für den Einsatz in als End-Effektoren ausgeführten Applikationsvorrichtung geeignet sind, wobei diese Herstellung wünschenswerterweise auch ausgehend von Mutterrollen mit großen Produktionsbreiten und hohen Packungsdichten der Klebeelemente möglich sein sollte.

Es war eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dass mit dem anzugebenden Verfahren gleichzeitig eine große Zahl an mit Klebeelementen beschickten Kleberollen herstellbar sein sollten, beziehungsweise eine große Zahl an wiederzuverwertenden Kassetteneinheiten gleichzeitig wiederbefüllt werden können sollte.

Es war eine zusätzliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine vorteilhafte Spendervorrichtung für den Einsatz in dem anzugebenden Verfahren bereitzustellen sowie die Verwendung einer entsprechenden Spendervorrichtung bei der Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten anzugeben. Zudem war es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine mit dem anzugebenden Verfahren herstellbare wiederbefüllte Kassetteneinheit bereitzustellen.

Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben nunmehr gefunden, dass die vorstehend beschriebenen Aufgaben gelöst werden können, wenn ein Verfahren zur Herstellung von mit Klebeelementen beschickten Kleberollen mit einer Spenderanordnung durchgeführt wird, mit der die Klebeelemente eines Spendermaterialbandes auf bahnförmige Trennmaterialien von zwei oder mehr Aufnahmeanordnungen überführt werden, um in den Aufnahmeanordnungen die mit Klebeelementen beschickten Kleberollen herzustellen, wie es in den Ansprüchen definiert ist. Insoweit ist es den Erfindern gelungen, besonders geeignete konstruktive Ausgestaltungen zu identifizieren, mit denen sich die Klebeelemente aus der Spenderanordnung auch von breiten und dicht gepackten Mutterrollen effizient auf eine große Anzahl an Aufnahmeanordnungen verteilen lassen.

Die vorstehend genannten Aufgaben werden somit durch den Gegenstand der Erfindung gelöst, wie er in den Ansprüchen definiert ist. Bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und den nachfolgenden Ausführungen.

Solche Ausführungsformen, die nachfolgend als bevorzugt bezeichnet sind, werden in besonders bevorzugten Ausführungsformen mit Merkmalen anderer als bevorzugt bezeichneter Ausführungsformen kombiniert. Ganz besonders bevorzugt sind somit Kombinationen von zwei oder mehr der nachfolgend als besonders bevorzugt bezeichneten Ausführungsformen. Ebenfalls bevorzugt sind Ausführungsformen, in denen ein in irgendeinem Ausmaß als bevorzugt bezeichnetes Merkmal einer Ausführungsform mit einem oder mehreren weiteren Merkmalen anderer Ausführungsformen kombiniert wird, die in irgendeinem Ausmaß als bevorzugt bezeichnet werden. Merkmale bevorzugter Spendervorrichtungen, Verwendungen und wiederbefüllter Kassetteneinheiten ergeben sich aus den Merkmalen bevorzugter Verfahren.

Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von mit Klebeelementen beschickten Kleberollen, umfassend die Verfahrensschritte: a) Herstellen oder Bereitstellen eines Spendermaterialbandes in einer Spenderanordnung, wobei das Spendermaterialband eine Vielzahl von Klebeelementen mit einer Trägerschicht und einer damit verbundenen Klebeschicht umfasst, wobei die Klebeelemente mit der Klebeschicht auf einem bahnförmigen ersten Trennmaterial angeordnet sind, wobei die Spenderanordnung dazu eingerichtet ist, die Klebelemente in einem Spendebereich vom bahnförmigen ersten Trennmaterial zu separieren und aus der Spenderanordnung auszugeben, b) Herstellen oder Bereitstellen von zwei oder mehr Aufnahmeanordnungen, umfassend jeweils: i) eine Zuführrolle, ii) eine Aufnahmerolle, iii) eine Führungsanordnung, und iv) ein bahnförmiges zweites Trennmaterial, welches teilweise auf der Zuführrolle aufgewickelt und an einem Ende an der Aufnahmerolle befestigt ist, wobei das bahnförmige zweite Trennmaterial zwischen der Zuführrolle und der Aufnahmerolle in der Führungsanordnung angeordnet ist und durch einen Aufnahmebereich der Aufnahmeanordnung geführt wird, c) Führen des Spendermaterialbandes in der Spenderanordnung durch den Spendebereich, d) Aufrollen der bahnförmigen zweiten Trennmaterialien auf den Aufnahmerollen in den jeweiligen Aufnahmeanordnungen, wobei die bahnförmigen zweiten Trennmaterialien von der Zuführrolle abgewickelt und in der Führungsanordnung durch den Aufnahmebereich geführt werden, und e) Ausgeben von Klebeelementen aus der Spenderanordnung im Spendebereich und Überführen jeweils eines Teils der ausgegebenen Klebeelemente in die Aufnahmebereiche der Aufnahmeanordnungen zur Anordnung der überführten Klebeelemente auf den jeweiligen bahnförmigen zweiten Trennmaterialien.

Das erfindungsgemäße Verfahren dient der Herstellung von mit Klebeelementen beschicken Kleberollen. Entsprechende Kleberollen können beispielsweise unmittelbar in Applikationsvorrichtungen eingesetzt werden oder können zur Herstellung beziehungsweise Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten genutzt werden. Zudem ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in vorteilhafter Weise eine direkte Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten möglich, d.h. dass die zuvor entleerten Kassetteneinheiten mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wiederbefüllt werden können, sodass die mit Klebeelementen beschicke Kleberolle direkt in der Kassetteneinheit hergestellt wird.

In Verfahrensschritt a) wird zunächst ein sogenanntes Spendermaterialband vorgelegt, welches die Klebeelemente umfasst, welche zum Herstellen der mit Klebeelementen beschickten Kleberollen auf die nachgelagerten Aufnahmeanordnungen verteilt werden sollen.

Das Spendermaterialband wird bevorzugt in aufgewickelter Form bereitgestellt, wobei der Fachmann hierbei auch von einer sogenannten Mutterrolle spricht. Entsprechende Mutterrollen werden zumeist mit großen Produktionsbreiten hergestellt, wodurch es möglich wird, eine große Zahl von Klebeelementen pro Mutterrolle bereitzustellen. Bevorzugt ist ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Spendermaterialband bereitgestellt wird, bevorzugt auf eine Mutterrolle, wobei die Mutterrolle besonders bevorzugt eine Breite im Bereich von 300 bis 500 mm, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 350 bis 450 mm, aufweist.

Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich in vorteilhafter Weise für eine breite Palette an möglichen Klebeelementen. Mit Blick auf die industrielle Relevanz entsprechender Klebeelemente ist das erfindungsgemäße Verfahren jedoch besonders für die Verarbeitung sogenannter Stanzlinge geeignet, wobei insbesondere die Verarbeitung von Haftklebeelementen von Relevanz ist. Für im Wesentlichen alle Ausführungsformen relevant ist daher ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Klebeelemente Stanzlinge sind. Für die meisten Fälle zweckmäßig ist auch ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Klebeelemente rechteckige oder kreisförmige, bevorzugt kreisförmige, Klebeelemente sind, wobei die Klebeelemente insbesondere abgerundete Ecken aufweisen können. In der Praxis üblich ist überdies ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Klebeelemente Haftklebeelemente sind, und/oder wobei die Klebeschicht eine Haftklebemasse umfasst, wobei die Kiebeschicht bevorzugt aus einer Haftklebemasse besteht.

Für die Klebeschicht der Kiebeelemente kann der Fachmann auf übliche im Bereich der Klebtechnik bekannte Klebemassen zurückgreifen, beispielsweise Poly(meth)acrylat- und/oder Kautschuk-basierte Systeme. Die entsprechende Klebeschicht ist in branchenüblicher Weise auf einer Trägerschicht angeordnet, welche zumeist aus einem Kunststoff gebildet wird. Auch wenn es theoretisch möglich ist, mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beidseitig klebrige Klebeelemente zu verarbeiten, wird das erfindungsgemäße Verfahren in der Praxis vor allen Dingen für einseitig klebrige Klebeelemente verwendet werden. Beispielhaft ist ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Trägerschicht ein oder mehrere Materialien umfasst, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Polyethylen, Polypropylen, cyclische Olefin Copolymeren, Polyvinylchlorid, Polyester, Ethylenvinylalkohol, Polyvinylidenchlorid, Polyvinylidenfluorid, Polyacrylnitril, Polycarbonat, Polyamid, Polyethersulfon und Polyimid, bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyethylen, Polypropylen und Polyethylenterephthalat, wobei die Trägerschicht bevorzugt aus diesen Materialien besteht. Bevorzugt ist für die weit überwiegende Zahl der Fälle ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die von der Klebeschicht abgewandte Seite der Klebeelemente durch die Trägerschicht gebildet wird.

