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Patent Searching and Data


Title:
WINDOW HAVING A VENTILATION DUCT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/064140
Kind Code:
A1
Abstract:
A window which comprises at least the following features: - a window frame (1) composed of a plurality of frame profiles (1'), - a sash frame (2) which is composed of a plurality of frame profiles (2'), preferably has at least one pane element (3) and is movable relative to the window frame (1) at least between a closed position and a ventilation position, - wherein a peripheral frame rebate space (F) is formed between the frame profiles (1') of the window frame (1) and the frame profiles (2') of the sash frame (2), - at least one ventilation duct (8) which is formed in at least one of the frame profiles (1') of the window frame (1) or in at least one of the frame profiles (2') of the sash frame (2) and which has a first ventilation duct opening (9) and a second ventilation duct opening (10), - wherein the sash frame (2) and the window frame (1) are designed to close at least one of the ventilation duct openings (9, 10) in the first closed position and to open both ventilation duct openings (9, 10) of the at least one ventilation duct (8) in the second position - the ventilation position, wherein the one or more ventilation ducts (8) is/are respectively formed in at least one ventilation cartridge (14) or a plurality of ventilation cartridges which is/are inserted into the window frame or the sash frame or into the respective window frame profile (1') or the respective sash frame profile (2').

Inventors:
KLEINER, Kristof (Enger, DE)
HOHENBERG, Arthur (Bielefeld, DE)
WEDEMEYER, Jens Thorgen (Halle, DE)
Application Number:
EP2020/077592
Publication Date:
April 08, 2021
Filing Date:
October 01, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SCHÜCO INTERNATIONAL KG (Bielefeld, DE)
International Classes:
E06B7/10; E06B7/06
Attorney, Agent or Firm:
SPECHT, Peter et al. (Am Zwinger 2, Bielefeld, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 ) Fenster, das zumindest folgende Merkmale aufweist: a) einen aus mehreren Rahmenprofilen (1‘) zusammengesetzten Blend rahmen (1), b) einen aus mehreren Rahmenprofilen (2‘) zusammengesetzten Flügel rahmen (2), der vorzugsweise wenigstens ein Flächenelement (3) auf weist und der mindestens zwischen einer Schließstellung und einer Lüf tungsstellung relativ zu dem Blendrahmen (1) beweglich ist, c) wobei ein umlaufender Rahmenfalzraum (F) zwischen den Rahmenpro filen (1‘, 2‘) des Blendrahmens (1) und den Rahmenprofilen (1‘, 2‘) des Flügelrahmens (2) ausgebildet ist, d) wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile (1 ') des Blendrahmens (1) oder in wenigstens einem der Rahmenprofile (2‘) des Flügelrahmens (2) ausgebildeten Lüftungskanal (8), der eine erste Lüf tungskanalöffnung (9) und eine zweite Lüftungskanalöffnung (10) auf weist, e) wobei der Flügelrahmen (2) und der Blendrahmen (1) dazu ausgebildet sind, in der Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnun gen (9, 10) zu verschließen, und in der Lüftungsstellung beide Lüftungs kanalöffnungen (9, 10) des wenigstens einen Lüftungskanals (8) freizu geben, dadurch gekennzeichnet, dass f) der eine oder die mehreren Lüftungskanäle (8) jeweils in wenigstens ei ner Lüftungskassette (14) oder mehreren Lüftungskassetten ausgebildet ist/sind, die in den Blendrahmen bzw. den Flügelrahmen bzw. in das je weilige Blendrahmenprofil (1‘) oder das jeweilige Flügelrahmenprofil (2‘) eingesetzt ist/sind.

2) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette einen Einsatz (141) aufweist, der in ein insbeson dere wannenartiges Grundelement (15) der Lüftungskassette eingesetzt ist.

3) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette eine Abdeckung (16) zur Abdeckung des Grunde lementes (15) aufweist. 4) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141) der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette (14) wechselbar ist.

5) Fenster, das zumindest folgende Merkmale aufweist: a) einen aus mehreren Rahmenprofilen (1‘) zusammengesetzten Blend rahmen (1), b) einen aus mehreren Rahmenprofilen (2‘) zusammengesetzten Flügel rahmen (2), der vorzugsweise wenigstens ein Flächenelement (3) auf weist und der mindestens zwischen einer Schließstellung und einer Lüf tungsstellung relativ zu dem Blendrahmen (1) beweglich ist, c) wobei ein umlaufender Rahmenfalzraum (F) zwischen den Rahmenpro filen (1‘, 2‘) des Blendrahmens (1) und den Rahmenprofilen (1‘, 2‘) des Flügelrahmens (2) ausgebildet ist, d) wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile (1 ') des Blendrahmens (1) oder in wenigstens einem der Rahmenprofile (2‘) des Flügelrahmens (2) ausgebildeten Lüftungskanal (8), der eine erste Lüf tungskanalöffnung (9) und eine zweite Lüftungskanalöffnung (10) auf weist, e) wobei der Flügelrahmen (2) und der Blendrahmen (1) dazu ausgebildet sind, in der Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnun gen (9, 10) zu verschließen, und in der Lüftungsstellung beide Lüftungs kanalöffnungen (9, 10) des wenigstens einen Lüftungskanals (8) freizu geben, dadurch gekennzeichnet, dass f) der eine oder die mehreren Lüftungskanäle (8) jeweils in wenigstens ei ner Lüftungskassette (14) oder mehreren Lüftungskassetten ausgebildet ist/sind, die in den Blendrahmen bzw. den Flügelrahmen bzw. in das je weilige Blendrahmenprofil (1‘) oder das jeweilige Flügelrahmenprofil (2‘) eingesetzt ist/sind, wobei die Lüftungskassette einen Einsatz (141) auf weist, der in ein insbesondere wannenartiges Grundelement (15) der Lüftungskassette eingesetzt ist, wobei der Einsatz (141) der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette (14) wechselbar ist, ohne das Grundelement (15) ausbauen zu müssen. 6) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette eine Abdeckung (16) zur Abdeckung des Grunde lementes (15) und ggf. des Einsatzes (141 ) aufweist.

7) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Lüftungskassette (14) nach außen in Schließstellung nicht sichtbar in eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung (13) des jewei ligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt ist.

8) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung mit einem lösbaren Befestigungsmittel an dem Grunde lement (15) lösbar befestigt ist.

9) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abdeckung eine Dichtungsnut (17) ausgebildet ist.

10) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141 ) und die Abdeckung (16) eine bauliche wechselbare Einheit bilden.

11) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141 ) aus einem oder mehreren Materialen besteht.

12) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141 ) ein Filtermaterial (141) aufweist.

13) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141 ) eine Folie, insbesondere eine Schwerfolie aufweist.

14) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (141 ) im in das Grundelement (15) eingesetzten Zustand eine oder mehrere Umlenkungen eines Luftstroms und/oder eine Untertei lung des Luftstroms in mehrere Teilluftströme bewirkt.

15) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Lüftungskanal (8) L-förmig oder U-förmig verläuft.

16) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette (14) in eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aus sparung (13) des jeweiligen Blendrahmenprofils (T) oder des jeweiligen Flü gelrahmenprofils (2‘) eingesetzt ist.

17) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der Lüftungskassetten (14) in zum Rahmenfalzraum gewand ten Aussparungen (13) des jeweiligen Blendrahmenprofils (1 ') oder des je weiligen Flügelrahmenprofils (2‘) eingesetzt sind.

18) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Lüftungskassette (14) in eine zum Rahmenfalzraum ge wandte Aussparung (13) des jeweiligen Blendrahmenprofils (1 ') oder des je weiligen Flügelrahmenprofils (2‘) eingesetzt ist, die als Ausfräsung ausgebil det ist.

19) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das das Blendrahmenprofil (101 ) und/oder das Flügelrahmenprofil eine erste Metallschale (101a) und eine zweite Metallschale (101 b) aufweist/auf weisen und eine dazwischen angeordnete Isolierstegebene, wobei die bei den Metallschallen ferner jeweils wenigstens eine Hohlkammerebene auf weisen.

20) Fenster nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Lüftungskassette (14) die Aussparungen (13) so ausgebildet sind, dass die Isolierstege (101c) in diesem Bereich - ggf. bis auf Fußbereiche in den Auf nahmenuten (101 d) der Metallschalen (101 a, 101 b) - vollständig entfernt sind und dass Teile von Aufnahmenuten (101 d) für die Enden der Isolierstege mit weggefräst sind, ohne dass sich die Ausfräsung bis in die je weilige Flohlkammerebene der Metallschalen erstreckt.

21 )Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette(n) (14) in der im eingebauten Zustand oberen Seite des Blendrahmens vorgesehen sind.

22) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette(n) (14) in Aussparungen (13) des Blendrahmen profils (101 ) der im eingebauten Zustand oberen Seite des Blendrahmens vorgesehen sind.

23) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette(n) (14) höher sind als das Blendrahmenprofil (101 ) und dass auf das Blendrahmenprofil ein Zusatzprofil (110) aufgesetzt ist, in welches die Lüftungskassette(n) (14) hineinragen.

24)Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette(n) (14) in Aussparungen (13) eines oder mehre rer Isolierstege (101c) vorgesehen ist/sind.

25) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundelement (15) einen ganz oder teilweise umlaufenden Flansch (161 ) aufweist.

26) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung mit einem oder mehreren Stegen (161 ) auf dem Grun delement (15) aufliegt.

27)Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung und das Profil, in dass sie eingesetzt ist, eine korres pondierende Konturgebung aufweisen. 28) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüftungskanal innerhalb der Lüftungskassette 141 in mehrere Teil kanäle unterteilt ist.

29)Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Lüftungskanals die durchströmende Luft vorzugsweise einmal oder mehrfach die Richtung ändern muss.

30) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Lüftungskassette an der Abdeckung (16) jeweils die Lüf tungskanalöffnungen aufweist und dass diese zum Rahmenfalzraum (F) ausgerichtet sind.

31) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Blendrahmen (2) und dem Flügelrahmen (1 ) im Bereich des Rahmenfalzraumes im Öffnungszustand wenigstens eine Dichtebene ausgebildet ist.

32) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Mitteldichtung sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste (24, 124) anliegt.

33)Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Mitteldichtungen vorgesehen sind, wobei wenigstens eine dieser Mitteldichtungen sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzu stand an der Anlage-Gleitleiste (24, 124) anliegt und wobei die andere ledig lich im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste (24, 124) anliegt.

34)Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder wenigstens eine der Mitteldichtungen als eine Lippen dichtung mit einer oder mehreren Dichtlippen ausgebildet ist, die jeweils fle xibel ausgestaltet sind. 35) Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eines oder mehrere der in den vorstehenden Ansprüchen auf die Lüftungskassette gerichteten Merkmale aufweist. 36) Lüftungskassette für ein Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, in der einer oder mehrere Lüftungskanäle (8) vorgesehen sind, wobei die Lüftungskassette einen Einsatz (141 ) aufweist, der in ein Grundelement (15) der Lüftungskassette eingesetzt ist, wobei der Einsatz (141 ) der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette (14) wechselbar ist, ohne das Grun- delement (15) ausbauen zu müssen.

37) Lüftungskassette nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass sie eines oder mehrere der weiteren in den vorstehen den Ansprüchen auf die Lüftungskassette gerichteten Merkmale aufweist.

38)Verfahren zum Ausbilden eines Lüftungskanals (8) in einem Fenster nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, dass ein Blendrahmenprofil bereitgestellt wird, dass dann eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung in dem jeweiligen Blendrahmenpro- fil ausgebildet wird, in dem ein Lüftungskanal auszubilden ist und dass eine

Lüftungskassette in diese zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmenprofils (1 ‘) oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils (2‘)eingesetzt wird, welche einen wechselbaren Einsatz (141 ) aufweist.

