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Title:
SPORTS OR GYMNASTICS APPARATUS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/248458
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a sports or gymnastics apparatus (1) comprising at least one approximately rod-shaped oscillating body (3) which is hingedly attached to at least one base body (2) of the apparatus in one region, further comprising at least one retaining element (11), provided in the lower region of the apparatus, having support regions for the feet of a person exercising on the apparatus, the apparatus also being designed such that the person exercising thereon can exercise in a seated position. According to the invention, the retaining element (11) can be form-fittingly and releasably connected to the base body (2) of the apparatus and the at least one base body (2) is arranged so as to be displaceable along a longitudinal axis of the retaining element (11) with respect to the retaining element (11). The sports apparatus facilitates various exercises and is also particularly suitable for persons with restricted movement, as they can perform the exercises on the sports apparatus in a seated position. In addition, the sports apparatus can be easily dismantled into its individual parts.

Inventors:
KARAMI MAJID (DE)
Application Number:
PCT/EP2022/064026
Publication Date:
December 01, 2022
Filing Date:
May 24, 2022
Export Citation:
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Assignee:
KARAMI MAJID (DE)
International Classes:
A63B23/035; A63B21/00; A63B21/055; A63B23/12; A63B71/02
Foreign References:
US20050176558A12005-08-11
US20070087922A12007-04-19
EP0888797A21999-01-07
US20080318744A12008-12-25
EP2804677B12017-07-12
Attorney, Agent or Firm:
DUDA, Rafael (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Sport- oder Gymnastikgerät (1) umfassend wenigstens einen etwa stabförmigen Schwingkörper (3), welcher in einem Bereich an wenigstens einem Basiskörper (2) des Geräts gelenkig angebracht ist, weiterhin umfassend wenigstens ein im unteren Bereich des Geräts vorgesehenes Halteelement (11) mit Auflagebereichen für die Füße einer an dem Gerät trainierenden Person, wobei das Gerät zudem so ausgebildet ist, dass die an diesem trainierende Person in einer sitzenden Position trainieren kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltelement (11) formschlüssig und lösbar mit dem Basiskörper (2) des Geräts verbindbar ist und der wenigstens eine Basiskörper (2) gegenüber dem Halteelement (11) entlang einer Längsachse des Halteelements (11) verschiebbar angeordnet ist.

2. Sport- oder Gymnastikgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (11) über eine Nut- und Feder-Verbindung mit dem Basiskörper (2) formschlüssig verbindbar ist.

3. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (11) und der Basiskörper (2) im Gebrauchszustand auf dem Boden aufliegen und das vom Benutzer aus gesehen distale gelenkige Ende des stabförmigen Schwingkörpers (3) in einem bodennahen Bereich von dem Basiskörper (2) gelenkig aufgenommen ist.

4. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gelenk (4), welches den Basiskörper (2) und den Schwingkörper (3) gelenkig verbindet, ein Kugelgelenk ist und ein erstes

Gelenkelement (5), welches am Schwingkörper (3) des Sportgeräts (1) angeordnet ist, in Form einer Gelenkkugel aufweist, wobei ein zweites Gelenkelement (6), welches am Basiskörper (2) des Sportgeräts (1) angeordnet ist, in Form einer Gelenkpfanne vorgesehen ist.

5. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingkörper (3) mindestens zwei in axialer

Verlängerung zueinander angeordnete Abschnitte (7, 18) aufweist, die über eine gegebenenfalls werkzeuglos lösbare Schraubverbindung (19) miteinander verbindbar sind.

6. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Basiskörper (2) sowie das Halteelement (11) eine kraftschlüssige Verriegelung aufweisen.

7. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Basiskörper (2) eine etwa sphärische Hüllfläche (12) aufweist.

8. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (11) zwei mit Abstand voneinander, zu beiden Seiten des Basiskörpers (2) und jeweils mit Abstand zu diesem angeordnete etwa plattenförmige Auflagebereiche (17) für die Füße des Benutzers umfasst, die im Gebrauchszustand auf dem Boden aufliegen und die mit einer sich quer zu diesen erstreckenden Leiste des Halteelements (11) formschlüssig und lösbar verbindbar sind, wobei die plattenförmigen Auflagebereiche (17) vorzugsweise übereine Nur- und Feder-Verbindung mit dem Halteelement (11) lösbar verbindbar sind.

9. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei voneinander beabstandete und unabhängig voneinander gelenkig bewegbare Schwingkörper (3) vorgesehen sind, welche jeweils an einem dem jeweiligen Schwingkörper (3) zugeordneten Basiskörper (2) des Geräts angebracht sind.

10. Sport- oder Gymnastikgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Spannvorrichtung umfassend ein elastisches Band (16) am proximalen Ende eines Schwingkörpers (3) anbringbar ist, so dass bei gelenkiger Bewegung des Schwingkörpers (3) die Spannvorrichtung durch Einwirkung einer Zugkraft auf das elastische Band (16) dehnbar ist.

11. Sport- oder Gymnastikgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im proximalen Endbereich wenigstens ein Schlitz (20) in einen Schwingkörper (3) eingebracht ist, in den das elastische Band (16) zur Befestigung einlegbar ist.

Description:
Majid Karami

Sport- oder Gvmnastikqerät

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sport- oder Gymnastikgerät umfassend wenigstens einen etwa stabförmigen Schwingkörper, welcher in einem Bereich an wenigstens einem Basiskörper des Geräts gelenkig angebracht ist, weiterhin umfassend wenigstens ein im unteren Bereich des Geräts vorgesehenes Halteelement mit Auflagebereichen für die Füße einer an dem Gerät sitzenden Person, wobei das Gerät zudem so ausgebildet ist, dass die an diesem trainierende Person in einer sitzenden Position trainieren kann.

Aus der EP 2 804 677 B1 ist ein Trainingsgerät bekannt, bei dem zwei gelenkig angebrachte Hebel vorgesehen sind, die von der trainierenden Person zu sich hin und von sich weg bewegt werden können, wobei die Person in einer sitzenden Position an dem Gerät trainiert und die Person dabei ihre Füße auf Auflagen stellt, die sich im Fußbereich des Trainingsgeräts befinden. Anders als bei den meisten bekannten Crosstrainern werden die gymnastischen Übungen bei diesem Gerät somit nicht in stehender Position ausgeübt, sondern in sitzender Position. Die Übungen, die an diesem Trainingsgerät durchgeführt werden, sind daher in erster Linie für das Training der Armmuskulatur vorgesehen. Jedoch besteht bei diesem bekannten Trainingsgerät der Basiskörper aus einem rechteckigen Gehäuse und das Halteelement umfasst eine horizontale Bodenplatte mit zwei länglichen innenseitigen Aufkantungen, die das Gehäuse des Basiskörpers über seine gesamte Länge einfassen und mit dem Basiskörper über Schrauben verbunden sind, so dass im montierten Zustand Basiskörper und Bodenplatte fest miteinander verbunden und in ihrer Position relativ zueinander festgelegt sind. Das Trainingsgerät ist insgesamt recht großvolumig und von seinem Konzept her nicht dazu ausgelegt, von dem Benutzer demontiert zu werden. Folglich ist es vergleichsweise schwer und nimmt auch bei Nichtgebrauch bei Benutzung im privaten Bereich in einem Wohnraum viel Platz in Anspruch.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik darin, ein Trainingsgerät mit den eingangs genannten Merkmalen zur Verfügung zu stellen, welches dem Benutzer auch eine Nutzung in einer sitzenden Position ermöglicht, welches aber einen einfacheren konstruktiven Aufbau hat, leicht zu demontieren und zu transportieren ist und dem Benutzer vielseitigere Nutzungsmöglichkeiten beim Training bietet. Die Lösung der vorgenannten Aufgabe liefert ein erfindungsgemäßes Sport- und Gymnastikgerät der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Halterelement formschlüssig und lösbar mit dem Basiskörper verbindbar ist und der wenigstens eine Basiskörper gegenüber dem Halteelement entlang einer Längsachse des Halteelements verschiebbar angeordnet ist.

