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Patent Searching and Data


Title:
VEHICLE WINDOW LIFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/191330
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a vehicle window lift (1) for moving a vehicle window (5), comprising at least one guide rail (3) and a rail slide (4), which is guided along said rail and coupled to the vehicle window (5), on which rail slide a traction cord (6), coupled to a movement drive (7), acts, wherein the rail slide (4) comprises a guide region (13), effective in the form of a rail surrounding means (12), for receiving a profile portion (14) of the guide rail (3), wherein the profile portion (14) which is surrounded by the guide region (13) comprises a first profile limb (14a), oriented transversely to the rail longitudinal direction (L), and a second profile limb (14b), oriented transversely to the first profile limb and to the rail longitudinal direction (L), wherein the first and/or the second profile limb (14a, 14b) has a widened cross-sectional portion, wherein the guide region (13) comprises a first slide limb (17a), engaging over the first and the second profile limb (14a, 14b), and a second slide limb (17b), engaging behind the two profile limbs (14b), and wherein the first and the second slide limb (17a, 17b) rest at least partially on the first and/or on the second profile limb (14a, 14b).

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Inventors:
QUIN FLORIAN (DE)
SCHMITT JULIAN (DE)
ALMES BERT (DE)
TAUBMANN UDO (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/057674
Publication Date:
September 30, 2021
Filing Date:
March 25, 2021
Export Citation:
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Assignee:
BROSE FAHRZEUGTEILE SE & CO KG BAMBERG (DE)
International Classes:
E05F11/48; E05F11/38; E05F15/689
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Claims:
Ansprüche

1. Fahrzeugfensterheber (1 ) zum Verschieben einer Fahrzeugscheibe (5), auf weisend mindestens eine Führungsschiene (3) und einen entlang der Füh rungsschiene (3) geführten sowie mit der Fahrzeugscheibe (5) gekoppelten Schienengleiter (4), an dem ein mit einem, insbesondere elektromotori schen, Verstellantrieb (7) gekoppeltes Zugseil (6) angreift,

- wobei der Schienengleiter (4) einen als Schienenumgriff (12) wirksamen Führungsbereich (13) zur Aufnahme eines Profilabschnitts (14) der Füh rungsschiene (3) aufweist,

- wobei der vom Führungsbereich (13) des Schienengleiters (4) umgrif fene Profilabschnitt (14) der Führungsschiene (3) einen quer zur Schie nenlängsrichtung (L) orientierten ersten Profilschenkel (14a) und einen hierzu und zur Schienenlängsrichtung (L) quer orientierten zweiten Pro filschenkel (14b) aufweist,

- wobei der erste Profilschenkel (14a) und/oder der zweite Profilschenkel (14b) des Profilabschnitts (14) der Führungsschiene (3) eine Quer schnittsverbreiterung aufweist,

- wobei der Führungsbereich (13) des Schienengleiters (4) einen den ers ten Profilschenkel (14a) und den zweiten Profilschenkel (14b) des Profil abschnitts (14) der Führungsschiene (3) übergreifenden ersten Gleit schenkel (17a) sowie einen den zweien Profilschenkel (14b) des Profil abschnitts (14) der Führungsschiene (3) hintergreifenden zweiten Gleit schenkel (17b) aufweist, und

- wobei der erste Gleitschenkel (17a) und der zweite Gleitschenkel (17b) zumindest partiell am ersten Profilschenkel (14a) und/oder am zweiten Profilschenkel (14b) des Profilabschnitts (14) der Führungsschiene (3) anliegt.

2. Fahrzeugfensterheber (1 ) zum Verschieben einer Fahrzeugscheibe (5), auf weisend mindestens eine Führungsschiene (3) und einen entlang der Füh rungsschiene (3) geführten sowie mit der Fahrzeugscheibe (5) gekoppelten Schienengleiter (4), an dem ein mit einem, insbesondere elektromotori schen, Verstellantrieb (7) gekoppeltes Zugseil (6) angreift,

- wobei der Schienengleiter (4) mit einem einen Schienengleitergrundkör per (4a) mit dem Führungsbereich (13) in Form eines, insbesondere klauenartigen, Schienenumgriffs (12) zur Aufnahme eines Profilab schnitts (14) der Führungsschiene (3) und mit einem Gleiteinsatz (15), der mit dem Schienengleitergrundkörper (4a) in dessen Führungsbe reich (13) gefügt ist,