Description:
Fenster mit einem Lüftungskanal

Die Erfindung betrifft ein Fenster mit einem Lüftungskanal, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiges Fenster, das in einer gekippten oder gedrehten Flügelstellung eine schallgedämmte Lüftung ermöglicht, ist an sich bekannt, so beispielsweise aus der DE 102016 115422. Die gattungsgemäße Konstruktion verfügt jedoch über einen relativ komplizierten Aufbau und soll daher in dieser Hinsicht sowie nach Varianten auch in Hinsicht auf verschiedene weitere Eigenschaften weiter optimiert werden. Problematisch ist insofern, dass der im Blendrahmen ausgebildete Lüftungskanal nur sehr schwierig gereinigt und gewartet werden kann. Zudem erfordert die bekannte Konstruktion relativ große Betätigungskräfte beim Schließen des Flügels. Nachteilig ist insbesondere, dass die Mitteldichtung des Blendrahmens nur eher schlecht auf dem Isoliersteg des Flügelrahmens gleitet. Als nachteilig zu erwähnen ist zudem die relativ geringe Öffnungsweite in der Lüftungsstellung. Die Öffnungsweite wird dabei u.a. durch den (kurzen) Isoliersteg des Flügelrahmens als Gleitfläche begrenzt.

Die Erfindung soll daher einen anderen Weg gehen und ein optimiertes Fenster mit einem Lüftungskanal schaffen.

Die Erfindung erreicht dieses Ziel durch den Gegenstand des Anspruchs 1 und des Anspruchs 4 und schafft auch eine vorteilhafte Lüftungskassette für ein solches Fenster. Zudem schafft sie ein vorteilhaftes Verfahren.

Nach Anspruch 1 wird ein Fenster geschaffen, das zumindest folgende Merkmale aufweist: einen aus mehreren Rahmenprofilen zusammengesetzten Blendrahmen, einen aus mehreren Rahmenprofilen zusammengesetzten Flügelrahmen, der vor zugsweise wenigstens ein Flächenelement aufweist und der mindestens zwischen eine Schließstellung und einer Lüftungsstellung relativ zu dem Blendrahmen beweg lich ist, wobei ein umlaufender Rahmenfalzraum zwischen den Rahmenprofilen des Blendrahmens und den Rahmenprofilen des Flügelrahmens ausgebildet ist, wenigs tens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile des Blendrahmens oder in we nigstens einem der Rahmenprofile des Flügelrahmens ausgebildeten Lüftungskanal, der eine erste Lüftungskanalöffnung und eine zweite Lüftungskanalöffnung aufweist, wobei der Flügelrahmen und der Blendrahmen dazu ausgebildet sind, in ihrem Zusammenspiel in der ersten Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöff nungen zu verschließen, und in der zweiten Position - einer Lüftungsstellung - beide Lüftungskanalöffnungen des wenigstens einen Lüftungskanals freizugeben, Dieses Fenster - das nachfolgend auch als Lüftungsfenster bezeichnet wird - zeichnet sich nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 weiter dadurch aus, dass der eine oder die mehreren Lüftungskanäle jeweils in wenigstens einer Lüftungskassette oder mehre ren Lüftungskassetten ausgebildet ist/sind, die in den Blendrahmen bzw. den Flügel rahmen bzw. in das jeweilige Blendrahmenprofil oder das jeweilige Flügelrahmenpro fil eingesetzt ist/sind.

Derart wird das Ausbilden des Lüftungskanals deutlich vereinfacht, denn er muss nicht umständlich direkt in den Hohlkammerprofilen ausgebildet werden. Es genügt vielmehr, dort eine Aussparung vorzusehen oder auszubilden und die vormontierte Lüftungskassette dann in die Aussparung einzusetzen, z.B. einzurasten oder einzu klemmen. Dies macht es einfach und unkompliziert, einen Lüftungskanal in einem Lüftungsfenster auszubilden.

Dabei kann die jeweilige Lüftungskassette auf einfache Weise und vorzugsweise nach außen in Schließstellung nicht sichtbar in eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmen profils eingesetzt sein.

Dabei kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Lüftungskassette einen Einsatz auf weist, der in ein insbesondere wannenartiges Grundelement der Lüftungskassette eingesetzt ist. Besonders bevorzugt ist dann der Einsatz der in das Fenster einge bauten Lüftungskassette wechselbar, was die Wartung des Lüftungsfensters verein facht.

Die Erfindung schafft nach Anspruch 4 sodann ein Fenster, dass im Oberbegriff die Merkmale des Lüftungsfensters des Anspruchs 1 aufweist und im Kennzeichen fol gende Merkmalskombination: der eine oder die mehreren Lüftungskanäle ist/sind je weils in wenigstens einer Lüftungskassette oder mehreren Lüftungskassetten ausge bildet ist/sind, die in den Blendrahmen bzw. den Flügelrahmen bzw. in das jeweilige Blendrahmenprofil oder das jeweilige Flügelrahmenprofil eingesetzt ist/sind, wobei die jeweilige Lüftungskassette einen Einsatz aufweist, der in ein wannenartiges Grundelement der Lüftungskassette eingesetzt ist, wobei der Einsatz der in das Fenster eingebauten Lüftungskassette wechselbar ist, ohne das Grundelement aus bauen zu müssen. Derart wird im Wartungsfall nur der Einsatz gewechselt, was be sonders unkompliziert ist.

Der Begriff des Fensters ist nicht zu eng zu fassen. Er umfasst Elemente mit einem Blendrahmen und einem relativ dazu beweglichen Flügelrahmen. Der Blendrahmen kann umlaufend ausgestaltet sein oder nicht umlaufend wie bei einer Tür ausgestal tet sein. Eine Tür ist im Sinne dieser Schrift damit auch ein Fenster. Das Fenster kann in eine Maueröffnung einer Mauer oder Wand eines Gebäudes einbaubar sein. Es kann aber auch als Teil einer Fassade ausgestaltet sein oder in eine solche ein baubar sein. Der Blendrahmen kann somit auch selbst einen Teil einer Fassaden konstruktion ausbilden.

Zum besonders einfachen Warten kann vorgesehen sein, dass die Lüftungskassette eine Abdeckung zur Abdeckung des Grundelementes und ggf. des Einsatzes auf weist und dass die Abdeckung mit einem lösbaren Befestigungsmittel an dem Grun delement lösbar befestigt ist.

Es kann vorteilhaft und einfach vorgesehen sein, dass an der Lüftungskassette, ins besondere an der Abdeckung, eine Dichtungsnut ausgebildet ist.

Es ist besonders einfach, wenn der Einsatz und die Abdeckung eine bauliche wech selbare Einheit bilden.

Dabei kann der jeweilige Einsatz aus einem oder mehreren Materialen bestehen. So kann der Einsatz ein Filtermaterial aufweist. Es kann auch vorgesehen sein, dass Einsatz eine Folie, insbesondere eine Schwerfolie aufweist.

Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Einsatz im in das Grundelement einge setzten Zustand eine oder mehrere Umlenkungen eines Luftstroms und/oder ei ne Unterteilung des Luftstroms in mehrere Teilluftströme bewirkt. Derart können insbe sondere die Schallschutzeigenschaften optimiert werden. Es kann vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette in eine jeweilige zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt ist. Denn hier ist das Einbauen und Warten besonders unkompliziert durchführbar.

Es kann auch vorgesehen sein, dass mehrere der Lüftungskassetten in zum Rah menfalzraum gewandten Aussparungen des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt sind. Derart kann die jeweilige Lüftungs kassette kompakte Abmessungen aufweisen und die Wartung bleibt einfach.

Bevorzugt - aber nicht zwingend - kann vorgesehen sein, dass die Lüftungskas- sette(n) nur in der im eingebauten Zustand oberen Seite des Blendrahmens vorgese hen sind.

Die Erfindung schafft auch eine Lüftungskassette für ein Fester nach einem der vor stehenden Ansprüche, in der einer oder mehrere Lüftungskanäle ausgebildet ist/sind, wobei die Lüftungskassette einen Einsatz aufweist, der in ein Grundelement der Lüf tungskassette eingesetzt ist, wobei der Einsatz der in das Fenster eingebauten Lüf tungskassette wechselbar ist, ohne das Grundelement ausbauen zu müssen. Mit die ser Lüftungskassette wird die Wartung eines Lüftungsfensters besonders einfach.

Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette je weils die Lüftungskanalöffnungen aufweist und dass diese zum Rahmenfalzraum ausgerichtet sind. Es kann besonders vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Lüftungs kanalöffnungen im Schließzustand vollständig im Rahmenfalzraum zwischen den An schlagdichtungen liegen. Hierdurch wird die äußere Ansicht des Fensters nicht ver ändert. Das bevorzugte Design bleibt bestehen. Darüber hinaus können die Lüf tungskassetten derart sehr leicht gewechselt werden. Dieses ist in etwa jährlich erfor derlich, um Anforderungen an Reinheit (Staub, Insekten etc.) genüge zu tun. Für das Auswechseln ist kein Fachmann erforderlich.

Es ist konstruktiv günstig und einfach, wenn die Mitteldichtung an der Lüftungskas sette, insbesondere an der Nut der Lüftungskassette angeordnet ist. Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Flügel bei seinem Bewegen aus der Schließstellung in die Lüftungsstellung an wenigstens einer Stelle um 50 bis 80 mm relativ zum Blendrahmen bewegbar ist.

Insgesamt sind vorteilhaft hohe Schalldämmwerte erreichbar. Dabei kann der Luft austausch bei 2 PA (Pascal Luftdruck) mehr als 12 m 3 /h (bevorzugt >14), bei 10 PA >25 m 3 /h (bevorzugt > 28) betragen (Luftdruckdifferenz zwischen Innen und außen, z.B. verursacht durch Winddruck oder statischer Druckunterschied). Bevorzugt wer den in den Lüftungskassetten synthetische Mikrofasern angeordnet, die in der Lage sind, Pollen zu filtern. Dieses kommt insbesondere Allergikern zugute.

Nach einem vorgesehenen Intervall kann diese Kassette einfach nach einem Öffnen des Fensters gereinigt und/oder gewechselt werden, beispielsweise nach einem oder mehreren Jahren. Die Lüftungskassette kann dabei auf verschiedenste Weise an dem Blendrahmen festgelegt sein, so klemmend oder vorzugsweise mit einem Be festigungsmittel wie wenigstens einer Schraube. Es ist auch denkbar, ein filtermate rial in der Lüftungskassette zu wechseln, wenn die Lüftungskassette mit einem sol chen Material versehen ist.

Die Lüftungskassette kann dabei ein weiteres oder mehrere der weiteren in den vor stehenden auf das Lüftungsfenster bezogenen Ansprüche auf die Lüftungskassette gerichteten Merkmale aufweist.

Geschaffen wir schließlich auch ein Verfahren zum Ausbilden eines Lüftungskanals in einem Fenster nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blendrahmenprofil bereitgestellt wird, dass dann eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung in dem jeweiligen Blendrahmenprofil ausge bildet wird, in dem ein Lüftungskanal auszubilden ist und dass eine Lüftungskassette in diese zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung des jeweiligen Blendrahmen profils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt wird, welche einen wech selbaren Einsatz aufweist.