Das Halteelement kann beispielsweise über eine Nut- und Feder-Verbindung mit dem Basiskörper verbunden werden, das heißt beispielsweise durch einfaches Einschieben des Halteelements in eine Nut des Basiskörpers. Diese Verbindung ist sehr rasch und werkzeuglos herstellbar und kann vom Benutzer jederzeit mit einem einfachen Handgriff gelöst werden. Das Halteelement kann beispielsweise ein flaches Brett sein, welches in eine entsprechend geformte und dimensionierte Nut des Basiskörpers eingeschoben wird. Das Basiskörper kann ein vergleichsweise kleines einfaches Bauteil sein, welches im Bodenbereich aufliegt und bei dem erfindungsgemäßen Gerät im Wesentlichen nur die Aufgabe hat, eine Aufnahme für das eine (untere) Ende des etwa stabförmigen Schwingkörpers zu bilden, der so an seinem unteren Ende in dem Basiskörper gehalten ist und gegenüber diesem gelenkig bewegt werden kann. Auch die Verbindung zwischen dem Basiskörper und dem Schwingkörper ist bevorzugt ohne Einsatz von Werkzeugen lösbar, das heißt, dass der Schwingkörper beispielsweise einfach mit seinem unteren Ende in die Aufnahme des Basiskörpers eingeschoben werden kann und bei der Nutzung dadurch von sich aus gehalten wird, dass der Benutzer von oben her Druck auf den Schwingkörper ausübt. Somit besteht das erfindungsgemäße Sport- oder Gymnastikgerät nur aus wenigen Bauteilen und kann ganz einfach zerlegt und bei Nichtgebrauch platzsparend weggelegt oder beispielsweise in einer einfachen Sporttasche transportiert werden.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung liegen somit das Halteelement und der Basiskörper im Gebrauchszustand auf dem Boden auf und das vom Benutzer aus gesehen distale Ende des stabförmigen Schwingkörpers ist in einem bodennahen Bereich von dem Basiskörper gelenkig aufgenommen.

Vorzugsweise besteht das erfindungsgemäße Sportgerät aus Holz, wobei das Gelenk des Sportgeräts aus einem metallischen Werkstoff gefertigt sein kann.

Vorzugsweise ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung so, dass ein Gelenk, welches den Basiskörper und den Schwingkörper gelenkig verbindet, ein Kugelgelenk ist und dieses Kugelgelenk ein erstes Gelenkelement, welches am Basiskörper des Sportgeräts angeordnet ist, in Form einer Gelenkpfanne aufweist, sowie ein zweites Gelenkelement in Form einer Gelenkkugel aufweist, welches am Schwingkörper des Sportgeräts angeordnet ist. Hier unterscheidet sich das erfindungsgemäße Gerät weiter vom Stand der Technik, da der Schwingkörper aufgrund des Kugelgelenks nicht nur Bewegungen in einer Ebene, sondern in beliebigen Richtungen ausführen kann. Die gelenkige Verbindung zwischen Schwingkörper und Basiskörper befindet sich auch nicht im oberen Bereich des Basiskörpers, sondern in Bodennähe, wodurch der Schwingkörper länger ausgebildet werden kann und demgemäß der Benutzer bei Angreifen am entgegengesetzten (oberen) Ende des Schwingkörpers einen längeren Hebel hat, wenn er den Schwingkörper in seiner Kugelgelenk-Lagerung bewegt.

Ein Kugelgelenk bietet darüber hinaus den Vorteil, dass die Gelenkpfanne eine Sperrvorrichtung aufweisen kann, um ein unbeabsichtigtes Lösen der Gelenkverbindung zu vermeiden. Dies kann durch verschiedene Ausgestaltungen der Gelenkpfanne erfolgen. So kann die Gelenkpfanne eine Sperre oder eine Schnappverbindung aufweisen, die das Lösen der Gelenkkugel durch Formschluss, Kraftschluss oder eine Kombination dieser verhindert.

Alternativ oder kumulativ kann die Gelenkpfanne auch eine Tiefe ausweisen, die den Durchmesser der Gelenkkugel überschreitet. Wie sofort ersichtlich ist, ist eine derartige Ausführungsform dann vorteilhaft an dem Sportgerät umsetzbar, wenn der Schwingstab bzw. die Gelenkkugel rein durch die auf den Schwingkörper wirkende Schwerkraft in dem Basiskörper bzw. in der Gelenkpfanne gehalten wird. Besonders vorteilhaft ist es für das Sportgerät, wenn die Tiefe der Gelenkpfanne den Durchmesser der Gelenkkugel etwa um das eineinhalbfache des Durchmessers der Gelenkkugel übersteigt. In einer derartigen Ausführungsform ist das zweite Gelenkelement eine zylindrische Bohrung. Um ein unbeabsichtigtes Lösen der Gelenkverbindung zu vermeiden, kann ein als zylindrische Bohrung ausgeführtes zweites Gelenkelement auch eine Verjüngung an der dem ersten Gelenkelement zugewandten Seite aufweisen, welche nur geringfügig kleiner ist als der Durchmesser des ersten Gelenkelementes.