Die Klebeelemente sind auf dem Spendermaterialband auf einem Trennmaterial angeordnet. Entsprechende bahnförmige Trennmaterialien, welche regelmäßig auch als Liner bezeichnet werden, sind dem Fachmann aus dem Bereich der Klebetechnik umfassend vertraut, und werden vorliegend als Trennmaterialien bezeichnet, weil sich die darauf angeordneten Klebeelemente in Folge einer verringerten Adhäsion an der Oberfläche von diesen leicht abtrennen lassen. Die Funktionalität der Trennmaterialien kann durch übliche, dem Fachmann bekannte Release-Schichten erreicht werden, die auf die Oberfläche der Trennmaterialien aufgebracht wird, wo sie beispielsweise die Grundschicht aus Kunststoff oder Papier bedeckt. Mit anderen Worten handelt es sich zumeist um ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das bahnförmige erste Trennmaterial und/oder das bahnförmige zweite Trennmaterial, bevorzugt sämtliche bahnförmigen Trennmaterialien, Liner sind. Typisch ist dabei ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das bahnförmige erste Trennmaterial und/oder das bahnförmige zweite Trennmaterial, bevorzugt sämtliche bahnförmigen Trennmaterialien, auf der den Klebeelementen zugewandten Seite mit einer Releaseschicht beschichtet ist, bevorzugt mit einer Silikon-Releaseschicht, wobei die Silikon-Releaseschicht bevorzugt herstellbar ist durch Vernetzung eines vernetzbaren Silikonsystems umfassend ein oder mehrere Polysiloxane. Das Spendermaterialband wird in einer sogenannten Spenderanordnung hergestellt oder bereitgestellt. Diese Spenderanordnung ist dazu eingerichtet, die Klebeelemente durch geeignete Mittel vom bahnförmigen ersten Trennmaterial zu separieren und aus der Spenderanordnung auszugeben, wobei nachfolgend besonders geeignete konstruktive Ausgestaltungen für die Umsetzung dieser Funktionalität offenbart werden. Der Bereich der Spenderanordnung, in welchem die vom Trennmaterial separierten Klebeelemente ausgegeben werden, wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Spendebereich bezeichnet. In bevorzugten Ausgestaltungen wird die Spenderanordnung neben der Mutterrolle, welche das Spendermaterialband umfasst, eine Aufwickelrolle sowie eine Führungseinrichtung zum Führen des Spendermaterialbandes in der Spenderanordnung umfassen. Das Spendermaterialband erstreckt sich, aufgespannt durch die Führelemente der Führungseinrichtung, bei welchen es sich beispielsweise um Führungsrollen handeln kann, von der Mutterrolle zu der Aufwickelrolle und durchläuft dabei den Spendebereich. Der Fachmann versteht, dass bei diesem Aufbau in Bahnrichtung hinter dem Spendebereich lediglich nur noch das -zumeist vollständig- von Klebeelementen befreite bahnförmige erste Trennmaterial vorliegt, welches auf der Aufwickelrolle aufgewickelt wird. Durch einen Antrieb der Aufwickelrolle, welcher optional mit einem Antrieb der Mutterrolle kombiniert werden kann, ist es möglich, das bahnförmige erste Trennmaterial und damit das Spendermaterialband durch die Spenderanordnung laufen zu lassen, sodass neue Klebeelemente von der Mutterrolle in den Spendebereich geführt werden können. Bevorzugt ist insoweit ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung umfasst:

1.2) eine Mutterrolle mit dem Spendermaterialband,

11.2) eine Aufwickelrolle, zum Aufwickeln des von Klebelementen befreiten bahnförmigen ersten Trennmaterials, iii.3) eine Führungseinrichtung, die dazu eingerichtet ist, dass Spendermaterialband von der Mutterrolle durch den Spendebereich zu führen und das im Spendebereich von Klebelementen befreite bahnförmige erste Trennmaterial zu der Aufwickelrolle zu führen. Bevorzugt ist außerdem ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Mutterrolle und/oder die Aufwickelrolle, bevorzugt die Aufwickelrolle, elektrisch angetrieben ist.

Die Erfindung betrifft komplementär hierzu auch eine Spendervorrichtung für den Einsatz in einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Ausbildung einer Spenderanordnung, umfassend: m) eine erste Rollenaufnahme zur drehbar gelagerten Aufnahme einer ein Spendermaterialband umfassenden Mutterrolle, wobei das Spendermaterialband eine Vielzahl von Klebeelementen mit einer Trägerschicht und einer damit verbundenen Klebeschicht umfasst, wobei die Klebeelemente mit der Klebeschicht auf einem bahnförmigen ersten Trennmaterial angeordnet sind, n) eine zweite Rollenaufnahme zur drehbar gelagerten Aufnahme einer Aufwickelrolle, zum Aufwickeln des von Kiebelementen befreiten bahnförmigen ersten Trennmaterials, o) eine Führungseinrichtung, die dazu eingerichtet ist, dass Spendermaterialband von der Mutterrolle durch einen Spendebebereich zu führen und das im Spendebereich von Klebelementen befreiten bahnförmigen ersten Trennmaterial zu der Aufwickelrolie zu führen, wobei die Spendervorrichtung dazu eingerichtet ist, die Klebelemente in dem Spendebereich vom bahnförmigen ersten Trennmaterial zu separieren und gleichzeitig oder alternieren an zwei separate Aufnahmeanordnungen auszugeben.

Bevorzugt ist insoweit eine erfindungsgemäße Spendervorrichtung, wobei die erste Rollenaufnahme und/oder die zweite Rollenaufnahme, bevorzugt die zweite Rollenaufnahme, elektrisch angetrieben ist.

Es kann als Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gesehen werden, dass dieses besonders leicht und effizient zu automatisieren ist. Der Fachmann versteht insoweit, dass hierfür zumeist eine elektronische Datenverarbeitungsvorrichtung eingesetzt werden wird, um die Steuerung des Verfahrens zu bedingen oder zu befördern. In bevorzugten Ausgestaltungen ist diese elektronische Datenverarbeitungsvorrichtung dabei Teil der Spenderanordnung. Bevorzugt ist daher ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung eine elektronische Datenverarbeitungsvorrichtung zur Steuerung des Verfahrens umfasst.

In Verfahrensschritt b) werden nunmehr zwei oder mehr Aufnahmeanordnungen hergestellt oder bereitgestellt, in denen die Herstellung von mit Klebeelementen beschickten Kleberollen erfolgen wird. Diese Aufnahmeanordnungen umfassen eine Zuführrolie, welche ein aufgewickeltes bahnförmiges zweites Trennmaterial umfasst, das von der Zuführrolle durch die Führungsanordnung, welche wiederum Führungsrollen oder andere Führelemente umfassen kann, zu der Aufnahmerolle geführt wird. Hierdurch ist es möglich, das bahnförmige zweite Trennmaterial durch die Aufnahmeanordnung zu leiten, indem es auf der Aufnahmerolle aufgewickelt und entsprechend von der Zuführrolle abgewickelt wird. Erfindungsgemäß durchläuft das bahnförmige zweite Trennmaterial dabei einen sogenannten Aufnahmebereich der Aufnahmeanordnung. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird damit der Teil der Aufnahmeanordnung bezeichnet, in dem die von der Spenderanordnung ausgegebenen Klebelemente auf die Aufnahmeanordnung überführt und entsprechend von dieser aufgenommen werden. Der Fachmann versteht insoweit, dass im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens das bahnförmige zweite Trennmaterial, welches noch keine Klebelemente umfasst, durch den Aufnahmebereich hindurchgeführt wird, dort mit Klebeelementen bestückt und anschließend auf der Aufnahmerolle aufgewickelt wird. Bevorzugt ist ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Zuführrolle und/oder die Aufnahmeroile, bevorzugt die Aufnahmerolle, elektrisch angetrieben ist. Bevorzugt ist zusätzlich oder alternativ ebenfalls ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Führungsanordnung und/oder die Führungseinheit ein oder mehrere Führelemente, bevorzugt Führungsrollen, umfasst.

Das Herstellen der Aufnahmeanordnung wird dabei insbesondere für solche erfindungsgemäßen Verfahren relevant sein, in denen mit Klebeelementen beschickte Kleberollen hergestellt werden, welche anschließend als Kleberollen weiterverarbeitet werden sollen, beispielsweise durch das Einsetzen in eine Applikationsvorrichtung oder zum Befüllen einer Kassetteneinheit in einem nachgelagerten Befüllungsverfahren. In diesen Fällen wird die Aufnahmeanordnung beispielweise dadurch hergestellt, dass eine Zuführrolle mit frischem bahnförmigen zweiten Trennmaterial sowie eine zur Aufnahme der Kleberolle geeignete Rolle in eine hierfür vorgesehene Vorrichtung eingesetzt werden, welche beispielsweise die Führungsanordnung und einen Antrieb für die jeweiligen Rollen umfasst. Das bahnförmige zweite Trennmaterial kann dann in die Führungsanordnung eingefädelt werden und wird mit der Aufnahmerolle in einer Weise verbunden, dass es auf dieser aufgerollt werden kann. Bei der Herstellung entsprechender Kleberollen wird das bahnförmige zweite Trennmaterial vorteilhafterweise von einer großen Materialrolle bereitgestellt, mit der sich nacheinander mehrere Kleberollen herstellen lassen, sodass nach Erreichen einer hinreichend gefüllten Klebebandrolle der Liner durchtrennt und die hergestellte Kleberolle entnommen werden kann. Das freie Ende des bahnförmigen zweiten Trennmaterials kann dann mit einer neuen Aufnahmerolle verbunden werden, um das Verfahren erneut zu beginnen. Bevorzugt ist in dieser Ausgestaltung ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die hergestellten mit Klebeelementen beschickten Kleberollen als separate Kleberollen hergestelit werden. Bevorzugt ist dabei ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Verfahren zusätzlich den folgenden Verfahrensschritt umfasst: f) Durchtrennen der bahnförmigen zweiten Trennmaterialien der jeweiligen Aufnahmeanordnungen bei Erreichung von vorbestimmten Füllungsgraden der Aufnahmerollen und Entnehmen der jeweiligen Aufnahmerolle aus den Aufnahmeanordnungen zum Erhalt der mit Klebeelementen beschickten Kleberollen.