Es ist nach einer weiteren optionalen Ausgestaltung vorteilhaft, wenn zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen im Bereich des Rahmenfalzraumes im Öff nungszustand wenigstens eine Dichtebene ausgebildet ist, welche von wenigstens einer Dichtung gebildet wird, welche zumindest in der Lüftungsstellung mit einem An lagegleitabschnitt an dem Blendrahmen oder an dem Flügelrahmen anliegt.

Es kann dann nach einer weiteren optionalen Ausgestaltung weiter vorgesehen sein, dass der Anlagegleitabschnitt in Lüftungsstellung an einer Anlage-Gleitleiste des Flü gelrahmens oder des Blendrahmens anliegt, die an dem Flügelrahmen oder dem Blendrahmen ausgebildet, insbesondere befestigt ist und mit einem freien Ende in den Falzraum vorsteht. Besonders vorteilhaft an dieser Ausgestaltung ist, dass durch die Anlage-Gleitleiste ein an die eine oder mehrere an ihr anliegende Dichtungen an gepasstes Bauteil bereitgestellt wird. Die Anlage-Gleitleiste kann in Form, Oberfläche und Material auf die eine oder mehrere Dichtungen abgestimmt werden, so dass ein optimaler Gleit- und/oder Abrollvorgang erzielt wird. Hierdurch werden die Bedien kräfte am Fenster auf ein Minimum gesenkt.

Dabei kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste ausschließ lich zur Anlage der am gegenüber liegenden Rahmen angeordneten (Gleit-)Dichtung bestimmt ist und keine weitere statische Funktion des Flügelrahmens übernimmt. Es handelt sich somit um keine integrale Leiste des Flügelrahmens oder Blendrahmens, die nennenswert zu dessen Statik beiträgt bzw. diese beeinflusst, wie dies bei einer Isolierleiste, die zwei Metallschalen verbindet, der Fall ist. Zwar beeinflusst die An- lage-Gleitleiste die Schließ- und Öffnungskräfte bei einem Schließen und Öffnen des Flügels, da vorzugsweise während der Öffnungs- und Schließbewegung eine korres pondierende Gleitdichtung an ihr anliegen und ggf. gleiten kann. Dies ist aber auch eine ihrer Aufgaben sowie einer ihrer Vorteile, an die sie anders als Leisten oder Pro file, die primär anderen Zwecken dienen, speziell angepasst werden kann.

Es kann nach einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass sich die Anlage-Gleitleiste abschnittweise beabstandet, insbesondere im Wesentlichen parallel beabstandet, zum Flügelrahmen erstreckt, insbesondere derart, dass sich die Anlage-Gleitleiste abschnittweise parallel beabstandet zu einem Isoliersteg des Flügelrahmens er streckt, der zwei Metallschalen des Flügelrahmens miteinander verbindet und einen Abschnitt des Falzraumes ausbildet.

Sodann kann nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorteil haft vorgesehen sein, dass die Dichtung, welche in Offen- bzw. Lüftungsstellung und ggf. auch in der Geschlossenstellung des Fensters zur Anlage kommt, als eine Mitteldichtung ausgebildet ist. Diese Mitteldichtung kann wiederum vorteilhaft dazu ausgebildet sein, den Rahmenfalzraum in zumindest zwei Rahmenfalzraumab schnitte zu unterteilen, so dass Luft in der Lüftungsstellung zwischen den zwei Rah menfalzraumabschnitten im Wesentlichen nur durch den Lüftungskanal ausgetauscht werden kann, wobei die Mitteldichtung eine Dichtungsbasis aufweist und wenigstens einen an der Dichtungsbasis schwenkbar befestigten Dichtabschnitt, der gelenkig mit der Dichtungsbasis verbunden ist, wobei der Dichtabschnitt jedenfalls in dem oder den Bereichen, in denen ein jeweiliger Lüftungskanal ausgebildet ist, in der Lüftungs stellung an seinem freien Ende mit dem Anlagegleitabschnitt an der Anlage-Gleit- leiste anliegt. Es können dabei auch zwei oder mehr derartige Mitteldichtungen vor gesehen sein.

Es kann sodann vorgesehen sein, dass zwischen dem Blendrahmen und dem Flü gelrahmen im Bereich des Rahmenfalzraumes umlaufend im Schließzustand wenigs tens zwei oder wenigstens drei Dichtebenen ausgebildet sind. Dabei können auch eine oder zwei der Dichtungsebenen von einer oder mehreren Anschlagdichtungen zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen gebildet werden. Diese Dicht ebenen bestehen nur im Geschlossenzustand des Flügels. Wird der Flügel geöffnet, wird das Fenster in seine Lüftungsstellung versetzt, so dass Luft durch diese geöff neten Dichtungsebenen sowie den Lüftungskanal zwischen den Räumen, die das Fenster im eingebauten Zustand, also in der Regel zwischen Innen und außen, aus getauscht werden kann.

Nach einer Variante ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Mitteldichtung an dem Blend rahmen befestigt ist und sich insbesondere in der Lüftungsstellung in Anlage zum Flügelrahmen befindet.

Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Mitteldichtung an dem Blendrahmen befestigt ist und die Anlage-Gleitleiste an dem Flügelrahmen. Es kann zweckmäßig vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste seitlich an und/oder in einem Eckbe reich des jeweiligen korrespondierenden Flügelrahmenprofils montiert ist. So kann vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste mit einem ihrer Enden an einer Metall schale des Flügelrahmenprofils seitlich eines Isolierstegs des Flügelrahmenprofils festgelegt ist. Denn in diesem ansonsten in der Regel ungenutzten Bereich des Flü gelrahmens können gut die zur Festlegung der Anlage-Dichtleiste vorzusehenden Mittel wie eine Nut oder dgl. ausgebildet und untergebracht werden. Nach einer weiteren Option kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Mitteldichtung sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste anliegt. Sind zwei Mitteldichtungen vorgesehen, wird zweck mäßigerweise eine der beiden Mitteldichtungen derart ausgestaltet und die andere so, dass sie nur in der Geschlossenstellung an der Anlage-Gleitleiste anliegt, in der Lüftungsstellung aber von dieser beabstandet ist, so dass der Zugang zum Lüftungs kanal freigegeben wird.

Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die eine oder wenigstens eine der Mitteldichtungen als eine Lippendichtung mit einer oder mehreren Dichtlippen ausge bildet ist, die jeweils flexibel ausgestaltet sind. Denn derart können die flexiblen Dichtlippen zur Anlage an der Anlage-Gleitleiste genutzt werden, welche die Öff nungsbewegung oder Schließbewegung des Flügels entsprechend nicht oder kaum behindern.

Es kann nach einer Variante vorteilhaft vorgesehen sein, dass sämtliche der Mehr kammerprofile des Blendrahmens und/oder des Flügelrahmens ganz oder im We sentlichen ganz aus Kunststoff bestehen. Sie können aber auch aus mehreren Mate rialen wie Metall und Kunststoff bestehen. Bevorzugt bestehen Blendrahmen und Flügelrahmen dann jeweils aus Profilen gebildet sind, die eine oder mehrere Metall schallen aufweisen und eine isolierstegebene an der einen Metallschale oder zwi schen zwei Metallschalen. Auch anderen Aufbauten wie Flügelrahmen und/oder Blendrahmen mit drei Metallschalen und zwei Isolierstegzonen jeweils zwischen den Metallschalen sind denkbar.

Es kann nach einer weiteren Option vorgesehen sein, dass eines oder mehrere der nach einer Variante im Wesentlichen aus Kunststoff bestehenden Mehrkammerhohl profile aus Kunststoff des Blendrahmens und/oder des Flügelrahmens wenigstens eine Verstärkungseinlage aufweisen. Dabei kann die Verstärkungseinlage als Metall profil, beispielsweise als ein Rohr - ausgelegt sein. Es ist vorteilhaft, wenn als Ver stärkungseinlagen Stahlrohre, z.B. Vierkantrohre, in die PVC Profile einfach einge schoben und verschraubt sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass als eine Verstärkung eine Verstärkungsarmie rung z.B. aus Metall in Coextrusion mit dem Mehrkammerhohlprofil aus Kunststoff gefertigt ist.

Vorzugsweise werden als die Anschlagdichtungen und/oder die Mitteldichtung je weils Dichtungen verwendet, die in Haltenuten eingesetzt und in diesen gehalten sind. Solche Dichtungen sind relativ günstig und vor allem leicht zu montieren. Sie können ohne in den Ecken geschnitten zu werden rundum verlegt werden. Durch die Anordnung in Haltenuten können die Dichtungen leicht ausgewechselt werden. Vor zugsweise können die Dichtungen auch miteinander verschweißt werden.

Kleine, dünnwandige Dichtungen bieten nur einen geringen Widerstand gegenüber den Dichtungs-Anschlägen. Obendrein sind sie nicht so Toleranzanfällig. Hierdurch sind die Bedienkräfte des Elementes vorteilhaft minimiert.

Die relativ geringe Öffnungsweite (beim Betätigen kaum zu spüren) ergibt sich bei dem eingangs genannten Stand der Technik durch das Verschlussmittel, dem Iso liersteg. Dieser weist nur eine begrenzte Länge auf. Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion verschließt die Gleitdichtlippe bis an den äußeren Profilrand des Flügel profils den Spalt zwischen Blend- und Flügelrahmen. Hierdurch wird eine größere Öffnungsweite („W“) erreicht. Je nach Profilbreite („B“) werden bevorzugt 50 bis 80 mm erreicht. Ebenfalls ist die Geometrie der Gleitdichtung, insbesondere die Länge der Dichtlippe, ausschlaggebend. Insgesamt sind also auch noch größere Weiten möglich. Besonders bevorzug ist eine Weite von 55 bis 65 mm. Als Formel für eine maximale Öffnungsweite für eine schallgedämmte Lüftung könnte angenommen wer den Wmax. = B - 25 mm.

Es ist vorteilhaft, wenn die Mitteldichtung eine Dichtungsbasis aufweist und eine an der Dichtungsbasis schwenkbar befestigten Dichtabschnitt. Dieser ist vorzugsweise als schwenkbare Dichtlippe ausgebildet. Dabei kann der Dichtabschnitt - insbeson dere die Dichtlippe - gelenkig mit der Dichtungsbasis verbunden sein.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt sondern kann auch in anderer Weise wortsinnge mäß oder auch in anderer Weise äquivalent realisiert werden. Es zeigen:

Fig. 1 in a) und b) je einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines ersten erfindungsgemä ßen Fensters, wobei das Fenster in a) in einer Geschlossen- bzw. Schließstellung und in b) in einer Lüftungsstellung dargestellt ist;

Fig. 2 in a) und b) je einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines zweiten erfindungsgemä ßen Fensters, wobei das Fenster in a) in einer Geschlossenstellung und in b) in einer Lüftungsstellung dargestellt ist;

Fig. 3 in a) einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines dritten erfindungsgemäßen Fens ters, wobei das Fenster in einer Geschlossenstellung dargestellt ist, in b) und c) einen ersten Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines vierten erfindungsgemä ßen Fensters ähnlich zu dem Fenster aus a), wobei das Fenster in b) in einer Geschlossenstellung dargestellt ist und in c) in einer Lüftungsstel lung außerhalb des Bereichs einer Lüftungskassette, und in d) und e) ei nen zweiten Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden anderen Abschnitt des vierten erfindungsgemä ßen Fensters aus b) und c) im Bereich einer Lüftungskassette, wobei das Fenster in d) in einer Geschlossenstellung dargestellt ist und in e) in einer Lüftungsstellung;

Fig: 4 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht eines Blendrahmens für ein weiteres Lüftungsfensters;

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer ersten Lüftungskassette; Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der ersten Lüftungskassette aus Fig. 5 mit ei nem in diese Einsetzbaren Einsatz;

Fig. 7 einen Ausschnitt aus Fig. 6, der im Wesentlichen den Einsatz zeigt; Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Abschnitt der Lüftungskassette aus Fig. 6; Fig. 9 eine Seitenansicht eines weiteren Lüftungsfensters; Fig. 10 eine perspektivische Ansicht eines Abschnitt des Lüftungsfensters aus Fig. 9;

Fig. 11 eine perspektivische Ansicht eines Abschnitt des Lüftungsfensters aus Fig. 9 und 10 beim Aufsetzen eines Aufsatzprofils; Fig. 12 eine Seitenansicht des Lüftungsfensters aus Fig. 10 und 11 beim Einset zen eines Einsatzes;

Fig. 13 eine perspektivische Ansicht eines Abschnitt des Lüftungsfensters aus Fig. 11 nach dem Einsetzen des Einsatzes; und

Fig. 14 in a) bis h) Querschnitte von Lüftungskassetten mit verschiedenen Einsät zen.