Ferner ist es vorteilhaft für das Sportgerät, wenn der Schwingkörper einen stabförmigen Grundkörper aufweist und das erste Gelenkelement und/oder das zweite Gelenkelement koaxial zu einer Längsachse des Grundkörpers angeordnet ist. Insofern wird ein Sportgerät zur Verfügung gestellt, welches den Vorteil bietet, dass der Schwingkörper zeitgleich auch als Griff verwendet werden kann und dahingehend flexibel eingesetzt werden kann, dass an jeglicher Position des Grundkörpers der Schwingkörper gegriffen werden kann. Die Verwendung eines zusätzlichen Griffes für den Benutzer ist folglich obsolet. Da das Sportgerät beispielsweise auch zur Mobilisierung körperlich eingeschränkter Personen eingesetzt werden soll, ist das Gewicht des Schwingkörpers zwar von zweitrangiger Bedeutung, jedoch ist es möglich alternativ oder kumulativ zu den vorgenannten Merkmalen den Grundkörper des Schwingkörpers aus verschiedenen Materialien, wie etwa Kunststoff oder Metall auszuführen, um als Trainingsziel, falls gewünscht, auch ein leichtes Krafttraining absolvieren zu können.

Wie bereits zuvor erläutert ist es vorteilhaft für das erfindungsgemäße Sportgerät, dass dieses mehrere Freiheitsgrade der Bewegung aufweist. Insofern ist es besonders vorteilhaft, wenn das Gelenk wenigstens zwei Bewegungsachsen aufweist. Der Vorteil ergibt sich dadurch, dass ein flexibler Bewegungsablauf in mehrere Richtungen und verschiedene Übungsvarianten während der Verwendung des Sportgerätes möglich sind.

Zu den vorgenannten Merkmalen oder alternativ dazu kann das Sportgerät eine Zentriervorrichtung und/oder eine Sperrvorrichtung und/oder eine Dämpfungsvorrichtung aufweisen, um die Verwendung des Sportgerätes noch flexibler zu gestalten. Mit Zentriervorrichtung ist eine Vorrichtung gemeint, mittels welcher ein selbsttätiges Zurückstellen des Schwingkörpers in eine Mittelposition ermöglicht wird. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung von mehreren Federn erfolgen, mittels derer der Schwingkörper in einer Mittelposition gehalten werden kann. Der Einsatz einer derartigen Zentriervorrichtung prägt auch eine Kraft auf den Schwingkörper auf, welche der Benutzer bei Verwendung des Sportgerätes überwinden muss. Insofern ist eine Zentriervorrichtung auch als Belastungseinrichtung verwendbar. Alternativ oder kumulativ lässt sich mittels einer Sperrvorrichtung der Schwingkörper auch in einer vordefinierten Position oder in einer flexiblen Position arretieren. Insofern kann eine Sperrvorrichtung eine Bremse oder Einrastvorrichtung sein. Hierdurch wird es möglich, weitere Übungen an dem Sportgerät durchzuführen, in welchen eine Fixierung des Schwingkörpers notwendig ist. Auch ist es möglich, eine Dämpfungsvorrichtung vorzusehen, welche die Vorteile einer Sperrvorrichtung und einer Zentriervorrichtung in sich vereint, indem eine Position des Schwingkörpers gehalten werden kann und eine Bewegung des Schwingkörpers nur unter einem Kraftaufwand möglich ist.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Schwingkörper mindestens zwei in axialer Verlängerung zueinander angeordnete Abschnitte aufweist, die über eine gegebenenfalls werkzeuglos lösbare Schraubverbindung miteinander verbindbar sind. Dies hat den Vorteil, dass man einen längeren Schwingkörper verwenden kann, diesen aber aus mehreren Abschnitten ausbildet, die demontierbar sind, so dass der Schwingkörper vom Benutzer in seine Abschnitte zerlegt werden kann und so der zerlegte Schwingkörper eine geringere Gesamtlänge aufweist, was für den Transport günstiger ist. Für die Schraubverbindung kann an beispielsweise Schrauben am Ende des einen Abschnitts und ein Gewinde am Ende des anderen Abschnitts des stabförmigen Schwingkörpers verwenden, so dass man die beiden Abschnitte von Hand miteinander verschrauben kann, indem man einen oder beide Abschnitte um ihre Achse dreht. In gleicher Weise kann der stabförmige Schwingkörper auch in drei oder mehr Abschnitte zerlegbar sein.