Das vorstehend charakterisierte bevorzugte erfindungsgemäße Verfahren, mit dem separate Kleberollen erhalten werden, kann effizient mit einer Befüllungsvorrichtung ausgeführt werden, in der die erfindungsgemäß einzusetzende Spenderanordnung mit bestimmten Bestandteilen der Aufnahmeanordnung kombiniert wird. Bei den entsprechenden Bestandteilen der Aufnahmeanordnung, die von der Befüllungsvorrichtung umfasst werden, handelt es sich um die in der Praxis zumeist nicht regelmäßig zu wechselnde Teile, beispielsweise die entsprechenden Rollenaufnahmen zum Einsetzen der Zuführrolle beziehungsweise der Aufnahmerolle, sowie die notwendige Führungsanordnung. Bevorzugt ist demgemäß ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Verfahren mit einer Befüllungsvorrichtung ausgeführt wird, wobei die Befüllungsvorrichtung umfasst: u) die Spenderanordnung, und v) zwei oder mehr Rollenaufnahmeanordnungen, umfassend: i) eine dritte Rollenaufnahme zur drehbar gelagerten Aufnahme der Zuführrolle, ii) eine vierte Rolienaufnahme zur drehbar gelagerten Aufnahme der Aufnahmerolle, und iii) die Führungsanordnung.

Als Alternative zu der vorstehend beschriebenen Herstellung separater Kleberollen kann die direkte Herstellung von mit Klebelementen beschickten Kleberollen im Inneren von Kassetteneinheiten, insbesondere bei der Wiederbefüllung wiederverwerteter Kassetteneinheiten gesehen werden. In diesen Fällen werden die Aufnahmeanordnungen durch Kassetteneinheiten gebildet, welche die Zuführrolle, die Aufnahmerolle, die Führungsanordnung und das bahnförmige zweite Trennmaterial umfassen. Entsprechende Kassetteneinheiten können nach der Wiederbefüllung in eine geeignete kassettenbasierte Applikationsvorrichtung eingesetzt werden. Bevorzugt ist entsprechend ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die zwei oder mehr Aufnahmeanordnungen Kassetteneinheiten, bevorzugt wiederverwertete Kassetteneinheiten, sind, wobei die Kassetteneinheiten besonders bevorzugt reversibel und zerstörungsfrei austauschbare Kassetteneinheiten von Applikationsvorrichtungen sind und wobei die hergestellten mit Klebeelementen beschickten Kleberollen Bestanteil wiederbefüliter Kassetteneinheiten sind. Bevorzugt ist dabei ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Verfahren zusätzlich den folgenden Verfahrensschritt umfasst: g) Einsetzen der wiederbefüllten Kassetteneinheit in die Kassettenaufnahme einer Applikationsvorrichtung, wobei die Applikationsvorrichtung bevorzugt ein End-Effektor ist.

Befüllte Kassetteneinheiten, welche in einer Applikationsvorrichtung eingesetzt werden können, umfassen das mit Klebeelementen beschickte bahnförmige zweite Trennmaterial und werden beim Einsatz in der Applikationsvorrichtung sukzessive entleert, wobei das bahnförmige zweite Trennmaterial auf der Zuführrolle, die beim Entleeren im Vergleich zur Wiederbefüllung sozusagen die umgekehrte Funktion erfüllt, aufgewickelt wird. Nach vollständiger Entleerung der Kassetteneinheit liegt das bahnförmige zweite Trennmaterial somit aufgewickelt auf der Zuführrolle vor, ist jedoch noch mit der Aufnahmerolle verbunden. In vorteilhafter Weise befindet sich die entleerte Kassetteneinheit somit gerade in dem Zustand, der sie für den Einsatz als Aufnahmeanordnung in dem erfindungsgemäßen Verfahren prädestiniert, wobei zwischen der Anwendung in der Applikationsvorrichtung und dem Einsatz im Wiederbefüllungsverfahren die Laufrichtung der Rollen invertiert wird.

Zur Verbesserung der Handhabungseigenschaften sind entsprechende Kassetteneinheiten regelmäßig mit einem Gehäuse versehen, welches die innenliegenden Bestandteile vor dem direkten Zugriff von außen sowie vor Umwelteinflüssen schützen soll. Der Fachmann versteht, dass das bahnförmige zweite Trennmaterial im Aufnahmebereich jedoch zugänglich sein muss, sodass von der Spenderanordnung bereitgestellte Klebeelemente an dieser Stelle auf das bahnförmige zweite Trennmaterial überführt werden können. Insoweit ist es den Erfindern gelungen, eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Kassetteneinheit zu identifizieren. Diese setzt nämlich als Teil der Führungsanordnung im Aufnahmebereich auf eine sogenannte Kassettenspendekante. Hierbei handelt es sich um einen Teil der Führungsanordnung, der dafür sorgt, dass das bahnförmige zweite Trennmaterial im Aufnahmebereich um eine Kante herumgeführt wird, wobei zumeist eine Umlenkung um 90° oder mehr angestrebt wird. Durch eine entsprechende Kassettenspendekante lässt sich für die Wiederbefüllung im Aufnahmebereich eine vorteilhafte Bahnspannung realisieren, auf die die Klebeelemente besonders gut überführt werden können. Bei Invertierung der Laufrichtung im Einsatz in der Applikationsvorrichtung bewirkt oder befördert die Kassettenspendekante überdies die Loslösung der Klebeelemente vom Trennliner und erlaubt dadurch eine vorteilhafte Ausgabe der Klebeelemente aus der Kassetteneinheit. Diese Ausgabe erfolgt dabei mit der Klebeschicht nach unten, sodass im Einsatz in der Applikationsvorrichtung eine Ausgabe der Klebeelemente aus der Kassetteneinheit mit der Klebeschicht nach unten erfolgen kann, durch die die Klebeelemente beispielsweise auf die adhäsionsreduzierte Oberfläche eines umlaufenden Förderelements, beispielsweise eines Saugriemens überführt werden können, von dem die Klebeelemente besonders effizient von einem Applikationselement aufgenommen und an dem zu beklebenden Substrat platziert werden können. Bevorzugt ist daher ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Kassetteneinheiten ein Gehäuse umfassen, wobei das Gehäuse bevorzugt so ausgebildet ist, dass das bahnförmige zweite Trennmaterial im Wesentlichen ausschließlich im Aufnahmebereich von außen mit Klebeelementen beschickbar ist. Bevorzugt ist zusätzlich ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Kassetteneinheiten als Teil der Führungsanordnung eine ortsfeste Kassettenspendekante umfassen, wobei die Kassetteneinheiten dazu eingerichtet sind, dass ein auf der Aufnahmerolle bereitgestelltes Materialband, welches eine Vielzahl von mit der Klebeschicht auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial angeordneten Klebeelementen umfasst, derart über die Kassettenspendekante zur Zuführrolle geführt werden kann, dass die Klebelemente im Aufnahmebereich vom Trennmaterial separiert und aus der Kassetteneinheit ausgegeben werden können.

Die Erfindung betrifft komplementär hierzu auch eine wiederbefüllte Kassetteneinheit, hergestellt oder herstellbar mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, umfassend in einem Gehäuse angeordnet: i) die Zuführrolle, ii) die Aufnahmerolle, iii) die Führungsanordnung, und iv) ein Materialband umfassend eine Vielzahl von Klebeelementen, die mit der Klebeschicht auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial angeordnet sind, wobei das Materialband teilweise auf der Aufnahmerolle aufgewickelt und an einem Ende an der Zuführrolle befestigt ist, wobei das bahnförmige zweite Trennmaterial zwischen der Zuführrolle und der Aufnahmerolle in der Führungsanordnung angeordnet ist und durch den Aufnahmebereich der Aufnahmeanordnung geführt wird, und wobei die Führungsanordnung eine positionsfeste Kassettenspendekante, insbesondere eine Messerkante, umfasst, wobei die Kassetteneinheit dazu eingerichtet ist, dass das auf der Aufnahmerolle bereitgestellte Materialband derart über die Kassettenspendekante zur Zuführrolle geführt werden kann, dass die Klebelemente im Aufnahmebereich vom bahnförmigen zweiten Trennmaterial separiert und aus der Kassetteneinheit ausgegeben werden können.

Die Erfinder schlagen vor, dass eine besonders effiziente Verfahrensführung möglich ist, wenn in der Spenderanordnung spezifische Aufnahmepositionen vorgesehen werden, in die die Kassetteneinheiten optimal eingesetzt werden können, beispielsweise weil sie eine zumindest teilweise formschlüssige Anordnung der Kassetteneinheiten in der Spenderanordnung ermöglichen. Besonders bevorzugt ist es nach Einschätzung der Erfinder, wenn die Kassetteneinheiten selbst ohne Antrieb ausgeführt werden. Hierdurch ist die Erstherstellung entsprechender Kassetteneinheiten deutlich erleichtert und der Bedarf an aufwendigeren Komponenten kann reduziert werden. Die Rollen entsprechender Kassetteneinheiten werden im späteren Einsatz in der Applikationsvorrichtung durch Antriebseinheiten der Applikationsvorrichtung angetrieben.