- wobei vom Gleiteinsatz (15) im Führungsbereich (13) des Schienenglei ters (4) umgriffene Profilabschnitt (14) der Führungsschiene (3) einen quer zur Schienenlängsrichtung (L) orientierten ersten Profilschenkel (14a) und einen hierzu und zur Schienenlängsrichtung (L) quer orientier ten zweiten Profilschenkel (14b) aufweist,

- wobei der erste Profilschenkel (14a) und/oder der zweite Profilschenkel (14b) des Profilabschnitts (14) der Führungsschiene (3) eine Quer schnittsverbreiterung aufweist,

- wobei der Gleiteinsatz (15) einen den ersten Profilschenkel (14a) und den zweiten Profilschenkel (14b) des Profilabschnitts (14) der Führungs schiene (3) übergreifenden ersten Gleitschenkel (17a) sowie einen den zweien Profilschenkel (14b) des Profilabschnitts (14) der Führungs schiene (3) hintergreifenden zweiten Gleitschenkel (17b) aufweist, und

- wobei der erste Gleitschenkel (17a) und der zweite Gleitschenkel (17b) zumindest partiell am ersten Profilschenkel (14a) und/oder am zweiten Profilschenkel (14b) des Profilabschnitts (14) der Führungsschiene (3) anliegt.

3. Fahrzeugfensterheber (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Querschnittsverbreiterung des ersten Profilschenkels (14a) mindestens eine Anlagestelle am ersten Gleitschenkel (17a) und/oder am zweiten Gleitschenkel (17b) bildet, und/oder - dass die Querschnittsverbreiterung des zweiten Profilschenkels (14b) mindestens eine Anlagestelle am ersten Gleitschenkel (17a) und/oder am zweiten Gleitschenkel (17b) bildet.

4. Fahrzeugfensterheber (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Gleitschenkel (17a) und/oder am zweiten Gleitschenkel (17b) eine dem jeweiligen Profilschenkel (14a, 14b) des Profilabschnitts (14) der Führungsschiene (3) zugewandte konvex gewölbte Anlagekontur (18) vorgesehen ist.

5. Fahrzeugfensterheber (1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Gleitschenkel (17a, 17b) mit dessen An lagekontur (18) an einer korrespondierenden Anlagestelle des ersten und/- oder des zweiten Profilschenkels (14a, 14b) des Profilabschnitts (14) der Führungsschiene (3) anliegt.

6. Fahrzeugfensterheber (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (3) im Querschnitt Doppel-L-förmig oder Z-förmig und der Profilabschnitt (14) der Führungsschiene (3) im Querschnitt L-för- mig ist. 7. Fahrzeugfensterheber (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

- dass der erste Profilschenkel (14a) des Profilabschnitts (14) der Füh rungsschiene (3) mindestens eine in Richtung des ersten und/oder des zweiten Gleitschenkel (17a, 17b) orientierten Vorsprung aufweist, und/- oder

- dass der zweite Profilschenkel (14b) des Profilabschnitts (14) der Füh rungsschiene (3) mindestens eine in Richtung des ersten und/oder des zweiten Gleitschenkel (17a, 17b) orientierten Vorsprung aufweist.

8. Fahrzeugfensterheber (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsverbreiterung des ersten Profilschenkels (14a) und/- oder des zweiten Profilschenkels (14b) des Profilabschnitts (14) der Füh rungsschiene (3) durch eine in diese eingebrachte Verprägung (16) herge stellt ist.

9. Fahrzeugfensterheber (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der gleiterseitige Führungsbereich (13) ein für unterschiedliche Schie nendicken (d) der Führungsschiene (3) stets gleiches Spaltmaß (si ,S2) auf weist, das der Schienendicke (d) der Führungsschiene (3) entspricht oder mittels der Querschnittsverbreiterung des ersten Profilschenkels (14a) und/- oder des zweiten Profilschenkels (14b) ausgeglichen ist, wenn die Schie nendicke (d) der Führungsschiene (3) kleiner als das Spaltmaß (si ,S2) des gleiterseitigen Führungsbereichs (13) ist.

10. Fahrzeugfensterheber (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Führungsschiene (3) aus einem Kunststoffmaterial besteht, und/oder

- dass gleiterseitige Führungsbereich (13) oder der Gleiteinsatz (15) aus Polyoxymethylen (POM), insbesondere mit einer Glasfaserverstärkung, besteht.