Vorzugsweise weisen der Basiskörper und das Halteelement eine kraftschlüssige Verbindung auf. Vorzugsweise weist der Basiskörper weiterhin eine etwa sphärische Hüllfläche auf.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Halteelement zwei mit Abstand voneinander, zu beiden Seiten des Basiskörpers und jeweils mit Abstand zu diesem angeordnete etwa plattenförmige Auflagebereiche für die Füße des Benutzers umfasst, die im Gebrauchszustand auf dem Boden aufliegen und die mit einer sich quer zu diesen erstreckenden Leiste des Halteelements formschlüssig und lösbar verbindbar sind, wobei die plattenförmigen Auflagebereiche vorzugsweise über eine Nut- und Feder-Verbindung mit dem Halteelement lösbar verbindbar sind. Vorteilhaft ist, dass die beiden plattenförmigen Auflagebereiche mit dem Halteelement beispielsweise in gleicher Weise verbunden werden kann, wie der wenigstens eine Basiskörper, beispielsweise über eine Schwalbenschwanznut durch einfaches Aufschieben, so dass man sowohl die beiden plattenförmigen Auflagebereiche als auch den Basiskörper auf eine einfache Leiste oder ein Brett aufschieben kann, welches als Halteelement dient.

Eine bevorzugte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass wenigstens zwei voreinander beabstandete und unabhängig voneinander gelenkig bewegbare Schwingkörper vorhanden sind, welche jeweils an einem dem jeweiligen Schwingkörper zugeordneten Basiskörper des Geräts angebracht sind. Bei dieser Variante werden somit zwei Basiskörper verwendet, welche beide auf das gleiche beispielsweise leistenförmige Halteelement aufgeschoben werden können und mit Abstand zueinander positioniert werden und somit in Bodennähe angeordnet sind. Jeder dieser Basiskörper kann dann jeweils ein unteres Ende eines Schwingkörpers aufnehmen. Der Benutzer kann dann beispielsweise Übungen durchführen, bei denen er ähnlich wie bei einem Crosstrainer den einen Schwingkörper nach vorn und den anderen Schwingkörper nach hinten hin bewegt, das heißt beide Schwingkörper gegenläufig bewegt, um so die Muskeln beider Arme zu betätigen.

Bei dieser Variante ist es gemäß einer bevorzugten Weiterbildung besonders vorteilhaft, wenn man das Anbringen einer Spannvorrichtung am jeweils proximalen Ende jedes der Schwingkörper vorsieht. Hierzu kann man beispielsweise ein elastisches Band verwenden welches jeweils am proximalen Ende des etwa stabförmigen Schwingkörpers, an dem der Benutzer angreift, angebracht wird. Wenn der Benutzer dann die Schwingkörper bewegt, wird das an diesen angebrachte elastische Band durch Einwirkung einer Zugkraft gedehnt und der Benutzer muss diese Zugkraft aufbringen, indem er die oberen Enden der Schwingkörper bewegt, so dass die Armmuskulatur dadurch stärker beansprucht und trainiert wird. Wenn der Benutzer die beiden Schwingkörper gegenläufig bewegt, ergibt sich eine Armbewegung ähnlich wie bei einem Crosstrainer.

Bei der zuvor beschriebenen Variante der Erfindung kann man beispielsweise in den proximalen Endbereich eines Schwingkörpers einen Schlitz einbringen oder im Endbereich zweier Schwingkörper jeweils einen Schlitz einbringen und in einen solchen Schlitz ein Gummiband oder dergleichen einlegen, das dann bei zwei Schlitzkörpern gedehnt wird, wenn diese voneinander wegbewegt werden. Bei nur einem Schwingkörper kann man auch ein Ende eines solchen Gummibands an einem festen Gegenstand befestigen und dann durch gelenkige Bewegung des einen Schwingkörpers relativ zu dem festen Gegenstand das Gummiband dehnen.