Um im erfindungsgemäßen Verfahren eine effiziente Wiederbefüllung zu ermöglichen, können die Aufnahmepositionen der Spenderanordnung für die Kassetteneinheiten mit Antriebseinheiten versehen werden, die den Antrieb der Rollen im erfindungsgemäßen Verfahren übernehmen, wobei es auch denkbar ist, dass mehrere Kassetteneinheiten von der gleichen Antriebseinheit angetrieben werden. Bevorzugt ist in diesem Fall ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung zwei oder mehr Aufnahmepositionen umfasst, in denen die zwei oder mehr Kassetteneinheiten zur Durchführung des Verfahrens reversibel und zerstörungsfrei austauschbar angeordnet werden können. Bevorzugt ist zusätzlich oder alternativ ebenfalls ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Zuführrolle und die Aufnahmerolle in der Kassetteneinheit als unangetriebene Rollen ausgeführt sind. Bevorzugt ist außerdem ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei Spenderanordnung eine Antriebseinheit zum Antrieb der Zuführrolle und/oder der Aufnahmerolle von in Aufnahmepositionen der Spenderanordnung angeordneten Kassetteneinheiten umfasst. Bevorzugt ist zusätzlich oder alternativ überdies ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Zuführrolle und/oder die Aufnahmerolle, bevorzugt die Zuführrolle und die Aufnahmerolle, eine zentrale strukturierte Eingriffsausnehmung umfassen, wobei die zentrale strukturierte Eingriffsausnehmung bevorzugt einen gezahnte Struktur aufweist. Bevorzugt ist zusätzlich oder alternativ auch ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Antriebseinheit ein oder mehrere im Bereich der Aufnahmepositionen angeordnete Verbindungselemente umfasst, die dazu eingerichtet sind, bei Anordnung von Kassetteneinheiten in den Aufnahmepositionen in Eingriffsausnehmung der Zuführrolle und/oder der Aufnahmerolle einzugreifen und eine formschlüssige Verbindung zu erzeugen, die den Antrieb der Führungsanordnung durch die Antriebseinheit ermöglicht. Unabhängig von der Art, in der die mit Klebeelementen beschickten Kleberollen hergestellt werden, kann es als großer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gesehen werden, dass diese für die gleichzeitige Herstellung einer größeren Zahl an Kleberollen geeignet ist. Der Fachmann versteht insoweit, dass die Zahl der gleichzeitig herzustellenden Kleberollen beziehungsweise wiederzubefüllenden Kassetteneinheiten mit der Zahl der Aufnahmeanordnungen korreliert. Nach Einschätzung der Erfinder ist es dabei grundsätzlich bevorzugt, möglichst viele Aufnahmeanordnungen vorzusehen, wobei die maximale Zahl, der effizient zu beschickenden Aufnahmeanordnungen in der Praxis wohl von der Breite der Mutterrolle abhängen wird. Bevorzugt ist entsprechend ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei in Verfahrensschritt b) drei oder mehr, bevorzugt vier oder mehr, besonders bevorzugt fünf oder mehr, Aufnahmeanordnungen bereitgestellt werden, und/oder wobei in Verfahrensschritt e) Klebeelemente in die Aufnahmebereiche von drei oder mehr, bevorzugt vier oder mehr, besonders bevorzugt fünf oder mehr, Aufnahmeanordnungen überführt werden.

Nachfolgend werden bevorzugte konstruktive Ausgestaltungen offenbart, die sich nach Einschätzung der Erfinder besonders gut dafür eignen, das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen. Die einzelnen konstruktiven Maßnahmen können dabei untereinander kombiniert werden, um die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Vorrichtungen und Anordnungen auf die jeweiligen Anwendungsanforderungen zu optimieren und diese auf effiziente Handhabung der eingesetzten Klebeelemente abzustimmen, insbesondere hinsichtlich deren Klebeigenschaften und deren Anordnung auf dem bahnförmigen ersten Trennmaterial.

Die Erfinder schlagen vor, dass vor dem Spendebereich ein sogenannter Ablösebereich eingestellt werden kann, der dem Zweck dient, vor der eigentlichen Ausgabe der Klebeelemente aus der Spenderanordnung im Spendebereich die Adhäsion der Klebeelemente am bahnförmigen ersten Trennmaterial zu reduzieren. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn Klebeelemente gehandhabt werden sollen, welche trotz der adhäsionsreduzierten Oberfläche des bahnförmigen ersten Trennmaterials an diesem eine vergleichsweise starke Adhäsion zeigen, um ein leichteres Überführen zu ermöglichen. Zudem eignet sich diese Ausgestaltung insbesondere dafür, um im Einsatz mit Überführungselementen kombiniert zu werden, wie sie nachfolgend offenbart werden. Diese Überführungselemente sind darauf angewiesen, die Klebeelemente vom bahnförmigen ersten Trennmaterial abzuheben, was in vorteilhafter Weise erleichtert wird, wenn ein Ablösebereich vorgesehen wird, so dass die nötige Verbundfestigkeit zu den Überführungselementen beim Aufnehmen reduziert werden kann. Konstruktiv lässt sich ein entsprechender Ablösebereich beispielsweise dadurch realisieren, dass das bahnförmige erste Trennmaterial mit drei Führungselementen umgelenkt wird, sodass es über das erste, das zweite und das dritte Führungselement geführt wird, wohingegen das erste und dritte Führungselement so nah aneinander liegen, dass die Klebeelemente diese Umlenkung und Laufstreckenverlängerung nicht nachvollziehen können sondern vielmehr über die vom ersten Führungselement gebildete Kante hinweg direkt auf den beim dritten Führungselement wieder auftretenden Liner überführt werden. Bevorzugt ist also ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung in Bahnrichtung des Spendermaterialbandes vor dem Spendebereich einen Ablösebereich umfasst, wobei der Ablösebereich dazu eingerichtet ist, die Adhäsion der Klebeelemente an dem bahnförmigen ersten Trennmaterial vor dem Spendebereich zu reduzieren, bevorzugt durch temporäres Ablösen der Klebeelemente vom bahnförmigen ersten Trennmaterial und anschließender erneuter Kontaktierung. Bevorzugt ist dabei ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei der Ablösebereich eine Ablenkanordnung mit drei oder mehr Ablenkrollen umfasst, die so angeordnet sind, dass die Klebelemente an der ersten Ablenkrolie vom bahnförmigen ersten Trennmaterial separiert und über die erste Ablenkrolle hinaus befördert werden, sodass diese an der zweiten Ablenkrolle wieder mit dem bahnförmigen ersten Trennmaterial kontaktiert werden, welches dazwischen über eine versetzt zu der ersten und zweiten Ablenkrolle angeordneten dritten Ablenkrolle geführt wird, um einen Laufstreckenunterschied zu erzeugen.

Zusätzlich oder alternativ zu einem Ablösebereich kann die Spenderanordnung so ausgeführt werden, dass diese im Spendebereich eine positionsveränderliche Spendekante umfasst. Entsprechende positionsveränderliche Spendekanten sind dem Fachmann im Bereich der Klebetechnik auch unter dem Namen pendelnde Spendekante bekannt. Entsprechende Konzepte zur Umsetzung einer pendelnden Spendekante sind dem Fachmann ausgehend von seinem allgemeinen Fachwissen bekannt. Für die Umsetzung umfasst die Spenderanordnung zumindest ein bewegliches Element, welches vor- und zurückgefahren werden kann, mit dem Zweck, das bahnförmige erste Trennmateriai in den Spendebereich hinein und hinauszuführen und dadurch das auf dem bahnförmigen ersten Trennmaterial angeordnete Klebeelement zu präsentieren, sodass dieses beispielsweise besonders effizient von einem Überführungselement aufgenommen werden kann. Bevorzugt ist demgemäß ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung im Spendebereich eine positionsveränderliche Spendekante umfasst, wobei die positionsveränderliche Spendekante bevorzugt durch drei oder mehr Umlenkelemente gebildet wird, über die das Spendermaterialband geführt wird, wobei zumindest zwei der Umlenkelemente reversibel und zerstörungsfrei positionsveränderlich sind.

Als Alternative zu der pendelnden Spendekante kann die Spendeanordnung im Spendebereich mit einer positionsfesten Spendekante versehen werden. Der Ausdruck Spendekante ist dabei für den Fachmann klar und das Konzept einer Spendekante ist dem Fachmann im Bereich der Klebtechnik gut vertraut. Das Materialband mit dem bahnförmigen ersten Trennmaterial und den darauf angeordneten Klebeelementen wird auf die Spendekante zugeführt, wobei das bahnförmige erste Trennmaterial am Ende der Spendekante scharf um diese Spendekante herumgeführt wird. Infolge der inhärenten Steifigkeit des Klebeelementes, die größer ist als die Adhäsion an dem bahnförmigen Trennmaterial, kann das Klebeelement dieser Bewegung des Trennmaterials nicht folgen und wird vielmehr sukzessive vom Trennmaterial abgelöst, umso weiter das Materialband über die Spendekante geführt wird.

Eine entsprechende Spendekante wirkt sich dabei in doppelter Weise vorteilhaft aus. Zum einen gewährleistet sie im Spendebereich eine vorteilhafte Spannung des bahnförmigen ersten Trennmaterials, wodurch die Klebeelemente besonders effizient durch Überführungselemente abgenommen werden können. Zudem ermöglicht es die vorstehend beschriebene Funktionalität, dass die über den Rand der Spendekante geführten Klebeelemente ohne den Einsatz von Überführungselementen vom Trennmaterial getrennt werden können, wodurch insbesondere die Kombination von einem nachfolgend offenbarten umlaufenden Förderelement aber auch eine direkte Übergabe möglich werden. Bevorzugt ist insofern ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung im Spendebereich eine positionsfeste Spendekante, insbesondere eine Messerkante, umfasst, wobei die Spenderanordnung dazu eingerichtet ist, dass das in der Spenderanordnung geführte Spendermaterialband derart über die positionsfeste Spendekante geführt werden kann, dass die Klebelemente im Spendebereich vom bahnförmigen ersten Trennmaterial separiert und die Klebeelemente über die positionsfeste Spendekante hinaus befördert werden.