Description:
Fahrzeugfensterheber

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugfensterheber, zum Verschieben einer Fahr zeugscheibe, aufweisend mindestens eine Führungsschiene und einen entlang der Führungsschiene geführten sowie mit der Fahrzeugscheibe gekoppelten Schienengleiter, an dem ein mit einem, insbesondere elektromotorischen, Verstell antrieb gekoppeltes Zugseil angreift.

Bewegbare Fahrzeugfensterscheiben werden üblicherweise durch elektrisch oder elektromotorisch betriebene Stellvorrichtungen als (Fahrzeug-)Fensterheber zwi schen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung verfahren. Ein solcher Fensterheber umfasst in der Regel einen (elektrischen) Stellmotor sowie eine den Stellmotor mit der Fensterscheibe verbindende, also kraftübertragungstechnisch koppelnde Stellmechanik, welche einer Kraftfahrzeugtür oder einer Kraftfahrzeug karosserie zugeordnet sind. Die Stellmechanik ist hierbei mittels mindestens eines Mitnehmers an die zu bewegende Fensterscheibe mechanisch angebunden.

Ein derartiger Mitnehmer für eine Fahrzeugfensterscheibe ist beispielsweise aus der DE 10 2018 213 360 A1 bekannt. Der Mitnehmer, der im Bereich einer Unter kante oder im Bereich einer Seitenkante der Fensterscheibe angeordnet ist, ist über ein flexibles Zugmittel in Form eines Seilzuges (Zugseils) mit einem elektro motorischen Antrieb verbunden und entlang einer Führungsschiene verstellbar, um die Fensterscheibe entlang des Verstellweges zwischen der Schließstellung und der Öffnungsstellung zu bewegen.

Ein derartiger Mitnehmer ist weiterhin beispielsweise mittels eines Schienenglei ters an der Führungsschiene verschiebebeweglich geführt. Dabei können der Mit nehmer und der Schienengleiter Bestandteil eines gemeinsamen Grundkörpers oder Bauteils sein. Auch können der Mitnehmer und der Schienengleiter separate Bauteile sein, die im Montagezustand miteinander gefügt sind.

Aus der DE 10 2018 213 172 A1 ist ein derartiger Schienengleiter für einen Seil fensterheber (Fensterhebersystem) zum Anheben und Absenken einer Fahrzeug scheibe eines Kraftfahrzeugs bekannt. Der Schienengleiter weist einen Schienen gleitergrundkörper mit einem Führungsbereich in Form eines Schienenumgriffs zur Aufnahme eines Profilabschnitts einer Führungsschiene des Fensterhebers und einen in diesen Führungsbereich aufgenommenen und an den Profilabschnitt der Führungsschiene angepassten Gleiteinsatz auf, der seinerseits eine zur Führungs schiene hin offene Aufnahmekammer aufweist. Der Gleiteinsatz ist mit dem Schie nengleitergrundkörper in dessen Führungsbereich (Schienenumgriff) gefügt und dort eingeclipst oder eingerastet.

In der Praxis sind typischerweise Schienengleiter mit verschiedenen Spaltmaßen des vom Schienenumgriff gebildeten Führungsbereichs für den Profilabschnitt von Führungsschienen unterschiedlicher Schienendicke, beispielsweise zwischen 1 ,0mm und 2,4mm, bereitzustellen. Daher müssen in nachteiliger Weise entspre chend unterschiedliche Schienengleiter bereitgestellt werde, was insbesondere hinsichtlich der erforderlichen Werkzeuge und Toleranzanpassungen unerwünscht aufwendig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen besonders geeigneten Fahrzeug fensterheber (Fensterheber oder Fensterheberbaugruppe eines Kraftfahrzeugs) anzugeben, bei dem die genannten Nachteile vermieden sind. Insbesondere soll der Schienengleiter für Führungsschienen unterschiedlicher Schienendicken ver wendbar sein.