In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden verschiedene Ausführungsbei spiele beschrieben. Die einzelnen Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können vorteilhaft in Kombination mit den jeweiligen weiteren Merkmalen der Ausführungs beispiele verwendet werden. Sie können aber auch mit anderen gezeigten oder nicht gezeigten Ausführungsbeispielen kombiniert werden und eignen sich auch jeweils als vorteilhafte Ausgestaltungen der in einzelnen oder mehreren der in den Haupt- und Unteransprüchen beschriebenen Gegenstände.

Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Fensters. Dieses Fenster weist einen umlaufenden Blendrahmen 1 auf. Dieser ist aus mehreren Blendrahmenprofilen V zu einer Rah menform, insbesondere einer Rechteckform, zusammengesetzt.

An dem Blendrahmen 1 ist ein relativ zum Blendrahmen 1 beweglicher Flügel ange ordnet. Der Flügel weist vorzugsweise einen umfangsgeschlossenen Flügelrahmen 2 auf und ein in den Flügelrahmen 2 eingesetztes und von diesem aufgenommenes Flächenelement 3 wie eine Scheibe. Der Flügelrahmen 2 ist aus mehreren Flügelrah menprofilen 2‘ zu einer Rahmenform, insbesondere einer Rechteckform, zusammen gesetzt. Die Blendrahmenprofile V und/oder die Flügelrahmenprofile 2‘ können als Mehrkam merhohlprofile ausgebildet sein. Die Blendrahmenprofile können als Kunststoffprofile ausgebildet sein. Sie können aber auch als sogenannte Verbundprofile ausgebildet sein (Fig. 3). Dann bestehen sie in der Regel aus einem oder mehreren Metallprofilen - hier auch synonym Metall schalen genannt - und einem oder mehreren Isolierstegen. Bevorzugt ist eine Bau weise, bei der zwei Metallprofileebenen über eine Isolierstegebene, die in der Regel aus Kunststoff besteht, miteinander verbunden ist. Es sind aber auch andere, weitere Bauformen denkbar, so insbesondere Bauformen mit einer Metallprofilebene und ei ner Isolierprofilebene aus Kunststoff sowie Bauformen mit drei Metallprofilebenen und zwei Isolierprofilebenen.

Zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 bzw. deren Rahmenprofilen 1‘, 2‘ ist bei den jeweiligen Ausführungsbeispielen ein vorzugsweise umlaufender Rahmenfalzraum F ausgebildet. Im Wesentlichen erstreckt sich dieser Rahmenfalz raum F zwischen dem Außenumfang des Flügelrahmens 2 und dem Innenumfang des Blendrahmens 1 .

Das jeweilige Fenster der Fig. 1 oder 3 dient dazu, eine Raumöffnung eines Gebäu des schließen und öffnen zu können (hier nicht dargestellt), wobei ein Raum I (z.B. ein Umgebungsraum eines Gebäudes) von einem Raum II (z.B. ein Innenraum des Gebäudes) getrennt wird.

Nachfolgend werden die Begriffe „Blendrahmenprofil 1‘“ und „Blendrahmen 1“ sowie „Flügelrahmenprofil 2‘“ und „Flügelrahmen 2“ jeweils auch austauschbar insofern ver wendet. Denn die nachfolgend erörterten Mittel und Ausgestaltungen können jeweils vorzugsweise umlaufend oder abschnittsweise an dem Blendrahmen 1 oder an dem Flügelrahmen 2 ausgebildet sein. Sie können dabei nur je an einem der korrespon dierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens 2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein (z.B. an den einer Gelenkachse gegenüberliegenden Rahmenprofilen) oder aber an mehreren der korrespondierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens 2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein. An den senkrecht zu der Fig. 1 b verlaufenden Sei ten des Fensterrahmens bilden sich in der Lüftungsstellung ebenfalls entsprechende Spalte aus, die aber bei einem Schwenköffnen keine konstante Breite aufweisen. Dennoch können ergänzend zur Verbesserung der Lüftungswirkung gerade auch an diesen Seiten jeweils Lüftungskanäle 8 nach Art der Fig. 1a und 1b ebenfalls ausge bildet sein. Der Flügelrahmen 2 kann - vorzugsweise zu einer Seite bzw. zu einem angrenzen den Raum II hin - einen Anlagesteg 4 aufweisen, mit welchem er in geschlossener Stellung an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Flügelrahmen 2 ange brachte Anschlagdichtung 5 anliegt. Analog kann - vorzugsweise zur anderen Seite bzw. zu dem anderen angrenzenden Raum I hin - der Blendrahmen 1 einen Anlage steg 6 aufweisen, in welchem er in geschlossener Stellung an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Anlagesteg 6 angebrachte Anschlagdichtung 7 anliegt. Derart werden jeweils ein Spalt Sil und ein Spalt Sl zwischen dem Rahmenfalzraum F und dem Raum I bzw. II dicht verschlossen.

Dabei ist vorgesehen, dass wenigstens im Blendrahmen 1 oder im Flügelrahmen 2 - hier im Blendrahmen 1 - ein Lüftungskanal 8 (gestrichelt ausgebildet) ausgebildet ist, der eine erste Lüftungskanalöffnung 9 und eine zweite Lüftungskanalöffnung 10 auf weist. Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass sich bei Lüftungskanalöffnungen 9 und 10 in den Rahmenfalzraum F münden. Der Lüftungskanal 8 kann eine U-Form auf weisen.

Nach Fig. 1 ist weiter vorgesehen, dass zumindest das oder die Hohlprofile des Blendrahmens 1 oder des Flügelrahmens 2, in welchen jeweils der Lüftungskanal 8 ausgebildet ist, als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.

Diese Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise zwischen der Raumseite I und dem Raum II drei oder mehr Hohlkammern H1 , H2, .... auf. Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig.1 sind sieben Hohlkammern H1 bis H7 zwischen dem Raum I und dem Raum II („von Innen nach Außen“) vorgesehen. Auch senk recht zur Richtung l-ll können insbesondere im Bereich der Anlagestege weitere Hohlkammern ausgebildet sein. Diese Maßnahmen sorgen jeweils und in Kombina tion für sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Die Zwischenwände zwischen den Hohlkammern im Inneren der Profile sind vorzugsweise dünner als die Außenwände insbesondere zum Raum I und zum Raum II hin.

Es können noch eine oder mehrere weitere Hohlkammern H8, H9, H10, H11 vorge sehen sein. Eine oder mehrere dieser weiteren Hohlkammern H8, H9 kann oder kön nen vorteilhaft in dem jeweiligen Anlagesteg 4 oder 6 vorgesehen sein. Diese Maß nahmen verbessern jeweils oder gemeinsam nochmals den Schallschutz und die Wärmedämmung. Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass sämtliche Hohlprofile des Blendrahmens 1 oder des Flügelrahmens 2 als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.

Als Material sind u.a. verschiedenste Kunststoffe geeignet. Besonders bevorzugt, ist der Kunststoff ein PVC. Es kann zudem weiter vorgesehen sein, dass eines oder mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Blendrahmens 1 und/oder eines oder mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Flügelrahmens 2 wenigstens eine Verstärkungsarmierung 11, 12 aufweist/aufweisen.

Die jeweilige Verstärkungsarmierung 11, 12 kann aus einem anderen Material als das Mehrkammerhohlprofil aus Kunststoff bestehen, beispielsweise aus einem Me tall, insbesondere aus Stahl und als Metallprofil, beispielsweise als Metallleiste oder Metallplatte oder dgl. ausgebildet sein. Sie kann aber auch als Verstärkungsarmie rung aus einem anderen Kunststoff, beispielsweise aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff, ausgelegt sein.

Die Mehrkammerprofile weisen sodann vorzugsweise zu einer ersten Raumseite I hin eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf und weisen bevorzugt zu einer zweiten Raumseite II hin eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf.

Es ist weiter bevorzugt, dass der Lüftungskanal 8 in einer Aussparung 13 ausgebildet ist, insbesondere in einer Ausfräsung, die in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügel rahmen 2 ausgehend vom Rahmenfalzraum ausgebildet ist.

Dabei kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Lüftungskanal 8 in einer Lüf tungskassette 14 ausgebildet ist, die in die Aussparung 13, insbesondere in die Aus fräsung - in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügelrahmen 2 eingesetzt ist. Es können auch mehrere dieser Lüftungskassetten 14 je Rahmenprofil oder an mehreren Seiten des Rahmens vorgesehen sein (nicht dargestellt). Der Lüftungskanal 8 kann derart einfach in jeweils nur einem oder in mehreren der Profile des umlaufenden Blendrah mens 1 oder des Flügelrahmens 2 ausgebildet sein. Es kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 ein rin nen- oder wannenartiges Grundelement 15 aufweist. Es kann ferner vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 eine Abdeckung 16 aufweist.

Vorzugsweise liegt dabei die Abdeckung 16 zum Rahmen-Falzraum F hin ausgerich tet.

An dem Blendrahmenprofil ist vorzugsweise eine Mitteldichtung 18 ausgebildet, die sich in den Rahmenfalzraum F erstreckt. Die Mitteldichtung 18 kann an der Lüftungs kassette 14, insbesondere an der Abdeckung 16, befestigt sein. Es kann dazu vorge sehen sein, dass an der Lüftungskassette 14, insbesondere an der Abdeckung 16, ein Befestigungsmittel, insbesondere eine hinterschnittene Nut 17, für die Mitteldich tung 18 ausgebildet ist.

Die Mitteldichtung 18 kann eine Dichtungsbasis 20 mit einem Dichtungsfuß 21 auf weisen, der in die Nut eingesetzt ist. Die Dichtung 18 kann ferner eine an der Dich tungsbasis 20 schwenkbar befestigten Dichtabschnitt 22 aufweisen. Dieser kann als eine einzige Dichtlippe ausgebildet sein (Fig.1 a und 1 b) oder als Kombination aus zwei oder mehr Dichtlippen (Fig. 2a und b). Der Dichtabschnitt 22 kann insbesondere eine Dichtlippe aufweisen, die in sich gebogen ausgestaltet ist und/oder nochmals ei nen Gelenkabschnitt aufweist, so dass sie in zwei relativ zueinander bewegliche und sich zu einer längeren Lippe verbindende Lippenbereiche unterteilt ist.

Vorteilhaft ist insbesondere, wenn der Dichtabschnitt 22 relativ zur Dichtungsbasis 21 verschwenkbar ist und dass er so lang ist, dass er sich in Anlage zum Flügelrahmen 2 befinden kann. Dort liegt er vorzugweise mit einem Endabschnitt auf. Dieser End abschnitt kann bogenförmig sein.