Auch wenn es prinzipiell möglich ist, beispielsweise durch den Einsatz geeigneter Überführungselemente, die Klebeelemente unmittelbar aus dem Spendebereich an einer pendelnden Spendekante oder einer positionsfesten Spendekante aufzunehmen, ist es nach Einschätzung der Erfinder für im Wesentlichen alle Ausgestaltungen bevorzugt, wenn die Klebeelemente nach dem Ablösen vom bahnförmigen ersten Trennmaterial zunächst auf ein umlaufendes Förderelement, beispielsweise einen Förderriemen überführt werden. Hierbei ist es besonders effizient, wenn die Übergabe der Klebeelemente an einer positionsfesten Spendekante erfolgt, da hierdurch eine zuverlässige und kontrollierte Übergabe an das umlaufende Förderelement ermöglicht wird, und die bewegliche Ausgestaltung einer pendelnden Spendekante beim Einsatz eines umlaufenden Förderelementes in vorteilhafter Weise nicht benötigt wird. Der Fachmann versteht, dass die einfachste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens darin besteht, dass die auf das umlaufende Förderelement überführten Klebeelemente anschließend mit Überführungselementen aufgenommen und auf die Aufnahmeanordnungen überführt werden. Hierfür ist es zweckmäßig die Oberfläche des umlaufenden Förderelements --in Anlehnung an typische Liner- als adhäsionsreduzierte Oberfläche auszuführen, damit sich die Klebeelemente leicht vom umlaufenden Förderelement ablösen lassen. Bevorzugt ist demnach ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung im Spendebereich ein umlaufendes Förderelement mit einer adhäsionsreduzierten Oberfläche umfasst, wobei die Spenderanordnung dazu eingerichtet ist, dass ein über die Spendekante hinaus befördertes Klebeelement mit der Klebeschicht auf die adhäsionsreduzierte Oberfläche des Förderelements überführt wird. Beispielhaft ist ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das umlaufende Förderelement ein umlaufendes Förderband oder einen Förderriemen, bevorzugt ein Förderband, umfasst.

Die vorstehend definierte Ausgestaltung der Oberfläche des umlaufenden Förderelements als adhäsionsreduzierte Oberfläche ist dabei für den Fachmann im Wissen um die Erfindung zwanglos umzusetzen, da dieser das Konzept der adhäsionsverringerten Oberflächen aus vielen anderen Bereichen der Klebetechnik kennt, wo es beispielsweise im Zusammenhang mit typischen Linern regelmäßig eingesetzt wird. Ohne Kenntnis der Praxisanwendung ist es schwierig, absolute Werte für die wirkenden Kräfte und das notwendige Maß der Adhäsionsreduktion anzugeben. Die zwischen den Klebeelementen und der adhäsionsreduzierten Oberfläche des Förderelements tolerierbaren Adhäsionskräfte hängen im Wesentlichen von den physikalisch-chemischen Eigenschaften der eingesetzten Klebemasse, insbesondere deren Kohäsion, sowie der Verbundfestigkeit ab, die ein etwaiges Überführungselement kurzfristig zu der Trägerschicht der Klebeelemente erzeugen kann. In der Praxis wird die Auswahl der in der Klebeschicht eingesetzten Klebemasse in dem meisten Fällen von den späteren Anwendungsanforderungen abhängen, die an die Verklebungsfestigkeit zu dem zu beklebenden Substrat gestellt werden. Der Fachmann, der eine für die Wechselwirkung zu dem Substrat geeignete Klebemasse identifiziert hat, kann anschließend für das Material des Förderelementes bzw. für dessen Beschichtung eine passende Auswahl treffen, zu der die jeweilige Klebemasse eine hinreichend geringe Adhäsion zeigt, die ein Aufnehmen des Klebeelements mit dem Überführungselement oder ein Ablösen mittels einer Förderspendekante ermöglicht. Bevorzugt ist ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die adhäsionsreduzierte Oberfläche mit einer Releaseschicht beschichtet ist, bevorzugt mit einer Silikon-Releaseschicht, wobei die Silikon-Releaseschicht bevorzugt herstellbar ist durch Vernetzung eines vernetzbaren Silikonsystems umfassend ein oder mehrere Polysiloxane. Bevorzugt ist ebenfalls ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die adhäsionsreduzierte Oberfläche so ausgelegt ist, dass die Adhäsion der Klebeelemente zu der adhäsionsreduzierten Oberfläche kleiner ist, bevorzugt um 50 % oder mehr, besonders bevorzugt um 70 % oder mehr, ganz besonders bevorzugt um 90 % oder mehr, als die Verbindungsstärke zwischen dem Überführungselement und dem Klebeelement beim Aufnehmen des Klebeelementes mit dem Überführungselement.

Das umlaufende Förderelement kann in vorteilhaften Ausgestaltungen als Saugriemen ausgeführt werden, bei dem ein durch die Öffnungen in der adhäsionsreduzierten Oberfläche wirkender Unterdrück eine zusätzliche Fixierung der Klebeelemente auf dem umlaufenden Förderelement ermöglicht, was insbesondere auch eine Führung der Klebeelemente außerhalb der Horizontalen ermöglicht. Für bestimmte Anwendungen bevorzugt ist entsprechend ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das umlaufende Förderelement eine Ansaugfunktion zur Fixierung der Klebeelemente auf der Oberfläche des umlaufenden Förderelements umfasst. Für die überwiegende Zahl der Anwendungen bevorzugt ist jedoch ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das umlaufende Förderelement keine Ansaugfunktion zur Fixierung der Klebeelemente auf der Oberfläche des umlaufenden Förderelements umfasst.

Der Einsatz eines umlaufenden Förderelements im Spendebereich ermöglicht es insbesondere auch, die Prozesssicherheit dadurch zu erhöhen, dass die korrekte Positionierung von Klebeelementen auf den umlaufenden Förderelement durch Sensoreinheiten, beispielsweise Kameras gewährleistet werden kann. Bevorzugt ist daher ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung eine oder mehrere Sensoreinheiten umfasst, wobei die eine oder die mehreren Sensoreinheiten dazu eingerichtet sind, die Position von Klebeelementen auf der Oberfläche des umlaufenden Förderelements zu detektieren, wobei bevorzugt die Steuerung des Verfahrens in Abhängigkeit von Daten erfolgt, die mit der einen oder den mehreren Sensoreinheiten aufgenommen wurden.

Im erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt ausgehend von den hergestellten beziehungsweise bereitgestellten Spender- und Aufnahmeanordnungen das Überführen der Kiebeelemente, wobei dies die Verfahrensschritte c), d) und e) umfasst. Auf Seiten der Spenderanordnung wird nämlich das Spendermaterialband durch den Spendebereich geführt, um dort das erste Trennmaterial von den Klebeelementen zu separieren. In den Aufnahmeanordnungen wird jeweils das bahnförmige zweite Trennmaterial von der Zuführrolle abgewickelt und durch den Aufnahmebereich geführt, um dort die Klebelemente aufzunehmen und anschließend auf der Aufnahmerolle aufgewickelt zu werden. Beim Führen des Spendermaterialbandes durch den Spendebereich erfolgt das Ausgeben von Klebeanordnungen aus der Spendeanordnung, wobei die ausgegebenen Klebeelemente in die Aufnahmebereiche der Aufnahmeanordnung überführt und dort auf den jeweiligen bahnförmigen zweiten Trennmaterialien platziert werden. Der Fachmann versteht insoweit, dass die Verfahrensschritte c), d) und e) zumeist zumindest teilweise gleichzeitig durchgeführt werden, wobei in Abhängigkeit von der konstruktiven Ausgestaltung der Spenderanordnung insbesondere auch ein nahezu kontinuierlicher Betrieb möglich ist. Alternativ ist jedoch auch eine schrittweise Verfahrensführung möglich, wobei Klebeelemente im Spendebereich präsentiert, und auf dem Aufnahmebereich überführt werden, ohne dass die jeweiligen Trennmaterialien im Moment der Ausgabe beziehungsweise Aufnahme in Bewegung sind, wobei die Trennmaterialien erst nach erfolgreicher Überführung weitergeführt werden, um ein neues Klebeelement zu präsentieren beziehungsweise ein Aufnahmeplatz für ein weiteres Klebeelement freizumachen. Der Fachmann versteht insoweit jedoch, dass mit steigender Geschwindigkeit, mit der die schrittweise Verfahrensführung betrieben wird, die Übergänge zu einem kontinuierlichen Verfahren fließend und gegebenenfalls mit dem bloßen Auge kaum noch wahrzunehmen sind. Bevorzugt ist somit ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Verfahrensschritte c) und/oder d) und/oder e), bevorzugt die Verfahrensschritte c) und d) und e), zumindest teilweise gleichzeitig durchgeführt werden. Bevorzugt ist alternativ ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Verfahrensschritte c) und/oder d) diskontinuierlich durchgeführt werden.