Diese Aufgabe wird bei einem Fensterheber mit einem Schienengleiter ohne Gleit einsatz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und bei einem Fensterheber mit ei nem Schienengleiter mit Gleiteinsatz mit den Merkmalen des Anspruchs 2 erfin dungsgemäß gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Ge genstand der Unteransprüche. Der Fahrzeugfensterheber (Fensterheber oder Fensterheberbaugruppe eines Kraftfahrzeugs) dient zum Verschieben einer Fahrzeugscheibe (Fensterscheibe des Kraftfahrzeugs) und weist mindestens eine Führungsschiene und einen Schie nengleiter auf, der entlang der Führungsschiene geführt und mit der Fahrzeug scheibe gekoppelt ist, wobei ein mit einem, insbesondere elektromotorischen, Ver stellantrieb gekoppeltes Zugseil am Schienengleiter direkt oder an einem mit die sem verbundenen Mitnehmer angreift. Die Führungsschiene kann aus Metall (Stahl oder Aluminium) bestehen oder auch aus einem Kunststoffmaterial herge stellt sein.

Der Schienengleiter kann einen Grundkörper (Schienengleitergrundkörper) mit ei nem Führungsbereich in Form eines, insbesondere klauenartigen, Schienenum- griffs zur Aufnahme eines Profilabschnitts der Führungsschiene und einen Gleit einsatz aufweisen, der mit dem Grundkörper in dessen Führungsbereich gefügt, insbesondere in diesen eingeclipst oder eingerastet, ist. Ohne Gleiteinsatz weist der Schienengleiter direkt den als Schienenumgriff wirksamen Führungsbereich zur Aufnahme eines Profilabschnitts der Führungsschiene auf. Der gleiterseitige Führungsbereich beziehungsweise der Gleiteinsatz besteht vorzugsweise aus Po- lyoxymethylen (POM) mit oder ohne Glasfaserverstärkung.

Der vom gleiterseitigen Führungsbereich umgriffene Profi labschnitt der Führungs schiene umfasst einen quer zur Schienenlängsrichtung (Längsrichtung der Füh rungsschiene) orientierten ersten Profilschenkel und einen hierzu und zur Schie nenlängsrichtung quer orientierten zweiten Profilschenkel. Dieser schließt an den ersten Profilschenkel an, so dass die beiden Profilschenkel eine L-Form bilden.

Die Führungsschiene kann im Querschnitt Doppel-L-förmig oder Z-förmig oder S- förmig oder hutförmig nach Art einer Hutschiene sein, während der Profilabschnitt der Führungsschiene im Querschnitt L-förmig ist.

Der gleiterseitige Führungsbereich weist einen den ersten Profilschenkel und den zweiten Profilschenkel des Profilabschnitts der Führungsschiene übergreifenden ersten Gleitschenkel sowie einen den zweien Profilschenkel des Profilabschnitts der Führungsschiene hintergreifenden (untergreifenden) zweiten Gleitschenkel auf, wobei der erste Gleitschenkel und der zweiten Gleitschenkel zumindest parti ell am ersten Profilschenkel und/oder am zweiten Profilschenkel des Profilab schnitts der Führungsschiene anliegt.

Der erste Profilschenkel und/oder der zweite Profilschenkel des Profilabschnitts der Führungsschiene weist eine Querschnittsverbreiterung auf. Geeigneter Weise bildet die Querschnittsverbreiterung des ersten Profilschenkels und/oder des zwei ten Profilschenkels mindestens eine Anlagestelle am ersten Gleitschenkel und/- oder am zweiten Gleitschenkel des Scheinengleiters oder dessen Gleiteinsatz.

In vorteilhafter Ausgestaltung ist am ersten Gleitschenkel und/oder am zweiten Gleitschenkel des Schienengleiters bzw. dessen Gleiteinsatzes eine dem jeweili gen Profilschenkel des Profilabschnitts der Führungsschiene zugewandte konvex gewölbte Anlagekontur vorgesehen. Zweckmäßigerweise liegt der erste und/oder zweite Gleitschenkel des Schienengleiters bzw. dessen Gleiteinsatzes mit der je weiligen Anlagekontur an einer korrespondierenden Anlagestelle des ersten und/oder zweiten Profilschenkels des Profilabschnitts der Führungsschiene an.