Anstatt eine Spannvorrichtung an den beiden Schwingkörpern anzubringen, kann man die Spannvorrichtung auch beispielsweise an einer anderen Vorrichtung, wie etwa einer feststehenden Wand anbringen.

Um einen störungsfreien Bewegungsablauf des Schwingkörpers zu gewährleisten, kann das erfindungsgemäße Sportgerät derart ausgestaltet sein, dass der Basiskörper eine sphärische Hüllfläche aufweist. Insofern ist es möglich, den Schwingkörper in allen Bewegungsrichtungen zu bewegen, ohne einen Zusammenstoß zwischen dem Grundkörper und dem Basiskörperzu befürchten.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen

Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines montierten Sportgeräts gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

Figur 2 eine vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts eines Sportgeräts gemäß der Variante von Figur 1 ;

Figur 3 eine Detailansicht eines Einzelteils eines beispielhaften Sportgeräts;

Figur 4 eine Detailansicht von oben eines Basiskörpers eines beispielhaften Sportgeräts;

Figur 5 eine perspektivische Ansicht eines beispielhaften Basiskörpers gemäß Figur 4;

Figur 6 eine perspektivische Ansicht eines teilweise demontierten Sportgeräts gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; Figur 7 eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Sportgeräts.

Nachfolgend wird zunächst auf die Figur 1 Bezug genommen und anhand dieser wird der grundsätzliche Aufbau eines beispielhaften erfindungsgemäßen Sport- oder Gymnastikgeräts näher erläutert. Das insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 benannt Sportgerät umfasst ein längliches Halteelement 11, welches zum Beispiel eine flache Holzleiste oder ein einfaches Brett sein kann, welches in einer horizontalen Position im bodennahen Bereich oder auf dem Untergrund, das heißt in der Regel auf dem Boden eines Raumes platziert wird. Das längliche Halteelement kann sich wie in der Darstellung gemäß Figur 1 im Wesentlichen quer zu einer beispielsweise auf einem Stuhl sitzenden Position erstrecken und vorteilhaft mit etwas Abstand vor den Beinen dieser Person, die das Sportgerät 1 benutzt. So ist es möglich, dass die Person Ihre Füße auf das Halteelement 11 stellt und dieses so belastet und auf dem Boden hält. Weiterhin umfasst das Sportgerät 1 einen Basiskörper 2, welcher unterseitig eine beispielsweise schwalbenschwanzförmige Nu 13 (siehe Figur 5) aufweist, in die das Halteelement 11 hineingeschoben werden kann, so dass sich auf diese Weise ein Formschluss zwischen dem Basiskörper 2 und dem Halteelement 11 ergibt. Der Basiskörper 2 befindet sich in der Gebrauchslage, die in Figur 1 dargestellt ist, etwa in der Mitte des Halteelements 11, ist aber in Querrichtung gegenüber diesem nicht festgelegt, so dass man den Basiskörper 2 im Prinzip in einer geführten Bewegung auf dem Halteelement 11 verschieben kann.

Das Sportgerät 1 umfasst weiterhin einen langgestreckten stabförmigen Schwingkörper 3, dessen unteres Ende in einer Gelenkaufnahme des Basiskörper 2 gelenkig gelagert ist, so dass sich am unteren Ende des Schwingkörpers 3 ein Gelenk 4 ergibt. Bei diesem Gelenk 4 handelt es sich bevorzugt um ein Kugelgelenk, das heißt ein erstes Gelenkelement 5 am unteren Ende des Schwingkörpers 3 umfasst eine Kugel und die Gelenkaufnahme 6 für diese Kugel 5 befindet sich an dem Basiskörper 2 und hat beispielsweise etwa die Form einer Gelenkpfanne. Auf diese Weise ist es möglich, den Schwingkörper 3 in beliebige Richtungen zu bewegen, während sein unteres Ende mit der Kugel 5 in der Gelenkaufnahme 6 des Basiskörpers 2 gehalten ist und somit nicht wegrutschen kann. Wenn der Benutzerden oberen Endbereich des Schwingkörpers 3 in die Hand nimmt, kann er diesen somit in Richtung der mit den Pfeilen 9 gekennzeichneten Bewegungsachse im Prinzip in Querrichtung bewegen oder auch in Richtung der mit den Pfeilen 8 gekennzeichneten Bewegungsachse 8, das heißt zu sich hin oder von sich weg oder auch in beliebige andere Richtungen, wobei als Fixpunkt nur das Kugelgelenk mit Kugel 5 und Gelenkpfanne 6 am unteren Ende des stabförmigen Schwingkörpers 3 gegeben ist. Weitere Details ergeben sich aus der Figur 2, welche in vergrößerter Darstellung den unteren Bereich des Schwingkörpers 3 zeigt, wobei hier der Basiskörper 2 teilweise im Schnitt dargestellt ist. Man sieht hier, dass der Schwingkörper 3 aus einem stabförmigen Grundkörper 7 besteht, an dessen unterem Ende über ein längliches Verbindungselement 15 die Kugel 5 des Kugelgelenks 4 angebracht ist. Weiterhin ist erkennbar, dass diese Kugel 5 in einer teilkugelförmigen Ausnehmung des Basiskörper 2 aufgenommen ist. Man sieht außerdem, dass das flache längliche Halteelement 11 sich in Querrichtung durch den Basiskörper 2 an dessen Unterseite und somit bodenseitig erstreckt, so dass sich das Kugelgelenk 4 mit der Kugel 5 oberhalb des Halteelements 11 befindet.