Der Dichtabschnitt 22 kann als Endabschnitt einen Anlagegleitabschnitt 23 aufwei sen, der auf dem korrespondierenden Rahmenprofil, hier dem Flügelrahmenprofil, bei Relativbewegungen zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 auf liegen und gut gleiten kann. Hierdurch ergibt sich eine harmonische, leichte Öff nungsbewegung, die durch die anliegende Dichtfläche nicht nennenswert behindert wird. Vorzugsweise ist der Anlagegleitabschnitt 23 an der Mitteldichtung dort vorgesehen, wo auch ein Lüftungskanal 8 in dem jeweiligen Rahmenprofil vorgesehen ist. Dies kann an einer Seite des Blendrahmens 1 oder Flügelrahmens 2 sein oder an mehre ren Seiten, vorzugsweise an drei Seiten. Handelt es sich um ein Kippfenster, wird vorzugsweise an der Seite, an der die Kippachse liegt, kein Lüftungskanal ausgebil det. Hier kann auf den Anlagegleitabschnitt 23 verzichtet werden.

Vorteilhaft ist insbesondere, dass der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang ist, dass er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen gewissen Öff nungswinkel hinweg in Anlage am Flügelrahmen 2 verbleibt oder jedenfalls in einer noch zu erläuternden Lüftungsstellung am Flügelrahmen 2 in Anlage ist oder kommt, so dass er den Rahmenfalzraum F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen denen einen Luftaustausch im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.

Die Mitteldichtung 18 unterteilt damit den Rahmenfalzraum F in einen ersten und ei nen zweiten Bereich Fl, Fll (entsprechend der Orientierung zu den Räumen I und II), zwischen denen ein Luftaustausch nur noch über den im Blendrahmen 1 ausgebilde ten Lüftungskanal 8 möglich ist.

Es kann alternativ bei einer Anordnung des Lüftungskanals 8 im Blendrahmen 1 vor gesehen sein, dass die Mitteldichtung am Flügelrahmen 2 befestigt ist und sich bis zum Blendrahmen 1 erstreckt. Auch dann soll der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang sein, dass er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen ge wissen Öffnungswinkel hinweg in Anlage dann am Blendrahmen 1 verbleibt oder je denfalls in einer noch zu erläuternden Lüftungsstellung am Blendrahmen 1 in Anlage ist oder kommt, so dass er den Rahmenfalzraum F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen denen einen Luftaustausch im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.

Anzumerken ist an dieser Stelle nochmals, dass die Anordnung auch „vollständig“ umgekehrt sein kann, wobei dann der Lüftungskanal im Flügelrahmen 2 liegt. Die An ordnung der Mitteldichtung 18 kann dann vom Flügelrahmen 2 zum Blendrahmen 1 oder umgekehrt erfolgen. In der Lüftungsstellung L der Fig. 1b wurde der Flügel relativ zum Blendrahmen 1 in eine Öffnungsstellung bewegt, insbesondere geschwenkt und/oder verschoben.

Diese Öffnungsstellung ist eine Lüftungsstellung. Sie kann - dies ist aber nicht zwin gend - der maximal erreichbaren Stellung beim Kippen oder Drehen oder dgl. ent sprechen.

Die Spalte Sl und Sil sind in dieser Stellung geöffnet, da sich die Anschlagdichtun gen 5 und 7 nicht mehr in Anlage zum Blendrahmen 1 bzw. Flügelrahmen 2 befin den. Die Mitteldichtung 18 befindet sich noch in Anlage am Flügelrahmen 2. Der Flü gel liegt noch teilweise innerhalb des vom Blendrahmen 2 definierten Umfangs. Da die Mitteldichtung 18 den direkten Übergang zwischen den Räumen Fl und Fll ab sperrt, kann ein Luftaustausch zwischen diesen Räumen Fl und Fll und damit auch ein Luftaustausch zwischen den Räumen I und II nur durch den Lüftungskanal erfol gen. Dies sorgt für eine sehr vorteilhafte Kombination aus einer Lüftungs- und einer Schalldämmwirkung.

Ist der Raum I beispielsweise der Umgebungsraum eines Gebäudes und der Raum II ein Innenraum II des Gebäudes, kann derart Luft durch den Spalt Sl, den Rahmen falzraumabschnitt Fl, den Lüftungskanal 8, den Rahmenfalzraumabschnitt Fll und den Spalt Sil in den Innenraum I strömen. Der Schall wird dabei insbesondere durch Richtungsumlenkung des Lüftungskanales vorteilhaft gedämmt.

Es soll somit vorzugsweise innerhalb des Lüftungskanals die durchströmende Luft vorzugsweise einmal oder mehrfach die Richtung ändern müssen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die Schalldämmung aus.

Der Lüftungskanal 8 weist die erste Lüftungskanalöffnung 9 auf und die zweite Lüf tungskanalöffnung 10. Diese beiden Lüftungskanalöffnungen 9, 10 können in der Lüf tungskassette 14 ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die beiden Lüftungskanalöff nungen 9, 10 in der Abdeckung 16 ausgebildet.

Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass eine oder besonders bevorzugt beide Lüftungskanalöffnungen 9, 10 zum Rahmenfalzraum F hin ausgerichtet sind.

Innerhalb der Lüftungskassette 14 kann wenigstens eine Wand 19 ausgebildet sein, welche den Lüftungskassetteninnenraum in Abschnitte unterteilt. Diese Wand 19 kann wenigstens einen Durchgang 19a aufweisen. In einem der Abschnitte liegt dann je eine der Lüftungskanalöffnungen 9, 10.

Der Lüftungskanal 8 verläuft hier in bevorzugter Ausgestaltung innerhalb der Lüf tungskassette 14 (oder auch ohne Lüftungskassette) etwa U-förmig. Er streckt sich von der ersten Lüftungskanalöffnung 9 etwa parallel zum Flächenelement 3 in die Lüftungskassette 14 hinein, verläuft dann etwa senkrecht zum Flächenelement 3, er streckt sich dort durch den Durchgang 19a der Wand 19 und verläuft wieder etwa pa rallel zum Flächenelement bis zur Lüftungskanalöffnung 10. Derart ändert sich mehr fach die Richtung durchströmender Luft. Dies dämmt bzw. verhindert den Durchtritt des Schalls vom Raum I zum Raum II und umgekehrt. Dennoch kann ein Luftstrom zum Lüften vom Raum I zum Raum II durchtreten.

Die Lüftungskassette 15 kann auch bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.3 vorgese hen sein (Siehe z.B. Fig. 3b) bis d), wird weiter unten näher erläutert). Sie kann Figur 3 dann analog zu Fig. 1 in eine Kammer, insbesondere eine Ausfräsung des Blend rahmens eingesetzt werden und/oder sie kann in ihrem Bereich einen oder mehrere ansonsten vorgesehene Isolierstege vollständig ersetzen. Der Lüftungskanal kann aber auch direkt als kanalartige Ausfräsung in dem Blendrahmen ausgebildet werden oder er kann durch kanalartige Elemente begrenzt sein, welche in diese Ausfräsun gen eingesetzt werden.

Es kann ferner vorgesehen sein, dass an dem Flügelrahmen 2 bzw. an dessen Flü gelrahmenprofilen 2‘, eine Anlage-Gleitleiste 24 angeordnet wird. An dieser kann dann die Mitteldichtung 18 in der Lüftungsstellung L anliegen. Die Anlage-Gleitleiste 24 kann alternativ auch so ausgestaltet werden, dass die Mitteldichtung 18 auch in der Geschlossenstellung an der Anlage-Gleitleiste anliegt.

Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste 24 relativ weit seit lich und/oder in einem Eckbereich des jeweiligen Flügelrahmenprofils 2‘ vorgesehen ist. Dieser Eckbereich ist vorzugsweise jener Eckbereich, der in der Öffnungs- und Lüftungsstellung am nächsten zum korrespondierenden Blendrahmenprofil V liegt.

So kann die Anlage-Gleitleiste beispielsweise seitlich außerhalb eines Bereiches lie gen, der durch die innere und die äußere Randebene der Isolierglasscheibe definiert ist. Dies ist beispielsweise bei Fig. 1 der Fall. In Fig. 3 ist dies auch der Fall, nur ist hier die Anlage-Gleitleiste vorzugsweise an einem der Metallprofile, insbesondere an einem der Aluminiumprofile dieser Konstruktion befestigt.

Die Anlage-Gleitleiste 24 kann sich dabei aber im Falzraum auch soweit erstrecken, dass die Mitteldichtung 18 auch im geschlossenen Zustand an ihr anliegt.

Derart kann jeweils besonders vorteilhaft eine relativ große Öffnungsweite erreicht werden in welcher Luft zwischen dem Raum I und dem Raum II im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 ausgetauscht werden kann.

Die Anlage-Gleitleiste 24 kann aus Metall oder einem anderen Material wie Kunst stoff bestehen. Sie selbst zudem wenigstens eine Hohlkammer aufweisen.

Die Anlage-Gleitleiste 24 kann zudem vorteilhaft als Ansatzleiste ausgestaltet sein, die mit einer Befestigung, beispielsweise einer Nut-/Federverbindung an dem jeweili gen Flügelrahmenprofil 2‘ festgelegt ist.

Die Rahmenprofile, insbesondere die Außenwände zu den Räumen I und II sind nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 aus einem Kunststoffmaterial, vorzugs weise PVC, gebildet. Vorzugsweise bestehen sie ganz aus Kunststoff - ggf. bis auf innere Verstärkungsprofile oder Verstärkungsarmierungen. Sie können einstückig ausgebildet sein, insbesondere, soweit sie aus Kunststoff bestehen.

Die Außenwände der Hohlkammerprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise eine Stärke von 2 - 4 mm auf, während die Stärke der Hohlkammern H1 - H7 bildenden Trennwände 1 - 2 mm betragen kann.

In einer bevorzugten Ausführung sind zur statischen Verstärkung optional weitere Verstärkungsarmierungen 10, 11 aus Metall in den Hohlkammern angeordnet und unterteilen diese weiter.

Besonders bevorzugt werden als Rahmenprofile T, 2‘ solche mit eingelassenen Ver stärkungsprofilen, eingesetzt, die durch ein Coextrusionsverfahren gefertigt sind, wo bei die Verstärkungsarmierungen aus Aluminium oder faserverstärktem Kunststoff bestehen.

Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Anschlagdichtungen (innen/außen) 5, 7 und die Mitteldichtung 18 umlaufend ausgebildet sind, also an vier Seiten des Rahmens verlaufen, während der Dichtabschnitt nicht an sämtlichen Seiten des Rah mens vorgesehen ist.

Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion verschließt der Anlagegleitabschnitt 23 bis an den äußeren Profilrand des Flügelrahmens 2 den Rahmenfalzraum bzw. Spalt zwischen Blend- und Flügelrahmen. Flierdurch wird im Vergleich zum Stand der Technik eine größere Öffnungsweite (,,W‘) erreicht. Je nach Profilbreite („B“ zwischen Raum I und Raum II) werden bevorzugt 50 bis 80 mm erreicht. Ebenfalls ist die Geo metrie der Gleitdichtung, insbesondere die Länge der Dichtlippe, vorteilhaft. Insge samt sind derart relativ große Öffnungsweiten in der Lüftungsstellung realisierbar. Besonders bevorzugt ist eine Weite von 55 bis 65 mm. Als Formel für eine maximale Öffnungsweite für eine schallgedämmte Lüftung kann angenommen werden: Wmax.

= B - 25 mm.

Eine deutlich größere Anzahl von Hohlkammern im Vergleich zu einer Aluminium- Verbundkonstruktion wirkt sich mit Blick auf die Schalldämmung vorteilhaft aus.