Zweckmäßigerweise weist der erste und/oder der zweite Profilschenkel des Profil abschnitts der Führungsschiene mindestens eine in Richtung des ersten und/oder des zweiten Gleitschenkel des Schienengleiters bzw. des Gleiteinsatzes orientier ten Vorsprung auf.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die Querschnittsverbreiter ung des ersten Profilschenkels und/oder des zweiten Profilschenkels des Profilab schnitts der Führungsschiene durch eine in diese eingebrachte Verprägung herge stellt. Mit anderen Worten ist in die Führungsschiene bzw. in den entsprechenden, gleiterseitigen Profilabschnitt eine gedrückte Stufe mit einer definierten Form ein gebracht, wobei die Verprägung - im Unterschied zu einer Sicke mit rinnenförmi ger Vertiefung - eine in der Stufe befindliche Grundfläche aufweist. Besonders vorteilhaft weist der gleiterseitige Führungsbereich ein für verschie dene Schienendicken der Führungsschiene stets gleiches Spaltmaß auf. Dieses ist auf die größte Schienendicke bemessen. Bei geringeren Schienendicken ist das Spaltmaß mittels der Querschnittsverbreiterung des ersten Profilschenkels und/oder des zweiten Profilschenkels ausgeglichen, wenn also die Schienendicke der Führungsschiene kleiner ist als das Spaltmaß des gleiterseitigen Führungsbe reichs.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch eine gezielte Querschnittsverbreiterung der Führungsschien im Bereich des in den gleiterseitigen Führungsbereich geführten Profilabschnitts der Schienengleiter als Gleichteil für verschiedene Schienendicken bereitgestellt werden kann. Die Quer schnittsverbreiterung der Führungsschien ist durch gezielte Verprägungen im Be riech des schienenseitigen Profilabschnitts der jeweiligen Führungsschienen un- terschiedlicher Schienendicken in geeigneter und aufwandsarmer Weise herstell bar. Zudem ist die Anpassung der Schnittstelle zwischen dem Schienengleiter und der Führungsschiene vereinheitlicht und vereinfacht. Des Weiteren wird die Anzahl der bereitzustellen Werkzeuge reduziert und eine Kosteneinsparung erreicht. Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 in einer Draufsicht einen Seilfensterheber als Fahrzeugfensterheber oder Fensterheberbaugruppe mit einem Träger (Trägerbauteil) und mit ent- lang zweier Führungsschienen geführten Schienengleitern für eine Kraft fahrzeug-Fensterscheibe sowie mit einem mit den Schienengleitern und mit einem Verstellantrieb gekoppelten Zugseil, das abschnittsweise an trägerfesten Umlenkelementen in Form von drehbar gelagerten Seilrollen und trägerfesten Um lenkstücken geführt ist, Fig. 2 in perspektivischer Darstellung den Schienengleiter auf einem Profilab schnitt der Führungsschiene mit Blick auf die Schienenrückseite der Füh rungsschiene, Fig. 3 in einer Seiten- oder Schnittdarstellung den in einem Führungsbereich des Schienengleiters einsitzenden Profilabschnitt der Führungsschiene mit einer Verprägung zur Querschnittsverbreiterung in den beiden zuei nander L-förmig angeordneten Profilschenkeln des Profilabschnitts, und Fig. 4 in einer Darstellung gemäß Fig. 3 den Schienengleiter mit einem Gleit einsatz.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszei chen versehen.

Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht einen nachfolgend auch als Fensterheber oder Fensterheberbaugruppe bezeichneten Fahrzeugfensterheber 1 mit einem nachfol gend als Träger 2 bezeichneten Trägerbauteil, welcher (welches) vorteilhafter weise aus einem Kunststoff gefertigt und somit ein Kunststoff-Bauteil ist. An dem Träger 2 sind zwei zueinander (im Wesentlichen) parallele Führungsschienen 3 montiert, an denen Schienengleiter 4 mit Mitnehmerfunktion schiebebeweglich ge führt sind. An den Schienengleiter 4 ist eine strichliniert angedeutete Fenster scheibe 5 gehalten. Die Schienengleiter 4 bzw. deren Mitnehmerbstandteile sind mit einem Zugseil 6 als flexibles Zugmittel verbunden, welches mehrfach umge- lenkt und mit einem elektromotorischen Verstellantrieb 7 gekoppelt ist. Dieser treibt beispielsweise eine (nicht sichtbare) Seiltrommel an, welche vom Zugseil nach Art einer Wicklung mehrfach umschlungen ist.