Nachfolgend wird auf die Figur 3 Bezug genommen, in der ein beispielhafter Schwingkörper 3 eines erfindungsgemäßen Sportgeräts 1 in einem demontierten Zustand dargestellt ist. Damit man das Sportgerät bei Nichtgebrauch platzsparend unterbringen und auch besser transportieren kann, umfasst der Schwingkörper 3 hier einen länglichen Grundkörper 7, an dessen einem Ende sich die Kugel 5 des Gelenks 4 befindet und einen ebenfalls länglichen Verlängerungsabschnitt 18, den man lösbar mit dem Grundkörper 7 verbinden kann, so dass der Verlängerungsabschnitt 18 den Grundkörper 7 verlängert. Bei Nichtgebrauch kann man die Verbindung von Grundkörper 7 und Verlängerungsabschnitt 18 lösen und die beiden Einzelteile platzsparend unterbringen. Die Verbindung zwischen diesen beiden Einzelteilen kann beispielsweise über einen Gewindestift 19 am einen Ende des Verlängerungsabschnitts 18 erfolgen, welcher in eine Gewindebohrung an dem oberen Ende des Grundkörpers 7 einschraubbar ist, welches dem unteren Ende, an dem die Kugel 5 befestigt ist, gegenüberliegt. Diese Verbindung über den Gewindestift 19 kann vorteilhafter Weise so ausgebildet sein, dass man beide Abschnitt des Schwingkörpers 3 von Hand ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs trennen kann. Am anderen Ende des Verlängerungsabschnitts 18 befindet sich wie man Figur 3 entnehmen kann ein Schlitz 20, in dem man zum Beispiel ein flaches elastisches Band wie beispielsweise ein Gummiband einlegen kann, so dass man bei Bewegung des Schwingkörpers 3 dieses Gummiband dehnt und somit eine höhere Kraft aufbringen muss, um den Schwingkörper gelenkig zu bewegen.

Weiter Details der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 4 und 5 erläutert. Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf den Basiskörper 2 mit dem Gelenkelement 6, welches die Kugel 5 am unteren Ende des Schwingkörpers 3 gelenkig aufnimmt. Der Basiskörper hat dabei eine außenseitig und innenseitig etwa sphärische Hüllfläche 12, die die Gelenkpfanne 6 bildet.

Figur 5 zeigt eine perspektivische Seitenansicht des Basiskörpers 2, aus der sich weitere Details ergeben. Man sieht hier zum einen die Nut der Schwalbenschwanzverbindung 13 an der Unterseite des Basiskörpers, die das Halteelement 11 aufnimmt. Weiterhin ist erkennbar, dass sich an der Oberseite in dem Hüllkörper 12 des Basiselements 2 schlitzförmige nach oben hin offene Nuten 14 befinden, wobei es sich um zwei Nuten 14 handelt, die sich kreuzförmig im rechten Winkel in der Mitte des Basiselements 2 kreuzen. Diese beiden Nuten 14 sind auch jeweils zur Seite hin offen. In der Mitte des Basiselements 2 ist die Form des Hüllkörpers 12 so, dass eine kreisrunde Öffnung vorhanden ist, dort wo sich die beiden Nuten 14 kreuzen, so dass man die Kugel 5 am Ende des Schwingkörpers 3 von oben hier in die Öffnung und die Gelenkpfanne einführen kann. Die Nuten 14 ermöglichen es, dass man den Schwingkörper 3 auch in recht flachen Winkeln nach unten hin führen kann, ohne dass er an der Wandung des Basiskörpers 2 anschlägt.