Durch den Einsatz der Anlage-Gleitleiste 24 kann die Reibung der Gleitdichtung am Flügelrahmen auf ein Minimum reduziert werden. D.h., Material und Oberflächen struktur werden aufeinander angepasst. Bevorzug weist die Gleitdichtung eine aufge raute Oberflächenstruktur an der Gleitseite auf. Die Anlage-Gleitleiste kennzeichnet sich bevorzug durch eine Gleitbeschichtung. Der Oberflächenaufbau kann selbstver ständlich auch anders herum ausgebildet sein.

Die Innenkammer H7 wird vorzugsweise nicht direkt als Lüftungskanal genutzt, da dies aus schalldämmtechnischen Gründen nicht vorteilhaft ist. Vielmehr können sich zwischen Lüftungskassettenwand und Außenseite zwei Kammern ausbilden, die be sonders bevorzugt durch eine Aluminiumwand voneinander getrennt sind.

Nach Fig. 2a und b ist ergänzend zur Konstruktion der Fig. 1a und b vorgesehen, an der Mitteldichtung 18 an der Dichtbasis 20 eine weitere Dichtlippe 25 auszubilden, die im Schließzustand am Flügelrahmen 2 anliegt, so dass zwischen dem Blendrah men und dem Flügelrahmen sogar abschnittsweise vier Dichtebene im Rahmenfalz raum vorteilhaft ausgebildet sind.

Besonders vorteilhaft an Anlage-Gleitleiste 24 ist, dass ein an die eine oder mehrere korrespondierende(n) Dichtung(en), an der oder denen sie anliegt, angepasstes Bau teil bereitgestellt wird. Die Anlage-Gleitleiste 24 kann in Form, Oberfläche und Mate- rialauf auf die Dichtungen abgestellt werden, so dass ein optimaler Gleit- und/oder Abrollvorgang erzielt wird. Hierdurch werden die Bedienkräfte am Fenster auf ein Mi nimum gesenkt. Die Dichtungen „gleiten/rollen“ also so lange auf der Anlage-Gleit- leiste 24, bis sie keine Berührung mehr mit dem Rahmenprofil haben.

Beste Reibwerte werden mit einer leicht rauen Oberfläche erreicht. Isolierstege sind in der Regel sehr glatt, so dass Dichtungen hierauf eher anhaften. Als Material für die Anlage-Gleitleisten 24 wird hingegen vorzugsweise ein Metall, insbesondere Alumi nium, verwendet. Die raue Oberfläche kann nach einer vorteilhaften Variante durch tiefporiges Eloxieren erreicht werden. Spezielle Lacke, die nach dem Trocknen eine leicht raue Oberfläche bilden, können auch zum Erzeugen einer leicht rauen Oberflä che genutzt werden. Letztlich können auch Kunststoffe aufgetragen oder umspritzt werden, die so gut geeignete Oberflächen für die Anlage-Gleitleiste erhalten,

Ein Umspritzen kann z.B. in einem Extrusionsverfahren realisiert werden. Wichtig ist, dass die Anlage-Gleitleiste optimal auf die Dichtungen eingestellt werden kann. Die ses ist bei System-Isolierstegen nicht möglich.

Die Funktion des Lüftungsfensters ist gegeben, bis die Dichtung vom Isoliersteg ab hebt. Dieser Punkt begrenzt die Öffnungsweite. Die erfindungsgemäße Anlage-Gleit- leiste hält deutlich länger Kontakt zur Dichtung als dies im Stand der Technik der Fall war, wodurch eine größere Öffnungsweite erzielt werden kann. Besonders Vorteilhalt reicht die Anlage-Gleitleiste bis an den Rand des Rahmenprofils und ermöglicht so eine größere Öffnungsweite.

Die Anlage-Gleitleiste 24 wird mit einer zum Falz gerichteten Seite des Rahmenpro fils verbunden, an dem sie zu befestigen ist. Dazu bieten sich bekannte Verbindungs möglichkeiten wie Schrauben, Nieten, Klipsen, Kleben etc.. Bevorzugt ist ein Anbrin gen der Anlage-Gleitleiste an der Falzseite des Flügelrahmenprofils 102 nahe zu ei ner Kante, insbesondere an der Kante, die zum Innen- oder Außenraum hin liegt, denn derart kann auf einfache Weise eine relativ große Öffnungsweite im Lüftungs stellung erzielt werden.

Figur 3 zeigt in a) und in b) bis e) jeweils einen Schnitt durch zwei verschiedene Alu- minium-Verbundprofilkonstruktion bestehend aus einem Blendrahmenprofil 101 und einem Flügelrahmenprofil 102. Wie beispielhaft in Fig. 3a sowie 3b) bis e) dargestellt, kann die Außenkante des Flügelrahmenprofils, an welcher die Anlage-Gleitleiste zu befestigen ist, somit durch eine äußere Aluminium-Profilschale gebildet werden. Vor teilhaft ist, dass die Anlage-Gleitleisten je nach Bedarf in unterschiedliche Rahmenprofilsysteme eingesetzt werden können. Auch im Reparaturfall oder bei Verschleiß lassen sich die Leisten leicht auswechseln.

Das Blendrahmenprofil 101 kann - wie in Fig.3a) bis e) dargestellt - bei dieser Vari ante eine erste Metallschale 101a und eine zweite Metallschale 101 b aufweisen. Diese beiden Metallschalen 101a und 101 b können über einen Isoliersteg 101c (oder mehrere Isolierstege) miteinander verbunden sein. Das Flügelrahmenprofil 102 kann zudem eine erste Metallschale 102a und eine zweite Metallschale 102b aufwei sen. Diese beiden Metallschalen 102a und 102b sind über einen Isoliersteg 102c (o- der mehrere Isolierstege) miteinander verbunden. Die ersten Metallschalen 101a, 102a können im eingebauten Zustand zu einer Außenseite I eines Gebäudes orien tiert sein und die zweiten Metallschalen können zu einer Innenseite II eines Gebäu des orientiert sein. In den Flügelrahmen ist eine Isolierglasscheibe 103 eingesetzt.

Im Falz F zwischen den Rahmenprofilen sind eine Mitteldichtung 104 und eine Gleit dichtung 105 angeordnet. Sie können an den Blendrahmen angesetzt sein. Die Gleit dichtung 105 bildet funktional zusätzlich auch eine Art Mitteldichtung und die Mittel dichtung 104 eine Art Anlagedichtung, wobei letztere sich beim Öffnen vom Flügel abhebt, was bei der Mittel- und Anlagedichtung und auch Gleitdichtung 105 nicht der Fall ist.

Gegenüber den Dichtungen 104 und 105 ist im Falz F eine Variante einer Anlage- Gleitleiste 124 vorgesehen. Diese Anlage-Gleitleiste 124 wird im Bereich der Außen seite I an dem Flügelrahmenprofil 102 befestigt. Sie weist insoweit ein Befestigungs ende 124 a auf (das auch Befestigungsbasis 124a oder Befestigungsfuß genannt werden kann). Der Befestigungsfuß kann als Vorsprung ausgebildet sein, der in die Nut 102d eingreift. Er kann dort auch alternativ oder zusätzlich verklemmt und/oder verrastet sein.

Die Befestigungsbasis 124a kann somit in die Nut 102d des Flügelrahmenprofils, ins besondere in der ersten Metallschale 102a (vorzugsweise zur Außenseite I hin), ein- greifen. Zusätzlich und/oder alternativ kann das Befestigungsende 124a dort mit ei nem Befestigungsmittel befestigt sein, beispielsweise mit einer Schraube festge schraubt sein.

Ausgehend von dem Befestigungsende 124a ragt die Anlage-Gleitleiste 124 etwas in den Falz F in Richtung des Blendrahmenprofils 101 vor und erstreckt sich dann beabstandet zum Isoliersteg102c des Flügelrahmenprofils neben diesem in Richtung der zweiten Metallschale 102b des Flügelrahmens 102, berührt diese aber nicht.

Dabei weist die Anlage-Gleitleiste der Fig. 3b) bis e) an ihrem Ende eine Kabelauf nahmenut 134 auf, in die ein Kabel 135, beispielsweise ein Kabel 135 mit einem oder mehreren elektrischen und/oder optischen Leiter(n), gehalten sein kann, beispiels weise durch Verrastung.

Die Kabelaufnahmenut kann auf der zum Isoliersteg 102 c) des Flügelrahmenprofils 102 ausgebildet sein. Derart wird das Kabel 135 in der Kabelaufnahmenut 134 gut gehalten und zum Falz hin durch die Anlage-Gleitleiste 124 vor Beschädigungen ge schützt. Damit bildet die Anlage-Gleitleiste hier auch eine Kabel-Flalteleiste aus, wel che das Verlegen eines Kabels am Flügelrahmen deutlich vereinfacht. Bei einer um gekehrten Konstruktion mit einer Anlage-Gleitleiste am Blendrahmen wird entspre chend das Verlegen eines Kabels am Blendrahmen vereinfacht (nicht dargestellt).

In der in Fig. 3a dargestellten Geschlossenstellung liegen die beiden Dichtungen 104 und 105 - d.h. hier die Mitteldichtung 104 und die Gleitdichtung 105 - beide an der Anlage-Gleitleiste 124 an.

Die Anlage-Gleitleiste 124 ragt insofern im Falz über den Isoliersteg des Flügelrah mens, liegt aber thermisch vorteilhaft nicht auf dem Isoliersteg auf, so dass sich vor zugsweise sogar abschnittsweise ein Spalt X zum Isoliersteg hin ausbilden kann.

Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung kann sich die Anlage-Gleitleiste 24 federnd verformen, um einwirkenden Kräften insbesondere beim Öffnen und Schliessen des Flügels, auszuweichen. Dies verringert in vorteilhafter Weise die Bedienkräfte beim Öffnen und Schließen des Flügels. Dabei kann die Anlage-Gleitleiste 124 bei Ver bundkonstruktionen durchaus bei bevorzugten Ausgestaltungen bis ca. zur Mitte des Isolierstegs 102c ragen. Sie kann aber auch länger ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist sie derart gestaltet, dass an ihr in Öffnungsstellung des Flügels wenigstens noch eine der beiden Dichtungen 104, 105, insbesondere die Gleitdichtung 105 anliegt (ähnlich bzw. analog zu Fig. 1b).

Nachfolgend werden weitere Lüftungsfenster beschrieben, bei welchen jeweils eine oder mehrere Lüftungskassetten 14 vorgesehen sind. Die Fenster können an sich nach Art der Fig. 1 , 2 oder 3a oder 3b) bis e) aufgebaut sein. Sie können aber auch einen in Details davon abweichenden Aufbau aufweisen. Die nachfolgende Beschreibung betrifft insofern insbesondere bevorzugte Merkmale und Varianten, die sich auf die Lüftungskassetten 14 beziehen oder auf den Aufbau der Fenster, soweit dieser die Integration der Lüftungskassetten 14 in den Aufbau der jeweiligen Lüftungsfenster betrifft. Die Merkmale der nachfolgend beschriebenen Lüftungskassetten 14 können als vorteilhafte Optionen an den in Fig. 1 bis 3 ausge bildeten Fenstern realisiert werden oder an anders aufgebauten Fenstern. Diese Merkmale können zudem einzeln und in Kombination vorteilhaft, d.h. , sie können ein zeln oder gemeinsam auch einen Teil des Schutzumfanges bilden bzw. zu dessen Bildung genutzt werden. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Fenster würde die Kassette vorzugsweise den nur teilweise hier direkt in das Blendrahmenprofil eingesetzten Lüftungskanal ersetzen.