Als Umlenkeinrichtung 11 ist im Ausführungsbeispiel an den oberen Schienenen- den der Führungsschienen 3 jeweils eine Seilrolle (Umlenkrolle) 8 vorgesehen, welche an trägerseitigen Lagerzapfen 9 drehbar gelagert ist. Die Lagerzapfen 9 sind vorzugsweise aus dem Material des Trägers 2 geformt. Die Lagerzapfen 9 können auch an der jeweiligen Führungsschienen 3 befestigt oder aus diesen ge formt sein. Die Führungsschienen 3 können aus Metall (Stahl oder Aluminium) oder aus dem Material des Trägers 2, also aus Kunststoff, gefertigt oder aus die sem herausgeformt und somit trägerseitiger Bestandteil sein. Im Ausführungsbeispiel sind im Bereich der unteren Schienenenden der Füh rungsschienen 3 halbkreisförmige, drehfeste Umlenkelemente 10 vorgesehen, welche vorzugsweise ebenfalls aus dem Material des Trägers 2 geformt sind.

Über diese drehfesten Umlenkelemente 10 und über die drehbar gelagerten Seil- rollen 8 wird das Zugseil 6 über entlang der Führungsschienen 3 verlaufende Zug seilabschnitte in zwischen den Führungsschienen 3 diagonal verlaufende und sich kreuzende Zugseilabschnitte umgelenkt. Der Verstellantrieb 7 ist in einem dieser diagonalen Zugseilabschnitte angeordnet. Anstelle der drehfesten Umlenkele- mente 10 können im Bereich der unteren Schienenenden der Führungsschienen 3 ebenfalls trägerseitig drehbar gelagerte Seilrollen vorgesehen sein.

Eine Drehbewegung der Seiltrommel in einer Drehrichtung führt zur Aufwicklung des einen Seilendes und gleichzeitig zur Abwicklung des anderen Seilendes des Zugseils 6. Demzufolge wird in dieser Drehrichtung der Seiltrommel der jeweilige Schienengleiter 4 aufwärts oder abwärts und somit die Fensterscheibe 3 in

Schließrichtung oder Offenstellung angetrieben. In die entgegengesetzte Drehrich tung der Seiltrommel gleitet der Schienengleiter 4 entlang der Führungsschiene 3 in entsprechender Richtung abwärts oder aufwärts mit der Folge, dass die Fens terscheibe 3 in Öffnungsrichtung bzw. in Schienenlängsrichtung geführt wird.

Die Fig. 2 zeigt den Schienengleiter 4 in dessen gleitfähiger Verbindung mit der Führungsschiene 3. Die Fensterscheibe 5 ist mittels Scheibenhaltern 11 beispiels weise durch Klemmbefestigung an den Schienengleiter 4 angebunden. Der Schie nengleiter 4 weist somit die Funktionalität eines Gleitelementes und die Funktion der Scheibenhalterung (Scheibenmitnahme) auf. Der Schienengleiter 4 (mit Mit nehmerfunktion) kann somit auch als Mitnehmer (mit Schienengleiterfunktion) be zeichnet werden. Nachfolgen wird durchgehen der Begriff „Schienengleiter“ ver wendet. Der Schienengleiter 4 weist einen als Schienenumgriff 12 wirksamen und von die sem gebildeten Führungsbereich 13 auf. Dieser ist eine etwa L-förmige Hohlkam mer mit einem auf die größte Schienendicke d der Führungsschiene 3 ausgeleg ten Spaltmaß si, S2 (Fig. 3 und 4). Der Führungsbereich 13 umgreift einen L- förmigen Profilabschnitt 14 der Führungsschiene 3. In den Führungsbereich 13 kann ein, beispielsweise als separates Bauteil bereitgestellter, Gleiteinsatz 15 (Fig. 4) aufgenommen sein.

Die Figuren 3 und 4 zeigen ausschnittsweise den Schienengleiter 4 und den rele vanten Profilabschnitt 14 der Führungsschiene 3 in einer Seiten- oder Schnittdar stellung mit Blick in den Führungsbereich 13, in dem der Profi labschnitt 14 einsitzt bzw. welcher diesen umgreift. Bei der Ausführung nach Fig. 4 weist der Schie nengleiter 4 den Gleiteinsatz 15 auf, der in einen Grundkörper (Schienengleiter grundkörper) 4a des Schienengleiters 4 im Bereich dessen Schienenumgriffs 12 eingesetzt (eingeclipst oder eingerastet) ist und dort den Führungsbereich 13 bil det.

Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ohne Gleiteinsatz weist der Schienengleiter 4 di rekt den als Schienenumgriff 12 wirksamen Führungsbereich 13 zur Aufnahme des Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3 auf. Der gleiterseitige Führungsbe reich 13 beziehungsweise der Gleiteinsatz 15 besteht vorzugsweise aus Polyoxy- methylen (POM) mit oder ohne Glasfaserverstärkung.

Der vom gleiterseitigen Führungsbereich 13 umgriffene Profilabschnitt 14 der Füh rungsschiene 3 weist einen quer zur Schienenlängsrichtung (Längsrichtung der Führungsschiene) L orientierten ersten Profilschenkel 14a und einen hierzu und zur Schienenlängsrichtung L quer orientierten zweiten Profilschenkel 14b auf, der an den ersten Profilschenkel 14a anschließt. Dadurch bilden die beiden Profil schenkel 14a und 14b eine L-Form. Die Führungsschiene 3 kann im Querschnitt Doppel-L-förmig oder Z-förmig sein.

Im Ausführungsbeispiel weisen beide Profilschenkel 14 a und 14b des Profilab schnitts 14 der Führungsschiene 3 eine in diese eingebrachte Verprägung 16 auf, deren gedrückte Stufe mit definierter Form in den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist. Die Verprägungen 16 bilden Vorsprünge an Stufen oder Übergansstellen von durch die Verprägung 16 gebildeten Schenkelabschnitten entlang der Stufenebe nen der Profilschenkel 14a und 14b. Die Stufenebenen sind derart zueinander versetzt, dass entlang des ersten Profilschenkels 14a bzw. des der zweiten Profil schenkels 14b des Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3 eine Querschnitts verbreiterung gebildet ist. Mit anderen Worten sind die verprägten Profilschenkel 14a, 14b in Folge der entsprechenden Umformung in Stufenform an das Spaltmaß si, S2 des Führungsbereichs 13 des Schienengleiters 4 angepasst.

Der gleiterseitige Führungsbereich 13 weist einen ersten Gleitschenkel 17a und ei nen zweiten Gleitschenkel 17b auf. Diese bilden den Schienenumgriff 12 und be grenzen den Führungsbereich 13 des Schienengleiters 4 bzw. des Gleiteinsatzes 15. Der erste Gleitschenkel 17a übergreift den ersten Profilschenkel 14a und den zweiten Profilschenkel 14b des Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3. Der zweite Gleitschenkel 17b hinter- oder untergreift den zweien Profilschenkel 14b des Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3. Der erste Gleitschenkel 17a und der zweiten Gleitschenkel 17b liegen partiell am ersten Profilschenkel 14a und am zweiten Profilschenkel 14b des Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3 an.

Die durch die Verprägungen 16 bereitgestellte Querschnittsverbreiterung des ers ten Profilschenkels 14a und des zweiten Profilschenkels 14b bildet eine Anlage stelle am ersten Gleitschenkel 17a und am zweiten Gleitschenkel 17b. Am ersten Gleitschenkel 17a und am zweiten Gleitschenkel 17b sind konvex gewölbte Anla gekonturen 18 vorgesehen, die dem jeweiligen Profilschenkel 14a bzw. 14b des schienenseitgen Profilabschnitts 14 zugewandt sind. An diesen lokalen (partiellen) Anlagekonturen 18 liegen die verprägten Profilschenkel 14a, 14b mit deren Anla gestellen an. Erkennbar sind jeweils zwei Anlagekonturen 18 auf gegenüberlie- genden Seiten des jeweiligen Profilschenkels 14a, 14b vorgesehen und zueinan der beabstandet angeordnet. Diese beiden Anlagekonturen 18 bilden jeweils ein Anlagepaar für den ersten Profilschenkel 14a und für den zweiten Profilschenkel 14b. Wie durch die Spaltmaßlinien in den Figuren 3 und 4 veranschaulicht, ist das je weilige Spaltmaß si, S2 am ersten Profilschenkel 14a, und am zweiten Profilschen kel 14b zwischen den einander beabstand gegenüberliegenden Anlagekonturen 18 des ersten Gleitschenkels 17a und zweiten Gleitschenkels 17b bestimmt. Analog ist bei der Ausführung gemäß Fig. 4 mit Gleiteinsatz 15 des Schienenglei ters 4 das jeweilige Spaltmaß si, S2 am ersten Profilschenkel 14a und am zweiten Profilschenkel 14b zwischen den einander beabstand gegenüberliegenden Anla- gekonturen 18 des ersten Gleitschenkels 17a und des zweiten Gleitschenkels 17b des Gleiteinsatzes 15 bestimmt.