Nachfolgend wird auf die Figur 6 Bezug genommen. Diese Ansicht zeigt das Halteelement 11 , welches in Guerrichtung in den Basiskörper 2 eingeschoben ist, sowie zwei zueinander etwa parallele beabstandete Auflagebereiche, die jeweils dazu dienen, dass der Benutzer dort seine Füße aufstellt. Auf diese Weise hat der Benutzer für jeden seiner Füße jeweils ein besseres bodennahes Widerlager, so dass er dort Druck mit den Füßen ausüben kann, um das Halteelement 11 am Boden zu halten, wenn er durch die Bewegung des Schwingkörpers 3 Zugkräfte oder seitliche Kräfte auf den Basiskörper 2 ausübt. Die beiden Auflagebereiche 17 sind vorzugsweise jeweils seitlich außen an dem Halteelement 11 lösbar angebracht, in einer Position, in der sie beide etwa den gleichen Abstand von dem mittig liegenden Basiskörper 2 haben. Sie können gegenüber dem Halteelement in Guerrichtung verschiebbar sein, so dass der Benutzer sich eine Position der Auflagebereiche 17 aussuchen kann, in der er in sitzender Position bequem seine Füße mit dem richtigen Abstand auf die Auflagebereiche 17 stellen kann.

Figur 7, auf die nachfolgend Bezug genommen wird, zeigt eine beispielhafte Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Sport- oder Gymnastikgeräts in einer perspektivischen Seitenansicht. Die Besonderheit bei dieser Ausführungsvariante liegt darin, dass auf das längliche leistenartige in Guerrichtung verlaufende bodennahe Halteelement 11 anstelle nur eines hier zwei Basiskörper 2 aufgeschoben sind, die mit Abstand zueinander positioniert sind. In jeden der beiden Basiskörper 2 ist jeweils ein unteres Ende eines Schwingkörpers 3 eingesetzt, so dass jeder der beiden Schwingkörper 3 gelenkig bewegt werden kann. Die Bewegung der Schwingkörper ist dabei so, dass sich das Gelenk am unteren Ende des jeweiligen Schwingkörpers 3, als Kugelgelenk in dem Basiskörper 2 befindet, während der Benutzer das obere Ende des Schwingkörpers in verschiedene Richtungen bewegt. Diese Variante bietet so für den Benutzer noch mehr T rainingsmöglichkeiten, denn er kann beispielsweise, wie dies in der Figur 7 dargestellt ist, das Sportgerät 1 ähnlich wie einen Crosstrainer benutzen. Dabei schiebt er den einen Schwingkörper 3 mit dem einen Arm nach vorn, während er gleichzeitig den anderen Schwingkörper 3 mit dem anderen Arm nach hinten zieht. Um die bei der Bewegung der Schwingkörper 3 aufzuwendenden Kräfte zu erhöhen, kann man gemäß einerweiteren Variante der Erfindung eine Verbindung zwischen den oberen Enden der Schwingkörper 3 in Form eines elastischen Bands 16 vorsehen, so dass bei gegenläufiger Bewegung der oberen Enden der Schwingkörper 3 das elastische Band jeweils gespannt wird und der Benutzer dazu entsprechend mehr Kraft aufwenden muss.

Bezugszeichenliste

1 Sportgerät

2 Basiskörper

3 Schwingkörper

4 Gelenk

5 erstes Gelenkelement, Kugel

6 zweites Gelenkelement, Gelenkpfanne

7 Grundkörper

8 Bewegungsachse

9 Bewegungsachse

10 drittes Gelenkelement

11 Halteelement

12 sphärische Hüllfläche

13 Schwalbenschwanzverbindung

14 Nut

15 Verbindungselement

16 elastisches Band, Spannvorrichtung

17 Auflagebereiche

18 Verlängerungsabschnitt

19 Gewindestift, Schraubverbindung

20 Schlitz