So zeigt Fig. 4 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht eines weiteren Lüftungsfensters, das zum Einbau einer (oder mehrerer) Lüftungskassetten vorgesehen ist, wie sie beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist.

Die jeweilige Lüftungskassette 14 weist wiederum ein rinnen- oder wannenartiges Grundelement 15 auf. Dieses Grundelement 15 ist hier zudem kastenartig ausgestal tet. Das Grundelement 15 kann an einer Grundseite sowie an vier Seiten jeweils ge schlossen ausgebildet sein und an einer im Einbauzustand zum Falz gewandten Seite offen ausgebildet sein.

Es kann ferner vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 - insbeson dere an dieser offenen Seite - die Abdeckung 16 aufweist. In dieser Abdeckung 16 können eine oder mehrere Durchbrüche 16a vorgesehen sein. Mit der Abdeckung 16 bildet das Grundelement 14 einen hier rundum bis auf die Durchbrüche 16 geschlos senen Kasten. Vorzugsweise sind wenigstens zwei der Durchbrüche 16a, 16b vor gesehen. Dann bildet weiter vorzugsweise der erste Durchbruch 16a die erste Lüf tungskanalöffnung 9 und der andere, zweite Durchbruch 9b die zweite Lüftungska nalöffnung 10 aus.

Es können aber auch jeweils mehrere erste Durchbrüche 16a gemeinsam die erste Lüftungskanalöffnung 9 ausbilden und jeweils mehrere zweite Durchbrüche 9b die zweite Lüftungskanalöffnung 10 ausbilden. In diesem Fall können die ersten und je weils die zweiten Lüftungskanalöffnungen jeweils von ersten und zweiten Stegen 16c, 16d unterbrochen sein. Sodann kann das Grundelement 15 einen teilweise oder vollständig umlaufenden Flansch 151 aufweisen. Die Abdeckung 16 weist vorzugsweise wenigstens einen Steg 161 oder eine Abwinklung oder einen korrespondierenden Flansch auf, mit wel chem die Abdeckung 16 in montierter Position auf dem Rand oder dem Flansch 151 des Grundelementes 15 aufliegt. Derart wird auf einfache Weise eine definierte Posi tion der Abdeckung 16 auf dem Grundelement 15 geschaffen. Zudem kann der Flansch 151 des Grundelementes 15 als vorteilhafte Einschubbegrenzung beim Ein schieben des Grundelementes 15 in die Aussparung 13 des Rahmens - hier des Blendrahmens - dienen, so dass dieser bei der Montage auf einfache Weise korrekt in die Aussparung 14 eingepasst ist (siehe u.a. Fig. 6 und 13).

Dabei kann der Innenraum der Lüftungskassette 14 an diese ersten und zweiten Durchbrüche 16a, b angepasst sein oder nicht.

Im letztgenannten Fall ist der Innenraum der Lüftungskassette nicht ausgefüllt, son dern leer. Hierdurch wird eine gute Lüftungswirkung erzielt.

Es kann aber auch vorgesehen sein, dass - wie bereits zu Fig. 1a beispielhaft erläu tert - der Innenraum des Lüftungskassette 14 teilweise gefüllt ist. Derart kann insbe sondere der Schallschutz weiter optimiert werden. Zudem können optional Maßnah men getroffen werden, um den Luftstrom zu reinigen.

Es kann in die Lüftungskassette ein Einsatz 141 eingesetzt sein, mit dem diese Un terteilung erreicht wird. Der Einsatz 141 ist insbesondere - aber nicht zwingend - als wechselbarer Einsatz vorteilhaft. So kann der Einsatz ganz oder teilweise aus einem Filtermaterial 142 bestehen. An und in diesem setzen sich beim Durchströmen der Lüftungskassette 14 aus der durchströmenden Luft Partikel ab. Derart wird der Luft strom beim Durchströmen des Lüftungskassette 14 vorteilhaft filternd gereinigt (siehe Fig. 14).

Dabei kann der Lüftungskanal 8, soweit er sich innerhalb der Lüftungskassette 14 er streckt, dort nur einen einzigen Kanal ausbilden oder er kann wiederum in mehrere Unterkanäle 8a, 8b, 8c ... unterteilt sein. Derart kann die Filterwirkung erhöht werden und es kann die Lüftungswirkung gut gesteuert werden. Zudem kann derart die Schalldämmung vielfältig variiert, insbesondere je nach örtlicher Gegebenheit am Einbauort an die äußere Umgebung angepasst werden. So kann beispielsweise an einem Lüftungsfenster, dass in eine Gebäudeöffnung einzubauen ist, die an einer viel befahrenen Straße liegt, mehr Wert auf ein guten Schallschutz gelegt werden als an einem Fenster, dass zu einer ruhigen Seite des Gebäudes orientiert ist.

Um den Schallschutz zu optimieren, kann vorgesehen sein, dass der Einsatz 141 nicht nur aus einem einzigen Material - beispielsweise dem bereits erwähnten Filter material 142 - besteht, sondern aus zwei oder mehr Materialien. Das weitere Mate rial kann dann derart ausgelegt werden, dass es insbesondere den Schallschutz wei ter optimiert. So kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Filtermaterial 141 an ei ner Seite mit einer Folie 143 beschichtet ist, beispielsweise mit einer sogenannten Schwerfolie.

Vorzugsweise liegt dabei die Abdeckung 16 zum Rahmen-Falzraum F ausgerichtet.

Es ist vorteilhaft, wenn die Abdeckung lösbar an der Lüftungskassette 14 befestigt ist, insbesondere, wenn in die Lüftungskassette ein wechselbarer Einsatz 141 einge setzt ist. Sie kann auch mit dem Einsatz 141 eine bauliche Einheit bilden.

Es kann dann weiter optional vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Abdeckung 16 derart an der Lüftungskassette 14 befestigt ist, dass sie ganz oder nahezu werkzeug los gelöst und wieder befestigt werden kann. Dazu kann beispielsweise eine Art Schnellverschluss 143 mit einem Befestigungshebel 144 vorgesehen sein, der dreh bar ist und unter einer Kante eines Vorsprungs 144 des Grundelementes 15 oder dgl. verrastbar und/oder festklemm bar ist. Derart kann das Wechseln des Einsatzes 141 einfach und schnell erfolgen. Denkbar ist es aber auch, dass zum Wechseln des Ein satzes ein Werkzeug eingesetzt wird, beispielsweise um eine Schraube zu lösen, welchen die Abdeckung an der Lüftungskassette 14 hält.

An der Abdeckung 16 kann ferner die Mitteldichtung 18 festgelegt sein. Insbesondere weist sie dazu an ihrer zum Falz gewandten Seite die Nut 17 auf, in welcher der Dichtungsfuß 21 der entsprechenden (hier: Mittel-)Dichtung 18 verankert werden kann. Diese Nut kann mit einer entsprechenden Nut im Falz des Blendrahmens fluchten. Derart wird diese Nut des Blendrahmens an dieser Rahmenseite vorteilhaft nicht unterbrochen und die korrespondierende Dichtung kann auch im Bereich der Lüftungskassette 14 sicher montiert werden.

Besonders vorteilhaft an der Lüftungskassette 14 mit dem wechselbaren Einsatz 141 ist, dass der Einsatz 141 der Kassette 14 im Betrieb und somit vom Endverbraucher selber leicht gewechselt werden kann. Dieser Einsatzwechsel ist vergleichbar ein fach, wie der Filterwechsel eines Staubsaugers. Insgesamt ist die Lüftungskassette 14 selber auch leicht zu montieren. Die Lüftungskassette 14 kann vorzugsweise nicht sichtbar im Falz positioniert sein, was insbesondere die Fig. 4a und b zeigen.

Dabei zeigt Fig. 4a auch, dass auf das hier obere Blendrahmenprofil 1 ein Zusatzpro fil 110 (Fig.4, Fig. 11 ) aufgesetzt sein kann. Dieses Zusatzprofil 110 kann vorgese hen sein, um die Höhe des Blendrahmens 1 (entsprechend der Bezeichnungen der Richtungen in Fig. 10, s.u.) zu erhöhen. Dies ist vorteilhaft, da derart entsprechend höhere Lüftungskassetten 14 in den Blendrahmen 1 integriert werden können. Dies erschließt sich insbesondere gut beispielhaft aus den Fig. 9 bis 13, insbesondere Fig. 10. Dann weisen sowohl das Blendrahmenprofil 101 als auch das Zusatzprofil, das hier außen auf das in Einbaustellung obere Blendrahmenprofil 101 aufgesetzt ist, die korrespondierenden Ausnehmungen 13 zum Einsetzen der jeweiligen Lüftungskas sette auf.

Die Lüftungskassetten 4 werden bevorzug im Blendrahmen montiert und vorzugs weise ausschließlich in einer Isolierstegzone, die aus Isolierstegen - also insbeson dere aus Stegen aus Kunststoff - gebildet wird (siehe Fig. 3a zu den Isolierstegen, eine Kassette 14 ist hier nicht dargestellt, sie wäre im Bereich der Isolierstege 101c vorgesehen, die (und vorzugsweise nur diese) dann die Aussparung 13 aufweisen würden.).

Nach Fig. 3b) bis e) ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Lüftungskanal 8 ebenfalls in einer oder mehreren Lüftungskassetten 14 ausgebildet, die jeweils in eine Ausspa rung 13 eingesetzt sind, insbesondere in eine Ausfräsung, die in dem Blendrahmen 1 (oder dem Flügelrahmen 2) z.B. durchgehend oder ausgehend vom Rahmenfalz raum ausgebildet ist, wobei in diese Ausfräsung wiederum vorzugsweise eine Lüf tungskassette 14 eingesetzt ist.

Vorzugsweise werden in diesem Bereich der Lüftungskassette 14 die Aussparungen 13 so ausgebildet, dass die Isolierstege 101c in diesem Bereich - ggf. bis auf Fußbe reiche in den Aufnahmenuten 101 d der Metallschalen - vollständig entfernt sind. Ggf. werden Teile der Aufnahmenuten 101 d mit weggefräst, ohne die Hohlkammerebene aus der oder den Hohlkammern 101 e zu beschädigen. Derart ist das Ausarbeiten der Ausfräsungen 13 einfach. Die Lüftungskassette 14 übernimmt die Wärmedämmung anstelle der Isolierstege.

An der jeweiligen Rahmenseite, an welcher ein Lüftungskanal 8 ausgebildet ist, muss sich dieser auch nach Fig. 3b) bis e) nicht über die gesamte Länge des jeweiligen Rahmenabschnitts/Rahmenholms erstrecken. So können z.B. an einer Rahmenseite eine, zwei oder mehr Lüftungskassetten vorgesehen sein, die jeweils beabstandet zueinander vorgesehen sind, so dass sich abwechselnd die Schnitte der Fig. 3b) und c) einerseits und 3d) und e) andererseits ausbilden. Es sind dann mehrere Ausneh mungen 103c vorzusehen.

Hierdurch wird die Bearbeitung der Rahmenprofile trotz der Notwendigkeit zum Vor sehen einer Lüftungskassette 14 somit nicht weiter verkompliziert, denn in Metall schalen und/oder insbesondere in die aus Kunststoff bestehenden Isolierprofile 101c können auf einfache Weise die eine oder mehreren nötigen Aussparung(en) 13 (die Nach Fig. 3b) bis e) auch Durchbrüche sein können) zum Einsetzen der Lüftungskas sette 14 ausgebildet werden. Die Lüftungskassette 14 wird dort vorzugsweise klem mend und/oder rastend oder mit Befestigungsmitteln wie einer oder mehrerer Schrauben oder Klebstoff befestigt.