Eine nach Einschätzung der Erfinder besonders leistungsstarke Ausgestaltung zur Überführung der Klebeelemente ergibt sich durch den Einsatz geeigneter Überführungselemente. Diese Überführungselemente nehmen die Kiebeelemente im Spendebereich auf und überführen sie in den Aufnahmebereich der Aufnahmeanordnung. Hierfür sind die Überführungselemente in der Lage, eine reversibel und zerstörungsfrei lösbare Verbindung mit dem Klebeelement herzustellen und dieses anschließend aufzunehmen. Nach Aufnahme des Klebeelements kann das Überführungselement durch eine automatisierte Bewegungseinheit, beispielsweise einen Roboterarm, verfahren werden, um das Klebeelement auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial zu platzieren und dort die reversibel und zerstörungsfrei lösbare Verbindung wieder aufzulösen. Bevorzugt ist entsprechend ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung ein oder mehrere Überführungselemente umfasst, wobei die Überführungselemente dazu eingerichtet sind, im Spendebereich angeordnete Klebeelemente unter Ausbildung einer reversibel und zerstörungsfrei lösbaren Verbindung vom bahnförmigen ersten Trennmaterial zu separieren, aufzunehmen und dieses im Aufnahmebereich auf das bahnförmige zweite Trennmaterial einer der Aufnahmeanordnungen zu überführen. Besonders bevorzugt ist dabei ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung zwei oder mehr, bevorzugt drei oder mehr, besonders bevorzugt vier oder mehr, ganz besonders bevorzugt fünf oder mehr, Überführungselemente umfasst, wobei die Spenderanordnung insbesondere bevorzugt für jede Aufnahmeanordnung jeweils zumindest ein Überführungselement umfasst.

Bevorzugt ist beim Einsatz von Überführungselementen ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Überführungselemente eine automatisierte Bewegungseinheit und eine oder mehrere an der Bewegungseinheit angeordnete Aufnahmeeinheiten umfassen, wobei die Aufnahmeeinheit dazu eingerichtet ist, mit der Trägerschicht der Klebeelemente eine reversibel und zerstörungsfrei lösbare Verbindung auszubilden. Bevorzugt ist auch ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Aufnahmeeinheit einen oder mehrere steuerbare Sauggreifer umfasst, wobei die Spenderanordnung bevorzugt eine oder mehrere mit den Sauggreifern verbundene Vakuumpumpen umfasst. Bevorzugt ist überdies ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die automatisierte Bewegungseinheit ein Industrieroboter ist, bevorzugt ein Scara-Roboter oder ein Delta-Roboter.

Entsprechende Überführungselemente können in vorteilhafter Weise mit sämtlichen Ausgestaltungen des Spendebereichs kombiniert werden, wie sie vorstehend offenbart werden. Insbesondere können die Klebeelemente von einer positionsveränderlichen oder positionsfesten Spendekante oder - besonders bevorzugt- von der adhäsionsreduzierten Oberfläche eines umlaufenden Förderelements aufgenommen werden. Es handelt sich je nach Ausgestaltung entsprechend um ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Überführungselemente dazu eingerichtet sind, ein Klebeelement von einer positionsveränderlichen Spendekante aufzunehmen, oder wobei die Überführungselemente dazu eingerichtet sind, ein Klebeelement von einer positionsfesten Spendekante aufzunehmen, oder wobei die Überführungselemente dazu eingerichtet sind, ein Klebeelement von der adhäsionsreduzierten Oberfläche eines umlaufenden Förderelements aufzunehmen.

Eine nach Einschätzung der Erfinder besonders vorteilhafte Alternative zum Einsatz von Überführungselementen lässt sich beim Einsatz von umlaufenden Förderelementen realisieren, wie es vorstehend beschrieben ist. Hierfür werden die Förderelemente so ausgelegt, dass diese an der Seite, die dem Bereich, in dem das Klebeelement von dem bahnförmigen ersten Trennmaterial auf das umlaufende Förderelement überführt wird, gegenüberliegt, eine Spendekante aufweist, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Förderspendekante bezeichnet wird. In Übereinstimmung mit dem fachmännischen Verständnis handelt es sich um eine bauliche Ausgestaltung des umlaufenden Förderelementes, bei dem die adhäsionsreduzierte Oberfläche nach Art einer Spendekante so scharf umgelenkt wird, dass das Klebeelement in Folge seiner Steifigkeit dieser Bewegung nicht folgen kann, sodass das geförderte Klebeelement über die Förderspendekante hinaus gefördert wird. In der besonders bevorzugten Ausgestaltung können die Aufnahmeanordnungen so nah an der Förderspendekante platziert werden, dass das über die Förderspendekante hinaus beförderte Klebeelement in den Aufnahmebereich geschoben und dort mit dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial kontaktiert wird. Bevorzugt ist demgemäß ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das umlaufende Förderelement eine Förderspendekante umfasst, wobei die Spenderanordnung dazu eingerichtet ist, dass auf dem umlaufenden Förderelement geförderte Klebeelemente an der Förderspendekante über die Förderspendekante hinaus befördert und aus der Spenderanordnung ausgegeben werden.

Die vorstehend beschriebene Ausgestaltung kommt in vorteilhafter Weise ohne den Einsatz von Überführungselementen aus und ist dadurch apparativ besonders einfach und störungsunanfällig. Nach Einschätzung der Erfinder lässt sich eine ähnliche Ausgestaltung prinzipiell auch ohne den Einsatz eines umlaufenden Förderelements realisieren, wenn die Spenderanordnung eine positionsfeste Spendekante aufweist, über die die Klebeelemente analog zu der vorstehenden Beschreibung hinausgeschoben und in den Aufnahmebereich überführt werden. Der Verzicht auf den Einsatz eines umlaufenden Förderelementes ist jedoch insbesondere hinsichtlich der Aspekte der Vereinzelung von Klebeelementen, wie er nachfolgend offenbart wird, weniger vorteilhaft.

Um auch bei nur schwach am bahnförmigen zweiten Trennmaterial haftenden Klebelementen sicherzustellen, dass sich diese nach der Überführung nicht in unerwünschter Weise vom Trennmaterial lösen, schlagen die Erfinder vor, dass zudem Andruckelemente, beispielsweise Andruckrollen vorgesehen werden können, welche die überführten Klebeelemente an das bahnförmige zweite Trennmaterial andrücken, um eine ausreichende Adhäsion zu gewährleisten. Bevorzugt ist entsprechend ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung ein oder mehrere Andruckelemente, bevorzugt Andruckrollen, umfasst, wobei die Andruckelemente dazu eingerichtet sind, im Aufnahmebereich auf das bahnförmige zweite Trennmaterial einer der Aufnahmeanordnungen überführte Klebeelemente an das bahnförmige zweite Trennmaterial anzudrücken.

Im Lichte der vorstehenden Ausführung versteht der Fachmann, dass das Ausgeben und Überführen von Klebeelementen in bevorzugten Ausführungsformen entweder durch Überführungselemente vermittelt wird oder durch eine direkte Übergabe an eine Spendekante aus der Spenderanordnung in den Aufnahmebereich erfolgt. Zudem ist für den Fachmann klar, dass angesichts der gleichzeitigen Beschickung von zwei oder mehr Aufnahmeanordnungen das Ausgeben und Überführen von Klebeelementen in die verschiedenen Aufnahmeanordnungen bevorzugt weitgehend gleichzeitig oder zumindest alternierend erfolgt, wobei auch Ausgestaltungen denkbar sind, in denen die unterschiedlichen Aufnahmeeinheiten sukzessive befüllt werden. Bevorzugt ist also ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Ausgeben und Überführen von Klebeelementen durch Überführungselemente erfolgt, oder wobei das Ausgeben und Überführen von Klebeelementen über die positionsfeste Spendekante oder die Förderspendekante des umlaufenden Förderelements erfolgt. Bevorzugt ist auch ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Ausgeben und Überführen von Klebeelementen an verschiedene Aufnahmeanordnungen zumindest teilweise gleichzeitig oder alternierend, bevorzugt zumindest teilweise gleichzeitig, erfolgt.

Ein wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung und ein besonders großer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, ist es, dass als Spendermaterialband auch breite Mutterrollen eingesetzt werden können, auf denen zahlreiche Reihen an Klebeelementen in Bahnrichtung verlaufen, selbst wenn diese zum Erreichen einer möglichst hohen Belegungsdichte im Rahmen einer dichtesten Packung angeordnet werden, wie es beispielsweise bei runden oder ovalen Klebeelementen denkbar ist. Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, auf einen Zuschnitt der Mutterrolle verzichten zu können, wobei in vorteilhafter Weise die Klebeelemente von zwei oder mehr Rollen der Mutterrolle in jede Aufnahmeanordnung überführt werden. Für im Wesentlichen alle Ausführungsformen bevorzugt ist deshalb ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Klebeelemente im Spendermaterialband in zwei oder mehr, bevorzugt drei oder mehr, besonders bevorzugt fünf oder mehr, in Bahnrichtung verlaufenden Reihen angeordnet sind, wobei die Klebeelemente benachbarter Reihen bevorzugt entlang der Bahnrichtung zueinander versetzt angeordnet sind. Bevorzugt ist dabei ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei das Spendermaterialband für jede Aufnahmeanordnung zwei oder mehr, bevorzugt genau zwei, in Bahnrichtung verlaufenden Reihen von Klebeelementen umfasst. Bevorzugt ist auch ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei in Verfahrensschritt e) auf das bahnförmige zweite Trennmaterial jeder Aufnahmeanordnung jeweils Klebeelemente aus zwei oder mehr, bevorzugt genau zwei, in Bahnrichtung verlaufenden Reihen von Klebeelementen des Spendermaterialbandes überführt werden.