Der gleiterseitige Führungsbereich 13 weist für verschiedene Schienendicken d der Führungsschiene 3 stets das gleiche Spaltmaß si, S2 auf, das auf die größte Schienendicke d bemessen (eingestellt oder vorgegeben) ist. Das Spaltmaß si, S2 ist bestimmt durch den Abstand, also durch die lichte Weite zwischen den Kontakt flächen der nach innen in den Führungsbereich 13 des Schienengleiters 4 hinein gerichteten (konvex gewölbten) Anlagekonturen 18 der Gleitschenkel 17a und 17b.

Bei geringeren Schienendicken d ist das Spaltmaß si, S2 mittels der Querschnitts verbreiterung des ersten und/oder des zweiten Profilschenkels 14a, 14b ausgegli chen, wenn die Schienendicke d der Führungsschiene 3 kleiner ist als das Spalt maß si, S2 des gleiterseitigen Führungsbereichs 13. Dieser Ausgleich der Schie- nendicke d auf das Spaltmaß si, S2 des Führungsbereichs 13 erfolgt durch ent sprechend bemessenen Stufen, deren Stufenhöhe durch das Maß der Verprägung 16 des jeweiligen Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3 festgelegt wird. Mit anderen Worten ist das Maß der mit der Verprägung 16 bewirkten Umformung der Profilschenkel 14a, 14b des Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3 abhängig von der Schienendicke d und umso stärker ausgeprägt, je kleiner die Schienendi cke d der jeweiligen Führungsschiene 3 ist. Die Querschnittsverbreiterung der Pro filschenkel 14a, 14b ergänzt somit die jeweilige Schienendicke d auf das Spaltmaß

S1 , S2. Zusammenfassend weist der erfindungsgemäße Fahrzeugfensterheber 1 mindes tens eine Führungsschiene 3 und einen an dieser entlang geführten sowie mit ei ner zu verschiebenden Fahrzeugscheibe 5 gekoppelten Schienengleiter 4 auf, der einen als Schienenumgriff 12 wirksamen Führungsbereich 13 zur Aufnahme eines Profilabschnitts 14 der Führungsschiene 3 aufweist, wobei der vom Führungsbe reich 13 umgriffene Profilabschnitt 14 einen quer zur Schienenlängsrichtung L ori entierten ersten Profilschenkel 14a und einen hierzu und zur Schienenlängsrich tung L quer orientierten zweiten Profilschenkel 14b aufweist, wobei der erste und/oder der zweite Profilschenkel 14a, 14b eine Querschnittsverbreiterung auf weist, wobei der Führungsbereich 13 einen den ersten und den zweiten Profil schenkel 14a, 14b übergreifenden ersten Gleitschenkel 17a sowie einen den zweien Profilschenkel 14b hintergreifenden zweiten Gleitschenkel 17b aufweist, und wobei der erste und der zweite Gleitschenkel 17a, 17b zumindest partiell am ersten und/oder am zweiten Profilschenkel 14a, 14b anliegt.

Die beanspruchte Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausfüh rungsbeispiele beschränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus im Rahmen der offenbarten Ansprüche abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der beanspruchten Erfindung zu verlassen. Insbe sondere sind ferner alle im Zusammenhang mit den verschiedenen Ausführungs beispielen beschriebenen Einzelmerkmale im Rahmen der offenbarten Ansprüche auch auf andere Weise kombinierbar, ohne den Gegenstand der beanspruchten Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

1 Fensterheberbaugruppe

2 Träger/-bauteil 3 Führungsschiene

4 Schienengleiter

4a Mitnehmer

5 Fensterscheibe

6 Zugseil 7 Verstellantrieb

8 Seil-/Umlenkrolle

9 Lagerzapfen

10 Umlenkelement

11 Umlenkeinrichtung 12 Schienenumgriff

13 Führungsbereich

14 Profilabschnitt

14a erster Profilschenkel 14b zweiter Profilschenkel 15 Gleiteinsatz

16 Verprägung

17a erster Gleitschenkel 17b zweiter Gleitschenkel 18 Anlagekontur d Schienendicke si ,2 Spaltmaß/Flächenabstand

L Schienenlängsrichtung