Um die Lüftungskassette 14 auch in sehr schmale Rahmenprofile einsetzen zu kön nen, kann der Rahmen - hier der Blendrahmen 1 - im Bereich der Lüftungskassetten 14 höher ausgestaltet werden. Überstehende (durch das Profil hindurch) Kassetten können aber auch in Aussparungen des umgebenden Mauerwerks reichen (hier nicht dargestellt).

In Fig. 9 sind beispielshaft drei der Lüftungskassetten 14 in dem oberen Holm bzw. das obere Blendrahmenprofil 101 des Blendrahmens 1 ausgebildet bzw. in dieses eingesetzt. Dann können in diesem Blendrahmenprofil 101 korrespondierend viele Aussparungen 13, hier drei der Aussparungen 13, ausgebildet sein. Die linke und die rechte Lüftungskassette sind bereits montiert worden. Die mittlere der Lüftungskas setten 14 ist in einer Stellung vor der Montage gezeigt, nahe zur der Aussparung 13 des Blendrahmens 1 , in welche sie eingesetzt wird.

Die Kassetten werden vorzugsweise an einer in Einbaulage eines vertikal ausgerich teten Fensters oberen Seite montiert. Die bevorzugte Montagerichtung ist die Rich tung von innen nach außen bzw. hier von unten nach oben im Falz in die Aussparung hinein. In dieser könne sie beispielsweise mit einer Rastkante hinter ei ner korrespondierenden Rastkante der Aussparung 13 verrastet sein (hier nicht dar gestellt).

Es hat sich aber auch gezeigt, dass eine Montage von außen, also von der der Falz seite gegenüberliegenden Seite, möglich ist. Diese Montage der Lüftungskassette 14 kann einmalig bei der Erstmontage erfolgen, wenn ein wechselbarer Einsatz 141 vor gesehen ist. Alternativ kann aber auch die ganze Lüftungskassette wechselbar ge staltet sein. Weitere Möglichkeiten zum Einsetzen der Lüftungskassette sind denk bar. So kann sie auch einen seitlich zugänglichen wechselbaren Einsatz 141 aufwei sen oder insgesamt von der Seite her montiert werden, was aus optischen Gründen aber weniger bevorzugt wird.

Die Anzahl und die Lage der Lüftungskassetten 14 sind in der in den Figuren darge stellten Weise besonders vorteilhaft, ansonsten aber auch frei wählbar bzw. den Ge gebenheiten und Anforderungen anpassbar.

Die einzelnen Kassetten bestehen vorzugsweise aus dem Grundelement 14, der Ab deckung 16 und dem Einsatz 141 , wobei die beiden letzteren Elemente auch eine wechselbare Einheit bilden können.

Vorzugsweise - nicht aber zwingend - liegt die Breite b der Lüftungskassette 14 (Fig. 10) zwischen 30 und 70 mm. Dies ist vorteilhaft, dass sie so gut in übliche Isolierst ege korrespondierender Breite integrierbar ist. Insbesondere an einem Kunststoff fenster können sie auch breiter sein. Ihre Länge ist an sich beliebig wählbar. Vorteil haft ist, es, sie zwischen 150 mmm und 250 mm lang (Länge I) zu gestalten, damit ihre Montage und insbesondere Wechsel des Einsatzes 141 leicht durchführbar blei ben. Besonders bevorzugt wird insbesondere eine Länge I = 200 mm.

Die Tiefe bzw. Höhe h der Lüftungskassette 14 (siehe Fig. 10) ist an sich beliebig wählbar. Vorzugsweise liegt sie zwischen 50 und 150 mm, insbesondere 60 und 120 mm. Besonders bevorzugt wird eine Höhe h von 90mm.

Die Lüftungskassetten 14 können bündig im Profilfalz montiert werden/sein. Hierfür eignen sich bekannte Befestigungsmittel und Befestigungsmethoden wie zum Bei spiel verschrauben, verklemmen, klipsen oder dergleichen. Auch Nutensteine kön nen verwendet werden. Am Kasten kann vorzugsweise noch eine Befestigungsvorrichtung für den Deckel angeordnet sein. In der Figur 8 ist dieses ein Viertelkreis-Hebel. Klipshebel sind ebenso möglich.

Die Abdeckung 16 weist hier die Nut 17 bzw. eine entsprechende Nutkontur auf, zur Aufnahme einer Mitteldichtung. Weitere Nuten oder Konturen, welche die Falzober fläche der Profile nachbilden sind möglich.

Der Kasten 141 kann vorzugsweise aus einem Kunststoff bestehen, insbesondere gefertigt in einem Spritzgussverfahren. Andere bekannte Herstellverfahren sind ebenso möglich, z.B. das Verkleben oder Verschweißen aus mehreren Wandteilen. Andere Materialien sind ebenso möglich, z.B. Aluminium. Kunststoff wird aber auf grund der schlechten Wärmeleitung bevorzugt.

Die Abdeckung 16 weist wie erörtert vorzugweise zwei oder mehrere Durchbrüche 16a, b auf. Sie sind vorzugsweise ca. 20 mm lang, 10 mm breit und werden vorzugs weise von 20 mm breiten Stegen 16c, d unterteilt. Derart ergibt sich hier beispielhaft eine kammartige Ausgestaltung beidseits eines mittigen Längssteges, der hier die Nut 17 aufweist.

Die Abdeckung 16 bildet vorzugsweise die Falzkontur nach, insbesondere mit der Aufnahmenut 17 für die Mitteldichtung 18, die hier auch eine „Schleifdichtung“ bildet, die bei teilgeöffneten Flügel den Spalt zwischen Blend- und Flügelrahmen abdichtet. Alternativ kann die Dichtung auch schon integraler Bestandteil des Deckels sein.

Die Nut bzw. die Dichtung befindet sich zwischen der Ein- und der Auslassöffnung bzw. Durchbrüchen 16a, b des Kanals 8. Vorteilhaft kann je eine Öffnung vorgese hen sein, jedoch ist eine Vielzahl von Öffnungen und separaten Lüftungskanälen pro Kassette für Schalldämmung und große Luftmenge (für Schalldämmung und große Luftmengen - je nach Anforderung) auch möglich. Andererseits dürfen die Öffnungen nicht zu klein sein, da sonst keine ausreichenden Luftmengen/Luftdurchsatz erreicht wird. Als Optimum hat sich je eine Öffnung für Einlaß und Auslaß herausgestellt. Als besonders vorteilhaft haben sich ein einziger U-förmiger Lüftungskanal herausgestellt.

Die Kanäle 8a, b, c, ... sind vorzugsweise untereinander getrennt. Durch Veränderung des Kanalquerschnitts lassen sich unterschiedliche Frequenzbereiche mehr oder weniger gut dämmen. So können zur Dämmung von Straßenlärm andere „Deckel mit Schalldämmmaterial eingesetzt werden, als zur Dämmung von „Windradgeräuschen“ oder „Spielplatzlärm“. Das System der Kassette ist also leicht an Kundenbedürfnisse anzupassen. Auch später kann das System leicht geändert werden.

Die Abdeckung 16 wird vorzugsweise mit einem Schraub-, Klips- oder Hebelmecha nismus zur einfachen Bedienung an dem Kasten montiert bzw. demontiert. Das ver einfacht und erleichtert die Wartungsarbeiten.

Zur praktischen Handhabung können Abdeckung 16 und Einsatz 14 gemeinsam eine bauliche Einheit bilden. Sie sind dann gemeisam bei einer Wartung wechselbar, besipielsweise, wenn ein Wechselintervall verstrichen ist, nach dem empfohlen wird, das Filtermaterial 141 bzw. dann den ganzen Einsatz 141 zu wechseln.

Dabei kann der Einsatz 141 mit der Abdeckung 16 geklebt, verschweißt oder sonstwie mechanisch miteinander verbunden sein.

Als Schalldämmmaterial 142 kommen bekannte Schaumstoffmaterialien in Frage. Auch können alternativ oder ergänzend die bereits erwähnten Schwerfolien 143 eingesetzt werden. Materialien wie EVA und Bitumen kommen ebenfalls eingesetzt werden.

Eckdaten für die Leistungsfähigkeit sind Schalldämmwerte (dB), Luftdruck (PA) und Luftdurchsatz (m 3 /h). Da die Daten im direkten Zusammenhang stehen, wird durch Verbesserung einer Größe eine andere verschlechtert. Durch konstruktive Maßnahmen und Auswahl optimaler Materialien lassen sich jedoch die Leistungsdaten insgesamt verbesser. Mit erfindungsgemäßen Kassetten - wie sie beispielsweise in Fig. 9 bis 14 dargestellt sind - lassen beispielsweise folgende Werte erreichen: Luftdurchsatz von 12,7 m 3 /h bei 2 PA und 28,7 m 3 /h bei 10 PA Druckdifferenz zwischen Innen und Außen und Schalldämmung bei gekipptem Fenster = 32 dB (geschlossen = 47 dB)

Fig. 14 zeigt beispielhaft verschiedene Einsätze 141, die in an sonsten gleich aufgebaute Lüftungskasseten mit Grundelement 15 und Abdeckung 16 eingesetzt sind. Die Abdeckung 16 kann an den Einsatz 141 angepasst sein, was die Lage der Öffnungen 16a, b angeht. Gezeigt sind jeweils U-förmig verlaufende Lüftzungskanäle sowie Einsätze mit Filtermaterial 142 und optionaler Schwerfolie 143.

Die Lüftungskanäle 8 der Fig. 14 e) bis h) weisen eine geringere Tiefe auf als die der Fig. 14 a) bis d). Die Lüftungskanäle 8 können aus dem Zusmmenspiel zwischen den Wänden des Einsatzes 141 und des Grundelementes 15 und der Abdeckung 16 gebildet werden.

Bezugszeichen

Blendrahmen 1

Flügelrahmen 2

Flächenelement 3

Anlagesteg 4

Anschlagdichtung 5

Anlagesteg 6

Anschlagdichtung 7

Lüftungskanal 8, 8a, 8b, erste Lüftungskanalöffnung 9 zweite Lüftungskanalöffnung 10 Verstärkungsarmierung 11, 12

Aussparung 13

Lüftungskassette 14

Grundelement 15

Abdeckung 16

Durchbrüche 16a, 16b

Stege 16c, 16d

Nut 17

Mitteldichtung 18

Wand 19

Durchgang 19a

Dichtungsbasis 20

Dichtungsfuß 21

Dichtabschnitt 22

Anlagegleitabschnitt 23

Anlage-Gleitleiste 24

Dichtlippe 25

Gleitfläche 26

Befestigungsbereich 27

Blendrahmenprofil 101 erste Metallschale 101a zweite Metallschale 101b

Isoliersteg 101c

Aufnahmenuten 101 d Hohlkammern 101e

Flügelrahmenprofil 102 erste Metallschale 102a zweite Metallschale 102b

Isoliersteg 102c

Nut 1 ß2d

Isolierglasscheibe 103

Mitteldichtung 104

Gleitdichtung 105

Anlage-Gleitleiste 124

Bereiche 124‘, 124“

Befestigungsende 124a

Gleitfläche 126, 126'

Nuten 127

Hohlkammer 128

Eckstücke 130

Schenkel 131, 132

Nasen 133

Kabelaufnahmenut 134

Kabel 135

Einsatz 141

Filtermaterial 141

Schwerfolie 142

Flansch 151

Stege 161

Spalt X

Hohlkammern H1 , H2, ....

Falzraum F

Falzraumabschnitt Fl, Fll

Spalt S l , S i l

Öffnungsweite W