Als besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es angesehen werden, dass die Überführung der Klebeelemente es ermöglicht, die Anordnung der übertragenen Klebeelemente zu verändern und insbesondere aus den Klebeelementen von zwei oder mehr Reihen der Mutterrolle auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial lediglich eine Reihe von Klebeelementen zu generieren. Eine entsprechende Kleberolle kann mit einer minimalen Arbeitsbreite ausgeführt werden und ist insbesondere für den Einsatz in End-Effektoren unter gewichtstechnischen Aspekten bevorzugt. Zudem ermöglicht es die einfache, reihenförmige Anordnung der Klebeelemente auf der mit Klebeelementen beschickten Kleberolle in der Applikationsvorrichtung ein vergleichsweise einfaches Bereitstellungsverfahren für die Klebeelemente zu realisieren. Bevorzugt ist entsprechend ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die relative Anordnung der übertragenen Klebeelemente zueinander beim Übertragen verändert wird, wobei bevorzugt die Klebeelemente aus zwei oder mehr, insbesondere genau zwei, in Bahnrichtung verlaufenden Reihen von Klebeelementen der Spendermaterialband auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial in einer Linie angeordnet werden, insbesondere alternierend, und/oder wobei die übertragenen Klebeelemente auf den jeweiligen bahnförmigen zweiten Trennmaterialien in einer kleineren Zahl in Bahnrichtung verlaufender Reihen angeordnet werden als auf dem Spendermaterialband, bevorzugt in genau einer in Bahnrichtung verlaufenden Reihe, und/oder wobei die übertragenen Klebeelemente auf den jeweiligen bahnförmigen zweiten Trennmaterialien bezogen auf die Bahnrichtung in einer verringerten Anzahl pro Längeneinheit angeordnet werden als auf der Spendermaterialband.

Die vorstehend beschriebene Ausführungsform, bei der die dicht auf der Mutterrolle angeordneten Klebeelemente in ihrer relativen Anordnung beim Überführen verändert werden, um insbesondere eine vereinfachte Anordnung auf der bahnförmigen zweiten Trennmaterial zu realisieren, lässt sich beispielweise durch den Einsatz von Überführungselementen zuverlässig realisieren, die beispielsweise abwechselnd Klebeelemente aus zwei Reihen der Mutterrolle entnehmen und auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial hintereinander platzieren können, wobei der Fachmann versteht, dass in diesem Fall die Bahngeschwindigkeit des bahnförmigen zweiten Trennmaterials höher ist, als die Führungsgeschwindigkeit der Spendermaterialbahn.

Eine ganz besonders vorteilhafte Ausgestaltung lässt sich jedoch beim Einsatz eines umlaufenden Förderelementes realisieren. Dadurch, dass die Fördergeschwindigkeit des umlaufenden Förderelementes größer gewählt wird als die Führungsgeschwindigkeit des Spendermaterialbandes, ist es möglich, die vom umlaufenden Förderelement an der Spendekante übernommenen Klebeelemente entlang der Bahnrichtung zu vereinzeln. Auch wenn dieser Effekt zumindest in der Theorie dafür verwendet werden kann, um die Aufnahme der Klebeelemente durch ein Überführungselement zu erleichtern, schlagen die Erfinder vor, dass das Voreilen des umlaufenden Förderelements mit Führungselementen kombiniert werden kann, welche so oberhalb des umlaufenden Förderelements platziert werden, dass sie ein auf dem umlaufenden Förderelement gefördertes Klebeelement auf der adhäsionsreduzierten Oberfläche verschieben. Durch die Kombination eines vorauseilenden umlaufenden Förderelements mit Führungselementen ist es möglich, auf der Mutterrolle dicht gepackte Klebeelemente entlang der Förderrichtung zu vereinzeln und quer zur Förderrichtung zu repositionieren, sodass diese beispielsweise in der Form einer einzelnen Reihe an der Förderspendekante an die Aufnahmeanordnungen übergeben werden können. Die Erfinder schlagen insoweit vor, dass die in erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Spenderanordnungen in diesem Fall flexibel an unterschiedliche Formen und Anordnungen von Klebeelementen auf der Mutterrolle angepasst werden können, wenn die Führungselemente nach Art einer Schablone ausgelegt werden, die je nach eingesetzter Mutterrolle oberhalb des umlaufenden Förderelements platziert werden kann, um die entsprechenden Klebeelemente auf dem umlaufenden Förderelement optimal für die Überführung in die Aufnahmeanordnungen zu positionieren, wobei sich beispielsweise die Führungselemente-Schablone für runde Klebeelemente von der für ovale Klebeelemente unterscheidet. Bevorzugt ist also ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Fördergeschwindigkeit des umlaufenden Förderelements VF höher ist als die Führungsgeschwindigkeit des Spendermaterialbandes VM in der Spenderanordnung, wobei die Fördergeschwindigkeit des Förderelements bevorzugt zumindest 2*VM Oder mehr, besonders bevorzugt zumindest 3*VM oder mehr, ganz besonders bevorzugt zumindest 4*VM oder mehr, insbesondere bevorzugt zumindest 5*VM oder mehr, beträgt. Bevorzugt ist ein erfindungsgemäßes Verfahren, wobei die Spenderanordnung ein oder mehrere, bevorzugt für jede Aufnahmeanordnung zumindest zwei, Führungselemente umfasst, wobei das eine oder die mehreren Führungselemente dazu eingerichtet sind, die Position von auf dem umlaufenden Förderelement angeordneten Kiebeelementen einzustellen.

Die Erfindung betrifft abschließend zudem die Verwendung einer erfindungsgemäßen Spendervorrichtung bei der Wiederbefüllung von geleerten Kleberollen mit Kiebeelementen, insbesondere bei der Wiederbefüllung von Kassetteneinheiten, besonders bevorzugt der gleichzeitigen Wiederbefüllung von zwei oder mehr geleerten Kleberollen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung der in einem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Komponenten in einer ersten bevorzugten Ausführungsform;

Fig. 2 eine schematische Darstellung der in einem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Komponenten in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform;

Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der Komponenten gemäß Fig. 2;

Fig. 4 eine schematische Darstellung der in einem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Komponenten in einer dritten bevorzugten Ausführungsform;

Fig. 5 eine schematische Darstellung der in einem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Komponenten in einer vierten bevorzugten Ausführungsform;

Fig. 6 eine schematische Darstellung der in einem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Komponenten in einer fünften bevorzugten Ausführungsform;

Fig. 7 eine Draufsicht auf die Komponenten gemäß Fig. 6;

Fig. 8 eine perspektivische Darstellung der Komponenten gemäß Fig. 6;

Fig. 9 eine schematische Darstellung der in einem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Komponenten in einer sechsten bevorzugten Ausführungsform;

Fig. 10 eine Draufsicht auf die Komponenten gemäß Fig. 9; und

Fig. 11 eine perspektivische Darstellung der Komponenten gemäß Fig. 9. Fig. 1 , 2, 4, 5, 6 und 9 zeigen schematisch die in einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von mit Klebeelementen 10 beschickten Kleberollen verwendeten Komponenten in verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen. Die Fig. 3, 8 und 1 1 bzw. 7 und 10 zeigen jeweils perspektivische Ansichten bzw. Draufsichten einzelner dieser sechs Ausführungsformen.

Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Spenderanordnung 14 umfasst in den jeweiligen Ausgestaltungen zumindest eine erste Rollenaufnahme 48, und eine zweite elektrisch angetriebene Rollenaufnahme 52 sowie eine Führungseinrichtung 56. Im erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Spendermaterialband 12 von einer auf der ersten Rollenaufnahme 48 drehbar gelagerten Mutterrolle 50 über die Führungseinrichtung 56 und durch einen Spendebereich 18 zu einer Aufwickelrolle 54 geführt, welche wiederum drehbar auf der zweiten Rollenaufnahme 52 gelagert ist.

Das Spendermaterialband 12 der Mutterrolle 50 ist in den gezeigten Beispielen senkrecht zur Bahnrichtung jeweils etwa 400 mm breit und umfasst ein bahnförmiges erstes Trennmaterial 16, welches im gezeigten Beispiel als mit einer Silikon-Releaseschicht beschichteter Liner ausgebildet ist. Auf dem Liner ist eine Vielzahl von kreisförmigen Klebeelementen 10 mit einer in Richtung des Liners weisenden Klebeschicht derart angeordnet, dass sie in einer dichten Packung vorliegen. Dies bedeutet beispielsweise, dass die Klebeelemente 10 in insgesamt zehn in Bahnrichtung verlaufenden Reihen so zueinander versetzt angeordnet sind, dass möglichst wenig unbekiebter Freiraum zwischen den Klebeelementen verbleibt. Bei den Klebeelementen 10 handelt es sich in den gezeigten Beispielen um haftklebrige runde Stanzlinge, wie sie beispielsweise bei der Abdeckung von Ausnehmungen in der Fahrzeugindustrie Verwendung finden.

Im Spendebereich 18 der Spenderanordnung 14 werden im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Fig. 1 die Klebeelemente 10 an einer positionsfesten Spendekante 38 teilweise vom Liner abgelöst, indem das Spendermaterialband 12 derart scharf um die positionsfeste Spendekante 38 geführt wird, dass die inhärent steifen Klebeelemente 10 der Bewegung des Liners nicht folgen können. Die entsprechenden Klebeelemente 10 werden kurz vor oder an der positionsfesten Spendekante 38 von einem Überführungselement 34 aufgenommen und dadurch im Spendebereich 18 aus der Spenderanordnung 14 ausgegeben, sodass lediglich der Liner, das heißt das bahnförmige erste Trennmaterial 16, auf der Aufwickelrolle 54 aufgewickelt wird.

In der Ausführungsform der Fig. 2, welche insbesondere für stark haftende Klebeelemente 10 zweckmäßig sein kann, wird zur Reduktion der Adhäsion zwischen Liner und Klebeelementen 10 in Bahnrichtung vor dem Spendebereich 18 zusätzlich ein Ablösebereich 32 vorgesehen. Im Ablösebereich 32, welcher durch insgesamt 3 Ablenkrollen gebildet wird, wird ein temporäres Ablösen der Klebeelemente 10 vom Liner durch ein ähnliches Prinzip bewirkt wird, wie es ebenfalls von der Spendekante bekannt ist. Im Unterschied hierzu werden die Klebeelemente 10 jedoch auf denselben Liner wieder aufgegeben, wobei durch die Anordnung der Ablenkrollen ein Laufstreckenunterschied zwischen dem Ablösepunkt eines Klebeelementes 10 und erneuten Auflagepunkt desselben Klebeelementes 10 auf dem Liner entsteht. Diese Ausführungsform und die Funktionalität des Ablösebereichs 32 ist in perspektivischer Darstellung ebenfalls in Fig. 3 dargestellt.

Die Ausgabe der Klebeelemente 10 aus dem Spendebereich 18 der Spenderanordnung 14 kann alternativ auch durch eine positionsveränderliche Spendekante 36, wie sie in Fig. 4 gezeigt ist, erreicht werden. Die positionsveränderliche --sogenannte pendelnde- Spendekante 36 umfasst im gezeigten Beispiel eine bewegliche Umlenkrolle, welche in Fig. 4 mit einem Bewegungspfeil versehen wurde.

In den Ausführungsformen der Fig. 5, 6 und 9 umfasst die Spenderanordnung 14 im Spendebereich 18 zusätzlich ein als Förderband ausgeführtes umlaufendes Förderelement 40, welches mit einer Silikon- Releaseschicht beschichtet ist und somit eine adhäsionsreduzierte Oberfläche aufweist. Ein über die positionsfeste Spendekante 38 ausgegebenes Klebeelement 10 wird in diesen Ausführungsformen direkt auf das umlaufende Förderelement 40 überführt und dort entweder von einem der Überführungselemente 34 aufgenommen, wie es in Fig. 5 und 6 gezeigt ist, oder direkt vom Förderelement 40 über eine Förderspendekante 42 aus der Spenderanordnung 14 ausgegeben, wie es in Fig. 9 gezeigt ist. Das umlaufende Förderband 40 ermöglicht es dabei, eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der Fördergeschwindigkeit des umlaufenden Förderelements 40 VF und der Führungsgeschwindigkeit des Spendermaterialbandes 12 VM derart zu implementieren, dass die Klebeelemente 10 auf dem Förderelement 40 entlang der Förderrichtung vereinzelt werden.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden zusätzlich zur Spenderanordnung 14 zumindest zwei Aufnahmeanordnungen 20a, 20b, 20c, 20d, 20e benötigt. Die Aufnahmeanordnungen 20a-e umfassen jeweils eine drehbar gelagerte Zuführrolle 22 und eine elektrisch angetriebene Aufnahmerolle 24 sowie eine Führungsanordnung 26 zur Führung eines bahnförmigen zweiten Trennmaterials 28, welches ähnlich zum bahnförmigen ersten Trennmaterial 16 ebenfalls als Liner mit einer Silikon-Releaseschicht ausgebildet ist.

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in sämtlichen gezeigten Ausführungsformen die von der Spenderanordnung 14 ausgegebenen Klebeelemente 10 in eine von fünf Aufnahmeanordnungen 20a-e überführt, indem sie jeweils in einem Aufnahmebereich 30 der Aufnahmeanordnungen 20a-e auf dem bahnförmigen zweiten Trennmaterial 28 platziert werden, welches hierbei von der Zuführrolle 22 über eine Spendekante und die Führungsanordnung 26 geführt wird, bis es anschließend auf die Aufnahmerolle 24 aufgewickelt wird.

In den gezeigten Beispielen der Fig. 1 bis 8 umfasst die Spenderanordnung 14 für die Überführung der Klebeelemente 10 jeweils mehrere als Sauggreifer ausgebildete Überführungselemente 34, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit jeweils lediglich ein Überführungselement 34 dargestellt ist. Über eine reversibel und zerstörungsfrei lösbare Verbindung der Überführungselemente 34 mit den Klebeelementen 10 können die Klebeelemente 10 im Spendebereich 18 vom Liner der Spenderanordnung 14 gelöst und präzise im Aufnahmebereich 30 auf dem Liner der Aufnahmeeinheiten 20a-e platziert werden.

Die Klebeelemente 10 werden im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit anderen Worten von dem Liner der Mutterrolle 50 auf einen der Liner der verschiedenen Aufnahmeanordnungen 20a-e überführt und zusammen mit dem Liner auf dessen jeweiliger Aufnahmerolle 24 aufgewickelt. In den gezeigten Beispielen weisen die Liner der insgesamt fünf Aufnahmeanordnungen 20a-e daher gegenüber dem Liner der Mutterrolle 50 eine verringerte Breite auf. Beim Übertragen der Klebeelemente 10 wird in den gezeigten Beispielen jeweils die relative Anordnung der Klebeelemente 10 zueinander derart verändert, dass die übertragenen Klebeelemente 10 auf den jeweiligen Linern der Aufnahmeanordnungen 20a-e in lediglich einer Reihen angeordnet werden.

In den gezeigten Ausführungsformen der Fig. 1 bis 5 und 9 bis 1 1 sind die Aufnahmeanordnungen 20a- e jeweils als Kassetteneinheiten 46a, 46b, 46c, 46d, 46e ausgeführt, welche in typischen Applikationsvorrichtungen für Klebeelemente eingesetzt werden können. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde jedoch lediglich in der Darstellung der Fig. 1 die Kassetteneinheit 46a zudem als entsprechende Aufnahmeanordnung 20a gekennzeichnet.

Die Kassetteneinheiten 46a-e verfügen als Teil der Führungsanordnung 26 über eine positionsfeste Kassettenspendekante 60, wobei die vorstehend genannten Komponenten der Aufnahmeanordnung 20a-e in der Kassetteneinheit 46a in einem Gehäuse 58 angeordnet. Mit ihrem Gehäuse 58 sind die Kassetteneinheiten 46a-e reversibel und zerstörungsfrei austauschbar in dafür ausgelegten und mit Antriebseinheiten ausgerüsteten Aufnahmepositionen angeordnet.

In der Ausführungsform der Fig. 6 sind die Aufnahmeanordnungen 20a-e nicht als Kassetteneinheiten 46a-e ausgeführt. In dieser Ausführungsform kann eine in einem erfindungsgemäßen Verfahren mit Klebeelementen 10 beschickte Kleberolle separat erhalten werden, indem das bahnförmige zweite Trennmaterial 28 zwischen den Rollen durchtrennt und die Aufnahmerolle 24 nach Erreichung eines vorbestimmten Füllungsgrades aus der Aufnahmeanordnung 20a-e entnommen wird. Die Fig. 7 und 8 zeigen jeweils unterschiedliche perspektivische Ansichten dieser Ausführungsform.

In der Ausführungsform der Fig. 9, welche von den Erfindern als besonders bevorzugt erachtet wird, sind vorteilhafterweise keine Überführungselemente 34 notwendig. Eine Repositionierung der Klebeelemente 10 auf der Oberfläche des Förderelements 40 wird in dieser Ausführungsform nicht nur durch die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Förderelement 40 und dem Spendermaterialbande 12 erreicht, sondern quer zur Bahnrichtung insbesondere auch durch Führungselemente 44a, 44b bewirkt, welche in den Fig. 10 und 1 1 gezeigt sind. Die Führungselemente 44a-b können die Position von Klebeelementen 10 auf dem Förderelement 40 derart einstellen, dass diese als einzelne Reihe von neupositionierten Klebeelementen 10 direkt von der Förderspendekante 42 auf die Spendekante der jeweiligen Aufnahmeanordnung 20a-e übergeben werden können. In der gezeigten Ausführungsform der Fig. 9 kann das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere besonders effizient als kontinuierliches Verfahren betrieben werden, sodass das Führen des Spendermaterialbandes 12 in der Spenderanordnung 14, das Aufrollen der bahnförmigen zweiten Trennmaterialien 28 auf den Aufnahmerollen 24 in den jeweiligen Aufnahmeanordnungen 20a-e, das Ausgeben von Klebeelementen 10 aus der Spenderanordnung 14, sowie das Überführen jeweils eines

Teils der ausgegebenen Klebeelemente 10 in die Aufnahmebereiche 30 der Aufnahmeanordnungen 20a-e im Wesentlichen gleichzeitig durchgeführt wird.

Bezuqszeichenliste

10 Klebeelement

12 Spendermaterialband

14 Spenderanordnung

16 bahnförmiges erstes Trennmaterial

18 Spendebereich

20a-e Aufnahmeanordnung

22 Zuführrolle

24 Aufnahmerolle

26 Führungsanordnung

28 bahnförmiges zweites Trennmaterial

30 Aufnahmebereich

32 Ablösebereich

34 Überführungselement

36 positionsveränderliche Spendekante

38 positionsfeste Spendekante

40 umlaufendes Förderelement

42 Förderspendekante

44a-b Führungselement

46a-e Kassetteneinheit

48 erste Rollenaufnahme

50 Mutterrolle

52 zweite Rollenaufnahme

54 Aufwickelrolle

56 Führungseinrichtung

58 Gehäuse

60 positionsfeste Kassettenspendekante

VF Fördergeschwindigkeit des umlaufenden Förderelements

VM Führungsgeschwindigkeit des Spendermaterialbandes